{"id":666,"date":"2003-10-12T11:16:50","date_gmt":"2003-10-12T10:16:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=666"},"modified":"2003-10-12T11:16:50","modified_gmt":"2003-10-12T10:16:50","slug":"sdafrikas-elefanten-droht-der-tausendfache-abschuss-wiederaufnahme-des-umstrittenen-cullings","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/sdafrikas-elefanten-droht-der-tausendfache-abschuss-wiederaufnahme-des-umstrittenen-cullings\/","title":{"rendered":"S&uuml;dafrikas Elefanten droht der tausendfache Abschuss &ndash; Wiederaufnahme des umstrittenen Cullings?"},"content":{"rendered":"<p><i>Die gezielte T\u00f6tung ganzer Elefantenfamilien war lange Zeit eine offizielle Strategie des Wildlife-Managements in s\u00fcdafrikanischen Nationalparks. Bis dieses sogenannte Culling aufgrund massiver Proteste von Artensch\u00fctzern aus aller Welt eingestellt wurde. Nur eine vor\u00fcbergehende Entwarnung f\u00fcr die Grauen Riesen? <br \/> Von der Artenschutzorganisation \u201cPro Wildlife e.V.\u201c erhielten wir folgenden RP-Online-Bericht:&nbsp;&nbsp; <br \/><\/i><b><br \/><\/b>Hunderten, wenn nicht sogar tausenden Elefanten in<br \/> S\u00fcdafrika droht der Abschuss. Grund: Sie vermehren sich zu schnell und<br \/> zahlreich. Insgesamt 11.671 der majest\u00e4tischen grauen Riesen leben derzeit<br \/> im Kr\u00fcger-Nationalpark, doch das Tierparadies kann maximal 7500 der Tiere<br \/> verkraften.<\/p>\n<p><!--more--> <\/p>\n<p> Bei der gro\u00dfen Zahl ger\u00e4t das \u00f6kologische Gleichgewicht in Gefahr. &#8222;Wir<br \/> m\u00fcssen dringend etwas tun&#8220;, sagt Park-Sprecher Raymond Travers. Er best\u00e4tigt<br \/> Pl\u00e4ne f\u00fcr eine Wiederaufnahme des so genannten Culling &#8211; der Massent\u00f6tung<br \/> der R\u00fcsseltiere. 1994 war es nach heftigen internationalen Protesten<br \/> eingestellt worden.<br \/> Bilder der rund 300 bis 400 gemetzelten Elefanten pro Jahr hatten weltweit<br \/> eine erbitterte emotionale Debatte und eine hektische Suche nach<br \/> Alternativen ausgel\u00f6st. Tiersch\u00fctzer verglichen das Culling mit Mord und<br \/> verlangten, der Natur ihren Lauf zu lassen. Die Elefanten k\u00f6nnten<br \/> umgesiedelt oder neuartige Verh\u00fctungsmethoden angewandt werden.<br \/> Zu aufwendig, zu teuer, zu kompliziert<br \/> Doch das reicht offensichtlich nicht mehr aus. Zu aufwendig, zu teuer, zu<br \/> kompliziert, lauten heute die Argumente der Verwaltung. &#8222;Es ist extrem<br \/> schwierig, wenn nicht sogar schon fast unm\u00f6glich, solch einem gro\u00dfen Bestand<br \/> wirksam verh\u00fctende Injektionen zu verabreichen&#8220;, sagte Travers der<br \/> s\u00fcdafrikanischen Zeitung &#8222;This Day&#8220; mit Blick auf 6000 Elefantenk\u00fche.<br \/> Der Kr\u00fcger-Naturpark, der gerade um angrenzende Fl\u00e4chen in Mosambik und<br \/> Simbabwe zum grenz\u00fcberschreitenden Limpopo-Park ausgebaut wird, hat nicht<br \/> mehr gen\u00fcgend Lebensraum f\u00fcr alle. Und die Umsiedlungsaktion von rund 5000<br \/> \u00fcberz\u00e4hligen Elefanten, so rechnet Travers vor, w\u00fcrde bei Kosten von 12.000<br \/> Rand pro Tier mit rund 60 Millionen Rand (7,5 Mio Euro) zu Buche schlagen &#8211;<br \/> weitere j\u00e4hrliche \u00dcberschusszahlen gar nicht erst eingerechnet.<br \/> Der Regierung in Pretoria soll daher demn\u00e4chst ein so genannter<br \/> Management-Plan zur Genehmigung vorgelegt werden, der als eine Option das<br \/> massenhafte T\u00f6ten der Dickh\u00e4uter vorsieht. Die Ma\u00dfnahme wird als<br \/> wahrscheinlichste Option angesehen, auch wenn der zust\u00e4ndige Umweltminister<br \/> Valli Moosa das vor kurzem bestritten hat.<br \/> Internationales Aufsehen soll vermieden werden<br \/> S\u00fcdafrika m\u00f6chte in dieser Frage internationales Aufsehen nach M\u00f6glichkeit<br \/> vermeiden. Gerade erst hatte es sich gemeinsam mit Simbabwe, Botswana und<br \/> anderen Nachbarl\u00e4ndern durch eine Lockerung des strengen<br \/> Elfenbein-Handelsverbots den Zorn von Tiersch\u00fctzern zugezogen. Auch in<br \/> Botswana, wo das Problem noch prek\u00e4rer als in S\u00fcdafrika ist, gibt es<br \/> Diskussionen \u00fcber Culling-Aktionen.<br \/> Die grauen Riesen sind nicht nur sch\u00f6n anzusehen, sondern auch intelligent,<br \/> f\u00fchren ein ausgepr\u00e4gtes Familienleben und sind mehr als jedes andere Tier<br \/> zum Wahrzeichen Afrikas geworden. Allerdings ist der Elefant, der keine<br \/> nat\u00fcrlichen Feinde hat, auch das einzige Tier, das bei einer \u00dcberzahl sein<br \/> Lebensumfeld zerst\u00f6rt. Busch verwandelt sich dann in Grasland, Grasland<br \/> versteppt, und darunter leiden nicht nur die sympathischen Dickh\u00e4uter,<br \/> sondern auch viele andere Tierarten.<br \/> Quelle: http:\/\/www.rp-online.de<br \/> -\u00a9 rp-online, ap, dpa, sid<\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/sdafrikas-elefanten-droht-der-tausendfache-abschuss-wiederaufnahme-des-umstrittenen-cullings\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die gezielte T\u00f6tung ganzer Elefantenfamilien war lange Zeit eine offizielle Strategie des Wildlife-Managements in s\u00fcdafrikanischen Nationalparks. Bis dieses sogenannte Culling aufgrund massiver Proteste von Artensch\u00fctzern aus aller Welt eingestellt wurde. 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