{"id":5782,"date":"2014-12-02T18:51:40","date_gmt":"2014-12-02T17:51:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=5782"},"modified":"2014-12-02T18:51:40","modified_gmt":"2014-12-02T17:51:40","slug":"nairobi-nursery-oktober-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-oktober-2014\/","title":{"rendered":"Nairobi Nursery Oktober 2014"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 1. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nDer kleine Ndotto entwickelt langsam einen sehr verspielten Charakter. Drau\u00dfen im Busch verbrachte er heute viel Zeit damit, neben Ashaka in der Erde herumzurollen. Er schob sich immer gegen Ashakas Bauch und warf Staub auf sie, w\u00e4hrend sie versuchte, die Mittagssonne zu genie\u00dfen. Es war so niedlich anzuschauen, weil Ndotto noch so winzig ist. Er wird auch immer frecher und eifert seinem gro\u00dfen Vorbild Kithaka nach. Er schubst auch schon andere Elefanten und w\u00e4hrend der F\u00fctterzeiten sogar die Keeper. Ndotto hat die gef\u00e4hrliche Zeit des Zahnens noch nicht hinter sich, doch sein Zahnfleisch ist geschwollen und es wird bald losgehen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/113201453259-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ndotto mit den anderen unterwegs<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 2. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nKurz nachdem die Elefanten die Weidegr\u00fcnde erreichten, entschieden Nelion, Faraja, Ngasha, Rorogoi und Mashariki, etwas weitr\u00e4umiger die Gegend zu erkunden. Pl\u00f6tzlich trafen sie auf einen einzelnen, fressenden B\u00fcffel. Dieser bemerkte die Elefanten sofort und sie standen eine Weile da und starrten sich gegenseitig an. Alle waren angespannt und jeder wartete darauf, wer sich zuerst bewegte. Nelion und Faraja verloren zuerst die Nerven und trompeteten laut. Das erschreckte den B\u00fcffel, der daraufhin im Busch verschwand. Daraufhin jagten die Waisen dem B\u00fcffel hinterher und waren pl\u00f6tzlich sehr selbstbewusst.<br \/>\nDie ganze Aufregung des Vormittags machte die Waisenherde unruhig und Enkikwe, Olsekki, Sokotei, Embu und die kleine Dupotto machten sie allein auf den Weg, um ihre Ruhe zu haben. Erst als die Keepers sp\u00e4ter die Elefanten zusammentrommelten, bemerkten sie, dass diese f\u00fcnf fehlten. Sie machten sich sofort auf die Suche und fanden sie schlie\u00dflich friedlich grasend und in Sicherheit, denn ihre geliebte Embu war ja bei ihnen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/113201455228-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Nelion bekommt Milch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 3. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nZiwa scheint nur langsam Fortschritte zu machen, doch er bekommt Medikamente, und wir hoffen, dass er sein Problem meistern wird. Er hat seit ein paar Tagen Schwellungen an Kinn, Beinen und Bauch durch Wasseranlagerungen. Heute war ein wichtiger Tag, denn Angela hatte f\u00fcr 15 Uhr eine Bluttransfusion f\u00fcr Ziwa arrangiert. Es wurde entschieden, dass Jasiri, der kr\u00e4ftigste und st\u00e4rkste aller Jungs der beste Kandidat ist, um Blut zu spenden. Ziwa ist sehr an\u00e4misch und wir hoffen, dass die Transfusion hilft, seinen Zustand zu verbessern. Jasiri war sehr brav und stand nur ruhig in seinem Gehege, w\u00e4hrend ihm das Blut abgenommen wurde. Auch Ziwa lie\u00df sich ohne Probleme hinlegen und erleichterte uns die Arbeit.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/113201455350-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ziwas Schwellung unter dem Bauch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 4. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nHeute war ein wichtiger Tag, denn die Welt kam lokal und global zusammen, um f\u00fcr den Schutz der gef\u00e4hrdeten Elefanten und Nash\u00f6rner zu marschieren. Wir hier im Waisenhaus nahmen daran Teil, indem wir mit den Elefanten zum 11-Uhr-Schlammbad kamen, bei dem vielen nationale und internationale Besucher waren, und Plakate mit wichtigen Nachrichten vorbereitet hatten, um das Bewusstsein f\u00fcr dieses wichtige Thema zu st\u00e4rken. Kithaka und Lemoyian fanden, dass diese Plakate ein hervorragendes Spielzeug abgaben und kauten und sabberten an ihnen herum, hielten sie und warfen sie sogar in die H\u00f6he. Das sorgte nat\u00fcrlich f\u00fcr tolle Fotos. Das Ergebnis war beeindruckend, alle Anwesenden waren besorgt und wollten helfen, um die Situation zu verbessern. Wir hoffen, dass wir es alle gemeinsam schaffen werden, das Abschlachten von Afrikas Giganten zu beenden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/114201425549-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Der Elefantenmarsch im Waisenhaus<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 5. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nInzwischen sind Sokotei, Olsekki und Enkikwe die gierigsten der Waisen und lieben ihre Milch. W\u00e4hrend der F\u00fctterzeiten und drau\u00dfen im Busch schubsen diese drei jeden beiseite, der in ihrem Weg ist und ihre F\u00fctterung verz\u00f6gern k\u00f6nnte. Sobald sie ihre eigene Milch geleert haben, versuchen sie, die Milch der anderen zu stehlen. Die Keeper m\u00fcssen dann eingreifen und insbesondere Olsekki und Sokotei w\u00e4hrend der Milchf\u00fctterung von den anderen trennen, um die Ordnung aufrechtzuerhalten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/114201425748-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sokotei<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 6. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nZiwa musste heute in seinem Gehege bleiben, da er trotz der Bluttransfusion immer noch sehr schwach ist. Das gute daran ist, dass er nun rund um die Uhr versorgt werden kann; wir passen gut auf, dass er genug frisst und k\u00f6nnen ihm hoch helfen, falls er Probleme hat.<br \/>\nNeuank\u00f6mmling Kazakini kam in sehr schlechtem Zustand zu uns. Nach langandauernder Behandlung verbessern sich nun ihre Augen und der Schleier in ihren Augen lichtet sich.<br \/>\nAuch der kleine Murit macht sich gut, obwohl er im letzten Monat zahnte und viele gesundheitliche Herausforderungen zu meistern hatte. Nach der Besuchsstunde um 11 Uhr kam Murit an einer kleinen Warzenschweinherde vorbei. Er jagte die kleinen Warzenschweine durch den ganzen Wald und auch Kamok schloss sich ihm dabei an. Pl\u00f6tzlich gingen die Warzenschweine zum Gegenangriff \u00fcber. Das war unerwartet und Murit und Kamok mussten nicht lange \u00fcberredet werden, zur Sicherheit der Waisenherde zur\u00fcckzukehren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/114201415422-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">S\u00fc\u00dfer Murit<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 7. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nWir erwachten heute zu einem angenehmen Ger\u00e4usch: Regen. Die hei\u00dfen Tage gehen zu Ende und die Temperaturen fallen mit dem Regen. Leider bedeutet das f\u00fcr die kleineren Babys, dass sie in ihre Decken eingewickelt und in den St\u00e4llen bleiben mussten. Dupotto und Kauro trompeteten laut, um deutlich zu machen, wie wenig ihnen das gef\u00e4llt. Kauro liebt es, Mashariki, Suswa und Lentili zu besteigen, obwohl sie doppelt so gro\u00df sind wie er, und nun musste er drin bleiben und all seine Dummheiten absagen. Die kleine Dupotto f\u00fchlte sich sehr allein ohne ihre Embu und sie mochte es gar nicht, dass sie nicht zu ihrer Adoptivmama konnte. Als der Regen fiel und sich dicker Schlamm gebildet hatte, konnten Enkikwe, Olsekki und Oltaiyoni herumschlittern und herumrutschen, was sie sehr lieben. Obwohl es regnete, schienen alle den Schlamm sehr zu genie\u00dfen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/114201424038-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lentili bekommt Milch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 8. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nSeit neuestem gew\u00f6hnt sich Kithaka an, sich zu benehmen. W\u00e4hrend der Besuchsstunde l\u00e4uft er herum und ist ganz mit sich selbst besch\u00e4ftigt &#8211; das genaue Gegenteil von vorher, wo er immer auf neue Dummheiten aus war. Heute war ein gutes Beispiel daf\u00fcr. Normalerweise w\u00fcrde Kithaka seine Milch hinunterschlingen und dann die Besucher schubsen, die zu dicht an der Absperrung stehen. Heute aber trank er seine Milch in Ruhe und ging dann entspannt zur Absperrung und begr\u00fc\u00dfte jeden ruhig und fr\u00f6hlich. Vielleicht wird Kithaka langsam ruhig und ist nicht mehr der ungest\u00fcme Junge, als der er bisher bekannt war.<br \/>\nSolio war nun schon l\u00e4nger nicht mehr bei Maxwell oder den Keepern, doch sie wurde in der N\u00e4he von Angelas Veranda gesehen, sodass wir wenigstens wissen, dass es ihr gut geht. Ihre Geheget\u00fcr ist immer ge\u00f6ffnet und es liegt Heu bereit, f\u00fcr den Fall, dass sie zur\u00fcckkehrt. Wir sind auch sicher, dass sie manchmal nachts vorbeikommt und Maxwell begr\u00fc\u00dft.<br \/>\nDem h\u00fcbschen Giraffenjungen Kili geht es auch gut und er wird von Tag zu Tag gr\u00f6\u00dfer und st\u00e4rker. Er liebt seine Keeper und bleibt immer in ihrer N\u00e4he, geht aber jeden Tag zum Grasen in den Busch. Er kennt sein Gehege und seinen n\u00e4chtlichen Stall sehr gut. Er mag die Elefanten, h\u00e4lt aber Abstand, da er nicht zu viele R\u00fcssel an den Beinen h\u00e4ngen haben m\u00f6chte. Er ist auch sehr interessiert an den wilden Giraffen des Nairobi Nationalparks.