{"id":6784,"date":"2015-06-01T11:52:01","date_gmt":"2015-06-01T10:52:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=6784"},"modified":"2015-06-01T11:52:01","modified_gmt":"2015-06-01T10:52:01","slug":"umani-springs-april-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/umani-springs-april-2015\/","title":{"rendered":"Umani Springs April 2015"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 1. April 2015<\/strong><br \/>\nMurera kam heute Morgen energiegeladen aus ihrem Gehege und griff jeden Baum in der Umgebung an. Dann brach sie ein paar \u00c4ste ab und bedeckte ihren Kopf damit. Sonje war entspannter und graste friedlich neben ihr, w\u00e4hrend sie ein Auge auf Zongoloni hatte. Zongoloni blieb immer in der N\u00e4he von Sonje und machte auch im Busch regelm\u00e4\u00dfig trompetende Ger\u00e4usche, um sicherzugehen, dass Sonje sie nicht zur\u00fcckl\u00e4sst.<br \/>\nNgasha hatte sich im Geb\u00fcsch verlaufen und die anderen Waisen aus den Augen verloren. Er kam in einem trockenen Gebiet ohne viel leckeres Gr\u00fcn heraus. Die Keeper bemerkten, dass er sich verlaufen hatte und riefen seinen Namen. Als er das h\u00f6rte, antwortete er sofort und kam geradewegs aus dem Geb\u00fcsch zu den Keepern und ihren Flaschen, dicht gefolgt von Zongoloni. Die ging direkt zu ihrer F\u00fctterstelle und hob elegant ihre Flasche auf. Die gierige Lima Lima musste warten, bis ein Keeper frei war, um sie zu f\u00fcttern.<br \/>\nNach der Milchf\u00fctterung gingen die Waisen wieder ins Geb\u00fcsch und suchten nach Wasser, das vom Regen der letzten Nacht \u00fcbrig geblieben war. Es war ein k\u00fchler Tag und die Waisen waren nicht daran interessiert, im Wasserloch zu baden. Stattdessen suchten sie stehendes Regenwasser im Geb\u00fcsch.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/51520152362-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera bedeckt ihren Kopf mit Zweigen<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 2. April 2015<\/strong><br \/>\nDer Regen begann am fr\u00fchen Morgen, noch bevor die Elefanten aus ihren Gehegen kamen. Das feuchte Wetter stie\u00df nicht auf so gro\u00dfe Begeisterung bei den Babys, die nicht gern drau\u00dfen stehen und vollgeregnet werden wollten, sondern lieber unter ihren D\u00e4chern warteten, bis es aufh\u00f6rte. Murera war die Erste, die herauskam, doch als sie sich umdrehte, um zu sehen, wer ihr folgte, trauten sich die anderen noch nicht unter ihren D\u00e4chern hervor. Also kehrte auch sie zu ihrem Gehege zur\u00fcck. Zongoloni schien besonders unwillig, in den Regen hinaus zu gehen und blieb sehr nah bei ihrer Adoptivmama Sonje, w\u00e4hrend sie darauf wartete, dass der Regen aufh\u00f6rte.<br \/>\nAls die Waisen endlich in den Wald aufbrachen, war es sehr rutschig. Immer wenn sie etwas schneller gingen, verloren sie ihren sicheren Stand und stolperten. Einmal fiel Jasiri komplett hin und als Lima Lima und Ngasha das sahen, nutzten sie die Gelegenheit und kletterten auf ihn. In der feuchten Erde war aber sogar das schwierig, doch Lima Lima und Ngasha hatten viel Spa\u00df dabei, Jasiri auf dem Boden zu halten und auf ihm herumzuklettern.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/515201524720-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Jasiri, Zongoloni und Faraja nach dem Regen drau\u00dfen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 3. April 2015<\/strong><br \/>\nMurera kam heute Morgen schnell aus ihrem Gehege und suchte an der Tr\u00e4nke nach etwas frischem Wasser zum Saufen, bevor sie der Herde junger Waisen folgte, die bereits im Geb\u00fcsch graste. Die gierige Lima Lima jagte vorneweg, wie sie es immer zu den F\u00fctterzeiten tut. Lima Limas Aufregung war ansteckend und Quanza feuerte sie noch an. Es war schwer f\u00fcr die Keeper, Lima Lima zu beruhigen, denn sie ignorierte ihre Rufe einfach.<br \/>\nNgasha wollte von den Keepern wissen, ob die Schlammbadzeit schon gekommen war, denn er war sich sicher, dass seine Flasche schon fertig war. Doch bevor die Keeper sie zur F\u00fctterstelle f\u00fchren konnten, \u00fcbernahmen Sonje und Zongoloni die F\u00fchrung und brachten die Herde zum Wasserloch, damit sie sich in der Mittagshitze abk\u00fchlen konnten. Nach ihrer Ankunft dort spritzten sich die Waisen Wasser auf die F\u00fc\u00dfe, um zu entscheiden, ob es warm genug zum Baden war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/51520153851-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera an der Tr\u00e4nke<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 4. April 2015<\/strong><br \/>\nNgasha sah heute morgen sehr kr\u00e4ftig aus und er f\u00fchlte sich auch so. Er testete seine Kr\u00e4fte an jedem Waisen, der an ihm vorbeikam. Lima Lima wusste nicht, dass Ngasha einen Kampfpartner suchte und war die Erste, die sich ihm n\u00e4herte. Er blockierte ihr den Weg und wartete darauf, herausgefordert zu werden. Lima Lima versuchte, sich an ihm vorbeizudr\u00e4ngeln, trotzdem griff Ngasha nach ihrem Schwanz und aus der Rangelei entstand ein Kr\u00e4ftemessen. Obwohl er sicher war, kr\u00e4ftig genug zu sein, war Lima Lima noch zu stark f\u00fcr ihn und gewann den Kampf. Ngasha war ein schlechter Verlierer und versuchte, Lima Lima zu besteigen. Die Aufregung lockte Jasiri und Zongoloni an, die ihrer Freundin Lima Lima half, sich gegen Ngashas Schubsereien zu verteidigen. Sobald Lima Lima Ngasha von ihrem R\u00fccken gesch\u00fcttelt hatte, drehte sie sich um und besiegte ihn noch einmal.<br \/>\nNach der Aufregung am Morgen besuchten die Babys das Staubbad, wo sie es sehr genossen, sich Erde auf den R\u00fccken zu werfen. Der Tag wurde immer hei\u00dfer und so machten sie sich auf den Weg, um Schutz im Schatten eines Baobabs zu suchen. Dort kam es viele flache Felsen, auf denen die Waisen spielen konnten. Lima Lima und Zongoloni benutzten die Felsen als Bett und legten sich auf sie. Sie waren aber weniger bequem als die &#8222;Betten&#8220; in ihren Gehegen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/515201533651-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngasha fordert Lima Lima heraus<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 5. April 2015<\/strong><br \/>\nNgasha kam aus seinem Gehege und nach der 6-Uhr-F\u00fctterung ging er direkt in den Wald, um ein paar leckere Zweige zum Fressen zu suchen. Dem Rest der Herde gefiel Ngashas gute Idee, und sie folgten ihm, um auch ein paar leckere Zweige zu fressen. Allerdings konnte Ngasha das leckere Gr\u00fcn, auf das sich die Anderen nun schon gefreut hatten, nicht finden. Also setzten sie ihre Hoffnung auf Faraja, der ihnen den Weg zum besten Futter zeigen sollte. Das war erfolgreicher und bald fra\u00dfen sie leckeres, weiches Gr\u00fcn und kollerten zufrieden.