{"id":5695,"date":"2014-10-21T20:39:51","date_gmt":"2014-10-21T19:39:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=5695"},"modified":"2014-10-21T20:39:51","modified_gmt":"2014-10-21T19:39:51","slug":"ithumba-september-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/ithumba-september-2014\/","title":{"rendered":"Ithumba September 2014"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 1. September 2014<\/strong><br \/>\nNachdem sie aus dem Gehege gekommen war, ging Shukuru zum Kratzfelsen, statt wie ihre Artgenossen das Luzernenheu zu fressen. W\u00e4hrend des Fr\u00fchst\u00fccks kam unser wilder Freund Half Trunk mit acht anderen Waisen zur Tr\u00e4nke und Sugutas Gruppe schloss sich zum Luzernenheu an. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck gingen die Waisen zum Grasen und lie\u00dfen Sugutas Gruppe zur\u00fcck. Im Busch war alles ruhig und die Waisen versuchten, das Beste aus der trockenen Vegetation zu machen. Heute morgen hatten Bongo und Vuria einen Streit auszutragen und begannen einen Ringkampf. Vuria musste sich Bongo ergeben, indem er ihm den R\u00fccken zudrehte.<br \/>\nZum Schlammbad war es sehr k\u00fchl und niemand w\u00e4lzte sich. Die Waisen tranken nur ihre Milch und gingen dann zur Tr\u00e4nke. Hier hatten Vuria und Bongo noch ein Kr\u00e4ftemessen, das zu einem j\u00e4hen Ende kam, als Kanjoro sich einmischte, Bongo wegschubste und Vuria herausforderte. Vuria wollte aber nicht mit ihm spielen und gab auf.<br \/>\nDie Waisen gingen dann zum Grasen zur\u00fcck und suchten bis zum Abend nach mehr Futter. Dabei entkamen Sities, Shukuru, Mutara und Kanjoro den Blicken der Keeper. Als es Zeit f\u00fcr den Heimweg war, war von den vier Elefanten noch immer keine Spur. Der Rest der Waisen wurde dann zu den Stallungen gebracht, und die Keeper kehrten anschlie\u00dfend in den Busch zur\u00fcck, um die fehlenden Waisen zu suchen. Um 18 Uhr fanden sie die unschuldig grasenden Waisen und brachten auch sie zu den Gehegen zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1015201423148-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bongo und Vuria raufen<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 2. September 2014<\/strong><br \/>\n15 wilde Elefanten kamen heute vor Sonnenaufgang zu den Stallungen und warteten auf das Wasser, w\u00e4hrend die Waisen auch langsam aus ihren Gehegen kamen. Als die Waisen ihre Milch bekamen, schaute auch Sabachi, der die Nacht drau\u00dfen verbracht hatte, vorbei und holte seine Portion Milch ab. Es war gut, ihn zu sehen. Als die Waisen auf das Luzernenheufr\u00fchst\u00fcck warteten, schubste Kainuk Vuria, der in ihrer N\u00e4he stand. Es schien, als wollte Kainuk das soeben gelieferte Luzernenheu nicht teilen. Sugutas Herde kam gemeinsam mit Rapsu und Kamboyo zu den Stallungen. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck f\u00fchrte Mutara die Gruppe zu einem geeigneten Ort zum grasen. Dort angekommen verteilten sie sich gro\u00dffl\u00e4chig.<br \/>\nKurz vor 11 Uhr spielten die Waisen in der weichen Erde, ehe sie zum Schlammbad aufbrachen. Nur Bongo und Laragai trauten sich in das kalte, schlammige Wasser. Ziwa kratzte sich an einem Baum, w\u00e4hrend Vuria, Garzi und Orwa sich unter einem anderen Baum entspannten. Es war ein aktiver Tag f\u00fcr die Waisen und als die Sonne unterging, f\u00fchrte Vuria die ersch\u00f6pften Waisen zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1015201423453-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sabachi kommt nach Hause<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 3. September 2014<\/strong><br \/>\nMulika und ihr Baby Mwende, Orok, Sunyei, Tomboi, Lenana, Makena, Kijana und dreizehn wilde Elefanten kamen vor Sonnenaufgang zu den Stallungen und warteten darauf, dass die Keeper die Tr\u00e4nke f\u00fcllten. Um 6 Uhr wurden die abh\u00e4ngigen Waisen herausgelassen, nachdem sie ihre Milch bekommen hatten. Mulika und ihre Gruppe schloss sich den Waisen beim Luzernenheufr\u00fchst\u00fcck an, doch die wilden Elefanten waren mit dem Wasser zufrieden. Shukuru ging zu den Bullen an der Tr\u00e4nke und war \u00fcberrascht, als sie von einem von ihnen verjagt wurde. Sie ging unauff\u00e4llig einige Meter davon und bewarf sich mit Staub, um die Dem\u00fctigung elegant zu \u00fcberspielen.<br \/>\nGegen 7 Uhr hatten die Bullen genug gesoffen und machten sich auf den Weg. Nun bekam Mulikas Herde endlich die Gelegenheit, ungest\u00f6rt Wasser zu saufen.