{"id":5683,"date":"2014-10-17T10:40:01","date_gmt":"2014-10-17T09:40:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=5683"},"modified":"2014-10-17T10:40:01","modified_gmt":"2014-10-17T09:40:01","slug":"nairobi-nursery-september-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-september-2014\/","title":{"rendered":"Nairobi Nursery September 2014"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 1. September 2014<\/strong><br \/>\nJedes einzelne der Waisenhausbabys hat seinen ganz eigenen Charakter, die meisten sind sehr verspielt und energiegeladen. Kauro ist besonders aktiv und versucht unentwegt, auf den anderen Babys in der Babygruppe herumzuklettern. Wenn sich ein Baby hinlegt, dauert es keine zwei Sekunden, bis die Nervens\u00e4ge Kauro herbei geeilt ist. Meistens ist es Mbegu, die seine Dummheiten ertragen muss. Heute im Busch spielte Oltaiyoni mit ihrem Adoptivbaby Mbegu und Mbegu rollte sich auf dem Boden herum, was die Aufmerksamkeit von Sokotei auf sich zog, der den Spa\u00df mitmachte. Es war toll anzuschauen, wie die drei Waisen zusammen spielten, im Staub herumrollten und den Sonnenschein genossen. Dann aber entdeckte Kauro die auf dem Boden liegende Oltaiyoni und es dauerte nat\u00fcrlich nicht lange und er begann, auf ihr herumzuklettern. Sokotei war gar nicht begeistert von Kauros Dummheiten und stand sofort auf. So sehr er es doch versuchte, die anderen beachteten ihn gar nicht. Sp\u00e4ter am Tag, w\u00e4hrend der privaten Besuchsstunde um 15 Uhr, wiederholte Kauro sein Theater, doch dieses Mal hing er an Rorogoi, die dieses Verhalten nicht akzeptierte und den kleinen frechen Kerl zu Boden stie\u00df, um ihm ein paar Manieren beizubringen. Er verstand das &#8211; f\u00fcr kurze Zeit, doch es dauerte nicht lange und er war wieder ganz er selbst und fing wieder mit seinen Dummheiten an.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/103201442457-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kauro, drauf und dran die arme Mbegu zu besteigen<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 2. September 2014<\/strong><br \/>\nDer Tag begann gut und alle Elefanten schienen gl\u00fccklich zu sein und waren sehr gespannt, was der neue Tag ihnen bringen w\u00fcrde. Sie gingen zuerst alle in den Wald und grasten, und sp\u00e4ter folgte noch eine Runde toller Spielereien. Kithaka verbrachte einige Zeit im Ringkampf mit Barsilinga, doch es dauerte nicht allzu lange, bis Ngasha dazwischen ging, um die beiden zu trennen. Ngasha scheint eine Vorliebe f\u00fcr Barsilinga zu haben, denn er bevorzugt ihn und mischt sich auff\u00e4llig h\u00e4ufig ein, um ihm zu helfen.<br \/>\nJasiri und Nelion waren den ganzen Tag unzertrennlich und fra\u00dfen und spielten die ganze Zeit miteinander. Es scheint, dass sich zwischen den beiden eine tolle neue Freundschaft entwickelt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/103201442652-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Elefanten erkunden den Busch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 3. September 2014<\/strong><br \/>\nGegen 6 Uhr heute morgen, als die \u00e4lteren Waisen sich in den Busch aufmachten, gingen Ngasha, Rorogoi und Arruba zu Maxwells Gehege. Sie schienen sehr aufgeregt zu sein, ber\u00fcsselten ihn und liefen an seinem Gehege entlang. Diese ganze Aktivit\u00e4t lie\u00df auch Maxwell sehr unruhig werden. Ngasha trompetete und weckte damit s\u00e4mtliche Babys auf. Schlie\u00dflich gelang es den Keepern, die Elefanten zusammenzutrommeln und zum Grasen in den Busch zu f\u00fchren.<br \/>\nGegen 8 Uhr erhielten wir Neuigkeiten \u00fcber eine Rettung, die in der Mara n\u00f6tig geworden war. Es wurde zuerst gemeldet, dass die fliegenden Tier\u00e4rzte eine verletzte Mutter mit einem furchtbaren Bruch am Bein behandelten. Doch nach genauerer Untersuchung musste der KWS-Veterin\u00e4roffizier feststellen, dass sie nicht mehr zu retten war und eingeschl\u00e4fert werden musste. Wo sie sich die Verletzung zugezogen hatte, bleibt ein R\u00e4tsel. Unser Team war nun n\u00f6tig, um das Baby zu retten. Er war ein robustes und starkes Kalb und ihn zu fangen war eine gro\u00dfe Herausforderung, doch unser Team war gut vorbereitet. Sie waren bereits um 10 Uhr in der Mara und nachdem die Mutter eingeschl\u00e4fert und das Baby eingefangen war, wurde es zu seinem neuen Zuhause in Nairobi geflogen. Das Team kam mit dem einj\u00e4hrigen Kalb an, das gesund, aber sehr gestresst und verwirrt war und seine Mutter vermisste. Er wurde Olsekki genannt, nach dem Gebiet, in dem er gerettet wurde. Zuerst verweigerte er die Milch, doch als um 17 Uhr die anderen Waisenhausbabys zur\u00fcckkamen, schien er sich soweit zu beruhigen, dass er Milch aus der Flasche trank.