<br \/>\nAm Nachmittag f\u00fchrte Faraja die Babys zum Wasserloch, wo Sonje Wasser auf ihre F\u00fc\u00dfe spritzte, um die Wassertemperatur zu sch\u00e4tzen. Die Waisen entschieden, dass es zu kalt f\u00fcr ein Schlammbad war, leerten nur ihre Flaschen und gingen dann direkt zum Staubbad.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/515201554646-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngasha geht hinaus zum Grasen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 6. April 2015<\/strong><br \/>\nDer Tag begann mit andauerndem Nieselregen am fr\u00fchen Morgen und einige der Waisen waren nicht begeistert von der Idee, aus ihren Gehegen zu kommen und vollgeregnet zu werden. Doch Murera, Sonje und Zongoloni kamen heraus, sobald die Tore ge\u00f6ffnet wurden und lie\u00dfen die Jungs zur\u00fcck, die sich im Gehege zusammenkuschelten. Als Lima Lima sah, dass die anderen drei sich auf den Weg machten, folgte sie ihnen trotz des Regens, um auch ja nicht ihren Anteil des Fr\u00fchst\u00fccks zu verpassen. Schlie\u00dflich kamen auch die Jungs aus den Gehegen und schlossen sich den Anderen an.<br \/>\nLima Lima entdeckte einen Keeper, der auf einem nahegelegenen Felsen sa\u00df und kam her\u00fcber, um sich daran zu kratzen. Nach kurzer Zeit wurde aber ihre eigentliche Absicht klar: Sie wollte mit unter den Regenschirm des Keepers. Er hielt ihn extra hoch, damit sie darunterpasste, obwohl er gerade gro\u00df genug f\u00fcr ihren Kopf war.<br \/>\nAls es endlich aufh\u00f6rte zu regnen, gingen die Babys zum Staubbad und hatten viel Spa\u00df mit der feuchten Erde. Einige Waisen legten sich hin und erlaubten es den anderen, auf ihnen herumzuklettern.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/51520157159-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Faraja kratzt sich neben seinem Keeper<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 7. April 2015<\/strong><br \/>\nNach einer sehr k\u00fchlen Nacht waren die Waisen froh, als sie die Keeper aus ihren Zelten kommen sahen, um die Morgenf\u00fctterung vorzubereiten. Lima Lima und Sonje waren sehr ungeduldig, stie\u00dfen gegen ihre Tore und hoben die R\u00fcssel in die Richtung, in der die Milch vorbereitet wurde. Auch Zongoloni steckte ihren R\u00fcssel zwischen den Absperrungen hindurch, weil sie sich so sehr auf ihre Milch freute.<br \/>\nNachdem sie aus den Gehegen gekommen waren, versammelten sich einige der Babys an der Tr\u00e4nke, um frisches Wasser zu saufen. Murera war bereits auf dem Weg in den Busch. Lima Lima machte ein paar Dehn\u00fcbungen, vielleicht wegen des kalten Wetters. Sie w\u00e4rmte sich damit f\u00fcr das darauffolgende Kr\u00e4ftemessen mit Jasiri auf. Lima Lima war damit gut vorbereitet und gewann den Kampf dann auch. Mit dem letzten Sto\u00df schubste sie Jasiri zu Boden und kletterte auf seinen R\u00fccken. Da kam Ngasha mutig seinem Freund zu Hilfe, schubste Lima Lima von Jasiri herunter und versuchte dann seinerseits, auf sie zu klettern. Die Keeper griffen schlie\u00dflich ein und beendeten die K\u00e4mpfe.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/515201571825-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera l\u00e4uft von der Tr\u00e4nke weg<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 8. April 2015<\/strong><br \/>\nDrau\u00dfen im Busch grasten Jasiri und Zongoloni zusammen, w\u00e4hrend Ngasha auf der anderen Seite besch\u00e4ftigt war. Er versuchte, mit seinem Fu\u00df das widerspenstige Gras zu entwurzeln, das er mit dem R\u00fcssel nicht herausziehen konnte. Lima Lima hatte eine strategisch g\u00fcnstige Position recht weit oben eingenommen. Sie achtete darauf, dass Jasiri weit unterhalb von ihr stand, damit sie im Vorteil war, falls sich ein Kr\u00e4ftemessen ergeben sollte und sie Jasiri dann den zweiten Tag in Folge besiegen konnte.<br \/>\nDie Waisen tauchten auf die Sekunde genau bei der Mittagsf\u00fctterung auf und gingen danach wie immer auf die Suche nach B\u00e4umen und St\u00e4mmen, um sich zu kratzen. Sonje fand einen besonders gut geeigneten Baum und konnte ein paar schwer erreichbare Stellen kratzen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/515201572716-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngasha tritt gegen das Gras<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 9. April 2015<\/strong><br \/>\nIn der Nacht hatte es heftig geregnet und ein paar B\u00e4ume waren umgest\u00fcrzt, was die Waisen etwas in Panik versetzte. So wollten sie am Morgen sofort herauskommen, um das genauer zu untersuchen. W\u00e4lzen war die Hauptbesch\u00e4ftigung des Tages, da die Waisen von dem n\u00e4chtlichen Regen nun sowieso schon nass und matschig waren. Sie zeigten ihre Aufregung und Freude \u00fcber die Regenzeit und dass es nun bald noch \u00fcppigeres Futter und Wasser im Kibwezi-Wald geben wird.