{"id":5952,"date":"2014-12-23T21:14:08","date_gmt":"2014-12-23T20:14:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=5952"},"modified":"2014-12-23T21:14:08","modified_gmt":"2014-12-23T20:14:08","slug":"umani-springs-november-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/umani-springs-november-2014\/","title":{"rendered":"Umani Springs November 2014"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 1. November 2014<\/strong><br \/>\nIn den fr\u00fchen Morgenstunden, nach heftigen Regenf\u00e4llen in der Nacht, stand Murera auf, trank ihre Milch und eilte dann vorneweg, um die Herde anzuf\u00fchren. Lima Lima bekam keine Chance, heute die Anf\u00fchrerin zu sein. Als Lima Lima sie losgehen sah, stellte sie ihre Ohren auf und zeigte den Keepern damit, das irgendetwas anders war als \u00fcblich und die Keeper wurden aufmerksam. Sie sahen sich um und sahen einen riesigen B\u00fcffel. Lima Lima passt immer gut auf uns auf. Dann folgte die Gruppe Murera zu den Weidegr\u00fcnden, damit sie von dem, was die Natur gerade so zu bieten hat, fressen konnten. Die Waisen hofften, nach den Regenf\u00e4llen in der Nacht einige frische, gr\u00fcne Zweige zu finden, doch die Trockenzeit hat sich noch nicht verabschiedet. In ein paar Tagen wird sich das aber ge\u00e4ndert haben.<br \/>\nMurera kam am umgest\u00fcrzten Baum vorbei und begann sich zu kratzen. Als sie weiterliefen, kamen sie zu einem schlammigen Gebiet, in dem ein paar Akazien umgefallen waren, die sie sehr genossen. Der Schlamm und die B\u00e4ume mit ihren leckeren Zweigen waren nun erreichbar f\u00fcr sie.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/12920142501-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lima Lima stellt ihre Ohren auf<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 2. November 2014<\/strong><br \/>\nDank des Regens riecht die Erde wunderbar nass und die Babys beginnen, den Jahreszeitenwechsel zu genie\u00dfen. Es war sehr kalt, trotzdem rollten sich die Waisen in der feuchten Erde umher. Sonje entschied sich, mehr Erde f\u00fcr die anderen Babys auszugraben, damit sie sich damit bewerfen und sich darin rollen k\u00f6nnen. Wir k\u00f6nnen ihre Freude sp\u00fcren, jetzt da die Trockenzeit vorbei ist. Sie wissen, dass sich Umani in ein Festmahl verwandelt und es \u00fcberall frische, leckere Vegetation geben wird. Die gut gelaunte Lima Lima versuchte, die kr\u00e4ftig aussehende Quanza zu besteigen, doch Quanza lehnte das ab und schubste sie herunter.<br \/>\nSie kamen zum feuchten Spielplatz und es war sch\u00f6n, sie so unbesorgt in der glitschigen Erde herumspielen zu sehen. Lima Lima und Zongoloni stellten pl\u00f6tzlich ihre Ohren auf, doch obwohl die Keeper sich gr\u00fcndlich umsahen, konnten sie nichts Ungew\u00f6hnliches finden.<br \/>\nDie Waisen setzten ihre t\u00e4gliche Wanderung fort und fanden ein paar umgefallene B\u00e4ume, in deren dichten, dornigen \u00c4sten sie spielten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/12920142569-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Quanza (links) und Zongoloni spielen im Wasser<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 3. November 2014<\/strong><br \/>\nAlle Waisen schienen sehr durstig zu sein und gingen heute morgen von ihren Gehegen aus direkt zur Tr\u00e4nke, in der es sauberes Wasser gibt. Danach verbrachten Sonje und Zongoloni etwas Zeit zusammen und Murera schloss sich ihnen kurz darauf an. Dann l\u00f6ste sich Zongoloni von ihnen, um eine Weile allein zu sein und hielt einigen Abstand von den aufmerksamen Augen der gr\u00f6\u00dferen Waisen. Zongoloni ging zum Felsen und kratzte heftig ihren Bauch daran, um die Zecken loszuwerden.<br \/>\nDie Elefanten fanden nach den morgendlichen Wanderungen im Wald erneut ein Matschloch und sie w\u00e4lzten sich lange und mit Begeisterung.<br \/>\nMurera verschwendete nach der Mittagsmilch keine Zeit damit, sich an B\u00e4umen zu kratzen, sondern ging direkt auf die Suche nach noch mehr Wasserl\u00f6chern, in denen sie sich w\u00e4lzen konnte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/12920143315-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen saufen am Morgen Wasser<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 4. November 2014<\/strong><br \/>\nQuanza und Sonje hatten schon einen Plan f\u00fcr Spiele, als sie heute aus den Gehegen kamen. Sonje wei\u00df, dass sie schwerer als Quanza ist und legte sich hin, damit Quanza auf sie steigen konnte. Auch Zongoloni legte sich hin, damit die kleineren Waisen, Lima Lima und Quanza, auf ihr herumklettern konnten. Als Murera sah, dass Zongoloni sich hingelegt hatte, versuchte sie sie zu \u00fcberzeugen, mit ihr zusammen in der nassen Erde zu spielen. Quanza kam hinzu und half Murera und zusammen mit Zongoloni hatten sie viel Spiel und Spa\u00df im Schlamm. Die Waisen sind gerade sehr verspielt, da es viel geregnet hat und es \u00fcberall Wasserl\u00f6cher und Matsch gibt.