{"id":7019,"date":"2015-07-30T18:18:09","date_gmt":"2015-07-30T17:18:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=7019"},"modified":"2015-07-30T18:18:09","modified_gmt":"2015-07-30T17:18:09","slug":"nairobi-nursery-juni-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-juni-2015\/","title":{"rendered":"Nairobi Nursery Juni 2015"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 1. Juni 2015<\/strong><br \/>\nWegen des schlechten Wetters gingen die \u00e4lteren Waisen erst um 6:30 Uhr in den Park, etwas sp\u00e4ter als \u00fcblich. Es war k\u00fchl und nebelig, als sie aufbrachen. Darum mussten Ngilai, Ndotto, Lasayen und Murit noch l\u00e4nger in den St\u00e4llen bleiben, ehe sie sich ihren Freunden anschlie\u00dfen konnten.<br \/>\nAlamaya ist ein h\u00f6flicher und ruhiger Elefant und kommt mit den anderen Waisen gut zurecht. Ihre Wunde macht etwas Probleme, denn Narbengewebe st\u00f6rt sie beim urinieren. Mwashoti dagegen kommt nicht so gut mit den \u00e4lteren Waisen zurecht. Wir vermuten, dass er sich zu sehr an die Gesellschaft der Keeper und der j\u00fcngeren Waisen Ndotto, Ngilai und Lasayen gew\u00f6hnt hat. Heute Nachmittag spielte Dupotto mit Roi, als Embu aus dem Geb\u00fcsch kam, in dem sie gegrast hatte, und nach Dupotto sah. Mwashoti kam mit aufgestellten Ohren auf sie zu und wollte sie angreifen, doch sie war bereit zur\u00fcckzuschubsen, wenn es n\u00f6tig war. Die Keeper griffen ein und verhinderten, dass sie Mwashoti schubste, weil er sich noch immer von seiner Schlingenwunde erholt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/71201533156-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Alamaya im Wald<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 2. Juni 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein furchtbarer Tag f\u00fcr die kleinen Waisen und die Strau\u00dfenbabys. Es hatte seit dem vorigen Abend geregnet und die Kleinen mussten in den Stallungen zur\u00fcckbleiben, als die \u00e4lteren Waisen in den Busch gingen. Dort dr\u00e4ngelten sie sich unter ein paar gro\u00dfe B\u00e4ume dicht zusammen. Als es zu regnen aufgeh\u00f6rt hatte, verlie\u00dfen Ngilai, Lasayen und Ndotto zusammen mit Pea und Pod die St\u00e4lle und gingen in den Busch. Ndotto forderte Lasayen zu einem Kr\u00e4ftemessen heraus, w\u00e4hrend Ngilai, Pea und Pod sich gegenseitig jagten. Das ganze wurde von drei L\u00f6winnen beobachtet, die sich im Busch versteckt hatten. Nach einer Weile sprang eine der L\u00f6winnen hervor. Die Keeper sahen das, sp\u00fcrten die Gefahr und brachten die Kleinen in die Sicherheit der Stallungen zur\u00fcck, wo sie den Rest des Tages verbrachten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/71201535542-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Pea und Pod an einem k\u00fchlen Morgen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 3. Juni 2015<\/strong><br \/>\nKauro und Sokotei scheinen sich einige von Kithakas und Lemoyians schlechten Angewohnheiten abgeschaut zu haben. Sie rangeln den ganzen Tag und versuchen immerzu, ihre weiblichen Artgenossen zu besteigen. Da die \u00e4lteren Jungs vor kurzem nach Ithumba umgezogen wurden, sind die Kleinen nun frecher und ruppiger geworden, was manchmal die anderen Waisen der Gruppe st\u00f6rt.<br \/>\nNeuling Elkerama ist noch immer recht wild und aggressiv gegen\u00fcber den Keepern. Wir f\u00fcttern ihn durch die \u00c4ste eines Baums hindurch, damit die Keeper gesch\u00fctzt sind, wenn er w\u00e4hrend der Milchf\u00fctterung in Angriffslaune ist. Ndotto war heute sehr verspielt und voller Energie. Er jagte die Warzenschweine auf dem Gel\u00e4nde der Stallungen umher und in den Busch hinaus.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/71201535753-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kauro rangelt mit den Anderen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 4. Juni 2015<\/strong><br \/>\nSobald die Waisen morgens aus ihren Gehegen kommen, gehen Kamok und Mbegu zu den kleinen Babys, um etwas Zeit bei ihnen zu verbringen. Kamok ist gern bei Ngilai, der mit Vorliebe an ihren Ohren nuckelt. Mbegu bleibt dicht bei Ndotto und Lasayen und legt sich auf den Boden, damit die Babys auf ihr herumklettern k\u00f6nnen. Sie ist der Liebling der kleinen Jungs, da sie so ruhig, f\u00fcrsorglich und besch\u00fctzend ist.<br \/>\nAlamaya und Mwashoti zeigen beide deutliche Zeichen der Besserung und ihre Wunden heilen gut.