{"id":5389,"date":"2014-07-19T22:57:00","date_gmt":"2014-07-19T21:57:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=5389"},"modified":"2014-07-31T15:36:06","modified_gmt":"2014-07-31T14:36:06","slug":"nairobi-nursery-juni-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-juni-2014\/","title":{"rendered":"Nairobi Nursery Juni 2014"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 1. Juni 2014<\/strong><br \/>\nSehr fr\u00fch heute morgen, gegen 3 Uhr, begannen die Vorbereitungen f\u00fcr Vurias, Garzis und Ziwas Umzug nach Ithumba. Alles wurde f\u00fcr die lange Reise in den LKw geladen, inklusive der Milch. Der gierigste von den dreien, Vuria, wurde als erstes in das Umzugsfahrzeug eingeladen. Er folgte vertrauensvoll dem Keeper mit seiner Milchflasche direkt in sein Abteil, die T\u00fcr wurde geschlossen und er trank gen\u00fcsslich sein Lieblingsgetr\u00e4nk weiter. Garzi wurde als n\u00e4chstes ebenfalls problemlos eingeladen. Doch Ziwa war, als er dann an der Reihe war, sehr skeptisch und machte direkt vor der T\u00fcr wieder kehrt. Er war verwirrt, wieso so viele Menschen bei ihm waren und f\u00fchlte sich gar nicht wohl dabei. Nach einiger Zeit schlie\u00dflich gehorchte er doch und ging in den Truck. Gegen 3:30 Uhr war alles bereit und die Reise nach Tsavo ging los. Die zur\u00fcckgebliebenen Waisen schienen die drei nicht besonders zu vermissen oder sich um sie zu sorgen und das Waisenhaus hatte einen ruhigen restlichen Tag.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/7320147554-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Garzi im LKW<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 2. Juni 2014<\/strong><br \/>\nDie Abwesenheit von Orwa, Teleki und Bomani war nun, nach dem Umzug von Vuria, Garzi und Ziwa noch deutlicher zu sp\u00fcren. Drau\u00dfen im Park war es heute sehr ruhig, alle blieben dicht beieinander und dicht bei den Keepern und lie\u00dfen diese nie aus den Augen. Selbst die mutigeren Waisen, die normalerweise in kleineren Gruppen davonschlendern, blieben heute in der N\u00e4he der anderen. Es war offensichtlich, dass Faraja, Jasiri und Quanza die Abwesenheit ihrer Waisenfreunde am meisten sp\u00fcrten und sich wunderten, wo sie denn hin waren. Da auch Suswas Nachbar Ziwa nach Ithumba gegangen ist, zog sie in ein neues Gehege um, das vorher von Teleki bewohnt war. Sie war nicht begeistert und beschwerte sich im Laufe der Nacht energisch. Die Keeper hoffen, dass sie sich bald in ihrem neuen Gehege einlebt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/7220147640-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Jasiri vermisste seine Freunde<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 3. Juni 2014<\/strong><br \/>\nBabyelefanten sind sehr anf\u00e4llig und wir k\u00f6nnen sie jederzeit wegen kleiner Gesundheitsprobleme verlieren. Dementsprechend besorgt waren alle, als die kleine Kamok krank aussah. Zuerst vermuteten wir, dass sie wegen des kalten Wetters zitterte, \u00f6fter hinfiel und seltsam lief. Wir brachten daher die ganz kleinen Elefanten heute nicht zur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde, sondern machten einen Bluttest bei Kamok. Dieser best\u00e4tigte, dass sie an einer Bakterieninfektion litt und wir begannen sofort mit der Behandlung.<br \/>\nDie anderen Waisen scheinen sich an die Abwesenheit ihrer \u00e4lteren Kollegen zu gew\u00f6hnen. Sie schienen heute schon wieder mutiger zu sein und entfernten sich w\u00e4hrend der Wanderungen durch den Busch weiter von ihren Keepern. Doch sie waren noch immer etwas unsicher und blieben immer dicht genug bei den Keepern, um im Bedarfsfall schnell zu ihnen zur\u00fcckeilen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nBarsilinga und Kithaka sind von ihren St\u00e4llen in Gehege umgezogen, sodass Kauro nun in Kithakas Stall wohnt, w\u00e4hrend Oltaiyoni Barsilingas Stall \u00fcbernommen hat. Auch Arruba hat einen neuen Platz, n\u00e4mlich den von Rorogoi, w\u00e4hrend Quanza nun in Garzis Gehege wohnt. Keiner dieser Waisen war begeistert dar\u00fcber, aus ihrer Komfortzone auszuziehen. Sie beschwerten sich, machten viel Krach und wollten ihre eigenen St\u00e4lle zur\u00fcck!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/7220147104-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kamok bekommt etwas extra Liebe und F\u00fcrsorge von Edwin<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 4. Juni 2014<\/strong><br \/>\nLemoyian scheint auch immer frecher zu werden; er schiebt die Kleinsten beim Schlammbad immer zur Seite und schubst sie herum. Arruba zeigt ein paar Leitkuh-Ambitionen und griff ein, als Lemoyian in Angriffspose herumrannte und schob ihn aus dem Weg. Sie blieb danach in der N\u00e4he der Keeper und passte w\u00e4hrend der restlichen Schlammbad-Zeit auf Kauro, Ashaka, Mbegu und Kamok auf. Lemoyian blieb ein Gangster und stie\u00df Sokotei zu Boden, der gerade friedlich graste. Der arme kleine Junge st\u00fcrzte und rollte mehrfach \u00fcber den Boden.