<br \/>\nNachdem sie sehr weit gewandert waren, wurden sie m\u00fcde und gingen wieder zu den nat\u00fcrlichen Wasserl\u00f6chern, um sich noch etwas mehr zu w\u00e4lzen. Murera und Sonje bewarfen mit Hilfe von Lima Lima ihre K\u00f6rper so sehr mit Matsch, dass sie komplett bedeckt waren. Sie konnten nichteinmal mehr aus ihren eigenen Augen schauen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/129201431037-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera und Zongoloni spielen und Quanza steht daneben<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 5. November 2014<\/strong><br \/>\nEs hatte fast die ganze Nacht heftig geregnet und als die Babys ihren Tag begannen, war die Erde sehr nass und es war schwer f\u00fcr die Waisen, zu laufen. Sie schlidderten und rutschten \u00fcberall herum. Sie beschlossen also nicht zu laufen, sondern sich nur in der nassen Erde herumzurollen und sich sch\u00f6n vollzumatschen. Sie verbrachten auch einige Zeit auf dem Kratzfelsen, da ihre K\u00f6rper sehr juckten. W\u00e4hrenddessen hob Sonje ihr steifes Bein zum Kratzen an und die Keeper mussten kichern, als sie es so wagemutig pr\u00e4sentierte. Alle Babys machten nach, was sie sich bei Murera und Sonje abschauten. Die Waisen wurden von den j\u00fcngeren Lima Lima, Quanza und Zongoloni zu den Weidegr\u00fcnden gef\u00fchrt. Da es sehr matschig war, gingen sie heute nicht weit, denn das Laufen war anstrengend.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/129201432222-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Zongoloni rollt sich im Matsch herum<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 6. November 2014<\/strong><br \/>\nDie Waisen kamen heraus und rannten laut trompetend ins Geb\u00fcsch, woraufhin sie sofort wieder umkehrten und in den Schutz ihrer Keeper zur\u00fcckkehrten. Sie waren heute ganz offensichtlich in heiterer Stimmung. Quanza und Lima Lima jagten Schmetterlinge, doch es war noch immer sehr glitschig und immer wenn sie schneller rennen wollten, rutschten sie aus und die Schmetterlinge entkamen. Quanza gab nicht auf und rannte trompetend hinter ihnen her.<br \/>\nDie Waisenherde wurde von Murera und Sonje angef\u00fchrt, die ihr eigenes Matschloch machten, damit sie sich weiter rollen und die Tsetse-Fliegen vom Hals halten konnten, die seit den Regenf\u00e4llen viel zahlreicher geworden sind.<br \/>\nDie Waisen gingen in den Busch und suchten nach weichem Gr\u00fcn, um ihre M\u00e4gen zu f\u00fcllen, bevor sie um 11 Uhr zur Milchf\u00fctterung gingen. Seitdem es vor drei Tagen angefangen hat zu regnen, w\u00e4lzen sie sich beim Mittagsschlammloch nicht mehr, da sie gen\u00fcgend nat\u00fcrliche Wasserl\u00f6cher im Wald finden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/129201433217-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Alle Ohren wedeln, um die Tsetse-Fliegen zu verscheuchen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 7. November 2014<\/strong><br \/>\nZongoloni und Sonje gingen gemeinsam voraus und hatten sich noch keinen Plan f\u00fcr den Tag \u00fcberlegt. Sonje hatte sehr schlau Zongoloni von den Anderen entf\u00fchrt, damit sie mit ihr mitkommt. Sie kletterten auf die Elefanten-LKW-Rampe, doch Zongoloni wollte nicht mit hinauf und so kletterte Sonje schlie\u00dflich alleine hoch. Murera wurde neidisch auf Sonje und folgte ihr, doch mit ihrem verletzten Bein konnte sie Sonje nicht erreichen und kratzte sich daher nur an der Wand der Rampe.<br \/>\nZongoloni fand einen umgest\u00fcrzten Baum, an dem sie sich kratzte, und Lima Lima und Quanza machten gleich mit, weil es so angenehm aussah. Sonje war der Star des Tages, da sie sich in verschiedensten Positionen kratzte. Sie setzte sich auch auf den Boden und kratzte Schwanz und Hintern.<br \/>\nAls sie wieder auf Wanderschaft gegangen waren, kamen sie an einem trockenen Baum vorbei und kratzten sich an diesem weiter, bevor sie sich verteilten und das frische Gr\u00fcn futterten, das jetzt \u00fcberall zum Vorschein kommt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/129201434023-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje kratzt ihr Hinterbein<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 8. November 2014<\/strong><br \/>\nAls die Elefanten am Morgen herauskamen, begann Lima Lima sofort, sich auf der Erde neben den Stallungen herumzurollen. Sonje wurde neidisch und machte es ihr auf der anderen Seite des Kratzfelsens nach. Als Sonje sich fertig gekratzt hatte, ging sie zum Staubbad, wo sie einige H\u00e4ufchen Erde auf sich warf. Alle Babys, Zongoloni, Quanza, die gierige Lima Lima und ihre Leitk\u00fche Sonje und Murera spielten heute in der Erde.