{"id":7155,"date":"2015-09-01T18:21:38","date_gmt":"2015-09-01T17:21:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=7155"},"modified":"2015-09-01T18:21:38","modified_gmt":"2015-09-01T17:21:38","slug":"umani-springs-juli-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/umani-springs-juli-2015\/","title":{"rendered":"Umani Springs Juli 2015"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 1. Juli 2015<\/strong><br \/>\nBalguda folgte den Babys, die sich sofort nach der Mittagsmilch wieder auf den Weg zum Grasen gemacht hatten. Er stand aber unter besonderem Schutz seiner beiden Adoptivmamas Sonje und Murera. Kaum dass Balguda aufgebrochen war, begaben sich Sonje an seine eine und Murera an seine andere Seite. Sie nahmen ihn zwischen sich, damit er von den Rowdys nicht gest\u00f6rt werden w\u00fcrde.<br \/>\nQuanza hatte die verantwortungsvolle Aufgabe, die Waisen in den Wald zu f\u00fchren, wo es mehr Futter und Schatten gab, denn es war sehr hei\u00df. Als sie den Schatten erreichten, machten Ngasha und Zongoloni kehrt, um zu einem nat\u00fcrlichen Wasserloch zu gehen und sich ein zweites Mal zu w\u00e4lzen. Danach hatten sie noch ein tolles Staubbad.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/89201591733-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Balguda nach der Milchf\u00fctterung<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 2. Juli 2015<\/strong><br \/>\nDie Akazienfr\u00fcchte fallen langsam von den B\u00e4umen; wegen der Trockenzeit mussten die Waisen lange warten, weil die B\u00e4ume keine Fr\u00fcchte produzierten. Die Babys sind nun gl\u00fccklich, dass die Paviane viele Fr\u00fcchte von den B\u00e4umen sch\u00fctteln. Die Buschb\u00f6cke folgen ihnen und hoffen auf ein paar \u00dcberreste. Lima Lima ist voller Vorfreude, wann immer sie sieht, dass Paviane in den Akazien herumspringen, denn sie wei\u00df, dass dann Fr\u00fcchte herabfallen und sie und Quanza diese fressen k\u00f6nnen.<br \/>\nDie Keeper \u00fcberredeten die Babys heute, bis zum Grasland zu gehen, damit sie etwas weiches Gras fressen konnten; im Wald fressen sie immer nur trockene Bl\u00e4tter, und es ist im Moment schwer, frische Zweige zu finden. Heute kamen die Kraniche zur\u00fcck, nachdem sie einige Zeit aus dem Sumpfgebiet verschwunden waren, wo sie viele Grash\u00fcpfer finden. Sie hatten noch mehr Freunde dabei. Am Wasserloch erschrak Zongoloni, als sie sie \u00fcber ihren Kopf hinwegfliegen h\u00f6rte. Sie rannte zur Herde zur\u00fcck, um sich zwischen Murera und Sonje zu verstecken. Als sie Zongoloni rennen sahen, gerieten alle Elefanten in Panik und rannten zu den Keepern, aus Angst vor was auch immer Zongoloni vielleicht gesehen haben mag. Sonje sah sich um und wollte sehen, ob Balguda noch an ihrer Seite ist, doch er war bei Jasiri, der ein Kr\u00e4ftemessen mit Lima Lima veranstaltete.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/89201593922-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngasha zieht an einer Akazie herum, um an Fr\u00fcchte zu kommen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 3. Juli 2015<\/strong><br \/>\nZongoloni hatte alle H\u00e4nde voll zu tun, als sie der Herde folgte: sie pfl\u00fcckte etwas Gras und trennte das weiche vom trockenen, um nur Leckeres in ihren Mund zu stopfen. W\u00e4hrend die anderen Babys sehr schnell in den Busch rannten, um nach gen\u00fcgend Futter zu suchen, ging Murera mit den Keepern hinterher und war ganz auf die Sicherheit ihres Lieblings Balguda bedacht.<br \/>\nAls die Babys an der F\u00fctterstelle ankamen, bekam Quanza ihre Flasche und hielt sie mit ihrem R\u00fcssel fest, genauso wie es Sonje und Jasiri getan haben. Es wird nicht mehr lange dauern, bis sie auch alleine trinken kann wie die anderen Waisen. Das bedeutet weniger Arbeit f\u00fcr die Keeper, aber die leeren Flaschen m\u00fcssen sie nat\u00fcrlich trotzdem aufsammeln!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/89201594648-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Zongoloni sucht weiches Gras<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 4. Juli 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen wanderten heute weiter als \u00fcblich. Als sie aus den Gehegen kamen, war Ngasha der erste, der die Richtung vorgab. Als sie sahen, dass Ngasha einen ungew\u00f6hnlichen Weg einschlug, folgten ihm alle Babys und gingen mit ihm mit. Die Wanderung ging immer weiter, und Balguda musste weg von seinen Adoptivmamas Sonje und Murera laufen, damit er Anschluss halten konnte. Lima Lima, die nun voran ging, nachdem Ngasha m\u00fcde geworden war, zeigte allen, wo es ein paar sehr leckere Zweige zum Naschen gab.