<br \/>\nJasiri und Faraja mussten in das gleiche Gehege ziehen, um Platz f\u00fcr das neue Kalb zu machen. Das gefiel ihnen gar nicht, und es dauerte recht lange, bis sie sich beruhigt hatten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/103201444357-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Elefanten grasen am Morgen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 4. September 2014<\/strong><br \/>\nOlsekki schlief und trank w\u00e4hrend der Nacht gut. Es tr\u00f6stete ihn sehr, Suswa in der N\u00e4he zu sehen. Leider konnte er heute noch nicht mit den anderen zusammen hinaus gehen, da er noch zu aggressiv den Keepern gegen\u00fcber ist und dadurch drau\u00dfen im Busch seine Milch nicht trinken w\u00fcrde. Es war sehr kalt und schlechtes Wetter, sodass auch Embu in der N\u00e4he der Stallungen blieb und Olsekki dadurch nicht alleine war und von ihrer ruhigen und freundlichen Anwesenheit getr\u00f6stet wurde.<br \/>\nIm Busch entschieden Kithaka, Suswa und Tundani, den Tag zusammen zu verbringen und hielten Abstand zu den anderen. Kithaka scheint inzwischen Probleme zu haben, Anschluss und Freunde zu finden. Seine frechen Handlungen haben ihm einen schlechten Ruf eingebracht und selbst Barsilinga h\u00e4lt einen Sicherheitsabstand zu ihm.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/10320144479-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Olsekki am Tag nach seiner Rettung<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 5. September 2014<\/strong><br \/>\nHeute regnete es, was bedeutete, dass die Babyelefanten fast den ganzen Tag in ihren St\u00e4llen bleiben mussten. Sie hassen es, wenn das passiert, aber wenn es zu k\u00fchl ist und sie klitschnass drau\u00dfen herumtollen, ist das Risiko einer Lungenentz\u00fcndung einfach viel zu hoch.<br \/>\nW\u00e4hrenddessen hatten aber die \u00e4lteren Waisen viel Spa\u00df dabei, im Matsch herumzurutschen und herumzurollen. Bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde kamen sie alle 16 und jeder einzelne w\u00e4lzte sich im Schlamm, was zu gro\u00dfem Gel\u00e4chter f\u00fchrte. Tundani, Balguda, Faraja, Jasiri, Lemoyian, Kithaka und Barsilinga waren die Unterhaltsamsten und zeigten eine supertolle Schlammbadshow. Dupotto, Murit, Kamok, Ashaka, Mbegu und Kauro durften um 14:45 Uhr herauskommen, doch Ndotto, Embu, Olsekki und unsere s\u00fc\u00dfe Giraffe Kili mussten den Tag \u00fcber in ihren warmen St\u00e4llen bleiben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/103201445220-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen sind mit Schlamm bedeckt<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 6. September 2014<\/strong><br \/>\nOlsekki durfte heute aus seinem Stall kommen, obwohl er noch recht neu war. Leider wurde er ununterbrochen von Lemoyian, Sokotei, Ngasha und Lentili bel\u00e4stigt, aber er konnte sich wehren und lie\u00df sich von den frechen Jungs nicht herumschubsen. Es war komisch, dass keine der K\u00fche ihn verteidigte oder besch\u00fctzte. Direkt nachdem er angekommen war, zeigten Arruba und Mashariki ein wenig Mutterinstinkte, doch sie verloren schnell das Interesse an ihm, weil es viel kleinere Babys zu bemuttern gibt.<br \/>\nOlsekki ist sehr mutig und ein wohlerzogener Elefant. Er schubst die anderen nicht herum, doch er wehrt sich erfolgreich, wenn ihn jemand \u00e4rgern will. Das einzige Mal, dass er aggressiv wurde, war gegen\u00fcber Sokotei und Lentili, die ihn schubsten und vom Grasen abhielten. Er r\u00e4chte sich, indem er auf sie losging und sie verjagte. Das verstanden sie und von da an lie\u00dfen sie ihn in Ruhe. Sp\u00e4ter versuchte auch noch Barsilinga, ihn zu besteigen, was ihm gar nicht gefiel. Er rannte in das Dickicht davon und blieb etwa 100m von den Waisen entfernt stehen. Wir riefen ihm beruhigend zu, um ihn zur\u00fcckzulocken. Nach und nach kam er zur Herde zur\u00fcck, doch er mied daraufhin Barsilinga. Schlie\u00dflich brachten wir Olsekki um 16:30 Uhr zusammen mit Balguda, Suswa, Embu und Dupotto zu den Stallungen zur\u00fcck, wo sie alle friedlich fra\u00dfen und schliefen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/103201445639-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Olsekki wird von den M\u00e4dchen begr\u00fc\u00dft<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 7. September 2014<\/strong><br \/>\nEs war der zweite Tag drau\u00dfen f\u00fcr Olsekki und bei der 11-Uhr-Besuchsstunde benahm er sich erstaunlich gut. So ziemlich alle Waisen akzeptieren ihn nun und beginnen, ihm auch Liebe und Zuneigung entgegenzubringen. Er kommt besonders gut mit Embu zurecht und scheint sich bei ihr wohl zu f\u00fchlen.