{"id":56,"date":"2006-01-22T09:57:58","date_gmt":"2006-01-22T09:57:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=56"},"modified":"2008-04-13T22:27:52","modified_gmt":"2008-04-13T20:27:52","slug":"dezember-2005","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/dezember-2005\/","title":{"rendered":"Newsletter aus Kenia \/ die Eli-Waisen im Dezember 2005"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><strong>Die Nursery-Waisen<\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">Bei dem kleinen, blinden <strong>Ndololo<\/strong> stellte sich eine erfreuliche gesundheitliche Besserung ein. Er erholte sich jeden Tag mehr, fra\u00df gut und gewann an Gewicht und St\u00e4rke. Seine Wahrnehmung und Intelligenz erstaunten uns. Er ging vertrauensvoll mit den anderen und folgte den Keepern, die ihren Stock f\u00fcr ihn h\u00f6rbar auf dem Boden stie\u00dfen.<!--more--> Das zeigt uns, wie scharfsinnig und intelligent sogar ein v\u00f6llig blindes Elefantenbaby sein kann, und sagt viel \u00fcber Alternativsinne, die den Verlust des Augenlichtes ersetzen k\u00f6nnen. Und der Augenspezialist, der ihn untersuchte, wird weiter versuchen, wenigstens ein Auge wieder herzustellen. Die Medikamente, die wiederum die Firma Alcon Pharma in Freiburg gespendet hat, haben bereits wahre Wunder gewirkt&#8230;<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">Der Transport von <strong>Naserian, Rapsu <\/strong>und<strong> Buchuma<\/strong> nach Ithumba (Tsavo Nord) erwies es sich als \u00e4u\u00dferst schwierig f\u00fcr die Keeper. Die aufs\u00e4ssige <strong>Naserian<\/strong> war nur mit gro\u00dfer M\u00fche in den Lastwagen zu bekommen, doch der erfahrene Robert Carr-Hartley und sein Vater Roy schafften es letztendlich. Wegen <strong>Rapsu<\/strong>, der schon kleine Sto\u00dfz\u00e4hne hat, wurden dieses Mal 3 Lastwagen eingesetzt, die je einen Elefanten transportierten, um Verletzung bei den anderen zu vermeiden. So verlief die Fahrt ohne gr\u00f6\u00dfere Probleme, und alle wurden herzlich in Ithumba begr\u00fc\u00dft.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">In der Nairobi-Nursery schl\u00fcpfte <strong>Lualeni<\/strong> sofort in die Rolle der kleinen Matriarchin und \u00fcbernahm eine \u00e4u\u00dferst liebevolle Betreuung  sowohl f\u00fcr <strong>Zurura<\/strong> als auch f\u00fcr <strong>Makena<\/strong>. Die freundete sich immer enger mit <strong>Zurura<\/strong> und <strong>Challa<\/strong> an und begann mit ihnen zu spielen. <strong>Challa<\/strong> beginnt seine Kraft zur\u00fcckzugewinnen, nachdem er jetzt von <strong>Rapsu<\/strong> nicht mehr gepiesackt wird. Auch <strong>Kora<\/strong>, der von <strong>Buchumas<\/strong> Stubserei genervt war, scheint sich zu freuen, dass er jetzt der &#8222;gro\u00dfe Junge&#8220; der Nursery ist. Als Einzelg\u00e4nger verbringt er gerne seine Zeit entfernt von den anderen, und somit gibt er sowohl <strong>Challa<\/strong> als auch <strong>Zurura<\/strong> die Gelegenheit, sich gesundheitlich von allen Strapazen zu erholen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><strong><span style=\"font-family: Times-Bold\">Die Ithumba-Waisen<\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">Im n\u00f6rdlichen Teil des Parks regnete es mehr als im s\u00fcdlichen, so war er reich an Vegetation mit all dem frischen Gr\u00fcn. Als <strong>Naserian, Rapsu <\/strong>und<strong> Buchuma<\/strong> ankamen, gab es ein freudiges Wiedererkennen bei denen, die bereits in der Nursery eine gemeinsame Zeit mit ihnen verbracht hatten, und die \u00c4lteren freuten sich, mehr Elefanten in ihre kleinen Herde zu bekommen. <strong>Rapsu<\/strong>, der viele von  ihnen  noch nie gesehen hatte, f\u00fchlte sich dennoch gleich wie zu Hause. Dieses Gebiet mit seiner \u00fcppigen Vegetation erinnerte ihn vermutlich an seine alte Heimat Meru, denn er sah rundum zufrieden aus. <strong>Ndomot<\/strong> war sehr gl\u00fccklich, seinen alten \u201eStubser\u201c <strong>Buchuma<\/strong> wiederzusehen, und der nahm sofort <strong>Wendi<\/strong> und <strong>Sunyei<\/strong> unter seinen speziellen Schutz.