{"id":6872,"date":"2015-06-28T18:20:27","date_gmt":"2015-06-28T17:20:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=6872"},"modified":"2015-06-28T18:20:27","modified_gmt":"2015-06-28T17:20:27","slug":"umani-springs-mai-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/umani-springs-mai-2015\/","title":{"rendered":"Umani Springs Mai 2015"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 1. Mai 2015<\/strong><br \/>\nSonje war die Erste, die heute Morgen herauskam. Sie ging direkt zu ihrem Lieblingsbabybullen Balguda, um nach ihm zu sehen und ihn zu begr\u00fc\u00dfen. Ziwa, der an ihr vorbei ging, ignorierte sie. Sonje f\u00fchrte die Waisen zu den Weidegr\u00fcnden und die ganze Herde folgte ihr, mit Balguda an ihrer Seite. Als Ziwa sah, dass Sonje ihn nicht in der N\u00e4he von Balguda haben wollte, machte er sich auf die Suche nach Zongoloni und Quanza. Sie waren bei Jasiri und mussten aufpassen, dass er nicht an Ziwas Schwanz zog, was sehr typisch f\u00fcr ihn ist. Jasiri benahm sich aber zur Abwechslung gut und sie grasten friedlich zusammen. Sp\u00e4ter ging Ziwa mit Lima Lima in den Wald, um ein paar weiche Zweige abzubrechen. Ngasha fand sie und machte sich mit Ziwa wieder auf den Weg zur\u00fcck. Die gierige Lima Lima lie\u00dfen sie dort.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/69201552612-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje grast<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 2. Mai 2015<\/strong><br \/>\nAm fr\u00fchen Morgen kamen die Waisen in sehr verspielter und fr\u00f6hlicher Stimmung aus den Gehegen. Sie hatten viel Spa\u00df dabei, herumzurennen und sich gegenseitig zu begr\u00fc\u00dfen. Die Umani-Herde ist besonders heiter und genie\u00dft das Leben durch und durch. Murera begann, laut zu trompeten, was bis zu den H\u00fcgeln zu h\u00f6ren war, rannte dann in die B\u00fcsche und stie\u00df die B\u00e4ume um, die ihr im Weg standen. Ziwa folgte ihr und blies auch durch seinen R\u00fcssel; allerdings war kein Trompeten zu h\u00f6ren, da er noch zu jung ist, um laut und energisch zu tr\u00f6ten. Das h\u00e4lt ihn aber nicht davon ab, es zu versuchen. Auch Balguda muss erst noch lernen, wie man trompetet.<br \/>\nDie wilden Elefanten h\u00f6rten Mureras Ger\u00e4usche und antworteten mit eigenem Trompeten. Sie versuchten herauszufinden, wo die Babys waren. Die Keeper riefen die Babys zur\u00fcck, da sie sich Sorgen machten, dass Balguda im Wald verloren gehen oder zur\u00fcckgelassen und von den wilden Herden gekidnappt werden k\u00f6nnte. Er ist noch milchabh\u00e4ngig, darum ist es daf\u00fcr noch zu fr\u00fch.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/69201552724-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen an einer Stelle mit viel weichem Gras<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 3. Mai 2015<\/strong><br \/>\nZongoloni war heute Morgen sehr erpicht darauf, aus ihrem Gehege zu kommen, nachdem sie ihre Milch bekommen hatte. Sie schob kr\u00e4ftig an den Toren, w\u00e4hrend auch Lima Lima an der Kette wackelte, die die Tore verschloss. Die Keeper kamen heraus und \u00f6ffneten die Tore. Zongoloni rannte sofort in den Wald, wo sie ein paar leckere, weiche Zweige gesehen hatte. Dort angekommen zog sie die Zweige mit ihrem R\u00fcssel herunter und trat gegen ein paar B\u00e4ume, die ihr im Weg waren.<br \/>\nZiwa graste mit Balguda an seiner Seite nicht weit von Sonje. Quanza kam mit Lima Lima an und sie f\u00fchrten die Babys heute zu einer trockeneren Gegend, wo das Gras nicht vom Morgentau feucht war.<br \/>\nNachdem sie einen sch\u00f6nen Tag ohne besondere Vorkommnisse gehabt hatten, gingen die Waisen am Abend wie an einer Perlenschnur aufgereiht nach Hause zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/6920155299-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen suchen nach trockener Erde f\u00fcr ein Staubbad<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 4. Mai 2015<\/strong><br \/>\nNgasha begann den Tag damit, seinen Hintern an einem Felsen hin und her zu schwingen und ihn dabei gr\u00fcndlich zu kratzen. Er sah aus, als geh\u00f6re er eher in einen Ballsaal als in den Wald. Zongoloni fand etwas leckere Vegetation zum Fressen in Ngashas N\u00e4he und auch Ziwa fra\u00df ein paar frische, weiche Zweige im Wald.<br \/>\nJasiri, als der dominante Bulle der Gruppe, besch\u00fctzte stolz die K\u00fche und die anderen Waisen, als er ein paar B\u00fcffel im Weg herumstehen sah. Er stellte seine gro\u00dfen Ohren auf und verteidigte mutig die K\u00fche. Die B\u00fcffel w\u00fcrden den jungen Babys wie Balguda und Ziwa, die noch neu in der Gegend sind, sicherlich Angst einjagen, und sie w\u00fcrden wom\u00f6glich im Wald verloren gehen, wenn sie in Panik davon liefen. Die B\u00fcffel r\u00e4umten aber den Weg, und Balguda und Ziwa bewunderten Jasiris Mut.<br \/>\nNgasha fand etwas sehr hohes Gras zum Pfl\u00fccken und Fressen. Das \u00fcppige Gras kommt den Elefanten gerade Recht, die jetzt gutgen\u00e4hrten aussehen. Manches davon war schwer herauszuziehen und Ngasha musste mit seinem Fu\u00df nachhelfen, um es zu entwurzeln. Balguda war das zu anstrengend, und er pfl\u00fcckte lieber die frischgesprossenen, kleinen Halme und lie\u00df die gro\u00dfen, schwer zu erntenden stehen. Er sah Sonje mit Ziwa herumlaufen und schloss sich ihnen an.<br \/>\nQuanza blieb im Schatten der gro\u00dfen B\u00e4ume und suchte nach etwas weicher Erde, die sie auf ihren R\u00fccken werden und so die Fliegen vertreiben konnte. W\u00e4hrend sie in der Erde grub, fand sie ein paar weiche Wurzeln zum Fressen, die sie sehr genoss.