<br \/>\nUm 15 Uhr wurden alle Keeper zum Schlammloch eingeladen. Nachdem die Waisen ihre Milch getrunken hatten, bekamen s\u00e4mtliche Angestellten einen Kuchen anl\u00e4sslich Daphne Sheldricks Geburtstag. Lecker!<br \/>\nArruba \u00fcbernahm nun die Aufsicht \u00fcber die Kleinen, und Murera war gar nicht gl\u00fccklich dar\u00fcber. Sie entschied, ihre Konkurrentin wegzuschubsen und selbst auf die Kleinen aufzupassen. Mbegu h\u00e4ngt aber sehr an Arruba und weil sie nicht bei Murera bleiben wollte, lief sie Arruba einfach hinterher.<br \/>\nKithaka ist noch immer der gleiche freche Junge, der nicht nett zu Fremden ist und am liebsten die G\u00e4ste angreift und verjagt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/7220147142-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lemoyian mit Balguda<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 5. Juni 2014<\/strong><br \/>\nKauro genie\u00dft es, Zeit mit den \u00e4lteren Elefanten zu verbringen, anstatt mit seiner Babygruppe. Sonje und Murera geben ihm die Unterst\u00fctzung, die er braucht. Arruba babysittet noch immer gern die kleinsten Elefanten, insbesondere Mbegu. Lemoyian ist weiterhin ein Problem, weil er immer die Kleinsten angreift, w\u00e4hrend Kithaka nur Scheinbesteigungen bei ihnen durchzuf\u00fchren versucht. Die Keeper m\u00fcssen besonders gut aufpassen, wenn die beiden frechen Elefanten in der N\u00e4he sind. Kauro war heute ganz in seinem Element, weil die ganze Herde zusammen unterwegs war, Sonje und Murera gut auf ihn aufpassten, ihm ihre Ohren zum daran nuckeln zur Verf\u00fcgung stellten und er auf diese Weise die ganze Liebe und Aufmerksamkeit erhielt, die ein Baby-Elefantenjunge braucht!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/72201475320-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kauro ist gl\u00fccklich<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 6. Juni 2014<\/strong><br \/>\nBalguda erweist sich als ruhiger und disziplinierter Junge. Manchmal ist er derart in sich gekehrt, dass er gar nicht so richtig mit seinen Artgenossen interagiert. Doch heute war alles anders. Er verwickelte Barsilinga in einen Ringkampf. Barsilinga ist einer der bescheidensten und nettesten der Waisenjungs und scheint zu wissen, wie er mit jedem in seiner Umgebung umgehen muss: Zu den j\u00fcngeren, den schwachen und sogar den frecheren ist er r\u00fccksichtsvoll und nett und es sieht so aus, als h\u00e4tte Balguda einen geeigneten Freund in Barsilinga gefunden. Diese zwei Jungs genossen ein l\u00e4ngeres Spiel, doch Ngasha schien etwas eifers\u00fcchtig auf die neuen Freunde zu sein und versuchte, die beiden zu trennen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/72201475627-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Balguda ist ein ruhiger und diszipinierter Junge<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 7. Juni 2014<\/strong><br \/>\nEs gab gro\u00dfes Drama beim morgendlichen Schlammbad, als Lemoyian entschied, dass er Anspruch auf mehr Milch hat. Er ging zur Schubkarre, auf der die Milchflaschen transportiert wurden, und saugte die versch\u00fcttete Milch auf. Davon lie\u00df sich Sokotei anstiften, der sich daraufhin Lemoyian anschloss. Lemoyian wollte aber die Milch nicht teilen und schob Sokotei genervt davon. Dabei schubste er auch die Schubkarre um und trat gegen die Milchflaschen. So ein Unfug! Noch mehr Chaos gab es, als Zongoloni und Lima Lima daraufhin die Schubkarre angriffen. Die Schubkarre wurde umgesto\u00dfen, die Milchflaschen flogen durch die Gegend, als die beiden gierigen M\u00e4dchen einen Ringkampf um die versch\u00fcttete Milch veranstalteten. Zongoloni wurde von Lima Lima besiegt und lie\u00df ihren Frust an Nelion aus, der in Ruhe an der Tr\u00e4nke saufen wollte. Sie dr\u00fcckte ihn auf die Tr\u00e4nke, was sehr unangenehm f\u00fcr den kleinen Elefanten war, der noch immer das Wasser direkt mit dem Mund s\u00e4uft.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/7220148116-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lemoyian kann sehr frech sein<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 8. Juni 2014<\/strong><br \/>\nIn einer normalen Elefantenherde agiert eine alte Kuh als die Leitkuh und sie hat eine Assistentin. In unserer Waisenherde ist Murera die Leitkuh, doch durch ihre Behinderung kann sie einigen der Verpflichtungen einer Leitkuh nicht nachkommen, sodass Sonje sie dann vertritt oder auch die Rolle vollst\u00e4ndig \u00fcbernimmt.