<br \/>\nDas Grasen endete, als B\u00fcffel aus dem dichten Wald kamen und sich unter die Waisen mischten. Sie waren bis zum Rand des Kibwezi-Walds, bis zum Chyulu-Nationalpark gelaufen, und es war ein weiter Weg zur\u00fcck zur F\u00fctterstelle und dem Schlammbad. Murera und Sonje mit ihrem Balguda waren nicht begeistert von den langen M\u00e4rschen, aber immerhin waren ihre M\u00e4gen nun voll und sie hatten nur noch etwas Platz f\u00fcr die Milchflaschen. Als die Waisen am Wasserloch ankamen und ihre Milchflaschen leerten, sahen sie sehr m\u00fcde aus und beschlossen, sich erst einmal im Schatten der gro\u00dfen B\u00e4ume auszuruhen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/89201510518-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lima Lima sucht weiche Bl\u00e4tter aus<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 5. Juli 2015<\/strong><br \/>\nAls er aus seinem Gehege gelassen wurde, ging Ngasha sofort dicht hinter Zongoloni her, die versuchte, ein paar Zweige abzubrechen und die Rinde abzusch\u00e4len.<br \/>\nAls sie mittags am Wasserloch ankamen, nahmen alle Waisen ein ausgiebiges Schlammbad. Einige fanden es etwas kalt, w\u00e4hrend andere sich von oben bis unten einschlammten und sich herumrollten, ehe sie zum Staubbad gingen. Murera stand in der Mitte und Sonje auf der anderen Seite. Sie warteten darauf, dass Balguda aus der Menge herauskam.<br \/>\nJasiri, Zongoloni und Faraja rannten vom Wasserloch zum Staubbad und trockneten sich sofort ab. Quanza lief mit den Jungs in den Wald und Zongoloni folgte ihnen. Daraufhin endeten die Staubbad-Spiele und die Waisen gingen alle zur\u00fcck in den Wald.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/8920151080-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen genie\u00dfen das Schlammbad<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 6. Juli 2015<\/strong><br \/>\nAls Sonje aus ihrem Gehege kam und ihr Baby Balguda gefunden hatte, f\u00fchrte sie alle an den \u00fcblichen Platz, wo es das Luzernenheufr\u00fchst\u00fcck gibt. Murera folgte dicht hinter ihr, neugierig, wo Sonje mit Balguda hingehen w\u00fcrde. Balguda ist der Liebling aller. Als Murera sah, dass Balguda einfach nur ruhig neben Sonje stand, ging sie dichter heran und legte sich hin, damit Balguda mit ihr spielen konnte, wie Sonje es manchmal tut. Faraja wurde eifers\u00fcchtig, als er sah, dass Balguda mit Murera spielen w\u00fcrde. Er ging zu Sonje, denn er durfte nicht auf Mureras R\u00fccken klettern.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/810201522046-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje und Balguda fressen Luzernenheu<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 7. Juli 2015<\/strong><br \/>\nAn den Stallungen war Leopardengebr\u00fcll von den umliegenden B\u00e4umen zu h\u00f6ren. Das Ger\u00e4usch von oben machte den Waisen gro\u00dfe Angst. Lima Lima dachte, irgendetwas sei nicht in Ordnung und hob ihren R\u00fcssel. Auf der anderen Seite der Stallungen taten Murera und Sonje das gleiche. Auch die Keeper kamen heraus, um zu sehen, ob der Leopard auf dem Gel\u00e4nde der Stallungen war oder au\u00dferhalb. Sie stellten aber fest, dass er sehr weit weg und nicht einmal in der N\u00e4he der Elefantengehege war. Alle waren ein wenig verst\u00f6rt, aber auch besorgt um die Buschb\u00f6cke, die sich die Luzernenheureste schmecken lie\u00dfen. Seit Beginn der Trockenzeit kommen Buschb\u00f6cke und andere Antilopen vorbei, um das Luzernenheu zu fressen, das die Waisen \u00fcbrig lassen. Die Leoparden haben schon mitbekommen, dass das eine tolle Gelegenheit zum jagen ist. Auch B\u00fcffel kommen in gro\u00dfer Zahl vorbei. Die Leoparden k\u00f6nnten das ausnutzen, aber den Waisen k\u00f6nnen sie nichts anhaben, weil die sicher hinter dem Elektrozaun im Gehege sind.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/810201592658-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngasha sucht Luzernenheureste<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 8. Juli 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen gingen heute von den Stallungen aus direkt zu den Kratzfelsen und suchten w\u00e4hrenddessen etwas Luzernenheu. Diejenigen mit juckenden K\u00f6rpern versuchten, sich zu kratzen. Sonje begann mit einem Staubbad und kam dann wieder zum Felsen, um ihren R\u00fccken zu kratzen. Zongoloni lie\u00df ihr den Vortritt, und danach war sie selbst an der Reihe. Zongoloni kratzte sich an dem Felsen und schwang dabei ihren K\u00f6rper elegant herum, als ob sie auf einer B\u00fchne tanzen w\u00fcrde. Murera rollte ihren Bauch im Staub und machte ein paar Boden\u00fcbungen, w\u00e4hrend die Anderen damit besch\u00e4ftigt waren, Luzernenheu vom Boden aufzusammeln.