{"id":6779,"date":"2015-05-31T10:36:55","date_gmt":"2015-05-31T09:36:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=6779"},"modified":"2015-05-31T10:36:55","modified_gmt":"2015-05-31T09:36:55","slug":"ithumba-april-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/ithumba-april-2015\/","title":{"rendered":"Ithumba April 2015"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 1. April 2015<\/strong><br \/>\nRapsu und ein wilder Elefant waren an den Stallungen, als die Waisen am fr\u00fchen Morgen herausgelassen wurden. Als das Luzernenheu an die Waisen verteilt wurde, schloss sich Rapsu dem Fr\u00fchst\u00fcck an. Der wilde Elefant war etwas nerv\u00f6s und hielt Abstand. Er kollerte, um Rapsu abzulenken und seine Aufmerksamkeit zu erregen. Schlie\u00dflich folgte Rapsu den Rufen und schloss sich dem wilden Bullen an.<br \/>\nIm Busch besch\u00e4ftigten sich die Waisen damit, zu grasen, und es gab keine besonderen Vorkommnisse.<br \/>\nZum Schlammbad war der Himmel mit dicken Regenwolken bedeckt und es sah so aus, als w\u00fcrde es jeden Moment anfangen zu regnen. Dann kam aber ein starker Wind auf und schob die Regenwolken weg. Narok und Teleki kratzten ihre B\u00e4uche an umgest\u00fcrzten B\u00e4umen und versuchten, die Zecken loszuwerden. Sities versuchte, Bongo davon abzuhalten, Wasser aus der Tr\u00e4nke zu saufen, doch der wartete geduldig und konnte seinen Durst schlie\u00dflich doch noch l\u00f6schen. Nachdem er genug gesoffen hatte, spritzte er sich noch etwas Wasser hinter die Ohren und folgte dann seinen Artgenossen.<br \/>\nAm Abend tauchte eine wilde Herde an der Wassertr\u00e4nke bei den Stallungen auf, und nachdem alle genug gesoffen und sich etwas mit den Waisen unterhalten hatten, verschwand sie wieder.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/511201581618-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ein wilder Elefant besucht die Stallungen<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 2. April 2015<\/strong><br \/>\nDrei wilde Bullen entspannten sich an der Tr\u00e4nke der Stallungen, als die Waisen am Morgen aus den Gehegen kamen. Der j\u00fcngste der wilden Bullen kennt die Waisen von seinen vielen Besuchen bereits und lie\u00df seine zwei wilden Freunde zur\u00fcck, um sich zu den Waisen zu gesellen. Er fra\u00df Luzernenheu mit ihnen und die wilden Elefanten sahen ungl\u00e4ubig zu. Als er seine Freunde sp\u00e4ter kollern h\u00f6rte, schloss er sich ihnen wieder an. Garzi kratzte seinen Bauch an einem der nahegelegenen Felsen, w\u00e4hrend Kanjoro den anderen zukollerte, dass es Zeit zum Aufbrechen war.<br \/>\nIn den Weidegr\u00fcnden graste Kanjoro bei Bongo, w\u00e4hrend Vuria mit seinem Freund Garzi graste. Als die Sonne immer hei\u00dfer wurde, suchten Orwa, Teleki und Turkwel unter einem Baum Schutz und kamen erst wieder hervor, als sie sahen, dass ihre Artgenossen zum Schlammloch aufbrachen.<br \/>\nDort schlossen sich die Ex-Waisen Lualeni, Kenze, Ololoo und Tomboi den Waisen an. Lualeni ist immer wieder f\u00fcr eine \u00dcberraschung gut: mal ist sie allein unterwegs, ein anderes Mal hat sie ihre eigene kleine, h\u00f6chstens sechsk\u00f6pfige Herde und beim n\u00e4chsten Mal ist sie wieder vollkommen in Yattas Herde integriert. Die vier Ex-Waisen gingen direkt zum Schlammloch und ermunterten die Waisen, es ihnen nachzutun. Shukuru, Turkwel, Narok, Teleki und Bongo kratzten sich an den nahegelegenen Akazien, nachdem sie gebadet hatten. Dann ruhten sie sich den Rest des hei\u00dfen Tages aus. Kurz darauf gingen die Waisen in Begleitung von Lualenis Gruppe zu den Weidegr\u00fcnden zur\u00fcck. Nach einer Stunde des Grasens trennten sich ihre Wege wieder, und Lualeni machte sich auf den Weg zum Ithumba-Berg. Durch die tiefh\u00e4ngenden Wolken wurde es am Nachmittag sehr schw\u00fcl. Schlie\u00dflich brachte Mutara die Waisen noch zu einem abendlichen Schlammbad. Danach war es Zeit f\u00fcr den Heimweg und Shukuru \u00fcbernahm die F\u00fchrung auf dem Weg zu den Stallungen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/51120158245-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Einer der wilden Bullen in der N\u00e4he der Stallungen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 3. April 2015<\/strong><br \/>\nDie Ex-Waisen Kalama, Chemi Chemi, Murka, Naisula, Kandecha, Olare, Suguta, Kibo, Tumaren, Melia und Kitirua kamen kurz vor der Morgend\u00e4mmerung zu den Stallungen, legten sich hin und schliefen, bis die Gehegetore ge\u00f6ffnet wurden. Das zeigt uns, wie wohl sie sich an dem Platz, der einmal ihr Zuhause war, f\u00fchlen. Narok kam als erste aus den Gehegen, dicht gefolgt von Garzi. Garzi lief mit aufgestelltem R\u00fcssel zu Kitirua, die ihm mit aufgestellten Ohren drohte. Er zog sich gleich zur\u00fcck, da er nicht geschubst werden wollte. Sp\u00e4ter spielte Garzi mit Bomani, doch Sities unterbrach ihr Kr\u00e4ftemessen, indem sie sich zwischen sie stellte und Bomani wegschob. Bomani ging dann zu den Felsen, um seinen Bauch zu kratzen, doch auch von dort wurde er kurze Zeit sp\u00e4ter wieder weggeschubst, weil Orwa sich dort kratzen wollte. Die Ex-Waisen machten sich zwei Stunden sp\u00e4ter wieder auf den Weg.<br \/>\nUm 11 Uhr war es sehr hei\u00df und selbst Orwa, der sonst kaum ins Wasser geht, war heute nach Teleki und Vuria der dritte, der hineinsprang. Auch Bomani, Laragai, Bongo und Shukuru folgten ihnen sp\u00e4ter. Nach dem Schlammbad teilten sich Shukuru und Orwa den selben Baum zum kratzen, w\u00e4hrend Vuria und Bomani sich zum gleichen Zweck einen anderen Baum teilten. Am Nachmittag bildeten sich Wolken und verdeckten die Sonne. Dadurch sanken die Temperaturen auf ein ertr\u00e4gliches Niveau. Mutara verb\u00fcndete sich beim Grasen mit Bongo, w\u00e4hrend Garzi bei Sities graste.<br \/>\nGegen Abend l\u00f6sten sich die Wolken wieder auf und die Sonne schien wieder. Wasserratte Bongo \u00fcberlegte sich, seine Artgenossen auf ein zweites Schlammbad zum Wasserloch zu f\u00fchren. Orwa, Bomani, Kanjoro, Vuria und Mutara brauchten kein zweites Bad, also bummelten sie in ihrer eigenen Geschwindigkeit hinterher, gefolgt von den Keepern. Als die Waisen aufbrachen, kam ein einzelner wilder Bulle zur Tr\u00e4nke, um dort zu saufen.<br \/>\nHeute schauten die Ex-Waisen Chaimu und Kilaguni an der Tr\u00e4nke der Stallungen vorbei und brachen wieder auf, nachdem sie genug gesoffen hatten. Am Abend kam Half Trunk vorbei, den wir viele Monate nicht gesehen hatten. Er brachte zw\u00f6lf wilde Freunde zur Tr\u00e4nke mit. Die Herde verschwand wieder im Busch, nachdem sie ihren Durst gel\u00f6scht hatte. Es ist immer wieder sch\u00f6n, unsere wilden Freunde wiederzusehen. Diese wilden Bullen sind h\u00e4ufig lange weg, kommen aber immer zur\u00fcck, um ihre Waisenfreunde zu besuchen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/511201585716-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bomani und Garzi beim Ringkampf<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 4. April 2015<\/strong><br \/>\nMakireti, Kasigau und Kilabasi waren auf dem Gel\u00e4nde der Stallungen, als die Waisen herauskamen. Vorher gab es gro\u00dfe Aufregung im Gehege, als Sities ihre Milch geleert hatte und beschloss, sich die von Bongo mit Gewalt zu nehmen. Die F\u00fctterung wurde unterbrochen, um zu warten, bis sich die launische Sities wieder beruhigt hatte. Sie h\u00f6rte aber nicht auf, Bongo zu schubsen, und so mussten die Keeper in das Gehege gehen, um Sities herauszuholen, die zur Zeit sehr frech ist. Sities lief hinaus, als sie die Keeper kommen sah. Sie wussten, dass ihr Verhalten inakzeptabel war. Bongo bekam schli\u00dflich die restliche Milch. Bomani juckte das Ohr und er brach sich einen Stock ab, mit dem er sich kratzen konnte.