{"id":6558,"date":"2015-04-26T15:13:08","date_gmt":"2015-04-26T14:13:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=6558"},"modified":"2015-04-26T15:13:08","modified_gmt":"2015-04-26T14:13:08","slug":"ithumba-maerz-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/ithumba-maerz-2015\/","title":{"rendered":"Ithumba M\u00e4rz 2015"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 1. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nDie halbunabh\u00e4ngige Gruppe von Suguta meldete sich heute Morgen an den Stallungen. Kalama und Melia gingen mit erhobenen R\u00fcsseln bis zum Zaun und kommunizierten mit den Waisen, w\u00e4hrend diese noch in den Nachtgehegen waren. Sobald die Gehegetore ge\u00f6ffnet wurden, gingen Kalama, Suguta, Melia und Tumaren hinein, um etwas von den Resten des Gr\u00fcnfutters, der allseits beliebten Grewia-Rinde, oder des Luzernenheus der Waisen zu erschnorren. Kalama kam mit einem Zweig in ihrem Mund aus dem Gehege &#8211; sie hatte wohl etwas gefunden, das nach ihrem Geschmack war. Sie versuchte dann, Orwa den Weg aus dem Gehege zu versperren und die Keeper mussten eingreifen, denn Orwa wollte hinaus und den Tag beginnen. Auf dem Weg hinaus traf Kalama auf Sities. Sities versuchte, sie zum Spielen herauszufordern, doch Kalama war nicht interessiert und schubste Sities aus dem Weg. Erneut mussten die Keeper sie ermahnen; sie war offensichtlich schlecht gelaunt. Der halb-unabh\u00e4ngige Chemi Chemi forderte Orwa zu einem aufregenden Kampf heraus, doch Orwa musste sich bald ergeben.<br \/>\nKanjoro kollerte, als er zur Ostseite der Stallungen aufbrach und die Waisen folgten ihm. Nur Orwa und Bongo entschieden, noch etwas bei den Ex-Waisen zu bleiben, ehe die Keeper sie riefen. Kibo folgte den zwei Jungs und schloss sich den Waisen an.<br \/>\nDrau\u00dfen im Busch nahm sich der kleine Vuria den viel gr\u00f6\u00dferen Kibo vor, ganz klar kein ausgeglichener Kampf: Vuria schlich sich bald davon und tat so, als h\u00e4tte er besseres zu tun. Die kleinen Bullen lieben es, mit \u00e4lteren Jungs zu spielen, und solche Kr\u00e4ftmessen sind ein wichtiger Teil ihres t\u00e4glichen Lebens &#8211; gleich nach dem Fressen, das ihre allerliebste Besch\u00e4ftigung ist.<br \/>\nZur Schlammbadzeit nahmen alle au\u00dfer Orwa an den W\u00e4lz\u00fcbungen teil. Danach gingen sie zum roten Staubbad und sp\u00e4ter kratzten sich Shukuru, Teleki, Kanjoro, Bomani, Garzi, Turkwel und Narok noch an den nahegelegenen B\u00e4umen. Laragai und Vuria hatten ein kurzes Kr\u00e4ftemessen, das bald endete, als Vuria aufgab.<br \/>\nAm Nachmittag war es sehr hei\u00df, und Elefanten wie auch Keeper waren sehr ersch\u00f6pft. Turkwel, Bongo und Sities standen vern\u00fcnftigerweise unter einem Baum und warteten darauf, dass es sich abk\u00fchlen w\u00fcrde. Shukuru fra\u00df weiter, wedelte aber ununterbrochen mit den Ohren, um ihren K\u00f6rper zu k\u00fchlen.<br \/>\nAm Abend f\u00fchrte Shukuru die Waisen in gleichm\u00e4\u00dfigem Tempo zu den Stallungen zur\u00fcck. Die Schatten wurden l\u00e4nger, die Sonne verschwand langsam hinter dem Horizont und die k\u00fchleren Temperaturen waren den Waisen sehr willkommen. Sie tranken ihre Milch und genossen dabei jeden Tropfen. Dann fra\u00dfen sie das Grewia, das die Keeper f\u00fcr sie vorbereitet hatten. Auch die Tr\u00e4nken in den Gehegen waren gut besucht. Die Waisen soffen das Wasser nicht nur, sondern spritzten es sich auch auf den R\u00fccken. Als sie alle genug hatten, legten sie sich hin und ruhten ihre K\u00f6pfe auf der frisch umgegrabenen Erde in den Gehegen aus. Sie schliefen schlie\u00dflich sehr entspannt in einer Reihe, in der Gewissheit, in Sicherheit zu sein.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/45201582022-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kalama &#8211; mit einem Zweig im Mund &#8211; und Orwa<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 2. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nMakireti, Kasigau, Kilabasi, Murka, Naisula, Kandecha, Chemi Chemi, Ishanga und Kamboyo schlossen sich den Waisen am Morgen an. Vuria hatte ein freundschaftliches Kr\u00e4ftemessen mit Kasigau und spielte danach mit Kilabasi. Die \u00e4lteren Bullen waren sehr nett zu ihm und lie\u00dfen ihm das Gef\u00fchl, dass er mithalten k\u00f6nnte. Das war sehr gut f\u00fcr sein Selbstbewusstsein und es war deutlich zu sehen, dass er hinterher sehr stolz auf sich war. Garzi kratzte sich kurz an einem Felsen und Orwa und Sities teilten sich einen Busch. Garzi vertiefte sich heute Morgen in ein ungew\u00f6hliches Spiel: Er setzte sich hin, streckte seinen R\u00fcssel in die H\u00f6he und rollte sp\u00e4ter auf dem Boden herum. Dann ging er zur grasenden Turkwel und graste neben ihr. Sie unterhielten sich und hingen ein wenig zusammen herum. Die halbunabh\u00e4ngigen Waisen gingen zur Tr\u00e4nke, um ihren Durst zu l\u00f6schen. Sp\u00e4ter hatten Chemi Chemi und Ishanga einen hitzigen Streit. Wir wissen aber nicht wor\u00fcber.<br \/>\nUm 11 Uhr war es sehr hei\u00df und die Waisen verschwendeten keine Zeit, als sie am matschigen Schlammloch ankamen. Sie rannten ins Wasser und verbrachten dort viel Zeit damit, herumzurollen und sich abzuk\u00fchlen. Sie genossen es ausgiebig. W\u00e4hrend sie noch im Wasser waren, hatten Bongo und Vuria ein Kr\u00e4ftemessen, das endete, als Mutara mit einem Kollern das Schlammbad f\u00fcr beendet erkl\u00e4rte. Sofort gingen alle Waisen aus dem Wasser. Mutara f\u00fchrte die Gruppe zum Staubbad. Shukuru kratzte sich sp\u00e4ter an einem Baum in der N\u00e4he, und Teleki und Bongo standen geduldig Schlange und warteten darauf, dass Shukuru fertig w\u00fcrde und sie sich am selben Baum kratzen konnten. Laragai benutzte einen Stock, um ihren Hals zu kratzen. Anschlie\u00dfend kratzte sie sich damit noch an allen m\u00f6glichen schwer erreichbaren Stellen und verbrachte lange damit, das unangenehme Jucken loszuwerden.<br \/>\nDer Nachmittag verlief ereignislos und die Waisen verbrachten viel Zeit damit, sich unter B\u00e4umen auszuruhen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/45201582452-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Vuria spielt mit Kasigau<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 3. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nKurz nach der Morgenf\u00fctterung versuchte Sities zu verhinden, dass Bongo aus dem Gehege kam. Die Keeper mussten eingreifen, damit sie ihn schlie\u00dflich aus dem Gehege laufen lie\u00df. Sie spekulierte vermutlich auf seinen Luzernenheuanteil.<br \/>\nDie halbunabh\u00e4ngigen Waisen kamen am fr\u00fchen Morgen aus Richtung Osten hinzu. Chaimu hatte es auf Orwa abgesehen. Sie umschlangen die R\u00fcssel, und Chaimu begann zu schieben, doch Orwa bemerkte schnell, dass das kein fairer Kampf werden w\u00fcrde. Kainuk hob einen Stock auf und kratzte sich damit vorsichtig im Gesicht. Teleki und Orwa umschlangen ihre R\u00fcssel f\u00fcr ein paar Sekunden und wollten gerade mit einem ordentlichen Kr\u00e4ftemessen beginnen, brachen es aber gleich wieder ab, als sie Kandecha n\u00e4herkommen sahen. Sie wollten es nicht mit dem gro\u00dfen Kandecha aufnehmen, der zu einen stattlichen, unabh\u00e4ngigen jungen Bullen heranw\u00e4chst. Er ist ein Sohn der beeindruckenden Dokota-Bullen mit ihren ausladenden Sto\u00dfz\u00e4hnen und hat sehr gute Gene abbekommen. Ein anderer \u00e4lterer Bulle, Kibo, spielte einige Minuten lang mit Vuria, bevor Vuria seinen in den Busch aufbrechenden Waisen-Freunden folgte. Orwa, der gerne bei den Ex-Waisen ist, blieb noch eine Weile und f\u00fchlte sich wohl bei den halbunabh\u00e4ngigen Elefanten. Erst als die Keeper bemerkten, dass Orwa noch fehlte, kehrten sie zu den Gehegen zur\u00fcck, um nach ihm zu suchen.<br \/>\nZum Mittagsschlammbad gingen nur Teleki und Bongo richtig ins Wasser. Vuria testete seine Kr\u00e4fte, indem er gegen die Akazien stie\u00df, doch mit m\u00e4\u00dfigem Erfolg, sodass er schlie\u00dflich aufgab.<br \/>\nAls die Waisen zum Grasen aufbrachen, kamen 13 wilde Elefanten zum Schlammloch. Die wilden Bullen soffen Wasser und w\u00e4lzten sich dann ausf\u00fchrlich, obwohl die Keeper ganz in der N\u00e4he im Schatten eines Baums zu Mittag a\u00dfen. Die jungen Waisen schauten zu und die Jungs waren voller Erfurcht vor dem, was sie da sahen. Schlie\u00dflich gingen die wilden Bullen aus dem Schlammloch heraus und verschwanden im dichten Busch.<br \/>\nAm sp\u00e4ten Abend, als die Babys sicher in ihren Gehegen waren, das frisch geschnittene Gr\u00fcnfutter genossen und sich f\u00fcr die Nacht bereit machten, meldeten sich die Ex-Waisen. Sie begr\u00fc\u00dften uns und soffen etwas Wasser. Sie blieben eine Weile an den Stallungen, rieben sich aneinander, balgten, unterhielten und entspannten sich und viele schliefen einige Zeit auf ihren Beinen. So verbrachten sie einfach etwas Zeit mit ihren menschlichen und Waisen-Freunden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/45201583010-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Orwa, nachdem er sich von Teleki entfernt hat<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 4. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nGarzi und Kainuk verlie\u00dfen die Gehege mit Zweigen in ihren M\u00fcndern, an denen sie drau\u00dfen weiterknabberten. Mutara ging direkt zu Naroks Gehege, um zu sehen, ob noch Kopra \u00fcbrig ist, doch sie wurde entt\u00e4uscht. Die Waisen ruhten sich an den Stallungen aus und wollten noch nicht so richtig aufbrechen und den Tag beginnen. Ein junger wilder Bulle gesellte sich zu den saufenden Waisen. Garzi und Vuria streckten ihre R\u00fcssel in die H\u00f6he und schnupperten nach ihm. Kanjoro und Teleki schlossen sich ihm sp\u00e4ter an der Tr\u00e4nke an.<br \/>\nSchlie\u00dflich brachen die Waisen in den Busch auf. Sie w\u00e4hlten ihre Richtung selbst und die Keeper folgten ihnen. Den Vormittag verbrachten sie mit Grasen, Kratzen an B\u00e4umen und mit Krafttraining, indem sie versuchten, mit ihren kr\u00e4ftigen K\u00f6pfen B\u00e4ume umzusto\u00dfen.<br \/>\nDas heutige Schlammbad war au\u00dfergew\u00f6hnlich, denn 18 wilde Bullen kamen hinzu. Laragai versetzte alle in Erstaunen, als sie zu den sich sammelnden wilden Bullen zur Tr\u00e4nke ging und mit ihnen Wasser soff. Die Bullen waren sehr h\u00f6flich und zuvorkommend dem kleinen M\u00e4dchen gegen\u00fcber. Bongo, Teleki, Garzi und Narok wurden die Stars des Schlammbads und wir vermuten, dass sie so eine beeindruckende Show pr\u00e4sentierten, weil so ein gro\u00dfes wildes Publikum vor Ort war. Die wilden Bullen nahmen n\u00e4mlich zur gleichen Zeit ein Schlammbad am anderen Ende des Matschlochs. Sie hielten etwas Abstand zu den Waisen und ihren Keepern, schienen aber nicht sonderlich besorgt zu sein. Sp\u00e4ter machten es die anderen Waisen Laragai nach und soffen Wasser mit den Bullen. Einer der wilden Bullen verstand nicht, wo all die gleichgro\u00dfen Babys herkamen und warum sie nicht warten konnten, bis die \u00e4lteren Bullen fertig gesoffen hatten. Er versuchte, sie zu verscheuchen, die die Keeper verscheuchten ihn mit einigem Geschrei, damit die Babys genug Wasser saufen konnten.<br \/>\nNachdem sie genug von Milch, Wasser und Schlammbad hatten, machten sie sich auf den Weg. Nur Bongo blieb noch eine Weile bei den wilden Bullen zur\u00fcck.<br \/>\nSp\u00e4ter teilten sich Sities und Laragai ein Erdloch, aus dem sie mit ihren Sto\u00dfz\u00e4hnen Erde ausgruben und sich damit einstaubten. Der Nachmittag verlief ruhig und die Waisen konzentrierten sich aufs Grasen. Am Abend war es noch immer sehr hei\u00df und die Babys kamen noch einmal am Wasserloch vorbei, um sich zu bespritzen. Bongo nahm sogar noch einmal ein vollst\u00e4ndiges Schlammbad. Laragai und Sities rollten sich in der roten Erde.<br \/>\nSchlie\u00dflich f\u00fchrte Shukuru die Waisen zu den Stallungen zur\u00fcck und die Keeper bildeten die Nachhut.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/45201583642-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kanjoro schnuppert an einem wilden Bullen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 5. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nKurz nachdem sie aus den Gehegen gekommen waren, entspannten sich die Waisen auf dem Gel\u00e4nde. Narok und Garzi kratzten sich, w\u00e4hrend Vuria Bongo zu einem Kr\u00e4ftemessen einlud. Kainuk unterbrach ihren Kampf, indem sie Bongo von hinten schubste.<br \/>\nDie Waisen grasten heute in einem felsigen Gebiet und Garzi zeigte, wie gut er klettern konnte. Er krabbelte ganz nach oben zu ein paar leckeren B\u00fcschen, die er dort entdeckt hatte. Sities hatte eine Meinungsverschiedenheit mit Bomani und entschied, sie durch Schubsen zu l\u00f6sen. Bomani wartete aber nicht darauf, dass Sities damit begann, sondern machte sich gleich aus dem Staub.<br \/>\nBeim Schlammbad war es heute ruhig und keine Elefantenbesucher kamen vorbei. Shukuru, Laragai und Teleki nuckelten an ihren R\u00fcsseln und entspannten sich, nachdem sie ihre Milch getrunken hatten. Teleki machte sich davon und ging zum Schlammloch, wo sich ihm sp\u00e4ter Bongo und Laragai anschlossen. Auch Laragai hatte inzwischen das R\u00fcssel-Nuckeln beendet. Mutara geleitete den Rest der Waisen zur Tr\u00e4nke.<br \/>\nAm Nachmittag war es hei\u00df. Die besten Freundinnen Kainuk und Turkwel grasten mit aufgestellten Ohren und versuchten, soviel Luft wie m\u00f6glich zur Abk\u00fchlung zu nutzen. Kanjoro spazierte alleine ein wenig herum und graste in einigem Abstand zu den Anderen. Er kam zur\u00fcck, kurz bevor sie zu den Stallungen aufbrachen.<br \/>\nAm Abend tauchten die Ex-Waisen an den Gehegen auf und blieben bis kurz vor Einbruch der Dunkelheit. Es war ein kurzer Besuch unserer \u00e4lteren Waisen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/45201584359-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Vuria spielt mit Bongo<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 6. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nHeute kam Sities in Angriffslaune aus ihrem Gehege. Sie trompetete laut, als sie zur Tr\u00e4nke rannte. Sie trompetete auch anschlie\u00dfend weiter und raste mit aufgestelltem Kopf und Schwanz im Kreis herum. Das lockte Laragai an, die dann auch Staub aufwirbelte und im Kreis rannte. Laragai schubste den nichtsahnenden Bomani, der ihr im Weg stand. Bomani reagierte gar nicht erst, sondern akzeptierte einfach das Schicksal, das ihm widerfahren war. Er wusste, dass es noch schlimmer w\u00fcrde, wenn er sich zu r\u00e4chen versuchte, da Laragai daf\u00fcr bekannt ist, nicht gerade zimperlich zu sein. Kainuk staubbadete und kratzte sp\u00e4ter ihren Hintern an den Felsen, um die unerw\u00fcnschten Zecken abzuschuffeln. Die waisen machten sich dann in heiterer Stimmung zu den Weidegr\u00fcnden und die Keeper folgten ihnen.<br \/>\nIm Busch rannten zwei Dikdiks an den Waisen vorbei und Kanjoro, Narok, Vuria und Teleki jagten ihnen nach. Die Waisen lieben es, alles zu jagen, was kleiner ist als sie. Dann k\u00f6nnen sie nicht widerstehen loszurennen und mit aufgestellten Ohren laut zu trompeten. Angef\u00fchrt von Kanjoro verfolgten die Waisen die Dikdiks, doch die kleinen Antilopen waren schlau genug, im Dickicht zu verschwinden. Den Waisen blieb nichts anderes \u00fcbrig, als das Geb\u00fcsch anzugreifen und auf der Suche nach den Dikdiks umzutrampeln. Als die Aufregung vorbei war, kehrten die Waisen zum Ernst des Tages zur\u00fcck und suchten wieder leckeres Futter. In Ithumba gibt es auch in der Trockenzeit noch genug Futter, doch schmackhaftes weiches Gr\u00fcn und andere leckere Dinge zu finden, braucht Zeit und Konzentration.<br \/>\nAm Nachmittag kamen die halbunabh\u00e4ngigen Waisen Kilaguni und Chaimu zum Saufen zu den Stallungen. Es ist sch\u00f6n, sie beide so gesund zu sehen. Sie waren lange Zeit von Zuhause weg gewesen und erst sp\u00e4t im Januar zur\u00fcckgekehrt, nachdem sie fast anderthalb Monate unterwegs gewesen waren. Nachdem die beiden sich wieder auf den Weg gemacht hatten, kam die Ex-Waisen-Gruppe zu den Stallungen. Auch sie soffen Wasser und ruhten sich unter ihren altbekannten B\u00e4umen aus. Das ist ihr Zuhause. Sie blieben allerdings nicht sehr lange und nachdem alle ihren Durst gel\u00f6scht hatten, machten sie sich wieder auf den Weg.<br \/>\nOrwa verbrachte heute fast 20 Minuten damit, sich mit Erde einzustauben. Turkwel und Sities entfernten sich ein wenig von der Gruppe und gingen an eine Stelle, wo sie ungest\u00f6rt grasen konnten. Garzi folgte seinem besten Freund Vuria \u00fcberallhin.<br \/>\nAm Abend f\u00fchrte Kanjoro die Waisen zu den Stallungen zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/45201585129-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Laragai schubst Vuria vor lauter Aufregung<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 7. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nMutara verlie\u00df das Gehege mit einem Zweig im Mund, der auch danach noch lange in ihrem Mund herumhing. Der schwanzlose Kanjoro ging direkt zur Tr\u00e4nke und verbrachte viel Zeit damit, seinen Durst zu l\u00f6schen. Als Mutara den Zweig endlich fallengelassen hatte, sammelte Teleki ihn auf und l\u00f6ste die verbleibende Rinde noch ab. Bongo stand am Haupttor und versuchte, Vuria den Weg zu blockieren. Erst als Turkwel sich einmischte, ging er davon. Vuria ging dann zur Tr\u00e4nke und schloss sich dort Orwa, Kanjoro, Narok, Bomani und Kainuk an, die alle ihren Durst l\u00f6schten. Danach gingen sie alle in den Busch.<br \/>\nHeute war ein weiterer brennend hei\u00dfer Tag. Der M\u00e4rz ist der hei\u00dfeste Monat des Jahres in Ithumba und f\u00fcr die Keeper ist es Schwerstarbeit, mit den Waisen mitzuhalten.<br \/>\nBeim Schlammbad schlossen sich die Ex-Waisen Wendi und Rapsu den Kleinen an, was diese sehr genossen. Orwa war in einen dornigen Akazienast getreten, der auf den Weg herumlag. Er benutzte aber die Finger an seinem R\u00fcssel, um den Dorn herauszuziehen und brauchte nicht einmal die Hilfe der Keeper. Er ging dann sofort zu einem gro\u00dfen Baum, um sich ordentlich daran zu kratzen. Teleki, Laragai und Shukuru hatten ein ausgiebiges Schlammbad; sie hielten sich schlauerweise lieber im Wasser auf als drau\u00dfen. Teleki kam als letzer heraus. Rapsu, der ein h\u00fcbscher junger Bulle geworden ist, f\u00fchrte die Waisen zur roten Erde und begann das Staubbad. Die Kleinen folgten seinem Vorbild und machten es ihm nach.