{"id":618,"date":"2002-04-27T10:56:44","date_gmt":"2002-04-27T09:56:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=618"},"modified":"2002-04-27T10:56:44","modified_gmt":"2002-04-27T09:56:44","slug":"aktuell-aus-kenia-was-in-samburu-wirklich-geschah","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/aktuell-aus-kenia-was-in-samburu-wirklich-geschah\/","title":{"rendered":"Aktuell aus Kenia: Was in Samburu wirklich geschah"},"content":{"rendered":"<p>Mit Emp\u00f6rung und Entsetzen haben viele ElefantenfreundInnen auf die Meldungen aus Kenia reagiert, die wir an dieser Stelle ver\u00f6ffentlicht haben: Im Tsavo-Ost Nationalpark wurden zehn, im Samburu Game Reserve, wie es hie\u00df, 15 Elefanten gewildert. Der Schluss lag nahe: Die grausame Elfenbein-Jagd hat wieder begonnen &#8211; vermutlich im Hinblick auf die n\u00e4chste CITES-Konferenz, die im November dieses Jahres in Chile stattfindet. Falls s\u00fcdafrikanische Staaten erneut eine Export-Erlaubnis f\u00fcr Elfenbein aus eigenen Lagerbest\u00e4nden beantragen, k\u00f6nnte dies (wie fr\u00fcher bereits geschehen) der Wilderei in anderen \u201eElefanten-L\u00e4ndern\u201c Vorschub leisten. Weil es immer einen Weg gibt, illegales Elfenbein \u00fcber dunkle Kan\u00e4le in jene L\u00e4nder zu schaffen, die eine begrenzte Ausfuhrgenehmigung erhalten haben.<\/p>\n<p><!--more--> <\/p>\n<p>&nbsp; <\/p>\n<p>Wir haben sofort in Kenia nachgefragt, was es mit diesen Meldungen auf sich hat. \u00dcber Samuel Kasiki erhielten wir am 25. April Stellungnahmen vom Kenya Wildlife Service (KWS) und der von Iain Douglas-Hamilton gegr\u00fcndeten Organisation \u201eSave the Elephants\u201c. Daraus geht hervor: Zumindest die Meldung aus Samburu ist nicht korrekt. Dort sind an verschiedenen Pl\u00e4tzen im Samburu District und nicht im (besonders gesch\u00fctzten) Game Reserve insgesamt acht Elefanten-Kadaver gefunden worden &#8211; \u201enur\u201c drei von ihnen sind \u201eWilderer-Beute\u201c, die anderen Tiere waren krank oder sind eines nat\u00fcrlichen Todes gestorben (einige bereits Ende letzten Jahres). Der KWS betont ausdr\u00fccklich, dass die Sicherheit in den Nationalparks weiterhin gew\u00e4hrleistet ist und dass allein im letzten Jahr 450 Ranger speziell f\u00fcr den Anti-Wilderer-Einsatz rekrutiert wurden. Insgesamt habe sich der Elefanten-Bestand in Kenia nach der grausamen Wilderei-Epoche in den achtziger Jahren wieder erholt &#8211; von 16 000 (1989) auf inzwischen sch\u00e4tzungsweise 31 500 Tiere.  <\/p>\n<p>Bleibt die traurige Tatsache, dass in Tsavo-Ost zehn Elefanten gewildert und auf brutale Weise ihrer Sto\u00dfz\u00e4hne beraubt wurden (ein somalischer Wilderer kam bei einem Schusswechsel mit KWS-Rangern ums Leben). Daphne Sheldrick hat uns in einem Fax best\u00e4tigt, dass der David Sheldrick Wildlife Trust die Ranger des Kenya Wildlife Service (KWS) in ihrem Kampf gegen die Wilderei unterst\u00fctzt. Unter anderem wird Treibstoff f\u00fcr Aufkl\u00e4rungsfl\u00fcge finanziert, und sechs gro\u00dfe Container, die der Trust zur Verf\u00fcgung gestellt hat, sollen zu mobilen Anti-Poaching-Stationen umger\u00fcstet werden. Hoffen wir, dass auf der n\u00e4chsten CITES-Konferenz trotz m\u00f6glicherweise massiver Widerst\u00e4nde wieder ein absolutes internationales Handelsverbot f\u00fcr Elfenbein durchgesetzt werden kann. Weil es nur so gelingen wird, die Wilderei auf Dauer einzud\u00e4mmen.<\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/aktuell-aus-kenia-was-in-samburu-wirklich-geschah\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit Emp\u00f6rung und Entsetzen haben viele ElefantenfreundInnen auf die Meldungen aus Kenia reagiert, die wir an dieser Stelle ver\u00f6ffentlicht haben: Im Tsavo-Ost Nationalpark wurden zehn, im Samburu Game Reserve, wie es hie\u00df, 15 Elefanten gewildert. 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