{"id":7129,"date":"2015-08-30T13:07:48","date_gmt":"2015-08-30T12:07:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=7129"},"modified":"2015-08-30T13:07:48","modified_gmt":"2015-08-30T12:07:48","slug":"ithumba-juli-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/ithumba-juli-2015\/","title":{"rendered":"Ithumba Juli 2015"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 1. Juli 2015<\/strong><br \/>\nNachdem sie nicht ins Gehege gelassen wurde, beschloss Chyulu, trotzdem nicht weit von den Stallungen weg zu gehen und verbrachte die Nacht direkt vor den Gehegen. So wollte sie sicherstellen, dass sie die Erste ist, die sich am Morgen um Lemoyian k\u00fcmmern konnte. Als sich die Tore \u00f6ffneten, ging sie direkt in das Gehege, um Lemoyian abzuholen. Laragai kam mit einem Zweig im Mund heraus, w\u00e4hrend Orwa und Bongo einander begr\u00fc\u00dften, indem sie ihre R\u00fcssel umschlangen.<br \/>\nSp\u00e4ter forderte Kainuk Teleki zu einem Kr\u00e4ftemessen heraus. Orwa, der in der N\u00e4he stand, eilte Teleki zu Hilfe. Obwohl sie ein M\u00e4dchen ist, zeigte Kainuk den beiden, dass sie keine Chance gegen sie hatten. Sie nahm sich furchtlos einen nach dem anderen vor und schlie\u00dflich ergaben sich die beiden Jungs.<br \/>\nIn den Weidegr\u00fcnden graste Chyulu mit ihrem Liebling Lemoyian, w\u00e4hrend Shukuru sich mit Laragai zusammenschloss. Zur Schlammbadzeit gab es jede Menge Aktivit\u00e4ten. Kithaka, Barsilinga und Lemoyian, die bisher immer das Schlammloch boykottiert hatten, waren heute die Ersten, die ins Wasser gingen! Sp\u00e4ter schloss sich ihnen der Rest der Gruppe an. Die Ex-Waisen Yatta, Yetu, Wendi, Rapsu, Zurura, Madiba und Tomboi kamen am Schlammloch kurz dazu, brachen aber nach dem Bad gleich wieder auf. Shukuru teilte sich einen Kratzbaum mit Kithaka.<br \/>\nAm Nachmittag grasten die Waisen im Kanziku-Gebiet, wo Teleki und Vuria einige Zeit mit einem Kr\u00e4ftemessen verbrachten, das erst endete, als Vuria aufgab. Am Abend tauchten Yatta und ihre Herde an den Stallungen auf, wo sich Chyulu ihnen wieder anschloss, nachdem sie die Babys nach Hause begleitet hatte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/8520157566-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lemoyian frisst mit Chyulu<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 2. Juli 2015<\/strong><br \/>\nDrei wilde Bullen waren fr\u00fch am Morgen an den Stallungen. Sities und ihr Freund Garzi gingen zur Tr\u00e4nke hinunter und schlossen sich den Bullen beim Saufen an. Orwa ging zu Kanjoros Gehege, wo die zwei sich durch R\u00fcsselumschlingen begr\u00fc\u00dften.<br \/>\nDrau\u00dfen im Busch stach sich Suguta an einem Dorn. Sie hob vorsichtig ihren Fu\u00df und zog mithilfe ihres R\u00fcssels den Stachel heraus. Bomani graste bei Mutara und Bongo bei Lemoyian.<br \/>\nUm 11 Uhr schlossen sich die halbunabh\u00e4ngigen Waisen den Babys an. Beim Schlammbad war es k\u00fchl, und die gro\u00dfen Ex-Waisen kamen vorbei. Napasha, Loijuk, Buchuma, Meibai, Sunyei, Wendi, Yatta, Yetu, Naserian, Orok, Galana und Chyulu waren dabei. Wegen des k\u00fchlen Wetters wollte aber keiner baden. Nachdem sie gesoffen hatten, brachten die Ex-Waisen die Babys wieder zu den Weidegr\u00fcnden zur\u00fcck. Kanjoro schloss sich Galana beim Staubbad an, und Teleki spielte mit Kitirua, w\u00e4hrend Bongo sein Hinterbein und seine Brust an einem umgefallenen Baum kratzte. Die Ex-Waisen blieben eine Stunde bei den Waisen, bevor sie wieder im Busch verschwanden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/8520158227-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bomani frisst mit den Anderen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 3. Juli 2015<\/strong><br \/>\nDer Himmel war klar, als die Waisen am Morgen aus den Gehegen kamen. Kanjoro ging voraus und die Anderen folgten ihm. Um 8 Uhr tauchten Chaimu, Kilaguni und Ishanga an der Tr\u00e4nke der Stallungen auf, soffen etwas und verschwanden wieder.<br \/>\nBeim Grasen schloss sich Lualenis Herde, bestehend aus Lualeni, Ololoo, Loijuk und Rapsu, den Waisen an. Teleki hatte viel Spa\u00df mit Loijuk und Ololoo. Er forderte Loijuk heraus, um ein paar neue Techniken zu lernen, die er beim Rangeln mit seinen Altersgenossen einsetzen k\u00f6nnte. Nachdem er sich gegen Loijuk ergeben hatte, nahm er noch mehr Unterricht bei Ololoo. Schlie\u00dflich gab er wieder auf und machte f\u00fcr Vuria Platz, unseren schnellsten Sprinter, der dann Ololoo zum Kr\u00e4ftemessen herausforderte. Auch Vuria ergab sich, als Ololoo ihn zum Zeichen seiner Dominanz besteigen wollte.<br \/>\nSp\u00e4ter am Vormittag leistete Yattas Herde den Waisen kurz Gesellschaft, als sie auf dem Weg in den Busch waren. Rapsu und Zurura verwickelten sich in einen Ringkampf, w\u00e4hrend Chyulu wie immer die F\u00fcrsorge \u00fcber Lemoyian von Kainuk \u00fcbernahm. Bomani nuckelte eine Weile an Turkwels Ohr.<br \/>\nGegen 11 Uhr wurde es k\u00fchl, und so wollte sich keiner der Waisen im Schlamm w\u00e4lzen. Mutara hatte stattdessen ein Kr\u00e4ftemessen mit einem Baum, das sie aber verlor. Kanjoro rangelte mit Bomani, doch Sities griff ein, als sie sah, dass Bomani sich gleich ergeben w\u00fcrde. Sie \u00fcbernahm den Kampf mit Kanjoro, und Bomani spielte mit Garzi weiter. Kithaka graste dicht bei Kanjoro und machte es sich einfach, indem er die Zweige fra\u00df, die Kanjoro abgebrochen hatte. Kainuk war froh, dass Chyulu wieder weg war und ihr Lemoyian nicht mehr streitig machen konnte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/8520158931-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kanjoro f\u00fchrt die Anderen an<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 4. Juli 2015<\/strong><br \/>\nKurz nachdem die Waisen aus den Gehegen gekommen waren, gerieten Bongo und Vuria in einen ernsten Streit. Sie schienen einfach beide mit dem falschen Fu\u00df zuerst aufgestanden zu sein. Der Kampf dauerte eine ganze Weile und endete gl\u00fccklicherweise unentschieden, als die beiden m\u00fcde wurden. Schlie\u00dflich beruhigten sich die Waisen und gingen, angef\u00fchrt von Mutara, zum Grasen ins Kone-Gebiet. Sities fra\u00df dicht bei ihrem Freund Garzi, w\u00e4hrend Kainuk sich freute, dass sie sich alleine um Lemoyian k\u00fcmmern durfte, da Chyulu heute Morgen nicht aufgetaucht war.<br \/>\nZur Schlammbadzeit waren die Temperaturen angenehm, und Kanjoro, Bongo, Narok und Laragai waren die einzigen, die sich w\u00e4lzten. Als Bongo zum Saufen zur Tr\u00e4nke ging, hatte er das Gef\u00fchl, noch nicht genug vom Wasser gehabt zu haben; er stieg mit allen vier Beinen in die Tr\u00e4nke und spritzte mit seinem R\u00fcssel herum. Die Keeper schimpften mit ihm, weil er das saubere Wasser zum Saufen verschmutzte. Die anderen Waisen sahen zu und Bongo schien ihnen ein schlechtes Vorbild gewesen zu sein: Sobald er drau\u00dfen war, versuchte Sities hineinzuklettern, doch die Keeper hinderten sie daran, ehe sie ganz drin war. Auf dem R\u00fcckweg zu den Weidegr\u00fcnden hatten Bongo und Bomani ein leichtes Kr\u00e4ftemessen, das schnell endete, als Bomani sich ergab.