{"id":7186,"date":"2015-10-01T14:17:44","date_gmt":"2015-10-01T13:17:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=7186"},"modified":"2015-10-01T14:17:44","modified_gmt":"2015-10-01T13:17:44","slug":"nairobi-nursery-august-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-august-2015\/","title":{"rendered":"Nairobi Nursery August 2015"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 1. August 2015<\/strong><br \/>\nDer arme Losoito hat noch immer einen gereizten Magen und Durchfall. Heute Morgen sah er sehr matt und energielos aus. Er machte gleich hinter Maxwells Gehege eine Pause, um sich auszuruhen. Mbegu, Mwashoti, Murit und Lasayen waren bei ihm. Die s\u00fc\u00dfe Mbegu k\u00fcmmert sich immer um alle und legte ihren R\u00fcssel auf Losoitos R\u00fccken. Er streckte seinen R\u00fcssel trostsuchend nach ihrem Mund aus. Sp\u00e4ter wurde Losoito noch an eine Infusion gelegt, um ihm die K\u00f6rperfl\u00fcssigkeit zur\u00fcckzugeben, die er wegen des Durchfalls verloren hatte. Danach war er wieder etwas energetischer und konnte am Nachmittag im Busch herumlaufen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/9820153749-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die anderen Waisen passen auf Losoito auf<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 2. August 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein trauriger Morgen, denn wir haben den armen Losoito in der Nacht verloren. Trotz der Infusionen und Medikamente, die er bekam, hat er zuviel Fl\u00fcssigkeit und Energie durch den Durchfall verloren. Er starb friedlich unter den f\u00fcrsorglichen Augen seiner Keeper, die sehr traurig waren, obwohl er nur so kurze Zeit bei uns gewesen war. Fr\u00fch am Morgen warteten Kamok und Mbegu wie \u00fcblich vor Losoitos Stall, um ihn in den Busch zu bringen. Sie wurden unruhig, als er nicht herauskam, und Mbegu klopfte immer wieder an die T\u00fcr, kollerte tief und laut und wartete auf eine Antwort von Losoito. Nach einer Weile ging sie trompetend davon und schloss sich Kamok an, die schon zu den Anderen gegangen war. Sie hatte verstanden, dass der arme Losoito nicht mehr da ist.<br \/>\nEs ist ein Trost f\u00fcr uns zu sehen, dass Simotuas Wunden gut heilen und dass die starke Schwellung an seinem Beim sehr zur\u00fcckgegangen ist. Das Gelenk ist aber noch immer nicht sehr beweglich. Er vertraut den Keepern inzwischen immer mehr und h\u00e4ngt sehr an Rapa und Tusuja, obwohl die beiden die meiste Zeit zu zweit verbringen. Rapa nuckelt gern an Tusujas Ohren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/98201531059-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Armer kleiner Losoito<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 3. August 2015<\/strong><br \/>\nElefanten k\u00f6nnen ziemlich \u00e4ngstliche Tiere sein. Als die Waisen heute Vormittag grasten, verirrte sich ein Impala mitten in ihre Gruppe und geriet in Panik, weil es seine Familie nicht mehr sehen konnte. Arruba, Suswa, Mashariki und Rorogoi, inzwischen allesamt gro\u00dfe M\u00e4dchen, flohen durch das Geb\u00fcsch, trompeteten mit aufgestellten Ohren und rannten zu ihren Keepern. Sie blieben bei den Keepern stehen und lauschten nach weiteren Ger\u00e4uschen. Danach waren sie noch einige Zeit sehr nerv\u00f6s, bevor sie sich schlie\u00dflich wieder beruhigten und weitergrasten.<br \/>\nAls die Waisen nach der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde wieder das Grasen begonnen hatten, erkl\u00e4rte Mwashoti dem kleinen Lasayen, wie man rangelt. Sie veranstalteten einen sch\u00f6nen \u00dcbungskampf, bei dem Mwashoti Lasayen ausgiebig schubsen lie\u00df und nur sehr vorsichtig dagegenhielt. Ihr Spiel wurde von Kamok unterbrochen, die sich neben ihnen in der Erde rollte, was Mwashotis Aufmerksamkeit auf sich zog. Er lie\u00df Lasayen stehen und kletterte auf Kamok. Sie mochte das aber gar nicht, stand auf und schob ihn weg. Das beendete dann s\u00e4mtliche Spiele.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/98201523157-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Arruba und Suswa<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 4. August 2015<\/strong><br \/>\nKurz nachdem die Waisen ihre 9-Uhr-Milch bekommen hatten, staubbadeten Suswa und Mashariki. Sie legten sich komplett in der weichen Erde hin, und als sie teilweise in eine Staubwolke eingeh\u00fcllt waren, entschlossen sich auch Pea und Pod, mitzumachen. Auch sie legten sich auf den Boden, dicht bei Mashariki, und schlugen mit ihren Fl\u00fcgeln, um ebenfalls etwas Staub abzubekommen. Pl\u00f6tzlich stand Mashariki auf und verjagte sie mit aufgestellten Ohren, ihren R\u00fcssel in ihre Richtung werfend. Pea und Pod sprangen auf und rannten davon. Als sie zum Staubbad zur\u00fcckkommen wollten, stand ihnen Suswa gegen\u00fcber, die sie auch verjagte und so ihre Hoffnungen zerschlug, das Staubbad noch beenden zu k\u00f6nnen. Also begn\u00fcgten sie sich damit, weiterzugrasen. Mashariki und Suswa setzten ihr fr\u00f6hliches Staubbad fort, bis die Keeper die Waisen in den Wald f\u00fchrten.<br \/>\nW\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde um 11 Uhr, kurz nachdem die erste Gruppe ihre Milch getrunken hatte, lieferte die verspielte Kamok eine tolle Show ab: Sie setzte sich auf das Absperrband und streckte ihren R\u00fcssel in die H\u00f6he; dann lie\u00df sie ihn herunterfallen, st\u00fctzte sich mit dem Kopf auf dem Boden ab und versuchte, ihre Beine wie bei einem Kopfstand in die H\u00f6he zu strecken. Danach ging sie zu der Schaufel, die f\u00fcr das Schlammbad benutzt wird, hob sie auf und versuchte, sie mit Hilfe ihres R\u00fcssels auf ihrer Stirn zu balancieren, bevor sie sie pl\u00f6tzlich in den Schlamm warf. F\u00fcr diese Vorstellung erhielt sie viel Applaus. Die Besucher waren begeistert von den F\u00e4higkeiten und der Kraft, mit denen die Natur sogar schon diese Babys ausgestattet hat. Kamok ist sehr verspielt und immer f\u00fcr eine aufsehenerregende Aktion zu haben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/9820152408-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Pea und Pod auf dem Weg zum Staubbad<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 5. August 2015<\/strong><br \/>\nAls die meisten der Waisen am Morgen grasten, waren Olsekki und Sirimon ganz in einen Ringkampf vertieft. Beide nutzen ihre volle Kraft, um den jeweils Anderen zu besiegen. Sirimon konnte Olsekki zu Boden schubsen, doch der stand gleich wieder auf, rannte Sirimon hinterher und bestieg ihn. Sirimon schrie auf, als Olsekki auf seine R\u00fcsselspitze trat. Das st\u00f6rte Olsekki gar nicht, doch die in der N\u00e4he grasende Suswa wurde aufmerksam und kam Sirimon zu Hilfe. Olsekki ging von Sirimon herunter und rannte davon, als er Suswa mit auf ihn gerichtetem R\u00fcssel auf sich zukommen sah. Suswa vergewisserte sich, dass es Sirimon gutging, und er kollerte dankbar f\u00fcr die Rettung und F\u00fcrsorge.