{"id":5829,"date":"2014-12-05T22:26:49","date_gmt":"2014-12-05T21:26:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=5829"},"modified":"2014-12-05T22:26:49","modified_gmt":"2014-12-05T21:26:49","slug":"umani-springs-oktober-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/umani-springs-oktober-2014\/","title":{"rendered":"Umani Springs Oktober 2014"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 1. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nNach einer langen und k\u00fchlen Nacht zeigte Murera den Babys, wo sie den Tag beginnen sollten. Auf dem Weg zu den Weidegr\u00fcnden musste Quanza anhalten und sich an einem umgefallenen Baum kratzen, bevor sie auch nur einen Schritt weiterlaufen konnten, denn die Zecken st\u00f6rten sie sehr. Zongoloni beobachtete Quanza beim Kratzen und suchte sich unterdessen ein paar weiche Bl\u00e4tter zum Fressen. Als die Waisen schlie\u00dflich im Busch angekommen waren, trafen sie auf einige Buschb\u00f6cke (Schirrantilopen), die sich hingelegt hatten und neben einer Gruppe Paviane entspannten. Als Lima Lima sie sah, gestikulierte sie Sonje zu, fl\u00fcsterte etwas und dann rannten alle Waisen los, um die Paviane zu verjagen. Die Buschb\u00f6cke verschwanden dann auch gemeinsam mit den Affen.<br \/>\nBeim Wasserloch sp\u00fcrten alle Waisen das hei\u00dfe sonnige Wetter und w\u00e4lzten sich energisch. Quanza vergrub ihren Hintern tief im Matsch. Nach dem Schlammbad gingen sie direkt in den Schatten der B\u00e4ume und stellten sich dort in einer Reihe auf, als ob sie abgez\u00e4hlt werden sollten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1112201434412-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera geht vorneweg<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 2. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nAls die Tore heute ge\u00f6ffnet wurden, kamen alle Waisen gl\u00fccklich aus den Gehegen und begannen gemeinsam mit den Keepern den neuen Tag. Als sie am Wasserloch bei den Stallungen ankamen, waren sie sehr unruhig, streckten ihre langen R\u00fcssel in die H\u00f6he und versuchten, ihre wilden Freunde zu erschnuppern, die sie in der Nacht besucht hatten. Einer der wilden Bullen hatte in der Nacht ein Schlammbad genommen und sie versuchten, seinen Spuren in den Wald zu folgen, gaben aber bald auf und kehrten zur\u00fcck.<br \/>\nDa heute besonders viele Fliegen unterwegs waren, gingen die Waisen erst einmal gr\u00fcndlich staubbaden, um die bei\u00dfenden und stechenden Insekten von ihren K\u00f6rpern fernzuhalten. Als Murera und Sonje vom Staubbad aufgestanden waren, folgten ihnen die anderen Waisen im G\u00e4nsemarsch zu den Weidegr\u00fcnden. Lima Lima \u00fcberholte alle und rannte vorneweg. Bevor sie am Ziel angekommen waren, trafen sie auf einen einzelnen B\u00fcffel, der sich bedrohlich vor ihnen aufbaute. Lima Lima rannte zu den Keepern und Quanza sp\u00fcrte die Gefahr und trompetete laut, in der Hoffnung, so den B\u00fcffel, der geradewegs auf sie zulief, zu vertreiben. Alle Waisen und die Keeper schlossen sich zusammen und machten soviel Krach, dass der B\u00fcffel schlie\u00dflich vor ihnen floh.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/111220144423-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje staubbadet<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 3. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nHeute f\u00fchrten die Keeper die Elefanten an, die ihnen zu einem neuen Gebiet des Kibwezi-Walds folgten. Dort gibt es kein Lavagestein, das Murera beim Laufen behindert. Lima Lima und Zongoloni sahen zu, dass sie in der N\u00e4he der Keeper blieben und genossen und erkundeten diese neue Umgebung. Murera gefiel es gar nicht, dass Lima Lima und Zongoloni so schnell vorneweg eilten. Sie kollerte Sonje zu und Lima Lima und Zongoloni gehorchten sofort und warteten auf die beiden. Als Murera bei ihnen ankam, ging der Marsch weiter. Sie grasten, bis es Zeit f\u00fcr das Mittagsschlammbad war, wo sie ihre Milchflaschen bekamen. W\u00e4hrenddessen machte sich Quanza wieder den Spa\u00df, mit der zweiten Flasche wegzurennen und diese genau im Matschloch fallen zu lassen, sodass die Keeper sie herausholen mussten. Es war sehr hei\u00df und alle Waisen gingen ins Wasserloch. Lima Lima nahm das W\u00e4lzen heute besonders ernst und genoss den k\u00fchlenden Schlamm auf ihrem K\u00f6rper.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1112201441242-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera und die Anderen bekommen Milch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 4. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nDie Waisen waren heute morgen gar nicht gl\u00fccklich, denn sie wollten nicht glauben, dass es keine Akazienfr\u00fcchte mehr gibt. Lima Lima, Quanza und Sonje kamen bis zum Zelt der Keeper gelaufen, um nach den Fr\u00fcchten zu suchen, doch sie fanden keine. Die Keeper mussten sie zur\u00fcck in den Wald locken, wo sie ihr Futter selbst an den B\u00fcschen suchen sollten. Murera interessierte sich nicht f\u00fcr Fr\u00fcchte, sondern ging zur anderen Seite des Geb\u00fcschs und graste allein und ungest\u00f6rt.