{"id":6858,"date":"2015-06-24T17:37:18","date_gmt":"2015-06-24T16:37:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=6858"},"modified":"2015-06-24T17:37:18","modified_gmt":"2015-06-24T16:37:18","slug":"nairobi-nursery-mai-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-mai-2015\/","title":{"rendered":"Nairobi Nursery Mai 2015"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 1. Mai 2015<\/strong><br \/>\nSeit wir Ashaka verloren haben, wohnt Mbegu im Stall neben Kamok, damit sie sich gegenseitig Gesellschaft leisten k\u00f6nnen und die Trauer \u00fcber den Verlust ihrer guten Freundin gemeinsam \u00fcberwinden k\u00f6nnen. Sie haben sich nun beruhigt und sind dar\u00fcber hinweg. Die zwei M\u00e4dchen werden engere Freunde als sie zuvor waren und Mbegu scheint den leeren Platz in Kamoks Leben einzunehmen. Murit h\u00e4ngt sowohl an Mbegu als auch an Kamok, doch Kamok f\u00fchlt sich bei den \u00e4lteren Waisen wohler. Kamok, Mbegu und Murit hatten heute Vormittag viel Spa\u00df bei einem Versteckspiel drau\u00dfen im Busch. Sie lieben es, die Strau\u00dfen Pea und Pod herumzujagen.<br \/>\nAm Schlammloch hatten alle viel Spa\u00df beim Herumrollen in der lockeren Erde. Winzlinge Ndotto und Lasayen lie\u00dfen allerdings die anderen Waisen nicht mit ihnen spielen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/67201515147-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kamok im Regen<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 2. Mai 2015<\/strong><br \/>\nHeute Vormittag nach der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde beobachtete Barsilinga, wie Mashariki, Arruba und Suswa zu Ndottos Babygruppe gingen. Die drei K\u00fche schlichen sich davon, gefolgt von Barsilinga, ohne dass die Keeper es merkten. Den Keepern fiel erst sp\u00e4ter auf, dass die vier bei der \u00e4lteren Gruppe fehlten, und sie fanden sie bei den Babys. Sie hatten viel Spa\u00df bei den Kleinen, ehe sie am Nachmittag zu ihrer Gruppe zur\u00fcckkehrten. Mashariki war die Erste, die zur\u00fcckkam, gefolgt von Arruba, und Suswa kam mit Barsilinga zuletzt zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/67201515612-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Barsilinga schleicht sich zur Babygruppe davon<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 3. Mai 2015<\/strong><br \/>\nHeute besuchte der US-Au\u00dfenminister John Kerry die Waisen. Am Vormittag lief jede Menge Sicherheitspersonal im Waisenhaus herum, um seine Ankunft vorzubereiten. Um 17 Uhr, als die Babys langsam zu den Gehegen zur\u00fcckkehrten, kam John Kerry an. Er traf Angela, die mit ihm \u00fcber den DSWT sprach und ihn dann Dame Daphne vorstellte. Ndottos Gruppe kam als erste an, um die Besucher zu begr\u00fc\u00dfen. Als die \u00e4lteren Waisen schlie\u00dflich hinzukamen, spielten Lasayen und Ndotto schon mit den Besuchern und hatten ihre Herzen erobert. Die Waisen erhielten eine Extra-Flasche Milch und bekamen etwas frisches Gr\u00fcnfutter, w\u00e4hrend sie bei den Besuchern waren. Es waren recht viele Menschen dabei, doch die Waisen benahmen sich untadelig. Mashariki, Arruba und Oltaiyoni schienen sehr interessiert an Au\u00dfenminister Kelly und seiner Gruppe zu sein, begr\u00fc\u00dften sie und sch\u00e4kerten kurz mit ihnen, bevor sie mit den restlichen \u00e4lteren Waisen in der N\u00e4he weitergrasten. Lasayen stellte sich die ganze Zeit f\u00fcr Foto-Shootings zur Verf\u00fcgung und schien die Aufmerksamkeit sehr zu genie\u00dfen. Mwashoti und sein kleiner bester Freund Ngilai kamen zusammen mit Pea und Pod und getrennt von den anderen Waisen vorbei, um die Besucher zu treffen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/67201564635-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Selfie mit Lasayen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 4. Mai 2015<\/strong><br \/>\nDupotto h\u00e4ngt noch immer sehr an Embu und will immer bei ihr sein. Sie wei\u00df genau, was Embu f\u00fcr Ger\u00e4usche macht und wie sie kollert und erkennt sie auch aus weiter Entfernung. Heute Abend gab es ein ordentliches Gewitter mit vielen Blitzen und Donner, was Embu Angst machte. Sie schrie vor Furcht auf und lief in ihrem Gehege auf und ab. Dupotto h\u00f6rte sie schreien und wollte aus ihrem Gehege kommen, um zu sehen, was los war und sie zu tr\u00f6sten. Da aber Dupotto nat\u00fcrlich nachts, noch dazu bei Blitz und Donner, nicht aus ihrem Stall darf, konnte sie Embu nur kollernd antworten und so versuchen, sie zu \u00fcberzeugen, dass alles in Ordnung war. Die zwei unterhielten sich die ganze Nacht, und das beruhigte Embu. Ihre Freundschaft begann gleich am Anfang, als sie beide fast gleichzeitig bei uns ankamen. Beide waren sowohl psychisch als auch physisch angeschlagen und verletzt gewesen, und ihrer Freundschaft verdanken sie ihre Heilung. Sie sind sehr aufeinander fixiert und helfen sich gegenseitig.