{"id":5864,"date":"2014-12-10T16:25:35","date_gmt":"2014-12-10T15:25:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=5864"},"modified":"2014-12-21T17:46:28","modified_gmt":"2014-12-21T16:46:28","slug":"die-einheimische-korruption-toetet-afrikas-nashoerner-und-elefanten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/die-einheimische-korruption-toetet-afrikas-nashoerner-und-elefanten\/","title":{"rendered":"Die einheimische Korruption t\u00f6tet Afrikas Nash\u00f6rner und Elefanten"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><strong>Die einheimische Korruption t\u00f6tet Afrikas Nash\u00f6rner und Elefanten<\/strong><\/p>\n<p><em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-5865 size-medium\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2014\/12\/bild_1-300x174.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"174\" \/><\/em><\/p>\n<p><em>Foto: Das Bild, das am 24. Juni 2014 zur Verf\u00fcgung gestellt wurde, zeigt eine am 19. Juni 2014 grasende Elefantenherde im Kasigau Wildtier-Wanderkorridor zwischen Tsavo Ost und Tsavo West, der durch das Projekt &#8211;\u00a0Wildlife Works &#8211;\u00a0gesch\u00fctzt wird, Kenia, 19. Juni 2014. EPA\/DANIEL IRUNGU<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Wilderei und der Wildtierhandel haben in ganz Afrika das Niveau einer Pandemie erreicht, eine steigende Anzahl von Arten ist noch w\u00e4hrend unseren Lebzeiten vom Aussterben bedroht.-\u00a0 <\/strong><\/p>\n<p><strong>&#8211;\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Obwohl diese Krise &#8211; chronisch verursacht durch den Mangel an nachhaltigen wirtschaftlichen Alternativen und der wachsenden Nachfrage nach Wildtier-Produkten wie Elfenbein und das Horn von Nash\u00f6rnern &#8211; sehr komplex ist, wird diese Multi-Milliarden-Dollar-Industrie in mehreren Afrikanischen L\u00e4ndern durch Bestechung und Korruption auf allen Regierungsebenen vorangetrieben.<\/p>\n<p>Auch eine nur oberfl\u00e4chliche Zusammenfassung der negativen Auswirkungen dieser Entwicklung liest sich sehr deprimierend:<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><em>Tansania<\/em><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Tansania, das schnell zu Afrikas Hauptquelle von illegalem Elfenbein wurde, hat seit 2006 zwei Drittel seiner Elefanten durch Wilderei verloren. Als Hauptursache wurden geheime Absprachen zwischen korrupten Regierungsbeamten und Verbrechersyndikaten identifiziert. Wildh\u00fcter liefern entscheidende Informationen an die Wilderer, Polizeibeamte liefern die Waffen, die zust\u00e4ndigen tansanischen Finanzbeamten geben die Container mit dem Elfenbein f\u00fcr den Export frei und die regierenden Chama cha Mapinduzi (CCM) Parteifunktion\u00e4re bieten ein hohes Ma\u00df an Schutz f\u00fcr den Wildtierhandel.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>2012 wurde eine Liste von Personen, die in die Elefanten-Wilderei involviert waren &#8211; darunter auch prominente Politiker &#8211; an Pr\u00e4sident Jakaya Kikwete \u00fcbergeben. Im folgenden Jahr wurden vier CCM-Mitglieder des Parlaments, darunter auch der Partei-Generalsekret\u00e4r Abdulrahman Kinana, aufgrund ihrer Beteiligung namentlich genannt. Gegen keine der darin verwickelten Personen wurde jemals weiter ermittelt und keine dieser Personen wurde verhaftet.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>2013 kritisierte Tansanias Rechnungshof das Ministerium f\u00fcr nat\u00fcrliche Ressourcen und Wildtiertourismus sowohl f\u00fcr die erheblichen Mengen an Lagerbest\u00e4nden von Elefanten-Sto\u00dfz\u00e4hnen, die unter seiner Aufsicht verschwunden waren als auch f\u00fcr die nicht gemeldeten Wilderei-Vorf\u00e4lle.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Anfang dieses Jahres versorgten Polizeibeamte Wilderer mit Waffen, verschafften ihnen Zugang zum ber\u00fchmten Selous Reservat und nahmen das Elfenbein an sich, nachdem f\u00fcnf Elefanten get\u00f6tet worden waren.