<br \/>\nNach dem Grasen tauchten alle Waisen beim Matschloch auf, um ihre Milch zu trinken. Sie fanden das Wasserloch mit lauter frischem, flie\u00dfenden Wasser gef\u00fcllt. Zongoloni und Quanza genossen ein richtiges Bad und spielten im Wasser wie Hippos, mit nur ihren R\u00fcsseln au\u00dferhalb des Wassers. Nach dem Bad f\u00fchrte Sonje sie zum Ausruhen unter die gro\u00dfen schattigen B\u00fcsche und nach einiger Zeit grasten sie weiter.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1112201442058-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera grast abseits von den Anderen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 5. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nMitten in der Nacht kam eine gro\u00dfe Zahl wilder Elefanten zu den Stallungen und die Keeper waren sicher, dass die Waisen mit ihnen kommunizierten und nun langsam Freundschaften schlie\u00dfen. Die wilden Elefanten verbrachten viel Zeit bei den Stallungen und fl\u00fcsterten einander zu. Lima Lima war nicht so sicher, was ihre wilden Artgenossen wollten, doch Sonje und Murera fanden es gut, Besuch zu haben und Freundschaften zu schlie\u00dfen. Sie werden Verb\u00fcndete brauchen, die ihnen zeigen, wie man im Wald \u00fcberlebt, wenn sie in die Wildnis zur\u00fcckkehren und die Keeper nicht mehr da sind, um f\u00fcr sie zu sorgen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/111220144235-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Babys sind mit Grasen besch\u00e4ftigt<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 6. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nDer Tag begann mit sehr durstigen Elefanten, die sofort zum Wasserloch eilten, als die Tore f\u00fcr sie ge\u00f6ffnet wurden. Nachdem sie ihren Durst gel\u00f6scht hatten, brachte Zongoloni sie zum Staubbad, wo sie sehr viel Spa\u00df dabei hatten, sich herumzurollen und aufeinander herumzuklettern &#8211; manchmal kletterten sie sich sogar gegenseitig auf die K\u00f6pfe. Murera und Sonje mochten es gar nicht, wenn auf den K\u00f6pfen herumgetrampelt wurde und schubsten dann die \u00dcbelt\u00e4ter aus dem Staubbad. Zongoloni und Quanza wurden heftig geschubst, da sie auf Mureras Kopf und ihren R\u00fcssel getreten waren und sie rannten zu den Keepern.<br \/>\nIm Busch hielt sich die kleine Zongoloni dicht bei Sonje auf, um herauszufinden, wo diese noch Akazienfr\u00fcchte gefunden hatte.<br \/>\nBeim Schlammbad schwammen Murera und Sonje wie beste Freunde zusammen, w\u00e4hrend Lima Lima nur ihren Bauch und Zongoloni mit Schlamm bewarf.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1112201444035-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen an der Tr\u00e4nke<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 7. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nMurera kam als erstes aus dem Gel\u00e4nde der Stallungen heraus und wartete vor dem Tor auf die Babys. Als auch die anderen herauskamen, gingen sie alle gemeinsam zu den Kratzfelsen, um die Zecken zu entfernen, die sich an ihren B\u00e4uchen versteckten. Danach gingen Sonje und Zongoloni zum Staubbad, um die fliegenden Insekten fernzuhalten und genossen es sehr, Staub auf ihre B\u00e4uche zu werfen. Danach machten sie sich gemeinsam auf zu den Wasserquellen. Lima Lima blieb immer dicht hinter den Keepern und sie alle &#8211; auch die Keeper &#8211; erschraken sich heftig, als sie pl\u00f6tzlich ein sich sonnendes Krokodil vorfanden. Als das Krokodil sie h\u00f6rte, sprang es mit einem lauten Platsch ins Wasser und die Keeper und ihre Elefanten zogen sich auch schnell zur\u00fcck. Die Elefanten trompeteten laut, als sie flohen und sie sahen sehr erschrocken aus. Das war ihre erste echte Krokodilerfahrung.<br \/>\nAm Abend bei den Stallungen zeigten Quanza und Zongoloni, dass sie beste Freundinnen sind, als sie sich das Kraftfutter aus einer Schale teilten, doch die gierige Lima Lima war schon wieder auf der Suche nach mehr davon, als ihr zusteht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1112201445215-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lima Lima kratzt sich<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 8. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nQuanza begann den Tag damit, ihre winzigen Sto\u00dfz\u00e4hnchen zu sch\u00e4rfen, um damit (Gelbrinden-)Akazien entrinden zu k\u00f6nnen, was manchmal gar nicht so einfach ist! Sie ging zu einem umgefallenen Baum in der N\u00e4he und begann damit, die linke Seite ihrer Sto\u00dfz\u00e4hne zu wetzen. Sonje suchte Schutz und Trost bei den Keepern, als Murera sie weggeschickt hatte, nachdem sie sich in ihrer N\u00e4he nicht ordentlich benommen hatte. Doch dank ihrer Freundschaft wurde Sonje schnell vergeben und sie grasten im Busch gemeinsam nebeneinander in der N\u00e4he von Zongoloni, die sich mit einem Ast im Mund entspannte.