{"id":7195,"date":"2015-10-04T08:35:41","date_gmt":"2015-10-04T07:35:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=7195"},"modified":"2015-10-04T08:35:41","modified_gmt":"2015-10-04T07:35:41","slug":"voi-august-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/voi-august-2015\/","title":{"rendered":"Voi August 2015"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 1. August 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein sch\u00f6ner k\u00fchler Morgen; die Waisen kamen fr\u00f6hlich aus ihren Gehegen, und die milchabh\u00e4ngigen Kleinen tranken ihre Milch sehr schnell aus. Danach sammelten sie sich, um Kopra zu fressen, bevor sie zu den Weidegr\u00fcnden aufbrachen. Es blieb recht kalt, und so gingen sie nur zum Wasserloch, um Milch zu trinken und Wasser zu saufen, wollten aber nicht baden. Sp\u00e4ter am Abend schloss sich eine kleine wilde Herde den Waisen beim Grasen an. Lesanju, Sinya und Lempaute gaben sich alle M\u00fche, ihre Herde von der wilden weg zu man\u00f6vrieren. Sie profitierten davon, dass es bereits Abend war und sie die Waisen \u00fcberzeugen konnten, mit ihnen zu den Stallungen zu gehen, sodass ihr Plan schlie\u00dflich aufging.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/96201565113-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lesanju f\u00fchrt die Waisenherde weg<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 2. August 2015<\/strong><br \/>\nAm Morgen war es wieder ziemlich kalt. Die Waisen schlossen sich zu ein paar Spielen zusammen, bevor sie sich auf den Weg in den Busch machten. Sie grasten den ganzen Weg bis zur Nordseite des Parks. Dort bekamen sie auch ihre Milch, weil sie bei dem kalten Wetter sowieso nicht zum Wasserloch zur\u00fcckwollten.<br \/>\nSp\u00e4ter am Nachmittag \u00fcberlegte Ishaq-B es sich anders und f\u00fchrte alle zum Wasserloch, wo sie ihren Durst l\u00f6schten und ein kurzes Bad nahmen, da es langsam etwas w\u00e4rmer wurde. Lesanju, Kihari und Naipoki hatten einen tollen Plansch-Wettbewerb.<br \/>\nDen Rest des Tages grasten die Waisen in der N\u00e4he des Wasserlochs, und Lempaute graste auch noch weiter, als die Anderen bereits zu den Stallungen zur\u00fcckkehrten. Sie kam sp\u00e4ter alleine hinterhergerannt und schloss sich f\u00fcr die Nacht ihren Freunden in den sicheren Gehegen an.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/9620156504-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tundani (rechts) grast mit den Anderen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 3. August 2015<\/strong><br \/>\nHeute war ein wunderbarer Morgen, und die Waisen kamen aus ihren Gehegen und genossen ihre Milch, bevor sie sich ihrem Zusatzfutter widmeten. Sie machten sich dann auf zu den Weidegr\u00fcnden, und nach einer Weile kehrten sie langsam um, sodass sie am Nachmittag am Wasserloch ankamen. Nach einem kurzen Bad kam Tundani aus dem Wasser und ging zum Staubbad. Lentili forderte ihn zu einem Einstaub-Wettbewerb heraus, und sp\u00e4ter gingen die beiden zu ihren Freunden, die bereits wieder grasten. Nelion genoss es, die Herde am Abend zu den Stallungen zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/96201565341-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tundani beim Staubbad<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 4. August 2015<\/strong><br \/>\nDer Tag begann damit, dass die Waisen aus ihren Gehegen kamen und frische gr\u00fcne Bl\u00e4tter fra\u00dfen. Sie konzentrierten sich sehr auf das Grasen, w\u00e4hrend sich dunkle Wolken bildeten, die die Sonne bedeckten.<br \/>\nDie Waisen gingen zum gro\u00dfen Wasserloch und l\u00f6schten dort ihren Durst. Die milchabh\u00e4ngigen Waisen genossen ihre leckere Milch, bevor sie in der N\u00e4he des Wasserlochs grasten.