<br \/>\nW\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde, nachdem die Waisen ihre Milch getrunken hatten, hatten Mbegu, Dupotto und Rapa viel Spa\u00df im Schlammbad. Sie lie\u00dfen sich Zeit damit, und Mbegu zeigte eine tolle Show, indem sie aus dem Schlammloch herauslief und wieder hineinrutschte. Bevor sie wieder aufstand, versuchten Dupotto und Rapa, sich wie bei einem Rugby-Spiel auf sie zu legen. Diese drei lieben das Schlammbad!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/98201524255-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Olsekki spielt mit Sirimon<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 6. August 2015<\/strong><br \/>\nDer kleine Lasayen war heute fr\u00f6hlich und verspielt. Als es zur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde ging, sahen die Keeper, wie er an Ndotto, Murit, Ngilai und Mbegu vorbeirannte und sich vor ihnen aufstellte, um sie, die kleinen Ohren aufgestellt, zu \u00e4rgern. Als sie sich dem Schlammmbad n\u00e4herten und die Pf\u00fctzen \u00fcberquerten, rannte er erneut an Mbegu vorbei, schubste sie und blockierte ihr den Weg zu ihrer Milchflasche. Mbegu blieb aber ganz cool und ber\u00fchrte nur Lasayens Stirn mit ihrem R\u00fcssel, woraufhin er zur Seite ging und sie durchlie\u00df. W\u00e4hrend Mbegu ihre Milch trank, nahm sich Lasayen die Besucher vor; er rannte an der Absperrung entlang, stie\u00df immer wieder gegen die Leute, sodass die Kinder schrien und lachten. Nach gro\u00dfem Applaus des Publikums lief Lasayen trompetend zum Schlammloch zur\u00fcck, um seinem besten Freund Ndotto, der mit Ngilai und Mbegu beim Staubbad war, Gesellschaft zu leisten. Die Besucher fanden es schade und versuchten, ihn zur\u00fcckzurufen. Er h\u00f6rte aber nicht mehr hin, und anstatt sich umzudrehen, staubbadete er zufrieden mit seinen Freunden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/98201531343-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ndotto und Lasayen (rechts)<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 7. August 2015<\/strong><br \/>\nSobald die Waisen aus ihren Gehegen gekommen waren und das Grasen begonnen hatten, spielten Boromoko und Mwashoti Ringkampf. Ihr Spiel verlief allerdings heute etwas anders als sonst, da Boromoko eine kleine Schwellung an seinem linken Hinterbein hat. Es ist nur eine kleine Beule oder Warze und kann gut behandelt werden, doch die Schwellung st\u00f6rte bei dem Spiel mit seinem besten Freund Mwashoti und auch mit Kauro.<br \/>\nW\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde war es bew\u00f6lkt und k\u00fchl, und die Waisen wollten nur staubbaden und mieden das Schlammloch. Alle Waisen genossen aber das Staubbad sehr, und Suswa, Embu, Mashariki und Arruba machten es sich auf der weichen Erde gem\u00fctlich. Kauro kletterte und rutschte auf einer nach der anderen herum, doch das Spiel endete, als er auf Rorogoi krabbeln wollte, die sofort aufstand und ihn dabei \u00fcber den Haufen warf. Noch bevor er wieder aufstehen konnte, schubste sie ihn, sodass er wegrollte. Schlie\u00dflich rappelte er sich auf und spielte woanders.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/98201531910-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kamok, Mwashoti und Boromoko<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 8. August 2015<\/strong><br \/>\nHeute war ein sehr k\u00fchler Tag und es nieselte die meiste Zeit w\u00e4hrend des Vormittags. Die Kleinen, Ndotto, Ngilai und Lasayen, mussten deshalb drin bleiben, da sie bei schlechtem Wetter sehr anf\u00e4llig sind. Die anderen Waisen verlegten sich drau\u00dfen im Busch darauf, sich herumzurollen und einzustauben, um warm zu bleiben.<br \/>\nWir haben heute einen Bluttest bei Balguda gemacht. Er zeigt \u00e4hnliche Symptome wie Ziwa seinerzeit hatte. Im Moment sieht Balguda wieder aktiver aus, er frisst gut, und sein Dung sieht besser aus als damals, als er aus Umani zur\u00fcckgekommen war. Das alles sind gute Anzeichen, und wir werden ihn weiter behandeln und beobachten.<br \/>\nKurz vor 15 Uhr bemerkten wir, dass Elkerama und sein Freund Ngilai fehlten. Den kleinen Ngilai fanden wir kurz darauf im Geb\u00fcsch und ein St\u00fcck weiter war auch Elkerama. Er graste in der N\u00e4he eines wilden Spitzmaulnashorns. Als es die Keeper sah, rannte es davon und Elkerama lief ihm hinterher! Schlie\u00dflich kam er aber zu den Keepern zur\u00fcck, und sie kehrten zu den Stallungen zur\u00fcck. Da er schon \u00e4lter war, als er verwaiste, ist er viel unabh\u00e4ngiger und grast gern allein im Geb\u00fcsch. Manchmal l\u00e4uft er dabei etwas zu weit weg.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/98201533126-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Balguda<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 9. August 2015<\/strong><br \/>\nHeute Morgen war es sogar noch k\u00fchler als gestern. Es regnete mehr, und die kleinen Babys Ndotto, Lasayen und Ngilai mussten Regenm\u00e4ntel \u00fcber ihren Decken tragen, damit sie warm und trocken blieben. Gegen 7 Uhr lie\u00df der Regen etwas nach, und die gro\u00dfen M\u00e4dchen genossen die feuchte Erde, in der sie sich herumrollten, gegeneinander stie\u00dfen und schlidderten. Suswa, die gr\u00f6\u00dfte Kuh des Waisenhauses, legte sich mit Absicht auf Embu, die daraufhin laut aufschrie. Mashariki sah nach, was los war und fand Suswa auf Embu liegend. Sie schob sie herunter, sodass Embu aufstehen konnte und mit Mashariki davonging. Sie legte ihren R\u00fcssel in Masharikis Mund, um ihr ihre Zuneigung zu zeigen. Als die zwei davongingen, blieb Suswa allein zur\u00fcck und rollte sich weiter fr\u00f6hlich in der Erde, die sie nun ganz f\u00fcr sich hatte.