{"id":6788,"date":"2015-06-02T13:45:01","date_gmt":"2015-06-02T12:45:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=6788"},"modified":"2015-06-02T13:45:01","modified_gmt":"2015-06-02T12:45:01","slug":"voi-april-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/voi-april-2015\/","title":{"rendered":"Voi April 2015"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 1. April 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein wundersch\u00f6ner Morgen, als die Waisen aus den Gehegen kamen, um den neuen Tag zu begr\u00fc\u00dfen. Die Kleinen genossen die leckere Milch, bevor sie sich wenige Minuten sp\u00e4ter ihren \u00e4lteren Artgenossen bei der Kopra-F\u00fctterung anschlossen. Heute wurde an den Stallungen nur wenig gespielt. Taveta und Tassia hatten ein Kr\u00e4ftemessen, bevor sie dem Rest der Herde hinterhereilten, die bereits in den Park hinaus ging.<br \/>\nNachdem sie eine Stunde lang sch\u00f6n gegrast hatten, schloss sich eine kleine wilde Elefantenherde den Waisen an. Ndoria hielt sich beim Grasen dicht bei ihnen und folgte ihnen sogar ein St\u00fcck, als sie wieder aufbrachen und weiter in den Park hinein gingen. Die Keeper riefen sie schnell zur\u00fcck und sie kam gleich zu ihrer Waisenherde zur\u00fcck.<br \/>\nDie Waisen besuchten am Nachmittag das mittlere Wasserloch, badeten aber nicht, da es zu kalt war. Sie tranken nur ihre Milch und grasten dann den Rest des Tages in der N\u00e4he weiter.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/51320159125-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ein kleine Herde bei den Waisen<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 2. April 2015<\/strong><br \/>\nAm Morgen nieselte es ein wenig, als die Waisen aus den Gehegen kamen. Sie gingen in Richtung des Flugfeldes und grasten auf dem Weg dorthin.<br \/>\nGegen Mittag kamen sie am gro\u00dfen Wasserloch an. Dort gab es ein paar Pf\u00fctzen Regenwasser vom Morgen und sie konnten ein Schlammbad nehmen. Bada rollte im Schlamm umher. Das lockte Taveta an, der sich ihm anschloss und einen W\u00e4lz-Wettbewerb mit ihm veranstaltete. Da Taveta schon lange nicht mehr ordentlich gebadet hatte, gewann Bada mit Leichtigkeit. Lempaute gratulierte dem Sieger, indem sie hin\u00fcberging und seinen R\u00fccken t\u00e4tschelte. Dabassa blieb im tiefen Schlamm stecken und hatte Schwierigkeiten, wieder herauszukommen. Er schrie um Hilfe, schaffte es aber schlie\u00dflich, sich allein zu befreien.<br \/>\nAm Nachmittag grasten die Waisen in der Umgebung des Wasserlochs. Ishaq-B f\u00fchrte sie am Abend zu den sicheren Stallungen zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/513201545739-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lempaute gratuliert Taveta zu seiner Badevorf\u00fchrung<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 3. April 2015<\/strong><br \/>\nEin weiterer Morgen begann und die jungen Waisen rannten aus ihren Gehegen und leerten die Milchflaschen. Danach ging es zum Grasen zur Nordseite des Parks.<br \/>\nSie kamen eine halbe Stunde sp\u00e4ter als \u00fcblich zum mittleren Wasserloch &#8211; sonst sind sie immer schon um 11 Uhr da &#8211; und l\u00f6schten ihren Durst an der Tr\u00e4nke. Danach war die schwierige Entscheidung zu treffen, ob heute gebadet werden sollte oder nicht, denn es war recht kalt. Bada entschied, das W\u00e4lzen ausfallen zu lassen und kratzte lieber seinen Hintern am Ufer. Dabei wurde er von Dabassa beobachtet, der neben ihm aussah, als w\u00fcrde er Wache stehen. Als sich Bada fertig gekratzt hatte, \u00fcbernahm Dabassa den Platz und genoss seinereits eine gute Kratz\u00fcbung. Danach gingen die zwei zur Herde zur\u00fcck zum Nachmittagsgrasen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/51320155514-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bada kratzt seinen Hintern<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 4. April 2015<\/strong><br \/>\nDer Morgen war bew\u00f6lkt und k\u00fchl, als die Waisen an den Stallungen aufbrachen und sich auf die Suche nach Futter machten. Sie gingen um den Mazinga-Berg herum und erkundeten die Gegend, leckere Vegetation suchend. Ihre Mittagsmilch tranken sie direkt beim Grasen.<br \/>\nDie Waisen gingen heute langsam, grasten unterwegs und kamen schlie\u00dflich um 14:30 Uhr am gro\u00dfen Wasserloch an. Das Wasserloch trocknet aus und der Matsch war sehr dick. Kivuko und Panda forderten sich zu einem Bade-Wettbewerb heraus und beschmierten sich so sehr mit Schlamm, dass sie kaum noch aus ihren verkrusteten Augen sehen konnten. Danach gingen sie zu den nahegelegenen Akazien, um sich einigen Schlamm wieder abzukratzen, bevor sie Kenia beim Staubbad Gesellschaft leisten gingen.