<br \/>\nSp\u00e4ter gerieten Layoni und Lempaute aneinander und lieferten sich einen heftigen Ringkampf, um irgendeine Meinungsverschiedenheit zu kl\u00e4ren. Sie nahmen sich Zeit und schubsten sich gegenseitig herum, w\u00e4hrend die Anderen weiter in den Busch gingen, um zu grasen. Der Tag endete friedlich, nachdem die beiden voneinander abgelassen hatten, und sie folgten den restlichen Waisen unter der sorgsamen F\u00fchrung von Tundani zu den Stallungen zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/96201565642-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ndii grast<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 5. August 2015<\/strong><br \/>\nEs war erneut ein k\u00fchler Morgen. Das Wetter diesen Monat ist sowohl f\u00fcr die Keeper als auch die Waisen unangenehm. Die Waisen versuchten, sich mit einem Staubbad aufzuw\u00e4rmen, bevor sie aufbrachen und das Grasen begannen. Es gab keine besonderen Vorkommnisse.<br \/>\nSp\u00e4ter am Nachmittag sorgten leichte Regenf\u00e4lle f\u00fcr N\u00e4sse. Die Waisen legten sich in die feuchte Erde und spielten, bevor sie zum Wasserloch gingen, um ihre Milch zu trinken und etwas Wasser zu saufen. Bei der K\u00e4lte wollen sie aber kein Bad nehmen.<br \/>\nAls sie am Abend wieder an den Gehegen ankamen, n\u00e4herte sich eine wilde Elefantenherde mit einem jugendlichen Bullen, seiner Mutter und einem kleinen Kalb, der Tr\u00e4nke. Mbirikani, Panda und Ishaq-B begr\u00fc\u00dften sie kollernd aus ihren Gehegen und die Herde kollerte zur\u00fcck. Nach einer halben Stunde verlie\u00dfen sie die Stallungen wieder und gingen ihrer Wege.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/9620157025-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Eine kleine wilde Herde s\u00e4uft an den Stallungen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 6. August 2015<\/strong><br \/>\nDer Tag verlief gut, und die Waisen grasten weit n\u00f6rdlich im Park. Sie gingen langsam und kamen sp\u00e4ter am Nachmittag am gro\u00dfen Wasserloch an. Sie hatten viel Spa\u00df im Schlammbad, und Ndii zeigte die beste Show. Kenia beschloss, Ndii zu einem freundschaftlichen Wettbewerb herauszufordern. Danach kamen sie aus dem Pool und staubbadeten kurz, bevor sie wie \u00fcblich weitergrasten.<br \/>\nSp\u00e4ter erhielten wir eine Meldung \u00fcber ein wildes Elefantenkalb, das wieder in dem gleichen Loch an der Wasserpipeline gefangen war. Dieses Kalb war etwas \u00e4lter und konnte bei der Rettung gef\u00e4hrlich werden. Trotz des Risikos verlief die Rettung aber gut, und das Kalb konnte zu seiner Familie zur\u00fcckkehren, die ein St\u00fcck verscheucht worden war, damit wir das Kalb ohne Probleme retten konnten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/9620157713-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Schlammbadspiele<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 7. August 2015<\/strong><br \/>\nDer Tag begann gut, und die milchabh\u00e4ngigen Waisen leerten ihre Flaschen, ehe sie sich ihren \u00e4lteren Freunden beim Fr\u00fchst\u00fcck anschlossen. Ndoria begann beinahe einen Streit, weil sie Pandas Milch wollte, nachdem sie ihre eigene ausgetrunken hatte. Die Keeper griffen aber ein und schoben sie weg, damit Panda in Ruhe trinken konnte.<br \/>\nAm Nachmittag grasten die Waisen und kamen an dem Wasser-LKW vorbei, der gerade das neue Wasserloch auff\u00fcllte, das wir heute angelegt haben. Lesanju, Lempaute und Wasessa soffen direkt aus dem gro\u00dfen Rohr am LKW und lie\u00dfen das saubere Wasser in den Tonnen stehen.<br \/>\nDen Rest des Tages grasten die Waisen vorbildlich. Sie genossen etwas Luzernenheu und Grewia, als sie am Abend zu den Stallungen zur\u00fcckgekehrt waren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/96201573321-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Das Wasserloch wird aufgef\u00fcllt<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 8. August 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein sch\u00f6ner Tag. Die Waisen grasten in einer Reihe und gingen am Nachmittag zum neuen mittleren Wasserloch. Nachdem sie kurz gebadet hatten, n\u00e4herte sich eine gro\u00dfe wilde Elefantenherde und schloss sich ihnen beim Saufen an. Lesanju war damit besch\u00e4ftigt, ein kleines Kalb aus der Herde zu locken und mit ihm zu spielen. Sie wurde aber von einer \u00e4lteren Schwester entdeckt und verjagt. Dann versuchten Lesanju, Lempaute, Sinya und Wasessa mit vereinten Kr\u00e4ften, das Kalb zum Spielen zu entf\u00fchren, doch die \u00e4ltere Schwester verjagte sie gleich wieder.<br \/>\nDer Rest des Tages verlief ruhig und ereignislos.