<br \/>\nNach der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde kehrten die Waisen zum Staubbad zur\u00fcck, wo Oltaiyoni, Roi und Mbegu sich intensiv einstaubten. Roi und Mbegu rollten eine ganze Weile fr\u00f6hlich auf dem Boden herum, spielten und rempelten sich gegenseitig an. Ihr Spiel lockte die kleinen Lasayen und Ndotto an, die sich zwischen die beiden M\u00e4dchen dr\u00e4ngelten und mitmachten. Der winzige Ndotto kletterte begeistert auf Mbegu, w\u00e4hrend Lasayen sein Gl\u00fcck bei Roi versuchte. Dabei setzte er sich allerdings auf Rois Kopf, sodass sie ihn absch\u00fcttelte und er auf der Stirn landete. Die Keeper ermahnten Roi, und nach diesem ruppigen Abwurf gingen Lasayen und Ndotto davon und hielten sich lieber bei ihren Freunden Alamaya und Mwashoti auf. Roi und Rapa k\u00f6nnen beide unfreundlich zu den Kleinen werden, und die \u00e4lteren M\u00e4dchen und die Keeper m\u00fcssen sie gelegentlich zur\u00fcckhalten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/98201533454-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lasayen posiert f\u00fcr die Kamera<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 10. August 2015<\/strong><br \/>\nW\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde war es heute recht sonnig &#8211; ganz im Gegensatz zum gestrigen Tag, wo es sehr k\u00fchl war. Die erste Gruppe schlang ihre Milch schnell hinunter, und Mwashoti, Rapa, Dupotto und Mbegu gingen zum Spielen ins Schlammbad und genossen es ausgiebig. Sie trampelten im Pool herum, um ihn besonders matschig zu machen und besser darin baden zu k\u00f6nnen. Sie spritzten den Schlamm \u00fcber ihre K\u00f6rper, und Mbegu spr\u00fchte absichtlich Schlamm zu den applaudierenden Zuschauern, die es sehr genossen, den Waisen bei ihrem Spa\u00df zuzusehen. Sie jubelten auch als Dupotto aus dem Schlammbad kam und Pea und Pod hinterherrannte, die gerade etwas Gr\u00fcnfutter in der N\u00e4he fra\u00dfen. Dupotto hatte aber nicht so viel Erfolg, weil die Keeper sie ermahnten. Sie ging dann notgedrungen ins Schlammloch zur\u00fcck.<br \/>\nAls die zweite Gruppe gerade ihre Milchflaschen trank, machten Olsekki und Enkikwe den Keepern das Leben schwer: Sie rannten zwischen ihnen umher und versuchten, die anderen Waisen wegzuschubsen, um selbst mehr Milch zu bekommen. Suswa nahm sich Olsekki vor, der einen Keeper nervte, der gerade Boromoko f\u00fcttern wollte. Sie griff nach seinem Schwanz und zog ihn zum Schlammloch, bis die anderen Waisen fertig getrunken hatten. \u00c4ltere Elefanten erziehen die j\u00fcngeren genauso, wie es \u00e4ltere Geschwister bei uns Menschen machen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/98201555327-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Das Schlammbad wird besonders schlammig gemacht<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 11. August 2015<\/strong><br \/>\nRorogoi wird ziemlich streng gegen\u00fcber den jungen Bullen wie Olsekki, Enkikwe, Sirimon, Sokotei und Kauro. Als die Waisen heute auf ihre 9-Uhr-F\u00fctterung warteten, stand der kleine Kauro vor Rorogoi, die sehr gierig nach ihrer Milch ist. Weil er ihr den Weg blockierte, stie\u00df sie ihn hart von hinten mit dem Kopf an, sodass er umfiel. Dann piekste sie ihn noch mit ihren kleinen Sto\u00dfz\u00e4hnen in den R\u00fccken. Kauro schrie vor Schmerzen auf, und die Keeper rannten zu ihm, um ihn vor der kratzb\u00fcrstigen Rorogoi zu retten. Als sie die Keeper n\u00e4herkommen sah, rannte sie schnell davon, damit sie nicht bestraft werden konnte.<br \/>\nDrau\u00dfen im Busch zeigte dann Roi ihre gierige Seite. Nachdem sie ihre Milch hinuntergeschlungen hatte, rannte sie herum, um weitere Flaschen zu suchen, die sie stehlen konnte. Schlie\u00dflich kam sie an der Schubkarre vorbei, in der die Milchflaschen gebracht werden, stibitzte eine und leerte sie in ihren Mund. Dabei rannte sie mit der Flasche weg und hielt sie sehr fest, damit der Keeper, der ihr hinterherlief und schimpfte, sie nicht erwischen konnte. Dann lief sie, noch immer mit der Flasche im Mund, in das Geb\u00fcsch davon und lie\u00df sie erst fallen, nachdem sie leer war. Als sie den Keeper kommen sah, kollerte sie laut, weil sie Angst hatte, f\u00fcr diese freche Aktion bestraft und weggeschickt zu werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/98201533712-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Rorogoi und ihre kleinen, scharfen Sto\u00dfz\u00e4hne<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 12. August 2015<\/strong><br \/>\nFr\u00fch am Morgen gegen 6 Uhr besuchte uns Solio an den Stallungen und unterhielt sich lange mit Maxwell an dessen Gehegetor. Maxwell schien sehr froh zu sein, Solio wiederzusehen, da sie lange weggewesen war. Sie rangelten durch das Tor hindurch, und Maxwell war begeistert, sie zu riechen und rannte zwischendurch aufgeregt in seinem Gehege herum, bevor er zur\u00fcckkam und mit ihr weiterspielte. Sie wartete geduldig auf ihn. W\u00e4hrend sie spielten, kamen Arruba, Mwashoti und Suswa dazu und wollten sie mit ihren aufgestellten Ohren verscheuchen. Solio beachtete aber die Waisen gar nicht und konzentrierte sich ganz auf ihren Freund Maxwell. Arruba und ihre Freunde hatten keine andere Wahl, als wegzugehen und Solio mit Maxwell spielen zu lassen. Schlie\u00dflich wurde ihr Spiel aber unruhig. Maxwell schubste heftig gegen den Holzzaun und versuchte, Solio auf der anderen Seite zu erreichen. Vor Aufregung urinierte er, und zwar durch den Zaun hindurch genau in Solios Gesicht! Daraufhin rannte sie in den Busch zur\u00fcck, und Maxwell blieb in seinem Gehege herumtrampelnd zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/98201555533-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Der fr\u00f6hliche Maxwell l\u00e4uft in seinem Gehege herum<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 13. August 2015<\/strong><br \/>\nGestern abend um 20 Uhr kam Solio erneut zu Besuch. Sie kam zu den Waisengehegen und ging an Maxwell vorbei, der bei seinem Tor stand. Sie rangelten eine Weile durch das Tor hindurch, bevor Solio in ihr altes Gehege ging. Dort bekam sie etwas Luzernenheu, an dem sie die Nacht \u00fcber fr\u00f6hlich herumkaute. Heute Morgen jagten die beiden Nash\u00f6rner wieder gemeinsam herum, jeder auf seiner Seite des Zauns, bevor Solio wieder aufbrach. Maxwell schien den Rest des Vormittags sehr unruhig zu sein.<br \/>\nBei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde nahmen nur Dupotto und Mbegu ein Schlammbad. Nach ihrem Bad kam Mbegu aus dem Schlammloch und staubte sich ein. Sie zeigte f\u00fcr die Zuschauer eine tolle Show, als sie sich auf den Erdhaufen setzte und mit erhobenem Kopf und schwingendem R\u00fcssel posierte. Die Besucher waren begeistert und klatschten Mbegu Beifall. Ihr Spiel lockte Dupotto und Lasayen an, die mitmachten und mit ihr rangelten. Dupotto setzte sich auf sie, und Lasayen kratzte sich an ihrem Kopf. Dieses spa\u00dfige Spiel war ein w\u00fcrdiger Abschluss der Besuchsstunde.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/98201555949-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Maxwell war am Morgen unruhig<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 14. August 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen spielten nach ihrer 9-Uhr-F\u00fctterung und widmeten sich ihrem Bad im Kokosnuss\u00f6l. Obwohl Rorogoi, Enkikwe und Sirimon versuchten, der Ein\u00f6lung aus dem Weg zu gehen und sich aus dem Staub machen wollten, kamen sie schlie\u00dflich zur\u00fcck und genossen es am Ende doch. Die kleinen Jungs Lasayen, Ndotto, Ngilai und Rapa rollten sich auf dem Boden herum und stie\u00dfen sich gegenseitig an, w\u00e4hrend die Keeper sie zum einstauben mit Erde bewarfen. Rapa war allerdings nicht so nett und stie\u00df immer wieder zu hart gegen Ndotto und Lasayen, sodass die Keeper ihn wegf\u00fchren mussten. Rapa war noch nie sehr freundlich zu den kleinen Jungs, doch er ist immer gl\u00fccklich und zufrieden bei seinem Freund Tusuja, der selbst ein sehr ruhiger Junge ist.