{"id":5692,"date":"2014-10-19T21:48:23","date_gmt":"2014-10-19T20:48:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=5692"},"modified":"2014-10-19T21:48:23","modified_gmt":"2014-10-19T20:48:23","slug":"voi-september-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/voi-september-2014\/","title":{"rendered":"Voi September 2014"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 1. September 2014<\/strong><br \/>\nDie Waisen kamen aus den Gehegen und begannen einen neuen Tag voller Grasen und Spielen. Mzima und Layoni waren die Anf\u00fchrer der Gruppe, w\u00e4hrend die Babys Panda, Mudanda, Ishaq-B und Kihari loyal ihren Leitk\u00fchen Wasessa, Lesanju und Lempaute folgten. Die zwei Waisenherden grasten den Gro\u00dfteil des Tages getrennt voneinander. Layoni war sehr p\u00fcnktlich und sie kamen rechtzeitig zur Mittagsf\u00fctterung den Berg herunter. Er rannte an allen anderen Waisen vorbei und erinnerte sie daran, dass jetzt Milch-Zeit ist! Nach der F\u00fctterung gingen die Waisen zum Schlammloch, wo sie alle ins Wasser sprangen. Nach einem unterhaltsamen Nachmittag f\u00fchrte Panda die Waisen nach Hause zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/108201415539-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Layoni wartet auf seine Milch<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 2. September 2014<\/strong><br \/>\nDie Elefanten spielten w\u00e4hrend des Tages und eine wilde Herde gesellte sich am Wasserloch zu ihnen. Die Waisen freundeten sich mit ihnen an und sie schienen die gegenseitige Gesellschaft zu genie\u00dfen. Die Waisen beobachteten zuerst ein kleines wildes Kalb, bis Tassia, Lempaute, Lesanju und Kivuko den Mut aufbrachten, zu dem Kleinen hin\u00fcberzugehen und versuchten, ihn wegzulocken. Tassia war der erste, n\u00e4herte sich dem Baby und schob es mit seinem K\u00f6rper von seiner Familie weg. Zum Leidwesen der Waisen bemerkte aber die \u00e4ltere Schwester des Kalbs, was da vor sich ging und informierte mit einem aufgeregten Tr\u00f6ten ihre Mutter und begann, die vier frechen Waisen zu verjagen. Die Mutter war nach der Aufregung trotzdem nicht b\u00f6se auf die Waisen, behielt sie aber genauestens im Auge. Mzima versuchte, auf einen wilden Elefanten zu klettern, woraus sich ein Ringkampf entwickelte. Dabassa sah zu und die beiden k\u00e4mpften, bis sie vor Ersch\u00f6pfung nicht mehr weitermachen konnten. Die Waisen grasten dann mit der wilden Herde noch eine Stunde, bevor Ndii sie nach Hause zu den Stallungen zur\u00fcckf\u00fchrte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/10820142436-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mzima k\u00e4mpft mit einem wilden Elefanten<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 3. September 2014<\/strong><br \/>\nEs war ein k\u00fchler und wolkiger Tag, als die Waisen erwachten. W\u00e4hrend des Tages grasten und spielten sie nur untereinander. Mudanda brachte ihre Zuneigung zu Wasessa dadurch zum Ausdruck, dass sie an ihren Ohren nuckelte und Wasessa genoss die ganze Liebe und Zuneigung, die sie erhielt und stand still und zufrieden da. Taveta und Tassia begannen einen Kampf, doch sie brachen ihn ab, als sie bemerkten, dass niemand ihre dummen Spielereien beobachtete. Die Bullen haben gern Publikum.<br \/>\nMittags gingen alle Waisen zum Wasserloch, wo sie ihre Milch tranken und Wasser soffen. Es war heute zu kalt f\u00fcr ein Schlammbad und so grasten sie danach direkt weiter.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/10820142845-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Wasessa und Mudanda grasen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 4. September 2014<\/strong><br \/>\nEs war erneut ein k\u00fchler Morgen und die Waisen fra\u00dfen ihr Luzernenheu, doch niemand traute sich an das kalte Wasser in der Tr\u00e4nke heran. Stattdessen fra\u00dfen sie weiter das Fr\u00fchst\u00fcck und wanderten danach zum Grasen in den Busch. Vorher aber musste Naipoki noch unseren Neuank\u00f6mmling Sorka begr\u00fc\u00dfen, die in einem der benachbarten Gehege war. Naipoki schien sogar bereit zu sein zur\u00fcckzubleiben und sich um die neue kleine Waise zu k\u00fcmmern, doch die Keeper bestanden darauf, dass sie mit den anderen zum Grasen ging, was sie schlie\u00dflich auch sehr widerwillig tat.