<br \/>\nDer freche, verspielte Kauro hat sich den Fu\u00df verletzt, nachdem er von Oltaiyonis R\u00fccken gefallen war. Oltaiyoni legte sich in Gedanken auf den Boden und der kleine Kauro war sofort zur Stelle, um auf ihr herumzuklettern. Oltaiyoni stand aber schnell wieder auf und so fiel Kauro herunter und ung\u00fcnstig auf seinen Fu\u00df, den er sich dabei wohl etwas wehtat. W\u00e4hrend des Tages war er dann ein wenig kleinlauter und versuchte, nicht mehr aufzufallen.<br \/>\nMbegu und Murit nutzten die Abwesenheit Kauros zu ihrem Vorteil und konnten ohne St\u00f6rungen durch den frechen Jungen spielen.<br \/>\nWas Dupotto angeht, so mussten die Keeper sie von den restlichen kleinen Babys trennen, da sie zu frech und st\u00f6rend war. Sie genie\u00dft nun die friedliche und beruhigende Gegenwart von Embu. Ndotto war gl\u00fccklich und zufrieden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/103201445847-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Dupotto genie\u00dft ihre Milch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 8. September 2014<\/strong><br \/>\nEs war ein hei\u00dfer Tag und die Waisen nutzten nat\u00fcrlich die Gelegenheit, beim 11-Uhr-Schlammbad ordentlich zu spielen. Mbegu ist ein echter Schlamm-Fan und spielte endlos mit Olsekki und Ashaka darin. Olsekki ist nun ein echter Teil der Waisenherde und scheint sich vollst\u00e4ndig eingelebt zu haben. Er spielt nun auch mit den anderen Waisen.<br \/>\nIm Busch versammelten sich alle Waisen, ehe sie sich gemeinsam auf den Weg zur privaten Besuchsstunde um 15 Uhr machten. Die kleinen Elefanten erkennen immer, wer fremd ist und sind daher sehr vorsichtig. Doch Mbegu ging heute direkt zu den G\u00e4sten und war zuerst sehr lieb, bis sie sich pl\u00f6tzlich umdrehte und die G\u00e4ste dauert trat. Mbegu wird von Tag zu Tag frecher.<br \/>\nDie \u00e4lteren M\u00e4dchen sind nie weit weg und haben immer ein Auge auf die Kleinsten und achten darauf, dass sie in Sicherheit und gl\u00fccklich sind und sie nie zu wenig Liebe und Aufmerksamkeit abbekommen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/10320145055-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Dupotto spielt im Schlamm<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 9. September 2014<\/strong><br \/>\nKamok und Ashaka waren heute besorgniserregend ruhig und matt. Sie sind beide nicht am Fressen interessiert und haben auch ihren Appetit auf die Milch verloren. Angela ordnete Bluttests an und sobald diese absolviert waren, verstanden wir, was ihnen fehlte und konnten ihnen mit der passenden Medizin weiterhelfen.<br \/>\nHeute war es sehr hei\u00df und alle Waisen kletterten bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde in das Schlammloch. Ebenso um 15 Uhr, als sie das zweite Mal zum Schlammloch kamen.<br \/>\nKauro humpelt noch immer mit seinem rechten Hinterbein, nachdem er beim Spielen mit Oltaiyoni gest\u00fcrzt war, doch es scheint sich langsam zu bessern. Innerhalb k\u00fcrzester Zeit wird er wieder der freche Kauro sein.<br \/>\nArruba und Oltaiyoni verbrachten einige Zeit mit den kleinsten Elefanten, die sie umsorgten und bemutterten. Mbegu blieb allerdings dicht beim kleinen Ndotto und beachtete die beiden \u00e4lteren K\u00fche gar nicht, die immerzu versuchten, mit ihren R\u00fcsseln ihre Aufmerksamkeit zu erlangen. Auch Lentili, Suswa, Rorogoi und Mashariki kamen zu den Kleinen und wollten Spa\u00df mit ihnen haben.<br \/>\nJasiri, Faraja, Nelion und die wohlerzogenen Tundani und Balguda verbrachten den Tag zusammen und genossen das Wasser, das nach den letzten Regenf\u00e4llen noch da war und das leckere, frische Gr\u00fcn.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/10320145351-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kamok und Ashaka sehen matt aus<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 10. September 2014<\/strong><br \/>\nKili, die Giraffe, scheint sich nun auch langsam an ihr neues Umfeld zu gew\u00f6hnen und wird mutiger. Als wir ihn heute morgen hinauslie\u00dfen, lief er ganz von alleine in sein gr\u00f6\u00dferes Tagesgehege. Ihn ohne Aufsicht zu lassen, kann sehr gef\u00e4hrlich werden. Wenn er in den Wald davonrennen sollte, k\u00f6nnten wir ihn nicht wieder einfangen, doch f\u00fcr die L\u00f6wen w\u00e4re er eine leichte Beute. Wir m\u00fcssen sicher sein, dass er sich v\u00f6llig an die Keeper gew\u00f6hnt hat, ehe wir mit ihm in den Wald gehen k\u00f6nnen.