{"id":6453,"date":"2015-03-30T11:05:57","date_gmt":"2015-03-30T10:05:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=6453"},"modified":"2015-03-30T11:05:57","modified_gmt":"2015-03-30T10:05:57","slug":"ithumba-februar-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/ithumba-februar-2015\/","title":{"rendered":"Ithumba Februar 2015"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 1. Februar 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein ruhiger Tag und die Waisen konzentrierten sich aufs Grasen. Ishanga, die wir in diesem Jahr noch gar nicht gesehen hatten, schloss sich den Waisen im Kone-Gebiet an, wo sie zum Fressen hingewandert waren. Ishanga war mit Makireti, Kasigau und Kilabasi unterwegs und sie verbrachten den ganzen Tag mit den Waisen. Es war toll zu sehen, dass es ihr gut geht und sie hervorragendem Zustand ist. Wir fragen uns, wo und bei wem sie solange gewesen ist, aber auf jeden Fall freuen wir uns \u00fcber ihre R\u00fcckkehr.<br \/>\nSp\u00e4ter am Abend meldeten sich Yattas und Mulikas Gruppen an den Stallungen. Naserian und Zurura verwickelten sich in ein Kr\u00e4ftemessen, und Mulika hob einen Stock auf, mit dem sie ihre Brust kratzte. Eine wilde Herde, angef\u00fchrt von einer Kuh mit nur einem Sto\u00dfzahn, kam auch noch vorbei. Genau diese Kuh war letztes Jahr vom Tierarzt-Team behandelt worden. Sie hatten ihr einen Pfeil aus dem Bauch entfernt. Diese Kuh hatte ein erst heute geborenes Kalb dabei, das noch darum k\u00e4mpfte, an die Milch zu kommen. Sidai versuchte, dichter an das Baby heranzukommen, wurde aber von der Mutter kr\u00e4ftig weggeschubst. Die Mutter und der Rest der Herde machte sich mit dem Baby wieder auf den Weg. Das Baby stolperte vor sich hin, da es noch nicht einmal richtig laufen gelernt hatte. Diese Kuh wei\u00df, dass wir sie gerettet haben, und jetzt, wo sie wieder v\u00f6llig gesund ist, f\u00fchlt sie sich in der Gegenwart der Ex-Waisen und der Keeper wohl und ist sogar bereit, uns ihr Neugeborenes zu zeigen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/311201524810-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ishanga ist das erste Mal in diesem Jahr wieder da<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 2. Februar 2015<\/strong><br \/>\nNachdem sie an der Tr\u00e4nke Wasser gesoffen hatten, gingen Kainuk, Orwa und Turkwel zu einem Haufen roter Erde hinunter und begannen den Tag mit einem Staubbad. Das ist in der hei\u00dfen Jahreszeit sehr beliebt, da es die Haut beruhigt, k\u00fchlt und die Insekten fernh\u00e4lt.<br \/>\nIn den Weidegr\u00fcnden legte sich Narok zum Spielen hin, doch der in der N\u00e4he grasende Bongo ging zu ihr hin\u00fcber und schob sie wieder auf die Beine. Narok war genervt von Bongo und schubste ihn wieder weg. Sp\u00e4ter spielte Bongo mit Orwa, dann mit Shukuru und schlie\u00dflich mit Sities. Shukuru, die zu unserer gro\u00dfen Sorge Anfang des Jahres sehr matt gewesen war, geht es inzwischen viel besser, seit Angela die richtigen Medikamente und Vitamine geschickt hatte. Sie ist nun wie ausgewechselt: energiegeladen, schwimmt jeden Tag im Schlammloch, wie sie es schon viele Monate nicht getan hatte. Mutara verbrachte etwas Zeit mit einem Kr\u00e4ftemessen mit Orwa. Mutara ist wirklich gro\u00df geworden und wir k\u00f6nnen uns kaum vorstellen, dass sie als winziges Baby mit noch vorhandener Nabelschnur von der Mutara Ranch Laikipia zu uns gekommen war. Bomani fra\u00df in der N\u00e4he von Kanjoro und Kanjoro steckte immer mal wieder seinen R\u00fcssel in Bomanis Mund. Unterdessen kratzte sich Turkwel ununterbochen am Ohr, denn irgendetwas schien sie sehr zu st\u00f6ren.<br \/>\nNach der 11-Uhr-F\u00fctterung nuckelten Shukuru und Sities an ihren R\u00fcsseln &#8211; eine typische Eigenart dieser beiden. Sie lieben es, nur zufrieden im Schatten herumzustehen und entspannt auf ihren R\u00fcssel herumzukauen. Obwohl es sehr hei\u00df war, ging keiner der Waisen ins Schlammloch, was uns wunderte. Beim Staubbad kam eine Gruppe schreiender Paviane vorbei und erschreckte die Waisen, die daraufhin in alle Richtungen flohen. Damit war das Staubbad beendet und die Waisen gingen zu ihren Keepern und blieben in deren N\u00e4he. Garzi und Vuria streckten ihre R\u00fcssel in die H\u00f6he und schnupperten, um sicherzustellen, dass alles seine Ordnung hatte.<br \/>\nDer Nachmittag verlief ohne besondere Vorkommnisse und die Waisen grasten ruhig in Begleitung ihrer Keeper.<br \/>\nAm Abend kamen sechs wilde Bullen zum Saufen zu den Stallungen. Nachdem sie gesoffen hatten, standen sie zufrieden in der N\u00e4he herum und plauderten noch mit den Waisen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/311201525814-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen beim morgendlichen Staubbad<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 3. Februar 2015<\/strong><br \/>\nDer Himmel war blau, als die Waisen zum Grasen aufbrachen, und k\u00fcndigte wieder einen hei\u00dfen Tag an. Orwa fra\u00df eine Weile bei Garzi, bevor er zu Mutara hin\u00fcberging und mit ihr zusammen graste. Ab und zu griff er nach den Zweigen in ihrem Mund. Sie teilten sich die Bl\u00e4tter von dem gleichen Busch, bevor sie wieder ihrer eigenen Wege gingen.<br \/>\nUm 9:30 Uhr machten die Waisen es sich zum Grasen am Kone-See gem\u00fctlich. Laragai, Bongo, Narok, Kanjoro und Garzi gingen hinunter und soffen Wasser. Laragai und Bongo versuchten, Garzi vom Wasser fernzuhalten, doch Kanjoro griff ein und schubste Laragai und Bongo beiseite, damit auch Garzi saufen konnte. Dann ging Kanjoro zu einem Erdhaufen, auf dem er sich herumrollte und gen\u00fcsslich in der k\u00fchlen Erde staubbadete. Auf dem Weg zum Schlammbad versuchte Orwa einen Stock aus Bomanis Mund zu stehlen, doch Bomani beschwerte sich lautstark, sodass Orwa aufh\u00f6rte ihn zu \u00e4rgern, bevor die Situation eskalierte. Nach der 11-Uhr-F\u00fctterung gingen Shukuru und Laragai mit dem R\u00fcssel im Mund zum Wasserloch. Obwohl der Morgen sonnig gewesen war, war es nun bew\u00f6lkt und niemand wollte baden. Mutara f\u00fchrte die Waisen zur\u00fcck zu den Weidegr\u00fcnden. Am Nachmittag machten die Wolken der Sonne wieder Platz. Die Waisen unterbrachen das Grasen und suchten Schutz vor der brennenden Sonne. Sp\u00e4ter grasten sie weiter und gingen erneut zum Schlammloch. Dort schlossen sie sich f\u00fcnf wilden Bullen an, die Wasser soffen. Die Waisen gingen an ihnen vorbei und direkt in das k\u00fchle Wasser, bevor sie zu den Stallungen zur\u00fcckkehrten.