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/69201553143-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngasha kratzt seinen Hintern am Felsen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 5. Mai 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen kamen erneut sehr fr\u00f6hlich und verspielt aus den Gehegen und kratzten sich sofort an den Felsen und den W\u00e4nden der Laderampe. Dabei trompeteten sie, und als Murera dort ankam, kratzte sich Sonje bereits, drehte sich hin und her und machte verschiedenste Posen. Murera versuchte, es Sonje nachzumachen, aber wegen ihrer Verletzung am Bein gelang es ihr nicht so richtig.<br \/>\nZiwa warf braune Erde auf seinen R\u00fccken und wurde dadurch selbst komplett braun. Dann ging er mit seinem Freund Balguda zusammen zu den Weidegr\u00fcnden. Beide blieben in der N\u00e4he von Sonje, damit sie sie vor Jasiri und Quanza besch\u00fctzte. Jasiri und Quanza k\u00f6nnen mitunter sehr nervig werden, \u00e4rgern sie manchmal und versuchen, sie von der Herde wegzujagen.<br \/>\nSonje f\u00fchrte sie heute zu einem tollen Grasland mit weichem Futter. Ngasha schloss sich ihnen an, wurde aber eifers\u00fcchtig auf Balguda, der soviel von Sonjes Aufmerksamkeit abbekommt. Ngasha und Ziwa schlossen sich dann Faraja, Zongoloni und Quanza an, und sie gingen zusammen zum Wasserloch, um mit etwas frischem Wasser ihren Durst zu l\u00f6schen. Sie hatten viel Spa\u00df dabei, mit Wasser zu herumzuspritzen und die Schildkr\u00f6ten zu erschrecken. Ein kleines Krokodil ritt in Ufern\u00e4he auf den Wellen, die die Elefanten erzeugten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/69201553428-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje zeigt verschiedene Kratz-Stile<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 6. Mai 2015<\/strong><br \/>\nDie Elefanten jagten am Morgen, angef\u00fchrt von Quanza, trompetend aus den Gehegen. Einige Babybuschb\u00f6cke mit ihrem M\u00fcttern kreuzten Quanzas Weg, als sie auf der Suche nach ein paar leckeren Zweigen war. Sie stellte ihre Ohren auf und rannte trompetend auf sie los, um sie zu vertreiben. Sie wei\u00df, dass die Antilopen keine Gefahr f\u00fcr sie sind, aber gerade darum ist sie k\u00fchner als sonst und freut sich diebisch dar\u00fcber, wenn sie wegen ihrer Posen fliehen. Murera sa\u00df zufrieden auf ihrem Hintern und rubbelte sich die Zecken ab, w\u00e4hrend sie Quanzas Dummheiten beobachtete. Quanza zog sich zu den anderen Elefanten zur\u00fcck und suchte nach Unterst\u00fctzung bei der Jagd auf die Buschb\u00f6cke. Balguda und Sonje \u00fcberlegten kurz, sich ihr anzuschlie\u00dfen, entschieden sich dann aber doch lieber, bei Murera und den schlammbadenden Anderen zu bleiben. Es hatte geregnet, sodass die Erde sehr freucht und rutschig war. Das war ein gro\u00dfer Spa\u00df f\u00fcr die Elefanten und sie alberten lange in dem glitschigen Matsch herum.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/69201553629-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Balguda unterh\u00e4lt sich mit Sonje<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 7. Mai 2015<\/strong><br \/>\nNgasha f\u00fchrte die Waisen zu einer gr\u00fcnen Gegend im Wald, wo in der vorigen Nacht wilde Elefanten gewesen waren. Die Waisen waren sehr interessiert an den Ger\u00fcchen und Spuren, die sie hinterlassen hatten. Faraja und Lima Lima blieben Ngasha dicht auf den Fersen. Lima Lima wollte genau wissen, wo die Jungs hingingen.<br \/>\nQuanza fra\u00df heute von einem Baum und st\u00f6rte dabei ein paar Bienen. Sie wurde ein paar Mal gestochen und rannte sofort davon. Die Keeper wunderten sich, was los war und entdeckten dann die w\u00fctenden Bienen. Auch Lima Lima und Faraja hatten sich schnell zu Ziwa zur\u00fcckgezogen, als sie sahen, dass Quanza gestochen worden war.<br \/>\nSonje sp\u00fcrte, dass es eine gef\u00e4hrliche Gegend war und f\u00fchrte die Babys zu den offenen Lichtungen. Dort tauchte pl\u00f6tzlich ein wilder Bulle auf. Als er h\u00f6rte, wie die Keeper die Waisen riefen, rannte er sofort davon, kehrte aber sp\u00e4ter zum Schlammloch und Staubbad zur\u00fcck. Die Keeper gingen vorsichtig davon, damit er in Ruhe baden konnte. Die Waisen h\u00e4tten bei ihm bleiben k\u00f6nnen, entschieden sich aber, den Keepern zu folgen und den Elefanten alleine am Wasserloch zu lassen. Die wilden Elefanten des Kibwezi-Walds und in Umani werden auf jeden Fall mutiger und gew\u00f6hnen sich langsam an die Keeper.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/69201553823-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Faraja sucht nach Futter<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 8. Mai 2015<\/strong><br \/>\nW\u00e4hrend Sonje im Busch graste, warnte sie die Keeper, als ob Gefahr lauern w\u00fcrde. Die Keeper beobachteten sie, um herauszufinden, was los war, konnten aber nicht feststellen, was so gef\u00e4hrlich sein sollte. Auch Murera hob den R\u00fcssel und schnupperte herum, als ob irgendetwas in der Luft l\u00e4ge. Den Keepern wurde schlie\u00dflich klar, dass sie nur sichergehen wollten, dass alle in der N\u00e4he blieben.<br \/>\nNgasha hatte einen sehr entspannenden Vormittag und graste friedlich bei Balguda, der frische Zweige naschte. Murera erschreckte sich vor ein paar Pavianen, die in den B\u00e4umen herumsprangen. Dabei brachen einige Zweige ab, die auf ihren R\u00fccken fielen. Sie rannte schnell zu den Keepern, um Schutz zu suchen.<br \/>\nAls die Babys am Abend zu den Gehegen zur\u00fcckkehrten, hatten sie volle M\u00e4gen und waren sehr m\u00fcde. Um 20 Uhr schliefen die meisten Babys bereits, und Balguda und sein Freund Ziwa schnarchten laut. Lima Lima und Quanza mussten erst noch ihre Betten machen, doch auch Murera schlief schon schnarchend. Sie war ersch\u00f6pft von dem langen Tag, an dem sie auf so viele Babys aufpassen musste.