<br \/>\nGegen Mittag wartete Zongoloni geduldig darauf, dass die Milchflaschen geliefert wurden. Sie streckte ihren R\u00fcssel in die Richtung, aus der das Fahrzeug mit der Milch normalerweise kommt und bewegte sich keinen Schritt, bis die Flaschen ankamen. Nach der F\u00fctterung verlie\u00df Sonje mit den Babys im Schlepptau die F\u00fctterstelle und lie\u00df Murera mit den Keepern zur\u00fcck. Die Keeper waren erstaunt dar\u00fcber, wie leise Sonje den Babys den Befehl zum Aufbruch mitgeteilt hatte. Murera und die Keeper folgten der Herde und fanden Faraja und Jasiri auf einer Lichtung mit besonders leckerem und gr\u00fcnem Gras, das sie sehr genossen. Murera war aber nicht interessiert an Faraja und Jasiri oder dem weichen Gras, sondern ging weiter in den Wald hinein, um Sonje und die anderen Waisen zu finden. Sie traf sie schlie\u00dflich, als sie gerade auf der Suche nach den Keepern zur\u00fcckkamen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/51520158328-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Zongoloni wartet auf ihre Milch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 10. April 2015<\/strong><br \/>\nNgasha kam heute Morgen in gro\u00dfer Eile aus seinem Gehege und hielt nur kurz an, um auf seinen Gehegekameraden Faraja zu warten. Faraja dagegen wartete auf seinen Freund Jasiri, dessen Tor noch nicht ge\u00f6ffnet worden war, obwohl Jasiri schon mehrfach versucht hatte, es mit seinem R\u00fcssel zu \u00f6ffnen. Als das Tor endlich aufging, rannte er zum Lagerraum auf der Suche nach Luzernenheu. Er wurde aber entt\u00e4uscht, denn seit Beginn der Regenzeit gibt es genug gr\u00fcnes Futter im Busch, sodass die Waisen kein zus\u00e4tzliches Luzernenheu brauchen. Jasiris Entt\u00e4uschung hielt aber nur kurz an, denn die Waisen brachen auf, um nach leckerem, frischen Gras zu suchen.<br \/>\nDrau\u00dfen im Busch kam Ngasha dicht an Sonje heran, als sie grasten. Zongoloni ist sehr eifers\u00fcchtig auf jeden, der sich Sonje n\u00e4hert und schubste Ngasha von ihr weg. Danach verbrachte Lima Lima einige Zeit mit Ngasha und es schien, als ob sie im Wettbewerb standen, wer von ihnen schneller fressen kann. Ngasha fand einen leckeren Zweig und versuchte, Sonjes Technik nachzumachen, die Zweige abzubrechen. Doch er war nicht schnell genug, um Lima Lima zu schlagen und musste sich mit dem zweiten Platz begn\u00fcgen.<br \/>\nNachdem sie im Wald gefressen hatten, suchten die Waisen frisches Gras. Als sie in einer Gegend ankamen, in der sie leckeres Gras erwarteten, trafen sie auf ein paar B\u00fcffel, die es sich dort gutgehen lie\u00dfen. Murera und die Keeper kamen als letzte dort an und h\u00f6rten Zongoloni, Quanza und Jasiri laut trompeten, dem sich Murera auch gleich anschloss. Die Keeper wussten nicht so recht, woher die Aufregung kam, doch dann sahen sie Bewegung in den B\u00fcschen, wo eine B\u00fcffelherde vor den Elefanten wegrannte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/515201581454-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngasha und Lima Lima fressen um die Wette<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 11. April 2015<\/strong><br \/>\nMurera kratzte sich gerade, als ein paar V\u00f6gel \u00fcber ihrem Kopf hinwegflogen und Laute von sich gaben, die ihr unbekannt waren. Sie erschrak und sah nach oben, um zu sehen, wo die komischen Ger\u00e4usche herkamen. Als sie es nicht herausfinden konnte, eilte sie zu Sonje, die entschied, dass sie am Besten von dem Krach weglaufen und zu den anderen Babys gehen sollten, die bei Quanza, Lima Lima und den Jungs waren. Bei den anderen Waisen beruhigten sie sich schnell und grasten weiter an dem frischen, gr\u00fcnen Gras, das dank des Regens im Kibwezi-Wald bereits gesprossen war.<br \/>\nZur Milchf\u00fctterung hatten Lima Lima und Ngasha einen frechen Trick auf Lager. Als sie das Auto h\u00f6rten, das die Milch brachte, schlichen sie sich vom Rest der Herde davon. Das Auto hielt an, um sie zuerst zu f\u00fcttern, bevor es die Milch zu den anderen Waisen brachte. Als Lima Lima und Ngasha fertig waren, waren die Keeper, die sie gef\u00fcttert hatten, weit vom Auto entfernt. Nachdem sie sich per Funk mit ihren Kollegen ausgetauscht hatten, stellte sich heraus, dass Lima Lima und Ngasha sich ein zweites Mal am Fahrzeug angestellt hatten, in der Hoffnung, noch einmal Milch zu bekommen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/515201581948-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera erschreckt von ein paar V\u00f6geln<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 12. April 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen teilten sich heute in zwei Gruppen auf. Sonje rief ein paar Babys, n\u00e4mlich Jasiri, Ngasha, Faraja und ihren Liebling Zongoloni, zu sich, damit sie ihr folgten. Die Waisen hielten es f\u00fcr eine gute Idee, Murera bei den Keepern zu lassen. Sonje f\u00fchrte die Babys in Richtung des Zauns und folgte dabei einer Spur wilder Elefanten, die in der letzten Nacht die Stallungen besucht hatten.<br \/>\nMurera war bei den Keepern zur\u00fcckgeblieben und sie f\u00fchrten sie in den Wald, Sonjes Gruppe hinterher. Sonje wartete, als sie in den Weidegr\u00fcnden angekommen war, auf Murera, und als sie merkte, dass sie fehlte, kehrte sie um, um nach ihr zu suchen. Ihre Gruppe &#8211; au\u00dfer Zongoloni &#8211; lie\u00df sie unter der Aufsicht von Lima Lima. Sonje musste aber nicht lange suchen, denn sie fand Murera ganz in der N\u00e4he, bei den Keepern.<br \/>\nBeim Mittagsschlammbad und der Milchf\u00fctterung sahen alle Babys sehr ersch\u00f6pft aus. Trotzdem konnten Lima Lima, der kleine Gierschlund, und Quanza noch zu ihren Flaschen rennen, denn diese wollten sie nicht verpassen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/515201582618-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Faraja und Jasiri im Grasland<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 13. April 2015<\/strong><br \/>\nFr\u00fch am Morgen begann Ngasha wieder seine \u00fcblichen Dummheiten. Er entdeckte Lima Lima, die in der Sonne lag und staubbadete. Da sie gerade abgelenkt war, sprang er auf ihren R\u00fccken und rieb seinen Bauch an ihr. Lima Lima konnte nicht aufstehen und sich wehren, da Ngasha zu schwer war. Als Murera sah, wieviel Spa\u00df Lima Lima und Ngasha zu haben schienen, ging sie zu Sonje hin\u00fcber, die ebenfalls auf dem Boden lag und versuchte, ihre Vorderbeine auf Sonjes R\u00fccken zu stellen. Dabei war sie aber sehr vorsichtig, da Sonje ein schwaches Hinterbein hat und sie spielte nur kurz mit ihr. Danach lie\u00df sie Sonje wieder in Ruhe auf dem Boden liegen.