<br \/>\nKithaka und Lemoyian sind weiterhin die frechesten Jungs und brauchen jemanden, der ihnen Manieren beibringt. Diese Aufgabe f\u00e4llt eigentlich der Leitkuh zu, doch Murera kann sie nicht k\u00f6rperlich kontrollieren. Gl\u00fccklicherweise mischte sich Sonje ein, als die frechen Jungs bei dem privaten 15-Uhr-Schlammbad anfingen, Sokotei und Oltaiyoni herumzuschubsen. Sonje verteidigte sie, schob sie weg und eskortierte sie zu den nahegelegenen B\u00fcschen. Sie kam dann zur\u00fcck, um die braveren Kleinen zu tr\u00f6sten und ihnen gut zuzureden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/7220148410-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera ist die Leitkuh<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 9. Juni 2014<\/strong><br \/>\nElefanten k\u00f6nnen, ebenso wie Menschen, das Gewicht und die St\u00e4rke ihres Gegen\u00fcbers einsch\u00e4tzen. Sokotei und Oltaiyoni haben fast die gleiche Gr\u00f6\u00dfe und als Sokotei ankam, verstand Oltaiyoni sofort, dass ihre Position als kleinster Elefant in der \u00e4lteren Teilherde in Gefahr ist. Sie war eifers\u00fcchtig auf Sokotei und bemerkte, dass einige der \u00e4lteren Elefanten ihre Aufmerksamkeit, die vorher ihr zuteil wurde, nun auf Sokotei gerichtet ist. Daher war sie nicht sehr nett zu ihm, schubste ihn herum und \u00e4rgerte ihn. Anfangs wehrte er sich nicht, da er noch recht schwach war und weil ihm dies bewusst war, zog er sich zur\u00fcck. Doch langsam \u00e4ndert sich das! Er ist st\u00e4rker und fitter geworden und heute morgen hat er sie zum ersten Mal zur\u00fcckgeschubst und in ein echtes Kr\u00e4ftemessen verwickelt. Der Ringkampf ging beim Schlammbad weiter, als Sokotei zu Oltaiyoni her\u00fcberkam, die gerade etwas Gr\u00fcnfutter fra\u00df, und sie anschubste und herausforderte. Es ergab sich ein gro\u00dfer Kampf, in den die Keeper einschreiten mussten.<br \/>\nMurera, Sonje, Quanza und Lima Lima haben mit dem Training begonnen, in den Umzugs-LKW einzusteigen. Sie werden bald nach Umani Springs umziehen. Murera und Lima Lima waren wenig beeindruckt, gingen in den LKW und schlangen ihre Milch hinunter. Sonje und Quanza dagegen waren sehr skeptisch und sind nicht hineingegangen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/722014885-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Oltaiyoni ist eifers\u00fcchtig auf Sokotei<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 10. Juni 2014<\/strong><br \/>\nAls die \u00e4lteren Waisen im Geb\u00fcsch in einigem Abstand zu den Keepern grasten, liefen sie unwissentlich in das Hoheitsgebiet der Ex-Nashornwaisen Solio. Sie schlief friedlich als das durch die Elefanten knackende Geb\u00fcsch sie weckte. Sie war nicht erfreut, sprang auf und lief schnaubend auf die Waisen zu. Die Waisen zogen sich schnell aber ungeschickt zur\u00fcck und fielen und stolperten \u00fcber sich selbst bei dem Versuch, Schutz und Sicherheit bei den Keepern zu finden. Wegen all der Aufregung dachten die Keeper, die Waisen seien auf einen B\u00fcffel oder ein wildes Nashorn gesto\u00dfen und waren daher nicht sicher, ob sie zur Rettung eilen konnten. Murera, die Leitkuh, rannte zuerst vorneweg, doch dann hielt sie an und sah sich um, ob niemand zur\u00fcck geblieben war. Sie schaute nach, wer ihrer Herde den Spa\u00df verdorben hatte und machte Scheinangriffe in die Richtung aus der sie gekommen war. Mit wedelnden Ohren und trompetend sah sie sehr angsteinfl\u00f6\u00dfend aus! Die Keeper hatten inzwischen mitbekommen, was los war: Solio kam aus dem Geb\u00fcsch, doch Murera war nicht davon abzubringen, ihre Herde zu verteidigen. Die Keeper riefen Solio zu, doch diese ignorierte sie, sodass sie sie Murera \u00fcberlie\u00dfen. Solio ergab sich und zog sich zur\u00fcck.<br \/>\nSp\u00e4ter am Abend tauchte sie an den Stallungen auf, um ihren Freund Maxwell zu besuchen, doch er hatte keine Zeit f\u00fcr sie. Sie scheint ihn etwas zu oft zu besuchen &#8211; diese Woche beinahe jeden Tag &#8211; sodass er nicht mehr so sehr beeindruckt von ihrer Anwesenheit ist.<br \/>\nDie Keeper haben es noch immer nicht geschafft, Sonje und Quanza in den LKW zu bewegen. Murera und Lima Lima dagegen genie\u00dfen das Training, da sie jedes Mal eine Extra-Milchflasche bekommen!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/72201481359-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje streckt sich, aber weigert sich, in den LKW zu gehen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 11. Juni 2014<\/strong><br \/>\nW\u00e4hrend der heutigen \u00f6ffentlichen Besuchsstunde spielte der freche Kithaka einen ruhigen und lieben Elefanten, was sehr verd\u00e4chtig war. Nachdem er seine Milch getrunken hatte, ging er zum Staubbad hin\u00fcber, lockerte etwas Erde und bewarf sich damit. Danach legte er seine Stirn auf die Erde und streckte ein Hinterbein in die H\u00f6he. Eine tats\u00e4chlich beeindruckende Pose, insbesondere f\u00fcr die menschlichen Besucher, die seine Show sehr genossen. Die Keeper aber blieben skeptisch, da er bekannt daf\u00fcr ist, sich ganz pl\u00f6tzlich schlecht zu benehmen und in die Besucher hineinzurennen. Die Aufmerksamkeit der Besucher wechselte dann zu Barsilinga und Lemoyian, die ein paar Ringk\u00e4mpfe veranstalteten. Diese dauerten lange, da niemand aufgeben wollte und sie schoben sich von einer Seite der Absperrung zur anderen. Schlie\u00dflich besiegte Barsilinga Lemoyian und jagte ihn um das Schlammloch, sodass die Keeper eingreifen und die Dummheiten beenden mussten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/72201483618-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kithaka unterhielt heute