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11420143622-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kithaka benimmt sich hervorragend<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 9. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nSobald die Waisen heute die Weidegr\u00fcnde erreicht hatten, erkundeten Barsilinga, Faraja und Ngasha das Geb\u00fcsch. Nur ihre Hintern waren zu sehen, als sie durch das Geb\u00fcsch liefen und nach Dingen zum essen und spielen suchten. Auch Nelion und Jasiri schlossen sich den Spielen tief im Busch an, doch wenn Nelion mitspielen will, sind die anderen immer sehr vorsichtig, da sie Angst vor seinen gro\u00dfen Sto\u00dfz\u00e4hnen haben. Nelion ist aber sehr nett. Er hatte seine wilde Phase, als er bemerkte, dass seine Sto\u00dfz\u00e4hne ein Vorteil f\u00fcr ihn sind, aber nun sind er und Tundani gute Freunde, h\u00e4ngen meist zusammen herum und sind mit ihrer Gesellschaft vollauf zufrieden.<br \/>\nDann schubsten Barsilinga und Ngasha sich gegenseitig mit ihren K\u00f6pfen, was nur zu einem f\u00fchren konnte: Chaos. Pl\u00f6tzlich war viel Krach und Trompeten aus dem Wald zu h\u00f6ren. Es gab l\u00e4ngere Zeit keine Ruhe bei den aufgeregten Spielen.<br \/>\nDer Baby-Gruppe geht es auch gut, aber nun in der Regenzeit m\u00fcssen wir vorsichtig sein und sie sch\u00f6n warm halten. Wir m\u00fcssen sie auch von den Schlamml\u00f6chern fernhalten und die Keeper haben alle H\u00e4nde voll zu tun mit ihnen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1142014209-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Nelion bekommt Milch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 10. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nEs ist Freitag und das bedeutet: Kokosnuss\u00f6l! Zuerst kamen die kleinsten und nachdem die Keeper sie alle vorsichtig mit \u00c3\u2013l eingeschmiert hatten, rollten sie sich gl\u00fccklich in der Erde umher. Nur Dupotto war schwer zu fangen, denn sie hasst das \u00c3\u2013l, doch sobald auch sie eingeschmiert war, schloss sie sich den anderen beim Staubbad an. Der kleine Ndotto, Lasayen und Mbegu lieben das \u00c3\u2013l und sobald sie eingeschmiert sind, sto\u00dfen sie gegeneinander, kratzen sich aneinander und rollen sich im Staub. Sie sind eine gro\u00dfartige Unterhaltung f\u00fcr jeden, der sie beobachtet.<br \/>\nAuch Enkikwe und Rorogoi m\u00f6gen das \u00c3\u2013l gar nicht und versuchten zu fliehen, doch die Keeper konnten sie einfangen und &#8222;\u00fcberzeugen&#8220;, dass das \u00c3\u2013l ganz spa\u00dfig ist. Es dauerte nicht lange und auch sie gingen zu den staubbadenden Babys hin\u00fcber, um die verschiedenen Eindr\u00fccke, die das \u00c3\u2013l hervorruft, auszuprobieren. Das \u00c3\u2013l ist sehr gut f\u00fcr ihre Haut und nat\u00fcrlich ist es auch allgemein gut f\u00fcr die Elefanten, das Kokosfett aufzunehmen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11420142257-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Dupotto grast<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 11. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nSokotei hat eine gro\u00dfe Warze auf dem R\u00fcssel, die vor Kurzem aufgegangen ist, doch er wird t\u00e4glich eingecremt und die Warze wird nun kleiner. Das dauert seine Zeit, funktioniert aber gut. Obwohl die Wunde behandelt wird, ist Sokotei nicht ganz auf der H\u00f6he, er spielt nicht so viel mit Enkikwe, Olsekki und Lemoiyan. Sogar beim Schlammbad und drau\u00dfen im Busch bleibt er mehr f\u00fcr sich und spielt kaum mit den anderen Elefanten. Er f\u00fcrchtet, die anderen k\u00f6nnten ihm an seiner sehr empfindlichen Wunde Schmerzen zuf\u00fcgen, doch mit der Zeit wird die Wunde heilen und er wird wieder ganz er selbst sein. Nat\u00fcrlich betrifft das zur\u00fcckhaltende Verhalten nicht die F\u00fctterzeiten!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11420143260-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lemoyian<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 12. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nEmbu ist der s\u00fc\u00dfeste und bescheidenste aller Elefanten bei uns im Waisenhaus. Alle Babys werden magisch von ihr angezogen, um sich ihren Schutz und ihre Liebe abzuholen und sie verteilt alles gro\u00dfm\u00fctig. Dupotto weicht ihr kaum von der Seite und hat aus ihr ihre Ersatzmama gemacht. Embus gro\u00dfm\u00fctige Art hat auch Enkikwes Aufmerksamkeit erlangt und es scheint, ihr liebevoller Charakter gibt den Neulingen eine Form von Sicherheit. Wir haben nun Embu und Oltaiyoni als die M\u00fctter der Herde. Sie spenden Trost und Sicherheit an die kleinen Neulinge und das hilft den Keepern sehr dabei, die Neulinge zu beruhigen und ihnen schnell ein Gef\u00fchl von Normalit\u00e4t zu geben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/114201433047-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die s\u00fc\u00dfe Embu mit Dupotto<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 13. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nW\u00e4hrend des heutigen Schlammbads war Olsekki sehr gierig nach seiner Milch. W\u00e4hrend Enkikwe neben Embu seine Milch trank, schubste Olsekki den armen Enkikwe aus reiner Gier. Die Keeper versuchten, Olsekki wegzuscheuchen, doch er gehorchte nicht und versuchte erneut, mehr Milch zu bekommen. Als ihm das verwehrt wurde, wurde er aggressiv wie ein kleines, beleidigtes Kind. Er denkt, seine Einsch\u00fcchterungstaktik w\u00fcrde ihm etwas bringen.<br \/>\nAm Abend verursachte Enkikwe gro\u00dfes Chaos. Er ging einfach mit in Embus Gehege hinein. Die Keeper versuchten, ihn herauszulotsen, doch er weigerte sich zuerst, und dann lief er in den Busch davon. Die Keeper folgten ihm und brachten ihn schlie\u00dflich zu den Gehegen zur\u00fcck. Dieses Mal lie\u00dfen die Keeper ihn in Embus Gehege \u00fcbernachten und er legte sich sehr zufrieden schlafen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/114201433353-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Babygruppe<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 14. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nDie Waisen waren sehr gespannt auf ihren neuen Tag im Busch. Oltaiyoni, Mashariki, Rorogoi, Lentili, Suswa und Arruba versammelten sich vor Maxwells Gehege und machten sich \u00fcber sein Luzernenheu her. Dann schlossen sich noch Kithaka, Sokotei, Barsilinga und Lemoiyan ihnen an. Nachdem die Keeper alle Waisen zusammengetrommelt hatten, gingen sie alle gemeinsam in den Busch. Kithaka und Rorogoi kletterten auf Arruba herum, die darauf allerdings keine Lust hatte, und sie sogleich verjagte.<br \/>\nKurz vor 7 Uhr informierte uns Chef-Keeper Edwin, dass eine Rettung in einem Gebiet namens Milgis n\u00f6tig war. Das Elefantenbaby war am Tag zuvor gerettet worden, nachdem es in einen Brunnen gefallen war. Das Kalb hat die Nacht beim Milgis-Trust verbracht, hatte aber nichts zu Fressen und zu Saufen bekommen. Das Rettungsteam machte sich sofort auf den Weg. Als sie ankamen, war das Baby sehr dehydriert und schwach und konnte nicht einmal stehen. Das war gar kein gutes Zeichen. Das Team lud das Kalb schnell in das Flugzeug und legte ihn an eine Infusion um seinen Fl\u00fcssigkeitshaushalt wiederherzustellen und seine Kr\u00e4fte wiederzuerwecken. Das Kalb kam gemeinsam mit zwei weiteren, unerwarteten Waisen: zwei Strau\u00dfenbabys, die vom KWS gefunden wurden, bekamen die Keeper in die H\u00e4nde gedr\u00fcckt. Das Kalb reagierte gut auf die Infusion und konnte, im Waisenhaus angekommen, sogar wieder stehen. Er erhielt den Namen Wass.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/114201434414-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lentili geht vorneweg<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 15. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nHeute wurde Oltaiyoni aus ihrem Stall in ein Gehege umgezogen, um Platz f\u00fcr den Neuank\u00f6mmling Wass zu machen. Oltaiyoni hatte den Stall zwischen Lasayen und Dupotto, und wann immer Dupotto nach Hause kam, stellte sie sicher, dass Oltaiyoni nebenan ist und legte sich sogar extra dicht auf die entsprechende Seite. Oltaiyoni hatte sich immer abwechselnd an beide Stallw\u00e4nde gelegt, um beiden Babys Trost zu spenden. Der Abend war also recht unangenehm: Keine Oltaiyoni da und stattdessen Neuling Wass. Dupotto war sehr ungl\u00fccklich. Sie lief hilflos in ihrem Stall umher, kollerte und schrie. Auch Lasayen war sehr unruhig. Die Stallbelegung zu \u00e4ndern ist immer eine schwierige Angelegenheit, doch die Waisen gew\u00f6hnen sich mit der Zeit daran. Es ist wichtig, dass die Kleinsten die geschlossenen St\u00e4lle bekommen und Oltaiyoni war sehr schnell aus ihrem Stall herausgewachsen und musste, besser fr\u00fcher als sp\u00e4ter, in ein offenes Gehege umziehen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11420144152-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Dupotto frisst<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 16. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nUm 6 Uhr kamen die \u00e4lteren Waisen aus ihren Gehegen und gingen in den Wald. Nat\u00fcrlich rannte Oltaiyoni sofort zu ihrem kleinen Baby Mbegu, um sie herauszulassen. Sie schubste an Mbegus T\u00fcr, um den Keepern zu zeigen, dass diese noch geschlossen ist. Die Keeper lie\u00dfen also Mbegu, Ashaka und Kamok heraus, doch Oltaiyoni interessierte sich nicht f\u00fcr die anderen beiden und nur Mbegu bekam ihre ungeteilte Aufmerksamkeit. Das st\u00f6rte aber Kamok und Ashaka, die beide noch sehr auf ihre Keeper fixiert sind, nicht weiter. Mbegu ist sehr s\u00fc\u00df und liebenswert, und jeder mag sie. Auch sie zeigt schon ihren Mutterinstinkt, wenn sie die kleineren Neuank\u00f6mmlinge versorgt.<br \/>\nGegen 13 Uhr informierte uns Angela, dass erneut eine Rettung n\u00f6tig war, dieses Mal vom Mount Kenya. Das Bullkalb sollte vom Lewa-Schutzgebiet abgeholt werden und war ungef\u00e4hr ein Jahr alt. Seine Mutter war gewildert worden und ohne zu z\u00f6gern machte sich das Rettungsteam auf den Weg. Als es in Lewa ankam, begann es wie aus Gie\u00dfkannen zu sch\u00fctten, sodass das Team sich beeilen musste, das Baby schnell verlud und sich wieder auf den Weg machte. Sie kamen um 19 Uhr wieder im Waisenhaus an. Das Kalb war in gutem Zustand, doch sehr gestresst, trank aber sofort seine Milch. Es wurde Sirimon genannt, nach einem Ort in der N\u00e4he seines Rettungsortes. Er wird einige Tage in einem Gehege bleiben, wo ihn die anderen besuchen k\u00f6nnen, bis er sich beruhigt hat.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/114201442120-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kamok bekommt Milch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 17. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nDie Ankunft von Sirimon gestern Nacht hat daf\u00fcr gesorgt, dass wieder einige Elefanten die Gehege und St\u00e4lle wechseln mussten und das war ein gro\u00dfes Drama. Embu und Enkikwe wurden in ein Gehege umgezogen, das sie sich teilen k\u00f6nnen, womit Enkikwe sehr einverstanden war. W\u00e4hrend der Nacht bekam Sokotei kaum ein Auge zu, da sein Nachbar nun von Sirimon ersetzt worden war. Sirimon dagegen schlief gut und scheint sich gut im Waisenhaus einzuleben.<br \/>\nNachdem Sirimon gesehen hatte, wie die anderen Waisen aus ihren Gehegen kamen und in den Wald gingen, wurde er aber sehr unruhig und ging sogar auf seine Geheget\u00fcr los.<br \/>\nUm 14 Uhr schlichen sich Embu und Enkikwe von den Anderen davon zu den Gehegen zur\u00fcck, da sie am Morgen Sirimon nicht gesehen hatten und neugierig waren, warum sie umgezogen wurden. Sie kamen zur\u00fcck und begr\u00fc\u00dften Sirimon, indem sie ihre R\u00fcssel durch die Absperrung steckten und ihm zukollerten. Nach einiger Zeit gingen die zwei Elefanten dann in den Busch zur\u00fcck, da sie ihr Ziel erreicht und Sirimon begr\u00fc\u00dft hatten. Ihr Besuch hat auch Sirimon geholfen. Gl\u00fccklicherweise frisst er gut und ist schon sehr auf die Milchflasche fixiert.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11420144252-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Enkikwe<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 18. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nArruba zeigte heute gro\u00dfes Interesse an den kleinen Babys und sie schien sehr gl\u00fccklich, sie zu sehen. Sie \u00fcbergoss sie mit Liebe und Zuneigung. Als die Babys drau\u00dfen im Busch waren, kam Arruba vorbei und legte ihren R\u00fcssel auf jedes der kleinen Babys. Als Mbegu an der Reihe war, zog sie die Kleine unter ihren Kopf und gab ihr besonders viel Zuneigung. Sofort folgten ihr all die anderen Kleinen und wollten auch ein bisschen Extra-Aufmerksamkeit abbekommen.<br \/>\nBeim Schlammbad war Olsekki wieder frech und schubste alles und jeden herum, sogar die G\u00e4ste. Oltaiyoni beobachtete das und nachdem sie ihre Milch getrunken hatte, bestrafte sie Olsekki mit einem heftigen Schubser und zeigte ihm so, dass sein Verhalten nicht in Ordnung war. Auch Balguda, Ngasha und Tundani sahen missbilligend aus; sie sind sehr guterzogene Jungs und m\u00f6gen so ein Verhalten auch nicht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/114201442739-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Wass und Ashaka<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 19. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nDie Babys folgten, einer nach dem anderen, den Keepern hinaus in den Busch. Rorogoi hatte zur Abwechslung einmal Interesse an den Babys und folgte ihnen. Als sie in den Weidegr\u00fcnden angekommen waren, hatte Rorogoi ein liebevolles Kr\u00e4ftemessen mit Kauro. Auch Ashaka schloss sich dem Spa\u00df an. Aber wie immer dauerte es nicht lange, bis jemand eifers\u00fcchtig wurde und das Spiel kaputtmachte, und dieses Mal war es erstaunlicherweise Suswe.