<br \/>\nWie immer rannten die Babys zu ihrer Mittagsmilchf\u00fctterung. Quanza und die gierige Lima Lima wichen den Keepern aus, die sie immer von den Anderen trennen wollen, damit sie als letztes gef\u00fcttert werden. Heute konnten sie aber die Keeper austricksen und kamen zuerst an der F\u00fctterstelle an. Sie schrien vor Aufregung und Vorfreude auf ihre Milch.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/515201583113-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngasha klettert auf Lima Lima<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 14. April 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen hatten einen wunderbaren Vormittag, an dem sie das viele leckere, seit Beginn der Regenf\u00e4lle frisch gesprossene Gras genie\u00dfen konnten. Zongoloni konnte gar nicht genug bekommen und war eifers\u00fcchtig darauf, wieviel Faraja hatte. Sie versuchte, etwas Gras aus seinem Mund zu stehlen. Als Lima Lima das sah, brachte sie ihr eigenes Futter in Sicherheit und entfernte sich von Zongoloni, die in der N\u00e4he von Sonje weitergraste.<br \/>\nHeute war eine besondere Mittagsf\u00fctterung, da Daphne Sheldrick an der Futterstelle auf die Waisen wartete. Die Keeper waren sehr froh, sie in Umani zu sehen. Zuerst schienen die Waisen Daphne gar nicht zu bemerken, doch Murera erkannte sie und ging zum Fahrzeug, um sie zu begr\u00fc\u00dfen und bekam auch gleich etwas leckeres Gr\u00fcn von ihr. Dann verstanden auch die anderen Waisen, wer in dem Auto sa\u00df und gingen zur Begr\u00fc\u00dfung hin\u00fcber.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/515201583544-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen genie\u00dfen das leckere Gras<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 15. April 2015<\/strong><br \/>\nDer Tag begann ganz normal und Murera brachte ihre Herde in den Busch, damit sie nach der Morgenf\u00fctterung grasten konnten. Die Keeper folgten. Murera und die anderen Babys wussten noch nicht, dass Balguda und Ziwa aus dem Waisenhaus in Nairobi bereits auf dem Weg zu ihnen waren, um hier in der Auswilderungsstation in Umani Springs im Kibwezi-Wald den n\u00e4chsten Schritt hin zu einem wilden Leben zu gehen. Kurz nachdem alle zum Grasen hinausgegangen waren, konnten die Keeper den LKW h\u00f6ren, der sich den Stallungen n\u00e4herte. Sie riefen die Waisen zur\u00fcck, damit sie die zwei Neulinge begr\u00fc\u00dfen und willkommen hei\u00dfen konnten. Als sie wieder an den Stallungen waren, verstanden die Waisen, dass die Ankunft des LKW neue Herdenmitglieder bedeutete. Lima Lima, Zongoloni, Sonje, Ngasha und Murera warteten darauf, dass sich die T\u00fcr \u00f6ffnete, obwohl Lima Limas und Ngashas Aufmerksamkeit durch die Anwesenheit von Milchflaschen stark beeintr\u00e4chtigt wurde.<br \/>\nSobald die Tore aufgingen, konnten Ziwa und Balguda aus dem LKW kommen. Ziwa war zuerst verwirrt; vielleicht hatte er erwartet, wieder nach Tsavo zu kommen. Balguda hob den R\u00fcssel, um herauszufinden, ob er jemanden aus dem Begr\u00fc\u00dfungskomitee erkennen w\u00fcrde. Er erkannte Ngasha und begr\u00fc\u00dfte ihn sofort, doch Ngasha war frech wie immer und versuchte gleich, ihn zu besteigen und zu schubsen. Die Keeper waren auf so ein Verhalten vorbereitet und konnten den Neuank\u00f6mmling vor allzu wildem Gerangel besch\u00fctzen.<br \/>\nBalguda hielt sich dicht an den Keepern aus Nairobi. Nachdem sie auf dem Gel\u00e4nde der Stallungen herumgelaufen waren, um alles kennenzulernen, ging es zum Grasen in den Busch. Lima Lima und Quanza versuchten, in der N\u00e4he von Ziwa zu bleiben, und Balguda war damit zufrieden, mit seinem Waisenhaus-Keeper mitzulaufen, w\u00e4hrend die Herde nach frischem Gr\u00fcn Ausschau hielt. Balguda und Ziwa genossen schon bald das \u00fcppige, leckere Futter in Kibwezi und f\u00fchlten sich gleich schon viel mehr heimisch. Ngasha wollte aber Balguda, der im Waisenhaus sein guter Freund gewesen war, immer noch \u00e4rgern, und die Keeper mussten ihn noch einmal besch\u00fctzen.<br \/>\nDer Tag endete gut und die neuen Mitglieder wurden vor den Anderen zu den Stallungen zur\u00fcckgebracht. In der Nacht gab es erneut Gewitter, sodass noch mehr B\u00e4ume und \u00c4ste herunterfielen. Balguda und Ziwa machte das sehr nerv\u00f6s, und die Keeper mussten bis nach Mitternacht bei ihnen bleiben. Dann beruhigten sie sich aber und die Keeper konnten in ihr Zelt zur\u00fcckkehren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/515201583933-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Der LKW mit Ziwa und Balguda kommt an<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 16. April 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen kamen aus den Gehegen und mussten eine wichtige Entscheidung treffen: Wo sollte am Morgen gegrast werden? Schlie\u00dflich machten sich die Babys zum Grasland auf, um dort leckeres weiches Gras zu genie\u00dfen und Ziwa und Balguda die Gegend zu zeigen. Danach gingen sie in den Wald, um Zweige zu fressen. Faraja f\u00fchrte die Gruppe an, Zongoloni folgte dicht dahinter und danach die anderen Waisen. Balguda und Ziwa waren sehr zufrieden und trompeteten fr\u00f6hlich, w\u00e4hrend sie neben Murera und Sonje liefen.<br \/>\nQuanza wusste, was die frechen Jungs vorhatten und besch\u00fctzte die Babys, insbesondere Balguda vor allem, was Ngasha im Schilde f\u00fchren k\u00f6nnte. Nachdem sie einige Zeit weiches Gras gefressen hatten, f\u00fchrte Zongoloni sie zum Staubbad und begann, mit ihren winzigen Sto\u00dfz\u00e4hnen Erde auszugraben. Sonje bemerkte, dass Zongoloni zum Staubbad davongeschlendert war und folgte mit Balguda und Ziwa. Sie zeigte ihnen, dass die Erde hier eine andere Farbe hat, als sie es aus Nairobi gewohnt waren.<br \/>\nSp\u00e4ter am Tag wollte Balguda in den Wald gehen, um ein paar leckere Zweige zu fressen. Da er noch neu ist, wusste er aber nicht, wo es lang geht, und so \u00fcberzeugte er Ngasha, Quanza und Lima Lima, ihm den Weg zu zeigen.