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/6720152258-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Dupotto bleibt immer in Embus N\u00e4he<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 5. Mai 2015<\/strong><br \/>\nEine Folge des Gewitters der letzten Nacht war, dass die Babygruppe von Ndotto heute nicht hinaus konnte, bis es w\u00e4rmer wurde. Die verletzten Mwashoti und Alamaya, die sonst bei der Babygruppe sind, gingen heute Vormittag mit den \u00e4lteren Waisen in den Busch. Als die Sonne endlich durch die Wolken brach, konnte auch Ndottos Gruppe die St\u00e4lle verlassen und hinausgehen. Sie gingen aber nicht sehr weit, da es immer noch nach Regen aussah und f\u00fcr den Fall, dass es wieder losging, wollten wir sie so schnell wie m\u00f6glich in gesch\u00fctzte Bereiche bringen k\u00f6nnen.<br \/>\nWir haben festgestellt, dass Ngilai, der ein guter Freund von Mwashoti ist, genauso an diesem h\u00e4ngt wie Dupotto an Embu und ihn auch aus der Entfernung erkennen kann. Mwashoti hat sich angew\u00f6hnt, zu schreien und zu kollern, wenn er seine Milch bekommt, und als Ngilai das h\u00f6rte, eilte er los, um seinen Freund zu finden, der bei den \u00e4lteren Waisen war. So sehr die Keeper auch versuchten, ihn zu stoppen, sie schafften es nicht, und so rannte er zu seinem Freund, der ihm versicherte, dass alles in Ordnung war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/6720152525-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngilai ber\u00fcsselt Mwashoti<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 6. Mai 2015<\/strong><br \/>\nKurz nach der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde rannten Kithaka, Suswa, Mashariki, Arruba, Rorogoi, Embu, Barsilinga, Lemoyian und Sokotei in einer Reihe zur\u00fcck in den Wald. Sie trompeteten die ganze Zeit und folgten ihren Anf\u00fchrern Mashariki, Embu und Barsilinga. Dabei kamen sie an einem B\u00fcffel vorbei, der auf dem Weg zum Schlammloch war und schnell im Geb\u00fcsch verschwand, als er die Waisen n\u00e4herkommen sah. Die Waisen jagten ihm trompetend nach und zertrampelten die kleinen B\u00fcsche. Der B\u00fcffel rannte noch tiefer ins Geb\u00fcsch, um den Elefanten zu entkommen. Sie waren ihm dicht auf den Fersen, ehe sie die Richtung \u00e4nderten und an ihm vorbeiliefen. Die Keeper machten, dass sie aus dem Weg kamen, weil sowohl die Elefanten als auch der B\u00fcffel sehr aufgeregt waren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/6720152931-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Elefanten jagen einem B\u00fcffel hinterher<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 7. Mai 2015<\/strong><br \/>\nEnkikwe ist recht frech geworden und ist immer drauf und dran, die anderen Waisen, die Keeper oder jeden, der ihm zu Nahe kommt, zu verjagen oder zu schubsen. Die Keeper m\u00fcssen wegen seiner aggressiven Art immer vorsichtig sein, wenn sie ihn f\u00fcttern. Heute stie\u00df er zwei Keeper zu Boden, zuerst bei der 9-Uhr-F\u00fctterung und dann bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde. Oltaiyoni, die ihn aus der Ferne beobachtete, eilte schnell heran und bestrafte Enkikwe, indem sie ihn in eine Ecke schickte und ihn zeitweise aus der Herde verbannte.<br \/>\nAuch Kamok eifert Kithaka nach und hat immer Dummheiten auf Lager. Bei der Besuchsstunde bleibt immer ein Keeper bei ihr, damit sie nicht auf dumme Gedanken kommt. Heute rannte sie die Absperrung auf und ab, stie\u00df die Besucher mit dem Kopf an und schubste sie spielend. Zum Gl\u00fcck wurde niemand bei den Rangeleien verletzt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/6720152140-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Enkikwe kann sehr aggressiv werden, wenn er seine Milch bekommt<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 8. Mai 2015<\/strong><br \/>\nBoromoko ist ein fr\u00f6hlicher und verspielter Elefant und heute war keine Ausnahme. Drau\u00dfen im Busch forderte er Kauro und Olsekki zu einem Ringkampf und Besteigungsspiel heraus, das den ganzen Vormittag andauerte. Trotz des angenehmen Wetters wollten die Waisen bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde nicht baden gehen. Nachdem sie ihre Milch getrunken hatten, nahm Dupotto ein Staubbad, w\u00e4hrend Boromoko sich als einziger in den Schlamm warf. Er hatte viel Spa\u00df darin, bevor er sich Dupotto beim Staubbad anschloss. Er kletterte auf ihren R\u00fccken und rollte sich im Staub umher. Dupotto r\u00e4chte sich, indem sie auf ihn losging und ihn zur\u00fcck ins Wasser schubste, um danach weiter staubzubaden. Ihr Spiel dauerte bis zum Ende der Besuchszeit.