<br \/>\nSities stand dicht bei Wendi und kratzte sich an Wendi, die nichts dagegen hatte. Die nun matschige und rot eingestaubte Shukuru beendete das Mittagsritual damit, sich ausgiebig an einem Baum zu kratzen. Teleki, Bongo und Turkwel standen Schlange, damit sie sich am gleichen Baum kratzen konnten, sobald sie fertig war. Der Plan wurde aber \u00fcber den Haufen geworfen, als Wendi sich vordr\u00e4ngelte, und aus Respekt vor dem Alter machten die Kleinen ihr Platz.<br \/>\nNachdem die Waisen nach Hause gegangen waren, kamen die Ex-Waisen an den Stallungen an, um hallo zu sagen und ihren Durst zu l\u00f6schen. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit brachte auch Suguta ihre ganze Gruppe herbei und somit waren alle Ithumba-Waisen, Ex-Waisen und halbunabh\u00e4ngigen Waisen versammelt. Nur Nasalot fehlte, die wohl noch auf einem Rundgang ist.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/4520158568-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Rapsu staubbadet mit den Waisen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 8. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nKilaguni und Chaimu waren in den fr\u00fchen Morgenstunden an der Tr\u00e4nke der Stallungen, w\u00e4hrend die Waisen herausgelassen wurden. Die zwei kamen zum Sonnenaufgang an und stellten fest, dass die Tr\u00e4nke leer war, da sie in der Nacht von den Ex-Waisen und wilden Elefanten ausgiebig genutzt wurde. Sie warteten geduldig auf den Morgen, als die Keeper sie eilig f\u00fcr sie und die Waisen auff\u00fcllten. Kanjoro ging direkt zur Tr\u00e4nke, z\u00f6gerte dann aber, als er Chaimu dort sah. Er wusste, dass sie lieber zuerst alleine ohne St\u00f6rungen s\u00e4uft. Kanjoro ging einmal um sie herum und das gefiel ihr gar nicht. Sie trat nach hinten aus, traf aber Kanjoro gl\u00fccklicherweise nicht. Das war aber Warnung genug f\u00fcr ihn und er wartete, bis er an der Reihe war. Kilaguni und Chaimu gingen dann gem\u00e4chlich in den Busch zur\u00fcck und verschwanden in der trockenen Landschaft.<br \/>\nDrau\u00dfen im Busch versuchte Sities, ein Geb\u00fcsch mit ihrem R\u00fcssel herauszuziehen, doch sie schaffte es nicht. Sie musste schlie\u00dflich auf eine andere Taktik ausweichen, sich hinknien und den Busch mit ihrem Mund abbei\u00dfen und -rei\u00dfen. Bomani kratzte es am Ohr und er benutzte etwas Gras, das er gerade mit dem R\u00fcssel hielt, um sich zu kratzen. Er machte des sehr gr\u00fcndlich, der Juckreiz nervte ihn offensichlich sehr. Die Keeper sahen genauer hin, um sicherzugehen, dass es kein Problem gab, bei dem sie helfen m\u00fcssten.<br \/>\nSp\u00e4ter forderte Bongo Garzi zum Spielen heraus, doch der ruhige und besonnene Garzi vermeidet Streitigkeiten unter allen Umst\u00e4nden und nahm die Herausforderung nicht an. Bongo steckte dann nur seinen R\u00fcssel in Garzis Mund und versuchte sein Gl\u00fcck bei seinem Lieblingsspielkameraden Vuria.<br \/>\nUm 10 Uhr schloss sich Ex-Waise Lualeni den Waisen an, und sie f\u00fchrte sie dann auch zum Schlammloch. Obwohl es sehr hei\u00df war, w\u00e4lzten sich nur Shukuru, Teleki, Lualeni und Bongo. Sp\u00e4ter staubbadeten die Waisen und danach kratzten sich Shukuru, Lualeni, Teleki und Turkwel an verschiedenen B\u00e4umen. Mutara und Sities kletterten in die Tr\u00e4nke, doch statt zu saufen bespritzten sie sich mit Wasser und verschwendeten das gute Trinkwasser. Die Keeper riefen ihnen zu und sie kamen sofort heraus und gingen in den Busch. Lualeni folgte den Waisen in den Busch und verbrachte den Rest des Tages mit ihnen. Es scheint, als ob Lualeni, die Kidnapperin, zu einer Aufkl\u00e4rungsmission vorbeigekommen war und feststellen wollte, wer in naher Zukunft f\u00fcr ihre kleine Gruppe geeignet w\u00e4re. Wir werden sehen, ob sie dann mit ihrem Werben Erfolg haben wird. Die Keeper m\u00fcssen sie genau im Auge behalten, da sie manchmal auch milchabh\u00e4ngige Waisen weglockt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/4520159457-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bomani kratzt sein juckendes Ohr<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 9. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nKanjoro f\u00fchrte die Waisen aus den Gehegen und die anderen str\u00f6mten ihm hinterher zu Tr\u00e4nke. Dort fiel Bongo und Teleki ein, dass sie sich noch nicht guten Morgen gesagt hatten, also umschlangen sie ihre R\u00fcssel f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit. Kurz darauf begannen Bongo und Vuria die Aktivit\u00e4ten des Tages mit einem Kr\u00e4ftemessen, w\u00e4hrend Sities, Garzi und Mutara sich erst einmal an den Felsen kratzten, um die unerw\u00fcnschten Zecken loszuwerden.<br \/>\nDrau\u00dfen im Buch kamen Kainuk und Vuria an einem umgest\u00fcrzten Baumstamm vorbei und konnten damit alle schwer erreichbaren Stellen ihres Bauches kratzen. Turkwel nahm ein Staubbad, w\u00e4hrend Kanjoro Bomani wegschubste, der ihm im Weg stand, w\u00e4hrend er von einem Busch zum n\u00e4chsten lief. Sp\u00e4ter grasten Mutara und Kainuk zusammen, bevor Kainuk zu Turkwel ging.<br \/>\nDie Ex-Waisen kamen in Begleitung ihres wilden Freundes Kijana, der je nach Lust und Laune immer mal wieder bei ihnen ist, sowie zwei weiterer Elefanten zu den Stallungen. Sie begr\u00fc\u00dften die Waisen, l\u00f6schten ihren Durst und machten sich dann sofort wieder auf den Weg tief in den Busch.<br \/>\nUm 11 Uhr war es k\u00fchl, und keiner der Waisen nahm am Schlammbad teil. Sie gingen alle direkt zur Tr\u00e4nke, nachdem sie ihre Milch geleert hatten. Garzi kratzte sich an einer Akazie nahe der Tr\u00e4nke. Er hob einen Zweig auf, drehte ihn mit dem R\u00fcssel im Kreis herum und lie\u00df in dann wieder fallen, bevor er in den Busch zur\u00fcckging. Narok versuchte, eine Akazie umzusto\u00dfen, bis Turkwel zu ihr kam und den R\u00fcssel auf ihren R\u00fccken legte. Sp\u00e4ter f\u00fchrte Narok ihre Kollegen zu den Weidegr\u00fcnden zur\u00fcck.<br \/>\nAm Nachmittag machten die Wolken der Sonne Platz. Als die Hitze f\u00fcr Garzi unertr\u00e4glich wurde, entspannte er sich unter einem Baum und wartete auf etwas Abk\u00fchlung.<br \/>\nAm Abend kamen die Waisen erneut am Schlammloch vorbei und dieses Mal nahmen sie ein Schlamm- und Staubbad, ehe sie zu den Stallungen zur\u00fcckkehrten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/4520159821-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Vuria kratzt sich an einem Baumstamm<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 10. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nLualeni und Ololoo waren fr\u00fch an Morgen an der Tr\u00e4nke bei den Stallungen. Als die Tore f\u00fcr die Waisen ge\u00f6ffnet wurden, trafen sie auf Lualeni, die gerade in die Gehege hineinging, um zu sehen, ob dort noch ein paar Reste f\u00fcr sie zu finden waren. Mutara kam mit einem Zweig im Mund heraus und wartete auf das Luzernenheu. Als Lualeni feststellte, dass es im Gehege nichts besonderes mehr gab, folgte sie den Waisen.<br \/>\nKurze Zeit sp\u00e4ter meldeten sich Kilabasi, Makireti und Kasigau an der Tr\u00e4nke und schlossen sich dem dort saufenden Ololoo an. Kasigau und Ololoo veranstalteten ein Kr\u00e4ftemessen, und Garzi stand hinter Ololoo und schaute zu. Ololoo war davon nicht begeistert, und w\u00e4hrend er vorn von Kasigau geschoben wurde, trat er hinten nach Garzi aus. Einer der Tritte traf Garzi und er machte sich fluchend davon und hoffte, dass Kasigau ihn r\u00e4chen w\u00fcrde. Makireti und ihre Gruppe machte sich eine Stunde sp\u00e4ter wieder auf den Weg in den Busch. Ishanga, die sich zuvor Makireti angeschlossen hatte, scheint nun wieder zu einer anderen Herde gewechselt zu sein, denn sie war nicht dabei.<br \/>\nKurz vor 11 Uhr meldeten sich Kilaguni, Chaimu und Tomboi und gingen sofort wieder, nachdem sie genug gesoffen hatten.<br \/>\nLualeni verursacht immer Unruhe, wenn sie am Schlammbad auftaucht. Sie versuchte, eine Milchflasche aufzuheben, doch die Keeper passten gut auf, bis sie vorbei war. Sie ging direkt zum Schlammloch, wo sich ihr Bongo, Vuria, Teleki, Ololoo und Laragai anschlossen. Orwa besch\u00e4ftigte sich damit, eine Akazie umzusto\u00dfen, w\u00e4hrend er darauf wartete, dass seine Artgenossen genug gebadet hatten. Nach dem Bad ging Bongo zum Kratzen an einen Baum, wurde aber dann von Turkwel weggeschubst, die sich selbst dort kratzen wollte.<br \/>\nAm Nachmittag kam eine sechsk\u00f6pfige wilde Herde zum Saufen zu den Stallungen. Lualeni und Ololoo verbrachten den Rest des Tages bei den Waisen. Kurz bevor es dunkel wurde, tauchten sechs Wildhunde auf. Sie soffen eilig Wasser und verschwanden wieder.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/4520159175-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lualeni kommt zu den Stallungen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 11. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nUm 6 Uhr, als die milchabh\u00e4ngigen Waisen ihre Milch tranken, klopfte Kanjoro mit einem Stock gegen das Tor, um herausgelassen zu werden. Als sie drau\u00dfen waren, fra\u00dfen die Waisen zufrieden ihr Luzernenheu.<br \/>\nIm Busch hatten Vuria und Bongo ein Kr\u00e4ftemessen. Ansonsten verlief der Vormittag ruhig und die Waisen konzentrierten sich aufs Grasen.<br \/>\nBeim Schlammbad gingen Kanjoro, Mutara und Kainuk direkt zur Tr\u00e4nke, bevor sie auch nur dar\u00fcber nachdachten, sich zu w\u00e4lzen. Garzi, Bongo und Vuria hatten ein ausgiebiges Schlammbad, w\u00e4hrend die Anderen zum Staubbad gingen. Shukuru kratzte sich an einem Baum und Vuria an Garzi. Nachdem Shukuru fertig war, benutzten Teleki und Turkwel den gleichen Baum und kratzten ihre Hintern daran. Sp\u00e4ter nahm Vuria einen Stock, um sich zwischen den Vorderbeinen zu kratzen.