{"id":4811,"date":"2014-06-17T17:01:20","date_gmt":"2014-06-17T16:01:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=4811"},"modified":"2017-08-01T18:17:09","modified_gmt":"2017-08-01T17:17:09","slug":"rea-und-die-ra-familie-im-amboseli-nationalpark","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/rea-und-die-ra-familie-im-amboseli-nationalpark\/","title":{"rendered":"Rea und die RA-Familie im Amboseli-Nationalpark"},"content":{"rendered":"<p><em>Aus jahrzehntelanger Verbundenheit und Freundschaft zwischen dem Amboseli Trust for Elephants (ATE) und Rettet die Elefanten Afrikas e.V. hat Cynthia Moss ein Elefanten-K\u00e4lbchen REA genannt und sich damit f\u00fcr die Unterst\u00fctzung bedankt, die ohne ihre Hilfe nie m\u00f6glich gewesen w\u00e4re. Lesen Sie hier die Geschichte von REA:<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die RA-Familie war schon immer eine faszinierende und doch frustrierende Herde. Bis heute bin ich nicht sicher, ob bestimmte Individuen, denen ich &#8222;R&#8220;-Namen gegeben haben, wirklich Mitglieder der RA- oder doch der XA-Familie sind. Auch bin ich nicht sicher, zu welchem erweiterten Familienverband die RAs geh\u00f6ren. Das einzige, was ich mit Sicherheit wei\u00df, ist, dass die Geschichte der RAs alles andere als einfach und offensichtlich gewesen ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich traf die Leitkuh der RAs am 5. Oktober 1973 auf der Westseite des Parks. Ein Kollege und ich beobachteten die KA-Familie, die entspannt an unserem Fahrzeug vorbeischlenderten und sich von mir fotografieren lie\u00dfen. Pl\u00f6tzlich tauchte eine Kuh mit nur einem linken Sto\u00dfzahn (engl. &#8222;left-tusked&#8220;) und ein f\u00fcnfj\u00e4hriges Kalb auf und legten Widerspruch gegen unsere Anwesenheit ein. Die Kuh begann Scheinangriffe auf unser Fahrzeug, doch hielt achtsam immer einen Busch zwischen sich und dem Auto, was uns zeigte, dass sie nicht ernsthaft aggressiv war. Nach einigen Scheinattacken lugte sie \u00fcber den Busch zu uns her\u00fcber. Sie sah lustig aus, mit ihrem einen kurzen, linken Sto\u00dfzahn. Ihr Kalb war durch die Nervosit\u00e4t seiner Mutter ver\u00e4ngstigt. Wir machten einige schlechte Fotos von den beiden an diesem Tag.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4812\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2014\/03\/bild1.jpg\" alt=\"Remedios\" \/><\/center><\/p>\n<p align=\"center\">Das erste Mal, dass wir Remedios gesehen haben; sie schaut hinter einem Busch hervor in unsere Richtung<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\nIch sah diese &#8222;left-tusked&#8220; Kuh und ihr Kalb im Laufe des Oktobers 1973 noch zweimal: Einmal waren sie allein in der N\u00e4he einer bekannten Herde und das andere Mal waren sie in einer gro\u00dfen Ansammlung von \u00fcber 50 Elefanten. Im Laufe des Jahres 1974 sah ich sie nur zweimal (zu der Zeit war ich nur Teilzeitforscherin in Amboseli), erneut einmal allein in der N\u00e4he einer kleinen Herde und einmal in einer gro\u00dfen Gruppe. Zum Gl\u00fcck war sie leicht zu erkennen, doch sie schienen zu keiner Herde zu geh\u00f6ren und hatten keine wiederkehrenden Wanderrouten. Von den f\u00fcnf Malen, die ich sie bisher gesehen hatte, waren sie dreimal an der Westseite und zweimal an der Ostseite des Parks. Obwohl ich nicht viel \u00fcber sie wusste, ordnete ich den beiden den Familienbuchstaben &#8222;R&#8220; zu und nannte die Kuh Remedios. (Ich las zu der Zeit gerade Gabriel Garcia Marquez&#8216; &#8222;Hundert Jahre Einsamkeit&#8220; und ich mochte die Namen in seinem Buch.)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kurz bevor ich meine Vollzeitforschung in Amboseli begann, traf ich Remedios im August 1975 mit einem neuen, ungef\u00e4hr zweimonatigen Kalb. Von da an sah ich Remedios regelm\u00e4\u00dfig. Sie pflegte Umgang mit vielen Individuen, doch schlie\u00dflich schienen es endlich wiederkehrende Genossen zu sein. Ihr eigenes \u00e4lteres, nun siebenj\u00e4hriges Kalb und drei andere, j\u00fcngere K\u00fche waren \u00fcblicherweise bei ihr. Ich nannte diese K\u00fche Renata, Rachel und Ruth, und Remedios&#8216; \u00e4lteres Kalb wurde sp\u00e4ter Rebecca genannt. Bei allen weiteren Sichtungen 1975 und 1976, waren Remedios und die anderen &#8222;R&#8220;-K\u00fche fast ausnahmslos bei der XA-Familie, die von einer gro\u00dfen, anmutigen und m\u00e4chtig aussehenden Kuh angef\u00fchrt wurden, die ich Xantippe nannte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die RAs pflegten auch gelegentlich den engeren Umgang mit den IAs, die von einer der \u00e4ltesten K\u00fche der gesamten Population, Isabel, angef\u00fchrt wurden. Ich zog in Betracht, dass diese drei Familien einen Familienverband bildeten. Ich vermutete, dass die RAs erst vor kurzem eine gro\u00dfe Leitkuh verloren hatten, wohl gegen 1973, als ich Remedios zum ersten Mal traf. Dieser Verlust w\u00fcrde den Zusammenhalt der Familie in den folgenden Jahren beeintr\u00e4chtigt haben. Remedios war erst ungef\u00e4hr 27 Jahre alt, als ich sie damals traf. Sie war noch nicht alt genug, um die Familie nach dem Tod einer alten Leitkuh zusammenzuhalten. Ich vermutete auch, dass die alte RA-Leitkuh enge Bindungen zu den alten Leitk\u00fchen der XA und IA-Familien hatte. 1973 war Xanthippe ungef\u00e4hr 47 Jahre alt, Isabel ungef\u00e4hr 53 Jahre.