<br \/>\nZur Schlammbadzeit war es sehr hei\u00df und Laragai war die erste, die hinein sprang. Es dauerte nicht lange, bis sich auch Vuria, Teleki, Narok, Bongo und Shukuru zu ihnen gesellten. Laragai jagte im Wasserloch umher, alberte mit Teleki herum und sorgte f\u00fcr ein paar lustige Spielereien im Schlamm. Orwa und Kainuk kratzten sich an den Akazien, w\u00e4hrend Garzi sich in der festen Erde nahe der Betonbank f\u00fcr die Besucher umherrollte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/101520142412-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mulika und Mwende besuchen die Gehege<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 4. September 2014<\/strong><br \/>\nDie halbunabh\u00e4ngigen Waisen Kibo, Suguta, Melia, Tumaren, Olare, Murka, Kalama und Chaimu meldeten sich heute fr\u00fch an den Stallungen. Nach der Milchf\u00fctterung schlossen sie sich den abh\u00e4ngigen Waisen eine Weile an. W\u00e4hrend sie alle noch bei den Stallungen fr\u00fchst\u00fcckten, kamen vier majest\u00e4tische wilde Bullen vorbei, die auf der Suche nach Wasser waren. Laragai machte einen auf Angeber und ging zu den gro\u00dfen Bullen hin\u00fcber, versuchte, ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen und stellte dabei immmer sicher, dass ihre Waisenfreunde sie auch ja dabei bestaunten. Als die Bullen sich wieder auf den Weg gemacht hatten, bekamen endlich Suguta und ihre Gruppe die Gelegenheit, Wasser zu trinken. Schlie\u00dflich machten sich alle gemeinsam auf den Weg in den Busch.<br \/>\nZu Schlammbadzeit war es k\u00fchl und die Waisen tranken nur ihre Milch und soffen etwas Wasser, bevor sie weitergrasten. Sie hatten heute gar kein Interesse am Matschloch, da es einfach zu kalt war.<br \/>\nGegen 16 Uhr spielten Orwa und Ziwa in der Erde. Mutara lief an Nachmittag stundenlang mit einem Stock im Mund herum, bis Ziwa zu ihr hin\u00fcberlief, und die H\u00e4lfte abbiss. Das gefiel ihr nat\u00fcrlich gar nicht und sie leitete direkt den Heimweg zu den Stallungen ein, obwohl es noch ein wenig fr\u00fcher als \u00fcblich war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1015201424523-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kibo an den Stallungen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 5. September 2014<\/strong><br \/>\nKilaguni, Half Trunk und drei wilde Elefanten waren an der Tr\u00e4nke bei den Stallungen, als die Sonne aufging und noch bevor die Waisen herauskamen. Kilaguni schloss sich dann den Waisen an, w\u00e4hrend die wilden Bullen weiter Wasser soffen.<br \/>\nZum Schlammbad war es wieder k\u00fchl und niemand wollte sich w\u00e4lzen. Narok, Laragai und Bomani kratzten sich, w\u00e4hrend der Rest weitergraste. Sp\u00e4ter kehrten die Waisen noch einmal zum Schlammloch zur\u00fcck, und Shukuru, Bongo, Kanjoro und Garzi spielten in der Erde, bevor sie von Mutara zur\u00fcck zum Kanziku-Gebiet gef\u00fchrt wurden. Dort grasten sie und Vuria, Bongo, Mutara, Ziwa, Narok, Kanjoro und Shukuru machten sich \u00fcber das trockene Gras her.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1015201424950-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Half Trunk morgens an den Stallungen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 6. September 2014<\/strong><br \/>\nSabachi kam zu den Stallungen, noch bevor die Waisen herauskamen. Sabachi hat in letzter Zeit zwar keine Nacht in den Gehegen verbracht, kam aber immer p\u00fcnktlich zur morgendlichen und abendlichen Milchf\u00fctterung vorbei.<br \/>\nHeute mittag war es sehr k\u00fchl und die Waisen wollten nicht schlammbaden. Bomani nutzte die Gelegenheit, seinen R\u00fcssel im Kreis zu schwingen, w\u00e4hrend Vuria seinen R\u00fcssel im Mund aufwickelte. Die Keeper mussten \u00fcber das Verhalten der Waisen lachen, wovon sie sich ermutigt f\u00fchlten, mit den Albernheiten weiterzumachen.<br \/>\nAm Abend macht sich Sabachi normalerweise wieder auf den Weg, er scheint nicht bei den Waisen \u00fcbernachten zu wollen. Heute war es genauso, er trank seine Milch und verlie\u00df dann das Gel\u00e4nde und verschwand im Busch. Shukuru, Teleki und Garzi mussten sich noch einmal ausgiebig kratzen, bevor sie f\u00fcr die Nacht in ihre Gehege gingen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1015201425417-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sabachi besucht die Gehege<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 7. September 2014<\/strong><br \/>\nAm fr\u00fchen Morgen, noch vor Sonnenaufgang, wurde das Gel\u00e4nde der Stallungen von Elefanten geradezu \u00fcberrannt. Alle Ex-Waisen und 16 wilde kamen vorbei und die Waisen konnten es nicht erwarten, sich unter sie zu mischen. Sie mussten aber bis 6 Uhr warten, denn dann bekamen sie ihre Milch und danach erst wurden sie hinaus gelassen und konnten sich der Aufregung und den gro\u00dfen Herden anschlie\u00dfen. Sie mischten sich gleich unter die wilden Elefanten und Ex-Waisen. Erst nach l\u00e4ngerer Zeit brachten die Keeper die Waisen in den Busch. Kanjoro, Turkwel und Kainuk fra\u00dfen getrennt von den anderen. Bis mittags waren zwar alle Elefanten in verschiedene Richtungen gelaufen, hatten sich aber alle am Schlammbad wieder eingefunden. Sie haben ein beeindruckendes Zeitgef\u00fchl. Leider war es sehr k\u00fchl, sodass sich niemand w\u00e4lzen wollte. Die Waisen tranken nur ihre Milch und grasten dann weiter. Orwa schubste Bomani von einem Baum, an dem dieser sich gerade kratzte, um sich dann selbst zu kratzen. Bomani fand das gar nicht gut, doch er dachte sich &#8222;Der Kl\u00fcgere gibt nach&#8220;, und ging davon, anstatt einen Aufstand zu veranstalten.