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/9620159221-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die \u00e4ltere Schwester des wilden Kalbs blockiert Lesanju den Weg<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 9. August 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen grasten heute Vormittag ausf\u00fchrlich, nachdem sie ihre Milchflaschen geleert und gefr\u00fchst\u00fcckt hatten. Wasessa, Sinya, Lesanju und Lempaute gingen absichtlich langsamer als die Anderen. Mittags beendeten sie das Grasen und gingen zum mittleren Wasserloch. Die milchabh\u00e4ngigen Waisen gehen \u00fcblicherweise zuerst zum Milchtrinken, bevor sich ihnen die \u00e4lteren Waisen am Wasserloch anschlie\u00dfen. Als die Waisen gerade beim Baden waren, l\u00f6ste sich eine durstige Giraffe von ihren drei Freunden und kam zum Saufen zum Wasserloch. Die Waisen machten ihr netterweise Platz zum Saufen und st\u00f6rten sie nicht. Die anderen Giraffen trauten den Elefanten aber nicht und kamen erst zum Wasserloch, nachdem die Waisen fort waren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/96201592551-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Eine Giraffe s\u00e4uft mit den Waisen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 10. August 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen grasten den Vormittag \u00fcber an der Nordeseite des Parks, bevor sie umkehrten und mittags am neuen Wasserloch ankamen. Nachdem sie Wasser gesoffen hatten, schloss sich ihnen eine gro\u00dfe wilde Elefantenherde an und mischte sich unter sie. Lesanju wollte die Kontrolle \u00fcber ihre Herde nicht abgeben und stampfte herum. Es gelang ihr aber nur, Tundani, Lentili, Nelion und Bada bei sich zu behalten, die anderen blieben mehr als 20 Minuten bei den wilden Elefanten, bevor sie zu Lesanju zur\u00fcckkamen. Lesanju f\u00fchrte die Waisen dann f\u00fcr den Rest des Nachmittags zum Grasen von der wilden Herde weg.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/96201592824-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Eine wilde Herde schlie\u00dft sich den Waisen an<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 11. August 2015<\/strong><br \/>\nHeute Morgen besuchten die Waisen das mittlere Wasserloch, tranken aber nur ihre Milch und soffen etwas Wasser. Sie wollten nicht baden, da es zu kalt war. Mzima stand nur am Ufer des Wasserlochs und sah hinein, als ob er sich vorstellte, wie kalt es darin w\u00e4re. Er nahm vor Aufregung seinen R\u00fcssel in den Mund und biss darauf, verlie\u00df dann aber den Pool, weil er nichts machen konnte, um ihn aufzuw\u00e4rmen. Mudanda und Ndoria kratzten sich an einem umgest\u00fcrzten Baum und mieden ebenfalls das kalte Wasser. Da das Bad heute ausfiel, grasten die Waisen direkt weiter. So verbrachten sie den Rest des Tages, bis sie am Abend zu den Stallungen zur\u00fcckkehrten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/96201593244-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mzima l\u00e4sst sich vom kalten Wasser abschrecken<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 12. August 2015<\/strong><br \/>\nDer heutige Vormittag verlief gut, und mittags gingen die Waisen zum mittleren Wasserloch. Spannung lag in der Luft, als die Waisen zwei gro\u00dfe wilde Bulle trafen, die mitten im Wasserloch soffen. Tundani, Ishaq-B, Lentili, Nelion, Bad und Panda wollten ihnen beim Baden Gesellschaft leisten und schlichen sich mit ins Wasserloch. Die wilden Bullen waren sehr friedlich, doch die Anderen, insbesondere die \u00e4lteren K\u00fche Lesanju, Lempaute, Sinya und Wasessa ignorierten sie. Die sechs kontaktfreudigeren Babys beendeten dann auch das Bad mit den Bullen und liefen Lesanju hinterher, die aufbrach. Die wilden Bullen machten sich sp\u00e4ter auf zum Voi-Fluss, und die Waisen grasten den Rest des Tages im Busch.