{"id":7262,"date":"2015-10-30T17:27:17","date_gmt":"2015-10-30T16:27:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=7262"},"modified":"2015-10-30T17:27:17","modified_gmt":"2015-10-30T16:27:17","slug":"nairobi-nursery-september-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-september-2015\/","title":{"rendered":"Nairobi Nursery September 2015"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 1. September 2015<\/strong><br \/>\nW\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde war es hei\u00df, und die meisten Waisen nahmen ein ausgiebiges Schlammbad. Wie \u00fcblich waren Mbegu, Dupotto, Roi und Rapa die ersten Babys, die sich zu w\u00e4lzen begannen. Sie hatten alle viel Spa\u00df beim Herumrollen im Pool. Mbegu und Dupotto zeigten, wie toll sie ihre Hintern gleichzeitig am Ufer kratzen konnten. Dann kamen sie beide aus dem Schlammloch und jagten unsere Strau\u00dfen Pea und Pod herum, die am Rand standen. Doch die Strau\u00dfen konnten rechtzeitig davonrennen, und die Babys entschieden sich, ein Staubbad zu nehmen und dabei wunderbar zu posieren. Das lockte Lasayen an, der fr\u00f6hlich mitmachte. Er sa\u00df auf Mbegus Kopf und kratzte sich an ihr. Daf\u00fcr bekam er gro\u00dfen Applaus von den Zuschauern, die erlebten, wie froh und zufrieden die Babys im Waisenhaus sind.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/10220157915-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Pea und Pod mit den Waisen im Hintergrund<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 2. September 2015<\/strong><br \/>\nAlle Waisen kamen fr\u00fch am Morgen aus ihren Gehegen. Die gro\u00dfen M\u00e4dchen begr\u00fc\u00dften einander und sahen nach den Kleinen, wie Rapa und Godoma. Olsekki und Sirimon starteten mit einem Ringkampf in den neuen Tag. Ihr Spiel lockte Sokotei an, der hinzukam und versuchte, Sirimon zu besteigen. Das nervte Sirimon, sodass dieser sich umdrehte und Sokotei hart mit dem Kopf anstie\u00df. Er schubste ihn zu Boden, sodass er laut aufschrie. Suswa, die das Ganze beobachtet hatte, kam herbei, und als Sirimon sie kommen sah, lie\u00df er von Sokotei ab, der nun wieder versuchte aufzustehen. Suswa half ihm mit ihren Hinterbeinen wieder hoch. Sokotei lie\u00df danach Sirimon in Ruhe und graste stattdessen den Rest des Tages in Suswas N\u00e4he.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/102201571237-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Olsekki und Sirimon schubsen sich gegenseitig<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 3. September 2015<\/strong><br \/>\nKurz nachdem die Waisen am Morgen das Grasen im Busch begonnen hatten, wurden sie von zwei Giraffen gest\u00f6rt, die im dichten Geb\u00fcsch herumliefen, nachdem sie die Waisen gesehen hatten. Die pl\u00f6tzlichen Bewegungen und Ger\u00e4usche erschreckten die ganze Waisenherde, die davonrannte. Die Waisen trompeteten und kollerten, und die Kleinen schrien, als sie zu den Keepern fl\u00fcchteten. W\u00e4hrend die meisten zu den Keeper liefen, rannten Elkerama, Ngilai, Simotua und Godoma weiter in den Wald hinein. Die Keeper hatten alle H\u00e4nde voll zu tun, sie wiederzufinden und zur\u00fcckzuholen. Elkerama wechselte h\u00e4ufig die Richtung, doch schlie\u00dflich konnten die Keeper sie finden und zu den anderen Waisen zur\u00fcckf\u00fchren.<br \/>\nPea und Pod geht es noch immer gut bei den Menschen und den Elefanten. Inzwischen gehen sie aber ab und zu weiter von der Herde weg und grasen allein. Das zeigt uns, dass sie langsam erwachsen und unabh\u00e4ngiger werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/102201572047-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Godoma war mit den Anderen davongerannt<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 4. September 2015<\/strong><br \/>\nHeute war Freitag und das bedeutet: Kokosnuss-Ein\u00f6ltag f\u00fcr die Waisen! Kurz nachdem sie bei der 9-Uhr-F\u00fctterung ihre Flaschen geleert hatten, genossen sie es alle, mit \u00c3\u2013l eingerieben zu werden. Niemand versuchte heute, dem Event zu entfliehen.