<br \/>\nMurit kam an Kili vorbei und die beiden spielten eine Weile zusammen. Murit startete einen Scheinangriff, woraufhin Kili ihn um die B\u00fcsche jagte. Vielleicht werden diese beiden Freundschaft schlie\u00dfen. Es war toll zu sehen, wie gro\u00df und klein gemeinsam Spa\u00df haben und auch, dass Murit nun anf\u00e4ngt zu spielen, da er nun viel st\u00e4rker ist und es ihm besser geht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/114201443839-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kauro bei der Besuchsstunde<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 20. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nGegen 9 Uhr, als die Waisen zum Fressen in die N\u00e4he der Stallungen kamen, wurde Balguda Blut abgenommen, um zu sehen, ob alles in Ordnung mit ihm ist. Angela war besorgt \u00fcber sein ruhiges Verhalten. Balguda hatte l\u00e4ngere Zeit gesundheitliche Probleme und wenn irgend etwas auff\u00e4llig ist, wird sofort ein Bluttest unternommen. Die Keeper mussten genau auf ihn aufpassen, damit die Blutabnahme ohne Probeme ablief. Kithaka nutzte nat\u00fcrlich diese Gelegenheit, um Chaos zu verbreiten. Er tat so, als w\u00fcrde er an den nahegelegenen B\u00fcschen grasen. Als er dann ein Fahrzeug n\u00e4herkommen h\u00f6rte, versteckte er sich zuerst hinter dem Busch und sprang dann pl\u00f6tzlich hervor und griff das Fahrzeug an. Gl\u00fccklicherweise fuhr es nur sehr langsam und konnte sofort anhalten. Die Keeper h\u00f6rten die Aufregung und kamen herbei, um Kithaka aus dem Weg zu bekommen, da er immer noch auf das Auto losgehen wollte. Schlie\u00dflich konnten sie ihn ablenken und niemand wurde verletzt, doch Kithaka ist nun wieder zu seinen Dummheiten zur\u00fcckgekehrt. Balgudas Blutergebnisse waren sehr gut und es gibt keinen Grund zur Sorge.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/114201444120-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Kleinen drau\u00dfen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 21. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nZiwa wird langsam wieder st\u00e4rker und hat mehr Energie. Er verbringt nun auch mehr und mehr Zeit drau\u00dfen bei den gr\u00f6\u00dferen Elefanten. Doch die frechen Jungs wie Kithaka, Sokotei und Lemoyian sind nicht der richtige Umgang f\u00fcr ihn, sodass er lieber bei den friedlichen Embu, Enkikwe, Balguda und Suswa bleibt. Drau\u00dfen im Busch fra\u00df Ziwa jede Menge verschiedenes Gras und Geb\u00fcsch. Er war so begeistert von den verschiedenen Leckereien, aus denen er ausw\u00e4hlen konnte. Als es um 16:30 Uhr an den Heimweg ging, war Ziwa verschwunden. Er war abenteuerlustig in den Busch gegangen und war nicht mehr zu sehen. Die Keeper suchten stundenlang nach ihm und fanden ihn erst 18:15 Uhr genau dort, wo er vorher vermisst worden war, immer noch Leckereien fressend. Es ist sch\u00f6n zu sehen, dass Ziwa versucht, unabh\u00e4ngiger zu werden.<br \/>\nLetzte Nacht gegen 2 Uhr kam Solio nach Hause. Maxwell war begeistert und rannte aufgeregt in seinem Gehege umher, um seine Freude auszudr\u00fccken. Sie blieb nur eine Viertelstunde und machte sich dann wieder auf in den Busch. Es ist gut zu wissen, dass sie gl\u00fccklich ist und ein gesundes wildes Leben lebt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/114201444312-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ziwa geht es besser<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 22. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nAls der Tag begann, erwachten Kamok, Ashaka und Mbegu in aufgeregter Stimmung. Kamok ist normalerweise nicht das begeistertste und verspielteste aller Babys, doch heute war alles anders. Die drei M\u00e4dchen rannten herum und spielten Fangen und hatten jede Menge Spa\u00df zusammen.<br \/>\nKurz nach 11 Uhr erhielt Angela einen Anruf von Richard Roberts und KWS-Tierarzt Dr. Limo \u00fcber eine notwendige Rettung in der Maasai Mara. Das Baby dort wurde beobachtet, wie es versuchte, an einer fremden Elefantenkuh zu s\u00e4ugen, und verscheucht wurde. Ihre Mutter war tragischerweise am Tag zuvor gestorben. Das Rettungsteam machte sich sofort auf den Weg, und nach Ankunft in der Mara musste das Team das Kalb finden und von seiner wilden Herde trennen. Sobald das Kalb eingefangen war, wurde es nach Nairobi geflogen und kam um 18:30 Uhr dort an. Es war in gutem Zustand und ungef\u00e4hr zehn Monate alt. Sie ist aus einem Gebiet namens Olare Orok Schutzgebiet in der Maasai Mara. Das Kalb wurde Roi genannt, ein ungew\u00f6hnlicher Name f\u00fcr ein M\u00e4dchen, doch sie wird in ihn hineinwachsen. Sie ist in gutem Zustand, doch noch sehr wild und traumatisiert.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/114201444541-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mbegu und Kamok<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 23. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nSirimon schloss sich heute das erste Mal den Elefanten im Busch an. Arruba versuchte, sich mit ihm anzufreunden, doch er ist noch immer nicht sehr sozial und recht aggressiv, auch zu den anderen Waisen. Sogar als Kithaka sich Sirimon n\u00e4herte, schubste er ihn weg. So konnten wir ihn nicht zur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde lassen, und er blieb im Busch. W\u00e4hrend Tundani friedlich graste, kam Sirimon von hinten und schubste den netten Tundani so hart, das dieser zu Boden fiel. So ein Verhalten m\u00f6gen die anderen gar nicht, sodass ihm nun erst einmal alle aus dem Weg gehen.<br \/>\nUnser neues Baby Roi scheint sich einzuleben. Sie trinkt Milch, aber ist noch immer sehr aggressiv gegen\u00fcber den Keepern. Mit der Zeit wird sich das bessern und die Kommunikation mit den anderen Waisen wird den Ausschlag geben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/114201444717-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sirimon im Busch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 24. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nLemoyian wird langam genauso frech und unerzogen wie Kithaka, Sokotei und Olsekki. Sie alle weigern sich, auf die Keeper zu h\u00f6ren und machen einfach was sie wollen. Die Keeper haben Sokotei nun zur Gruppe der \u00e4lteren Waisen gesteckt, in der Hoffnung, dass er dort etwas Disziplin lernt.<br \/>\nW\u00e4hrend der 11-Uhr-F\u00fctterung schlang Lemoyian seine Milch herunter und schubste und schob danach die Keeper, um mehr zu bekommen. Die Keeper aber weigerten sich, seine Dummheiten zu belohnen und nachzugeben. Das \u00e4rgerte Lemoyian nat\u00fcrlich, doch er bekam seinen Willen nicht.<br \/>\nDie Elefanten hatten einen gesch\u00e4ftigen Tag, und als sie alle um 17 Uhr zur\u00fcckkehrten, schliefen sie schnell ein.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/114201463211-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lemoyian bei der Milchf\u00fctterung<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 25. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nEs war ein k\u00fchler Morgen und die Waisen wollten nicht im Schlamm baden. Nur Mbegu liebt das Schlammbad so sehr, dass sie nichts davon abh\u00e4lt, in den Matsch zu springen.<br \/>\nDie kleinen Kazakini, Ndotto und Wass kamen gar nicht erst zum Schlammloch, da sie sich nicht so gut f\u00fchlten und den Tag \u00fcber genauestens beobachtet wurden.<br \/>\nRoi ist noch immer in ihrem Gehege, da sie sich noch nicht ausreichend beruhigt hat. Sie wird aber schon zahmer und in ein paar Tagen wird sie mit den anderen Waisen in den Busch gehen k\u00f6nnen.<br \/>\nZiwa verbessert sich weiter und er beginnt nun sogar wieder zu rennen. Er wird auf jeden Fall wieder st\u00e4rker.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/114201465118-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kazakini bekommt Milch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 26. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nUm 7 Uhr heute morgen erw\u00e4rmte die Sonne bereits den Park und um 11 Uhr gab es keinen Zweifel mehr, dass alle Elefanten das Schlammbad genie\u00dfen w\u00fcrden. Jasiri und Faraja verloren keine Zeit und sprangen sofort auf Arruba, die bereits im Schlamm lag. Die Elefanten spielten, bis es Zeit f\u00fcr den Heimweg war. Es war ein ganz besonderer Tag f\u00fcr die Besucher, mit den vielen Spielereien, und alle lachten und hatten viel Spa\u00df. Es gab ein paar Pechv\u00f6gel unter den G\u00e4sten, die mit Schlamm vollgespritzt wurden, doch es war ein erinnerungsw\u00fcrdiges Erlebnis: So viele sehr gl\u00fcckliche kleine Elefanten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/114201465426-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen genie\u00dfen ein Staubbad<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 27. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nRoi wurde heute endlich aus ihrem Gehege gelassen und durfte sich den anderen anschlie\u00dfen. Sie wurde erst mittags herausgelassen, doch sobald die Tore ge\u00f6ffnet wurden, rannte sie aufgeregt los. Oltaiyoni und Lentili \u00e4rgerten sie am Anfang, was etwas unerwartet war. Doch die Keeper waren da, um aufzupassen. Mashariki dagegen war sehr nett und liebevoll zu ihr. Roi hatte also eine Freundin gefunden und das beruhigte sie. Sie hat es sehr vermisst, wieder in einer Herde zu sein und war gleich viel gl\u00fccklicher.<br \/>\nBei der privaten Besuchsstunde um 15 Uhr wollte Roi keine Milch, sondern ging direkt zum Schlammloch und genoss die neugefundene Freiheit. Sie so fr\u00fch spielen zu sehen, war \u00fcberraschend, aber sch\u00f6n. Als sie am Abend zur\u00fcck in ihr Gehege gehen sollte, mussten wir einige \u00dcberzeugungsarbeit leisten, bis sie endlich hinein ging.