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/67201522122-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Boromoko ist ein verspielter Elefant<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 9. Mai 2015<\/strong><br \/>\nLetzte Nacht gab es erneut heftigen Regen und der Morgen war k\u00fchl, als die Waisen aus ihren Gehegen kamen. Die Babys mussten etwas l\u00e4nger in den St\u00e4llen bleiben als ihre \u00e4lteren Artgenossen, da wir warten wollten, bis es w\u00e4rmer wurde, ehe wir sie herauslie\u00dfen. Lasayen, Ndotto und Ngilai waren ungeduldig und klopften an ihre T\u00fcren, bis sie hinaus zu Mwashoti und Alamaya in den Wald durften. Doldol und Esilalae blieben noch etwas l\u00e4nger in den St\u00e4llen. Diesen beiden Elefanten geht es nicht so gut und sie sind bei dem k\u00fchlen Wetter sehr anf\u00e4llig.<br \/>\nKamok und Mbegu schlichen sich heute von der \u00e4lteren Gruppe davon, die gerade im Wald graste. Sie gingen zu den Babys und bemutterten sie einige Zeit. Mbegu und Kamok werden einmal gute Mini-Leitk\u00fche werden, denn sie k\u00fcmmern sich beide sehr liebevoll um die Babys.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/67201523016-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lasayen wollte unbedingt aus seinem Stall heraus<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 10. Mai 2015<\/strong><br \/>\nArruba und Oltaiyoni schienen sich heute von den anderen Waisen fernhalten zu wollen. Die zwei M\u00e4dchen grasten am Vormittag zusammen und spielten in einigem Abstand zu den Anderen. Sie genossen ein Schlammbad in einer Pf\u00fctze und als Barsilinga und Lemoyian zu ihnen kamen und versuchten mitzumachen, standen die M\u00e4dchen auf und gingen davon.<br \/>\nAm Nachmittag versuchten Rorogoi und Suswa, sich Arruba und Oltaiyoni anzuschlie\u00dfen, die in einiger Entfernung grasten. Als sie die zwei n\u00e4herkommen sahen, gingen Arruba und Oltaiyoni tiefer in den Wald hinein und machten deutlich, dass sie unter sich sein wollten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/6720152352-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Arruba und Oltaiyoni bleiben unter sich<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 11. Mai 2015<\/strong><br \/>\nMaxwell war heute sehr aufgeregt, als die \u00e4lteren Waisen ihn in ein paar Spiele verwickelten, bevor sie in den Park gingen. Er war am Tor seines Geheges und fra\u00df Luzernenheu, als Rorogoi, Mashariki, Kithaka und Oltaiyoni an seinem Gehege auf und ab liefen. Sie rannten zur einen Seite, als er ihnen zur anderen folgte. Dabei trompeteten sie laut, und Maxwell spielte mit, bis die Waisen sich in den Wald aufmachten.<br \/>\nKamok und Boromoko verlie\u00dfen heute die \u00e4ltere Gruppe und verbrachten etwas Zeit beim Spielen mit den Babys. Ngilai war sehr gl\u00fccklich, sie bei sich zu haben und blieb dicht bei Kamok und nuckelte an ihren Ohren. Ndotto und Lasayen rangelten mit Boromoko und waren begeistert, einen \u00e4lteren Jungen zum Spielen bei sich zu haben. Er wird langsam zu einem gro\u00dfen Helden f\u00fcr sie.<br \/>\nEsilalae sah etwas matt und angeschlagen aus und schlief den Gro\u00dfteil des Tages im Busch. Er kam an eine Infusion, um ihm etwas Energie wiederzugeben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/67201523836-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Maxwell bei Spiel und Spa\u00df<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 12. Mai 2015<\/strong><br \/>\nW\u00e4hrend der heutigen \u00f6ffentlichen Besuchsstunde, war Kauro der Hauptunterhalter der Besucher, als er mit Roi spielte. Die zwei rollten unter der Absperrung zu den besuchenden Schulkindern umher. Die Kinder waren begeistert, sie anfassen und in ihrer N\u00e4he sein zu k\u00f6nnen. Die zwei Elefanten genossen das Durcheinander und die Aufmerksamkeit und spielten noch energischer. Kamok war besonders frech und duckte sich auch unter der Absperrung hindurch. Anstatt zu spielen, begann sie aber, die Besucher zu jagen und ignorierte die Ermahnungen der Keeper, die sie wieder in den abgesperrten Bereich zu bewegen versuchten.<br \/>\nW\u00e4hrend die Keeper zu Mittag a\u00dfen, verbrachten Siangiki und Roi etwas Zeit mit Alamaya. Diese drei Waisen aus der Maasai Mara haben eine besondere Freundschaft geschlossen. Auch Ndotto und die anderen Babys schlossen sich ihnen an. Als die beiden \u00e4lteren Elefanten zu ihrer Gruppe zur\u00fcckkehrten, wurden sie von Alamaya und Ndotto begleitet. Es stellte sich aber heraus, dass die vier gar nicht zur \u00e4lteren Gruppe gingen, sondern den Rest des Tages zu viert grasten.<br \/>\nEsilalaes Zustand besserte sich heute nicht, und er musste den Tag im Stall an der Infusion verbringen. Wir tun alles, was wir k\u00f6nnen, doch wir haben das Gef\u00fchl, dass wir den Kampf verlieren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/67201524226-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sirimon und Roi<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 13. Mai 2015<\/strong><br \/>\nMbegu ist ein wundersch\u00f6nes und liebevolles M\u00e4dchen geworden und hat alle Qualit\u00e4ten, um sp\u00e4ter eine gro\u00dfartige Leitkuh zu werden. Morgens schaut sie bei den Babys vorbei und spendet ihnen etwas Zuneigung, ehe sie mit der \u00e4lteren Gruppe in den Park geht. Sie ist jederzeit bereit, auf die Rufe der Babys zu reagieren, rennt dann sofort zu ihnen und tut was sie kann, damit sie sich besser f\u00fchlen. Heute Morgen war Mbegu in Begleitung von Kamok, Kauro, Sirimon und Murit, als Lasayen Ngilai den Weg versperrte, damit er ihn nicht \u00fcberholen und schneller bei den Keepern sein konnte. Lasayen schubste Ngilai aus dem Weg, der daraufhin aufschrie. Mbegu rannte sofort zur\u00fcck, um zu sehen, was bei den Babys los war. Sie flitzte an den Keepern vorbei und ber\u00fchrte jedes Baby mit dem R\u00fcssel, um sicherzugehen, dass alles in Ordnung war.