<br \/>\nDie Babys kamen dann zum Wasserloch, wo Ziwa der gro\u00dfe Star war. Er zeigte den anderen seine besten W\u00e4lztechniken. Lima Lima \u00fcbernahm die Verantwortung als Mini-Leitkuh und testete zuerst die Wassertemperatur, um zu sehen, ob es zu kalt war. Wenn ja, dann w\u00fcrde keiner der Waisen hineingehen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/810201522616-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje entspannt sich nach dem Einstauben<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 9. Juli 2015<\/strong><br \/>\nAm Nachmittag, nach der F\u00fctterung, wartete Balguda auf Murera, die noch ihre Flasche trank. Ziwa beschloss auch, auf die anderen Jungs Ngasha, Faraja und Jasiri zu warten, damit sie zusammen zur\u00fcck in den Wald gehen konnten. Nach der Mittagsf\u00fctterung war es sehr hei\u00df, und Faraja, Ngasha und Jasiri schoben alle anderen in den Schatten der B\u00fcsche.<br \/>\nAls sie weiter durch den Wald wanderten, kamen die Waisen am Wasser aus der besch\u00e4digten Pipeline vorbei. Lima Lima und Quanza f\u00fchrten die Waisen dorthin, damit sie Wasser daraus saufen konnten. Das frische Quellwasser der Pipeline ist besser als das abgestandene Wasser in den nun langsam austrocknenden Wasserl\u00f6chern, die sie im Busch finden. Nat\u00fcrlich bekommen sie in ihren Tr\u00e4nken auch Wasser frisch aus der Quelle.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/810201523415-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Balguda wartet auf Murera<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 10. Juli 2015<\/strong><br \/>\nAls Ngasha versuchte, einen neuen Weg entlang zu gehen und dort an einige gr\u00fcne B\u00fcsche zu kommen, sah er, dass der Weg von abgebrochenen \u00c4sten blockiert war. Er wusste, dass er kr\u00e4ftig ist, und statt zur\u00fcckzugehen versuchte er, sie zu entfernen, indem er mit seinem starken Kopf gegen sie dr\u00fcckte. Murera stand auf der anderen Seite des Weges und brachte Ziwa zu Ngasha, damit er ihm helfen konnte. Balguda lie\u00df sie bei Sonje zur\u00fcck. Sonje war sehr nett zu Balguda und zog ihm ein paar leckere Zweige herunter, die er allein nicht erreichen konnte.<br \/>\nQuanza verjagte Jasiri aus der M\u00e4dchengruppe mit Lima Lima und Zongoloni. Jasiri ist aber Zongolonis Zimmergenosse, und er wollte nicht weggehen, sondern bei Zongoloni bleiben. Sie dachten, Jasiri w\u00fcrde den ganzen Schatten in Anspruch nehmen, den sie sich unter einem Baum gesucht hatten. Er wollte sich aber nur kratzen, und dazu musste er nun einmal unter den Baum gehen. Er dr\u00e4ngelte weiter und schaffte es schlie\u00dflich bis zu dem Baum.<br \/>\nDie Babys gingen dann zur F\u00fctterstelle. Die gierigen, wie Lima Lima, Zongoloni und Ngasha, waren sehr durstig und rannten schneller als alle anderen. Murera war sehr damit besch\u00e4ftigt, auf ihren Liebling Balguda aufzupassen, w\u00e4hrend einige zum Wasserloch gingen, um sich zu w\u00e4lzen, da es langsam hei\u00dfer wurde.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/810201593940-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera streckt sich nach weichen Zweigen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 11. Juli 2015<\/strong><br \/>\nNgasha gab sich alle M\u00fche, die Herde in den Wald zu f\u00fchren, und niemand h\u00e4tte geglaubt, dass die \u00e4lteren und gr\u00f6\u00dferen Leitk\u00fche Murera und Sonje ihm als jungen Bullen folgen w\u00fcrden. Tats\u00e4chlich liefen sie ihm aber nur hinterher, um sicherzugehen, dass er sich nicht verirrt! Lima Lima, die sonst als Mini-Leitkuh die Gruppe anf\u00fchrt, passierte genau das. Sie verlief sich, weil sie sich ganz darauf konzentrierte, gro\u00dfe \u00c4ste abzubrechen und davon zu fressen. Schlie\u00dflich genossen alle Waisen ein sch\u00f6nes Staubbad, nachdem sie zuvor ihre F\u00fc\u00dfe mit Wasser bespritzt hatten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/810201524244-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngasha f\u00fchrt die Waisen an<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 12. Juli 2015<\/strong><br \/>\nSonje marschierte mit den Babys eilig in den Wald, damit ihr Baby Balguda genug zu fressen finden und seinen Bauch f\u00fcllen konnte.<br \/>\nAls die Waisen zum Wasserloch kamen, hatten sie sehr gute Laune und konnten es kaum erwarten, sich im Schlamm herumzurollen. Einige der Schildkr\u00f6ten kamen aus dem Wasser, weil sie f\u00fcrchteten, von den schweren F\u00fc\u00dfen der Elefanten erdr\u00fcckt zu werden. Als sie zum Staubbad kamen, ging Murera zu ihrem Keeper, als h\u00e4tte sie ihm etwas zu erz\u00e4hlen. Der Keeper kam interessiert n\u00e4her und schaute sie an, weil er wissen wollte, wieso sie zu ihm gekommen war; sie hatte sicher irgendetwas vor.<br \/>\nJasiri suchte nach etwas, woran er seinen Hintern schuffeln konnte. Er setzte sich darauf, und man konnte sehen, wie er sich im Kreis drehte, um sich ausgiebig zu kratzen. Danach ging er in den Wald zur\u00fcck, um unter den gro\u00dfen B\u00e4umen etwas Schatten zu suchen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/810201524749-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje eilt in den Wald<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 13. Juli 2015<\/strong><br \/>\nLima Lima f\u00fchrte heute die Waisen in ihrer Rolle als Mini-Leitkuh an und brachte sie in den Wald, wo sie frisches Gr\u00fcn fressen konnten. Jasiri und seine Freunde folgten ihr, um zu sehen, wohin Lima Lima sie bringen w\u00fcrde. Sonje und Quanza schlossen sich ihnen von der anderen Seite des Waldes an, und alle machten sich langsam f\u00fcr den Weg zur Milchf\u00fctterung bereit.