<br \/>\nMakiretis Gruppe von Ex-Waisen trennte sich eine Stunde sp\u00e4ter wieder von den Waisen. Bongo forderte Vuria zu einem Kr\u00e4ftemessen heraus und bestieg ihn danach. Das ist eine Lieblingsbesch\u00e4ftigung der jungen Bullen &#8211; Besteigungen und Ringk\u00e4mpfe, bei denen man viel Kraft braucht. Shukuru und Mutara hatte auch ein leichtes Kr\u00e4ftemessen, das wenige Minuten andauerte.<br \/>\nZur Schlammbadzeit schlossen sich die Ex-Waisen-Bullen Tomboi, Kamboyo und Rapsu und Ex-Waisen-Kuh Ishanga den Waisen an. Ishanga pendelt zwischen den Ex-Waisen-Herden hin und her und ist sehr unabh\u00e4ngig. Kurz darauf kamen noch zwei wilde Bullen an der Tr\u00e4nke hinzu. Kanjoro und Garzi streckten den beiden Bullen ihre R\u00fcssel entgegen. Einer st\u00f6rte sich an den schnuppernden Kleinen und drohte ihnen, sie wegzuschubsen. Kanjoro und Garzi schlichen sich davon, um zu vermeiden, dass der Bulle ernst machte.<br \/>\nTeleki kratzte sich an den nahegelegenen Akazien. Kurz bevor die Waisen zu den Weidegr\u00fcnden zur\u00fcckkehrten, kam Yattas Gruppe beim Schlammloch an. Bei ihr waren ihr Baby Yetu, Meibai, Galana, Kinna, Ithumbah, Chyulu, Sidai und Wendi. Ishanga blieb den Rest des Tages bei den Waisen und lie\u00df die Bullen zur\u00fcck, als es wieder ans grasen ging. Der Nachmittag war ruhig und die Waisen konzentrierten sich aufs Fressen. Es sah den ganzen Nachmittag nach Regen aus, aber der kam dann doch nicht. Ishanga eskortierte die Waisen zu den Stallungen und schloss sich danach Tomboi, Rapsu und elf wilden Bullen an, die gerade Wasser an der Tr\u00e4nke soffen. Sie waren offenbar gekommen, um Ishanga abzuholen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/511201591520-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bongo beim Kr\u00e4ftemessen mit Vuria<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 5. April 2015<\/strong><br \/>\nEx-Waise Challa war fr\u00fch am Morgen an den Stallungen. Er schloss sich den Waisen beim Luzernenheufr\u00fchst\u00fcck an, nachdem diese herausgekommen waren. Bongo teilte sich Luzernenheu mit Kanjoro, w\u00e4hrend Orwa mit Mutara zusammen fra\u00df. Vuria bekam einen Tritt von Challa verpasst, als er hinter ihm vorbeilief.<br \/>\nNach dem Fr\u00fchst\u00fcck f\u00fchrte Challa die Waisen zum Kone-Gebiet, weiter weg als sonst, wo sie dann grasten. Bongo und Bomani kratzten sich am selben Baum, w\u00e4hrend Shukuru sich auf dem Boden herumrollte. Garzi machte es ihr nach. Die Jungs hingen in Challas N\u00e4he herum, der langsam zu einem stattlichen Bullen heranw\u00e4chst. Sities mischte sich in ein Kr\u00e4ftemessen zwischen Vuria und Teleki ein, indem sie beide heftig schubste. Shukuru stand auf, schnupperte an Challa und graste dann weiter.<br \/>\nGegen 11 Uhr wurde es unertr\u00e4glich hei\u00df, und die Waisen suchten Schutz unter einem Baum. Trotzdem nahm nur Bongo ein richtiges Schlammbad. Mutara, Kanjoro, Bomani, Sities, Turkwel und Shukuru bespritzten sich mit etwas Wasser und kratzten sich dann an den Akazien. Kainuk, Vuria und Laragai staubbadeten und kehrten dann zu den Weidegr\u00fcnden zur\u00fcck.<br \/>\nAm Nachmittag bew\u00f6lkte es sich wieder und die Temperaturen sanken auf ein ertr\u00e4gliches Niveau, dank eines Windes, der in Richung Ithumba blies. Am Abend auf dem Heimweg versuchte Turkwel, Sities den Weg abzuschneiden, als diese sie \u00fcberholen wollte. Um 18 Uhr begann es in einiger Entfernung im Osten der Stallungen heftig zu regnen, und der Wind schien den Regen in unsere Richtung zu blasen. Wir hoffen, die Windrichtung \u00e4ndert sich nicht wieder, und wir bekommen endlich Regen ab.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/511201592215-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Challa mit den Waisen an den Stallungen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 6. April 2015<\/strong><br \/>\nEntgegen der Erwartungen war es am Morgen sehr trocken. Gestern abend hatte es noch nach Regen ausgesehen, aber das war wohl eine T\u00e4uschung. Nur die umliegenden Gegenden hatten Regen abbekommen. Orwa kam mit einem Zweig im Mund aus dem Gehege, den er fallen lie\u00df, sobald er drau\u00dfen war. Yattas und Sugutas Gruppen kamen kurz vor Sonnenaufgang an den Stallungen an. Lenana versuchte, die Waisen zum Spielen zu \u00fcberreden, doch die waren nicht interessiert. Kalama hob Orwas Zweig auf und versuchte zu fressen, was davon noch \u00fcbrig war. Kitirua spielte mit Bomani und danach mit Orwa in einem Kr\u00e4ftemessen. Es endete, als Orwa sich ergab. Shukuru, Narok und Garzi verbrachten viel Zeit damit, sich an den Felsen auf dem Gel\u00e4nde der Stallungen zu kratzen, bevor sie zum Grasen gingen.<br \/>\nBeim Schlammbad nahmen Bongo, Shukuru, Laragai und Vuria teil, doch Shukuru w\u00e4lzte sich am l\u00e4ngsten. Laragai und Vuria schlossen sich zusammen, um vier Warzenschweine zu verjagen, die sich ihnen n\u00e4herten. Die Warzenschweine flohen, als Vuria trompetend auf sie zu rannte. Er kam schlie\u00dflich zur\u00fcck und war zufrieden, dass die Warzenschweine verschwunden waren. Mutara f\u00fchrte die Waisen zu den Weidegr\u00fcnden zur\u00fcck. Der Nachmittag war ruhig und die Elefanten genossen das gemeinsame Grasen. Am Abend waren alle Gewitterwolken verschwunden und hatten klaren blauen Himmel hinterlassen, mit wenig Hoffnung auf Regen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/511201593443-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lenana versucht, die Waisen zum Spielen zu \u00fcberreden<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 7. April 2015<\/strong><br \/>\nEx-Waise Lualeni kam am fr\u00fchen Morgen mit ein paar neuen Ex-Waisen im Schlepptau zu den Stallungen. Sie hatte Zurura, Kenze, Sidai, Loijuk, Makena, Taita, Kilaguni, Chaimu and Tomboi dabei. Sie leisteten den Waisen beim Luzernenheufr\u00fchst\u00fcck Gesellschaft. Ololoo, der viele Jahre Lualenis Liebling gewesen war, fehlte heute. Nur Ololoo k\u00f6nnte uns sagen, ob er sich von Lualeni getrennt hat, oder sie von ihm und was der Grund f\u00fcr diese Trennung ist. Ololoo ist auch in der N\u00e4he, es ist also nichts ernstes passiert, aber es ist erstaunlich, wie die beiden pl\u00f6tzlich getrennte Wege gehen. Ob es nur zeitweise oder endg\u00fcltig ist, wird sich erst mit der Zeit zeigen.<br \/>\nSp\u00e4ter gingen Kilaguni und Chaimu ihre eigenen Wege und lie\u00dfen die Anderen an den Stallungen zur\u00fcck. Garzi und Bomani, die seit einiger Zeit enge Spielkameraden sind, hatten ein Kr\u00e4ftemessen, das lange dauerte und unentschieden endete. Kainuk rollte sich allein auf dem Boden herum. Tomboi eskortierte die Waisen zu den Weidegr\u00fcnden. Die Waisen grasten heute auf der Ostseite des Ithumba-Bergs. Dort gibt es viele B\u00fcsche und die Vegetation ist etwas leckerer.<br \/>\nGegen 11 Uhr wollten Mutara und Kanjoro aus irgendeinem Grund nicht zum Schlammbad gehen. Die anderen eilten zu ihrer Mittagsmilch, aber diese beiden tr\u00f6delten hinterher. Sie kamen erst 20 Minuten sp\u00e4ter am Schlammbad an. Laragai ging als erste in den Matsch, gefolgt von Bongo und sp\u00e4ter den Anderen. Heute gingen nur Mutara und Orwa nicht ins Wasser. Der Krach eines vorbeifahrenden LKW erschreckte Laragai, die gerade in der N\u00e4he der Stra\u00dfe staubbadete. Teleki und Turkwel kratzten sich an den B\u00e4umen, ehe Shukuru die Waisen zur\u00fcck zu den Weidegr\u00fcnden f\u00fchrte. Der Nachmittag war wolkig und die Waisen grasten auf ihrem Weg zum Kanziku-Gebiet. Es ist jetzt sehr trocken und die Waisen fra\u00dfen vor allem die weichen oberen Teile der kleinen B\u00fcsche.