<br \/>\nDie Elefanten wanderten zu den Weidegr\u00fcnden und genossen den Tag. Als es auf den Abend zuging und sie nach Hause zur\u00fcckkehrten, wollte Naipoki nat\u00fcrlich wissen, wie es Sorka ging. Gl\u00fccklicherweise ist sie in einem Gehege neben dem von Sorka untergebracht und so konnten sie in der Nacht viel miteinander kommunizieren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/108201421531-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mbirikani findet das Wasser zu kalt<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 5. September 2014<\/strong><br \/>\nEs war ein wunderbar warmer Morgen. Tassia streckte sich in die H\u00f6he, um die hohen \u00c4ste der B\u00e4ume an den Stallungen zu erreichen. Inzwischen bewachte Wasessa Mudanda und Ishaq-B, die sich gemeinsam an ein paar Felsen kratzten. Naipoki versuchte sich einzumischen, doch Wasessa blockierte ihr den Weg und verhinderte, dass sie sich dem Kratz-Spiel anschlie\u00dfen konnte. Naipoki suchte in der N\u00e4he Zuflucht und beobachtete die beiden, in der Hoffnung, doch noch irgendwann mitmachen zu k\u00f6nnen. Sie hatte aber keine Chance, da die grummelige Wasessa immer in der N\u00e4he blieb und jeden wegschubste, der sich den beiden Kleinen n\u00e4herte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/108201422425-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tassia streckt sich den \u00c4sten entgegen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 6. September 2014<\/strong><br \/>\nNachdem die Waisen ihr Fr\u00fchst\u00fcck beendet hatten, gab es die \u00fcblichen Spielchen. Naipoki handelte sich erneut etwas \u00c4rger mit der m\u00fcrrischen Wasessa ein. Mudanda spielte an einem Baum und Naipoki wollte freundlich mitmachen, doch Wasessa hatte etwas dagegen, b\u00e4umte sich auf und drohte der armen Naipoki. Naipoki kam nochmal davon und ging mit den anderen Waisen in den Busch.<br \/>\nAm Abend forderten sich Taveta und Layoni gegenseitig heraus, doch sie wurden von den anderen Waisen ignoriert. Es war ihnen etwas unangenehm, dass niemand an ihren frechen Spielchen Interesse hatte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/108201422849-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Wasessa spielt im Wasser<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 7. September 2014<\/strong><br \/>\nNachdem die Waisen ihre morgendliche Milch bekommen und gefr\u00fchst\u00fcckt hatten, f\u00fchrten Lesanju, Wasessa und Sinya die anderen Waisen zur Ostseite des Mazinga-Bergs, wo sie das Grasen begannen. Die anderen folgten ihnen auf der Suche nach gr\u00fcnerem Futter, da die tiefergelegenen Weidegr\u00fcnde jetzt schnell austrocknen. Sinya legte sich auf die warmen Felsen, um sich nach dem k\u00fchlen Morgen aufzuw\u00e4rmen. Keiner machte es ihr nach, aber sie fand das nicht schlimm, weil sonst m\u00f6glicherweise noch ein Streit um die Felsen ausgebrochen w\u00e4re. Tassia und Taveta grasen gern weiter oben auf dem Berg und eilten voraus; sie blieben ein paar Stunden dort oben, ehe sie sich ihren Freunden auf dem Weg zum Wasserloch wieder anschlossen. Dort verbrachten die Waisen eine fantastische Zeit, rollten im Schlamm herum und genossen das Miteinander.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/108201423325-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Elefanten laufen am Mazinga-Berg entlang<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 8. September 2014<\/strong><br \/>\nEs war ein wunderbarer Morgen und die Waisen kamen aus ihren Gehegen und leerten zuerst ihre Milchflaschen. Danach schl\u00fcrften sie in gro\u00dfer Gruppe das Wasser aus der Tr\u00e4nke. Eine gro\u00dfe Impalaherde tauchte auf und versuchte, sich zwischen den Waisen durchzudr\u00e4ngeln, um auch ein paar Schlucke Wasser abzubekommen. Leider waren Dabassa und Kihari gar nicht einverstanden und verjagten die Impalas.<br \/>\nSp\u00e4ter gingen die Waisen zum Wasserloch und Mbirikani sprang sofort in das kalte Wasser. Sie bespritzte alle Waisen und die Keeper mit Wasser. Kivuko und Lesanju rollten am Ufer in der angenehm warmen Erde umher. Sie knieten sich sogar auf ihre Hinterbeine und warfen ihre R\u00fcssel in die H\u00f6he. Die Waisen hatten einen fantastischen Tag und waren ersch\u00f6pft, als sie an den Gehegen ankamen. Es dauerte nicht lange und sie schliefen tief und fest.