<br \/>\nAuf dem Weg zur\u00fcck zu den Stallungen am Abend wurden Ziwa und Balguda von Ngasha und der gierigen Lima Lima begleitet. Lima Lima dachte aber nur an eins: ihre Milch. Sie eilte vorneweg und lie\u00df Balguda und Ziwa am Eingangstor zur\u00fcck. Dort warteten die beiden darauf, dass ihnen ein Keeper ihr Gehege zeigte, da sie vergessen hatten, wo sie hin mussten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/51520158468-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen genie\u00dfen weiches Gras<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 17. April 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen wachten nach einer sehr ereignisreichen Nacht auf, denn wilde Elefanten waren gekommen, um die Stallungen zu besuchen. Sie waren aber nicht lange geblieben, da sie die Anwesenheit der Keeper riechen konnten. Die neuen Babys Ziwa und Balguda haben sich gut eingelebt und sind gl\u00fccklich in ihrem neuen Gehege. Balguda ist aber noch immer vorsichtig bei den frechen Jungs, insbesondere Ngasha, und h\u00e4lt Abstand zu ihnen, wenn er an ihnen vorbei geht.<br \/>\nHeute Vormittag graste Balguda abseits von den Anderen. Sonje sah das und fand es nicht gut, dass er ganz allein war. Sie gesellte sich zu ihm, f\u00fcr den Fall, dass er vor den frechen Jungs besch\u00fctzt werden musste, die immer noch darauf aus sind, die Neuank\u00f6mmlinge in ihre Rangfolge einzusortieren. Balguda sah aber unbesorgt und entspannt aus und vertraute darauf, dass die Keeper ihn vor allen Gefahren besch\u00fctzen. Er ging zur Sicherheit noch etwas n\u00e4her an die Keeper heran und Sonje folgte ihm. Ziwa entdeckte ein paar weiche Zweige, die in seiner Reichweite hingen, brach sie ab und fra\u00df sie.<br \/>\nZur Mittagsf\u00fctterung h\u00f6rte Zongoloni die Keeper ihre Namen rufen und f\u00fchrte die Babys zur F\u00fctterstelle. Lima Lima wurde von den Keepern zur\u00fcckgehalten, damit sie Balguda, Ziwa und die anderen Babys, die nicht so schnell trinken, nicht st\u00f6ren w\u00fcrde. Das gefiel ihr aber gar nicht, und sie schlich sich durch ein Gel\u00e4nde, das die Keeper nicht \u00fcberblicken konnten, zur F\u00fctterung. Der Trick funktionierte, Lima Lima umlief die Keeper und konnte ungehindert ihre Milch erreichen.<br \/>\nNach der Mittagsf\u00fctterung verbrachte Quanza einige Zeit mit Balguda. Sie t\u00e4tschelte Balgudas Bauch mit ihrem R\u00fcssel, um ihm Mut zuzusprechen und ihn zu \u00fcberzeugen, dass er nicht so sch\u00fcchtern zu sein braucht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/515201584930-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje grast mit Balguda<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 18. April 2015<\/strong><br \/>\nNach der 6-Uhr-F\u00fctterung wuschen die Keeper die Milchflaschen aus und bereiteten sich darauf vor, die Tore zu \u00f6ffnen. Zongoloni wurde ungeduldig, stie\u00df gegen ihr Tor und versuchte, es selbst zu \u00f6ffnen. Nach vielem Geschubse gelang es ihr tats\u00e4chlich und sie rannte zu Sonje. Sie wurde aber von den leckeren Zweigen, die \u00fcberall herunterhingen, abgelenkt und ging schlie\u00dflich zum Grasen hinaus. Als die Keeper die anderen Tore ge\u00f6ffnet hatten, folgten Sonje und die \u00fcbrigen Waisen Zongoloni, denn sie wollten wissen, wo Zongoloni f\u00fcr heute auf Futtersuche gegangen war.<br \/>\nZiwa blieb dicht bei Murera, da er wusste, dass die Schwanzzieher Ngasha und Jasiri versuchen k\u00f6nnten, ihn zu \u00e4rgern, falls er allein war. Die Anwesenheit von Murera und den Keepern hielt die frechen Jungs zur\u00fcck und so konnten alle entspannt grasen.<br \/>\nW\u00e4hrend des Vormittags kamen die Waisen an einer Gruppe Paviane vorbei, die viel Krach machten. Ziwa ist seit der lauten Umzugsfahrt nach Umani etwas nerv\u00f6s bei jeglichem Krach und er wusste nicht, welche Tiere solche Ger\u00e4usche machen. Er rannte mit aufgestellten Ohren zur Sicherheit der Keeper zur\u00fcck und war bereit, sich gegen alles zu verteidigen, was da aus den B\u00fcschen gerannt kommen w\u00fcrde.<br \/>\nQuanza machte sich den Spa\u00df, sich in die Mitte der Waisengruppe zu stellen und sie dann auseinander zu scheuchen. Balguda sah die anderen Babys laufen und schloss sich ihnen an. Die Keeper riefen die Babys schlie\u00dflich zur\u00fcck und beruhigten sie. Balguda war sehr ersch\u00f6pft von dem vielen Laufen, ging zu den Keepern und entspannte sich eine Weile. Lima Lima holte ihn dann wieder ab und brachte ihn zur Herde zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/515201585238-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Zongoloni frisst mit Sonje<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 19. April 2015<\/strong><br \/>\nMurera kam voller Aufregung aus ihrem Gehege und sah aus, als w\u00fcrde sie mit jedem spielen wollen. Sie trompetete, als sie herauskam und den Anderen folgte, die bereits im Geb\u00fcsch waren. Zongoloni hatte Probleme, mit den Babys mitzuhalten, da Jasiri ihr den Weg blockierte, um an ihrem Schwanz ziehen zu k\u00f6nnen. Zongoloni wusste aber, was er vor hatte, drehte sich ihm zu und drohte ihm, keine Dummheiten zu machen. Drau\u00dfen im Busch sch\u00e4rfte Murera ihre Sto\u00dfz\u00e4hne auf dem Boden und grub auch etwas Erde zum Fressen aus. Vermutlich wollte sie Mineralien und Salze, die in der Erde sind, zu sich nehmen.<br \/>\nBei der Mittagsf\u00fctterung wurden Balguda und Ziwa von Zongoloni zur F\u00fctterung eskortiert, w\u00e4hrend die Keeper mit den Flaschen auf sie warteten. Wie \u00fcblich hob Zongoloni ihre Flaschen ohne Hilfe auf und trank sie. Das beeindruckte Ziwa und Balguda, die dazu noch die Hilfe der Keeper brauchen. Nach der F\u00fctterung schlossen sich Ziwa und Balguda den Leitk\u00fchen Murera und Sonje an, damit die frechen Jungs nicht auf dumme Ideen kommen w\u00fcrden. Das war eine gute Idee und so grasten sie ohne St\u00f6rungen friedlich zusammen. Balguda wird selbstbewusster und erkundet jetzt auch alleine neue Orte. Die Keeper passen aber gut auf ihn auf, um sicherzugehen, dass es ihm gutgeht.