<br \/>\nAm Nachmittag hatte sich das Wetter aufgekl\u00e4rt und die Sonne kam durch. Kainuk nahm ein Staubbad, ehe sie neben Ziwa weitergraste. Danach gingen sie alle zu den Stallungen zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1015201425826-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Wilde Elefanten an den Stallungen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 8. September 2014<\/strong><br \/>\nNachdem die Waisen ihre Milch getrunken hatten, kamen sie einer nach dem anderen aus den Gehegen. Vuria wurde von einem herunterfallenden Zweig erschreckt, geriet in Panik und stie\u00df versehentlich Ziwa zu Boden. Der arme Ziwa kam dann nicht wieder auf die Beine und die Keeper mussten ihm helfen.<br \/>\nAls die Waisen das Luzernenheu fr\u00fchst\u00fcckten, schlossen sich ihnen die halbunabh\u00e4ngigen Waisen Suguta, Chemi Chemi, Melia, Chaimu, Sabachi, Kalama, Kandecha, Tumaren, Olare, Makireti, Kilabasi, Murka, Kibo, Kitirua und Kasigau an.<br \/>\nW\u00e4hrend des Tages, kurz vorm Schlammbad, ging Ziwa verloren. Die Keeper sammelten die anderen Waisen und brachten sie zum Schlammloch, doch sie konnten Ziwa nicht finden. Es blieben einige Keeper zur\u00fcck, um nach ihm zu suchen. Sie fanden ihn am Nachmittag in der N\u00e4he des Kalovoto-Flusses, wo er sich ganz allein unter einem Baum ausruhte. Sie brachten ihn zur Waisenherde zur\u00fcck.<br \/>\nZur Schlammbadzeit war es hei\u00df und sowohl Teleki, als auch Laragai gingen direkt in den Schlamm, nachdem sie ihre Milch getrunken hatten. W\u00e4hrend sich die zwei w\u00e4lzten, schlossen sich ihnen elf wilde Bullen an, die sich ebenfalls im Wasser abk\u00fchlen wollten. Zuerst blieben die beiden mutig drin, um mit ihren wilden Freunden zu spielen, doch bald \u00fcberlegten sie es sich anders.<br \/>\nDer Rest des Tages war ruhig und die Waisen grasten zusammen. Am Abend kamen Yatta und ihre Herde mit zehn wilden Elefanten zu den Stallungen, um Wasser zu saufen. Tomboi und Zurura begannen ein Kr\u00e4ftemessen und die ganze Aufregung hielt die Waisen lange wach, bis die zwei endlich aufh\u00f6rten zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1015201435723-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ziwa am Kalovoto<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 9. September 2014<\/strong><br \/>\n35 wilde Elefanten stellten sich an der Wassertr\u00e4nke an, machten jede Menge Krach und trompeteten laut. Sie weckten alle auf und das hie\u00df f\u00fcr uns, dass der Tag heute etwas fr\u00fcher begann. Shukuru entschied, die Tagesaktivit\u00e4ten mit Kratzen zu beginnen, doch der gro\u00dfe Junge Tomboi schubste sie weg. Ver\u00e4rgert ging sie zu Ziwa hin\u00fcber und legte ihren R\u00fcssel auf Ziwas R\u00fccken, in der Hoffnung, nach ihrer Begegnung mit Tomboi etwas Zuneigung zu erfahren. Als Tomboi fertig war, kratzen sich Orwa, Garzi und Narok am gleichen Felsen und Shukuru kam wieder nicht an die Reihe. Schlie\u00dflich gab sie ihr Vorhaben an diesem speziellen Felsen auf.<br \/>\nIm Busch stiegen die Temperaturen, und Kainuk entspannte sich unter einem Baum und wedelte zur Abk\u00fchlung mit den Ohren. Danach graste sie weiter. Laragai und Ziwa fra\u00dfen unter zwei B\u00e4umen im Schatten und wichen auf diese Weise der hei\u00dfen Mittagssonne aus.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1015201431121-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Shukuru legt ihren R\u00fcssel auf Ziwa<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 10. September 2014<\/strong><br \/>\nHeute war ein ein dramatischer Tag, voller Traurigkeit und Schmerz. Um 4 Uhr gab es pl\u00f6tzlich viel L\u00e4rm von Elefanten aus einiger Entfernung und auch ein Hy\u00e4nenschrei war zu h\u00f6ren, und das konnte nur eines bedeuten: Es gab einen Kampf zwischen Elefanten und Hy\u00e4nen. 600 Meter entfernt von den Stallungen fand das Drama statt. Die Elefanten, sowohl wilde, als auch Ex-Waisen, jagten f\u00fcnf Hy\u00e4nen, die Sabachi angegriffen hatten. Als wir zur Hilfe kamen, hatten die Hy\u00e4nen Sabachi schon \u00fcbel zugerichtet und hatten seine hinteren Muskeln bereits so stark verletzt, dass er nicht mehr stehen konnte. Sabachi war sechs Jahre alt und hatte sich Anfang des Jahres