{"id":7126,"date":"2015-08-29T09:52:15","date_gmt":"2015-08-29T08:52:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=7126"},"modified":"2015-08-29T09:52:15","modified_gmt":"2015-08-29T08:52:15","slug":"nairobi-nursery-juli-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-juli-2015\/","title":{"rendered":"Nairobi Nursery Juli 2015"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 1. Juli 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen kamen gutgelaunt aus den Gehegen und fanden sich zum Spielen zu Paaren zusammen, bevor sie in den Busch gingen. Murit spielte mit Kamok, Dupotto mit Mbegu und Boromoko mit Mwashoti. Die \u00e4lteren M\u00e4dchen jagten herum und tr\u00f6teten aufgeregt. Nach den Spielen begannen die Waisen ihren Tag im Busch. Kurz vor der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde erhielten wir einen Anruf von Lewa Downs: ein Waise musste gerettet werden. Das Kalb war in einen Brunnen im Sera-Schutzgebiet gefallen. Ein Rettungsteam wurde zusammengestellt und kam kurz vor 15 Uhr am Sera Flugfeld an. Das Kalb war bereits auf der Ladefl\u00e4che eines Landcruisers festgebunden. Es bekam medizinische Hilfe f\u00fcr die Verletzungen, die es sich beim Sturz in den Brunnen zugezogen hatte. Dann wurde das Baby in das Flugzeug geladen und nach Nairobi zur\u00fcckgeflogen, wo es kurz vor 17 Uhr ankam. Das junge Kalb war sehr ersch\u00f6pft und verwirrt nach dieser Erfahrung, und wir lie\u00dfen es sich ausruhen.<br \/>\nHeute konnte Tusuja am Nachmittag mit den anderen Waisen in den Busch. Mbegu und Kauro eskortierten ihn aus seinem Gehege und brachten ihn zum Rest der Gruppe. Im Busch k\u00fcmmerten sich Arruba, Mashariki, Oltaiyoni, Mbegu und Roi liebevoll um ihn. Sie wichen nicht von seiner Seite, weil sie ihn alle besser kennenlernen wollten. Embu und Rorogoi waren nicht so nett und versuchten, ihn zu schubsen. Rorogoi stie\u00df ihn einmal zu Boden. Er wurde daraufhin gleich von Arruba bestraft, die ihn und Embu verjagte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/83201581644-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tusuja mit einem Keeper<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 2. Juli 2015<\/strong><br \/>\nDas neue Kalb, das gestern angekommen war, hatte eine unruhige Nacht, wanderte in seinem Gehege herum und schrie und weinte um seine Mutter und seine Familie. Das beunruhigte Oltiayoni, Roi, Mbegu, Kamok, Mashariki und Arruba, die anfingen zu trompeten und versuchten, aus ihren Gehegen zu kommen, um dem Neuling zu helfen. Gegen 0:45 Uhr schaffte es Mbegu, aus ihrem Stall herauszukommen und suchte nach dem neuen Baby, das neben Tusuja wohnte. Die Keeper versuchten sie zu \u00fcberzeugen, in ihren Stall zur\u00fcck zu gehen, doch sie weigerte sich und rannte immer wieder davon. Arruba sah sie und versuchte auch, aus ihrem Gehege zu kommen. Schlie\u00dflich konnten die Keeper Mbegu mit etwas zus\u00e4tzlicher Milch zur\u00fcck in ihren Stall locken.<br \/>\nAm Morgen versammelten sich die Waisen um das Gehege des Neulings und wollten ihn begr\u00fc\u00dfen und tr\u00f6sten. Das Kalb trank seine Milch und fra\u00df das Gr\u00fcnfutter gut, war aber immer noch ersch\u00f6pft und trauerte um seine Familie. Er n\u00e4herte sich daher nicht der Waisengruppe, um sie zu begr\u00fc\u00dfen, sondern blieb am hinteren Rand seines Geheges. Mbegu war auch m\u00fcde, nachdem sie letzte Nacht so viel herumgerannt war und war im Busch sehr ruhig.<br \/>\nTusuja verbrachte den Tag wieder im Busch und liebte es, bei den \u00e4lteren Waisen zu sein. Er wollte ihnen nicht von der Seite weichen.<br \/>\nAm Vormittag erhielten wir eine weitere Nachricht \u00fcber ein Kalb, das gerettet werden musste. Der kleine Elefant hatte viele Speerwunden am ganzen K\u00f6rper. Das Rettungsteam kam gegen 15:40 Uhr in Ziwani an, aber leider vergebens, denn das arme Kalb war kurz vor ihrer Ankunft seinen Verletzungen erlegen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/8420156338-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Neuling Rapa in seinem Gehege<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 3. Juli 2015<\/strong><br \/>\nArruba, Suswa, Oltaiyoni, Roi und Mbegu schauen nun immer bei Neuling Simotua vorbei, bevor sie hinaus in den Busch gehen. Sein Gehegetor ist morgens immmer gut frequentiert, wenn die Waisen ihn begr\u00fc\u00dfen und ihm Liebe und Trost spenden, bevor sie zum vormitt\u00e4glichen Grasen aufbrechen. Heute Morgen hatten Suswa und Arruba eine Meinungsverschiedenheit und schubsten sich gegenseitig. Das Gerangel entwickelte sich zu einem Kampf. Suswa beendete diesen, indem sie zu den Weidegr\u00fcnden aufbrach, und der Rest der Waisen folgte ihr.