<br \/>\nSokotei verbrachte eine wunderbare Zeit am Schlammloch und rollte bis zum Ende der Besuchszeit im Wasser herum.<br \/>\nSp\u00e4ter im Busch schubste Sirimon versehentlich Doldol, als sie mit Kauro rangelten. Erneut war sofort Mbegu zur Stelle und verscheuchte Sirimon, bevor sie zur\u00fcckkehrte, um sicherzustellen, dass Doldol sich nicht verletzt hatte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/67201524658-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mbegu im Einsatz f\u00fcr die anderen Elefanten<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 14. Mai 2015<\/strong><br \/>\nEsilalae fiel letzte Nacht in ein Koma und um 9:30 Uhr heute Morgen, als die anderen Waisen im Busch waren, tat er umringt von seinen liebenden Keeper seinen letzten Atemzug und starb. Es war ein sehr trauriger Tag f\u00fcr uns alle, die alles gegeben hatten, um Esilalae zu retten und ihm eine zweite Chance auf ein wildes Leben zu geben.<br \/>\nMbegu und Dupotto verb\u00fcndeten sich heute zum Kr\u00e4ftemessen mit Kauro, der vorher versucht hatte, Dupotto zu besteigen. Gemeinsam gelang es ihnen, Kauro zu besiegen. Nach ihrem Sieg hatten sie viel Spa\u00df im Schlamm, jagten sich gegenseitig herum und traten gegen den Fu\u00dfball.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/67201525510-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Wir sind \u00fcberaus traurig, Esilalae verloren zu haben<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 15. Mai 2015<\/strong><br \/>\nBoromoko, Mbegu, Dupotto und Roi pr\u00e4sentierten eine gro\u00dfe Schlammbad-Show bei der heutigen privaten Besuchsstunde. Sie rannten, rollten und schlitterten im Schlamm herum und bespr\u00fchten die G\u00e4ste mit Matsch, w\u00e4hrend sie spielten. Kithaka war sehr frech und versuchte, ein Schulkind umzusto\u00dfen. Er weigerte sich, auf die Keeper zu h\u00f6ren, die versuchten, ihn davon abzuhalten.<br \/>\nHeute gab es eine Rettung eines Elefanten von der Elkarama-Farm in Laikipia. W\u00e4hrend der letzten drei Wochen wurde dort immer wieder ein ungef\u00e4hr drei Jahre altes Elefantenkalb gesehen, wie es allein herumwanderte. Es versuchte, sich jeder vorbeikommenden Herde anzuschlie\u00dfen. Es wurde die ganze Zeit beobachtet und als man sehen konnte, dass es ihm langsam schlechter ging, wurde die DSWT Tierarzt-Einheit Meru, die mit dem KWS zusammenarbeitet, informiert, damit das Kalb eingefangen und zum Waisenhaus gebracht werden konnte, wo es die F\u00fcrsorge bekommen kann, die es braucht. Das Kalb wurde am fr\u00fchen Morgen gerettet und um 8 Uhr war es per Auto auf dem Weg nach Nairobi, da es zu gro\u00df f\u00fcr das Rettungsflugzeug war. Gegen 14:15 Uhr kam es im Waisenhaus an. Der junge Bulle war ersch\u00f6pft, aber offenbar sehr hungrig und begann gleich, das f\u00fcr ihn bereitgelegte Gr\u00fcnfutter zu fressen. Kamok, Boromoko, Kauro, Mbegu und Murit wurden gegen 15:30 Uhr zu seinem Gehege gebracht, um ihn zu tr\u00f6sten und ihm zu versichern, dass er nicht alleine ist. Das stie\u00df aber nur auf wenig Interesse bei dem Neuling, und ohne viel Interaktion mit ihm kehrte die Gruppe in den Park zur\u00fcck. Am Abend besch\u00e4ftigte sich das Kalb etwas mit Alamaya, die im Nachbargehege ist. Wir haben das neue Baby Elkerama genannt, nach der Farm, auf der es gerettet wurde, nur etwas anders geschrieben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/67201525952-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Boromoko spielt im Schlammloch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 16. Mai 2015<\/strong><br \/>\nElkerama hatte eine gute Nacht und fra\u00df die ganze Zeit Gr\u00fcnfutter. Er hat sich durch die Gehegeabsperrung hindurch gut mit Alamaya angefreundet. Sie begr\u00fc\u00dften, ber\u00fchrten und beschnupperten sich gegenseitig zwischen den Pfosten hindurch.<br \/>\nAm Morgen kamen Arruba, Mashariki, Lemoyian, Barsilinga und Suswa zu seinem Tor gerannt und begr\u00fc\u00dften den Neuank\u00f6mmling. Sie verbrachten etwas Zeit bei ihm, unterhielten sich mit ihm, tr\u00f6steten ihn und versicherten ihm, dass er nun an einem sicheren Ort ist und alles wieder gut wird. Barsilinga versuchte, ihn mit seinem R\u00fcssel zu erreichen, doch Elkerama war verunsichert und zog sich zur\u00fcck. Als die Waisen in den Busch aufbrachen, eilte Elkerama zu seiner Geheget\u00fcr und schob daran, um ihnen folgen zu k\u00f6nnen. Er ist aber noch etwas zu wild und muss noch im Gehege bleiben, bis er sich besser und st\u00e4rker f\u00fchlt. Er ist noch sehr schwach, d\u00fcnn und kraftlos.