entschieden, die Stallungen zu verlassen, um mit Sugutas halbunabh\u00e4ngiger Gruppe im Busch zu leben. Er genoss die Mischung aus beidem: Seine Keeper, seine Milchflaschen und das wilde Leben zusammen mit seinen Freunden und vielen wilden Elefanten. Alle Ex-Waisen waren heute dabei, ebenso wie wilde Elefanten. Wir hatten keine Wahl, als Sabachi in Sicherheit zu bringen, wo er behandelt werden konnte. Lualeni, Sunyei und Wendi protestierten, indem sie frustriert B\u00fcsche niedertrampelten, als sie sahen, dass wir Sabachi auf einen Traktor luden. Sabachi kam in ein Gehege, bis der Tierarzt ankam. Dieser untersuchte ihn und die Verletzungen, die die Hy\u00e4nen angerichtet hatten. Diese waren so gro\u00df, dass uns leider nur noch die M\u00f6glichkeit blieb, ihn einzuschl\u00e4fern. Sabachi hatte sehr gro\u00dfe Schmerzen und wir trafen diese Entscheidung mit sehr sehr schweren Herzen. Hy\u00e4nen haben das Leben unseres speziellen Freundes beendet. Es war ein schwerer Moment f\u00fcr die Keeper, Sabachi von uns gehen zu sehen, nach allem, was er durchgemacht hatte.<br \/>\nDie Waisen grasten heute allein und niemand war in der Stimmung zu spielen. Auch sie trauerten in ihrer eigenen ruhigen Weise. Auch ihre schweren Herzen waren den ganzen Tag \u00fcber zu sp\u00fcren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1015201431615-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sabachi nach dem Angriff der Hy\u00e4nen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 11. September 2014<\/strong><br \/>\n16 wilde Elefanten soffen Wasser an den Tr\u00e4nken der Stallungen am fr\u00fchen Morgen. Nach der Milch kamen die Waisen aus den Gehegen und entspannten sich noch eine Weile auf dem Gel\u00e4nde. Sie waren alle noch sehr verst\u00f6rt nach den gestrigen Ereignissen und sie schienen noch immer sehr deprimiert zu sein.<br \/>\nZur Schlammbadzeit war es sehr hei\u00df und nach der Milchf\u00fctterung gingen die Waisen direkt in den unwiderstehlichen Schlamm. Nur Ziwa, Vuria, Garzi und Orwa nahmen nicht teil, und Ziwa ruhte sich unter einer Akazie aus, w\u00e4hrend Garzi und Vuria sich an einem anderen Baum kratzten. Nur Sities, Laragai, Shukuru, Bongo und Mutara nahmen heute ein Staubbad. Einmal gab es eine Pattsituation zwischen Kainuk und Kanjoro, als Kainuk Kanjoro im Weg stand, doch dieser war vern\u00fcnftig und ging um sie herum.<br \/>\nAm Abend kam eine wilde Herde aus elf Elefanten und mit einem kleinen Baby zu den Stallungen. Nachdem sie genug Wasser gesoffen hatten, machten sie sich wieder auf den Weg zum Kalovoto-Fluss.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1015201433412-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Wilde Elefanten und die Waisen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 12. September 2014<\/strong><br \/>\nBereits um 4 Uhr kamen wilde Elefanten auf dem Gel\u00e4nde der Stallungen an. Sugutas Gruppe zusammen mit den gro\u00dfen Ex-Waisen Nasalot, Kamboyo, Sidai und Loijuk kamen kurz vor 6 Uhr auch noch dazu. Sie warteten, bis die wilden Elefanten gesoffen hatten, bevor sie selbst saufen konnten. Sobald die Waisen in den Busch gewandert waren, forderten Teleki und Bongo sich gegenseitig zu seinem Wettbewerb heraus, den Bongo deutlich gewann. Auch Narok und Garzi veranstalteten einen Kampf, der aber endete, als Teleki sich einmischen wollte. Zum Schlammbad kamen mehrere wilde Bullen in Begleitung von Yattas Herde vorbei. Einer der Bullen hatte eine Pfeilwunde an der linken Seite seines Bauchs. Wir meldeten das sofort an das mobile Tierarzt-Team. Er wurde behandelt und die Prognose war sehr gut. Er hatte gro\u00dfes Gl\u00fcck, dass er zur richtigen Zeit zum Schlammbad gekommen war und die Keeper ihn gesehen hatten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1015201435243-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Teleki und Bongo ringk\u00e4mpfen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 13. September 2014<\/strong><br \/>\nAuf dem Gehege der Stallungen waren heute keine wilden Elefanten zu sehen, als die Waisen aus den Gehegen kamen. Shukuru ging direkt zur Tr\u00e4nke, als der Rest noch in der N\u00e4he entspannte. Drau\u00dfen im Busch grasten die Waisen haupts\u00e4chlich. Einige, wie Vuria, Ziwa, Narok und Garzi bevorzugten Gras, w\u00e4hrend die anderen lieber Zweige fra\u00dfen.<br \/>\nAuch am Abend tauchte nur Kilaguni an den Stallungen auf. Wir versuchten, ihn mit Luzernenheu in ein Gehege zu locken, doch er wollte nicht hereinkommen. Er soff nur etwas Wasser und ging selbstbewusst in den Busch zur\u00fcck. Kilaguni wird schnell erwachsen und sehr bald wird er nicht mehr so oft vorbeikommen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1015201435823-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Shukuru an der Tr\u00e4nke<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 14. September 2014<\/strong><br \/>\nZehn wilde Bullen soffen fr\u00fch am Morgen an der Tr\u00e4nke Wasser. Die Ex-Waisen Makena, Kasigau, Lualeni, Ishanga und Rapsu standen in der N\u00e4he und warteten, bis sie an der Reihe waren. Als die Waisen aus den Gehegen kamen, schlossen sich ihnen Lualeni und ihre kleine Herde an.