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Ein k\u00fcrzlich ver\u00f6ffentlichter Bericht der Umweltbeh\u00f6rde (EIA) stellt fest, dass letztlich die h\u00f6chsten Regierungskreise Tansanias f\u00fcr die Dezimierung der Elefantenpopulation des Landes verantwortlich sind, da sie weder sicherstellen, dass Wildtiergesetze durchgesetzt werden noch, dass h\u00f6here Verurteilungsquoten erreicht werden, wenn solche F\u00e4lle vor Gericht kommen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><em>Sambia<\/em><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>2013 entlie\u00df Sambias Minister f\u00fcr Tourismus und Kunst den Generaldirektor der Zambia Wildlife Authority (ZAWA), Edwin Matokwani, zusammen mit mehreren seiner Kollegen, aufgrund von Amtsmissbrauch und Korruption im Zusammenhang mit kommerziellen Jagdunternehmen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Im selben Jahr wurde Verteidigungsminister Geoffrey Mwamba am Internationalen Flughafen Kenneth Kaunda mit drei gro\u00dfen Taschen voll mit Elefanten-Sto\u00dfz\u00e4hnen gefasst. Er wurde ohne Anklage freigelassen, nachdem er sich auf seine diplomatische Immunit\u00e4t berief. Die Sto\u00dfz\u00e4hne wurden von der ZAWA beschlagnahmt, aber tauchten zwei Tage sp\u00e4ter am selben Flughafen im Gep\u00e4ck eines Chinesischen Diplomaten wieder auf. Es wurden keine weiteren Schritte unternommen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><em>Mosambik<\/em><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Wilderei-Vorf\u00e4lle, die an die mosambikanische Polizei und den Grenzschutz gemeldet werden, werden selten weiterverfolgt. Es sind F\u00e4lle bekannt, bei denen Schmiergeldzahlungen erzwungen wurden und Straft\u00e4ter ohne Anklage freikamen, nachdem eine Bar-\u201eAnzahlung\u201c get\u00e4tigt wurde.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Ein \u201eNetz offizieller Mitt\u00e4ter\u201c, einschlie\u00dflich Verwaltungs-, Justiz- und Finanzbeh\u00f6rden in den n\u00f6rdlichen Provinzen von Niassa und Cabo Delgado, darunter die Kriminalpolizei, Staatsanw\u00e4lte und Gerichte, erleichtert das Abschlachten der Elefanten in dieser Region in einem solchen industriellen Ausma\u00df.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Regierungsbeamte sind bekannt daf\u00fcr, Wilderer mit gro\u00dfkalibrigen Waffen versorgt und ihnen Zugang zu gesch\u00fctzten Gebieten verschafft zu haben sowie einen reibungslosen Transport des Elfenbeins und des Horns der Nash\u00f6rner aus dem Land heraus sichergestellt zu haben.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>2010 wurden im Mecula Bezirk 12 Elefanten mit Waffen get\u00f6tet, die von der Polizei geliefert worden waren. Im folgenden Jahr wurden acht Grenzschutzmitglieder gefasst, die 350 kg beschlagnahmtes Elfenbein verkauften. Aber anstatt sie zu bestrafen, wurden sie in einen anderen Bereich versetzt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Seit 2012 sind mehrere Tonnen Elfenbein aus Mosambiks offiziellen Lagerbest\u00e4nden verschwunden. Es werden geheime Absprachen durch Regierungsbeamte auf hoher Ebene vermutet.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Der Regierungspartei Frelimo wird vorgeworfen, dass sie die Einnahmen aus Elfenbeinverk\u00e4ufen von mehr als 50 Elefanten, die mithilfe von Milit\u00e4rausr\u00fcstung im Niassa National-Schutzgebiet gewildert wurden, daf\u00fcr genutzt haben, ihren Kongress, der 2012 in Pemba stattfand, finanziert zu haben.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Flughafen-Zollbeamte in Maputo sind bekannt daf\u00fcr, dass sie als Gegenleistung f\u00fcr ein Schmiergeld, Gep\u00e4ck, welches das Land verl\u00e4sst, nicht untersuchen. \u00c4hnliche Dienste bieten Zoll- und Polizeibeamte f\u00fcr Container, die von Chinesischen Holzunternehmen aus Pemba verschickt werden. Der Polizeichefin von Cabo Delgad, Dora Manuel Majante, wurde vorgeworfen, die Abfertigung von Elfenbein und anderer Schmugglerware im Flughafen und Hafen von Pemba zu erm\u00f6glichen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Ein betr\u00e4chtlicher Anteil der hunderte Wilderer, die im Kr\u00fcger Nationalpark verhaftet oder get\u00f6tet wurden, waren Mitglieder der mosambikanischen Armee, Polizei und des Grenzschutzes.