<br \/>\nBeim Schlammbad drohte Quanza Zongoloni mit aufgestellten Ohren und Zongoloni sah sehr m\u00fcde aus, nachdem sie den langen Weg zu ihren Milchflaschen hinter sich gebracht hatte und auf dem Weg mit vielen Wurzeln zu k\u00e4mpfen gehabt hatte. Einige der Elefanten fanden es sehr hei\u00df und gingen direkt zum Wasserloch. Nach dem Bad rannten sie geradewegs ins Geb\u00fcsch, um etwas Schatten zu finden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/111220145850-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Quanza sch\u00e4rft ihren Sto\u00dfzahn<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 9. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nEs war ein sehr sch\u00f6ner Tag f\u00fcr die Waisen, an dem sie Patrick Omondi vom Kenya Wildlife Service trafen, der es erst m\u00f6glich gemacht hatte, dass die Auswilderungsstation im Kibwezi-Wald gebaut werden konnte. Sowohl Murera und ihre Gruppe als auch die Keeper waren gl\u00fccklich, ihn zu empfangen und danach wurde er von dem zutraulichen M\u00e4dchen Lima Lima unterhalten. Sonje und Murera wurde das schnell zu langweilig und sie wollten in den Busch verschwinden, doch als sie sich entfernten, begannen einige Buschb\u00f6cke, die Luzernenheureste zu fressen. Quanza und Lima Lima scheuchten sie auf und die Buschb\u00f6cke flohen, w\u00e4hrend die beiden Elefanten die Verfolgung aufnahmen.<br \/>\nBeim Wasserloch in der N\u00e4he der Lodge wurde es pl\u00f6tzlich sehr hei\u00df und sofort nach der Milch gingen die Babys direkt zum Schwimmen ins Wasserloch, das mit flie\u00dfendem Wasser gef\u00fcllt war. Sie hatten ein tolles Schlammbad, das \u00fcber eine Stunde dauerte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1112201451419-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Patrick Omondi f\u00fcttert Lima Lima<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 10. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nLetzte Nacht kamen ungef\u00e4hr vier wilde Elefanten und stie\u00dfen B\u00e4ume in der N\u00e4he der Stallungen um. Die Keeper mussten aus ihrem Zelt kommen, um zu sehen, was los war. Die wilden Elefanten rannten alle davon, als sie die Anwesenheit der Keeper sp\u00fcrten und lie\u00dfen Murera und die Babys ver\u00e4ngstigt zur\u00fcck. Se machten viel Krach, trompeteten, kollerten und kletterten auf die Gehegeabsperrungen, weil sie ihren wilden Freunden folgen wollten.<br \/>\nAls sie am Morgen aus den Gehegen gelassen wurden, versuchten Murera und Sonje der Spur der lauten n\u00e4chtlichen Besucher zu folgen, doch diese waren l\u00e4ngst weg und nur ihr Dung lag noch auf dem Weg. Zongoloni und Quanza fra\u00dfen etwas Dung, ein \u00fcbliches Verhalten bei jungen Elefanten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1112201452146-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera versucht, der wilden Herde zu folgen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 11. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nHeute morgen waren die Elefanten nicht sehr aktiv, als sie aus den Gehegen kamen. Lima Lima f\u00fchrte mit Hilfe der Keeper die anderen Waisen zu den Umani-H\u00fcgeln, wo sie versuchten, ein paar gr\u00fcnere Zweige zum fressen zu finden, denn weiter unten, wo sie vorher einige Zeit gegrast hatten, ist es noch immer sehr trocken. Viele V\u00f6gel machten seltsame Ger\u00e4usche auf dem Berg und die Waisen stellten ihre Ohren auf und wussten nicht genau, was los war. Sp\u00e4ter stellten wir fest, dass die V\u00f6gel eine gro\u00dfe Python entdeckt hatten und hielten die Babys von ihr fern. Die Keeper riefen ihre Elefanten mit ihrem \u00fcblichen Ruf &#8222;Kwata, kwata&#8220; und wie immer kam Lima Lima sofort angelaufen und dachte, es w\u00e4re schon Milch-Zeit; doch es war nat\u00fcrlich noch viel zu fr\u00fch f\u00fcr die Flaschen. Quanza und Zongoloni folgten ihr und Murera und Sonje kamen langsam hinterher, denn sie wussten, dass es noch nicht Zeit f\u00fcr die F\u00fctterung war. Die Waisen wichen von dem normalen Pfad ab und suchten einen neuen, der nicht \u00fcber Lava-Gestein ging, da dieses Murera und Sonje Schwierigkeiten macht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/111220145270-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lima Lima in F\u00fchrung<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 12. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nSonje wird immer st\u00e4rker und energiegeladener. Jeden Morgen versucht sie, gro\u00dfe B\u00e4ume umzusto\u00dfen und man w\u00fcrde kaum vermuten, dass sie ein verletztes Bein hat. Auch Murera versucht, B\u00e4ume umzusto\u00dfen, doch ihre Behinderung verhindert dies noch.<br \/>\nEin paar Kraniche kamen auf der Suche nach Insekten, die sie fressen konnten, zum Wasserloch. Die Babys bemerkten die V\u00f6gel nicht und Quanza schreckte auf, als sie neben ihr landeten und dabei mit ihren Fl\u00fcgeln beinahe ihren Schwanz ber\u00fchrten. Die V\u00f6gel machten sehr viel Krach, und Quanza und Lima Lima suchten Schutz bei den Keepern.