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/69201554225-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngasha frisst im Geb\u00fcsch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 9. Mai 2015<\/strong><br \/>\nMurera und Sonje verb\u00fcndeten sich und zeigten der ganzen Herde, wie man als eine gro\u00dfe Familie beieinander bleibt, wenn man im Wald unterwegs ist. Auch die neuen Jungs lernten diese Lektion. Quanza rannte herum und schnupperte bei jedem am Mund. Sie begann mit Jasiri und schien zu glauben, dass er s\u00fc\u00dfere Zweige gefunden hatte als sie.<br \/>\nHeute blieb Ziwa im dichten Geb\u00fcsch zur\u00fcck, wo er etwas weiches Gras und frische Lilien gefunden hatte, eine der Leibspeisen der Waisen. Sonje kam zur\u00fcck, um ihn zu holen und sie kehrten zu den anderen Waisen zur\u00fcck, die bereits auf dem Weg zu den Wiesen waren. Sonje \u00fcbergab die gro\u00dfe Herde an Murera, damit diese den ruppigen Jungs wie Ngasha, Jasiri und Faraja Manieren beibringen konnte. Balguda blieb eine Weile dicht bei Sonje und Ziwa, doch als er sah, dass sein Freund besch\u00e4ftigt war, ging er fort und vertrieb sich die Zeit auf andere Weise.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/69201554434-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera bringt die Babys hinaus<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 10. Mai 2015<\/strong><br \/>\nMurera juckte es heute Morgen am Hals und sie suchte sofort etwas zum Kratzen. Sie fand einen geeigneten Pfosten und kratzte sich so kr\u00e4ftig daran, dass der Pfosten schlie\u00dflich ihrem Gewicht und ihrer harten Haut nachgab und abbrach. Lima Lima nutzte die Gelegenheit, um sich eine Extraportion Futter zu sichern, w\u00e4hrend Murera sich kratzte. Auch Ziwa fand einen tollen Fleck mit viel weichem Gras zum Fressen. Er versteckte sich im dichten Geb\u00fcsch, damit ihn niemand finden und sein leckeres Futter stehlen konnte. Lima Lima kletterte auf die Felsen und hielt Ausschau. Von dort konnte sie Murera, Sonje und Balguda sehen, die den Keepern bei ihrer Unterhaltung zuh\u00f6rten. Sonje und Murera passten auf Balguda auf und brachten ihn zur Futterstelle, wo die anderen Babys leckeres Gr\u00fcn gefunden hatten.<br \/>\nAm Ende des Tages versammelten die Keeper die Elefanten und z\u00e4hlten sie durch, damit niemand zur\u00fcckgelassen w\u00fcrde, bevor sie in einer Reihe zur\u00fcck nach Hause gingen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/69201554627-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lima Lima mit Gras im Mund<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 11. Mai 2015<\/strong><br \/>\nLima Lima rennt immer eilig herum und so rannte sie heute am fr\u00fchen Morgen zu den Kratzfelsen. Sie f\u00fchrte alle dorthin und begann, sich zu kratzen, doch die Anderen wollten lieber etwas zu fressen finden.<br \/>\nMurera ging in die entgegengesetzte Richtung von den Stallungen los, um dort zu grasen. Dann bemerkte sie, dass sie nicht wusste, wo die Keeper waren, hob ihren langen R\u00fcssel und versuchte, ihre F\u00e4hrte aufzunehmen. Als sie sie gewittert hatte, kehrte sie um und ging in ihre Richtung. Sie h\u00f6rte dann auch, wie die Keeper sie mit &#8222;Murera, Murera, Kwata Kwata&#8220; riefen.<br \/>\nIm Moment ist Jasiri der gr\u00f6\u00dfte und damit dominante Bulle in Mureras Familie. Er bewegt sich stolz und majest\u00e4tisch, w\u00e4hrend er l\u00e4uft und ist stolz auf seinen Status. Es wird aber nicht lange dauern, bis Ziwa und Balguda gro\u00df genug sind, um ihm diesen Status streitig zu machen.<br \/>\nAuf dem Weg in den Wald grub Ziwa etwas Erde aus und warf sie auf seinen Kopf. Damit konnte er die Fliegen vertreiben, w\u00e4hrend er wanderte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/69201555251-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ziwa wirft Erde auf seinen R\u00fccken<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 12. Mai 2015<\/strong><br \/>\nAls die Elefanten heute Morgen zu den Weidegr\u00fcnden gingen, war das Futter so weich und s\u00fc\u00df, dass sie ganz ins Grasen vertieft waren und sich gegenseitig ignorierten. Das s\u00fc\u00dfe Gras ist das Lieblingsfutter der Waisen in der Regenzeit.<br \/>\nZiwa folgte heute Faraja, hielt aber etwas Abstand, da er Respekt vor ihm hatte und vermeiden wollte, dass Faraja denkt, er wollte sein Futter stehlen. Die anderen Babys folgten Lima Lima und Quanza, und Balguda blieb immer bei Sonje. Das hat er sich angew\u00f6hnt und die beiden sind unzertrennlich. Balguda hatte ein paar Zecken am Bauch und suchte einen Felsen, an dem er sich kratzen konnte. Stattdessen fand er nur einen Baum und kratzte sich an diesem. Da flogen ein paar Kraniche \u00fcber ihm auf und kr\u00e4hten. Das erschreckte ihn und er rannte panisch davon, als h\u00e4tte er noch nie so etwas geh\u00f6rt. Er versuchte, sich umzuschauen und herauszufinden, wo der Krach hergekommen war, doch er konnte nichts ausmachen. Sonje bekam mit, was passiert war und dass die V\u00f6gel Balguda erschreckt hatten. Sie ging zum ihm und tr\u00f6stete ihn, gemeinsam mit den Keepern, die seinen Namen riefen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/69201555727-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Faraja genie\u00dft Gras<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 13. Mai 2015<\/strong><br \/>\nNach einer k\u00fchlen Nacht kamen die Babys aus den Gehegen heraus. Sonje ging wie \u00fcblich zum Tor des kleinen Balguda, um ihn zu begr\u00fc\u00dfen, bevor sie hinaus ins Freie ging. Balguda antwortete mit lautem Kollern, als ob er ihr auch einen sch\u00f6nen guten Morgen w\u00fcnschte, was Sonje sehr froh machte.