<br \/>\nAm Abend war es wieder sonnig und die Waisen kamen am Schlammloch vorbei, wo sie drei badende wilde Bullen vorfanden. Als die wilden Elefanten die Waisen sahen und die Keeper bemerkten, flohen sie. Sie waren offenbar neu in der Gegend und kannten die Keeper und ihre Sch\u00fctzlinge noch nicht. Heute Abend f\u00fchrte Shukuru den Weg zu den Stallungen an. Lualeni, Tomboi, Meibai, Makena, Ithumbah, Sidai, Rapsu, Zurura und Loijuk tauchten kurz vor 17 Uhr an den Stallungen auf. Die gro\u00dfen Jungs Zurura und Tomboi verbrachten einige Zeit damit, sich gegenseitig zu herumzuschubsen, ehe sie in unbekannte Richtung davongingen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/511201595623-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Zurura besucht die Stallungen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 8. April 2015<\/strong><br \/>\nAls die Waisen heute Morgen aus den Stallungen kamen, um ihr Luzernenheu zu fr\u00fchst\u00fccken, waren f\u00fcnf wilde Bullen an der Tr\u00e4nke der Stallungen und soffen Wasser. Einer der wilden Bullen hatte zwei Pfeilwunden, eine am rechten Vorderbein und die andere unterhalb des Gesichts. Nachdem sie gesoffen hatten, ging der verletzte Elefant weg und wir konnten sehen, dass er gro\u00dfe Schmerzen hatte und mit dem Vorderbein hinkte. Kurz darauf folgten ihm seine Artgenossen. Angela, Robert und Daphne waren gerade in Ithumba und wir meldeten das sofort. Auf der Stelle wurde ein Tierarzt organisiert. Der Bulle wurde behandelt und wir werden ihn genau beobachten, falls er zur\u00fcckkehrt. Die Luftaufkl\u00e4rung des DSWT wird aber auf jeden Fall auch ein Auge auf ihn haben und er wird sich hoffentlich wieder vollst\u00e4ndig erholen.<br \/>\nDie Waisen hatten einen entspannten Morgen und niemand machte ihnen das Fr\u00fchst\u00fcck streitig. Mutara f\u00fchrte die Waisen zum Kone-Gebiet, wo sie grasten. Gegen 8 Uhr waren wir alle sehr erleichtert, als Napasha, Buchuma und Tomboi gesehen worden waren. Napasha und Buchuma waren nun fast drei Monate fort gewesen. Sie kamen zu den Stallungen, um alle zu begr\u00fc\u00dfen und ihre R\u00fcckkehr nach der lange Reise mitzuteilen.<br \/>\nDas Schlammbad begann heute zeitig, als die Ex-Waisen und zwei wilde Bullen schon um 10 Uhr am Matschloch auftauchten. Buchuma forderte Challa zu einem Ringkampf heraus, der lange andauerte. Buchuma zeigte Challa, dass er in den letzten drei Monaten hart trainiert hatte, um einmal ein dominanter Bulle zu werden. Er k\u00e4mpfte sogar im Wasser stehend noch weiter, bis Challa sich schlie\u00dflich ergab. Er hatte Buchuma aber zuvor gezeigt, dass auch er wei\u00df, wie man sich verteidigt. Einmal schubste die Ex-Waise Yatta Napasha von hinten. Napasha ging erst zur Seite, \u00fcberlegte es sich dann aber anders und drehte sich um, um zu sehen, wer ihn da geschubst hatte. Als Yatta ihn sich umdrehen sah, zog sie sich schnell zur\u00fcck, denn Napasha, unser gr\u00f6\u00dfter Ex-Waisen-Bulle in Ithumba, ist ein beeindruckender Anblick. Er ist aber ein netter und liebevoller Elefant und f\u00fchrt nichts B\u00f6ses im Schilde.<br \/>\nUm 11 Uhr kamen dann die Waisen am Schlammloch an. Nachdem sie ihre Milch getrunken hatte, ging Laragai sofort zu den wilden Bullen und Sunyei, die Wasser aus der Tr\u00e4nke soffen. Zurura, Loijuk und Lualeni schlossen sich den anderen Waisen im Schlammloch an. Drei weitere wilde Bullen kamen zum Saufen zur Tr\u00e4nke. Die Ex-Waisen zogen sich zur\u00fcck, entspannten sich unter den Akazien und waren gl\u00fccklich und zufrieden in Gegenwart ihrer Waisenfreunde und deren Keeper. Kanjoro und Orwa gingen mit erhobenen R\u00fcsseln zur Tr\u00e4nke. Als die zwei Waisen aber Angesicht zu Angesicht mit den wilden Bullen standen, waren sie doch eingesch\u00fcchtert und gingen wieder. Bongo, der sich bei den wilden Bullen offenbar immer wohlf\u00fchlt, ging direkt zu ihnen und soff Wasser. Danach kehrte er zu seinen Waisenfreunden zur\u00fcck.<br \/>\nEs war ein sehr gesch\u00e4ftiger Tag, mit dem tier\u00e4rztlichen Eingriff, aber wir hoffen, dass wir helfen konnten. Die wilden Elefanten wissen genau, wohin sie kommen m\u00fcssen, wenn sie Hilfe brauchen. Im Laufe der Jahre haben wir schon viele verletzte Elefanten daf\u00fcr zu den Stallungen kommen sehen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/51220153321-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Der vergiftete Pfeil, der dem wilden Bullen entfernt wurde<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 9. April 2015<\/strong><br \/>\nDer Himmel war bew\u00f6lkt, als die Waisen aus den Stallungen kamen und fr\u00fchst\u00fcckten. Kilabasi und Chaimu waren fr\u00fcher angekommen und schlossen sich den Waisen kurz an, ehe sie wieder verschwanden. Bomani und Shukuru kratzten sich an den Felsen bei den Stallungen, ehe sie Wasser soffen.<br \/>\nAuf dem Weg zu den Weidegr\u00fcnden stoppte Kainuk pl\u00f6tzlich, stellte die Ohren auf und nahm ein Staubbad mit ihrem R\u00fcssel, ehe sie ihren Kollegen folgte. Bomani und Orwa, die hinter Kainuk gingen, warteten geduldig und nutzten danach den gleichen Platz f\u00fcr ein Staubbad. Im Busch forderten sich wie \u00fcblich Bongo und Vuria zu einem Kr\u00e4ftemessen heraus.<br \/>\nUm 9 Uhr begann es endlich zu regnen. Das verbesserte gleich die Laune der Waisen und sie rollten im flie\u00dfenden Wasser umher und beschmierten sich mit der roten Erde. Sie rannten eine ganze Weile auf dem Weg herum und schlitterten und rutschten. Nach dem W\u00e4lzen sahen sie alle aus wie Ameisenh\u00fcgel, so sehr waren sie eingematscht. Zur Schlammbadzeit regnete es noch immer und die Waisen gingen sofort nach der Milchf\u00fctterung zu den Weidegr\u00fcnden zur\u00fcck. Kurz darauf h\u00f6rte es auf zu regnen und wir hatten insgesamt 20mm Niederschlag erhalten.<br \/>\nAm Nachmittag tauchten Napasha, Buchuma, Challa und ein wilder Elefant an den Stallungen auf. Es war toll zu sehen, wie gut sie aussehen. Wir sind stolz, was aus den Waisen geworden ist, die wir von ihrem Babyalter an aufgezogen haben. Die Wolken machten der Sonne Platz und die Waisen grasten konzentriert, denn sie mussten den verspielten Vormittag wieder aufholen.<br \/>\nAm Abend f\u00fchrte Shukuru die erste Gruppe zu den Stallungen zur\u00fcck, und die Waisen waren in aufgeregter und heiterer Stimmung.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/512201532543-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kilaguni mit den Waisen an den Stallungen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 10. April 2015<\/strong><br \/>\nHeute war der Himmel w\u00e4hrend des Luzernenheufr\u00fchst\u00fccks klar. Shukuru nahm einen Haufen Heu mit sich, lehnte sich an einen Felsen und lie\u00df es sich dort schmecken. Danach ging sie zu Sities, wo es noch mehr Luzernenheu gab. Narok spielte mit einem Felsen in der N\u00e4he der Stelle, an der sie gerade fr\u00fchst\u00fcckte. Sie versuchte, ihn mit dem Fu\u00df zu bewegen. Die Waisen grasten heute nord\u00f6stlich der Stallungen, wo sie nach leckererem Gr\u00fcn Ausschau hielten. Dank des Regens gibt es schon die ersten frischen Keimlinge und in den T\u00e4lern und L\u00f6chern hat sich schon Wasser angesammelt.