<br \/>\nKurz bevor Sirimon an der Reihe war, zur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde zu gehen, hielt er an und schrie laut auf, bevor er zur j\u00fcngeren Gruppe rannte, die bereits beim Schlammbad war. Er kam kollernd und ganz allein zum Schlammbad gerannt, was ihm die volle Aufmerksamkeit aller Besucher zusicherte.<br \/>\nGegen 14 Uhr erhielten wir eine Nachricht von der Voi-Einheit in Tsavo, dass ein Babyelefant gerettet werden musste. Das Kalb wurde am Morgen im Godoma-Tal im Taita Schutzgebiet von dem Personal vor Ort in einem Wasserloch gefunden. Sie kontaktierten das Antiwilderei-Team in Ziwani, das mit den Voi-Keepern zusammen die Rettung koordinierte. Sie holten es aus dem Wasserloch und brachten es zur Salt Lick Lodge, um dort auf das Flugzeug zu warten, das es nach Nairobi bringen sollte. Das Kuhkalb war in gutem k\u00f6rperlichen Zustand, hatte aber vom Sturz in das Loch ein paar Schrammen an Wangen und Beinen. Sie hatte bereits alle Z\u00e4hne und war lebhaft und nicht besonders freundlich zu ihrer neuen menschlichen Familie. Das ist aber ein gutes Zeichen, denn es bedeutet, dass sie kr\u00e4ftig ist. Wir sch\u00e4tzen, dass sie etwa sechs Monate alt ist und nannten sie nach ihrem Rettungsort Godoma.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/9820156247-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Keeper helfen beim Staubbad<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 15. August 2015<\/strong><br \/>\nGodoma hatte eine unruhige Nacht und beruhigte sich immer nur zeitweise. Die f\u00fcrsorgliche Mbegu, die im benachbarten Stall wohnt, empfing sie sehr liebevoll, wie sie es ganz nat\u00fcrlich mit allen jungen Babys macht. Godoma, die das Trauma um den Verlust ihrer Familie zu bew\u00e4ltigen hat, drohte Mbegu gelegentlich durch die Absperrung hindurch, doch Mbegu kollerte nur zur\u00fcck, um sie zu tr\u00f6sten, und sie zeigte ihre Zuneigung, indem sie versuchte, sie zu ber\u00fcsseln. Als Godoma am Morgen aufwachte, sah sie kr\u00e4ftig aus, war aber noch immer sehr aggressiv. Nachdem Mbegu ihren Stall verlassen hatte und in den Busch gegangen war, wurde Godoma sehr unruhig und wollte ihr folgen. Da sie sich aber noch gar nicht eingelebt hat, musste sie den Tag noch in ihrem Stall verbringen. Sie fra\u00df etwas Gr\u00fcnfutter und trank gelegentlich ein wenig Milch.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/9820157446-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Unruhige Godoma<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 16. August 2015<\/strong><br \/>\nDupotto ist ein kleines und ziemlich dickk\u00f6pfiges M\u00e4dchen, und sie scheint wieder in die alten Verhaltensmuster verfallen zu sein, die sie hatte, als sie im Waisenhaus ankam. Damals war sie sehr grummelig und schlief kaum. Sie tanzte und schrie die ganze Nacht in ihrem Stall herum. In den letzten N\u00e4chten hat sie dieses Verhalten wieder aufgenommen, doch heute Nacht war es besonders schlimm. Als sie zum Schlafengehen ankam, schlang sie ihre Milch hinunter und legte sich dann hin. Nach nicht einmal zwei Stunden war sie aber wieder auf den Beinen und wollte sich auch nicht wieder schlafen legen. Sie blieb die ganze Nacht wach, stie\u00df mit dem Kopf gegen die Wand und tobte herum. Leider hatte dadurch auch Lasayen eine schlaflose Nacht, da er sich ihr Geschrei anh\u00f6ren musste. Wir wissen noch nicht, wieso Dupotto manchmal so ist.<br \/>\nKamok vergn\u00fcgte sich am Morgen mit Maxwell. Als sie aus ihrem Gehege kam, hielt sie als erstes an Maxwells Gehege an, da sie ihn dort hatte stehen sehen. Sie griff mit ihrem kr\u00e4ftigen R\u00fcssel nach Maxwells Ohren und fummelte daran herum. Maxwell blieb die ganze Zeit sehr ruhig; er genie\u00dft es immer, wenn jemand mit seinen Ohren spielt. Mwashoti und Mbegu schlossen sich ihr kurz darauf an, doch Mwashoti wollte lieber mit ihm Kr\u00e4fte messen. Er zog mit seinem R\u00fcssel an Maxwells Horn und versuchte, es durch die Absperrung zu ziehen. Mbegu schob ihn weg und wollte ihn davon abhalten, doch Mwashoti war nicht mehr zu bremsen und sie begannen zu rangeln. W\u00e4hrend sie sich gegenseitig herumschubsten, wurde Maxwell sehr aufgeregt. Er lauschte, wie sie vor seinem Gehege spielten, rannte dann im Kreis herum und sprang auf und ab. Als er noch anfing, mit seinem Horn an das Tor zu sto\u00dfen, f\u00fchlte sich Mwashoti nur noch mehr angefeuert. So ging das Spiel eine ganze Weile, bevor die Babys sich schlie\u00dflich ihren Freunden anschlossen, die bereits im Busch grasten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/9820157821-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Dupotto verursacht schlaflose N\u00e4chte<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 17. August 2015<\/strong><br \/>\nAls die Waisen in den Park aufbrachen, bemerkten die Keeper, dass Tusuja nicht gut aussah. Er schw\u00e4chelt schon ein ganze Weile, aber heute sah er besonders matt und schwach aus und hing hinter der Gruppe her. Er lehnte sogar Rapas Gesellschaft ab, der sonst immer dicht bei ihm ist und an seinen Ohren nuckelt. Nachdem er um 9 Uhr seine Milch getrunken hatte, wurde er zu seinem Gehege zur\u00fcckgebracht, wo er eine Infusion erhielt, damit er wieder zu Kr\u00e4ften kommt. Als Pea und Pod Tusuja aufbrechen sahen, folgten sie ihm und gingen auch in ihr Gehege, um zu sehen, ob es noch Futter f\u00fcr sie gibt. Nachdem sie dort nichts gefunden hatten, gingen sie zum Parkplatz und fingen an, im Staub zu spielen. Die Keeper versuchten, sie von dort zu vertreiben, doch sie weigerten sich aufzubrechen, bevor sie ihr Staubbad beendet hatten. Danach machten sie sich von alleine auf die Suche nach den Elefanten, mussten allerdings feststellen, dass die Waisen bereits zur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde aufgebrochen waren. Sie blieben bei der \u00e4lteren Gruppe, die noch nicht unterwegs war und begleiteten diese sp\u00e4ter zum Besuchsplatz.<br \/>\nAls Tusuja aus dem Wald zur\u00fcckgegangen war, um seine Infusion zu bekommen, wurde Rapa sehr unruhig. Er versuchte, ihm zu folgen, ging aber in die falsche Richtung. Als die Keeper bemerkten, dass er nicht mehr in der Gruppe war, machten sie sich auf die Suche nach ihm, konnten ihn aber nicht finden. Schlie\u00dflich kam er von ganz allein zur\u00fcck, aus einer Richtung, in der die Keeper gar nicht geschaut hatten.