<br \/>\nNach der F\u00fctterung entspannten sich Murera und Balguda, bevor sie entschieden, zum sauberen Wasser der Tr\u00e4nke zu laufen. Sie wissen, dass es dort immer frisches Wasser gibt, das sie saufen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/810201525120-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen laufen zur F\u00fctterstelle<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 14. Juli 2015<\/strong><br \/>\nBalguda ging es heute nicht gut. Murera und Sonje konnten das sp\u00fcren, und so k\u00fcmmerten sie sich noch mehr um ihn als sonst. Sie gaben sich gro\u00dfe M\u00fche, ihn zu tr\u00f6sten, und er war sehr gl\u00fccklich bei seinen beiden M\u00fcttern. Manchmal legte er seinen R\u00fcssel auf Sonjes oder Mureras Kopf, als Zeichen der Zuneigung.<br \/>\nMurera sp\u00fcrte, dass es hei\u00dfer wurde und ging zum Wasserloch. Sie lie\u00df den kleinen Balguda bei ihrer Freundin Sonje, damit die sich um ihn k\u00fcmmern konnte. Sp\u00e4ter, als sie zur\u00fcckkam, tauschten sie. Als Murera zum Staubbad ging, blieb sie stehen und ging stattdessen direkt zu ihrem Keeper, um ihm zuzuh\u00f6ren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/810201525614-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Balguda legt seinen R\u00fcssel auf Sonje<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 15. Juli 2015<\/strong><br \/>\nBalguda versuchte, seinen R\u00fcssel auf die Schultern seiner Adoptivmama Sonje zu legen. Er wirkt sehr m\u00fcde und kann nicht weit laufen ohne Pause zu machen und sich neben Sonje auszuruhen. Sonje rief und kollerte ihm zu, woraufhin Balguda zu ihr ging. Die Leitk\u00fche wissen, dass es ihm nicht gut geht und sie ihn tr\u00f6sten m\u00fcssen, wann immer es n\u00f6tig ist.<br \/>\nLima Lima lie\u00df sich von dem Kollern nicht st\u00f6ren und ging mit den anderen Babys vorneweg zum offenen Grasland, wo es viel gr\u00fcnes Futter gibt. Beim Wasserloch genossen die Babys das Schlammbad und Sonje kratzte sich eine Weile in der N\u00e4he. Zongoloni rollte sich im matschigen Wasser herum, bevor Sonje hineinging und zusammen mit den Schildkr\u00f6ten und Babykrokodilen schwamm. Die Schildkr\u00f6ten machten sich bald davon, doch die Krokodile sprangen auf Sonje R\u00fccken, w\u00e4hrend sie schwamm.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/81020153440-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje k\u00fcmmert sich um Balguda<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 16. Juli 2015<\/strong><br \/>\nMurera kam langsam herausgelaufen. Sie ging ins Geb\u00fcsch, um an ein paar Akazienwurzeln zu knabbern, die wilde Elefanten in der Nacht zuvor ausgegraben hatten. Dann ging sie weiter, w\u00e4hrend ihr Keeper vor ihr lief und mir ihr sprach. Murera antwortete ihm mit lautem Kollern aus ihrem R\u00fcssel. Er wusste, dass sie nicht gl\u00fccklich sein w\u00fcrde, solange sie Balguda nicht an ihrer Seite hat. Sie sah sich immer wieder nach ihm um, doch Balguda war nirgends zu sehen. Also folgte Murera den Spuren von Sonje und Balguda und holte die beiden schlie\u00dflich ein. Dann wechselten sie sich ab. Sonje ging zum Baden zum Wasserloch, und Murera k\u00fcmmerte sich um Balguda, der jetzt die Aufmerksamkeit seiner anderen Adoptivmama genoss. Wir machen uns weiter Sorgen um seinen Zustand und haben Angela in allen Einzelheiten Bericht erstattet. Sie hat zwei Tier\u00e4rzte beauftragt, vorbeizukommen und ihn zu untersuchen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/81020153188-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera findet ein paar Wurzeln<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 17. Juli 2015<\/strong><br \/>\nQuanza war heute die Anf\u00fchrerin; sie brachte die Waisen in den Wald hinaus, nachdem sie eine tolle Nacht im Gehege verbracht hatten. Dann gingen Quanza, Zongoloni und Faraja voran, und die Waisen waren eilig unterwegs, um etwas zu finden, was sie in ihre M\u00e4gen stopfen konnten. Es wurde w\u00e4rmer, als die Babys zu ihrer Mittagsf\u00fctterung gingen. Jasiri hielt seine Flasche auf dem Kopf und sch\u00fcttelte sie, um sicherzustellen, dass er wirklich alles geleert hatte. Zongoloni und Lima Lima gingen zum Wasserloch und bespritzten sich die Beine, um zu testen, wie kalt das Wasser war. Danach gingen sie weiter hinein, um ein matschiges Bad zu nehmen.