{"id":4966,"date":"2014-04-14T16:12:11","date_gmt":"2014-04-14T15:12:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=4966"},"modified":"2014-04-14T16:12:11","modified_gmt":"2014-04-14T15:12:11","slug":"die-behandlung-eines-elefanten-im-kipini-schutzgebiet-am-31-maerz-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/die-behandlung-eines-elefanten-im-kipini-schutzgebiet-am-31-maerz-2014\/","title":{"rendered":"Die Behandlung eines Elefanten im Kipini Schutzgebiet am 31. M\u00e4rz 2014"},"content":{"rendered":"<p>In den sp\u00e4ten Abendstunden des 29. M\u00e4rz erhielten wir einen Anruf von einem Mitarbeiter des Kenya Forest Service (KFS) im Kipini Schutzgebiet im Distrikt Lamu, der einen jungen Elefantenbullen mit einer \u00fcblen Schlinge um sein Bein gesichtet hatte und der um tier\u00e4rztliche Hilfe bat. Aufgrund der schlechten Telefonverbindung dauerte es eine Weile, gen\u00fcgend Informationen zu bekommen, um eine geeignete L\u00f6sung zu finden. In dieser Phase war es notwendig, die Gr\u00f6\u00dfe des Elefanten zu kennen, denn davon hing es ab, ob es notwendig war, ein Flugzeug loszuschicken, um ihn zu retten oder ob es erforderlich war, dass der Tierarzt mitflog, um sich darum zu k\u00fcmmern. Sobald gen\u00fcgend Informationen eingeholt wurden und der Ort bestimmt war, wurde ein Plan gefasst.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"vet_eli_maerz_2014_1\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2014\/04\/vet_eli_maerz_2014_1.jpg\" width=\"289\" height=\"203\" \/><br \/>\nEine b\u00f6se Wunde am Bein, die von einer Schlinge stammt,<br \/>\nverursacht starke Schmerzen<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das erste, das sichergestellt werden musste, war, dass ein Tierarzt verf\u00fcgbar war. Er wurde gebeten, sich am Morgen bereitzuhalten. In der Zwischenzeit wurde ein Team des Kenya Wildlife Service (KWS) aus Lamu hinzugezogen, damit es \u00fcber Nacht den Elefanten im Auge beh\u00e4lt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nach der Best\u00e4tigung, dass das KWS Team den Elefanten noch im Blick hat und nachdem der Ort und andere logistische Dinge best\u00e4tigt wurden, flog die DSWT-eigene Cessna 185 in den fr\u00fchen Morgenstunden des 31. M\u00e4rz nach Voi, um den vom DSWT finanzierten KWS-Tierarzt, Dr. Poghon, sein Equipment und seinen Assistenten abzuholen. Der Flug \u00fcber sich auft\u00fcrmende Kumuluswolken dauerte eine Stunde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2014\/04\/vet_eli_maerz_2014_2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"vet_eli_maerz_2014_2\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2014\/04\/vet_eli_maerz_2014_2.jpg\" width=\"289\" height=\"203\" \/><br \/>\n<\/a>Das Flugzeug auf der Start-\/Landepiste mit dem tier\u00e4rztlichen Team<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Durch die k\u00fcrzliche Interaktion zwischen dem DSWT und dem KFS im Kipini Schutzgebiet, ist die einst verwahrloste Flugpiste jetzt ger\u00e4umt und man konnte gut landen. Sobald man vor Ort war, traf das Team auf den KWS, den Mitarbeiter des KFS und den Manager des Kipini Schutzgebiets. Der Elefant war ganz in der N\u00e4he und stand nur eine kurze Autofahrt entfernt inmitten von Palmen bei einem frischen Wasserloch.<br \/>\nDer Elefant war gr\u00f6\u00dfer und \u00e4lter als urspr\u00fcnglich gedacht. Genau zum richtigen Zeitpunkt als der Tierarzt damit fertig war, den Bet\u00e4ubungspfeil vorzubereiten, humpelte der junge Bulle hinaus ins freie Feld Richtung Wasserloch, um zu trinken. Dr. Poghon konnte sich ihm leise von hinten n\u00e4hern und den Bet\u00e4ubungspfeil abschie\u00dfen. Der Bulle stolperte und fiel in den Schlamm, behindert durch sein schwer verletztes Bein. Er stand wieder auf und humpelte zur\u00fcck zu dem Palmen, eindeutig unter sehr gro\u00dfen Schmerzen. Kurz danach schlief er ein und das Team konnte anr\u00fccken. Der KWS Land Cruiser hatte eine Wassertonne und einen Schlauch an Bord, und es wurde sofort Wasser \u00fcber ihn gegossen, um ihn bei dieser unertr\u00e4glichen K\u00fcstenhitze zu