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><em>Uganda<\/em><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Anfang dieses Jahres wurde Ugandas Pr\u00e4sident Yoweri Museveni gebeten, bei der Verhaftung von hochrangigen Regierungsbeamten zu unterst\u00fctzen, die in den illegalen Wildtierhandel involviert sind. Es wurde nichts unternommen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>In diesem Monat verschwand mehr als eine Tonne der Elfenbein-Lagerbest\u00e4nde aus einem Regierungsgew\u00f6lbe. Eine lokale Zeitung schrieb, dass Beamte der Uganda Wildlife Authority (UWA) mit den H\u00e4ndlern unter einer Decke stecken und f\u00fcr den weit verbreiteten Elfenbeindiebstahl verantwortlich sind. Seitdem wurden sechs hochrangige Mitarbeiter der UWA, einschlie\u00dflich des Gesch\u00e4ftsf\u00fchrers Andrew Seguya, suspendiert, bis das Ergebnis der polizeilichen Untersuchung vorliegt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><em>Sudan<\/em><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Die Miliz ist angeblich zusammen mit der Sudanesischen Regierung an der Elefantenwilderei bis in L\u00e4nder wie dem Tschad, Kamerun, der Zentralafrikanischen Republik und der Demokratischen Republik Kongo beteiligt, der Elfenbeinhandel erfolgt \u00fcber die Regierung und das Milit\u00e4r in Khartum.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><em>S\u00fcd Sudan<\/em><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Ende 2005 hatte der zwei Jahrzehnte andauernde Krieg zwischen S\u00fcd- und Nord-Sudan die lokale Elefantenpopulation von mehr als 80.000 auf weniger als 5.000 reduziert. Seitdem droht der anhaltende innerstaatliche milit\u00e4rische Konflikt zwischen der offiziellen Regierungsarmee und den Rebellen die Elefantenpopulation vollst\u00e4ndig auszurotten, da die Soldaten Elefanten und andere Wildtiere wegen ihres Fleisches und des Elfenbeins niedermetzeln.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><em>Demokratische Republik Kongo<\/em><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Die Mitglieder der Armee der Demokratische Republik Kongo werden von vielen Beobachtern als die f\u00fchrenden Wilderer in den ausgedehnten \u00f6stlichen Regionen des Landes angesehen. Bis zu ihrem Abzug 2011 standen auch die ugandischen Besatzungsstreitkr\u00e4fte in direktem Zusammenhang mit der Wilderei.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><em>S\u00fcdafrika<\/em><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Eine Reihe von f\u00fchrenden Beamten, die 2012 vom &#8222;Endangered Wildlife Trust&#8220; akquiriert wurden, sind der Meinung, dass Korruption im Zusammenhang mit Wildtier-Verbrechen in S\u00fcdafrika weit verbreitet ist, insbesondere im Hinblick auf die Genehmigungen von CITES (\u00dcbereinkommen \u00fcber den internationalen Handel mit gef\u00e4hrdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen; auch Washingtoner Artenschutz\u00fcbereinkommen genannt) und TOPS (bedrohte und gesch\u00fctzte Arten). Offizielle Ma\u00dfnahmen gegen korrupte Beamte bleiben die Ausnahme.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><em>Simbabwe<\/em><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Elite-Mitglieder von Robert Mugabes Regierungspartei ZANU-PF kontrollieren zunehmend weite Teile der Naturschutzgebiete im Land und einige, so glaubt man, bessern dort ihre Deviseneinnahmen durch Elefanten- und Nashornwilderei auf.