<br \/>\nUm 10 Uhr kamen die Waisen an einem kleinen, mit Wasser gef\u00fcllten See vorbei. Shukuru war die Erste, die etwas Regenwasser soff und sich dann welches hinter die Ohren spritzte. Laragai, Narok und Garzi schlossen sich ihr an und sprangen schlie\u00dflich komplett hinein. Sie zeigten eine tolle W\u00e4lz-Show. Teleki und Sities w\u00e4lzten sich nur in der feuchten Erde, nicht im Wasser.<br \/>\nUm 11 Uhr war es bew\u00f6lkt und nachdem die Waisen ihre Milch gesoffen hatten, nahm nur unsere Wasserratte Bongo ein Schlammbad. Die Anderen soffen nur Wasser und kehrten dann zu den Weidegr\u00fcnden zur\u00fcck.<br \/>\nUnterwegs kamen die Waisen wieder an stehendem Wasser vorbei. Teleki, Sities, Garzi, Narok und Kainuk gingen auf die Knie und hatten viel Spa\u00df dabei, im Wasser herumzurollen. Dabei wurden sie sehr schlammig. Bongo kam vorbei, doch anstatt mitzuw\u00e4lzen, kratzte er seinen Hintern an Sities, die aber nichts dagegen hatte. Sp\u00e4ter versuchte Bongo, Vuria zu ein paar Spielchen zu bewegen, doch Vuria war nicht interessiert, sodass Bongo weitergraste. Die Waisen suchten ihr Futter heute im Gebiet zwischen dem Schlammloch und dem Ithumba-Berg.<br \/>\nAm Abend auf dem Heimweg begann es wieder zu regnen, und als die Waisen und ihre Keeper an den Stallungen angekommen waren, waren sie alle klitschnass. Am Ende waren insgesamt 15mm Regen gefallen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/512201533721-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Shukuru frisst Luzernenheu und kratzt sich<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 11. April 2015<\/strong><br \/>\nMutara und Kanjoro waren die ersten beiden, die heute aus dem Gehege kamen. Statt direkt hinauszugehen, gingen sie erst einmal in das Gehege von Orwa, Narok, Teleki und Bomani. Dort gab es allerdings nicht mehr viel zu holen, doch Mutara wollte nicht mit leeren H\u00e4nden wieder gehen, also hob sie einen entrindeten Zweig auf und hielt diesen mit dem R\u00fcssel fest. Sities lief mit ihrer zweiten Flasche aus dem Gehege und die Keeper mussten ihr hinterherrennen und betteln, die Flasche zur\u00fcckzugeben. Sities lie\u00df schlie\u00dflich die Flasche fallen und lief davon. Turkwel ruhte ihren R\u00fcssel auf Garzi aus, als sie auf das Luzernenheu warteten.<br \/>\nDie Landschaft f\u00e4rbt sich langsam gr\u00fcn und ist \u00fcber Nacht wie ausgewechselt. Das Luzernenheu wurde verteilt, und Garzi nahm sich seinen Anteil und ging zu den Felsen, wo er sich den Hintern kratzte. Laragai ging hin\u00fcber und verjagte Garzi, um es ihm nachzumachen.<br \/>\nNachdem sie den ganzen Vormittag leckeres Gr\u00fcn gefressen und am Mittag ihre Milch geleert hatten, gingen die Waisen direkt zur Tr\u00e4nke. Nur wenige Meter vom Schlammloch entfernt rollten sich Bomani, Vuria, Teleki, Bongo und Sities auf der Stra\u00dfe in trocknenden Pf\u00fctzen umher. Kainuk war streitlustig und hinderte Bomani daran, in den Busch zur\u00fcckzukehren, nachdem er fertig war mit w\u00e4lzen. Auch Sities war nach dem Schlammbad in Angriffslaune, doch sie nahm sich kleine B\u00fcsche vor.<br \/>\nAm Nachmittag war es hei\u00df, doch die Waisen grasten und k\u00fcmmerten sich nicht um die Sonne. Shukuru unterbrach das Fressen, um ein Staubbad in der roten Erde zu nehmen. Kanjoro und Mutara sonderten sich von ihren Artgenossen ab und grasten ein paar Meter weiter. Erst kurz bevor sie zu den Stallungen zur\u00fcckkehrten, schlossen sie sich ihnen wieder an.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/512201535141-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kanjoro am Morgen beim Grasen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 12. April 2015<\/strong><br \/>\nDer Himmel war blau, als die Waisen am Morgen aus den Gehegen kamen. Es versprach, ein sehr hei\u00dfer Tag zu werden. F\u00fcr die Waisen kein Problem, denn sie w\u00fcrden einfach in jeder Pf\u00fctze baden, die sich nach den zwei Regentagen angesammelt hatte. Wirklich anstrengend w\u00fcrde es f\u00fcr die Keeper werden.<br \/>\nGarzi, Bomani und Vuria vertrieben sich die Zeit mit Kratzen an den Felsen, w\u00e4hrend sie auf ihr Luzernenheufr\u00fchst\u00fcck warteten. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck kollerte Mutara, und das bedeutete, dass es Zeit zum Aufbruch war. Sie f\u00fchrte ihre Truppe zur Tr\u00e4nke und dann zur Ostseite der Stallungen, wo sie grasten. Vuria und Bongo standen sich Auge in Auge, als sie grasten. Erstaunlicherweise drohten sie einander mit aufgestellten Ohren, doch keiner wollte den Kampf beginnen. Shukuru und Narok grasten in der N\u00e4he eines gro\u00dfen Baobab-Baums, w\u00e4hrend Garzi lieber auf felsigerem Untergrund etwas zu fressen suchte. Die anderen verteilten sich, damit jeder ein paar frische Keimlinge abbekam.<br \/>\nBeim Schlammbad wollten die Waisen nicht baden, sondern soffen nur Wasser. Sp\u00e4ter gingen die Waisen zu ihrem Lieblingsplatz an der Stra\u00dfe, wo etwas warmes Pf\u00fctzenwasser stand. Sie legten sich hin und spielten. Nur Orwa war zur\u00fcckgeblieben, um mit Daphnes Enkeln Taru und Roan zu spielen, die er sehr liebt. Das Matschbad war so aufregend, dass Vuria gar nicht aufh\u00f6ren wollte. Er kam erst heraus, als alle anderen schon im Busch verschwunden waren.<br \/>\nAm Nachmittag war es ruhig und die Waisen konzentrierten sich aufs Grasen. Am Abend kamen Orwa und Bongo noch einmal an stehendem Wasser vorbei, in dem sie spielten und sich herumrollten.<br \/>\nKurz darauf schloss sich Mulikas Gruppe Ex-Waisen, bestehend aus Mulika, ihrer Tochter Mwende, Sidai, Loijuk, Lenana, Nasalot, Kinna, Ithumbah, Rapsu, Naserian und Galana den Waisen an. Sidai wurde von den Waisen umringt, die an ihr zu schnuppern versuchten. Laragai ging zu Nasalot hin\u00fcber und begr\u00fc\u00dfte sie, indem sie ihren R\u00fcssel in Nasalots Mund steckte. Nachdem die Ex-Waisen den Nachmittag mit den Kleinen verbracht hatten, eskortierten sie sie zu den Stallungen zur\u00fcck. Nachdem sie sie ins Bett gebracht hatten, verschwanden die Ex-Waisen wieder in \u00f6stliche Richtung in den Park.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/51220154950-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Daphne und ihre Enkel in Ithumba<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 13. April 2015<\/strong><br \/>\nSingende Weberv\u00f6gel begr\u00fc\u00dften mit ihren Melodien einen neuen, sch\u00f6nen Tag, w\u00e4hrend sie ihre Nester in der Akazie auf dem Gel\u00e4nde der Stallungen bauten. Die V\u00f6gel hatten geduldig gewartet, bis das Gras wieder w\u00e4chst, damit sie genug Material f\u00fcr ihren Nestbau finden. Laragai, Narok, Mutara und Vuria standen in der N\u00e4he des Zauns zu den Gehegen und warteten geduldig auf des Luzernenheu.<br \/>\nDie Waisen grasten heute im Kone-Gebiet. Die Pflanzen wachsen nun und die Landschaft wird dank der Regenf\u00e4lle gr\u00fcn und sch\u00f6n. Vuria spielte heute alleine, indem er mit dem Kopf auf dem Boden herumrutschte. Das lockte Bongo an, der Vuria zu besteigen versuchte, w\u00e4hrend der in dieser ung\u00fcnstigen Position war. Vuria gefiel das aber gar nicht und er wehrte sich.<br \/>\nUm 10:30 Uhr kamen die Waisen an einem Wasserloch vorbei und nahmen ein fr\u00fches Schlammbad. Als sie fertig waren, teilten sich Bomani, Narok und Vuria vom Rest der Gruppe und liefen grasend zum normalen Schlammloch. Auf dem Weg dorthin juckte Shukuru das rechte Hinterbein und sie nutzte einen umgest\u00fcrzten Baum, um sich zu kratzten. Das schien gut zu helfen.