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/108201423553-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lesanju und die anderen saufen Wasser<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 9. September 2014<\/strong><br \/>\nDer Tag begann mit den \u00fcblichen Spielereien an den Stallungen. Tassia und Taveta schubsten sich gegenseitig und alle anderen machten mit und begannen ihrerseits Ringk\u00e4mpfe: Dabassa nahm sich Kenia vor und Layoni forderte Rombo heraus. Taveta ging dann hin\u00fcber, um Ndii herauszufordern, doch die hatte keine Interesse und suchte Schutz bei Lesanju und Sinya. Diese Spiele dauerten heute sehr lange, bevor die Waisen zum Grasen in den Busch gingen.<br \/>\nMittags gingen sie zum Wasserloch und Panda, Dabassa und Kenia hatten besonders viel Spa\u00df im Matsch. Sinya ging dicht heran, um ihrem Spiel zuzusehen, doch traute sich selbst keinen Schritt hinein.<br \/>\nAls die Waisen am Abend in ihren Gehegen waren, kam eine junge Elefantenkuh vorbei, die ihre auf dem Berg grasende Herde verlassen hatte und an den Stallungen Wasser soff. Mbirikani und Ishaq-B begr\u00fc\u00dften sie mit einem Kollern und die wilde Kuh antworteten ihnen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/108201424116-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Rombo spielt, aber Dabassa st\u00f6rt ihn<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 10. September 2014<\/strong><br \/>\nEs war ein wundersch\u00f6ner Morgen und die Waisen spielten erneut nach dem Fr\u00fchst\u00fcck l\u00e4ngere Zeit an den Stallungen. Am Fu\u00df des Mazinga-Bergs waren viele Elefantenherden zu sehen, doch die Waisen gingen nicht zu ihnen. Nachdem sie den ganzen Vormittag gegrast hatten, f\u00fchrte Kenia die milchabh\u00e4ngigen Waisen zum Schlammloch, wo sie ihre Mittagsf\u00fctterung erhielten. Taveta und Dabassa schubsten sich gegenseitig im rutschigen Matsch herum und es dauerte nicht lange, bis Ndii die Streith\u00e4hne trennte, ehe sich noch jemand verletzte. Sp\u00e4ter ruhten sich die Waisen im Schatten einer Akazie aus, weil die Sonne inzwischen sehr brannte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/10820142593-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tassia und Dabassa k\u00e4mpfen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 11. September 2014<\/strong><br \/>\nDie Waisen hatten eine wunderbare Zeit mit den \u00fcblichen Spielchen an den Stallungen. Mzima forderte Taveta zu einem Ringkampf heraus und Lempaute war heute Schiedsrichter. Sie beide gaben ihr bestes, da keiner von ihnen vor der h\u00fcbschen Lempaute verlieren wollte. Als Lempaute der Kampf zu langweilig wurde, einigten sie sich auf ein Unentschieden. Tassia wurde von Dabassa, die offenbar schlecht gelaunt war und mit niemandem spielen wollte, verjagt. Tassia versuchte es dann bei Ndii und Kenia, doch leider war niemand an einem Spiel mit ihm interessiert.<br \/>\nDann begann der Abmarsch zu den Weidegr\u00fcnden unter der F\u00fchrung von Sinya und Mbirikani. Die Waisen grasten in einer gro\u00dfen Gruppe und gingen danach zum Wasserloch. Es war ein sch\u00f6ner Tag und alle genossen das Schlammbad, trotz der brennenden Sonne und der Hitze.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/10820143226-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Dabassa schubst Tassia weg<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 12. September 2014<\/strong><br \/>\nDas Wetter war heute recht k\u00fchl und die Waisen nutzten die Gelegenheit, um ihre Lieblingsspiele Verstecken und Fangen zu spielen. Sie versteckten sich hinter B\u00e4umen und Felsen, bis sie irgendwann entschieden, aufzubrechen und mit dem Grasen zu beginnen. Auf dem Weg zur Nordseite der Gehege trafen sie auf eine wilde Elefantenherde, die auf dem Mazinga-Berg graste. Die Herde kollerte den Waisen zu. Mzima wollte zu ihnen eilen, doch seine Freunde \u00fcberzeugten ihn, bei ihnen zu bleiben.<br \/>\nDie Waisen kamen heute erst sp\u00e4ter am Nachmittag am Wasserloch an und nur wenige von ihnen steckten ihre R\u00fcssel ins Wasser und bespritzten sich mit einer erfrischenden Ladung kalten Wassers. Danach ruhten sie sich unter den B\u00e4umen aus.