<br \/>\nDer Nachmittag war ruhig und die Waisen grasten haupts\u00e4chlich. Kurz nach 18 Uhr kamen Kilaguni, Ishanga und Chaimu in Begleitung zweier wilder Bullen zum Saufen zu den Stallungen. Einer der Bullen humpelte, und bei genauerem Hinsehen bemerkten die Keeper eine Schwellung am rechten Vorderbein oberhalb des Knies. Dort war eine gro\u00dfe Wunde und noch eine kleinere in der N\u00e4he. Er wurde wohl von mindestens zwei Pfeilen getroffen. Die Bullen und die drei Ex-Waisen blieben bis zum Einbruch der Dunkelheit an der Tr\u00e4nke. Es schien, als ob Kilaguni, Ishanga und Chaimu sie davon \u00fcberzeugt hatten, dass dort Hilfe zu erwarten war, und nun warteten sie. Der vom DSWT finanzierte Tierarzt in Amboseli, Dr. Ngoroge wurde von einem DSWT-Piloten mit dem Hubschrauber eingeflogen und der Bulle wurde bet\u00e4ubt und behandelt. Die Aussichten f\u00fcr eine vollst\u00e4ndige Genesung sind gut.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/85201582148-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bongo und Vuria rangeln<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 5. Juli 2015<\/strong><br \/>\nChyulu, die gestern nicht vorbeigekommen war, besuchte heute Morgen Lemoyian. Kainuk blieb nur zuzusehen, wie Chyulu und Lemoyian fast den ganzen Vormittag zusammen herumliefen und grasten. Doch sie wusste, dass Chyulu vermutlich nicht den ganzen Tag blieb und falls doch, dass sie danach nicht mit in die Gehege durfte. Sie vertrieb sich die Zeit damit, Orwa zu einem Ringkampf herauszufordern. Kurz vor der Schlammbadzeit machte sich Chyulu wieder auf den Weg. Kainuk war gl\u00fccklich und nahm sofort Lemoyian wieder unter ihre Fittiche.<br \/>\nBeim Schlammbad war es hei\u00df, doch trotzdem wollten nur Bongo, Laragai und Narok baden gehen. Bongo und Narok legte sich abwechselnd aufeinander. Barsilinga stand unter einer Akazie; er besucht diesen Baum fast jeden Tag und entspannt sich darunter. Kurze Zeit sp\u00e4ter schlossen sich ihm Kithaka und Lemoyian dort an. Kithaka schubste Lemoyian, was diesen nervte. Er schrie laut auf, was sofort Kainuks Aufmerksamkeit erregte. Sie reagierte sofort und trompetete eine Warnung, die ihr den Weg zu ihrem Liebling freimachte. Lemoyian war froh, dass sie ihm zu Hilfe eilte und kollerte ihr dankbar zu. Kithaka machte sich sofort davon, als Kainuk ankam, den Schwanz eingezogen, da er sich vor einer Strafe f\u00fcrchtete.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/85201582758-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kainuk spielt mit Orwa<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 6. Juli 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein sehr k\u00fchler Morgen und die Waisen kamen aus ihren jeweiligen Gehegen und gingen zum Grasen. Die Ex-Waisen Lualeni und Ololoo warteten darauf, dass ihre Freunde herauskamen, und Ololoo begann sofort, mit Orwa zu spielen. Lualeni war damit besch\u00e4ftigt, Erdh\u00e4ufchen zusammenzuschieben und in die Luft und auf ihren R\u00fccken zu werfen.<br \/>\nKithaka f\u00fchrte die Gruppe sp\u00e4ter zum Schlammbad. Dort war es sehr k\u00fchl und dicke Wolken hingen am Himmel. Nur Bongo beschloss, ins Wasser zu gehen. Lualeni und Ololoo schlossen sich ihm etwas sp\u00e4ter an. Tomboi tauchte auf und begann, mit Lualeni zu spielen und sie zu besteigen. Lualeni, Ololoo, Orwa und Suguta spielten mit der Erde; sie warfen sie in die Luft und w\u00e4lzten sich darin herum.<br \/>\nSp\u00e4ter am Abend gingen sie zu den Stallungen zur\u00fcck. Dort kamen vier Wildhunde zum Saufen vorbei. Auch eine Gruppe aus 23 Ex-Waisen und einem wilden Bullen kam vorbei. Yatta und Mulika mit ihren Babys sowie Wendi waren dabei. Sie soffen Wasser und standen ein bisschen zusammen herum, ehe sie zur\u00fcck in den Busch gingen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/8520158334-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ololoo spielt mit Orwa<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 7. Juli 2015<\/strong><br \/>\nHeute war wieder ein kalter und ruhiger Morgen. Die Waisen kamen aus ihren Gehegen, und Bongo und Vuria fingen direkt vor den Toren an zu rangeln, nachdem sie ihre Milchflaschen bekommen hatten. Orwa und Sities kratzten sich an einem Felsen, w\u00e4hrend Bongo beim Spielen auf Vuria kletterte.<br \/>\nKithaka, Barsilinga und Lemoyian f\u00fchrten die Waisen zur Milch an Schlammloch. Bongo und Kanjoro waren die einzigen, die ans Wasserloch gingen. Bongo spritzte mit dem Wasser herum, w\u00e4hrend Kanjoro nur mit den F\u00fc\u00dfen im Wasser stand.<br \/>\nZur\u00fcck im Busch nahmen alle Waisen das Grasen sehr ernst. Shukuru fra\u00df neben Turkwel, w\u00e4hrend Orwa versuchte, mit Vuria zu spielen. Mutara f\u00fchrte sp\u00e4ter den Weg zur\u00fcck nach Hause an. Sunyei, Kilaguni, Chaimu und Ishanga kamen zum Saufen zu den Stallungen. Suguta macht nach ihrer Behandlung weiter Fortschritte, und ihre Wunde heilt gut.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/85201583712-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bongo spielt mit Vuria<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 8. Juli 2015<\/strong><br \/>\nAls die Waisen an diesem strahlenden Morgen aus ihren Gehegen kamen, wurden sie von einer Gruppe Ex-Waisen begr\u00fc\u00dft. Chyulu war dabei und wartete auf Lemoyian. Vuria startete einen Ringkampf mit Bongo, w\u00e4hrend Chyulu mit Naserian spielte. Einige der Ex-Waisen machten sich bald wieder auf den Weg, doch Chyulu und Naserian blieben bis zum Schlammbad bei den Waisen. Bongo war wie \u00fcblich der Erste, der sich ins Matschloch begab, er wurde aber heute von Kanjoro, Teleki, Vuria, Garzi, Orwa, Shukuru und Turkwel begleitet. Shukuru kam aus dem Schlammloch und startete eine Kratzeinheit an den B\u00e4umen. Zwei wilde Bullen schlossen sich den Babys im Wasser an, sodass diese eilig herauskamen, um den majest\u00e4tischen Elefanten genug Platz zum W\u00e4lzen und Eintauchen zu geben. Sie hatten ein sehr lebhaftes Schlammbad.<br \/>\nAls die Waisen wieder im Busch waren, grasten sie sehr ausgiebig, und Turkwel und Narok stritten sich um die frischen gr\u00fcnen Triebe eines Baumes.<br \/>\nSp\u00e4ter am Abend kamen f\u00fcnf wilde Elefanten zu den Stallungen. Unter ihnen war Half Trunk, und Kilabasi, Chaimu und Ishanga waren auch noch dabei. Sie soffen Wasser und brachen dann wieder auf.