<br \/>\nNach dem Schlammbad gingen die Elefanten gemeinsam mit den Keepern in den Schatten eines Baumes, unter dem die Keeper ihr Mittagessen einnahmen.<br \/>\nDie Elefanten hatten einen tollen Tag drau\u00dfen und als das hei\u00dfe Wetter etwas abk\u00fchlte, kamen sie aus den B\u00fcschen und grasten, bevor sie zu ihren Milchflaschen und dem Kraftfutter nach Hause zur\u00fcckkehrten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1112201453353-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje in den Weidegr\u00fcnden<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 13. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nAm fr\u00fchen Morgen, als die Waisen gerade ihre Milchflaschen bekamen, h\u00f6rten wir Leoparden, die die Paviane im Busch beunruhigten. Die Paviane und ihre Babys schrien laut, als ob ein Leopard eines ihrer Babys get\u00f6tet hatte und sie einen weiteren Angriff f\u00fcrchteten. Murera und ihre Miniherde wollten aus Angst vor dem Krach der Paviane und Leoparden gar nicht herauskommen und blieben in ihren Gehegen. Lima Lima und Quanza wichen vor lauter Angst den Keepern nicht von der Seite und blieben dicht bei ihnen, als w\u00fcrden sie von ihnen Geschichten erz\u00e4hlt bekommen. Als das Geschrei ein Ende gefunden hatte, wurden die Elefanten schlie\u00dflich von den Keepern hinausgebracht und in die entgegengesetzte Richtung gef\u00fchrt, wo sie sich nicht f\u00fcrchten mussten. Nach einiger Zeit hatten sie sich beruhigt und grasten friedlich, bis es Zeit f\u00fcr das Schlammbad war. Als sie im Matschloch waren, sprang eine Schildkr\u00f6te hinein und rutschte dabei dicht an Quanzas Bein entlang. Quanza bellte auf und rannte wie von der Tarantel gestochen aus dem Wasserloch, da sie dachte, etwas h\u00e4tte sie am Zeh festgehalten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1112201453645-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Babys beim Matschloch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 14. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nEs war etwas ganz besonderes heute, als Zongoloni die gro\u00dfen Waisen in den Wald f\u00fchrte. Sie machte das Lima Lima nach, die von Leitkuh Murera die Aufgabe, die Waisen anzuf\u00fchren, \u00fcbernommen hat. Zongoloni war offenbar eifers\u00fcchtig auf Lima Lima, und so \u00fcbernahm sie heute einmal diese Rolle. Sie ist noch immer sehr jung f\u00fcr diese Aufgabe und das ist das erste Mal, dass sie es versucht hat, seit sie in Umani ist. Doch Lima Lima \u00fcbernahm sp\u00e4ter wieder und f\u00fchrte die kleine Zongoloni und die Anderen. Sie unternahmen heute eine weite Wanderung, um ihre M\u00e4gen zu f\u00fcllen, und mittags waren sie ersch\u00f6pft und ruhten sich erst einmal im Schatten aus, bevor sie zum Schlammbad gingen. Das W\u00e4lzen war nett und die lustige Quanza sa\u00df im Schlamm und kratzte ihren Hintern und die Seite des K\u00f6rpers, die noch nicht genug Schlamm bekommen hatte. Auch Murera w\u00e4lzte sich und kam dann an ihrer W\u00e4lz-Stelle nicht wieder hoch. Sonje versuchte, sie hochzuziehen, doch sie war zu schwer f\u00fcr Sonje. Murera wurde unleidlich und schubste sie weg, um ihr zu zeigen, dass sie sich nur entspannt und nicht etwa feststeckt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/111220145428-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Zongoloni \u00fcbernimmt die F\u00fchrung<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 15. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nDie Waisen gingen am fr\u00fchen Morgen zu den Kratzfelsen, um ein paar Zecken zu entfernen. Danach gingen sie gleich zum Staubbad und bespr\u00fchten sich mit Erde, um auch die restlichen bei\u00dfenden Insekten loszuwerden.<br \/>\nAls die Babys heute zum Grasen aufbrachen, gingen sie zu den Umani-H\u00fcgeln und suchten dort nach gr\u00fcnerem Futter. Lima Lima, Quanza und Zongoloni sahen, dass es auf dem H\u00fcgel noch immer gr\u00fcn ist und es dort noch weiches Gr\u00fcnfutter geben k\u00f6nnte. Murera und Sonje blieben unten, da sie nicht so gut klettern k\u00f6nnen und es problematisch f\u00fcr sie w\u00e4re, wieder herunterzukommen. Die Babys kamen zur \u00fcblichen Zeit wieder herunter, um ihre Milch abzuholen, und da es immer hei\u00dfer wurde, rannten sie nach der Milchf\u00fctterung zum Wasserloch.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/111220145457-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje kratzt sich an einem Felsen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 16. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nDie Elefanten waren sehr durstig und machten sich gleich am Morgen auf dem Weg zum Wasserloch. Lima Lima kam an einem Baum vorbei, der in der Nacht von wilden Elefanten umgesto\u00dfen worden war. Sie begann, die gr\u00fcnen Bl\u00e4tter von der umgest\u00fcrzten Akazie zu fressen. Der Rest der Herde besch\u00e4ftigte sich damit, ihre K\u00f6rper am Boden staubzubaden. Sonje und Murera gingen auf Patrouille, um im Wald nach gr\u00fcnerem Futter zu suchen, doch es waren nur trockene \u00c4ste zu finden. Lima Lima \u00e4nderte die Richtung und Murera und Sonje folgten langsam mit den Keepern. Diese fanden unterwegs ein paar gr\u00fcnere Bl\u00e4tter und hielten an, um sie Murera zu geben. Murera steckte sie alle in ihren gro\u00dfen Mund, w\u00e4hrend Zongoloni versuchte, die gr\u00fcnen Bl\u00e4tter von der Spitze der Akazie selbst zu pfl\u00fccken.<br \/>\nNach den Wanderungen am Morgen und Nachmittag waren die Waisen sehr fr\u00f6hlich und gingen am Abend zufrieden nach Hause zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1112201455833-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lima Lima pfl\u00fcckt etwas Gr\u00fcn<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 17. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nNach einem langen, hei\u00dfen Vormittag ging Murera zum Matschloch und bespritzte ihren K\u00f6rper mit Wasser, beginnend mit der Brust. Sp\u00e4ter sah sie, wie sich die anderen Waisen im Schlamm w\u00e4lzten und schloss sich ihnen an, so dass sie alle gemeinsam ihren Spa\u00df hatten. Sonje rollte begeistert im Matsch herum. Lima Lima ging dann los und f\u00fchrte Quanza zum Staubbad, wo sie sich abtrocknen konnten. Auch die anderen Babys staubbadeten und es dauerte nicht lange und ihre Haut nahm die Farbe der Erde an und sie waren sch\u00f6ne braune Elefanten. Sonje ging zum Kratzfelsen, doch dieser schien nicht zu helfen: ihr K\u00f6rper juckte wohl noch immer sehr, also suchte sie einen umgest\u00fcrzten Baum und kratzte ihre Beine an diesem.<br \/>\nDer Tag verlief sehr gesch\u00e4ftig, und die Waisen f\u00fcllten ihre M\u00e4gen, nachdem sie etwas Zeit im Schatten verbracht hatten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/111220146354-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera macht sich bereit zum Planschen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 18. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nUm 10 Uhr kamen die Babys an einem herumlaufenden B\u00fcffel vorbei. Sie versuchten, ihn mit lautem Getr\u00f6te zu verscheuchen, doch als das nicht klappte, suchten sie Schutz bei den Keepern. Als diese den B\u00fcffel sahen, schrien sie laut, bis er sich aus dem Staub machte und die Waisen konnten in der N\u00e4he der Keeper weitergrasen. Zongoloni ging zu Lima Lima hin\u00fcber, die ihren R\u00fcssel \u00fcber ihren Kopf hielt. Quanza sch\u00e4rfte ihre kleinen Sto\u00dfz\u00e4hne am Boden, damit sie damit die Ringe von den gro\u00dfen Akazien sch\u00e4len konnte. Nach dem Staubbad gingen die Waisen zum sumpfigen Gebiet nahe der Lodge, um wenigstens dort etwas weiches Gr\u00fcn zu finden. Sie verschwanden dann aber wieder in den B\u00fcschen und kamen erst wieder heraus, als es am Abend zu den Stallungen zur\u00fcck ging.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1112201461523-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Quanza sch\u00e4lt Rinde ab<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 19. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nSonje begann den Tag damit, sich an einem Felsen zu kratzen, doch Murera und Quanza folgten ihr nicht, sondern gingen stattdessen zum Luzernenheu. Quanza lief mit einem R\u00fcssel voller Luzernenheu davon, um alles f\u00fcr sich haben zu k\u00f6nnen. Lima Lima war noch mit Wassersaufen besch\u00e4ftigt, als Murera sich den anderen im Wald anschloss.<br \/>\nAls sie im Busch angekommen waren, konnten sie gut fressen, denn sie fanden endlich etwas frisches, gr\u00fcnes Gras, nach dem sie seit Beginn der Trockenzeit auf der Suche waren.<br \/>\nAls es Zeit f\u00fcr die Milch war, wurde Murera von einem Keeper gef\u00fcttert und ging danach direkt zum Matschloch, um sich mit den anderen zu w\u00e4lzen. Lima Lima stand sehr unpraktisch zwischen Sonje und Quanza, denn sie bewegte sich sehr viel und verursachte Unmut unter den Anderen. Murera musste sie beiseite schubsen, damit die anderen sich in Ruhe w\u00e4lzen konnten. Die arme Lima Lima musste zur Seite treten und machte ihr eigenes Schlammbad auf, wo sie nach Herzenslust planschen und spritzen konnte, ohne die Anderen mit ihrem \u00dcbermut zu st\u00f6ren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/111220146214-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera und Quanza genie\u00dfen Luzernenheu<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 20. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nSonje ging zur Wassertr\u00e4nke und stellte fest, dass kein Wasser darin war. Sie kletterte hinein, um sicherzugehen, dass auch wirklich nichts auf dem Boden ist. Sie konnte Wasser riechen, aber wenn sie danach griff, war nichts da. Sie gab schlie\u00dflich auf und drehte sich um, um ihren Bauch an der Wand der Tr\u00e4nke zu kratzen und die nervigen Zecken zu entfernen. Die Keeper f\u00fcllten die Tr\u00e4nke wieder auf, die offenbar in der Nacht von wilden Elefanten geleert worden war.