{"id":6457,"date":"2015-03-31T13:18:40","date_gmt":"2015-03-31T12:18:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=6457"},"modified":"2015-03-31T13:18:40","modified_gmt":"2015-03-31T12:18:40","slug":"umani-springs-februar-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/umani-springs-februar-2015\/","title":{"rendered":"Umani Springs Februar 2015"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 1. Februar 2015<\/strong><br \/>\nNach der morgendlichen Milchf\u00fctterung eilten die Waisen sehr schnell hinaus, um etwas zu fressen zu finden. Jasiri, Ngasha und Lima Lima gingen hinter ihren Keepern her und folgten auf dem Weg, den sie ausw\u00e4hlen w\u00fcrden. Sie gingen zu den Weidegr\u00fcnden beim Umani-H\u00fcgel. Dort sah es allerdings sehr trocken aus und es gab nur wenige frische Zweige, die die Babys genie\u00dfen konnten. Der H\u00fcgel ist voll von wilden Elefanten von den Chyulu-Bergen und aus Amboseli, da Umani der letzte Ort ist, der in diesen trockenen Monaten noch genug Wasser und einiges gr\u00fcnes Futter hat.<br \/>\nNachdem sie dort gegrast hatten, gingen die Waisen hinunter zum Schlammbad. Es war sehr hei\u00df und sie waren sehr durstig nach Milch und Wasser. Nachdem sie ihre Flasche geleert hatte, hatte Lima Lima mit einem Juckreiz zu k\u00e4mpfen und sie kratzte sich an einem Pfosten. Sie versuchte dabei, die Zecken zu zerquetschen, w\u00e4hrend sie auf die anderen Waisen wartete, damit diese mit ihr zusammen schlammbadeten. Quanza und die Jungs gingen zum Staubbad und hatten dort viel Spa\u00df. Jasiri bekam dabei Staub in die Augen und wischte sich mit dem R\u00fcssel darin herum. Sonje ging zu ihm hin\u00fcber, um herauszufinden, was los war, konnte ihm aber dabei nicht helfen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/31320155517-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje und Quanza grasen zusammen<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 2. Februar 2015<\/strong><br \/>\nMurera kam verspielt aus ihrem Gehege. Sie schuffelte ihren Bauch auf dem Boden. Sonje lie\u00df sich davon inspirieren, und begann, mit ihren Sto\u00dfz\u00e4hnen im Boden zu graben. Sie streckte ihren Hals, als ob sie Morgengymnastik machen w\u00fcrde. Als die anderen Babys sahen, wieviel Spa\u00df ihre Leitk\u00fche hatten, wussten sie zuerst gar nicht, was sie davon halten sollten, schlossen sich aber schlie\u00dflich dem Spa\u00df an. Sie schoben an B\u00e4umen und traten und jagten alles, was sich in ihrer N\u00e4he befand. Sie drehten \u00fcberall Steine um und warfen sogar ein paar B\u00e4ume um.<br \/>\nMittags stellten sich alle Babys f\u00fcr die Milchf\u00fctterung an und gingen dann schnell ins Schlammloch. Sie w\u00e4lzten sich, da es im Busch sehr hei\u00df gewesen war. Sie schwammen eine ganze Weile und w\u00e4lzten sich wie Happy Hippos. Danach verlie\u00dfen Jasiri, Faraja und Ngasha die M\u00e4dchen und gingen ohne sie davon. Lima Lima und Zongoloni mochten es gar nicht, zur\u00fcckgelassen zu werden, und folgten ihnen. Als sie die Jungs eingeholt hatten, kollerte Faraja Ngasha etwas zu, als ob er sich dar\u00fcber beschwerte, dass sie verfolgt worden waren. Ngasha bemerkte dann, dass sie die Keeper und die anderen Elefanten verloren hatten und begann zu kreischen, in der Hoffnung, sie so wiederzufinden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/313201553532-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera ist sehr verspielt<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 3. Februar 2015<\/strong><br \/>\nDas \u00fcppige Luzernenheu heute Morgen war nicht genug, um Lima Lima bei den Stallungen zu halten. Sie war so hungrig, dass sie davonhuschte, um das beste Futter zu finden, bevor sich die anderen ihr anschlie\u00dfen konnten; sie tat schon wieder so, als w\u00e4re nicht genug f\u00fcr alle da. Die anderen kamen aber bald hinterher und sie pfl\u00fcckten zusammen die s\u00fc\u00dfen gr\u00fcnen Zweige. Zongoloni war bei Lima Lima, als Jasiri versuchte, sich ihnen anzuschlie\u00dfen. Zongoloni wurde eifers\u00fcchtig und wollte ihn wegschieben, damit die M\u00e4dchen das leckere Gr\u00fcn f\u00fcr sich behalten konnten, doch Jasiri wehrte sich und bestand darauf, dass sie alle zusammen grasten. Dann kam Quanza dazu und f\u00fchrte sie dorthin, wo sie anderen Jungs Ngasha und Faraja grasten.<br \/>\nAls Zongoloni die Milchflaschen roch, die f\u00fcr die n\u00e4chste F\u00fctterung vorbereitet waren, eilte sie hin\u00fcber, griff selbst nach ihrer Flasche und trank daraus, bevor sie zum W\u00e4lzen ins Wasser ging. Murera stand herum und wartete darauf, dass es zum W\u00e4lzen gehen w\u00fcrde und Sonje schloss sich ihr an. Die anderen Babys waren bereits im Wasser und Lima Lima und Zongoloni waren mit soviel Matsch bedeckt, dass man nicht mal mehr ihre R\u00fcssel sehen konnte. Eine Babyschildkr\u00f6te und ein Krokodil liefen ebenfalls am Ufer entlang und warteten darauf, dass sie an der Reihe waren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/31320156041-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lima Lima eilt zum besten Gr\u00fcnfutter<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 4. Februar 2015<\/strong><br \/>\nHeute eilte Jasiri zu den Wiesen und suchte zur Abwechslung mal nach weichem Gras zum Fressen. Leider fand er nichts, da ein paar B\u00fcffel, die h\u00e4ufig die Nacht am Wasserloch verbringen, vor ihm dagewesen waren. Jasiri wanderte weiter und suchte nach frischem Gr\u00fcn, fand aber nur trockene Zweige, auf denen man herumkauen konnte. Lima Lima, Ngasha und Faraja kamen auch dazu. Jasiri kam so schnell hinter ihnen her gelaufen, dass Ngasha dachte, er wollte ihn in den Schwanz bei\u00dfen und davonrannte.