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/85201584117-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Chyulu mit Lemoyian und Barsilinga<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 9. Juli 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen waren heute in fr\u00f6hlicher Stimmung, als sie geradewegs in den Busch liefen und zwei wilde Elefanten und Chyulu bei Mulikas Herde an der Tr\u00e4nke zur\u00fccklie\u00dfen. Kurze Zeit sp\u00e4ter kam Chyulu, um nach Lemoyian zu sehen, und sie grasten zusammen. Barsilinga k\u00fcsste Kithaka, w\u00e4hrend Chyulu Teleki k\u00fcsste. Orwa, Vuria und Laragai spielten und rollten in der Erde herum, bevor die ganze Gruppe zum Schlammloch aufbrach. Chyulu begleitete sie, und als sie dort ankamen, begann Orwa, Erde aufzusammeln und in die Luft zu werfen. Heute wollte sich niemand im Schlamm w\u00e4lzen, da es ein kalter Tag war.<br \/>\nNachdem sie alle in den Busch zur\u00fcckgegangen waren, noch immer in Begleitung von Chyulu, rollte sich Vuria mit Mutara auf dem Boden herum, w\u00e4hrend Suguta und Shukuru Erdkr\u00fcmel auf ihre R\u00fccken warfen. Kithaka f\u00fchrte sp\u00e4ter alle zu den Stallungen zur\u00fcck. Die vier Wildhunde kamen wieder zum Saufen vorbei, brachen aber bald wieder auf.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/85201584854-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kithaka spielt mit Barsilinga<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 10. Juli 2015<\/strong><br \/>\nEine gro\u00dfe Gruppe Ex-Waisen und drei wilde Bullen kamen am Morgen zu den Stallungen und dr\u00e4ngelten sich an der Tr\u00e4nke. Yatta mit ihrem Baby Yetu und Mulika mit Mwende waren unter ihnen. Lemoyians Adoptivmama Chyulu ging direkt zu den Waisen, um nach ihm zu sehen. Orwa spielte und rangelte mit Bongo, w\u00e4hrend Vuria und Teleki einen Ringkampf veranstalteten.<br \/>\nSp\u00e4ter f\u00fchrte Kithaka alle zum Schlamloch. Kithaka \u00fcbernimmt nun h\u00e4ufiger die F\u00fchrung, er kennt die Gegend und den Tagesablauf jetzt besser. Die gleiche Ex-Waisen-Gruppe, die am Morgen an den Gehegen war, kam auch zum Schlammloch. Sie spielten lebhaft im Schlamm und hatten danach ein langes Staubbad. Garzi sammelte Erdh\u00e4ufchen zusammen und warf sie in die Luft. Shukuru begann zu spielen und schubste Sities, und auch Laragai rollte sich herum und warf Erde in die H\u00f6he. Unterdessen rangelten Vuria und Bongo in der N\u00e4he.<br \/>\nIm Laufe des Tages kamen auch Kilaguni, Chaimu und Ishanga an den Stallungen vorbei. Sugutas Genesung verl\u00e4uft hervorragend.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/85201585329-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Laragai<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 11. Juli 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen waren heute Morgen sehr ruhig, da es k\u00fchl war. Vuria startete eine Rangelei mit Bongo, w\u00e4hrend Orwa sich genussvoll kratzte.<br \/>\nSp\u00e4ter kamen die Waisen an Sugutas Herde, bestehend aus Olare, Kibo, Kandecha, Tumaren, Chemi Chemi, Kalama, Kitirua, Naisula, Murka und Kilabasi, vorbei. Kalama und Vuria begr\u00fc\u00dften sich, ebenso Kilabasi und Teleki. Naisula begr\u00fc\u00dfte Lemoyian, indem sie ihren R\u00fcssel auf seinen R\u00fccken legte &#8211; ein Zeichen der Zuneigung. Alle waren froh \u00fcber das Wiedersehen und gingen sp\u00e4ter gemeinsam zum Schlammloch.<br \/>\nShukuru, Laragai, Garzi, Vuria, Bongo, Kandecha, Kilabasi, Mutara und Barsilinga spielten lange und intensiv im Wasser. Sie warfen Schlamm in die Luft und auf ihre R\u00fccken. Zur\u00fcck im Busch waren die Waisen sehr aktiv und rannten herum, doch Suguta genoss noch etwas l\u00e4nger ihr Staubbad.<br \/>\nAm Abend gingen die Waisen zu den Stallungen zur\u00fcck. Eine gro\u00dfe Gruppe Ex-Waisen kam dort vorbei, unter anderem mit Wendi, Yatta und Yetu und Mulika und Mwende.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/85201585857-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Orwa kratzt und entspannt sich<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 12. Juli 2015<\/strong><br \/>\nYatta und ihre Gruppe waren am Morgen an den Stallungen. Lemoyian war froh, Chyulu zu sehen, die vor seinem Gehege auf ihn wartete, als die Waisen herauskamen. Orwa nutzte die Anwesenheit der Ex-Waisen, um herauszufinden, wie stark er geworden ist: er forderte Zurura und Naserian heraus. Zurura wollte von Orwas Kinderspielen nichts wissen und schubste ihn aus dem Weg. Naserian nahm die Herausforderung an, und sie rangelten eine Weile, bis Orwa sich ergab. Die Ex-Waisen brachen eine Stunde sp\u00e4ter wieder auf, doch Lualeni und Ololoo blieben bei den Waisen.<br \/>\nBeim Schlammbad war es sehr hei\u00df, und nachdem die Waisen ihre Milch getrunken hatten, gingen sie zu Half Trunk und seinen Freunden an der Tr\u00e4nke. Nachdem sie Wasser gesoffen hatten, spritzten Shukuru und Suguta sich gemeinsam Wasser hinter ihre Ohren. Narok und Laragai w\u00e4lzten sich, w\u00e4hrend Lualeni sich zu Half Trunk unter eine Akazie stellte. Half Trunk schnupperte an Lualeni, um zu sehen, ob sie empfangsbereit war. Lualeni war es nicht ganz geheuer, wie Half Trunk ihr ohne zu fragen so nah kam. Sie ging davon und zu Ololoo, der ein paar Meter entfernt stand.<br \/>\nAm Nachmittag meldete sich die halbunabh\u00e4ngige Gruppe, angef\u00fchrt von Olare, an den Stallungen. Makireti und Kasigau fehlten dabei allerdings. Am Abend hatten Vuria und Bongo ein leichtes Kr\u00e4ftemessen, das von Mutara gest\u00f6rt wurde, die zwischen ihnen hindurch wollte und so das Spiel beendete.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/8520159435-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Zurura spielt kurz mit Orwa<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 13. Juli 2015<\/strong><br \/>\nKurz nachdem die Waisen aus den Gehegen gekommen waren, f\u00fchrte Kanjoro sie zu den Weidegr\u00fcnden. Nachdem sie begonnen hatten zu grasen, forderte Kithaka Laragai heraus, da er dachte, er w\u00e4re viel gr\u00f6\u00dfer als sie. Laragai f\u00fchlte sich wohl beleidigt und beschloss, Kithaka eine Lektion zu erteilen. Sie nahm ihre Kr\u00e4fte zusammen und schob Kithaka gegen einen Baum. Kithaka beschwerte sich lautstark, doch niemand wollte ihm zu Hilfe kommen.<br \/>\nUm 9 Uhr kamen die halbunabh\u00e4ngigen Waisen in Begleitung von Lualeni und Ololoo zur Tr\u00e4nke an den Stallungen. Nachdem sie genug Wasser gesoffen hatten, f\u00fchrte Lualeni die Gruppe davon.<br \/>\nZur Schlammbadzeit waren die Temperaturen mittelm\u00e4\u00dfig, sodass sich nur Wasserratte Bongo w\u00e4lzte. Abends auf dem Heimweg kamen die Waisen noch einmal am Schlammloch vorbei, und Narok, Bongo, Sities, Garzi, Laragai und Suguta genossen ein abendliches Bad.