<br \/>\nW\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde hatte die ganze Herde viel Spa\u00df beim Spielen in der lockeren Erde. Sie nahmen ein l\u00e4ngeres Staubbad, denn f\u00fcr ein Schlammbad war es zu kalt. Die kleinen Ndotto und Lasayen rollten sich begeistert in der Erde herum und spielten Fu\u00dfball, wobei sie den Ball durch den Staub schossen. Dabei fiel Ndotto immer wieder nach vorne um, w\u00e4hrend Lasayen ihm hinterher rannte. Das Spiel begeisterte und entz\u00fcckte die Besucher, die hin und weg waren von den beiden Jungs. Ein St\u00fcckchen weiter kletterte Kauro auf Mashariki und Suswa, als diese auf dem Boden herumrollten. Kauros fr\u00f6hliches Spiel wurde j\u00e4h unterbrochen, als Rorogoi ihn auf Mashariki sah und ihn von ihr herunterschubste. Kauro gab daraufhin das Spiel auf, ging davon und musste zusehen, wie Rorogoi seine Kletter\u00fcbungen auf Mashariki fortsetzte. Kauro liebt es, auf seinen Freunden herumzuklettern, wenn diese auf dem Boden liegen, egal wie alt sie jeweils sind. Rorogoi war heute frech und nutzte aus, dass sie gr\u00f6\u00dfer ist als er, um ihn zu verscheuchen und selbst weiterzuspielen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/102201572624-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Boromoko gl\u00e4nzt vom Kokosnuss\u00f6l<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 5. September 2015<\/strong><br \/>\nAls die Waisen am fr\u00fchen Morgen in den Busch hinaus gingen, trafen Kamok, Mbegu, Boromoko und Mwashoti auf eine Gruppe Warzenschweine, die auf dem Weg grasten. Kamok und Mbegu waren frech und wollten sie verjagen, wobei sie trompeteten und Geb\u00fcsch zertrampelten. Das sah spa\u00dfig aus, und Boromoko und Mwashoti entschieden, sie zu unterst\u00fctzen. Die Warzenschweine flohen tief in den Wald hinein. W\u00e4hrend Kamok und Mbegu zu grasen begannen, forderten sich Boromoko und Mwashoti fr\u00f6hlich zu einem Ringkampf heraus. Die beiden Jungs sind beste Spielfreunde. Das Spiel dauerte aber nicht lange, denn Boromoko stie\u00df Mwashoti zu Boden. Mwashoti sprang sofort wieder auf, was die Keeper \u00fcberraschte. Das zeigt uns, wie gut sein verletztes Bein schon verheilt ist. Er wehrte sich nach Kr\u00e4ften, um sich an Boromoko zu r\u00e4chen. Suswa griff dann ein und beendete den Kampf. Sie wollte nicht, dass es zu ruppig wird, weil auch sie sich Sorgen um Mwashotis Bein machte.<br \/>\nW\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde hatten die Waisen ein tolles Schlammbad. Als das Bad zuende war, schaffte es Mbegu nicht, aus dem Schlamm aufzustehen, w\u00e4hrend alle anderen bereits wieder auf dem Weg in den Wald waren. Sie rollte herum und rutschte immer wieder weg. Schlie\u00dflich schrie sie laut auf, was die treusorgende Oltaiyoni h\u00f6rte und sie veranlasste zur\u00fcckzukommen. Oltaiyoni ging ins Matschloch und kniete sich dort hin, um Mbegu hochzuschieben. Das brachte ihr den Applaus der Zuschauer ein, die Oltaiyoni bei der mutigen Hilfsaktion anfeuerten. Unter dem Jubel der Besucher machten sich die beiden Babys trompetend wieder auf den Weg, und die Anderen kamen zu ihnen zur\u00fcckgerannt. Oltaiyoni wird sicher eines Tages eine gute Anf\u00fchrerin und vielleicht sogar Leitkuh werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/10220157476-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kamok f\u00fchrt etwas im Schilde<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 6. September 2015<\/strong><br \/>\nTusuja macht gute Fortschritte. Er kann nun in der Nacht allein aufstehen; vorher brauchte er dabei immer Hilfe. Auch sein Gesicht sieht jetzt voller und fr\u00f6hlicher aus, und er ist aktiver. Seine Haut wird auch besser, doch sein gesamter K\u00f6rperzustand muss sich noch weiter verbessern und er muss noch mehr Gewicht zulegen. Das wird hoffentlich im Laufe der Zeit passieren. Er kommt nun sogar mit zur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde.<br \/>\nDupotto verh\u00e4lt sich in letzter Zeit komisch, wenn sie zu ihrem Stall zur\u00fcckkehrt. Sobald sie ihre Milch getrunken hat, geht sie in eine Ecke ihres Stalls und schlenkert hin und her, manchmal eine Stunde lang, manchmal die ganze Nacht. Zwischendurch legt sie sich hin oder schreit. Wir wissen nicht, woran das liegt. Es k\u00f6nnte etwas mit den Umst\u00e4nden ihrer Verwaisung oder ihrer Rettung zu tun haben. Wir beobachten ihr Verhalten weiter, doch solange sie keine Schmerzen hat oder anderen Probleme bereitet, k\u00f6nnen wir nicht viel tun.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/102201574924-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tusuja geht es langsam besser<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 7. September 2015<\/strong><br \/>\nUm 9 Uhr wurden heute Blutproben von Balguda, Tusuja und Murit genommen, damit wir sehen k\u00f6nnen, wie es den dreien geht. Sie stehen unter genauerer Beobachtung, da ihr Gesundheitszustand noch nicht vollst\u00e4ndig zufriedenstellend ist. Den Ergebnissen zufolge hat Murit keine Infektion, doch er ist immer noch recht appetitlos und sieht nicht so gut aus, wie wir es uns w\u00fcnschen w\u00fcrden. Er macht manchmal einen matten und ruhigen Eindruck und h\u00e4ngt den Anderen hinterher. Balguda und Tusuja machen sich gut.<br \/>\nGodoma hat sich nun sehr gut in ihre neue Familie eingelebt. Sie war anfangs zu \u00e4ngstlich, um sich den Keepern zu n\u00e4hern und f\u00fchlte sich w\u00e4hrend der F\u00fctterung gar nicht wohl. Jetzt kommt sie problemlos zu ihnen und trinkt ihre Milch gern und voller Vertrauen. Drau\u00dfen im Busch bleibt sie immer in der N\u00e4he von Mbegu, der Babysitterin, Kamok und Oltaiyoni.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/102201575246-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Balguda wird weiter beobachtet<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 8. September 2015<\/strong><br \/>\nFr\u00fch am Morgen gingen die Waisen in verspielter Stimmung in den Busch. Fast alle gro\u00dfen Waisen rannten herum, trompeteten und zertrampelten die B\u00fcsche, w\u00e4hrend sie tiefer in den Wald hinein gingen. Als das Spiel zu Ende war, erschreckten Siangiki, Oltaiyoni, Embu und Roi die anderen Waisen und die rannten schreiend zu den Keepern zur\u00fcck. Als sie bei den Keepern ankamen, hielten sie an, stellten die Ohren auf und standen ruhig der Richtung zugewandt, aus der sie gekommen waren. Sie blieben noch eine Weile nerv\u00f6s, beruhigten sich aber schlie\u00dflich wieder, nachdem sie weitergegangen waren.<br \/>\nW\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde spielten die Babys fr\u00f6hlich im Bad, weil es sehr hei\u00df war. Wie \u00fcblich waren Mbegu, Dupotto, Roi und Rapa die Ersten, die mit dem Baden begannen. Nachdem Mbegu und Roi dramatisch aus dem Schlamm heraus und zum Staubbad gerannt waren, kratzten sich Lasayen, Ndotto und Ngilai fr\u00f6hlich an ihnen und stie\u00dfen sie an. Lasayen versuchte, auf Mbegu zu klettern, w\u00e4hrend sie sich auf dem Boden herumrollte. Es gelang ihm aber nicht, weil sie beide so matschig waren, dass er immer wieder herunter