<br \/>\nAshaka und Kamok waren heute wieder etwas lebhafter, doch sie reagieren noch nicht so erfreut wie sie sollten auf ihre Milch und das Gr\u00fcnfutter. Dupotto dagegen machte es den Keepern so schwer wie immer; sie rennt mit Vorliebe die Milchflaschen um, l\u00e4uft der Schubkarre mit den leeren Flaschen hinterher, rennt auf die Keeper los und versucht sogar, die Besucher zu schubsen. Sie ist definitiv ein sehr verst\u00f6rter Elefant, doch wir haben das schon \u00f6fter gesehen und wir wissen, dass die Zeit diese Wunden heilt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1032014555-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kili f\u00fchlt sich immer mehr zu Hause<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 11. September 2014<\/strong><br \/>\nEs war ein wunderbarer Tag, an dem die Sonne aufging und das Land erw\u00e4rmte. Das konnte f\u00fcr die Babys nur eines bedeuten: Spielzeit! W\u00e4hrend der Besuchsstunde sprangen Barsilinga, Faraja, Jasiri, Nelion, Lemoyian, Kithaka, Ngasha, Arruba und Suswa in das Schlammloch und spielten zusammen, bis sie in den Wald zur\u00fcckgehen mussten. Nur Tundani wollte nicht hineingehen, sondern graste an den B\u00e4umen. Kithaka und Barsilinga standen dann im Rampenlicht, als sie einen Ringkampf begannen und der Schlamm \u00fcberall hinflog. Es brauchte viel Geduld, die beiden frechen Jungs aus dem Schlammbad heraus und zur\u00fcck in den Wald zu bewegen. Sie alle genossen ihre Spielzeit sehr und freuten sich, dass auch die Zuschauer viel Spa\u00df hatten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/10320145725-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mbegu und Mashariki bei der 11-Uhr-F\u00fctterung<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 12. September 2014<\/strong><br \/>\nOlsekki hat sich in letzter Zeit sehr mit dem frechen Kithaka angefreundet. Die beiden verbringen viel Zeit miteinander im Busch. Kithaka ist bekannt daf\u00fcr, dass er allein weit in den Busch hinein l\u00e4uft und nun folgt ihm Olsekki. Die zwei waren heute unzertrennlich und spielten und rangelten miteinander. Hoffen wir, dass Olsekki sich keine schlechten Angewohnheiten von dem frechen Kithaka abschaut. Sokotei wiederum ist sehr eifers\u00fcchtig auf Olsekki. Immer wenn Kithaka und Olsekki zusammen sind, versucht Sokotei, den armen kleinen Olsekki zu verjagen, doch sein neuer Freund Kithaka steht f\u00fcr ihn ein und verjagt stattdessen Sokotei. Die Tatsache, dass die beiden Bullen ungef\u00e4hr gleich alt sind, hat auch Sokotei nicht \u00fcbersehen, der den Wettbewerb um Kithakas Freundschaft gar nicht mag.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/10320145959-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Olsekki schlie\u00dft neue Freundschaften<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 13. September 2014<\/strong><br \/>\nDie Elefanten fra\u00dfen in aller Ruhe das frische Gr\u00fcn, das nach den letzten Regenf\u00e4llen sprie\u00dft. Dupotto schubste heute Mbegu zu Boden und die Keeper mussten sich einmischen und Dupotto erkl\u00e4ren, dass so ein Verhalten nicht akzeptiert werden kann. Die arme kleine Mbegu zog sich unterdessen Schutz suchend zu den Keepern zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/103201451135-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Elefanten grasen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 14. September 2014<\/strong><br \/>\nEs ist noch immer unm\u00f6glich vorherzusagen, ob sich Oltaiyoni und Sokotei jemals vertragen werden. Wann immer sie aufeinander treffen, beginnen sie sofort zu k\u00e4mpfen. Diese gegenseitige Abneigung existiert, seit die beiden sich das erste Mal getroffen haben. Es ist seltsam: sie hatten sogar eine Weile benachbarte Gehege und man sollte meinen, sie w\u00fcrden sich mit der Zeit etwas besser verstehen.<br \/>\nAls die Elefanten heute abend nach Hause kamen, \u00fcbernahm Sokotei die F\u00fchrung, Rorogoi kam dahinter und Oltaiyoni folgte ihnen. Nachdem Rorogoi in ihrem Gehege war, machte Sokotei auf der Stelle kehrt und wollte Oltaiyoni daran hindern, in ihr Gehege zu gelangen. Es entwickelte sich wieder ein Kampf, in den die Keeper eingreifen mussten, damit sie sich nicht gegenseitig verletzten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/103201451324-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Oltaiyoni begr\u00fc\u00dft einen Keeper<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 15. September 2014<\/strong><br \/>\nNdotto hatte einen sehr unterhaltsamen Tag: Als die Keeper gerade zu Mittag a\u00dfen, wurden sie von den Warzenschweinen (die die Pausenzeiten der Keeper gut kennen) umrundet, die hofften, ein paar Reste zu erhaschen. Ndotto aber bestand darauf, sie zu verjagen und auch die Warzenschweine provozieren mit Vorliebe die Babyelefanten. Es war ein tolles Spiel. Sogar Ashaka, Mbegu und Kamok machten mit und tr\u00f6teten vor Aufregung mit quietschenden Lauten. Das Spiel mit den Warzenschweinen dauerte ungef\u00e4hr eine Stunde. Schlie\u00dflich konnten sich die Warzenschweine, sobald die Babys tiefer in den Wald gegangen waren, \u00fcber die Essensreste der Keeper