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>2013 setzten angeblich Wilderer zusammen mit bekannten ranghohen Mitgliedern der ZANU-PF Partei, Polizeibeamten und Beamten des Simbabwe Wildtier Managements Zyanid ein, um mehr als 100 Elefanten im Hwange National Park zu t\u00f6ten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Seit diesem Jahr ist die letzte frei umher wandernde Elefantenherde, die vermeintlich durch einen Pr\u00e4sidentenerlass vor der Jagd und dem Ausmerzen gesch\u00fctzt ist, bedroht. Entgegen dieser Regierungsverordnung beanspruchte eine Frau namens Elisabeth Pasalk, deren Bruder Veranstalter f\u00fcr Jagdsafaris ist, unrechtm\u00e4\u00dfig einen Teil des Lebensraums der Herde, errichtete eine Safari Lodge und erkl\u00e4rt das Gebiet zu einem \u201eConservancy\u201c &#8211; ein g\u00e4ngiger Euphemismus f\u00fcr \u201eJagdkonzession\u201c. Natursch\u00fctzer glauben, dass diese \u00dcbernahme durch politischen Einfluss von hoher Stelle unterst\u00fctzt wurde, dass die illegale Jagd Teil von Pasalks Pl\u00e4nen ist und dass die Elefanten des Pr\u00e4sidenten das beabsichtigte Ziel sind. Die Regierung von Simbabwe hat nichts gegen die Situation getan.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Es ist Zeit, zu handeln<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Beweise sind erdr\u00fcckend: Afrikanische Regierungen sind mitschuldig an der Massenausrottung des Wildtier-Erbes des Kontingents.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine Reihe von ihnen haben sich \u00f6ffentlich verpflichtet, die Wilderei aufzuhalten. Tansania z.B. ist ein Unterzeichner der Erkl\u00e4rung der Londoner Konferenz 2014 \u00fcber den Handel mit illegalen Wildtieren. Diese Erkl\u00e4rung fordert Null-Toleranz gegen\u00fcber Korruption und Pr\u00e4sident Kikwete hat sich k\u00fcrzlich f\u00fcr ein Moratorium f\u00fcr alle Elfenbeinverk\u00e4ufe ausgesprochen. Noch hat Kikwetes Regierung wenig Absicht gezeigt, diese Versprechen in die Realit\u00e4t umzusetzen und sie bleibt weiterhin stark in diese Katastrophe verwickelt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es bedarf des politischen Willens, drastische Ma\u00dfnahmen zu ergreifen. Dazu geh\u00f6rt, korrupte Aktivit\u00e4ten, die im Zusammen mit Verbrechen gegen Wildtiere stehen, auf allen Regierungsebenen zu identifizieren und zu untersuchen, korrupte Personen &#8211; viele von ihnen sind gut bekannt &#8211; aus dem Dienst zu entlassen und sie entsprechend der Bestimmungen des Strafrechtssystems strafrechtlich zu belangen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die internationale Gemeinschaft, einschlie\u00dflich der CITES, tr\u00e4gt einen Teil der Verantwortung. Wenn die Korruption nicht energisch genug bek\u00e4mpft wird, wenn Regierungen, die daf\u00fcr bekannt sind, korrupt zu sein, nicht sanktioniert werden, wenn internationales Recht nicht durchgesetzt wird, wenn kein komplettes Verbot f\u00fcr den internationalen und inl\u00e4ndischen Handel von Nashorn-Horn, Elefanten-Elfenbein und anderer Wildtier-Waren eingef\u00fchrt wird und wenn keine Zerst\u00f6rung aller Regierungslagerbest\u00e4nde solcher Waren gefordert wird, dann sind auch sie mitschuldig an der sich anbahnenden Katastrophe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Juli forderten die Environmental Investigation Agency (EIA) und die International Rhino Foundation (IRF) die US-Regierung auf, Handelssanktionen gegen Mosambik zu verh\u00e4ngen f\u00fcr seine Mitschuld am Abschlachten der Elefanten und Nash\u00f6rner in S\u00fcdafrika. Die Regierung von Pr\u00e4sident Obama muss diesen dringenden Aufruf noch beherzigen.<\/p>\n<p>Die Beseitigung der Korruption wird die Katastrophe nicht beenden. Aber wenn wir die systemische Korruption, die das Ganze erm\u00f6glicht, nicht stoppen, dann wird Afrikas Wilderei-Krise unheilbar sein. Die Folge ist das Aussterben von Nash\u00f6rnern, Elefanten, L\u00f6wen, Schuppentieren und unz\u00e4hligen anderen unersetzlichen Arten, die dieses Jahrhundert angesichts der ungez\u00fcgelten menschlichen Gier nicht \u00fcberleben werden.<\/p>\n<p><em>&#8211;\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Originalartikel von Andreas Wilson-Sp\u00e4th, erschienen am 28 November 2014 im Daily Maverick, S\u00fcdafrika, \u00fcbersetzt aus dem Englischen.<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/die-einheimische-korruption-toetet-afrikas-nashoerner-und-elefanten\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die einheimische Korruption t\u00f6tet Afrikas Nash\u00f6rner und Elefanten Foto: Das Bild, das am 24. 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