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die 1970er Jahre waren bis Ende 1977 eine Zeit, in der es in Amboseli viel Wilderei gab. Wenn die Elefanten den Park verlie\u00dfen um die Regenzeitwanderungen zu unternehmen, wurden die Bullen und die gr\u00f6\u00dferen, \u00e4lteren K\u00fche wegen ihres Elfenbeins get\u00f6tet. 1976 waren die Verluste sehr hoch, nicht nur wegen der massiven Wilderei, sondern es war zus\u00e4tzlich noch ein D\u00fcrrejahr. \u00dcber 60 Amboseli-Elefanten starben in diesem Jahr. Den RAs erging es aber nicht besonders schlecht. Remedios selbst war kein Ziel f\u00fcr die Wilderer, da sie nur einen kleinen Sto\u00dfzahn hatte und die anderen K\u00fche in ihrer Gruppe waren noch jung und hatten ebenfalls noch sehr d\u00fcnne Sto\u00dfz\u00e4hne. Alle diese jungen K\u00fche \u00fcberlebten, doch Remedios&#8216; 1975 geborenes Kalb fiel der D\u00fcrre 1976 zum Opfer. Ende 1976 hatte ich gedacht, ich w\u00fcsste einigerma\u00dfen gut, wer zur RA-Familie geh\u00f6rte und mit wem sie Familienverb\u00e4nde und Clan-Einheiten bildeten. Die Familie sah folgenderma\u00dfen aus:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div style=\"width: 300px; margin: 0px auto; border: 1px solid #d5d8c0; padding: 20px;\">\n<p>Remedios \u00e2\u20ac\u201d ca. 30 Jahre alt<\/p>\n<div style=\"padding-left: 25px; margin: 0px auto;\">Rebecca \u00e2\u20ac\u201d ihre 8-j\u00e4hrige Tochter<\/div>\n<p>Renata \u00e2\u20ac\u201d ca. 13 Jahre<br \/>\nRachel \u00e2\u20ac\u201d ca. 21 Jahre<br \/>\nRuth \u00e2\u20ac\u201d ca. 16 Jahre<br \/>\nR&#8217;s Keyhole \u00e2\u20ac\u201d ein junger, ungef\u00e4hr 7-j\u00e4hriger Bulle<\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>R&#8217;s Keyhole (deutsch: &#8222;Schl\u00fcsselloch der Rs&#8220;) hatte diesen eigenartigen Namen bekommen, weil er einen schl\u00fcssellochgeformten Riss in seinem rechten Ohr hatte. Es gab bereits ein Kalb namens Keyhole in der EA-Familie, sodass dieser neue nun den Namen R&#8217;s Keyhole bekam.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Meine Zuversicht, die Struktur der RA-Familie verstanden zu haben, hielt nicht lange an. Mehrere Ereignisse verschw\u00f6rten sich gegen die nette Mitgliederliste, die ich angelegt hatte. Zuerst verschwand Xanthippe im Oktober 1976 &#8211; vermutlich fiel sie Wilderern zum Opfer &#8211; und hinterlie\u00df eine ungez\u00e4hlte und unfotografierte Gruppe junger K\u00fche in ihrer Familie zur\u00fcck, dann starben Isabel und Irene aus der IA-Familie 1977 und hinterlie\u00dfen eine kleine Herde ohne erwachsene Elefanten. Als drittes verschwand dann auch noch die n\u00e4chst\u00e4ltere Kuh in der XA-Familie, Xaviera im September 1977. Durch diese Ereignisse blieb pl\u00f6tzlich eine gro\u00dfe Zahl verst\u00f6rter, verwirrter und f\u00fchrerloser junger Elefanten zur\u00fcck. Beide Familien zerfielen und verschiedene Individuen tauchten von Zeit zu Zeit bei den RAs auf. Da viele der Unter-10-J\u00e4hrigen noch nicht fotografiert worden waren, wusste ich dann nicht, ob sie zur IA oder zur XA geh\u00f6rten oder doch RA-K\u00e4lber waren, die ich noch nicht gesehen hatte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich gelang es mir, die Individuen aller drei Familien zu erkennen und ich gab ihnen Namen, doch ich war nie wirklich sicher und nicht gl\u00fccklich mit meinen Bezeichnungen. (Gl\u00fccklicherweise hatte ich \u00e4hnliche Probleme nur mit drei weiteren Familien. Amboseli hat 62 Familien und ich w\u00fcrde mir die Haare ausrei\u00dfen, wenn sie alle so chaotisch wie der RA\/XA\/IA-Familienverband gewesen w\u00e4ren.) Drei junge K\u00fche bekamen R-Namen: Raphaela, Riva und Risa. Andere bekamen X- und I-Namen, je nachdem bei wem sie sich mehr aufhielten.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4812\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2014\/03\/bild2.jpg\" alt=\"Risa\" \/><\/center><\/p>\n<p align=\"center\">Risas ID-Foto; durch den gro\u00dfen Riss in ihrem Ohr war sie gut zu erkennen<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4812\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2014\/03\/bild3.jpg\" alt=\"Rebecca\" \/><\/center><\/p>\n<p align=\"center\">Rebeccas ID-Foto<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die RAs und die XAs blieben eng verbunden, doch die IA-Familie, nun angef\u00fchrt von Iris, freundete sich nicht weiter mit ihnen an, nachdem Isabel gestorben war. Sie vereinten sich sp\u00e4ter mit einer unbekannten jungen Kuh, die ich bis heute nur als &#8222;Three Holes Right&#8220; (&#8222;Drei L\u00f6cher rechts&#8220;) kenne. Ich habe keine Ahnung aus welcher Familie sie kam.<br \/>\nIch hatte gedacht, die RAs geh\u00f6rten zu einem erweiterten Clan, der an der Westseite des Parks lebte, doch nach und nach schienen sie mehr Zeit in den zentralen Ol-Tukai-W\u00e4ldern und dem \u00f6stlichen Longinye-Sumpf zu verbringen. Die IAs blieben weiterhin im Westen, w\u00e4hrend die XAs sich den RAs im Osten anschlossen. Ich denke, dass sie tats\u00e4chlich ihr Heimatgebiet 1977 \u00e4nderten, was sehr ungew\u00f6hnlich ist. Bis 1978 hatte ich alle Familien in der Population identifiziert und konnte alle erwachsenen und die meisten jugendlichen K\u00fche erkennen. Es gab sehr wenige junge K\u00e4lber, doch nach der Zeit mit nur wenig Nachwuchs erlebte Amboseli 1979 und 1980 einen Elefanten-Baby-Boom. Die RAs waren dabei keine Ausnahme. Remedios gebar im Juni 1979 ein Bullkalb, Ruth hatte im Februar 1980 ebenfalls einen Sohn und &#8211; zu meiner gro\u00dfen \u00dcberraschung &#8211; gebar Remedios&#8216; zw\u00f6lfj\u00e4hrige Tochter Rebecca ihrerseits im April 1980 einen Sohn. Rebecca war die bis dahin j\u00fcngste Mutter in meiner Datenbank. Sowohl Remedios&#8216; als auch Rebeccas Kalb wurden Teil einer speziellen Studie \u00fcber die Entwicklung und das Verhalten von K\u00e4lbern, die ich durchf\u00fchrte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Leider gab es 1979 auch einen Verlust. Rachel hatte sich unter unbekannten Umst\u00e4nden ein Bein gebrochen und obwohl sie noch eine Weile \u00fcberlebte, konnte sie mit der Zeit \u00fcberhaupt