<br \/>\nBei der Milchf\u00fctterung tranken die Waisen nur Milch, dann Wasser und grasten dann direkt weiter. Sie \u00fcbersprangen das Schlammbad, das sie das schon vorher genommen hatten. Am Nachmittag war die Sonne sehr hei\u00df und Sities entspannte sich unter einem Baum, w\u00e4hrend Kanjoro durchgehend mit den Ohren wedelte, um sich abzuk\u00fchlen, und in der N\u00e4he von Vuria graste.<br \/>\nAls die Waisen am Abend auf dem Weg zu den Stallungen waren, schlossen sich ihnen die Ex-Waisen Nasalot, Galana und Sunyei an. Kurz nachdem die Waisen in ihre Gehege gegangen waren, verschwanden die drei Ex-Waisen wieder. Sie waren zufrieden, dass sie vorbeigeschaut und die Babys ins Bett gebracht hatten. Die Waisen fra\u00dfen in den Gehegen weiter und fielen dann in einer Reihe in den Schlaf. Sie ruhten ihre K\u00f6pfe auf der von den Keepern frisch umgegrabenen Erde um, auf der sie es bequem haben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/512201541513-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bongo versucht, Vuria zu besteigen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 14. April 2015<\/strong><br \/>\nVuria kratzte sich, kurz nachdem er aus dem Gehege gekommen war, an den Felsen der Stallungen. Die Waisen tun das, um die unerw\u00fcnschten Zecken loszuwerden. Laragai kam als letzte aus dem Gehege und verwickelte Vuria und Garzi in ein paar Raufereien. Die B\u00e4ume und B\u00fcsche sind nun gr\u00fcn, und Sities konzentrierte sich darauf, die frischen Bl\u00e4tter zu ernten, indem sie ihren R\u00fcssel in die H\u00f6he streckte. Vuria kratzte sein Ohr an einem Baum und testete danach seine Kr\u00e4fte, indem er versuchte, den Baum umzusto\u00dfen. Da er nicht einmal an ihm r\u00fctteln konnte, graste er schlie\u00dflich weiter.<br \/>\nGegen 10 Uhr kamen die Waisen an einem kleinen See am Fu\u00df eines Granitfelsens vorbei. Sities und Turkwel gingen beide hinein und legten sich aufeinander. Als die Waisen im Wasser spielten, kamen Orok und Taita aus den B\u00fcschen und schlossen sich ihnen an. Die zwei Ex-Waisen grasten mit den Waisen und begleiteten sie um 11 Uhr zum Schlammloch. Dort wollte sich nur Bongo w\u00e4lzen. Vuria, Teleki und Garzi waren stolz, dass sie Taita dabei hatten und gingen an seiner Seite. Sie genossen die Aufmerksamkeit der gro\u00dfen Bullen sehr. An der Tr\u00e4nke hoben Kanjoro, Turkwel und Narok ihre R\u00fcssel, um an Taita zu schnuppern.<br \/>\nNachdem sie wieder im Busch waren, nahm Bongo ein Staubbad, bevor er begann zu grasen. Es dauerte nicht lange bis Vuria Bongos Fressen unterbrach, indem er her\u00fcberkam und ihn in einen Ringkampf verwickelte. Am Abend war es wieder hei\u00df und Orwa genehmigte sich noch ein Staubbad. Schlie\u00dflich f\u00fchrte Mutara ihre Gruppe zu einem abschlie\u00dfenden Schlammbad, bevor sie nach einem zufriedenstellenden Tag nach Hause zur\u00fcckkehrten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/512201543115-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sities greift nach saftigem Futter<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 15. April 2015<\/strong><br \/>\nHeute war ein ruhiger Tag. Die Waisen kamen aus den Gehegen, soffen Wasser, fra\u00dfen Luzernenheu und schlenderten dann langsam in den Busch. Sie fra\u00dfen tolles Gr\u00fcn, das pl\u00f6tzlich \u00fcberall \u00fcppig sprie\u00dft. Als die Waisen an den Granitfelsen in der N\u00e4he der Stallungen vorbeikamen, schuffelten sie sich daran und wann immer sie an umgest\u00fcrzten B\u00e4umen vorbeikommen, kratzten sie sich auch. Sie finden immer kreativere Wege, die Zecken loszuwerden.<br \/>\nShukuru genoss sp\u00e4ter ein Staubbad in der roten Erde und entspannte sich auf dem weichen Boden. Nach einer Weile schloss sich ihr Mutara an. Beide waren als winzige Babys zu uns ins Waisenhaus gekommen. Es ist sch\u00f6n f\u00fcr uns Keeper zu sehen, dass sie so gut wachsen und sich wieder in der Wildnis einleben. Die Jungs rangelten und schubsten, wie es junge Bullen eben tun, doch sie mieden die schlechtgelaunte Sities unter allen Umst\u00e4nden.<br \/>\nAm Abend an den Stallungen schlossen sich Wendi, Mulika, die kleine Mwende und eine gro\u00dfe Ex-Waisen-Gruppe den Waisen an.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/512201544033-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Turkwel und Sities grasen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 16. April 2015<\/strong><br \/>\nAuf dem Weg zum heutigen Schlammbad warfen Shukuru und Bomani Erdh\u00e4ufchen in die Luft. Da ein k\u00fchler Wind ging, wollten die Waisen nicht baden. Sp\u00e4ter schlossen sich ihnen die gro\u00dfen Ex-Waisen-Bullen Madiba und Orok an. Sie bleiben eine Weile bei den Kleinen und gingen dann in den Busch zur\u00fcck.<br \/>\nAn den Stallungen kamen heute nur Makireti, Kilabasi und Kasigau zu Besuch. Durch die Regenf\u00e4lle k\u00f6nnen die anderen Ex-Waisen nun dorthin wandern, wo es \u00fcppiges Futter und auch Wasser gibt. Aus dem gleichen Grund sehen wir jetzt auch wieder seltener wilde Elefanten. Die Waisen konzentrieren sich darauf, genug zu fressen, was bei der \u00fcppigen Vegetation nicht schwierig ist.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/512201544719-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Vuria kratzt sich an einer schwer zug\u00e4nglichen Stelle<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 17. April 2015<\/strong><br \/>\nDie sonst so freche Sities mochte es heute nicht, dass Laragai die anderen jungen Elefanten herumschubste und stie\u00df sie um, um ihr einen Denkzettel zu verpassen. Bomani warf H\u00e4ufchen roter Erde auf seinen R\u00fccken, w\u00e4hrend Bongo eine ganze Weile neben Kanjoro und Teleki graste. Es war sehr kalt und ruhig, nachdem es in der Nacht wieder 5mm Niederschlag gegeben hatte. Sp\u00e4ter schlichen sich Bomani, Vuria, Garzi, Teleki und Narok als j\u00fcngere Gruppe von den Anderen davon und grasten allein. Sie gingen dann im G\u00e4nsemarsch zusammen zum Schlammbad. Heute gab es dort aber nicht viel zu sehen, dann die Elefanten standen nur herum und entspannten sich. Das Wasser war heute nicht so verlockend.<br \/>\nAm Nachmittag gingen sie die H\u00e4nge des Ithumba-Bergs hinauf und fra\u00dfen frisches Gr\u00fcn. Nick Trent flog Patrouillen, um nach dem verletzten Bullen zu sehen, der vor einigen Tagen behandelt worden war; er macht sich gut bisher. Die kleinen Waisen erschreckten sich vor dem tieffliegenden Flugzeug, aber die Keeper konnten sie wieder beruhigen. Sie fra\u00dfen weiter, w\u00e4hrend sie langsam in Richtung Stallungen zur\u00fcckkehrten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/5122015520-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Laragai nachdem sie von Sities bestraft worden war<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 18. April 2015<\/strong><br \/>\nNach dem Fr\u00fchst\u00fcck gingen die Waisen in den Busch und begannen, enthusiastisch zu grasen. Sp\u00e4ter kamen sie an einem Wasserloch vorbei und w\u00e4lzten sich. An der \u00dcbung nahmen Mutara, Bongo, Vuria, Garzi, Laragai, Bomani, Orwa, Narok und Shukuru teil. Sie spielten sehr energisch und Orwa kletterte auf Vuria. Dann gingen sie davon und nahmen ihr Staubbad, um die Aktivit\u00e4ten abzurunden.