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/71201535940-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mbegu, Boromoko und Enkikwe<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 5. Juni 2015<\/strong><br \/>\nKauro ist etwas ruppig gegen\u00fcber seinen j\u00fcngeren Artgenossen geworden, insbesonderen vor und w\u00e4hrend der F\u00fctterzeiten. Er hat sich schon mit Boromoko, Mbegu, Dupotto und Alamaya angelegt und geht sogar auf Sokotei los, der aber nichts von solchen Dummheiten wissen will und ihn in seine Schranken weist. W\u00e4hrend der heutigen \u00f6ffentlichen Besuchsstunde schlang Kauro seine Milch hinunter und verpasste pl\u00f6tzlich Boromoko einen Kopfsto\u00df, w\u00e4hrend dieser noch trank. Die Keeper mussten ihn ermahnen und ihn ins Geb\u00fcsch schicken, sodass er auf das Schlammloch verzichten musste, bis die F\u00fctterzeit vorbei war. Kauro versuchte, sich zur Gruppe zur\u00fcckzuschleichen, wurde aber von Oltaiyoni daran gehindert, die nun die Chefin ist. Kauro rannte jammernd davon. Das zeigte uns, dass er die Strafe verstanden hat, und er durfte daher zu den Anderen zur\u00fcck.<br \/>\nLeider mussten wir Ura heute einschl\u00e4fern; mehrere Tier\u00e4rzte haben inzwischen best\u00e4tigt, dass sein verletztes Bein niemals richtig heilen w\u00fcrde, da es zu schlimm gebrochen war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/712015445-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Boromoko und Kamok spielen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 6. Juni 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein feuchter Morgen, als die Waisen zu den Weidegr\u00fcnden gingen. Alamaya, Mwashoti, Suswa, Mashariki, Sirimon und Siangiki beschlossen, ein Schlammbad in den Regenpf\u00fctzen zu nehmen. Mwashoti und Alamaya suchten sich einen Platz etwas abseits von den Anderen, damit sie nicht herumgeschubst und angerempelt wurden. Ihre Verletzungen k\u00f6nnen ihnen noch immer Schmerzen bereiten.<br \/>\nW\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde waren die Waisen ruhig und zur\u00fcckhaltend, da es recht k\u00fchl und ungem\u00fctlich war. Dupotto und Enkikwe jagten ein wenig mit Pea und Pod herum, und die Besucher freuten sich, das Spiel beobachten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/7120154638-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murit bei der Besuchsstunde<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 7. Juni 2015<\/strong><br \/>\nKamok scheint bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde um 11 Uhr die Zeit mit den Besuchern sehr zu genie\u00dfen. Nachdem sie ihre Milch getrunken hat, geht sie direkt zum Absperrband und l\u00e4uft daran entlang. Sie lehnt sich gegen die Besucher, die sie begeistert anfassen und streicheln, was sie sehr liebt. Sie lehnt sich dann noch weiter hin\u00fcber und schiebt dabei manchmal die Besucher zur Seite. Sie ist immer die verspielteste der Waisen bei der Besuchsstunde. Sie sorgt daf\u00fcr, dass die Besucher eine tolle Show pr\u00e4sentiert bekommen und sie die Zeit bei den Waisen genie\u00dfen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/7120154946-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kamok auf dem Weg zum Schlammbad<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 8. Juni 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen hatten einen friedlichen Vormittag und grasten das nach den k\u00fcrzlichen Regenf\u00e4llen frisch gekeimte Gr\u00fcn. Rorogoi, Arruba und Embu \u00fcbernahmen die F\u00fchrung und zeigten dem Rest der Gruppe, wo es die beste Vegetation gibt.<br \/>\nObwohl er bereits mit den Waisen im Busch ist, war Elkerama bisher nicht bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde, da er in der Gegenwart von Fremden noch sehr unruhig ist. Er ist auch sehr gierig und bleibt dicht bei den Keepern, damit er seine Milch zuerst bekommt. Und wenn seine Milch alle ist, geht er manchmal auf den Keeper los, der ihn gef\u00fcttert hat und versucht, mehr Milch zu bekommen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/71201541156-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Rorogoi grast<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 9. Juni 2015<\/strong><br \/>\nHeute gingen die Waisen in Begleitung von Pea und Pod weiter in den Park hinein als sonst. Die zwei Strau\u00dfen haben ihren Auswilderungsprozess begonnen und gehen jetzt auf der Suche nach wilden Strau\u00dfen weiter von den Stallungen fort. Dabei nehmen sie die Waisen mit auf ihre Touren.