<br \/>\nAls Sonje zum Staubbad kam, spr\u00fchte sie etwas Staub auf ihren R\u00fccken, um die bei\u00dfenden Tsetse-Fliegen abzuhalten, w\u00e4hrend die anderen Babys spielten, h\u00fcpften und aufeinander herumkletterten.<br \/>\nNach einem Tag voller Wanderungen wurden die Elefanten von ihrer liebevollen menschlichen Familie zur\u00fcckgef\u00fchrt. Lima Lima war der erste Offizier der Keeper.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1112201462536-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje klettert in die Tr\u00e4nke<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 21. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nDie Elefanten kamen in den fr\u00fchen Morgenstunden gut gelaut und sehr verspielt aus den Gehegen. Sie machten viel Krach, als sie trompetend durch das dichte Geb\u00fcsch rannten und verscheuchten damit sogar die V\u00f6gel. Murera drohte den Affen, die auf den B\u00e4umen um sie herum kletterten und dann stie\u00df sie sogar eine Akazie um. Die Anderen machten es ihr nach und das ganze Drohen und Trompeten verursachte ein lautes Echo bei den H\u00fcgeln. Zwei Affen sa\u00dfen auf einem Baum \u00fcber den Elefanten fest und schrien diesen zu, doch die Waisen lie\u00dfen sich nicht st\u00f6ren und genossen das ganze Chaos, das sie verursacht hatten.<br \/>\nNach der Spielerei kam Lima Lima zum Staubbad zur\u00fcck und sch\u00e4rfte ihre Sto\u00dfz\u00e4hnchen, w\u00e4hrend sie im Staub spielte. Murera folgte Sonje; beide hatten sehr viel Energie bei der Affenjagd verbraucht. Auch die Anderen kamen dann zum Staubbad und sie spielten dort, w\u00e4hrend Lima Lima und Sonje einen Kratzfelsen suchten.<br \/>\nMittags nahmen die Waisen ein Schlammbad, nachdem es ein langer, trockener und hei\u00dfer Vormittag gewesen war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/111220146284-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera droht<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 22. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nMurera sah ein paar V\u00f6gel genau dort, wo sie gerade zum Grasen hingehen wollte. Sie wedelte mit ihren gro\u00dfen Ohren, um sich auf einen Angriff vorzubereiten, doch die V\u00f6gel wussten, was die gro\u00dfen Ohren zu bedeuten hatten und flogen hoch hinauf in einen Baum. Murera blieb nur noch, Richtung Himmel zu schauen und die V\u00f6gel im Baum zu beobachten. Die Keeper riefen die Elefanten zusammen, um in Richtung des Umani-H\u00fcgels zu gehen. Murera und Zongoloni gingen gem\u00e4chlich und grasten unterwegs an den trockenen Zweigen, an denen sie vorbeikamen. Im ausgetrockneten Busch besch\u00e4ftigten sie sich mit dem Gras, bevor pl\u00f6tzlich B\u00fcffel herauskamen, die sich zuvor versteckt hatten. Als die Waisen die B\u00fcffel sahen, suchten sie Hilfe bei den Keepern. Um den B\u00fcffeln aus dem Weg zu gehen, f\u00fchrten diese die Waisen dann zum Schlammloch, wo sie ein tolles Schlammbad genossen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1112201463038-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Zongoloni hebt einen trockenen Zweig auf<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 23. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nSonje und Zongoloni waren die Stars des Morgens, als sie sich auf den Weg in den Busch begaben und die F\u00fchrung \u00fcber die Gruppe \u00fcbernahmen. Sie f\u00fchrten die Waisen zu einer Stelle mit vielen kleinen gr\u00fcnen Zweigen, doch die gro\u00dfen \u00c4ste sind noch immer trocken.<br \/>\nAlle Babys staubbadeten heute und als sie den Staub in die Luft warfen, sah es aus als w\u00e4re es sehr windig. Die Keeper mussten den Staubwolken ausweichen. Lima Lima sah, wie die Keeper sich vom Staubbad entfernten und dachte, sie w\u00fcrden aufbrechen; also begann sie, ihnen zu folgen. Als sie verstand, dass es noch gar nicht losging, kehrte sie wieder um und staubbadete ebenfalls weiter.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1112201463252-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Zongoloni in F\u00fchrung<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 24. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nErneut \u00fcbernahmen heute morgen Zongoloni und Sonje die F\u00fchrung. Lima Lima und Murera folgten Sonje und Quanza folgte Zongoloni in eine andere Richtung. Sonjes Gruppe ging in den Schatten, w\u00e4hrend Zongoloni und Quanza gr\u00fcne Zweige suchten, aber immer in Sichtweite der Keeper und der anderen Babys blieben.