<br \/>\nAm Abend tauchten die Gruppen von Yatta, Mulika und Lualeni an den Stallungen auf. Ishanga, die eigentlich zu den halbunabh\u00e4ngigen Waisen geh\u00f6rt, scheint sich den v\u00f6llig unabh\u00e4ngigen Ex-Waisen anschlie\u00dfen zu wollen, denn sie war heute abend bei ihnen. Die Waisen und Ex-Waisen sind alle Freunde und es ist normal, dass sich ihre Gruppen durchmischen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/311201531256-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Garzi und Orwa grasen zusammen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 4. Februar 2015<\/strong><br \/>\nAm Morgen begannen die meisten Waisen den Tag mit einer Kratz\u00fcbung. Kanjoro, Bongo, Vuria, Orwa und Shukuru stellten sich alle am gleichen Baum zum kratzen an.<br \/>\nBeim Grasen schloss sich Makena den Waisen an. Makena hatte sich den Fu\u00df verstaucht und humpelte ein wenig. Es war nichts ernstes, aber es tat ihr offenbar etwas weh. Orwa, Teleki und Vuria gingen zu ihr, schupperten an ihr und ber\u00fchrten sie besorgt. Sie hatten bemerkt, dass ihr irgendetwas passiert war. Nach einer Weile kehrten Teleki und Vuria zum Grasen zur\u00fcck, doch Orwa blieb bei Makena. Sie unterhielten sich \u00fcber R\u00fcssel-Ber\u00fchrungen und hatten sp\u00e4ter auch noch ein vorsichtiges Kr\u00e4ftemessen.<br \/>\nKurz darauf schlossen sich Lualeni und Tomboi den Waisen an, verbrachten den Vormittag mit ihnen und brachten sie zum Schlammbad. Immer wenn Lualeni in der N\u00e4he ist, m\u00fcssen die Keeper aufpassen, dass keine Babys entf\u00fchrt werden. Lualeni liebt es, Babys in ihre halb-unabh\u00e4ngige Waisengruppe zu locken, doch das ist nicht gut, wenn sie noch Milch brauchen. Um 11 Uhr war es k\u00fchl und die Waisen soffen nur Wasser und staubbadeten. Mulikas, Yattas und Lualenis Gruppen tauchten w\u00e4hrenddessen mit sechs wilden Elefanten am Schlammloch auf. Vuria und Bongo umschlangen ihre R\u00fcssel ein Weile und dann zogen sich die Waisen von den Ex-Waisen zur\u00fcck. Sie gingen zu den H\u00e4ngen des Ithumba-Bergs, wo sie in Ruhe grasen konnten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/311201533158-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bongo kratzt sich<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 5. Februar 2015<\/strong><br \/>\nSchon vor 6 Uhr meldeten sich Kalama, Chemi Chemi, Kandecha, Kibo, Murka, Naisula, Melia, Tumaren und Suguta an den Stallungen. Sobald die Gehege ge\u00f6ffnet wurden, gingen Suguta, Tumaren und Melia hinein und schnappten sich ein paar Reste. Sobald alle drau\u00dfen waren, forderte Chemi Chemi Orwa zu einem Ringkampf heraus. Um Orwa zu zeigen, wer der St\u00e4rkere ist, bestieg Chemi Chemi ihn und begann dann ein heftiges Kr\u00e4ftemessen mit ihm, in dem Orwa sich schlie\u00dflich ergab. Dann ging Orwa zu Kibo, doch auch Kibo war st\u00e4rker als er und er musste wieder aufgeben. Kalama spielte eine Weile mit Sities, doch ihr Spiel dauerte nicht lange. Kora, Kamboyo und Tomboi tauchten auch an den Stallungen auf, und Kamboyo und Tomboi hatten einen lange andauernden Ringkampf. Shukuru und Kainuk staubbadeten, bevor sie das Grasen begannen.<br \/>\nSugutas Gruppe machte sich nach einer Stunde wieder auf den Weg. Garzi brach einen leckeren Zweig von einem Baum ab und wollte diesen gerade gen\u00fcsslich fressen. Allerdings hatte er die Rechnung ohne Sities gemacht, die aus dem Nichts auftauchte und ihm den Zweig wegnahm. Garzi konnte sich nur wundern, wieso Sities sein Futter klauen w\u00fcrde, wo sie sich doch durchaus selbst Zweige abbrechen k\u00f6nnte. Sp\u00e4ter verwickelten sich Bongo und sein Spielkamerad Vuria in ihr \u00fcbliches Kr\u00e4ftemessen.<br \/>\nUm 11 Uhr tranken die Waisen ihre Milch, soffen das Wasser und staubbadeten. Am Nachmittag war es dann sehr hei\u00df und Sities, Vuria, Laragai, Turkwel und Bongo ruhten sich eine Weile unter einem Baum aus, ehe sie weitergrasten.<br \/>\nAm Abend war es noch immer sehr hei\u00df und die Waisen gingen noch einmal am Schlammloch vorbei, um sich abzuk\u00fchlen. Danach staubbadeten sie eine ganze Stunde lang, bevor Mutara sie zu den Stallungen zur\u00fcckf\u00fchrte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/311201534235-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kamboyo beim Kr\u00e4ftemessen mit Tomboi<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 6. Februar 2015<\/strong><br \/>\nNarok und Teleki machten sich am Morgen gleich als erstes mit gro\u00dfer Begeisterung daran, sich an den umgest\u00fcrzten B\u00e4umen zu kratzen. Die Waisen wurden von Lualeni und Ololoo besucht. Ololoo schnappte sich Orwa und Vuria und graste mit ihnen gemeinsam in einigem Abstand zu den Anderen.<br \/>\nEine Stunde nachdem sich die Waisen auf den Weg gemacht hatten, kamen Makireti, Kasigau und Kilabasi zu den Stallungen, um Wasser zu saufen. Um 14:30 Uhr kamen auch Olare, Naisula, Murka, Kitirua, Kamboyo and Tomboi zum Saufen vorbei. Olare haben wir seit zwei Monaten nicht gesehen, doch nun ist sie wieder da und vervollst\u00e4ndigt Sugutas Gruppe. Es ist sehr interessant, die Ex-Waisen kommen und gehen zu sehen, wie sie sich mit wilden Herden verb\u00fcnden und einige Zeit sogar komplett verschwinden, wenn es \u00fcberall gr\u00fcn ist und alle Wasserl\u00f6cher voll sind. Es ist auch beeindruckend, wie gut sie sich in den Weiten von Tsavo auskennen und dann den Weg nach Hause zur\u00fcck finden, wenn die Zeit daf\u00fcr reif ist.<br \/>\nZur Schlammbadzeit war es sehr k\u00fchl und keiner der Waisen traute sich ins Wasser. Sities und Shukuru nuckelten lange Zeit an ihren R\u00fcsseln. Sp\u00e4ter f\u00fchrte Kanjoro die Herde zum Staubbad. Teleki ging danach zu einem Baum, an dem er ausf\u00fchrlich seinen Hintern kratzte.<br \/>\nDie Waisen hatten einen ruhigen Nachmittag und kamen dann noch einmal am Schlammloch vorbei, um sich abzuk\u00fchlen, wie sie es h\u00e4ufig am Abend tun.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/311201535221-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Teleki kratzt sich<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 7. Februar 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein sehr k\u00fchler und ruhiger Morgen. Die Waisen trafen auf Yattas und Mulikas Ex-Waisen-Herden, sobald sie aus den Gehegen kamen. Sie gingen direkt zur Wassertr\u00e4nke und danach in den Busch. Dort grasten die Waisen dann: Orwa mit Bomani und Bongo mit Vuria. Buchuma und Tomboi schlossen sich ihnen an und es gab ein paar Ringk\u00e4mpfe, was immer f\u00fcr gro\u00dfe Aufregung sorgt. Als die Waisen bereit f\u00fcr die Milchf\u00fctterung waren, begannen einige von ihnen, Staubhaufen in die Luft zu werfen. Vuria und Teleki k\u00fcssten und schubsten sich gegenseitig. Vuria f\u00fchrte dann die erste Gruppe zum Schlammbad, doch es war sehr k\u00fchl und ein unangenehmer Wind wehte, sodass niemand besonders scharf auf ein Bad war. Sie stellten sich am Schlammloch auf, soffen etwas Wasser und machten sich wieder auf den Weg. Shukuru spielte mit Garzi und Sities, w\u00e4hrend Bongo mit Vuria spielte. Dann ruhte Shukuru ihren R\u00fcssel auf Vuria aus und begann, auf ihm herumzuklettern, als er sich hinlegte. Als es hei\u00dfer wurde, gingen sie alle zum Schlammbad zur\u00fcck und spielten im Matsch.