hermachen. Kurz darauf kamen die \u00e4lteren Waisen vorbei und Lentili und Balguda z\u00f6gerten nicht lange und jagten die Warzenschweine ebenfalls. Diese schienen das aber zu genie\u00dfen und machten keine Anstalten, in ruhigere Gefilde zu fliehen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/10320145158-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ndotto und Murit begr\u00fc\u00dfen den Keeper<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 16. September 2014<\/strong><br \/>\nOltaiyoni und Sokotei sind noch immer sehr aggressiv im Umgang mit einander, doch sie sind auch sehr unterschiedliche Elefanten. Oltaiyoni ist nicht besonders gierig auf Milch, w\u00e4hrend Sokotei alles in seiner Macht stehende tun w\u00fcrde, um einen extra Tropfen Milch zu bekommen. Oltaiyoni trinkt ihre Milch schnell aus, damit sie noch ein wenig mehr Zeit mit den kleinen Babys hat, bevor die zwei Gruppen wieder ihrer eigenen Wege im Wald gehen. Manchmal, so wie heute, schleicht sie sich davon und hin zur Babygruppe. Sie ist haupts\u00e4chlich darauf aus, viel Zeit mit den Kleinen, insbesondere mit Mbegu, zu verbringen. Sokotei dagegen hat nur eine Sache im Kopf: seine Milch.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/103201451718-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ashaka, Mbegu, Embu, Balguda und Oltaiyoni<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 17. September 2014<\/strong><br \/>\nLentili kann sehr grob zu den kleinen Elefanten sein, besonders wenn sie allein ist und keine anderen K\u00fche sie ma\u00dfregeln, wenn sie sich daneben benimmt. Heute hatte sie sogar besonders schlechte Laune. Sie kam zu Olsekki, Kauro, Kamok und Ashaka, die friedlich im Schlamm spielten, und schubste sie und tat ihnen mit ihren kleinen Sto\u00dfz\u00e4hnen weh. Die Keeper kamen sofort herbei und erkl\u00e4rten ihr, dass das so nicht geht, und daraufhin h\u00f6rte sie auch sofort auf damit; doch die Babys hatten schon entschieden, diese Rabenmutter zu meiden.<br \/>\nHeute kamen neue Berichte aus Ithumba \u00fcber Ziwas sich weiter verschlechternden Gesundheitszustand und Angela entschied, dass er zum Waisenhaus zur\u00fcckgeholt werden musste, weil Ithumba wohl nicht das beste f\u00fcr ihn ist. Ein Team flog nach Ithumba und half dem dortigen Team, diesen gro\u00dfen Elefanten in das Flugzeug zu laden. Alle waren \u00fcberrascht, wie ruhig und verst\u00e4ndig Ziwa war. Er kam gegen 14 Uhr wieder im Waisenhaus an, und sobald er in seinem Gehege war, machten wir einen Bluttest. Danach konnten wir entscheiden, was das beste f\u00fcr seine Pflege ist und er bekam die passende Medizin. Er ist sehr ruhig und matt, doch er erinnerte sich an sein altes Zuhause, als w\u00e4re er erst gestern fortgegangen. So beruhigte er sich recht schnell und hatte sich sofort wieder eingelebt. Seine alten Freunde waren begeistert, ihn zu sehen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/103201451847-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lentili spielt im Matsch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 18. September 2014<\/strong><br \/>\nAls die Waisen heute herausgelassen wurden, gingen sie zu Ziwas Gehege, um ihn zu begr\u00fc\u00dfen. Es war erstaunlich zu sehen, wie sie sich alle an ihn erinnern konnten und von seiner R\u00fcckkehr begeistert waren. Viele der Waisen kennen ihn noch, insbesondere Kithaka, Barsilinga, Ngasha, Rorogoi, Arruba, Jasiri, Faraja und Tundani, die alle mit ihm zusammen im Waisenhaus waren, ehe er nach Ithumba ging. Nachdem sie sich begr\u00fc\u00dft hatten, gingen sie alle gemeinsam in den Busch, als wenn Ziwa niemals fortgewesen w\u00e4re.<br \/>\nMurit war den ganzen Tag sehr matt, wollte alleine sein und hatte kein Interesse daran, mit seinen Freunden zu spielen. Kamok und Ashaka versuchten sich mit ihm zu besch\u00e4ftigen, doch er schien nicht interessiert zu sein. Mashariki hat seine Pers\u00f6nlichkeits\u00e4nderung auch sofort bemerkt und hielt sich zusammen mit Ndotto den ganzen Tag in seiner N\u00e4he auf, um ihn etwas aufzumuntern. Er hat wieder Medizin bekommen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/103201452054-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen begr\u00fc\u00dfen Ziwa<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 19. September 2014<\/strong><br \/>\nLetzte Nacht gab es gro\u00dfe Aufregung: um etwa 2 Uhr nachts brachte Maxwell eine seiner Gehegew\u00e4nde zum Einsturz! Die Termiten m\u00fcssen die Pfosten irgendwo geschw\u00e4cht haben. In der Nacht h\u00f6rten die Keeper pl\u00f6tzlich einen ohrenbet\u00e4ubenden, dumpfen Schlag und ging nachsehen, was passiert war. Sie fanden Maxwell vor, der von der umgefallenen Wand sehr verwirrt war. Die Keeper reagierten sofort, riefen Robert und Angela und versuchten alles m\u00f6gliche, um Maxwell zur\u00fcck in das kleinere Gehege zu bringen. Es brachte nichts, er wollte einfach nicht gehen, nicht einmal mit Zucker lie\u00df er sich locken. Wir sahen uns im Gehege um, um zu sehen, wieso er das getan hatte und fanden etwas Hippo-Dung direkt vor seinem Gehege. Nash\u00f6rner sind sehr territorial und dieses Hippo war offenbar einen Schritt zu weit in Maxwells Hoheitsgebiet gelaufen. Unter gro\u00dfer Anstrengung und mit der Hilfe von Angela und Robert bekamen wir Maxwell schlie\u00dflich in sein Gehege zur\u00fcck, wo er die Nacht verbrachte, bis wir am Folgetag die besch\u00e4digte Wand reparieren konnten.