<br \/>\nHeute begann der Regen sehr fr\u00fch, noch vor ihrem Mittagsschlammbad, doch die Waisen waren froh dar\u00fcber. Es war eine lustige Zeit f\u00fcr die Waisen, die herumrannten und laut trompeteten, w\u00e4hrend sie auf der Suche nach matschigen Stellen zum W\u00e4lzen waren. Die Keeper hatten alle H\u00e4nde voll damit zu tun, auf sie aufzupassen, weil sie f\u00fcrchteten, sie k\u00f6nnten sich in der Aufregung verlaufen. Doch dank ihrer guten R\u00fcssel und dem hervorragenden Geruchssinn fanden sie alle den Weg zu ihrer menschlichen Familie und ihren Milchflaschen zur\u00fcck. Sie wurden von Lima Lima angef\u00fchrt und Murera war weit hinterher, sodass die Keeper sich schon auf die Suche nach ihr machten. Als sie sie schlie\u00dflich fanden, schubste sie B\u00e4ume um und stellte die Ohren auf, sodass sie so gro\u00df aussah, dass die Keeper sie erst f\u00fcr einen wilden Elefanten hielten und Schutz suchten. Sie war sehr matschig und sah \u00fcberhaupt nicht wie Murera aus.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/129201434638-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Quanza spielt mit dem Staub, w\u00e4hrend Sonje sich herumrollt<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 9. November 2014<\/strong><br \/>\nSeit die Regenzeit angefangen hat, beginnt Lima Lima den Tag damit, sich am Felsen zu kratzen, ehe sie mit den anderen in den Wald geht. Murera ging heute zur anderen Seite des Felsens, um eine gute Stelle zum Kratzen zu finden und wartete darauf, dass die kleine Zongoloni es ihr nachmachte.<br \/>\nDie Waisenm\u00e4dchen nahmen gerade alle ein tolles Schlammbad, als ein Nashornvogel laut von den B\u00e4umen herunterschrie. Ein anderer antwortete aus der Ferne und die M\u00e4dchen machten, dass sie wegkamen. Die Keeper riefen sie mit &#8222;Kwata, Kwata, Kwata&#8220; und ihren Namen, um sie zu beruhigen. Schlie\u00dflich kamen sie au\u00dfer Atem zu den Keepern zur\u00fcck.<br \/>\nSonje verbog ganze \u00c4ste, damit sie ihre F\u00fc\u00dfe und ihren Hintern daran kratzen konnte und all die Zecken entfernen konnte, die an den weichen Hautstellen hingen.<br \/>\nAuf dem Weg zur Mittagsmilchf\u00fctterung kamen sie an einem nat\u00fcrlichen Wasserloch vorbei und bewarfen ihre K\u00f6rper mit Wasser, w\u00e4hrend sie weiter zur Milchf\u00fctterung gingen. Nach der Milch liefen sie alle los und suchten ein weiteres Schlammloch. Murera kam nur langsam hinterher und folgte ihnen dorthin, wo Lima Lima sie brachte. Murera geht gerne ihr eigenes Tempo und zwingt sich nicht unn\u00f6tig, schneller zu gehen. Sie ist hier in Umani sehr gl\u00fccklich und hat ihre Lieblingswege schon gefunden und sie kennt das Gel\u00e4nde gut.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/129201435254-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lima Lima kratzt sich an ihrem Lieblingsfelsen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 10. November 2014<\/strong><br \/>\nQuanza genoss heute das weiche Gr\u00fcn sehr, das jetzt nach den Regenf\u00e4llen aus dem Boden geschossen ist. Sonje sah sehr energiegeladen aus und erprobte ihre Kr\u00e4fte an ein paar Baumst\u00e4mmen. Murera ging langsam zu Sonje, doch Paviane kreuzten ihren Weg und sie dachte, sie wollten ihr den Weg blockieren. Sie versuchte, sie au\u00dfer Sichtweite zu jagen und ging auf sie los, so dass der Weg frei war f\u00fcr die Milchf\u00fctterung.<br \/>\nAls die Waisen zum Staubbad kamen, fanden sie keinen Staub vor, sondern nur nasse Erde, weil es geregnet hatte. Sie mussten mit ihren F\u00fc\u00dfen Staub ausgraben, den sie auf ihre K\u00f6rper werfen konnten. Murera grub nicht in der nassen Erde, sondern wartete, bis Sonje und die anderen genug f\u00fcr sie ausgegraben hatten. Stattdessen hielt sie Wache und schnupperte die ganze Zeit mit ihrem R\u00fcssel in der Luft, um rechtzeitig m\u00f6gliche Gefahren in der N\u00e4he zu erkennen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/129201435711-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Quanza pfl\u00fcckt weiches Gras<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 11. November 2014<\/strong><br \/>\nIn den fr\u00fchen Morgenstunden des heutigen Tages, als die Babys noch sicher in ihren &#8222;Betten&#8220; in den Gehegen lagen, h\u00f6rten wir drau\u00dfen viel Kollern von zwei wilden Bullen. Die Keeper kamen aus ihrem Nachtzelt, um zu sehen, was los war, konnten aber in der Dunkelheit nicht gut sehen. Es waren zwei gro\u00dfe wilde Bullen, die sich in der N\u00e4he der Stallungen aufhielten. Murera und Sonje nahmen den Geruch der Bullen wahr und begannen, mit ihnen zu kommunizieren. Irgendwann wurden die Waisen etwas zu aufgeregt; wir versuchten sie zu beruhigen, doch Lima Lima und Quanza kollerten weiter sehr laut, als wenn sie sich von den wilden Bullen gest\u00f6rt f\u00fchlten. Wir wissen nicht genau, wor\u00fcber sie sprachen, aber vermuten, dass die wilden Bullen gerne zu ihnen wollten. Wir f\u00fcrchten aber, unsere Waisen sind noch zu jung, um drau\u00dfen im Wald zu \u00fcbernachten. Als die Bullen schlie\u00dflich leise im dunklen Dickicht verschwanden, begann es zu regnen. Unsere Waisen warteten geduldig, bis es aufh\u00f6rte und die Sonne aufging.