<br \/>\nAls die Waisen am Abend zu den Stallungen zur\u00fcckkehrten, fanden sie dort eine gro\u00dfe Gruppe aus 30 Ex-Waisen vor. Bei ihnen waren Wendy, Kinna, Challa und zwei wilde Bullen, die etwas Wasser soffen und danach in den Busch zur\u00fcckkehrten. Die Ex-Waisen blieben an den Stallungen, unterhielten sich mit den Babys und genossen die Gesellschaft der Keeper.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/31120154327-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ex-Waisen besuchen die Stallungen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 8. Februar 2015<\/strong><br \/>\nAn diesem erneut k\u00fchlen und ruhigen Morgen starteten die Waisen-Elis wie \u00fcblich in den Tag: Sie gingen von ihren jeweiligen Gehegen zur Wassertr\u00e4nke und dann in den Busch. Orwa kratzte sich zuvor noch an einem Baum, w\u00e4hrend Sities und Bomani einen Baumstumpf und einen Felsen daf\u00fcr benutzten.<br \/>\nDie Ex-Waisengruppe traf sp\u00e4ter auf die Waisen und sie spielten ein paar Stunden lang miteinander, bevor sie sich wieder auf den Weg machten und Galana und Tomboi bei den Babys zur\u00fccklie\u00dfen. Turkwel graste bei Sities und Rapsu, und Tomboi verbrachte viel Zeit damit, Teleki zu beobachten, der das sehr genoss. Tomboi war als winziges Baby aus Samburu gerettet worden, nachdem seine Mutter gestorben war. Es ist ein tolles Gef\u00fchl, ihn zu so einem ansehnlichen Bullen heranwachsen zu sehen.<br \/>\nDie Waisen trafen sp\u00e4ter auf Nasalots Gruppe, kurz bevor sie zum Schlammbad gingen. Da es sehr k\u00fchl war, wollte sich niemand w\u00e4lzen, und nach ihrer Milch gingen sie direkt zum Grasen zur\u00fcck.<br \/>\nVuria f\u00fchrte die Gruppe am Abend zur\u00fcck zu den Stallungen. Dort war eine gro\u00dfe Gruppe Ex-Waisen mit zwei wilden Elefanten zum Wassersaufen vorbeigekommen. Der Abend war also sehr abwechslungsreich und viele \u00e4ltere Elefanten k\u00fcmmerten sich um sie, was die Waisen sehr lieben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/311201542415-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Rapsu und Teleki<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 9. Februar 2015<\/strong><br \/>\nSehr fr\u00fch am Morgen warteten eine gro\u00dfe Gruppe Ex-Waisen und zwei wilde Bullen auf frisches Wasser in der Tr\u00e4nke, da diese von den vielen Elefanten am Vorabend geleert worden war. Nachdem die Waisen ihr Fr\u00fchst\u00fcck beendet hatten, gingen sie zu den Ex-Waisen und soffen auch Wasser aus der Tr\u00e4nke. Mulika und Yatta waren mit ihren Babys und einigen aus Sugutas Gruppe, n\u00e4mlich Kibo, Naisula, Kitirua, Kalama, Chemi Chemi, Suguta, Tumaren, Olare, Murka und Kandecha dabei. Naisula begann ein Kr\u00e4ftemessen mit Orwa, w\u00e4hrend Bomani und Garzi sich an den Felsen kratzten. Dann spielte Garzi und legte sich dazu auf den Boden, sodass Vuria versuchte, auf ihm herumzuklettern.<br \/>\nSp\u00e4ter gingen sie alle gemeinsam in den Busch und grasten zusammen mit den Ex-Waisen. Nach einer Weile f\u00fchrte Vuria die Waisen zum Schlammloch, wo sie ihre Milch bekamen. Es nahm aber keiner am Schlammbad teil, da es zu kalt war. Bongo und Laragai spritzten etwas Wasser auf ihre K\u00f6rper und rollten sich dann im Staub umher, um sich abzutrocknen. Bongo und Vuria sammelten mit ihren R\u00fcsseln Staub auf und warfen ihn in die Luft. Sp\u00e4ter schubsten sich sich gegenseitig an, um zu sehen, wer der st\u00e4rkere war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/31120154316-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Orwa spielt mit Chaimu<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 10. Februar 2015<\/strong><br \/>\nHeute morgen war es klar und die Ex-Waisen erschienen sehr fr\u00fch, um Wasser zu saufen. Wendy, Yatta und Mulika mit ihren Babys, Naisula, Kibo, Kitirua, Melia, Suguta und Tumaren waren bei ihnen. Sie soffen Wasser, und die Waisen kamen aus ihren Gehegen und schlossen sich ihnen an. Orwa spielte mit Naisula, w\u00e4hrend Kora mit Rapsu rangelte. Sp\u00e4ter besch\u00e4ftigte sich Rapsu mit einem wilden Bullen und Orwa mit Naserian.<br \/>\nDie Waisen gingen schlie\u00dflich in den Busch und lie\u00dfen die Ex-Waisen an der Tr\u00e4nke zur\u00fcck, bis diese in eine andere Richtung im Busch verschwanden. Vuria, Garzi und Bomani grasten zusammen. Sie kamen an der Kone-Weggabelung an einem Schlammloch vorbei und w\u00e4lzten sich schonmal. Bongo, Vuria, Laragai, Garzi, Teleki und Narok spielten sehr energisch im Matsch. Als die Gruppe in den Busch zur\u00fcckkehrte, schloss sich ihnen Tomboi an, der viel Spa\u00df mit Orwa hatte. Sie gingen gemeinsam zu ihrem Hauptwasserloch und der Mittagsmilchf\u00fctterung. Nach der F\u00fctterung spielten Laragai, Bongo, Vuria, Garzi und Kanjoro im Schlamm. Sp\u00e4ter bewarfen sich sich mit Staub, indem sie diesen in der Luft verteilten.<br \/>\nAm Nachmittag war es sehr hei\u00df und Vuria, Garzi und Bomani grasten zufrieden zusammen. Shukuru f\u00fchrte die Herde am Abend nach Hause zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/31120154393-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ex-Waisen an den Stallungen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 11. Februar 2015<\/strong><br \/>\nBongo und sein Spielkamerad Vuria begannen den Tag mit einem Kr\u00e4ftemessen. Orwa und Teleki sahen sie spielen und lie\u00dfen sich zu einem eigenen Spiel inspirieren. Narok nahm sich etwas Zeit, ihren Hintern an einem Felsen zu kratzen. Drau\u00dfen im Busch fra\u00df Kainuk in der N\u00e4he von Orwa und machte zwischendrin eine Pause, um sich zum Spielen hinzulegen.<br \/>\nBeim Schlammbad war es sehr hei\u00df und f\u00fcnf Kleine Kudus soffen vom Wasser. Sie flohen, als die Elefanten ankamen. Shukuru hatte wie \u00fcblich ihren R\u00fcssel im Mund, nachdem sie ihre Milch getrunken hatte und zum Schlammloch lief. Kanjoro, Laragai, Shukuru, Vuria, Teleki, Garzi, Bomani, Narok und Bongo w\u00e4lzten sich gl\u00fccklich. Nach dem Schlammbad ging Kanjoro zu einem der nahegelegenen B\u00e4ume und kratzte sich. Shukuru ging zu ihm und wollte sich auch kratzen, sodass Kanjoro f\u00fcr sie Platz machte und zum Staubbad ging, bevor sie ihn wegschubsen konnte. Teleki wollte sich auch an dem Baum kratzen und stellte sich an, bis er an der Reihe war.