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/8520159817-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kanjoro geht vorneweg<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 14. Juli 2015<\/strong><br \/>\nHeute Vormittag gingen die Waisen zum Grasen ins Kanziku-Gebiet. Kanjoro schloss sich mit Barsilinga zusammen, w\u00e4hrend Teleki nahe bei Kainuk graste. Ab und zu streckte Teleki seinen R\u00fcssel aus, um etwas Futter aus Kainuks Mund zu stibitzen. Sp\u00e4ter ging Kithaka zum grasenden Orwa und \u00fcberredete ihn, ihm ein paar neue Ringkampftechniken beizubringen. Orwa willigte ein, doch sie rangelten nicht lange, weil die Zeit zum Grasen knapp wurde. Es ist jetzt wieder recht trocken und Orwa wollte fressen und nicht die Zeit mit Spielen verschwenden.<br \/>\nGegen 11 Uhr bekamen die Waisen Gesellschaft von den Ex-Waisen. Chyulu ging wie \u00fcblich direkt zu ihrem Lemoyian. Half Trunk und ein wilde Freunde kamen noch vor den Waisen am Schlammloch an. Ihnen folgten Madiba, Rapsu und ein weiterer wilder Bulle. Kurz nachdem Kithaka, Lemoyian und Barsilinga ihre Milch bekommen hatten, gingen sie direkt zur Tr\u00e4nke, um sich Half Trunk, den zwei wilden Bullen und Madiba und Rapsu anzuschlie\u00dfen. Barsilinga und Kithaka z\u00f6gerten, sich an der Tr\u00e4nke zwischen die \u00e4lteren Bullen zu quetschen, doch Lemoyian war mutig und stellte sich zwischen Half Trunk und einen wilden Elefanten. Erst als Kithaka und Barsilinga sahen, wie furchtlos Lemoyian war, gingen sie auch hin.<br \/>\nKurze Zeit sp\u00e4ter tauchten Yattas und Mulikas Herden am Schlammloch auf und schlossen sich erneut den Waisen an. Laragai hat beim Baden gerne ihren eigenen Platz und ging zur Westseite des Wasserlochs, wo sie sich in Ruhe w\u00e4lzen konnte. Bongo ging wie \u00fcblich ins Wasser zu den Ex-Waisen. Madiba schloss sich Half Trunk beim Schlammbad an, w\u00e4hrend Mwende ihre Mutter als Kratzfelsen benutzte.<br \/>\nNach dem Schlammbad trennten sich die Wege der Waisen und der \u00e4lteren Elefanten. Chyulu begleitete Lemoyian noch einen halben Kilometer vom Schlammbad weg, bevor sie zu ihrer Gruppe zur\u00fcckkehrte. Es war ein ruhiger Nachmittag und die Waisen grasten friedlich. Nur Suguta warf ab und zu etwas Erde auf ihre Wunden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/85201591444-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Teleki<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 15. Juli 2015<\/strong><br \/>\nKainuk war heute aufgeregt, was sich dadurch zeigte, dass sie trompetend herumrannte und tote \u00c4ste anhob und herumwarf. Sie jagte auf einen Termitenh\u00fcgel zu, kniete sich auf ihre Vorderbeine und versuchte, ihn umzuwerfen, was ihr nat\u00fcrlich nicht gelang. Sp\u00e4ter beruhigte sie sich wieder und graste friedlich, doch ihre Aufregung schien sich auf Bongo \u00fcbertragen zu haben, denn nun begann dieser, die B\u00fcsche anzugreifen und umzutrampeln.<br \/>\nBeim Schlammbad tauchten die Ex-Waisen und ein wilder Bulle f\u00fcnf Minuten vor Ankunft der Waisen auf. In der Ex-Waisen-Herde fehlten Kora, Tomboi, Ithumbah, Lualeni, Ololoo und Kamboyo. Nachdem die Waisen ihre Milch getrunken hatten, gingen Kithaka, Barsilinga und Lemoyian direkt zur Tr\u00e4nke und mischten sich unter die \u00e4lteren Elefanten. Barsilinga umschlang seinen R\u00fcssel mit Makena und sp\u00e4ter mit Chyulu. Teleki hatte ein kurzes Kr\u00e4ftemessen mit Yetu, doch ihr Spiel endete, als Yetu sich ergab. Bongo, Bomani, Narok und Laragai genossen das W\u00e4lzen mit den \u00c4lteren, w\u00e4hrend Lemoyian, Turkwel, Teleki und Orwa mit Rapsu staubbadeten. Nach dem Bad rollten Laragai und Vuria auf dem Boden herum, und Laragai kratzte sich ab und zu an Vuria. Als es Zeit war aufzubrechen, eskortierte Chyulu Lemoyian und die anderen Waisen zur\u00fcck zu den Weidegr\u00fcnden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/85201592331-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kainuk in verspielter Laune<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 16. Juli 2015<\/strong><br \/>\nNachdem die Waisen am fr\u00fchen Morgen herausgekommen waren, war Kainuk gutgelaunt und erfand ein neues Spiel: sie legte sich auf den Boden, stand dann auf und schwang dabei ihren R\u00fcssel herum. Direkt vor den Gehegen w\u00e4rmten sich Orwa und Mutara mit einem Kr\u00e4ftemessen auf. Die \u00e4ltere und erfahrenere Mutara gewann das Spiel und Orwa ergab sich.<br \/>\nEs wird immer trockener, doch Kanjoro entdeckte etwas frisches Gras unter einem umgest\u00fcrzten Baum. Um heranzukommen ging er auf die Knie und griff mit seinem R\u00fcssel danach. Garzi kratzte sich eine Weile das Ohr an einem Baum, ehe er weitergraste.<br \/>\nKurz vor dem Schlammbad schlossen sich Lualeni, Ololoo, Loijuk, Olare, Kandecha, Kibo, Tumaren, Melia, Murka, Naisula, Chemi Chemi, Kalama und Kitirua den Waisen an. Sie wollten herausfinden, wie es Suguta geht, und Melia und Tumaren umschlangen zur Begr\u00fc\u00dfung ihre R\u00fcssel mit Sugutas. Yattas und Mulikas Herden meldeten sich eine halbe Stunde vor den Waisen am Schlammloch. Nachdem sie Wasser gesoffen hatten, entspannten sie sich unter einer Akazie und warteten auf die Waisen. Half Trunk und f\u00fcnf wilde Elefanten tauchten ebenfalls auf und schlossen sich den Ex-Waisen an. Als die Waisen ankamen, traf Chyulu ihren Liebling Lemoyian. Auch Lenana zeigte Interesse an ihm und stand in ihrer N\u00e4he. Sp\u00e4ter war Zeit f\u00fcr ein Staubbad, bevor die Waisen die \u00e4lteren Elefanten wieder verlie\u00dfen und zum Grasen zur\u00fcckkehrten. Der Nachmittag war ruhig und die Waisen fra\u00dfen soviel sie konnten, bevor der Tag endete.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/85201593051-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kanjoro knabbert an etwas frischem Gras<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 17. Juli 2015<\/strong><br \/>\nAngef\u00fchrt von Kanjoro gingen die Waisen am Morgen direkt zum Grasen. Lemoyian tat sich mit Bomani zusammen, w\u00e4hrend Kainuk und Teleki ihre R\u00fcssel zur Begr\u00fc\u00dfung umschlangen. Kithaka und Mutara kletterten auf einen H\u00fcgel, wo sie eine Weile grasten, bevor sie wieder zu ihren Freunden herunterkamen.<br \/>\nBeim Schlammbad war es heute ruhig, nur ein Warzenschwein wollte sich w\u00e4lzen. Es \u00fcberlegte es sich aber anders und rannte mit aufgestelltem Schwanz davon, als es die Waisen und all die Aufregung beim Schlammloch sah. Nachdem die Waisen genug Wasser gesoffen hatten, trugen Barsilinga und Kithaka noch ein paar Ringk\u00e4mpfe aus. Kanjoro, Bongo, Narok, Laragai, Suguta, Shukuru, Teleki, Mutara und Sities w\u00e4lzten sich, w\u00e4hrend der Rest nur am Ufer stand. Beim Staubbad schloss sich Shukuru mit Bongo zusammen, w\u00e4hrend Narok und Turkwel sich die Erde aus einer Senke im Boden teilten.