<br \/>\nGegen 8:30 Uhr eskortierten Lasayen und Ndotto Alamaya zur\u00fcck zu den Gehegen, wo eine Operation vorgenommen werden sollte. Sie hat Probleme beim Urinieren und ihr Harntrakt muss wieder freigelegt werden. Die zwei Waisen blieben bei Alamaya bis sie narkotisiert war und gingen dann in den Busch zur\u00fcck. Die Operation dauerte drei Stunden und war erfolgreich. Der Harntrakt wurde ge\u00f6ffnet und Alamaya wird nun wieder ohne Probleme urinieren k\u00f6nnen. Das \u00fcberraschende Ergebnis der Operation war, dass Alamaya ein Junge ist und kein M\u00e4dchen, wie wir immer geglaubt haben! Er war sehr verwirrt, als er wieder erwachte und wollte schnurstracks in den Busch rennen. Mbegu, Kamok, Mwashoti, Lasayen und Ndotto wurden zu ihm zur\u00fcckgebracht, um ihm Gesellschaft zu leisten. Ihre Anwesenheit beruhigte ihn und er folgte ihnen f\u00fcr den Rest des Nachmittags in den Busch. Gegen 16:30 Uhr kehrten Alamaya, Elkerama und Tusuja schon vor den anderen Waisen zu den Stallungen zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/83201583656-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Arruba und Suswa spielen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 4. Juli 2015<\/strong><br \/>\nIn den letzten Tagen haben Ngilai und Elkerama viel Zeit miteinander verbracht. Elkerama erlaubte dem Kleinen, an seinen Ohren zu nuckeln. Dann nahm er Ngilai mit zum Schlammbad im Busch, wo Ngilai dastand, w\u00e4hrend Elkerama ihn mit Schlamm bespr\u00fchte.<br \/>\nPea und Pod genie\u00dfen es weiterhin, sich unter die Elefanten zu mischen und mit ihnen zu spielen, obwohl es ihnen Tusuja heute nicht leicht machte. Er hat noch nicht verstanden, wieso sie auch zur Elefantengruppe geh\u00f6ren und schlug immer wieder mit seinem R\u00fcssel nach ihnen.<br \/>\nAlle Waisen gingen am Nachmittag ins Schlammbad &#8211; au\u00dfer der Junge, der es gar nicht mag, nass zu werden: Kauro. Er sah nur von der Seite zu.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/8420156817-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Elkerama<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 5. Juli 2015<\/strong><br \/>\nSimotua musste bis heute noch in seinem Gehege bleiben, da er sich noch beruhigen und sich an seine neue Umgebung gew\u00f6hnen muss. Er muss noch verarbeiten, was er vor seiner Rettung durchgemacht hat. Das neue Baby aus Sera wurde heute Rapa genannt, und die ganze Waisentruppe kam zu den Stallungen zur\u00fcck, um ihn zusammen in den Busch zu begleiten. Er konnte es kaum erwarten, mit hinaus zu gehen und marschierte direkt vorneweg. Er war ein wenig zu schnell, so dass einer der Keeper hinterherrennen und ihm den richtigen Weg zeigen musste. Lasayen, Arruba und Mashariki waren den Rest des Vormittags damit besch\u00e4ftigt, zu verhindern, dass er im Geb\u00fcsch verschwand. Die zwei M\u00e4dchen erledigten diese Aufgabe hervorragend. Sie umsorgten Rapa und besch\u00fctzten ihn vor den \u00e4lteren und frecheren Jungs wie Sirimon, Kauro und Enkikwe, die alle eher ruppig sind. Als die \u00e4lteren M\u00e4dchen davongingen, gaben auch Mwashoti und Alamaya ihr bestes, um auf den kleinen Rapa aufzupassen. Als es Zeit war, zu den Gehegen zur\u00fcckzukehren, wehrte sich Rapa nach Kr\u00e4ften und machte dabei viel Krach. Wenn er sich aber erst einmal an den Tagesablauf gew\u00f6hnt hat und wei\u00df, dass er am n\u00e4chsten Morgen wieder hinausdarf, wird er damit gut zurechtkommen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/8420156162-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Rapa und Mwashoti im Busch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 6. Juli 2015<\/strong><br \/>\nDer Tag begann gut f\u00fcr die Neulinge Rapa und Tusuja, die am fr\u00fchen Morgen ruhig den anderen Waisen in den Busch folgten. Tusuja h\u00e4ngt sehr an den \u00e4lteren Elefanten, doch Rapa bleibt noch etwas mehr allein und braucht noch ein wenig Zeit, den Keepern und den anderen Elefanten zu vertrauen. Heute gingen Mwashoti, Ngilai, Rapa und Tusuja alle zum ersten Mal mit zur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde. Mwashoti und Ngilai haben wir wegen der schlimmen Verletzungen, die sie bei ihrer Ankunft hatten, viel Zeit gelassen, und da sie beste Freunde sind, wollten wir sie nicht trennen. Inzwischen sind die Wunden beider Elefanten erstaunlich gut verheilt. Mwashoti kann rennen und spielen wie jeder andere kleine Elefant. Als es Zeit f\u00fcr die \u00f6ffentliche Besuchsstunde war, hatte auch Rapa angefangen, mit Lasayen, Ndotto und Ngilai zu spielen, und so passte es gut, ihn auch mit zum Schlammbad zu nehmen.<br \/>\nNach dem Schlammbad kehrten die Waisen zu den Stallungen zur\u00fcck, um Simotua mit hinauszunehmen. Es war ein wunderbarer Moment f\u00fcr diesen kleinen Jungen, der so schlimm verletzt worden war. Er war endlich wieder frei im Busch mit den anderen. Arruba passte gut auf ihn auf und stellte sicher, dass ihn an seinem ersten Tag drau\u00dfen keiner \u00e4rgerte. Simotua kehrte dann viel fr\u00fcher als die anderen zu den Stallungen zur\u00fcck, wurde dabei aber von Elkerama, Alamaya, Mwashoti, Tusuja und Rapa begleitet. Es schien, dass er seinen ersten Tag drau\u00dfen sehr genossen hatte, und er ging ohne Probleme in sein Gehege zur\u00fcck, wo er seine Milch bekam.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/84201562035-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tusuja und ein Keeper im Busch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 7. Juli 2015<\/strong><br \/>\nAlle Neuankommlinge verhalten sich lustig, wenn sie Pea und Pod das erste Mal begegnen. Tusuja jagte sie den ganzen Tag durch den Wald und heute stellte auch Simotua seine Ohren auf und verscheuchte sie. Pea und Pod lieben das Zusammensein und die Spiele mit den anderen Waisen und sind immer wieder \u00fcberrascht, wenn ihnen jemand feindselig gegen\u00fcbertritt. Heute am Vormittag streckten sie gerade ihre Schwanzfedern in die H\u00f6he, als Simotua, der etwas gegen ihre Anwesenheit hatte, hinter sie lief, und ihre Federn mit seinem R\u00fcssel griff! Als sie sich umdrehten und ihre H\u00e4lse und Fl\u00fcgel aufstellten, erschrak Simotua und lie\u00df sie wieder los. Pea und Pod gingen zur Seite, tanzten herum und legten sich auf den Boden. Simotua war das gar nicht geheuer und er suchte Schutz inmitten der Herde. Er beobachtete sie den ganzen Tag aus sicherer Entfernung, und immer wenn sie ihm n\u00e4herkamen, wich er vor ihnen zur\u00fcck.