<br \/>\nAm Abend gingen alle Waisen zur\u00fcck zu den Stallungen. Ngasha sah durstig aus, als er zu den Tr\u00e4nken ging. Er dachte, es w\u00e4re noch kein Wasser darin, aber die anderen Waisen soffen bereits daraus. Als er sp\u00e4ter wieder zu den Tr\u00e4nken kam, musste er feststellen, dass das Wasser nicht mehr sauber war, weil die anderen mit ihren F\u00fc\u00dfen darin herumgeplanscht hatten!<br \/>\nBalguda wird morgen zum Waisenhaus in Nairobi zur\u00fcckkehren. Der LKW kam heute Abend bei uns an. Balguda wird am fr\u00fchen Morgen eingeladen und direkt nach Nairobi gefahren, damit er dort die medizinische Behandlung erhalten kann, die er braucht. Wir hoffen, dass es nicht lange dauert, bis er wieder bei uns ist.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/810201532120-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Quanza f\u00fchrt die Babys an<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 18. Juli 2015<\/strong><br \/>\nFr\u00fch am Morgen wurde Balguda in den wartenden LKW geladen und machte sich auf den Weg zur\u00fcck nach Nairobi. Die Anderen schienen die Situation sehr gut zu verstehen, sogar Sonje und Murera, die instinktiv wussten, dass Balguda besondere Behandlung ben\u00f6tigt.<br \/>\nAls es hell wurde und die Babys alle herauskamen, folgten sie eilig Lima Lima und Zongoloni in den Busch. Sie f\u00fchrten sie hinauf auf den Umani-H\u00fcgel, wo sie sich mehr Futter erhofften als weiter unten, wo es recht trocken ist. Als sie gierig auf den Berg liefen und schon fast oben waren, trafen sie auf eine gro\u00dfe B\u00fcffelherde, die noch im Geb\u00fcsch schlief, aber schnell aufstand, um sich zu verteidigen. Lima Lima f\u00fcrchtete sich, weil es so viele waren, und zusammen mit Ngasha und Zongoloni leitete sie den R\u00fcckzug ein und rannte zu den Keepern. Die Keeper f\u00fcrchteten, dass auch wilde Elefanten unter den B\u00fcffeln sein k\u00f6nnten, und so rannten sie alle zusammen den Berg hinunter und zur F\u00fctterstelle.<br \/>\nNach der F\u00fctterung ging Zongoloni Wasser saufen, w\u00e4hrend Murera mit den Anderen zu den Weidegr\u00fcnden zur\u00fcckkehrte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/810201532920-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen auf dem Weg zum Berg<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 19. Juli 2015<\/strong><br \/>\nDie gr\u00f6\u00dferen Waisen glauben, dass sie inzwischen alt genug sind, um ohne ihre menschliche Familie herumzuwandern. Sonje und Murera laufen h\u00e4ufig vorneweg oder hinterher, doch f\u00fcr Eltern bleibt ihr Baby immer ihr Baby. Genauso bleiben auch Murera und Sonje f\u00fcr die Keeper immer &#8222;ihre Babys&#8220;, egal wie gro\u00df sie werden, und die Keeper werden auch immer von &#8222;ihren Babys&#8220; reden.<br \/>\nDie Waisen hatten es heute eilig mit Grasen. Sie gaben sich unterwegs sogar mit ein paar trockenen Bl\u00e4ttern zufrieden, um auf den langen Wanderungen zu anderen Teilen des Kibwezi-Walds gr\u00fcneres Futter zu finden.<br \/>\nZongoloni ging am schnellsten voran, gefolgt von Lima Lima und Quanza, die damit rechneten, dass Zongoloni ihnen den Weg freimachen w\u00fcrde. Es wurde langsam hei\u00df und den Waisen wurde w\u00e4rmer. Sonje fl\u00fcsterte Murera und Zongoloni zu, sodass sie zu einem zweiten Bad zum Wasserloch zur\u00fcckkehrten. So konnten sie die brennende Hitze auf ihren R\u00fccken abk\u00fchlen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/810201534535-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen mit ihren Keepern<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 20. Juli 2015<\/strong><br \/>\nFaraja traute seinen weit aufgestellten Ohren nicht und nahm seinen R\u00fcssel zuhilfe, um herauszufinden, wo der ganze Krach herkam. Nachdem er den R\u00fcssel angehoben hatte, merkte er, dass es die Paviane waren, die den L\u00e4rm machten. Niemand wusste aber, wieso sie soviel Krach machten. In der vorigen Nacht hatte auch ein Leopard viel gebr\u00fcllt, und vielleicht hatte Faraja auch noch das Gebr\u00fcll in seinen Ohren. Auch die Keeper h\u00f6rten die Paviane schreien und sorgten sich um Murera, die nicht so schnell durch den Wald laufen kann. Die Keeper riefen nach ihr, und sie kam aus dem Geb\u00fcsch und wunderte sich, warum sie gerufen wurde. Sie kollerte ihnen laut zu, als ob sie sagen wollte, dass es ihr gut ging dort drin, wo sie weiches Gras fressen konnte.<br \/>\nBeim Schlammloch kamen die Waisen heute wieder zu einem zweiten Bad. Ngasha bedeckte seinen ganzen faltigen K\u00f6rper mit Schlamm, um sich l\u00e4nger k\u00fchl zu halten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/810201565716-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Faraja lauscht den Pavianen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 21. Juli 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen unternehmen sehr lange Wanderungen im Wald und treffen manchmal auf wilde Elefanten, die auch auf der Suche nach Futter im Wald umherschweifen. Diese Elefanten haben aber noch Angst vor uns, wenn sie die Keeper bei den Waisen reden h\u00f6ren. Die Waisen sind immer noch relativ neu im Kibwezi-Wald, und wenn die wilden Elefanten den Geruch von Menschen an ihnen wahrnehmen, weisen sie sie ab, weil sie nicht verstehen, wieso sie so riechen. Manchmal versuchen sie, die Babys zu verscheuchen, und dann rennen Lima Lima, Murera und Sonje zu ihren Keepern zur\u00fcck. Mit der Zeit werden sich die wilden Elefanten an die Waisen gew\u00f6hnen, wie es in Voi und Ithumba der Fall ist, und sie werden die Babys akzeptieren.