<br \/>\nDie Waisen grasten wegen der beginnenden Trockenzeit ausgiebig; sie waren weniger verspielt und konzentrierten sich stattdessen aufs Futtern.<br \/>\nAm Abend kam eine wilde Kuh mit ihren zwei T\u00f6chtern zu den Stallungen. Eine war f\u00fcnf Jahre alt und die andere ungef\u00e4hr ein Jahr. Sie soffen Wasser aus der Tr\u00e4nke bis es dunkel wurde.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/86201521725-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bomani und Lemoyian grasen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 18. Juli 2015<\/strong><br \/>\nHeute Vormittag im Busch gab es eine m\u00e4chtige Schlacht zwischen Sities und Teleki sowie zwischen Bomani und Garzi. Sities versuchte mit aller Kraft, Teleki zu besiegen; eine Niederlage h\u00e4tte ihr Selbstwertgef\u00fchl sehr mitgenommen, denn sie ist \u00e4lter und erfahrener als Teleki. Auf der anderen Seite war Teleki der Ansicht, dass er als Bulle niemals gegen eine Kuh verlieren sollte. So dauerte der Kampf lange an, bis sie beide ersch\u00f6pft und hungrig waren und das Grasen begannen. Bomani und Garzi machten Pausen zwischen ihren K\u00e4mpfen und keiner war sicher, wer wohl diesen Wettstreit gewinnen w\u00fcrde. Einmal kletterte Bomani auf Garzi und dieser schubste zur\u00fcck, um sich zu verteidigen. Als er sich umdrehte und Bomani schob, stolperte dieser \u00fcber einen herumliegenden Ast und st\u00fcrzte. Das beendete das Spiel ziemlich pl\u00f6tzlich.<br \/>\nBeim Schlammbad gab es heute jede Menge Aktivit\u00e4t. Die Ex-Waisen und zwei wilde Bullen trafen noch vor den Waisen dort ein und warteten auf die Kleinen. Nachdem diese angekommen waren, wurde Lemoyian herzlich von Chyulu, Lenana, Sidai und Loijuk begr\u00fc\u00dft. Er wurde von ihnen wie ein K\u00f6nig herumgef\u00fchrt. Nach dem Bad hatten Napasha und Buchuma ein Kr\u00e4ftemessen, das endete, als Buchuma sich ergab. Barsilinga beschloss, allein ein Staubbad zu nehmen. Ololoo traute sich, mit Taita zu spielen, gab aber auf, als Taita Ernst machte. Kurz darauf schloss sich die Kuh von gestern Abend mit ihren zwei T\u00f6chtern den Ex-Waisen am Schlammloch an, bevor die Waisen schlie\u00dflich wieder zum Grasen aufbrachen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/86201522330-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bomani und Garzi rangeln<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 19. Juli 2015<\/strong><br \/>\nDer Ithumba-Berg war heute in Nebel geh\u00fcllt, und es war k\u00fchl, als die Waisen l\u00e4ssig aus ihren Gehegen schlenderten. Kanjoro und Barsilinga f\u00fchrten sie hinaus zum Grasen. Als sie ihr Ziel, das Kone-Gebiet, erreicht hatten, fingen Kanjoro und Barsilinga an, vom gleichen Baum zu fressen. Doch da die Bl\u00e4tter sehr weich und lecker waren, wollte Kanjoro sie f\u00fcr sich und schubste Barsilinga weg.<br \/>\nKurz vor 11 Uhr schaute Rapsu bei den Waisen vorbei. Orwa, Teleki und Garzi umgaben den gr\u00f6\u00dferen Bullen und versuchten, seine Aufmerksamkeit zu erlangen. Sp\u00e4ter brachte er alle zum Schlammbad. Obwohl es kalt war, ging Rapsu zum W\u00e4lzen, nachdem er sich Wasser aus der Tr\u00e4nke mit den Waisen geteilt hatte. Kithaka und Barsilinga entspannten sich unter einem Baum, wo sie eine Meinungsverschiedenheit entwickelten, von der nur sie beide wussten, worum es ging. Der Konflikt wurde \u00fcber ein Kr\u00e4ftemessen gel\u00f6st, das unentschieden endete.<br \/>\nDer Nachmittag war ruhig und weniger ereignisreich. Lualeni, Ololoo, Sunyei und Rapsu kamen an den Stallungen an, kurz bevor die Waisen f\u00fcr die Nacht zur\u00fcckkehrten. Lualeni versuchte, in eines der Gehege zu laufen, doch die Keeper hinderten sie daran. Eine halbe Stunde sp\u00e4ter meldeten sich Kilaguni, Chaimu und Ishanga, begleitet von zwei wilden Bullen, an den Stallungen. Ololoo machte Chaimu das Leben schwer und versuchte, sie zu besteigen. Chaimu ist aber hart im Nehmen und wehrte sich nach Kr\u00e4ften, indem sie Ololoo anrempelte. Ishanga war in der N\u00e4he und beschloss, ihrer Freundin dabei zu helfen, Ololoo abzuwehren. H\u00e4tte Lualeni nicht rechtzeitig die Gefahr bemerkt und ihren Liebling Ololoo gerettet, h\u00e4tte es b\u00f6se f\u00fcr ihn ausgehen k\u00f6nnen. Lualeni bes\u00e4nftigte die Gem\u00fcter, und der Kampf endete. Die wilden Bullen machten sich in unbekannte Richtung wieder auf, nachdem sie Wasser gesoffen hatten. Lualeni und ihre Herde verschwanden nach Osten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/86201524043-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kithaka schnuppert an Rapsu<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 20. Juli 2015<\/strong><br \/>\nDie halbunabh\u00e4ngigen Waisen kamen gegen Mitternacht an den Stallungen an und mussten feststellen, dass das Wasser in den zwei Tr\u00e4nken von den wilden Elefanten geleert worden war. Sie entschieden dann einstimmig, vor den Stallungen zu schlafen. Am Morgen lagen sie alle tief schlafend vor den Gehegen. Ein beeindruckender Anblick: Vierzehn Elefanten lagen die ganze Nacht friedlich schlummernd, in dem Wissen, dass sie Zuhause und in v\u00f6lliger Sicherheit waren. Sobald das Wasser aufgedreht wurde, h\u00f6rten sie es flie\u00dfen, wachten auf und rannten herbei. Nachdem die Waisen ihre Milch bekommen hatten, f\u00fchrte Narok sie hinaus. Die \u00e4lteren Elefanten schlossen sich den Kleinen beim Luzernenheu an, nachdem sie genug Wasser gesoffen hatten.<br \/>\nIn den Weidegr\u00fcnden verwickelten sich Chemi Chemi und Kilabasi in ein Kr\u00e4ftemessen, das unentschieden endete. Eine Stunde sp\u00e4ter brachen Makiretis und Olares Herden wieder auf und verlie\u00dfen die Waisen.<br \/>\nBeim Schlammbad wollten sich nur Kanjoro, Narok und Laragai w\u00e4lzen. Da Chyulu und die Ex-Waisen nicht in der N\u00e4he waren, hatte Kainuk gl\u00fccklich ihren Lemoyian an ihrer Seite und den ganzen Tag f\u00fcr sich.<br \/>\nIn den Weidegr\u00fcnden suchten die Waisen den Schatten eines Baumen auf und grasten erst weiter, nachdem es sich abgek\u00fchlt hatte. Am Abend kam nur ein einziger wilder Bulle zum Saufen zu den Stallungen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/86201524537-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die halbunabh\u00e4ngigen Waisen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 21. Juli 2015<\/strong><br \/>\nUm 6 Uhr klopfte Mutara an ihr Tor, weil sie herausgelassen werden wollte. Als es ge\u00f6ffnet wurde, ging sie direkt zum Luzernenheu.