<br \/>\nBeim Schlammbad tranken die Waisen nur ihre Milch, soffen etwas Wasser und gingen dann zum Grasen zur\u00fcck. Um 16 Uhr kam Teleki an einem Loch mit lockerer Erde vorbei. Er nahm ein ausgiebiges Staubbad und zerkleinerte auch noch die Erdklumpen in der N\u00e4he.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/10152014420-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Wilde Bullen saufen Wasser<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 15. September 2014<\/strong><br \/>\nIn den heutigen Morgenstunden kamen 15 wilde Elefanten zu den Stallungen, um Wasser zu saufen. Heute gab es endlich Anzeichen von Regen. Wolken formierten sich und innerhalb einer Stunde wurde Tsavo mit einem gro\u00dfen Gewitter gesegnet. Der Regen platschte auf die trockene Landschaft und es war der erste seit langer, langer Zeit. Ziwa musste zu den Stallungen zur\u00fcckgebracht werden, da der heftige Regen zuviel f\u00fcr ihn war. Es regnete bis zum Nachmittag und bis dahin hatte es insgesamt 28mm Niederschlag gegeben. Dementsprechend waren am Abend keine Elefanten an der Tr\u00e4nke, doch als die Sonne unterging, erwachten die Fr\u00f6sche und quakten wie verr\u00fcckt nach ihrer lange Ruhe in der Trockenzeit. Die Waisen freuten sich ebenfalls riesig \u00fcber den Regen und waren in freudiger Stimmung.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/101520144619-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Wilde Bullen auf der Suche nach Wasser<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 16. September 2014<\/strong><br \/>\nUm 6 Uhr morgens war es sehr kalt, als die Waisen aufgeregt aus den Gehegen kamen und das Luzernenheu fra\u00dfen. Ziwa, der etwas schwach aussieht, warf das Heu auf seinen Kopf, w\u00e4hrend er mit den Ohren wedelte. Orwa fand das lustig und beendete sein Kratzen, um es Ziwa nachzumachen. Nach den letzten Regenf\u00e4llen war nun \u00fcberall Schlamm und das bedeutete nur eines: Jede Menge Schlittern, Rutschen und Baden, denn die Elefanten lieben den Schlamm und verbrachten Stunden damit, die Folgen des gro\u00dfen Regens zu genie\u00dfen. Bomani spielte in Begleitung von Orwa den ganzen Tag im Matsch und sie rollten sich umher und warfen Matschklumpen auf alle Elefanten, die vorbeikamen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/101520143287-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ziwa sieht schwach aus<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 17. September 2014<\/strong><br \/>\nDie letzte Nacht war alles andere als friedlich. Gegen Mitternacht schrie Ziwa um Hilfe, weil er nicht mehr allein aufstehen konnte. Die drei Keeper, die im Dienst waren, halfen ihm hoch und gaben ihm etwas Milch, wonach er wieder st\u00e4rker aussah und stehen konnte. Doch um 3 Uhr legte er sich erneut f\u00fcr eine Stunde auf den Boden und kam wieder nicht alleine auf die Beine. Ihm wurde wieder geholfen und er bekam erneut Milch. Um 5 Uhr schlief er ein wenig, doch als es um 6 Uhr Zeit zum Aufstehen war, konnte er wieder nicht stehen und dieses Mal wollte er auch seine Milch nicht. Wir haben Angela angerufen und sie erkl\u00e4rte uns, wie wir ihn mit Infusionen am Schnellsten wieder auf die Beine bekommen. Danach war er gerade kr\u00e4ftig genug, um stehen zu k\u00f6nnen, seine Milch zu trinken und etwas Luzernenheu und Kraftfutter zu fressen. Angela hatte inzwischen entschieden, dass er nach Nairobi zur\u00fcckkehren sollte, damit er dort die intensive medizinische Betreuung bekommen kann, die er wohl n\u00f6tig hat, denn sein Problem war f\u00fcr alle ein R\u00e4tsel. Ein Team kam mit dem Flugzeug aus Nairobi, Ziwa wurde auf einen Traktor gelegt, zum Ithumba-Flugfeld gebracht und in das Rettungsflugzeug geladen. Es war sehr traurig, Ziwa zu verabschieden, doch wir wussten, dass er es in Ithumba wohl nicht schaffen w\u00fcrde. Er ist schon ein recht gro\u00dfer Elefant und passt nun gerade noch so in das Flugzeug!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1015201432055-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Keeper helfen Ziwa auf<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 18. September 2014<\/strong><br \/>\nUm 5 Uhr warteten drei wilde Elefanten darauf, dass die Keeper die Leitungen an der Tr\u00e4nke \u00f6ffneten. Als die Waisen aus den Gehegen kamen, waren sie sehr ruhig, denn sie bemerkten, dass ihr Freund Ziwa nicht mehr bei ihnen war. Sie z\u00f6gerten heute sehr, das Gel\u00e4nde zu verlassen, doch schlie\u00dflich f\u00fchrten Vuria und Mutara die Waisen in den Busch. Sie blieben aber dicht beieinander &#8211; vermutlich wollten sie nicht noch jemanden aus ihrer Herde verlieren. Es war schon ein anstrengender und trauriger Monat f\u00fcr alle, sowohl Sabachi als auch Ziwa sind fort.