<br \/>\nAls sie drau\u00dfen waren, schienen sich die Waisen und Pea und Pod etwas verlaufen zu haben und wussten nicht so recht, wo sie hingehen sollten. Sie waren durch die gro\u00dfe offene Ebene verunsichert und hielten sich dicht bei den Keepern. Kamok, Mbegu, Siangiki, Roi, Enkikwe, Sirimon und Kauro versuchten, die Anderen zu bekannteren Gebieten zu scheuchen. Das viele Gras, das ihnen \u00fcberall zur Verf\u00fcgung stand, war toll f\u00fcr die Elefanten, doch sie f\u00fchlten sich in der neuen Umgebung definitiv nicht so richtig wohl. Pea und Pod dagegen genossen es sehr und rannten in alle Richtungen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/72201555257-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Arruba, Dupotto und Embu genie\u00dfen das Gras<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 10. Juni 2015<\/strong><br \/>\nDie Auswilderung von Pea und Pod hat auch Auswirkungen auf die \u00e4lteren Waisen, die die zwei Strau\u00dfen immer begleiten. Gegen 10 Uhr trennten sich die beiden von den Elefanten und gingen weiter davon. Sie fra\u00dfen Unkraut und Insekten, die sie im hohen Gras fanden. Leider trafen sie keine wilden Strau\u00dfen und kehrten zur Waisenherde zur\u00fcck.<br \/>\nGegen 14 Uhr begleiteten die Waisen Pea und Pod erneut zu den Ebenen, um zu versuchen, wilde Strau\u00dfen zu finden. Kamok mag die Gegend gar nicht; sie trennte sich von der Gruppe und rannte trompetend und kollernd zu den Stallungen zur\u00fcck. Dort fand sie Ndotto, Lasayen, Ngilai, Mwashoti und Alamaya, die nicht so weit hinauslaufen, und sie schloss sich ihnen an. Ihre Aktion beunruhigte die anderen Waisen und es dauerte nicht lange, bis auch sie trompetend und die B\u00fcsche zertrampelnd zur\u00fcckrannten.<br \/>\nAls sie sich den Babys angeschlossen hatten, waren Suswa, Arruba, Embu, Rorogoi und Oltaiyoni noch immer etwas unruhig. Sie jagten wild herum, bevor sie in einer Pf\u00fctze, die sie in der N\u00e4he gefunden hatten, ein Schlammbad nahmen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/71201541620-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Pea und Pod auf dem Weg zu einem Abenteuer<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 11. Juni 2015<\/strong><br \/>\nAls die Waisen heute Morgen im Busch angekommen waren, begann Boromoko, Dupotto zu jagen und versuchte, auf sie zu klettern. Sie wollte nichts davon wissen und rannte ins Dickicht, um ihn abzusch\u00fctteln. Boromoko holte sie ein und griff nach ihrem Schwanz. Sie schrie auf, was Embu und Oltaiyoni auf den Plan rief. Die beiden K\u00fche kamen, um nachzusehen, was los war, und Boromoko lie\u00df schnell Dupottos Schwanz fallen und rannte davon. Dupotto blieb in Embus F\u00fcrsorge zur\u00fcck.<br \/>\nGegen 10 Uhr grasten die \u00e4lteren Waisen wieder mit Pea und Pod drau\u00dfen im Park. Die Strau\u00dfen gingen immer weiter hinein und wollten nicht h\u00f6ren, als die Keeper sie zur\u00fcckriefen. Sie rannten davon und die Keepern rannten ihnen nach. Es dauerte anderthalb Stunden, die zwei wieder einzufangen und zu ihrem Stall zur\u00fcckzubringen. Sie schienen nach der wilden Jagd etwas unruhig, aber nach kurzer Zeit waren sie wieder ganz sie selbst.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/71201541932-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Dupotto und Boromoko<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 12. Juni 2015<\/strong><br \/>\nAls die Waisen ihre 9-Uhr-F\u00fctterung beendet hatten, bekamen sie alle eine Kokosnuss\u00f6l-Massage. Die meisten m\u00f6gen das, doch Rorogoi, Siangiki, Enkikwe und Elkerama waren nicht daran interessiert und versuchten, davonzurennen. Danach hatten die Waisen ein Staubbad. Suswa, Arruba, Mashariki, Rorogoi und Embu rollten auf dem Boden herum und versuchten, Dupotto, Roi, Kauro, Sokotei, Boromoko und Sirimon zum mitspielen zu \u00fcberreden. Die Kleinen lie\u00dfen sich nicht lange bitten und mit Begeisterung rempelten sie die \u00c4lteren an, kletterten auf sie und rutschten wieder herunter.<br \/>\nNdotto, Lasayen, Ngilai, Mwashoti und Alamaya bekamen ihr \u00c3\u2013lbad getrennt von den Anderen, da sie noch kleiner und noch nicht so robust sind, und danach genossen auch sie ein Staubbad.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/71201542248-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Siangiki ist mehr am Fressen interessiert<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 13. Juni 2015<\/strong><br \/>\nFr\u00fch am Morgen brachen die Waisen von den Stallungen auf und gingen zu den Weidegr\u00fcnden. Mwashoti hatte viel Spa\u00df beim Kr\u00e4ftemessen mit Boromoko. Das zeigt, dass Mwashotis Wunden gut verheilen und er keine Schmerzen mehr von seiner Schlingenwunde hat. Er kann sich jetzt mehr k\u00f6rperlichen Aktivit\u00e4ten mit seinen Artgenossen widmen.