rutschte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/10220158725-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Suswa ist verspielt<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 9. September 2015<\/strong><br \/>\nAls die Waisen in den Busch hinausgingen, jagten Alamaya, Simotua und Mwashoti hinter Pea und Pod her, die versuchten zu fressen. Pea und Pod forderten die Jungs aber heraus, indem sie ihnen immer wieder vor der Nase herumliefen. Da Simotua nicht so schnell wie Alamaya und nicht einmal so schnell wie Mwashoti laufen kann, kam er kaum an sie heran. Auch mit aufgestellten Ohren und ausgestrecktem R\u00fcssel konnte er sie kaum erreichen. Pea und Pod schienen die Jagd zu genie\u00dfen, dann sie rannten zwar davon, kamen aber immer wieder zur\u00fcck. Das unterhielt die drei Jungs eine Weile, bis die Keeper die Herde tiefer in den Busch f\u00fchrten.<br \/>\nSuswa war heute sehr ruppig zu den kleineren Bullen. W\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen und der privaten Besuchsstunden stie\u00df sie Olsekki, Enkikwe und Sokotei im Schlammloch so sehr mit ihren kleinen Sto\u00dfz\u00e4hnen an, dass diese aufschrien. Bei der privaten Besuchsstunde schubste sie Sokotei so sehr, dass er am Ufes des Schlammlochs auf die Seite fiel. Sie war wohl der Meinung, dass die Jungs heute etwas mehr Disziplin brauchten.<br \/>\nAls die Waisen am Abend zu den Stallungen zur\u00fcckeilten, kamen Dupotto, Rapa, Kamok, Roi und Mbegu an ein paar Impalas vorbei. Leider verirrten sich zwei Baby-Impalas zwischen ihnen, die nicht mehr wussten, wo sie hingeh\u00f6rten. Eines rannte in Roi hinein und das andere in Mbegu, sodass die Elefanten umkehrten und zu ihren Keepern rannten. Kamok, Rapa und Dupotto liefen kollernd weiter, direkt in ihre Gehege hinein. Die anderen beiden kamen langsam mit den Keepern hinterher.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/102201581612-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Simotua jagt Pea und Pod<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 10. September 2015<\/strong><br \/>\nWie \u00fcblich spielten Boromoko und Mwashoti Ringen, als die Waisen am Morgen im Busch ankamen. Sie verbrachten einige Zeit damit, herumzurennen, B\u00fcsche zu zertrampeln und gegenseitig aufeinander loszugehen, um herauszufinden, wer st\u00e4rker ist. Das Spiel interessierte die Kleinen Ndotto und Lasayen, sodass diese bald selbst ein Kr\u00e4ftemessen begannen. Auch sie tollten herum und stie\u00dfen mit aller Kraft B\u00fcsche um, wie sie es sich bei Boromoko und Mwashoti abgeschaut hatten. Die zwei kleinen Jungs sind beste Freunde und hatten ein gro\u00dfartiges morgendliches Spiel.<br \/>\nDie Keeper beobachten, dass Godoma mehr Zeit mit Tusuja und Rapa verbringt. Tusuja ist ein ruhiger und freundlicher Junge wie Elkerama; Ngilai mag ihn sogar noch mehr als die \u00e4lteren K\u00fche. Godomas verletzte Haut heilt auch sehr gut.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/102201581926-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Der freundliche Boromoko<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 11. September 2015<\/strong><br \/>\nHeute Morgen waren die Waisen ruhig und grasten friedlich. Niemand begann die \u00fcblichen Albernheiten. Rorogoi, Elkerama, Arruba und Embu wetteiferten um das Beste Fressen im Busch. Jeder wollte der Schnellste sein und zuerst die besten und gr\u00fcnsten Keime erwischen. Sie wanderten dabei tiefer in den Wald hinein und alle anderen folgten ihrer F\u00fchrung. Bald darauf bekamen die Waisen ihre Flaschen und gingen dann in den Wald zur\u00fcck, um weiter zu grasen. Sie kamen an einem einzelnen B\u00fcffel vorbei, der alt und abgemagert aussah. Suswa, Arruba und