<br \/>\nLasayen hatte eine schlaflose Nacht und war sehr unruhig, kollerte und schrie viel. Wir wissen nicht genau, was mit ihm los war, doch es k\u00f6nnte mit Esilalaes Tod zu tun haben, denn die beiden waren Stallnachbarn und haben sich in der Nacht immer unterhalten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/672015335-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Suswa trinkt ihre Milch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 17. Mai 2015<\/strong><br \/>\nHeute war ein weiterer trauriger Tag f\u00fcr die Waisen und die Keeper, denn Doldol starb fr\u00fch am Morgen. Er war gestern den ganzen Tag sehr schwach und zerbrechlich gewesen und wollte \u00fcberhaupt keine Mich trinken. Er wurde mittags an eine Infusion gelegt und blieb bis zum Ende daran.<br \/>\nMbegu traf sich heute Morgen mit Ndotto, Lasayen und Ngilai, als sie in den Busch hinausgingen. Nachdem sie jeden begr\u00fc\u00dft hatte, bemerkte sie, dass Doldol fehlte und wusste sofort, dass etwas nicht stimmte. Sie rannte zu den Gehegen zur\u00fcck, um zu sehen, ob Doldol vielleicht zur\u00fcckgelassen worden war, doch als sie ihn nicht fand, verstand sie, dass er gestorben war. Sie ging zu ihrer Gruppe zur\u00fcck und war den Rest des Tages bedr\u00fcckt. Eine Weile trennte sie sich von den anderen \u00e4lteren Waisen und blieb bei den Babys.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/6720153144-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Noch ein trauriger Tag, an dem wir den kleinen Doldol verloren haben<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 18. Mai 2015<\/strong><br \/>\nElkerama hat begonnen, Milch aus der Flasche zu trinken. Das zeigt uns, dass er sich bei den Keepern wohler f\u00fchlt und ihnen langsam vertraut. Heute kamen die gr\u00f6\u00dferen Bullen Barsilinga, Kithaka, Lemoyian und Sokotei an seinem Gehege vorbei und verbrachten etwas Zeit mit ihm, als sie auf dem Weg zu ihrer 9-Uhr-F\u00fctterung im Umzugs-LKW waren. Sokotei kann manchmal etwas ruppig sein und versuchte, Elkerama zu schubsen, doch Barsilinga hatte schnell genug davon und verjagte Sokotei.<br \/>\nPea und Pod vertrieben sich ganz wunderbar die Zeit im Busch mit Kithaka, Arruba, Oltaiyoni, Mashariki und Siangiki. Die Elefanten spielten Fangen mit den beiden Strau\u00dfen, was ziemlich lange andauerte. Die Waisen trompeteten und scheuchten damit die Strau\u00dfen weg. Dann kehrten die beiden zur\u00fcck und rannten mit aufgestellten Fl\u00fcgeln auf die Waisen zu, sodass die Waisen in verschiedene Richtungen flohen. Danach fing das ganze Spiel wieder von vorne an.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/67201531645-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sokotei kann auch mal unfreundlich werden<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 19. Mai 2015<\/strong><br \/>\nLetzte Nacht gab es ein heftiges Gewitter mit viel Regen, Blitzen und Donner. Enkikwe und Embu waren sehr beunruhigt, rannten in ihren Gehegen umher und versuchten hinauszukommen, weil sie nicht verstanden, was passierte.<br \/>\nGegen 2:00 Uhr begann Elkerama zu zittern und konnte seine Drei-Uhr-Milch nicht trinken, da er zu schwach war. Um 4 Uhr brach er zusammen. Wir taten, was wir konnten, um ihn wiederzubeleben. Um 7 Uhr war er wieder auf den Beinen, trank seine Milch und ging gelegentlich auf die Keeper los.<br \/>\nEin s\u00fcdkoreanisches Filmteam drehte heute bei den Waisen f\u00fcr eine Sendung, die \u00fcber Wilderei und den notwendigen Schutz der Wildtiere aufkl\u00e4ren soll.<br \/>\nW\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde unterhielten Roi, Kamok, Murit, Dupotto, Mbegu und Boromoko die Besucher, als sie sich verschiedensten Spielen widmeten. Sie w\u00e4lzten sich, rollten umher und rutschten auf ihren Hintern in das Wasserloch hinein.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/67201531934-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Enkikwe spielt nach einer unruhigen Nacht<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 20. Mai 2015<\/strong><br \/>\nDas s\u00fcdkoreanische Filmteam kam sehr fr\u00fch am Morgen und filmte die Waisen, als sie aus den Gehegen kamen. Sirimon war heute wieder frech und jagte seine j\u00fcngeren Artgenossen. Es schien, als konnte er Kauro, Olsekki und Roi heute nicht ertragen. Er griff sie immer an und verjagte sie, wenn er an ihnen vorbeikam.<br \/>\nUm 15 Uhr hatten wir eine besondere private Besuchsstunde. Der US-Botschafter und andere US-amerikanische W\u00fcrdentr\u00e4ger kamen die Waisen besuchen.