<br \/>\nMittags rannten die Waisen zum Matschloch, nachdem sie ihre Milch getrunken hatten. Die Keeper widmeten sich ihrem Mittagessen im Schatten in der N\u00e4he des Wasserlochs und beobachteten die Waisen bei W\u00e4lzen. Quanza wurde heftig von Zongoloni in den Schlamm geschubst und schrie laut auf. Sie rappelte sich wieder auf und schubste Zongoloni von sich weg. Die Keeper waren von dem Geschrei \u00fcberrascht, doch als sie nachsahen, was los war, war Zongoloni bereits aus dem Schlammbad verbannt worden und die anderen w\u00e4lzten sich friedlich.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/111220146366-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Zongoloni gefolgt von Quanza<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 25. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nDie B\u00e4ume lebten heute gef\u00e4hrlich, als Lima Lima aus ihrem Gehege kam und sich direkt auf die Suche nach gro\u00dfen Zweigen machte, um sie sich in den Mund zu schieben.<br \/>\nQuanza f\u00fchrte die Waisen am Morgen in eine ungew\u00f6hnliche Richtung auf der Suche nach frischen Zweigen und dem leckersten Gr\u00fcn f\u00fcr den Tag. Nach einer langen Wanderung suchten die Keeper und die Waisen etwas Schatten zum Ausruhen und warteten darauf, dass sich das Wetter abk\u00fchlte. Als es fast Zeit f\u00fcr dem Heimweg war, gingen die Waisen noch einmal zum Wasserloch und spritzten schlammiges Wasser auf ihre R\u00fccken, um sich weiter abzuk\u00fchlen. Die Keeper riefen nach Murera und Sonje, doch es war Lima Lima, die sofort angerannt kam, gefolgt von Murera und danach erst den anderen Babys. Sonje war genervt von Zongoloni, die ihr im Weg stand, doch sie wollte Zongoloni nicht bestrafen und lie\u00df sie deshalb einfach vor. Sonje wei\u00df, dass Zongoloni noch sehr klein ist und nicht wei\u00df, was sie falsch gemacht hat.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1112201463854-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lima Lima pfl\u00fcckt trockene Zweige<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 26. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nZwei Nashornv\u00f6gel schrien laut in einem Baum, als die Waisen aus ihren n\u00e4chtlichen Gehegen kamen. Quanza f\u00fchrte die Gruppe an und die Keeper liefen ihr hinterher, um zu sehen, wohin die Reise gehen sollte. Als Quanza die Nashornv\u00f6gel h\u00f6rte, machte sie auf dem Absatz kehrt und rannte zur\u00fcck zu den Anderen, weil sie sich vor den Ger\u00e4uschen f\u00fcrchtete. Lima Lima \u00fcbernahm dann die F\u00fchrung und ging weiter in den Wald, denn sie kannte den Weg zu frischem Gr\u00fcn.<br \/>\nZur Schlammbadzeit war den Elefanten sehr hei\u00df und sie brauchten dringend das k\u00fchlende Wasser des Matschlochs. W\u00e4hrend des W\u00e4lzens hielten sie alle pl\u00f6tzlich inne, um einige Buschb\u00f6cke zu beobachten, die zum Saufen gekommen waren. Zongoloni f\u00fcrchtete sich und eilte aus dem Wasser, was auch die anderen Waisen erschreckte, die daraufhin ebenfalls alle fortrannten. Als Quanza und Zongoloni bemerkten, dass sie vor ein paar Buschb\u00f6cken davongelaufen waren, kamen sie sich sehr albern vor und rannten zur\u00fcck, um die Buschb\u00f6cke mit lautem Trompeten zu verjagen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/111220146432-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lima Lima f\u00fchrt die Waisen an<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 27. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nEs war noch sehr fr\u00fch am Morgen, als die Waisen entschieden, schon den Schatten aufzusuchen. Es war ein sehr trockener Tag und sie entspannten sich erst einmal, w\u00e4hrend sie diskutierten, wohin sie heute gehen sollte, um frisches Gr\u00fcn und Zweige zu finden, die sie auf ihren \u00fcblichen Routen nicht mehr finden k\u00f6nnen. Murera und Sonje blieben nicht sehr lange im Schatten, sondern ruhten sich nur kurz aus und gingen dann los, um den anderen Babys den Weg zu frischen Zweigen zu zeigen. Die Keeper folgten ihnen und beobachteten sie genau. Sie gingen zur Tongrube, wo es noch etwas gr\u00fcnes Futter gab.<br \/>\nZongoloni f\u00fchrte dann die Babys zum Wasserloch, wo sie ihre Milch bekamen und dann direkt zum Wasser gingen. Danach brachten die Keeper sie zu einem neuen Ort, wo sie im Schatten entspannen konnten, bis es k\u00fchl genug war, um am Abend zur\u00fcck zu gehen. Die Elefanten freuten sich auf Zuhause und trompeteten den ganzen Heimweg \u00fcber und stie\u00dfen hier und dort B\u00e4ume und B\u00fcsche um. Es war ein Zeichen gro\u00dfer Freunde nach einem langen Tag im Wald.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1112201464858-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Weisen knabbern an Akazien<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 28. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nSonje f\u00fchrte die Waisen zu Beginn des Tages in den Busch, gefolgt von Murera und dann von Lima Lima. Quanza war sehr besch\u00e4ftigt damit, sich an gro\u00dfen B\u00e4umen zu schaffen zu machen und ihre Rinde zum Fressen abzusch\u00e4len.