<br \/>\nAuch das Schlammbad war verlassen und keine Elefanten waren in der N\u00e4he. Die Waisen tranken nur traurig ihre Milch und gingen zusammen zur\u00fcck in den Busch. Allen war das Herz schwer &#8211; sowohl den Elefanten als auch den Menschen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1015201441324-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Vuria f\u00fchrt die Waisen zum Grasen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 19. September 2014<\/strong><br \/>\nDie Waisen trotzten heute der K\u00e4lte und waren haupts\u00e4chlich mit Grasen besch\u00e4ftigt. Orwa und Bongo spielten eine Weile im Staub, bis sie sich auf die Suche nach dem \u00fcppigen Gr\u00fcn machten, das nach den letzten Regenf\u00e4llen aus der Erde geschossen war. Das viele neue frische Gr\u00fcnfutter sorgt daf\u00fcr, dass die Waisen immer auf der Suche nach Leckereien sind. Als die Elefanten am Abend an den Stallungen ankamen, fanden sie dort eine wilde Elefantenherde mit einem sehr kleinen Baby vor. Heute abend kamen leider keine Ex-Waisen zu den Stallungen, aber nach dem vielen Regen gibt ja nun \u00fcberall Wasser und viel Gr\u00fcn.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1015201441718-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Orwa spielt in der Erde<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 20. September 2014<\/strong><br \/>\nEs war ein ruhiger und sch\u00f6ner Morgen heute und die Waisen bekamen wie \u00fcblich ihre Milch, bevor sie hinaus in den Busch gingen. Vuria und Bomani waren heute unzertrennlich, doch offenbar hat Vuria auch in Garzi einen sehr engen Freund gefunden. W\u00e4hrend des Tages kamen die Elefanten an einer tiefen Furche vorbei, die das Regenwasser verursacht hatte, und obwohl es kalt war, genossen alle ein kurzes Bad im Schlamm und flie\u00dfendem Wasser. Ithumba hat sich nun in ein feuchtes Paradies verwandelt und ist ganz anders als noch am Monatsanfang, als alles ausgetrocknet war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1015201442053-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bomani und Vuria<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 21. September 2014<\/strong><br \/>\nAm Morgen schloss sich eine Gruppe Ex-Waisen zusammen mit ein paar wilden Elefanten den Waisen an den Stallungen an. Wendi spielte mit Teleki, und Yetu mit Garzi. Die vier spielten so lange, bis die Keeper die zwei Waisen rufen mussten, damit sie mit dem Rest der Herde in den Busch gehen konnten.<br \/>\nDrau\u00dfen im Busch war Garzi in hervorragender Laune und legte sich sogar hin und streckte seinen R\u00fcssel in die H\u00f6he. Vuria und Bongo konnten nicht widerstehen und spielten ebenfalls &#8222;lustiger Elefant&#8220;. Die drei rollten \u00fcbereinander und genossen die Zeit im Busch.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1015201442556-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Yetu versucht, ihrer Mutter Futter aus dem Mund zu stehlen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 22. September 2014<\/strong><br \/>\nHeute war ein sehr hei\u00dfer Tag und die Waisen waren entt\u00e4uscht, weil nur vier wilde Elefanten am Morgen vorbeikamen. Die Ex-Waisen und wilden Elefanten sind um diese Zeit sonst oft bei ihnen und die kleinen Elefanten scheinen sich in der Gesellschaft der gr\u00f6\u00dferen sicherer zu f\u00fchlen.<br \/>\nVuria war heute als einziger verspielt, Shukuru und Bongo neckten sich auch ein wenig, doch die anderen konzentrierten sich ganz darauf, ihre M\u00e4gen zu f\u00fcllen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/101520144296-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Vuria spielt in der Erde<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 23. September 2014<\/strong><br \/>\nDer Himmel war blau und es gab heute morgen nicht eine einzige Wolke. Das deutete darauf hin, dass es ein sehr hei\u00dfer Tag werden w\u00fcrde. Tomboi, Lualeni, Ololoo, Zurura und sieben wilde Elefanten soffen an der Tr\u00e4nke Wasser, als die Waisen aus den Gehegen schlenderten. Da die Tr\u00e4nke besetzt war, entspannten sie sich auf dem Gel\u00e4nde und Bomani kratzte seinen Hals an einem Felsen. Teleki wurde davon angelockt und machte bei der \u00dcbung mit.<br \/>\nKurz darauf machten sich die Bullen wieder auf den Weg und die Waisen hatten Platz zum Saufen, ehe sie zum Grasen in den Busch gingen. Dort angekommen nahm Bongo sich die Zeit f\u00fcr ein lustiges Staubbad, ehe er graste. Auch Shukuru machte eine Fress-Pause und g\u00f6nnte sich den Spa\u00df eines Staubbades.