<br \/>\nMurit f\u00fchlte sich heute nicht wohl und wir haben eine Blutprobe genommen und getestet. Die Ergebnisse zeigten an, dass er eine Vireninfektion hatte und er wurde entsprechend behandelt.<br \/>\nBei der privaten Besuchsstunde um 15 Uhr bemerkten die Keeper ein sich n\u00e4herndes Nashorn und freuten sich, dass es Solio war, die zu Besuch gekommen war. Sie blieb auf den Felsen hinter dem Schlammloch und schloss sich den Waisen nicht an. Sie sah gut und gesund aus, ein toller Anblick! Sie verbrachte einige Zeit auf den Steinen und beobachtete die Keeper und die Waisen, bevor sie wieder im Geb\u00fcsch verschwand.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/71201542453-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Solio schaut vorbei<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 14. Juni 2015<\/strong><br \/>\nEin Film-Team filmte die Waisen heute den ganzen Tag, beginnend damit, wie sie aus ihren Gehegen kamen, bevor sie in den Busch gingen. Kamok war sehr neugierig und sie ging als erste zu den Besuchern und begr\u00fc\u00dfte sie. Sie r\u00fcsselte sie an und schnupperte an ihnen, was die Kameraleute toll fanden.<br \/>\nElkerama hat sich nun deutlich beruhigt und greift die Keeper nicht mehr an, sodass es leichter ist, ihn zu f\u00fcttern. Er akzeptiert die Keeper jetzt, die ihm soviel F\u00fcrsorge und Liebe gegeben haben, seit er bei uns ist. Er ist noch immer eng mit Mwashoti und Ngilai befreundet und die drei sind h\u00e4ufig zusammen. Ngilai und Elkerama waren bis jetzt noch nicht bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde. Die Keeper haben eine gro\u00dfe Schwellung an Elkeramas Kinn bemerkt. Er wird genau beobachtet, doch er frisst viel frisches Gras, trinkt seine Milch gut und ist kr\u00e4ftig wie immer.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/71201542647-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Elkerama schlammt sich ein<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 15. Juni 2015<\/strong><br \/>\nEs war sonniger Morgen, als die Waisen hinaus in den Wald gingen. Es wurde immer w\u00e4rmer und zur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde war es sehr hei\u00df, sodass alle Waisen ein langes Schlammbad genossen, um sich abzuk\u00fchlen. W\u00e4hrenddessen kletterten Kauro, Enkikwe und Boromoko auf Roi und Siangiki. Kauro und Boromoko waren vollauf begeistert.<br \/>\nOltaiyoni, die Anf\u00fchrerin und Minileitkuh der Herde, versuchte, Kauro, Enkikwe und Boromoko von ihren Besteigungsspielen abzubringen und jagte sie weg. Doch die drei waren rebellisch gelaunt und kehrten immer wieder aus einer anderen Richtung zum Schlammloch zur\u00fcck. Die Besucher genossen es sehr, das ganze Gerangel zu beobachten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/71201542827-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lasayen und Ndotto genie\u00dfen den sonnigen Tag<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 16. Juni 2015<\/strong><br \/>\nZur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde um 11 Uhr rannten alle Waisen zur Milchf\u00fctterung. Roi hing hinterher und rannte schneller, um aufzuholen. Dabei trompetete sie laut und die Besucher sahen begeistert zu, wie Roi durch den Matsch watete, um zu ihrer Milchflasche zu gelangen. Nachdem die Waisen die Milch getrunken hatten, gingen sie zu verschiedenen Aktivit\u00e4ten \u00fcber. Einige fra\u00dfen das bereitgelegte Gr\u00fcn, w\u00e4hrend andere staubbadeten.<br \/>\nMbegu, Roi, Boromoko und Siangiki rangelten im Schlammloch miteinander. Damit zogen sie die volle Aufmerksamkeit der Besucher auf sich. Mbegu spritzte fr\u00f6hlich Wasser mit ihren Vorderbeinen herum und das so weit, dass sie sogar die Besucher nass machte. Dann rannte sie aus dem Schlammloch, um Pea und Pod zu jagen, die in der N\u00e4he fra\u00dfen. Die beiden Strau\u00dfen machten sich schnell davon und Mbegu kehrte zum Schlammbad zur\u00fcck. Dort schloss sie sich Lasayen, Ndotto und Kamok an, die am Absperrseil auf und ab liefen, damit die Besucher sie anfassen konnten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/71201543029-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Roi kommt hinterher<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 17. Juni 2015<\/strong><br \/>\nNgilai geht es gut und er wird langsam kr\u00e4ftiger. Er trinkt seine Milch gut und die Wunden auf seinem R\u00fccken vom Sturz in den Brunnen heilen. Wir achten trotzdem sehr auf ihn, denn er hat das Zahnen noch vor sich und wir wissen, wie gef\u00e4hrlich das f\u00fcr die Babys ist.