<br \/>\nHeute durfte Ngilai das erste Mal mit zur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde gehen, w\u00e4hrend Ndotto und Lasayen bei den Keepern blieben, weil sie sich nicht wohl f\u00fchlten. Wir vermuten, dass sie eine giftige Pflanze gefressen haben. Kithaka, Lemoyian und Kamok benahmen sich heute gut und keiner von ihnen versuchte, die Besucher zu schubsen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/67201532348-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sirimon will allein sein<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 21. Mai 2015<\/strong><br \/>\nPea und Pod haben sich so sehr an Ndottos Gruppe gew\u00f6hnt, dass sie sie \u00fcberall hin begleiten. Bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde sah es sehr nach Regen aus, sodass Ndotto und Lasayen zu den Stallungen zur\u00fcckgebracht wurden, wo sie warm und trocken bleiben konnten. Die zwei Strau\u00dfen sahen sie aufbrechen und folgten ihnen mit aufgestellten Fl\u00fcgeln. Kamok, die auch gern Ndotto und Lasayen hinterherrennt, schl\u00fcpfte schnell unter der Absperrung hindurch und wollte ihnen folgen, doch die Keeper konnten sie zum Rest der Waisen zur\u00fcckholen. Roi, Dupotto, Mbegu und Boromoko hatten wieder ein tolles Schlammbad und unterhielten die Besucher.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/6720153280-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ndotto mit Pea und Pod<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 22. Mai 2015<\/strong><br \/>\nSuswa hatte heute viel Spa\u00df im Busch mit Kauro, Sirimon, Enkikwe und Murit. Sie beugte sich hinunter und grub mit ihren Sto\u00dfz\u00e4hnen etwas Erde aus, damit die Babys damit spielen und sich einstauben konnten. Dann rollte sie ihren R\u00fcssel in der Erde. Kauro sah, wie sie sich hinlegte und sprang schnell auf ihren R\u00fccken. Die anderen Kleinen machten es ihm nach, und das Spiel dauerte eine Weile an.<br \/>\nWir haben festgestellt, dass Arruba es nicht so mag, wenn Fremde bei den Babys sind und das zeigt sich besonders bei der privaten Besuchsstunde. Manchmal versucht sie, die Besucher wegzuschubsen oder ihren R\u00fcssel in ihre Richtung zu schwingen, damit sie von den Babys weggehen. Sie liebt die Babys innig und ist sehr besch\u00fctzend.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/67201533121-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Suswa hat viel Spa\u00df im Busch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 23. Mai 2015<\/strong><br \/>\nHeute wurden alle Waisen um 10 Uhr zu den Stallungen gebracht, damit sie dabei sein konnten, wenn Elkerama aus seinem Gehege gelassen wurde, um mit ihnen in den Busch zu gehen. Angela fand, das es Zeit daf\u00fcr war, da es nicht hilfreich ist, ihn bei dem nassen Wetter in seinem Gehege zu lassen. Obwohl er noch etwas wild ist, haben wir das Gef\u00fchl, dass der richtige Zeitpunkt gekommen war. Als seine Geheget\u00fcr ge\u00f6ffnet wurde, f\u00fchrten Barsilinga und Suswa die anderen Waisen hinein. Suswa war etwas ruppig und schubste ihn, sodass er nicht herauskommen wollte. Es dauerte zehn Minuten, bis er das Gehege verlie\u00df, nachdem er von Barsilinga ein wenig angeschoben wurde.<br \/>\nDrau\u00dfen im Busch passte Arruba gut auf Elkerama auf, um sicherzugehen, dass er sich wohl und geliebt f\u00fchlte. Kauro versuchte, ihn zu \u00e4rgern, w\u00e4hrend Enkikwe und Oltaiyoni ihn begr\u00fc\u00dfen und kennenlernen wollten. Sp\u00e4ter am Nachmittag wurde Elkerama etwas wild und verjagte die Keeper. Um 16 Uhr wurde er in Begleitung von Arruba, Mashariki und Alamaya zu den Stallungen zur\u00fcckgebracht, da wir f\u00fcrchteten, dass es w\u00e4hrend des Besuchs der Pateneltern Probleme geben k\u00f6nnte, wenn er zu sp\u00e4t zur\u00fcckkommen w\u00fcrde. Als er wieder in seinem Gehege war, kehrten die anderen Waisen f\u00fcr den Rest des Tages in den Busch zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/67201533535-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Barsilinga und Elkerama im Busch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 24. Mai 2015<\/strong><br \/>\nDas Training der \u00e4lteren Waisen, die das Waisenhaus bald verlassen werden, geht weiter. Heute Morgen war Kithaka etwas anstrengend, da er nicht machen wollte, was er sollte. Arruba trank ihre Milch, w\u00e4hrend sie seinen Dummheiten zusah. Als sie fertig war, ging sie hinter Kithaka her und f\u00fchrte ihn in den Wald hinaus. Elkerama ging heute nicht mit den Waisen hinaus, da er den Keepern noch etwas zu wild ist. Er vertraut ihnen noch nicht so recht und ist auch ihnen gegen\u00fcber aggressiv. Er braucht noch etwas Zeit, bevor er richtig mit den anderen Waisen in den Busch kann.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/6720153378-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Arruba im Wald<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 25. Mai 2015<\/strong><br \/>\nEs regnete letzte Nacht heftig und auch am Morgen hatte es noch nicht aufgeh\u00f6rt. Wenn es regnet, kann Dupotto nicht schlafen und sie l\u00e4uft die ganze Nacht in ihrem Stall auf und ab. Offenbar f\u00fcrchtet sie den Regen und die dazugeh\u00f6rigen Blitze und den Donner. Sie scheint sich das von Embu abgeschaut zu haben, die sehr unter solchem heftigen Wetter leidet. Die anderen Waisen scheint das gar nicht zu st\u00f6ren.