<br \/>\nAm Abend kehrten die Waisen unter der aufmerksamen F\u00fchrung von Mbirikani zu den Stallungen zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/51320155250-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen gehen zum Grasen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 5. April 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein dramatischer Morgen: Mudanda und Panda lieferten sich einen Kampf. Es schien um einen Platz in der Gruppe der Lieblinge Wasessas zu gehen. Sie waren sehr auf den Kampf fixiert und blieben zur\u00fcck, als die Anderen, angef\u00fchrt von Wasessa, zum Grasen aufbrachen. Sinya ging ganz hinten und sah, dass die Beiden zur\u00fcckgeblieben waren. Sie hielt an und kam zur\u00fcck, um einzugreifen und den Kampf zu beenden. Die drei rannten der Gruppe hinterher, die bereits am Fu\u00df des Mazinga-Bergs war. Von dort gingen sie zu den Weidegr\u00fcnden, wo sie sich alle wieder friedllich gegenseitig Gesellschaft leisteten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/513201553658-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Wasessa auf dem Weg zum Grasen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 6. April 2015<\/strong><br \/>\nHeute war wieder ein sch\u00f6ner Tag und die Waisen machten sich fr\u00fch am Morgen auf den Weg hinaus. Sie fra\u00dfen in einer Reihe. Mzima und Tassia blieben zur\u00fcck, als die Anderen zum Mittagsschlammbad aufbrachen.<br \/>\nIm Wasser machte Rombo Vorw\u00e4rts- und R\u00fcckw\u00e4rtsrollen. Das lockte Bada an, es ihm nachzumachen. Panda hatte ein paar tolle W\u00e4lze-Spiele mit Mudanda. Dadurch hatte Ndoria Wasessa f\u00fcr sich allein und konnte Zeit mit ihrer Adoptivmama verbringen. Kenia spielte zusammen mit Ndii und Ishaq-B. Kivuko nahm nicht an den Wettbewerben teil und blieb lieber au\u00dferhalb des Wassers. Kenia, Layoni und Rombo setzten die Wasserwettspiele fort, nachdem die Anderen hinausgegangen waren. Da es aber keinen Schiedsrichter gab, gab es auch keinen Gewinner.<br \/>\nDen Rest des Tages verbrachten die Waisen mit Grasen, und Kihari f\u00fchrte sie am Abend zu den Stallungen zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/51320156643-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mzima und Tassia kommen als letzte an<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 7. April 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen kamen an einem sonnigen Morgen aus den Gehegen. Bald bildeten sich aber Wolken und es wurde k\u00fchler. Das war perfekt f\u00fcr die Waisen, die den Tag damit verbrachten, sowohl an der Ost- als auch an der Westseite des Parks zu grasen. Am Nachmittag besuchten sie das mittlere Wasserloch, wo sie ihre Milch tranken und Wasser soffen, ehe sie weitergrasten.<br \/>\nBeim Grasen n\u00e4herte sich den Waisen ein wilder Bulle. Er wurde gleich von Mzima und Tassia begr\u00fc\u00dft. Der wilde Bulle ging direkt zu Wasessa, die die \u00e4lteste Kuh in der Herde ist. Er beschnupperte ihre Genitalien, bevor er begann, neben den Waisen zu grasen. Er blieb mehr als eine Stunde bei den Waisen, ehe er wieder aufbrach. Layoni blieb noch eine weitere halbe Stunde bei dem Bullen und kehrte zu den Waisen zur\u00fcck, als diese auf dem Heimweg waren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/513201565333-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ein wilder Bulle begr\u00fc\u00dft Wasessa<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 8. April 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein weiterer wundersch\u00f6ner Tag, als die Waisen aus ihren Gehegen kamen und sich in Spielchen verwickelten, ehe sie zu den Weidegr\u00fcnden aufbrachen. Dort angekommen verteilten sie sich, und jeder pfl\u00fcckte soviel er konnte frisches Gras und Geb\u00fcsch, das es nach den k\u00fcrzlichen Regenf\u00e4llen nun gibt.<br \/>\nAm mittleren Wasserloch stritten sich Kenia und Panda darum, wer auf Ndoria aufpassen durfte. Lempaute und Bada genossen ein Schlammbad, gefolgt von einem Staubbad, w\u00e4hrend Wasessa sich um ihr Baby Mudanda k\u00fcmmerte.<br \/>\nDen Nachmittag verbrachten die Waisen grasend. Mbirikani und Kihari stritten darum, wer die Gruppe am Abend nach Hause f\u00fchren durfte. Die zwei wechselten sich ab, weil immer wieder eine die andere \u00fcberholte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/5132015715-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kenia und Rombo nach einer kleinen Meinungsverschiedenheit im Wasser<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 9. April 2015<\/strong><br \/>\nDer Tag begann gut. Ndii, Kenia, Mbirikani und Sinya verjagten ein paar Paviane vom Gel\u00e4nde der Stallungen, bevor sie den Anderen folgten, die bereits auf den Weg zu den Weidegr\u00fcnden waren.