{"id":675,"date":"2004-06-18T11:20:12","date_gmt":"2004-06-18T10:20:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=675"},"modified":"2004-06-18T11:20:12","modified_gmt":"2004-06-18T10:20:12","slug":"18-juni-2004-der-groe-tag-des-umzugs-ist-da","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/18-juni-2004-der-groe-tag-des-umzugs-ist-da\/","title":{"rendered":"18. Juni 2004  &#8211;  Der gro&szlig;e Tag des Umzugs ist da:"},"content":{"rendered":"<p><b><br \/><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/05\/umzug5.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-right: 0px; border-top: 0px; border-left: 0px; border-bottom: 0px\" height=\"143\" alt=\"umzug5\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/05\/umzug5-thumb.jpg\" width=\"244\" border=\"0\"\/><\/a><\/b> <\/p>\n<p><b><\/b> <\/p>\n<p><b>Napasha, Tomboi, Olmalo, Taita, Wendi und Selengai gehen von der Nairobi Nursery nach Ithumba, und Mulika, Nasalot, Yatta und Kinna gehen von Voi nach Ithumba.<\/b> <\/p>\n<p><b><\/b> <\/p>\n<p><b><\/b> <\/p>\n<p>Diesem Umzug der sechs Nursery-Elefanten nach Ithumba&nbsp; im Norden des Tavo-Ost Nationalparks zusammen mit einem Teil der Voi-Gruppe gingen sehr umfangreiche und schwierige Planungen und \u00dcberlegungen voraus. Die Erstellung der Infrastruktur in Ithumba war eine enorme Herausforderung &#8211; nicht zuletzt auch in finanzieller Hinsicht, da die Gegend sehr abgelegen ist, kaum&nbsp; Kommunikationseinrichtungen hat, und das &#8211; f\u00fcr Elefanten lebensnotwendige Wasser &#8211; ist auch sehr knapp. F\u00fcr <b>Imenti<\/b> gab es schon ein Gehege, umgeben von einem&nbsp; Elektrozaun, aber es mussten noch Unterk\u00fcnfte f\u00fcr die Keeper sowie Lagerraum f\u00fcr Milch und Medikamente errichtet werden, ebenso Regenwasser-Auffangtanks, Wasserl\u00f6cher usw., usw. Au\u00dferdem musste an der Nordgrenze des Parks noch ein Elektrozaun gebaut werden, damit die Elefanten nicht auf die benachbarten Felder wandern, von denen sie Farmer mit gef\u00e4hrlichen Schrecksch\u00fcssen vertreiben w\u00fcrden.<\/p>\n<p><!--more--> <\/p>\n<p>Die sechs Nursery-Elefanten, die nach Ithumba gehen, sind: <b>Wendi<\/b> aus dem Imenti-Wald, die jetzt 21 Monate alt und die Mini-Matriarchin der Nursery ist; sie kam am Tag ihrer Geburt zu uns und wurde wie <b>Imenti<\/b> durch eine Blutplasma-Infusion von <b>Thoma<\/b> vor dem Tod gerettet, denn ihrem Immunsystem fehlte die erste Colostrum-Milch der Mutter. Es gehen noch die zwei Jahre alte <b>Napasha<\/b> von der Mpala-Ranch in Laikipia, der 18 Monate alte <b>Olmalo<\/b> von der Loisaba-Ranch in Laikipia, die 16 Monate alte <b>Taita<\/b> aus dem Taita Hills Hilton Sanctuary und die 15 Monate alte <b>Selengai<\/b> von der Loisaba-Ranch und schlie\u00dflich der 18 Monate alte <b>Tomboi<\/b> aus dem Samburu National Reserve.  <\/p>\n<p>Die Entscheidung, die sechs Nursery-Elefanten direkt in den Norden zu bringen, wurde nicht leichtfertig getroffen. Es gab viele Diskussionen zwischen uns, den Keepern in Voi und auch mit Jill, Daphnes Tochter, die jahrelang in Nairobi und Tsavo das Waisenprojekt gemanagt hatte und jetzt zu Daphnes 70. Geburtstag aus ihrer neuen Heimal Frankreich angereist war. <b>Emilys<\/b> Gruppe, die aus 31 noch abh\u00e4ngigen Elefanten besteht, konnte w\u00e4hrend der langen Trockenperioden in Tsavo von den Keepern kaum noch optimal versorgt werden. <\/p>\n<p>Die Frage, welche Elefanten gehen sollten, wurde ebenfalls sehr gr\u00fcndlich diskutiert. Schlie\u00dflich wurde entschieden, dass vier der Elefantenm\u00e4dchen nach Norden umsiedeln sollten, die f\u00fcr die Nursery Babys als Matriarchin in Frage kamen, jedoch jung genug waren, um <b>Imenti<\/b> nicht zum Besteigen zu reizen. Wenn sie sich an die neue Umgebung gew\u00f6hnt haben, werden einige gleichaltrige Bullen aus Voi dazu kommen. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/05\/umzug7.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border-right: 0px; border-top: 0px; border-left: 0px; border-bottom: 0px\" height=\"165\" alt=\"umzug7\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2009\/05\/umzug7-thumb.jpg\" width=\"244\" border=\"0\"\/><\/a>&nbsp;&nbsp; IMENTI <\/p>\n<p>Wir&nbsp; entschieden au\u00dferdem, dass einige der 4 &#8211; 5 j\u00e4hrigen Elefantenm\u00e4dchen aus Voi nach Norden gehen, und zwar <b>Mulika<\/b> aus Meru-Park und <b>Nasalot<\/b> aus Turkana &#8211; gute Freundinnen aus ihren Nursery-Tagen; <b>Kinna<\/b> aus Meru-Park und <b>Yatta<\/b> aus dem Tsavo-Triangle-Gebiet, ebenfalls Freundinnen aus der Nursery-Zeit. H\u00e4tten wir \u00e4ltere Elefanten ausgesucht, w\u00e4re es zwischen <b>Emily<\/b> und <b>Aitong<\/b> vermutlich zu Differenzen gekommen, weil <b>Emily<\/b> bestimmt versucht h\u00e4tte, ihre verlorenen Sch\u00fctzlinge durch Waisen-Elefanten aus <b>Aitongs<\/b> Gruppe zu ersetzen. Au\u00dferdem spielte die enge Freundschaft zwischen den Vieren eine gro\u00dfe Rolle, die miteinander zufrieden sind und auch noch keine engen Kontakte mit den wilden Herden geschlossen haben, wie das bei den \u00c4lteren der Fall ist. <\/p>\n<p>Am Tag der Abreise, dem 18. Juni, vor Sonnenaufgang, stiegen <b>Wendi<\/b> und <b>Selengai<\/b> ohne Schwierigkeiten in den ersten Truck, gefolgt von <b>Olmalo<\/b> und <b>Taita<\/b>, die einen kleinen Anschubser brauchten. <b>Napasha<\/b> und <b>Tomboi<\/b> sollten in den dritten Truck, <b>Napasha<\/b> war zwar sehr z\u00f6gerlich, aber die Gier nach der Milchflasche im Wagen war dann doch gr\u00f6\u00dfer als die Angst und als er endlich im Truck war, wurde sofort die T\u00fcr geschlossen und die Karawane aus sechs Elefanten, ihren Keepern und dem Tierarzt mit allem Zubeh\u00f6r setzte sich in Bewegung &#8211; alles sorgf\u00e4ltig organisiert von Angelas Ehemann Robert Carr Hartley. <\/p>\n<p>Es war ein 8-Stunden-Trip nach Ithumba auf staubigen, schlechten Stra\u00dfen. Gegen 3 Uhr nachmittags kamen sie an, und sofort, als die Heckt\u00fcr ge\u00f6ffnet wurde, versuchten <b>Napasha<\/b> und <b>Tomboi<\/b>, so schnell wie m\u00f6glich herauszukommen. Die anderen Vier kamen sehr benommen heraus, verwirrt \u00fcber die v\u00f6llig fremde Umgebung, aber ihre vertrauten Keeper waren ja da, um ihnen ein Gef\u00fchl der Best\u00e4ndigkeit innerhalb ihrer menschlichen Familie zu geben. Da es hier in Tsavo viel w\u00e4rmer ist, genossen die sechs Nursery-Elis erstmal ein ausgiebiges Schlammbad und eine Milchmahlzeit, bevor sie ihre neue Umgebung vorsichtig erkundeten &#8211; mit \u00e4ngstlich vorgestreckten Ohren. Alle waren verst\u00e4ndlicherweise nerv\u00f6s und verwirrt, und die erste Nacht war f\u00fcr sie ziemlich stressig, denn sie waren alle zusammen