<br \/>\nBeim Schlammbad war es k\u00fchl, doch Bongo w\u00e4lzte sich trotzdem. Lemoyian vertrieb sich die Zeit damit, seine Kr\u00e4fte an einem kleinen Baum zu testen und versuchte, ihn umzuwerfen. Barsilinga ruhte sich unter einem Baum aus, w\u00e4hrend Garzi nahe bei Sities blieb. Vuria entdeckte zwei Warzenschweine, die zum Wasser wollten. Mit aufgestellten Ohren und trompetend verjagte er sie. Sie flitzten davon und kamen dabei an dem sich kratzenden Bongo vorbei. Dieser erschrak und wunderte sich, wieso die Warzenschweine rannten so schnell sie konnten; alarmiert rannte er zu den Keepern, um Schutz zu suchen.<br \/>\nBald nachdem die Waisen am Abend zu den Stallungen zur\u00fcckgekehrt waren, kam Yattas Gruppe mit neun wilden Elefanten zum Saufen vorbei. Nachdem sie ihren Durst gestillt hatten, rangelte Meibai eine Weile mit einem wilden M\u00e4dchen, das etwa seine Gr\u00f6\u00dfe hatte. Zwei Bullen hatten ein Kr\u00e4ftemessen, w\u00e4hrend sich zwei andere junge Bullen gegen Napasha verb\u00fcndeten. Napasha ergab sich, als die zwei Jungs zu stark f\u00fcr ihn wurden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/86201525743-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Barsilinga entspannt sich<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 22. Juli 2015<\/strong><br \/>\nMadiba schloss sich am Morgen den Waisen an den Stallungen an und fra\u00df mit ihnen Luzernenheu. Er wurde von Narok begr\u00fc\u00dft, die zuerst an ihm schnupperte und sich so davon \u00fcberzeugte, dass er zur Familie geh\u00f6rt. Kurz darauf kam Makiretis Gruppe mit vier wilden Elefanten an. Makiretis Herde gesellte sich ebenfalls zu den Waisen beim Fr\u00fchst\u00fcck, w\u00e4hrend die wilden Elefanten mit dem Wasser zufrieden waren.<br \/>\nUm 11 Uhr waren f\u00fcnf wilde Elefanten und die halbunabh\u00e4ngigen Waisen am Schlammloch. Obwohl es nicht sehr warm war, sorgte die Anwesenheit der gr\u00f6\u00dferen Elefanten f\u00fcr ein spannendes Schlammbad. Die Waisen sahen, wie toll die Anderen sich w\u00e4lzten und wollten auch mitmachen. Nur Kithaka, Barsilinga und Lemoyian hatten keine Lust. Nach dem Bad gingen die wilden Elefanten nach Westen, die Ex-Waisen nach Osten und die Waisen zum oberen Kalovoto, wo sie grasten.<br \/>\nAm Abend beendeten Kanjoro und Bomani die Aktivit\u00e4ten des Tages mit einem Kr\u00e4ftemessen. Kanjoro konnte Bomani dank seiner Erfahrung locker besiegen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/8620153317-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Madiba bei den Waisen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 23. Juli 2015<\/strong><br \/>\nWendi meldete sich fr\u00fch am Morgen an den Stallungen und fr\u00fchst\u00fcckte mit den Waisen Luzernenheu. Kurze Zeit sp\u00e4ter kam auch Nasalot an. Sie wurde von Bomani, Orwa und Laragai begr\u00fc\u00dft, die ihr ihre R\u00fcssel entgegen streckten und sie beschnupperten. Shukuru staubbadete eine Weile. In der Zwischenzeit kam auch Napasha vorbei und ging zur Tr\u00e4nke, wo er gemeinsam mit Wendi und Vuria soff.<br \/>\nDie Ex-Waisen kamen zusammen mit 30 wilden Elefanten zum Schlammbad, noch vor den Waisen. Als die Kleinen schie\u00dflich ankamen, k\u00e4mpften Lenana und Chyulu um Lemoyians Gunst. Lemoyian war clever und gab sich unnahbar, als er die Streitigkeiten zwischen den beiden K\u00fchen sah. Die H\u00e4lfte der Elefanten nahm am Schlammbad teil, w\u00e4hrend die andere H\u00e4lfte lieber Wasser soff. Barsilinga ging zu Half Trunk und stellte sich neben ihn, als ob er vergleichen wollte, wieviel kleiner er selbst ist. Rapsu f\u00fchrte die Ex-Waisen und ein paar wilde Elefanten zum Staubbad, nachdem sie sich gew\u00e4lzt hatten. Half Trunk kam als letzter aus dem Schlammbad.<br \/>\nDie Waisen kamen um 17 Uhr wieder an den Stallungen an, wo sie auf die halbunabh\u00e4ngigen Waisen trafen. Ithumbah, die wir nun fast eineinhalb Monate nicht gesehen hatten, war auch wieder dabei und sah gesund und munter aus. Challa ma\u00df seine Kr\u00e4fte mit Kenze &#8211; beides schon ausgewilderte Bullen \u00fcber 20. Es gab gro\u00dfe Aufregung, als zwei Warzenschweine Wasser saufen wollten und die zwei Bullen versuchten, sie zu verjagen und ihnen den Weg zum Wasser zu blockieren. Zuerst rannten die Warzenschweine davon, doch dann \u00fcberlegten sie es sich nochmal, drehten um und versuchten es noch einmal. Sie hatten einfach richtig viel Durst. Sie ignorierten die Drohungen der Bullen und knieten sich zum Saufen nieder. Als sie sahen, dass sich die kleinen Warzenschweine nicht mehr beeindrucken lie\u00dfen, widmeten sich die Bullen wieder ihren eigenen Rangeleien, bevor sie schlie\u00dflich in Richtung Osten aufbrachen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/86201531051-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Wendi und Kithaka<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 24. Juli 2015<\/strong><br \/>\nMakireti, Kilabasi und Kasigau leisteten am Morgen den Waisen Gesellschaft. Teleki nutzte die Gelegenheit, um ein paar Ringkampftaktiken von Kasigau zu lernen. Orwa und Bongo f\u00fchlten sich au\u00dfen vor gelassen, als sie Teleki und Kasigau rangeln sahen und wollten es ihnen nachmachen. Bongo forderte Vuria heraus, w\u00e4hrend Orwa mit Kainuk spielte.<br \/>\nDrau\u00dfen im Busch schien Bongo noch nicht genug gerangelt zu haben und ging auf Kainuk los. Kainuk wehrte sich nach Kr\u00e4ften und Bongo musste mit einem angekratzten Ego aufgeben. Er begann zu grasen, wobei er vermutlich schon seine Revanche an Kainuk plante. Kanjoro und Barsilinga teilten sich einen Ast, der zu Boden gefallen war. Vermutlich hatte ihn ein wilder Elefant in der Nacht abgebrochen. Kurz vor Schlammbadzeit staubbadeten Shukuru, Laragai, Bongo und Sities, w\u00e4hrend Mutara und Kanjoro, die keine Milch mehr bekommen, einen lockeren Ringkampf hatten.<br \/>\nBeim Schlammbad gingen alle Waisen au\u00dfer Kithaka, Barsilinga und Lemoyian ins Wasser. Sie badeten aber nicht lange und waren alle bald wieder drau\u00dfen. Rapsu, der sich den Waisen zum W\u00e4lzen angeschlossen hatte, brachte sie zu den Weidegr\u00fcnden zur\u00fcck und machte sich eine Stunde sp\u00e4ter wieder auf den Weg. Es war wolkig und die Waisen konzentrierten sich weitestgehend aufs Grasen. Sp\u00e4ter am Tag kamen sie noch an etwas lockerer Erde vorbei, die sie f\u00fcr ein Staubbad nutzten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/86201531536-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kasigau und Teleki<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 25. Juli 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen nahmen sich nach dem Verlassen der Gehege gleich das Luzernenheu vor. Vuria ging hinter Kanjoro vorbei, und ungl\u00fccklicherweise trat Kanjoro gerade nach hinten aus und traf Vuria am Bauch. Makireti, Kilabasi und Kasigau, die eine eigene Gruppe gebildet haben, schlossen sich den Waisen beim Fr\u00fchst\u00fcck an. Zuerst versuchte Suguta, die nun seit fast zwei Monaten wieder bei uns ist, nachdem sie von Wilderern verletzt worden war, ihnen den Weg zum Luzernenheu zu versperren. Dann \u00fcberlegte sie es sich aber anders und fra\u00df lieber selbst, anstatt ihre Zeit damit zu verschwenden, andere vom Fressen abzuhalten. Bald tauchten auch Yattas und Mulikas Herden in Begleitung von sechs wilden Bullen an den Stallungen auf. Die wilden Elefanten gingen zur Tr\u00e4nke, w\u00e4hrend die Ex-Waisen mit den Kleinen fr\u00fchst\u00fcckten. Danach zogen sich die Waisen zur\u00fcck und gingen zum Kone, wo sie zu grasen begannen.