<br \/>\nAm Nachmittag zeigte Ngasha Ziwa den Weg zum Wasserloch, doch als sie dort ankamen, \u00fcberlegte Ziwa es sich anders, da er sp\u00fcrte, dass ihm das Wasser nicht warm genug zum Baden war. Balguda h\u00e4lt auch immer Abstand zum Wasserloch; er mochte das W\u00e4lzen noch nie. Den anderen Waisen zeigten aber Murera und Sonje, wie es geht und sprangen hinein, gefolgt von Lima Lima und den anderen Babys. Lima Lima und Quanza hatten viel Spa\u00df und schienen einen Schwimmwettbewerb zu veranstalten. Es war herrlich anzuschauen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/515201585818-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera gr\u00e4bt mit ihren Sto\u00dfz\u00e4hnen Erde aus<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 20. April 2015<\/strong><br \/>\nSchwanzzieher Jasiri versuchte heute Morgen seine \u00fcblichen Dummheiten und rannte zu Zongoloni. Zongoloni kennt ihn aber zu gut und war vorbereitet. Sie drehte sich blitzschnell um und schob Jasiri davon. Zongoloni steht au\u00dferdem unter dem Schutz von Sonje. Wenn sie sieht, dass ihr geliebtes Baby von ihm ge\u00e4rgert wird, schiebt sie ihn fort und passt auf, dass er sich von den Kleinen fernh\u00e4lt. Auch Murera akzeptiert Jasiris Dummheiten nicht und er macht, dass er davonkommt, wenn Murera sich n\u00e4hert und den Kleinen zu Hilfe kommt. Murera kann die Jungs immer am besten ma\u00dfregeln, da sie die gr\u00f6\u00dften Sto\u00dfz\u00e4hne hat.<br \/>\nAm nat\u00fcrlichen Wasserloch, in dem sich die wilden Elefanten nachts oft w\u00e4lzen, unterbrachen die Waisen ihren heutigen Rundgang, um die Ger\u00fcche der wilden Elefanten zu untersuchen. Sonje ging zum Ufer und bespritzte sich die Beine, um zu sehen, ob es warm genug zum Baden war. Es war, und sie und Murera w\u00e4lzten sich und \u00fcberzeugten die anderen Babys, mitzumachen. Am Ende gingen alle Waisen au\u00dfer Balguda hinein und das Wasserloch war voller fr\u00f6hlicher Elefanten. Balguda war noch nie begeistert vom W\u00e4lzen, schon im Waisenhaus nicht, und schaute sich die Sache lieber von drau\u00dfen an. Nach dem Schlammbad brachte Murera Zongoloni zum Saufen zum sauberen Wasserloch, bevor sie am Abend nach Hause zur\u00fcck liefen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/51520159355-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Zongoloni rennt zu ihrer Besch\u00fctzerin Sonje<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 21. April 2015<\/strong><br \/>\nAls die Elefanten heute Morgen aus den Gehegen kamen, hob Murera ihren R\u00fcssel und schnupperte in die Luft. Die Keeper merkten, dass sie den wilden Bullen witterte, der in der N\u00e4he herumlungerte, um sich mit den Waisen anzufreunden. Murera wollte die Sache untersuchen, doch Sonje war nicht \u00fcberzeugt. So ging Murera allein in das Geb\u00fcsch. Die Keeper sahen Murera alleine davonlaufen und riefen ihren Namen. Daraufhin machte sich ihr wilder Freund davon, denn die Anwesenheit der Keeper jagte ihm Angst ein. Die wilden Elefanten im Kibwezi-Wald sind im Laufe der Jahre sehr von Menschen beeinflusst worden. Es gab viel Wilderei und Abholzung, und sie haben gro\u00dfe Angst vor dem Geruch von Menschen. Hoffentlich hilft der Zaun um das Schutzgebiet und die Antiwilderei-Bem\u00fchungen des DSWT, dass sich die wilden Elefanten in Zukunft wieder sicherer f\u00fchlen.<br \/>\nW\u00e4hrend die Keeper Murera suchten, um sie zur Mittagsf\u00fctterung und zum Schlammbad zu bringen, standen die anderen Waisen unter der f\u00e4higen F\u00fchrung von Sonje und Lima Lima. Balguda war sehr entspannt und fra\u00df frisches Gras zusammen mit seinem Freund Ziwa. Er war so gedankenverloren, dass er beinahe die Mittagsf\u00fctterung verpasste. Gl\u00fccklicherweise wussten die gefr\u00e4\u00dfige Lima Lima und Ngasha genau, wann es Zeit daf\u00fcr war, und Zongoloni erinnerte Quanza, und so gingen sie alle zusammen zur F\u00fctterstelle.<br \/>\nNach der Milch gingen die Waisen zum Wasserloch und zeigten Ziwa und Balguda, wieviel Spa\u00df man beim W\u00e4lzen als gro\u00dfe Familie haben kann. Es war ein sehr hei\u00dfer Tag und die Waisen nahmen am Abend vor dem Heimweg noch ein zweites Bad. Wieder wollte Balguda nicht baden und soff lieber etwas sauberes Wasser.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/515201595156-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera auf dem Weg in den Wald, um den wilden Bullen zu suchen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 22. April 2015<\/strong><br \/>\nDank des vielen Regens, der den letzten Monat \u00fcber im Kibwezi-Wald gefallen war, gibt es nun \u00fcberall Wasser und viele von wilden Elefanten gegrabene L\u00f6cher sind nun voll. Die wilden Elefanten, B\u00fcffel und auch die Waisen m\u00fcssen nun nicht lange nach einer geeigneten Stelle zum W\u00e4lzen suchen. W\u00e4hrend der letzten Tage konnten die Waisen immer einfach ins Geb\u00fcsch gehen, wenn sie sich abk\u00fchlen wollten und mussten nicht bis zu ihrem \u00fcblichen Wasserloch bei Umani Springs wandern.<br \/>\nHeute gingen Balguda und Ziwa vorneweg zur Mittagsf\u00fctterung und die restlichen Waisen mit Lima Lima und Zongoloni dahinter. Sie wichen kurz vom Weg ab, um ein Bad in einem nat\u00fcrlichen Wasserloch zu nehmen. Dabei hatten sie soviel Spa\u00df, dass sie v\u00f6llig mit schwarzem Schlamm bedeckt an der F\u00fctterstelle ankamen und eher wie B\u00fcffel als wie Elefanten aussahen. F\u00fcr die Keeper war es schwierig, sie zu f\u00fcttern ohne von schlammigen Waisen-R\u00fcsseln beschmiert zu werden. Gl\u00fccklicherweise k\u00f6nnen Zongoloni und Jasiri ihre Flaschen selbst aufheben, doch die Anderen mussten sich zuerst beim Staubbad abtrocknen, ehe sie ihre Milch bekamen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/515201595419-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen nehmen ein Schlammbad auf dem Weg zur Milchf\u00fctterung<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 23. April 2015<\/strong><br \/>\nBalgudas Selbstbewusstsein w\u00e4chst jeden Tag und heute entschied er, dass er sich schon gut genug auskennt, um alleine aufzubrechen und die leckeren Weidegr\u00fcnde zu finden, ohne von Lima Lima und den Anderen dorthin gef\u00fchrt zu werden. Faraja sah Balguda davon laufen und entschied, ihm zu folgen, und auch Jasiri lief den beiden hinterher. Ziwa schloss sich der M\u00e4dchengruppe an, und angef\u00fchrt von Quanza und gefolgt von Ngasha gingen sie in den Wald zum Grasen. Balgudas Strategie zahlte sich aus, und er fand