<br \/>\nDrau\u00dfen schnupperten die anderen Waisen mit ihren R\u00fcsseln herum und versuchten, etwas \u00fcbriggebliebenes Luzernenheu zu finden. Sonje und Murera versuchten, die wilden Elefanten zu wittern, die in der Nacht die Stallungen besucht hatten. Sie gingen alle zu den Umani-Quellen, um dort zu saufen.<br \/>\nHeute verteilten sich die Babys sehr weit im Busch und jeder blieb f\u00fcr sich. Direkt vor den Augen der Keeper war Ngasha gemein zu Ziwa. Er versuchte, ihn zu besteigen, w\u00e4hrend Ziwa auf dem Boden spielte. Die Keeper mussten lautstark mit ihm schimpfen und wurden von Murera unterst\u00fctzt, die ebenfalls dazu kam und Ngasha ermahnte.<br \/>\nQuanza und Lima Lima teilten die Gruppe, indem sie mit ein paar der Babys in eine andere Richtung als Murera, Sonje und der Rest liefen. Sie fanden ein paar leckere Lilien, ehe sie zum W\u00e4lzen zum Wasserloch gingen. Es wurde ein sch\u00f6ner hei\u00dfer Tag und die Waisen genossen ihr Schlammbad eine ganze Weile. Sie spritzten und spielten im Schlamm herum.<br \/>\nAm Nachmittag begann es zu regnen, und daher suchten die Elefanten nach etwas zum Unterstellen f\u00fcr die Kleinen Ziwa und Balguda. Sie zogen sich vor dem Regen zur\u00fcck und Balguda war sehr gl\u00fccklich, dass er nahe bei seiner Adoptivmama Sonje bleiben konnte, die aufmerksam wie immer war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/6920156021-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje bereitet einen Scheinangriff vor<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 14. Mai 2015<\/strong><br \/>\nLima Lima begann den Tag gutgelaunt und wanderte auf dem Gel\u00e4nde herum und begr\u00fc\u00dfte alle anderen Waisen. Nur Murera mied sie. Sie wollte sicherstellen, dass alle zufrieden waren und es ihnen gut ging, ehe sie hinaus gingen. Murera beobachtete sie und wunderte sich, was mit ihr los war. Lima Lima ist ein lebhafter kleiner Elefant voller Lebensfreude. Sie ist auch sehr clever und aufmerksam.<br \/>\nFaraja fra\u00df zusammen mit seinem Freund Jasiri, dem Schwanzzieher, im frischen Grasland. Die beiden Albino-Babys sind sehr gierig und lieben das Fressen. Faraja hielt etwas Abstand zu Jasiri, damit dieser nicht an seinen Schwanz herankam. Lima Lima ging, bevor sie sich den Anderen anschloss, zum einem felsigen Gebiet an den Umani-H\u00fcgeln. Dort erschreckte sie sich vor den Klippspringer-Antilopen, die auf den Felsen herumsprangen und rannte vor ihnen davon.<br \/>\nHeute folgten Zongoloni und Quanza Sonje zum Wasserloch, um sich im schlammigen Wasser w\u00e4lzen. Die anderen machten sich in den Wald auf und suchten Murera, die sofort nach der Milchf\u00fctterung dorthin verschwunden war. Am Ende stand nur noch Quanza mitten im Wasser und hatte viel Spa\u00df, w\u00e4hrend die Anderen alle auf der Suche nach Murera waren. Murera wurde schlie\u00dflich gefunden und sie grasten alle gl\u00fccklich zusammen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/6920156242-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera l\u00e4uft hinter den Babys her<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 15. Mai 2015<\/strong><br \/>\nAls die Waisen aus ihren Gehegen kamen, schien es fast so, als h\u00e4tten sie schon einen Plan f\u00fcr den Tag gemacht. Lima Lima ging direkt zu den H\u00e4ngen des Kenze-H\u00fcgels, was eine ganz andere Richtung als \u00fcblich ist. Die Keeper machen sich immer Sorgen um Murera, da sie wegen ihres steifen Beins nicht so gut laufen kann. Sie waren aber froh zu sehen, dass sie es mit Leichtigkeit auf den Berg hinauf schaffte, trotz des Lavagesteins. Von oben konnten die Elefanten direkt auf den Chyulu Hills Nationalpark sehen.<br \/>\nLima Lima suchte die Gegend ab und fand einen Ort, an dem wilde Elefanten schlammbaden. Sie f\u00fchrte die Anderen dorthin und sie w\u00e4lzten sich und genossen die neue Umgebung. Die Keeper mussten dann aber die Pl\u00e4ne der Waisen durchkreuzen, denn es wurde Zeit f\u00fcr die Mittagsf\u00fctterung und sie waren noch sehr weit vom Schlammloch entfernt, an dem ihre Flaschen auf sie warten w\u00fcrden. Sie riefen die Elefanten und Lima Lima f\u00fchrte sie zur\u00fcck. Als sie am Schlammloch ankamen, rannten Balguda und Ziwa ihrer Milch entgegen. Danach kehrten die Elefanten in den Busch zur\u00fcck und verschwanden bis zum Abend im Wald.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/6920156427-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lima Lima steht in der Gegend herum<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 16. Mai 2015<\/strong><br \/>\nHeute gingen die Waisen tief in den Wald hinein, in eine Gegend, in der sie bisher noch nicht oft waren. Ngasha war pl\u00f6tzlich allein, wusste aber, dass die Keeper auf ihn aufpassten und sorgte sich nicht weiter. Die Waisen genossen ein ordentliches Schlammbad und kamen an Stellen vorbei, an denen in der letzten Nacht wilde Elefanten gewesen waren. Sie untersuchten deren Ger\u00fcchte und Spuren und waren sehr interessiert an ihren wilden Artgenossen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/6920156642-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngasha genie\u00dft das Gr\u00fcn<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 17. Mai 2015<\/strong><br \/>\nMurera entschied, dass sie am Morgen nicht bei den Anderen sein wollte und verschwand im dichten Geb\u00fcsch gegen\u00fcber von den Gehegen. Sie lie\u00df die Kleinen bei Sonje.<br \/>\nZiwa, der erst vor einem Monat aus Nairobi gekommen war, legt langsam an Gewicht zu. Es ist toll zu sehen, dass er sich wieder vollst\u00e4ndig erholt hat, nachdem er in Ithumba so krank gewesen war. Er sieht rund und gesund aus und frisst gut. Er genie\u00dft es auch, wie ein Hippo im Schlamm zu baden. Umani ist ein wunderbarer Platz f\u00fcr den Waisen, denn hier m\u00fcssen sie f\u00fcr Futter und Wasser nicht sehr weit laufen. Das ist besonders f\u00fcr die Elefanten mit bleibenden Verletzungen gut, wie Murera. Sie h\u00e4tte Probleme, gro\u00dfe Entfernungen zur\u00fcckzulegen.