<br \/>\nDanach konnten sie sich auf viel Spa\u00df im Schlamm freuen. Zuerst waren sie noch sehr interessiert an der F\u00e4hrte der Bullen, doch sie verga\u00dfen sie bald und waren mehr mit Fressen, Spielen und nat\u00fcrlich ihren Milchflaschen besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/129201441241-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera bekommt Milch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 12. November 2014<\/strong><br \/>\nQuanza und Murera arbeiteten eng zusammen als es heute morgen darum ging, die Waisen anzuf\u00fchren. Es regnete sehr stark, als sie aus den Gehegen kamen und die Keeper versuchten, den Abmarsch hinauszuz\u00f6gern, weil sie hofften, es w\u00fcrde aufh\u00f6ren. Schlie\u00dflich zogen wir unsere Regenm\u00e4ntel an und folgten den Babys, die in den Regen hinauszogen.<br \/>\nZongoloni und Quanza spielten Herumschubsen, um herauszufinden, wer von ihnen beiden die Kr\u00e4ftigere ist. Sonje zeigte allen Waisen das neue weiche Gras, das \u00fcberall hervorsprie\u00dft. Alle Babys genossen das frische, leckere Futter, nachdem es aufgeh\u00f6rt hatte zu regnen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/129201441716-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Quanza f\u00fchrt Murera und Sonje<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 13. November 2014<\/strong><br \/>\nDie Babys fra\u00dfen heute zusammen im Kreis, wie bei einer tollen Familienfeier am runden Tisch. Die Hauptaktivit\u00e4t des Tages besteht jetzt darin, das leckere, neue Men\u00fc des Waldes zu genie\u00dfen. Unsere Babys probieren Futter, das sie noch nie zuvor gefressen haben, denn seit sie in Umani sind, war es noch nie so gr\u00fcn wie jetzt.<br \/>\nEs regnete immer wieder und die Waisen gingen tief in den Wald hinein. Dort konnten sie grasen, aber wurden gleichzeitig von den riesigen B\u00e4umen vor dem Regen gesch\u00fctzt und blieben so einigerma\u00dfen trocken.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/129201442343-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje (links) geht mit Quanza spazieren<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 14. November 2014<\/strong><br \/>\nNach einer weiteren langen verregneten Nacht begann der Tag und Murera f\u00fcllte ihren Magen sofort mit weichen Zweigen. Zongoloni war verspielt und sah sehr gl\u00fccklich aus, als sie ihrer besten Freundin Quanza folgte, die bei Sonje graste.<br \/>\nAlle Babys gingen zusammen die Umani-H\u00fcgel hinauf, um dort noch mehr weiches Gr\u00fcnfutter zu suchen, doch bevor sie oben angekommen waren, schrie ein Buschbock auf und sprang davon. Lima Lima rannte \u00e4ngstlich zu den Keepern, und Murera und Sonje kollerten Quanza zu, damit wenigstens sie ruhig blieb. Die Keeper kamen hinzu und beruhigten die Gem\u00fcter. Murera ging zu den Babys, die sich bei den Keepern verkrochen hatten und gemeinsam mit den Keepern gelang es ihr, alle wieder zu beruhigen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/129201442825-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera grast an frischen Zweigen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 15. November 2014<\/strong><br \/>\nZu Tagesanbruch ging Sonje vorneweg und f\u00fchrte die Gruppe. Lima Lima war ihr dicht auf den Fersen und versuchte, sich nach vorn zu schummeln, aber Sonje blockierte ihr den Weg. Murera und Zongoloni spielten in der N\u00e4he, bis Murera mit ihren langen Sto\u00dfz\u00e4hnen Zongoloni drohte und wegschubste. Es ist wichtig, dass sich die Waisen nicht daneben benehmen, sondern auf die \u00e4lteren Elefanten h\u00f6ren, w\u00e4hrend sie im Wald grasen.<br \/>\nDie Keeper wollten nicht, dass sie in die gleiche Richtung wie am Vortag gingen und versuchten, den Weg zu \u00e4ndern, doch Lima Lima und Quanza rannten in eine andere Richtung. Die Keeper mussten also die Richtung der Elefanten einschlagen und den Waisen dorthin folgten, wo diese hingehen wollten &#8211; heute aber nicht zu den H\u00fcgeln. Lima Lima fand ein nat\u00fcrliches Wasserlich und rollte und w\u00e4lzte sich, bis sie sehr matschig aussah. Danach ging sie zu einem umgefallenen Baum und kratzte ihre Beine daran.