<br \/>\nW\u00e4hrend des Tages spielte sich im Wald noch ein Drama mit den Waisen an. Sie grasten gerade im Dickicht, als pl\u00f6tzlich zwei B\u00fcffel auftauchten und auf die Waisen losgingen. Die Elefanten flohen trompetend vor den B\u00fcffeln. Auch die Keeper flohen und danach mussten wir die Waisen wieder zusammensuchen. Lentili \u00fcbernahm diese Aufgabe und f\u00fchrte die Waisen wieder in Sicherheit zu den Keepern zur\u00fcck. Olsekki, Embu und Ziwa gingen in der Aufregung verloren, und es dauerte einige Zeit, bis die Keeper sie wiedergefunden hatten. Ziwa war am schwierigsten zu finden, er war f\u00fcr eine Stunde verschwunden. Er wurde schlie\u00dflich einen ganzen Kilometer entfernt vom Rest der Gruppe gefunden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/103201452331-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Elefanten grasen im Wald<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 20. September 2014<\/strong><br \/>\nDie Keeper bemerkten heute eine Schwellung an Ziwas Hinterbeinen, doch er scheint keine Schmerzen zu haben, fri\u00dft gut und mag seine Milch. Seine Kr\u00e4fte scheinen zur\u00fcckzukehren und wir setzten seine Behandlung mit Medikamenten fort. Er scheint gut mit Tundani und Embu zurecht zu kommen. Beide sind sehr ruhige und liebevolle Elefanten, die nie aggressiv oder grob zu anderen Elefanten sind.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/10320145254-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ziwas Fu\u00df sieht geschwollen aus<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 21. September 2014<\/strong><br \/>\nKurz nachdem die Waisen aus ihren Gehegen und St\u00e4llen gekommen waren, gingen Balguda und Lemoyian sofort zu einem Ringkampf \u00fcber. Das war \u00fcberraschend, denn Balguda ist eigentlich gar nicht aggressiv und hat nur sehr selten Ringk\u00e4mpfe. Kithaka sah die beiden als erstes und mischte sich sofort ein. Daraufhin lie\u00df Lemoyian von Balguda ab und nahm sich lieber Kithaka vor. Kithaka schien aber jede von Lemoyians Taktiken gut zu kennen und dominierte den Kampf. Um jedem, der zusah, zu zeigen, dass er, Kithaka, der dominante Bulle war, bestieg er noch den armen Lemoyian, um zu demonstrieren, wer der Champion ist.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/10320145271-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Balguda fordert Lemoyian heraus<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 22. September 2014<\/strong><br \/>\nBaby Ndotto macht sich gut im Waisenhaus und es scheint, dass seine Gesundheit von Tag zu Tag besser wird. Er liebt auch die Besuchsstunden, in denen er sich in Staub und Erde w\u00e4lzen kann. Er ist noch so klein, dass die Keeper die Erde \u00fcber ihn werfen m\u00fcssen, weil sein kleiner R\u00fcssel noch keine Erde greifen kann. Die Besucher lieben es, dem kleinen Baby zuzusehen und k\u00f6nnen nur \u00fcber das kleine gl\u00fcckliche B\u00fcndel Elefant lachen. F\u00fcr uns ist es ein Geschenk, jeden Tag mit diesem kleinen Schatz verbringen zu d\u00fcrfen. Mbegu ist immer in Ndottos N\u00e4he, wacht \u00fcber ihn und passt auf, dass er in Sicherheit und alles in Ordnung ist. Obwohl sie selbst noch winzig ist, hat sie Ndotto schon adoptiert und entwickelt starke Mutterinstinkte ihm gegen\u00fcber. Sie wird sp\u00e4ter einmal eine gute Mutter und hervorragende Leitkuh werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/103201452922-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ndottos Gesundheit wird besser<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 23. September 2014<\/strong><br \/>\nGegen Mittag erz\u00e4hlte uns Angela von einem weiteren Elefantenkalb, das gerettet werden musste. Die Mutter war eines nat\u00fcrlichen Todes gestorben und hat ein einj\u00e4hriges Kalb hinterlassen. Das Rettungsteam bereitete sich vor und flog zur Mara, wo sie das mobile Tierarzt-Team trafen, das das Kalb bereits eingefangen hatte. Das Kalb kam um 18 Uhr in gutem Zustand im Waisenhaus an. Es wurde von seiner neuen menschlichen Familie herzlich willkommen gehei\u00dfen. Es kam in ein Gehege neben dem von Embu und auch Embu begr\u00fc\u00dfte das Kalb herzlich und aufmunternd. Das Baby ist ungef\u00e4hr zehn oder elf Monate alt und war nach diesem tragischen Tag so aggressiv, dass es jegliche Zuneigung von Embu verweigerte und sie stattdessen immer wieder verscheuchte. Gl\u00fccklicherweise waren sie durch die Gehegetore getrennt, sodass niemand verletzt wurde. Der Elefant ist ein junger Bulle und in guter k\u00f6rperlicher Verfassung. Wir haben ihn Enkikwe genannt, nach dem Gel\u00e4nde, in dem er gerettet wurde.