<br \/>\nNach ihrer Milchf\u00fctterung suchte Zongoloni ihre Freundin Sonje. Diese war aber mit ihrem Adoptivkind Balguda besch\u00e4ftigt, der auch erst letzten Monat nach Umani Springs umgezogen war. Zongoloni ging dann stattdessen zu Lima Lima, die noch abwartete, ob sie vielleicht eine zus\u00e4tzliche Milchflasche abstauben konnte. Zongoloni \u00fcberzeugte sie, dass es keinen Zweck hatte, und die zwei gingen zum Wasserloch und w\u00e4lzten sich zusammen. Die anderen schlossen sich ihnen an und sie hatten viel Spa\u00df im Wasser.<br \/>\nBevor der Tag zu Ende war, wurde es noch einmal sehr hei\u00df. Murera und Ziwa kehrten zum Wasserloch zur\u00fcck, um sich noch einmal zu w\u00e4lzen, ehe sie zu den Stallungen gingen. Ziwa und Balguda waren heute die W\u00e4lz-Helden. Sie rollten immer wieder im Matsch herum, bis ihre K\u00f6rper komplett vollgeschmiert waren. Man konnte sie kaum noch auseinanderhalten und nicht einmal mehr ihre Augen sehen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/6920156852-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Quanza geht voran<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 18. Mai 2015<\/strong><br \/>\nEin paar Perlh\u00fchner verbargen sich mit ihren K\u00fcken im hohen Gras, als die Elefanten vorbeiliefen. Einige der V\u00f6gel hatten Angst, dass auf ihnen herumgetrampelt werden w\u00fcrde und flogen auf, was die Elefanten sehr erschreckte. Quanza und Lima Lima gingen in Angriffspose, stellten ihre gro\u00dfen Ohren auf und trompeteten laut. Die Keeper machten sich zuerst Sorgen, bis sie sahen, dass es nur Perlh\u00fchner waren, die das Chaos unter den Waisen verursacht hatten. Jasiri und Ziwa st\u00f6rten die V\u00f6gel gar nicht. Murera sammelte dann ihre Gruppe zusammen, beruhigte sie und brachte sie zur F\u00fctterstelle.<br \/>\nJasiri konnte kaum glauben, dass seine Flasche schon leer war. Er blieb mit seinem R\u00fcssel im Mund stehen und hoffte, dass daraus noch mehr Milch kommen w\u00fcrde. Als schlie\u00dflich alle fertig waren, stellte er fest, dass nichts mehr da war und schloss sich Lima Lima an, die in der Hoffnung auf Nachschub den Keepern hinterherlief.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/6920156114-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mureras Familie im Grasland<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 19. Mai 2015<\/strong><br \/>\nMurera kam sehr gutgelaunt aus den Gehegen und suchte nach etwas, woran sie sich gut kratzen konnte. Ihr Hintern juckte sehr, da sich seit dem letzten Einspr\u00fchen viele Zecken daran festgebissen hatten. Die Zecken geh\u00f6ren zum Wald nun einmal dazu. Sie konnte nichts n\u00fctzliches zum Kratzen finden und nutzte daher die Laderampe und schuffelte sich an deren W\u00e4nden.<br \/>\nJasiri ging in die N\u00e4he der Akazien und suchte nach den Fr\u00fcchten, die die Elefanten so lieben. Es ist aber die falsche Jahreszeit und er konnte nur Bl\u00e4tter finden. Sonje passte gut auf Baby Balguda auf und hielt ihn dicht in ihrer N\u00e4he, damit ihn niemand schubsen konnte. Balguda sah, dass Sonje etwas sehr leckeres im Mund hatte. Er steckte seinen R\u00fcssel in ihren Mund, um es zu probieren und zu erschnuppern, was sie da leckeres fra\u00df.<br \/>\nDie Waisen hatten heute im Wasserloch sehr viel Spa\u00df. Danach rollte sich Murera im Gras herum, aber hatte dann Probleme, wieder aufzustehen und rief die Anderen um Hilfe. Schlie\u00dflich mussten ihr die Keeper helfen, wieder auf die Beine zu kommen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/69201561313-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Jasiri, der dominante Bulle der Herde<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 20. Mai 2015<\/strong><br \/>\nAls Quanza am Morgen in den Wald hinaus ging, sah sie aus, als w\u00e4re sie noch sehr verschlafen. Ziwa sah, wie sie im Busch d\u00f6ste und ging zu ihr, um herauszufinden, was los war. Quanza wollte aber nichts davon wissen und schubste ihn kr\u00e4ftig, damit er sie in Ruhe lassen w\u00fcrde. Ziwa lie\u00df Quanza also schlafen, und auch die Keeper gingen zu ihr, um zu sehen, ob alles in Ordnung war. Sie rannte weg und zeigte ihnen so, dass sie nur m\u00fcde war. Sie hatte vermutlich einfach zu wenig geschlafen; manchmal will Lima Lima spielen und klettert auf ihr herum, wenn sie sich zum Schlafen hinlegt.<br \/>\nBalguda zeigt, dass er die anderen Elefanten gut anf\u00fchren kann. Er hat die Aufsicht \u00fcber Zongoloni \u00fcbernommen. Sie ist eine von Sonjes besten Freundinnen und er passt auf sie auf, so wie Sonje auf ihn aufpasst. Sonje kollerte im Busch laut und rief ihre Babys zu sich, die zu ihr gerannt kamen: Balguda, gefolgt von Zongoloni. Ziwa blieb bei Murera. Sie gingen alle in Richtung der Umani-H\u00fcgel. Ihr Plan hinaufzusteigen wurde aber vereitelt, als sie Bewegungen im Geb\u00fcsch wahrnahmen. Es war nur ein Klippspringer, der vor den Elefanten fl\u00fcchtete, aber Murera kehrte mit ihrer Herde um und brachte sie zu den Keepern, um Unterst\u00fctzung zu suchen. Als sie die Keeper erreicht hatte, hielt sie aber nicht an, sondern rannte gleich bis zur F\u00fctterstelle zur\u00fcck. Die Keeper machten sich Sorgen, dass B\u00fcffel in der N\u00e4he sein k\u00f6nnten, stellten aber schnell fest, dass es nur die Klippspringer waren, die die Elefanten verschreckt hatten.