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/129201443618-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje f\u00fchrt die Babys herum<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 16. November 2014<\/strong><br \/>\nQuanza und Murera gingen fr\u00fch am Morgen direkt in den Wald, um frisches gr\u00fcnes Gras zu fressen. Lima Lima war in verspielter Laune und versuchte, die Schmetterlinge zu verjagen. Sie konnte sie aber nicht erreichen, verfehlte einen und fiel auf ihre Knie. Das laute Trompeten war deutlich zu h\u00f6ren, als ihr die anderen bei der Jagd helfen wollten, doch sie scheiterten alle daran, die Insekten zu fangen. Sie spielten danach aber weiter mit Lima Lima, um ihr Gesellschaft zu leisten. Sonje hatte irgendwann genug davon, durch den Busch zu rennen und suchte sich einen Baum, an dem sie ihre Zecken entfernen konnte. Seit es regnet gibt es immer mehr davon. Als sie gerade ihre Beine kratzte, h\u00f6rte sie die Paviane laut schreien und hob ihren R\u00fcssel, um zu schnuppern. W\u00e4hrend sie ihren R\u00fcssel hoch \u00fcber dem Kopf hatte, sah sie die Buschb\u00f6cke und eine Horde Paviane direkt auf sich zukommen. Sofort h\u00f6rten die Babys auf zu grasen und rannten zu ihren Keepern.<br \/>\nEs ist eine Freude, sie im Busch von all den Leckereien fressen zu sehen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/129201444853-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lima Lima kratzt sich<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 17. November 2014<\/strong><br \/>\nAls Quanza heute aus ihrem Gehege kam, rannte sie in alle Ecken und suchte einen Spielpartner. Ihre Lieblingspartnerin w\u00e4re Zongoloni gewesen, doch diese war nicht in Spielstimmung. Daraufhin versuchte es Quanza mit Lima Lima, die etwas williger war.<br \/>\nDie Keeper f\u00fchrten die Babys in den Wald dorthin, wo sie ihren Tag beginnen sollten. Doch Sonje und Murera waren anderer Meinung und zeigten, wo sie gerne hingehen wollten. Die Keeper folgten ihnen bereitwillig, denn wir wissen, dass man einen Elefanten nicht zu etwas zwingen kann, was er nicht tun m\u00f6chte. Au\u00dferdem wissen sie Dinge, die wir nicht verstehen, also werden Sonje und Murera schon ihre Gr\u00fcnde gehabt haben, uns nicht zu folgen.<br \/>\nDas Ziel der Wahl war die Tongrube, wo es viel Wasser zum W\u00e4lzen gibt. Tats\u00e4chlich gab es einen &#8222;Swimming-Pool&#8220; und die Waisen eilten hinein, um die bei\u00dfenden Insekten fernzuhalten, die immer mehr werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/129201461156-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Quanza versucht, mit Zongoloni zu spielen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 18. November 2014<\/strong><br \/>\nLima Lima war in der Nacht sehr verst\u00f6rt, als der Regen aufh\u00f6rte. Sie kletterte auf ihre Gehegeabsperrung und machte viel Krach. Wir vermuteten, dass sie wilde Elefanten gewittert hatte, doch als wir n\u00e4her kamen, um herauszufinden, was los war, sahen wir stattdessen einen Leoparden hoch auf einer der Akazien in der N\u00e4he, der gerade einen Buschbock verspeiste. Lima Lima ist sehr gut darin, uns vor Gefahren zu warnen. Heute war sie selbst ver\u00e4ngstigt, denn sie f\u00fchlte sich gar nicht wohl bei dem Geruch eines Leopards.<br \/>\nAls die Babys am Morgen aus den Gehegen kamen, waren sie alle entspannt und schienen den n\u00e4chtlichen Leopardenbesuch schon vergessen zu haben. Sogar Lima Lima war ruhig und spielte in den B\u00fcschen. Als es Zeit zum Kratzen war, f\u00fchrte Quanza die Babys hinaus in den Busch, w\u00e4hrend sie eigentlich noch um den besten Kratz-Platz an einem umgest\u00fcrzten Baum stritten.<br \/>\nMurera ging auch los und zeigte ihnen das weiche Gras, bevor sie zu den Milchflaschen gingen. Dort bekam Murera die Aufgabe, Zongoloni zu tr\u00f6sten, nachdem diese von der gierigen Lima Lima und Sonje weggeschubst worden war, weil sie sich daneben benommen hatte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/129201461751-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lima Lima spielt mit einem Baumstamm<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 19. November 2014<\/strong><br \/>\nHeute war es sehr regnerisch und die Elefanten waren gl\u00fccklich. Sie lieben die Extra-Schlammb\u00e4der w\u00e4hrend des Tages im Wald. Sie rollten und w\u00e4lzten sich in der nassen Erde und feierten Schlammpartys im Geb\u00fcsch, wo auch immer sie gerade waren.<br \/>\nMurera kam zur gr\u00fcneren Seite des Waldes und hielt nach weichen Zweigen ausschau, die \u00fcberall sprie\u00dfen. Auch Murera war verspielt und rollte sich herum. Wer sie nicht kennt, kann sie f\u00fcr einen wilden Elefanten halten, denn nach dem Bad rannte sie mit lautem Trompeten B\u00fcsche um. Die Keeper hielten Abstand, weil sie dachten, das sei nicht Murera, doch als Sonje nach einer Weile zu ihr ging, konnte die Keeper es kaum glauben. Es ist toll zu sehen, wie gl\u00fccklich sie ist, nach den vielen Problemen, mit denen sie in ihrem Leben schon zu k\u00e4mpfen hatte.