{"id":6776,"date":"2015-05-30T12:31:34","date_gmt":"2015-05-30T11:31:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=6776"},"modified":"2015-05-30T12:31:34","modified_gmt":"2015-05-30T11:31:34","slug":"nairobi-nursery-april-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-april-2015\/","title":{"rendered":"Nairobi Nursery April 2015"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 1. April 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein Morgen voller Spiel und Spa\u00df. Dupotto und Kauro spielten Verstecken, ehe sie sich gegenseitig zu Ringk\u00e4mpfen herausforderten &#8211; sie waren wirklich sehr verspielt. Kithaka, Tundani, Lemoyian und Nelion genossen ihre Kr\u00e4ftemessen ebenfalls, was typisch f\u00fcr die kleinen Jungs ist. Als Lemoyian genug davon hatte, ging er zum Grasen. Kithaka war entt\u00e4uscht, da er noch nicht aufh\u00f6ren wollte. Er jagte ihm mit aufgestellten Ohren nach und stie\u00df all die kleinen B\u00fcsche zur Seite in der Hoffnung, Lemoyian zum Weiterspielen zu bewegen. Tundani entschied sich f\u00fcr ein schnelles Staubbad und rollte sich umher, w\u00e4hrend Nelion und Barsilinga auf ihm herumkletterten. Das schien ihn nicht zu st\u00f6ren. Auch Sokotei, Enkikwe und Roi rannten mit aufgestellten Ohren angriffslustig durch das Geb\u00fcsch. Alle genossen den Tag ausf\u00fchrlich.<br \/>\nUm 16 Uhr stellten wir fest, dass sich Tundani, Nelion, Kithaka, Barsilinga, Ziwa, Mashariki, Arruba und Rorogoi von der Herde davongeschlichen hatten und wir starteten eine Suchaktion. Um 17 Uhr kehrten die anderen Waisen zu den Stallungen zur\u00fcck, w\u00e4hrend einige Keeper noch immer auf der Suche waren. Kurz vor 18 Uhr kamen die Keeper mit den fehlenden Waisen zur\u00fcck. Sie hatten sie auf dem Weg zum Kisembe-Wald des Parks gefunden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/54201581527-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Dupotto und Kauro<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 2. April 2015<\/strong><br \/>\nLasayen und Ndotto haben sich mit Mwashoti angefreundet, unserem neuesten Zugang, der unter einer sehr schlimmen Schlingenwunde zu leiden hat. Sie m\u00f6chten immer bei ihm bleiben und ihm Gesellschaft leisten. Heute entschied Lasayen, Mwashotis Wunde genauer zu untersuchen. Er schnupperte daran und ber\u00fchrte sie vorsichtig mit seinem R\u00fcssel. Dann bespr\u00fchte er sie mit Staub, um auf diese Weise die Heilung zu unterst\u00fctzen. Mwashoti schwang sich dann zum Besch\u00fctzer der kleinen Waisen auf und verjagte ein paar Warzenschweine, die ihm zu aggressiv schienen. Es ist toll, diese Freundschaft zu beobachten und es zeigt uns wieder, wie \u00e4hnlich Elefanten den Menschen sind. Sie haben viele unserer guten Charakterz\u00fcge und ein paar der schlechten.<br \/>\nDoldol, der blind bei uns angekommen war, hat dank starker Medikamente sein Augenlicht wiedergewonnen. Er macht gerne nach der F\u00fctterung einen Mittagsschlaf und heute war keine Ausnahme. Kurz nach der 11-Uhr-F\u00fctterung legte er sich hin, w\u00e4hrend ein Keeper \u00fcber ihn wachte, noch bevor Kamok und die anderen Babys zur F\u00fctterung kamen. Die Gruppe fand Doldol schlafend vor und Kamok kam, um nachzusehen, ob es ihm gut geht; sie machte es sich neben ihm gem\u00fctlich und legte ihren R\u00fcssel z\u00e4rtlich auf ihn. Es zeigt sich schon sehr fr\u00fch, was f\u00fcr eine tolle Mutter sie einmal werden wird.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/54201582529-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mwashoti, Lasayen und Ndotto<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 3. April 2015<\/strong><br \/>\nHeute morgen, kurz nach der 9-Uhr-F\u00fctterung, genoss Kamok gerade etwas Gr\u00fcn, als Enkikwe sie mit dem Kopf zu Boden stie\u00df. Er wusste sofort, dass er sich daneben benommen hatte und rannte schnell davon, w\u00e4hrend Kamok sich wieder aufrappelte und zu einem Keeper rannte, der sie tr\u00f6stete. Nachdem sich die Dinge wieder beruhigt hatten, nahm Oltaiyoni sich Enkikwe vor, der neben Embu stand. Embu stellte sich aber schnell vor ihn, um zu verhindern, dass Oltaiyoni Enkikwe bestrafte. Oltaiyoni kam erst sp\u00e4ter an ihn heran, als er allein herumlief und sie bestrafte ihn, indem sie verhinderte, dass er mit den anderen spielte. Sie jagte ihn fort, wann immer er sich den anderen n\u00e4herte. Es war interessant zu sehen, wie geduldig sie auf eine g\u00fcnstige Gelegenheit gewartet hatte und w\u00e4hrenddessen nicht vergessen hatte, was Enkikwe am Morgen mit Kamok angestellt hatte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/54201583915-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Enkikwe trinkt Milch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 4. April 2015<\/strong><br \/>\nIn der Nacht regnete es stark und es war sehr feucht, als die \u00e4lteren Waisen heute Morgen in den Park hinaus gingen. Da es sehr rutschig war, entschieden wir, dass die f\u00fcnf kleinsten Babys, Ndotto, Lasayen, Hamsini, Doldol und Ngilai, in ihren St\u00e4llen bleiben sollten, bis es w\u00e4rmer wurde.