<br \/>\nMwashoti beschwerte sich lautstark, als er nicht mit der fr\u00fchen Gruppe zur\u00fcck zu den Gehegen durfte. Es wird aber Zeit, dass er sich an die langen Tage gew\u00f6hnt, denn seine Wunden sind gut verheilt. Elkerama, Alamaya, Tusuja, Rapa und Simotua kehrten ohne ihn zur\u00fcck, doch bald wird er sich daran gew\u00f6hnt haben und dadurch auch kr\u00e4ftiger werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/84201562525-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Simotua \u00e4rgert Pea und Pod<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 8. Juli 2015<\/strong><br \/>\nHeute gelang es Simotua, sich vom Rest der Herde abzusetzen, als sie zur 11-Uhr-F\u00fctterung hinuntergingen. Sobald die Keeper bemerkt hatten, dass er nicht dabei war, machten sie sich auf die Suche. Sie fanden ihn ein paar Stunden sp\u00e4ter in dichtem Geb\u00fcsch, wo er sich versteckt hatte, w\u00e4hrend er die Vegetation genoss. Er war froh, die anderen Waisen zu sehen, die gekommen waren, um ihn abzuholen. Er verga\u00df das Fressen und schloss sich der Gruppe wieder an.<br \/>\nW\u00e4hrend der privaten Besuchsstunde am Nachmittag waren Mashariki, Suswa und Embu im Schlammbad und rollten sich ordentlich darin herum. Als Mashariki aufstand, trat sie versehentlich auf Suswas R\u00fcssel und setzte sich sogar beinahe auf ihren Kopf. Suswa versuchte verzweifelt aufzustehen, doch Mashariki war zu schwer f\u00fcr sie. Sie schrie um Hilfe, sodass die Kleinen erschrocken zu den Keepern rannten. Als die Keeper Suswa schlie\u00dflich hoch geholfen hatten, jagte sie Kauro nach, weil sie glaubte, er w\u00e4re auf ihren R\u00fcssel getreten und h\u00e4tte versucht, auf ihrem Kopf zu sitzen. Die Keeper schafften es, sich schnell zwischen sie und Kauro zu stellen, aber sie versuchte weiter, ihn einzuholen. Die Keeper riefen ihr zu und schlie\u00dflich h\u00f6rte sie auf. Armer Kauro, konnte er doch gar nichts daf\u00fcr!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/84201562953-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Simotua genie\u00dft das Grasen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 9. Juli 2015<\/strong><br \/>\nTusuja war heute nicht ganz er selbst und hing der Herde hinterher. Er sah so schwach aus, dass wir ihn zu den Stallungen zur\u00fcckbrachten und sein Blut untersuchten. Die Ergebnisse best\u00e4tigten, dass seine Blutzuckerwerte sehr niedrig waren. Doch als es w\u00e4rmer wurde und er eine weitere Milchflasche und etwas frisches Gr\u00fcn bekommen hatte, wurde es besser. Bald r\u00fcttelte er schon wieder an seinem Gehegetor, weil er zu seinen Freunden zur\u00fcckwollte, und am Nachmittag durfte er.<br \/>\nNgilai, der gestern von Elkerama getrennt worden war, war heute begeistert, ihn wiederzusehen und nuckelte sofort an seinem Ohr. Ndotto und Lasayen zeigten sich bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde von ihrer besten Seite. Sie spielten und rangelten, sodass sich alle Besucher sofort in die beiden verliebten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/84201563321-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tusuja schw\u00e4chelt ein wenig<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 10. Juli 2015<\/strong><br \/>\nMbegu war in den letzten Tagen etwas ruhiger; sie besch\u00e4ftigte sich haupts\u00e4chlich mit Grasen und war gar nicht so verspielt wie sonst. Sie ist aber noch immer eng mit Ndotto befreundet. Da heute Freitag war, bekamen alle ihre Kokosnuss\u00f6l-Massage.<br \/>\nAls es Zeit f\u00fcr das \u00f6ffentliche Schlammbad war, war es ein sehr hei\u00dfer Tag geworden. Embu, Mashariki, Enkikwe und Arruba gingen als Erste in den Matsch. Nachdem die \u00c4lteren herausgekommen waren, gingen Dupotto, Rapa und Simotua hinein, w\u00e4hrend die Anderen sich einstaubten. Oltaiyoni h\u00e4ngt sehr an ihren \u00e4lteren Spielkameraden Arruba, Rorogoi und Mashariki, doch seit die Herde nach Alter in zwei Gruppen aufgeteilt wurde, musste sie als Minileitkuh bei der j\u00fcngeren Gruppe bleiben. Es ist sehr wichtig, dass die Kleinen eine \u00e4ltere Kuh als Vorbild haben. Da sie ihre Freundinnen vermisst hatte, schlich sie sich zur \u00e4lteren Gruppe, w\u00e4hrend die Babys im Schlamm badeten. Die Keeper entschieden, dass sie ein wenig Zeit mit ihren Lieblingsfreunden verdient hatte und lie\u00dfen sie bis zum Ende des Tages bei ihnen bleiben. Dann kehrten sie alle f\u00fcr die Nacht zu den Stallungen zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/84201563619-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ndotto und Mbegu<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 11. Juli 2015<\/strong><br \/>\nAls die Waisen auf ihre 9-Uhr-Milch warteten, spielten Mwashoti und Boromoko ein Spiel, das keiner verlieren wollte. Mwashoti hat zwar ein verletztes Bein, dieses heilt aber schnell, und er war eine gro\u00dfe Herausforderung f\u00fcr Boromoko, der zum Schutz ins Geb\u00fcsch rannte. Es ist toll zu sehen, dass Mwashotis Bein sich so schnell erholt, dass er sogar an den nicht gerade zimperlichen Spielen, mit denen sich die Bullen in diesem Alter vergn\u00fcgen, teilnehmen kann. Doch als die Milchflaschen ankamen, stoppten die Spiele abrupt.