<br \/>\nDrau\u00dfen im Busch fra\u00dfen die Babys auf einer Lichtung, wo sie pl\u00f6tzlich sehr unruhig wurden und ihre R\u00fcssel in die Luft hoben, um zu schnuppern. Die Keeper fanden bald heraus, dass sie ein paar B\u00fcffel entdeckt hatten, die aus dem Geb\u00fcsch zum Wasserloch kamen, weil sie dort saufen wollten. Ngasha und Lima Lima eilten zu den Keepern, die sie besch\u00fctzten und beruhigten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/31320157104-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Jasiri sucht frisches Gr\u00fcn<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 5. Februar 2015<\/strong><br \/>\nQuanza f\u00fchrte die Babys zu den H\u00e4ngen des Umani-H\u00fcgels, wo sie nach ein paar Akazien suchten, die noch Bl\u00e4tter zum fressen hatten. Ngasha hatte nicht verstanden, dass das das Ziel war und tr\u00f6delte herum, um mit Faraja zu spielen, der auf dem Boden lag und den Bauch in der Erde herumrollte. Da er sich nicht verlaufen wollte, hielt er an, um auf die Keeper zu warten, die sich in der N\u00e4he unterhielten. Als sie die H\u00e4nge erreichten, entschied Jasiri, Faraja zu \u00e4rgern, bevor dieser die Gelegenheit hatte, sich an ihm auszulassen. Faraja wehrte sich aber und jagte Jasiri den Berg hinunter, da er sich denken konnte, dass Jasiri ihn in den Schwanz bei\u00dfen wollte. Die Jagd ging bis zur Milchf\u00fctterungsstelle. Dort ermahnten die Keeper die beiden und sie beruhigten sich schlie\u00dflich und tranken ihre Milch, anstatt um ihre Schw\u00e4nze zu k\u00e4mpfen.<br \/>\nNach dem Schlammbad juckte es die Elefanten und sie rollten sich alle im Gras, um sich abzutrocknen, ehe sie ein Staubbad nahmen. Das W\u00e4lzen war aber noch nicht beendet, da die Jungs, angef\u00fchrt von Jasiri und Ngasha und begleitet von Lima Lima, sich zur\u00fcck zum Matschloch schlichen. Am Ende waren sie ganz schwarz vor lauter klebrigem Matsch und sahen aus wie B\u00fcffel, als sie den Keepern zu den Stallungen folgten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/313201572142-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngasha steht und Faraja liegt<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 6. Februar 2015<\/strong><br \/>\nQuanza hatte viele Zecken an ihren Hinterbeinen und ihrem Bauch und versuchte, sie an einem umgest\u00fcrzten Baum abzukratzen. Ngasha sah, wie gut das funktionierte und machte es ihr nach. Er kratzte sich alle Zecken ab, die an seinen Ohren hingen. Wir bespr\u00fchen die Waisen auch, wenn es zu schlimm mit den Zecken wird.<br \/>\nBei der Milchf\u00fctterungsstelle am Wasserloch hielten sich zwei Kronenkraniche auf, w\u00e4hrend ihre K\u00fcken im Dickicht Schutz gesucht hatten. Die Waisen liefen am Wasserlauf entlang zur Kranichmutter, die wegflog. Dann kamen sie an einem der winzigen grauen Babyv\u00f6gel vorbei, der vor Schreck das Geb\u00fcsch durchsch\u00fcttelte und auf und ab sprang, da er noch nicht fliegen konnte. Das erschreckte Lima Lima sehr und sie und Ngasha rannten davon, um bei den gr\u00f6\u00dferen Elefanten in \u00dcberzahl zu sein.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/313201573055-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngasha kratzt sich, um die Zecken zu entfernen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 7. Februar 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen h\u00f6rten die Keeper mit den Eimern klappern, als diese die Morgenf\u00fctterung vorbereiteten. Sie traten gegen ihre Geheget\u00fcren aus Vorfreude auf die sehr willkommene morgendliche F\u00fctterung, bevor sie den Tag beginnen w\u00fcrden. Ngasha und die gierige Lima Lima kletterten sogar die Absperrw\u00e4nde hoch, weil sie es nicht erwarten konnten. Nach der F\u00fctterung kamen diese beiden zuerst heraus und f\u00fchrten die Babys in den Busch, wo sie heute Wurzeln fra\u00dfen. Das ist gut, denn die Wurzeln haben oft medizinische Wirkung auf die Tiere.