<br \/>\nDer gr\u00f6\u00dfte Teil des Tages wurde mit Grasen verbracht. Die j\u00fcngeren Waisen in Pandas Herde bekamen mittags am mittleren Wasserloch ihre Milchflaschen, bevor sie kurz mit ihren \u00e4lteren Artgenossen aus Lesanjus Herde ein Bad nahmen.<br \/>\nSie grasten bis zum Abend weiter. Rombo und Layoni unterbrachen das Fressen, um einen alten Streit wieder aufleben zu lassen. Sie verpassten sich gegenseitig Kopfn\u00fcsse, was die Aufmerksamkeit der K\u00fche erregte, die \u00fcberlegten, wie sie den Kampf beenden k\u00f6nnten. Wasessa diskutierte mit den anderen \u00e4lteren K\u00fchen \u00fcber eine L\u00f6sung. Das nutzten Kihari und Ishaq-B aus, um Ndoria zu stehlen und sie mit etwas Liebe und Zuneigung zu \u00fcbersch\u00fctten. Als Wasessa das sah, verga\u00df sie den Kampf der Jungs und holte ihre Ndoria zur\u00fcck. Taveta \u00fcbernahm dann die Sache und baute sich direkt vor Layoni auf. Das beendete den Kampf und stellte den Frieden wieder her.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/513201572321-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lesanju grast<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 10. April 2015<\/strong><br \/>\nDer Tag begann damit, dass die Waisen auf dem Gel\u00e4nde der Stallungen Verstecken spielten, ehe sie sich zu den Weidegr\u00fcnden aufmachten.<br \/>\nEine Stunde nachdem sie aufgebrochen waren, kam sowohl Emilys als auch Edies Herde an den Stallungen an. Das ist das erste Mal diesen Monat, dass sie vorbeikamen. Die zwei Gruppen gingen direkt zur Tr\u00e4nke, wo die K\u00fche ihren Durst l\u00f6schten, w\u00e4hrend Laikipia, Lolokwe und Irima geduldig hinter ihnen warteten. Mweya verjagte ein paar Paviane, um diese von den kleinen Sch\u00e4tzchen Emma und Eden fernzuhalten. Icholta kratzte sich unterdessen an Felsen. Ndara hat sich wohl auch in Eden und Emma verguckt und versuchte, sie zu sich zu locken, um ihnen etwas Liebe und Zuneigung zu spenden. Nachdem sich die Ex-Waisen eine Stunde an den Stallungen entspannt hatten, gingen sie wieder in den Hauptteil des Parks zur\u00fcck. Sie trafen nicht auf die Waisen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/513201573834-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Emilys Herde s\u00e4uft an den Stallungen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 11. April 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein wundersch\u00f6ner Tagesbeginn, die Wolken machten Platz f\u00fcr einen sonnigen Tag. Die Waisen grasten sich zur n\u00f6rdlichen Seite des Parks durch, bevor sie mittags zum mittleren Wasserloch gingen. Dort trafen sie eine gro\u00dfe wilde Elefantenherde, die bereits ein Bad genommen hatte und nun in der N\u00e4he entspannte. Taveta, Tassia und Mzima streckten ihre R\u00fcssel zur Begr\u00fc\u00dfung aus, w\u00e4hrend Sinya, Lempaute und Wasessa die kleinen Waisen Bada, Ndoria und Mudanda so schnell es ging an der wilden Herde vorbeibugsierten. Kenia, Naipoki und Ndii folgten der wilden Gruppe eine Weile, in der Hoffnung, ein kleines wildes Kalb weglocken zu k\u00f6nnen, doch sie wurden von dessen Schwestern daran gehindert.<br \/>\nNach zehn Minuten gingen die beiden Herden wieder ihrer eigenen Wege. Die Waisen blieben den Rest des Tages in der N\u00e4he des Wasserlochs. Ishaq-B f\u00fchrte sie am Abend nach Hause zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/513201575447-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Taveta begr\u00fc\u00dft die wilde Herde<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 12. April 2015<\/strong><br \/>\nNachdem sie ihre morgendliche Milch getrunken hatte, folgte Mudanda Wasessa zur Tr\u00e4nke an den Stallungen. Dort schnappte sie sich Wasessas Brustwarzen und nuckelte daran. Bada und Ndoria sahen eifers\u00fcchtig zu, w\u00e4hrend Wasessa die Augen schloss und ihre Mutterrolle genoss. Nachdem sie Zusatzfutter gefr\u00fchst\u00fcckt hatten, gingen die Waisen in den Busch, wo sie den gr\u00f6\u00dften Teil des Tages wie aufgereiht grasten.<br \/>\nBeim Schlammbad sprang Mbirikani ins Wasser und versuchte, ihre Artgenossen auch hineinzulocken. Diese waren aber z\u00f6gerlich, da es doch recht k\u00fchl war. Rombo schloss sich ihr schlie\u00dflich an. Aber auch er badete nicht richtig, sondern spielte nur am Ufer des Schlammlochs. Als er fertig war, \u00fcbernahm Ishaq-B seinen Platz und rutschte an den R\u00e4ndern des Wasserlochs hinunter.<br \/>\nDer Rest des Tages bestand aus erfolgreichem Grasen und diesmal durfte Kihari die Waisen am Abend nach Hause zur\u00fcckbringen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/513201582123-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mudanda versucht, von Wasessa zu nuckeln<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 13. April 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein sch\u00f6ner Morgen, und die Waisen machten sich auf den Weg, sobald sie die Milch und das Zusatzfutter gefr\u00fchst\u00fcckt hatten. Layoni rollte sich auf dem Boden umher, w\u00e4hrend Kivuko sich den Hintern an einem der hervorstehenden Felsen kratzte. Die zwei mussten allerdings ihre Spiele vorzeitig abbrechen, damit sie ihren Artgenossen zu den Weidegr\u00fcnden folgen konnten.