nicht mehr laufen und starb einen langsamen und schmerzhaften Tod. Wir haben mehrfach gebrochene Beine bei K\u00e4lbern beobachtet, doch Rachel war unsere einzige Beobachtung bei einem erwachsenen Elefanten. Eine Obduktion zeigte uns, dass sie sich den Oberschenkelknochen komplett gebrochen hatte. Sie zeigte au\u00dferdem, dass sie kurz davor stand, ein neues Baby zur Welt zu bringen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Inzwischen erreichten die j\u00fcngeren K\u00fche der RA-Familie die Pubert\u00e4t, wurden fortpflanzungsf\u00e4hig, paarten sich und wurden schwanger. Renata paarte sich 1979 und gebar im April 1981 ein Bullkalb. Ich fotografierte Raphaela in ihrer fruchtbaren Zeit am 7. und 8. April 1980. Sie war damals erst elf Jahre alt. Sie gebar sp\u00e4ter im April 1982 ein M\u00e4dchen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Laufe der Jahre 1979 bis 1983 ging es den RAs und den anderen Elefanten in Amboseli gut. Es war eine Zeit mit vielen Regenf\u00e4llen und \u00fcppiger Vegetation. Viele weitere K\u00e4lber wurden geboren, doch es gab auch einige wenige Todesf\u00e4lle. Rebecca verlor ihr 1980er Kalb als es ein Jahr alt war. R&#8217;s Keyhole wurde 1980 unabh\u00e4ngig und verlie\u00df die Herde. Raphaela verlor ihr 1982er Kalb als es sieben Monate alt war und Ruth ihr zweimonatiges Kalb aus dem Jahr 1983. Es ist nicht un\u00fcblich, dass eine Elefantenkuh ihr erstes Kalb verliert, wie es hier bei allen der Fall war. Remedios und Rebecca bekamen beide 1983 ein weiteres Kalb und Ende 1983 war die Familie trotz der Verluste von der kleinen Sechsergruppe 1976 auf zw\u00f6lf Mitglieder angewachsen. Die Familienstruktur und -zusammensetzung sah wie folgt aus:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div align=\"center\">\n<table style=\"border: 1px solid; border-collapse: collapse;\">\n<tbody>\n<tr style=\"background-color: #d5d8c0;\">\n<th style=\"padding: 10px;\">Individuum<\/th>\n<th style=\"padding: 10px;\">Geschlecht<\/th>\n<th style=\"padding: 10px;\">(Gesch\u00e4tzter)<br \/>\nGeburtszeitpunkt<\/th>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #e1e2d0;\">\n<td style=\"padding: 7px;\">Remedios<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>F<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">1946<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 7px;\">&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0REM83<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>M<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">Juni 1983<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #e1e2d0;\">\n<td style=\"padding: 7px;\">&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0Raoul<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>M<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">Juni 1979<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 7px;\">&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0Rebecca<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>F<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">1968<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #e1e2d0;\">\n<td style=\"padding: 7px;\">&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0REB83<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>M<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">M\u00e4rz 1983<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 7px;\">Ruth<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>F<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">1960<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #e1e2d0;\">\n<td style=\"padding: 7px;\">&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0Rex<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>M<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">Februar 1980<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 7px;\">Renata<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>F<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">1963<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #e1e2d0;\">\n<td style=\"padding: 7px;\">&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0REN81<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>M<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">April 1981<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 7px;\">Raphaela<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>F<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">1969<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #e1e2d0;\">\n<td style=\"padding: 7px;\">Riva<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>F<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">1969<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 7px;\">Risa<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>F<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">1970<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>1984 gab es eine schwere D\u00fcrre in Amboseli und viele Elefanten verhungerten oder wurden von den Maasai get\u00f6tet, mit deren Vieh die Elefanten um die begrenzten Ressourcen in Wettbewerb standen. Den RAs ging es nicht so schlecht wie manch anderer Familie. Traurigerweise starben sowohl Ruth als auch Riva im Juli 1984 und sowohl Remedios&#8216; 1983er Kalb als auch Ruths 1980er Kalb Rex im September 1984 zum H\u00f6hepunkt der D\u00fcrre. Obwohl Rex mit vier Jahren nicht mehr auf die Milch seiner Mutter angewiesen war, starb er nur zwei Monate nach seiner Mutter. Gl\u00fccklicherweise gab es 1985 ausreichende Regenf\u00e4lle und die Bedingungen verbesserten sich sowohl f\u00fcr die wilden Tiere als auch f\u00fcr die Maasai. Drei der RA-K\u00fche gebaren in diesem Jahr Nachkommen. Die erste war Renata, die im Januar einen Jungen bekam. Im Februar bekam Raphaela ebenfalls einen Jungen und im April bekam Risa ihr erstes Kind: ebenfalls ein Junge. Die RA-Familie schien mehr Jungen als M\u00e4dchen zu bekommen. Das tats\u00e4chliche Geschlechterverh\u00e4ltnis in Amboseli ist 1:1 doch von Beginn der Studie bis 1994 gebaren die RAs 14 Jungs und nur f\u00fcnf M\u00e4dchen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der n\u00e4chsten Jahre gab es nur wenig Ver\u00e4nderung in der Familie. F\u00fcr Amboseli-Verh\u00e4ltnisse gab es relativ viel Regen, es gab keine Wilderei und nur wenige vereinzelte T\u00f6tungen durch die Maasai. Remedios bekam im Februar 1989 ein Kalb &#8211; ein Junge nat\u00fcrlich. Auch Rebecca und Raphaela bekamen 1990 zwei Bullk\u00e4lber, doch Raphaelas starb schon nach wenigen Wochen.