{"id":486,"date":"2009-03-03T16:24:25","date_gmt":"2009-03-03T15:24:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=486"},"modified":"2009-03-03T16:24:25","modified_gmt":"2009-03-03T15:24:25","slug":"kibos-rettung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/kibos-rettung\/","title":{"rendered":"Kibo&acute;s Rettung"},"content":{"rendered":"<p>Der Mount Kilimandscharo \u00fcberragt das Massai-Amboseli-\u00c3\u2013kosystem von der tansanischen Seite der Grenze. Einst geh\u00f6rte er zu Kenia, doch im 19. Jahrhundert \u00fcbergab K\u00f6nigin Victoria ihn dem deutschen Kaiser f\u00fcr seine Kolonie Deutsch-Ostafrika, damals bekannt unter dem Namen Tanganyika und heute als unabh\u00e4ngiges Tansania. Die Kenianer schmerzt der Verlust bis heute! <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/03\/safely-on-his-feet-in-the-stable-and-very-hungry.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-right: 0px; border-top: 0px; border-left: 0px; border-bottom: 0px\" height=\"164\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/03\/safely-on-his-feet-in-the-stable-and-very-hungry-thumb.jpg\" width=\"244\" border=\"0\"\/><\/a> <\/p>\n<p><!--more--> <\/p>\n<p>Der Kilimandscharo ist der h\u00f6chste Berg Afrikas und sein malerisch anmutendes Gebirgsmassiv dominiert die ostafrikanische Landschaft. Wir kennen ihn alle von den klassischen Fotomotiven der Amboseli-Elefanten, auf deren Hintergrund seine Gipfel immer zu sehen sind. Seine Kuppe hat die Form eines riesigen Weihnachtspuddings mit einer d\u00fcnnen Schicht Zuckerguss \u00fcber seinen Gipfeln. Die Schneekuppe nimmt leider immer weiter ab, was Grund zu gro\u00dfer Besorgnis gibt, denn das Schmelzwasser h\u00e4lt die S\u00fcmpfe des Amboseli Nationalreservates am Leben und mit ihnen eine Vielzahl an Lebewesen. Unter ihnen auch ca. 1000 sehr ber\u00fchmte Elefanten, die einer Population Afrikanischer Elefanten angeh\u00f6ren, deren Familienverb\u00e4nde noch weitgehend intakt geblieben sind. Jetzt sind auch sie bedroht, und das nicht nur durch die Klimaerw\u00e4rmung, sondern auch durch Wilderei, denn der Elfenbeinpreis stieg seit der Ankunft der chinesischen Stra\u00dfenarbeiter stetig. Durch zunehmendes Schmelzwasser von den Gipfeln des Kilimandscharos stieg der Wasserpegel in den Sumpfgebieten zwar in letzter Zeit an, doch wenn der Schnee erst einmal vollst\u00e4ndig verschwunden ist, werden die S\u00fcmpfe austrocknen und der Amboseli sich in ein trockenes \u00c3\u2013dland verwandeln und seinen Status als Wildtierparadies verlieren. <\/p>\n<p>Das Kilimandscharo-Massiv ist ein alter Vulkankrater mit drei Gipfeln: Kibo, Mawenzi und Shira. Kibo ist seinerseits der H\u00f6chste mit 5.895 Metern \u00fcber dem Meeresspiegel. Am Fu\u00dfe des Kilimandscharo, auf Massai-Land, wurde einst ein Brunnen aus Stein gebaut, als Tr\u00e4nke f\u00fcr die Rinderherden der Massai. Es handelt sich in der Tat um den gleichen Brunnen, in den am 29. Januar dieses Jahres auch die 6 Monate alte Elefantenwaise <b>Mawenzi<\/b> fiel. Nur 8 Tage sp\u00e4ter, am 5. Februar, wurde auf die gleiche Art und Weise auch ein 2 Wochen alter Baby-Bulle von seiner Mutter und Familie getrennt. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/03\/kibo-a-tiny-calf-about-3-weeks-old.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-right: 0px; border-top: 0px; border-left: 0px; border-bottom: 0px\" height=\"244\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/03\/kibo-a-tiny-calf-about-3-weeks-old-thumb.jpg\" width=\"164\" border=\"0\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Der kleine Bulle, der inzwischen <b>Kibo<\/b> genannt wird, wurde von Massai-\u00c4ltesten im Brunnen gefunden, und man berichtete davon umgehend dem Kenya Wildlife Service im Amboseli-Hauptquartier. Das K\u00e4lbchen wurde um 21 Uhr aus dem Brunnen befreit und \u00fcber Nacht im KWS-Hauptquartier untergebracht. Man gab ihm Wasser, wickelte ihn in eine Decke und blieb die ganze Nacht an seiner Seite. Sehr fr\u00fch am n\u00e4chsten Morgen wurde der Trust verst\u00e4ndigt, wo umgehend ein Rettungsflugzeug mitsamt Team mobilisiert wurde. Das Kalb wurde in der Zwischenzeit zur Amboseli-Landebahn gefahren, wo es sich in der Morgensonne aufw\u00e4rmte bis das Flugzeug eintraf. Den Keepern gelang es, ihm etwas Milch zu f\u00fcttern, bevor sich alle auf die R\u00fcckreise nach Nairobi aufmachten.  <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/03\/the-keepers-and-the-baby-orphan.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-right: 0px; border-top: 0px; border-left: 0px; border-bottom: 0px\" height=\"244\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/03\/the-keepers-and-the-baby-orphan-thumb.jpg\" width=\"164\" border=\"0\"\/><\/a>  <\/p>\n<p>Der kleine <b>Kibo<\/b> wird auf ein Alter von etwa 2 Wochen gesch\u00e4tzt und war bei seiner Ankunft in guter k\u00f6rperlicher Verfassung, bis auf seine ausgedehnten Wunden auf dem R\u00fccken, die fast genauso aussahen wie <b>Mawenzis<\/b> im letzten Monat. Es ist uns ein gro\u00dfes Anliegen, den Brunnen so schnell wie m\u00f6glich umzubauen, so dass sich kleine Elefantenk\u00e4lber befreien k\u00f6nnen, wenn sie hineinfallen. Dies wurde auch bereits den Massai mitgeteilt.<\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/kibos-rettung\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Mount Kilimandscharo \u00fcberragt das Massai-Amboseli-\u00c3\u2013kosystem von der tansanischen Seite der Grenze. Einst geh\u00f6rte er zu Kenia, doch im 19. Jahrhundert \u00fcbergab K\u00f6nigin Victoria ihn dem deutschen Kaiser f\u00fcr seine Kolonie Deutsch-Ostafrika, damals bekannt unter dem Namen Tanganyika und heute als unabh\u00e4ngiges Tansania. 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