eine Gegend mit sehr s\u00fc\u00dfen Zweigen. Er ging immer tiefer in das Geb\u00fcsch hinein und seine Freunde Faraja und Jasiri folgten ihm. Ziwa verlie\u00df die M\u00e4dchengruppe schlie\u00dflich auch und schloss sich seinem Freund Balguda an, um das leckere, s\u00fc\u00dfe Gr\u00fcn zu fressen, bevor sie zur Mittagsf\u00fctterung zum Wasserloch gingen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/515201595657-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Balguda wird selbstbewusster<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 24. April 2015<\/strong><br \/>\nLima Lima f\u00fchrte die Waisen heute Morgen hinaus. Sie schien aber lieber den Keepern hinterher zu laufen als den besten Platz zum Grasen zu finden, sodass Murera die F\u00fchrung \u00fcbernahm und Balguda dicht hinter ihr folgte. Er ging mit ihr in den Wald, bevor er abbog und sich selbst Zweige und Gras zum Fressen suchte. Murera kam an einem gro\u00dfen Baum vorbei und nutzte die Gelegenheit, um sich zu kratzen. Ngasha war inzwischen damit besch\u00e4ftigt, Gras zu pfl\u00fccken.<br \/>\nNachdem die Waisen ihre Mittagsmilch bekommen hatten, entdeckte Jasiri Paviane, die in seine Richtung unterwegs waren. Er f\u00fchlte sich mutig, also stellte er die Ohren auf und rannte auf die Paviane los, die Balgudas Weg blockierten. Jasiri hielt durch und verjagte den Trupp, sodass Balguda seinen Weg unbehelligt fortsetzen konnte.<br \/>\nNach der Pavian-Aufregung grasten die Waisen in aller Ruhe im Grasland. Ziwa nutzte die Gelegenheit, sich an einem Baum zu kratzten, nachdem er am Morgen gesehen hatte, wie Murera das machte. Murera stieg \u00fcber ein paar Felsen, um zum nat\u00fcrlichen Wasserloch zu kommen. Das Wasser war warm und die Waisen hatten ein spa\u00dfiges Bad im Matsch.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/515201595849-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera kratzt sich an einem Baum<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 25. April 2015<\/strong><br \/>\nDrau\u00dfen im Busch ging Quanza ein St\u00fcck weg von den spielenden Waisen und fand ein k\u00fchles, gr\u00fcnes Gel\u00e4nde, in dem sie alleine grasen konnte. Ziwa und Faraja grasten friedlich zusammen und genossen weiches Gr\u00fcn und saftiges Gras.<br \/>\nZiwa hat etwas zugelegt und ist jetzt schon in sichtlich besserer Verfassung als vor kurzem, als er bei uns ankam. Sein Appetit ist gut, er frisst vorbildlich und ist nun sehr energiegeladen und gierig wie die anderen Jungs und M\u00e4dels in Mureras Herde. Er muss Tipps von Lima Lima und Zongoloni bekommen haben.<br \/>\nHeute verlor Ngasha die Keeper aus den Augen. Nachdem Zongoloni sich mit Lima Lima auf den Weg gemacht hatte, schloss er sich mit Sonje zusammen, um im Geb\u00fcsch nach leckerem Futter zu suchen. Zongoloni kehrte bald zu ihrer Adoptivmama Sonje zur\u00fcck und war sehr eifers\u00fcchtig, als sie bemerkte, dass Ngasha gleich neben ihr ging. Zongoloni f\u00fcrchtete, Sonje k\u00f6nnte ihre Zuneigung auf Ngasha \u00fcbertragen, also piekste sie ihn heftig mit ihren kleinen Sto\u00dfz\u00e4hnen in den Hintern und forderte ihn auf, Abstand zu halten. Daraufhin gehorchte er auch, zu seiner eigenen Sicherheit.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/515201510045-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Quanza grast alleine<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 26. April 2015<\/strong><br \/>\nNachdem Murera am Morgen aus dem Gehege gelassen wurde, folgte sie einem Pfad in den Wald, den wilde Elefanten gemacht hatten, als sie in der Nacht zu den Gehegen gekommen waren. Murera ging immer tiefer in den Wald, und Balguda folgte ihr. Die Keeper h\u00f6rten lautes Trompeten aus der Richtung, in die Murera unterwegs war. Sie machten sich Sorgen um die Sicherheit des kleinen Balguda in der Anwesenheit wilder Bullen, und riefen Murera und Balguda zur\u00fcck. Ziwa war sehr mutig und war auch an dem Trompeten interessiert, sodass auch er sich auf den Weg in Richtung der wilden Herde machte. Sie schickten ihn aber wieder weg, da er zu sehr nach Menschen roch und so kehrte er zu Lima Lima und Quanza zur\u00fcck, die in der N\u00e4he der Keeper grasten.<br \/>\nDer Kontakt zu der wilden Gruppe machte Ziwa sehr gl\u00fccklich und er erz\u00e4hlte seinem Freund und Gehegegenossen Balguda davon. Den schien das aber nicht zu interessieren und er ging zu seinem Lieblingskeeper, anstatt Ziwa zuzuh\u00f6ren. Ziwa gab auf und graste weiter im dichten Geb\u00fcsch, gefolgt von Faraja. Schlauerweise mied er Jasiri, den Schwanzzieher.<br \/>\nAm Wasserloch hatten die Waisen Spa\u00df, als Mureras komplette Familie testete, ob das Wasser warm genug f\u00fcr ein Bad war, bevor sie ihre Mittagsmilch erhielten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/515201510247-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera folgt dem Geruch wilder Elefanten<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 27. April 2015<\/strong><br \/>\nBalguda kam auf der Suche nach Sonje aus dem Gehege. Sonje war bereits mit ihrem Adoptivkind Zongoloni unterwegs. ALs Zongoloni sah, dass sich Balguda Sonje n\u00e4herte, wollte sie ihm den Weg zu ihr blockieren. Balguda ist noch neu und hat noch nicht verstanden, wie inbr\u00fcnstig Zongoloni ihre Position als Sonjes Liebling verteidigt und wie eifers\u00fcchtig sie wird, wenn jemand anderes Sonjes Aufmerksamkeit stielt.<br \/>\nNachder er Sonje nicht begr\u00fc\u00dfen durfte, gesellte sich Balguda zu Ziwa und zusammen folgten sie Murera in den Wald. Die anderen Waisen gingen zum Saufen zur Tr\u00e4nke, bevor auch sie zum Grasen in den Busch gingen.<br \/>\nZiwa ist noch immer nerv\u00f6s bei fremden Ger\u00e4uschen. Er h\u00f6rte im Wald ein paar Buschb\u00f6cke, drehte sich nerv\u00f6s und mit aufgestellten Ohren herum und war bereit, alles anzugreifen, was aus dem Geb\u00fcsch herauskommen k\u00f6nnte. W\u00e4hrend der Mittagsf\u00fctterung geriet er wieder wegen seltsamer Ger\u00e4usche \u00fcber seinem Kopf in Panik. Es waren zwei Kronenkraniche und er verfiel gleich wieder in Verteidigungshaltung.