<br \/>\nZur 11-Uhr-F\u00fctterung hatten Tundani und Lemoyian ein tolles Schlammbad. Sie spielten und rollten sich herum und bespritzten dabei die Besucher. Sie hatten soviel Spa\u00df, dass keiner von ihnen das Schlammloch verlassen wollte. Sie mussten von den Keepern herausgelockt werden, damit sie wieder in den Busch zur\u00fcck gingen und sich ihrer Gruppe anschlossen.<br \/>\nEtwa um 15 Uhr, nachdem die Waisen ihre Nachmittagsmilch bekommen hatten, brach Hamsini zusammen. Er wurde an eine Infusion gelegt, die ihn wieder auf die Beine brachte. Nachdem er bis 20 Uhr auf den Beinen gewesen war und es ihm besser zu gehen schien, legte er sich zum Schlafen hin. Dann begann er pl\u00f6tzlich, schwer und hastig zu atmen. Die Keeper k\u00fcmmerten sich sofort um ihn und versuchten alles, um ihm zu helfen, doch traurigerweise starb er kurz darauf. Hamsini wird von allen vermisst werden, aber ganz besonders von Ngilai, mit dem er eine enge Freundschaft geschlossen hatte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/54201585055-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngilai<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 5. April 2015<\/strong><br \/>\nEs hatte wieder den gr\u00f6\u00dften Teil der Nacht geregnet und die meisten Babys hatten gro\u00dfe Angst vor dem Gewitter. Kauro, Siangiki, Ashaka, Kamok und Lasayen f\u00fcrchteten sich am meisten und ihre Keeper hatten alle H\u00e4nde voll zu tun, um sie zu beruhigen.<br \/>\nMaxwell dagegen liebt Regen, und er rannte in seinem Gehege auf und ab und w\u00e4lzte sich in all dem Matsch. Er schn\u00fcffelte und sprutzte, warf seinen Kopf in die H\u00f6he und galoppierte herum. Am Morgen wurde dann die Erweiterung seines Geheges offiziell eingeweiht. Vorher hatten die Keeper etwas von seinem Dung darin verteilt, damit ihn dort bekannte Ger\u00fcche erwarten w\u00fcrden. Er ging hinein und verbrachte den Rest des Tages damit, sein neues Reich zu erkunden. Er markierte \u00fcberall sein Revier und fra\u00df das Gr\u00fcnfutter, das f\u00fcr ihn bereitgelegt worden war. Er war aber trotzdem noch etwas unsicher in seiner neuen Umgebung.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/5420159757-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Maxwell erkundet sein erweitertes Gehege<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 6. April 2015<\/strong><br \/>\nSeit Ashaka versehentlich von Roi verletzt worden war, geh\u00f6rte sie zur Babygruppe, weil es dort sicherer f\u00fcr sie ist. Kamok fehlt Ashakas Gesellschaft, obwohl sie sich abends in ihren benachbarten Gehegen treffen. Das reicht aber Kamok nicht und sie schleicht sich gelegentlich von ihrer Gruppe davon, um Ashaka zu finden. Auch heute war es wieder so. Obwohl die zwei Gruppen weit entfernt voneinander waren, sp\u00fcrte Kamok Ashaka und die Babys auf, w\u00e4hrend sie zu den Stallungen zur\u00fcckkehrten. Kamok rannte trompetend zu ihnen und trampelte vor Aufregung \u00fcber das Wiedersehen mit ihrer Freundin ein paar B\u00fcsche nieder.<br \/>\nMwashoti ist etwas frecher geworden und schubst die j\u00fcngeren Waisen ab und zu. Heute schubste er immerzu Doldol und Ngilai, die ihn beide sehr gern haben und in seiner N\u00e4he sein wollen. Wir glauben, dass er sich langsam besser f\u00fchlt, er hat zugenommen und will nun seinen Platz in der Gruppe finden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/54201591324-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ashaka grast<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 7. April 2015<\/strong><br \/>\nEs sind einige Tage vergangen, seit die Babys in der Gruppe ein Schlammbad genommen haben. Das Wetter war seitdem immer etwas k\u00fchl, w\u00e4hrend sie bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde waren. Heute war es endlich wieder w\u00e4rmer und sie hatten viel Spa\u00df dabei, die Besucher zu unterhalten. Mbegu liebt das Schlammbad und sprang als erste hinein. Nachdem sie eine Weile allein herumgerollt war, schlossen sich ihr Dupotto und Roi an. Ihre Spielereien lockten dann auch die Anderen an.