<br \/>\nAls Narok die Waisen zu den Weidegr\u00fcnden zur\u00fcckf\u00fchrte, entschied Bongo, dass er noch mehr Wasser brauchte. Er ging zur Tr\u00e4nke zur\u00fcck und graste dann sehr zufrieden dort. Er folgte seinen Kollegen erst sp\u00e4ter.<br \/>\nSp\u00e4t am Abend kamen Ex-Waise Lualeni mit ihrem Lieblingskalb Ololoo und dem gro\u00dfen Jungen Tomboi zu den Stallungen. Die Waisen waren bereits in ihren Gehegen. Sp\u00e4ter schlossen sich ihnen noch Chaimu und Kilaguni an, die noch eine Weile bei den Waisen blieben. Sie machten sich dann wieder auf den Weg in den Busch. Die Babys machten es sich f\u00fcr die Nacht auf der weichen Erde gem\u00fctlich, die die Keeper jeden Abend auflockern, damit die Waisen gut liegen k\u00f6nnen. Um 21 Uhr schliefen dann alle in den Gehegen, die meisten sch\u00f6n in einer Reihe liegend.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/45201592026-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Vuria spielt mit Bongo<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 12. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nKalama, Suguta, Melia, Naisula, Kitirua, Tumaren, Kibo, Chemi Chemi, Ishanga, Kasigau, Kilabasi und Makireti meldeten sich vor 6 Uhr an den Stallungen. Als sich die Tore f\u00fcr die Waisen \u00f6ffneten, stand Kalama am Eingang und blockierte den Waisen den Weg. Die Keeper mussten Kalama erst \u00fcberzeugen, Platz zu machen. Die halbunabh\u00e4ngige Gruppe schloss sich den Waisen beim Luzernenheufr\u00fchst\u00fcck an. Orwa wurden von Kasigau grob geschubst, w\u00e4hrend er fra\u00df. Das \u00e4rgerte ihn sehr, doch statt sich zu r\u00e4chen zeigte er seinen \u00c4rger, indem er weit weg ging und allein und in Ruhe weiterfra\u00df.<br \/>\nDie Waisen gingen dann tief in den Busch und grasten am Fu\u00df der Granit-Kopjes entlang zu den Weidegr\u00fcnden. Kainuk und Vuria verbrachten einige Zeit damit, sich an ein paar umgest\u00fcrzten B\u00e4umen zu kratzen. Sie verbogen sich regelrecht, um alle empfindlichen Stellen ihrer K\u00f6rper erreichen, besonders an den B\u00e4uchen. Murka brach einen gr\u00fcnen Zweig ab, den sie mit Sities teilte. Vuria forderte einen Kampf heraus, als er versuchte, gewaltsam einen Zweig aus Bongos Mund zu nehmen. Bongo hatte etwas dagegen und in den darauffolgenden Kampf mussten die Keeper beruhigend eingreifen.<br \/>\nUm 11 Uhr war es k\u00fchl und nur Bongo nahm ein Schlammbad. Da er vom Mount Kenya stammt, scheint Bongo v\u00f6llig immun gegen K\u00e4lte zu sein. Nichts h\u00e4lt ihn davon ab, sich seinen geliebten Wasserspielen hinzugeben. Der Rest der Gruppe ging stattdessen nach der Milchf\u00fctterung zu einem Staubbad und beobachtete von dort aus Bongo allein im Wasser.<br \/>\nAm Nachmittag grasten die Waisen im Kanziku-Gebiet. Vuria fra\u00df dicht bei Shukuru und Garzi, w\u00e4hrend Bongo alleine tiefer in den Park ging und erst sp\u00e4ter zu den Anderen zur\u00fcckkehrte.<br \/>\nDie Ex-Waisen kamen allesamt in Begleitung von drei wilden Elefanten zum Saufen zu den Stallungen, kurz nachdem die Waisen abends zur\u00fcckgekommen waren. Sie blieben in der N\u00e4he und kommunizierten mit den Waisen. Nachdem sie genug gesoffen hatten, verschwanden sie langsam wieder in der Dunkelheit. Nur das Ger\u00e4usch von knackenden Zweigen verriet noch, wo sie waren.<br \/>\nSp\u00e4ter in der Nacht h\u00f6rten wir die Hy\u00e4nen schreien. Das erinnerte uns an den schicksalhaften Morgen, als Sabachi b\u00f6se von Hy\u00e4nen angegriffen worden war und wir ihn trotz Eingreifen der Keeper und der Anwesenheit der Ex-Waisen nicht hatten retten k\u00f6nnen. Wir waren froh zu wissen, dass alle unsere Babys in Sicherheit tief und fest schliefen und von den Hy\u00e4nenschreien unbeeindruckt waren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/45201593038-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Chemi Chemi kam heute fr\u00fch an den Stallungen an<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 13. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nSehr \u00fcberraschend f\u00fcr Anfang M\u00e4rz nieselte es heute Morgen, als die Waisen aus den Gehegen kamen. Shukuru, Narok, Bomani und Garzi begannen den Tag damit, sich an den Felsen bei den Stallungen zu kratzen. Kainuk ging hinunter und staubbadete und Bongo schloss sich ihr kurze Zeit sp\u00e4ter an. Als die Waisen in den Weidegr\u00fcnden angekommen waren, nieselte es noch immer und darum nahm Sities f\u00fcr sich alleine noch ein Staubbad. Danach kratzte sie ihren Bauch an einem Baum, der von einem wilden Elefanten umgesto\u00dfen worden war.<br \/>\nDie Ex-Waisen kamen um 8 Uhr an den Stallungen vorbei, als sie zum Kalovoto gingen. Offenbar waren sie in der Nacht nicht sehr weit gegangen, sondern in der N\u00e4he geblieben. Sp\u00e4ter meldeten sich die halbunabh\u00e4ngigen Waisen unter der F\u00fchrung von Suguta an den Stallungen. Ihre Herde war gut gelaunt und verbrachte etwas Zeit mit den Waisen. Nur Kilaguni und Chaimu fehlten, diese beiden tauchten aber zwei Stunden sp\u00e4ter auf. Sie sind beste Freunde und verbringen besonders viel Zeit miteinander.<br \/>\nZur 11-Uhr-F\u00fctterung war es noch immer k\u00fchl und die Waisen waren nicht in Spiel-Stimmung. Nach der Milchf\u00fctterung gingen sie zur Tr\u00e4nke und grasten danach direkt weiter.<br \/>\nSp\u00e4ter am Nachmittag wurde es w\u00e4rmer, die Wolken verschwanden und der Himmel wurde klar. Das besserte die Laune von Bongo, der in der N\u00e4he von Vuria graste und die beiden hatten ein Kr\u00e4ftemessen. Als es noch hei\u00dfer wurde, suchte Shukuru den Schatten eines Baumes auf und wedelte ununterbrochen mit den Ohren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/45201593636-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kainuk spielt<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 14. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nDie Ex-Waisen meldeten sich vor 6 Uhr an den Stallungen und schlossen sich den Waisen an. Sie machten sich alle zusammen auf den Weg. Orwa war mutig genug, ein Kr\u00e4ftemessen mit Mwende anzufangen, doch das Spiel endete vorzeitig, als Sidai wie aus dem Nichts auftauchte und Orwa mit voller Kraft wegschubste. Sie wollte Mwende, die viel kleiner ist als Orwa, unter allen Umst\u00e4nden besch\u00fctzen. Obwohl Orwa, als er gerettet wurde, sehr unterern\u00e4hrt und dem Tode nah war, ist er jetzt zu einem ordentlichen und starken Bullen herangewachsen. Bei dem ganzen Wettbewerb und Gerangel mit den Ex-Waisen blieben die Waisen nicht lange bei ihnen und ihre Wege trennten sich bald.<br \/>\nAuf dem Weg zu neuen Weidegr\u00fcnden stie\u00df der unaufmerksame Bongo gegen Naroks Hintern. Das lie\u00df Narok nicht mit sich machen. Sie drehte sich um und nahm Angriffsposition ein. Als Bongo sah, wie entschlossen Narok sich herumgedreht hatte, zog er sich sofort zur\u00fcck und bereute seinen Fehler. Er legte entschuldigend seinen R\u00fcssel auf den Kopf. Narok zeigte noch eine ganze Weile mit ihrem R\u00fcssel auf ihn, um ihn zu warnen, so etwas nicht noch einmal zu machen.<br \/>\nTeleki und Vuria hatten auch einen Streit. Wir wissen nicht so recht, worum es ging, doch das Schubsen und Schieben dauerte eine ganze Weile, bis beide m\u00fcde wurden und schlie\u00dflich weitergrasten. Shukuru pausierte das Grasen, um ihr eigenes privates Staubbad zu nehmen und graste danach weiter.<br \/>\nZur Schlammbadzeit war es k\u00fchl und so trauten sich nur Bongo, Teleki und Laragai in den Matsch. Die Anderen soffen nur Wasser und danach f\u00fchrte Mutara sie zu den Weidegr\u00fcnden zur\u00fcck. Sie lie\u00dfen die Schlammbader zur\u00fcck.<br \/>\nDer Nachmittag war ruhig und die Waisen konzentrierten sich aufs Grasen.<br \/>\nAm Abend kamen Chaimu und Kilaguni zur Tr\u00e4nke an den Stallungen, kurz bevor die Waisen zur\u00fcckkehrten. Nachdem sie gesoffen hatten, machten sich die beiden besten Freunde direkt wieder auf den Weg.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/45201594334-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Narok nachdem sie Bongo ermahnt hat<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 15. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nNarok und Vuria kamen mit Zweigen in den M\u00fcndern und auf den K\u00f6pfen aus den Gehegen. Die halbunabh\u00e4ngigen Makireti, Kilabasi, Kasigau, Taita und ein junger wilder Bulle soffen Wasser an der Tr\u00e4nke der Stallungen und sahen zu, wie die Waisen sich \u00fcber das Luzernenheu hermachten. Kurz darauf schloss sich Makiretis Gruppe den Waisen dabei an. Turkwel teilte sich ihren Luzernenheuhaufen mit Sities.<br \/>\nAuf dem vormitt\u00e4glichen Weg in den Busch taten Bongo und Vuria das, was junge Elefantenbullen eben machen: Sie hatten eine kleine Rangelei, die damit endete, dass sie ihre R\u00fcssel umschlangen, um zu zeigen, dass sie sich wieder vertragen. Gegen 10 Uhr wurde es so hei\u00df, dass Bongo, Turkwel und Teleki unter einem Baum Schatten suchen mussten. Sie warteten dort bis es 11 Uhr und Zeit f\u00fcr das Schlammbad war. Die Ex-Waisen waren in Begleitung von drei wilden Bullen am Schlammloch, bevor die Waisen dort ankamen. Als die Waisen ihre Milch bekamen, kam Lualeni hinzu und stellte sich in die N\u00e4he. Sie hob ihren R\u00fcssel, um herauszufinden, ob sie sich eine der Flaschen schnappen k\u00f6nnte. Die Keeper waren aber aufmerksam und als Lualeni das sah, gab sie auf und kehrte zu ihren Kollegen zur\u00fcck.