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/114201465620-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Roi im Busch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 28. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nHeute erwachte Roi wie ausgewechselt. Sie verbrachte den Tag mit Embu und Enkikwe und war gar nicht aggressiv und schubste niemanden. Sie sprang erneut in den Matsch und spielte im Staub. Sie scheint sehr gl\u00fccklich zu sein und lebt sich gut ein. Sie ist erst zwei Tage bei den anderen Waisen und kennt den Tagesablauf schon. Das Selbstvertrauen, das sie schon mit Hilfe der Anderen aufgebaut hat, ist erstaunlich.<br \/>\nAls die Waisen wieder zu Hause waren, wollten Barsilinga und Kithaka k\u00e4mpfen, obwohl sie in verschiedenen Gehegen waren. Diese beiden Jungs sind sehr eng befreundet. Die anderen Waisen frustrierte der ewige Krach dieser beiden Jungs, denn alle versuchten zu schlafen!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/114201464858-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Roi bekommt Milch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 29. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nOltaiyoni k\u00fcmmert sich sehr viel um die Neuank\u00f6mmlinge, insbesondere um Enkikwe, Olsekki und Sirimon. Wir vermuten, dass sie sie dicht bei sich haben will, damit sie sich nicht mit den anderen j\u00fcngeren Waisen anfreunden. Sie m\u00f6chte diejenige sein, die sie lieben und ihre eigene kleine Herde haben. Die \u00f6ffentliche Besuchsstunde, bei der die Babys vor den anderen Waisen zur F\u00fctterung gebracht werden, macht ihr gro\u00dfe Sorgen. Sie bleibt zur\u00fcck, m\u00f6chte gern folgen, darf aber nicht. Sie m\u00f6chte bei ihnen bleiben, kann sich aber nicht entscheiden, bei wem sie bleiben soll, denn sie m\u00f6chte alle drei gleichzeitig haben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/114201464510-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Enkikwe und ein paar andere Waisen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 30. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nSobald die Waisen im Busch angekommen waren, rannten Barsilinga, Balguda und Ngasha herum und spielten miteinander. Barsilinga und Ngasha schienen sich gegen Balguda zu verb\u00fcnden und versuchten, auf ihn zu klettern, was zu einem Ringkampf zwischen Barsilinga und Balguda f\u00fchrte. Der Kampf endete, als sie sahen, wie Kithaka Rorogoi jagte, um sie zu besteigen und sie machten direkt mit. Rorogoi rannte zu Arruba, um Schutz vor den drei Jungs zu suchen.<br \/>\nUm 20 Uhr erhielten wir ein neues winziges Kalb aus dem Namunyak Schutzgebiet. Das Baby war von lokalen Samburu zuerst am 28. Oktober gesehen worden, nachdem es in einen Brunnen gefallen war. Die Scouts des Northern Rangelands Trust wurden informiert und retteten das Kalb am 29. Oktober. Am heutigen Morgen wurde dann der DSWT kontaktiert. Das junge Kuhkalb ist in guter Verfassung und hat nur ein paar Prellungen an den Beinen und am Kinn. Sie wurde Nkii genannt, nach einer Gegend in der N\u00e4he ihres Fundortes.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/114201464013-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Barsilinga rennt<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 31. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nNkii hatte eine gute erste Nacht in dem Gehege und sie genoss die Gegenwart der Keeper. Sie reagiert gut auf die Milch und wird gef\u00fcttert, wann immer sie etwas verlangt. Sie liebt es, sich an den Staubkitteln der Keeper festzuhalten. Sie ging heute mit den anderen vier winzigen Waisen Kazakini, Ndotto, Wass und Lasayen hinaus. Ndotto und Lasayen sind beide etwas frecher und Nkii bevorzugte die Gesellschaft der Keeper. Die winzigen Babys werden noch nicht zur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde gebracht, da sie alle noch zahnen, Durchfall haben und viel Kraft verlieren. Das ist eine gef\u00e4hrliche Zeit f\u00fcr einen Babyelefanten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/114201463655-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lasayen nuckelt an den Fingern eines Keepers<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-oktober-2014\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mittwoch, 1. Oktober 2014 Der kleine Ndotto entwickelt langsam einen sehr verspielten Charakter. Drau\u00dfen im Busch verbrachte er heute viel Zeit damit, neben Ashaka in der Erde herumzurollen. Er schob sich immer gegen Ashakas Bauch und warf Staub auf sie, w\u00e4hrend sie versuchte, die Mittagssonne zu genie\u00dfen. 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