<br \/>\nAls es Zeit f\u00fcr die n\u00e4chste Milchf\u00fctterung war, versp\u00e4tete sich das Fahrzeug, das die Milch bringen sollte. Die Babys wusste, das es schon soweit war und warteten geduldig an der F\u00fctterstelle. Es ist erstaunlich, wie gut sie die Zeit einsch\u00e4tzen k\u00f6nnen. Sie wollten nicht ins Schlammloch gehen, bevor sie ihre Milch gehabt hatten, aus Angst, sie k\u00f6nnten die F\u00fctterung verpassen. Also warteten sie brav, bis der Suzuki mit der Milch ankam. Ngasha und Zongoloni schlangen gl\u00fccklich ihre Milch hinunter und rannten dann zum Wasserloch. Sonje und Murera hatten es nicht so eilig, ins Wasser zu gehen und kratzten sich zuerst an einem kleinen Pfosten, w\u00e4hrend sie darauf warteten, dass die Babys fertig werden w\u00fcrden. Erst dann gingen sie hinein und w\u00e4lzten sich auch herum. Quanza raste pl\u00f6tzlich aus dem Wasser heraus und Lima Lima sah sich um, um zu sehen, was das Problem war. Sie informierte die Keeper, dass etwas im Geb\u00fcsch war und als sie dem ganzen auf den Grund gingen, sahen sie einen Elefantenbullen, der zum W\u00e4lzen zum Wasserloch wollte. Lima Lima ist immer ein gutes Fr\u00fchwarnsystem f\u00fcr alles ungew\u00f6hnliche f\u00fcr die Keeper.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/31320157434-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngasha f\u00fchrt die Waisen im Busch an<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 8. Februar 2015<\/strong><br \/>\nDie Tore waren weit ge\u00f6ffnet, damit die Waisen ihre Gehege verlassen konnten, doch Murera und Sonje z\u00f6gerten und blieben noch drin. Sie fra\u00dfen etwas Luzernenheu, um noch Kr\u00e4fte zu sammeln. Die anderen Waisen hatten Hummeln im Hintern: Jasiri, Ngasha, Zongoloni, Lima Lima und Quanza rannten hinter die Stallungen, um nach etwas Gr\u00fcnfutter zu suchen, nachdem sie ihre Milch getrunken hatten.<br \/>\nMurera und Sonje schlossen sich ihnen sp\u00e4ter an. Sie trompeteten laut, um alle zusammenzurufen. Die anderen antworteten trompetend, damit Murera und Sonje h\u00f6ren konnten, wo sie waren. Die Keeper h\u00f6rten, wie sich das Getr\u00f6te entfernte und eilten den Babys hinterher. Sie bef\u00fcrchteten, dass die Waisen von wilden Elefanten weggelockt werden k\u00f6nnten, was f\u00fcr Murera mit ihrem steifen Bein sehr gef\u00e4hrlich w\u00e4re. Doch die wilden Elefanten hielten das Trompeten der Waisen f\u00fcr die Laute ihrer eigenen Gruppe und eilten ihnen entgegen. Die Keeper holten sie aber zuerst ein und f\u00fchrten die Waisen zum Schlammloch, wo ihre Milchflaschen auf sie warteten. Murera wollte nicht mit den Elefantenbullen mitgehen. Nach der F\u00fctterung gingen die Waisen direkt ins Schlammloch, da es sehr hei\u00df war, und nach ihrem langen Lauf im Busch war den Waisen noch w\u00e4rmer geworden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/31320158357-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje genie\u00dft das Luzernenheu<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 9. Februar 2015<\/strong><br \/>\nIn den fr\u00fchen Morgenstunden, noch bevor die Waisen das Gel\u00e4nde der Stallungen verlassen hatten, kam Jasiri schon heraus und pfl\u00fcckte ein paar weiche Zweige, w\u00e4hrend er auf die anderen wartete. \u00dcberall gab es Fu\u00dfabdr\u00fccke und Dung der wilden Elefanten, die die Waisen in der Nacht besucht hatten, was inzwischen regelm\u00e4\u00dfig passiert. Die wilden Elefanten gew\u00f6hnen sich immer mehr an die Keeper und sind nachts weniger nerv\u00f6s. Sonje kam heraus, schnupperte an dem Dung und folgte der Spur ihrer wilden Artgenossen. Jasiri zeigte Lima Lima, wo die wilden Elefanten von den Stallungen in den Busch gegangen waren und versuchte sie zu \u00fcberzeugen, ihnen zu folgen. Die anderen Babys wollten den wilden Bullen auch folgen, ebenso wie es Lima Lima und Jasiri taten und die ganze Gruppe marschierte los. Die Keeper bildeten die Nachhut. Ngasha und Quanza waren bereit, die Keeper rechtzeitig zu warnen, wenn sie dem Bullen n\u00e4her kamen, damit sie sich rechtzeitig zur\u00fcckziehen konnten, falls er unfreundlich werden sollte.<br \/>\nAls die Waisen zum Wasserloch zur\u00fcckkamen, war ihnen sehr hei\u00df und sie gingen direkt hinein. Ein Krokodil und ein paar Schildkr\u00f6ten standen am Ufer, als die Waisen Wasser soffen. Faraja und Ngasha entdeckten das Krokodil und Ngasha versuchte, es mit seinem R\u00fcssel zu greifen. Dann \u00fcberlegte er es sich aber anders und verjagte es nur, indem er es mit Wasser bespritzte. Das Krokodil hatte in der Tat sehr viel Angst vor Ngasha und seinem R\u00fcssel und verschwand eilig.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/313201582356-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Wilde Elefanten besuchen in der Nacht die Stallungen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 10. Februar 2015<\/strong><br \/>\nZongoloni und Ngasha rannten nach ihrer Morgenmilch aus den Gehegen und direkt zum Fressen in den Wald, da sie sehr hungrig waren. Sie wollten nicht einmal auf ihre Freunde warten. Ngasha brach Zweige ab und schob sie in seinen Mund. Einige der gr\u00f6\u00dferen waren f\u00fcr einen so kleinen Elefanten aber recht schwer zu kauen. Jasiri dachte da mehr mit und pfl\u00fcckte nur die weichen Zweige, die er gut kauen konnte. Er ging tief ins Geb\u00fcsch hinein, um solche weichen Zweige zu finden.