<br \/>\nAm Nachmittag war es sehr hei\u00df und Bomani, Bongo und Turkwel entspannten sich im Schatten verschiedener B\u00e4ume und warteten auf Abk\u00fchlung. Am Abend, als es immer noch ziemlich warm war, gingen die Waisen zum Schlammbad, um sich ein zweites Mal zu w\u00e4lzen. Bongo und Mutara wuschen ihre K\u00f6pfe und Ohren in der Wassertr\u00e4nke, ehe sie im Schlammloch untertauchten. Nach dem Schlammbad staubten sich alle noch einmal mit roter Erde ein, bevor Shukuru die Waisen zu den Stallungen zur\u00fcckf\u00fchrte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/31120155145-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kleine Kudus am Schlammloch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 12. Februar 2015<\/strong><br \/>\nTeleki verlie\u00df die Gehege mit einem Zweig in seinem Mund. Narok kratzte sich auf dem Weg zu den Weidegr\u00fcnden an einem Felsen. Turkwel und Orwa grasten heute zusammen. Bongo und Kanjoro zeigten, wie toll sie klettern k\u00f6nnen: Sie kletterten auf einen steilen Felsen, auf dem sie leckeres Gras ersp\u00e4ht hatten.<br \/>\nUm 7 Uhr trafen die Waisen auf Makireti, Kasigau und Kilabasi. Bomani und Narok begr\u00fc\u00dften Makireti, indem sie ihre R\u00fcssel in ihren Mund steckten. Garzi begr\u00fc\u00dfte Kasigau und schnappte sich gleich etwas Gras, das dieser in seinem R\u00fcssel hielt. Kasigau verwarnte Garzi, indem er seinen R\u00fcssel auf ihn richtete. Kanjoro versuchte den gleichen Trick, doch Kilabasi schubste ihn weg. Bomani versuchte sich an einem Kr\u00e4ftemessen mit Kilabasi, doch der war viel zu stark f\u00fcr ihn.<br \/>\nUm 8 Uhr kamen die Ex-Waisen mit vier wilden Bullen zum Saufen zu den Stallungen. Kurz darauf schlossen sich die halbunabh\u00e4ngigen Waisen in Begleitung von Lualeni und Kamboyo den Ex-Waisen dort an. Ithumbah und Ololoo forderten sich gegenseitig zu einem Kr\u00e4ftemessen heraus, das unentschieden endete. Als die Ex-Waisen zum Grasen zur\u00fcckkehrten, nahm Tomboi einen Zweig mit seinem R\u00fcssel auf und kratzte sich sehr gekonnt seinen Bauch damit.<br \/>\nUm 11 Uhr war es sehr hei\u00df und alle Waisen gingen in den Matsch. Danach f\u00fchrte Laragai die Gruppe zum Staubbad. Orwa ruhte sich lieber unter einem Baum aus, der ihm viel Schatten spendete, und kratzte sich. Nach dem Staubbad gingen Shukuru, Bomani und Bongo auch zu den Akazien und schuffelten sich ausgiebig daran.<br \/>\nAm Abend kamen die Ex-Waisen mit einem neuen wilden Bullen an den Stallungen vorbei. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit tauchten noch zwei weitere wilde Bullen zum Saufen auf.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/311201551428-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Narok grast<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 13. Februar 2015<\/strong><br \/>\nAm Morgen hatte Teleki eine kleine Wunde auf dem R\u00fccken, nachdem er in der Nacht von Orwa geschubst worden war. Wir verteilten gr\u00fcne Tonerde darauf, bevor Teleki aus dem Gehege kam. Sities war schlecht gelaunt aufgewacht und ging auf jeden los, der in ihrem Weg stand.<br \/>\nDrau\u00dfen im Busch verhedderte sich Vuria in trockenem Gestr\u00fcpp, auf das er getreten war. Vorsichtig entfernte er die Zweige mit dem R\u00fcssel von seinem Bein.<br \/>\nGegen 9 Uhr gesellten sich Lualeni, Ololoo, Rapsu und Tomboi zu den Waisen. Ololoo forderte Orwa zu einem Kr\u00e4ftemessen heraus, bis sie beide m\u00fcde wurden und weitergrasten. Beim Schlammbad hatten die Waisen zwei Ehreng\u00e4ste: zwei wilde Bullen. Die Bullen standen im Wasser und spritzten sich dieses hinter ihre Ohren, w\u00e4hrend die Waisen ihre Milch tranken. Lualeni verursachte Unruhe, als sie an den Milchflaschen vorbeiging und sich selbst bedienen wollte. Die Keeper schrien sie an und sie erwischte nur einen Deckel, mit dem sie davon rannte. Nach dem Schlammbad ging Rapsu zum Staubbad, w\u00e4hrend Tomboi sich den beiden Bullen an der Tr\u00e4nke anschloss.<br \/>\nSp\u00e4ter grasten die Waisen an der Westseite des Ithumba-Bergs. Am Abend trafen sie auf die Ex-Waisen und wilde Elefanten und badeten noch einmal alle zusammen im Schlammloch.<br \/>\nKurz vor 18 Uhr meldeten sich Makireti, Kasigau, Kilabasi und Tomboi an den Stallungen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/311201552532-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Wilde Bullen bei den Waisen am Schlammloch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 14. Februar 2015<\/strong><br \/>\nLualeni, Taita, Ololoo und Makena schlossen sich den Waisen am Morgen an. Bomani begr\u00fc\u00dfte Makena und Taita, indem er seinen R\u00fcssel in ihre Richtung streckte. Bomani und Garzi behandelten Taita respektvoll und traten zur Seite, um ihn vorbeizulassen. Ololoo hatte ein kurzes Kr\u00e4ftemessen mit Orwa, bevor Taita sich einmischte und die Jungs auseinanderschob. Shukuru, Bomani und Turkwel kratzten sich an den Felsen, ehe sie zum Grasen aufbrachen.<br \/>\nEine Stunde sp\u00e4ter machten sich Ololoo, Lualeni und Taita auf den Weg und \u00fcberlie\u00dfen es Makena, die Waisen zum Schlammbad zu f\u00fchren. Dort w\u00e4lzten sich Kanjoro, Shukuru, Laragai, Bongo, Teleki, Vuria und Narok ausgiebig. Die anderen gingen lieber zum Staubbad. Nach dem Staubbad kratzte sich Orwa an den B\u00e4umen. Makena wollte aber genau den gleichen Baum benutzen und Orwa musste ihr Platz machen. Nach Makena \u00fcbernahm Teleki den Baum und kratzte sich auch noch eine Weile.<br \/>\nDer Nachmittag war hei\u00df und die Waisen versammelten sich unter einem Baum, um sich vor der unerbittlichen Sonne zu verstecken. Am Abend kamen die Waisen f\u00fcr ein weiteres Schlammbad am Schlammloch vorbei.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/311201553055-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Makena schlie\u00dft sich am Morgen den Waisen an<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 15. Februar 2015<\/strong><br \/>\nSugutas Gruppe, bestehend aus Suguta, Melia, Tumaren, Olare, Kandecha, Kitirua, Kibo, Murka, Chemi Chemi, Naisula, Kamboyo und Kalama meldete sich noch vor 6 Uhr an den Stallungen. Sie warteten darauf, dass die Waisen herauskamen und teilten sich dann das Luzernenheu mit ihnen. Kalama ermahnte Sities, als sie versuchte, etwas von dem Luzernenheu zu fressen, auf das sie ein Auge geworfen hatte. Aus Furcht bestraft zu werden lie\u00df Sities es liegen.