<br \/>\nKihari und Naipoki genossen es am Abend, die Waisen zur\u00fcck zu den Stallungen zu f\u00fchren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/96201593556-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen und zwei wilde Bullen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 13. August 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein wundersch\u00f6ner Morgen, und nach dem Fr\u00fchst\u00fcck kamen die Babys zu ein paar Spielen zusammen. Ndoria und Bada standen neben einem Felsen und kratzten ihre Hintern um die Wette. Ihr Spiel lockte eine Menge Zuschauer an, was Rombo eifers\u00fcchtig machte. Er suchte sich seinen eigenen Felsen und kratzte sich ebenfalls, bekam allerdings nicht so viele Zuschauer.<br \/>\nDer Rest des Tages war recht ereignislos, und die Waisen grasten bis zum Abend.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/96201593923-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ndoria und Bada kratzen ihre Hintern<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 14. August 2015<\/strong><br \/>\nAls die Waisen am Morgen gerade mit Grasen besch\u00e4ftigt waren, erhielten wir eine Meldung, dass ein Elefantenkalb in ein nat\u00fcrliches Loch im Salt Lake Schutzgebiet gefallen war. Das Ziwani Antiwildereiteam leitete sie uns weiter, in der Hoffnung, dass die Keeper schnell reagieren k\u00f6nnten, da sie gerade recht weit weg waren.<br \/>\nSchnell wurde ein Rettungsteam zusammengestellt, und als es dort ankam, hatten die Wildh\u00fcter des Schutzgebiets das Kalb bereits aus dem Loch geholt. Doch es war nun allein in den Ebenen der Gegend unterwegs. Das verzweifelte wilde Elefantenkalb folgte ein paar Zebras und drei B\u00fcffeln, um etwas Gesellschaft zu haben, doch die anderen Tiere rannten vor ihm weg. Die Keeper retteten das arme Waisenkalb und gaben ihm etwas Milch, wie sie die Waisen immer bekommen, w\u00e4hrend sie auf ein Flugzeug aus Nairobi warteten, das inzwischen angefordert worden war. Das Ziwani Antiwildereiteam kam dann auch rechtzeitig an, sodass es ein leichtes war, das Kalb in das Flugzeug zu heben, damit es zum Waisenhaus in Nairobi geflogen werden konnte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/98201592515-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Das von den Voi-Keepern gerettete Kalb<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 15. August 2015<\/strong><br \/>\nAuch heute kamen die Waisen zuerst zum Milchtrinken heraus, ehe sie ein wenig fr\u00fchst\u00fcckten. Ngulia, das Waisenzebra, stellte einem Pavian, der die Waisen beobachtete und \u00fcberlegte, wie er ihnen das Fr\u00fchst\u00fcck stehlen konnte, eine Falle und trat ihn heftig mit ihrem Vorderbein. Der Pavian schrie laut auf, sodass ihm seine Artgenossen zu Hilfe kamen. Ngulia rannte zu den Keepern, die gerade ihren Tee tranken, und so bekamen die Paviane keine Gelegenheit zur Rache.<br \/>\nDie Elefantenwaisen gingen dann zu den Weidegr\u00fcnden und besuchten am Nachmittag das mittlere Wasserloch. Es gab einen netten Badewettbewerb zwischen Ndii, Kihari, Panda und Layoni. Als Kihari feststellte, dass Ndii die beste Performance zeigte und nicht zu schlagen war, gab sie auf und nahm lieber ein Staubbad.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/98201592341-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kihari genie\u00dft das Staubbad<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 16. August 2015<\/strong><br \/>\nDer Morgen war k\u00fchl, als die Waisen bei leichtem Nieselregen aus den Gehegen kamen. Die Wolken machten sp\u00e4ter der Sonne Platz, doch es blieb trotzdem etwas k\u00fchl. Die Waisen kamen am Nachmittag am mittleren Wasserloch an und hatten auf dem Weg dorthin gegrast. Nachdem die milchabh\u00e4ngigen Waisen ihre leckere Milch getrunken hatten, schlossen sie sich ihren \u00e4lteren Freunden am Wasserloch an, um zu saufen und zu baden. Die Waisen standen am Ufer des Wassers und diskutierten, ob sie hineingehen sollten oder nicht. Tundani fasste sich ein Herz und sprang ins Wasser. Seine engen Freunde Nelion und Lentili folgten ihm. Nachdem sich viele andere Waisen auch noch durchgerungen hatten, wurde es ein phantastisches Bad. Bada und Ndoria blieben drau\u00dfen und nahmen ein lebhaftes Staubbad.