<br \/>\n1991 wurden bei den RAs endlich zwei M\u00e4dchen geboren: Risa gebar im April eine Tochter und Renata im September. Zu dieser Zeit gab es nur ein weiteres Kuhkalb in der Herde, n\u00e4mlich Rusinga, Rebeccas 1987er Kalb. Sie hatte alle H\u00e4nde voll zu tun mit den Babys. Junge Elefantenk\u00fche verbringen viel Zeit damit, sich um die j\u00fcngeren K\u00e4lber zu k\u00fcmmern. \u00dcblicherweise gibt es mehrere dieser Kinderm\u00e4dchen, die sich die Arbeit teilen, doch Rusinga musste das allein meistern. Als schlie\u00dflich die 1991er-M\u00e4dchen \u00e4lter wurden, konnten sie auch aushelfen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Risas Tochter wurde Ramulosa genannt und Renatas bekam den Namen Ruellia. Beides sind die Namen von Pflanzen, die in Amboseli wachsen. Uns gingen langsam die normalen Vornamen aus und so entschieden wir, die Namen der K\u00e4lber der jeweiligen Jahre nach bestimmten Themen zu vergeben. 1977 bekamen die K\u00e4lber Namen von Orten in Ostafrika, 1991 von Pflanzen und 1992 von afrikanischen Fl\u00fcssen. In anderen Jahren nutzten wir indische oder biblische Namen. Es war jedes Mal eine Herausforderung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zwischen 1991 und 1998 bekamen die RAs vier M\u00e4dchen und zwei Jungs und gleichten damit die Ungleichheit zugunsten der Jungs aus den Vorjahren etwas aus. 1992 und 1997 bekam Raphaela T\u00f6chter; 1994 bekamen sowohl Remedios als auch Rebecca T\u00f6chter; 1995 bekam Risa und 1996 auch Renata einen Sohn. Inzwischen sind zwei der jungen Bullen der Familie, Raoul und Ramon, unabh\u00e4ngig geworden.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4812\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2014\/03\/bild4.jpg\" alt=\"Ramon\" \/><\/center><\/p>\n<p align=\"center\">Aus Ramon (REN81) ist sp\u00e4ter ein sehr ansehnlicher Bulle geworden; hier ist er in Musth im September 2011<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Junge Bullen verlassen ihre Familien durchschnittlich mit 14 Jahren. F\u00fcr manche geht der \u00dcbergang allm\u00e4chlich. Sie beginnen damit, nur noch am Rand der Familie mitzulaufen. Dann gehen sie f\u00fcr einen oder zwei Tage weg, kehren aber doch noch h\u00e4ufiger zur Sicherheit und dem Schutz der Familie zur\u00fcck. Mit der Zeit scheint aber der Drang, mit den anderen Bullen &#8222;drau\u00dfen&#8220; zu sein zu gewinnen und sie verlassen die Familie ganz. Andere wiederum verlassen die Familie von heute auf morgen. Wir kennen auch ein paar &#8222;Mutters\u00f6hnchen&#8220;, die bei ihrer Mutter blieben, bis sie 18 oder 19 Jahre alt waren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit dem Abgang der beiden jungen Bullen z\u00e4hlten die RAs nun am Ende des Jahres 1997 19 Elefanten:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div align=\"center\">\n<table style=\"border: 1px solid; border-collapse: collapse;\">\n<tbody>\n<tr style=\"background-color: #d5d8c0;\">\n<th style=\"padding: 10px;\">Individuum<\/th>\n<th style=\"padding: 10px;\">Geschlecht<\/th>\n<th style=\"padding: 10px;\">(Gesch\u00e4tzter)<br \/>\nGeburtszeitpunkt<\/th>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #e1e2d0;\">\n<td style=\"padding: 7px;\">Remedios<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>F<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">1946<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 7px;\">&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0REM94<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>F<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">April 1994<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #e1e2d0;\">\n<td style=\"padding: 7px;\">&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0Roy<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>M<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">Februar 1989<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 7px;\">&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0Rebecca<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>F<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">1968<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #e1e2d0;\">\n<td style=\"padding: 7px;\">&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0REB94<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>F<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">April 1994<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 7px;\">&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0Rusinga<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>F<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">Mai 1987<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #e1e2d0;\">\n<td style=\"padding: 7px;\">&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0Rosario<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>M<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">M\u00e4rz 1983<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 