<br \/>\nAlamayas Wunden sind auch gut verheilt, doch sie hat manchmal Probleme beim Urinieren, da das Narbengewebe ung\u00fcnstig gewachsen ist. Abgesehen davon geht es ihr gut und sie sieht kr\u00e4ftig aus. Wir m\u00fcssen vermutlich morgen eine kleine Operation an ihr vornehmen lassen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/73201533158-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngilai wird langsam st\u00e4rker<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 18. Juni 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen waren schon fr\u00fch drau\u00dfen beim Grasen und genossen es, das frischgekeimte Gras zu fressen, dass dank der Regenf\u00e4lle hervorgekommen ist. Enkikwe schien etwas matt zu sein und war nicht so aktiv und verspielt wie sonst. Sein Bauch schien etwas aufgebl\u00e4ht zu sein und er hatte keinen rechten Appetit, als es Zeit f\u00fcr die 9-Uhr-F\u00fctterung war. Er bekam Buscopan gegen die Bl\u00e4hungen, und um 15 Uhr f\u00fchlte er sich schon viel besser. Zur privaten Besuchsstunde rangelte er mit Olsekki und Sirimon und da wussten wir, dass wir uns erstmal keine Sorgen mehr machen mussten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/73201533739-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Enkikwe<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 19. Juni 2015<\/strong><br \/>\nHeute Morgen kam Solio zu einem \u00dcberraschungsbesuch vorbei. Sie war gegen 7 Uhr bei den Felsen am Schlammbad, leckte dort etwas Salz und schaute sich dann nach mehr um. Schlie\u00dflich ging sie zu den Stallungen, wo sie kurz vor Maxwells Gehege innehielt und nach ihm schnupperte, ehe sie in den Busch zur\u00fcckkehrte.<br \/>\nKamok spielt nicht so gerne mit ihren Altersgenossen und rennt davon, wenn sie versuchen, sie zum Mitmachen zu \u00fcberreden. Sie schreit und trompetet dann ihr Missfallen heraus und spielt lieber mit den j\u00fcngeren oder \u00e4lteren Waisen. Heute war aber eine Ausnahme und sie spielte sch\u00f6n mit Boromoko. Sie verbrachten den Gro\u00dfteil des Tages zusammen, und gelegentlich schlossen sich ihnen noch Kauro und Mbegu an. Kauro versuchte wie \u00fcblich auf die Anderen zu klettern und Boromoko machte es ihm nach.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/73201533935-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Solio kommt zu Besuch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 20. Juni 2015<\/strong><br \/>\nHeute war Boromoko ganz sch\u00f6n ruppig gegen\u00fcber Mwashoti. Immer wenn die beiden sich \u00fcber den Weg liefen, jagte Boromoko Mwashoti und versuchte, ihn zu besteigen. Am Anfang war es mehr ein Kr\u00e4ftemessen, das aber wegen Mwashotis verletztem Bein von den Keeper beendet wurde, als sie sahen, wie grob Boromoko war. Er jagte und schubste Mwashoti sogar weiter, als dieser vor ihm floh.<br \/>\nAls Pea und Pod heute mit den j\u00fcngeren Waisen im Busch waren, hatte sich eine L\u00f6win im Geb\u00fcsch versteckt. Sie sprang heraus, und versuchte, einen der Strau\u00dfen zu erwischen. Gl\u00fccklicherweise war ein Keeper in der N\u00e4he. Sie wollte gerade zuschlagen, aber der Keeper konnte sie anschreien und sie erschrecken, sodass sie wegrannte, an den \u00e4lteren Waisen vorbei, die ein paar Meter weiter grasten. Kauro, Mbegu, Siangiki und Enkikwe sahen sie vorbeilaufen, blieben aber ruhig. Die Keeper brachten alle Waisen f\u00fcr den Rest des Nachmittags n\u00e4her an die Stallungen heran.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/73201534215-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Boromoko ist frech<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 21. Juni 2015<\/strong><br \/>\nHeute durfte Elkerama zum ersten Mal mit zur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde. Wegen der vielen Besucher beobachteten die Keeper ihn genau und standen in seiner N\u00e4he, damit er wusste, dass er ihn Sicherheit war und sie ihn davon abhalten konnten, auf die Leute loszurennen, sollte er sich unwohl f\u00fchlen. Er benahm sich aber sehr gut und schien sehr gl\u00fccklich zu sein, zusammen mit den anderen Waisen bei der Besuchsstunde zu sein. Es schien, als ob ihm jemand erkl\u00e4rt h\u00e4tte, was ihn erwartet.