Mashariki versuchten, ihm nachzujagen und traten dabei trompetend B\u00fcsche zu Boden. Daraufhin machte sich der B\u00fcffel davon. Nach seinem Verschwinden hatten die M\u00e4dchen pl\u00f6tzlich nichts mehr, dem sie nachjagen konnten, und sie beruhigten sich erst wieder, als die Keeper sie weiter in den Wald f\u00fchrten. Sp\u00e4ter gegen 10 Uhr tauchte der B\u00fcffel am Wasserloch der Waisen wieder auf und genoss etwas Wasser, bevor er im nahegelegenen Geb\u00fcsch herumstand. Er bekam auch etwas Luzernenheu zu fressen. Er blieb w\u00e4hrend der ganzen Besuchsstunde fressend im Geb\u00fcsch und lie\u00df sich auch von den vielen Menschen nicht abschrecken, sondern fra\u00df einfach nur vor sich hin.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/102201582232-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Rorogoi grast gesch\u00e4ftig<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 12. September 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen hatten einen ruhigen Morgen und keine nennenswerten Ereignisse st\u00f6rten das Grasen. Als es Zeit f\u00fcr die F\u00fctterung war, zeigte Sokotei, wie gierig er ist und schlang seine Flaschen hinunter, bevor er die anderen kleinen Jungs wie Rapa, Simotua und Tusuja nervte, w\u00e4hrend sie ihre Milch tranken. Die Keeper schickten ihn weg, doch er kam immer wieder zur\u00fcck. Schlie\u00dflich gelang es ihm, sich zur Schubkarre mit den Flaschen zur\u00fcckzuschleichen. Bevor die Keeper etwas dagegen tun konnten, hatte er sich eine Flasche geschnappt und rannte damit davon. Er hielt sie mit dem R\u00fcssel fest, steckte sie sich selbst in den Mund und trank sie komplett aus! Die Keeper wollten sie ihm wegnehmen, doch er entkam damit ins Geb\u00fcsch. Als die Flasche leer war, lie\u00df er sie fallen und lief weit in den Busch hinein, damit er nicht bestraft werden w\u00fcrde.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/102201582930-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sokotei ist sehr gierig nach Milch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 13. September 2015<\/strong><br \/>\nAls die kleinen Waisen hinausrannten, um am Wasserloch ihre Milch zu bekommen, war es toll zu sehen, wie Tusuja der Gruppe im H\u00f6chsttempo vorneweg lief. Er muss sehr durstig gewesen sein und war der Erste, der ankam. Tusuja zeigt jetzt wirklich Fortschritte und legt langsam an Gewicht zu. W\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde genoss er das Staubbad wie alle anderen Waisen, was er vorher wegen seines Gesundheitszustands nicht machen konnte. Inzwischen hat er jeden Grund zu l\u00e4cheln. Er bekommt noch immer Vitaminspritzen.<br \/>\nAlamayas Wunden dagegen sind zwar auch gut verheilt, doch der Harnausgang scheint sich wegen der Narben wieder zu verschlie\u00dfen und er hat Probleme beim Urinieren. Zum Gl\u00fcck ist es noch nicht so schlimm, dass er eine weitere Operation braucht, und wir hoffen, dass es sich mit der Zeit wieder etwas lockern wird. Wir beobachten ihn genau, wollen aber nicht \u00fcbereifrig sein und nach M\u00f6glichkeit eine zweite Operation vermeiden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/102201583156-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tusuja macht gro\u00dfe Fortschritte<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 14. September 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen kamen aus ihren Gehegen, und die gro\u00dfen K\u00fche begr\u00fc\u00dften die j\u00fcngeren Waisen und stellten sicher, dass es ihnen gut geht. Olsekki, Sirimon und Enkikwe gingen zum Luzernenheu, das vor Maxwells Gehege lag. W\u00e4hrend sie sich darum stritten, wer am meisten abbekommen sollte, lockten sie Maxwell an, der sich ihnen langsam n\u00e4herte und sie ganz pl\u00f6tzlich mit Urin vollspritzte. Die drei Jungs rannten laut trompetend und protestierend davon. Maxwell jagte in seinem Gehege herum, ging dann dorthin, wo die drei Jungs gestanden hatten und stie\u00df mit seinem Horn gegen die Absperrung. Er wollte damit sein Territorium und sein Heu verteidigen. Maxwell war noch eine Zeit lang unruhig, doch schlie\u00dflich beruhigte er sich, als die Waisen in den Wald aufgebrochen waren.