<br \/>\nZur Mittagsf\u00fctterung rannten alle zu ihrer Milch. Da es sehr hei\u00df war, w\u00e4lzten sich danach auch alle. Dann wurden Murera und Sonje am Wasserloch zur\u00fcckgelassen, als Lima Lima die Babys zum Staubbad brachte, wo sie sich abtrockneten und die nervigen Insekten loswerden konnten.<br \/>\nDie Keeper begleiteten die Waisen in den Busch, doch schon nach kurzer Zeit f\u00fchrten Faraja und Quanza sie zum Wasserloch zur\u00fcck. Sie w\u00e4lzten sich noch ein zweites Mal, ehe es zur\u00fcck zu den Stallungen ging.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/31320158383-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngasha versucht, einen Zweig abzubrechen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 11. Februar 2015<\/strong><br \/>\nAm fr\u00fchen Morgen f\u00fchrte Sonje die Babys hinaus. Sie gingen heute abseits ihrer \u00fcblichen Route, da die B\u00fcffel dort schon alles abgegrast hatten und das Gras sehr trocken war. Lima Lima fra\u00df gewissenhaft von allem frischen Gr\u00fcn, an dem sie vorbeikamen. Sie grasten weiter, w\u00e4hrend sie zur Grube an den Umani-H\u00fcgeln gingen. Dort suchten sie mehr leckeres Futter und etwas stehendes Wasser f\u00fcr ein Bad, da es sehr hei\u00df war. Murera versuchte, die Babys in ihrer N\u00e4he zu halten, doch sie wollten nicht so recht, das sie sie oft \u00e4rgert und mit ihren gro\u00dfen Sto\u00dfz\u00e4hnen wegschiebt, wenn sie ihr zu nahe kommen. Quanza mied Murera und folgte Sonje zur anderen Seite des Waldes. Schwarze Nashornv\u00f6gel riefen auf dem Umani-Berg von den B\u00e4umen herab. Faraja und Jasiri kannten das Ger\u00e4usch noch nicht und eilten erschrocken davon. Zwei weibliche Buschb\u00f6cke erschraken ebenfalls und mischten sich bei der Flucht unter die Elefanten. Das lie\u00df Ngasha noch mehr in Panik geraten und er blieb den Rest des Tages dicht bei den Keepern.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/313201584626-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje f\u00fchrt die Waisen hinaus<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 12. Februar 2015<\/strong><br \/>\nJetzt, wo es sehr hei\u00df und trocken wird, gibt es nicht mehr so viel gr\u00fcne Vegetation f\u00fcr die Waisen zum fressen; daher verbringen sie wieder mehr Zeit damit, das Luzernenheu an den Stallungen zu fressen, bevor sie in den Wald aufbrechen. Sonje ermunterte die Waisen heute, sich auf den Weg zu machen, ehe es zu hei\u00df wurde. Sie gab schlie\u00dflich auf, die Waisen \u00fcberzeugen zu wollen und ging zu einem Kratzbaum. Sie kratzte sich mit \u00fcberkreuzten Beinen und konnte viele Zecken loswerden.<br \/>\nAls die Waisen zu ihrer Milchf\u00fctterung ankamen, rannte Murera so schnell, dass man sie kaum humpeln sah. Sie wollte schnell ihre Milch trinken und dann ins Schlammbad. Ngasha und die anderen Jungs verlie\u00dfen das Schlammbad und gingen zum Staubhaufen. Faraja, der immer die anderen am Schwanz zieht, versuchte dies auch heute bei Jasiri. Jasiri kennt seine Dummheiten aber und sah zu, das er immer genug Abstand hielt.<br \/>\nIm Laufe des Nachmittags wurde Ngasha sehr \u00e4ngstlich, als er die Keeper nicht mehr sehen konnte. Er schrie nach ihnen und Lima Lima kam angerannt, um herauszufinden, was das Problem war. Ngasha rannte in die falsche Richtung, von den Keepern weg, aber sie jagte ihm hinterher und brachte ihn zur\u00fcck. Als es Zeit war, zu den Stallungen zur\u00fcckzukehren, ging Zongoloni mit ihrer Adoptivmama Sonje, da sie Angst vor Murera hatte, die hinter ihnen lief.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/31320159559-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje kratzt sich<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 13. Februar 2015<\/strong><br \/>\nNgasha mochte das Luzernenheu heute Morgen so sehr, dass er gar nicht aus dem Gehege kommen wollte und bei den Keepern um mehr bettelte. Sonje fra\u00df ihr Luzernenheu auch, fand es aber eher trocken und soff etwas Wasser, um es herunterzusp\u00fclen. Danach schuffelte und rollte sie sich in der staubigen Erde. Die anderen Waisen schlossen sich ihr dort an. Jasiri kletterte auf Ngasha, der sich in der Erde w\u00e4lzte. Zongoloni ging hin\u00fcber, um Ngasha zu besch\u00fctzen, da sie fand, dass Jasiri zu schwer f\u00fcr ihn war.<br \/>\nDen Rest des Tages verbrachten die Waisen grasend und ruhten sich im Schatten eines riesigen Newtonia-Baums aus. Nun, da es trockener wird, genie\u00dfen die Waisen ihr Luzernenheu besonders. In der Regenzeit, mit dem \u00fcppigen Vorrat an Seerosen, ihrem Lieblingsessen, vergessen sie ihr Luzernenheu beinahe.