7px;\">Renata<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>F<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">1963<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #e1e2d0;\">\n<td style=\"padding: 7px;\">&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0REN96<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>M<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">April 1996<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 7px;\">&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0Ruellia<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>F<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">September 1991<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #e1e2d0;\">\n<td style=\"padding: 7px;\">&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0Ramsay<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>M<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">Januar 1985<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 7px;\">Raphaela<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>F<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">1969<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #e1e2d0;\">\n<td style=\"padding: 7px;\">&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0RAP97<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>F<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">Februar 1997<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 7px;\">&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0Russo<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>F<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">Juni 1992<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #e1e2d0;\">\n<td style=\"padding: 7px;\">&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0Russell<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>M<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">Februar 1985<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 7px;\">Risa<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>F<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">1970<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #e1e2d0;\">\n<td style=\"padding: 7px;\">&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0RIS95<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>M<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">Februar 1995<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 7px;\">&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0Ramulosa<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>F<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">April 1991<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #e1e2d0;\">\n<td style=\"padding: 7px;\">&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0Regan<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>M<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">Mai 1985<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die RAs waren auf jeden Fall eine erfolgreiche Familie. 1998 hab ges in Amboseli, wie im Rest von Kenia dank El Ni\u00c3\u00b1o sehr viele Regenf\u00e4lle. Es gab mehr als genug Futter und die Elefanten wurden regelrecht fett von der \u00fcppigen Vegetation. Die Elefanten formten gro\u00dfe Ansammlungen von 200 bis 300 Individuen und es wurde viel gespielt. Sogar die gro\u00dfen, erwachsenen K\u00fche gaben ihre Erhabenheit auf und rannten mit weit aufgerissenen Augen umher und griffen eingebildete Feinde im hohen Gras an. Es w\u00e4re wunderbar, wenn es immer so sein k\u00f6nnte, doch in der afrikanischen Savanne ist nichts vorhersehbar. Gegen Ende 1999 sahen wir dann die Folgen von El Ni\u00c3\u00b1o. Es schien Elefantenbabys vom Himmel zu regnen. Bis Oktober gab es 63 Geburten, was in etwa den Erwartungen entsprach, doch im November und Dezember gab es pl\u00f6tzlich eine Flut von neuen K\u00e4lbern. Diese wurden 22 Monate zuvor, im Januar 1998 w\u00e4hrend der El Ni\u00c3\u00b1o Regenf\u00e4lle gezeugt, als die Elefanten in der besten Verfassung f\u00fcr Nachkommen waren. In den letzten zwei Monaten des Jahres 1999 wurden alleine 48 weitere K\u00e4lber geboren, was uns einen neuen Rekord von 111 Geburten in einem Jahr bescherte. Die RAs schlossen sich auch dem El Ni\u00c3\u00b1o-Boom an. Risa war die Erste und gebar im November 1999 ein M\u00e4dchen. F\u00fcnf weitere K\u00e4lber folgten: Rusinga, Rebeccas zw\u00f6lfj\u00e4hrige Tochter gebar im Dezember ihr erstes Kalb, einen Jungen. Remedios war damit nun Urgro\u00dfmutter. Dann wurde das erste Kalb des neuen Jahrtausends geboren. Es war eine Tochter von Remedios, die fr\u00fch am Morgen des 1. Januar 2000 zur Welt kam. Renata bekam im M\u00e4rz ein M\u00e4dchen; Rebecca gebar im September einen Sohn und Raphaela im Oktober eine Tochter. In der Zwischenzeit verlie\u00dfen vier junge Bullen die Familie um ihre eigenen Weg zu gehen: Ramsay, Russell, Regan und Rosario. Es war ein hartes Jahr um die Familie zu verlassen, denn Amboseli erlebte eine weitere D\u00fcrre. In diesen Zeiten haben es die Elefanten und die Maasai auf die gleichen, wenigen Ressourcen abgesehen, die Nerven liegen blank und Konflikte sind vorprogrammiert. 15 Elefanten wurden mit Speeren verletzt und neun von ihnen starben, noch bevor die D\u00fcrre im Dezember zu Ende war. Doch die RAs mieden unter der weisen F\u00fchrung von Remedios die Maasai und kamen unbeschadet durch die D\u00fcrre. Alle K\u00e4lber \u00fcberlebten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Leben war f\u00fcr die RAs in den folgenden Jahren recht gut. 2001 und 2002 gab es keine neuen Geburten, doch in den drei darauffolgenden Jahren gab es drei K\u00e4lber pro Jahr. Doch 2005 gab es einige unerkl\u00e4rliche Verluste: Raphaela, ihre Tochter Russo und ihre beiden j\u00fcngsten K\u00e4lber verschwanden. Wir vermuten, dass die beiden K\u00fche get\u00f6tet wurden, doch wir wissen es nicht genau. Wir haben ihre Leichen nie gefunden. Im folgenden Jahr 2006 verlor Remedios ihr einj\u00e4hriges Kalb, was wir uns auch nicht erkl\u00e4ren konnten. 