<br \/>\nNdotto und Lasayen nahmen nur ein Staubbad. Kauro, der das Schlammbad nicht so sehr mag, ging unterdessen an der Absperrung entlang. Die Besucher waren froh, dass sie ihn anfassen durften. Alamaya ging auch nicht ins Wasser und blieb dicht bei den Keepern. Sie fra\u00df das Gr\u00fcnfutter, das immer beim Schlammbad f\u00fcr die Waisen bereitgelegt wird.<br \/>\nDie Strau\u00dfen Pea und Pod, die nun auch schon zum Inventar geh\u00f6ren, begeisterten die Schulkinder, indem sie in Kreisen herumtanzten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/54201591828-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mbegu entspannt sich<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 8. April 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen gingen heute um 6:30 Uhr in den Wald hinaus. Balguda, Ziwa und Nelion grasten, w\u00e4hrend Tundani, Kithaka, Lemoyian und Barsilinga herum- und sich gegenseitig jagten. Sie kollerten, trompeteten und trampelten B\u00fcsche nieder, w\u00e4hrend sie herumrannten und wurden dabei von einer Impalas-Herde beobachtet.<br \/>\nSp\u00e4ter trennten sich Ndotto und Lasayen vom Rest ihrer Gruppe und fra\u00dfen zusammen weiche Bl\u00e4tter und Gras. Dann vergn\u00fcgten sie sich noch ganz unter sich mit spielerischem Kr\u00e4ftemessen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/54201592430-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ziwa untersucht eine Schlammpf\u00fctze<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 9. April 2015<\/strong><br \/>\nRoi ist ein freches und vorlautes M\u00e4dchen. Heute besuchte sie die Babygruppe und Mwashoti. Sie schnupperte an jedem Waisen, ehe sie sich Mwashoti widmete, mit dem sie den Rest der Zeit verbrachte. Die zwei spielten zusammen und anfangs war Roi auch sehr nett, da sie zu wissen schien, dass er durch seine Schlingenwunde benachteiligt ist. Sie genoss eine Weile die Gesellschaft der Kleinen, bevor sie sich wieder zu ihrer Gruppe aufmachte. Dabei drehte sie sich pl\u00f6tzlich um und ging auf Mwashoti los. Er fiel zu Boden und sie rannte schnell davon, weil sie ahnte, dass sie f\u00fcr diese Aktion bestraft werden w\u00fcrde. Mwashoti war v\u00f6llig \u00fcberrascht und schrie vor Schmerzen auf. Die Keeper eilten zu ihm, halfen ihm auf die Beine und tr\u00f6steten und beruhigten ihn.<br \/>\nGegen 8 Uhr kam Solio zu Besuch zu den Stallungen. Sie war auf den Felsen beim Schlammloch und leckte am Salz, bevor sie zu den Babys ging, die in der N\u00e4he grasten. Als sie Solio sahen, rannten die Waisen zu ihren Keepern. Kithaka, Barsilinga und Balguda bemerkten dann, dass sie es war und versuchten, sich ihr zu n\u00e4hern, doch die Keeper verhinderten das. Solio beobachtete die Gruppe eine Weile, bevor sie wieder im Dickicht verschwand. Die Keeper waren sehr gl\u00fccklich, sie zu sehen und zu wissen, dass es ihr gut geht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/54201594043-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Roi ist unerzogen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 10. April 2015<\/strong><br \/>\nEs wird nicht mehr lange dauern, bis Balguda und Ziwa das Waisenhaus verlassen und in eine der Auswilderungsstationen umziehen werden. Sie haben nun begonnen, die Milch im Umzugs-LKW einzunehmen. Auf diese Weise gew\u00f6hnen sie sich an den LKW. Um 9 Uhr kehrte die \u00e4ltere Gruppe zu den Stallungen zur\u00fcck, damit die beiden mit ihrem Training beginnen konnten. Sie machten sich sehr gut und gingen ohne zu z\u00f6gern hinein. Sie werden nun weiterhin ihre Milch im LKW bekommen, um sicherzugehen, dass sie sich v\u00f6llig wohl darin f\u00fchlen, wenn der Umzugstag kommt.<br \/>\nNach der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde verschwand pl\u00f6tzlich Alamaya spurlos. Sie war bis 15 Uhr noch nicht wieder aufgetaucht und nicht einmal zur Nachmittagsf\u00fctterung zur\u00fcckgekommen. Die Keeper suchten sie weiter und es dauerte bis zum Abend, bis sie wieder auftauchte. Sie kam aus dem Geb\u00fcsch nach Hause geschlendert, als wenn nichts gewesen w\u00e4re. Das zeigt, dass sie wei\u00df, wann es Zeit f\u00fcr den Heimweg ist und wo die anderen Waisen zu finden sind. Es ist erstaunlich, wie schnell die Waisen lernen; Alamaya ist noch ziemlich neu bei uns und sie wusste genau, was sie tat. Wir m\u00fcssen aber sehr vorsichtig sein, denn dieses Verhalten k\u00f6nnte ihr Probleme mit den L\u00f6wen und Hy\u00e4nen des Nairobi-Nationalparks einbringen. Wir m\u00fcssen sie in Zukunft gut im Auge behalten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/55201594610-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen bekommen Milch im LKW<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 