k\u00fchlen Die Wunde des Elefanten wurde durch ein Nylonseil verursacht, das tief im Fu\u00dfgelenk des jungen Kalbs steckte. Nachdem es durchgeschnitten und entfernt wurde, reinigte der Assistent des Tierarztes die Wunde, anschlie\u00dfend wurde diese mit Wasserstoffperoxid, Jod und einem antiseptischen Spray behandelt. Zum Schluss wurde die Wunde mit gr\u00fcner Tonerde behandelt. In der Zwischenzeit verabreichte Dr. Poghon langfristig wirkende Antibiotika und kontrollierte die Atmung des Elefanten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2014\/04\/vet_eli_maerz_2014_3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"vet_eli_maerz_2014_3\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2014\/04\/vet_eli_maerz_2014_3.jpg\" width=\"289\" height=\"203\" \/><br \/>\n<\/a>Der junge Bulle nach der Bet\u00e4ubung<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2014\/04\/vet_eli_maerz_2014_4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"vet_eli_maerz_2014_4\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2014\/04\/vet_eli_maerz_2014_4.jpg\" width=\"289\" height=\"203\" \/><br \/>\n<\/a>Die Wunde wurde gereinigt und mit gr\u00fcner Tonerde behandelt<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es vergingen 30 Minuten, die Arbeit wurde effizient erledigt und das junge Kalb kam wieder zu sich. Der Elefant lag noch ungef\u00e4hr eine Minute da und versuchte dann, aufzustehen. Sein K\u00f6rpergewicht dr\u00fcckte auf sein verletztes Vorderbei und er versuchte, sich aufzurappeln. Er ruhte sich eine Weile aus und versuchte es wieder, er k\u00e4mpfte gegen den Schmerz an, als er Druck auf sein Fu\u00dfgelenk aus\u00fcbte. Nach drei Versuchen stand er langsam auf und stand eine Weile, um sich zu orientieren. Langsam hunpelte er in den Palmenschatten.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2014\/04\/vet_eli_maerz_2014_5.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"vet_eli_maerz_2014_5\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2014\/04\/vet_eli_maerz_2014_5.jpg\" width=\"289\" height=\"203\" \/><br \/>\n<\/a>Die Tier\u00e4rzte arbeiten schnell<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2014\/04\/vet_eli_maerz_2014_6.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"vet_eli_maerz_2014_6\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2014\/04\/vet_eli_maerz_2014_6.jpg\" width=\"289\" height=\"203\" \/><br \/>\n<\/a>Wir hoffen, dass sich der junge Bulle vollst\u00e4ndig erholen wird<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In den folgenden Tagen haben der KFS und die Mitarbeiter des Kipini Schutzgebiet den Elefanten beobachtet. Jetzt, einige Tage sp\u00e4ter, ist er kr\u00e4ftiger geworden und seine Wunde heilt. Seine Genesungschancen stehen sehr gut, solange es frisches Wasser und Nahrung in unmittelbarer N\u00e4he gibt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es gibt nur noch wenige Elefanten im Lamu Gebiet. In den 60-er Jahren gab es dort \u00fcber 26.000 Elefanten. Es ist unklar, wie viele es dort heute gibt, wahrscheinlich nicht mehr als 100 Elefanten. Wenn dieser junge Bulle \u00fcberlebt, dann wurde ein wertvolles Mitglied der hoffnungslosen Elefanten von Lamu gerettet. Der DSWT ist froh dar\u00fcber, eng mit den Mitarbeitern des KFS, des KWS und des Kipini Schutzgebiets zusammengearbeitet zu haben. Alle haben aus erster Hand die Verletzung und den Schmerz gesehen, die durch eine Schlinge von Wilderern verursacht wurde. Wir hoffen nicht nur, dass dieser Elefant \u00fcberleben wird, sondern auch, dass die Inspiration und Motivation, diese restliche Herde zu sch\u00fctzen, wieder wachgerufen wird!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Originalartikel erschienen auf der website des David Sheldrick Wildlife Trust (DSWT), \u00fcbersetzt aus dem Englischen-\u00a0<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/die-behandlung-eines-elefanten-im-kipini-schutzgebiet-am-31-maerz-2014\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den sp\u00e4ten Abendstunden des 29. 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