<br \/>\nBevor sie zur Milchf\u00fctterung aus dem Geb\u00fcsch kamen, fand Murera Fu\u00dfabdr\u00fccke von wilden Elefanten und folgte diesen. Lima Lima war nicht bereit, auf ihre Milch zu verzichten, denn sie wusste, dass es langsam an der Zeit ist. Sonje, Quanza und Zongoloni folgten den Spuren noch eine Weile, doch verstanden dann, dass auch sie umkehren mussten, da sonst Lima Lima ihren Milchanteil gleich mit trinkt. Zongoloni wurde als letztes von den Keepern gef\u00fcttert, doch Lima Lima stand sicherheitshalber noch daneben, falls etwas \u00fcbrig bleiben sollte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/129201462429-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera versucht sich an einer Vorw\u00e4rtsrolle<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 20. November 2014<\/strong><br \/>\nLima Lima war heute nicht von ihrem Keeper zu trennen. Sie war wie ein Sp\u00fcrhund und folgte dem Keeper auf Schritt und Tritt. Sonje ging langsam mit Quanza durch die wunderbar gr\u00fcne Landschaft und Murera wedelte majest\u00e4tisch mit ihren gro\u00dfen Ohren. Als sie fast im felsigen Teil des Waldes angekommen war, dort, wo die anderen Babys spielten, bewarf sie sich mit Staub, um die bei\u00dfenden fliegenden Insekten fernzuhalten.<br \/>\nZongoloni ging zu einem gro\u00dfen Felsen, um sich am Bauch zu kratzen. W\u00e4hrend Lima Lima, Quanza, Zongoloni und Sonje versuchten, auf den Felsen zu klettern, blieb Murera unten, denn sie wusste, dass sie ihnen dorthin nicht folgen konnte. Sonje kletterte bis auf die Spitze des Felsens und Murera ging dorthin, wo die Keeper sich ausruhten, nachdem sie sich an den flachen Felsen gekratzt hatte. Murera war sehr beeindruckt von dem warmen, flachen Felsen. Sie legte sich hin und hob ihren Kopf in die H\u00f6he und zeigte uns, wie lang ihre Sto\u00dfz\u00e4hne schon sind.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/129201464558-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lima Lima folgt ihrem Keeper auf Schritt und Tritt<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 21. November 2014<\/strong><br \/>\nAls die Babys ihren Tag begannen, sahen sie sehr gl\u00fccklich und heiter aus und liefen trompetend herum. Murera war damit besch\u00e4ftigt, Staub auf die Kleinen zu werfen und dann selbst in der Erde herumzurollen. Nachdem sie sie in die richtige Stimmung zum Spielen gebracht hatte, lie\u00df sie sie alleine spielen, da Murera wusste, dass sie zu alt ist, um sich wie ein Babyelefant zu benehmen.<br \/>\nSonje stand auf und \u00fcbernahm die F\u00fchrung der Waisen zu den Weidegr\u00fcnden. Lima Lima trickste herum und versuchte, durch lautes Trompeten den Keeper, dem sie langsam hinterher lief, aus dem Konzept zu bringen.<br \/>\nDie Waisen kamen zu den Palmen, wo sie sehr frische Zweige und gr\u00fcne Bl\u00e4tter fressen konnten. W\u00e4hrend sie dort fra\u00dfen, kam eine Schildkr\u00f6te heraus, die um ihr Leben f\u00fcrchtete und vor den Elefantenf\u00fc\u00dfen floh. Quanza merkte, dass das winzige Ding sich bewegte und informierte die anderen. Zongoloni kam hinzu und zusammen mit Lima Lima flohen sie vor der aufgescheuchten Schildkr\u00f6te. Dabei traten sie versehentlich gegen sie, sodass sie auf dem R\u00fccken landete. Nat\u00fcrlich kamen die Keeper ihr zu Hilfe und drehten sie auf die Beine zur\u00fcck, damit sie ihren Weg fortsetzen konnte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/129201473218-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Quanza und Sonje beim Spielen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 22. November 2014<\/strong><br \/>\nNachdem die Babys aus ihren Gehegen gekommen waren, f\u00fchrten die Keeper sie in den Wald. Wir gingen zu der Seite der Tongrube, auf der normalerweise die B\u00fcffel grasen. Murera und Sonje mochten den Ort gar nicht und gingen direkt weiter zu den Umani-H\u00fcgeln, wo sie grasen konnten. Die Nashornv\u00f6gel schrien laut und es gab ein starkes Echo vom H\u00fcgel, das die Babys in Panik versetzte. Zongoloni stellte ihre Ohren auf und die anderen Babys schlossen sich ihrer Flucht zu den Keepern an. Die Nashornv\u00f6gel schrien weiter und die Keeper mussten die Waisen beruhigen. Danach gingen sie zum Wasserloch und badeten. Lima Lima kratzte ihren juckenden Hintern und Murera verjagte die sich n\u00e4hernden Buschb\u00f6cke, bevor sie sich eine sch\u00f6ne Zeit machen konnten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/129201473751-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera verjagt die Buschb\u00f6cke vom