<br \/>\nNach der privaten Besuchsstunde um 16 Uhr grasten und spielten die Waisen wieder im Busch. Am wildesten waren Lasayen und Ndotto, die beschlossen, Pea und Pod zu tyrannisieren, indem sie immer wieder auf sie losst\u00fcrmten und sie herumjagten. Dabei konnte der kleine Ndotto mit seinem winzigen R\u00fcssel kaum an sie heranreichen. Die Strau\u00dfen spielten aber schlie\u00dflich die Elefanten m\u00fcde, und so gingen sie zum ruhigen Grasen in den Busch zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/8420156414-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mwashotis Bein heilt gut<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 12. Juli 2015<\/strong><br \/>\nKurz nach der 9-Uhr-F\u00fctterung gingen alle Waisen in den Park, um im Geb\u00fcsch ausgiebig zu grasen. Kamok, Mbegu und Dupotto jagten ein paar Warzenschweine herum, die in der N\u00e4he fressen wollten. Kamok und Mbegu umzingelten sie, sodass sie an den Keepern vorbei rennen mussten, genau dorthin, wo Dupotto ihnen auflauerte. Sie trompetete laut, doch die Warzenschweine kamen trotzdem durch und konnten ihr ausweichen. Kamok und Mbegu waren etwas \u00fcberrascht von dem ganzen Krach und zogen sich zu den Keepern zur\u00fcck, was das Warzenschweinspiel beendete.<br \/>\nNgilai ging es heute nicht so gut und \u00fcbergab sich sogar einmal nach der Milchf\u00fctterung. Wir haben eine Blutprobe genommen und werden ihn sehr genau beobachten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/84201564626-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngilai und Kamok<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 13. Juli 2015<\/strong><br \/>\nHeute zeigte sich wieder einmal das ber\u00fchmte Elefantenged\u00e4chtnis. Tusuja und Simotua sind ziemlich gierig nach ihrer Milch geworden, und w\u00e4hrend die Keeper auf Ngilai aufpassten, schlichen sie sich zum Schlammloch davon und suchten die Milch, die zur 9-Uhr-F\u00fctterung dort ankommen sollte. Da niemand da war, schlossen sie, dass sie wohl zu fr\u00fch dran waren und gingen zu den Stallungen hoch. Sie kollerten laut und verlangten ihre Milch von den Keepern, die in der N\u00e4he Tee tranken. Ihr Ged\u00e4chtnis ist offenbar hervorragend, sind diese zwei Elefanten doch noch ganz neu bei uns; es war erstaunlich, sie dort neben den Stallungen ihre Milchflasche fordern zu sehen.<br \/>\nEs ist klar zu sehen, dass Kauro seine j\u00fcngeren Freunde vermisst, seit er in der Gruppe der \u00e4lteren Waisen ist. Bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde um 11 Uhr schlich er zur j\u00fcngeren Gruppe und wurde fr\u00f6hlich von Oltaiyoni, Dupotto und Mbegu begr\u00fc\u00dft. Kurz bevor die \u00e4ltere Gruppe zum Schlammloch ging, bemerkten die Keeper, dass Elkerama fehlte; er wurde aber bald gefunden, wie er gedankenverloren im Busch vor sich hin graste. Er war etwas z\u00f6gerlich und wollte nicht zum Schlammloch kommen. Es schien, als ob er nur grasen wollte und sich an sein fr\u00fcheres Leben im Busch erinnerte. Er wird bald alt genug sein, nach Tsavo umzuziehen und wieder ein wilder Elefant zu werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/84201564921-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kauro, Sirimon und Enkikwe<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 14. Juli 2015<\/strong><br \/>\nAls die j\u00fcngeren Babys aus ihren Gehegen kamen, um sich den \u00e4lteren anzuschlie\u00dfen, geriet der arme Ngilai in Panik, weil er seinen Freund Elkerama nicht finden konnte. Er ging auf der Suche nach ihm von einem Elefanten zum n\u00e4chsten. Obwohl Kamok und Mbegu versuchten, ihn zu tr\u00f6sten, indem sie ihre Ohren aufstellten, damit er daran nuckeln konnte, und ihre R\u00fcssel auf seinen R\u00fccken legten, suchte er weiter, bis er ihn schlie\u00dflich gefunden hatte. Auch Elkerama wedelte mit den Ohren, und Ngilai nuckelte daran und beruhigte sich wieder. Elkerama ist sehr liebevoll, ein seltener Charakterzug f\u00fcr einen Bullen seines Aters; er ist nett und f\u00fcrsorglich, sehr zur Freude von Ngilai.<br \/>\nGegen 15 Uhr kratzte sich Alamaya am Hinterteil, wo sie N\u00e4hte sind, doch er kratzte zu hart, so dass die N\u00e4hte rissen und sich sein tempor\u00e4rer k\u00fcnstlicher Harnausgang l\u00f6ste. Der Tierarzt wurde gerufen, untersuchte ihn und musste sicherstellen, dass die Operationsstelle nicht infiziert und kein Schaden entstanden war. Wir werden ihn weiter beobachten, um sicherzugehen, dass er ohne Probleme urinieren kann.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/84201565255-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Alamaya<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 15. Juli 2015<\/strong><br \/>\nDer kleine Rapa hat sich nun an das Leben im Waisenhaus gew\u00f6hnt und n\u00e4hert sich ohne Angst oder Z\u00f6gern den Keepern. Er genie\u00dft die Gesellschaft seiner besten Freundinnen Kamok, Mbegu und Oltaiyoni. Simotua und Tusuja haben sich auch eingelebt und sind gerne mit den anderen Waisen und den Keepern zusammen. Tusuja grast immer in der N\u00e4he der Keeper und in Begleitung von Mwashoti und Alamaya, die die beiden freundlichsten jungen Bullen sind und nicht so ruppig wie Kauro. Diese drei sind immer zusammen und auch Simotua ist manchmal bei ihnen.