<br \/>\nAm Wasserloch machten die Babys eine Pause und bekamen ihre Milch. Jasiri hat sich Lima Limas Angewohnheit abgeschaut, nach der F\u00fctterung in der N\u00e4he zu bleiben, um zu sehen, ob man noch Milch von den Anderen stibitzen kann. Er wurde aber von Murera weggeschubst, nachdem er seine eigenen Milchflaschen geleert hatte. Er sah \u00e4ngstlich aus und streckte seinen R\u00fcssel in Mureras Richtung, um herauszufinden, ob sie ihn noch strenger bestrafen w\u00fcrde.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/69201563520-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Jasiri hat seine Flasche geleert<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 21. Mai 2015<\/strong><br \/>\nLima Lima genie\u00dft ihre Rolle als Minileitkuh der \u00e4lteren Waisen. Sie f\u00fchrte sie am fr\u00fchen Morgen in den Wald hinaus, nachdem sie aus den Gehegen gekommen waren. Dort hatten sie die Nacht damit verbracht, das von den Keepern bereitgelegte Gr\u00fcnzeug zu fressen. Sonje blieb zur\u00fcck und wartete darauf, dass Balguda sich ihr anschloss. Danach folgten sie Lima Lima und den anderen Babys zu den Weidegr\u00fcnden. Murera kratzte sich an einem umgest\u00fcrzten Baum am Waldrand.<br \/>\nDie Keeper haben angefangen, die Elefanten einzeln zur F\u00fctterung zu bringen, damit sie nicht um die Milch k\u00e4mpfen. Lima Lima, Ngasha und Quanza sind einfach so gierig nach Extra-Milch, dass sie die Kleinen aus dem Weg schubsen, um noch mehr zu bekommen. Jasiri und Zongoloni k\u00f6nnen ihre Flaschen allein aufheben. Nach der F\u00fctterung war Lima Lima schlecht gelaunt, und die Keeper dachten, es ginge ihr nicht gut. Sie war aber nur grantig, dass die Keeper sie davon abgehalten hatten, Ziwas Flasche zu stehlen.<br \/>\nSonje versammelte ihre Lieblingsbabys Zongoloni und Balguda um sich, bevor die Elefanten zu den Stallungen zur\u00fcckkehrten. Ziwa blieb bei Murera und Quanza.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/69201564045-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje bringt die Babys zur F\u00fctterstelle<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 22. Mai 2015<\/strong><br \/>\nMurera tr\u00f6delte heute an den Stallungen herum, kratzte ihren Bauch und ihre Beine an den Pfosten und ging den Anderen langsam hinterher, zusammen mit den Keepern. Sie hatte dann die anderen Elefanten aus den Augen verloren und schnupperte herum, um ihre F\u00e4hrte aufzunehmen. Sie verbrachte einige Zeit mit einem Staubbad, um die nervigen Fliegen fernzuhalten.<br \/>\nBalguda blieb dicht bei seinem Gehegegenossen Ziwa, w\u00e4hrend er nach seiner Adoptivmama Sonje Ausschau hielt, sie aber nirgends sehen konnte. Balguda fand nur Ngasha und er war traurig, als Ngasha ihn mit seinem R\u00fcssel verscheuchte, so wie damals, als Balguda noch neu in Umani gewesen war. Damals war Ngasha sehr ruppig zu ihm und Ziwa gewesen. Seit sich aber Sonje um die beiden k\u00fcmmert, muss sich Balguda nicht mehr mit dem Geschubse der \u00e4lteren Bullen wie Jasiri, Faraja und Ngasha herumschlagen. Ziwa und Zongoloni kamen Balgudas zu Hilfe und nahmen ihn zwischen sich, um ihn vor den frechen Jungs zu besch\u00fctzen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/69201564659-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera ist verspielt<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 23. Mai 2015<\/strong><br \/>\nLima Lima wurde heute ihrer Rolle als Leitkuh voll und ganz gerecht. Sie brachte die Babys zu einem morgendlichen Staubbad. Sonje war sehr besch\u00e4ftigt mit dem kleinen Balguda. Sie gab ihm Tipps, wie man das Gras mit Hilfe der F\u00fc\u00dfe aus dem Boden pfl\u00fcckt und f\u00fctterte ihn mit etwas weichem Gras. Sie spielte ganz die Mutter und behandelte ihn wie ihr kleines Kind.<br \/>\nLima Lima f\u00fchrte die Waisen dann zum nat\u00fcrlichen Schlammloch, in dem die wilden Elefanten w\u00e4hrend der Regenzeit baden. Der Weg wurde jedoch von einigen umgest\u00fcrzten Gelbrinden-Akazien versperrt. Die anderen Babys fanden einen Weg drumherum, doch Lima Lima entschied, anzuhalten und ihren Hals an den umgest\u00fcrzten B\u00e4umen zu kratzen. Ngasha w\u00e4lzte sich gro\u00dfartig im Schlamm und drehte dabei seinen Bauch nach oben zu den Keepern hin. Nach dem Bad f\u00fchrte Faraja die Waisen zu den H\u00e4ngen der Umani-H\u00fcgel, wo es viele weiche Zweige zum Fressen gibt. Sp\u00e4ter kollerte Murera den Babys zu und teilte ihnen mit, dass es Zeit f\u00fcr den Heimweg war. Die Waisen kamen zusammen und warteten auf weitere Anweisungen von Murera, und sie ging langsam los. Lima Lima \u00fcbernahm die F\u00fchrung, als sie verstanden hatte, das es Zeit war, zu den Stallungen zur\u00fcckzukehren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/6920156552-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lima Lima f\u00fchrt die Babys nach dem Staubbad hinaus<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 24. Mai 2015<\/strong><br \/>\nDie unteren H\u00e4nge der Umani-H\u00fcgel sind voller s\u00fc\u00dfer und weicher Zweige, die die Babys gerne fressen. Einige lieben es, die H\u00fcgel hinaufzulaufen und nach weichen gr\u00fcnen Bl\u00e4ttern zu suchen. Ziwa war heute einer von ihnen und folgte Faraja bis zur Spitze.<br \/>\nZongoloni h\u00f6rte ein paar wilde Elefanten auf der anderen Seite des Chyulu-Nationalparks trompeten. Als die Keeper sie h\u00f6rten, machten sie sich Sorgen, dass sie versuchen k\u00f6nnten, sich den auf dem H\u00fcgel grasenden Waisen anzuschlie\u00dfen. Murera und Sonje gingen in Richtung der wilden Elefanten, doch Ngasha und Jasiri wollten damit nichts zu tun haben und gingen in die andere Richtung. Die restlichen Waisen folgten ihnen, und ohne die Unterst\u00fctzung der Herde kehrten schlie\u00dflich auch Murera und Sonje zu den Keepern zur\u00fcck.