<br \/>\nAm Abend stahl sich Mbirikani davon und eilte voraus zu den Stallungen. Sie schien auf dem Weg zur abendlichen Milch einen Vorsprung haben zu wollen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/10820143151-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen grasen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 13. September 2014<\/strong><br \/>\nNdii, Kenia und Panda waren sehr interessiert an dem Neuank\u00f6mmling Bada und sie steckten ihre R\u00fcssel in sein Gehege, um ihn zu beschnuppern und zu ber\u00fchren. Bada war aber mehr an dem leckeren Gr\u00fcnzeug in seinem Gehege interessiert, als an den anderen Waisen.<br \/>\nIm Busch verteilten sich die Waisen, um soviel Futter wie m\u00f6glich zu finden. Sp\u00e4ter gingen sie zum Wasserloch, um ihre Milch zu bekommen und etwas Wasser zu saufen. Ndii war heute der Star des Matschbades, als sie sich umherrollte und herumrutschte. Kenia blieb in der N\u00e4he und stellte sicher, dass niemand ihr wehtat. Dabassa, Panda und Naipoki gingen ebenfalls ins Schlammloch, um sie herauszufordern. \u00dcberall war gl\u00fcckliches Trompeten zu h\u00f6ren und Wasserfont\u00e4nen aus den R\u00fcsseln der Elefanten zu sehen.<br \/>\nDen Rest des Tages grasten sie erfolgreich und beendeten den aufregenden Tag am Abend an den Gehegen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/10820143190-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kenia beh\u00e4lt Ndii im Auge<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 14. September 2014<\/strong><br \/>\nDer heutige Morgen war voller Spielereien, nachdem die Waisen ihr Fr\u00fchst\u00fcck beendet hatten. Danach gingen sie zur Westseite der Stallungen und anschlie\u00dfend zum Wasserloch. Nach der leckeren Mittagsmilch begannen Kivuko und Dabassa einen Kampf, als Dabassa versuchte, Kivukos Milch zu stehlen, nachdem seine eigene bereits geleert war. Lempaute und Sinya sahen den Kampf, aber sie schienen keine Lust zu haben, einzugreifen und gingen stattdessen mit den anderen Waisen ins Schlammloch. Nach dem Schlammbad teilten sich die Waisen in zwei Gruppen: Kenia nahm Ndii, Naipoki, Kihari, Ishaq-B und Taveta und die Anderen gingen mit Lesanju mit. Die beiden Gruppen grasten eine Stunde lang getrennt, ehe sie sich in Vorbereitung auf den Heimweg wieder vereinten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/108201432857-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mudanda bekommt ihre Milch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 15. September 2014<\/strong><br \/>\nEs war ein sch\u00f6ner Morgen und Dabassa und Layoni rangelten um ihre Milchflaschen. Der Kampf dauerte so lange, bis schlie\u00dflich Lesanju und Wasessa eingriffen. Die Reise in den Busch begann, sobald die Streith\u00e4hne getrennt waren. Die Waisen machten an einem kleinen Akazienbaum halt, entfernten dessen Rinde vollst\u00e4ndig und verspeisten diese. Sie verteilten sich dann zum Grasen und kamen erst sp\u00e4ter am Nachmittag beim Wasserloch an. Kivuko und Rombo gingen ins Wasser und veranstalteten einen W\u00e4lz-Wettbewerb. Tassia wurde eifers\u00fcchtig und wollte sich einmischen. Das beendete das Spiel und die zwei kamen heraus und gesellten sich zu den anderen, damit sie den Rest des Tages grasen konnten.<br \/>\nGegen Abend gab es noch einen kleinen Regenguss, der die hei\u00dfen Tsavo-Ebenen abk\u00fchlte. Es ist zu sp\u00fcren, dass die Regenzeit nicht mehr weit ist, da sich nun am Nachmittag regelm\u00e4\u00dfig dicke Wolken bilden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/108201433458-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kivuko und Rombo spielen im Matsch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 16. September 2014<\/strong><br \/>\nEs war ein sch\u00f6ner Morgen und die Waisen fr\u00fchst\u00fcckten ihre Milch und Erg\u00e4nzungsfutter, bevor sie zu den Weidegr\u00fcnden aufbrachen. Sie grasten, w\u00e4hrend sie langsam den Weg zum Wasserloch zur\u00fccklegten. Sie hatten dort viel Spa\u00df, doch Rombo, Kivuko und Dabassa versperrten der armen Mbirikani den Weg ins Schlammloch. Mzima und Tassia hatten ein tolles Staubbad, w\u00e4hrend Kenia, Ndii, Lempaute und Sinya ihre Hintern am Ufer des Wasserlochs kratzten.