<br \/>\nEine Stunde sp\u00e4ter machten sich Suguta und ihre Gruppe wieder auf den Weg. Um 10 Uhr kamen Kilaguni, Chaimu und Ishanga zum Saufen zu den Stallungen. Es scheint, dass die drei ihre eigene kleine Gruppe bilden wollen.<br \/>\nTomboi kam zum Schlammloch, noch bevor die Waisen dort waren und entschied, dort auf sie zu warten. Bomani rannte, nachdem er seine zweite Milchflasche geleert hatte, mit der leeren Flasche davon. Die Keeper baten ihn, sie zur\u00fcckzubringen, doch er lie\u00df sie einfach fallen. Nur Tomboi ging heute ins Wasser und die Waisen schauten ihm vom Ufer aus zu. Sities ging zur Tr\u00e4nke, stieg mit den Vorderbeinen hinein und planschte. Shukuru staubbadete, w\u00e4hrend sich Orwa an einer Akazie kratzte. Nach dem W\u00e4lzen staubbaddete auch Tomboi und kratzte sich mit einem Stock.<br \/>\nAm Nachmittag waren die Temperaturen angenehm und die Waisen grasten friedlich.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/311201553552-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kilaguni, Ishanga und Chaimu<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 16. Februar 2015<\/strong><br \/>\nNachdem sie aus den Gehegen gekommen waren, fra\u00dfen die Waisen ihr Luzernenheu. Der Morgen war k\u00fchl und in der Nacht hatte es 3mm Niederschlag gegeben. Laragai fra\u00df in der N\u00e4he von Bongo, w\u00e4hrend Sities bei Mutara war. Orwa, Shukuru und Narok kratzten sich an den Felsen.<br \/>\nBeim Mittagsschlammbad gab es gro\u00dfe Aufregung, als Kainuk ihre Milch leerte und sich dann Orwa zuwandte, der noch trank. Kainuk bettelte Orwa an, ihr etwas Milch \u00fcbrig zu lassen, doch Orwa drehte sich nur zu dem Keeper um, um sicherzugehen, dass ihm die Milch nicht gestohlen wird. Kainuk ging davon und tat so, als w\u00fcrde sie an ihrem R\u00fcssel nuckeln, doch sie plante schon ihre Rache an Orwa. Als Orwa an ihr vorbeiging, stie\u00df sie gegen ihn. Die Keeper reagierten aber schnell auf Orwas Geschrei und schimpften mit Kainuk.<br \/>\nEs wurde nur ein klein wenig warm und so gingen nur Kanjoro und Laragai ins Wasser. Garzi, Orwa und Vuria kratzten sich an den B\u00e4umen. Shukuru f\u00fchrte dann die Waisen zu den Weidegr\u00fcnden zur\u00fcck. Kurz darauf kamen acht wilde Bullen zum Wasserloch, badeten kurz, soffen aus der Tr\u00e4nke und verschwanden wieder.<br \/>\nDie Waisen grasten den Rest des Tages an den H\u00e4ngen des Ithumba-Bergs.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/311201554437-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kanjoro w\u00e4lzt sich<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 17. Februar 2015<\/strong><br \/>\nIshanga scheint keine dauerhafte Herde zu haben und genie\u00dft es, zwischen den Herden zu wechseln. Heute morgen tauchte sie mit Kilabasi, Makireti und Kasigau an den Stallungen auf. Die vier schlossen sich den Waisen beim Fr\u00fchst\u00fcck an. Kurz darauf kamen auch Mulikas und Yattas Gruppen mit vier wilden Bullen dazu. Als die Ex-Waisen ankamen, machten sich die Waisen auf den Weg, denn sie m\u00f6gen es gar nicht, von den \u00e4lteren Elefanten herumgeschubst zu werden.<br \/>\nIm Busch versuchte Narok, mit ihrem R\u00fcssel Gras herauszuziehen, doch es gelang ihr nicht. Darum ging sie auf die Knie und zog mit ihrem Mund daran.<br \/>\nUm 11 Uhr war es noch immer recht k\u00fchl, sodass die Waisen kein Schlammbad nahmen, sondern nur ihre Milch tranken, etwas Wasser soffen und dann weitergrasten.<br \/>\nAm Nachmittag schossen die Temperaturen in die H\u00f6he, sodass die Waisen unter den B\u00e4umen Schutz suchen mussten. Kurz vor 16 Uhr f\u00fchrte Bongo die ganze Herde zum Schlammloch zur\u00fcck, damit sie sich dort abk\u00fchlen konnten.<br \/>\nIshanga, Tomboi und Lualeni kamen am Abend zum Saufen an den Stallungen vorbei.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/31120156455-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Narok entwurzelt Gras mit ihrem Mund<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 18. Februar 2015<\/strong><br \/>\nAm Morgen verlie\u00dfen die Waisen wie \u00fcblich die Gehege und fra\u00dfen ihr Luzernenheu. Vuria hatte mit Laragai zu k\u00e4mpfen, da sie ausgerechnet das Heu wollte, was er gerade fra\u00df. Er nahm sein Luzernenheu und floh vor Laragai. Er rannte bis zum Gehege zur\u00fcck, dann griffen die Keeper ein und ermahnten Laragai. Turkwel genoss es, auf der Erde herumzurollen, w\u00e4hrend Kanjoro mit seinem R\u00fcssel sein juckendes Ohr kratzte.<br \/>\nBeim Schlammbad schlossen sich Rapsu, Tomboi und zwei wilde Bullen den Waisen an. Nur Shukuru, Narok, Bongo und Teleki w\u00e4lzten sich heute. Nach dem Bad gingen Shukuru, Garzi und Teleki zu den Akazien, an denen sie sich gut kratzen konnten. Sities ging dorthin, wo Tomboi entspannte und teilte sich den Schatten mit ihm. Bongo sah, wie sich zwei Warzenschweine n\u00e4herten und griff sie an. Sie rannten davon, kamen aber zur\u00fcck, als sie sahen, dass Bongo sich auf den Weg machte. Kurz nachdem die Waisen wieder im Geb\u00fcsch verschwunden waren, tauchten acht wilde Bullen zum Saufen an der Tr\u00e4nke auf.<br \/>\nDer Nachmittag war wieder hei\u00df. Teleki graste bei Mutara, w\u00e4hrend Vuria sich mit seinem Freund Garzi zusammenschloss. Als die Temperaturen weiter stiegen, kehrten die Waisen zum Schlammloch zur\u00fcck und w\u00e4lzten sich dort sehr lange. Danach nahm Laragai noch ein Staubbad, w\u00e4hrend die anderen schon weitergrasten. Sie gingen dann langsam zu den Stallungen zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/31120156957-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Turkwel spielt auf dem Boden<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 19. Februar 2015<\/strong><br \/>\nIshanga, die sich noch immer nicht f\u00fcr ihre Lieblingsherde entschieden hat, tauchte heute wieder mit Makireti, Kilabasi und Kasigau an den Stallungen auf. Die vier schlossen sich den Waisen beim Fr\u00fchst\u00fcck an, nachdem diese aus den Gehegen gekommen waren. Orwa versuchte, Ishanga zu einem Kr\u00e4ftemessen herauszufordern, doch Ishanga ist f\u00fcr solche Dummheiten nicht zu haben und schubste ihn weg. Orwa gefiel Ishangas Reaktion gar nicht, und um seine Entr\u00fcstung zu zeigen, boykottierte er das Luzernenheu und kratzte sich stattdessen an einem Baum. Sp\u00e4ter ging Kilabasi zu Orwa und tr\u00f6stete ihn, indem er ihm anbot, mit ihm zu spielen, doch nun war Orwa nicht mehr interessiert. Daraufhin ging Kilabasi zu Bomani und Vuria und spielte mit ihnen.