11. April 2015<\/strong><br \/>\nMbegu rennt jetzt immer aus ihrem Stall, sobald sie die abendliche Milch bekommen hat und will danach nicht wieder zur\u00fcckkehren. Die Keeper wissen nicht recht, was sie davon halten sollen, denn das macht sie erst seit kurzem. Heute Abend kam sie mit Boromoko und Kamok zu den Stallungen zur\u00fcck und jeder der drei ging zu ihrem Stall. Aber als Mbegu ihre Milch getrunken hatte, rannte sie wieder aus ihrem Stall hinaus und zur\u00fcck in den Wald. Die Keeper versuchten, sie mit etwas Extra-Milch wieder zur\u00fcckzulocken. Dann brachten sie Kamok und Ashaka, die sie zur\u00fcckeskortieren sollten, doch sie kam nur etwas n\u00e4her und zog sich dann kollernd wieder zur\u00fcck. Schlie\u00dflich hatten die Keeper keine andere Wahl, als sie in ihren Stall zu schieben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/54201594736-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mbegu auf den Felsen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 12. April 2015<\/strong><br \/>\nHeute Morgen begr\u00fc\u00dften die Waisen Maxwell auf ihrem Weg in den Busch und stibitzten ihm etwas Luzernenheu. Embu, Dupotto, Mashariki, Rorogoi und Olsekki spielten mit ihm, indem sie zur anderen Seite des Geheges gingen und trompeteten. Das erregte seine Aufmerksamkeit und er jagte ihnen hinterher. So spielten sie eine Weile, bevor die Waisen hinaus in den Busch gingen.<br \/>\nOltaiyoni ist sehr streng und bestraft ihre Herdenmitglieder, wenn sie etwas falsch machen. W\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde k\u00fcmmerte sie sich um Kauro und Roi. Die beiden hatten ein Kr\u00e4ftemessen direkt neben den Babys Ndotto und Lasayen. Oltaiyoni schob sie weg, um sicherzugehen, dass die Babys nicht verletzt wurden. Kurz darauf musste sie Enkikwe verjagen, der versuchte, auf Kamok zu klettern. Schon seit sie sehr jung ist, zeigt Oltaiyoni ihre hervorragenden m\u00fctterlichen F\u00e4higkeiten. Obwohl sie bei Weitem nicht die \u00e4lteste Kuh im Waisenhaus ist, hat sie die Rolle der Aufpasserin \u00fcbernommen und macht diesen Job auch sehr gut.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/54201595028-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Maxwell<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 13. April 2015<\/strong><br \/>\nInzwischen sind Kauro und Boromoko beste Freunde und spielen zusammen, obwohl Kauro fr\u00fcher Boromoko immer ge\u00e4rgert hat. Boromoko hat nun seinen Platz in der Herde gefestigt und es scheint, dass die beiden daher nun freundlicher miteinander umgehen. Sie haben oft ein freundschaftliches Kr\u00e4ftemessen am Morgen, wenn sie aus ihren Gehegen kommen. Heute gingen die Spiele im Busch weiter, wo Boromoko Kauros Vorderbeine mit seinem R\u00fcssel festhielt, damit der ihn mit dem Kopf ansto\u00dfen und zu einem Ringkampf herausfordern konnte. Es ist wirklich sehr interessant zu sehen, wie sich diese Freundschaft entwickelt. Es sind zwei kleine Bullen in \u00e4hnlichem Alter, die nun, da Boromokos Zustand sich verbessert hat, auch in etwa gleich stark sind.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/54201595326-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Boromoko entspannt sich<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 14. April 2015<\/strong><br \/>\nDoldol leidet an den \u00fcblichen Problemen, die Waisen w\u00e4hrend des Zahnens haben. Er hat nun seinen vierten Zahn und damit eine gro\u00dfe H\u00fcrde genommen. Ngilai dagegen hat noch gar keine Z\u00e4hne und wir hoffen, dass bei ihm alles gut geht, wenn auch er anf\u00e4ngt zu zahnen. Sowohl Doldol als auch Ngilai lieben ihre Milch und sind sehr s\u00fc\u00dfe und gl\u00fcckliche kleine Elefanten. Es macht uns Sorgen, dass Doldol so d\u00fcnn ist, doch das Problem haben wir immer, wenn die Waisen mit k\u00fcnstlicher Milch zahnen.<br \/>\nDie arme Ashaka muss sich immer noch von den Verletzungen an ihrem Bein erholen und humpelt noch immer. Darum ist sie auch noch bei der Babygruppe, damit sie sich nicht noch einmal verletzt. Noch dazu geht es ihr auch so nicht so gut und sie frisst schlecht. Bluttests zeigten eine Bakterieninfektion an und sie bekommt nun Antibiotika. Wir hoffen, dass ihr das hilft. Im Laufe der Monate haben wir bemerkt, dass Ashaka nicht so gut heranw\u00e4chst wie ihre Freundinnen Kamok und Mbegu. Ihre gefalteten Ohren, ihre Hautbeschaffenheit und das fehlende Wachstum sind keine guten Zeichen und wir beobachten sie genau. Es ist auch nicht gerade hilfreich, dass sie das Zusatzfutter nicht fressen will, mit dem wir sie aufzup\u00e4ppeln versuchen. Sie ist sehr w\u00e4hlerisch mit ihrer Milch und sobald wir ein wenig die Zusammensetzung \u00e4ndern, setzt sie bei der F\u00fctterung aus.