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/31320159920-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngasha frisst Luzernenheu<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 14. Februar 2015<\/strong><br \/>\nJasiri war sehr hungrig, als er heute Morgen erwachte und verschwendete keine Zeit, in den Busch zu gehen und weiche Zweige zu fressen. Am Wasserloch kamen alle zur Mittagsf\u00fctterung und zum W\u00e4lzen zusammen. Danach \u00fcbernahm Sonje mit ihrem Adoptivkind Zongoloni die F\u00fchrung und ging zum Staubhaufen. Murera hatte viel Spa\u00df dabei, ihren Bauch im Staub zu schuffeln, sich herumzurollen und einzustauben. W\u00e4hrend des Staubbads erschrak Zongoloni pl\u00f6tzlich und rannte davon. Dabei verhedderte sie sich ungl\u00fccklich in etwas losem Gras und fiel auf die Knie. Lima Lima rannte sofort zu ihr, um sie zu tr\u00f6sten. Faraja und Ngasha kamen hinter ihr her, um zu sehen, was los war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/313201591357-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Jasiri beeilt sich, zu leckerem Gr\u00fcn zu kommen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 15. Februar 2015<\/strong><br \/>\nLetzte Nacht kamen 15 wilde Elefanten zu den Stallungen. Die Babys versteckten sich unter den B\u00e4uchen ihrer M\u00fctter. Sie wollten die Waisen besuchen, waren aber durch den Elektrozaun von ihnen getrennt. Die Waisen beobachteten sie durch den Zaun. Murera und Sonje wollten sich ihnen anschlie\u00dfen, doch den kleinen Jungs Ngasha, Jasiri und Faraja war gar nicht wohl dabei und sie machten viel Krach, um die Keeper zu alarmieren. Als die Keeper kamen, klammerte sich Ngasha an deren Kittel fest, damit er nicht zu den wilden Bullen musste.<br \/>\nAls Jasiri am Morgen aus dem Gehege kam, suchte er sofort nach Ngasha und Faraja, da er f\u00fcrchtete, sie k\u00f6nnten von den wilden Elefanten entf\u00fchrt worden sein. Er war erleichtert, als er sie schlie\u00dflich mit den Keepern und den anderen Babys beim Grasen fand. Murera stand hinter ihnen Wache.<br \/>\nBeim Wasserloch an der Lodge machte ein roter Nashornvogel viel Krach und die Babys flohen in alle Richtungen. Die Keeper demonstrierten am lebenden Beispiel, dass nichts zu bef\u00fcrchten war, indem sie einfach stehenblieben und die Babys zur\u00fcckriefen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/313201591841-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Jasiri findet Ngasha und Faraja beim Grasen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 16. Februar 2015<\/strong><br \/>\nLima Lima f\u00fchrte die Waisen heute Morgen sehr rasch hinaus. Sie versuchte ihren Lieblingskeeper Amos zu finden und wollte zu ihm. Sobald sie ihn gefunden hatte und sicher war, dass er sich nicht vor ihr versteckte, machte sie sich daran, der Spur der wilden Elefanten zu folgen. Sie hatten ihren Dung auf den Pfaden durch den Busch zur\u00fcckgelassen. Ngasha schrie laut, als er im dichten Geb\u00fcsch die Anderen nicht mehr sehen konnte. Zongoloni suchte ihn und fand ihn beim B\u00e4ume umtreten und sehr laut trompeten, um die Aufmerksamkeit der Keeper zu erlangen. Er hoffte, dass sie zu ihm kommen w\u00fcrden.<br \/>\nBeim Wasserloch hatten die Waisen viel Spa\u00df. Sie rollten im Staub herum und trockneten dort ihre K\u00f6rper nach dem Schlammbad ab. Ngasha kletterte auf den gr\u00f6\u00dferen Jasiri, doch dem gefiel das gar nicht, er drehte den Spie\u00df um und die Keeper mussten einschreiten, damit er Ngasha nicht verletzte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/313201592533-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Quanza schnuppert in der Luft<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 17. Februar 2015<\/strong><br \/>\nSeit einem Monat sind die drei Jungs Ngasha, Jasiri und Faraja nun hier im Kibwezi-Wald. Faraja sieht sehr kr\u00e4ftig aus und die anderen sind auch wohlgen\u00e4hrt und gl\u00fccklich. Faraja war heute voller Energie und verjagte ein paar Buschb\u00f6cke, um sein Territorium zu verteidigen.<br \/>\nNach der Milchf\u00fctterung und dem Staubbad wanderten die Babys weiter durch den Wald und suchten nach weichem Gr\u00fcn. Faraja fand ein paar leckere gr\u00fcne Zweige, die aber recht gro\u00df waren und er hatte damit zu k\u00e4mpfen, sie zu essen.<br \/>\nDie Akazien beginnen zu bl\u00fchen und die Bienen summen herum und suchen Nektar. Die Elefanten k\u00f6nnen es kaum erwarten, dass die Fr\u00fcchte reifen und auf den Boden fallen. Ein paar vereinzelte sind schon heruntergefallen und jedesmal wenn Lima Lima welche findet, sucht sie den Ort genauestens ab, in der Hoffenung, dass es noch ein paar mehr geben k\u00f6nnte.<br \/>\nBeim Staubbad hatte Murera eine tolle Zeit. Sie lag gl\u00fccklich auf dem Boden und streckte ihren Kopf in die Luft. Als die Waisen mit den Keepern wieder in den Busch gingen, war es sehr hei\u00df und Sonje und ihr Baby Zongoloni wollten noch nicht aufbrechen, sondern lieber im Schlammloch weiterschwimmen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/31320159320-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Faraja macht sich gro\u00df und stark<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 18. Februar 2015<\/strong><br \/>\nLima Lima lief um den Kratzfelsen herum und suchte die beste Stelle, um ihren juckenden Bauch zu kratzen. Als sie diese gefunden hatte, bewegte sie sich umher wie bei einem Disko-Tanz. Faraja begann einen Ringkampf mit der kleinen Zongoloni. Da er viel gr\u00f6\u00dfer und st\u00e4rker ist, schob er Zongoloni mit Leichtigkeit in eine Ecke und ihre Adoptivmama Sonje musste eingreifen und sie befreien. Auf