<br \/>\nDen Rest des Tages grasten die Waisen in der N\u00e4he des Wasserlochs. Ishaq-B durfte sie am Abend zu den Stallungen zur\u00fcckf\u00fchren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/98201591654-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bada s\u00e4uft Wasser<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 17. August 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen grasten ordentlich aufgereiht und besuchten am Nachmittag das mittlere Wasserloch. Nach der Milchf\u00fctterung hatten sie viel Spa\u00df beim W\u00e4lzen, da es ein warmer Tag war. Kenia beschloss, dass ihre Freundin Ndii aufgemuntert werden sollte; sie legte sich im Schlammloch in ihre N\u00e4he und sie ber\u00fchrten sich z\u00e4rtlich mit ihren R\u00fcsseln. Bada und Kivuko widmeten sich ganz dem Staubbad, eine der Lieblingsbesch\u00e4ftigungen der Elefantenwaisen.<br \/>\nDie verbleibende Zeit grasten die Waisen in der N\u00e4he des Wasserlochs, bevor sie am Abend alle zu den Stallungen zur\u00fcckkehrten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/98201591311-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kenia kniet sich hin<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 18. August 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen kamen aus ihren Gehegen und hatten viel Energie. Sie leerten ihre Milchflaschen in Rekordzeit. Danach war Zeit f\u00fcr ein paar freundschaftliche Spiele. Layoni legte sich auf Mzimas Bauch, der daraufhin um Hilfe schrie. Lesanju, Lempaute uns Sinya kamen herbeigeeilt. Mzima r\u00e4chte sich an Layoni, indem er ihn verjagte. Layoni rannte davon und f\u00fchrte dann die anderen Waisen zu den Weidegr\u00fcnden. Mzimas \u00c4rger hatte sich gelegt, als sie im Busch ankamen, und so grasten die Waisen den Rest des Tages friedlich.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/98201591117-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mzima<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 19. August 2015<\/strong><br \/>\nDas morgendliche Grasen verlief gut, nachdem es an den Stallungen ausgiebige Spiele gegeben hatte. Die Waisen verteilten sich im flachen unteren Bereich des Mazinga-Bergs und futterten soviel Gras, wie sie konnten. Sie kamen nur langsam vorw\u00e4rts, mit Absicht, damit sie genug Zeit zum Fressen hatten.<br \/>\nSp\u00e4ter gab es etwas Aufregung, als Mudanda einen ernsthaften Streit mit Ndoria anfing, nachdem sie ihre Milchflaschen geleert hatten. Ndoria ging davon und beobachtete die Kleinen dabei, wie sie ins Wasser gingen. Dann schlich sie sich auch hinein, dicht gefolgt von den \u00e4lteren Waisen. Bada ging sp\u00e4ter zu Ndoria und tr\u00f6stete sie mit ein paar Staubbad-Spielen abseits von Mudanda, die das Kommando im Wasserloch \u00fcbernommen hatte. Wir vermuten, dass der Streit entbrannt war, weil Ndoria mit Mudandas Adoptivmama Wasessa gespielt hatte.<br \/>\nDen Rest des Tages verlief alles gut und Mbirikani f\u00fchrte die Kleinen am Abend zu den Gehegen zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/9820159942-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ndoria kommt aus dem Schlammbad<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 20. August 2015<\/strong><br \/>\nHeute war ein warmer und sonniger Tag, und drau\u00dfen im Busch suchten die Waisen unter den B\u00e4umen Schutz vor der brennenden Sonne. Am Mittag gingen sie zum Wasserloch, um ihren Durst zu l\u00f6schen. Die Kleinen genossen zuerst ihre Milch, und gleich danach kamen die \u00c4lteren hinterher.<br \/>\nTaveta wurde beim Grasen zur\u00fcckgelassen und kam zehn Minuten sp\u00e4ter wieder zu seinen Freunden. Lesanju ging hinunter, um mit Mudanda im Wasser zu spielen. Wasessa bemerkte, dass Lesanju ihren R\u00fcssel durch ihre Beine in Mudandas Richtung streckte. Wasessa hat gro\u00dfen Respekt vor Lesanju und wollte sich nicht mit ihr anlegen; sie blockierte ihr aber den Weg und drohte damit, auf ihren R\u00fcssel zu treten. Mudanda versuchte, zwischen Wasessas Beinen durchzurollen, um Lesanju auf der anderen Seite zu erreichen. Wasessa nahm schlie\u00dflich ihr Adoptivkind mit aus dem Wasser und von Lesanju weg.<br \/>\nDen Rest des Tages grasten die Waisen vorbildlich in der N\u00e4he des Wasserlochs.