alle<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 12. Juni 2014<\/strong><br \/>\nDa der Morgen sehr k\u00fchl war, entschieden die Keeper, die kleinsten Waisenhausbewohner, Kamok, Ashaka, Kauro und Mbegu in ihren St\u00e4llen zu lassen. Sie kamen um 11 Uhr zur Milchf\u00fctterung bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde heraus und gesellten sich zu Mureras Gruppe \u00e4lterer Waisen. Mbegu genoss das sofort sehr und interessierte sich sehr f\u00fcr Murera. Auf Zehenspitzen reichte sie gerade so an Mureras Ohren heran, an denen sie nuckeln wollte. Die liebevolle Murera zeigte sehr viel Geduld und Zuneigung f\u00fcr die kleine Mbegu und umarmte sie mit ihrem R\u00fcssel. Kauro, der einzige Junge in der Baby-Gruppe, genoss das Staubbad, bei dem er fr\u00f6hlich in der lockeren Erde herumrollte. Ashaka schloss sich ihm an und rollte auch auf der Erde herum, w\u00e4hrend Sonje und Zongoloni \u00fcber sie wachten.<br \/>\nSolio kam heute nicht vorbei, um ihren Maxwell zu sehen. Das ist das erste Mal seit Tagen, dass sie nicht vorbeikam, da sie normalerweise auch gern ihren Menschen- und Elefantenfreunden &#8222;Hallo&#8220; sagt und etwas leckeres Luzernenheu frisst.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/72201483835-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mbegu liebt ihre Keeper<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 13. Juni 2014<\/strong><br \/>\nLentili war immer ein gieriges Mitglied der Waisenhausherde: sie rennt zu den Keepern, um als erste die Milch zu bekommen. Sie saugt auch gern noch die Milchreste auf, die sich auf dem Boden der Schubkarre angesammelt haben, in der Hoffnung, den Milchgenuss zu verl\u00e4ngern. In letzter Zeit haben die Keeper aber festgestellt, dass sie geduldiger geworden ist, in Ruhe abwartet, bis sie an der Reihe ist und nicht mehr allzu viel schubst und schreit. Vielleicht wird sie langsam erwachsen und eine etwas entspanntere und gelassenere junge Elefantendame.<br \/>\nRorogoi und Faraja sahen in letzter Zeit nicht besonders gut aus. Die Keeper haben bemerkt, dass die beiden weniger aktiv und verspielt sind, wenn die Herde im Busch ist. Sie schienen ihr Gr\u00fcnfutter nicht so gut zu fressen und heute hatten beide sehr weichen Stuhl. Ihr Stuhl wurde gleich untersucht und es wurde festgestellt, dass beide an W\u00fcrmern litten. Das erkl\u00e4rt auch ihre matte Erscheinung der letzten Tage.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/72201484043-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lentili mit Rorogoi<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 14. Juni 2014<\/strong><br \/>\nDa bei Faraja und Rorogoi gestern W\u00fcrmer festgestellt wurden, erhielten alle Waisen heute eine vorbeugende Wurmkur.<br \/>\nDrau\u00dfen im Busch gegen 14:30 Uhr sah Tundani, wie Jasiri ein paar leckere Wurzeln ausgrub. Tundani wollte die Leckerbissen f\u00fcr sich und suchte nach einem Weg, Jasiri aus den Weg zu schubsen. Jasiri gab sich alle M\u00fche ihn zu blockieren, doch schlie\u00dflich griff Tundani seinen Schwanz und biss hinein. Jasiri schrie vor Schmerz auf und musste klein beigeben, sodass Tundani die leckeren Wurzeln f\u00fcr sich hatte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/7220148445-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Jasiri gr\u00e4bt ein paar leckere Wurzeln aus<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 15. Juni 2014<\/strong><br \/>\nW\u00e4hrend der letzten paar Tage litt Suswa an einer Wunde unter ihrem Auge, die ihr gro\u00dfe Schmerzen und Sorgen bereitete. Sie wollte gar nicht an den \u00fcblichen Dummheiten teilnehmen und spielte nicht mit den Anderen mit, aus Angst, dass sie sich dabei weiter verletzen k\u00f6nnte. Sie hat Augentropfen bekommen und seit heute kann man erkennen, dass das Auge langsam heilt. Es sieht schon viel besser aus und die Keeper sind sicher, dass Suswa bald wieder ganz sie selbst ist.<br \/>\nAls die erste Waisengruppe um 11 Uhr zu ihrer Milchf\u00fctterung rannte, fand es Ngasha lustig, Balgudas rechtes Hinterbein mit seinem R\u00fcssel festzuhalten. Beide Elefanten schubsten und schoben sich gegenseitig, um nach vorne zu kommen, doch schlie\u00dflich war Balguda von Ngashas unfairem &#8222;Beinfesthalten&#8220; genervt, drehte sich herum und piekste Ngasha mit seinen Sto\u00dfz\u00e4hnen. Damit hatte der arme Ngasha nicht gerechnet und er musste mit einem angekratzen Ego aufgeben. Doch danach genossen sie wieder ihre Milch ein Eintracht nebeneinander.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/72201484740-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die arme Suswa hat eine Wunde unter dem Auge<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 16. Juni 2014<\/strong><br \/>\nHeute f\u00fchlte sich Lentili unwohl und sie war sehr unruhig. Ihr Magen war aufgebl\u00e4ht und sie hatte \u00fcberhaupt kein Interesse an ihrer Milch. Drau\u00dfen im Busch musste sie sich regelm\u00e4\u00dfig ausruhen und Mashariki begann auch, sich Sorgen um sie zu machen und sah in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden nach ihr. Die Keeper gaben ihr Buscopan f\u00fcr ihren aufgebl\u00e4hten Magen und schmerzenden Bauch und sie f\u00fchlte sich bald besser.