<br \/>\nHeute Morgen schien Ndotto matt und schwach zu sein, als die Waisen in den Busch gingen. Er kam daher nicht mit zur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde. Lasayen sorgte sich wegen seiner Abwesenheit, er war unruhig und sah sich immerzu um, um zu sehen, ob Ndotto noch auftauchen w\u00fcrde. Ndottos Magen war sehr verstimmt und grummelte; er muss etwas gegessen haben, was ihm nicht bekommen ist. Er und Lasayen experimentieren mit den Pflanzen herum und jetzt w\u00e4hrend der Regenzeit gibt es \u00fcppiges Futter, aber auch giftige Pflanzen, vor denen sie sich in acht nehmen m\u00fcssen. Normalerweise sch\u00fctzt sie ihr Instinkt davor, giftige Pflanzen zu fressen.<br \/>\nNach der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde gingen Barsilinga, Kithaka, Lemoyian, Mashariki, Suswa, Arruba, Rorogoi, Embu und Suswa an den Stallungen vorbei und holten Elkerama ab, damit er den Nachmittag mit ihnen im Busch verbringen konnte. Er war sehr aufgeregt und ist noch immer ziemlich wild. Er greift immer noch die Keeper an und jagt sie. Er wurde wieder fr\u00fcher als die anderen Waisen zur\u00fcckgebracht, damit er bereits in seinem Gehege ist, wenn die Pateneltern zur 17-Uhr-Besuchsstunde vorbeikommen. Alamaya, Olsekki, Arruba, Enkikwe, Embu, Roi begleiteten ihn, um ihm und den Keepern die Sache zu erleichtern.<br \/>\nWegen des feuchten Wetters wollte Maxwell heute wieder nicht aus seinem &#8222;Schlafzimmer&#8220; kommen. Nichts, was die Keeper taten, konnte ihn herauslocken. Sein neues, erweitertes Gehege ist h\u00f6her gelegen und trotz des Regens sch\u00f6n trocken, doch der blinde Maxwell ist noch nicht allzu begeistert von seinem Anbau.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/67201534156-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Dupotto ist nach einer unruhigen Nacht etwas ersch\u00f6pft<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 26. Mai 2015<\/strong><br \/>\nDie Keeper haben bemerkt, dass Maxwell das Wetter, das diesen Monat herrscht, nicht leiden kann. Im \u00e4lteren Teil seines Geheges, wo auch sein &#8222;Schlafzimmer&#8220; ist, stehen einige Reparaturen an, doch wegen des Regens verbringt er die meiste Zeit unter dem Dach und das behindert uns bei der Arbeit. Heute konnten wir ihn gl\u00fccklicherweise aus seinem Bett in den neuen Bereich seines Geheges locken und etwas arbeiten. Leider war er dar\u00fcber gar nicht gl\u00fccklich und stie\u00df gegen die Geheget\u00fcr, um zur\u00fcck in den \u00e4lteren Gehegeteil und zu seinem Bett zu kommen.<br \/>\nElkerama durfte wieder mit den Waisen hinaus. Er hielt die Keeper auf Trab, indem er immer wieder von der Gruppe verschwand. Am fr\u00fchen Nachmittag hatte er sich schlie\u00dflich arrangiert, als Barsilinga, Mashariki und Oltaiyoni ihn beaufsichtigten und verhinderten, dass er weglief, indem sie ihn wieder zur Gruppe zur\u00fcckkomplimentierten, wenn er sich wegschleichen wollte. Es ist erstaunlich, wie schlau die Waisen den Keepern zur Hand gehen. Elkerama zu kontrollieren ist eine Aufgabe, die wir uns mit unseren Waisenfreunden teilen und sie k\u00f6nnen das besser als wir.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/67201534535-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Maxwell wartet geduldig, dass er in sein Bett zur\u00fcck darf<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 27. Mai 2015<\/strong><br \/>\nKamok besucht h\u00e4ufig Ndottos Babygruppe, und sie scheint allm\u00e4hlich Ngilai von seinem Freund Mwashoti loszueisen. Kamok geht sehr nett, ruhig und f\u00fcrsorglich mit Ngilai um und l\u00e4sst ihn an ihren Ohren nuckeln. Das erlaubt Mwashoti ihm nicht, sondern schubst ihn immer weg, wenn er es versucht. Ngilai kam als Neugeborener zu uns und macht gerade das Zahnen durch. Er macht sich aber bisher gut.<br \/>\nEnkikwe scheint Kauro nicht zu m\u00f6gen, der sehr viel mit den anderen Waisen spielt. Enkikwe schubst ihn immer wieder, weil er von dessen ungest\u00fcmen Verhalten irritiert ist.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/67201553535-pic3.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kauro ist ein ungest\u00fcmer Junge<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 28. Mai 2015<\/strong><br \/>\nGegen 1:30 Uhr in der Nacht kam ein Elefant an, der vom DSWT Tierarzt-Team Meru von dort bis nach Nairobi mit dem Auto gefahren worden war. Das Team war zu den Mugwongoh-Ebenen gerufen worden, um einen Babyelefanten mit einer Schlingenwunde zu behandeln. Dort angekommen fanden sie ein weiteres Kalb mit einem gebrochenen Hinterbein vor, das dem Rest der Gruppe hinterherhing und nicht mithalten konnten. Die Tierarzt-Einheit traf die Entscheidung, das Kalb zu retten und nach Nairobi zu bringen, was keine leichte Aufgabe war. Das Kalb ist ungef\u00e4hr ein Jahr alt und abgesehen von dem gebrochenen Bein geht es ihm gut. Wir wissen nicht, wie sein Bein verletzt worden war; er k\u00f6nnte ung\u00fcnstig gefallen sein oder von einem \u00e4lteren Elefanten getreten worden sein. Wir haben heute Nachmittag eine R\u00f6ntgenaufnahme des Beins gemacht, die best\u00e4tigt, dass sowohl das Schienbein als auch das Wadenbein komplexe Br\u00fcche haben. Es sieht nicht gut aus, doch Angela wollte keine voreiligen Entscheidungen treffen, bevor nicht alle M\u00f6glichkeiten ausgesch\u00f6pft sind.