Wasserloch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 23. November 2014<\/strong><br \/>\nDurch den Regen der letzten Nacht bot sich den Waisen auf der nassen Erde gleich eine ausgezeichnete Rutschbahn und sie konnten direkt mit dem Schlammbad beginnen. Lima Lima legte sich auf den kalten Matsch, als ob sie einschlafen wollte und es war wie zu ihrer Zeit im Waisenhaus in Nairobi, als sie zum Schlafengehen eine Decke \u00fcber sich gelegt bekam. Als sie wieder aufgestanden war, ging sie direkt zum Kratzfelsen, um den getrockneten Schlamm und die Zecken loszuwerden. Sie schaffte es, ihren ganzen K\u00f6rper zu kratzen. Die Waisen gingen zum Staubbad bei den Stallungen und nahmen ein beinahe eine Stunde andauerndes Staubbad, bevor sie zu den gr\u00fcneren Weidegr\u00fcnden des Kibwezi-Waldes aufbrachen. Das Wald ist jetzt gr\u00fcner als je zuvor und gibt den Babys sehr viel Auswahl an Vegetation. Die kleineren Babys Quanza, Lima Lima und Zongoloni waren sehr fr\u00fch am Tag schon vollauf zufrieden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/129201474142-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Gl\u00fcckliche Babys entspannen im Schlamm<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 24. November 2014<\/strong><br \/>\nDie Wassertr\u00e4nke an den Stallungen war w\u00e4hrend der Nacht voller wilder Elefanten vom Chyulu Hills Nationalpark, die gekommen waren, um die Babys zu besuchen. Als sie die Anwesenheit der Keeper sp\u00fcrten, verschwanden sie wieder im Wald. Sonje und Murera kollerten ihnen laut zu und schienen ihnen folgen zu wollen. Als die Waisen am Morgen aus den Gehegen kamen, fanden sie die gro\u00dfen Fu\u00dfabdr\u00fccke und den Dung der gro\u00dfen Elefanten. Lima Lima und Quanza folgten ihren Spuren, doch Leitkuh Murera hatte das Interesse schon verloren und folgte den Keepern und mit ihr auch die anderen Waisen.<br \/>\nAls sie in den Weidegr\u00fcnden ankamen, fra\u00df Murera alleine Gras, w\u00e4hrend die anderen sich im nahegelegenen \u00fcberschwemmten Sumpfgebiet w\u00e4lzten. Danach war es zeit f\u00fcr das Staubbad und alle Waisen versammelten sich, um ihre K\u00f6rper einzustauben. Alle quetschten sich zusammen, um etwas Platz zum Rollen zu finden, w\u00e4hrend Murera sich einfach hinkniete und ihren gro\u00dfen Bauch auf dem Boden schuffelte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/129201474458-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Quanza im Sumpfgebiet<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 25. November 2014<\/strong><br \/>\nQuanza ging zu den B\u00fcschen und fand einen hervorragenden Baum, an dem sie sich kratzen konnten; doch der Baum war nicht kr\u00e4ftig genug, um ihr K\u00f6rpergewicht zu halten und sie fiel zusammen mit dem Baum um. Lima Lima war auf das Gr\u00fcnfutter aus und f\u00fcllte ihren Magen mit den frischen Zweigen und Wurzeln des umgest\u00fcrzten Baums.<br \/>\nAlle Babys machten im Wald halt und stutzten: Es sah aus, als w\u00fcrden sich die B\u00e4ume bewegen, doch es war nur sehr windig. Quanza bekam Angst und floh. Die anderen folgten ihr, nur Murera war weise genug zu wissen, dass es nur der Wind war, der die Bewegungen erzeugte. Als Quanza zur\u00fcckkam, sah sie, wie Murera weiche Zweige kaute und versuchte, sie aus Mureras Mund zu stehlen. Murera zeigte ihr, dass sie sich zu benehmen hat, indem sie sie mit ihren Sto\u00dfz\u00e4hnen wegschubste, woraufhin Quanza zu Zongoloni floh.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/129201474938-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Quanza kratzt sich hinterm Ohr<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 26. November 2014<\/strong><br \/>\nAls die Babys heute morgen herauskamen, sahen sie froh und verspielt aus. Zongoloni und Quanza versuchten, mit den Keepern zu spielen, die das Luzernenheu in einer Schubkarre brachten. Es sah aus, als wollten sie den Keepern dabei helfen, die Schubkarre zu schieben. Nachdem sie das Luzernenheu gefressen hatten, zeigten Zongoloni und Lima Lima an, wo es langgehen sollte. Bevor sie allerdings dort ankamen, wo sie grasen konnten, fanden sie etwas nasse Erde, in der sie spielten. Einige gruben mit ihren kleinen Sto\u00dfz\u00e4hnen mehr Erde aus, w\u00e4hrend andere nur in dem Matsch herumrollten. Quanza legte sich neben Murera hin, denn sie wusste, dass sie neben ihr sicher vor den Schubsern der anderen M\u00e4dchen war. Murera wird wirklich eine wunderbare Leitkuh f\u00fcr alle Babys und passt gut auf.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/12920147596-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lima Lima (links) fl\u00fcstert Sonje etwas zu<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 27. November 2014<\/strong><br \/>\nEs war ein sehr sch\u00f6ner Moment f\u00fcr die Waisen, als sie aus ihren Gehegen kamen und sich auf das Grasen im Wald freuen konnten. Es wurde frische Erde f\u00fcr Reparaturen gebracht, und Sonje konnte nicht widerstehen und musste sich mitten in die trockene Erde werfen.