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/5420159552-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Der s\u00fc\u00dfe kleine Doldol<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 15. April 2015<\/strong><br \/>\nHeute war der Tag des Umzugs nach Umani f\u00fcr Ziwa und Balguda, die mit nur kleineren Problemen in den LKW geladen wurden. Ziwa z\u00f6gerte zuerst ein wenig, aber dann waren die zwei schon um 4 Uhr auf dem Weg. Kurz nach ihrer Abreise machten Lemoyian, Sokotei und Sirimon, die sie aus den Stallungen laufen sahen, ein paar Probleme und mussten von den Keepern beruhigt werden.<br \/>\nAlamaya hatte eine etwas schwierige Nacht, da sie sehr weichen Stuhl hatte. Sie war etwas matt und ruhig, als sie aufwachte. Darum entschieden die Keeper, dass sie den Tag bei Mwashoti, Ashaka und den Babys verbringen sollte, bis es ihr besser geht. Sie bekam au\u00dferdem Medikamente in ihre Milch, die sie gut trank.<br \/>\nGegen 15 Uhr erhielten wir einen Anruf aus dem Naibosho-Schutzgebiet in der Maasai Mara, wo ein junger Waisenelefant Hilfe brauchte. Ein Rettungsteam machten sich schnell auf den Weg zum Wilson-Flughafen. Die Mutter des jungen Kalbs war um 8 Uhr morgens aus nat\u00fcrlichen Gr\u00fcnden gestorben und das ungef\u00e4hr drei Wochen alte Kalb war noch immer bei der Herde. Die K\u00fche der Herde besch\u00fctzten das Kalb sehr vehement, und so war es f\u00fcr die Verantwortlichen, Damian und sein Team vom Naibosho-Schutzgebiet, schwierig, das Kalb zu retten und zum Flugfeld zu bringen. Es kam um 20 Uhr im Waisenhaus an und wurde Esilale genannt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/54201595728-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die s\u00fc\u00dfe Alamaya<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 16. April 2015<\/strong><br \/>\nEsilale hatte eine unruhige Nacht und war verst\u00e4ndlicherweise sehr verwirrt, von seiner Herde und seiner Mutter getrennt zu sein. Er gew\u00f6hnte sich aber schnell an seine menschliche Familie und genoss ihre Gesellschaft. Er durfte gleich zu den Anderen in den Busch und wurde von Mbegu und Oltaiyoni herzlich willkommen gehei\u00dfen. Sie nahmen ihn zwischen sich, ber\u00fchrten und umarmten ihn und spendeten ihm viel Liebe und Zuneigung. Esilale verbrachte den Tag damit, Mbegu hinterherzulaufen, w\u00e4hrend Oltaiyoni von Doldol begleitet wurde, der es liebt, an ihren Ohren zu nuckeln.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/55201591753-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Esilale bleibt dicht bei den Keepern<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 17. April 2015<\/strong><br \/>\nAshaka geht es noch immer schlecht und sie musste letzte Nacht an eine Infusion gelegt werden. Sie wollte kein Gr\u00fcnfutter fressen und auch keine Milch trinken. Daher war sie heute Morgen sehr schwach und konnte nicht einmal aufstehen. Die Keeper versuchten, ihr auf die Beine zu helfen, doch sie wollte einfach nur liegen bleiben. Sie blieb also bei den Keepern im Gehege, die sie beobachteten und alles taten, was sie konnten, w\u00e4hrend die anderen Waisen hinaus in den Busch gingen.<br \/>\nLeider verschlimmerte sich ihr Zustand im Laufe des Tages noch und Ashaka starb friedlich und umgeben von ihrer liebenden menschlichen Familie. Ihr Tod war herzzerrei\u00dfend f\u00fcr die Keeper, die sich so lange um sie gek\u00fcmmert hatten. Wir haben eine Autopsie durchgef\u00fchrt, um herauszufinden, woran sie erkrankt war und was ihren Tod verursacht hatte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/55201593224-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisenherde<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 18. April 2015<\/strong><br \/>\nHeute Morgen kam Kamok, die Ashakas beste Freundin war, zu den Stallungen zur\u00fcck und schaute in ihrem Stall nach, als sie Ashaka in der Waisenherde nicht finden konnte. Als sie sie auch dort nicht fand, ging sie langsam und von einem Keeper begleitet dem Rest der Herde hinterher.