<br \/>\nIn den Weidegr\u00fcnden verbrachten Teleki und Vuria einige Zeit mit einem Kr\u00e4ftemessen. Zur Schlammbadzeit war es k\u00fchl und die Waisen soffen nur Wasser, ehe sie weitergrasten. Sie verbrachten einen ruhigen Nachmittag. Bongo hatte am Abend noch Spa\u00df beim Staubbad und kurz darauf f\u00fchrte Shukuru die Waisen zu den Gehegen zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/311201565212-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kilabasi versucht, mit Orwa zu spielen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 20. Februar 2015<\/strong><br \/>\nYattas, Mulikas und Lualenis Gruppen meldeten sich fr\u00fch am Morgen an den Stallungen, wobei Buchuma, Napasha und Madiba fehlten. Als die Waisen aus den Gehegen kamen, mischten sie sich kurz unter die Ex-Waisen, ehe sie zum Grasen gingen und die \u00e4lteren Elefanten an den Stallungen zur\u00fccklie\u00dfen. Lualeni begleitete die Waisen zum Kone-Gebiet, wo sie grasten. Sie blieb den Rest des Tages bei ihnen, war aber nicht besonders nett.<br \/>\nUm 11 Uhr f\u00fchrte Lualeni die Waisen zu ihrer Mittagsf\u00fctterung, verursachte aber ein Chaos, als sie eine leere Flasche aufhob, die Vuria fallengelassen hatte. Die Keeper nahmen ihr die Flasche weg, bevor sie sie in den Mund stecken konnte, doch dann versuchte sie erneut, eine Flasche mitzunehmen. Sie ging erst davon, als sie sah, dass ein Keeper auf sie zukam.<br \/>\nLualeni w\u00e4lzte sich und die Waisen standen am Ufer und sahen ihr zu. Anschlie\u00dfend f\u00fchrte sie die Waisen zum Staubbad. Shukuru ging zu einem Kratzbaum und Turkwel schloss sich ihr an. Bongo stellte sich brav an, doch Lualeni st\u00f6rte die Reihenfolge, indem sie sich vordr\u00e4ngelte und alle anderen wegschob. Die Waisen waren gar nicht gl\u00fccklich dar\u00fcber und gingen zur\u00fcck zum Grasen. Nur Teleki war mutig genug, zur\u00fcckzukehren und versuchte, sich neben Lualeni zu quetschen. Sie drehte sich um und schubste ihn fort, sodass auch er davonrannte und seinen Artgenossen folgte. Lualeni folgte dann den Waisen, da sie nicht zur\u00fcckgelassen werden wollte. Als Sities dicht hinter ihr lief, um an ihr zu schnuppern, trat Lualeni nach hinten aus, verfehlte Sities aber gl\u00fccklicherweise.<br \/>\nAnsonsten hatten die Waisen einen friedlichen Nachmittag. Am Abend soffen Chaimu und Kilaguni an den Stallungen Wasser.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/31120157552-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lualeni und Ololoo<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 21. Februar 2015<\/strong><br \/>\nDas Gel\u00e4nde der Stallungen war mit Ex-Waisen \u00fcberflutet, als die Waisen heute morgen aus ihren Gehegen kamen. Die Waisen blieben nicht lange, da die Ex-Waisen im Wettstreit um das Luzernenheu zu viel herumschubsen. Kanjoro spielte mit Yetu, beendete das aber, als er Yetus Mama Yatta n\u00e4herkommen sah. Orwa spielte mit Ololoo, doch ihr Spiel wurde von Kenze unterbrochen, der versuchte, auf Ololoo zu klettern. Rapsu bestieg Lualeni, doch das ging nicht lange gut, denn ein wilder Bulle kam sofort dazu und schubste ihn herunter. Nachdem sich die Ex-Waisen wieder auf den Weg gemacht hatten, tauchten Makireti, Kilabasi, Kasigau und Ishanga auf, soffen Wasser und verschwanden wieder.<br \/>\nHalf Trunk und drei wilde Freunde waren mittags am Schlammloch. Mutara gesellte sich zu den Bullen an der Tr\u00e4nke und ging dann zu den anderen am Staubbad. W\u00e4hrend die Waisen sich im Staub w\u00e4lzten, sah Kainuk, wie zwei Warzenschweine in das Wasserloch gingen. Das konnte sie sich nicht gefallen lassen, also stellte sie ihre Ohren auf und verjagte die Warzenschweine. Das rief Sities und Shukuru auf den Plan und sie schlossen sich der Jagd an. Die Warzenschweine rannten schneller als die Waisen und waren schnell au\u00dfer Sichtweite. Sie kamen aber zur\u00fcck, als sie bemerkten, dass sich die Elefanten auf den Weg machten. Teleki wurde von einem wilden Bullen von dem Baum weggeschubst, an dem er sich gerade kratzte, damit dieser sich dort selbst kratzen konnte.<br \/>\nGegen Mittag tauchten Suguta, Kibo, Tumaren, Chemi Chemi, Kalama, Melia und Kandecha an den Stallungen auf.<br \/>\nAm Nachmittag versammelten sich die Waisen unter B\u00e4umen, um sich vor der brennenden Sonne zu sch\u00fctzen. Sie grasten weiter, nachdem es sich etwas abgek\u00fchlt hatte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/311201571543-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Rapsu reitet auf Lualeni<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 22. Februar 2015<\/strong><br \/>\nOrwa trinkt seine Milch so schnell leer, dass er sich heute eine dritte Flasche Milch erschleichen konnte. Er hatte seine zweite Flasche schon geleert, als die anderen noch bei der ersten waren, und als sich ein Keeper b\u00fcckte, um Bomanis zweite Flasche aufzuheben, dr\u00e4ngelte er sich schnell an dessen Platz und \u00fcbernahm seine zweite Flasche. Dann machte er sich sofort mit der Flasche davon, damit ihm diese nicht wieder weggenommen werden konnte. Erst als Bomani jammernd seine zweite Flasche verlangte, bemerkten die Keeper, dass sie von Orwa ausgetrickst worden waren. Bevor die Keeper ihn erreichen konnten, war die Flasche aber schon leer und er hatte sie fallen gelassen. Die Keeper mussten eine Extra-Flasche f\u00fcr Bomani zubereiten.<br \/>\nAls die Waisen in den Weidegr\u00fcnden ankamen, hatten Shukuru, Garzi, Turkwel und Kanjoro viel Spa\u00df dabei, sich an den B\u00e4umen zu kratzen. Bomani testete seine Kr\u00e4fte und versuchte, einen Baum umzusto\u00dfen, was aber misslang.<br \/>\nUm 11 Uhr brannte die Sonne herunter und alle Waisen w\u00e4lzten sich. Als sie gerade aus dem Schlamm herauskamen, tauchte Sugutas Gruppe, bestehend aus Suguta, Tumaren, Melia, Kibo, Kandecha, Kalama und Chemi Chemi auf. Kurz darauf kamen zwei wilde Bullen zum Saufen zur Tr\u00e4nke am Wasserloch. Orwa und Bongo wollten sich ihnen anschlie\u00dfen, doch die Bullen waren ihnen nicht ganz geheuer und sie blieben einige Meter vor ihnen stehen und r\u00fchrten sich nicht. Schlie\u00dflich kollerte Mutara und die anderen str\u00f6mten hinter ihr her.<br \/>\nAm Abend kamen Makireti, Kasigau, Kilabasi und Ishanga zum Saufen zu den Stallungen und gingen dann wieder in den Busch zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/311201571844-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Teleki trinkt Milch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 23. Februar 2015<\/strong><br \/>\nShukuru und Narok kamen mit Zweigen im Mund aus den Gehegen. Makireti, Kasigau, Kilabasi und Ishanga warteten drau\u00dfen schon und schlossen sich den Kleinen beim Luzernenheufr\u00fchst\u00fcck an. Kilabasi spielte erst mit Kanjoro und dann mit Orwa. Makireti f\u00fchrte den Weg in den Busch an, wo Ishanga in der N\u00e4he von Laragai und Bongo f\u00fcr sich alleine graste.