<br \/>\nMudanda kam mit der ersten Gruppe am mittleren Wasserloch an. Sie versuchte, mehr Milch zu bekommen als ihr zustand, indem sie versuchte, an Badas Flaschen heranzukommen. Die Keeper griffen ein und scheuchten sie weg, damit Bada in Ruhe seine Milch genie\u00dfen konnte. Es wurde nur kurz gebadet. Danach gingen die Waisen am gro\u00dfen Wasserloch vorbei zum Flugfeld.<br \/>\nAm Abend gingen sie auf direktem Weg zu den Stallungen zur\u00fcck, damit sie die Grewia-Zweige und das Luzernenheu in den Gehegen genie\u00dfen konnten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/51320158285-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Layoni rollt auf dem Gel\u00e4nde der Stallungen umher<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 14. April 2015<\/strong><br \/>\nDer Tag begann wundersch\u00f6n, und die Waisen spielten fr\u00f6hlich auf dem Gel\u00e4nde, bevor sie zum Grasen aufbrachen.<br \/>\nDie K\u00fche in Lesanjus Herde waren z\u00fcgig unterwegs, doch Mzima und Tassia gingen nur langsam hinterher, da sie unterwegs soviel fra\u00dfen, wie sie konnten. Es war recht k\u00fchl und die zwei grasten getrennt von den anderen Waisen. Sie verpassten daher den Besuch des mittleren Wasserlochs am fr\u00fchen Nachmittag. Lesanju bemerkte ihr Fehlen und war gar nicht erfreut dar\u00fcber. Sie wartete lange mit dem Rest der Gruppe am Wasserloch, in der Hoffnung, dass die beiden Jungs noch auftauchen w\u00fcrden. Um 15:20 Uhr sollte sich ihre Hoffnung erf\u00fcllen. Die beiden kamen majest\u00e4tisch heranstolziert, als seien sie die K\u00f6nige des Dschungels. Als die anderen Waisen bemerkten, dass sie wieder da waren, schlossen sie sich ihnen beim W\u00e4lzen an und lie\u00dfen sie wissen, dass sie sie vermisst hatten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/513201583827-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tassia und Mzima folgen Lesanjus Gruppe<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 15. April 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen gingen heute zur Westseite der Stallungen, um am Vormittag dort zu grasen. Sie kamen gegen Mittag am Wasserloch an. Die milchabh\u00e4ngigen Waisen waren zuerst da und schlangen schnell die Milch aus ihren Flaschen hinunter. Bada ging als Erster ins Wasser und sicherte sich damit die beste Startposition f\u00fcr die heutigen Bade-Spiele. Dann stellte er aber fest, dass es gar keinen richtigen Wettbewerb gab, da die anderen nur drau\u00dfen herumstanden. Es war ihnen zu kalt zum Baden. Rombo ging schlie\u00dflich ins Wasser, um Bada etwas Gesellschaft zu leisten. Danach folgten die beiden ihren Artgenossen, die bereits weitergrasten.<br \/>\nNaipoki durfte die Waisen am Abend nach Hause f\u00fchren, nachdem sie sich gegen Mbirikani und Panda durchgesetzt hatte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/513201584342-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Rombo schlie\u00dft sich Bada im Wasserloch an<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 16. April 2015<\/strong><br \/>\nEin weiterer sch\u00f6ner Tag begann, und die Waisen spielten wieder kurz an den Stallungen, ehe sie beim ersten Tageslicht zu den Weidegr\u00fcnden aufbrachen.<br \/>\nAls sie an der Westseite des Mazinga-Bergs angekommen waren, versuchten Mbirikani und Panda die Anderen den Berg hinauf zu f\u00fchren. Es wollte ihnen aber niemand folgen, da der Rest der Herde lieber im flacheren Gebiet graste. Sie kamen z\u00f6gerlich den Berg wieder herunter und gesellten sich zum Rest der Gruppe.<br \/>\nSp\u00e4ter, gegen Mittag, besuchte eine kleine wilde Elefantenherde die Stallungen, um dort zu saufen. Diese Herde haben wir vor ein paar Monaten schon einmal gesehen. Bei ihnen war ein neugeborenes Kalb in Emmas Alter. Die Keeper konnten das Alter einsch\u00e4tzen, weil die Mutter gerade schwanger war, als sie die Herde zuletzt gesehen hatten. Die wilde Herde war sehr gelassen und f\u00fchlte sich in Anwesenheit der Keeper, die inzwischen ihren normalen Pflichten nachgingen, wohl. Nach 20 Minuten Entspannung an den Stallungen brach die Herde wieder auf.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/51320159430-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Eine keine wilde Familie besucht die Stallungen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 17. April 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen verbrachten den Tag mit Grasen. Sie legten nur eine kleine Unterbrechung ein, um mittags das mittlere Wasserloch zu besuchen, Wasser zu saufen und sich kurz zu bespritzen. Danach fra\u00dfen sie auf der Nordseite des Parks weiter.