<br \/>\nDrau\u00dfen im Busch wurde Jasiri bei einer kleinen Rauferei mit einem anderen Waisen erwischt. Dieses mal war aber er der Anstifter gewesen und hatte Nelion provoziert. Nelion war mit sich zufrieden und graste in Ruhe, als Jasiri ihn hart mit dem Kopf in die Seite stie\u00df. Dadurch fiel Nelion hin und rollte herum &#8211; was ihn sehr ver\u00e4rgerte. Gl\u00fccklicherweise war Jasiri schnell genug fortgerannt, bevor Nelion Rache nehmen konnte. Schlie\u00dflich beruhigte sich Nelion wieder und graste weiter.<br \/>\nKurz nach 18 Uhr kam Solio zu den Stallungen zur\u00fcck. Sie begr\u00fc\u00dfte Maxwell aber heute nicht, sondern ging direkt zu ihrem Gehege. Maxwell folgte ihr dorthin und sie sagte ihm dann doch noch &#8222;Hallo&#8220;. Sie war einige Zeit fort gewesen und wir freuen uns, dass sie gesund und munter zur\u00fcck ist.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/7220148504-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lentili mit Mashariki, die nach ihr sieht<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 17. Juni 2014<\/strong><br \/>\nKleine Elefanten haben verschiedene Charakterz\u00fcge und Pers\u00f6nlichkeitsmerkmale, \u00e4hnlich wie die von menschlichen Kindern. An einem Tag sind sie noch beste Freunde und am n\u00e4chsten nicht mehr! Einige haben einen speziellen besten Freund, w\u00e4hrend andere lieber viele Freunde haben. Wieder andere haben ein Hass-Liebe-Verh\u00e4ltnis, und Lemoyian und Sokotei geh\u00f6ren definitiv dazu! Manchmal m\u00f6chte Lemoyian nichts weiter als mit Sokotei zu spielen und zu scherzen und bei anderen Gelegenheiten schubst und tritt er ihn oder greift ihn sogar an. Heute, w\u00e4hrend die Waisen das Gr\u00fcnfutter beim Schlammbadgel\u00e4nde genossen, ging Lemoyian zu Sokotei hin\u00fcber und schubste ihn kr\u00e4ftig, so dass er im Geb\u00fcsch landete. Barsilinga, der sich im Schlammloch vergn\u00fcgte, sah den Vorfall und kam Sokotei zu Hilfe. Er kam aus dem Schlammloch heraus, trennte die beiden und griff Lemoyian an. Er schob ihn aus dem Weg und rettete auf diese Weise seinen kleinen Freund Sokotei vor dem ungest\u00fcmen Lemoyian.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/72201485220-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mashariki spielt mit Sokotei<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 18. Juni 2014<\/strong><br \/>\nW\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde um 11 Uhr spielten Kauro und Mashariki Herumklettern. Mashariki war besonders geduldig und liebevoll und lie\u00df den kleinen Kauro auf ihr klettern. Sie hatte sich den vier kleinsten Waisen beim Staubbad angeschlossen. Ashaka und Kamok rollten auf der Erde herum, w\u00e4hrend Mbegu und Kauro bei ihren Keepern standen und sich gl\u00fccklich und zufrieden mit Erde bewarfen. Als sich Mashariki ihnen anfangs n\u00e4herte, machten sich die drei kleinen M\u00e4dchen sprichw\u00f6rtlich aus dem Staub und Mashariki w\u00e4lzte sich allein. Schlie\u00dflich kam aber Kauro her\u00fcber und die beiden spielten eine lange Zeit. Es war sehr sch\u00f6n ihnen zuzusehen.<br \/>\nAb sp\u00e4ten Nachmittag kamen die Waisen zum Schlammloch zur\u00fcck, um ein Foto-Shooting f\u00fcr ein neu gespendetes Polaris Wildh\u00fcter-Fahrzeug mitzumachen. Es wird an den neuen Umani-Springs-Stallungen die Milch f\u00fcr die Waisen transportieren und muss dort mit dem schwierigen Gel\u00e4nde zurecht kommen. Es ist das perfekte Fahrzeug f\u00fcr diese Aufgabe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-5402\" alt=\"2014_06\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2014\/07\/2014_06.jpg\" width=\"289\" height=\"203\" srcset=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2014\/07\/2014_06.jpg 289w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2014\/07\/2014_06-240x168.jpg 240w\" sizes=\"auto, (max-width: 289px) 100vw, 289px\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die vier Babys in einer Reihe<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 19. Juni 2014<\/strong><br \/>\nAshaka und Lentili hatten heute morgen ein tolles Fu\u00dfballspiel w\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde. Die Besucher, insbesondere die lokalen Schulkinder, waren von ihrer Show begeistert &#8211; vielleicht wissen die Elefanten auch von der Fu\u00dfball-WM in Brasilien!