<br \/>\nGegen 15 Uhr war Tusuja mit seiner Infusion fertig und kam in den Wald zu seinen Freunden zur\u00fcck. Rapa war hocherfreut, ihn wiederzusehen und rannte zum ihm, begr\u00fc\u00dfte ihn und nuckelte an seinen Ohren.<br \/>\nW\u00e4hrend der privaten Besuchsstunde um 15 Uhr war Balguda sehr fr\u00f6hlich und spielte viel mit seinen Freunden. Er genoss ein langes Schlammbad mit ihnen, was er schon lange nicht mehr getan hatte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/98201571233-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Rapa und Tusuja, dem es gerade nicht so gut geht<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 18. August 2015<\/strong><br \/>\nGodoma schloss sich heute Morgen zum ersten Mal den Waisen im Busch an. Ein paar der Babys kehrten um 9 Uhr zu den Stallungen zur\u00fcck, um sie abzuholen. Kamok und Mbegu f\u00fchrten die Gruppe an, da sie die einzigen waren, die Godoma bisher getroffen hatte, seit sie angekommen war, wenn auch nur durch die Stallw\u00e4nde hindurch. Als ihre T\u00fcr ge\u00f6ffnet wurde, wollte sie zun\u00e4chst nicht herauskommen. Sowohl Kamok als auch Mbegu versuchten, sie zu begr\u00fc\u00dfen und ihr den Weg nach drau\u00dfen zu zeigen, doch sie schien noch nicht bereit zu sein. Schlie\u00dflich flitzte sie aus der T\u00fcr, dr\u00e4ngelte sich durch die Babys hindurch und wollte nach vorne. Bei der ersten sich bietenden Gelegenheit rannte sie dann in die B\u00fcsche davon. Als die Keeper versuchten, sich ihr in den Weg zu stellen, ging sie mit wedelnden Ohren in Angriffsstellung. Die anderen Waisen folgten ihr. Oltaiyoni, Roi, Kamok und Dupotto trompeteten, was Godoma noch aufgeregter und aggressiver machte, sodass sie weiter mit aufgestellten Ohren durchs Geb\u00fcsch rannte. Die Keeper liefen ihr hinterher, und als sie sie eingefangen hatten, mussten sie sie festhalten, bis die \u00e4lteren Waisen da waren. Mwashoti und Arruba kamen als erste von den Gr\u00f6\u00dferen an, und sie n\u00e4herten sich gleich vorsichtig Godoma und versuchten, sie zu beruhigen. Als alle Waisen angekommen waren und um sie herumstanden, beruhigte sie sich langsam. Sie war noch immer nicht gl\u00fccklich \u00fcber die Anwesenheit der Keeper, aber inmitten der \u00e4lteren K\u00fche f\u00fchlte sie sich sehr wohl.<br \/>\nAls es Zeit f\u00fcr die \u00f6ffentliche Besuchsstunde war, begleiteten Tusuja, Suswa, Arruba, Mashariki und Dupotto sie gemeinsam zu den Stallungen zur\u00fcck. Es ist noch zu fr\u00fch f\u00fcr Godoma, sovielen Menschen zu begegnen. Danach wurde sie zu den anderen Waisen in den Wald zur\u00fcckgebracht und verbrachte dort einen sch\u00f6nen Nachmittag mit Alamaya. Kamok und Mbegu brachten sie mit Simotua zusammen am Abend zu den Stallungen zur\u00fcck. Es war nicht leicht, sie zu \u00fcberzeugen, wieder in den Stall zu gehen, doch am Ende gelang es den Keepern.<br \/>\nMorgen wird ein neuer Tag f\u00fcr Godoma im Waisenhaus sein, und mit der Zeit wird es einfacher werden. Sie w\u00e4chst nun zusammen mit ihrer neuen Elefantenfamilie auf und bekommt so eine zweite Chance im Leben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/98201572344-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Godoma im Geb\u00fcsch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 19. August 2015<\/strong><br \/>\nEs wird oft gesagt, dass Elefanten den Menschen sehr \u00e4hnlich sind, und wir glauben, dass das stimmt. Schon im zarten Babyalter kommen verschiedene Charakterz\u00fcge und Pers\u00f6nlichkeiten in den Kleinen zum Vorschein, \u00e4hnlich wie bei Menschenkindern. Unser kleiner Ndotto zum Beispiel ist ein sehr s\u00fc\u00dfer Junge. Manchmal m\u00f6chte er sich wie ein gro\u00dfer Junge benehmen und ganz allein oder mit den \u00e4lteren Jungs herumwandern. An anderen Tagen interessiert er sich sehr f\u00fcr die Kleinen oder h\u00e4ngt einfach nur an den Keepern. Manchmal ist er auch frech und h\u00f6rt nicht auf das, was die Keeper ihm sagen. Er ist sehr unterhaltsam und aufgeschlossen, wenn er gut gelaunt ist, so wie heute. Er wachte sehr fr\u00f6hlich und in verspielter Laune auf, war voller Aufregung und steckte sogar die eigentlich ruhigeren Elefanten wie Tusuja mit seiner Fr\u00f6hlichkeit an. Er rannte in der Gruppe der Elefanten auf und ab, und so klein wie er ist, passt er auch durch jede L\u00fccke. Er neckte die \u00e4lteren Waisen, indem er so tat, als w\u00fcrde er sie mit aufgestellten Ohren angreifen wollen. Kamok genoss das heute sehr, und sie hatten viel Spa\u00df dabei, auf dem Boden herumzurollen. Sie rangelten ein wenig mit ihren K\u00f6pfen, w\u00e4hrend sie auf den Knien waren.<br \/>\nAls die Waisen langsam in den Busch aufbrachen, blieb Tusuja zur\u00fcck. Als Ndotto sah, dass alle fortgingen und Tusuja zur\u00fcckgelassen wurde, kam er zu ihm zur\u00fcck. Sie steckten die K\u00f6pfe zusammen, und er schien Tusuja etwas zu erz\u00e4hlen. Danach umschlangen sie ihre R\u00fcssel und begannen spielen und vorsichtig zu rangeln. Sie spielten kurz Fangen, aber nicht sehr lange, denn Tusuja ist im Moment nicht so kr\u00e4ftig. Ndotto leistete ihm Gesellschaft, bis die Waisen zur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde gingen, an der Tusuja gerade nicht teilnimmt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/98201573010-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ndotto, voller Energie, mit Godoma<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 20. August 2015<\/strong><br \/>\nMbegu hatte heute einen tollen Vormittag mit Pea und Pod drau\u00dfen im Busch. Es war wunderbar zu sehen, wie Vertreter dieser zwei verschiedenen Arten miteinander spielten und Spa\u00df hatten. Als Mbegu fr\u00fch am Morgen im Wald graste und an ein paar wilden Fr\u00fcchten knabberte, n\u00e4herten sich ihr die beiden Strau\u00dfen und begannen, von dem gleichen Futter zu fressen. Immer wenn Mbegu ihren R\u00fcssel nach etwas ausstreckte, nahm es ihr einer der Strau\u00dfen weg. Das ging eine Weile so, bis sie es schlie\u00dflich aufgab und entschied, die Strau\u00dfen zu verjagen. Pea und Pod rannten in verschiedene Richtungen davon, und Mbegu konnte sich nicht entscheiden, wen von beiden sie nun verfolgen sollte. Dann kamen sie zur\u00fcck und tanzten im Kreis um sie herum, sodass Mbegu nur dastehen und zuschauen konnte. Sie legten ihre langen H\u00e4lse auf den Boden, und da ergriff Mbegu die Gelegenheit und rannte trompetend und mit aufgestellten Ohren auf die beiden zu. Dabei trat sie mit ihrem Fu\u00df in die Erde, um den Strau\u00dfen zu zeigen, dass sie es ernst meinte. Die Strau\u00dfen sprangen voller Angst auf und rannten ins Geb\u00fcsch davon. Sie taten so, als h\u00e4tten sie das Spiel aufgegeben, und schauten nun Mbegu zu, wie sie weitergraste, doch pl\u00f6tzlich kamen sie wieder aus dem Geb\u00fcsch gesprungen und rannten zu ihr zur\u00fcck. Mbegu schrie laut auf, sodass Arruba ihr zu Hilfe kam, und die ganze Herde schaute auf und beobachtete sie mit aufgestellten Ohren. Als Arruba feststellte, dass es nur Pea und Pod waren, die Mbegu hatten aufschreien lassen, ging sie wieder zum Grasen zur\u00fcck. Mbegu jagte die Strau\u00dfen wieder in die B\u00fcsche, wo sie schlie\u00dflich aufgaben.