<br \/>\nDort trafen sie auf eine riesige wilde Elefantengruppe, die hunderte Mitglieder hatte. Sinya und Lempaute \u00fcbernahmen die F\u00fchrung, schlossen sich ihnen an und bereiteten so auch den Anderen den Weg zu den wilden Elefanten. Die Waisen standen inmitten der vielen wilden Elefanten und die Keeper machten sich schon Sorgen, ob Ndoria zu den Waisen zur\u00fcckkehren oder mit den wilden Elefanten davongehen w\u00fcrde. Tats\u00e4chlich blieb Ndoria aber dicht bei Wasessa und kam zusammen mit ihr wieder aus der wilden Herde heraus. Sie trafen die anderen Waisen an den Stallungen wieder, wo sie alle ihre abendliche Milchf\u00fctterung genossen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/51320159133-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen bei einer gro\u00dfen wilden Elefantengruppe<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 18. April 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen genossen es, im Park zu sein und grasten den Tag \u00fcber in einer Reihe. Emilys Herde wurde weit \u00f6stlich im Park gesehen, doch da sie so weit weg waren, trafen sie heute nicht auf die Waisen.<br \/>\nDie Waisen besuchten das mittlere Wasserloch und hatten viel Spa\u00df beim Baden, bevor sie weitergrasten, bis es Zeit f\u00fcr den Heimweg war.<br \/>\nSp\u00e4ter in der Nacht besuchte eine wilde Elefantenherde die Gehege. Sie hatte zwei kleine K\u00e4lber dabei. Wasessa kollerte eine Begr\u00fc\u00dfung und schien sehr gern hinaus zu wollen, um sich der wilden Herde anzuschlie\u00dfen. Die Keeper konnten sie aber nicht hinauslassen, da es sehr sp\u00e4t war und die Gefahr von Raubtieren in Tsavo sehr gro\u00df ist.<br \/>\nPanda, Naipoki und Kihari kollerten auch zur Begr\u00fc\u00dfung aus ihrem Gehege, als die wilde Gruppe zur Tr\u00e4nke kam. Die wilden Elefanten antworteten entsprechend und hingen noch eine halbe Stunde auf dem Gel\u00e4nde herum, ehe sie in den Park zur\u00fcckgingen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/513201591932-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen grasen in einer Reihe<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 19. April 2015<\/strong><br \/>\nDie kleinen Waisen rannten aus den Gehegen, tranken innerhalb von Minuten ihre Milch aus und schlossen sich dann den \u00e4lteren Waisen beim Kopra an. Da nutzte Kihari die Gelegenheit, Mudanda, Bada, Panda und Ndoria zusammenzusammeln &#8211; alles Wasessas Lieblinge. Sie legte sich vor sie und rollte umher, was ihr die Aufmerksamkeit der vier einbrachte. Die Babys umrundeten sie und beobachteten am\u00fcsiert ihr Spiel. Sinya blockierte Wasessa die Sicht, doch als sie aus dem Weg ging, verga\u00df Wasessa das Kopra sofort und rannte zu Kihari. Sie stie\u00df sie mit ihren spitzen Sto\u00dfz\u00e4hnen in den R\u00fccken. Kihari sprang auf, rannte davon und graste den Rest des Tages mit Sicherheitsabstand zu Wasessa. Wasessas Sch\u00fctzlinge hatten inzwischen die morgendlichen Spiele schon wieder vergessen und genossen die Vegetation.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/513201593352-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen genie\u00dfen ihr Kopra<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 20. April 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen spielten wieder eine Weile an den Stallungen, ehe sie zu den Weidegr\u00fcnden aufbrachen. Dort teilten sie sich in kleinere Gruppen auf, hielten aber die ganze Zeit kollernd Kontakt.<br \/>\nMittags gingen die Waisen zum Wasserloch. Die milchabh\u00e4ngigen Waisen kamen zuerst, gefolgt von den \u00e4lteren Kollegen ein paar Minuten sp\u00e4ter. Es war erstaunlich, wie Panda und Ishaq-B in das Wasser sprangen und ein tolles Bad nahmen. Das lockte die kleinen Waisen Ndoria und Bada an, die sich dann in ihrer N\u00e4he w\u00e4lzten. Als Wasessa das sah, beendete sie das Bad, indem sie die anderen Waisen vom Wassser fortf\u00fchrte. Damit hatte sie ein Machtwort gesprochen und sie f\u00fchrte ihre beiden Sch\u00fctzlinge von Panda und Ishaq-B weg und zum Grasen.<br \/>\nSp\u00e4ter am Tag begann Sinya, kniend etwas Erde mit ihren Sto\u00dfz\u00e4hnen auszugraben. Layoni sah ihr zu, versuchte es aber nicht, weil es ihm zu schwierig aussah. Den Rest des Tages grasten die Waisen vollkommen zufrieden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/513201594343-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ishaq-B und Panda baden als Erste<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 21. April 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein wunderbarer Morgen. Mudanda und Panda forderten sich zu einem \u00fcberraschenden freundlichen Kr\u00e4ftemessen heraus. Normalerweise k\u00e4mpfen sie immer ernst um Wasessas Zuneigung. Heute spielten sie fr\u00f6hlich, als ob sie akzeptierten, dass Wasessa sie beide liebt. Lesanju sah ihrem Spiel mit gro\u00dfem Erstaunen und Unglauben zu und passte genau auf, dass das Spiel auch liebevoll und respektvoll endete. Die beiden blieben in der N\u00e4he von Wasessa, als die Gruppe zu den Weidegr\u00fcnden aufbrach.