<br \/>\nZongoloni hatte schlie\u00dflich genug von dem trockenen Zeug und suchte nach den Keepern, denn diese hatten ganz vergessen, dass es schon fast Zeit f\u00fcr das Schlammbad und die Milchflaschen war! Nachdem sie die Keeper gefunden hatten, fl\u00fcsterte Lima Lima Zongoloni etwas zu und die beiden gingen direkt zum Wasserloch. Dort bekamen sie ihre Milch und nahmen ein Schlammbad, bis die Keeper sie mit &#8222;Kwata kwata kwata&#8220; zur\u00fcck in den Busch riefen, wo sie eine Weile im Schatten entspannen konnten. Alle Babys kamen dann zum Staubbad zur\u00fcck und sie warfen gro\u00dfe Haufen Staub in die Luft. Die Keeper mussten Abstand halten, da sie sonst den Staub in die Augen bekommen h\u00e4tten. Quanza und Lima Lima waren \u00fcbergl\u00fccklich bei ihren Spielen und insbesondere Lima Lima probierte viele neue Arten, mit der Erde zu spielen, aus.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1112201465042-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje kommt zur Milchf\u00fctterung<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 29. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nDie vergn\u00fcgte Lima Lima wollte am Morgen die bei\u00dfenden Tsetse-Fliegen abhalten, indem sie ihren R\u00fcssel gegen ihre Brust schleuderte. Dann ging sie zum Staubbad, setzte sich auf ihren Hintern und zerquetschte jede Zecke, die sich dort versteckt haben k\u00f6nnte.<br \/>\nAls die Waisen in den Busch gingen, nahm Lima Lima Quanza mit auf einen Ausflug, bei dem sie versuchten, ein paar trockene Zweige vom Boden aufzuheben. Es wurde immer hei\u00dfer und die Waisen gingen zum Wasserloch, um sich beim W\u00e4lzen abzuk\u00fchlen. Sie hatten jede Menge Wasser zum Spielen und wie \u00fcblich gingen Lima Lima und Quanza ganz hinein und schwammen. Sogar Sonje schloss sich ihnen an und sie waren die Schwimmmeister des Tages. Murera suchte dagegen nach umgefallenen B\u00e4umen, an denen sie sich ordentlich kratzen konnte. Nach dem langen Schlammbad gingen die Waisen bis zum Abend auf ihre \u00fcblichen Wanderschaften. Als sie nach Hause kamen, gingen sie erneut bei einem Wasserloch vorbei und fanden dabei eine Schildkr\u00f6te am Ufer vor. Diese machte den Babys soviel Angst, dass sie sich gegen ein Schlammbad entschieden und lieber wegliefen und den Keepern folgten, die sie nach Hause brachten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1112201465923-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lima Lima versucht, die Tsetse-Fliegen fernzuhalten<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 30. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nAm Morgen mussten die Waisen noch in ihren Gehegen bleiben, weil wilde Elefanten da waren. Ihre wilden Freunde besuchten die M\u00e4dchen, doch sie konnten sich nicht unter sie mischen und kollerten stattdessen ununterbrochen. Das ist ihre \u00fcbliche Art zu kommunizieren und wir Menschen haben keine Ahnung, wor\u00fcber sie reden. Die Keeper h\u00f6rten von ihren Zelten aus viel Krach und das Gekollere der Elefanten, doch als sie herauskamen, um sie zu sehen und ein paar Fotos zu machen, rannten sie sofort in den Wald davon, da sie Angst vor dem Geruch von Menschen haben. Murera versuchte mehrmals, aus ihrem Gehege zu kommen und ihnen zu folgen, ebenso wie Zongoloni, Quanza und Lima Lima. Als Lima Lima schlie\u00dflich aus dem Gehege kam, war sie noch immer in der Stimmung, den wilden Bullen zu folgen, doch sie fand sie nicht mehr. Die Anderen hatten das Interesse verloren und so kam auch Lima Lima zur\u00fcck und kratzte ihren Hintern und ihre Hinterbeine an einem umgest\u00fcrzten Baum. Nach den Wanderungen mussten die Babys sich alle ordentlich einstauben und ihre Hautfarbe \u00e4nderte sich vom normalen Grau zu Braun.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/111220147348-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera steht auf<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 31. Oktober 2014<\/strong><br \/>\nLima Lima war gar nicht gl\u00fccklich \u00fcber die zwei Buschb\u00f6cke, die zur morgendlichen Luzernenheuf\u00fctterung vorbeigekommen waren. Als sie sie sah, drohte sie ihnen mit gro\u00dfen aufgestellten Ohren. Sonje griff etwas Erde und warf Staub in Richtung der Buschb\u00f6cke, um Lima Lima beim Vertreiben der unwillkommenen G\u00e4ste zu helfen.<br \/>\nAuf dem Weg zu den Weidegr\u00fcnden waren die Waisen sehr verspielt und sie fanden s\u00fc\u00dfe, aber noch immer sehr trockene Zweige. Sp\u00e4ter gingen sie zum Staubbad und w\u00e4lzten sich ein zweites Mal am heutigen Tag darin.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/111220147950-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje wirbelt Staub auf<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/umani-springs-oktober-2014\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mittwoch, 1. Oktober 2014 Nach einer langen und k\u00fchlen Nacht zeigte Murera den Babys, wo sie den Tag beginnen sollten. 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