<br \/>\nKauro hat keine Angst vor den \u00e4lteren Waisen und rollte heute bei der privaten Besuchsstunde mit Arruba und Mashariki herum. Er stolperte versehentlich und landete im tiefsten Teil des Schlammlochs, was seine Tollerei abrupt beendete. Er versuchte, Dupotto als Leiter zum Aussteigen zu benutzen, doch Embu sah das und ermahnte ihn. Schlie\u00dflich gelang es ihm aber herauszuklettern, und er ging zum Staubbad, um sich abzutrocknen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/8420157210-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mbegu mit Rapa<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 16. Juli 2015<\/strong><br \/>\nHeute Morgen auf dem Weg in den Busch erschraken die Waisen vor einem einzelnen B\u00fcffelbullen, der im dichten Geb\u00fcsch graste. Rorogoi, Olsekki, Arruba, Elkerama, Mashariki und Sokotei, die immer vornedran sind, wenn die Herde hinausgeht, jagten trompetend und kollernd in die B\u00fcsche und scheuchten so den B\u00fcffel in den Wald zur\u00fcck. Arruba, Mashariki und Elkerama liefen ihm nach und patrouillierten um das Geb\u00fcsch herum, als ob sie eine Zone f\u00fcr die anderen Waisen sichern wollten, die vorbeikamen. Alle Elefanten beruhigten sich aber wieder, als die Keeper nach vorne gingen, und sie marschierten weiter in den Busch und begannen das Grasen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/84201571852-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Arruba<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 17. Juli 2015<\/strong><br \/>\nMwashoti und Boromoko rauften heute Morgen miteinander. Als Boromoko aus seinem Gehege kam, ging er direkt zu Mwashotis Tor, das noch geschlossen war. Er spielte mit dem Eimer f\u00fcr Milchflaschen, der an Mwashotis Tor h\u00e4ngt, und machte dabei viel Krach. Es schien als wollte er kundtun, dass er da ist und Mwashoti sich beeilen sollte. Mwashoti kollerte und schob an seinem Tor, weil er sich seinem Freund drau\u00dfen beim Spielen anschlie\u00dfen wollte. Um Ruhe und Frieden wiederherzustellen, \u00f6ffneten die Keeper das Tor. Doch das funktionierte nicht: Sobald Mwashoti herausgekommen war, forderte Boromoko ihn mit gesenktem Kopf zum Ringkampf auf. Sie rangelten den ganzen Weg bis zu Maxwells Tor. Dort unterbrachen sie ihr Spiel und versuchten, Maxwell durch die Absperrung hindurch mit ihren R\u00fcsseln zu erreichen und ihn aufzuwecken. Anfangs ignorierte Max sie, doch sie machten solange weiter, bis er es nicht mehr aushielt. Mwashoti und Boromoko trompeteten und wedelten mit ihren Ohren, um Maxwell zu erschrecken. Max antwortete, indem er gegen das Tor stie\u00df und in ihre Richtung losgaloppierte, sodass sie schreiend davonrannten, nur um kurz darauf f\u00fcr mehr Spiel und Spa\u00df zur\u00fcckzukehren. Max begann dann, im Kreis herumzurennen und vor Freude auf und ab zu h\u00fcpfen (so gut es ein Nashorn eben kann). Das Spiel dauerte eine Weile, bis alle drei m\u00fcde waren und die Elefanten zum Vormittagsgrasen in den Busch verschwanden. Max hatte dann endlich wieder seine Ruhe.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/8420158853-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Max in verspielter Stimmung<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 18. Juli 2015<\/strong><br \/>\nWas f\u00fcr ein erstaunliches Ged\u00e4chtnis Elefanten doch haben! Wir haben es schon \u00f6fter gesagt, k\u00f6nnen es aber jeden Tag aufs Neue beobachten. Balguda kehrte heute Morgen aus Umani zur\u00fcck, da er dort Anzeichen von k\u00f6rperlicher Schw\u00e4che gezeigt hatte und immer hinterher hing. Wir nahmen Blutproben und er bekam eine Milchflasche in seinem Gehege. Mashariki, Arruba, Suswa, Oltaiyoni und Sokotei kamen aus dem Busch zu den Stallungen zur\u00fcck, um ihn abzuholen und mit sich in den Busch zu nehmen. Er schien sofort alle wiederzuerkennen! Es gab viel Gedr\u00e4ngel unter den Babys, die ihn alle begr\u00fc\u00dfen wollten. Das war kein Neuling, an den sie sich erst gew\u00f6hnen mussten, sondern ein alter Freund. Balguda f\u00fchrte die Waisen in den Wald, und die anderen zeigten ihm, wo der Rest der Herde wartete. Dort gab es noch eine Begr\u00fc\u00dfungszeremonie, als ihm jeder, der ihn kannte, hallo sagen wollte. Selbst bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde f\u00fchrte der nette und wohlerzogene Balguda die Anderen ohne F\u00fchrung der Keeper zur\u00fcck, obwohl er einige Monate fort gewesen war. Bei der Besuchsstunde war er ganz ruhig und man h\u00e4tte nicht gemerkt, dass er \u00fcberhaupt weggewesen war, wenn seine Farbe ihn nicht verraten h\u00e4tte: Die Nursery-Babys haben die r\u00f6tliche Farbe des Bodens in Nairobi, w\u00e4hrend Balguda das nat\u00fcrliche Grau der Umani-Erde trug.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/84201573815-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Balguda mit Elkerama<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 19. Juli 2015<\/strong><br \/>\nAls die Babys am fr\u00fchen Morgen hinausgingen, war es sehr nebelig, dunkel und es nieselte. Der Winter hat begonnen! Ndotto, Lasayen und Ngilai blieben zur\u00fcck, bis es etwas w\u00e4rmer war und sie sich den Anderen anschlie\u00dfen konnten. Die Kleinen blieben tats\u00e4chlich den ganzen Tag in ihre Decken gewickelt.<br \/>\nDrau\u00dfen im Wald traf sich Balguda mit seinen alten Bullen-Freunden. Er genoss die Gesellschaft von Sokotei, Olsekki, Kauro, Sirimon, Simotua und Boromoko.<br \/>\nDa es heute recht kalt war, wollten nicht alle am Schlammbad teilnehmen. Am Ende badeten nur der kleine Rapa und die schlammverliebte Mashariki.