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><strong>Nasalot<\/strong> ist die gro\u00dfe Nannie, die in der Abteilung schl\u00e4ft, wo sich die kleinen Babys aufhalten, und <strong>Madiba<\/strong> ist ihr spezieller Liebling. <strong>Yatta<\/strong>, die Matriarchin der Ithumba-Gruppe, entschied, dass <strong>Rapsu<\/strong> sich bei den \u00e4lteren Waisen aufhalten sollte, da er schon gr\u00f6\u00dfer ist als die einen Monat \u00e4ltere <strong>Galana<\/strong> und  auch l\u00e4ngere Sto\u00dfz\u00e4hne hat.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">Die Ithumba Elefanten hatten alle eine wunderbare Jahreszeit, die ihnen reichlich M\u00f6glichkeiten zum Spielen und Suhlen in Pf\u00fctzen und in Tsavos weichem roten Sand bot. <strong>Taita<\/strong> und <strong>Tomboi<\/strong>, miteinander befreundet, liebten es sich zu balgen, wodurch sich einige der j\u00fcngeren Waisen irritiert f\u00fchlten. Aber die \u00e4lteren Elefantenk\u00fche sorgten f\u00fcr Ordnung, und auch die Keeper griffen ein und versuchten, den Youngsters Benehmen beizubringen. Offensichtlich sind <strong>Sunyei <\/strong>und<strong> Wendi<\/strong> die Junior-Matriarchtinnen, aber sie sind auch die Witzbolde der Gruppe (wie Mweya in Voi). <strong>Yatta<\/strong> dagegen ist eindeutig die \u201eChefin\u201c, die von <strong>Mulika, Nasalot <\/strong>und<strong> Kinna<\/strong> unterst\u00fctzt wird. <strong>Napasha<\/strong> wird langsam von der Milch entw\u00f6hnt; er bekommt zu den Milchf\u00fctterungszeiten jetzt eine Flasche mit gekochter Gerste, die mit Wasser vermischt  ist.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">Die Ithumba-Gruppe hatte in diesem Monat viel Spa\u00df und benutzte jede Gelegenheit, um Paviane und Dikdiks zu jagen. Dabei stolperte <strong>Sunyei<\/strong> unversehens in ein Erdh\u00f6rnchen-Loch, schlug in der Luft einen Purzelbaum und erschien danach ziemlich traumatisiert. Aber das <span style=\"color: #000000;\">Allgemeinvertrauen<\/span> der Gruppe w\u00e4chst mit jedem Tag.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">Alle Ithumba-Elefanten k\u00f6nnten nicht ges\u00fcnder und gl\u00fccklicher sein. Ein Nachteil ist allerdings noch die bisher fehlende Kommunikation mit wilden Elefantenherden. Die Keeper sind jedoch zuversichtlich, dass dies nur eine Frage der Zeit ist.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><strong><\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><strong><\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><strong>Die Waisen in Voi<\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">Der lang ersehnte Regen kam sp\u00e4t, war aber f\u00fcr die trockene Voi-Region besonders willkommen. Er bescherte den Waisen eine herrliche Zeit. Sie genossen das frische Gr\u00fcn, das auch die M\u00f6glichkeit eines Treffs mit wilden Elefantenfreunden bot. Jeden Morgen rannten die Waisen aufgeregt aus ihren St\u00e4llen, um sich trompetend, urinierend, mit gekringelten R\u00fcsseln und knurrend &#8211; eine herzliche Art der Elefantenbegr\u00fc\u00dfung &#8211; den wilden Elefanten anzuschlie\u00dfen. Diese sind unverkennbar Freunde von vielen Waisen, so wie sie zusammen fressen und miteinander suhlen. <strong>Laikipia<\/strong>, der selbstbewusste gro\u00dfe Junge der Voi-Gruppe, versammelt jeden Abend alle Mitglieder der Waisenfamilie um sich und