{"id":601,"date":"2000-11-03T10:41:09","date_gmt":"2000-11-03T09:41:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=601"},"modified":"2000-11-03T10:41:09","modified_gmt":"2000-11-03T09:41:09","slug":"trauer-in-tsavo-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/trauer-in-tsavo-2\/","title":{"rendered":"Trauer in Tsavo"},"content":{"rendered":"<p>Leider haben wir eine sehr traurige Nachricht, die wir den betroffenen Pateneltern schon pers\u00f6nlich mitgeteilt haben:  <\/p>\n<p>Von Daphne Sheldrick erfuhren wir, dass <b>MALAIKA<\/b> den Versuch, ihr fast ausgetragenes Baby zu geb\u00e4ren, nicht \u00fcberlebt hat. Offenbar war das Baby mit einem Gewicht von fast 130 Kilo zu schwer f\u00fcr die sehr junge Mutter, und es lag quer zum Geburtskanal. <\/p>\n<p><!--more--> <\/p>\n<p>MALAIKA &#8211; im Februar 1989 zusammen mit NDUME im Mount-Kenya-Nationalpark gefunden &#8211; hatte sich zu einer allseits geliebten Ersatzmutter der Kleinsten entwickelt. Ihr Tod hat uns alle tief ersch\u00fcttert.  <\/p>\n<p>Wir alle werden &#8222;unsere&#8220; MALAIKA in Erinnerung behalten, deren Leben wir verfolgt haben, seit sie selbst noch mit der Flasche gro\u00dfgezogen wurde. Und wir tr\u00f6sten uns mit der Tatsache, dass sie dank der Hilfe ihrer Keeper und ihrer Pateneltern zw\u00f6lf Jahre ein gl\u00fcckliches Elefanten-Leben gelebt hat.  <\/p>\n<p>Hier kommen Ausz\u00fcge aus dem Tagebuch der Keeper und aus dem Bericht von Daphne Sheldrick. Wir haben lange \u00fcberlegt, ob wir Ihnen eine so ausf\u00fchrliche Schilderung von Malaikas letzten Tagen zumuten sollen. Aber wir sind \u00fcberzeugt, dass gerade diese Aufzeichnungen belegen, wie aufopferungsvoll und verantwortungsbewusst sich Daphne Sheldrick und ihr ganzes Team f\u00fcr die Waisen-Elefanten engagieren.  <\/p>\n<p><b><\/b>&nbsp; <\/p>\n<p><b><i><u>Daphne Sheldrick: <\/u><\/i>Wir sind verzweifelt, dass wir Malaika und ihr Baby verloren haben. Es war ein furchtbarer Kummer f\u00fcr uns alle &#8211; f\u00fcr die Elefanten und f\u00fcr die Menschen. Wir werden Malaika sehr schmerzlich vermissen.<i> <\/i>But life must go on: Das Leben geh\u00f6rt den Lebenden. Doch die Toten werden f\u00fcr immer als geliebte Wesen in unseren Gedanken weiterleben.<i> <\/i><\/b> <\/p>\n<p><b>Tagebuch der Pfleger &#8211; September 2000: <\/b> <\/p>\n<p><b>26.9.<\/b> &#8211; Malaika geht es heute nicht gut. Um 8 Uhr morgens legte sie sich hin und streckte sich, und wir vermuteten, dass die Wehen eingesetzt hatten. Natumis und Emilys Gruppe waren bei ihr. Sie fra\u00dfen nicht und schienen beunruhigt. Um 8.45 Uhr legte Malaika sich zum dritten Mal nieder, und wieder dr\u00e4ngten sich die anderen um sie, fra\u00dfen nicht und waren offensichtlich besorgt. Um 10 Uhr jedoch verlie\u00df Emily die Gruppe, um Natumi und die Babies zum Milchwagen zu begleiten, wo sie ihre morgendliche Milchration erhielten. Loisaba blieb bei Malaika zur\u00fcck. Sp\u00e4ter folgte Malaika den anderen sehr langsam zum Schlammbad, begleitet von Loisaba. Sie versuchte mit den anderen zu plantschen, hatte aber ganz offensichtlich Schmerzen. Nachmittags um 4 Uhr versuchte Malaika etwas zu fressen und kehrte langsam mit Loisaba und Emilys Gruppe zu den Stockades zur\u00fcck.  <\/p>\n<p><b>27.9. <\/b>&#8211; Emily begleitete die Babies, verlie\u00df sie jedoch am Spring Gate, um sich zu Dika zu gesellen. Die Kleinen hatten heute im Schlammbad viel Spa\u00df mit Imenti, der sich hinlegte, damit sie auf ihm herumklettern konnten. Malaika verbrachte den Tag mit Loisaba, bekam aber regelm\u00e4\u00dfige Anf\u00e4lle von Wehen, bei denen sie sich hinlegte. Aus ihren Schl\u00e4fendr\u00fcsen und aus den Ohren floss ein Sekret &#8211; ein Anzeichen f\u00fcr extremen Stress! Um 11.30 Uhr schloss sie sich den anderen am Schlammloch an. Loisaba wich nicht von ihrer Seite, und sie kehrten um 17.30 Uhr zu den Stockades zur\u00fcck.  <\/p>\n<p><b>28.9.<\/b> &#8211; Malaika verlie\u00df die Kleinen am Spring Gate und ging mit Loisaba in Richtung H\u00fcgel, w\u00e4hrenddessen floss ein Sekret aus ihren Genitalien &#8211; ebenso aus ihren Schl\u00e4fendr\u00fcsen und den Ohren. Sp\u00e4ter schickten wir sie auf Anraten von Mrs. Sheldrick in die Umz\u00e4unung, die das Hauptquartier umgibt. Loisaba und Lewa blieben bei ihr. Hier hatte Malaika mehr Ruhe und wurde nicht durch die \u201cBig Boys\u201c &#8211; die halbstarken Elefanten&shy;bullen der Waisenfamilie &#8211; gest\u00f6rt. Etwas sp\u00e4ter war klar zu erkennen, dass sie gro\u00dfe Schmerzen hatte. Die Absonderung von Sekret aus ihren Schl\u00e4fendr\u00fcsen und aus den Ohren war jetzt ziemlich stark. Sie bewegte sich r\u00fcckw\u00e4rts, wobei sie ein Hinterbein anzog. Futter und sogar Wasser verweigerte sie. Wir brachten ihr Kokosnussbrei, von dem sie aber nur wenig fra\u00df.  <\/p>\n<p>Inzwischen hatten Mrs. Sheldrick und ihre Tochter Jill von Nairobi aus Kontakt mit Veterin\u00e4ren in England sowie einem Tierarzt in Holland aufgenommen, der Elefantengeburten &#8211; auch sehr problematische &#8211; in Zoos miterlebt hatte. Lissa Ruben und Simon Trevor \u00fcberwachten Malaika ununterbrochen und berichteten \u00fcber ihren Zustand. Au\u00dferdem waren Tag und Nacht zwei Pfleger bei ihr. Aufgrund der Erfahrung, dass bei einer Elefantenkuh, die ein lebendes Kalb zur Welt bringt, der Geburtsvorgang f\u00fcnf Tage dauern kann, bei einer Totgeburt sogar zehn Tage, rieten die Veterin\u00e4re in Nairobi, nicht vorzeitig einzugreifen. Sie bef\u00fcrchteten, Malaika dadurch nur weiterem Stress auszusetzen. Danach w\u00fcrden sie tun, was sie k\u00f6nnten, hatten allerdings nicht viel Hoffnung, sie retten zu k\u00f6nnen, wenn es ernste Komplikationen gab. (Ein Kaiserschnitt ist bei einem Elefanten offenbar keine Alternative, nach Aussagen all derer, die diesen Eingriff jemals versucht haben: Keine Elefantenkuh in einem Zoo hat eine solche Operation jemals \u00fcberlebt)  <\/p>\n<p><b>30.9.<\/b> &#8211; Emily verbrachte den Morgen zusammen mit den Kleinen. Sie weideten und trotteten langsam zum Schlammloch. Eine kleine Gruppe der Babies spielte zusammen, besonders Salama und Laikipia, und Mweiga spielte mit allen anderen. Allerdings nahmen sie heute kein Schlammbad, weil es zu kalt war. Den Nachmittag verbrachten alle zusammen bei einem kleinen Mittagsschl\u00e4fchen unter einem Baum. Danach verlie\u00df Emily die Kleinen und kam eine halbe Stunde nach Natumis Gruppe zu den Stockades.  <\/p>\n<p>Heute Morgen schien Malaika sich etwas wohler zu f\u00fchlen und hatte guten Appetit. Da sie sehr durstig war, brachten wir ihr Wasser, dem wir ein hom\u00f6opathisches Mittel zugesetzt hatten. Aus ihren Ohren floss immer noch Sekret. Wir brachten ihr Zuckerrohr, Bananen und Orangen, und am Nachmittag schien sie sich noch etwas besser zu f\u00fchlen. Loisaba und Lewa waren die ganze Zeit bei ihr. Uaso kam an den Zaun und versuchte, zu Malaika zu gelangen, ging jedoch nach einer Weile wieder fort, weil er nicht wusste, wie er hineinkommen konnte.  <\/p>\n<p>Am Nachmittag kamen Edo, Ndume und Dika zu den Stockades zur\u00fcck.  <\/p>\n<p><b>Daphne Sheldrick berichtet: <\/b> <\/p>\n<p>Ich war immer besorgt wegen Malaikas Schwangerschaft, denn ich hatte eine Vorahnung, dass die Dinge nicht planm\u00e4\u00dfig verlaufen w\u00fcrden. Der einzige Grund f\u00fcr diese Annahme war die Tatsache, dass sie noch keine zw\u00f6lf Jahre alt war. Aber die Elefantenforscherinnen Cynthia Moss und Joyce Poole berichteten mir, dass einige Elefanten in Amboseli (in einer Population, die seit 28 Jahren intensiv beobachtet worden ist) bei der Geburt ihres ersten Kalbes erst zehn Jahre alt sind, obwohl das Durchschnittsalter f\u00fcr Erstgeb\u00e4rende bei 14 Jahren liegt. Malaika war relativ klein, und ich bef\u00fcrchtete, dass ihre Niederkunft lang und schwierig werden w\u00fcrde. Auf die M\u00f6glich&shy;keit, dass wir nicht in der Lage sein w\u00fcrden, sie oder ihr Kalb zu retten, waren wir jedoch nicht vorbereitet.  <\/p>\n<p>Es sind F\u00e4lle bekannt, bei denen wilde Elefantenk\u00fche bei der Geburt ihres Kalbes gestorben sind. Cynthia Moss kennt zwei solcher F\u00e4lle in Amboseli, und auch in Tsavo hat es so etwas schon gegeben. Eine junge Kuh starb k\u00fcrzlich in Borana bei der Niederkunft.  <\/p>\n<p>Wir wussten, dass unter nat\u00fcrlichen Bedingungen in der Wildnis eine Kuh in Begleitung einiger \u201cTanten\u201c die Herde verl\u00e4sst und an einem abgeschiedenen Ort ihr Kalb zur Welt bringt. Deshalb versuchten wir, f\u00fcr Malaika die optimalen Bedingungen zu schaffen. Sie wurde in die Umz\u00e4unung gebracht, wo sie abgeschirmt war und nicht durch das Auftauchen wilder Elefanten oder der \u201cBig Boys\u201c der Waisen gest\u00f6rt wurde. Au\u00dferdem waren ihre Lieblingspfleger und ihre zwei vertrautesten Artgenossen bei ihr. Immerhin war Malaika aus eigenem Antrieb zur\u00fcckgekommen, um hier ihr Baby zu bekommen &#8211; bei der einzigen \u201cFamilie\u201c, die sie kannte und der sie vertraute, n\u00e4mlich der menschlichen, die ihr die Elefantenfamilie ersetzt hatte, als sie im Alter von nur drei Monaten zur Waise wurde.  <\/p>\n<p>Da tote K\u00e4lber zehn Tage nach Beginn der Wehen ausgesto\u00dfen werden, rieten uns die Tier\u00e4rzte, dass wir diese Zeit abwarten sollten. Es waren qualvolle zehn Tage, nicht nur f\u00fcr Malaika, auch f\u00fcr uns alle, die sie liebten und es kaum ertragen konnten, ihr Leiden mit anzusehen. Schlie\u00dflich, als sie \u00fcberhaupt nichts mehr fra\u00df und Anzeichen gro\u00dfer M\u00fcdigkeit und Schw\u00e4che zeigte, wussten wir, dass f\u00fcr die Veterin\u00e4re der Zeitpunkt gekommen war, nach Voi zu fliegen und zu sehen, was sie tun konnten. In der Zwischenzeit taten die Pfleger alles, was in ihren Kr\u00e4ften stand. Sie versuchten, das Kalb herauszuziehen, konnten es f\u00fchlen, bekamen es aber nicht zu fassen. Malaika schien ihre Hilfe zu wollen, denn erstaunlicherweise wehrte sie sich kein einziges Mal.  <\/p>\n<p>Am Morgen des <b>4. Oktober<\/b> trafen die Tier\u00e4rzte mit dem Flugzeug ein, und Malaika erhielt eine Narkose. Sie k\u00e4mpften den ganzen Nachmittag und versuchten, sie von dem toten Kalb zu befreien, aber vergebens. Das Baby lag quer zum Geburtskanal. So gab es f\u00fcr uns schlie\u00dflich nur noch eins: Wir wollten Malaika endlich von ihren Qualen erl\u00f6sen und mussten uns schweren Herzens entschlie\u00dfen, sie einzuschl\u00e4fern.  <\/p>\n<p>Wer verwaiste Elefanten gro\u00dfzieht, muss stark genug sein, auch mit solchem Kummer und gro\u00dfer Traurigkeit fertig zu werden &#8211; und davon haben wir im Laufe der Jahre eine ziemliche Portion mitbekommen. Der Tod Malaikas und ihres Babys war jedoch f\u00fcr alle Betroffenen au\u00dfergew\u00f6hnlich schmerzvoll, besonders f\u00fcr die Pfleger, die fast zw\u00f6lf Jahre lang ihre Familie waren. Die anderen Waisen werden sie auch schmerzlich vermissen &#8211; aber keine so sehr wie die kleine Loisaba, die sie wie eine Mutter liebte. Edo hing ebenfalls sehr an ihr, war er doch ihr bester Freund seit den Tagen in der Nursery, der immer f\u00fcr sie da war, wenn sie ihn brauchte, und der selbstlos seine Zeit bei den wilden Herden und seinen Kameraden opferte, um ihr bei der Betreuung der Kleinen zu helfen. Und dann der kleine Lewa&#8230; Er war immer Malaikas \u201cBaby\u201c gewesen, und sie schien ihn ganz besonders zu lieben.  <\/p>\n<p>Nachdem Malaika gestorben war, schlich sich Loisaba unauff\u00e4llig davon, um allein zu sein. Die Pfleger, die an dem Abend damit besch\u00e4ftigt waren, sich um all die anderen in den Stockades zu k\u00fcmmern, bemerkten ihr Verschwinden zuerst nicht. Sp\u00e4ter machten sie sich auf die Suche nach ihr, konnten sie jedoch nicht finden. Wegen der L\u00f6wen f\u00fcrchteten wir schon um ihr Leben, doch zu unserer gro\u00dfen Erleichterung kam sie mitten in der Nacht zur\u00fcck. Auch Lewa und Edo verschwanden f\u00fcr mehrere Tage, kehrten aber schlie\u00dflich auch nach mehreren Tagen zusammen zur\u00fcck.  <\/p>\n<p>Am meisten sorgte ich mich um Loisaba, denn weibliche Elefanten sind mehr auf die Familie fixiert als die m\u00e4nnlichen. Malaika war die zweite \u201cMutter\u201c, die sie in ihrem jungen Leben verloren hatte, und den Menschen, sogar den Pflegern, gegen\u00fcber war sie immer noch etwas scheu, obwohl sie w\u00e4hrend dieser schrecklichen Tage, die sie bei Malaika und ihren Betreuern verbrachte, sehr viel ruhiger geworden war. Hatte sie doch unmittelbar die Liebe und F\u00fcrsorge kennengelernt, die man ihrer neuen \u201cMutter\u201c, die sie so sehr liebte, entgegenbrachte.  <\/p>\n<p>Wir versuchten, Loisaba dazu zu bewegen, sich Natumis Gruppe anzuschlie\u00dfen. Dort w\u00fcrde sie mit kleineren Waisen zusammensein, die sie vielleicht von dem Verlust Malaikas ablenken konnten. Das funktionierte auch, doch sie verbringt ebenso Zeit mit Emily, Aitong und Mweiga, wobei sie besonders die N\u00e4he von Aitong sucht, der sie immer mitf\u00fchlend und freundlich behandelt hat. (Emily ist besessen von der kleinen Mweiga). Die Pfleger berichten, dass Loisaba sich auch mit Natumi angefreundet hat.  <\/p>\n<p>Als Simon Trevor es schlie\u00dflich geschafft hatte, das tote Kalb herauszuziehen, stellten wir fest: Es war ein Bulle und mit 127 Kilo ( im Vergleich zu normalen 100 &#8211; 110 Kilo) ungew\u00f6hnlich schwer. Au\u00dferdem war er sehr gro\u00df (96 cm, normal sind 75 &#8211; 90 cm) und lag, wie die \u00c4rzte vermutet hatten, quer zum Geburtskanal, festgeklemmt in einem Becken, das zu klein war, um ihn freizugeben.  <\/p>\n<p>Malaikas K\u00f6rper liegt in einem nicht markierten Grab, gesch\u00fctzt vor Geiern und Aasfressern, die die anderen ungl\u00fccklichen Kreaturen verwerten. Ihr Name ist das Suaheli-Wort f\u00fcr \u201cEngel\u201c. Ein Engel ist sie jetzt zweifellos &#8211; im Frieden und bewahrt vor all den emotionalen Verletzungen und dem Leiden, das ihrer Art zugef\u00fcgt wurde durch menschliche Gier und den Elfenbeinhandel, durch den Afrika der meisten seiner Elefanten beraubt wurde. Wir m\u00fcssen dankbar sein, dass es ihr verg\u00f6nnt war, zw\u00f6lf gl\u00fcckliche Jahre zu erleben, die sie sonst nicht gehabt h\u00e4tte, und dass wir bis zum Ende f\u00fcr sie da sein konnten. Malaika wurde zutiefst geliebt und gesch\u00e4tzt von ihrer Menschenfamilie genauso wie von ihrer Waisenfamilie. Ruhe in Frieden Malaika, und m\u00f6ge dein Geist \u00fcber deine Art wachen und sie in ihrem letzten gro\u00dfen Refugium in Kenia besch\u00fctzen &#8211; im Tsavo National Park.  <\/p>\n<p>Inzwischen werden wir hier in Nairobi nach M\u00f6glichkeiten suchen, wie wir Schwanger&shy;schaften bei unseren anderen weiblichen Waisen hinausz\u00f6gern k\u00f6nnen. In einer nat\u00fcrlichen Elefantenfamilie mit intakten Altersgruppen w\u00e4ren so junge Elefantenk\u00fche wie Malaika keine Matriarchin, weil andere diese Position einnehmen w\u00fcrden. Da unsere verwaisten weiblichen Elefanten in ungew\u00f6hnlich jungen Jahren zu Matriarchinnen werden, k\u00f6nnten sie durch diese Rolle auch schon fr\u00fcher als sonst zur Paarung bereit sein. Um eine \u00e4hnliche Trag\u00f6die in Zukunft zu verhindern, werden wir nach m\u00f6glichen sicheren Methoden der Geburtenkontrolle suchen, damit unsere weiblichen Waisen mit fr\u00fchestens 14 Jahren zum ersten Mal geb\u00e4ren &#8211; wie das bei Lissa der Fall war, als sie die kleine Lara bekam. Aus Malaikas Trag\u00f6die haben wir wieder auf sehr schmerzliche Weise etwas gelernt, und wir m\u00fcssen versuchen, die anderen vor einem solchen Ungl\u00fcck zu bewahren.<\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/trauer-in-tsavo-2\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leider haben wir eine sehr traurige Nachricht, die wir den betroffenen Pateneltern schon pers\u00f6nlich mitgeteilt haben: Von Daphne Sheldrick erfuhren wir, dass MALAIKA den Versuch, ihr fast ausgetragenes Baby zu geb\u00e4ren, nicht \u00fcberlebt hat. 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