<br \/>\nDer kleine Ngilai hat nun seine ersten Z\u00e4hne im Unterkiefer, einen auf jeder Seite. Im Oberkiefer sind seine Z\u00e4hne beinahe vollst\u00e4ndig. Er wird bald ein gro\u00dfes, breites Grinsen zeigen k\u00f6nnen und ist dem Ziel, ein gro\u00dfer Junge zu werden, ein wenig n\u00e4her gekommen. Im Moment erfreut er sich guter Gesundheit und ist immer aktiv und verspielt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/102201584531-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Embu k\u00fcmmert sich um die kleinen Babys<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 15. September 2015<\/strong><br \/>\nAls die Waisen am fr\u00fchen Morgen aus ihren Gehegen kamen, wurden sie von Solio begr\u00fc\u00dft, die ihr altes Gehege besuchte, nachdem sie l\u00e4ngere Zeit drau\u00dfen gewesen war. Rorogoi, Arruba, Mashariki, Suswa und Elkerama kamen im Geb\u00fcsch bei ihrem Gehege als erste an ihr vorbei. Unsere wunderbare Nashorndame Solio n\u00e4herte sich gutm\u00fctig den Waisen, ging zwischen ihnen hindurch und genoss ihre Ber\u00fchrungen. W\u00e4hrenddessen n\u00e4herte sich die freche Kamok in Angriffshaltung, trat Staub auf und trompetete. Solio zog sich daraufhin in ihr Gehege zur\u00fcck, wo sie es sich bequem machte und Luzernenheu und Kopra fra\u00df, das die Keeper f\u00fcr sie bereitgestellt hatten. W\u00e4hrend sie sich dem Zusatzfutter widmete, war Maxwell nebenan begeistert von ihrem Besuch. Sp\u00e4ter, gegen 8 Uhr, rangelten Solio und Maxwell mit ihren H\u00f6rnern durch die Absperrung hindurch. Ihr fr\u00f6hliches Spiel endete, als Solio Maxwell Urin ins Gesicht spritzte und er zur\u00fcck zum Hauptteil seines Geheges rannte. Dann brach auch Solio auf und verschwand im Geb\u00fcsch.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/10220158499-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kamok war heute frech<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 16. September 2015<\/strong><br \/>\nDer kleine Ndotto war heute den ganzen Tag sehr verspielt. Bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde war er der Star des Tages. Er rannte an der Absperrung entlang, hob seinen R\u00fcssel und schnupperte an jedem, der in der N\u00e4he stand. Dann spielte er eine Weile mit seinem Freund Lasayen Fu\u00dfball. Sp\u00e4ter ging er zum Staubbad, wo ihm Mbegu Gesellschaft leistete, und auch Lasayen gab das Fu\u00dfballspielen auf und schloss sich ihnen an. Die drei staubbadeten aber nicht lange, weil Mbegu Lasayen gar nicht beachtete, sodass dieser eifers\u00fcchtig auf Ndotto wurde und ihn herumschubste. Mbegu griff ein, um die beiden zu trennen, doch stattdessen rempelte Lasayen sie mit seinem Kopf an, obwohl er viel kleiner ist. Als Mbegu ihm gerade Manieren beibringen wollte, kam Kamok her\u00fcber und blieb zwischen ihnen stehen. Kamok hielt Mbegus R\u00fcssel fest und verwickelte sie in eine Rangelei. Das Spiel dauerte eine Weile, bis es schlie\u00dflich beiden zu langweilig wurde. W\u00e4hrend sie rangelten, versuchte Ndotto, sie abzulenken, indem er immer wieder unter ihren K\u00f6pfen hindurchging. Es war sehr lustig anzuschauen. Manchmal wartete er auch nur, bis sie ihre Ohren aufstellten, um aufeinander zuzurennen, und lief dann zwischen sie und kniete sich hin.