in einem gro\u00dfen Freiluft-Gehege &#8211; weit weg von den kuscheligen, warmen Nursery-St\u00e4llen. <\/p>\n<p>Inzwischen fuhren die leeren Trucks mit dem Tierarzt und Robert durch den Park nach Voi, wobei sie den Galana-Flu\u00df auf dem Damm \u00fcberquerten, den David Sheldrick in den f\u00fcnfziger Jahren gebaut hatte, damit man von S\u00fcden in die n\u00f6rdliche Region gelangen kann. <\/p>\n<p>Am Morgen des 21. Juni verlie\u00dfen <b>Emily<\/b>, <b>Aitong<\/b> und die Voi-Waisen fr\u00fcher als sonst ihre Nachtunterkunft und die vier Elefanten, die nach Norden gehen sollten, blieben zur\u00fcck. Das wurde schon seit einigen Wochen so praktiziert, um die gro\u00dfen Elefanten an die Abwesenheit der Vier zu gew\u00f6hnen. Gelockt durch Zuckerrohr, Kokosnusskuchen und eine Milchflasche, \u00fcberraschte <b>Mulika<\/b> alle, als sie als erste den Truck bestieg, gefolgt von <b>Nasalot<\/b>, die schnell zu ihrer Freundin hineinklettere. Der erste Truck fuhr los Richtung Norden. <b>Yatta<\/b> und <b>Kinna<\/b> allerdings mussten vom Tierarzt erst ein leichtes Beruhigungsmittel bekommen, damit man sie in den Truck schieben konnte.  <\/p>\n<p>Am Ende der Reise stiegen alle vier Eli-M\u00e4dchen&nbsp; sehr ruhig aus, fast so als h\u00e4tten sie nur einen kurzen Ausflug gemacht. Sie waren \u00fcbergl\u00fccklich, dort sechs kleine Eli-Babys vorzufinden, die sie bemuttern konnten &#8211; was sie auch sofort mit z\u00e4rtlicher Hingabe taten. Diese Wiedervereinigung war f\u00fcr die menschlichen Zuschauer sehr bewegend. <\/p>\n<p>Viel Gl\u00fcck, Ihr Lieben. M\u00f6ge Euch die neue Heimat gefallen! Wir werden Euch nicht aus den Augen verlieren. Und Eure Pateneltern werden auch in Zukunft f\u00fcr Euch da sein. Bis Ihr eines Tages wieder dort lebt, wo sich alle gro\u00dfen und kleine Elefanten irgendwann&nbsp; am wohlsten f\u00fchlen &#8211; in der atemberaubenden Tsavo-Landschaft inmitten der wilden Grauen Riesen. <\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/18-juni-2004-der-groe-tag-des-umzugs-ist-da\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Napasha, Tomboi, Olmalo, Taita, Wendi und Selengai gehen von der Nairobi Nursery nach Ithumba, und Mulika, Nasalot, Yatta und Kinna gehen von Voi nach Ithumba. Diesem Umzug der sechs Nursery-Elefanten nach Ithumba&nbsp; im Norden des Tavo-Ost Nationalparks zusammen mit einem Teil der Voi-Gruppe gingen sehr umfangreiche und schwierige Planungen und \u00dcberlegungen voraus. Die Erstellung der &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/18-juni-2004-der-groe-tag-des-umzugs-ist-da\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201e18. Juni 2004  &#8211;  Der gro&szlig;e Tag des Umzugs ist da:\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-675","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-news"],"pp_statuses_selecting_workflow":false,"pp_workflow_action":"current","pp_status_selection":"publish","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/675","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=675"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/675\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=675"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=675"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=675"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}