<br \/>\nMbegu wollte ihre Liebe und F\u00fcrsorge f\u00fcr Ndotto und Lasayen demonstrieren, indem sie zu Ndotto rannte, als er w\u00e4hrend Boromokos ausufernden Staubbads von ihm angerempelt wurde und aufschrie. Sie drohte Boromoko und schubste ihn weg, doch er schubste zur\u00fcck. Gl\u00fccklicherweise war auch Oltaiyoni gekommen, um nachzusehen, was los war und half Mbegu dabei, Boromoko die Leviten zu lesen und ihn von den Babys wegzuschieben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/73201534410-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Auf dem Weg zur Besuchsstunde<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 22. Juni 2015<\/strong><br \/>\nEnkikwe war heute schlecht gelaunt und stie\u00df die meisten kleineren Waisen mit seinem Kopf an, wann immer sie sich ihm n\u00e4herten. Besonders Kamok, Kauro, Roi und Mbegu bekamen seine Angriffslust zu sp\u00fcren und sie wurden den ganzen Tag herumgeschubst.<br \/>\nZum Mittagsschlammbad f\u00fchrte Mbegu die anderen Waisen zum Schlammloch, in das sie auch als erstes hineinkletterte und das Bad begann. Die Anderen sahen ihr eine Weile zu, bevor sich Suswa, Arruba, Mashariki und Embu ihr anschlossen. Elkerama hielt eine Weile Abstand, bevor auch er zu den anderen ins Schlammloch ging. Kurz darauf begann Embu, auf ihm herumzuklettern, woraufhin er das Schlammloch wieder verlie\u00df.<br \/>\nZur privaten Besuchsstunde um 15 Uhr schob Enkikwe Kamok herum und klemmte sie zwischen einer Bank und sich selbst ein. Kamok schrie auf und die Keeper eilten ihr zu Hilfe. Sie schoben Enkikwe fort und befreiten sie. Enkikwe ging dann zu Kauro und stie\u00df ihn zu Boden. W\u00e4hrend Kauro versuchte aufzustehen, stie\u00df er ihn weiter mit dem Kopf an. Die Keeper mussten erneut eingreifen und verjagten Enkikwe aus der Gruppe. Bis zum Ende der Besuchsstunde musste er sich von den anderen Waisen fernhalten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/73201535658-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kauro versteckt sich<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 23. Juni 2015<\/strong><br \/>\nEs war k\u00fchl, als die Waisen heute Morgen in den Park hinaus gingen. Ndotto und Lasayen jagten mit viel Spa\u00df die Warzenschweine herum. Nachdem sie die Ferkel ins Geb\u00fcsch gescheucht hatten, nahmen sie ein Staubbad, indem sie sich auf der lockeren Erde herumrollten.<br \/>\nGegen 12 Uhr erhielten wir einen Anruf von einem Blumen-Bauer in Rumuruti, der von einem einsamen Elefantenkalb erz\u00e4hlte, das seine Frau gesehen hatte. Das Waisenkalb hatte eine Schlingenwunde am Bein. Wir schickten sofort ein Rettungsteam los, in der Hoffnung, dass die Wunde nicht so schlimm wie die von Mwashoti war. Nach dem einst\u00fcndigen Flug landete das Team und fuhr dorthin, wo das Kalb zuletzt gesehen worden war. Nach ein paar Minuten fanden sie es und konnten es einfangen. Au\u00dfer der Schlingenwunde hatte das Kalb auch noch eine schreckliche Speerwunde am Kopf. Die Schlinge wurde entfernt und die Wunde provisorisch behandelt, bevor das Kalb in das Flugzeug geladen und nach Nairobi geflogen wurde. Kurz nach 18 Uhr kam es im Waisenhaus an. Bevor das Kalb in seinem Gehege losgebunden wurde, wurden die Schlingenwunde und die Speerwunde am Kopf gereinigt und bedeckt. Das Kalb war verst\u00e4ndlicherweise sehr aggressiv und griff die Keeper an, bevor es sich \u00fcber etwas frischgeschnittenes gr\u00fcnes Gras hermachte. Es ist ungef\u00e4hr 18 Monate alt und sehr d\u00fcnn.<br \/>\nAls die Waisen am Abend zu den Stallungen zur\u00fcckkehrten, gab es ziemliches Chaos, da einige Waisen das Gehege wechseln mussten. Arruba, Mashariki, Rorogoi und Suswa sind in die gr\u00f6\u00dferen Gehege, in denen Kithaka, Barsilinga, Balguda und Lemoyian gewohnt hatten, gezogen, und es war \u00e4u\u00dferst schwierig, Rorogoi und Suswa in ihre neuen Quartiere zu bekommen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/73201535850-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Rorogoi bei den Keepern<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 24. Juni 2015<\/strong><br \/>\nNach dem gestrigen Gehegewechsel, der einiges Durcheinander verursacht hatte, hatten sich die Waisen wieder beruhigt, als sie am Morgen herauskamen. Der Neuling, der gestern angekommen war, wurde Simotua genannt. Er hatte eine gute Nacht, trank Milch aus einem Eimer und fra\u00df das Gr\u00fcnfutter, das in sein Gehege gelegt worden war. Die K\u00fche der Waisenhausherde begr\u00fc\u00dften ihn, bevor sie hinaus in den Busch gingen. Mashariki, Oltaiyoni, Arruba, Suswa und Roi dr\u00e4ngelten sich und versuchten, so dicht wie m\u00f6glich an den Neuling heranzukommen. Simotua war aber noch unsicher; er stand ganz hinten in seinem Gehege und wollte sich den anderen Waisen nicht n\u00e4hern.