<br \/>\nDie Waisen schlossen sich den \u00c4lteren im Matsch an und das langsam austrocknende Schlammloch war voller Elefanten der verschiedensten Gr\u00f6\u00dfen. Die Keeper sahen stolz das Ergebnis der harten Arbeit beim DSWT &#8211; soviele quicklebendige Elefanten, die sonst nicht \u00fcberlebt h\u00e4tten.<br \/>\nNach und nach kamen einzelne Elefanten aus dem Wasser und gingen zum Staubbad. Shukuru besuchte ihren \u00fcblichen Kratzbaum, an dem sie fast t\u00e4glich ihren Bauch kratzt. Danach stand sie im Schatten und nuckelte an ihrem R\u00fcssel &#8211; auch etwas, das Shukuru h\u00e4ufig macht. Nachdem sie viel Spa\u00df zusammen gehabt hatten, machten sich die Ex-Waisen mit ihren wilden Freunden wieder auf den Weg und verschwanden in eine andere Richtung als die Kleinen.<br \/>\nAm Nachmittag unterbrach Turkwel das Grasen und entspannte sich unter einem Baum, w\u00e4hrend Laragai sich zum ersten Mal einvernehmlich mit Bongo zeigte, als sie vom gleichen Busch fra\u00df wie er. Am Abend verschwendete Sities viel Zeit mit dem Versuch, die Spitze eines Ameisenh\u00fcgels abzutragen. Doch die dicht gepresste rote Erde lie\u00df ihr keine Chance und der H\u00fcgel blieb weitestgehend intakt. Sities gab schlie\u00dflich auf und suchte sich eine andere Besch\u00e4ftigung.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/45201594638-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Vuria und Bongo ber\u00fchren ihre R\u00fcssel<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 16. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen begannen das Luzernenheufr\u00fchst\u00fcck, gleich nachdem sie aus den Gehegen heraus waren. Shukuru kratzte ihren Bauch an den Felsen, w\u00e4hrend Bongo ein H\u00e4ufchen Luzernenheu nahm und damit ein paar Meter lief, um es ungest\u00f6rt genie\u00dfen zu k\u00f6nnen. Orwa kam vorbei und Bongo dachte, er h\u00e4tte es auf sein Luzernenheu abgesehen. Also nahm er Verteidigungsposition ein, mit aufgestellten Ohren und erhobenem Kopf, doch Orwa lief einfach an ihm vorbei. Vielleicht hatte Orwa seine aggressive Haltung bemerkt und es sich daraufhin anders \u00fcberlegt und tat dann so, als h\u00e4tte er nie irgendetwas b\u00f6sartiges im Sinn gehabt. Shukuru versuchte, etwas von Kainuks Luzernenheuhaufen zu stehlen, sodass auch sie ihren Haufen aufheben und damit woanders hin gehen musste.<br \/>\nWie schon gestern schlossen sich den Waisen auch heute beim Schlammbad die Ex-Waisen mit acht beeindruckenden wilden Elefanten an. Alle hatten viel Spa\u00df im Schlammloch, beim Saufen an der Tr\u00e4nke und beim Staubbad. Die Keeper hielten sich in einigem Abstand unter einem Baum auf und beobachteten die fr\u00f6hlichen Elefanten. Shukuru kratzte sich an ihrem \u00fcblichen Baum, musste dann aber Platz machen, als ein wilder Elefant denselben Baum zum Kratzen benutzen wollte. Shukuru kennt sich schon gut aus und wei\u00df, dass in einer Elefantengesellschaft die j\u00fcngeren Elefanten den \u00e4lteren Platz machen m\u00fcssen.<br \/>\nDer Nachmittag war hei\u00df. Shukuru suchte sich einen geeigneten Baum, unter dem sie ungest\u00f6rt im Schatten stehen und gleichzeitig ein paar leckere Bl\u00e4tter pfl\u00fccken konnte.<br \/>\nAm Abend kam Makiretis Gruppe halbunabh\u00e4ngiger Waisen zum Saufen zu den Stallungen. Die Gruppe hatte einen neuen jungen wilden Elefanten rekrutiert &#8211; m\u00f6glicherweise aber auch nur f\u00fcr diesen Tag. Der wilde Elefant war nerv\u00f6s und kannte das Gel\u00e4nde der Stallungen noch nicht. Er machte sich schnell wieder auf den Weg, nachdem er gesoffen hatte. Makireti, Kilabasi und Kasigau bemerkten, dass sich ihr Freund unwohl f\u00fchlte und folgten ihm gleich.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/45201595047-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ex-Waisen am Schlammloch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 17. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nHeute Morgen bedeckte Nebel den Ithumba-Berg und der Tag begann k\u00fchl. W\u00e4hrend die Waisen Luzernenheu fra\u00dfen, hob Mutara den R\u00fcssel. Das deutete an, dass sich etwas n\u00e4herte und tats\u00e4chlich: Innerhalb von drei Minuten kamen die Ex-Waisen aus den trockenen B\u00fcschen. Damit war es mit dem friedlichen Morgen vorbei. Die Waisen hoben eilig ihr Luzernenheu auf und machten sich auf den Weg. Orwa blieb noch etwas zur\u00fcck und hatte einen kleinen Ringkampf mit Ololoo. Kurze Zeit sp\u00e4ter ergab sich Orwa aber und folgte seinen Kollegen. Beim Grasen blieb es k\u00fchl und der Himmel war von Regenwolken bedeckt. Die Regenzeit scheint nicht mehr weit zu sein.<br \/>\nZur Schlammbadzeit war es ruhig und die Waisen waren allein. Alle gingen direkt zur Tr\u00e4nke, au\u00dfer Bongo, der in die andere Richtung ging und direkt mit dem Schlammbad anfing. Unsere kleine Wasserratte w\u00e4lzte sich und als die anderen sich auf den Weg zum Schlammloch machten, kam ihnen Bongo auf dem Weg zur Tr\u00e4nke entgegen. Nach dem Bad hatten Vuria und Garzi eine ausf\u00fchrliche Unterhaltung in tiefen T\u00f6nen, bei der sie sich gegenseitig ihre R\u00fcssel in die M\u00fcnder steckten. Sp\u00e4ter nahmen die Waisen noch ein Staubbad. Kanjoro verbrachte gef\u00fchlte Stunden dort und war der letzte, der fertig wurde. Vuria und Shukuru kratzten sich noch eine Weile an den B\u00e4umen, ehe sie weitergrasten.<br \/>\nAm Nachmittag war es hei\u00df und Bongo, Narok, Mutara und Orwa sammelten sich unter dem selben Baum, um sich vor der brennenden Sonne zu sch\u00fctzen.<br \/>\nAm Abend kamen die Ex-Waisen wieder zur Tr\u00e4nke an den Stallungen und blieben l\u00e4ngere Zeit da, in ihrem Zuhause. Sie ruhten sich aus, l\u00f6schten ihren Durst und gingen dann langsam und ger\u00e4uschlos in die Nacht davon. Die kleinen Waisenbabys blieben zur\u00fcck, in ihren sicheren Gehegen schlummernd.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/4520159544-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Orwa spielt mit Ololoo<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 18. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen hatten eine kurze friedliche Zeit an den Stallungen, ehe die Ex-Waisen ankamen. Sities war die Erste, die sie ersp\u00e4hte. Sie hob eilig ihr Luzernenheu auf und machte, dass sie davon kam. Bomani machte es ihr nach, doch die anderen wurden \u00fcberrascht und mussten das Heu mit den Ex-Waisen teilen, die unbedingt welches haben wollten. Bomani und Garzi, die schon lange an keinen Rangeleien mehr teilgenommen hatten, waren offenbar heute in entsprechender Stimmung aufgewacht. Sie hatten einen lockeren Trainingsringkampf miteinander, bis Kainuk das Spiel unterbrach und sie voneinander trennte.<br \/>\nDie Waisenherde brach dann auf und ging tief in den Busch hinein. Turkwel und Sities hatten eine freundschaftliche Rangelei mit Orwa und Teleki. Teleki legte sich hin und Orwa nutzte das sofort aus, um auf ihn zu klettern. Sp\u00e4ter hatten auch Vuria und sein Spielkamerad Bongo ihr \u00fcbliches Kr\u00e4ftemessen, das endete, als Teleki sich einmischte. Gegen 11 Uhr ging Mutara ein St\u00fcck von den anderen weg und fra\u00df in einigem Abstand allein unter einem Baum.<br \/>\nAuf dem Weg zum Schlammbad z\u00e4hlten die Keeper die Waisen und bemerkten, dass einer fehlte. Nachdem sie noch einmal genauer hingesehen hatten, stellte sich heraus, dass es Bongo war, der ihnen entkommen war. Zwei Keeper machten sich auf die Suche nach ihm, w\u00e4hrend die anderen die restlichen Waisen zum Schlammloch brachten. Sie fanden Bongo nach 20 Minuten und brachten ihn zu seinen Freunden zum Schlammloch. Bomani und Garzi waren noch immer in verspielter Laune und begannen erneut einen Ringkampf. Laragai gefiel das gar nicht und sie schubste Garzi weg.<br \/>\nAm Nachmittag wanderte die Herde weiter den Ithumba-Berg hinauf. Orwa graste l\u00e4ssig mit \u00fcberkreuzten Hinterbeinen. Narok und Laragai kamen an etwas lockerer Erde vorbei und staubten sich erst einmal damit ein. Die Babys bildeten dann eine ordentliche Reihe und angef\u00fchrt von Turkwel gingen sie zu den Stallungen zur\u00fcck. Auf dem Weg wurde noch ein wenig weitergegrast.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/45201595837-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bongo spielt mit Garzi<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 19. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nLualeni, Ololoo, Tomboi, Chaimu, Kilaguni und ein junger wilder Bulle meldeten sich heute Morgen an den Stallungen, noch bevor die Waisen herausgekommen waren. Lualeni wollte sichergehen, dass sie auch genug Luzernenheu abbekamen. Yatta und ihre Gruppe tauchte erst auf, als die Waisen schon mit dem Fr\u00fchst\u00fcck fertig waren und sich gerade auf den Weg machten. Kainuk und Orwa kratzten sich noch eine Weile an den Felsen.