2007 wurden f\u00fcnf K\u00e4lber geboren, von denen nur eines starb. Weitere drei wurden 2008 geboren. Eines dieser K\u00e4lber war Remedios&#8216;, doch dieses starb innerhalb eines Monats. M\u00f6glicherweise hatte sie mit 62 Jahren doch das Ende ihres fortpflanzungsf\u00e4higen Alters erreicht.<br \/>\nEnde 2008 war die RA-Familie 27 Mitglieder gro\u00df und gedieh:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div align=\"center\">\n<table style=\"border: 1px solid; border-collapse: collapse;\">\n<tbody>\n<tr style=\"background-color: #d5d8c0;\">\n<th style=\"padding: 10px;\">Individuum<\/th>\n<th style=\"padding: 10px;\">Geschlecht<\/th>\n<th style=\"padding: 10px;\">(Gesch\u00e4tzter)<br \/>\nGeburtszeitpunkt<\/th>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #e1e2d0;\">\n<td style=\"padding: 7px;\">Remedios<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>F<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">1946<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 7px;\">&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0Random<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>F<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">Januar 2000<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #e1e2d0;\">\n<td style=\"padding: 7px;\">&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0Rehab<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>F<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">April 1994<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 7px;\">&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0Rebecca<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>F<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">1968<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #e1e2d0;\">\n<td style=\"padding: 7px;\">&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0REB08<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>M<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">M\u00e4rz 2008<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 7px;\">&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0Roberto<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>M<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">April 2004<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #e1e2d0;\">\n<td style=\"padding: 7px;\">&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0Ridder<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>M<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">September 2000<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 7px;\">&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0Rena<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>F<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">April 1994<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #e1e2d0;\">\n<td style=\"padding: 7px;\">&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0RNA05<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>F<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">Mai 2005<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 7px;\">&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0Rusinga<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>F<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">Mai 1987<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #e1e2d0;\">\n<td style=\"padding: 7px;\">&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0Reed<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>M<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">Februar 2004<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 7px;\">&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0Rush<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>M<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">Dezember 1999<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #e1e2d0;\">\n<td style=\"padding: 7px;\">Renata<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>F<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">1963<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 7px;\">&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0Roxy<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>F<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">M\u00e4rz 2003<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #e1e2d0;\">\n<td style=\"padding: 7px;\">&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0Riley<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>M<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">M\u00e4rz 2000<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 7px;\">&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0Ruellia<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>F<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">September 1991<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #e1e2d0;\">\n<td style=\"padding: 7px;\">&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0Rosie<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>F<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">Februar 2007<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 7px;\">Risa<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>F<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">1970<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #e1e2d0;\">\n<td style=\"padding: 7px;\">&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0RIS07<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>F<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">M\u00e4rz 