<br \/>\nElkerama f\u00fchlt sich bei den \u00e4lteren Waisen noch nicht so richtig wohl und spaltet sich gerne von ihnen ab. Er l\u00e4uft dann ins Dickicht, was es f\u00fcr die Keeper schwer macht, ihn wiederzufinden und beim Rest der Herde zu halten. Embu mag Elkerama nicht, und daher ist sie keine gro\u00dfe Hilfe, denn sie \u00e4rgert ihn immer wieder und verscheucht ihn damit erst recht.<br \/>\nRorogoi und Suswa gefallen ihre neuen Gehege noch nicht so recht und wir mussten sie erst \u00fcberzeugen, hineinzugehen. Elefanten sind echte Gewohnheitstiere und m\u00f6gen keine Ver\u00e4nderungen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/7320154042-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Roi, Siangiki, Olsekki und Enkikwe<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 25. Juni 2015<\/strong><br \/>\nSimotua hat sich schon etwas beruhigt und trinkt nun die Milch aus der Flasche, die ihm die Keeper durch die Absperrung hinhalten. Er ist noch immer zu wild, als dass die Keeper in sein Gehege hineingehen k\u00f6nnten.<br \/>\nUm 15 Uhr kehrten Mwashoti und Ngilai zu den Stallungen zur\u00fcck, w\u00e4hrend die anderen Waisen zur privaten Besuchsstunde gebracht wurden. Simotua war gl\u00fccklich, dass ihm die beiden Waisen Gesellschaft leisteten, und er schnupperte an ihnen und ber\u00fchrte sie zur Begr\u00fc\u00dfung, w\u00e4hrend er sie kennenlernte. Mwashoti wollte dann schon in sein Gehege zur\u00fcckkehren, doch da es noch zu fr\u00fch war, f\u00fchrten die Keeper die zwei zur\u00fcck in den Busch zum Rest der Gruppe.<br \/>\nKamok hat sich wirklich in Ngilai verguckt und entf\u00fchrt ihn immer wieder von den Anderen, um sich mit ihm im Geb\u00fcsch zu verstecken. So kann sie mit ihm spielen und hat ihn ganz f\u00fcr sich allein. So war es auch heute Nachmittag, und sobald Ngilai und Mwashoti zur Gruppe zur\u00fcckgekehrt waren, nahm Kamok Ngilai mit sich. Nach einer Stunde suchen fanden die Keeper die beiden im Geb\u00fcsch bei einer kleinen Lichtung, wo sie staubbadeten. Die zwei wurden zum Rest der Gruppe zur\u00fcckgebracht, und alle machten sich auf den Heimweg.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/7320154214-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngilai und Mwashoti<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 26. Juni 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen kamen in heiterer Stimmung aus den Gehegen und bekamen eine Kokosnuss-Ein\u00f6lung bevor sie in den Busch gingen, um dort bis zur Besuchsstunde um 11 Uhr zu grasen. Olsekki und Siangiki schienen \u00fcber das \u00c3\u2013l nicht besonders gl\u00fccklich zu sein und flohen immer wieder vor den Keepern. Die Keeper konnten sie schlie\u00dflich umzingeln und ein\u00f6len. Suswa, Mashariki und Embu \u00fcbernahmen die F\u00fchrung am Schlammloch; sie spritzten und rollten herum. Lasayen, Ndotto und Alamaya genossen lieber das Staubbad. Wegen des \u00c3\u2013ls klebte die rote Erde an ihrer Haut und sie sahen noch roter aus als sonst.<br \/>\nAm Nachmittag machte sich ein Rettungsteam auf den Weg, nachdem am vorigen Abend ein Anruf vom Olare Orok Schutzgebiet gekommen war. Ein Kalb war gestern eingefangen worden, war aber am Morgen wieder von dem Traktoranh\u00e4nger entkommen, auf dem es die Nacht verbracht hatte. Dadurch musste es erst wieder gefunden werden, ehe das Rettungsteam losgeschickt werden konnte. Das Team kam um 15 Uhr am Flugfeld an und fing das Kalb erneut ein. Sie kamen um 19 Uhr wieder zum Waisenhaus zur\u00fcck. Das Kalb ist ungef\u00e4hr ein Jahr alt, m\u00e4nnlich und sehr d\u00fcnn, weil er schon ziemlich lange allein gewesen war. Er bekam ein Gehege neben Roi und begann sofort, das Gr\u00fcnfutter zu fressen, das f\u00fcr ihn bereitgelegt worden war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/75201565316-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Siangiki versteckt sich vor der Ein\u00f6lung<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 27. Juni 2015<\/strong><br \/>\nDer neue Waise, der gestern bei uns angekommen war, wurde Tusuja genannt. Roi hatte sehr eifrig mit ihm kommuniziert und daf\u00fcr gesorgt, dass er sich nicht einsam f\u00fchlte. Dadurch blieb er ruhig und entspannt. W\u00e4hrend der Nacht trafen sich die zwei Waisen immer wieder am Tor zwischen ihren Gehegen. Roi streckte ihren R\u00fcssel aus und ber\u00fchrte den Neuling. Sie beruhigte ihn und spendete ihm viel Liebe und Aufmerksamkeit. Am Morgen kamen alle K\u00fche der Waisenherde zu Tusujas Gehege. Oltaiyoni, Arruba, Mashariki und Suswa waren die ersten, die das neue Baby willkommen hie\u00dfen. Das kleine Kalb war f\u00fcr einen Neuank\u00f6mmling erstaunlich ruhig.