der anderen Seite der Stallungen kletterte Farajas Freund Jasiri auf Mama Sonje, die gerade beim staubbaden auf dem Boden herumrollte. Lima Lima kam aus dem Geb\u00fcsch gerannt, wollte Ngasha etwas zufl\u00fcstern und steckte ihren R\u00fcssel direkt in seinen Mund. Danach gingen die Babys in den Busch, grasten und ruhten sich im Schatten der gro\u00dfen B\u00e4ume aus. Als sie am Abend am Wasserloch ankamen, waren sie alle sehr gl\u00fccklich. Ngasha und Zongoloni liefen zusammen hin und da es sehr hei\u00df war, sprangen sie gemeinsam ins Wasser, um zu schwimmen. Danach gingen sie zu den Stallungen zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/313201593945-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lima Lima kratzt sich an einem Felsen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 19. Februar 2015<\/strong><br \/>\nLetzte Nacht besuchten die wilden Elefanten und ihre Jungen wieder die Stallungen und die Tr\u00e4nke zum Saufen. Ein wilder Babyelefant wurde gegen die Wand gequetscht und schrie laut auf. Daraufhin schrie auch Murera und demolierte fast ihre Geheget\u00fcr, bei dem Versuch zu dem Baby zu gelangen. Auch Sonje antwortete mit lautem Trompeten und die Keeper mussten nachsehen, was los war. Das Baby und seine Mutter verschwanden sehr schnell, als sie die Keeper wahrnahmen.<br \/>\nAls die Waisen am fr\u00fchen Morgen herauskamen, stellten sie fest, dass die Tr\u00e4nke in der Nacht von den wilden Elefanten geleert worden war. Die Keeper mussten sie erst wieder auff\u00fcllen, bevor die Waisen saufen konnten.<br \/>\nMurera und Ngasha warteten darauf, dass die Keeper sie durch den Busch zu den Umani-H\u00fcgeln f\u00fchrten. Sie wanderten um die Berge herum, bis es Zeit f\u00fcr die Mittagsf\u00fctterung war. Nach dem Schlamm- und Staubbad machten sich die Jungs, angef\u00fchrt von Faraja und Jasiri, mit Zongoloni im Schlepptau, auf in den Busch. Es wurde so hei\u00df, dass Lima Lima und Quanza die Waisen zur\u00fcck zum Trinkwasser auf die Seite des Schlammlochs f\u00fchrten, wo die Babykrokodile leben. Die Waisen gew\u00f6hnen sich langsam an die Babykrokodile und haben keine Angst mehr vor ihnen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/313201594625-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen saufen aus der Tr\u00e4nke an den Stallungen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 20. Februar 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen kamen fr\u00f6hlich aus ihren Gehegen und spielten sofort in der staubigen Erde. Als Murera sah, wie Sonje sich auf der Erde herumrollte, kletterte sie auf ihren R\u00fccken. Sonje war damit einverstanden, obwohl Murera recht schwer ist. Sie wei\u00df, dass Murera wegen ihres behinderten Beins sehr vorsichtig ist. Die jungen Bullen Faraja, Jasiri und Ngasha nutzten es ebenfalls aus, dass Sonje am Boden war. Sie schlichen sich hinter Murera an, bis sie ohne Vorwarnung auf Sonje klettern konnten. Als Sonje aufstand, rannten die Jungs davon, aber Sonje bestrafte sie nicht. Sie warf nur mit ihrem R\u00fcssel etwas Staub auf ihren R\u00fccken, um die stechenden Fliegen zu vertreiben.<br \/>\nFaraja und Ngasha gingen gemeinsam davon und suchten ein paar weiche Zweige zum fressen. Es gab nur ein paar wenige gr\u00fcne Sprossen, dank des letzten n\u00e4chtlichen Regens. Die Waisen mussten sie mit den F\u00fc\u00dfen lockern, um sie pfl\u00fccken zu k\u00f6nnen. Manchmal f\u00fchrt Lima Lima die Waisen zur Quelle, wo es viel frisches Gr\u00fcn gibt, das sie fressen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/313201595059-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera klettert auf Sonje<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 21. Februar 2015<\/strong><br \/>\nQuanza ist die entspannteste aller Waisen. Sie mischt sich nur sehr selten in Streitigkeiten ein. Als sie heute zusammen mit Lima Lima aus ihrem Gehege kam, lie\u00df Lima Lima sie zur\u00fcck und rannte nach vorn, um die Waisen anzuf\u00fchren. Quanza trompetete laut, scheuchte alle Waisen um sich herum auf und ermutigte sie, mit ihr zusammen durch den Busch zu rennen. Ngasha rannte mehr als alle anderen und suchte verzweifelt nach den Keepern, die am Wasserloch darauf warteten, dass sich die Waisen beruhigten. Nach dem ganzen Herumgerenne l\u00f6schten die Waisen ihren Durst an der Tr\u00e4nke. Dann gingen sie weiter zum Staubbad. Faraja fand eine sch\u00f6ne Stelle, setzte sich auf den Boden und genoss das Staubbad. Er sah sehr zufrieden aus, als die warme Erde seinen R\u00fccken bedeckte. Sein Freund Jasiri staubte sich auch zufrieden ein. Er benutzte einen Stock, den er mit dem R\u00fcssel hielt, um sich an der Brust zu kratzen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/313201595614-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen sind sehr verspielt am Morgen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 22. Februar 2015<\/strong><br \/>\nJasiri und Faraja lieben sich wie Br\u00fcder, allerdings wissen wir nur, dass sie beide Albino-Gene haben und aus der gleichen Gegend stammen. Obwohl sie sich gegenseitig sehr m\u00f6gen, behandelt Jasiri Faraja manchmal schlecht. Vielleicht ist er eifers\u00fcchtig auf Faraja, weil dieser so gut mit allen Elefantenk\u00fchen auskommt. Lima Lima liebt alle Babyelefanten und ist zu allen Jungs sehr nett, doch Jasiri wird trotzdem so eifers\u00fcchtig, dass er an Farajas Schwanz zieht und versucht, ihn zu vertreiben.