<br \/>\nGegen Mittag kam die gleiche wilde Herde wie vor ein paar Tagen zu den Stallungen. Sie kamen von s\u00fcdlich des Mazinga-Bergs und gingen sofort zur Tr\u00e4nke, um dort Wasser zu saufen. Sie f\u00fchlten sich an den Stallungen wohl und blieben ungef\u00e4hr eine Stunde, in der sie sich unter einer Akazie ausruhten.<br \/>\nEin m\u00e4nnlicher B\u00fcffel-Waise wurde von KWS-Einheiten gerettet und an die Tierarzteinheit \u00fcbergeben. Er kam am sp\u00e4ten Abend an den Stallungen an. Das Baby war sehr dehydriert und wohl sehr lange ohne seine Herde unterwegs gewesen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/513201595341-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mudanda und Bada bei einem freundschaftlichen Ringkampf<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 22. April 2015<\/strong><br \/>\nHeute war ein gesch\u00e4ftiger Morgen, da die Keeper sich auf drei Neuank\u00f6mmlinge aus dem Waisenhaus in Nairobi vorbereiteten. Alle waren gespannt auf die Neulinge und die Waisen grasten auch in der N\u00e4he der Stallungen, damit sie bei der Ankunft anwesend sein konnten.<br \/>\nDer LKW mit den Elefanten kam gegen 11 Uhr an den Voi-Stallungen an. Er blieb am Wendepunkt nicht weit von der Ausstiegsrampe stecken und konnte leider weder mit dem Land-Rover noch mit dem Traktor herausgezogen werden. Wir mussten auf die Planierraupe des KWS warten, doch die Waisen mussten trotzdem schnell herausgelassen werden, daher bauten wir mit gro\u00dfen Felsen eine behelfsm\u00e4\u00dfige Rampe. Diese war viel steiler als \u00fcblich und so rutschten die Waisen fast die Rampe hinab, mitten in die wartende Voi-Waisenherde hinein.<br \/>\nAls Erster kam Tundani heraus, gefolgt von Nelion und zuletzt Lentili. Lesanju begr\u00fc\u00dfte die Neulinge zuerst und Wasessa konnte sich kaum zusammenrei\u00dfen vor Begeisterung, dass es nun noch mehr Babys zu umsorgen gibt. Mzima ging direkt zu Nelion und fordete ihn zu einem Kr\u00e4ftemessen heraus. Lesanju stoppte die beiden, denn sie fand, dass das nicht die richtige Begr\u00fc\u00dfung f\u00fcr Neulinge ist.<br \/>\nDas Wetter war angenehm k\u00fchl und so hatten die drei Neuen keine Probleme damit, sich einzuleben. Sinya und Lempaute \u00fcbernahmen sofort ihre F\u00fcrsorge, denn Wasessa hatte mit Mudanda, Ndoria und Bada genug zu tun. Naipoki, Ishaq-B und Kihari kennen die Neuank\u00f6mmlinge gut, kamen aber im Laufe des Tages kaum an sie heran. Da sie aber im gleichen Gehege schlafen, hatten sie abends und nachts genug Zeit f\u00fcr ein paar Gespr\u00e4che. Tundani hatte offenbar ein paar Albtr\u00e4ume und musste von den Keepern und den anderen Waisen beruhigt werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/513201510215-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Der LKW auf dem Weg zu den Stallungen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 23. April 2015<\/strong><br \/>\nEin neuer sch\u00f6ner Tag begann, als die Neulinge und Pandas Gruppe, bestehend aus Mbirikani, Naipoki, Kihari, Ishaq-B, Mudanda, Bada und Ndoria am fr\u00fchen Morgen aus den Gehegen kamen und ihre Milch tranken. Erst danach trafen sie auf die \u00e4lteren Artgenossen in Kenias und Lesanjus Gruppen.<br \/>\nSinya, Wasessa und Lempaute rannten, um die Neulinge zu begr\u00fc\u00dfen. Wasessa nahm ihre drei Lieblinge Ndoria, Bada und Mudanda zum Fr\u00fchst\u00fcck mit sich. Die Ankunft der \u00e4lteren Waisen bedeutete, dass Kihari, Naipoki und Ishaq-B die drei Neulinge nun nicht mehr f\u00fcr sich hatten, da sich die \u00c4lteren um sie k\u00fcmmern wollten. Lesanju blieb in der N\u00e4he der Neuen und f\u00fchrte ihre gewachsene Herde in den Park zum Grasen. Sinya und Lempaute versuchten, die Neuank\u00f6mmlinge unter sich aufzuteilen, doch die drei blieben immer zusammen und waren wie ein einziger Elefant.<br \/>\nNaipoki, Kihari und Ishaq-B hielten regelm\u00e4\u00dfig an und r\u00fcsselten Tundani, Nelion und Lentili begr\u00fc\u00dfend an. Kenia stellte sich den Neulingen auch vor, indem sie ihre Zuneigung zeigte. Rombo spielte eine Besteigung mit Tundani, und Taveta machte ihn nach. Die Keeper wunderten sich, was die beiden \u00e4lteren Jungs gerade so anziehend an Tundani fanden.