{"id":6015,"date":"2015-01-24T15:41:49","date_gmt":"2015-01-24T14:41:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=6015"},"modified":"2017-05-21T17:30:22","modified_gmt":"2017-05-21T16:30:22","slug":"faraja-jasiri-und-ngasha-ziehen-nach-umani-springs-um","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/faraja-jasiri-und-ngasha-ziehen-nach-umani-springs-um\/","title":{"rendered":"Faraja, Jasiri und Ngasha ziehen nach Umani Springs um"},"content":{"rendered":"<p>Nach vielen Wochen Vorbereitung war f\u00fcr Ngasha, Faraja und Jasiri der Tag gekommen, an dem sie den n\u00e4chsten Schritt auf ihrer Reise zur\u00fcck in die Wildnis antraten. Wir haben entschieden, dass unsere beiden Albino-Jungs, die im Amboseli-Nationalpark Opfer von Wilderei geworden waren, in der Auswilderungsstation in Umani Springs im wundersch\u00f6nen Kibwezi-Wald am besten aufgehoben sein w\u00fcrden. Der Kibwezi-Wald ist ein Teil des Chyulu Hills Nationalparks, ein \u00c3\u2013kosystem, das sich zwischen den Nationalparks Tsavo und Amboseli befindet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><center><iframe loading=\"lazy\" src=\"\/\/www.youtube.com\/embed\/YsMtfolsMx8\" width=\"560\" height=\"315\" frameborder=\"0\"><\/iframe><\/center>&#8211;\u00a0<!--more--><\/p>\n<p>Am 16 Januar waren alle um 3:30 Uhr auf den Beinen, mischten Milchflaschen und stellten sicher, dass der Umzugs-LKW vorbereitet war und bereit f\u00fcr seine wertvolle Fracht. Um 4 Uhr wurden unsere Albino-Halbbr\u00fcder und ihr bester Freund Ngasha geweckt und mit einer Milchflasche aus ihren Gehegen gelockt. Sie sind inzwischen daran gew\u00f6hnt, ihre Milch im LKW zu trinken, sodass sie alle drei gleichzeitig ihre Abteilungen darin betraten. Alles lief so problemlos und in Rekordzeit, dass alle erstaunt waren. Robert und Angela waren ebenfalls fr\u00fch aufgestanden, um beim Beladen dabei zu sein und mit zwei Keepern an Bord, Fahrer James und Beifahrer Harrison machte sich der LKW im Schutz der Dunkelheit auf den Weg, um noch vor dem Berufsverkehr durchzukommen.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Die Stallungen bei Nacht\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/122201563729-pic1.jpg\" alt=\"Die Stallungen bei Nacht\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Der LKW auf dem Weg\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/1222015637-pic2.jpg\" alt=\"Der LKW auf dem Weg\" border=\"0\" \/><\/center>Ein Landrover folgte ihnen, um sicherzugehen, dass alles ohne Probleme abl\u00e4uft. Obwohl alle im Waisenhaus traurig waren, dass diese jungen, sehr h\u00f6flichen, &#8222;hellh\u00e4utigen&#8220; Jungs abreisten, verstanden wir doch, dass dies ihre Bestimmung ist. Obwohl sie nun in Umani Springs sind, wo sie sich Murera, Sonje, Lima Lima, Quanza und Zongoloni anschlie\u00dfen, werden sie noch lange Zeit in unserer Verantwortung bleiben, ehe sie sicher genug sind, sich mit ihren neuen wilden Freunden auf den Weg zu machen. Wie bei Menschenkindern ist dies ein langer Prozess, der zwischen zehn und zw\u00f6lf Jahren dauert. Im Kibwezi-Wald werden sie wilde Elefanten-Freunde treffen und \u00fcber diese Freundschaften wie auch die Freundschaft zu ihren alten Waisenhausmitbewohnern Murera &amp; Co werden sie langsam in ihre wilde Zukunft begleitet werden.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Die Sonne geht auf \u00fcber der Stra\u00dfe nach Mombasa\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/1222015637-pic3.jpg\" alt=\"Die Sonne geht auf \u00fcber der Stra\u00dfe nach Mombasa\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Der LKW auf dem Weg nach Umani\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/1222015637-pic4.jpg\" alt=\"Der LKW auf dem Weg nach Umani\" border=\"0\" \/><\/center>Die Fahrt verlief ohne Probleme und es gab nur einen kurzen Halt, um den Passagieren Milch zu geben und etwas frisches Gr\u00fcnzeug f\u00fcr sie zu sammeln. Schon um 9 Uhr kamen sie an den Stallungen in Umani Springs an.