<br \/>\nAls die Waisen heute sehr fr\u00fch in den Busch gingen, war es bereits sehr hei\u00df und niemand erwartete Regen. Nichtsdestotrotz gab es gegen 15 Uhr ein schweres Gewitter. Es ist lange her, dass es regnete, und somit waren die Niederschl\u00e4ge sehr willkommen. Es gab Blitze, Donner und Hagelk\u00f6rner, als sich die Waisen gerade auf ihr Nachmittagsschlammbad vorbereiteten. Gl\u00fccklicherweise hatten die Keeper die Kleinsten noch schnell in ihre St\u00e4lle gebracht, bevor der Regen los ging, aber die anderen Waisen fanden sich pl\u00f6tzlich mitten im Unwetter wieder. Die Besucher eilten schnellstens zu ihren Autos zur\u00fcck und die Waisen schubsten und schoben ihre Keeper herum, als sie versuchten in den B\u00fcschen Schutz zu finden. Es brach Chaos aus, die Waisen trompeteten laut und flohen in verschiedene Richtungen davon. Das Unwetter dauerte eine Stunde und danach hatten die Keeper alle H\u00e4nde voll zu tun damit, die verstreuten Waisen wiederzufinden. Murera und Nelion waren die schlauesten, denn sie waren zu den Stallungen zur\u00fcckgelaufen, w\u00e4hrend die anderen in den Busch geflohen waren. Es war nicht einfach, die Waisen zu verfolgen, denn ihre Fu\u00dfspuren waren v\u00f6llig weggewischt. Nach ungef\u00e4hr 45 Minuten fanden die Keeper sie. Sie waren auf zwei Gruppen verteilt, hatten den Feldweg \u00fcberquert und waren in den Park hinein gelaufen &#8211; eine Gegend, in der sie nie zuvor gewesen waren. Alle waren erleichtert, als die Waisen gesund und munter gefunden waren, bevor es dunkel wurde.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/72201485640-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ashaka spielt im Matsch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 20. Juni 2014<\/strong><br \/>\nNach dem gestrigen Unwetter war es am Morgen heute sehr k\u00fchl &#8211; so k\u00fchl, dass die Babys ihre St\u00e4lle erst sp\u00e4ter verlassen durften, als es sich etwas aufgew\u00e4rmt hatte. Irgendwann im Laufe des Vormittags schlich sich Arruba davon um nach den Kleinen zu suchen, da sie sie sehr mag und sie mindestens einmal am Tag sehen muss. Da sie heute versp\u00e4tet waren, hatte sie sie verpasst und musste nun nach ihnen sehen. Interessanterweise dauerte es nicht lange, bis sich Zongoloni Arruba anschloss. Sie schob sich dazwischen und \u00fcbernahm die Babygruppe. Arruba war etwas \u00fcberrascht, als sie pl\u00f6tzlich sah, wie Ashaka und Mbegu an Zongolonis Ohren nuckelten und Kauro und Kamok daneben standen. Es war komisch, Zongoloni zu sehen, wie sie versuchte, die Kleinen von Arruba wegzulocken, da sie sonst gar nicht besonders an ihnen interessiert ist. Arruba gewann den kleinen Wettstreit aber am Ende doch, denn die Babys folgten danach ihr in den Busch und nicht Zongoloni.<br \/>\nSolio kam um 11 Uhr bei den Stallungen vorbei, gerade als die Besucher ankamen. Zuerst ging sie in ihr Gehege und soff etwas Wasser, aber sp\u00e4ter kam sie noch am Schlammloch vorbei und alle Besucher waren begeistert, sie zu sehen, wie sie Salz in der N\u00e4he der Waisen leckte. Sie benahm sich gut und ging gl\u00fccklicherweise nicht bis zum Schlammbad heran, da das viel Aufregung verursacht h\u00e4tte. Die Keeper waren froh, dass sie etwas Abstand hielt!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/72201485933-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Arruba schleicht sich davon<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 21. Juni 2014<\/strong><br \/>\nLemoyian war heute wieder anstrengend! W\u00e4hrend Ngasha und Tundani das Staubbad genossen und in der lockeren Erde herumrollten, wanderte er zu ihnen hin\u00fcber und bestieg zuerst Ngasha und dann Tundani. Zuerst ignorierten die beiden Waisen ihn und gingen ihm aus dem Weg, um ihm die Gelegenheit zu geben, sich ein anderes Spiel zu suchen, doch er blieb weiter ein St\u00f6renfried und irgendwann hatte Tundani den R\u00fcssel voll! Er sprang auf und schubste Lemoyian fort, doch Lemoyian entschied zur\u00fcckzuschubsen, sodass eine Rauferei entstand. Das verwirrte Ngasha sehr, der nun zusammen mit Tundani Lemoyian ein paar Manieren beibrachte und sie schickten ihn zum grasen fort von der Herde.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/7220149149-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lemoyian hat nur Dummheiten im Kopf<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 22. Juni 2014<\/strong><br \/>\nEs scheint, dass mit der Abwesenheit der \u00e4lteren Waisen, die in die Auswilderungsstation umgezogen sind, die j\u00fcngeren Waisen wie Nelion frecher und sturer werden. Nelion war immer ein eher ruhiger und h\u00f6flicher Elefant, doch nun verweigert er gelegentlich den Gehorsam. Er hat lange Sto\u00dfz\u00e4hne und benutzt diese auch, um die andern Waisen einzusch\u00fcchtern, insbesondere den armen Tundani, der einmal sein enger Freund war. Heute hatten Suswa, Tundani und Sokotei eine tolle Zeit zusammen, als pl\u00f6tzlich Nelion dazukam und sie alle drei schubste. Die Keeper mischten sich sofort ein, doch anstatt auf sie zu h\u00f6ren, trat er mit seinem Hinterbein nach ihnen. Das ist eine Seite an Nelion, die wir noch nicht kennen und die Keeper werden viel Arbeit haben, dieses neue freche Benehmen des Waisen zu kontrollieren.