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/982015940-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Taveta grast<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 21. August 2015<\/strong><br \/>\nEs gab einen einmaligen Bade-Wettbewerb, als die Waisen heute Nachmittag am Wasserloch ankamen. Zuerst wurde ganz normal gebadet, doch dann gab es ein paar einzigartige Spiele. Mbirikani spielte nicht mit und rieb sich stattdessen ihren Bauch und R\u00fccken am Ufer des Wasserlochs. Layoni kam dazu, setzte sich direkt neben sie, und die beiden veranstalteten ein tolles synchrones Hinternkratzen. Auf der anderen Seite legte sich Kivuko hinter Naipoki auf einen Haufen roter Erde und schob sie so von ihrem Staubbad weg.<br \/>\nDen Rest des Tages grasten die Waisen an den H\u00e4ngen an der Nordseite des Mazinga-Bergs.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/9820158546-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mbirikani schuffelt ihren Bauch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 22. August 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein sch\u00f6ner Tagesbeginn, und die Waisen kamen fr\u00fch am Morgen aus den Gehegen und gingen zum Grasen zur Nordseite des Parks. Tundani \u00fcbernahm die F\u00fchrung, und sie bewegten sich im Zeitlupentempo vorw\u00e4rts, w\u00e4hrend sie ihre M\u00e4gen f\u00fcllten. Dann kehrten sie langsam um und kamen gegen Mittag am Wasserloch an. Dort gab es viel Spiel und Spa\u00df im Schlammbad, bevor schlie\u00dflich die letzte Runde Grasen drau\u00dfen im Busch begann.<br \/>\nEine kleine Elefantenherde, bestehend aus einem jungen Bullen, einer Mutter und einem Kalb, besuchte am Nachmittag die Tr\u00e4nke an den Stallungen. Diese wilde Herde ist h\u00e4ufig zu Besuch und sie f\u00fchlten sich wohl dabei, an den Stallungen Wasser zu saufen. Sie blieben eine Stunde und entspannten sich unter einer Akazie, ehe sie wieder den Berg hinunter zu den Ebenen gingen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/9820158492-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tundani geht voran<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 23. August 2015<\/strong><br \/>\nEs war wieder ein wunderbarer Morgen, und die Waisen genossen das Grasen in den Morgenstunden. Sie gingen dann ihren Durst am mittleren Wasserloch l\u00f6schen, wo es eine wilde Party im Schlammbad gab. Es war eine Menge fr\u00f6hliches Geschrei zu h\u00f6ren und der eine jagte den anderen herum. Sie zertrampelten bei ihren Spielen auch noch viel Geb\u00fcsch, was einen gro\u00dfen wilden Elefantenbullen erschreckte; als dieser den Krach der Waisen h\u00f6rte, wusste er nicht, was los war und rannte davon. Mzima und Taveta sahen ihn weglaufen, wurden neugierig und jagten ihm noch nach. Der Bulle war aber schneller und verschwand. Die zwei Waisenbullen kamen mit stolzgeschwellter Brust zu ihren Freunden zur\u00fcck. Rombo war damit besch\u00e4ftigt, auf seinen Vorderbeinen zu knien und gro\u00dfe Erdhaufen vom Ufer auszugraben. Dabassa schob ihn von hinten und versuchte ihn davon abzuhalten, ihr sch\u00f6nes Wasserloch zu zerst\u00f6ren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/98201583210-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Schlammbadzeit<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 24. August 2015<\/strong><br \/>\nHeute gab es wieder ein friedliches morgendliches Grasen, und die Waisen gingen am Nachmittag zum mittleren Wasserloch. Bada nahm ein kurzes Bad und ging zum Ufer, um seinen juckenden Hintern daran zu reiben. Ein m\u00e4nnliches Warzenschwein schien das sehr beeindruckend zu finden und kam sehr dicht an ihn heran, um ihm zuzusehen. Lempaute sah es, sch\u00f6pfte Verdacht und verjagte ihn von Bada. Dann startete sie eine gro\u00dfe Aktion, um Mudanda von Wasessa und Lesanju wegzulocken. Lesanju, die sich gerade in Mudanda verguckt zu haben scheint, umgarnt sie mit ihrer ganzen Liebe, und es scheint ihr tats\u00e4chlich zu gelingen, Mudandas Aufmerksamkeit zu gewinnen. Wasessa musste sich alle M\u00fche geben, um Mudanda von Lesanju wegzuziehen. Sie griff mit ihrem R\u00fcssel nach Mudanda und zog sie wieder an sich. Sie gingen schlie\u00dflich alle aus dem Wasser, um f\u00fcr den Rest des Tages zu grasen.