<br \/>\nUm 11 Uhr beim Baden war ein einzelner wilder Bulle zu Gast. Er soff mit den Waisen zusammen, und als er genug hatte, verschwand er wieder. Bongo, Teleki, Laragai, Suguta und Sities w\u00e4lzten sich und nahmen anschlie\u00dfend ein Staubbad in der lockeren Erde. Es war ein ruhiger Nachmittag, und die Waisen streiften durch die Gegend, um genug zu fressen, bevor der Tag zuende war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/86201532035-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ein wilder Elefant s\u00e4uft zusammen mit den Waisen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 26. Juli 2015<\/strong><br \/>\nOlares Gruppe, bestehend aus Murka, Tumaren, Melia, Kandecha, Chemi Chemi, Kalama, Naisula, Kibo und Kitirua, lag am Morgen vor den Gehegen, nachdem sie in der Nacht angekommen war. Sie erwachten, als sie Wasser in die Tr\u00e4nke flie\u00dfen h\u00f6rten. Die Waisen schlossen sich Olares Gruppe an, nachdem sie aus den Gehegen gekommen waren. Sp\u00e4ter kamen auch noch zwei wilde Bullen dazu. Kurz darauf trennten sich die Wege der Herden wieder.<br \/>\nBeim Schlammbad tauchte Rapsu auf, den wir h\u00e4ufig alleine sehen. Dieses Mal hatte er aber Half Trunk und vier weitere wilde Elefanten dabei. Kithaka, Lemoyian, Barsilinga, Vuria und Teleki leisteten den wilden Bullen an der Tr\u00e4nke Gesellschaft. Danach badeten die wilden Bullen an der Westseite des Schlammlochs, w\u00e4hrend die Waisen und Rapsu sich auf der anderen Seite w\u00e4lzten. Half Trunk blieb an der Tr\u00e4nke, wo Kanjoro zu ihm ging.<br \/>\nAm Nachmittag grasten die Waisen im Gebiet des oberen Kalovoto. Da es jetzt sehr trocken ist, verschwendeten sie keine Zeit f\u00fcr Spielereien, sondern fra\u00dfen soviel sie konnten, bevor sie abends wieder zu den Stallungen zur\u00fcckkehrten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/86201532533-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Olare begr\u00fc\u00dft Orwa<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 27. Juli 2015<\/strong><br \/>\nNapasha besuchte am fr\u00fchen Morgen die Waisen, nachdem diese aus den Gehegen gekommen waren. Nach dem Luzernenheufr\u00fchst\u00fcck versuchte Lemoyian, mit Orwa zu spielen, doch Orwa war zu stark f\u00fcr ihn, sodass er sich bald ergab. Dann ging er zu Bomani, der schon eher seine Gr\u00f6\u00dfe hat und hatte mit ihm ein Kr\u00e4ftemessen.<br \/>\nIm Busch schlossen sich Makireti, Kasigau und Kilabasi den Waisen an. Teleki forderte Kasigau zu einem Ringkampf heraus, der eine Weile dauerte, w\u00e4hrend Orwa mit Kilabasi spielte. Eine Stunde sp\u00e4ter brach Makiretis Gruppe wieder auf.<br \/>\nUm 11 Uhr war es k\u00fchl, und nachdem die Waisen ihre Milch getrunken hatten, ging Kithaka voran zur Tr\u00e4nke. Alle l\u00f6schten ihren Durst, und dann ging Kithaka zum Staubbad, w\u00e4hrend Orwa mit Barsilinga spielte. Barsilinga beendete aber das Spiel, als er Mutara n\u00e4herkommen sah. Orwa forderte dann Mutara heraus, doch Turkwel, die gerade Mutaras Bodyguard war, half ihr dabei, Orwa aus dem Weg zu schieben. Kithaka hatte ein lockeres Kr\u00e4ftemessen mit Bomani, nachdem er genug staubgebadet hatte.<br \/>\nDie Ex-Waisen und zehn wilde Elefanten kamen zum Saufen zu den Stallungen und machten sich danach sofort wieder auf den Weg. Am Abend schauten noch Rapsu, Lualeni, Ololoo, Half Trunk und vier wilde Elefanten an der Tr\u00e4nke vorbei und gingen wieder, kurz bevor es dunkel wurde.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/86201533216-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bomani<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 28. Juli 2015<\/strong><br \/>\nDie halbunabh\u00e4ngigen Waisen tauchten gegen Mitternacht an den Stallungen auf und schliefen direkt vor den Gehegen. Mutara staunte, als sie sah, wieviel Freiheit Olare und ihre Gruppe genossen. Sie versuchte mit allen Mitteln, das Tor zu \u00f6ffnen und schlie\u00dflich gelang es ihr! Die Keeper, die Nachtwache hielten, h\u00f6rten einen lauten Schlag, und als sie ankamen, waren Mutara und Suguta bereits drau\u00dfen. Die anderen Waisen schliefen friedlich in den Gehegen. Suguta weigerte sich, wieder hineinzugehen, sondern entspannte sich drau\u00dfen bei ihren Artgenossen. Am Morgen bekam Suguta aber ihre Milch, denn sie hatte sich so demonstrativ am Eingang aufgestellt, dass die Keeper sie nicht \u00fcbersehen konnten. Die halbunabh\u00e4ngigen Elefanten schlossen sich den Waisen beim Fr\u00fchst\u00fcck an und brachten sie danach hinaus zum Grasen.<br \/>\nZur Schlammbadzeit war es k\u00fchl, und keiner der Waisen traute sich ins Wasser. Nachdem sie Milch getrunken hatten, gingen sie zur Tr\u00e4nke und soffen. Barsilinga und Garzi hatten ein Kr\u00e4ftemessen. Garzi ist kleiner und f\u00fcrchtete, dass er Barsilinga nicht besiegen konnte. Er zog sich immer weiter zur\u00fcck und Barsilinga drohte ihm weiter, indem er seinen R\u00fcssel in Garzis Richtung warf. Nach einer Weile ergab sich Garzi schlie\u00dflich.<br \/>\nAm Abend schlossen Orwa, Suguta und Mutara die Aktivit\u00e4ten des Tages mit einem Staubbad ab. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit meldeten sich 16 wilde Elefanten an der Tr\u00e4nke und wollten saufen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/86201533625-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Barsilinga und Garzi<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 29. Juli 2015<\/strong><br \/>\nAm Morgen war das Gel\u00e4nde der Stallungen mit Elefanten regelrecht \u00fcberflutet. Insgesamt waren 60 Elefanten da, und alle kamen sie wegen des Wassers. Yattas und Mulikas Herden, sowie die halbunabh\u00e4ngigen Waisen waren dabei. Sobald die Tore ge\u00f6ffnet wurden, gingen Melia, Tumaren und Olare in die Gehege, um nachzusehen, ob es dort noch Reste von Leckereien f\u00fcr sie gab. Sie hatten aber Pech, denn es war nichts mehr da, also machten sie wieder kehrt und gingen mit den Waisen hinaus. Die Waisen mussten dann mit den gr\u00f6\u00dferen Elefanten um das Luzernenheu streiten. Sie beschlossen, lieber aufzubrechen und irgendwo hinzugehen, wo sie in Ruhe grasen konnte und die \u00c4lteren ihnen nicht alles wegfra\u00dfen.