<br \/>\nRoi half heute Alamaya beim Babysitten von Godoma. Die drei verbrachten den ganzen Tag zusammen, und die beiden \u00e4lteren Waisen k\u00fcmmerten sich um das kleine M\u00e4dchen, das sich noch immer an ihr neues Leben und ihre neue Umgebung gew\u00f6hnen muss. Sie akzeptierte die Keeper aber heute schon besser.<br \/>\nZur privaten Besuchsstunde um 15 Uhr war es sehr hei\u00df, und die meisten Babys nahmen ein Schlammbad, um sich abzuk\u00fchlen. Godoma hatte auch viel Spa\u00df beim Baden. Sie war leider die erste, die von Suswa hinausgescheucht wurde, die in letzter Zeit nicht so nett zu ihren kleineren Artgenossen ist. Heute warf sie fast alle Kleinen aus dem Pool! Ein paar Mal versuchte Godoma, wieder hineinzugehen, doch Suswa verjagte sie immer wieder, genauso wie Roi und Enkikwe. Suswa h\u00f6rte auch nicht auf die Keeper, die ihr zuriefen, das sein zu lassen. Sie verjagte sogar Mbegu, bis alle anderen schlie\u00dflich aus dem Wasserloch heraus waren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/98201573353-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Pea und Pod<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 21. August 2015<\/strong><br \/>\nBoromoko ist ein netter und verspielter Junge, und heute Morgen verwickelte er Lasayen in ein Kr\u00e4ftemessen. Ndotto stand ein St\u00fcck weg und beobachtete die beiden. Schlie\u00dflich entschloss er sich dazu, mitzumachen und seinem Freund Lasayen gegen den starken Boromoko zu helfen. Boromoko blieb aber die ganze Zeit nett zu den beiden Kleinen. Er tat dann offenbar sogar so, als k\u00f6nnten die beiden ihn besiegen, und er lie\u00df sie gewinnen, was sie sehr gl\u00fccklich machte. Sie meinten, sie h\u00e4tten den \u00e4lteren Jungen besiegt, als er auf dem Boden lag. Sie rannten daraufhin zu zweit mit aufgestellten Ohren und trompetend in alle Richtungen. Schlie\u00dflich stand Boromoko auch auf und lief trompetend ins Geb\u00fcsch, und die beiden folgten ihm und machten mit.<br \/>\nWie alle Neulinge reagiert auch Godoma auf die Anwesenheit der beiden Strau\u00dfen Pea und Pod. Sie hat sich noch nicht so recht an sie gew\u00f6hnt, und w\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde ging sie immer wieder auf sie los, wenn sie sie sah.<br \/>\nKauro, der es nicht mag, nass zu werden, hatte bei der privaten Besuchsstunde um 15 Uhr ein tolles Staubbad, w\u00e4hrend Mbegu und die Anderen im Schlammbad waren. Nach dem Bad versammelten sich alle auf dem Erdhaufen und staubten sich lange Zeit gen\u00fcsslich ein.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/9820157425-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kamok, Boromoko und Lasayen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 22. August 2015<\/strong><br \/>\nSokotei genehmigte sich heute Morgen ein sch\u00f6nes Spielchen mit Sirimon. Olsekki stand daneben und wurde eifers\u00fcchtig, bis er es nicht mehr aushielt und sich einmischte, indem er Sokotei anging. Sirimon gefiel das gar nicht, und um seinen Freund zu verteidigen, ging er auf Olsekki los. Das sah nun Enkikwe, der Olsekkis Freund ist, und mischte sich auch noch ein, um seinem Freund zu helfen. Sokotei ist aber inzwischen nicht mehr so kampflustig und entschloss sich, die Herausforderung nicht anzunehmen, sondern stattdessen grasen zu gehen. Sirimon, der ein z\u00e4her Bursche ist, schaffte es, die anderen beiden in ihre Schranken zu weisen, indem er sie sich nacheinander vornahm. Sie rannten beide weg und spielten woanders, wo Sirimon sie nicht sehen konnte.<br \/>\nRoi scheint zur Zeit von Dupotto genervt zu sein, denn sie \u00e4rgert sie immer wieder. W\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde versuchte sie sogar, in ihren Schwanz zu bei\u00dfen. Oltaiyoni kam aber Dupotto zu Hilfe und verjagte Roi.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/98201574533-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sokotei und Sirimon<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 23. August 2015<\/strong><br \/>\nAls Godoma am Morgen aus ihrem Stall kam, warteten Kamok und Mbegu schon an ihrem Tor auf sie. Sie flitzte mit aufgestellten Ohren und in Angriffshaltung heraus, doch ein Keeper hinderte sie daran, zum Haupttor zu laufen. Sie versuchte, den Keeper umzusto\u00dfen, doch als sie begriff, dass er nicht aus dem Weg gehen w\u00fcrde, rannte sie an ihm, Kamok und Mbegu vorbei zu Daphnes Parkplatz. Dort verirrte sie sich im dichten Geb\u00e4usch, und Kamok und Mbegu wurden hin\u00fcber gebracht, damit sie helfen konnten, sie zu beruhigen. Sie konnten Godoma aber nicht finden; nur weil Ngilai zuf\u00e4llig gerade schrie (Elkerama wollte ihn nicht an seinen Ohren nuckeln lassen), kam das kleine M\u00e4dchen zu den Stallungen zur\u00fcck, voller Neugier, was es mit dem Geschrei auf sich hatte. Oltaiyoni, Mbegu, Arruba und Mashariki, die weiter weg waren, h\u00f6rten die ver\u00e4ngstigte Godoma kollern. Sie kollerten zur\u00fcck und hoben ihre R\u00fcssel in die Luft, um zu erschnuppern, wo die Kleine war. Sie hoben ihre K\u00f6pfe in die entgegengesetzte Richtung und stellten ihre Ohren auf. Dann sahen die Keeper, wie Godoma der Gruppe entgegenrannte und sie ihr entgegen gingen. Dabei kollerten sie, um sie zu tr\u00f6sten. Godoma blieb eine Weile dicht bei Arruba und Mbegu, w\u00e4hrend sie sich wieder beruhigte und hielt sich auch den Rest des Tages direkt neben Mbegu auf.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/98201575013-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Godoma kann sich noch nicht benehmen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 24. August 2015<\/strong><br \/>\nManchmal haben wir Babys, die ein wenig anders sind als die anderen, und es scheint, dass Godoma so ein Fall ist. Sie ist nun seit 10 Tagen bei uns und immer noch sehr wild und aggressiv. Sie f\u00fchlt sich auch immer noch nicht wohl bei den Keepern, obwohl die anderen Waisen ihr zeigen, wie gern sie die Keeper haben. Das scheint auch Schwierigkeiten zwischen ihr und ihren Artgenossen zu verursachen, denn selbst die, die sonst nett und freundlich zu Neulingen sind, wenden sich von ihr ab. Heute schienen sogar Oltaiyoni, Mbegu und Kamok genug von ihrem aggressiven Verhalten zu haben, und sie war heute mit allen Babys sehr schwierig. Auch sie zu f\u00fcttern ist noch immer nicht leicht. Sie trinkt besser, wenn die \u00e4lteren Waisen bei ihr sind, doch dann haben die \u00e4lteren Waisen es auch auf ihre Flasche abgesehen. Wenn man versucht, die Anderen wegzuscheuchen, rennt sie ebenfalls weg.