<br \/>\nDas LKW-Training geht inzwischen weiter, doch Sonje mag noch immer nicht einsteigen. Die gute Nachricht ist, dass Quanza nun schon mit der H\u00e4lfte ihres K\u00f6rpers in den Laderaum geht und wir hoffen, sie wird komplett hineingehen, wenn es darauf ankommt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/722014940-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Nelion jagt Quanza<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 23. Juni 2014<\/strong><br \/>\nW\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde um 11 Uhr, direkt nachdem die Waisen ihre Milch hinuntergeschlungen hatten, verwickelten sich Balguda und Ngasha in einen Ringkampf. Das zog die Aufmerksamkeit der Besucher auf sie, die den beiden Jungs aufgeregt zusahen. Einmal versuchte Ngasha sich wegzudrehen, um das Spiel zu beenden, doch Balguda wollte weiterspielen und hielt Ngashas Hinterbein mit aller Kraft fest. Dadurch ging das Spiel weiter und die beiden rauften sich noch ziemlich lange. Irgendwann wandte sich Ngasha an Rorogoi, die gerade staubbadete und versuchte, sie zu besteigen. Das mochte sie gar nicht und br\u00fcllte laut auf. Damit zog sie wiederum die Aufmerksamkeit von Mashariki und Suswa auf sich, die beide hin\u00fcbereilten. Die zus\u00e4tzliche Anwesenheit der beiden M\u00e4dchen zwang Ngasha aufzugeben. Rorogoi wurde von Mashariki und Suswa getr\u00f6stet. Man konnte sehen, wie sie sie untersuchten und beruhigten indem sie ihre Ohren, Beine und Bauch mit ihren R\u00fcsseln ber\u00fchrten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/7220149538-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen grasen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 24. Juni 2014<\/strong><br \/>\nFaraja machte uns heute gro\u00dfe Sorgen, da er matt aussah und ein trauriges Gesicht hatte. Normalerweise hat er viel Energie und verwickelt seine Freunde h\u00e4ufig in Spiele und K\u00e4mpfe. Im Moment jedoch ist er sehr ruhig und bedr\u00fcckt. Er scheint auch seinen Appetit verloren zu haben, denn er isst kein Gr\u00fcnzeug und genie\u00dft nicht einmal seine Milch. Wir haben eilig einen Bluttest gemacht um festzustellen, was ihm fehlt. Au\u00dfer einem niedrigen Blutzuckerspiegel wurde aber nichts gefunden. Die Keeper haben seine Milchformel ge\u00e4ndert, da er scheinbar nicht genug N\u00e4hrstoffe bekommt. Es war nett zu sehen, wie Zongoloni sich um Faraja k\u00fcmmerte, da ihr offensichtlich bewusst war, dass er sich nicht gut f\u00fchlte. Sie unterst\u00fctzte ihn, munterte ihn auf und blieb immer in seiner N\u00e4he, damit sie ihm jederzeit Mitgef\u00fchl und F\u00fcrsorge geben kann. Wir werden Faraja weiter beobachten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/7220149647-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Faraja sieht heute traurig aus<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 25. Juni 2014<\/strong><br \/>\nKurz vor 4 Uhr begann die Umsiedelung von Murera und Sonje. Murera ging brav in den LKW hinein, doch als Sonje an der Reihe war, begann die gro\u00dfe Herausforderung. Obwohl sie so oft ge\u00fcbt hatte, weigerte sie sich vehement, in den LKW zu gehen. Sie musste also bet\u00e4ubt werden, damit sie in den LKW getragen werden konnte ohne sich zu verletzen. Das stellte sich dann auch als recht schwierig dar: nur mit der Kraft aller anwesenden Keeper gelang es uns, den schweren Elefanten sicher in den LKW zu laden. So machten sich Murera und Sonje also auf den Weg in die Wildnis des Kibwezi-Waldes zu unserer neuen Auswilderungsstation.<br \/>\nDie Abreise von Murera und Sonje verursachte bei den zur\u00fcckgebliebenen Waisen gro\u00dfe Verwirrung. W\u00e4hrend des Tages blieben die Elefanten dicht beieinander und dicht bei ihren Keepern. Als Murera und Sonje noch da gewesen waren, erkundeten alle Waisen die Umgebung und spielten aufgeregt herum, da sie wussten, dass Murera und Sonje auf sie aufpassten und sie sich dadurch sicher f\u00fchlten.<br \/>\nSonje und Murera hatten insbesondere Lemoyian und Oltaiyoni adoptiert und diese beiden waren besonders gelangweilt, weil ihre Adoptivmamas nirgends zu sehen waren. Sie versuchten, sich Quanza, Zongoloni und Suswa anzuschlie\u00dfen, doch nur Suswa schien positiv auf die beiden zu reagieren, besonders auf die kleine Oltaiyoni.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/73201485040-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera und Sonje im LKW<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 26. Juni 2014<\/strong><br \/>\nDas Umzugstraining f\u00fcr die zweite Gruppe f\u00fcr Umani Springs geht weiter. Quanza, Lima Lima und Zongoloni \u00fcben das Einsteigen in den LKW, damit sie am Umzugstag keine Angst vor dem Laderaum haben. Lima Lima hat noch eine wei\u00dfe Weste und ist bisher jedes Mal ohne Probleme in den LKW eingestiegen. Quanza dagegen benimmt sich wie Sonje und wehrt sich mit aller Macht dagegen. Doch auch sie wird es \u00fcberstehen und sich Murera und Sonje in Umani Springs anschlie\u00dfen k\u00f6nnen. Zongoloni, die heute das erste Training hatte, war gleich vorbildlich und damit erwartet uns am Umzugstag ertr\u00e4glicher Aufwand: nur ein Elefant wehrt sich. M\u00f6glicherweise wird auch Quanza das Bet\u00e4ubungsmittel brauchen. Wir hoffen, der Umzug verl\u00e4uft ruhig und erfolgreich.