<br \/>\nEmbu war heute etwas ruppig zu Elkerama, folgte ihm, griff ihn an und hielt ihn vom Rest der Herde fern. Das ging den halben Tag so, und die Keeper wissen nicht, was Embu dazu veranlasst hat, ist sie doch sonst ein gutm\u00fctiger und liebevoller Elefant.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/67201553732-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Embu ist normalerweise sehr freundlich<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 29. Mai 2015<\/strong><br \/>\nHeute war der Umzugstag f\u00fcr Kithaka, Barsilinga und Lemoyian. Die Vorbereitungen f\u00fcr den Umzug begannen um 3 Uhr, als die drei Waisen aus ihren Gehegen und in den LKW gef\u00fchrt wurden. Die Keeper benutzten die Milchflaschen als K\u00f6der, um die Waisen in den LKW zu f\u00fchren. Barsilinga und Lemoyian waren schnell eingeladen, doch Kithaka war eine ganz andere Geschichte. Er hielt die H\u00e4lfte seines K\u00f6rpers au\u00dferhalb des LKW und es war unm\u00f6glich, die T\u00fcr zu schlie\u00dfen. Nachdem die Milch geleert war, ging er zu seinem Gehege zur\u00fcck. Die Keeper konnten ihn erneut herauslocken und zur\u00fcck zum LKW f\u00fchren, doch er wollte wieder nicht in sein Abteil gehen. Die Keeper mussten ihn also hineinschieben, was nicht einfach war. Schlie\u00dflich gelang es ihnen, ihn einzuladen und die lange Reise zu ihrem neuen Zuhause in Ithumba begann um 3:45 Uhr.<br \/>\nDie zur\u00fcckgebliebenen Waisen waren etwas verwirrt, als sie am Morgen aus ihren Gehegen kamen und Kithaka, Barsilinga und Lemoyian nicht in ihrer Mitte sahen. Sie verbrachten den Tag dicht beieinander. Sokotei scheint die Abreise der drei Bullen am meisten nahe zu gehen, da er sehr gern bei Lemoyian war und die beiden oft gemeinsam abseits vom Rest der Gruppe grasten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/67201564933-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lemoyian, Kithaka und Barsilinga in Ithumba<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 30. Mai 2015<\/strong><br \/>\nDer neue Waise aus Meru wurde Ura genannt. Er ist noch immer sehr aggressiv und nimmt keine Milch von den Keepern an. Darum und wegen seiner Verletzungen muss er noch in seinem Gehege bleiben. Wenn er die Waisen morgens aufbrechen sieht, schiebt er am Gehegetor, weil er mitgehen m\u00f6chte.<br \/>\nElkerama hat festgestellt, dass Barsilinga, Lemoyian und Kithaka nicht mehr da sind und ist etwas verwirrt. Heute wurde er von Arruba und Suswa in den Busch gebracht, doch er war unruhig und rannte davon. Er schloss sich einer B\u00fcffelherde an, die im Dickicht verschwand. Wir starteten eine Suche nach ihm und nach vier Stunden hatten wir ihn gefunden und f\u00fchrten ihn zu den Waisen zur\u00fcck. Er wollte nicht bei den \u00e4lteren Waisen bleiben und durfte deshalb zu Ndottos Gruppe, in der noch Mbegu, Kauro, Roi und Kamok waren. Diese kleine sechsk\u00f6pfige Herde verbrachte den Tag zusammen und Elkerama schien sich sehr wohl zu f\u00fchlen und genoss die Gesellschaft der kleineren Waisen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/67201554250-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Arruba s\u00e4uft Wasser<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 31. Mai 2015<\/strong><br \/>\nW\u00e4hrend die Waisen heute Morgen im Busch waren, versuchte Mwashoti Boromoko, Olsekki, Kamok und Kauro zu Rangeleien herauszufordern. Alles begann, als Boromoko Mwashoti herumschubste, der daraufhin zur\u00fcckschubste. Kauro kam hinzu und versuchte, Mwashoti zu besteigen, der Ngilai dabei hatte und damit besch\u00e4ftigt war, ihn daran zu hindern, an seinen Ohren zu nuckeln. Kamok kam dann n\u00e4her und lie\u00df Ngilai an ihre Ohren. Mwashoti schob daraufhin Kamok weg und die zwei hatten ein kurzes Kr\u00e4ftemessen. Kamok konnte Mwashoti besiegen und ging mit Ngilai davon.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/6720155453-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mwashoti wird kr\u00e4ftiger<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-mai-2015\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Freitag, 1. Mai 2015 Seit wir Ashaka verloren haben, wohnt Mbegu im Stall neben Kamok, damit sie sich gegenseitig Gesellschaft leisten k\u00f6nnen und die Trauer \u00fcber den Verlust ihrer guten Freundin gemeinsam \u00fcberwinden k\u00f6nnen. Sie haben sich nun beruhigt und sind dar\u00fcber hinweg. 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