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/84201574045-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ndotto in seiner Decke<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 20. Juli 2015<\/strong><br \/>\nHeute schien es, als ob Suswa und Arruba &#8222;Mutter und Kind&#8220; spielten. Den ganzen Tag \u00fcber erlaubte Suswa Arruba, neben ihr zu stehen und an ihrem Ohr zu nuckeln. Dieses Verhalten ist \u00fcblich zwischen j\u00fcngeren und \u00e4lteren Elefanten, aber selten unter denen gleichen Alters. Arruba schien heute einfach ein wenig Trost zu brauchen.<br \/>\nElkerama war heute Balgudas ganz besonderer Freund und die zwei grasten dan ganzen Tag zusammen.<br \/>\nAls das Wetter von einem k\u00fchlen Vormittag zu einem warmen Nachmittag wechselte, suchten die Waisen im Busch nach Wasser und einem Schlammbad, um sich abzuk\u00fchlen. Um 15 Uhr, nachdem sie ihre Milch getrunken hatten, entschlossen sich alle Waisen noch einmal zu einem Schlammbad. Rapa und Boromoko waren zuerst drin, dicht gefolgt von den Anderen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/84201574434-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Arruba und Suswa kuscheln<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 21. Juli 2015<\/strong><br \/>\nMurit war heute in Spiellaune und er, Lasayen und Ndotto alberten toll mit Pea und Pod herum. Murit beschloss auch, den j\u00fcngeren ein paar Rangeltechniken zu zeigen. Er schubste Lasayen von vorn, w\u00e4hrend Ndotto ihn von hinten oder von der Seite schob. W\u00e4hrend dieser Rangeleien, bei denen die Elefanten ab und zu auf dem Boden landeten, sprangen Pea und Pod \u00fcber sie hinweg. Ndotto stand dann auf und scheuchte sie herum, dicht gefolgt von den anderen zwei Jungs. Zu dritt jagten sie hinter den beiden her, die Strau\u00dfen waren aber zu schnell und tanzten den Waisen aus dem Weg, so dass die Elefanten sich immer wieder gegenseitig umrannten. Es war sehr unterhaltsam zu beobachten. Die Strau\u00dfen sa\u00dfen nur da und warteten darauf, dass die Elefanten angerannt kamen und versuchten, sie mit ihren R\u00fcsseln zu erreichen. Dann tanzten sie wieder davon. Es war, als ob sie sagen wollten &#8222;Ihr k\u00f6nnt uns nicht fangen&#8220;, und sie schwangen ihre H\u00e4lse herum und schauten die Elefanten an. Das ganze dauerte tats\u00e4chlich zwei Stunden, bevor die Strau\u00dfen die Elefanten m\u00fcde gespielt hatten. Danach grasten sie ruhig im Busch weiter.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/84201574847-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lasayen mit Murit<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 22. Juli 2015<\/strong><br \/>\nTusuja sah heute Morgen nicht so gut aus. W\u00e4hrend des Vormittags schien er manchmal aktiv und kr\u00e4ftig zu sein und schubste einige Andere herum, dann wieder wirkte er schwach und langsam. Sein Magen war aufgebl\u00e4ht und er graste nicht richtig, sondern pfl\u00fcckte nur hier und da ein paar Bl\u00e4tter. Nach dem privaten Besuch um 9 Uhr wollte er nicht zur\u00fcck in den Wald, sondern stellte sich allein in den Schatten. Wir entschieden dann, dass er nicht zur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde um 11 Uhr gehen sollte. Mbegu bemerkte seine Abwesenheit und war sehr besorgt und unruhig. Sie wurde noch unruhiger, als Tusuja nach dem Schlammbad mit einem Keeper zur\u00fcckblieb, w\u00e4hrend die Anderen tiefer in den Park hinein gingen. Schlie\u00dflich schlich sie sich mit Lasayen und Ndotto davon, um ihren zur\u00fcckgelassenen Freund zu finden. Sie sah dort nach, wo sie ihn zuletzt gesehen hatte, und dank ihres guten Ged\u00e4chtnisses fand sie ihn. Sie und die beiden Jungs leisteten ihm Gesellschaft, wor\u00fcber Tusuja sich sehr freute. Nachdem er ein wenig mit Lasayen gespielt hatte, fra\u00df er auch etwas mehr. Sie blieben bis 15 Uhr bei ihm und gingen dann zur F\u00fctterung. Sp\u00e4ter schlossen sich Mwashoti und Simotua Tusuja an und brachten ihn zu den Stallungen zur\u00fcck. Dort bekam er ein wenig Medizin f\u00fcr seinen aufgebl\u00e4hten Bauch und konnte sich fr\u00fch schlafen legen. Wir werden ihn weiter beobachten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/84201575342-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tusuja, Lasayen und ihr Keeper<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 23. Juli 2015<\/strong><br \/>\nSuswa hatte heute viel Spa\u00df mit ihren j\u00fcngeren Freunden. Sie lockerte mit ihren Sto\u00dfz\u00e4hnen Erde und machte so ein tolles Staubbett, in dem sie sich herumrollte und damit die j\u00fcngeren Waisen anlockte. Es schien zu funktionieren, denn Kauro, Roi, Boromoko und Mwashoti freuten sich \u00fcber die Gelegenheit zum Spielen mit der \u00e4lteren Kuh. Als die anderen das Staubbad verlie\u00dfen, kamen Murit und Ndotto an. Murit rollte im Staub herum, und Ndotto kletterte auf seinen R\u00fccken. Murit ist so ein netter und ruhiger Elefant, und es st\u00f6rt ihn gar nicht, wenn die j\u00fcngeren Waisen auf ihm herumkrabbeln. Nach dem Spiel grasten sie weiter. Ndotto \u00fcbt gelegentlich schon, ein Bulle zu sein: heute graste er ganz alleine im hohen Gras und blieb auch den Rest des Tages f\u00fcr sich.