<br \/>\nAls die Waisen auf ihrer t\u00e4glichen Wanderung auf der Suche nach Futter waren, kamen sie an einem Baumstamm vorbei, der von den gro\u00dfen Bullen umgesto\u00dfen worden war und ihnen den Weg blockierte. Es war sehr schwierig f\u00fcr die Babys, ihn zu \u00fcberwinden, und es sah lustig aus, wie Sonje sich ein Herz fasste, um dar\u00fcberzuklettern. Sie ging dabei mit einem ihrer steifen Beine voran. Murera dagegen versuchte es gar nicht erst, sondern lief im gro\u00dfen Bogen drumherum. Ihr Bein ist nicht so beweglich wie Sonjes, und sie erinnert sich wohl noch, wie es schmerzte, bevor es verheilt war. \u00dcber B\u00e4ume klettern ist nichts f\u00fcr sie.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/81020157017-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje steigt mit dem steifen Bein voran \u00fcber den Stamm<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 22. Juli 2015<\/strong><br \/>\nAls die Waisen auf ihrer langen morgendlichen Wanderung waren, blieb Murera zur\u00fcck, weil sie versuchte, den Spuren und Ger\u00fcchen der wilden Elefanten zu folgen, die um den Chyulu-Hills-Nationalpark herum grasten. Die meisten dieser Elefanten sind Bullen, und es sah aus, als wollte sich Murera einen Freund suchen. Leider machten sich die wilden Elefanten sofort aus dem Staub und gingen zu ihren Herden zur\u00fcck, die in der N\u00e4he waren und Babys bei sich hatten. Als Murera sie davonrennen sah, ging auch sie zur\u00fcck zu ihrer Herde &#8211; schlie\u00dflich ist sie ihre Leitkuh &#8211; und zu ihrer menschlichen Familie, der sie v\u00f6llig vertraut. Als Murera zu den anderen Babys kam, die sich gerade w\u00e4lzten, sah sie, dass Lima Lima Schwierigkeiten mit Faraja hatte. Er wollte sie aus dem kleinen Wasserloch schubsen, da er selbst mehr Platz f\u00fcr seinen dicken Bauch brauchte. Lima Lima sollte auch in dem nat\u00fcrlichen Wasserloch baden d\u00fcrfen, doch Faraja, der nun viel st\u00e4rker geworden ist, versuchte, sie zu verdr\u00e4ngen. Lima Lima schrie um Hilfe, sodass die Leitk\u00fche Sonje und Murera schnell eingreifen mussten. Faraja wurde angemessen bestraft und zurechtgewiesen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/81020157516-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mureras Freund rennt davon<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 23. Juli 2015<\/strong><br \/>\nEs war heute bew\u00f6lkt, und die Babys versuchten, das Wasserloch zu meiden, da es auch k\u00fchl war. Stattdessen zeigten ihnen Zongoloni und Jasiri eine tolle Stelle zum Staubbaden. Das Einstauben ist gut, weil sie damit die Tsetse-Fliegen abhalten k\u00f6nnen, die sie in den R\u00fccken stechen. Nach dem Staubbad waren die Elefanten braun und nicht mehr grau, wie sie hier normalerweise sind. Sie verteilten gro\u00dfe Staubwolken auf ihre K\u00f6pfe und R\u00fccken. Sonje hatte eine wunderbare Technik; sie blies den Staub mit ihrem starken R\u00fcssel nach hinten und zertrat die feste Erde, bis sie in kleinere Teile zerfallen war.<br \/>\nZongoloni und Jasiri verlie\u00dfen das Staubbad und f\u00fchrten die Herde in den Wald, wo sie ein paar trockene Bl\u00e4tter aufsammelten, die vom Wind heruntergeweht worden waren. Als die Babys weiterwanderten, machten sie kurz Pause an der besch\u00e4digten Wasserpipeline, aus der sauberes Wasser kam. Faraja kniete sich hin und legte seinen R\u00fcssel darunter, um das saubere Wasser aus der Pipeline direkt in seinen Mund zu bef\u00f6rdern.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/810201571144-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngasha und Zongoloni staubbaden<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 24. Juli 2015<\/strong><br \/>\nAls Murera zur Mittagsf\u00fctterung ankam, sah sie entspannt aus, aber ihr Keeper vermutete, dass sie noch immer an den wilden Elefanten dachte, an den sie sehr dicht herangekommen war, ehe er fortgerannt war. Die menschliche Geruch und das Sprechen der Menschen hatten ihm Angst gemacht, da die Elefanten hier noch nicht an Menschen gew\u00f6hnt sind. Lima Lima und Quanza waren die Ersten, die bemerkt hatten, wie der wilde Bulle zu Murera und Sonje hin\u00fcbergegangen war. Nachdem der Bulle wieder verschwunden war, konnte Quanza ihre kleinen Sto\u00dfz\u00e4hne an einem umgest\u00fcrzten Baum sch\u00e4rfen. Lima Lima sah ihr zu und wollte das auch versuchen. Auch sie spitzte ihre Sto\u00dfz\u00e4hnchen an, um bereit zu sein f\u00fcr die gro\u00dfen B\u00e4ume oder K\u00e4mpfe mit den frechen Jungs Ngasha, Jasiri und Faraja. Diese Rabauken schubsen manchmal die M\u00e4dchen mit ihren etwas l\u00e4ngeren und sehr spitzen Sto\u00dfz\u00e4hnen.