{"id":590,"date":"2003-07-03T10:24:45","date_gmt":"2003-07-03T09:24:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=590"},"modified":"2003-07-03T10:24:45","modified_gmt":"2003-07-03T09:24:45","slug":"newsletter-aus-kenia-die-eli-waisen-im-juni-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/newsletter-aus-kenia-die-eli-waisen-im-juni-3\/","title":{"rendered":"Newsletter aus Kenia \/ die Eli-Waisen im Juni"},"content":{"rendered":"<h3>Nairobi Nursery<\/h3>\n<p><u><\/u> <\/p>\n<p>Freitag, der 18. Juni,&nbsp; war ein gro\u00dfer Tag in unserer Nairobi Nursery, denn an diesem Tag sollten <b>Seraa, Mpala <\/b>und<b> Morani<\/b> die Nursery verlassen und die lange Reise zur\u00fcck in die Welt der Elefanten im Tsavo East National Park antreten. Die 19 Monate alte <b>Seraa<\/b> ist jetzt rund und gesund. <b>Mpala<\/b> war bei seiner Ankunft aus Laikipia offenbar doch etwas \u00e4lter als wir dachten, denn er tr\u00e4gt schon stolz seine winzigen Sto\u00dfz\u00e4hne zur Schau, die ihn als Zweij\u00e4hrigen ausweisen, und <b>Morani<\/b>, der im vergangenen April im Alter von 18 Monaten traumatisiert und mit eitrigen Schusswunden hier eintraf, hat sich zu einem \u00fcberaus freundlichen kleinen Elefanten gemausert, seine Wunden sind inzwischen verheilt. Da er von den dreien der j\u00fcngste ist, wird er in der Tsavo-Gruppe das kleinste Baby sein und somit die privilegierte Position einnehmen, die bisher Solango hatte.<\/p>\n<p><!--more--> <\/p>\n<p>Die Verladung der Elefanten begann, wie \u00fcblich, sehr fr\u00fch bei Tagesanbruch. Nachdem sie es sich zusammen mit zwei Keepern sowie Futter und Wasser f\u00fcr die Reise bequem gemacht hatten, startete der Truck um 7 Uhr. Abgesehen von den normalen kurzen Stopps, um nachzusehen, ob hinten im Truck alles O.K. ist, gab es einen 30-min\u00fctigen Stau, verursacht durch einen auf der Hauptstrecke Nairobi-Mombasa liegengebliebenen Container-Truck. Mit Hilfe eines netten Polizisten jedoch, der gro\u00dfe Augen machte, als er erfuhr, dass sich in unserem Truck am Ende des Staus drei Elefanten befanden, wurden wir bevorzugt behandelt und durften an die Spitze der Schlange vorr\u00fccken. <\/p>\n<p>Die Keeper hatten bis zur Ankunft bei den Voi Stockades um zwei Uhr nachmittags gut zu tun, um die drei Kleinen zu besch\u00e4ftigen und zu beruhigen. Die ersten, die die Neuank\u00f6mmlinge begr\u00fc\u00dften, war die sogenannte &#8222;Baby-Gruppe&#8220;, angef\u00fchrt von <b>Mweya<\/b>. In der Gruppe sind die zuletzt angekommenen Elis, die in der Nursery noch mit <b>Seraa<\/b> und <b>Mpala<\/b> zusammen gewesen waren, n\u00e4mlich <b>Thoma, Burra, Solango <\/b>und<b> Sosian<\/b>, deren gro\u00dfe Freude \u00fcber d&lt;y Wiedersehen alle sehr r\u00fchrte. Sie erkannten sich auf Anhieb wieder, und besonders <b>Solango<\/b> war v\u00f6llig aus dem H\u00e4uschen, <b>Seraa<\/b> wiederzusehen, denn beide kommen aus dem Shaba National Reserve und k\u00f6nnten sogar aus derselben Herde stammen. <b>Burra<\/b> und <b>Sosian<\/b> waren gl\u00fccklich, ihren j\u00fcngeren Freund <b>Mpala<\/b> wiederzutreffen. Der einzig Fremde war der kleine <b>Morani<\/b>, der sich fest an <b>Aitong<\/b> schmiegte. Vielleicht \u00e4hnelte sie einer gro\u00dfen Schwester, jedenfalls f\u00fchlte er sich sofort zu ihr hingezogen, und sie ist nat\u00fcrlich entz\u00fcckt, ihn als &#8222;ihr&#8220; neues Baby zu haben. <\/p>\n<p>Es