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/103201453139-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Enkikwe kommt am Flugfeld an<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 24. September 2014<\/strong><br \/>\nDas neue Elefantenkalb erwachte heute morgen und sah kr\u00e4ftig aus, war aber noch immer sehr aggressiv gegen\u00fcber Menschen. Als die Waisen aus ihren Gehegen gelassen wurden, kamen Suswa, Mashariki, Lentili, Tundani und Nelion zu seinem Gehege. Nelion versuchte, die Geheget\u00fcr zu \u00f6ffnen, indem er in vollem Tempo daraufzurannte und mit dem Kopf dagegenstie\u00df. Der neue Elefant war noch immer sehr vorsichtig und erlaubte den anderen Waisen nicht, ihn zu ber\u00fchren. Er wollte sie angreifen, doch die Gehegetore verhinderten, dass er sich oder die anderen verletzte. Er musste den Tag im Gehege bleiben, damit er sich an seine neue Umgebung, die Menschen und das wichtigste &#8211; die Milch aus Flaschen &#8211; gew\u00f6hnen kann. Gegen 11 Uhr entdeckte er die Milch in einem Eimer und innerhalb weniger Minuten hatte er den halben Eimer geleert. Jetzt ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis er sich den anderen Waisen im Busch und beim Schlammloch anschlie\u00dfen kann. Es ist erstaunlich, wie schnell er sich beruhigt hat.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/103201453324-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Enkikwe in der Nacht<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 25. September 2014<\/strong><br \/>\nEs war ein wolkiger und k\u00fchler Tag, und die Waisen bevorzugten das Staubbad gegen\u00fcber dem Schlammbad. Oltaiyoni war die erste im Staub und die ganzen kleinen Waisen folgten ihr. Sie rollte sich herum und die kleinen Mbegu und Ndotto machten mit und schuffelten sich an ihrem gesunden dicken Bauch. Nat\u00fcrlich versuchte Kauro dann, auf der herumrollenden Oltaiyoni herumzuklettern. Doch sie stand sofort auf, sodass Kauro herunter rollte und aufschrie, als er auf dem Boden landete. Er stand auf und rannte zu Mashariki, bei der er Schutz und Zuneigung bekam.<br \/>\nUnser Neuling Enkikwe beginnt, Milch aus der Flasche zu trinken und an den Fingern der Keeper zu nuckeln. Er ist ein liebevoller Elefant und eine starke Pers\u00f6nlichkeit.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/103201453547-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mbegu geht in den Wald zur\u00fcck<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 26. September 2014<\/strong><br \/>\nIn den fr\u00fchen Morgenstunden erhielten wir eine Meldung aus dem Namunyak Schutzgebiet \u00fcber einen Babyelefanten, der gerettet werden musste. Er wurde von den Wildh\u00fctern des Schutzgebietes aus einem Brunnen gerettet, in den er gefallen war. Danach war er zum Sarara Safari-Camp gebracht worden, wo er die Nacht verbrachte, bevor unser Team am Morgen ankam und er nach Nairobi geflogen wurde. Es hatte keine sichtbaren Verletzungen und schien in gutem und stabilen Zustand zu sein. Seine Blutwerte deuteten aber auf eine starke bakterielle Infektion hin. Er ist ein Bulle, ungef\u00e4hr zwei Monate alt und hat bereits zwei Z\u00e4hne. Wir haben ihn Lasayen genannt.<br \/>\nEine weitere Rettung war heute im Tsavo East Nationalpark n\u00f6tig. Der Elefant war von Touristen auf einer Pirschfahrt an der Mzima-Mombasa-Pipeline entdeckt worden, als er in einer tiefen Erdrinne gefangen war, die von nach Wasser grabenden Elefanten stammte. Die Voi-Stallungen wurden informiert und die Keeper erreichten das Kalb innerhalb weniger Minuten. Sie retteten es und brachten es zum n\u00e4chstgelegenen Flugfeld, wo unser Team es aufsammelte und nach Nairobi brachte. Das Kalb ist ein kleines M\u00e4dchen, erst zwei Wochen alt und in gutem Zustand. Nach dem langen Aufenthalt in dem schlammigen Wasser hat sie allerdings eine Augeninfektion davongetragen. Sie nahm die Milch und ihre neue menschliche Familie gut an. Wir haben sie Kazakini gennant &#8211; ein wundervoller Tsavo-Name.