2007<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 7px;\">&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0Rona<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>F<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">M\u00e4rz 2003<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #e1e2d0;\">\n<td style=\"padding: 7px;\">&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0RuthII<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>F<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">November 1999<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 7px;\">&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0Randy<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>M<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">Februar 1995<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #e1e2d0;\">\n<td style=\"padding: 7px;\">&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0Ramulosa<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>F<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">April 1991<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 7px;\">&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0RML08<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>F<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">Juni 2008<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #e1e2d0;\">\n<td style=\"padding: 7px;\">&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0&#8211;\u00a0Robert DeNiro<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>M<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">August 2003<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 7px;\">Reboot<br \/>\n(Mutter: Raphaela)<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>F<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">Dezember 2000<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #e1e2d0;\">\n<td style=\"padding: 7px;\">Rawlings<br \/>\n(Mutter: Raphaela)<\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\"><center>F<\/center><\/td>\n<td style=\"padding: 7px;\">Februar 1997<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Doch leider hielt die gute Zeit nicht lange an. 2009 gab es in Amboseli die schlimmste D\u00fcrre seit Menschengedenken. Bis Ende des Jahres starben 83% der Gnus, 71% der Zebras und 61% der B\u00fcffel Amboselis. Das gro\u00dfe Problem war, dass es beinahe keine essbare Vegetation mehr gab. Amboseli hat dank der unterirdischen Fl\u00fcsse aus dem Kilimanjaro immer frisches Wasser. Diese Fl\u00fcsse bilden S\u00fcmpfe im Park, sodass die Tiere nicht verdursteten, sondern verhungern mussten. Hinzu kommt im Fall der Elefanten noch, dass sie derart geschw\u00e4cht auch anf\u00e4lliger f\u00fcr Krankheiten sind.<br \/>\nDie K\u00e4lber starben zuerst. Es gab nichts weiches, das sie h\u00e4tten fressen k\u00f6nnen und ihre M\u00fctter konnten nicht genug Milch f\u00fcr sie bilden, insbesondere wenn die K\u00e4lber \u00e4lter und gieriger werden. 2008 wurden 151 K\u00e4lber geboren &#8211; ein neuer Rekord &#8211; doch im n\u00e4chsten Jahr waren die K\u00e4lber in einem Alter, in dem sie eigentlich bereits zus\u00e4tzlich zur Milch Gr\u00fcnfutter zu sich nehmen. Aber in diesem Jahr gab es einfach nichts, was sie h\u00e4tten essen k\u00f6nnen. Als Folge davon starben 97 von ihnen 2009. Die 2009er-K\u00e4lber litten auch, aber ihnen ging es etwas besser, da sie nicht viel Vegetation brauchten. Von den 85 w\u00e4hrend der D\u00fcrre geborenen K\u00e4lbern starben 38. Der RA-Familie ging es w\u00e4hrenddessen noch besser als den meisten. Sie verloren nur sechs K\u00e4lber w\u00e4hrend der D\u00fcrre. Doch die RAs erlitten den gr\u00f6\u00dften aller Verluste: Ihre Leitkuh Remedios starb, so wie alle bis auf zwei K\u00fche der gesamten Population, die \u00fcber 50 Jahre alt waren. \u00dcber die H\u00e4lfte aller Leitk\u00fche starben und das st\u00f6rte den Familienzusammenhalt enorm. Au\u00dferdem gab es in dieser Zeit vermehrte Probleme mit Wilderei in Amboseli und wir wissen nicht genau, welche K\u00fche der D\u00fcrre und welche den Wilderern zum Opfer fielen. Auf jeden Fall haben die RAs ihre Leitkuh in der schwierigsten aller Zeiten verloren. Zum Gl\u00fcck waren Renata, Rebecca und Risa inzwischen gro\u00dfe, erfahrene K\u00fche und konnten die Familie zusammenhalten.<\/p>\n<p><center><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-4812\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2014\/03\/bild5.jpg\" alt=\"Remedios\" width=\"609\" height=\"422\" \/><\/center><\/p>\n<p align=\"center\">Remedios, Rebecca und ihre K\u00e4lber im November 2008; das war das letzte Foto, das wir von der alten weisen RA-Leitkuh gemacht haben<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Dezember war die D\u00fcrre endlich vorbei und 2010 gab es ordentlichen Regen. Es ist immer wieder beeindruckend, wie schnell sich die afrikanische Savanne erholen kann. Innerhalb weniger Monate verwandelten sich die W\u00e4lder und Ebenen von vertrockneter Erde in eine \u00fcppige gr\u00fcne Wiese. Das verbl\u00fcfft mich jedes Mal. Unter dem staubigen Boden warten die Samen und Wurzeln nur darauf, dass es wieder feucht wird und die sprie\u00dfen k\u00f6nnen.