<br \/>\nBalguda wurde auf dem Weg zum Wasserloch von Ngasha begleitet. Danach gingen Zongoloni, Lima Lima und Quanza zum Grasland und rollten im hohen Gras, um ihre K\u00f6rper zu trocknen, w\u00e4hrend die Anderen ihre K\u00f6rper lieber beim Staubbad trockneten. Es schien, als w\u00fcrde Murera den Keepern zul\u00e4cheln, als sie auf dem Boden lag und den Kopf sch\u00fcttelte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/69201571028-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen nach dem Schlammbad<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 25. Mai 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen sind eine eng verbundene Herde und man k\u00f6nnte sie f\u00fcr eine richtige biologische Familie halten, statt eine Sammlung von verlorenen Seelen, Wildereiopfern, die durch menschliche Gier und Grausamkeit zusammengew\u00fcrfelt wurden. Sie sind nun zusammen gl\u00fccklich, schlie\u00dfen enge Freundschaften und werden von ihrer menschlichen Familie, den Keepern versorgt.<br \/>\nAm Morgen kamen Ziwa und sein Mitbewohner Balguda aus dem Gehege und gingen zu Sonje und Murera, die schon auf sie warteten. Sie wussten, dass die beiden \u00e4lteren K\u00fche sie vor dem Gedr\u00e4ngel und Geschubse der anderen Elefanten besch\u00fctzen w\u00fcrden. Ngasha kam angelaufen und Balguda vermutete, er wollte \u00c4rger machen. Diese beiden waren im Waisenhaus gute Freunde gewesen, doch seit sie in Umani sind, ist Ngasha aggressiv gegen\u00fcber Balguda und Ziwa, sodass Murera und Sonje sich h\u00e4ufig einmischen m\u00fcssen. Ngasha ist vermutlich nur eifers\u00fcchtig, weil er sieht, wieviel Aufmerksamkeit die beiden Neulinge bekommen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/69201571347-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Balguda frisst von einer Akazie<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 26. Mai 2015<\/strong><br \/>\nZongoloni kann inzwischen sehr gut Futter f\u00fcr die Waisen finden. Ziwa sieht gl\u00fccklich und gesund aus und hat seit seiner Ankunft in Umani ordentlich an Gewicht zugelegt. Hier gibt es genug zu fressen und jede Menge frisches Wasser in der N\u00e4he, und es ist hier weit weniger harsch als in Ithumba, wo er zuerst gewesen war. Dort hatte er sich nicht wohl gef\u00fchlt und war krank geworden, sodass er ins Waisenhaus nach Nairobi zur\u00fcckgekehrt war. Das Leben im Kibwezi-Schutzgebiet ist f\u00fcr Ziwa und Balguda gut geeignet. Sie haben genug zu fressen und zu saufen, und wenn sie zu den Stallungen zur\u00fcckkehren, bekommen sie Milch, Kopra, getrocknetes Kokos und frisches Gr\u00fcn, das ihnen die Keeper von der Kibwezi-Kenze-Basisstation bringen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/69201571544-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Babys laufen zum Lavagestein hin\u00fcber<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 27. Mai 2015<\/strong><br \/>\nBalguda und Ziwa, die sich ein Gehege teilen, \u00fcbernahmen heute die Aufgabe, die Waisen aus den Stallungen und zu den Weidegr\u00fcnden zu f\u00fchren. Den Weg haben sie von ihren Freunden Zongoloni, Lima Lima und Quanza gelernt, die ihn ihnen zeigten, als sie hier ankamen.<br \/>\nIn der Nacht war es nicht gerade ruhig gewesen. Die wilden Elefanten hatten die Waisen besucht und waren sehr froh, dass sie ihnen n\u00e4her sein konnten als drau\u00dfen im Busch. Die wilden Elefanten f\u00fcrchten die Keeper, die die Waisen den ganzen Tag begleiten, noch immer. Einer der wilden Elefanten ber\u00fchrte mit seinem R\u00fcssel den Elektrozaun, bekam einen Schlag und rannte laut trompetend davon. Die Waisen wurden dann auch unruhig und die Keeper mussten herauskommen, um zu sehen, was los war. Die wilden Bullen verschwanden daraufhin und die Waisen wurden noch unruhiger, weil sie nicht wussten, was in ihre wilden Freunde gefahren war. Sonje, Quanza, Lima Lima und Zongoloni schoben so sehr an ihren Gehegetoren, dass sie sich fast bogen. Sie wollten ihren Freunden in die Wildnis folgen. Die Keeper riefen die Waisen beim Namen, um sie zu beruhigen und die Ordnung wiederherzustellen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/6920157185-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera genie\u00dft ein Staubbad<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 28. Mai 2015<\/strong><br \/>\nSonje lief auf der Suche nach frischem weichem Gras tief in das dichteste Geb\u00fcsch und lie\u00df Balguda und Murera zur\u00fcck. Nach einer Weile kam sie an einer Babyschildkr\u00f6te vorbei, die allein unterwegs war. Sonje war neugierig, n\u00e4herte sich ihr und schnupperte mit ihrem R\u00fcssel an ihr. Sie war sehr vorsichtig, nicht auf die Schildkr\u00f6te zu treten und nahm einen anderen Weg, um ihr aus dem Weg zu gehen. Sie folgte dem Geruch von einigen Bl\u00fctenpflanzen, und pfl\u00fcckte die gelben Pflanzen, sobald sie sie gefunden hatte. Die Keeper nannten sie scherzhaft &#8222;Blumenkind&#8220;, als sie die Bl\u00fcten auf ihren Kopf warf.<br \/>\nEs wurde am Nachmittag sehr hei\u00df und die Waisen liefen weiter im Busch herum und suchten Futter. Ziwa war sehr froh, als er an einem nat\u00fcrlichen Wasserloch vorbeikam. Er bespritzte seine Brust und warf Schlamm auf seinen R\u00fccken, w\u00e4hrend die Anderen tiefer in den Wald gingen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/6920157208-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen nach der F\u00fctterung<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 29. Mai 2015<\/strong><br \/>\nMurera war schon immer ein recht eifers\u00fcchtiger Elefant. Fr\u00fcher hat sie sich mit Sonje dabei abgewechselt, sich um Balguda zu k\u00fcmmern, doch nun ist sie sehr eifers\u00fcchtig auf Sonje. Sonje hat nun manchmal nachts Probleme mit Murera, weil sie sie vom Schlafplatz wegschubst. Sonje muss dann warten, bis Murera schl\u00e4ft, bevor sie sich selbst hinlegen kann. Wenn Murera aufwacht, muss sie schnell aus dem Weg gehen, damit sie nicht im Schlafbereich erwischt wird.