{"id":587,"date":"2002-06-03T10:21:22","date_gmt":"2002-06-03T09:21:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=587"},"modified":"2002-06-03T10:21:22","modified_gmt":"2002-06-03T09:21:22","slug":"mweya-und-sweet-sally-verlassen-die-nursery","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/mweya-und-sweet-sally-verlassen-die-nursery\/","title":{"rendered":"Mweya und Sweet Sally verlassen die Nursery"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/05\/jul-2-mweya.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-right: 0px; border-top: 0px; border-left: 0px; border-bottom: 0px\" height=\"158\" alt=\"jul_2_mweya\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/05\/jul-2-mweya-thumb.jpg\" width=\"244\" border=\"0\"\/><\/a> <\/p>\n<p>Wie die Zeit vergeht! Ist es wirklich schon 16 Monate her, dass Mweya &#8211; ein winziges vier Wochen altes Elefantenm\u00e4dchen &#8211; mit dem Helikopter aus Uganda im Elefanten-Waisenhaus in Nairobi eintraf? Und 15 Monate, seit Sweet Sally im Alter von sechs Monaten hier ankam? Sweet Sally war bei der Umsiedlung ihrer Herde von ihrer Mutter getrennt worden. Nun sind auch diese beiden Waisen der Nursery entwachsen &#8211; was nat\u00fcrlich ein Grund zur Freude ist. Aber ein wenig Traurigkeit ist auch immer dabei, denn durch die intensive Betreuung in ihrem ersten Nursery-Jahr sind sie uns sehr ans Herz gewachsen. Mweya (17 Monate) und Sweet Sally (21 Monate) wurden am 25. Mai nach Tsavo gebracht, wo sie sich den \u00e4lteren Waisen in Emilys Herde anschliessen sollen.<\/p>\n<p><!--more--> <\/p>\n<p>Mai ist die beste Zeit f\u00fcr eine Umsiedlung von der Nursery nach Tsavo, da sich die Kleinen in dieser k\u00fchleren Jahreszeit besser an die hohen Temperaturen und das W\u00fcstenklima in Tsavo gew\u00f6hnen k\u00f6nnen. Nach den Regenf\u00e4llen im M\u00e4rz\/April ist auch die Vegetation in Tsavo noch gr\u00fcn. <\/p>\n<p>Wenn der Lastwagen die Nursery in Nairobi mit einem R\u00fcsselkind verl\u00e4sst, fallen bei uns immer ein paar Tr\u00e4nen. Bei den sogenanten &#8222;Professionellen&#8220; sind Emotionen, wenn es um Tiere geht, zwar verp\u00f6nt, wir aber sehen Gef\u00fchle nicht als Schw\u00e4che, sondern als einen wichtigen Eckpfeiler unseres Erfolgs. Wir sind auch stolz auf jedes Waisenkind, das unsere Nursery gesund verl\u00e4sst, denn wir k\u00f6nnen uns nur zu gut daran erinnern, mit welchen k\u00f6rperlichen und seelischen Sch\u00e4den die Babies zu uns kamen. Wir sind stolz darauf, sie an K\u00f6rper und Seele zu heilen und der Wildnis zur\u00fcckzugeben, wohin sie schlie\u00dflich geh\u00f6ren. Bis jetzt ist das bei 40 Elis &#8211; das ist schon eine richtige Herde &#8211; gelungen, die sonst mit Sicherheit nicht \u00fcberlebt h\u00e4tten. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/05\/jul-3-gruppe.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-right: 0px; border-top: 0px; border-left: 0px; border-bottom: 0px\" height=\"163\" alt=\"jul_3_gruppe\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/05\/jul-3-gruppe-thumb.jpg\" width=\"244\" border=\"0\"\/><\/a> <\/p>\n<p>Einige Tage, bevor die Kleinen auf die 200 Meilen lange Reise nach Tsavo geschickt werden, gew\u00f6hnen wir sie an den Safari-Truck. Sie gehen \u00fcber eine B\u00f6schung, die als Laderampe dient, in den Truck und bekommen dort ihr Futter. Nach einigem Z\u00f6gern &#8211; und manchmal auch etwas Platzangst &#8211;&nbsp; gehen sie voll Vertrauen zu ihren Keepern in den Truck. Mweya und Sweet Sally haben diese H\u00fcrde mit Bravour genommen und marschierten hinter ihren Keepern &#8211; und der Milchflasche &#8211; hinein. W\u00e4hrend der Fahrt sitzen die Keeper hinter der Fahrerkabine, wo sie st\u00e4ndig Kontakt zu ihren