<br \/>\nMwashoti und Ngilai scheinen sich angefreundet zu haben und genie\u00dfen ihre gegenseitige Gesellschaft. Ngilai liebt es, bei Mwashoti zu sein und die beiden stehen oft nebeneinander, wenn sie im Busch grasen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/55201594146-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kamok geht zu den anderen Waisen zur\u00fcck<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 19. April 2015<\/strong><br \/>\nNachdem die Waisen heute Morgen ihre 9-Uhr-Milch hinuntergeschlungen hatten, gingen sie zu den Weidegr\u00fcnden zur\u00fcck. Dort hatten Mbegu, Dupotto, Roi, Enkikwe und Sirimon ein Schlammbad in einem Matschloch, das sie im Busch gefunden hatten. Sie hatten viel Spa\u00df dabei, im Schlamm herumzurutschen und sich gegenseitig anzusto\u00dfen. Das Spiel endete, als Sokotei, Olsekki und Lemoyian sich ihnen anschlossen. Sie taten so, als wollten sie auch schlammbaden, doch in Wirklichkeit wollten die Jungs nur auf ihnen herumklettern. Die M\u00e4dchen machten, dass sie davonkamen und gingen zu den B\u00e4umen, um sich den Schlamm von den K\u00f6rpern zu kratzen.<br \/>\nSokotei und Olsekki hatten ein Kr\u00e4ftemessen, das ein paar Minuten dauerte. Als Lemoyian sich einmischte und die zwei trennte, war das Spiel beendet. Danach grasten sie alle friedlich weiter.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/55201595117-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Enkikwe an einer Pf\u00fctze<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 20. April 2015<\/strong><br \/>\nDas Umzugstraining geht weiter. Dieses Mal werden Arruba, Mashariki, Rorogoi, Nelion, Tundani, Lentili, Lemoyian, Barsilinga und Kithaka an den LKW gew\u00f6hnt.<br \/>\nIn letzter Zeit will Suswa nach der Abendf\u00fctterung am LKW nicht zu ihrem Gehege zur\u00fcckkehren und rennt immer in den Wald zur\u00fcck. Die Keeper m\u00fcssen sie dann mit ihrer Flasche ins Gehege zur\u00fccklocken. Vielleicht hat sie gesehen, wie Balguda und Ziwa im Dunkeln mit einer Flasche aus dem Gehege geholt wurden und dann verschwanden. Wom\u00f6glich bef\u00fcrchtet sie nun, ihr geht es genauso, wenn sie das Gehege betritt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/56201554516-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen beim Umzugstraining<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 21. April 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen waren in verspielter Stimmung, als sie aus ihren Gehegen kamen. Sie forderten sich gegenseitig zu Kr\u00e4ftemessen heraus. Als sie zum Grasen kamen, begannen Mbegu, Dupotto, Roi, Kamok, Kauro, Boromoko und Murit pl\u00f6tzlich, herumzujagen, B\u00fcsche umzutrampeln und fr\u00f6hlich zu trompeten. Das Herumgealbere endete abrupt, als Kauro gegen Murit rannte und ihn dabei zu Boden stie\u00df. Murit schrie auf und der Rest der Gruppe sah nach, was mt ihm geschehen war.<br \/>\nKauro versteht nicht, dass er noch sehr klein ist, und versucht immer, sich mit den gr\u00f6\u00dferen Waisen anzulegen. Wir denken, dass Kauro sp\u00e4ter einmal ein sehr dominanter wilder Bulle sein wird. Er ist auch recht gro\u00df f\u00fcr sein Alter und ziemlich hart im nehmen.<br \/>\nGegen 10 Uhr erhielten wir einen Anruf der mobilen Tierarzt-Einheit Meru; sie hatten eine Baby-Giraffe gerettet, die von lokalen Bewohnern in Isiolo gefunden worden war. Das Baby war ganz allein im Tinge-Gebiet gewesen und es waren keine anderen Giraffen in Sicht. Wir vermuten, dass seine Mutter ihres Fleisches wegen get\u00f6tet worden war. Das Baby kam kurz nach 20 Uhr im Waisenhaus an. Es war sehr schwach und konnte nicht stehen. Es war wohl schon ein paar Tage ohne seine Mutter unterwegs gewesen. Mit Hilfe der Keeper trank es etwas Milch und bekam Rehydrierungssalze. Damit erlangte es ein paar Kr\u00e4fte zur\u00fcck, stand auf und lief in seinem Stall herum. Die kleine Giraffe ist ungef\u00e4hr drei Tage alt, von denen sie wohl zwei Tage ohne die Mutter verbracht hat. Wir haben sie Tinge genannt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/56201555053-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mbegu und Dupotto<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 22. April 2015<\/strong><br \/>\nGegen 4 Uhr machte sich der Umzugs-LKW erneut auf den Weg. Dieses Mal waren Tundani, Nelion und Lentili an Bord und es ging zur Auswilderungsstation in Voi. Dort werden sie den n\u00e4chsten Schritt hin zu ihrer Auswilderung machen. Die drei konnten schnell und ohne Probleme eingeladen werden. Die anderen \u00e4lteren Waisen Kithaka, Barsilinga, Lemoyian, Arruba, Mashariki, Rorogoi und Suswa reagierten dieses Mal nicht negativ auf die Abreise ihrer Freunde.