<br \/>\nSp\u00e4ter entschied Bongo, Teleki zu einem Kopfsto\u00dfkampf herauszufordern. Teleki griff nach einem Stock, in der Hoffnung, Bongo zu entmutigen, und warf den Stock in die H\u00f6he; dann musste er aber vor Bongo fliehen, der sich nicht von dem Kampf abbringen lie\u00df.<br \/>\nWir hoffen, dass bald noch mehr Regenf\u00e4lle kommen, damit die trockene Landschaft sich weiter erholen kann.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1015201443218-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bomani kratzt seinen Hals<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 24. September 2014<\/strong><br \/>\nFr\u00fch am Morgen, noch bevor die Waisen aus den Gehegen kamen, erschien Yattas Herde, bestehend aus Yatta, Yetu, Galana, Tomboi, Sunyei, Kinna, Lenana, Taita, Kamboyo, Kora, Lualeni, Chyulu, Ololoo und einem wilden Bullen an der Wassertr\u00e4nke. Um 6 Uhr kamen dann die Waisen aus den Gehegen, nachdem sie ihre Milch getrunken hatten. W\u00e4hrenddessen waren Tomboi und Kamboyo in ein Kr\u00e4ftemessen vertieft. Einmal fiel Tomboi hin, als er zur\u00fcckging, um f\u00fcr einen Schubser Schwung zu holen. Er verteidigte sich aber sogar nach seinem Sturz noch weiter. Lenana war in komischer Stimmung und zog mit ihrem R\u00fcssel an Bongos Hinterbeinen. Bongo wollte aber nichts mit ihr zu tun haben und rannte davon. Lenana ging dann zu Shukuru und machte wieder \u00c4rger. Shukuru aber floh nicht, sondern trompetete um Hilfe. Lenana wollte heute nur st\u00f6ren, wo es ging!<br \/>\nZur Schlammbadzeit war es bew\u00f6lkt und so traute sich nur Bongo hinein. Die anderen gingen zur Wassertr\u00e4nke, nachdem sie ihre Milch getrunken hatten. Als Vuria, Bomani, Narok, Garzi und Orwa dort soffen, schlossen sich ihnen vier wilde Bullen an. Aus Respekt machten die f\u00fcnf Waisen Platz f\u00fcr die gro\u00dfen Bullen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/101520144390-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tomboi und Kamboyo k\u00e4mpfen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 25. September 2014<\/strong><br \/>\nAls die Waisen wie \u00fcblich in den fr\u00fchen Morgenstunden aus den Gehegen kamen, n\u00e4herten sich drei wilde Bullen von Westen und gingen direkt zur Tr\u00e4nke. Als Shukuru die Bullen sah, wollte sie direkt zu ihnen gehen und mit ihnen zusammen Wasser saufen, doch sie verlor die Nerven, als sie n\u00e4her kam und sah, wie gro\u00df die Bullen tats\u00e4chlich waren. Sie zog sich dann lieber in ihre Waisenherde zur\u00fcck.<br \/>\nZur Schlammbadzeit hing Bomani bei den Keepern herum, in der Hoffnung, einer der anderen Waisen w\u00fcrde seine Milch nicht v\u00f6llig leeren und ihm noch ein paar Reste lassen. Er hatte aber kein Gl\u00fcck.<br \/>\nW\u00e4hrend des Tages kam Orwa an einem bl\u00fchenden Baum vorbei. Er beugte sich bis auf die Knie vor und versuchte, den Baum irgendwie umzusto\u00dfen; doch es n\u00fctzte nichts, der Baum war zu stabil. Also streckte er sich in die H\u00f6he und pfl\u00fcckte ein paar der wunderbar gr\u00fcnen Bl\u00e4tter.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/101520144524-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bomani beim Staubbad<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 26. September 2014<\/strong><br \/>\nHeute f\u00fchrte Mutara die Waisen zu den Weidegr\u00fcnden. Dort angekommen hatte Orwwa ein juckendes Ohr und musste das Grasen unterbrechen und eine Stelle zum Kratzen suchen. Er ging zu einem Baum und scheuerte seinen Kopf so lange daran, bis er zufrieden war.<br \/>\nGegen 10 Uhr wurde es sehr hei\u00df, sodass sich Bongo im Schatten eines Baumes ausruhte. Der Baum lieferte zwar nicht besonders viel Schatten, aber Bongo fand das trotzdem besser als direkt in der br\u00fctenden Sonne zu stehen.<br \/>\nEs war ein hei\u00dfer und anstrengender Tag f\u00fcr die Waisen und der Heimweg war entsprechend langsam, als Laragai die Herde anf\u00fchrte. Als sie an den Stallungen ankamen, sa\u00df ein Schwarm Weberv\u00f6gel auf den Akazien. Diese V\u00f6gel sind ein Zeichen daf\u00fcr, dass es bald regnen wird. Sie beginnen mit dem Bau ihrer Nester in der Erwartung \u00fcppiger Zeiten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1015201445511-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Orwa kratzt sich<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 27. September 2014<\/strong><br \/>\nDer Ithumba-Berg war teilweise von Nebel eingeh\u00fcllt, als die Waisen heute aus ihren Gehegen kamen. Bei der Wassertr\u00e4nke l\u00f6schten 16 wilde Elefanten ihren Durst. W\u00e4hrend die Waisen sich auf dem Gel\u00e4nde der Stallungen entspannten, kamen die Ex-Waisen Kenze, Madiba, Tomboi, Taita, Nasalot und Buchuma vorbei. F\u00fcnf Minuten sp\u00e4ter trauten sich Narok und Shukuru zu den wilden Bullen an der Tr\u00e4nke und soffen mit ihnen zusammen. Alles war friedlich und die Bullen schien die Anwesenheit der kleinen Waisen nicht zu st\u00f6ren.