<br \/>\nEine gro\u00dfe Elefantenherde kam mittags zum Saufen zur Tr\u00e4nke an den Stallungen. Das ist eine weitere Herde, die h\u00e4ufig mit ihren zwei kleinen K\u00e4lbern zu den Stallungen kommt. Sie hatten ein wunderbares Schlammbad im Wasserloch an den Stallungen, bevor sie wieder aufbrachen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/98201582514-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bada kratzt sich den Hintern<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 25. August 2015<\/strong><br \/>\nZwei Minuten nachdem der LKW das Wasserloch der Waisen aufgef\u00fcllt hatte, kam eine L\u00f6win angeschossen und rannte nur knapp an zwei durstigen Warzenschweinen vorbei, die zum Saufen gekommen waren. Die Warzenschweine machten, dass sie davonkamen, doch die L\u00f6win interessierte sich nicht f\u00fcr sie, da sie es auf ein Impala abgesehen hatte, das mitten im Wasser war. Das Impala war gro\u00df und schwer, und die L\u00f6win musste es aus dem Wasser zerren, was eine geschlagene halbe Stunde dauerte. Danach brachte sie es unter einen Baum, um es zu fressen.<br \/>\nDie Waisen bemerkten den L\u00f6wengeruch, als sie sich dem Wasserloch n\u00e4herten und wurden sehr nerv\u00f6s. Sie nahmen nur ein kurzes Bad, und den Rest des Tages blieben sie dicht bei den Keepern und mieden die Gegend mit der L\u00f6win und ihrem Opfer vollst\u00e4ndig.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/98201581335-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ein L\u00f6win bereit zum Angrff<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 26. August 2015<\/strong><br \/>\nHeute war ein wunderbarer Tag, und Layoni f\u00fchlte sich, als w\u00e4re er schon ein gro\u00dfer Junge. Er wanderte und graste allein durch die Gegend und lie\u00df die Anderen zur\u00fcck. Layoni graste auf der S\u00fcdseite der Stallungen und besuchte diese gegen Mittag. Er hoffte wohl auf ein paar Leckereien, wie eine fr\u00fche Milchflasche, doch daf\u00fcr ist er schon zu alt. Er blieb 20 Minuten an den Stallungen, bevor er wieder zum Grasen ging. Er scheint auch ein sehr gutes Zeitgef\u00fchl zu haben, denn um genau 17 Uhr kam er zu den Stallungen zur\u00fcck, als seine Freunde auch gerade ankamen. Es hatte aber vermutlich mehr mit der Infraschall-Kommunikation der Elefanten zu tun, als mit einem Blick auf die Uhr: Elefanten k\u00f6nnen auf Wellenl\u00e4ngen, die Menschen nicht h\u00f6ren k\u00f6nnen, \u00fcber Entfernungen bis 4km kommunizieren. Er wurde aufgeregt und fr\u00f6hlich von seinen Freunden begr\u00fc\u00dft, die ihn offenbar den Tag \u00fcber vermisst hatten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/9820158813-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Layoni grast allein<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 27. August 2015<\/strong><br \/>\nEs gab am Morgen ein paar sch\u00f6ne Spiele. Naipoki und Taveta \u00fcberfielen Kihari, die auf ihrem Bauch lag und den Kopf hingelegt hatte. Naipoki hielt sich zur\u00fcck, weil sie keinen \u00c4rger machen wollte, doch Taveta kletterte auf Kihari und wollte auf ihrem R\u00fccken reiten.<br \/>\nAls die Waisen am Fu\u00df des Mazinga-Bergs ankamen, entschied Mbirikani, die gerade die Gruppe anf\u00fchrte, dass es nun bergauf gehen sollte. Die anderen Waisen folgten ihr aber nicht. Sie setzte ihren Plan trotzdem um und graste den ganzen Tag allein dort oben, wo sie das beste Gr\u00fcnfutter fand. Sie war aber sehr p\u00fcnktlich und kam rechtzeitig herunter, um zu den Stallungen zu gehen.<br \/>\nAls die anderen Waisen am Abend auf dem Weg zu den Stallungen waren, bemerkten die Keeper eine Puffotter, die sich in der N\u00e4he des Schlammbads der Waisen unter einem Felsen versteckte und gerade einen Klippschliefer verschlang. Die Keeper gingen mit den Waisen einen kleinen Umweg, um nicht auf die giftige Schlange zu treffen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/9820158435-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Naipoki und Taveta klettern auf Kihari<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 28. August 2015<\/strong><br \/>\nAls die Waisen am mittleren Wasserloch ankamen, trafen sie auf eine gro\u00dfe wilde Elefantenherde, die bereits im Wasser spielte und dabei viel Spa\u00df hatte. Sie mischten sich unter sie und wollten vor allem mit zwei wilden Babys spielen, die im Wasser schwammen. Die \u00e4lteren Schwestern der beiden K\u00e4lber wurden dann aber aggressiv und besch\u00fctzten ihre kleinen Geschwister. Sie nahmen sie mit sich aus dem Wasser, sodass die Waisen nicht mit ihnen spielen konnten. Die beiden Schwestern standen dann sogar am Ufer Wache, und auch als die wilden Elefanten das Wasserloch verlassen hatten, bekamen die Waisen keine Chance, sich ihnen beim Grasen anzuschlie\u00dfen.