<br \/>\nDie Keeper riefen die Babys beim Namen und Lima Lima und Quanza waren die Ersten, die aus dem Wald kamen und schauten, was die Keeper wollten. Sie stellten fest, dass es nicht bestimmtes gab, sondern die Keeper nur langsam den R\u00fcckweg antreten wollten, da es schon sp\u00e4t und dunkel wurde. Lima Lima schien dem Keeper, der vorneweg ging, hinterherzurennen. Sie ist sehr clever und wollte ihm den Weg zeigen. Vielleicht dachte sie, er w\u00fcrde sich verlaufen, oder er ging ihr zu langsam. Sie konnten die Milch kaum erwarten, die an den Stallungen f\u00fcr sie bereit stand.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/81020157261-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera entspannt sich nach der F\u00fctterung<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 25. Juli 2015<\/strong><br \/>\nDas Interesse der wilden Elefanten, besonders der Bullen, l\u00e4sst nicht nach, seit sie verstanden haben, dass es in Mureras Gruppe keinen dominanten Bullen gibt. Nur Jasiri k\u00e4me in Frage, aber er ist noch zu jung. Er scheint zwar der st\u00e4rkste Bulle zu sein, doch er ist noch immer ein kleiner Junge und wird leicht von erwachsenen K\u00fchen \u00fcberw\u00e4ltigt oder sie ignorieren ihn.<br \/>\nLima Lima lief durch den Wald und versuchte, den wilden Elefanten zu folgen und sie dichter zu den Waisen zu bringen. Auch die wilden Elefanten waren sehr neugierig, als sie Ger\u00e4usche im Wald h\u00f6rten. Lima Lima folgte ihnen weiter und versuchte, sie anzulocken, aber die wilden Bullen trauten Sonje und Murera nicht, weil die Keeper noch immer in der N\u00e4he waren.<br \/>\nAm Abend kehrten die Waisen zusammen mit ihrer menschlichen Familie zu den Stallungen zur\u00fcck. Murera und Sonje kamen an einen umgesto\u00dfenen Baum, der ihnen den Weg versperrte. Die Keeper dachten, Murera und Sonje w\u00fcrden nicht hin\u00fcberkommen, doch als Murera dort ankam, war sie die erste, die hin\u00fcberkletterte. Dann sahen die Keeper, dass auch Sonje sehr gut \u00fcber den Stamm kam, und sie jubelten laut und waren gl\u00fccklich, dass die beiden die H\u00fcrde ohne Probleme gemeistert hatten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/810201573041-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Jasiri f\u00fchrt die Jungs an<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 26. Juli 2015<\/strong><br \/>\nSonje ist die liebevollste Mutter f\u00fcr alle anderen jungen Waisen in Mureras Familie. Alle Babys beobachten sie genau, und wenn sie sehen, dass Sonje sich zum Staubbaden, zum Kratzen oder aus anderen Gr\u00fcnden hinlegt, machen sie es ihr nach. Die meisten Babys suchen auch Trost bei Sonje, da Murera zu den Jungs manchmal nicht sehr nett ist, seit ihr Adoptivkind Balguda zum Waisenhaus zur\u00fcckgekehrt ist. Sonje spielte heute mit den Jungs und legte sich hin, damit sie auf ihren R\u00fccken klettern konnten. Faraja war der Erste, der auf sie krabbelte, bis sich auch Jasiri und Ngasha auf ihren R\u00fccken quetschten. Zusammen waren die Jungs aber zu schwer f\u00fcr sie, und so musste sie sie wieder vertreiben. Sie schob sie kr\u00e4ftig mit ihren starken Sto\u00dfz\u00e4hnen davon.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/810201573312-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Faraja klettert auf Sonjes R\u00fccken<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 27. Juli 2015<\/strong><br \/>\nAm fr\u00fchen Morgen, als die Waisen von den Keepern herausgelassen wurden, um einen neuen Tag zu beginnen, hatten Jasiri und Ngasha einen Kampf, um herauszufinden, wer von ihnen beiden st\u00e4rker war. Jasiri mit seiner gro\u00dfen Kraft schien Ngasha zu besiegen, der im Vergleich zu Jasiri auch ein Leichtgewicht ist. Ngasha versuchte, mit aller Kraft zu schieben, um zu sehen, ob er Jasiri umsto\u00dfen konnte; es gelang ihm aber nicht. Ngasha musste die Strategie \u00e4ndern, und er entschied, bergauf zu gehen, damit Jasiri am Anstieg unter ihm stehen musste. Als Quanza sah, dass sie immer verbissener k\u00e4mpften, drehte sie sich um und drohte Jasiri. Sie wollte ihn vertreiben, damit er Ngasha in Ruhe lassen w\u00fcrde. Quanza verstand, dass Jasiri viel st\u00e4rker war und Ngasha verletzten k\u00f6nnte und wollte sie deshalb trennen. So beendeten sie den Kampf und gingen stattdessen alle in den Wald, um zu grasen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/810201573914-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Jasiri und Ngasha beim Ringkampf<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 28. Juli 2015<\/strong><br \/>\nSonje und Murera begannen ihren Tag und zeigten den Keepern, dass es ihnen gut ging. Sie bliesen Erde in die Luft und trompeteten lange Zeit laut. Die anderen Babys h\u00f6rten das Signal ihrer Leitk\u00fche und schlossen sich dem Trompeten und Herumrennen im Wald an. Es war kaum zu glauben, wie Murera um die B\u00e4ume herumjagte und -trampelte. Die ganze Aktivit\u00e4t trieb den Keepern ein breites Grinsen auf das Gesicht. Sie alle waren froh zu sehen, wie gut es Murera in den Umani-W\u00e4ldern geht, mit ihren kleinen Babys und der Unterst\u00fctzung von ihrer Freundin Sonje.