Sch\u00fctzlingen haben. Es folgen ein Reservefahrzeug und ein Konvoi von Leuten, die die Einf\u00fchrung der R\u00fcsselbabies bei den \u00e4lteren Elis miterleben m\u00f6chten. <\/p>\n<p>Wenn sie nach sechs bis sieben Stunden Fahrt ihr Ziel in Tsavo erreichen, d\u00fcrfen sie erst einmal ihre neue Umgebung inspizieren, bevor die \u00e4lteren Elefanten von ihrem Ausflug in den Busch zur\u00fcck sind und die Kleinen zu begr\u00fc\u00dfen. Auch Mulika und Nasalot &#8211; ebenfalls erst vor kurzem aus der Nursery hier eingetroffen &#8211; befinden sich bei den \u00c4lteren in Tsavo. Sie werden Mweya und Sweet Sally in den ersten schwierigen Tagen zur Seite stehen. Die Einf\u00fchrung bei den \u00e4lteren Waisen ist immer ein wenig traumatisch, besonders f\u00fcr so kleine Elis wie Mweya, die zu fr\u00fch zur Waise wurde, um sich an ihre Mutter oder andere Familienmitglieder zu erinnern. Als sie dann pl\u00f6tzlich von einer Herde riesiger fremder Elefanten umgeben war &#8211; alle begierig, sie zu sehen und zu ber\u00fchren -,&nbsp; geriet Mweya in Panik und wollte nur noch entkommen. Sweet Sally war viel gelassener, da sie erst mit sechs Monaten zur Waise wurde und den Anblick gro\u00dfer Elefanten gewohnt war. Laut trompetend versuchte Mweya immer wieder zu entkommen, besonders dann, als noch gr\u00f6\u00dfere \u201eRiesen\u201c in Gestalt von Emily, Aitong und Imenti auftauchten und sich neugierig herandr\u00e4ngten, um die kleinen Neuank\u00f6mmlinge zu begutachten. <\/p>\n<p>Das erste Chaos legte sich bald, und Mweya und Sweet Sally waren in k\u00fcrzester Zeit Mitglieder der Herde. Sie wanderten mit den anderen \u00fcber die H\u00e4nge der Mazinga Hills &#8211; blieben aber immer noch nah bei ihren Keepern. Begleitet wurden sie von Mulika und Nasalot, die ganz offensichtlich begeistert waren \u00fcber die Wiedervereinigung mit ihren Sch\u00fctzlingen, die sie noch vor einigen Monaten in der Nursery bemuttert hatten. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/05\/jul-4-imenti-aitong.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-right: 0px; border-top: 0px; border-left: 0px; border-bottom: 0px\" height=\"169\" alt=\"jul_4_imenti_aitong\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/05\/jul-4-imenti-aitong-thumb.jpg\" width=\"244\" border=\"0\"\/><\/a> <\/p>\n<p>F\u00fcr die beiden Neuank\u00f6mmlinge war die erste Nacht in den gro\u00dfen Stockades mit so vielen anderen allerdings eine harte Sache &#8211; ohne ihre weiche Matratze und den Komfort der Nursery-St\u00e4lle. Mweya, die es gewohnt war, ihren Kopf durchzusetzen, protestierte lautstark gegen diese Behandlung, obwohl sie noch den Luxus eines eigenen Keepers hatte. Sie schrie stundenlang, so dass Imenti &#8211; der &#8222;Besch\u00fctzer&#8220; der Waisen &#8211;&nbsp; von den nahen H\u00fcgeln herabkam, um nachzusehen, ob alles in Ordnung war. (Imenti bleibt nachts nicht in den Stockades; er kann frei \u00fcberall hingehen, wartet aber gew\u00f6hnlich morgens am Eingang, um die anderen zu begleiten). Als Mweyas Protest keinen Erfolg hatte, begab sie sich schlie\u00dflich zur Ruhe, und der Friede war wieder hergestellt. <\/p>\n<p>So wie wir Mweya und Sweet Sally kennen, werden sie in Tsavo eine sehr sch\u00f6ne Zeit haben. <\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/mweya-und-sweet-sally-verlassen-die-nursery\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie die Zeit vergeht! Ist es wirklich schon 16 Monate her, dass Mweya &#8211; ein winziges vier Wochen altes Elefantenm\u00e4dchen &#8211; mit dem Helikopter aus Uganda im Elefanten-Waisenhaus in Nairobi eintraf? Und 15 Monate, seit Sweet Sally im Alter von sechs Monaten hier ankam? 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