{"id":6591,"date":"2015-04-27T10:31:45","date_gmt":"2015-04-27T09:31:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=6591"},"modified":"2015-04-27T10:31:45","modified_gmt":"2015-04-27T09:31:45","slug":"voi-maerz-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/voi-maerz-2015\/","title":{"rendered":"Voi M\u00e4rz 2015"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 1. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein wundersch\u00f6ner Morgen und die Waisen vertrieben ihn sich mit ein paar Spielen, bevor sie zum Grasen gingen.<br \/>\nDrau\u00dfen im Park folgten Bada und Ndoria Wasessa, und Lempaute passte gut auf Mudanda auf. Tassia und Mzima trennten sich sp\u00e4ter vom Rest der Waisen und erkundeten die weit abgelegene n\u00f6rdliche Seite des Mazinga-Bergs. Am Nachmittag schlossen sie sich am Wasserloch den Waisen wieder an. Als sie dort ankommen, fanden sie die Anderen bereits freudig badend vor und viel fr\u00f6hliches Trompeten war zu h\u00f6ren. Kenia und Ndii hatten eine besonders viel Spa\u00df, als sie gro\u00dfe Erdklumpen in die H\u00f6he warfen und die ganze Gegend mit roter Farbe bemalten. Dabassa und Mbirikani nutzten die Gelegenheit, um einen Schlammbad-Wettbewerb zu veranstalten. Erst danach schlossen sie sich der Gruppe beim abschlie\u00dfenden Grasen um den Pool herum an.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/411201562829-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bada genie\u00dft Kopra<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 2. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nWieder begann der Tag mit einem herrlichen Morgen und die Waisen in Pandas Herde waren voller Energie, als sie ihre morgendlichen Milchflaschen leerten. Danach schlossen sie sich der Gruppe um Kenia und Lesanju bei der Kopra-F\u00fctterung an. Nach zehn Minuten bemerkte Lesanju, dass sich Emilys Herde n\u00e4herte und sie entfernte sich eilig von den Stallungen. Die anderen Waisen folgten ihr schnell, ohne zu wissen, warum Lesanju so pl\u00f6tzlich aufgebrochen war.<br \/>\nNachdem Emilys Herde an den Stallungen angekommen war, versammelte sie sich zuerst an der Tr\u00e4nke, um etwas Frischwasser zu saufen. Sogar Emma bekam etwas davon ab. Thoma blieb in ihrer N\u00e4he und Eve wurde eifers\u00fcchtig. Sie quetschte sich dazwischen, um bei ihrer kleinen Schwester zu sein. Laikipia, der sich inzwischen von den K\u00fchen unabh\u00e4ngig gemacht hat, war nicht bei ihnen, sondern wurde an der Ostseite des Parks beim Grasen gesehen. Sp\u00e4ter ging Emilys Herde in den Park hinein. Auf dem Weg nahmen sie ein Bad am mittleren Wasserloch, trafen sich aber heute zu keiner Zeit mit Lesanju und ihrer Herde.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/41120156320-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Panda genie\u00dft das Kopra<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 3. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nAm Morgen kamen die Waisen heraus und spielten und fr\u00fchst\u00fcckten, bevor sie zum Grasen in den Busch gingen.<br \/>\nEmilys Herde kam eine halbe Stunde sp\u00e4ter an den Stallungen an. Sie waren in Begleitung zweier wilder Jungs, die sich gemeinsam mit den Ex-Waisen an der Tr\u00e4nke bedienten. Einer der jungen Bullen hatte sich in Thoma verguckt, und der andere schien sich mit Lolokwe angefreundet zu haben. Er wurde bei Rangeleien mit Lolokwe gesehen, um festzustellen, wer hier der dominante Bulle ist. Die \u00fcbrigen Elefanten in Emilys Herde hatten tolle Spiele an den Felsen. Das lockte auch Emma an, die dann dort mitspielte. Die Herde blieb 20 Minuten lang an den Stallungen und ging dann zu den Weidegr\u00fcnden zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/411201565359-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Thoma mit einem wilden Bullen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 4. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nDer Tag begann mit gutgelaunten Waisen, die vor dem Koprafr\u00fchst\u00fcck ein paar Paviane verjagten, die wie ein Plage auf dem Gel\u00e4nde herumlungerten. Als die Paviane weg waren, konnten die Waisen in Ruhe ihr Kopra genie\u00dfen. Danach gingen sie zu den Weidegr\u00fcnden und Mudanda hielt sich dicht bei Wasessa.<br \/>\nMittags besuchten die Waisen das mittlere Wasserloch und die j\u00fcngeren bekamen ihre Milch. Alle soffen frisches Wasser aus den Wassertonnen. Da es sehr kalt war, wollte aber niemand ins Wasserloch gehen.<br \/>\nEin paar Minuten bevor die Kleinen zu den Stallungen zur\u00fcckkehrten, kamen die Ex-Waisen mit Laikipia im Schlepptau an. Die zwei Jungs von gestern waren nicht zu sehen und wir vermuten, dass Laikipia sie verjagt hat und so seine Vorherrschaft in der Ex-Waisenherde wiederhergestellt hat. Laikipia verbrachte etwas Zeit damit, die kleine Emma zu beobachten, die friedlich aus der Tr\u00e4nke soff. Die Ex-Waisen blieben nicht lange und verschwanden wieder in den Park, ehe die Waisen zur\u00fcckkehrten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/411201565956-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Wasessa (links) und Mudanda<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 5. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nHeute Morgen war es k\u00fchl und die Waisen gingen, angef\u00fchrt von Sinya, sehr fr\u00fch zum Grasen hinaus. In den Weidegr\u00fcnden verteilten sie sich auf ein gro\u00dfes Gebiet und gingen weiter nach Norden. Am sp\u00e4ten Vormittag kam Mweya alleine zum mittleren Wasserloch und sah nach den Kleinen. Sie hatte das Wasserloch allerdings f\u00fcr sich, da die Waisen noch den Nordteil des Parks erkundeten; also nutzte sie die Gelegenheit f\u00fcr ein Schlammbad. Ihre Freunde war aber nur von kurzer Dauer, da eine wilde Herde, angef\u00fchrt von einer Kuh mit riesigen Sto\u00dfz\u00e4hnen, kurz danach ankam, sodass Mweya lieber verschwand. Ein Bulle, der mit der Herde gekommen war, folgte Mweya eine Weile, kehrte aber schlie\u00dflich zu seiner Herde am Wasserloch zur\u00fcck.<br \/>\nLesanju und die Waisen kamen erst viel sp\u00e4ter am Wasserloch an, als die wilde Herde l\u00e4ngst verschwunden war. Sie blieben am Nachmittag in der N\u00e4he des Wasserlochs und Ishaq-B f\u00fchrte sie am Abend nach Hause zur\u00fcck.<br \/>\nSp\u00e4t am Abend brachte die mobile Tierarzt-Einheit aus Amboseli ein junges Zebra-Fohlen zu uns. Die Waise war heute Morgen an einer Grundschule gefunden worden und das Schicksal ihrer Mutter kennen wir nicht. Das Fohlen k\u00f6nnte schon l\u00e4nger allein gewesen sein, denn sie war sehr schwach als sie ankam. Trotz aller Bem\u00fchungen der Keeper starb sie zwei Tage sp\u00e4ter.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/4112015759-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sinya<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 6. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen kamen fr\u00fch heraus und hatten einen gesch\u00e4ftigen Tag voller Grasen. Layoni und Dabassa hatten ein tolles Kr\u00e4ftemessen an den Stallungen, bevor sie hinausjagten, um den Anderen zu den Weidegr\u00fcnden zu folgen. Lempaute nahm, ganz un\u00fcblich f\u00fcr sie, Mudanda zur Seite und sie grasten eine ganze Weile zusammen. Sp\u00e4ter brachte sie Mudanda zu den anderen jungen Waisen zur Mittagsf\u00fctterung und zum Schlammbad zur\u00fcck. Bada schloss sich Rombo an, um ihm beim Staubbad zuzusehen, wurde aber dabei gest\u00f6rt, als Rombo gro\u00dfe Erdhaufen in die H\u00f6he warf und einer davon auf Badas Auge landete. Er zog sich daraufhin lieber in Sicherheit zu seiner guten Freundin Ndoria zur\u00fcck.<br \/>\nEmilys Herde besuchte die Stallungen um 9 Uhr und soff kurz Wasser, ehe sie wieder zum Grasen zur\u00fcckkehrte. Sie trafen die Kleinen heute nicht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/41120157815-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Dabassa grast<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 7. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nEs war wieder ein wundersch\u00f6ner Tag und die Waisen begr\u00fc\u00dften ihn mit ein paar Versteckspielen, ehe sie zum Grasen gingen. Die Trockenzeit macht sich jetzt in Tsavo richtig bemerkbar und die Waisen gingen langsam und versuchten, dabei soviel wie m\u00f6glich zu fressen. Bis mittags grasten sie sehr intensiv und dann kehrten sie zum mittleren Wasserloch zur\u00fcck. Dort angekommen begann Bada, von Rombo zu lernen: Er kopierte Rombos Staubbad-Techniken, indem er die Erde mit seinem R\u00fcssel aufsaugte und dann in die Luft blies. Doch Badas Staubbad wurde zuviel f\u00fcr Dabassa, der in der N\u00e4he stand. Tassia genoss etwas Zeit im Wasser und kratzte sich den Hintern am Ufer. Ishaq-B und Kihari sahen, wieviel Spa\u00df Tassia hatte und schlossen sich ihm an. Auch Lesanju und Panda badeten und versuchten herauszufinden, wer von ihnen besser schwimmen konnte. Das Spiel endete damit, dass Lesanju auf Pandas Bauch lag, bevor Panda aufstand und ihren Kopf an Lesanjus Hintern kratzte. Bada sah die beiden und begann seinerseits damit, seinen Kopf an Wasessa zu kratzen.<br \/>\nDie Waisen grasten den Rest des Tages friedlich, bevor sie zum Abendessen und Schlafen zu den Stallungen zur\u00fcckkehrten. Ndii schlich sich in die Gruppe der Kleinen und genoss ihre Milch so sehr, dass sie einen zweiten Gang verlangte, als Kenias Gruppe ankam.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/411201571551-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bada kopiert Rombo und pustet Staub in die Luft<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 8. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nNach einer friedlichen Nacht versammelten sich die Waisen am Morgen und genossen das Luzernenheu, das f\u00fcr sie bereitgelegt worden war. Layoni wurde etwas frech und schubste Mudanda vom dem Kopra-Haufen weg, an dem sie fra\u00df. Dieses Verhalten wurde von Wasessa nicht akzeptiert, die prompt ihr Fr\u00fchst\u00fcck unterbrach und Layoni verjagte. Layoni rannte so schnell er konnte und versteckte sich in den Stallungen. Er bereute seine Dummheit sofort, w\u00e4hrend er den anderen beim Fr\u00fchst\u00fcck zusehen musste. Da er wusste, dass er heute kein Kopra mehr bekommen w\u00fcrde, \u00fcbernahm er die Initiative und f\u00fchrte die Waisen in den Busch. Er passte gut auf, immer genug Abstand zu Wasessa zu haben. Zur Schlammbadzeit hatte Wasessa seinen unprovozierten Angriff auf Mudanda noch immer nicht vergessen. Obwohl die Anderen ein wunderbares Schlammbad hatten, hielt Layoni es f\u00fcr besser, au\u00dferhalb des Wassers und in sicherem Abstand zu Wasessa zu bleiben.<br \/>\nDer Rest des Tages verlief friedlich und die Waisen kehrten am Abend zufrieden zu den Stallungen zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/411201572120-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Wasessa rettet Mudanda vor dem schubsenden Layoni<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 9. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nEmilys Herde besuchte die Stallungen nur wenige Minuten, nachdem die Waisen zum Grasen aufgebrochen waren. Heute hatte sich ihnen ein wilder Bulle angeschlossen, der an den Stallungen soff. Laikipia war auch bei der Herde, hatte aber Respekt vor dem wilden Bullen, da dieser \u00e4lter und st\u00e4rker als er war. Der wilde Bulle mischte sich an der Tr\u00e4nke ohne zu z\u00f6gern unter die K\u00fche und Laikipia und Lolokwe hielten einigen Abstand zu ihm. Schlie\u00dflich wurde der Grund f\u00fcr die Anwesenheit des Bullen klar: er bestieg Thoma und paarte sich mit ihr. Das \u00fcberraschte Emma und sie rannte davon und versteckte sich unter Edie und ihrer Schwester Eve. Die Herde machte sich schlie\u00dflich wieder auf den Weg und Laikipia und Lolokwe folgten in sicherem Abstand. Sie wollten nicht den Zorn des beeindruckenden Bullen in ihrer Mitte auf sich ziehen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/411201572716-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ein wilder Bulle begleitet Emilys Herde<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 10. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nDer Tag begann sch\u00f6n und Sweet Sally kam alleine am mittleren Wasserloch vorbei, um nach den Waisen zu sehen. Sie war allerdings schon um 9 Uhr dort &#8211; zwei Stunden fr\u00fcher, als die Waisen normalerweise ankommen. Sie blieb eine Weile und machte sich dann, ohne ein Bad genommen zu haben, wieder auf den Weg. Um diese Zeit ist es noch zu kalt zum baden.<br \/>\nDie Waisen kamen wie \u00fcblich zum mittleren Wasserloch und dann war es auch hei\u00df genug f\u00fcr ein Bad. Sie genossen es sehr, im Schlamm zu spielen. Tassia, Taveta und Rombo hatten viel Spa\u00df dabei, ihre Hintern am Ufer zu kratzen, w\u00e4hrend Dabassa und Panda ein Kr\u00e4ftemessen veranstalteten, das die Aufmerksamkeit der anderen Waisen auf sich zog. Ishaq-B nahm sich auch die Zeit f\u00fcr ein Staubbad.<br \/>\nMzima, der nicht im Wasser war, spielte sein eigenes Spiel: Er nahm eine Dusche unter dem Rohr des Wasser-Transporters. Das fanden die Kleinen wieder sehr interessant und sie sahen eine Weile zu. Als sie sich Mzima aber anschlie\u00dfen wollten, waren sie vom hohen Wasserdruck aus dem Rohr \u00fcberrascht und rannten davon.<br \/>\nDie Waisen verbrachten den Rest des Tages damit, in der N\u00e4he des Wasserlochs zu grasen. Mbirikani f\u00fchrte sie am Abend zu den Stallungen zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/411201574429-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sweet Sally sucht die Waisen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 11. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein k\u00fchler Morgen und die Waisen kamen voller Energie und guter Laune aus ihren Gehegen. Sie tranken schnell ihre Milch und fra\u00dfen das Zusatzfutter, bevor sie zu den Weidegr\u00fcnden gingen. Die Waisen machten kurz am Fu\u00df des Mazinga-Bergs Halt. Taveta und Tassia kratzten ihre Hintern ausgiebig an den Felsen. Das machte ihnen soviel Spa\u00df, dass sie den anderen gar nicht weiter folgten, sondern lieber auf dem Berg grasten. Erst am Nachmittag trafen sie am Wasserloch wieder auf die anderen Waisen.<br \/>\nEs blieb k\u00fchl und die meisten gingen nicht ins Wasserloch. Schlie\u00dflich ging aber Kihari alleine hinein und legte sich hin. Rombo wurde daraufhin eifers\u00fcchtig und schloss sich ihr an. Er machte aber den ganzen Spa\u00df kaputt, indem er sie bestieg und auf ihrem R\u00fccken ritt. Kihari kam widerwillig aus dem Wasser heraus, doch Rombo blieb in ihrer N\u00e4he und stellte sicher, dass sie nicht ohne ihn noch lustige Spiele anfangen w\u00fcrde. Die Waisen blieben den Rest des Nachmittags in der N\u00e4he des Wasserlochs und wurden am Abend vom Mbirikani zur\u00fcckgef\u00fchrt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/41120157475-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tassia kommt zum Schlammloch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 12. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen erwachten an einem weiteren wunderbaren Morgen und Emilys Herde kam in Begleitung eines jungen Bullen zu den Stallungen. Lesanju, Wasessa und Lempaute machten sich daran, die j\u00fcngeren Waisen eilig aus dem Gel\u00e4nde zu scheuchen, um zu vermeiden, dass sie mit den Ex-Waisen spielten.<br \/>\nDer wilde Bulle soff einige Zeit ruhig zusammen mit den Ex-Waisen aus der Tr\u00e4nke. Er blieb Thoma dicht auf den Fersen, doch w\u00e4hrend sie an den Stallungen waren, konnten wir sie nicht bei der Paarung sehen. Emilys Herde blieb eine Stunde an den Stallungen, bevor sie in die gleiche Richtung aufbrach, die zuvor Lesanjus Waisenherde genommen hatte. Die zwei Herde trafen aber nicht noch einmal aufeinander, da die Waisen schon recht weit weg waren.<br \/>\nDie Waisen besuchten am Nachmittag das mittlere Wasserloch und genossen ein sch\u00f6nes Schlammbad. Den Rest des Tages grasten sie friedlich, bis sie am Abend zu den Stallungen zur\u00fcckkehrten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/411201575046-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Thoma s\u00e4uft Wasser<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 13. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nHeute Morgen war der Himmel grau und Emilys Herde kam nicht an den Stallungen vorbei. Lesanju, Wasessa, Lempaute und Sinya schienen erleichtert. Sie hatten einen entspannten Morgen, fra\u00dfen das Zusatzfutter und spielten miteinander, ehe sie zu den Weidegr\u00fcnden gingen. Die Waisen grasten am Vormittag ruhig in einer gro\u00dfen Gruppe, bevor sie am fr\u00fchen Nachmittag zum Wasserloch gingen. Alles blieb ruhig und auch am Wasserloch gab es keine gr\u00f6\u00dferen Aktivit\u00e4ten. Nachdem sie gesoffen hatten, gingen die Waisen nach Norden, um den Berg herum und grasten dort.<br \/>\nAm Nachmittag kl\u00e4rten sich die Wolken auf und die Waisen suchten Schatten unter einem gro\u00dfen Baum. Hier schloss sich ihnen ein wilder Bulle an, der auch einen Ort zum Ausruhen suchte. Mzima, Taveta und Tassia nutzten die Gelegenheit zu ein paar Ringk\u00e4mpfen. Der wilde Bulle wollte aber nur ausruhen und hatte kein Interesse daran, mit den Waisen zu spielen. Der Nachmittag ging schnell vorbei und die Waisen machten sich bald auf den Heimweg. Der wilde Bulle ging zum Fluss.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 14. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein gro\u00dfartiger Morgen als Mweya und Icholta die Stallungen sehr fr\u00fch besuchten, um die Waisen beim Luzernenheufr\u00fchst\u00fcck zu treffen. Doch als Lesanju die Gegenwart von Mweya und Icholta bemerkte, raste sie im Eiltempo davon. Das beunruhigte Ndoria sehr. Bada blieb aber ganz tapfer in der Gegenwart der gr\u00f6\u00dferen Ex-Waisen; er legte sich etwas Luzernenheu auf den Kopf und stibitzte danach ganz cool einen Halm nach dem anderen von Mweya und Icholta. Schlie\u00dflich gelang es Lesanju, ihre Waisen zusammenzusammeln und sie von den Stallungen wegzuf\u00fchren. Mweya und Icholta blieben zur\u00fcck und waren die einzigen aus Emilys Herde, die heute vorbeikamen. Sie hatten drei Stunden lang die gro\u00dfen Luzernenheuhaufen f\u00fcr sich alleine, ehe sie sich auf die Suche nach den Waisen begaben. Doch inzwischen war Lesanjus Herde so weit nach Norden gegangen, dass Mweya und Icholta sie nicht wiederfanden. Lesanjus Angst, ihre Herdenmitglieder an die Baby-Diebe zu verlieren, zeigt sich immer wieder. Sie ist entschlossen, ihre Herde zusammenzuhalten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/411201575526-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Icholta genie\u00dft Kopra an den Stallungen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 15. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nAm zweiten Morgen in Folge kamen heute Mweya und Icholta fr\u00fch zu den Stallungen. Sie hofften erneut auf Luzernenheu im \u00dcberfluss. Als sie ankamen, soff Lesanju gerade an der Tr\u00e4nke. Als sie sah, dass es keinen einfachen Ausweg gab, schloss sie sich notgedrungen Wasessa und Ishaq-B an, um die Ex-Waisen zu begr\u00fc\u00dfen. Kurz nach der Ankunft von Mweya und Icholta und Lesanjus zur\u00fcckhaltender Begr\u00fc\u00dfung kam auch der Rest vom Emilys Herde an und verbrachte zehn Minuten beim Luzernenheu. Nach einer Weile n\u00e4herten sich Naipoki und Ishaq-B Emilys Familie und baten um Erlaubnis, die kleine Emma begr\u00fc\u00dfen zu d\u00fcrfen. Die Bitte wurde ihnen erf\u00fcllt, doch nur unter strengster Aufsicht von Mweya und Eve. Das Zusammentreffen war ein Grund zum feiern f\u00fcr die beiden Waisen und Naipoki rannte herum und rollte sich vor Freude im Staub. Die Feierstimmung war ansteckend und selbst Lesanju zeigte ihre Freude, indem sie an den Felsen spielte, nachdem sie mit dem kleinen Wonneproppen spielen durfte.