<br \/>\nDen Rest des Tages grasten die Waisen. Gegen Abend begr\u00fc\u00dfte auch Ndii die Neulinge und spendete ihnen viel Liebe. Danach ging die ganz Gruppe zu den Stallungen zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/51420153146-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mbirikani am fr\u00fchen Morgen an den Stallungen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 24. April 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein weiterer sch\u00f6ner Tag, und Naipoki, Kihari und Ishaq-B versuchten, zu Nelion, Tundani und Lentili vorzudringen. Das war sehr schwierig, denn die \u00e4lteren Elefanten Sinya und Lempaute wollten auch bei den Neulingen sein und hatten sich fest vorgenommen, sich um sie zu k\u00fcmmern. Der Tag wurde mit Grasen verbracht und die verschiedenen Gruppen wetteiferten um die Aufmerksamkeit der drei neuen Waisen, da jeder sie in seiner Gruppe haben wollte. Die Sache wurde noch verkompliziert durch die Tatsache, dass die drei Neuen sich nicht aufteilten, sondern immer dicht beieinander blieben, da sie sich noch immer an ihre neue Umgebung, den neuen Tagesablauf und die neuen Freunde gew\u00f6hnen mussten.<br \/>\nNdii und Ndoria haben weniger an Gewicht zugelegt als die anderen Waisen und haben nun etwas Haferbrei unter ihre Milch gemischt bekommen, damit sie sich auch ein paar mehr Reserven anfressen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/514201531430-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sinya begr\u00fc\u00dft Tundani und Nelion<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 25. April 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein gro\u00dfartiger Tag. Tundani, Nelion und Lentili blieben immer noch dicht beieinander und machten es den \u00e4lteren K\u00fchen in Lesanjus Herde schwer, sie unter sich aufzuteilen. Kenia und Ndii gelang es, Nelion von Tundani und Lentili loszueisen und ihn mit ihrer Liebe und Zuneigung zu \u00fcbersch\u00fctten. Bada wurde sehr eifers\u00fcchtig dar\u00fcber und verwickelte Kenia in eine Rangelei. Kenia sah das als Spiel an, da Bada noch sehr jung ist. Er dagegen meinte es bitterernst.<br \/>\nDie Waisen gingen zum mittleren Wasserloch, wo es die Mittagsmilch gab. Die milchabh\u00e4ngigen Waisen gingen vorneweg, gefolgt von Kenias Gruppe.<br \/>\nBada war noch immer b\u00f6se auf Kenia, folgte ihr und schubste sie heftig von hinten. So etwas ist sehr selten, da die j\u00fcngeren eigentlich Respekt vor den gr\u00f6\u00dferen Elefanten haben. Kenia ignorierte ihn, da sie mit ihrer Milchflasche besch\u00e4ftigt war.<br \/>\nBeim Schlammloch schlossen sich die Neulinge zu einem tollen W\u00e4lz-Spiel zusammen. Rombo setzte sich auf Tavetas Bauch und behinderte ihn beim Baden. Sobald er aber sah, wie Tundani bei dem Bade-Wettbewerb gl\u00e4nzte, ging er hin\u00fcber und st\u00f6rte Tundanis, Nelions und Lentilis Spiele. Dadurch konnte Dabassa auf Tundanis R\u00fccken klettern.<br \/>\nDen Rest des Tages grasten die Waisen in der N\u00e4he des Waserlochs und Nelion durfte sie am Abend auf dem Heimweg anf\u00fchren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/514201532248-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bada ist eifers\u00fcchtig auf Kenias Umgang mit den Neulingen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 26. April 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen wurden heute von einer gro\u00dfen Impala-Herde in den Busch eskortiert. Nelion, Tundani und Lentili h\u00e4tten sie beinahe verscheucht, doch Sinya verhinderte es und erkl\u00e4rte ihnen, dass die Impalas zum erweiterten Kreis der Familie geh\u00f6ren.<br \/>\nDas Grasen begann n\u00f6rdlich der Stallungen und die Impalas genossen es, in der N\u00e4he der Waisen zu fressen. Ishaq-B wollte sich heute um die Neulinge k\u00fcmmern, ebenso wie Bada. Bada beobachtete sie genau, und als er Ishaq-Bs Absichten sah, forderte er sie zu einem Kr\u00e4ftemessen heraus.<br \/>\nDie Waisen gingen zum mittleren Wasserloch, in das sie hineinsprangen. Mzima ging ins tiefe Wasser und versuchte, Nelion, Tundani und Lentili zu beeindrucken. Rombo spielte zu wild und verscheuchte damit alle anderen aus dem Wasser. Naipoki und Kivuko gingen zum Staubbad \u00fcber, das aber von Dabassa gest\u00f6rt wurde, der her\u00fcberkam und auf Kivukos R\u00fccken kletterte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/514201533227-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Eine Impala-Herde begleitet die Waisen in den Busch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 27. April 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen verlie\u00dfen das Gel\u00e4nde der Stallungen fr\u00fch am Morgen, damit sie lange Zeit im Busch grasen konnten. Sie stoppten kurz am Fu\u00df des Mazinga-Bergs, wo sie sich an Felsen und B\u00e4umen kratzten.