<br \/>\nUm 11 Uhr lieferte der Wagen die Milch am Schlammloch ab und schreckte dabei einen B\u00fcffel auf, der am Rand des Matschlochs gestanden hatte. Shukuru brachte die erste Gruppe zur Mittagsmilch, die anderen kamen dann hinterher. Kurz danach kamen auch die Ex-Waisen, die halbunabh\u00e4ngige Gruppe und zehn wilde Bullen am Schlammloch an. Insgesamt waren damit 62 Elefanten im Schlammbad. Dann brach ein riesiges Chaos aus, als ein sehr eigenartiges Ger\u00e4usch aus dem Schlamm zu vernehmen war und all die Elefanten die Flucht antraten. Als das Ger\u00e4usch ein zweites Mal zu h\u00f6ren war, wurden auch die Keeper hellh\u00f6rig. Es kam von einem winzigen B\u00fcffelbaby, kaum drei oder vier Tage alt, das im Schlamm lag und verzweifelt versuchte aufzustehen. Das Baby wurde herausgeholt, rundherum vom Matsch befreit und eine Suche nach seiner Mutter gestartet. Die Keeper liefen mit dem Baby im Schlepptau herum, bis seine Mutter, die sich im Geb\u00fcsch versteckt hatte, auf sich aufmerksam machte. Prompt rannte das Baby zu ihr, und nach dieser gl\u00fccklichen Wiedervereinigung machten sich Mutter und Kind wieder auf den Weg.<br \/>\nW\u00e4hrend des Nachmittags grasten die Waisen im Kanziku-Gebiet. Sities tat sich mit Turkwel und Kainuk zusammen, und Shukuru mit Mutara, Garzi und Vuria. Abends kamen die Waisen wieder am Schlammloch vorbei, wo sie sich noch einmal w\u00e4lzten. Garzi, Orwa und Shukuru kratzten sich an einem Baum in der N\u00e4he und schlie\u00dflich f\u00fchrte Shukuru den Weg nach Hause an.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/311201572937-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Orwa grast<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 24. Februar 2015<\/strong><br \/>\nAls die milchabh\u00e4ngigen Waisen ihre Milch tranken, klopfte Kanjoro mit einem Ast gegen das Tor, damit es jemand \u00f6ffnet. Als es endlich aufging, eilte er aus dem Gehege. Orwa kam als letzter heraus und hatte einen Zweig im Mund. W\u00e4hrend die Waisen das Luzernenheu fr\u00fchst\u00fcckten, kam ein Teil von Sugutas Herde vorbei und schloss sich ihnen an. Es scheint, dass Sugutas Gruppe nun aus vier Teilen besteht: Die erste, angef\u00fchrt von Suguta, umfasst au\u00dfer ihr selbst noch Melia, Tumaren, Kibo, Kandecha, Chemi Chemi und Kalama, die zweite wird von Makireti angef\u00fchrt und enth\u00e4lt noch Kilabasi, Kasigau and Ishanga, die dritte Gruppe besteht nur aus Kilaguni und Chaimu, w\u00e4hrend Olare die vierte Gruppe anf\u00fchrt, in der noch Naisula, Kitirua und Murka sind, lauter M\u00e4dchen. Olares und Makiretis Gruppen kamen heute zu den Waisen. Ishanga, die keinen Spa\u00df versteht, schubste Sities weg, als diese versuchte, &#8222;ihr&#8220; Luzernenheu zu fressen. Laragai, die immer genau das Gegenteil von dem tut, was sie eigentlich soll, krabbelte auf den Knien unter der Absperrung hindurch dorthin, wo das Luzernenheu gelagert wird. Als die Keeper sie entdeckten und ihren Namen riefen, kam sie auf dem gleichen Weg wieder heraus. Kasigau hatte ein kurzes Kr\u00e4ftemessen mit Kanjoro, das endete, als Kanjoro sich ergab. Die halb-unabh\u00e4ngigen Waisen machten sich bald wieder auf den Weg, nachdem sie alle gemeinsam in den Busch gegangen waren.<br \/>\nLualeni, Ololoo und Rapsu kamen am Schlammbad an, kurz bevor die Waisen dort eintrafen. Lualeni verursachte wieder gro\u00dfe Aufregung, als sie an den bereitgestellten Milchflaschen vorbeiging und sich eine schnappte. Als sie bemerkte, dass die Keeper ihr folgten und ihren Namen schrien, lie\u00df sie die Flasche fallen und trabte davon. Die drei Ex-Waisen gingen zum W\u00e4lzen, wo sich ihnen die Waisen dann anschlossen. Lualeni brachte die Waisen danach zur\u00fcck zu den Weidegr\u00fcnden. Teleki graste in der N\u00e4he von Rapsu, w\u00e4hrend Shukuru ununterbrochen mit den Ohren wedelte. Alle anderen standen unter einem Baum und warteten darauf, dass es wieder k\u00fchler w\u00fcrde.<br \/>\nAm Abend f\u00fchrte Lualeni die Gruppe noch einmal zum Schlammloch, ehe sie wieder ihrer eigenen Wege ging.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/311201573554-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lualeni schlammbadet<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 25. Februar 2015<\/strong><br \/>\nYattas, Mulikas und Lualenis Gruppen meldeten sich fr\u00fch am Morgen an den Stallungen. Napasha, Buchuma und Madiba fehlten wieder. Die Waisen gesellten sich zu den Ex-Waisen, nachdem sie aus den Gehegen gekommen waren, doch da alles so voller Elefanten war, f\u00fchrte Mutara die Gruppe direkt zu den Weidegr\u00fcnden. Nur Kanjoro, Bongo und Garzi schlossen sich kurz Taita an der Tr\u00e4nke an. Im Busch knieten sich Narok und Laragai auf ihre Vorderbeine und entwurzelten das Gras mit ihrem Mund.<br \/>\nKilaguni und Chaimu kamen gegen 8 Uhr zu den Stallungen, machten sich aber wieder auf den Weg, nachdem sie Wasser gesoffen hatten. Teleki juckte der Nacken und er kratzte sich an dem Baum, von dem er gerade fra\u00df. Sp\u00e4ter trennten sich Bomani, Turkwel und Orwa vom Rest der Waisenherde und gingen ein paar Schritte, um dort Gras zu fressen. Der Tag wurde mit friedlichem Grasen verbracht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/311201573828-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen entspannen unter einem Baum<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 26. Februar 2015<\/strong><br \/>\nBeim Schlammbad war es k\u00fchl und die Waisen soffen nur Wasser und grasten dann direkt weiter.<br \/>\nAm Nachmittag l\u00f6sten sich die Wolken auf und die Sonne kam heraus. Die Waisen stellten sich unter einen gro\u00dfen Baum, um der brennenden Sonne aus dem Weg zu gehen. Kainuk mochte das Gedr\u00e4ngel unter dem Baum nicht und ging zu einem anderen, dessen Schatten sie ganz f\u00fcr sich allein hatte. Kurz darauf gingen auch Mutara, Shukuru und Sities zu einem anderen Baum und entspannten sich dort, w\u00e4hrend sie ein paar Bl\u00e4tter pfl\u00fcckten. Als die Temperaturen wieder ertr\u00e4glich wurden, grasten die Waisen weiter.<br \/>\nAm Abend gingen die Waisen auf dem Heimweg noch einmal am Matschloch vorbei und nahmen noch ein einst\u00fcndiges abendliches Schlammbad, bevor sie zu den Stallungen weitergingen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/311201574034-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kainuk ganz alleine<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 27. Februar 2015<\/strong><br \/>\nDer Himmel war blau, als die Waisen aus den Gehegen kamen. Garzi und Teleki begannen den Tag damit, ihre Hintern an dem gleichen Felsen zu kratzen. Als Teleki fertig war, ging er davon, und Sities kam zu Garzi und wartete darauf, dass auch er fertig w\u00fcrde, damit sie zusammen zu den Weidegr\u00fcnden laufen konnten. Makiretis Gruppe, bestehend aus Makireti, Kilabasi, Ishanga und Kasigau, kam an den Stallungen an, als die Waisen gerade aufbrachen. Teleki begr\u00fc\u00dfte Kasigau, indem er ihn zu einem Kr\u00e4ftemessen herausforderte. Makiretis Gruppe machte gleich wieder kehrt und ging mit den Waisen mit.