<br \/>\nDer Nachmittag verlief ungest\u00f6rt. Wir haben heute keine wilden Herde gesehen. Die wilden Elefanten haben sich dank der letzten Regenf\u00e4lle weiter im Gel\u00e4nde verteilt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/108201433818-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kivuko spielt<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 17. September 2014<\/strong><br \/>\nDer Tag wurde immer hei\u00dfer, bis die Waisen sich in zwei Gruppen aufteilten, die unter schattigen B\u00e4umen Schutz suchten. Wasessa holte sich schnell ihre Mudanda wieder, die Lempaute bereits mitgenommen hatte. Sie umr\u00fcsselte sie, als w\u00e4re sie ihr eigenes neugeborenes Baby und es war toll anzuschauen.<br \/>\nZur Mittagsf\u00fctterung schlangen die milchabh\u00e4ngigen Waisen ihre Milch hinunter, sprangen kurz zur Abk\u00fchlung in das Schlammloch und soffen danach frisches Wasser aus den Tonnen.<br \/>\nAm Abend hatten Taveta und Tassia einen Ringkampf, doch der wurde abrupt beendet, als sie alle in ihre Gehege gingen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/108201434145-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Wasessa holt ihr Baby Mudanda<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 18. September 2014<\/strong><br \/>\nMbirikani f\u00fchrte alle Waisen zur Ostseite des Mazinga-Bergs. Sie genossen das gr\u00fcne Gras, das ihnen die letzten Regenf\u00e4lle beschert hatten. Am Nachmittag gingen sie zum Wasserloch und hatten eine fantastische Zeit. Rombo, Layoni und Ndii hatten einen harten Matsch-Kampf: Sie rutschten herum und schubsten sich gegenseitig in den Matsch. Sinya steckte nur kurz ihren R\u00fcssel in das Wasser und weigerte sich hineinzugehen. Das ist typisch f\u00fcr sie, ihre Abneigung gegen Wasser hat sie schon immer. Die Waisen kamen dann aus dem Wasserloch heraus und grasten den Rest des Tages, bevor Panda sie nach Hause f\u00fchrte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/108201434422-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Panda spielt im Schlamm<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 19. September 2014<\/strong><br \/>\nDie Waisen wachten fr\u00fch auf und gingen an Badas und Sorkas Gehege vorbei, ehe sie sich f\u00fcr ihre F\u00fctterung vor den Gehegen sammelten. Es gab die \u00fcblichen Spielchen nach dem Fr\u00fchst\u00fcck. Kivuko nahm sich die kleine Mudanda vor und zeigte ihr, wie man schubst und k\u00e4mpft. Erstaunlicherweise hatte Wasessa kein Problem damit. Kivuko war ihr Liebling, bevor Mudanda ankam, und daher vertraut sie ihr mehr als den anderen Waisen in der Herde. Die Waisen gingen dann in den Busch. Auf dem Weg dorthin beschloss Lempaute, sich an einem Felsen zu kratzen, doch die anderen ignorierten sie, denn sie mussten die wertvollen Morgenstunden zum Fressen nutzen.<br \/>\nDer Tag verlief gut und die Waisen kamen am Nachmittag beim Schlammloch vorbei. Es gab den \u00fcblichen Spa\u00df und Kihari, Ishaq-B, Naipoki und Panda bildeten ein Team und spielten zusammen. Sp\u00e4ter nahmen die Waisen noch zusammen ein Staubbad.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/108201434733-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bada in seinem Gehege<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 20. September 2014<\/strong><br \/>\nDie Elefanten hatten einen interessanten und spa\u00dfigen Tag, doch das Highlight war, dass Bada und Sorka am Abend aus ihren Gehegen gelassen wurden. Sie trafen auf Panda, Mbirikani, Mudanda, Ishaq-B, Kihari und Naipoki, die alle mit den beiden Neuank\u00f6mmlingen spielen wollten. Naipoki und Ishaq-B begr\u00fc\u00dften sie, indem sie sie z\u00e4rtlich ber\u00fchrten und ihre R\u00fcssel ineinander schlangen. Kihari und Panda dagegen ignorierten die beiden v\u00f6llig. Mbirikani hielt die beiden f\u00fcr Eindringlinge, die nur gekommen waren, um ihre Milch und die Zuneigung der Keeper zu stehlen. Sie schubste sogar die arme Sorka um und verhinderte, dass sie wieder aufstehen konnte, sodass die Keeper eingreifen mussten. Die beiden verbrachten die Nacht mit ihren neuen Freunden im gro\u00dfen Gehege und Mbirikani war noch immer sehr skeptisch.