{"id":588,"date":"2003-01-03T10:22:33","date_gmt":"2003-01-03T09:22:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=588"},"modified":"2003-01-03T10:22:33","modified_gmt":"2003-01-03T09:22:33","slug":"thoma-burra-und-solango-willkommen-in-tsavo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/thoma-burra-und-solango-willkommen-in-tsavo\/","title":{"rendered":"Thoma, Burra und Solango: Willkommen in Tsavo!"},"content":{"rendered":"<p>Anfang Dezember war es in der Nairobi Nursery mal wieder so weit: Der n\u00e4chste gro\u00dfe Umzug nach Tsavo-Ost &#8211; Kenias gr\u00f6\u00dftem \u201eElefanten-Park\u201c &#8211; stand bevor, wo die \u00e4lteren Waisen-Elefanten auf ihr sp\u00e4teres Leben in der Wildnis vorbereitet werden. <\/p>\n<p><!--more--> <\/p>\n<p>Diesmal waren es drei \u201eunserer\u201c Waisen, f\u00fcr die der Verein \u201eRettet die Elefanten Afrikas\u201c Patenschaften vergibt: <b>Thoma<\/b>, ein 15 Monate altes, liebenswertes Elefantenm\u00e4dchen, das einst von seiner Herde getrennt wurde, die auf einer Farm Nahrung suchte,&nbsp; <b>Burra <\/b>&#8211; heute 16 Monate alt -, dem von einer Drahtschlingen-Falle ein Ohr fast gespalten wurde, und der 14 Monate alte <b>Solango, <\/b> der gerade noch rechtzeitig aus einer mit Wasser gef\u00fcllten Felskluft gerettet werden konnte.&nbsp; Nach all den traumatischen Erlebnissen, die die Kleinen hinter sich haben, sind sie heute allesamt gl\u00fccklich und gesund, und sie lieben ihre Keeper, die ihnen die verlorene Elefanten-Familie ersetzen.  <\/p>\n<p>Wie immer, wenn so ein Umzug bevorsteht, standen zwei gro\u00dfe Safari-Trucks schon einige Tage vorher in der Nursery, um die Kleinen an die Fahrzeuge zu gew\u00f6hnen. Die Keeper trainierten das \u201eEinsteigen\u201c, indem sie den Elefanten den Weg in die Trucks mit einer Extra-Portion aus der Milchflasche vers\u00fc\u00dften. Nur Burra wollte absolut nicht mitmachen. Offenbar war ihm der Transport in die Nursery noch in b\u00f6ser Erinnerung, weil er damals so gro\u00dfe Schmerzen hatte. <\/p>\n<p>Am 9. Dezember, fr\u00fch morgens um 5.30 Uhr, sollte die Reise losgehen. Und dank Roy Carr-Hartley, Vater von Daphnes Schwiegersohn Robert und erfahrener Wildlife-Experte, gelang es schlie\u00dflich, auch <b>Burra<\/b> mit einem kr\u00e4ftigen Schubs in den Truck zu bef\u00f6rdern, in dem <b>Solango <\/b>schon auf ihn wartete. <b>Thoma<\/b> reiste im zweiten Truck, zusammen mit <b>Sosian,<\/b> einem \u00fcber zwei Jahre alten Elefantenjungen. <\/p>\n<p>F\u00fcr <b>Sosian<\/b> werden wir &#8211; der Verein \u201eRettet die Elefanten Afrikas e.V.\u201c&nbsp; &#8211; eine Patenschaft vergeben, wenn wir ihn im kommenden Fr\u00fchjahr selbst kennengelernt und fotografiert haben. Das Gleiche gilt f\u00fcr <b>Mpala<\/b>, einen kleinen Eli-Jungen, und f\u00fcr <b>Wendi, <\/b>das zwei Monate alte Elefantenm\u00e4dchen, die beide jetzt mit <b>Seraa <\/b>in Nairobi zur\u00fcckblieben &#8211; und die instinktiv merkten, dass sie sich von ihren Freunden trennen mussten, mit denen sie hier so viele herrliche Spiel-Stunden verbracht hatten. Das gefiel ihnen \u00fcberhaupt nicht. Denn sie mussten bef\u00fcrchten, dass sie nach dem Verlust ihrer fr\u00fcheren Familie nun schon wieder von denen getrennt wurden, die ihnen ans Herz gewachsen waren. Aber Daphne Sheldrick und die Keeper werden sich besonders um sie k\u00fcmmern &#8211; und eines Tages kommen auch sie nach Tsavo. Dann wird es ein freudiges Wiedersehen geben. <\/p>\n<p>So wie es jetzt <b>Mweya <\/b>und <b>Sweet Sally <\/b>erging, die ihre fr\u00fcheren \u201eNa\u00c3\u00adrobi-Kumpel\u201c <b>Thoma, Burra <\/b>und <b>Solango <\/b>mit gro\u00dfer Begeisterung<b> <\/b>begr\u00fc\u00dften, nachdem die Trucks gegen 11.30 Uhr in Tsavo angekommen waren. Keine Frage, sie alle erkannten sich wieder und waren total aufgeregt, nachdem sie sich so lange nicht gesehen hatten. Aber auch <b>Sosian <\/b>merkte man an, wie sehr er sich freute, wieder &#8211; wie fr\u00fcher&nbsp; &#8211; bei einer \u201erichtigen\u201c Elefanten-Herde zu sein.  <\/p>\n<p>Alle vier Neuank\u00f6mmlinge wurden mit viel z\u00e4rtlicher Aufmerksamkeit in Empfang genommen von <b>Emily<\/b>, der \u201eMatriarchin\u201c der Waisen-Herde, und von <b>Aitong<\/b>,, ihrer phantastischen \u201eNanny\u201c, die beide immer so gl\u00fccklich und stolz sind, wenn ihre Waisen-Familie \u201eNachwuchs\u201c bekommt. Auch wenn es eine Weile dauert, bis alle ihren Platz bei den verschieden alten Waisen-Gruppen gefunden haben&#8230; Vor allem <b>Burra <\/b>fand es zun\u00e4chst \u00fcberhaupt nicht in Ordnung, dass er zu <b>Mweyas<\/b> \u201eBaby-Gruppe\u201c geh\u00f6ren sollte. Er suchte mehrmals Anschluss bei den gr\u00f6\u00dferen Waisen &#8211; wurde aber ebenso oft von <b>Emily <\/b>mit sanfter Gewalt zu <b>Mweyas<\/b> Gruppe zur\u00fcckgebracht. Sie wusste offenbar, wo <b>Burra<\/b> erst mal am besten aufgehoben war&#8230;  <\/p>\n<p>Nach der ersten Nacht, in der vor allem der arme <b>Solango<\/b> ziemlich verzweifelt schien,&nbsp; hatten die \u201eNeuen\u201c in Tsavo ihre Unsicherheit auf dem ungewohnten Terrain \u00fcberwunden. Nun begann f\u00fcr sie alle der Weg ins Leben &#8211; die t\u00e4glichen Wanderschaften zusammen mit ihren Elefanten-Kumpeln und mit ihren Keepern, die immer f\u00fcr sie da sein werden, bis sie gro\u00df und unabh\u00e4ngig genug sind, um ihr eigenes Leben zu f\u00fchren. Die Tage auf dem vergleichsweise kleinen Nursery-Terrain sind vorbei. Denn heranwachsende Elefanten brauchen Raum, viel Raum, und sie brauchen viele andere, viele wilde Elefanten um sich herum. So, wie es von Natur aus f\u00fcr sie bestimmt ist. Und nur wenn diese Bedingungen gegeben sind, werden sie wirklich gl\u00fccklich sein. Gl\u00fccklich in Tsavo. <\/p>\n<p>Vielleicht meint das Schicksal es sogar besonders gut und wird <b>Burra<\/b> eines Tages mit seiner \u201erichtigen\u201c Familie zusammenf\u00fchren, denn er wurde ja in Tsavo gefunden. Sollte er also seiner Mutter irgendwann begegnen, wird sie ihn zweifellos sofort erkennen und wieder in ihre Familie aufnehmen. Und dann w\u00e4ren Daphne und seine Keeper, seine ganze menschliche Familie, wirklich sehr stolz und gl\u00fccklich, dass sie ihren Part zu dieser \u201eWiedervereinigung\u201c beigetragen haben. <\/p>\n<p>Aber Daphne wei\u00df auch: \u201eDass wir all diesen Waisen helfen k\u00f6nnen und ihnen jetzt eine zweite Chance f\u00fcr ein artgerechtes, ganz normales Elefanten-Leben geben, verdanken wir den Pateneltern, ohne deren Hilfe dies niemals m\u00f6glich w\u00e4re.\u201c&nbsp;&nbsp; <\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/thoma-burra-und-solango-willkommen-in-tsavo\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anfang Dezember war es in der Nairobi Nursery mal wieder so weit: Der n\u00e4chste gro\u00dfe Umzug nach Tsavo-Ost &#8211; Kenias gr\u00f6\u00dftem \u201eElefanten-Park\u201c &#8211; stand bevor, wo die \u00e4lteren Waisen-Elefanten auf ihr sp\u00e4teres Leben in der Wildnis vorbereitet werden.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-588","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-elinews"],"pp_statuses_selecting_workflow":false,"pp_workflow_action":"current","pp_status_selection":"publish","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/588","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=588"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/588\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=588"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=588"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=588"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}