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/722014990-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lima Lima hat keine Probleme mit dem LKW<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 27. Juni 2014<\/strong><br \/>\nKurz vor 4 Uhr begann der n\u00e4chste Umzugstag, heute f\u00fcr Lima Lima, Zongoloni und Quanza, die sich auf den Heimweg in die Wildnis machen, wo sie hingeh\u00f6ren. Lima Lima und Zongoloni bereiteten keine Probleme, denn sie interessierten sich zu sehr f\u00fcr ihre Milch &#8211; beides sind sehr gierige M\u00e4dchen und mehr als vernarrt in ihre Milch. Obwohl auch Quanza sehr gierig ist, musste sie bet\u00e4ubt werden, damit sie ohne Verletzungen in den LKW getragen werden konnte. Sobald alle M\u00e4dchen im LKW waren, machten sie sich auf den Weg zum Wiedersehen mit Sonje und Murera.<br \/>\nDie Abreise von noch mehr Elefanten veranlasste insbesondere Tundani, Jasiri, Faraja und Lentili hinter Lima Lima, Zongoloni und Quanza herzuschreien und zu protestieren. Tundani, der normalerweise Lima Lima im Busch begleitet, war den ganzen Tag sehr matt und tr\u00e4ge. Er wurde Seite an Seite mit Rorogoi gesehen, um etwas Gesellschaft zu haben, nun da Lima Lima fort ist. Er suchte verzweifelt nach Gesellschaft, mit der er tief in den Wald auf Erkundungstour gehen konnte, wie er es immer mit Lima Lima, Quanza und Zongoloni getan hatte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/73201484859-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lima Lima war gar kein Problem<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 28. Juni 2014<\/strong><br \/>\nNachdem Murera und Sonje zur Umani-Springs-Auswilderungsstation umgezogen sind, hat die arme kleine Oltaiyoni ihre Tage v\u00f6llig Arruba gewidmet, besonders heute. Arruba schleicht sich ja schon l\u00e4nger immerzu davon, um nach den Kleinsten, Kamok, Ashaka, Kauro und Mbegu zu sehen und nun hat sie noch \u00fcberall Oltaiyoni im Schlepptau. Arruba scheint die vier Babys zu verg\u00f6ttern, besonders die kleine Mbegu, die Arruba auch sehr liebt. Auch Oltaiyoni spielt gern mit Kauro und l\u00e4sst ihn \u00fcber sich krabbeln. Sie k\u00f6nnen endlos miteinander spielen. Das zeigt, dass auch Oltaiyoni einmal eine hervorragende Adoptivmama sein wird, so wie es Sonje und Murera f\u00fcr sie waren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/72201491018-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Oltaiyoni f\u00fchlt sich einsam<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 29. Juni 2014<\/strong><br \/>\nAnfang letzter Nacht, gleich kurz nach 20 Uhr, begannen Faraja und Jasiri ein gro\u00dfes Drama, indem sie kollerten und sehr laut herumschrien. Tundani, Lentili, Ngasha, Kithaka und Barsilinga stimmten in den Krach mit ein und zusammen weckten sie alles auf, was eventuell schon eingeschlafen war. Die Ursache f\u00fcr die Aufregung wissen wir nicht genau. Wir gaben ihnen ihre Milch, aber sofort danach begann das Geheul von vorn. Vermutlich beschweren sie sich, weil sie Murera, Sonje, Lima Lima, Quanza und Zongoloni vermissen, die alle vor ein paar Tagen in die neue Auswilderungsstation umgezogen wurden. Alle Elefanten, die das n\u00e4chtliche Chaos veranstalteten, waren vorher Nachbarn von einem der gro\u00dfen M\u00e4dchen, die nun fehlen. Dass diese Gehege nun leer sind, verursacht gro\u00dfe Unruhe in der Elefantenherde. Doch mit der Zeit werden sie sich daran gew\u00f6hnen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/7220149129-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Jasiri<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 30. Juni 2014<\/strong><br \/>\nAls die Waisen bei Sonnenaufgang aus ihren Gehegen gekommen waren und sich dem dichten Busch n\u00e4herten, spielten Balguda und Nelion ein Kr\u00e4ftemessen. Sie waren beide aufgeregt und freuten sich auf den bevorstehenden Tag. Das freudige Spiel erregte die Aufmerksamkeit von Suswa, die sehr gern mitmachen wollte. Nachdem Nelions Sto\u00dfz\u00e4hne sie sehr heftig gepiekst hatten, stellte sie aber fest, dass die beiden etwas zu ruppig sind und lie\u00df die zwei frechen Jungs allein weiterspielen. Sie ging weiter zu den Babys um Kamok, Ashaka, Kauro und Mbegu zu begr\u00fc\u00dfen. Die Babys durften heute mit den gr\u00f6\u00dferen Waisen zusammen in den Busch gehen. Suswa zeigte mehr Interesse an Kauro als an Mbegu, die der Liebling von Arruba und der kleinen Oltaiyoni ist.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" alt=\"\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/72201491259-pic1.jpg\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Balguda<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-juni-2014\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sonntag, 1. Juni 2014 Sehr fr\u00fch heute morgen, gegen 3 Uhr, begannen die Vorbereitungen f\u00fcr Vurias, Garzis und Ziwas Umzug nach Ithumba. Alles wurde f\u00fcr die lange Reise in den LKw geladen, inklusive der Milch. Der gierigste von den dreien, Vuria, wurde als erstes in das Umzugsfahrzeug eingeladen. 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