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/108201435138-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen begr\u00fc\u00dfen Sorka und Bada<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 21. September 2014<\/strong><br \/>\nEs war ein gro\u00dfer Tag f\u00fcr Bada und Sorka, denn heute durften sie das erste Mal mit ihren neuen Freunden und Keepern in den Busch gehen. Sie haben viel Zeit in ihren Z\u00e4hmungsgehegen verbracht, da sie beide schon \u00fcber zwei Jahre alt sind, und leicht auf die Idee kommen k\u00f6nnten, wilden Herden hinterherzulaufen, wenn sie nicht vollst\u00e4ndig an ihre Keeper und deren Milchflaschen gew\u00f6hnt sind. Wir mussten also sehr vorsichtig sein, denn beide kamen sehr d\u00fcnn zu uns, und sind noch sehr auf die Milch angewiesen. Sie wurden von Wasessa, Sinya, Lesanju, Lempaute und Naipoki in den Busch geleitet. Mudanda war sehr verwirrt, weil Wasessa sich gar nicht um sie k\u00fcmmerte. Sie ging ganz am Ende mit den Keepern hinter der Gruppe her und hoffte, dass Wasessa sie noch holen w\u00fcrde. Die Waisen unterbrachen sogar das Fr\u00fchst\u00fcck, um sich um die neuen Waisen zu k\u00fcmmern und sie mit ihren R\u00fcsseln zu streicheln. Sie waren begeistert, neue Babys in ihrer Mitte zu haben. Am Abend waren Bada und Sorka sehr z\u00f6gerlich dabei, in ihr Gehege zur\u00fcckzugehen, und sie schienen drau\u00dfen bleiben zu wollen, jetzt, wo sie wieder die Freiheit geschnuppert haben. Mit der Zeit werden sie sich aber an den Tagesablauf gew\u00f6hnen.<br \/>\nDie KWS-Wildh\u00fcter brachten uns zwei Waisenkudus von einer Gemeinde bei Buchuma. Die beiden Kudus haben die gleiche Gr\u00f6\u00dfe und sehen fast wie Zwillinge aus. Das Schicksal der Mutter ist nicht bekannt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/108201435714-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sinya sorgt f\u00fcr Sorka<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 22. September 2014<\/strong><br \/>\nUnserer mobilen Tierarzteinheit in Tsavo wurde ein Waisenelefant gemeldet und es war in sehr schlechtem Zustand. Es war ein dreij\u00e4hriges Kuhkalb und sie konnte sich kaum auf ihre Hinterbeine st\u00fctzen. Sie hatte eine Narbe am Hinterteil, die wie eine Wunde eines vergifteten Pfeils aussah und das w\u00fcrde auch die L\u00e4hmung der Hinterbeine erkl\u00e4ren. Der Elefant war zum Saufen zum Wasserbecken an der Mzima-Mombasa-Wasserpipeline gekommen, ist gest\u00fcrzt und nicht wieder auf die Beine gekommen. Das war im Ngutuni-Gebiet. Der Tierarzt behandelte sie und entschied, dass sie f\u00fcr Milch und weitere Behandlungen zu den Stallungen gebracht werden sollte.<br \/>\nDer Tierarzt n\u00e4hte auch eine tiefe, infizierte Wunde eines waisen Warzenschweins, das wir gestern von der Galana-Ranch erhalten haben. Ein Gast hatte das Warzenschwein auf einer Pirschfahrt gesehen und gerettet und anschlie\u00dfend den Tierarzt gerufen. Das Baby war in der Nacht an den Stallungen geblieben, wo es die F\u00fcrsorge der Keeper erhalten hat.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/10820144717-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Kudus werden gef\u00fcttert<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 23. September 2014<\/strong><br \/>\nEs war ein trauriger Morgen und Naipoki, Kihari und Panda legten and\u00e4chtig ihre R\u00fcssel durch die Absperrung hindurch zu dem Stall, wo der sehr schwache neue Waisenelefant lag. Sie kamen, um ihr Mitleid zu spenden und ihr ein wenig Hoffnung zu geben, dass sie nun in Sicherheit ist. Diese drei Waisen blieben dann in der N\u00e4he der kranken Waisen, in der Hoffnung, dass es den Lebenswillen des Babys st\u00e4rkte. Sie h\u00f6rte zwar ihre Artgenossen und kollerte, doch sie hob nie den Kopf, nicht einmal mit der Unterst\u00fctzung der Keeper. Sie lag die ganze Zeit an einer Infusion, doch es gab keine hoffnungsvollen Zeichen einer Besserung. Die drei Waisen und Ishaq-B besuchten den kranken Elefanten auch am Abend wieder, doch es gab noch keine \u00c4nderungen in seinem Zustand. Es beginnt, uns zu entgleiten und ist wohl leider zu sp\u00e4t gerettet worden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/10820144911-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Baby Kudu macht sich gut<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 24. September 2014<\/strong><br \/>\nNgutuni war der Name, den wir diesem sehr