gibt immer eine Menge Aufregung innerhalb der Tsavo-Gruppe, wenn Neuank\u00f6mmlinge eintreffen, und auch diesmal war es nicht anders. R\u00fcssel umschlangen die Neuen oder wurden ihnen als Geste der Zuneigung auf den R\u00fccken gelegt, so dass sie sich sofort als Mitglieder der Familie der gr\u00f6\u00dferen Elefanten f\u00fchlen mussten &#8211; in der Tat eine ansehnliche Elefantenherde, angef\u00fchrt von der Matriarchin <b>Emily<\/b>. Von den begleitenden Keepern war David Mutie allen aus der Tsavo-Gruppe bekannt, da er eine lange Zeit mit ihnen verbracht hatte. Und so wurde auch er sehr \u00fcberschwenglich auf Eli-Art begr\u00fc\u00dft. Auch Keeper Julius, ein besonderer Liebling der Nursery-Elefanten, wurde begeistert in Empfang genommen. Besonders <b>Nasalot<\/b> schenkte ihm gro\u00dfe Aufmerksamkeit, was ihn tief bewegte, denn er hatte nicht geglaubt, dass ihre Gruppe sich an ihn erinnern w\u00fcrde. Nun wei\u00df Julius: &#8222;Ein Elefant vergisst nie!&#8220; <\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen bereits schien es, als ob sie schon immer ein Teil dieser &#8222;Herde&#8220; gewesen sind, zu der jetzt insgesamt 29 Waisen-Elefanten geh\u00f6ren. Daphne, ihre Tochter Angela und ihr Schwiegersohn Robert begleiteten alle Waisen bei ihrem Mittags-Schlammbad am n\u00e4chsten Tag, und es war bereits schwierig, <b>Seraa,, Mpala <\/b>und<b> Morani<\/b> in der gro\u00dfen Gruppe auszumachen! <\/p>\n<p>In der <u>Nairobi Nursery<\/u> ist Wendi jetzt die Mini-Matriarchin der Nairobi-Waisen wie <b>Tomboi<\/b> und <b>Selengai<\/b>, und sie genie\u00dft ihre neue Rolle, die sie sehr ernst nimmt. Interessanterweise hat sich ihr Verhalten ge\u00e4ndert, denn obwohl erst sieben Monate alt, verwandelte sie sich praktisch \u00fcber Nacht in einen f\u00fcrsorglichen und verantwortungsbewussten Mini-Elefanten. Sie ist sich stets ihrer Pflichten gegen\u00fcber den noch kleineren Waisen bewusst und nicht mehr so boshaft und frech wie fr\u00fcher! <\/p>\n<h4>Die Tsavo-Waisen<\/h4>\n<\/p>\n<p>In diesem Monat gab es wieder viele Begegnungen mit wilden Herden. So zum Beispiel am 11.Juni, als sich sieben wilde Elefanten zu unseren Waisen gesellten und <b>Sosian<\/b> sogar auf den R\u00fccken eines im Schlamm liegenden Wilden klettern durfte. <b>Solango<\/b> war etwas \u00e4ngstlich, als ein erwachsener Bulle mit gro\u00dfen Sto\u00dfz\u00e4hnen die Waisen begr\u00fc\u00dfte, aber <b>Aitong<\/b> zog ihn heran, und der Bulle &#8222;k\u00fcsste&#8220; ihn dann, indem er ihm seinen R\u00fcssel ins Maul steckte, was ihn sichtlich beruhigte. <\/p>\n<p>In der ersten Monatsh\u00e4lfte trafen die Waisen zweimal auf Lissas Familie: am 8., als <b>Mweya<\/b>, <b>Solango<\/b> und <b>Thoma<\/b> <b>Lissas<\/b> neues Baby ber\u00fchren durften, und dann noch einmal am 14., als <b>Lissa<\/b> und ihre Familie sich unserer Gruppe beim Schlammbad anschlossen und <b>Natumi<\/b> und <b>Edie<\/b> mit <b>Lissas<\/b> \u00e4lterem Kalb, Lara, spielten, und <b>Emily<\/b> mit <b>Mpenzi<\/b> spielte (<b>Lissas<\/b> Kinderm\u00e4dchen und ebenfalls ein fr\u00fcheres Mitglied unserer Waisenfamilie). <b>Uaso<\/b> (der bereits vor einiger Zeit die Waisen-Familie verlassen hatte) spielte mit <b>Mulika<\/b> und Salama. (<b>Uaso<\/b> verbringt viel Zeit mit <b>Lissas<\/b> Familie, wenn er nicht gerade mit einem der &#8222;Big <b>Boys<\/b>&#8220; zusammen ist, die