f\u00fchrt sie dann zu ihren Nachtlagern. Sonst w\u00fcrden einige am liebsten die Nacht mit ihren wilden Freunde verbringen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">F\u00fcr die Keeper war es sch\u00f6nste Lohn ihrer engagierten Arbeit, dass der kleine <strong>Tsavo<\/strong> gl\u00fccklich den gro\u00dfen Schritt in die Wildnis gewagt und sich <strong>Emily<\/strong> angeschlossen hat. Er war schon fr\u00fcher ihr Liebling, als sie noch die Matriarchin der Waisen  war, so wie <strong>Sweet<\/strong> <strong>Sally<\/strong> die Favoritin von Aitong ist. Diese vier ziehen nun zusammen los und sind inzwischen als \u201eEmilys Gruppe\u201c bekannt. Sie verbringen miteinander eine gl\u00fcckliche Zeit und schlie\u00dfen sich von Zeit zu Zeit verschiedenen wilden Gruppen an. <strong>Emily<\/strong> sorgt aber daf\u00fcr, dass ihre kleine Familie beieinander bleibt.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">Beinahe jeden Tag trafen auch die anderen Waisen die wilden Elefanten. Sie schienen aber vor denen Respekt zu haben, denn immer, wenn sich diese in Bewegung setzten, gingen die Waisen vorsorglich in die Gegenrichtung. Es war dann <strong>Laikipia<\/strong>, der sie zu den wilden Freunden zur\u00fcckf\u00fchrte. Auch wenn die Waisen sich unter die wilden Elefanten mischten, achteten sie dennoch aufeinander. Es war r\u00fchrend zu sehen, wie <strong>Laikipia<\/strong> seinem Freund <strong>Salama<\/strong> zur Hilfe kam, der einen st\u00e4rkeren wilden Elefanten herausgefordert hatte und von diesem prompt umgesto\u00dfen wurde. Auch <strong>Mweiga<\/strong>, die gerne mit wilden Elefanten spielt, wurde von  <strong>Sosian<\/strong> und <strong>Mweya<\/strong> beobachtet, die nicht von ihrer Seite wichen. Wenn die anderen den Mazinga Berg bestiegen, blieben Sosian und Mweya unten in Mweigas Begleitung, da diese zu schwach f\u00fcr solche Unternehmungen  war.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">\n<p class=\"MsoBodyText\">Eines Tages brachte eine fl\u00fcchtende Zebraherde, sowohl die Waisen als auch die wilden Elefanten aus der Fassung. Aus Furcht vor etwas Unheilvollen, flohen die Elefanten schreiend in allen Richtungen. Ein anderes Mal vertrieben die Waisen zwei B\u00fcffel, die sich im Schlamm w\u00e4lzten, und unternahmen den  tollk\u00fchnen Versuch, eine gro\u00dfe B\u00fcffelherde in die Flucht zu schlagen. Das schlug aber fehl, da die B\u00fcffel beharrlich auf ihren Pl\u00e4tzen blieben. W\u00e4hrend des Fressens gesellten sich Impalas und Wasserb\u00f6cke zu den Elefanten, die manchmal geduldet, gelegentlich aber auch energisch verjagt wurden.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><strong>Laikipia<\/strong> bem\u00fchte sich, <strong>Natumi<\/strong> zu helfen, die Gruppenf\u00fchrung zur\u00fcckzubekommen. <strong>Mweya<\/strong>, die Possenrei\u00dferin und immer eifrig darum bem\u00fcht, bei den Keepern der Mittelpunkt zu sein, sprang laut trompetend  in ein sehr kaltes Wasserloch, und alle andern  folgten ihr. In dieser Situation hatte auch der arme <strong>Sosian<\/strong> keine andere Wahl, weil ein paar Gr\u00f6\u00dfere ihn vorw\u00e4rtstrieben, in dem sie ihn mit ihren Sto\u00dfz\u00e4hne in den R\u00fccken pieksten.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 10pt; font-family: Arial;\"><\/span><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/dezember-2005\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Nursery-Waisen Bei dem kleinen, blinden Ndololo stellte sich eine erfreuliche gesundheitliche Besserung ein. Er erholte sich jeden Tag mehr, fra\u00df gut und gewann an Gewicht und St\u00e4rke. Seine Wahrnehmung und Intelligenz erstaunten uns. 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