<br \/>\nIm Busch grasten sie alle gesch\u00e4ftig, Mutara bei Kainuk, wobei sie versuchte, dieser etwas Futter aus dem Mund zu nehmen. Teleki und Garzi unterhielten sich. Sp\u00e4ter am Abend gingen sie zu den Stallungen zur\u00fcck.<br \/>\nKeine Ex-Waisen oder wilde Freunde kamen heute zu Besuch. Das liegt an den letzten Regenf\u00e4llen, durch die es jetzt ausreichend Gr\u00fcnzeug und gen\u00fcgend Wasser f\u00fcr die Elefanten gibt, die sich weiter in der Gegend verteilen. Zu Hause genossen die Waisen das geschnittene Gr\u00fcnzeug, das die Keeper in die Gehege gelegt hatten, etwas Kopra und nat\u00fcrlich ihre geliebten Milchflaschen. Sp\u00e4ter bereiteten sie sich auf die Nacht vor; die meisten legten sich auf die weiche Erde unter dem Dach, aber andere schliefen auch einfach auf den Beinen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/51220155183-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Teleki f\u00fchrt die Waisen hinaus<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 19. April 2015<\/strong><br \/>\nHeute war ein sch\u00f6ner Morgen. Wegen der \u00fcppigen Vegetation haben wir das Zusatzfr\u00fchst\u00fcck aus Luzernenheu abgeschafft, da es f\u00fcr die Waisen besser ist, das nat\u00fcrliche Futter drau\u00dfen im Busch zu fressen. Einige der Waisen bleiben trotzdem in der N\u00e4he, in der Hoffnung, dass es an der \u00fcblichen Stelle doch noch welches gibt. Nachdem sie Wasser gesoffen haben, begannen die K\u00fche Sities, Turkwel und Kainuk zusammen zu grasen und unterhielten sich dabei. Bongo und Vuria begannen mit weit aufgestellten Ohren einen Ringkampf, w\u00e4hrend die Anderen grasten.<br \/>\nSp\u00e4ter kamen sie an einem kleinen Wasserloch vorbei und spielten darin. Shukuru, Vuria, Garzi, Bomani, Laragai und Bongo blieben am l\u00e4ngsten darin und rutschten und schlitterten im roten Schlamm umher. Danach gingen sie zum Haupt-Wasserloch, in dem sie dann aber nicht mehr spielten. Sie tranken nur ihre Mittagsmilch und kehrten dann gleich zum Grasen zur\u00fcck. Nachdem sie vorher genug gespielt hatten, ignorierten sie nun Wasserloch und Staubbad.<br \/>\nAm Nachmittag grasten die Waisen in verschiedenen Gruppen. Als sie am Abend zu den Stallungen zur\u00fcckkehrten, waren alle wieder da &#8211; au\u00dfer Teleki und seiner Freundin Laragai, die fehlten und nirgends zu sehen waren. Die Keeper gingen den Weg noch einmal zur\u00fcck, um nach den fehlenden Waisen Ausschau zu halten, und fanden sie schlie\u00dflich in aller Ruhe grasend. Sie hatten noch gar nicht mitbekommen, dass sie zur\u00fcckgelassen worden waren. Sie schlossen sich der Gruppe an und kehrten nach Hause zur\u00fcck.<br \/>\nHeute bekamen wir Besuch von zwei unserer gro\u00dfen Jungs: Tomboi und Napasha. Unsere kleinen Waisenbullen bestaunten die stattlichen Kerle mit viel Respekt. Der Umgang mit den \u00e4lteren Bullen ist sehr wichtig f\u00fcr die Entwicklung der Waisen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/512201553135-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kainuk kratzt sich hinter den Ohren<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 20. April 2015<\/strong><br \/>\nDer Himmel war blau, als die Waisen aus den Gehegen kamen. Sie entspannten sich eine Weile auf dem Gel\u00e4nde und hatten es nicht eilig, aufzubrechen. Sie genossen die Morgensonne sehr und kratzten sich an den Granitfelsen rund um die Stallungen. Shukuru, Vuria, Garzi, Narok und Sities kratzten ihre Hintern, w\u00e4hrend Teleki und Orwa das frischgesprossene Gras fra\u00dfen. Mutara f\u00fchrte den Weg zu den Weidegr\u00fcnden an und die anderen folgten ihr. Kanjoro, Laragai und Sities folgten Mutara mit fr\u00f6hlich wedelnden R\u00fcsseln. Teleki dagegen ruhte seinen R\u00fcssel auf seinem Kopf aus. Sie f\u00fchlten sich offenbar alle sehr wohl.<br \/>\nDie Waisen grasten \u00f6stlich der Stallungen. Mutara und Sities fra\u00dfen vom selben Busch, w\u00e4hrend Orwa lieber Gras pfl\u00fcckte. Garzi stand in der N\u00e4he von Orwa, w\u00e4hrend dieser sich kratzte, und nachdem Orwa fertig war, \u00fcbernahm Garzi den Baum, um seinen Hals zu kratzen.<br \/>\nZur Mittagszeit wurde es sehr hei\u00df und die Waisen kamen an ein paar Pf\u00fctzen vorbei. Sie nahmen ein erfrischendes Bad, legten sich hin und genossen die Abk\u00fchlung. Kurz nach der Mittagsf\u00fctterung steckten Shukuru und Teleki ihre R\u00fcssel in den Mund, um daran zu nuckeln, wie sie es so oft tun, vor allem Shukuru. Sie gingen zur Tr\u00e4nke und soffen etwas Wasser. Heute w\u00e4lzten sich nur Kanjoro und Bongo, doch das Wasser schien kalt zu sein, denn auch diese beiden blieben nicht lang drin. Die Anderen standen nur am Ufer und beobachteten die zwei Jungs.<br \/>\nAm Nachmittag grasten die Waisen am oberen Kalovoto-Fluss. Dort gibt es sehr weiche und leckere Vegetation und sie genossen die gr\u00fcnen Bl\u00e4tter der B\u00e4ume dort.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/51220155423-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Shukuru an den Stallungen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 21. April 2015<\/strong><br \/>\nNachdem sie am fr\u00fchen Morgen aus den Gehegen gekommen waren, gingen Mutara, Kanjoro und Turkwel direkt zur Tr\u00e4nke, um genug zu saufen, dass es bis mittags reicht. Bongo und sein Spielkamerad Vuria schlossen sich ihren Kollegen an der Tr\u00e4nke an und spielten noch lange mit dem Wasser. Sie planschten mit ihren R\u00fcsseln darin herum und spritzten mit Wasser. Dann hatten die zwei aber eine Meinungsverschiedenheit, die sie mit einem hitzigen Ringkampf l\u00f6sten. Einmal stand Bongo nur auf drei Beinen und zeigte seine Ver\u00e4rgerung dar\u00fcber, dass Vuria die Spielregeln nicht einhielt. Vuria schubste von allen Seiten, anstatt nur von vorn. Kainuk stand in der N\u00e4he und sprang als Schiedsrichter f\u00fcr den Kampf ein. Sie musste eingreifen, als das ganze au\u00dfer Kontrolle geriet, denn Vuria war ungew\u00f6hnlich ruppig. Vuria war ver\u00e4rgert, dass sich Kainuk eingemischt hatte und rannte voraus, um Bongo aufzulauern.<br \/>\nDie Waisen grasten heute am unteren Kalovoto. Irgendwann entschieden Mutara und Sities, die zusammen grasten, das Fressen zu unterbrechen und ein Staubbad zu nehmen. Orwa, der in der N\u00e4he graste, wurde von dem Staubbad angelockt und schloss sich den beiden K\u00fchen an. Gegen 10:30 Uhr kamen die Waisen auf dem Weg zum Schlammloch am Kone-See vorbei. Teleki, Bomani und Laragai entschieden, dort ein Bad zu nehmen und sich abzuk\u00fchlen.<br \/>\nZur eigentlichen Schlammbadzeit war es dann sehr hei\u00df und Bongo f\u00fchrte die Waisen zu einem ausf\u00fchrlichen Schlammbad. Nachdem sie sich genug gew\u00e4lzt hatten, f\u00fchrte Laragai die Waisen zum Staubbad. Orwa staubbadete anders als die anderen und rollte sich in der Erde herum, w\u00e4hrend seine Artgenossen sich die Erde nur mit ihren geschickten R\u00fcsseln auf den R\u00fccken warfen.<br \/>\nAm Nachmittag war es noch immer sehr hei\u00df und Sities ruhte sich unter einem Baum liegend aus. Kainuk dagegen grub etwas k\u00fchle Erde aus und warf diese hinter ihre Ohren, um sich abzuk\u00fchlen. Am Abend bildeten sich Regenwolken und wir hofften auf neuen Regen, doch schon nach einer Stunde hatten sich die Wolken wieder aufgel\u00f6st.