<br \/>\nMbegu spielte heute mit Ndotto und Lasayen im Staub, doch als Godoma zu ihnen hin\u00fcber ging, verscheuchte Mbegu sie, weil sie f\u00fcrchtete, Godoma w\u00fcrde aggressiv zu den Kleinen sein. Die Keeper versuchen verzweifelt, sich mit ihr anzufreunden, doch sie rennt noch immer vor ihnen weg, wenn sie ihren Namen rufen.<br \/>\nAls sie heute Abend zu den Stallungen zur\u00fcckkam, waren Kamok, Dupotto, Mbegu und Alamaya bei ihr und es war wieder schwierig, sie in ihren Stall zu bekommen. Sie rannte immer wieder in den Busch zur\u00fcck und lie\u00df diejenigen, die sie begleitet hatten, in ihrem Stall zur\u00fcck. Schlie\u00dflich ging sie doch hinein, und der Keeper brauchte ein paar Stunden, um sie zu beruhigen und in den Schlaf zu singen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/98201575340-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Godoma mit Mbegu in ihrem Stall<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 25. August 2015<\/strong><br \/>\nFr\u00fch am Morgen, bevor die \u00e4lteren und j\u00fcngeren Waisen sich trennten, genossen Boromoko und sein Freund Mwashoti ein sch\u00f6nes Spiel. Es scheint, dass diese beiden jungen Elefanten sich sehr gut verstehen. Boromoko ist immer sehr nett und wei\u00df, wie man sch\u00f6n mit den kleineren oder benachteiligten Elefanten wie Mwashoti spielt. Selbst wenn Mwashoti ruppig wird, wei\u00df Boromoko damit umzugehen. Er wird nie aggressiv und zieht sich sogar manchmal aus dem Kampf zur\u00fcck, um Mwashoti das Gef\u00fchl zu geben, er h\u00e4tte gewonnen.<br \/>\nUm 7 Uhr war es bereits hei\u00df, sodass alle Babys, die gerne schlammbaden, einen herrlichen Vormittag hatten. Mbegu, Elkerama, Arruba, Rorogoi und Mashariki genossen jedes Mal ein l\u00e4ngeres Bad, wenn sie an einem Schlammloch vorbeikamen. Sogar drau\u00dfen im Busch sprangen sie alle hinein, sobald sie etwas Schlamm sahen. In der \u00e4lteren Gruppe verbrachten Sirimon und Olsekki den ganzen Tag damit, herauszufinden, wer von ihnen st\u00e4rker ist. Am Nachmittag schien sich Sirimon als Sieger herauskristallisiert zu haben.<br \/>\nEs ist noch immer ein Problem, Godoma am Abend in ihren Stall zu bekomen. Sie rennt herum, und die Keeper k\u00e4mpfen damit, sie hinein zu bewegen. Schlie\u00dflich war sie aber einsichtig, als ein paar ihrer Freunde sie hinein begleiteten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/98201575745-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mwashoti mit Pea und Pod<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 26. August 2015<\/strong><br \/>\nKauro f\u00fchlt sich noch nicht so richtig in der \u00e4lteren Gruppe wohl, in der er jetzt ist. Er schaut sich immer nach Kamoks j\u00fcngeren Waisen um, damit er zu ihnen gehen kann. Er genie\u00dft die Gesellschaft von Kamok, Mbegu und Murit. Embu und Rorogoi sind der Grund daf\u00fcr, dass Kauro lieber in der kleineren Gruppe sein m\u00f6chte, da sie ihn \u00e4rgern. Kauro graste heute mit Balguda, der ein freundlicher Junge ist, als Embu auf ihn los ging und ihn wegschubste. Er zog sich zur\u00fcck und blieb dichter bei den Keepern. Doch selbst die Anwesenheit der Keeper hielt Rorogoi nicht davon ab, ihn gegen einen Baum zu schubsen, wo er nicht weg konnte. Rorogoi wusste aber gleich, dass sie einen Fehler gemacht hatte, rannte ins Geb\u00fcsch und graste den Rest des Tages ein wenig weiter weg. Wegen dieser Vorkommnisse machte sich jedenfalls Kauro auf die Suche nach seinen Freunden in Kamoks Gruppe. Die Herden waren allerdings recht weit voneinander entfernt, und er konnte sie nicht finden. Am Ende hatte er sich verlaufen und schrie laut auf, weil er niemanden mehr finden konnte. Die Keeper h\u00f6rten ihn und gingen nachschauen, was los war. Als er sie sah, rannte er ihnen entgegen und war erleichtert, nicht mehr alleine zu sein. Nachdem er wieder bei der Gruppe war, lie\u00df er sie und die Keeper nicht mehr aus den Augen.<br \/>\nObwohl es ein hei\u00dfer Tag war, war es eine gro\u00dfe \u00dcberraschung, dass Kauro einer der ersten war, die bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde ins Schlammbad gingen. Normalerweise mag er den Schlamm gar nicht. Es genoss es aber ausf\u00fchrlich, zusammen mit der ganzen Gruppe, und ging sp\u00e4ter mit ihnen zur\u00fcck in den Wald. Es ist wichtig f\u00fcr Kauro, bei den gr\u00f6\u00dferen Waisen zu sein, damit er lernen kann, was ein \u00e4lterer Elefant wissen muss und ein kr\u00e4ftiger und gut sozialisierter junger Bulle wird. Er wird sich mit der Zeit in der \u00e4lteren Gruppe einleben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/9820158028-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kauro m\u00f6chte zur Babygruppe zur\u00fcck<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 27. August 2015<\/strong><br \/>\nElefanten sind so intelligente Tiere, selbst wenn sie noch so jung sind, wie die im Waisenhaus: Sie haben verstanden, dass die F\u00fctterzeit naht, wenn die Keeper ihre Funkger\u00e4te benutzen. Sie wissen, dass dann \u00fcber die Milchflaschen gesprochen wird, und wenn sie ein Funkger\u00e4t h\u00f6ren, rennen sie sofort aufgeregt zu den Keepern. Sokotei und Simotua grasten zusammen im Busch, als sie einen Funkspruch h\u00f6rten, und sie kamen beide aufbruchbereit zu den Keepern zur\u00fcck. Sie hoben ihre K\u00f6pfe und R\u00fcssel in die Luft, um zu schnuppern, ob es irgendwo Milch gibt. Das erregte die Aufmerksamkeit aller Anderen, und pl\u00f6tzlich waren die Keeper von lauter Waisen umgeben. Dieses Mal lagen sie aber falsch, und die Milch war noch nicht soweit. Enkikwe, Olsekki, Rorogoi und Roi begannen zu dr\u00e4ngeln und zu schubsen und wollten endlich zur F\u00fctterstelle aufbrechen. Sobald die Milch angekommen war, rannten sie los, um die Ersten zu sein. Gierige Babys!