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/842015802-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Arruba und Suswa<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 24. Juli 2015<\/strong><br \/>\nManchmal sind die Waisen schlechtgelaunt, ebenso wie Menschen, und dann lassen sie es auch einmal an ihren Freunden aus. Es scheint, dass Elkerama heute so eine Laune hatte. Er war gemein zu manchen Babys und \u00e4rgerte sie. Ngilai suchte seine Gesellschaft und wollte an seinen Ohren nuckeln, wie er es immer tut, doch Elkerama schubste ihn weg. Er stie\u00df sogar Tusuja ohne jeden Grund zu Boden.<br \/>\nHeute war ein hei\u00dfer Tag, und alle Babys genossen das Schlammbad. Der schlechtgelaunte Elkerama ging zweimal auf Roi los, um sie aus dem Wasser zu verjagen. Siangiki forderte Kauro heraus, der auf ihrem R\u00fccken geklettert war, w\u00e4hrend sie im Staub herumrollte. Sie schaffte es aufzustehen und ihn wegzuschubsen. Boromoko hatte eine tolle Rangelei mit Lasayen und war dabei sehr vorsichtig. Er verstand, dass der kleine Lasayen nicht so stark ist wie er, ebenso wie sein anderer Spielkamerad Mwashoti.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/8420158514-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Elkerama<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 25. Juli 2015<\/strong><br \/>\nDer kleine Rapa nuckelte an Tusujas Ohren, als sie auf die 9-Uhr-F\u00fctterung warteten. Das deutet auf eine enge Freundschaft hin. Auch im Busch verbringen sie die meiste Zeit zusammen. Tusuja ist noch immer ruhig und rangelt oder spielt nicht mit den Anderen.<br \/>\nDie gute Nachricht ist, dass Balguda, der aus Umani zum Waisenhaus zur\u00fcckgekommen war, schon ges\u00fcnder aussieht. Er ist nicht mehr so ruhig und zur\u00fcckhaltend und grast genauso intensiv wie die Anderen. Er frisst jetzt wieder ordentlich Gr\u00fcnfutter. Manchmal geht er in Begleitung von Arruba und Suswa sehr weit hinaus. Das sind zwei der Freundinnen, die er sofort wiedererkannte und begr\u00fc\u00dfte, als er zur\u00fcckkam.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/8420158135-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Rapa<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 26. Juli 2015<\/strong><br \/>\nSobald die Waisen aus ihren Gehegen gekommen waren, begannen sie, die frischen Triebe der Pflanzen und B\u00e4ume zu fressen. Kauro und Sokotei begannen ein kleines Kr\u00e4ftemessen, wie es so \u00fcblich ist unter Elefanten ihres Alters. Meistens gelang es Kauro nicht, seinen Gegner festzunageln, und Sokotei gewann die Oberhand und kletterte auf ihn. Manchmal konnte Kauro aber, nachdem er auf dem Boden gelegen hatte, den Spie\u00df umdrehen und auf Sokotei klettern. Er war ein spa\u00dfiges Spiel, das auch Boromoko anlockte. Er unterst\u00fctzte Kauro und gemeinsam kletterten sie auf Sokotei. Mit zwei Elefanten auf seinem R\u00fccken blieb Sokotei nichts anderes \u00fcbrig, als um Hilfe zu schreien, und Suswa kam sofort angerannt, um nach dem Rechten zu sehen. Als sie Suswa kommen sahen, lie\u00dfen Kauro und Boromoko schnell von Sokotei ab, und Suswa stellte sicher, dass es ihm gutging.<br \/>\nW\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde leerten die Waisen ihre Flaschen sehr schnell und fra\u00dfen danach das f\u00fcr sie bereitgelegte Gr\u00fcn. Der kleine Lasayen wird allerdings langsam frech: Er rannte an der Absperrung entlang und lie\u00df sich von den Besuchern streicheln, wobei er sich einen Scherz daraus machte, gegen die Kinder zu sto\u00dfen, die ihn bejubelten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/84201581917-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kauro spielt<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 27. Juli 2015<\/strong><br \/>\nHeute war ein hei\u00dfer Tag, und die Waisen leerten bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde schnell ihre Milchflaschen, um danach ins Schlammloch zu rennen und sich abzuk\u00fchlen. Mbegu, Dupotto, Roi und der kleine Rapa waren die ersten im Matsch. Ngilai nahm sein Bad am flacheren Ende, um nicht im tiefen Schlamm stecken zu bleiben, wo die anderen waren. Mit der Zeit gingen immer mehr Waisen hinein und der Platz im Schlammloch wurde knapp. Bald konnte Ngilai kaum noch stehen ohne umzufallen und schrie auf, als sein R\u00fcssel immer wieder im Schlamm versank. Die netten K\u00fche Kamok, Mbegu und Oltaiyoni wateten zu ihm hin, und Mbegu, die sich immer aufopfernd um die Kleinen k\u00fcmmert, st\u00fctzte Ngilais Kopf und Hals mit ihrem Vorderbein. Oltaiyoni schob ihn von hinten, und zusammen gelang es ihnen, Ngilai aus dem Schlammloch zu helfen. Die Zuschauer applaudierten.<br \/>\nEnkikwe, Sirimon, Olsekki und Rorogoi f\u00fchrten die Waisen in den Busch zur\u00fcck, wo sie grasten. Sie kamen an ein paar Warzenschweinen vorbei, die ihrerseits auf dem Weg zum Schlammloch waren. Rorogoi war in verspielter Stimmung und jagte ihnen nach. Sie zertrampelte ein paar B\u00fcsche, w\u00e4hrend die Warzenschweine zum Schlammloch rannten. Schlie\u00dflich, als die Warzenschweine verschwunden waren, gab er auf und kehrte zu den Keepern und den anderen Waisen zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/84201582526-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngilai und Rapa<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 28. Juli 2015<\/strong><br \/>\nDer Tag begann sehr k\u00fchl, und die meisten der gr\u00f6\u00dferen Waisen nahmen am Morgen ein ausgiebiges Staubbad. Die sehr kleinen Waisen wie Ngilai, Ndotto und Lasayen mussten unter dicken Decken und einem Regenmantel bleiben, damit sie in ihrem empfindlichen Zustand vor dem Wetter gesch\u00fctzt waren. Mwashoti, Suswa, Embu, Arruba und Elkerama besch\u00e4ftigen sich damit, im Staub umherzurollen. Die j\u00fcngeren Kauro und Sokotei sind immer darauf aus, auf den \u00e4lteren Waisen herumzuklettern, wenn sie die Gelegenheit dazu bekommen, und sie rutschten, kletterten und schubsten an und auf Arruba und Elkerama herum. Elkerama ist noch immer ein sehr netter junger Bulle, der von den kleinen Jungs wie Ngilai und Murit sehr geliebt wird.