<br \/>\nIn den fr\u00fchen Morgenstunden hatten die Babys eine tolle Zeit: Sie spielten und rollten sich im Staub, ehe sie in den Wald gingen. Heute gingen die Keeper mit ihnen um die Umani-H\u00fcgel und zum Aussichtspunkt, von dem aus man einen tollen Blick auf die Chyulu-Berge hat. Dann kamen sie die H\u00e4nge herunter und gingen zum Wasserloch. Dort hielt Jasiri die F\u00fc\u00dfe ins Wasser, um festzustellen, ob es warm genug war, darin zu baden. Er entschied, dass das bisschen Herumgespritze ausreichte und ging sich lieber an einem Baum kratzen. Sein Freund Faraja folgte dicht hinter ihm. Quanza, Zongoloni und Murera nahmen ein Staubbad und rollten auf ihren R\u00fccken und B\u00e4uchen in der warmen Erde umher. Lima Lima \u00fcbernahm dann den Vorsitz und \u00fcberzeugte die anderen, den Keepern zu den Weidegr\u00fcnden mit viel Schatten zu folgen, bis es sich etwas abk\u00fchlte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/313201510034-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen spielen morgens im Staub<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 23. Februar 2015<\/strong><br \/>\nAm fr\u00fchen Morgen fra\u00dfen Faraja und Ngasha ihr Luzernenheu und gingen dann geradewegs zum Saufen zur Tr\u00e4nke. Murera nahm ein Staubbad, ehe sie die ganze Waisengruppe zum Grasen in den Busch brachte. Sp\u00e4ter kamen wilde Elefanten vorbei, um das Luzernenheu zu fressen, das die Waisen \u00fcbrig gelassen hatten.<br \/>\nNgasha f\u00fchrte die Waisen zur Mittagsf\u00fctterung und Jasiri war der Letzte beim Wasserloch.<br \/>\nAls die Waisen zur Quelle gingen, um etwas frisches Wasser zu saufen, h\u00f6rten sie die wilden Elefanten im dichten Geb\u00fcsch in der N\u00e4he trompeten. Murera ruhte sich gerade unter einem Baum aus und wollte auf die anderen warten, doch als sie die wilden Elefanten h\u00f6rte, machte sie sich sofort auf den Weg zu den Babys. Sie machte sich Sorgen, dass die Kleinen Angst bekommen k\u00f6nnten. Sonje und Zongoloni hielten sich dicht bei den Keepern, doch Lima Lima versuchte, zu den wilden Elefanten zu laufen. Quanza stellte sich Lima Lima in den Weg und schob sie zu den anderen zur\u00fcck, die bei Murera und den Keepern darauf warteten, in den Schatten des Waldes zur\u00fcckzukehren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/3132015101438-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Faraja und Ngasha beim morgendlichen Durstl\u00f6schen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 24. Februar 2015<\/strong><br \/>\nW\u00e4hrend die anderen noch fr\u00fchst\u00fcckten und noch bevor die Keeper bereit waren aufzubrechen, gingen Jasiri und Faraja hinaus in das dichteste Geb\u00fcsch. Ngasha kam als n\u00e4chster heraus, gefolgt von Zongoloni und Quanza. Die zwei M\u00e4dchen wussten, dass sich Jasiri und Faraja immer noch nicht so richtig auskennen und sich verlaufen k\u00f6nnten. Das passiert Ngasha h\u00e4ufiger und das endet immer damit, dass er schreit und Lima Lima ihn zur\u00fcckholen muss. Jasiri und Faraja versuchen zu zeigen, dass sie mutige Jungs sind, die vor nichts Angst haben, und dass sie einmal stattliche Bullen werden k\u00f6nnen.<br \/>\nEs wurde sehr hei\u00df und die Babys gingen zum Wasserloch. Ein Babykrokodil schwamm im Wasser, doch die Waisen konnten es nicht abwarten und sprangen trotzdem hinein. Quanza ging genau dort hinein, wo das Krokodil sa\u00df, sodass dieses fl\u00fcchtete. Das wiederum verursachte Panik bei den anderen, die das winzige, flitzende Ding nicht erkannten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/313201510177-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen im dichten Geb\u00fcsch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 25. Februar 2015<\/strong><br \/>\nFaraja \u00fcbernahm heute Morgen die F\u00fchrung, als die Babys in den Wald gingen. Quanza gefiel das gar nicht, denn die Jungs sollten wissen, dass das die Aufgabe Lima Limas oder eines anderen M\u00e4dchens ist, aber nicht die der neuen jungen Bullen. Sie \u00fcberholte und \u00fcbernahm die F\u00fchrung, wobei sie Faraja und Jasiri zur Seite schubste. Lima Lima ging mit Ngasha zusammen hinter ihr Quanza her, die nun den Rest der Herde hinter den Keepern herf\u00fchrte. Die Waisen versammelten sich dann alle zum Grasen. Sie pfl\u00fcckten die trockenen Bl\u00e4tter und das Gras, indem sie mit ihren F\u00fc\u00dfen dagegen traten.