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/51220156329-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bongo kommt am Morgen aus dem Gehege<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 22. April 2015<\/strong><br \/>\nDer Himmel war blau und die Weberv\u00f6gel warteten auf l\u00e4ngeres Gras f\u00fcr ihre Nester. Da es noch nicht genug geregnet hat, haben sie noch nicht genug gefunden. Die Waisen verlie\u00dfen die Stallungen in heiterer Stimmung und schwangen ihre R\u00fcssel hin und her. Kanjoro war der Erste, der zum Wassersaufen zur Tr\u00e4nke ging, gefolgt von Turkwel und Mutara. Vuria kam ein paar Minuten sp\u00e4ter an und verwechselte Kanjoro mit seinem Spielkameraden Bongo. Vuria und Bongo fanden sich aber dann doch noch und setzten ihre Spiele fort. Schlie\u00dflich gingen alle Waisen zum Grasen. Es gab keine gro\u00dfen Unterbrechungen und die Waisen grasten gewissenhaft, bis es zum Schlammbad ging.<br \/>\nNur Bongo und Narok nahmen am Schlammbad teil, nachdem sie die Milch getrunken hatten. Der Nachmittag war hei\u00df und Orwa musste das Fressen unterbrechen und sich unter einem Baum ausruhen. Sp\u00e4ter, w\u00e4hrend die Waisen grasten, liefen f\u00fcnf Wildhunde ein paar Meter an ihnen vorbei. Wildhunde sieht man nicht sehr oft, aber in Ithumba doch regelm\u00e4\u00dfig. Mutara, Sities und Turkwel hoben ihre R\u00fcssel, um zu schnuppern. Sie waren sich der Anwesenheit der Hunde bewusst, schienen sich aber nicht durch sie st\u00f6ren zu lassen. Die Wildhunde verschwanden in der gleichen Richtung, aus der sie gekommen waren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/51220157937-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kanjoro spielt mit Orwa<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 23. April 2015<\/strong><br \/>\nDer Himmel war kristallklar, als die Waisen am Morgen aus den Gehegen kamen, und es sah ganz nach einem hei\u00dfen Tag aus. Die Weberv\u00f6gel versammelten sich auf der einzigen Akazie in der N\u00e4he und sangen ihre sch\u00f6nen Melodien, was uns doch noch Hoffnung auf etwas mehr Regen gab. Die Waisen hatten vorhergesehen, wie das Wetter werden w\u00fcrde und rannten aus den Gehegen, um zum Fressen zu kommen, solange das Gras noch weich und k\u00fchl war. Sities eilte hinterher, um die Anderen einzuholen und rutschte aus. Sie landete auf ihren Vorderknien, berappelte sich aber schnell und folgte ihren Artgenossen.<br \/>\nIm Busch beeilte sich Kanjoro, an ein paar leckere Bl\u00e4tter zu kommen, bevor Bomani sie erreichte. Dazu schubste er Bomani aus dem Weg, als dieser ihn \u00fcberholen wollte. Bomani war nicht froh \u00fcber Kanjoros schlechte Manieren, doch er hatte keine andere Wahl, als es hinzunehmen. Sp\u00e4ter kamen Teleki und Narok an etwas trocknendem Matsch vorbei und rollten eine Weile darin. Unterdessen hatten Bongo und Vuria einen weiteren Ringkampf. Es war interessant zu sehen, wie Shukuru geschickt und effektiv einen Dorn aus ihrem Fu\u00df entfernte und dabei gar nicht unsere Hilfe ben\u00f6tigte. Sie zog ihn elegant mit ihrer R\u00fcsselspitze heraus.<br \/>\nUm 11 Uhr war es sehr hei\u00df und alle Waisen gingen direkt zum Schlammloch, nachdem sie ihre Milch getrunken hatten. Orwa badete nur kurz und ging dann zum roten Staubbad, in dem er sich immer wieder umherrollte, bis er komplett rot war. Narok und Laragai kamen als letzte aus dem langersehnten Schlammloch und gingen dann langsam zu Tr\u00e4nke, um Wasser zu saufen. Bongo kletterte heute bis in die Tr\u00e4nke hinein und spritzte das Wasser hinter seine Ohren. Als er aber die Keeper n\u00e4herkommen sah, ging er davon und spielte den Unschuldigen. Er wei\u00df genau, dass das Trinkwasser nicht verschmutzt und verspritzt werden soll. Wasser ist sehr wertvoll in Ithumba und wird mit dem LKW in die Tr\u00e4nke gef\u00fcllt. Verschwendung k\u00f6nnen wir nicht tolerieren.<br \/>\nAm Nachmittag grasten die Waisen entlang des trockenen Kalovoto-Flusses. Bisher ist noch kein Wasser den Fluss hinabgekommen und das hei\u00dft, dass es in der Gegend um den Oberlauf des Flusses noch lange nicht genug geregnet hat. Manchmal tut es das in der Regenzeit, aber dieses Jahr bisher nicht. Jeden Tag hoffen wir, dass noch mehr Regen kommt, doch ob unsere Hoffnungen erf\u00fcllt werden, wird sich erst mit der Zeit zeigen.<br \/>\nYattas und Mulikas Gruppen kamen am Abend mit 20 Ex-Waisen zu den Stallungen. Sie soffen Wasser und begr\u00fc\u00dften uns und die abh\u00e4ngigen Waisen. Es dauerte nicht lange, bis sie bei Einbruch der Dunkelheit wieder verschwanden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/512201572730-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Teleki und Narok spielen in einem trocknenden Wasserloch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 24. April 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein sch\u00f6ner Morgen und die Waisen kamen fr\u00f6hlich aus den Gehegen. Garzi ging direkt zur Tr\u00e4nke, doch statt zu saufen kratzte er seinen Bauch daran. Kanjoro kam kurz darauf an und schubste Garzi weg. Bongo und Vuria tauschten ihre morgendlichen Begr\u00fc\u00dfungen wieder in Form eines Ringkampfes aus. Sities beendete den Wettbewerb der beiden Jungs, indem sie Bongo wegschob. Bongo ging davon und forderte Orwa zu einem Kr\u00e4ftemessen heraus, aber dieser lehnte ab, indem er sich abrupt wegdrehte. Laragai spielte mit sich selbst, indem sie zuerst auf den Knien lief, dann aufstand und herumjagte. Schlie\u00dflich begann sie trompetend kleine B\u00fcsche umzurennen.<br \/>\nUm 8 Uhr wurde es hei\u00df und Narok und Teleki stellten sich zum Grasen in den Schatten der B\u00e4ume. Laragai kam an etwas lockerer Erde vorbei und staubte sich ein, bevor sie weitergraste.<br \/>\nUm 11 Uhr schlossen sich die Ex-Waisen von Yatta den Waisen beim Saufen an. Die Ex-Waisen schienen es eilig zu haben und nachdem sie gesoffen hatten, verschwanden sie wieder in unbekannte Richtung.<br \/>\nMutara f\u00fchrte dann die Waisen zum Kalovoto-Gebiet, wo sie grasten. Der Nachmittag war hei\u00df und Orwa entspannte sich unter einem Baum und wartete darauf, das es sich abk\u00fchlte. Den Rest der Waisen st\u00f6rte die Hitze nicht so und sie grasten in Ruhe. Am Abend f\u00fchrte Shukuru die Gruppe nach Hause.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/512201573839-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bongo spielt allein, nachdem Orwa keine Lust hatte<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 25. April 2015<\/strong><br \/>\nAls die Gehegetore ge\u00f6ffnet wurden, eilte Vuria hinaus und hatte bereits einen Plan. Er ging direkt nach links und stellte sich vor das zweite Tor, hinter der sein Spielkamerad Bongo wohnt. Als Bongo herauskam, fand er seinen Freund Vuria bereits auf ihn wartend vor. Sie verschwendeten keine Zeit, umschlangen ihre R\u00fcssel und begannen den Wettkampf. Kanjoro ging direkt zur Tr\u00e4nke, wo sich ihm kurz darauf Orwa anschloss. Kurz nachdem sie gesoffen hatten, hatten auch Orwa und Kanjoro ein kurzes Kr\u00e4ftemessen.<br \/>\nHeute ging es zum Kanziku-Gebiet zum Grasen.<br \/>\nUm 11 Uhr brachte Vuria die erste Gruppe zum Schlammloch, w\u00e4hrend Laragai die zweite Gruppe anf\u00fchrte. Es war ein hei\u00dfer und ruhiger Nachmittag, von dem es nicht viel zu berichten gibt. Es hab keine Besuche von Ex-Waisen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/512201574122-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Orwa spielt kurz mit Kanjoro<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 26. April 2015<\/strong><br \/>\nNapasha, Kinna, Galana, Tomboi, Sunyei, Meibai, Nasalot, Makena, Naserian, Chyulu, Lenana, Yatta, Ithumbah, Sidai, Mulika, Mwende und Yetu meldeten sich am Morgen an den Stallungen. Es war toll, diese Gruppe Ex-Waisen wiederzusehen. Nasalot stand am Haupteingang und begr\u00fc\u00dfte einen Waisen nach dem anderen, als sie aus dem Gehege kamen. Narok war die erste, die die Willkommensgr\u00fc\u00dfe erwiderte. Mutara kam mit einem Zweig im Mund aus dem Gehege und mied Nasalot, da sie wusste, dass sie ihren Zweig h\u00f6chstwahrscheinlich h\u00e4tte abgeben m\u00fcssen.