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Jasiri gr\u00fc\u00dft aus dem LKW\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/1222015637-pic5.jpg\" alt=\"Jasiri gr\u00fc\u00dft aus dem LKW\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Die Jungs bekommen frisches Gr\u00fcn\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/1222015637-pic6.jpg\" alt=\"Die Jungs bekommen frisches Gr\u00fcn\" border=\"0\" \/><\/center>Die aktuellen Bewohner von Umani Springs, Murera, Sonje, Lima Lima, Quanza und Zongoloni, warteten gespannt auf die Neuank\u00f6mmlinge und die Keeper konnten sie nicht davon abhalten, zur Laderampe zu eilen, um zu sehen, wer denn wohl an Bord war. Faraja, Jasiri und Ngasha, die die ganze Reise \u00fcber sehr geduldig gewesen waren, waren genauso aufgeregt, und sobald die Tore ge\u00f6ffnet wurden, kamen sie heraus, um ihre alten Freunde zu treffen und ihr neues Zuhause zu sehen.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Der Eingang zu Umani Springs\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/122201564143-pic1.jpg\" alt=\"Der Eingang zu Umani Springs\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Gleich werden die Tore ge\u00f6ffnet\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/1222015641-pic2.jpg\" alt=\"Gleich werden die Tore ge\u00f6ffnet\" border=\"0\" \/><\/center><center><img decoding=\"async\" title=\"Faraja wird herausgelockt\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/1222015641-pic3.jpg\" alt=\"Faraja wird herausgelockt\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Begr\u00fc\u00dfungen\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/1222015641-pic4.jpg\" alt=\"Begr\u00fc\u00dfungen\" border=\"0\" \/><\/center>Die drei Nursery-Jungs waren deutlich von den Umani-M\u00e4dchen zu unterscheiden, da sie noch die rote Erde aus Nairobi an sich hatten, w\u00e4hrend die Umani-Waisen in grauen Matsch geh\u00fcllt waren. Ngasha, Faraja und Jasiri schienen von Anfang an sehr entspannt zu sein. Jeder begr\u00fc\u00dfte jeden und sie ber\u00fchrten mit ihren R\u00fcsseln die M\u00fcnder der Anderen und standen Schulter an Schulter, ehe sie zur Futterstelle gingen, um die Luzernenheureste des Morgens zu verspeisen. Alles lief erstaunlich ruhig und geordnet ab.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Wiedersehen alter Freunde\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/1222015641-pic6.jpg\" alt=\"Wiedersehen alter Freunde\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Die Elefanten sind deutlich an der Farbe zu unterscheiden\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/1222015641-pic5.jpg\" alt=\"Die Elefanten sind deutlich an der Farbe zu unterscheiden\" border=\"0\" \/><\/center>Bald war es Zeit f\u00fcr das Schlammbad, und die Keeper f\u00fchrten den Weg an, mit den Neulingen direkt dahinter. Der Wald war sehr gr\u00fcn und \u00fcppig, mehr als in Nairobi und keiner der Waisen konnte widerstehen, ab und zu anzuhalten, das leckere Gr\u00fcn zu kosten und die ganzen neuen M\u00f6glichkeiten und Geschmacksrichtungen zu probieren. Nach der Mittagsmilch nahmen alle Waisen ein gr\u00fcndliches Schlammbad und als sie wieder herauskamen, hatten sie alle die gleiche Farbe. &#8222;Nun haben sie ihre neuen Uniformen&#8220;, sagte Philip, der Chef-Keeper der Station. Dann folgten die Neulinge den anderen zum Staubbad, w\u00e4lzten sich auf dem Staub, rollten und spielten so ausgiebig darin, dass ein unbeteiligter Zuschauer meinen w\u00fcrde, sie w\u00e4ren schon immer dagewesen.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Die Waisen genie\u00dfen den Umani-Schlamm\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/1222015653-pic3.jpg\" alt=\"Die Waisen genie\u00dfen den Umani-Schlamm\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Ein wunderbares Staubbad\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/1222015653-pic4.jpg\" alt=\"Ein wunderbares Staubbad\" border=\"0\" \/><\/center><center><img decoding=\"async\" title=\"Die Waisen aus Nairobi machen es sich bequem\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/1222015653-pic6.jpg\" alt=\"Die Waisen aus Nairobi machen es sich bequem\" border=\"0\" \/><\/center>Den Rest des Tages verbrachte die Achtergruppe damit, den Wald zu erkunden. Lima Lima zeigte begeistert den Weg, obwohl sie nur ungern die Aufmerksamkeit der Keeper mit den Anderen teilte. Sie war sichtlich gl\u00fccklich, ihre hei\u00dfgeliebten Waisenhauskeeper Peter und Eugene wiederzusehen und blieb den ganzen Tag dicht an ihrer Seite.