<br \/>\nZwei Stunden nachdem die Waisen aufgebrochen waren, kam Emilys Herde an den Stallungen an und ging direkt zum Saufen zur Tr\u00e4nke. Emma und Eden spielten wunderbar zusammen, legten sich hin und rollten im Staub herum. Ihr herrliches Spiel wurde genauestens von Emily, Seraa, Sweet Sally und Ndara beobachtet. Seraa ging dann zu den Felsen, um sich zu kratzen, bevor die ganze Herde wieder in den Busch verschwand. Die Waisen trafen heute leider nicht auf Emilys Herde.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/514201534742-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Emilys Herde s\u00e4uft an den Stallungen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 28. April 2015<\/strong><br \/>\nAm Morgen gab es ein paar leichte Regenschauer. Das bremste die Waisen beim Grasen etwas. Am Nachmittag l\u00f6sten sich die Wolken auf und lie\u00dfen die Sonne durchscheinen.<br \/>\nDie Waisen marschierten zum mittleren Wasserloch, um ihren Durst zu l\u00f6schen und ein kurzes Bad zu nehmen, bevor sie zu den Weidegr\u00fcnden zur\u00fcckkehrten. Kurz nachdem sie aufgebrochen waren, tauchte ein wilde Elefantenherde auf. Die Waisen sahen sie gerade noch rechtzeitig und kamen zu ihnen zur\u00fcck. Das war das erste Mal, dass Tundani, Lentili und Nelion so gro\u00dfe Elefanten sahen, seit sie ihre Familien vor ihrer Rettung verloren hatten. Lesanju stellte die Waisen der wilden Familie vor. Lentili blieb dicht bei ihr, als sie ein kleines wildes Kalb begr\u00fc\u00dften. Lentili verliebte sich auf der Stelle in das wilde Kalb und folgte der wilden Herde, als sie sich wieder auf den Weg machten. Als Lesanju kam, um Lentili zur\u00fcckzuholen, musste sie sich mit einer wilden Kuh auseinandersetzen. Die Keeper und die Waisen folgten der wilden Herde etwa drei Kilometer und riefen ununterbrochen nach Lentili. Schlie\u00dflich kehrte sie zu den Waisen zur\u00fcck und sie gingen alle gemeinsam zu den sicheren Stallungen zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/514201543347-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen und eine wilde Herde am Wasserloch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 29. April 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen begannen ihren Tagesrundgang fr\u00fch am Morgen und wanderten um den Mazinga-Berg herum. Sie kamen mittags am mittleren Wasserloch an, wo sie herrlich badeten. Danach gingen sie in Richtung des Flugfeldes weiter, um dort den Rest des Nachmittags zu grasen.<br \/>\nKaum waren sie vom Wasserloch abgereist, kam Emilys Herde dort an. Emma und Eden rannten schnell zum Wasser, sprangen hinein und rollten wie kleine Fische darin herum. Ndara, Seraa und Eve passten genau auf sie auf und drohten sogar den Keepern, die versuchten, ein paar Fotos von den schlammbadenden Babys zu machen.<br \/>\nEmma \u00fcbernahm nach dem Schlammbad die F\u00fchrung und brachte Emilys Herde zur Nordseite des Parks. Erneut trafen die Ex-Waisen nicht auf die Waisen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/514201544144-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Eden rennt zum Wasserloch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 30. April 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein wunderbarer Start in den Tag: Die Ex-Waisen kamen heute zu den Stallungen, w\u00e4hrend die Waisen noch in ihren Gehegen waren. Es war der erste Mal, dass Tundani, Nelion und Lentili auf die Ex-Waisen treffen w\u00fcrden. Nachdem sie Wasser an der Tr\u00e4nke gesoffen hatten, begr\u00fc\u00dften die Ex-Waisen die Neulinge in der Voi-Gruppe, die gerade zusahen, wie Eden an den Br\u00fcsten ihrer Mutter nuckelte. Nachdem sie sich etwas Kopra mit den Waisen geteilt hatten, begr\u00fc\u00dfte Seraa Nelion und Thoma Tundani.<br \/>\nDie zwei Herden brachen zusammen auf. Am Fu\u00df des Mazinga-Bergs hielten sie kurz an und kratzten sich an Felsen, bevor sie zum Grasen weiter in den Park gingen. Lentili hat sich offenbar in Eden und Emma verguckt, folgte ihnen und blieb immer in ihrer N\u00e4he. Mweya drohte den Keepern, als sie Lentili holen wollten, damit sie nicht mit den Ex-Waisen verschwinden w\u00fcrde, die sich bereits auf den Weg zum Voi-Fluss gemacht hatten. Lentili reagierte auf die Rufe der Keeper und schloss sich ihrer Gruppe rechtzeitig zur Milchf\u00fctterung wieder an.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/514201545016-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Eden nuckelt an Edie<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/voi-april-2015\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mittwoch, 1. April 2015 Es war ein wundersch\u00f6ner Morgen, als die Waisen aus den Gehegen kamen, um den neuen Tag zu begr\u00fc\u00dfen. 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