<br \/>\nIn den Weidegr\u00fcnden gelang es Sities, einen gr\u00fcnen Ast abzubrechen. Er machte wohl einen sehr leckeren Eindruck, denn Bomani, Vuria und Orwa folgten ihr, in der Hoffnung, ein paar Bl\u00e4tter von dem Ast abzubekommen. Sities fra\u00df ihn aber auf ohne die drei Jungs zu beachten, und schlie\u00dflich gaben sie auf.<br \/>\nDie Ex-Waisen, die halbunabh\u00e4ngige Gruppe und 25 wilde Elefanten tauchten am Schlammloch auf, noch bevor die Waisen dort waren, und warteten auf Wasser. Als das Wasser ankam, stellten sich die Elefanten an der Tr\u00e4nke an und soffen. Danach ging die Herde zum Schlammloch hinunter. Die Waisen nahmen sp\u00e4ter noch ein Staubbad, bevor sie zur\u00fcck zu den Weidegr\u00fcnden gingen. Taita kratzte seinen Bauch an einem nahegelegenen Baum, von dem er irgendwann von Yatta weggeschubst wurde.<br \/>\nBeim Grasen bekam Laragai es mit Suguta zu tun, weil sie auf dem Gras herumtrampelte, das Suguta gerade fressen wollte. Suguta schnappte sich Laragais Schwanz und wollte hineinbei\u00dfen. Laragai schrie laut auf und versuchte, sich zu befreien. Suguta lie\u00df sie gehen, in der Hoffnung, dass sie beim n\u00e4chsten Mal etwas respektvoller gegen\u00fcber den \u00c4lteren ist.<br \/>\nAm Abend war es k\u00fchl, und es nieselte leicht. Das verbesserte die Laune der Waisen. Sie rollten auf dem Boden in der feuchten Erde herum &#8211; jeder in seinem eigenen Stil. Garzi nutzte aus, dass Bomani auf dem Boden lag und kletterte ab und zu auf ihm herum. Als es Zeit f\u00fcr den Heimweg war, f\u00fchrte Shukuru die erste Gruppe zur\u00fcck. Unser schnellster L\u00e4ufer Vuria f\u00fchrte die zweite Gruppe an. Bei dem k\u00fchlen Wetter kamen heute Abend keine wilden Elefanten wegen des Wassers zu den Stallungen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/86201534436-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Wilde Elefanten an den Stallungen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 30. Juli 2015<\/strong><br \/>\nHeute Morgen war alles ruhig, und die Waisen kamen aus ihren Gehegen geschlendert und erfreuten sich am Luzernenheu. Sie fr\u00fchst\u00fcckten friedlich, bis eine wilde Herde von sechs Elefanten die Ruhe st\u00f6rte. Da sie nicht geschubst werden wollten, machten sich die Waisen zu den Weidegr\u00fcnden auf. Mutara hielt inne und suchte nach einem Baumstumpf, an dem sie ihre F\u00fc\u00dfe kratzen konnte.<br \/>\nNach der Milch w\u00e4lzte sich nur Bongo im Schlamm, w\u00e4hrend die anderen Waisen sich zum Saufen an der Tr\u00e4nke sammelten. W\u00e4hrend die Waisen Wasser soffen, kam Rapsu mit einer Gruppe von vier wilden Elefanten hinzu. Es ist interessant, wie oft Rapsu die wilden Gruppen, denen er sich anschlie\u00dft, wechselt. Wenn er in keiner Gruppe ist, dann wandert er allein herum. Nachdem er Wasser gesoffen hatte, lie\u00df er die wilden Elefanten zur\u00fcck und schloss sich den Waisen auf dem Weg in den Busch an. Teleki nutzte die Gelegenheit, um ein paar neue Kampftechniken von ihm zu erlernen. Obwohl er kleiner ist, konnte er sich eine Weile gegen Rapsu behaupten, ehe er aufgeben musste.<br \/>\nAm Nachmittag war es hei\u00df, und Rapsu, Mutara, Narok, Orwa und Vuria suchten den Schatten eines Baumes auf, bis es wieder einigerma\u00dfen ertr\u00e4glich war. Rapsu verlie\u00df die Waisen und tauchte am Abend an den Stallungen wieder auf. Dort traf er auf acht Bullen, die Wasser soffen. Auch Chaimu, Kilaguni, Ishanga und Chemi Chemi meldeten sich am Nachmittag an den Stallungen, um ihren Durst zu l\u00f6schen. Chemi Chemi scheint Olares Gruppe verlassen und sich einen Platz in Chaimus Gruppe reserviert zu haben. Wir werden erst mit der Zeit sehen, ob er dort bleibt oder ob er nur einmal ausprobiert, wie es dort so ist. Ishanga hat uns \u00fcberrascht, denn sie ist nun schon eine ganze Weile in Chaimus Gruppe. Ishanga schien zuvor immer herdenlos zu sein und wanderte von einer Gruppe zur anderen. Auch bei ihr wissen wir nicht, ob sie in dieser Herde bleiben wird &#8211; es wird sich mit der Zeit herausstellen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/8620156934-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mutara kratzt ihre F\u00fc\u00dfe<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 31. Juli 2015<\/strong><br \/>\nFr\u00fch am Morgen war das Gel\u00e4nde an den Stallungen wieder voll von Ex-Waisen und zehn wilden Bullen. Sobald die Tore offen waren, rannten Chyulu und Lenana in das Gehege, um Lemoyian zu begr\u00fc\u00dfen. Die zwei Ex-Waisen brachten Lemoyian hinaus zu der Stelle, wo es das Luzernenheu gibt. Narok verwickelte Orwa in ein Kr\u00e4ftemessen, das endete, als Ololoo sich einmischte und Orwa wegschubste. Zwei junge wilde Bullen schienen sehr an Lualeni interessiert zu sein und waren hinter ihr her. Sie folgten ihr auf Schritt und Tritt, und einmal versuchte einer der Bullen, sie zu besteigen. Leider war er zu jung und unerfahren und hatte keinen Erfolg.<br \/>\nDie Waisen lie\u00dfen die \u00e4lteren Elefanten zur\u00fcck und gingen von den Stallungen in Richtung Osten. Chyulu eskortierte Lemoyian zum Grasen, und Kainuk folgte ihnen in einigem Abstand. Als sie in den Weidegr\u00fcnden angekommen waren, kehrte Chyulu zu ihrer Herde zur\u00fcck.<br \/>\nBeim Schlammbad war es k\u00fchl, sodass sich nur Bongo w\u00e4lzen wollte. Shukuru und Kanjoro nahmen ein Staubbad. Als die Waisen gerade aufbrechen wollten, tauchten die Ex-Waisen mit f\u00fcnf wilden Bullen am Schlammloch auf. Das hinderte die Waisen aber nicht am Aufbruch. Ganz im Gegenteil: Waisenleitkuh Mutara sah zu, dass sie sich davonmachten, denn sie wollte keines ihrer Herdenmitglieder an Lualeni verlieren.<br \/>\nAm Nachmittag machten die Wolken dem Sonnenschein Platz, doch die Waisen lie\u00dfen sich davon nicht ablenken und grasten weiter.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/86201561414-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Orwa und Narok<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/ithumba-juli-2015\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mittwoch, 1. Juli 2015 Nachdem sie nicht ins Gehege gelassen wurde, beschloss Chyulu, trotzdem nicht weit von den Stallungen weg zu gehen und verbrachte die Nacht direkt vor den Gehegen. So wollte sie sicherstellen, dass sie die Erste ist, die sich am Morgen um Lemoyian k\u00fcmmern konnte. 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