<br \/>\nIn den Weidegr\u00fcnden kam Shukuru an etwas lockerer Erde vorbei und nutzte diese, um sich ausgiebig einzustauben. Mutara schloss sich ihr an. Dann legten sie sich in die k\u00fchle Erde und hielten ein Nickerchen. Orwa, der in der N\u00e4he graste, kam n\u00e4her und kratzte sich den Bauch an Mutara. Mutara schien das zu gefallen und sie blieb liegen, w\u00e4hrend Orwa sich kratzte. Sities juckte es am Ohr. Da aber kein Baum in der N\u00e4he war, kratzte sie sich vehement an Garzi. Garzi verstand und konnte ihr Dilemma nachvollziehen, also lie\u00df er sie gew\u00e4hren.<br \/>\nKurz nach der Mittagsf\u00fctterung schlossen sich Suguta und ihre Gruppe den Waisen an. Suguta und ihre Gruppe haben wieder etwas mehr Zeit weiter entfernt verbracht und kommen nicht mehr jeden Tag an den Stallungen vorbei. Bei dieser Gelegenheit allerdings konnte Orwa ein paar Ringkampftaktiken von Kibo lernen. Murka drohte Laragai, sie wegzuschubsen, als diese etwas dicht ihr vorbei ging.<br \/>\nAm Nachmittag war es k\u00fchl und die Waisen grasten zusammen mit den halbunabh\u00e4ngigen Waisen. Kurz bevor sie zu den Stallungen zur\u00fcckkehrten, kniete sich Orwa hin und versuchte, mit seinem Mund einen Busch aus dem Boden zu rupfen. Aufrecht stehend war es ihm nicht gelungen, und so versuchte er es auf diese Weise. Er hatte sich das in den Kopf gesetzt und schlie\u00dflich war er tats\u00e4chlich erfolgreich.<br \/>\nAm Abend tauchte nur Lualeni an den Stallungen auf und l\u00f6schte ihren Durst. Kilaguni und Ololoo waren nicht dabei. Die Keeper sch\u00f6pften gleich Verdacht, denn sie mag es, unsere milchabh\u00e4ngigen Waisen \u00fcber Nacht zu entf\u00fchren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/45201510210-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Chaimu kommt rechtzeitig zum Luzernenheu<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 20. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nIshanga hat sich Lualeni angeschlossen und sie schienen die Nacht direkt vor dem Gehege verbracht zu haben. Das ist ungew\u00f6hnlich und sehr verd\u00e4chtig, da Ololoo nicht dabei war und Ishanga immer zwischen den Gruppen hin und her wechselt. Die zwei entspannten nur und warteten, bis die Waisen aus den Gehegen kamen. Dann schlossen sie sich dem Luzernenheufr\u00fchst\u00fcck an. Wir vermuten, Lualeni versucht herauszufinden, wer von den abh\u00e4ngigen Waisen bereit sein k\u00f6nnte, sich ihr anzuschlie\u00dfen. Lualeni f\u00fchrte die Waisen zu den Weidegr\u00fcnden.<br \/>\nEs war ein Tag ohne viele Aktivit\u00e4ten und die Waisen grasten friedlich.<br \/>\nZur Schlammbadzeit brachten Lualeni und Ishanga die Waisen zum Schlammloch. Lualeni ging zuerst hinein, gefolgt von Teleki, Shukuru, Vuria, Narok, Bongo und Laragai. Orwa, Kainuk und Bomani boykottierten die Aktion. Mutara und Sities gingen zur Tr\u00e4nke und kletterten zum baden dort hinein, wobei sie das sch\u00f6ne Trinkwasser verschmutzten.<br \/>\nAm Nachmittag war es sehr hei\u00df, und Kanjoro, Vuria, Bomani und Laragai nahmen ein Staubbad und ruhten sich danach unter einem Baum aus. Sie grasten weiter, als es wieder k\u00fchler wurde.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/4520151051-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ishanga kehrt zu den Stallungen zur\u00fcck<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 21. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nKanjoro klopfte mit einem Stock gegen das Tor, w\u00e4hrend seine Kollegen am Morgen die Milch bekamen. Als die Tore ge\u00f6ffnet wurden, ging er direkt zur Tr\u00e4nke, wo sich ihm Turkwel anschloss. Beim Luzernenheufr\u00fchst\u00fcck war Kilaguni der Ehrengast, der ohne seine Begleiterin Chaimu zu den Stallungen gekommen war. Mutara schubste Laragai gegen Orwa, der daraufhin w\u00fctend wurde. Um seinen \u00c4rger kundzutun, beendete Orwa das Fr\u00fchst\u00fcck und ging zur Entspannung zur Tr\u00e4nke. Die Ex-Waisen kamen, als die Waisen gerade aufbrechen wollten. Es war sch\u00f6n, sie so gesund und munter zu sehen.<br \/>\nIm Busch fra\u00df Garzi dicht bei Mutara, w\u00e4hrend Orwa ein paar Meter entfernt von den Anderen allein graste. Bomani und Teleki teilten sich den selben Busch, doch Sities kam hinzu, und schubste sie beide weg.<br \/>\nNach der Mittagsf\u00fctterung gingen Teleki, Vuria und Orwa direkt zur Tr\u00e4nke, w\u00e4hrend Shukuru, Narok und Laragai erst einmal zum Schlammbad gingen, ehe sie sich den drei anderen an der Tr\u00e4nke anschlossen. Nachdem er genug gesoffen hatten, ging auch Teleki zum W\u00e4lzen, wo sich ihm Bongo, der K\u00f6nig des Wasserlochs, sowie seine Freunde Kanjoro und Mutara anschlossen. Shukuru ging zum Staubbad, das sie heute sehr gr\u00fcndlich nutzte. Danach ging sie zu ihrem \u00fcblichen Kratzbaum.<br \/>\nDrei Warzenschweine, die am Schlammloch waren, hatten es schwer, nachdem Sities sie entdeckt hatte. Sie jagte trompetend mit aufgestellten Ohren hinter ihnen her und meinte es ernst. Die Warzenschweine verschwanden wie der Blitz und waren sehr aufgeregt. Kurz darauf hob Vuria seinen R\u00fcssel und starrte in Richtung des Ithumba-Bergs. Als er den R\u00fcssel wieder herunter nahm, kamen Lualeni, Kenze und Orok aus genau der Richtung heran, in die er geschnuppert hatte. Die drei Ex-Waisen begr\u00fc\u00dften die Waisen, gingen dann aber direkt zur Tr\u00e4nke &#8211; sie waren offenbar sehr durstig. Nachdem sie etwas Zeit miteinander verbracht hatten, gingen die Waisen langsam wieder Richtung Busch zur\u00fcck und grasten weiter.<br \/>\nEs war ein sehr hei\u00dfer Tag und am Nachmittag wurde es noch hei\u00dfer. Die Waisen zogen sich unter einen Baum zur\u00fcck und wedelten mit den Ohren. Es war sogar zu hei\u00df zum Fressen und sie d\u00f6sten nur so vor sich hin.<br \/>\nAm Abend kamen Sugutas halbunabh\u00e4ngige Waisen zum Saufen zu Stallungen, gingen aber gleich wieder, nachdem sie gesoffen hatten. Sie gaben sich heute nicht lange mit den Waisen ab. Die Waisen hatten vor dem Schlafengehen noch ein k\u00fchlendes abendliches Schlammbad am Wasserloch. Das wird jetzt in den unertr\u00e4glich hei\u00dfen Tagen immer mehr zur Routine.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/45201510734-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen machen sich auf zum Staubbad<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 22. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nHeute war der Himmel mit dicken Regenwolken bedeckt, als die Waisen aus den Gehegen kanen. Drau\u00dfen im Busch graste Sities bei Mutara. Die Waisen waren gut gelaunt, sie freuen sich auf den Regen. Das Wetter war sehr wechselhaft und \u00e4nderte sich regelm\u00e4\u00dfig zwischen bew\u00f6lkt und sonnig. Shukuru unterbrach das Grasen, um ein Staubbad zu nehmen, als sie eine einladende Stelle mit Erde sah. Danach stand sie wieder auf und fra\u00df am gleichen Busch wie Kanjoro.<br \/>\nZur Schlammbadzeit war es gerade bew\u00f6lkt. Nachdem er Wasser gesoffen hatten, besch\u00e4ftigte sich Garzi damit, an einer Akazie zu schieben. Vuria kam her\u00fcber, legte seinen R\u00fcssel auf Garzis R\u00fccken und schob von hinten, um ihm zu helfen. Dann kam Bomani her\u00fcber und wollte auf Vuria klettern. Laragai, die in der N\u00e4he im Schatten stand, war dar\u00fcber sehr ver\u00e4rgert und schubste Bomani kr\u00e4ftig weg, was diesen Dummheiten sofort ein Ende bereitete.<br \/>\nBongo f\u00fchrte die Herde zum Schlammbad, doch als sie dort angekommen waren, ging nur er selbst hinein. Die Anderen standen nur am Rand und sahen dem Wasserliebhaber zu, der jede Minute genoss. Nur Bongo und Kanjoro genehmigten sich danach ein Staubbad auf dem roten Erdhaufen, bevor sie zum Grasen tief in den Busch zur\u00fcckgingen.<br \/>\nAm Nachmittag kamen die halbunabh\u00e4ngigen Waisen aus Sugutas Gruppe in Begleitung einer wilden Herde zum Saufen zu den Stallungen.<br \/>\nAm Abend grasten Turkwel und Garzi zusammen, w\u00e4hrend Sities sich mit Mutara zusammenschloss. Als die Waisen auf dem Heimweg waren, \u00f6ffneten sich die Wolken und es gab einen Regenschauer. Insgesamt hatten wir 3mm Niederschlag und das ist ein deutliches Zeichen, dass die Regenzeit nicht mehr fern ist.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/45201510107-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mutara und Sities dicht beisammen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 23. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen machten sich \u00fcber das Luzernenheu her, nachdem sie aus den Gehegen gekommen waren. Mutara nahm den gr\u00f6\u00dften Haufen und lief damit davon. Jedes Mal, wenn jemand an ihr vorbei lief, warf sie ihren R\u00fcssel in dessen Richtung, um ihr Futter zu verteidigen. Auch Kanjoro hatte sich einen Haufen gesichert, aber er trat aus, um ihn zu verteidigen. Die erste Leidtragende war Narok. Sie n\u00e4herte sich Kanjoro von hinten und erhielt einen heftigen Tritt in den Bauch. Narok beschwerte sich aber nicht, sondern lief nur weiter und hoffte, dass sie irgendwann einmal gro\u00df stark genug sein wird, um Rache zu nehmen. Auch Teleki wurde getreten, w\u00e4hrend er versuchte, Luzernenheu von Kanjoro zu stibizen. Als sich die Waisen langsam zum Aufbruch bereit machten, kamen Yattas und Mulikas Herden an den Stallungen an und sammelten die \u00dcberreste des Heus auf. Auf dem Gel\u00e4nde der Stallungen waren nun \u00fcber 40 Elefanten zu bestaunen.<br \/>\nAuf dem Weg zu den Weidegr\u00fcnden hatten Bongo und Vuria ein Kr\u00e4ftemessen. Im Busch nahm sich Garzi etwas Zeit, seinen Hintern an einem Felsen zu kratzen, w\u00e4hrend Kanjoro ein ausgiebiges Staubbad nahm.