<br \/>\nTinge war heute Morgen zun\u00e4chst kr\u00e4ftiger, als er erwachte. Er trank seine Milch gut und machte kleine Spazierg\u00e4nge auf dem Gel\u00e4nde. Er schien die Anwesenheit der Keeper zu genie\u00dfen. Er war eine sehr anh\u00e4ngliche kleine Giraffe, und liebte es, gestreichelt zu werden. Leider brach er trotz aller unserer Bem\u00fchungen um 16 Uhr zusammen und starb. Obwohl er nur einen Tag bei uns gewesen war, waren wir sehr traurig. Insgesamt war sein Tod aber nicht allzu \u00fcberraschend, den obwohl er kr\u00e4ftiger geworden war, war er einfach zu jung und zu lange ohne seine Mutter gewesen. Er hatte vermutlich nicht einmal die lebenswichtige erste Milch der Mutter bekommen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/56201562336-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Arruba<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 23. April 2015<\/strong><br \/>\nDer kleine Enkikwe sieht kr\u00e4ftig und gesund aus. Er ist sehr gerne im Wald, um dort zu spielen und B\u00fcsche zu zertrampeln. Heute Morgen kurz nach 9 Uhr spielte er Fangen mit den Strau\u00dfen Pea und Pod. Diese beiden sind sehr flink und jagten ihn quer durchs Geb\u00fcsch.<br \/>\nDoldol hat, obwohl er das Zahnen schon durchgestanden hat, mit ein paar Schw\u00e4chen zu k\u00e4mpfen und sein Zustand hat sich noch etwas mehr verschlechtert. Er hat niedrige Blutzuckerwerte und wir mussten ihm ein paar Infusionen geben, um ihn wieder aufzup\u00e4ppeln.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/56201565555-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Enkikwe spielt<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 24. April 2015<\/strong><br \/>\nSeit Ashakas Tod wirkt Kamok ein wenig verloren und sie sucht regelm\u00e4\u00dfig nach ihr. Sie hat etwas Zeit zusammen mit Murit verbracht, doch h\u00e4ufig verl\u00e4sst sie auch die \u00e4ltere Gruppe und geht zur Babygruppe, bei der Ashaka zuletzt gewesen ist.<br \/>\nNeuling Alamaya hat sich nun viel besser eingelebt und schubst die Babys nicht mehr. Sie hat sich sehr eng mit den Kleinsten angefreundet, insbesondere mit Doldol. Die beiden sind h\u00e4ufig beieinander. Alamayas Hy\u00e4nenwunde heilt gut und scheint sie nicht mehr besonders zu st\u00f6ren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/5620157425-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kamok und Murit<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 25. April 2015<\/strong><br \/>\nDas Training f\u00fcr die dritte Umzugsgruppe hat angefangen. Arruba, Mashariki und Rorogoi sind die Hauptteilnehmer, weil sie bald zur Auswilderungsstation in Voi gebracht werden sollen. Sie alle gehen ohne Probleme in den LKW und trinken dort ihre Milch, ehe sie zu den Anderen in den Busch zur\u00fcckkehren. Sie sollen im Mai umziehen, ebenso wie Kithaka, Barsilinga und Lemoyian nach Ithumba.<br \/>\nGegen 16 Uhr wurde Siangiki von einem vorbeieilenden Buschbock erschreckt, w\u00e4hrend sie neben Oltaiyoni, Dupotto, Roi und Embu graste. Sie schrie vor Schreck laut auf, was die Aufmerksamkeit der anderen Waisen erregte, und sie alle jagten trompetend herum. Es dauerte eine ganze Weile, bis die Keeper sie alle wiedergefunden und beruhigt hatten und alles wieder seinen normalen Gang ging.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/5620157855-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Rorogoi und Arruba<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 26. April 2015<\/strong><br \/>\nWegen starker Regenf\u00e4lle in der letzten Nacht wollten die Waisen heute nicht so recht aus den Gehegen kommen. Kithaka, Barsilinga, Lemoyian und Sokotei gingen schlie\u00dflich mit gutem Beispiel voran und die anderen folgten ihnen dann in den Busch hinaus.<br \/>\nDa es sehr nass und rutschig war, konnten die \u00e4lteren Waisen ein morgendliches Schlammbad genie\u00dfen. Das Spa\u00df endete, als Kithaka, Barsilinga und Lemoyian damit begannen, Oltaiyoni, Embu, Mbegu, Dupotto, Kamok und Roi zu besteigen. Die Keeper fanden das nicht gut und mussten die Jungs ermahnen. Sie beendeten ihre Spiele und begannen zu grasen bis zum Mittagsschlammbad um 11 Uhr.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/56201574557-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kithaka holt sich ein paar Streicheleinheiten von einem Keeper ab<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 27. April 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein sehr k\u00fchler Morgen und die Waisen kamen bei leichtem Regen aus den Gehegen. Es regnete den ganzen Tag und daher mussten die Babys, sowie Alamaya und Mwashoti drin bleiben, w\u00e4hrend die anderen Waisen sich im rutschigen Matsch vergn\u00fcgten. Kauro, Mbegu, Siangiki, Kamok, Enkikwe, Sirimon und Boromoko spritzten das Wasser aus den vielen Pf\u00fctzen herum und w\u00e4lzten sich in einem kleinen Rinnsal, an dem sie vorbeikamen.