<br \/>\nGegen 9 Uhr endeten die Spiele, als die Waisen bemerkten, dass es Zeit f\u00fcr die F\u00fctterung war. Die gierigeren Waisen wie Olsekki, Tusuja, Simotua, Sokotei, Embu und Enkikwe versuchten schon, sich zur F\u00fctterstelle in der N\u00e4he des Schlammbads zu schleichen. Tusuja und Simotua gingen noch einen Schritt weiter und versuchten sogar, zu den Stallungen zu gehen.<br \/>\nBei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde um 11 Uhr war es noch immer sehr k\u00fchl und die Waisen wollten nicht baden. Sie staubten sich lieber mit der trockeneren Erde ein.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/84201583354-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Arruba staubbadet mit den \u00e4lteren Waisen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 29. Juli 2015<\/strong><br \/>\nTusuja ist weiterhin sehr schwach und heute Nacht mussten wir ihm helfen aufzustehen, damit er seine Milch trinken konnte. Am Morgen nahmen wir einen Bluttest. Es gab aber keine Zeichen einer Infektion und wir stellten nur niedrige Blutzuckerwerte fest. Wir werden die Situation weiter beobachten.<br \/>\nKurz nach 10 Uhr erhielten wir einen Rettungsbericht aus Tsavo. Ein einsames Elefantenbaby war von Schulkindern gesehen worden, nachdem es aus dem Tsavo-Nationalpark in das angrenzende Gemeindeland gelaufen war. Wir vermuten, dass es ein Opfer von Wilderei ist, denn kurz zuvor wurden in der Gegend f\u00fcnf erwachsene Elefanten abgeschlachtet. Das Kalb kam am Nachmittag im Waisenhaus an und sein Zustand war mittelm\u00e4\u00dfig. Er war etwas d\u00fcnn, aber nicht aggressiv; im Gegenteil, er verhielt sich recht ruhig den Keepern gegen\u00fcber und trank die Milch schnell. Sein Magen war allerdings sehr gereizt. Es ist ein junger, ungef\u00e4hr sechs bis acht Monate alter Bulle, und wir haben ihn Losoito genannt, nach der Gegend, in der er gerettet worden war. Wir werden sehen, wie sich sein Gesundheitszustand entwickelt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/84201584020-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tusuja<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 30. Juli 2015<\/strong><br \/>\nLosoito hatte eine ruhige Nacht, und die kleine, s\u00fc\u00dfe Mbegu k\u00fcmmerte sich durch die Absperrung zwischen ihren St\u00e4llen hindurch um ihn. In der Nacht mussten wir ihm allerdings beim Aufstehen helfen, damit er seine Milch trinken konnte. Er ist offensichtlich nicht sehr robust. Gegen 9:30 Uhr wurde er aus dem Stall gelassen, um die Anderen kennenzulernen und wurde von Mbegu, Kamok, Oltaiyoni, Mwashoti, Suswa und Roi willkommen gehei\u00dfen. Sie alle eskortierten ihn fr\u00f6hlich in den Busch und nahmen ihn in ihre Mitte, damit er nicht davonlaufen konnte. Oltaiyoni und Mbegu hielten ihn zwischen sich, damit sie, und nicht Mashariki und Suswa, seine ganze Aufmerksamkeit abbekamen. Mashariki und Suswa lie\u00dfen ihnen das Kalb, denn sie wussten, dass die beiden gute Kinderm\u00e4dchen sind. Losoito machte die ganze Zeit einen guten Eindruck und durfte mit zur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde um 11 Uhr. Er schien es sehr zu genie\u00dfen, lief am Absperrband entlang und lie\u00df sich von allen anfassen. Rapa schien sehr eifers\u00fcchtig auf den Neuank\u00f6mmling zu sein. Er mochte gar nicht, dass er soviel Aufmerksamkeit bekam und schubste ihn aus dem Weg. Die Keeper ermahnten ihn und Rapa ging zur anderen Seite des Schlammlochs.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/8420158461-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Losoito<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 31. Juli 2015<\/strong><br \/>\nKauro war heute schlecht gelaunt, und als die Waisen am Vormittag auf dem Weg zum Grasen waren, ging er zu dem armen Tusuja und stie\u00df ihn mit dem Kopf an, sodass dieser hinfiel. Tusujas Aufschrei veranlasste Kauro davonzurennen, da die Keeper nat\u00fcrlich her\u00fcberkamen, um ihn in die Schranken zu weisen. Er rannte zu Mwashoti und Boromoko, die ein Kr\u00e4ftemessen hatten, und versuchte sich einzumischen. Keiner der beiden beachtete ihn jedoch. Er rannte dann w\u00fctend im Geb\u00fcsch herum, bis er an Alamaya vorbeikam, der unschuldig vor sich hin graste. Kauro versuchte, auch ihn umzusto\u00dfen, bevor er erneut davonrannte. Er war heute ein echtes \u00c4rgernis f\u00fcr seine Freunde. Wir haben beschlossen, dass es an der Zeit ist, ihn in die \u00e4ltere Gruppe zu stecken, damit er von den gr\u00f6\u00dferen K\u00fchen wie Arruba, Mashariki und Suswa ein paar Manieren beigebracht bekommt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/84201584836-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kauro<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-juli-2015\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mittwoch, 1. 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