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/515201510459-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Balguda geht zu Sonje<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 28. April 2015<\/strong><br \/>\nSonje juckte die Wange und sie musste eine geeignete Stelle finden, um sich zu kratzen. Sie kam schlie\u00dflich im Wald an einer vorbei und kratzte sich das Gesicht ausgiebig. Sie entfernte die Zecken, die ihr Probleme machten.<br \/>\nAuf der anderen Seite der Weide zeigte Balguda, wie energiegeladen er war. Er bog ein paar kleine B\u00e4ume zu Boden, um den Keepern zu zeigen, wieviel kr\u00e4ftiger er schon geworden war. Sonje kam hinzu und ber\u00fchrte seinen Bauch mit ihrem R\u00fcssel. Das beruhigte ihn und er sah sehr zufrieden aus. Er behielt aber Zongoloni im Auge, falls sie eifers\u00fcchtig auf ihn werden sollte, weil er so nah bei Sonje stand. W\u00e4hrend Sonje bei Balguda war, hatte Ziwa ein Kr\u00e4ftemessen mit Faraja, um den M\u00e4dchen zu zeigen, dass auch er seit seiner Ankunft schon kr\u00e4ftiger geworden war. Ziwa gewann den Kampf und Faraja akzeptierte die Niederlage und ging zum Grasen in den Busch.<br \/>\nAuf dem Weg zu den Stallungen gingen die Waisen am Abend durch das Grasland und fra\u00dfen weiches, gr\u00fcnes Gras, bevor sie von Murera zur\u00fcck nach Hause gebracht wurden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/515201510648-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje kratzt ihr Gesicht<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 29. April 2015<\/strong><br \/>\nAls die Waisen heute morgen aus den Gehegen kamen, entschied Balguda, sich mit Quanza abzusprechen und sie entscheiden zu lassen, wo sie grasen sollten. Balgudas Gehegegenosse Ziwa schloss sich mit Faraja und Schwanzzieher Jasiri zusammen. Ziwa und Faraja kennen aber Jasiris Tricks gut und behielten ihn und ihre Schw\u00e4nze im Auge. Murera behielt Jasiri auch genau im Blick, um sicher zu gehen, dass er sich nicht Balguda vornahm. Zur Sicherheit blieb sie noch in Balgudas N\u00e4he. Auch Sonje machte sich Sorgen um Jasiris Verhalten gegen\u00fcber Balguda und schloss sich Murera an. Unter dem Schutz von zwei M\u00fcttern war Balgudas Schwanz nun endg\u00fcltig sicher vor Jasiri.<br \/>\nNach der Milchf\u00fctterung am Schlammloch ging Balguda zu Sonje, die ihm entgegenkam. Sie steckte ihren R\u00fcssel in seinen Mund, um zu sehen, was er fra\u00df.<br \/>\nAls die Waisen nach einem langen Tag im Wald wieder in den Gehegen waren, regnete es einige Stunden lang heftig. Die Waisen waren erst verst\u00f6rt von den Ger\u00e4uschen des Regens, doch irgendwann schliefen Murera, Balguda und Ziwa ein und nach und nach d\u00f6sten auch die anderen weg. Schlie\u00dflich schlief auch Faraja ein und begann fast sofort, laut zu schnarchen. Die Keeper hatten einiges zu lachen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/515201510816-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Quanza und Balguda<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 30. April 2015<\/strong><br \/>\nAm Morgen gingen die Waisen direkt zu den Weidegr\u00fcnden, um ihre M\u00e4gen zu f\u00fcllen, die nach der langen Nacht leer waren. Der Regen der vorigen Nacht und der Morgentau hatten das Gras feucht gemacht, was die Waisen gar nicht mochten, weil sie davon kalte F\u00fc\u00dfe bekamen.<br \/>\nBalguda lief allein, um nicht von den Rowdys wie Faraja oder Zongoloni geschubst zu werden, die manchmal ihre schlechte Laune an den Neulingen auslassen. Balguda nahm sich Zeit, das weicheste Gr\u00fcn zu ernten und seinen Bauch damit zu f\u00fcllen. Als Lima Lima sah, dass Balguda ganz allein fra\u00df, schloss sie sich ihm an. Ziwa war in Begleitung vieler Freunde, doch das hatte viel Kr\u00e4ftemessen und Geschubse zur Folge, als die Waisen spielten. Ziwa baut immer mehr K\u00f6rpergewicht auf und Faraja und Ngasha st\u00f6ren ihn nicht mehr, da er kr\u00e4ftig genug ist, sie herauszufordern. Doch Jasiri und Zongoloni \u00e4rgern ihn noch immer ab und zu, ohne ersichtlichen Grund.<br \/>\nSchlie\u00dflich entschied Lima Lima, dass ihr Magen voll genug war, legte sich auf den Boden und versuchte, Balguda zum Mitspielen zu \u00fcberreden. Der schien aber nicht interessiert zu sein und graste friedlich weiter. Lima Lima konnte aber wenigstens die Besucher der Umani Springs Lodge unterhalten, und ihre Pateneltern lieben es, sie so gl\u00fccklich zu sehen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/515201510943-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen im Grasland<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/umani-springs-april-2015\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mittwoch, 1. April 2015 Murera kam heute Morgen energiegeladen aus ihrem Gehege und griff jeden Baum in der Umgebung an. Dann brach sie ein paar \u00c4ste ab und bedeckte ihren Kopf damit. Sonje war entspannter und graste friedlich neben ihr, w\u00e4hrend sie ein Auge auf Zongoloni hatte. Zongoloni blieb immer in der N\u00e4he von Sonje &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/umani-springs-april-2015\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eUmani Springs April 2015\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":6785,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[40,61,1],"tags":[],"class_list":["post-6784","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-tagebuch-der-keeper","category-umani","category-news"],"pp_statuses_selecting_workflow":false,"pp_workflow_action":"current","pp_status_selection":"publish","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6784","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6784"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6784\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6786,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6784\/revisions\/6786"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6785"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6784"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6784"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6784"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}