<br \/>\nW\u00e4hrend der Besuchsstunde waren die Waisen nicht sehr aktiv. Sie genossen nur ihre gegenseitige Gesellschaft und umschlangen ihre R\u00fcssel. Nur Roi war frech und jagte die meiste Zeit hinter Pea und Pod her. Die beiden machten sich einen Spa\u00df daraus, sie herauszufordern und anzusticheln, damit sie ihre Ohren aufstellte und ihnen hinterherrannte. Sie entkamen ihr aber jedes Mal.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/56201574950-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kauro s\u00e4uft aus einer Pf\u00fctze<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 28. April 2015<\/strong><br \/>\nEs deutet einiges darauf hin, dass Suswa einmal eine sehr gute Leitkuh werden wird. Sie ist ein sehr freundlicher Elefant und spielt mit gro\u00dfer F\u00fcrsorge und Aufmerksamkeit mit den Kleinen. Nach der heutigen 9-Uhr-F\u00fctterung nahm sie sich etwas Zeit f\u00fcr Kauro, Dupotto und Mbegu. Sie rollte auf dem Boden herum, w\u00e4hrend die drei auf ihr herumklettern durften. Dupotto und Mbegu machten sie dann nach und rollten sich auch auf dem Boden herum. Kauro nutzte das nat\u00fcrlich sofort aus und versuchte, auch auf den Kleinen herumzuklettern. Suswa hielt ihn davon ab, indem sie aufstand und ihn mit sich auf den Boden zu Dupotto und Mbegu zog. Ihre Spielereien dauerten eine Weile an, ehe sie sich wieder dem Rest der Gruppe zum Grasen anschlossen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/5620157550-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Suswa spielt<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 29. April 2015<\/strong><br \/>\nEsilale ist der j\u00fcngste Elefant im Waisenhaus und er rennt jetzt herum, trampelt B\u00fcsche um und jagt Warzenschweinferkel, sobald er seine Fr\u00fchst\u00fccksmilch geleert hat. Heute Morgen entschied er, Pea und Pod zu jagen. Die beiden Strau\u00dfen rannten im Kreis vor ihm herum, legten sich danach hin und streckten ihre langen H\u00e4lse aus. Esilale rannte dann zu den Keepern zur\u00fcck, Pea und Pod standen wieder auf, kamen hinterher und das ganze Spiel begann von neuem. Als er mit den Spielchen fertig war, ging er zu Doldol, um ihm Gesellschaft zu leisten.<br \/>\nWegen ihrer Wunden sind Alamaya und Mwashoti immer in der Gruppe der kleinsten Waisen zu finden. Mwashoti mag Ngilai und folgt ihm \u00fcberall hin. Alamaya ist gerne bei Mwashoti, f\u00fchlt sich aber anscheinend bei den Babys nicht so wohl und schubst sie h\u00e4ufig weg. Heute schien sie von den Kleinen sehr genervt zu sein und verbrachte den gr\u00f6\u00dften Teil des Vormittags damit, sie zu verjagen.<br \/>\nNdotto und Lasayen sind beste Freunde. Man sieht sie h\u00e4ufig zusammen, da Ndotto sich nicht gerne weit von Lasayen entfernt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/56201575812-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Der kleine s\u00fc\u00dfe Esilale spielt<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 30. April 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein k\u00fchler Morgen mit leichtem Dauerregen. Die Babys mussten wieder drin bleiben, w\u00e4hrend die \u00c4lteren es genossen, herumzulaufen und im Schlamm herumzuschliddern. Als schlie\u00dflich auch die Babys herauskamen, spielte Ndottos Gruppe mit viel Spa\u00df in den Pf\u00fctzen, w\u00e4hrend sie zu den Weidegr\u00fcnden gingen.<br \/>\nPea und Pod waren auch gut gelaunt und rannten auf dem Parkplatz und im Busch bei den Waisen herum. Ndotto jagte ihnen mit aufgestellten Ohren entgegen. Lasayen sah, wieviel Spa\u00df Ndotto mit den beiden Strau\u00dfen hatte und schloss sich ihm an, und so spielten sie Zwei-gegen-Zwei. Die Strau\u00dfen waren aber die Sieger, denn sie sind sehr flink und die zwei Elefanten konnten sie niemals einholen.<br \/>\nGegen 16 Uhr hatte Mwashoti eine Meinungsverschiedenheit mit Ngilai und schubste ihn immerzu fort. Das \u00fcberraschte die Keeper etwas, denn die zwei sind enge Freunde und normalerweise eintr\u00e4chtig beieinander.<br \/>\nGegen 16:30 Uhr schlichen sich Dupotto und Suswa davon, um den Babys einen Besuch abzustatten, bevor sie f\u00fcr den Heimweg wieder zu ihrer Gruppe zur\u00fcckkehrten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/5620158136-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ndotto im Wald<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-april-2015\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mittwoch, 1. April 2015 Es war ein Morgen voller Spiel und Spa\u00df. Dupotto und Kauro spielten Verstecken, ehe sie sich gegenseitig zu Ringk\u00e4mpfen herausforderten &#8211; sie waren wirklich sehr verspielt. Kithaka, Tundani, Lemoyian und Nelion genossen ihre Kr\u00e4ftemessen ebenfalls, was typisch f\u00fcr die kleinen Jungs ist. 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