<br \/>\nDie Waisen teilten sich das Wasser mit den Ex-Waisen und machten sich kurz darauf auf den Weg zum Grasen. Sities graste R\u00fccken an R\u00fccken mit Teleki, w\u00e4hrend Kainuk sich mit Garzi zusammenschloss. Einmal kollerte Garzi, als Kainuk ihn aus dem Weg schubste. Sofort kam Sities angerannt, steckte ihren R\u00fcssel in Garzis Mund und beruhigte ihn. Kainuk bedachte sie dagegen mit einer drohenden Pose.<br \/>\nUm 11 Uhr war es sehr warm, obwohl schwere Regenwolken am Himmel hangen. Die Waisen gingen, direkt nachdem sie ihre Milch getrunken hatten, zum W\u00e4lzen. Nur Orwa wollte nicht ins Wasser gehen. Er ging lieber zu den drei wilden Bullen an die Tr\u00e4nke hin\u00fcber und freundete sich mit ihnen an. Es dauerte nicht lange, bis die anderen sich Orwa anschlossen. Shukuru begann den Nachmittag mit einem Staubbad, w\u00e4hrend Teleki in der N\u00e4he stand und zusah. Narok fra\u00df nahe bei Kanjoro und versuchte, Gras aus seinem Mund zu stehlen. Kanjoro wehrte sich aber erfolgreich. Der Tag endete mit wolkenverhangenem Himmel, doch Regen fiel leider keiner.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/512201575818-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kainuk am Schlammloch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 27. April 2015<\/strong><br \/>\nBeim heutigen Schlammbad schlossen sich vier wilde Bullen den Waisen an. Nachdem sie sich das Wasser geteilt hatten, verschwanden sie in unbekannte Richtung. Die Waisen staubbadeten und kehrten dann zu den Weidegr\u00fcnden zur\u00fcck. Am Nachmittag sammelten sich Regenwolken, und innerhalb k\u00fcrzester Zeit begann es zu regnen und es wurde k\u00fchler. Die Waisen genossen die Abk\u00fchlung und Teleki, Sities, Orwa, Shukuru, Garzi und Laragai spielten in der erfrischenden Erde. Danach sahen sie alle sehr rot aus, als sie weitergrasten. Laragai f\u00fchrte die Waisen am Abend zu den Stallungen zur\u00fcck. Auf dem Weg schlossen sich die Ex-Waisen und die gro\u00dfen Bullen Rapsu und Tomboi den Waisen an und eskortierten sie zu den Stallungen zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/512201581537-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Wilde Bullen an der Tr\u00e4nke<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 28. April 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein wolkiger Tag, doch der Regen blieb in Ithumba aus, w\u00e4hrend die umliegenden Gebiete ordentlich Niederschlag abbekamen. Wir erhielten am Morgen nur ein paar winzige Tr\u00f6pfchen. Im Busch stach sich Garzi an einem Dorn, der ihn nervte. Schlie\u00dflich kratzte er seinen Fu\u00df an einem Baumstumpf, was den Stachel entfernte und ihn wieder zufriedenstellte. Dank der k\u00fchlen Temperaturen konnten sich die Waisen heute aufs Grasen konzentrieren. Gegen Mittag kamen Teleki und Bongo an einem trocknenden Wasserloch vorbei und spielten eine Weile im klebrigen Matsch.<br \/>\nZur Schlammbadzeit war es immer noch k\u00fchl und die Waisen nahmen nur ein Staubbad, bevor sie weitergrasten. Am Nachmittag grasten sie im Imenti-Gebiet und es gab keine besonderen Vorkommnisse. Als die Waisen am Abend zu den Stallungen zur\u00fcckkehrten, war es noch immer bew\u00f6lkt. In den umgebenden Gegenden bis zum Yatta-Plateau gab es heftige Regenschauer und Gewitter.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/512201582235-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Shukuru analysiert die Luft am Wasserloch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 29. April 2015<\/strong><br \/>\nAm Morgen war es k\u00fchl und endlich hatte es geregnet im Laufe der Nacht, insgesamt 10mm. Die V\u00f6gel sangen ihre s\u00fc\u00dfen Melodien, und die Waisen waren gl\u00fccklich, da sie auf diese Weise \u00fcberall im Schlamm spielen konnten. Sie gingen langsam, damit sie nicht ausrutschten und hinfielen. Teleki, Vuria und Bomani versammelten sich unter der Akazie, um zu entscheiden, in welche Richtung es gehen sollte. Nachdem sie sich entschieden hatten, f\u00fchrte Teleki sie zum Kone-Gebiet und der Rest der Waisen str\u00f6mte ihm nach. Kanjoro hatte Pech, denn er rutschte und fiel hin, w\u00e4hrend er versuchte, dem Rest der Herde nachzueilen.<br \/>\nIn den Weidegr\u00fcnden schlossen sich Napasha, Lualeni und Buchuma den Waisen an. Sities und Bomani streckten ihre R\u00fcssel aus, um an Lualeni zu schnuppern. Bongo dagegen konzentrierte sich ganz darauf, sich in der feuchten Erde zu w\u00e4lzen.<br \/>\nUm 11 Uhr begleiteten die drei Ex-Waisen die Waisen zum Schlammbad. Die Waisen gingen, nachdem sie ihre Milch getrunken hatten, direkt zur Tr\u00e4nke. Kurz danach verschwanden die Ex-Waisen wieder. Mutara brachte die Waisen zum Kanziku-Gebiet, w\u00e4hrend die Ex-Waisen zum Imenti gingen.<br \/>\nAm Nachmittag graste Orwa in der N\u00e4he von Narok, w\u00e4hrend Shukuru einige Zeit beim W\u00e4lzen verbrachte. Der Rest des Tages war ruhig und die Waisen konzentrierten sich aufs Grasen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 30. April 2015<\/strong><br \/>\nMutara war die erste, die aus den Gehegen kam und wartete am Haupteingang der Stallungen. Das verursachte einen Elefanten-Stau, da die Anderen nicht heraus konnten. Die Keeper mussten eingreifen und Mutara wegbewegen, damit die Waisen herauskommen konnten. Teleki ging zur Westseite der Stallungen, w\u00e4hrend die Anderen nach Osten gingen. Kurz darauf bemerkte Teleki, dass ihm niemand folgte und kehrte um, da er nicht allein sein wollte. Im Busch begannen Bongo und Vuria ihr Tageswerk mit einem Kr\u00e4ftemessen.<br \/>\nGegen 10 Uhr schlossen sich die Ex-Waisen Lualeni, Ololoo, Napasha und Buchuma den Waisen an. Es war interessant, dass Ololoo wieder bei Lualeni war, nachdem er nun eine Weile fort gewesen war. Die Ex-Waisen eskortierten die Waisen zum Schlammbad. Dort w\u00e4lzte sich nur Lualeni. Ololoo forderte Orwa zu einem Kr\u00e4ftemessen heraus, w\u00e4hrend Teleki mit Bomani spielte. Der Rest der Herde nahm nur ein Staubbad. Sp\u00e4ter gingen die Ex-Waisen zum Kanziku-Gebiet, w\u00e4hrend die Waisen, angef\u00fchrt von Mutara, zum Grasen zum oberen Kalovoto gingen.<br \/>\nDer Nachmittag war hei\u00df, doch gegen 15 Uhr bildeten sich Wolken und versprachen Regen. Die Waisen genossen das Grasen bei k\u00fchlerem Wetter und freuten sich auf den Regen, der aber leider bis zum Ende des Tages nicht kam.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/512201583559-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Vuria und Bongo spielen am Morgen<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/ithumba-april-2015\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mittwoch, 1. April 2015 Rapsu und ein wilder Elefant waren an den Stallungen, als die Waisen am fr\u00fchen Morgen herausgelassen wurden. Als das Luzernenheu an die Waisen verteilt wurde, schloss sich Rapsu dem Fr\u00fchst\u00fcck an. Der wilde Elefant war etwas nerv\u00f6s und hielt Abstand. Er kollerte, um Rapsu abzulenken und seine Aufmerksamkeit zu erregen. 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