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/75201565811-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die liebevollen K\u00fche Kamok, Mbegu und Roi<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 28. Juni 2015<\/strong><br \/>\nNdotto h\u00e4ngt sehr an den \u00e4lteren K\u00fchen der Waisenhausherde. Am meisten liebt er Arruba und Oltaiyoni und ergreift jede Gelegenheit, Zeit mit ihnen zu verbringen. Manchmal schleicht er sich von Lasayen und den anderen in seiner Gruppe davon, um seine Adoptivmamas zu suchen. Ngilai scheint an Elkerama zu h\u00e4ngen, und immer wenn die Babys bei den \u00e4lteren Waisen sind, sieht man Ngilai direkt neben Elkerama. Die zwei trennen sich oft von den Anderen und grasen zusammen in einigem Abstand.<br \/>\nIn den letzten zwei Tagen waren die beiden Gruppen vereint, weil einige der Keeper an den Gehegen bei Simotua und Tusuja bleiben mussten, die noch nicht bereit sind, mit den anderen Waisen hinauszugehen. Ndotto und Ngilai waren sehr gl\u00fccklich dar\u00fcber. Ndotto genoss seine Zeit mit den \u00e4lteren K\u00fchen und wich ihnen nicht von der Seite, w\u00e4hrend Ngilai sich im Park ein Staubbad mit Elkerama g\u00f6nnte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/75201572550-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mbegu hat immer ein paar Streicheleinheiten f\u00fcr Ngilai \u00fcbrig<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 29. Juni 2015<\/strong><br \/>\nSimotua und Tusuja bleiben noch immer in den Gehegen, wenn die anderen Waisen in den Busch aufbrechen. Beide sind immer noch recht wild und vertrauen den Keepern noch nicht vollst\u00e4ndig. Tusuja ist der ruhigere von beiden und wir hoffen, dass er in einigen Tagen mit der Herde in den Park gehen kann. Simotua neigt noch immer dazu, die Gehegetore anzugreifen, wenn jemand vorbeigeht. Er frisst aber gut und seine Wunden heilen langsam.<br \/>\nDie 9-Uhr-F\u00fctterung fand heute im Besucherbereich statt, da die Waisen einen ganz besonderen Gast hatten. Oscargewinnerin Lupita Nyong&#8217;o besuchte die Waisen zusammen mit Wild Aid, die mit ihr einen Film \u00fcber Wilderei machen. Mbegu und Boromoko waren sehr interessiert an Lupita; sie spielten w\u00e4hrend des Besuchs mit ihr und eroberten ihr Herz!<br \/>\nBei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde hatten Sokotei und Sirimon eine Auseinandersetzung, als Sirimon einen Zweig mit Bl\u00e4ttern nahm, von dem Sokotei gerade fra\u00df. Es entwickelte sich ein Ringkampf, der schlie\u00dflich von Arruba und Suswa beendet wurde, die sich eingemischt hatten, da die Jungs nicht auf die Keeper geh\u00f6rt hatten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/75201573418-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mbegu und Boromoko erobern die Herzen aller<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 30. Juni 2015<\/strong><br \/>\nLetzte Nacht schaffte es eine Hy\u00e4ne in Simotuas Gehege. Als zur 3-Uhr-F\u00fctterung ein Keeper die Milchflasche brachte, rannte die Hy\u00e4ne davon, indem sie sich durch die Absperrung quetschte. Simotua war gl\u00fccklicherweise nichts passiert und hatte noch nicht einmal etwas mitbekommen. Er hatte tief und fest geschlafen und war nicht aufgewacht, als das Raubtier aus seinem Gehege floh.<br \/>\nZur 9-Uhr-F\u00fctterung drau\u00dfen im Busch hatten Murit und Lasayen viel Spa\u00df mit Pea und Pod. Die vier spielten miteinander Fangen. Lasayen jagte die Strau\u00dfen zu Murit, der sie dann durchs Geb\u00fcsch und zur\u00fcck zu Lasayen scheuchte. Als die Strau\u00dfen offenes Gel\u00e4nde erreichten, rannten sie in Kreisen, bevor sie sich hinlegten und ihre H\u00e4lse am Boden kratzten. Das erstaunte die beiden Jungs, die laut trompeteten. Daraufhin kamen Oltaiyoni und Sokotei zu den Strau\u00dfen gerannt, die dann zu den Keepern flohen, als sie die gr\u00f6\u00dferen Elefanten n\u00e4herkommen sahen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/75201573052-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murit wartet auf Pea und Pod<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-juni-2015\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Montag, 1. Juni 2015 Wegen des schlechten Wetters gingen die \u00e4lteren Waisen erst um 6:30 Uhr in den Park, etwas sp\u00e4ter als \u00fcblich. Es war k\u00fchl und nebelig, als sie aufbrachen. Darum mussten Ngilai, Ndotto, Lasayen und Murit noch l\u00e4nger in den St\u00e4llen bleiben, ehe sie sich ihren Freunden anschlie\u00dfen konnten. 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