mutigen kleinen Elefanten gegeben hatten, doch leider gab es den Kampf in der Nacht auf und wir verloren sie in den fr\u00fchen Morgenstunden. Heute kamen alle Waisen an Ngutunis Gehege vorbei, um sich zu verabschieden. Die Keeper haben ihr M\u00f6glichstes getan, um dem Baby zu helfen, doch es war zu krank. Danach versuchten die Keeper, den Tod vor den anderen Waisen zu verstecken, damit sie nicht von den traurigen Umst\u00e4nden verst\u00f6rt werden, doch Elefanten sind einfach zu clever. Sie bemerkten sofort, was los war und bezeugten ihren Respekt. Es war offensichtlich, dass auch sie heute traurig waren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/108201441425-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen am Gehege des toten Waisen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 25. September 2014<\/strong><br \/>\nBada und Sorka gingen heute wieder mit den Anderen hinaus. Wasessa scheint sich sehr in Sorka verguckt zu haben, da sie nicht von ihrer Seite r\u00fcckt. Naipoki \u00e4rgerte sich, weil sie es auf genau das gleiche kleine Baby abgesehen hatte und wieder Wasessa ihr zuvor gekommen war. Nach der Ankunft bei den Weidegr\u00fcnden entschied Naipoki, Wasessa herauszufordern und Sorka von ihr zu entf\u00fchren. Sie ging r\u00fcckw\u00e4rts in ihre Richtung und zeigte Wasessa ihren Hintern, f\u00fcr den Fall, dass ein Angriff bevorstand. Das ist ein \u00fcbliches Verhalten und zeigt gr\u00f6\u00dften Respekt vor den \u00e4lteren Herdenmitgliedern. Wasessa schubste sie nicht weg, aber sie hielt Sorka hinter ihrem R\u00fccken und gab sie nicht her. Inzwischen war die arme Mudanda gelangweilt und suchte nach etwas Beachtung. Schlie\u00dflich kam Lesanju zu ihr und tr\u00f6stete sie. Bada ist noch immer sehr scheu und l\u00e4sst sich von den anderen Waisen nicht ber\u00fchren. Er ist offenbar noch sehr verst\u00f6rt von den Umst\u00e4nden, die zu seiner Verwaisung f\u00fchrten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/108201441919-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bada ist noch immer sehr scheu<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 26. September 2014<\/strong><br \/>\nBada und Sorka scheinen sich sehr gut eingelebt zu haben. Kurz nachdem die Waisen beim Grasen angekommen waren, erhielten wir die Nachricht von unserem Tierarzt, dass der KWS ein Elefantenkalb entdeckt hatte, das in ein Loch an der Mzima-Mombasa-Pipeline gefallen war. Das Schicksal der Mutter war unbekannt, aber wir vermuten, es ist hineingest\u00fcrzt und zur\u00fcckgelassen worden. Einige Keeper vermuten, dass seine Mutter es woanders verloren hat und auf der Suche nach Wasser in das Loch gefallen war. Es war in jedem Fall eine Rettung n\u00f6tig. Die winzige Waise wurde gerettet und noch am selben Tag nach Nairobi geflogen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/10820144359-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Das frisch gerettete Waisenbaby<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 27. September 2014<\/strong><br \/>\nHeute hegten Mbirikani und Kivuko einen Groll gegen\u00fcber Bada und Sorka. Diese beiden bekommen Extra-Milch, da sie beide noch sehr d\u00fcnn sind und diese brauchen; das verstanden Mbirikani und Kivuko offenbar gar nicht und \u00fcberfielen die Waisen und die Keeper bei der F\u00fctterung und st\u00f6rten den ganzen Prozess. Schlie\u00dflich mussten die Keeper sie davonjagen, damit die beiden Neulinge in Ruhe trinken konnten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/108201443848-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bada kann endlich in Ruhe trinken<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 28. September 2014<\/strong><br \/>\nBada und Sorka wollten heute gar nicht aus ihrem Gehege kommen, denn solange sie dort drin sind, werden sie von den Keepern mit allen n\u00f6tigen Leckereien versorgt: gr\u00fcnes Gras, leckere Grewia-Zweige, Kraftfutter und Kopra. Sind sie aber drau\u00dfen, m\u00fcssen sie mit den anderen Waisen um das Fr\u00fchst\u00fcck streiten und besonders die gierigen Mbirikani und Kivuko machen es ihnen da schwer. Die Keeper versuchten, sie herauszulocken, doch sie waren gar nicht interessiert. Vielleicht f\u00fcrchten sie sich auch noch immer vor Mbirikani und Kivuko und wollen nach der gestrigen Aktion lieber im Gehege bleiben.