<br \/>\nZur Schlammbadzeit war es sehr hei\u00df, doch trotzdem gingen nur Shukuru, Narok, Bongo und Kanjoro ins Wasser. Nach dem Bad benutzte Narok eines ihrer Hinterbeine, um das andere zu kratzen. Bongo, Laragai, Shukuru und Sities nahmen noch ein Staubbad, bevor sie weitergrasten.<br \/>\nAm Nachmittag grasten die Waisen friedlich und f\u00fcllten ihre B\u00e4uche.<br \/>\nAm Abend meldeten sich erneut die Ex-Waisen zum Saufen an den Stallungen. Sie hielten sich noch l\u00e4nger bei ihren kleinen Freunden auf. Ein m\u00e4nnlicher Kleiner Kudu, der in der N\u00e4he herumhing, bekam \u00c4rger mit Orok, als dieser Scheinangriffe auf ihn startete. Der Kudu r\u00fchrte sich aber nicht von der Stelle, was Orok etwas verwirrte, der eine panische Reaktion erwartet hatte. Orok trat frustriert in den Staub und entschied, ernst zu machen. Als der Kudu sah, dass Orok, nun in Angriffsstimmung, noch n\u00e4her kam, machte er sich doch aus dem Staub und rannte mit wedelndem Schwanz in das graue Geb\u00fcsch hinter den Stallungen. In der Ex-Waisengruppe fehlten heute Napasha, Tomboi, Buchuma und Madiba.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/452015101317-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kanjoro staubbadet<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 24. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nMakireti, Kilabasi, Kasigau, Chaimu und Ishanga \u00fcbernachteten vor den Stallungen und waren vor Ort, als die Babys aus den Gehegen kamen. Der Krach, den das \u00c3\u2013ffnen der Tore machte, weckte sie. Die f\u00fcnf waren anscheinend in der Nacht angekommen und hatten entschieden zu schlafen, bis die Waisen am Morgen herauskommen w\u00fcrden. Das ist das zweite Mal, dass Chaimu ohne ihren Freund Kilaguni gesehen wurde. Wir wissen nicht, ob sie sich vielleicht gestritten haben und Chaimu sich nun Makiretis Gruppe angeschlossen hat. Es sieht so aus, als ob sie es Ishanga nachmacht, die immerzu die Gruppe wechselt, aber wir werden es erst mit der Zeit erfahren.<br \/>\nAls die Waisen sich zum Luzernenheufr\u00fchst\u00fcck begaben, kratzten sich Narok, Teleki, Orwa, Bomani und Garzi an den Felsen. Chaimu demonstrierte ihre Macht \u00fcber die Waisen, indem sie herumwanderte, und \u00fcberall mit Luzernenheu stahl. Kurz darauf machten sich Makireti und ihre Gruppe auf den Weg zur Tr\u00e4nke und verschwanden dann in Richtung Osten.<br \/>\nIm Busch musste sich der friedliche Garzi gegen Bomani verteidigen, als dieser ihn von hinten angriff. Er drehte sich um und stellte Bomani zur Rede. Ihr Kampf dauerte eine Weile, bis schlie\u00dflich Orwa eingriff und die Jungs trennte.<br \/>\nKurz vor 11 Uhr kam Suguta mit einem elfk\u00f6pfigen Team zu den Stallungen. Bei ihr waren noch Melia, Tumaren, Olare, Kibo, Kitirua, Murka, Naisula, Kandecha, Chemi Chemi und Kalama. Sie soffen Wasser, entspannten sich im Schatten, nahmen ein Staubbad und sagten den Keepern hallo, ehe sie wieder in den Busch gingen.<br \/>\nInzwischen gab es die Mittagsf\u00fctterung am Schlammloch und die Waisen gingen danach zum W\u00e4lzen. Nur Orwa, Kainuk und Bomani nahmen nicht teil. Teleki und Narok kamen als letzte aus dem Matsch, wo sie mit viel Spa\u00df aufeinander herumgelegen hatten. Nach dem Bad kratzten sich Shukuru, Bongo, Turkwel und Kanjoro ausgiebig an den umstehenden Akazien.<br \/>\nAm Nachmittag brannte die Sonne wieder vom Himmel herunter, und Shukuru, Turkwel und Bongo mussten ununterbrochen mit den Ohren wedeln, w\u00e4hrend sie von eine Ecke zur anderen liefen, um besseres Futter zu finden.<br \/>\nAm Abend kamen die Weberv\u00f6gel an und besiedelten die Akazie vor den Stallungen. Das ist ein deutliches Zeichen daf\u00fcr, dass die Regenzeit beginnt.<br \/>\nKurz vor Einbruch der Dunkelheit \u00f6ffneten sich die schweren Wolken und wir erhielten 4mm Niederschlag. Es war nicht dramatisch, aber eine willkommene Erleichterung von der Hitze und dem Staub.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/452015101830-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kainuk staubbadet<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 25. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nF\u00fcnf junge wilde Bullen unter der F\u00fchrung von Kijana soffen Wasser aus der Tr\u00e4nke an den Stallungen, als die Waisen aus den Gehegen kamen. Kijana ist ein wilder Bulle, der soviel Zeit mit den Ex-Waisen verbracht hat, dass wir ihm einen Namen gegeben haben. Als sich die Waisen \u00fcber das Luzernenheu hermachten, schloss sich Kijana mit einem wilden Kollegen seinen kleinen Freunden an. Die anderen wilden Bullen verschwanden im Busch, als sie die Keeper sahen. Vuria, Teleki und Garzi umringten Kijana und teilten sich das Luzernenheu mit ihm, w\u00e4hrend die anderen ihm lieber aus dem Weg gingen, aus Angst, geschubst zu werden. Laragai fra\u00df ein paar Meter entfernt und sah, dass die Jungs viel Spa\u00df hatten. Also beschloss sie, sich ihnen anzuschlie\u00dfen. Dabei schubste sie Garzi aus dem Weg. Um ihr zu zeigen, dass sie sich daneben benommen hatte, nahmen Teleki und Vuria Garzi mit und verlie\u00dfen die Stelle in Richtung Tr\u00e4nke. Laragai f\u00fchlte sich nun etwas unwohl so ganz allein bei den beiden wilden Bullen und machte sich auch bald wieder davon zu ihren Kollegen.<br \/>\nKurz nachdem die Waisen zum Grasen aufgebrochen waren, kam Mulikas Gruppe, bestehend aus Mulika, ihrem Baby Mwende, Kinna, Nasalot, Galana, Naserian, Meibai, Wendi, Makena, Loijuk, Lualeni, Ololoo, Rapsu, Orok und Lenana, zu den Stallungen. Es scheint, als ob Lualeni ihre Gruppe aufgel\u00f6st hat, denn wir haben sie in den letzten Tagen h\u00e4ufig bei Mulikas und Yattas Gruppen gesehen. Es bleibt abzuwarten, wie sich das ganze weiterentwickeln wird.<br \/>\nIn den Weidegr\u00fcnden unterbrach Sities das Fressen, um ein Staubbad zu nehmen. Sie graste weiter, nachdem sie sich genug in der Erde gew\u00e4lzt hatte. Mutara konzentrierte sich auf die B\u00fcsche mit den gr\u00fcnen Bl\u00e4ttern, w\u00e4hrend Bongo jeden Busch und jeden Grashalm fra\u00df, der ihm in den Weg kam.<br \/>\nBeim Schlammbad vergn\u00fcgten sich nur Wasserratte Bongo und Teleki im Wasser. Der Rest ging nur zur Tr\u00e4nke, wo alle viel Zeit mit Saufen verbrachten. Bongo kam sp\u00e4ter dazu und spritzte sich Wasser hinter die Ohren, als h\u00e4tte er noch nicht genug gebadet. Sities fand das nicht gut, und zeigte mit ihrem R\u00fcssel auf ihn, um ihn davon abzuhalten, Wasser zu vergeuden. Sities verga\u00df wohl, dass normalerweise sie zusammen mit Mutara am allermeisten Wasser verschwendet. Manchmal klettern sie sogar in die Tr\u00e4nke und w\u00fchlen das Wasser mit ihren dreckigen F\u00fc\u00dfen auf. Bongo nahm sie aber ohnehin nicht ernst, bespritzte sich noch zweimal mit Wasser und ging sich dann an einer nahegelegenen Akazie kratzen, was Teleki dort auch schon tat.<br \/>\nAm Nachmittag war es sehr hei\u00df und Sities, Narok und Kanjoro sammelten sich mit wedelnden Ohren unter einem Baum. Auf dem Heimweg f\u00fchrte Shukuru die erste Gruppe an, w\u00e4hrend Narok die zweite und Bongo die dritte Gruppe nach Hause brachte. In den Gehegen schubste Orwa Teleki, weil dieser auf das Kopra getreten war, das Orwa gerade fressen wollte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/452015102131-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kijana und ein wilder Freund<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 26. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nDie Ex-Waisen meldeten sich fr\u00fch am Morgen an den Stallungen, w\u00e4hrend die Waisen noch in den Gehegen waren. Narok hatte sich beim Herauskommen aus dem Gehege einen Zweig mitgenommen, da sie schon wusste, dass es schwierig werden w\u00fcrde, Luzernenheu abzubekommen. Laragai traf auf Mulikas Baby Mwende und drohte ihr, ihr nicht im Weg zu stehen, denn offensichtlich hatte sie es eilig. Mwende, die nun 3 Jahre und 4 Monate alt ist, machte Platz und lie\u00df Laragai vorbeigehen; danach ging sie zu ihrer Mutter zum Trinken und vermutlich berichtete sie auch, wie Laragai ihr gedroht hatte.<br \/>\nIn den Weidegr\u00fcnden graste Laragai in der N\u00e4he von Kainuk und gelegentlich ruhte diese ihren R\u00fcssel auf Laragais R\u00fccken aus. Shukuru graste unterdessen mit Mutara. Sp\u00e4ter machten Sities, Garzi, Orwa und Teleki viele Dummheiten am Wegesrand, als sie an etwas lockerer Erde vorbeikamen. Laragai, Bongo und Vuria fanden es lustig, was ihre Artgenossen dort taten und machten mit, sodass sie eine Weile sehr viel Spa\u00df mit dem Staub hatten. Laragai kletterte auf Teleki und Teleki rollte im Staub herum. Am Ende waren Bongo und Vuria in einen Kampf verwickelt, dessen Gr\u00fcnde au\u00dfer den beiden niemand erkl\u00e4ren konnte.<br \/>\nAuf dem Weg zum Schlammbad \u00e4nderte sich das Wetter. Die angesammelten Wolken gingen in Regen \u00fcber, sodass es fast eine halbe Stunde sch\u00fcttete. Die Waisen tranken ihre Milch, w\u00e4hrend es noch regnete und grasten danach direkt weiter. Sie waren begeistert, weil nun alles viel frischer schien.<br \/>\nGegen Abend gesellten sich Nasalot und Naserian zu den Waisen. Naserian graste dicht bei Teleki, w\u00e4hrend Nasalot viel Interesse an Garzi zeigte und viel Zeit mit ihm verbrachte. Als die Waisen sich auf den Heimweg machten, verabschiedeten sich die Ex-Waisen und gingen in unbekannte Richtung davon.