<br \/>\nDer freche Ngasha ging heute ins Geb\u00fcsch, um sich vor Faraja zu verstecken, und hielt dabei seinen R\u00fcssel vor den Kopf. Murera machte ihn nach, steckte sich aber den R\u00fcssel in die Ohren und blies Sand hinein. So konnte sie ihre Freunde nicht mehr h\u00f6ren.<br \/>\nSonje ging mit ihrem Adoptivkind Balguda im Schlepptau in den Wald. Sie legte sich hin, damit Balguda auf ihr herumklettern konnte, und Balguda krabbelte gl\u00fccklich auf ihren Bauch. Er liebt dieses Spiel, kann so etwas aber nicht mit Murera spielen, denn sie ermahnt jeden, der das bei ihr versucht. Vermutlich schmerzt ihre Verletzung noch immer, wenn jemand darauf herumklettert.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/6920157222-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngasha versteckt sich hinter seinem R\u00fcssel<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 30. Mai 2015<\/strong><br \/>\nAls die Babys heute Morgen aus ihren Gehegen kamen, kollerten sie sich gegenseitig zu, wobei sie auf das Luzernenheulager starrten und sich beschwerten, dass sie heute nichts bekommen hatten. W\u00e4hrend der Regenzeit gibt es genug Futter in der Wildnis, sodass die Keeper ihnen kein Luzernenheu-Zusatzfutter mehr geben. Die Waisen waren aber so entt\u00e4uscht, dass die Keeper Mitleid hatten und ihnen ein B\u00fcndel herausholten. Die Waisen waren \u00fcbergl\u00fccklich, als sie den Keeper mit dem Luzernenheu auf der Schulter n\u00e4herkommen sahen. Quanza schlich sich von hinten an, griff etwas Heu und rannte damit zum Kratzfelsen davon. Dort verteilte sie es auf dem Boden, damit auch die anderen Babys wie Balguda und Ziwa etwas abbekommen konnten.<br \/>\nSonje lief vor Murera, die ihr vorher die kalte Schulter gezeigt hatte. Als Sonje sich zum Spielen hinlegte, schlich sich Faraja, der einer der frecheren Jungs ist, her\u00fcber und kletterte auf ihren R\u00fccken. Sonje st\u00f6rte das nicht, da Faraja nicht zu schwer f\u00fcr sie ist.<br \/>\nDie Babys gingen zur Mittagsf\u00fctterung und danach brachten ihnen die Keeper ein paar Akazienfr\u00fcchte in einer Kiste mit. Das ist ein absoluter Leckerbissen f\u00fcr die Waisen. Quanza und Lima Lima rochen die Fr\u00fcchte und rannten, dicht gefolgt von Ngasha und Zongoloni, zu ihnen hin\u00fcber. Sie traten die Kiste in St\u00fccke und die Fr\u00fcchte verteilten sich \u00fcberall hin. Murera schloss sich ihnen ebenfalls an, und sie alle feierten das Festmahl, das sie seit fast einem Jahr nicht bekommen hatten, seit die letzte Saison f\u00fcr Akazienfr\u00fcchte zu Ende gegangen ist.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/69201572451-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Faraja klettert auf Sonje<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 31. Mai 2015<\/strong><br \/>\nDie wilden Elefanten haben die Waisen in der letzten Woche fast jede Nacht besucht. Die Babys genossen das sehr.<br \/>\nAls die Waisen in den Busch liefen, verteilten sie sich, damit jeder soviele frische Zweige wie m\u00f6glich finden konnte. Lima Lima stand links von Ngasha, und Ngasha bedeckte seine Augen mit seinem R\u00fcssel. Lima Lima sollte nicht mitbekommen, dass er sie beobachtete, wie sie das ganze leckere Gras mampfte.<br \/>\nBalguda ist sehr gl\u00fccklich, weil er weiterhin drei Milchflaschen bekommt, statt zwei wie die anderen Waisen. Er f\u00fchlt sich als etwas Besonderes, wenn er eine dritte Flasche bekommt, wenn die Anderen schon davongehen m\u00fcssen. Er war so aufgeregt, dass der Keeper seinen R\u00fcssel halten und ihn beruhigen musste, ehe er ihn zum Wasserloch zum W\u00e4lzen schickte. Balguda weigerte sich aber, hineinzugehen, da es langsam kalt wird. Selbst die wilden Elefanten baden seit Beginn des kalten Wetters kaum noch.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/69201572640-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Zongoloni nuckelt an ihrem R\u00fcssel<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/umani-springs-mai-2015\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Freitag, 1. Mai 2015 Sonje war die Erste, die heute Morgen herauskam. Sie ging direkt zu ihrem Lieblingsbabybullen Balguda, um nach ihm zu sehen und ihn zu begr\u00fc\u00dfen. Ziwa, der an ihr vorbei ging, ignorierte sie. Sonje f\u00fchrte die Waisen zu den Weidegr\u00fcnden und die ganze Herde folgte ihr, mit Balguda an ihrer Seite. Als &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/umani-springs-mai-2015\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eUmani Springs Mai 2015\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":6873,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[40,61,1],"tags":[],"class_list":["post-6872","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-tagebuch-der-keeper","category-umani","category-news"],"pp_statuses_selecting_workflow":false,"pp_workflow_action":"current","pp_status_selection":"publish","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6872","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6872"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6872\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6874,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6872\/revisions\/6874"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6873"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6872"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6872"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6872"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}