<br \/>\nDie Herde graste in einem Gebiet mit vielen gro\u00dfen Felsen und Kilabasi, Teleki und Bongo nutzten diese als Kratzfelsen. Orwa graste einige Zeit neben Kasigau, w\u00e4hrend Garzi bei Vuria fra\u00df. Narok entdeckte einen leckeren gr\u00fcnen Baum und ging hin, doch bevor sie dort fressen konnte, kam Mutara dazu und schubste sie fort. Narok machte sich auf die Suche nach einem anderen Baum.<br \/>\nAm Nachmittag war es sehr warm und Bongo und Narok teilten sich den Schatten eines Baumes. Shukuru schloss sich ihnen sp\u00e4ter auch noch an. Orwa und Sities lie\u00dfen sich von der Hitze nicht abschrecken und grasten weiter.<br \/>\nGegen Abend kamen die Ex-Waisen, die gerade auf dem Weg zu den Stallungen waren, in einiger Entfernung an den Waisen vorbei. Nasalot, die in die Babys regelrecht vernarrt ist, konnte nicht an ihnen vorbeigehen, ohne sie zu begr\u00fc\u00dfen, und mischte sich eine Weile unter die Waisen. Sie machte sich wieder auf den Weg, nachdem sie sich von Vuria verabschiedet hatte. Kanjoro und Bongo wollten Nasalot bis zu den Stallungen folgen, doch daf\u00fcr war es noch zu fr\u00fch, und die Keeper riefen sie zur\u00fcck.<br \/>\nNasalot ist nun 15 Jahre alt und leider immer noch nicht schwanger. Wir hoffen, dass es bald soweit ist, damit sie ihr eigenes Baby mit soviel Liebe \u00fcbersch\u00fctten kann, wie sie immer f\u00fcr die j\u00fcngeren Waisen \u00fcbrig hat. Sie hat einen sehr ausgepr\u00e4gten Mutterinstinkt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/311201574419-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Garzi und Sities bei den Kratzfelsen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 28. Februar 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen verlie\u00dfen die Stallungen um 6 Uhr und gingen direkt zur Tr\u00e4nke. Sie f\u00fcllten sich mit genug Wasser f\u00fcr den ganzen Vormittag voll.<br \/>\nAuf dem Weg zu den Weidegr\u00fcnden kratzte Bongo sein Ohr an einem Baum und Garzi, Vuria und Bomani kratzten ihre Hintern an den Felsen auf dem Weg. Das Kratzen ist ein wichtiger Bestandteil der t\u00e4glichen Routine, da es die Elefanten von den nervigen Zecken befreit. Orwa schubste Bongo vom Baum weg, damit er sich selbst kratzen konnte. Sities sah, dass Orwa gemein zu ihrem Gehegegenossen Bongo gewesen war und schubste nun ihrerseits Orwa weg und kratzte sich selbst an dem Baum. Kurz darauf kamen Makiretis und Chaimus Gruppen zu den Waisen. Kanjoro und Kilabasi umschlagen ihre R\u00fcssel und Kasigau fra\u00df in der N\u00e4he von Vuria. Ab und an unterhielten sie sich, indem sie ihre R\u00fcssel in den Mund des jeweils anderen steckten.<br \/>\nEine Stunde sp\u00e4ter kamen auch Sugutas und Olares Gruppen mit zwei jungen wilden Elefanten vorbei und schlossen sich kurz den Waisen an. Die wilden Elefanten waren so gro\u00df wie Kamboyo und sehr nerv\u00f6s, als sie die Keeper sahen. Sie zogen sich sofort wieder Richtung Norden zur\u00fcck. Die gesamte Gruppe halbunabh\u00e4ngiger Waisen und Kamboyo folgten den beiden Jungs und lie\u00dfen die Waisen bei den Keepern zur\u00fcck.<br \/>\nKurz vor der Schlammbadzeit stiegen die Temperaturen stark an, sodass Turkwel und Shukuru unter demselben Baum Schutz suchten. Nach der Milchf\u00fctterung spielten die Waisen im Matsch und soffen Wasser an der Tr\u00e4nke. Nachdem sie gesoffen hatte, stieg die freche Sities in die Tr\u00e4nke hinein und verspritzte das Wasser. Die Keeper riefen sie und sie machte, dass sie wieder herauskam. Sie rannte trompetend in den Busch zur\u00fcck. Als Kainuk sah, dass die Tr\u00e4nke frei war und sie niemand beobachtete, kletterte auch sie mit den Vorderbeinen hinein und versuchte, das Wasserrohr mit ihrem R\u00fcssel zu ertasten. Als sie die Keeper kommen h\u00f6rte, kletterte sie schnell heraus und rannte davon, wohlwissend, wie frech sie gewesen war. Teleki und Vuria kratzten ihre matschigen K\u00f6rper an den nahegelegenen Akazien.<br \/>\nAm Abend kamen die Ex-Waisen zusammen mit drei wilden Bullen an den Stallungen vorbei, soffen kurz Wasser und machten sich wieder auf den Weg. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit tauchte die ganze halbunabh\u00e4ngige Herde mit Kamboyo und seinen zwei wilden Freunden zum Saufen an den Stallungen auf. Die Tatsache, dass diese Ex-Waisen heute zweimal zum Saufen vorbeigekommen sind, zeigt uns, dass die meisten Wasserl\u00f6cher, die sie in den letzten Monaten benutzt haben, nun ausgetrocknet sind.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/311201574852-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kanjoro spielt mit Kilabasi<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/ithumba-februar-2015\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sonntag, 1. Februar 2015 Es war ein ruhiger Tag und die Waisen konzentrierten sich aufs Grasen. Ishanga, die wir in diesem Jahr noch gar nicht gesehen hatten, schloss sich den Waisen im Kone-Gebiet an, wo sie zum Fressen hingewandert waren. Ishanga war mit Makireti, Kasigau und Kilabasi unterwegs und sie verbrachten den ganzen Tag mit &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/ithumba-februar-2015\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eIthumba Februar 2015\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":6454,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[42,40,1],"tags":[],"class_list":["post-6453","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-ithumb","category-tagebuch-der-keeper","category-news"],"pp_statuses_selecting_workflow":false,"pp_workflow_action":"current","pp_status_selection":"publish","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6453","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6453"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6453\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6455,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6453\/revisions\/6455"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6454"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6453"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6453"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6453"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}