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/452015102450-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mwende nuckelt an Mulika<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 27. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen hatten einen friedlichen Morgen, nachdem sie aus den Gehegen gekommen waren. Sie konnten sich ohne St\u00f6rungen durch andere Elefanten ihrem Luzernenheu widmen. Narok, Shukuru, Garzi, Orwa und Bongo gingen nach dem Fr\u00fchst\u00fcck direkt zu den Felsen, um sich zu kratzen. Sp\u00e4ter f\u00fchrte Kanjoro die Waisen zur Tr\u00e4nke. W\u00e4hrend die Waisen Wasser soffen, tauchte Tomboi \u00f6stlich der Tr\u00e4nke auf und ging direkt zur Luzernenheu-F\u00fctterstelle. Mutara und Kanjoro begleiteten ihn dorthin und ber\u00fchrten und beschnupperten ihn mit ihren R\u00fcsseln. Tomboi war entt\u00e4uscht, als er feststellte, dass es keine Reste mehr f\u00fcr ihn gab. Also ging er zur\u00fcck zur Tr\u00e4nke und bediente sich am Wasser.<br \/>\nIm Busch spielten Orwa und Bomani mit der nassen Erde. Sp\u00e4ter kamen Sities, Mutara, Bongo und Kanjoro an etwas Wasser vorbei, das sich auf einem Felsen gesammelt hatte, und bedienten sich eine Weile an dem Regenwasser.<br \/>\nZur Schlammbadzeit war es k\u00fchl und die Waisen wollten sich nicht w\u00e4lzen. Am Nachmittag schlossen sich Mutara, Shukuru und Sities zusammen, trennten sich von ihren Artgenossen und grasten ein paar Meter entfernt. Die Wolken verschwanden und die Sonne kam hervor, sodass Bongo und Orwa unter einem Baum Schatten suchten. Sie grasten sp\u00e4ter weiter, nachdem die Temperaturen wieder ertr\u00e4glichere Werte angenommen hatten. Der Rest des Abends verlief ruhig und die Waisen grasten ohne besondere Vorkommnisse weiter.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/452015102743-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen fressen Luzernenheu<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 28. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein ruhiger und k\u00fchler Morgen, und die Waisen fr\u00fchst\u00fcckten ihr Luzernenheu. Mutara spielte mit Shukuru auf dem Weg, und sie waren gutgelaunt. Mutara legte sich schlie\u00dflich hin und Shukuru ging zu ihr, um ihren Bauch an ihr zu schuffeln. Vuria spielte mit Laragai und Bomani mit Bongo. Die Waisen wissen anscheinend, dass sie sich dank der Regenf\u00e4lle nun nicht mehr die ganze Zeit aufs Fressen konzentrieren m\u00fcssen. Es ist jetzt leichter, leckeres Futter zu finden, da mit dem Regen einiges frisches, leckeres Gr\u00fcn gewachsen ist.<br \/>\nBeim Schlammbad war es k\u00fchl und nur Bongo spritzte sich etwas Wasser hinter die Ohren. Narok kratzte sich nur an den nahegelegenen Akazien. Am Nachmittag hatten die Waisen viel Appetit. Shukuru und Turkwel fra\u00dfen vom selben Busch. Sp\u00e4ter begann es zu nieseln. Die Waisen fanden das toll und rollten sich alle in der feuchten Erde umher. Als es wieder aufh\u00f6rte, war insgesamt 5mm Niederschlag gefallen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/45201510304-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mutara spielt mit Shukuru<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 29. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nHeute Morgen war es kalt, als die Waisen aus den Gehegen kamen und zur Luzernenheuf\u00fctterung gingen. Nachdem Shukuru genug davon hatte, begann sie damit, es in die H\u00f6he zu werfen. Kanjoro gefiel das sehr und er wartete nur darauf, dass es wieder herunterfiel und er es aufsammeln konnte.<br \/>\nIn den Weidegr\u00fcnden kam Teleki an einem Baumstamm vorbei und kratzte seinen Bauch daran. Kurze Zeit sp\u00e4ter kam Kanjoro dazu und schubste Teleki weg, damit er seinen eigenen Bauch an dem Stamm kratzen konnte. Mit dem Regen sind nun auch die Zecken wieder mehr geworden.<br \/>\nBeim Schlammbad schlossen sich Mulika, Mwende, Sidai und Lenana den Waisen an und genossen die Gesellschaft der Kleinen. Als die Waisen am Nachmittag an Wasserl\u00f6chern vorbeikamen und darin spielten, gingen die Ex-Waisen wieder ihrer eigenen Wege. Mutara, Laragai, Orwa, Narok, Vuria und Kanjoro waren am verspieltesten, w\u00e4hrend die anderen zusahen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/452015103250-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Shukuru und Kanjoro genie\u00dfen das Luzernenheu<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 30. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nMulikas und Yattas Gruppen waren bereits an den Stallungen, als die Waisen heute herausgelassen wurden. Wendi, Loijuk, Kinna und Nasalot stellten sich vor den Lagerraum, in dem das Luzernenheu aufbewahrt wird. Sie freuten sich schon auf das Heu und als die Waisen herauskamen, schlossen sie sich ihnen an. Kaum wurde das Heu verteilt, machten sich die Waisen, allen voran Kanjoro, sofort daran, H\u00e4ufchen fortzutragen; sie wussten sehr gut, dass die Ex-Waisen sie ihre Anwesenheit sp\u00fcren lassen w\u00fcrden und nicht allzu zimperlich sind, wenn es um das Luzernenheu geht. Kurze Zeit sp\u00e4ter f\u00fchrte Mutara die Herde zu den Weidegr\u00fcnden. Vuria und Garzi rollten sich begeistert auf der lockeren Erde herum, an der sie vorbeigekommen waren. Mutara kollerte, und alle Waisen folgten ihr hinauf zum Kanziku, wo sie zu Grasen begannen.<br \/>\nZur Schlammbadzeit war es sehr hei\u00df, obwohl der Himmel mit schweren Wolken bedeckt war. Nur Bongo, Shukuru, Teleki und Laragai nahmen am Bad teil. Nach dem Schlammbad ging Bongo zum Saufen, Shukuru zum Kratzen und Laragai zum Staubbad. Sp\u00e4ter fanden sich Orwa, Turkwel und Kainuk zu einer Einstaub-\u00dcbung zusammen.<br \/>\nAm Nachmittag verzogen sich die Wolken und die Sonne kam heraus. Bongo und Kainuk suchten Schutz unter dem selben Baum und wedelten andauernd mit den Ohren. Laragai, Garzi und Sities grasten ganz normal weiter und lie\u00dfen sich von der Sonne nicht st\u00f6ren.<br \/>\nAm Abend schloss sich Rapsu den Waisen an. Kanjoro, Garzi, Vuria und Orwa kamen dicht an ihn heran und grasten weiter, w\u00e4hrend sie ihm folgten. Um 17 Uhr begleitete Rapsu die Waisen zu den Stallungen zur\u00fcck. Nachdem er sie ins Bett gebracht hatte, verschwand er wieder in unbekannte Richtung. Kurz bevor es dunkel wurde, kam eine wilde achtk\u00f6pfige Herde zum Saufen zu den Stallungen. In der Gruppe waren zwei winzige Babys und zwei Elefanten mit jeweils nur einem Sto\u00dfzahn.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/452015103629-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Shukuru bei einer Kratz\u00fcbung<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 31. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nKanjoro war der erste, der heute aus dem Gehege kam. Laragai wartete, bis die Keeper das Luzernenheu verteilten. Dann nahm sie, statt den \u00fcblichen Weg zur Luzernenheuf\u00fctterung zu gehen, eine Abk\u00fcrzung und quetschte sich kniend unter dem Zaun hindurch. Die Keeper bemerkten das erst, als sie die Dr\u00e4hte klappern h\u00f6rten. Laragai tat dann so, als ob sie gesch\u00e4ftig Luzernenheu aufsammeln w\u00fcrde. Dabei traf sie allerdings auf Kanjoro, der von ihren Dummheiten genervt war und ihr Manieren beibringen wollte: er drehte sich um und wollte sie schubsen, aber Laragai hatte die Gefahr schon bemerkt und und sich l\u00e4ngst aus dem Staub gemacht.<br \/>\nAls sie von den Stallungen losgezogen waren, kniete Orwa sich auf seine Vorderbeine und grub mit seinen Sto\u00dfz\u00e4hnen in der feuchten Erde. Vuria spielte mit Teleki und Garzi sah den beiden bei ihrem Ringkampf zu.<br \/>\nNachdem Shukuru und Teleki ihre Milch getrunken hatten, nuckelten sie an ihren R\u00fcsseln, w\u00e4hrend sie zum Schlammloch liefen. Das erinnert uns immer daran, dass sie noch immer nur kleine Kinder sind. Es war zwar sonnig, aber nur unsere Wasserratte Bongo wollte schlammbaden.<br \/>\nAls die Waisen in den Busch zur\u00fcckgingen, kamen zwei wilde Elefanten von Westen her zum Schlammloch und gingen direkt zur Tr\u00e4nke. Sities und Garzi grasten zusammen und gingen dann etwas dichter an die gro\u00dfen Bullen heran, um sie aus sicherer Distanz zu beobachten. Als es sehr hei\u00df wurde, suchten die beiden den Schatten auf und ruhten sich aus, ehe sie weitergrasten. Turkwel graste zusammen mit ihrer besten Freundin Kainuk, w\u00e4hrend Mutara in einigem Abstand zu ihrer Waisenherde graste.<br \/>\nAm Abend hatten die Waisen noch ein Schlammbad und alle mussten sich ordentlich abk\u00fchlen, ehe sie nach Hause gingen. Dort machten sie es sich bequem und konnten sich in Sicherheit ausruhen und schlafen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/452015103927-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Orwa spielt<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/ithumba-maerz-2015\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sonntag, 1. M\u00e4rz 2015 Die halbunabh\u00e4ngige Gruppe von Suguta meldete sich heute Morgen an den Stallungen. Kalama und Melia gingen mit erhobenen R\u00fcsseln bis zum Zaun und kommunizierten mit den Waisen, w\u00e4hrend diese noch in den Nachtgehegen waren. 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