<br \/>\nDen Waisen war heute zweimal sehr hei\u00df und so gingen sie sp\u00e4ter noch einmal zum Schlammloch zur\u00fcck, um sich zu w\u00e4lzen. Die Keeper scherzten, dass sie mit ihnen hineingegangen w\u00e4ren, wenn es nicht ganz so matschig gewesen w\u00e4re. Nach dem Schlammbad sammelten die Keeper die Elefanten zusammen und brachten sie zu den Stallungen zur\u00fcck. Lima Lima und Ngasha waren sehr durstig und rannten wie Marathonl\u00e4ufer zu ihrer letzten Milchflasche des Tages. Lima Lima war wie immer die Erste. Die Babys genossen auch das Luzernenheu, das f\u00fcr sie bereit lag.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/3132015102023-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Quanza hebt trockene Bl\u00e4tter auf<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 26. Februar 2015<\/strong><br \/>\nNgasha war zu faul, mit seinem R\u00fcssel das trockene Gras zu ernten und benutzte stattdessen seine F\u00fc\u00dfe. Er trat dagegen, bis er es leicht mit dem R\u00fcssel aufheben konnte.<br \/>\nNgasha f\u00fchrte die Jungs Faraja und Jasiri auf dem Weg zum Wasserloch an. Zongoloni begleitete sie zufrieden, da sie verstand, dass es in Richtung Milchf\u00fctterung gehen w\u00fcrde. Kurz bevor sie an der Futterstelle waren, eilte Zongoloni nach vorn und trank ihre Milch sehr schnell. Bei ihr geht es immer besonders schnell, da sie sich selbst bedienen kann. Danach ging sie ins Wasserloch und w\u00e4lzte sich, als die Jungs immer noch mit Trinken besch\u00e4ftigt waren. Sonje tauchte heute komplett im Wasser unter, spritzte das Wasser \u00fcberallhin und bedeckte dabei ihren ganzen K\u00f6rper mit Schlamm. Sie wurde dabei dunkelbraun wie ein B\u00fcffel. Hinter Sonje standen Murera und Zongoloni, die auch etwas vom verspritzten Matsch abbekamen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/3132015102318-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngasha gr\u00e4bt mit seinen F\u00fc\u00dfen Gras aus<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 27. Februar 2015<\/strong><br \/>\nHeute war Lima Limas dritter Geburtstag und alle waren in Feierstimmung. Die Elefanten und die Keeper hatten sich schon auf diesen Tag gefreut. Die Keeper veranstalteten sogar ein kleines Fest. Die Babys kamen aus den Stallungen und gingen Wasser saufen. Lima Lima trompetete laut, um jedem mitzuteilen, dass heute ihr Geburtstag war. Sie \u00fcbernahm w\u00e4hrend des Staubbads die F\u00fchrung \u00fcber die Herde. Sie blies Staub herum und warf ihn auf die R\u00fccken der Waisen. Damit verjagte sie die stechenden Tsetse-Fliegen und andere Insekten.<br \/>\nAls es an der Zeit war, in den Wald zu gehen, blieben Faraja und Ngasha repektvoll dicht hinter Lima Lima. Murera, Sonje und ihr Adoptivkind Zongoloni folgten etwas langsamer. Sie blieben aber mit den anderen in Kontakt, um sicherzugehen, dass sie nicht zu weit voraus liefen, denn auch die Keeper waren hinterher.<br \/>\nAuf dem Weg zum Schlammbad kamen die Waisen an einer besch\u00e4digten Stelle der Wasser-Pipeline vorbei und viel Wasser floss heraus. Sie waren sehr durstig und Murera und Lima Lima stoppten die Gruppe, damit sie Wasser saufen konnten, ehe sie weiter zu ihren Milchflaschen gingen.<br \/>\nLima Lima bekam zu ihrem Geburtstag zwei Extra-Flaschen Milch, doch so gierig wie sie ist, erwartet sie das jetzt bestimmt jeden Tag!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/313201510267-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen saufen am Morgen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 28. Februar 2015<\/strong><br \/>\nNach ihrer morgendlichen F\u00fctterung rannten die Waisen sehr schnell hinaus, um etwas zu fressen zu finden. Quanza f\u00fchrte die Waisen dabei an. Sie gingen tief in den Wald und Faraja verbrachte einige Zeit damit, seinen Bauch an einem toten Baum zu kratzten, \u00fcber den er gerade kletterte. Zongoloni wartete auf Faraja, weil es etwas dauerte, bis er sich dar\u00fcber gehievt hatte und sie besorgt war, dass er verloren gehen k\u00f6nnte. Er schien sich aber Zeit zu lassen; vielleicht wollte er Zongoloni zeigen, dass er schon ein gro\u00dfer Junge ist und keine Angst hatte, allein zur\u00fcckzubleiben. Irgendwann schloss er sich aber Quanza, Zongoloni und den anderen Waisen wieder an.<br \/>\nNachdem sie die meiste Zeit des Vormittags im Wald gegrast hatten, liefen die Waisen im G\u00e4nsemarsch zum Schlammloch, an dem sie ihre Milch bekamen. Es war ein hei\u00dfer Tag und sie tranken alle sehr schnell und w\u00e4lzten sich dann im Matsch.<br \/>\nAm Nachmittag wurden die Waisen zu den H\u00e4ngen der Umani-H\u00fcgel gef\u00fchrt, wo sie von den weichen Akazien-Bl\u00e4ttern fra\u00dfen. Es war allerdings so hei\u00df, dass sie bald zum Schlammbad zur\u00fcckkehrten. Jasiri nutzte die Gelegenheit, seinen Hintern auf dem Boden zu kratzen. Nach dem Bad staubten sich die Waisen noch ordentlich ein, ehe sie am Abend zu den Stallungen zur\u00fcckkehrten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/314201593138-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Faraja versucht, \u00fcber einen umgefallenen Stamm zu klettern<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/umani-springs-februar-2015\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sonntag, 1. 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