<br \/>\nLangsam erholten sich auch die Elefanten. Sie legten an Gewicht zu und ihre Schritte wurden wieder leichter. Das ATE-Team hatte alle H\u00e4nde voll zu tun damit, herauszufinden, wer gestorben war und wer \u00fcberlebt hatte und wer all die Waisen waren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es dauerte fast ein Jahr, diese Fragen zu beantworten. Die Wilderei war wieder unter Kontrolle und wir waren zuversichtlich. Sie bildeten gro\u00dfe Verb\u00e4nde um das \u00fcppige frische Gras zu genie\u00dfen und viele K\u00fche wurden wieder fruchtbar. Erstaunlicherweise gebar Renata im Dezember 2009 eine Tochter. Das hei\u00dft, dass sie w\u00e4hrend der gesamten D\u00fcrre schwanger gewesen ist. In den n\u00e4chsten zwei Jahren gebaren die RAs aber keine weiteren K\u00e4lber, denn die K\u00fche waren w\u00e4hrend der D\u00fcrre in zu schlechter Verfassung f\u00fcr Fortpflanzung. Doch sobald sie wieder genug Futter hatten, gaben sie sich alle M\u00fche, die verlorene Zeit aufzuholen. 22 Monate nach dem Ende der D\u00fcrre begann erneut ein Rekord-Baby-Boom in Amboseli. Wenn wir 1999 dachten, es w\u00fcrde Elefanten vom Himmel regnen, dann war das nun ein Platzregen. Es bagann Ende 2011 mit 46 Geburten und 2012 hatten wir 197 Geburten, also insgesamt 243 Geburten in 15 Monaten.<br \/>\nDie K\u00fche der RA-Familie waren mit die Ersten, die K\u00e4lber hatten. Rebeccas Tochter Rena und Risas Tochter Ramulosa gebaren im Dezember 2011 Bullk\u00e4lber. Rusinga, Ruellia, Risa, Rebecca und Rehab folgten ihnen im Laufe des Jahres 2012. Risa gebar im Januar 2012 ein M\u00e4dchen, das wir <b>Rea<\/b> genannt haben. Sie und die anderen K\u00e4lber hatten das gro\u00dfe Gl\u00fcck in einem Jahr mit guten Regenf\u00e4llen geboren zu werden und es ist nicht \u00fcberraschend, dass sie alle sehr gut gedeihen. Sie haben zwar nicht viele \u00e4ltere Schwestern und Tanten, die auf sie aufpassen k\u00f6nnen, doch Rona, Retsina und Rafiki machen \u00dcberstunden als Kinderm\u00e4dchen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4812\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2014\/03\/bild6.jpg\" alt=\"Renata\" \/><\/center><\/p>\n<p align=\"center\">Die wundersch\u00f6ne Renata ist 2009 die neue Leitkuh geworden; sie war w\u00e4hrend der gesamten D\u00fcrreperiode schwanger und hat nun eine gesunde Tochter Rafiki<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Renata ist die \u00e4lteste und ist nun die Leitkuh mit Unterst\u00fctzung von Rebecca. Risa neigt dazu mit ihrem und Raphaelas Nachwuchs getrennte Wege zu gehen, doch sie verbringen trotzdem noch viel Zeit mit Renata und den anderen. Wir vermuten, dass sie mit der Zeit zwei einzelne Familien bilden werden. Die Verbindung der RAs zu den XAs scheint geschw\u00e4cht zu sein, doch wir haben Risa mit den \u00dcberresten der XAs nach der D\u00fcrre gesehen. Eine junge Kuh namens Xahre f\u00fchrt sie nun an.<br \/>\nInzwischen sind immer mehr RA-Bullen drau\u00dfen in der Welt der Bullen. Die RAs haben viele erfolgreiche Bullen hervorgebracht. Traurigerweise ist einer der gr\u00f6\u00dften von ihnen, R&#8217;s Keyhole verschwunden und wir f\u00fcrchten er ist tot. In der Kategorie der gro\u00dfen Bullen stellen die RAs aber noch immer acht Exemplare und einige der \u00e4lteren waren regelm\u00e4\u00dfig in Musth und begatteten K\u00fche. Die zwei aktivsten sind Ramon und Rosario und so wissen wir, dass die RA-Gene sowohl in der m\u00e4nnlichen als auch in der weiblichen Linie fortleben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><center><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-4812\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2014\/03\/bild7.jpg\" alt=\"Risa und Rea\" width=\"541\" height=\"361\" \/><\/center><\/p>\n<p align=\"center\">Risa mit der neugeborenen <b>Rea<\/b> und ihren \u00e4lteren T\u00f6chtern Retsina und Rona<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Jetzt, 2014, wo ich diesen geschichtlichen \u00dcberblick vervollst\u00e4ndige, ist <b>Rea<\/b> zwei Jahre alt. Sie war immer eines der sch\u00f6nsten K\u00e4lber mit riesigen Segelohren. Ihre Mutter Risa ist 44 Jahre alt und eine sehr erfahrene Mutter, sodass Rea die bestm\u00f6gliche F\u00fcrsorge erh\u00e4lt. Nach Elefantenstandards ist Risa noch immer geb\u00e4rf\u00e4hig und sie wird vermutlich in den n\u00e4chsten Monaten erneut empfangen und 2016 wird Rea ein Geschwisterchen bekommen. <b>Rea<\/b> wird dann das Kinderm\u00e4dchen sein und lernen, wie man sich richtig um kleine K\u00e4lber k\u00fcmmert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Rea<\/b> ist ein Gl\u00fcckskind. Amboseli ist noch immer ein relativ sicherer Platz, an dem nur sehr wenig gewildert wird und die Konflikte mit den lokalen Maasai sich in Grenzen halten. In Amboseli ist noch immer Platz f\u00fcr Elefanten. Es gibt nicht mehr viele solche Orte in Afrika und wir tun alles, was in unserer Macht steht, um Amboseli so zu belassen, denn wir m\u00f6chten, dass <b>Rea<\/b>, die RAs und alle anderen Amboseli-Elefanten ihre gro\u00dfartigen und komplexen Leben in Frieden leben k\u00f6nnen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Cynthia Moss<br \/>\nAmboseli Nationalpark<br \/>\nFebruar 2014<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Helfen Sie durch Ihre Spende die Arbeit von Cynthia Moss in Amboseli weiter zu unterst\u00fctzen<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Spenden unter dem Stichwort \u201cAmboseli\u201c auf das Spendenkonto-\u00a0von Rettet die Elefanten Afrikas e.V. bei der<\/p>\n<h3><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Hypo Vereinsbank<\/h3>\n<h3><\/h3>\n<h3>IBAN: DE30 2003 0000 0621 9182 83<br \/>\nSWIFT: HYVEDEMM300<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/rea-und-die-ra-familie-im-amboseli-nationalpark\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus jahrzehntelanger Verbundenheit und Freundschaft zwischen dem Amboseli Trust for Elephants (ATE) und Rettet die Elefanten Afrikas e.V. hat Cynthia Moss ein Elefanten-K\u00e4lbchen REA genannt und sich damit f\u00fcr die Unterst\u00fctzung bedankt, die ohne ihre Hilfe nie m\u00f6glich gewesen w\u00e4re. 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