in diesem Monat wieder durch ihre Abwesenheit auffielen). <\/p>\n<p>Am 25. Juni schlossen sich die Waisen auf ihrem Weg zur\u00fcck zu den Nachtgehegen einer wilden Herde von f\u00fcnf Erwachsenen und zwei Babys an. W\u00e4hrend die M\u00fctter mit Grasen besch\u00e4ftigt waren, versuchten <b>Mweya, Ndara, Edie <\/b>und<b> Natumi<\/b>, die Babys zu kidnappen und sie mit sich zu den Stockades zu lotsen. Das blieb nat\u00fcrlich nicht unbemerkt, und die M\u00fctter eilten herbei, um ihre Kinder zur\u00fcckzuholen. Unsere Waisen-M\u00e4dchen machten sich aus Angst vor Strafe nat\u00fcrlich schnell aus dem Staub! <\/p>\n<p>Am 28. Jnui verbrachten <b>Emily<\/b> und <b>Aitong<\/b> den ganzen Tag mit den Neuank\u00f6mmlingen, wobei <b>Emily<\/b> <b>Morani<\/b> bevorzugte und <b>Aitong<\/b> sich an <b>Mpala<\/b> hielt. Unterdessen wetteiferten <b>Natumi, Kinna <\/b>und<b> Yatta<\/b> darum, wer sich um die kleine <b>Seraa<\/b> k\u00fcmmern sollte. Dabei machte <b>Kinna<\/b> das Rennen und blieb den ganzen Tag nahe bei <b>Seraa<\/b>. Am 30. trafen die Waisen wieder auf eine Gruppe wilder Elefanten. Erstaunlicherweise nuckelte Mpala am Ohr einer wilden Kuh, was diese offensichtlich sehr genoss, denn sie stand ganz still mit geschlossenen Augen da. Anschlie\u00dfend wollte sie <b>Mpala<\/b> in einer besitzergreifenden Geste zwischen ihre Beine nehmen, was allerdings <b>Emily<\/b> missfiel, die sofort kam und den Kleinen wegzog und daraufhin &#8222;ihre Familie&#8220; von der wilden Herde wegf\u00fchrte. <\/p>\n<p>Die Schlussbemerkung im Tagebuch der Keeper f\u00fcr diesen Monat macht uns sehr gl\u00fccklich. Sie besagt n\u00e4mlich, dass sich alle neuen Babys (<b>Mpala, Morani <\/b>und<b> Seraa<\/b>) prima an ihre neue Umgebung angepasst haben und wunderbar in die Tsavo-Waisenfamilie integriert sind. Sie bewegen sich frei und unbeschwert in der Waisenherde. Leider gab es in Tsavo nur sehr geringe Niederschl\u00e4ge, und wir erwarten daher eine m\u00f6rderische und sehr lange Trockenzeit f\u00fcr unsere Waisen.<\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/newsletter-aus-kenia-die-eli-waisen-im-juni-3\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nairobi Nursery Freitag, der 18. Juni,&nbsp; war ein gro\u00dfer Tag in unserer Nairobi Nursery, denn an diesem Tag sollten Seraa, Mpala und Morani die Nursery verlassen und die lange Reise zur\u00fcck in die Welt der Elefanten im Tsavo East National Park antreten. Die 19 Monate alte Seraa ist jetzt rund und gesund. Mpala war bei &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/newsletter-aus-kenia-die-eli-waisen-im-juni-3\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eNewsletter aus Kenia \/ die Eli-Waisen im Juni\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18],"tags":[],"class_list":["post-590","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-monatsberichte"],"pp_statuses_selecting_workflow":false,"pp_workflow_action":"current","pp_status_selection":"publish","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/590","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=590"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/590\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=590"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=590"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=590"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}