<br \/>\nAls die Waisen am Abend zu den Stallungen zur\u00fcckkehrten, begr\u00fc\u00dfte Naipoki die beiden neuen Waisen und schaffte es, ein paar Grewia-Zweige von ihnen zu stehlen. Sp\u00e4ter kam auch Ishaq-B herein, kniete sich hin und streckte ihren R\u00fcssel aus. Sie wollte auch etwas Grewia stehlen und vermeiden, dass sie jemand dabei sieht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/108201444126-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Dabassa beobachtet, wie Kivuko auf einen wilden Elefanten klettert<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 29. September 2014<\/strong><br \/>\nDer Morgen begann gut und auch Bada und Sorka waren wieder mit an Bord. Mbirikani und Kivuko fangen an, die beiden als Freunde und nicht mehr nur als Feinde anzusehen. Die Waisen grasten mit den Neulingen friedlich und sie kamen am Nachmittag zum Wasserloch. Nachdem jeder eine Milchflasche geleert hatte, sahen sie staundend zu, wie toll die anderen Elefanten im Schlamm und Staub spielen k\u00f6nnen. Die zwei selbst mieden aber das Schlammloch, da ihre Freunde sehr aufgeregt waren und sie leicht h\u00e4tten umsto\u00dfen k\u00f6nnen. Einige Bullen wie Layoni und Mzima sind schon sehr st\u00fcrmisch.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/108201444412-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen am Schlammloch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 30. September 2014<\/strong><br \/>\nHeute kamen Bada und Sorka ganz ruhig mit, als am Morgen alle aus den Gehegen gelassen wurden. Sie gingen alle gemeinsam in den Busch. Wasessa schien sie verpasst zu haben und hielt ihren R\u00fcssel hoch, um sie zu begr\u00fc\u00dfen. Sie scheint eine Schw\u00e4che f\u00fcr Sorka zu haben, denn Sorka bekam die meiste Aufmerksamkeit von ihr. Heute aber versuchte Mudanda, ihre Adoptivmama zur\u00fcckzuerobern und blieb so dicht wie m\u00f6glich bei ihr, sodass Wasessa wenig Gelegenheit hatte, sich um Sorka zu k\u00fcmmern. Dann \u00fcbernahm Lempaute Sorka und versuchte, mit ihr zu spielen, doch Sorka f\u00fcrchtete sich und blieb lieber bei den Keepern, bei denen sie sich sicher f\u00fchlte. Sinya k\u00fcmmerte sich dann um Bada und \u00fcberlie\u00df Lesanju die alleinige F\u00fchrung der 21 Babyelefanten, die wir nun in Voi haben. Sorka und Bada hatten dann im Laufe des Tages immer mehr Kontakt zu den anderen Waisen und es gibt keinen Zweifel, dass sie mit der Zeit perfekt in die Herde passen werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/108201444655-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen suchen nach Gr\u00fcnfutter<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/voi-september-2014\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Montag, 1. September 2014 Die Waisen kamen aus den Gehegen und begannen einen neuen Tag voller Grasen und Spielen. Mzima und Layoni waren die Anf\u00fchrer der Gruppe, w\u00e4hrend die Babys Panda, Mudanda, Ishaq-B und Kihari loyal ihren Leitk\u00fchen Wasessa, Lesanju und Lempaute folgten. Die zwei Waisenherden grasten den Gro\u00dfteil des Tages getrennt voneinander. Layoni war &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/voi-september-2014\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eVoi September 2014\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":5693,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[40,43,1],"tags":[],"class_list":["post-5692","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-tagebuch-der-keeper","category-voi","category-news"],"pp_statuses_selecting_workflow":false,"pp_workflow_action":"current","pp_status_selection":"publish","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5692","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5692"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5692\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5694,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5692\/revisions\/5694"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5693"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5692"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5692"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5692"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}