<br \/>\nDie W\u00e4lzzeit war nach der Milchf\u00fctterung. Zongoloni f\u00fchrte mit Hilfe von Murera und Sonje die Waisen zum Schlammbad. Sonje verdrehte dabei ihre Ohren so lustig, dass sie eine ganz andere Form bekamen, beinahe, als ob sie kaputt w\u00e4ren. Es war ein historischer Moment, als ein gro\u00dfer wilder Bulle bei Tageslicht die Babys besuchen kam. Alle waren erschrocken, wie gigantisch dieser Bulle war. Die Keeper machten sich Sorgen, was mit ihrer armen, humpelnden Murera passieren w\u00fcrde, doch der Bulle hatte keine b\u00f6sen Absichten und wollte sich nur mit den Waisen anfreunden. Sobald er allerdings die Keeper wahrgenommen hatte, ging er wieder in den Wald zur\u00fcck. Die wilden Elefanten werden definitiv mutiger!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/12920148349-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Zwei staunende Besucher von REA bewundern Sonje, wie sie ihre Ohren verdreht<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 28. November 2014<\/strong><br \/>\nMurera ging tief in sehr dichtes Geb\u00fcsch hinein und als sie zur\u00fcckkam, sah sie so anders aus, dass die Keeper dachten, ein wilder Elefant w\u00fcrde auf sie zukommen. Sie trauten ihren Augen nicht, als sie sahen, dass das ihr &#8222;Baby&#8220; Murera war. Sie sah tats\u00e4chlich erwachsen und wie ein wilder Elefant aus.<br \/>\nSonje folgte Murera auch tief ins Unterholz und folgte danach Quanza zum Sumpfgebiet, wobei sie unterwegs Regenwassser soffen.<br \/>\nLima Lima und Zongoloni gingen zum Staubbad, rollten sich herum und rieben ihre gro\u00dfen B\u00e4uche auf der warmen Erde. Der Staub ist wie eine Sonnencreme f\u00fcr sie. W\u00e4hrend sie staubbadeten, setzte sich Lima Lima auf den Boden und sp\u00fcrte die warme, weiche Erde. Murera war beeindruckend, als auch sie sich auf die Erde legte, ihren Kopf hob und ihren R\u00fcssel nach hinten warf, um den Keepern ihre elfenbeinenen Sto\u00dfz\u00e4hne zu zeigen, die schon lang und kr\u00e4ftig geworden sind.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/12920148630-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lima Lima setzt sich hin<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 29. November 2014<\/strong><br \/>\nDas Wetter \u00e4nderte sich und es wurde sehr hei\u00df. Die Babys mussten die Route \u00e4ndern und schon um 10 Uhr nach einem Schlammbad suchen, um sich abzuk\u00fchlen. Lima Lima und Sonje w\u00e4lzten sich wie Hippos, nur ihre emporgestreckten R\u00fcssel zeigten noch, dass sie Elefanten waren. Das Wasserloch ist nun so voller Wasser, dass die Babys richtig schwimmen k\u00f6nnen und sie lieben das. Nach dem W\u00e4lzen kamen Murera und Quanza zuerst heraus und gingen mit ihren Keepern mit. Alle dachten \u00fcber den wilden Bullen nach, der sie am Vortag besucht hatte. Murera kam zur Tongrube, wo sich sie wieder hinlegen und spielen konnte und warf etwas Erde auf ihren R\u00fccken. Lima Lima fand eine Kratz-Akazie, an der sie ihren Juckreiz stillen konnte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/12920148931-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera bewirft sich mit Staub<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 30. November 2014<\/strong><br \/>\nHeute war wieder ein hei\u00dfer Tag und die Babys suchten schnell Schutz vor der Sonne im Wald. \u00dcberall wachsen Wildlilien und die Babys genie\u00dfen diese neue Delikatesse. Sie gingen heute p\u00fcnktlich zum Wasserloch zum Schwimmen. Es gab Spuren von Elefanten, die die Salzlecke besucht hatten. Die Waisen sind neugierig nach den wilden Elefanten, doch noch sehr abh\u00e4ngig von ihren Keepern. Sie sind noch nicht selbstsicher genug, um den gro\u00dfen Schritt zu wagen, sich ihren wilden Freunden anzuschlie\u00dfen.<br \/>\nWolken bildeten sich und es schien, dass noch mehr Regen zu erwarten ist. Die Babys genie\u00dfen die Regenzeit mit all dem Gr\u00fcn wirklich sehr.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/129201481226-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen zeitig am Schlammbad<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/umani-springs-november-2014\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Samstag, 1. November 2014 In den fr\u00fchen Morgenstunden, nach heftigen Regenf\u00e4llen in der Nacht, stand Murera auf, trank ihre Milch und eilte dann vorneweg, um die Herde anzuf\u00fchren. Lima Lima bekam keine Chance, heute die Anf\u00fchrerin zu sein. 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