<br \/>\nLima Lima ging zu Murera hin\u00fcber und gab ihr ein paar kleine Tritte. Das gefiel Murera gar nicht, und sie musste Lima Lima ermahnen, indem sie ihr Staub ins Gesicht blies. Dann schubste sie Lima Lima mit ihrem gro\u00dfen R\u00fcssel davon und gab ein lautes, warnenden Kollern von sich, das die anderen Waisen verstanden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/810201584342-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Zongoloni und Murera<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 29. Juli 2015<\/strong><br \/>\nNachwuchs-Leitkuh Lima Lima \u00fcbernahm heute die F\u00fchrung von der Chefin Murera und brachte die ganze Gruppe zur Entladerampe an den Stallungen, wo sie sich gut kratzen konnten. Lima Lima wusste genau, dass Murera und Sonje ihr folgen w\u00fcrden, und Murera, die die \u00e4lteste Kuh ist, ging ihr auch hinterher. Sie wei\u00df genau, dass das junge M\u00e4dchen gute F\u00fchrungsqualit\u00e4ten hat. Sie gingen noch zum Staubbad, wo sie genug weichen Staub fanden, um die stechenden Fliegen zu vertreiben, die sie sehr nervten und die sie nicht mit ihren wedelnden Schw\u00e4nzen abhalten konnten.<br \/>\nZongoloni und ihre Freundin Lima Lima gingen immer tiefer in den Wald hinein, wo sie ein paar wilde Elefanten mit kleinen Babys treffen konnten. Lima Lima versuchte, mit einem Baby davonzulaufen, das gekommen war, um sie kennenzulernen. Die Herde reagierte aber sofort und verhinderte, dass Lima Lima und Zongoloni das junge M\u00e4dchen mitnehmen konnten. Das Kalb war so winzig, dass es noch unter dem Bauch der Mutter lief, um bestm\u00f6glich vor allem Fremden gesch\u00fctzt zu sein. Lima Lima wollte das Baby zu den Keepern bringen, um es ihnen zu zeigen, doch die Familie war nicht einverstanden. So sahen die Keeper nur kurz ein Baby schreiend zu seiner im Busch wartenden Familie zur\u00fccklaufen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/810201591712-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lima Lima kratzt sich<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 30. Juli 2015<\/strong><br \/>\nHeute gab es Streitereien, als die Babys am Wasserloch vor dem Eingang der Stallungen ankamen. Jasiri und Ngasha stritten sich darum, wer zuerst Wasser saufen durfte. Ngasha wollte der Erste sein, und der Kampf begann, als Jasiri Ngasha mit seinen spitzen Sto\u00dfz\u00e4hnen ruppig wegschubste. Ngasha wollte sich aber nicht so schnell ergeben und wehrte sich.<br \/>\nAls die Babys zu ihrer Mittagsf\u00fctterung am Schlammbad ankamen, f\u00fchrte Lima Lima die Gruppe zur Tr\u00e4nke, wo es sauberes Wasser gab. Einige folgten auch Zongoloni und Quanza an das Ufer des Wasserlochs. Jasiri stand nach seinem Kampf mit Ngasha neben dem Wasserloch und blies Wasser zu Zongoloni hin\u00fcber und ihr ins Gesicht. Sonje beschloss, zum Staubbad zu gehen, um die Tsetse-Fliegen von ihrem K\u00f6rper zu vertreiben. So nahm sie die braune Farbe der Erde dort an und war dann den Rest des Tages braun anstatt grau wie die Anderen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/810201591959-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lima Lima geht voraus<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 31. Juli 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen kamen nach einer langen, entspannenden Nacht aus ihren Gehegen und waren bereit, den neuen Tag zu beginnen und nach frischem Futter zum Grasen zu suchen. Als sie das Tor erreichten, gingen einige Waisen direkt zum Staubbad und staubten sich ordentlich ein, w\u00e4hrend andere sich an den Felsen kratzten, um ein paar Zecken von ihren K\u00f6rpern loszuwerden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/810201592224-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen gehen zum Grasen<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/umani-springs-juli-2015\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mittwoch, 1. Juli 2015 Balguda folgte den Babys, die sich sofort nach der Mittagsmilch wieder auf den Weg zum Grasen gemacht hatten. Er stand aber unter besonderem Schutz seiner beiden Adoptivmamas Sonje und Murera. Kaum dass Balguda aufgebrochen war, begaben sich Sonje an seine eine und Murera an seine andere Seite. 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