<br \/>\nBalguda sah heute sehr aktiv aus und spielte sehr viel mit den anderen Waisen. Er war um 11 Uhr im Schlammloch und um 15 Uhr schon wieder, was ein sehr gutes Zeichen ist. Er genoss es beide Male sehr und trocknete sich anschlie\u00dfend bei einem Staubbad ab. Das sind deutliche Anzeichen von Verbesserungen, und wir hoffen, er hat das schlimmste \u00fcberstanden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/982015844-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sokotei lauscht dem Funkverkehr<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 28. August 2015<\/strong><br \/>\nDer normalerweise sehr ruhige und h\u00f6fliche Murit war heute sehr w\u00fctend auf ungeladene G\u00e4ste beim Schlammbad. Als die Babys das Schlammbad genossen und andere sich im Staub herumrollten, stand er an der Seite und beobachtete alle. Als eine Warzenschweindame mit ihren Babys kam und zwischen den Waisen herumlief, um sich auch etwas Abk\u00fchlung an diesem hei\u00dfen Tag zu g\u00f6nnen, sprang Murit pl\u00f6tzlich auf und begann, sie zu verjagen. Das verursachte ein gro\u00dfes Durcheinander. Er jagte sie vom Eingang weg, und da die Seiten durch die Besucher blockiert waren, blieb den Warzenschweinen keine andere Wahl, als sich durch die Menge zu w\u00fchlen. Murit hielt danach Wache und passte auf, dass die Warzenschweine nicht zur\u00fcckkamen.<br \/>\nDrau\u00dfen im Busch \u00fcbernahm Oltaiyoni als eine der \u00e4lteren K\u00fche die Rolle des Aufpassers. Sie kollerte sehr tief und rief die ganze Gruppe zusammen. Sie sorgte sich, dass die Waisen zu weit auseinander und von den Keepern entfernt grasen k\u00f6nnten. Um zu best\u00e4tigen, dass alles in Ordnung war, meldeten sich als erste Mbegu und Ndotto zur\u00fcck, und nach und nach kollerten auch die Anderen. Nach kurzer Zeit gingen sie dann alle unter Oltaiyonis F\u00fchrung in die gleiche Richtung los.<br \/>\nTusuja zeigt auch gro\u00dfe Verbesserungen. Heute machte er sich sogar daran, sich einzustauben, was er schon lange nicht mehr gemacht hat.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/9820158844-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murit und Dupotto vorneweg<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 29. August 2015<\/strong><br \/>\nNachdem die Waisen am Vormittag das Grasen begonnen hatten, verbrachten Enkikwe und Sokotei einige Zeit damit, ihre Kr\u00e4fte zu messen. H\u00e4ufig sah es so aus, als w\u00fcrde Sokotei gewinnen; er kletterte auf Enkikwe, sodass dieser sich hinknien musste. Enkikwe gab aber nicht auf und schaffte es, sich zu befreien, wieder aufzustehen und sich gegen Sokotei zu verteidigen. Da sich keiner von den beiden ergeben wollte, wurde der Kampf immer heftiger, bis Mashariki sich einmischte und das Spiel beendete. Sokotei versuchte dann, Mashariki herauszufordern, doch sie schnappte sich seinen Schwanz, sodass er aufschrie und wegrannte. Die \u00e4lteren K\u00fche wissen genau, wie sie die frechen Jungs im Zaum halten k\u00f6nnen!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/98201581152-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Enkikwe f\u00fchlt sich wie ein Gewinner<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 30. August 2015<\/strong><br \/>\nW\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde um 11 Uhr hatten die jungen Bullen sehr viel Spa\u00df. Ndotto, Lasayen und Ngilai rannten in den Besuchsbereich, nachdem Pea und Pod vorneweg stolziert waren. Winzling Ndotto versuchte, nach ihren Schw\u00e4nzen zu greifen, aber es gelang ihm nicht, da sein kleiner R\u00fcssel kaum heranreichte. Lasayen versuchte, sie mit seinem Kopf anzusto\u00dfen, doch auch er konnte ihre hohen K\u00f6rper nicht erreichen. Pea und Pod gingen zur lockeren Erde und wollten sich ein Staubbad genehmigen. Sie hatten aber nur kurz Ruhe, denn Lasayen und Ndotto rannten zu ihnen hin\u00fcber und gingen, ihre kleinen \u00c3\u2013hrchen aufgestellt, in Angriffspose. Sie wirbelten Staub auf, sodass Pea und Pod die Flucht antraten. Die zwei Rabauken konnten sich dann selbst in der lockeren Erde herumrollen. Sie spielten und stie\u00dfen gegeneinander, sehr zur Freude der Zuschauer.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/98201581512-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Jungs auf dem Weg zum Staubbad<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 31. August 2015<\/strong><br \/>\nDer kleinen Godoma geht es gut, aber sie lernt noch, den Keepern zu vertrauen. Sie ist noch immer sehr sch\u00fcchtern und etwas nerv\u00f6s. Drau\u00dfen im Busch und w\u00e4hrend der Besuchsstunde h\u00e4lt sie sich immer zwischen den anderen Babys auf. Sie geht auch immer noch nicht gern in ihren Stall zur\u00fcck und wird immer von Mwashoti, Murit, Alamaya, Kamok und Mbegu hinein gebracht. Sie ist in Mwashotis Stall umgezogen, da es besonders schwierig war, sie in einen der vorderen St\u00e4lle neben Kamok und Mbegu hinein zu bekommen. In ihren neuen Stall begleitet Mwashoti sie einfach hinein, und so geht das ganze viel unproblematischer vonstatten als vorher. Sie scheint sich dort sehr wohlzuf\u00fchlen.<br \/>\nTusuja k\u00e4mpft noch immer mit seinen gesundheitlichen Problemen. Er ist nicht mehr so schwach wie vorher, doch er muss noch mehr Gewicht zulegen. Er trinkt die Milch und frisst das Gr\u00fcn gut, also k\u00f6nnen wir nur abwarten und ihn beobachten.<br \/>\nSimotuas Wunden heilen ziemlich gut, und er wird immer kr\u00e4ftiger. Er sieht gl\u00fccklich und zufrieden mit seinen Freunden aus, die sich so nett und f\u00fcrsorglich um ihn k\u00fcmmern.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/98201581922-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Godoma lernt, den Keepern zu vertrauen<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-august-2015\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Samstag, 1. August 2015 Der arme Losoito hat noch immer einen gereizten Magen und Durchfall. 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Die s\u00fc\u00dfe Mbegu k\u00fcmmert sich immer um alle und legte ihren R\u00fcssel &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-august-2015\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eNairobi Nursery August 2015\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":7187,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[41,40,1],"tags":[],"class_list":["post-7186","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nairobi_nursery","category-tagebuch-der-keeper","category-news"],"pp_statuses_selecting_workflow":false,"pp_workflow_action":"current","pp_status_selection":"publish","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7186","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7186"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7186\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7188,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7186\/revisions\/7188"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7187"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7186"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7186"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7186"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}