<br \/>\nNachdem die wilde Herde aufgebrochen war, grasten die Waisen den Rest des Tages in der N\u00e4he des Wasserlochs.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/9820158058-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen treffen eine wilde Herde<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 29. August 2015<\/strong><br \/>\nDie jungen Waisen versammelten sich mittags zur Milchf\u00fctterung, gefolgt von den \u00c4lteren ein paar Minuten sp\u00e4ter. Als die Waisen gerade das Schlammbad genossen, kam eine wilde Elefantenherde an. Unter ihnen war eine Kuh mit riesigen Sto\u00dfz\u00e4hnen. Tundani, Nelion, Ishaq-B und Lentili rannten vor Angst aus dem Wasser, kamen aber sp\u00e4ter zu ihren Freunden zur\u00fcck, als sie sahen, dass die Kuh doch ganz nett war. Die wilden Elefanten badeten kurz, bevor sie weitergrasten. Lesanju und Sinya f\u00fchrten ihre Waisen von der grasenden Herde weg.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/98201574729-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tundani genie\u00dft das Schlammbad<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 30. August 2015<\/strong><br \/>\nDer Tag begann wie \u00fcblich: die Waisen genossen ihre morgendlichen Milchflaschen und das Zusatzfutter, bevor sie zu den Weidegr\u00fcnden aufbrachen. Dort angekommen, grasten sie in einer Reihe und bewegten sich dabei langsam in Richtung des mittleren Wasserlochs, wo sie am Nachmittag ankamen. Die jungen Waisen, die zuerst da waren, um ihre Milchflaschen zu bekommen, blieben abrupt stehen, als sie zwei gro\u00dfe wilde Elefantenbullen mitten im Wasserloch sahen. Die \u00e4lteren Waisen kamen ein paar Minuten sp\u00e4ter dazu. Mzima ging wie selbstverst\u00e4ndlich zu den Bullen hin, und so konnten die Waisen gemeinsam mit ihnen baden. Dann \u00fcberraschte Mzima seine Freunde damit, dass er einen der Bullen sogar zu einem Ringkampf herausforderte. Er folgte den wilden Bullen noch zum Voi-Fluss und kam nach einer Stunde zu seinen Waisenkollegen zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/98201574353-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ishaq-B f\u00fchrt an<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 31. August 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen hatten einen sehr gesch\u00e4ftigen Tag des Grasens. Sie besuchten das mittlere Wasserloch, wo sie kurz badeten, bevor sie wie \u00fcblich weitergrasten.<br \/>\nAls sie abends gerade wieder zu den Stallungen zur\u00fcckgekommen waren, erhielten wir von Touristen eine Meldung, dass schon wieder ein wildes Kalb in dem \u00fcblichen Loch an der Mzima-Mombasa-Wasserpipeline gefangen war. Als das Rettungsteam dort ankam, sahen sie, dass ein Rudel von sechs L\u00f6wen ein Zebra in genau dem gleichen Wasserloch gerissen hatte und nun ihre Beute zur\u00fccklie\u00df, um sich auch noch das Elefantenbaby vorzunehmen. Die Mutter war in der N\u00e4he, konnte das Kalb aber nicht aus dem Loch befreien. Die Rettung war durch die Anwesenheit der L\u00f6wen nicht einfach, aber trotzdem erfolgreich. Das Elefantenkalb konnte schlie\u00dflich wieder zu seiner Mutter und dem Rest seiner Familie zur\u00fcckkehren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/98201573144-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen kommen am mittleren Wasserloch an<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/voi-august-2015\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Samstag, 1. August 2015 Es war ein sch\u00f6ner k\u00fchler Morgen; die Waisen kamen fr\u00f6hlich aus ihren Gehegen, und die milchabh\u00e4ngigen Kleinen tranken ihre Milch sehr schnell aus. Danach sammelten sie sich, um Kopra zu fressen, bevor sie zu den Weidegr\u00fcnden aufbrachen. 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