<br \/>\nNachdem die Spiele vorbei waren, kam der wahre Grund des Besuchs der Ex-Waisen zum Vorschein: Sie hatten Edie zu uns gebracht, die eine Schlinge am Fu\u00df hatte. Die Schlinge war aus d\u00fcnnem Draht und f\u00fcr kleinere Tiere angelegt, doch es h\u00e4tte trotzdem b\u00f6se Verletzungen zur Folge gehabt, wenn sie nicht entfernt worden w\u00e4re. Es war Emma, die die Keeper auf die Schlinge aufmerksam machte, da sie immer wieder damit spielte, darauf herumbiss und sie festhielt. Die Keeper entfernten die Schlinge, wor\u00fcber sich Emma sehr erfreut zeigte und sich an einem Felsen kratzen ging. Sp\u00e4ter am Abend legte sich Edie h\u00e4ufig hin und wir wunderten uns, wieso sie so ersch\u00f6pft war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/4112015800-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mweya s\u00e4uft an der Tr\u00e4nke<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 16. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen brachen fr\u00fch von den Stallungen auf und grasten w\u00e4hrend des Vormittags. Am fr\u00fchen Nachmittag kamen sie zum mittleren Wasserloch. Das Wetter war k\u00fchl und wolkig und die Waisen standen um das Wasserloch herum, z\u00f6gerten aber, hineinzugehen. Nur Ishaq-B war mutig genug, ging hinein, legte sich hin und tauchte sogar teilweise unter.<br \/>\nSp\u00e4ter am Abend wurden die Keeper auf ein paar Ex-Waisen aufmerksam, die zusammengedr\u00e4ngt, aber fr\u00f6hlich umherliefen und trompeteten. Zur gro\u00dfen Freude und Begeisterung der Keeper entdeckten sie, dass Edie in der Nacht ein Baby zur Welt gebracht hatte und die Ex-Waisen die Geburt ihres neuesten Herdenmitglieds feierten. Thoma hatte bereits die Rolle des Kinderm\u00e4dchens \u00fcbernommen und k\u00fcmmerte sich um das neue Kalb. Zus\u00e4tzlich zu Thoma waren Seraa, Icholta, Ella, Mweya und Lolokwe bei Edie und sie waren auf dem Weg von der Nordseite des Parks nach S\u00fcden. Bald trafen sie auf Emily und die Anderen und es gab aufgeregte Freudent\u00e4nze. Der frischgeborene Schatz wurde in der Herde willkommen gehei\u00dfen und besonders Emma hatte gro\u00dfes Interesse an dem neuen Baby.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/412201554647-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ishaq-B spielt im Schlamm<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 17. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nHeute Morgen begannen die Keeper sofort, nach Eden, Edies neuem Kalb Ausschau zu halten. Sie begaben sich auf eine Aufkl\u00e4rungsmission fr\u00fch am Morgen und sahen die Ex-Waisen im S\u00fcden des Parks, wenige Kilometer vom Parkeingang entfernt. Eden hatte scheinbar immer noch nicht ganz mitbekommen, wer eigentlich ihre Mutter ist und versuchte manchmal sogar, von den Bullen zu nuckeln, die dann vor ihr wegrannten. Sie versuchte auch, von Emily zu trinken, was nat\u00fcrlich Emma eifers\u00fcchtig machte. Emma griff nach Edens Schwanz und wollte ihr eine Lehre erteilen, doch Edie griff ein und schob Emma mit ihrem Hinterbein weg. Emma hat schnell verstanden, dass Eden nun die ganze Aufmerksamkeit abbekommt und ignorierte sie eine Weile oder schubste sie weg. Sie verstand aber bald, dass Eden einfach nur noch nicht wei\u00df, wo die Br\u00fcste ihrer Mutter sind. Also nuckelte sie an Emily, w\u00e4hrend Eden in der N\u00e4he stand, um ihr zu zeigen, wie das geht. Obwohl sie zuerst eifers\u00fcchtig war, freundete sie sich dann doch schnell mit ihr an und am Nachmittag spielten sie schon zusammen. Emily, Edie und die anderen Ex-Waisen blieben den ganzen Tag zusammen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/412201555712-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ella, Seraa, Mweya, Thoma, Eden und Edie<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 18. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen hatten einen ruhigen Vormittag, ehe sie mittags zum mittleren Wasserloch kamen. Sie blieben nur f\u00fcr eine kurze Dusche und grasten dann direkt weiter.<br \/>\nAm Abend kratzten sich Kivuko und Dabassa am selben Baum. Sie genossen das so sehr, dass sie von den anderen zur\u00fcckgelassen wurden. W\u00e4hrend die schon zu den Stallungen gingen, mussten die beiden hinterherrennen, um sie wieder einzuholen.<br \/>\nAls die Waisen sp\u00e4ter in ihren Gehegen waren, kam Emilys Herde ohne Edie, Ella, Seraa, Thoma und Icholta zu den Stallungen. Die Keeper machten sich Sorgen um Eden, folgten den Spuren von Emily zur\u00fcck und fanden Edie, die versuchte, Eden das erste Mal zu den Stallungen zu bringen. Edie und Eden versuchten, \u00fcber einen gro\u00dfen Felsen zu klettern, der den Weg versperrte, aber Eden rutschte immer wieder ab. An den Stallungen rangelte Emma inzwischen mit ihrer Schwester Eve. Ihr Besuch war aber nur kurz, denn nachdem sie gesoffen hatten, gingen sie zu Edie zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/41220156814-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Dabassa und Kivuko kratzten sich<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 19. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein sehr erm\u00fcdender Tag f\u00fcr die kleine Eden, denn die Ex-Waisen entschieden, durch den l\u00f6cherigen Zaun der Ngutuni-Lodge zu gehen und den Park zu verlassen. Sie grasten au\u00dferhalb des Parks, und als sie wieder hineinwollten, standen sie vor einem elefantensicheren Elektrozaun, der sie daran hinderte, zu ihren Lieblingsweidegr\u00fcnden und den wenigen gr\u00fcnen Fl\u00e4chen des Parks zu kommen. Gl\u00fccklicherweise konnten die Keeper den Weg f\u00fcr sie frei machen und sie auf einer der Stra\u00dfen in den Park f\u00fchren. Eden war nach der langen Wanderung sehr m\u00fcde und schlief eine Weile unter einem Baum, den die Ex-Waisen zum Ausruhen ausgesucht hatten. Am Nachmittag soffen sie an einer der undichten Stellen der Mzima-Mombasa-Pipeline und verbrachten den Rest des Tages im S\u00fcden des Parks.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/412201561123-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Eden wird gut bewacht<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 20. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nDie Ex-Waisen verbrachten die Nacht am Voi-Fluss und am Morgen fra\u00dfen sie dort Gras und B\u00fcsche. Die Herde war wenige hundert Meter von zwei L\u00f6wen entfernt, doch als Herde sind sie dagegen gut gesch\u00fctzt. Eden nuckelte am Vormittag an Mweya und Seraa wurde sehr eifers\u00fcchtig. Sie n\u00e4herte sich und wollte herausfinden, ob Eden auch an ihr nuckeln w\u00fcrde. Doch Eden war zufrieden mit Mweya, obwohl Seraa sogar versuchte, sie von ihr wegzuziehen. Die Ex-Waisen grasten gem\u00fctlich und zu Edens Erleichterung gab es viele gro\u00dfe B\u00e4ume, unter denen man sich ausruhen konnte. Es wehte eine angenehme k\u00fchle, Brise und es war genug zu fressen da.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/41220156182-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Eden nuckelt an Mweya<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 21. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nDer Morgen begann gut f\u00fcr die Waisen und Lesanju f\u00fchrte sie zu den \u00fcblichen Weidegr\u00fcnden. Unsere Priorit\u00e4t war heute, die Ex-Waisen zu finden und herauszufinden, wie es Edie und Eden geht. Nach intensiver Suche fanden wir sie im dichten Geb\u00fcsch der Voi-Flussbiegung. Mweya hat offensichtlich ihre Aufmerksamkeit von Emma auf Eden verschoben. Sie war immer in deren N\u00e4he und \u00fcbersch\u00fcttete sie mit Liebe und Zuneigung. Eden vertraute Mweya sehr und folgte ihr mehr als ihrer Mutter Edie. Sie versuchte sogar gelegentlich, an ihr zu nuckeln, doch ohne Erfolg. Das enge Verh\u00e4ltnis zwischen Mweya und Eden machte Seraa eifers\u00fcchtig, denn ihre eigenen Versuche, Eden zu bemuttern, wurden von Eden nicht erwidert, da diese sehr zufrieden mit Kinderm\u00e4dchen Mweya war. Sogar Ella war \u00fcberrascht dar\u00fcber und versuchte mehrfach, ihre Schwester von Mweya wegzulocken. Edie dagegen war sehr zufrieden und froh, dass sie nach der anstrengenden Geburt etwas Ruhe hatte, w\u00e4hrend ihre Kinderm\u00e4dchen sich um ihr junges Kalb k\u00fcmmerten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/41220156267-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lesanju und die Anderen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 22. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nDer Morgen begann wie \u00fcblich und Lesanjus Herde leerte ihre Milchflaschen und fra\u00df das Gr\u00fcnfutter, bevor sie zu den Weidegr\u00fcnden aufbrach. Auf dem Weg hinaus teilte sich die Herde auf. Lesanju, Wasessa, Ndoria, Sinya, Bada, Tassia und Taveta gingen in eine Richtung, w\u00e4hrend Lempaute, Mudanda, Dabassa, Kenia, Ndii, Ishaq-B, Kihari, Mbirikani, Panda und Layoni in eine andere Richtung zum grasen gingen. Die zwei Herde trafen sp\u00e4ter am Wasserloch wieder aufeinander. Lempaute nutzte die Abwesenheit von Wasessa dazu, mit Mudanda im Wasser zu spielen. Danach grasten sie den Rest des Tages zusammen in der N\u00e4he des Wasserlochs.<br \/>\nEdie, Eden, Ella, Seraa, Mweya und Thoma trennten sich heute von Emilys Herde und besuchten gegen Mittag die Stallungen. Mweya war immer noch vernarrt in Klein-Eden. Es war Edens erster Besuch an den Stallungen und sie spielte im Schlamm an der Tr\u00e4nke, der durch das von den Waisen versch\u00fcttete Wasser entstanden war. Die Keeper gaben den Ex-Waisen einen gro\u00dfen Haufen Luzernenheu, um Edies Milchproduktion zu unterst\u00fctzen. Sie fra\u00dfen ungef\u00e4hr eine Stunde, bevor sie zum Rest vom Emilys Herde zur\u00fcckkehrten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/412201563125-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ndoria<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 23. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein wundervoller Morgen und die Waisen machten sich auf zum Mazinga-Berg. Tassia \u00fcbernahm die F\u00fchrung und begann auf den Berg zu klettern. Ndii und Layoni folgten ihm, aber der Rest der Waisen blieb am Fu\u00df des Bergs zur\u00fcck. Als sie das sah, entschloss sich auch Ndii, zu den Anderen zur\u00fcckzukehren. Layoni, der dicht hinter Tassia war, konnte sich nicht entscheiden, was er tun sollte, da die Anderen nun eine andere Richtung eingeschlagen hatten. Nachdem er lange Zeit unentschlossen auf seinem R\u00fcssel herumgekaut hatte, kehrte er auch um und lie\u00df Tassia alleine auf dem Berg zur\u00fcck. Tassia blieb den ganzen Tag dort und kam nicht einmal zum Mittagsschlammbad herunter. Er schloss sich erst wieder den Anderen an, als sie auf dem Heimweg am Fu\u00df des Bergs vorbeikamen. Als er an den Stallungen angekommen war, hatte er endlich die Gelegenheit, ganz viel zu saufen. Er soff soviel Wasser, dass sich sein Bauch ausbeulte und er aussah, als w\u00e4re er schwanger.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/412201563358-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tassia f\u00fchrt den Berg hinauf<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 24. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen begannen den Tag mit den \u00fcblichen Spielen an den Stallungen, bevor sie zu den Weidegr\u00fcnden gingen. Nach zwei Stunden des Grasens entschieden Rombo und Panda, dass sie noch eine Rechnung zu begleichen hatten, und sie lieferten sich ein hartumk\u00e4mpftes Kr\u00e4ftemessen. Das Match dauerte lange an und keiner der anderen Waisen wollte seine wertvolle Zeit des Grasens opfern, um einzuschreiten. Rombo und Panda einigten sich schlie\u00dflich auf ein friedliches Ende und grasten mit den Anderen weiter. Der Rest des Tages verlief ruhig.<br \/>\nEmilys Herde wurde zusammen mit Edie weit n\u00f6rdlich des Bergs gesehen, wo sie den ganzen Tag verbrachte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/412201563926-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Rombo und Panda beim Kr\u00e4ftemessen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 25. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nDer Tag brachte die ersten Anzeichen sehnlichst erwarteter Regenf\u00e4lle, und in der Nacht gab es einige Schauer, die auch noch andauerten, als die Waisen am Morgen von den Stallungen aufbrachen. Lempaute hielt am Fu\u00df des Mazinga-Bergs an und nutzte die Gelegenheit, ihr juckendes Bein an einem der Felsen zu kratzen. Die anderen Waisen gingen langsam weiter. Ihnen war bewusst, dass die Felsen sehr glitschig waren und sie wollten nicht ausrutschen. Die Waisen erfreuten sich den ganzen Tag am feuchten Gras und Geb\u00fcsch und tranken ihre Mittagsmilch weit im Norden, wo sie gerade grasten. Sie blieben den Rest des Tages dort, ehe Naipoki sie zu den Stallungen zur\u00fcckf\u00fchrte.<br \/>\nEmilys und Edies Herden wurden heute nicht gesehen. Die Feuchtigkeit machte eine Suche nach ihnen unm\u00f6glich.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/412201564052-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen laufen bei der N\u00e4sse sehr vorsichtig<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 26. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nNach den Regenf\u00e4llen vom Vortag begann der Tag heute sehr sch\u00f6n. Tassia konnte sich endlich den Traum erf\u00fcllen, die Waisen auf den Mazinga-Berg zu f\u00fchren. Als sie am Fu\u00df ankamen, verschwendete er keine Zeit und kletterte sofort hinauf. Panda und der Rest der Herde folgten ihm. Die Waisen verstanden schnell, wieso Tassia so gern dort hinaufklettert: Auf der Spitze des Bergs gibt es noch gr\u00fcnes, unangetastetes Futter f\u00fcr sie, w\u00e4hrend an den vielgenutzten unteren H\u00e4ngen alles von den vielen Elefanten und B\u00fcffeln der Gegend abgegrast ist.<br \/>\nNach dem Vormittagsgrasen gingen die Waisen zum mittleren Wasserloch. Dort angekommen standen Dabassa und Rombo erst einmal eine Weile auf einer Insel in der Mitte des Wasserlochs herum. Sie \u00fcberlegten noch, ob sie ein richtiges Bad nehmen sollten. Schlie\u00dflich entschieden sie, zu verzichten, wie die anderen Waisen auch; nur Ndii ging ganz kurz hinein. Die Waisen grasten am Nachmittag in der N\u00e4he des Wasserlochs, bevor Kihari sie am Abend zu den Stallungen zur\u00fcckf\u00fchrte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/412201564257-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Panda folgt Tassia den Berg hinauf<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 27. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen erwachten heute Morgen und wollten sofort zum Grasen in den Busch gehen. Es war ein hei\u00dfer Tag und sie kamen viel fr\u00fcher als \u00fcblich zum Wasserloch. Sie hatten ein tolles Schlammbad und verbrachten auch den Nachmittag in der N\u00e4he. Sp\u00e4ter hatten sie ein zweites Bad, ehe sie am Abend zu den Stallungen zur\u00fcckkehrten.