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/10320146246-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lasayen nach der Ankunft des DSWT-Teams<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 27. September 2014<\/strong><br \/>\nHeute konnte sich Enkikwe dem Rest der Waisenherde anschlie\u00dfen, nachdem er drei Tage Zeit gehabt hatte, sich in seinem Gehege zu beruhigen. Sobald er drau\u00dfen war, wurde er herzlich in der Herde aufgenommen, besonders von den M\u00e4dchen. Arruba, Mashariki, Suswa und Lentili waren die ersten, die ihn ber\u00fchrten und ihm zu verstehen gaben, dass er nun in der Sicherheit einer neuen Familie war. Enkikwe war \u00fcbergl\u00fccklich, endlich wieder in einer Elefantenherde zu sein, so dass er sich gleich noch wohler in seinem neuen Umfeld f\u00fchlte. Dann kamen die frechen Jungs her\u00fcber, um den Neuling zu treffen. Die Kithakas, Lemoyians, Jasiris, Farajas und Sokoteis wollten nat\u00fcrlich nur schubsen und ihm zeigen, wer die Chefs sind. Enkikwe war sehr nerv\u00f6s in Anwesenheit dieser ungest\u00fcmen Jungs, doch die Keeper besch\u00fctzten ihn und er schien gl\u00fccklich zu sein. Er bekam nat\u00fcrlich auch besonders viel Aufmerksamkeit von den M\u00e4dchen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/103201454312-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Enkikwe wird herausgelassen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 28. September 2014<\/strong><br \/>\nKauro erwachte heute und war in sehr verspielter Stimmung. Er und Dupotto spielen h\u00e4ufig zusammen und es scheint, als wenn sie enge Freunde werden. Wenn Dupottos Adoptivmama Embu nicht da ist, kann man sicher sein, dass Kauro bei Dupotto ist. Dupotto versucht immer, Kauro umzuschubsen, doch bei jedem Versuch f\u00e4llt sie selber um und Kauro nutzt das nat\u00fcrlich, um auf sie zu klettern. Dupotto schreit dann auf, damit ihr jemand zu Hilfe kommt und nat\u00fcrlich ist Embu dann die erste, die zu der Kleinen eilt. Das ist aber alles nur Spielerei und es ist sch\u00f6n zu sehen, wie sie so fr\u00f6hlich miteinander herumalbern &#8211; insbesondere Dupotto, die so verst\u00f6rt bei uns ankam.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/103201454446-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kauro ist sehr verspielt<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 29. September 2014<\/strong><br \/>\nLasayen und Kazakini sehen beiden kr\u00e4ftig aus und ihr Zustand scheint sich zu verbessern. Sie vertragen die Milch gut und genie\u00dfen die pausenlose F\u00fcrsorge und Aufmerksamkeit der Keeper. Insbesondere Lasayen liebt seine Keeper. Er ist nie weit von ihnen weg und er nuckelt immerzu an ihren Fingern oder Kitteln. Er ist gl\u00fccklich und scheint sein neues Zuhause zu lieben. Kazakini verbringt lieber Zeit mit ihren neuen kleinen Freunden Mbegu, Murit und Ndotto. Kamok und Ashaka sind die Minileitk\u00fche und verteilen ihre Aufmerksamkeit immer gleichm\u00e4\u00dfig auf ihre ganze Babyherde, was hilft, um neue kleine Babys in die Gruppe einzugew\u00f6hnen. Die \u00e4lteren K\u00fche haben sich noch nicht so sehr mit den Neuank\u00f6mmlingen besch\u00e4ftigt, denn sie grasen den Tag \u00fcber weiter drau\u00dfen als die Kleinen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/103201454627-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lasayen spielt mit seinem Keeper<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 30. September 2014<\/strong><br \/>\nEnkikwe lebt sich gut in seine neue Elefantenfamilie ein und ist sehr eng mit der s\u00fc\u00dfen Embu und Dupotto befreundet. Embu ist ein sehr liebevoller und gro\u00dfherziger Elefant und k\u00fcmmert sich immer um ihr Adoptivbaby Dupotto und nun auch um den neuen kleinen Enkikwe. Sokotei und Lemoyian sind so frech wie eh und je und versuchen immer, den kleinen Enkikwe zu \u00e4rgern. Es ist aber normal f\u00fcr die jungen Bullen, dass sie den Neulingen erkl\u00e4ren wollen, wer hier das sagen hat.<br \/>\nZiwa scheint es auch besser zu gehen. Er frisst gut und genie\u00dft seine t\u00e4gliche Milch. Sein Stuhl ist noch immer sehr weich, doch wir hoffen, dass sich seine Gesundheit soweit verbessert, dass er seine Probleme wieder los wird.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/103201454844-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Dupotto spielt beim Schlammbad<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-september-2014\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Montag, 1. September 2014 Jedes einzelne der Waisenhausbabys hat seinen ganz eigenen Charakter, die meisten sind sehr verspielt und energiegeladen. Kauro ist besonders aktiv und versucht unentwegt, auf den anderen Babys in der Babygruppe herumzuklettern. Wenn sich ein Baby hinlegt, dauert es keine zwei Sekunden, bis die Nervens\u00e4ge Kauro herbei geeilt ist. 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