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Lima Lima begr\u00fc\u00dft die Waisenhauskeeper\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/122201565340-pic1.jpg\" alt=\"Lima Lima begr\u00fc\u00dft die Waisenhauskeeper\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Lima Lima begr\u00fc\u00dft die Waisenhauskeeper\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/1222015653-pic2.jpg\" alt=\"Lima Lima begr\u00fc\u00dft die Waisenhauskeeper\" border=\"0\" \/><\/center>Es war eine Freude f\u00fcr die Keeper aus Nairobi, zu sehen, wie gut es Murera, Sonje, Lima Lima, Quanza und Zongoloni hier geht, insbesondere Murera. Ihr Weg war lang und hart und nur wenige Menschen glaubten, dass sie jemals wieder v\u00f6llig gesund wird. Sie hatte furchtbare Verletzungen von Wilderern davongetragen. Nun, einige Jahre sp\u00e4ter, lebt sie ein kaum f\u00fcr m\u00f6glich gehaltenes, gl\u00fcckliches Leben hier in Umani Springs und wird immer kr\u00e4ftiger. Murera war allerdings eher zur\u00fcckhaltend, was die Neuank\u00f6mmlinge in ihrer Herde betrifft, denn sie ist immer wenig begeistert von Ver\u00e4nderungen. Quanza dagegen war au\u00dfer sich vor Begeisterung, denn sie erinnerte sich an ihre Freunde aus Nairobi und sie und Lima Lima geleiteten die Jungs \u00fcberall hin.<\/p>\n<p>Am Abend, nach einem sehr aufregenden Tag, gingen die Waisen zu den Stallungen zur\u00fcck. Ngasha kam in das Gehege neben dem von Faraja und Jasiri, die sich eines teilen. Faraja war zuerst etwas verwirrt, wo er hingehen sollte, doch als die Keeper ihm und seinem Halbbruder ihr Gehege zeigten, beruhigte er sich schnell und sie alle, auch Ngasha, schliefen beinahe auf der Stelle ein.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Milch in den neuen Gehegen\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/122201565524-pic1.jpg\" alt=\"Milch in den neuen Gehegen\" border=\"0\" \/><img decoding=\"async\" title=\"Im neuen Zuhause\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/1222015655-pic2.jpg\" alt=\"Im neuen Zuhause\" border=\"0\" \/><\/center>Robert Carr-Hartley, DSWT-Unterst\u00fctzerin und Schauspielerin Kristin Davis und die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der &#8222;US Friends of the DSWT&#8220;, Melissa Sciacca, waren alle dabei, um Zeuge dieses wunderbaren Tages zu werden, der ein wichtiger Schritt im Leben dieser drei Waisen ist. Es ist klar, dass Ngasha, Faraja und Jasiri das Paradies gefunden haben und wenn wir daran denken, wie schwierig ihr Start ins Leben war, macht uns dieser Tag noch gl\u00fccklicher.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" title=\"Kristin Davis ist beim Umzug dabei\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/Updates_files\/1222015653-pic5.jpg\" alt=\"Kristin Davis ist beim Umzug dabei\" border=\"0\" \/><\/center>Die drei Waisen haben sich ohne Probleme in ihre neue Umgebung eingelebt, sie lieben den Wald, das \u00fcppige Futter, das Schlammbad und ihre n\u00e4chtlichen Begegnungen mit wilden Elefanten, die sich um die Auswilderungsstation versammeln, die Waisen besuchen und ihnen Geschichten aus der Wildnis erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/updates\/updates.asp?ID=764\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/faraja-jasiri-und-ngasha-ziehen-nach-umani-springs-um\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach vielen Wochen Vorbereitung war f\u00fcr Ngasha, Faraja und Jasiri der Tag gekommen, an dem sie den n\u00e4chsten Schritt auf ihrer Reise zur\u00fcck in die Wildnis antraten. 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