<br \/>\nW\u00e4hrend der \u00fcblichen Patrouille wurden Emily und der Gro\u00dfteil ihrer Herde beim Grasen in der N\u00e4he des Flugfelds gesehen. Edie, Eden, Ella, Seraa und Thoma hatten sich aber von ihnen getrennt und grasten im Buschland an der Voi-Flussbiegung. Zwei gro\u00dfe L\u00f6wen ruhten sich unter einem Baum in der N\u00e4he von Edies Gruppe aus. Die Keeper f\u00fchlten sich unwohl dabei, Edie und Klein-Eden die Nacht \u00fcber so dicht bei der Gefahr zu lassen und lockten die kleine Ex-Waisengruppe zu den Stallungen, wo sie viel Luzernenheu bekamen. Edie und die Anderen brachen sp\u00e4ter wieder auf und entfernten sich von den gef\u00e4hrlichen L\u00f6wen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/41220156517-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen saufen Wasser<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 28. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nDer Vormittag verlief ohne besondere Vorkommnisse. Die Waisen leerten schnell ihre Milchflaschen und fra\u00dfen das Zusatzfutter. Nach ein paar Spielen gingen sie zu den Weidegr\u00fcnden. Als sie am Mazinga-Berg vorbeikamen, hielten Mzima, Tassia und Taveta kurz an, um am Fu\u00df des Bergs zu grasen, und sie holten die Anderen erst eine halbe Stunde sp\u00e4ter wieder ein.<br \/>\nEmilys Herde war noch immer geteilt. Edie, Eden, Ella, Seraa, Mweya, Thoma, Irima und Morani grasten woanders und die zwei Gruppen trafen sich den Tag \u00fcber nicht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/412201565316-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mzima (links), Ndoria und Lempaute<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 29. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nNachdem die Waisen heute Morgen aufgebrochen waren, besuchte Edie mit einer gro\u00dfen Gruppe aus Emilys Herde die Stallungen. Nur Emily und ein paar andere fehlten. Die Gruppe soff etwas Wasser und ging dann zur Ostseite des Parks, wo die Waisen waren. Edies Herde hatte die Waisen schnell eingeholt und sie eilten an ihnen vorbei. Lesanju und die Kleinen versuchten verzweifelt, einen Blick auf Eden werfen zu k\u00f6nnen, w\u00e4hrend sie vorbeiging, doch sie war hinter einem Wald aus Beinen versteckt.<br \/>\nEmily kam sp\u00e4ter auch noch an den Stallungen vorbei, soff etwas Wasser und machte sich dann auf die Suche nach Edie, mit der sie sich am Nachmittag wieder zusammenschloss.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/412201565626-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Edie (links) und Ella saufen an den Stallungen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 30. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nEine gro\u00dfe Gruppe Impalas verbrachte die letzte Nacht auf dem sicheren Gel\u00e4nde der Stallungen und sie waren am Morgen immer noch da. Sie begleiteten die Waisen, als diese zum Grasen aufbrachen. Die Gruppen waren sehr friedlich und die Waisen verjagten die Impalas nicht. Sie grasten sogar eine Zeit zusammen und Dabassa war den ganzen Vormittag in ihrer N\u00e4he. Die Herden trennten sich schlie\u00dflich, als die Waisen am Nachmittag zum Wasserloch gingen. Die Impalas kamen tats\u00e4chlich auch noch zum Wasserloch, aber erst, als die Waisen schon weg waren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/41220156598-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Eine gro\u00dfe Impalaherde begleitet die Waisen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 31. M\u00e4rz 2015<\/strong><br \/>\nDer Tag begann wie \u00fcblich und die Waisen verlie\u00dfen die Stallungen zeitig, um schon mit dem ersten Tageslicht die Weidegr\u00fcnde zu erreichen. Nach den lebensspendenden Regenf\u00e4llen der letzte Tage war viel frisches Gras gesprossen und die kleinen und gro\u00dfen B\u00fcsche werden gr\u00fcn. Lesanju, Sinya, Lempaute, Mzima, Taveta, Tassia und Layoni hoben ihre R\u00fcssel und schnupperten in der Luft, w\u00e4hrend sie hangabw\u00e4rts in Richtung des Flugfelds gingen. Dort schloss sich ihnen sp\u00e4ter Emilys Herde an.<br \/>\nDer Rest der Waisen graste am Vormittag in der N\u00e4he des mittleren Wasserlochs und kam zur Mittagsf\u00fctterung zum Wasser. Sie soffen, aber da es kalt und bew\u00f6lkt war, wollte niemand baden. Lesanju und die Anderen trafen am Nachmittag wieder am Wasserloch ein. Sie grasten dort, bevor Mbirikani die Waisen zu den Stallungen f\u00fchrte. Naipoki dr\u00e4ngelte und konkurrierte mit Mbirikani um die F\u00fchrung, doch Mbirikani legte einen Schritt zu und kam als erstes an den Stallungen an.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/41220157236-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sinya grast<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/voi-maerz-2015\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sonntag, 1. M\u00e4rz 2015 Es war ein wundersch\u00f6ner Morgen und die Waisen vertrieben ihn sich mit ein paar Spielen, bevor sie zum Grasen gingen. Drau\u00dfen im Park folgten Bada und Ndoria Wasessa, und Lempaute passte gut auf Mudanda auf. 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