<br \/>\nSp\u00e4ter gesellten sich alle Waisen zu zwei wilden Bullen am Schlammloch, doch es dauerte nicht lange, bis Teleki alle Waisen zu einem Staubbad \u00fcberredet hatte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/101520145549-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Challa und ein wilder Bulle<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 28. September 2014<\/strong><br \/>\nDer Tag begann sehr aufregend, als alle Ex-Waisen zu den Stallungen kamen. Es war ein beeindruckender Anblick, die 52 Ex-Waisen zu sehen. Unsere abh\u00e4ngigen Waisen waren sehr aufgeregt und erfreut dar\u00fcber, all ihre Freunde zu sehen. Mwende sieht ein wenig d\u00fcnn aus, und die Keeper nahmen sie beiseite, um ihr etwas Extra-Heu und Milch zu geben, damit sie ein paar zus\u00e4tzliche N\u00e4hrstoffe bekommt, die ihr nach der entbehrungsreichen Trockenzeit fehlen k\u00f6nnten. Orwa, Shukuru und die gro\u00dfe Schauspielerin Laragai gingen direkt zur Wassertr\u00e4nke, an der bereits mehrere Bullen soffen. Shukuru und Orwa analysierten die Laune der Bullen und beschlossen, noch etwas zu warten, denn die Bullen schienen sie nicht dabei haben zu wollen. Sp\u00e4ter gingen die Waisen in den Busch und lie\u00dfen mehr als 60 Elefanten an den Stallungen zur\u00fcck.<br \/>\nZur Schlammbadzeit kam Half Trunk mit vier wilden Bullen zum Saufen vorbei. Teleki ging als erster in den Matsch, w\u00e4hrend Kanjoro, Mutara und Turkwel sich direkt den wilden Bullen anschlossen. Die Freunde Vuria und Garzi benutzten den gleichen Baum zum kratzen; w\u00e4hrend Vuria seinen Hals kratzte, schuffelte sich Garzi am Hintern.<br \/>\nEs war ein sch\u00f6ner Tag und die Waisen waren gl\u00fccklich und zufrieden, als sie alle nach und nach in ihren Gehegen einschliefen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/101520144583-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mwende sieht recht d\u00fcnn aus<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 29. September 2014<\/strong><br \/>\n18 wilde Elefanten kamen aus \u00f6stlicher Richtung zu den Ithumba-Stallungen und gingen direkt zur Tr\u00e4nke.<br \/>\nIm Busch forderten Bongo und Vuria sich gegenseitig heraus, doch Bongo gab nat\u00fcrlich nicht auf, ehe er gewonnen hatte.<br \/>\nZum Schlammbad war es sehr hei\u00df und alle Waisen w\u00e4lzten sich im Schlamm &#8211; au\u00dfer Vuria, der allein unter einem Baum stand und mit abgebrochenen \u00c4sten spielte. Es schien, als ob er immer noch sehr entt\u00e4uscht von seine Niederlage gegen Bongo war.<br \/>\nDie Waisen hatten einen ruhigen Nachmittag und konzentrierten sich aufs Grasen. Nur Kainuk unterbrach das Fressen und spielte in der Erde, doch niemand wollte mitmachen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/101520145351-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Eine wilde Herde an der Tr\u00e4nke<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 30. September 2014<\/strong><br \/>\nKurz vor 6 Uhr kamen f\u00fcnf Wildhunde an den Stallungen vorbei. Sie hielten nicht an, sondern liefen direkt zum Kalovoto-Fluss weiter. Sobald sie au\u00dfer Sichtweite waren, wurden die Waisen aus ihren Gehegen gelassen. Shukuru ging zu ihrem Lieblingsfelsen und kratzte ihren Bauch und sp\u00e4ter ihren Hintern. Als sie fertig war, stand Bomani bereits an und \u00fcbernahm den Felsen.<br \/>\nGegen 10 Uhr wurde es hei\u00df und Mutara fra\u00df unter einen Baum, w\u00e4hrend Orwa Wasser aus seinem Magen sog und sich hinter die Ohren spritzte, um sich abzuk\u00fchlen. Zur Schlammbadzeit war es noch immer hei\u00df, doch erstaunlicherweise wollten sich Bomani, Vuria und Garzi trotzdem nicht w\u00e4lzen. Au\u00dfer diesen dreien schlammbadeten heute alle. Am Ende dieses hei\u00dfen Tages ging die Sonne unter und die wilden Tiere kamen langsam aus den B\u00fcschen hervor und begannen zu fressen und zu jagen. Die Waisen aber konnten unter den wachsamen Augen der Keeper in Sicherheit einschlafen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/101520145025-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Shukuru kratzt sich<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/ithumba-september-2014\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Montag, 1. September 2014 Nachdem sie aus dem Gehege gekommen war, ging Shukuru zum Kratzfelsen, statt wie ihre Artgenossen das Luzernenheu zu fressen. 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