<br \/>\nEmbu benahm sich heute daneben und schubste Elkerama beim Schlammbad um 15 Uhr. Er fiel hin und schrie vor Schmerzen auf. Embu rannte davon, als die Keeper her\u00fcberkamen und sie wegschickten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/102201585234-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lasayen, Ndotto und Mbegu<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 17. September 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein weiterer wunderbarer Tag, an dem Solio zu ihrem alten Zuhause zur\u00fcckkehrte, um Maxwell und den Babyelefanten hallo zu sagen. Sie war ungef\u00e4hr zur gleichen Zeit an den Stallungen wie das letzte Mal. Sie forderte sofort ihr Luzernenheu, nachdem sie in das Gehege gegangen war. Als Max sie h\u00f6rte, rannte er in seinem Gehege auf und ab und wollte die Absperrung \u00fcberwinden, um zu ihr zu kommen. Nachdem sie das Luzernenheu gefressen hatte, ging sie zu Maxwell hin\u00fcber und sie hatten eine kurze Unterhaltung, bevor sie wieder aufbrach. Maxwell rannte zum anderen Gehegetor, weil er glaubte, sie w\u00fcrde dorthin kommen, doch sie kam nicht. Max war noch eine Weile sehr unruhig, ehe er sich sp\u00e4ter wieder beruhigte. Als Solio auf dem Weg zur\u00fcck in den Busch war, versuchte Olsekki, sie zu einem Spiel zu \u00fcberreden, doch sie war nicht interessiert &#8211; auch nicht, als er versuchte, hinter ihr herzujagen.<br \/>\nBalguda war heute sehr aktiv. Bei der hei\u00dfen Sonne hatte er sehr viel Spa\u00df im Schlammbad. Um 15 Uhr gab es rundum fr\u00f6hliche und zufriedene Gesichter, als sich beinahe alle Waisen in der frischen roten Erde oder sogar im Schlammloch w\u00e4lzten. Es schien, als sei Balguda heute der gl\u00fccklichste Elefant. Godoma wird auch langsam ein s\u00fc\u00dfes kleines M\u00e4dchen. Sie vertraut den Keepern jetzt und m\u00f6chte mehr Zeit mit ihnen verbringen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/102201585631-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Balguda hat einen tollen Tag<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 18. September 2015<\/strong><br \/>\nKamok war heute sehr w\u00e4hlerisch bei der Auswahl ihrer Spielpartner. Es ist sehr selten, sie mit ihren Altersgenossen spielen zu sehen, denn sie ist eher mit den ganz Kleinen zusammen, oder mit denen, die sie am besten kennt, wie Mbegu, Lasayen, Ndotto, Murit und Ngilai &#8211; und ab und zu auch Kauro. Heute morgen im Busch spielte sie aber \u00fcberraschenderweise einige Zeit mit Boromoko. Es war ein nettes Kr\u00e4ftemessen, bei dem sie so richtig mitmachte und das sie genossen zu haben scheint. Sie begannen das Spiel, sobald sie im Busch angekommen waren und es dauerte bis zur Milchf\u00fctterung.<br \/>\nSp\u00e4ter versuchte Dupotto, Kamok herauszufordern, was ihr einige Angst einjagte. Sie grasten alle gemeinsam zusammen an den selben B\u00fcschen. Kamok hatte eine leckere Pflanze entdeckt und fra\u00df davon, wobei sie ihren R\u00fcssel ausstreckte, um heranzukommen. Als Dupotto das sah, stellte sie ihre Ohren auf und war bereit zum Angriff. Als sie aber auf Kamok zulief, bekam diese Angst und rannte schreiend zu den Keepern.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/10220159319-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kamok, und vorn Lasayen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 19. September 2015<\/strong><br \/>\nRapa sucht noch immer die Gesellschaft von Tusuja, die auch Murit sehr genie\u00dft. Nach der 9-Uhr-F\u00fctterung verbrachte die ganze Gruppe ein wenig Zeit zusammen. Die drei Jungs beschlossen, sich etwas von den Anderen zu entfernen. Tusuja geht es nun auch gut genug, um es mit Rapa aufzunehmen, vor dem er sich noch vor nicht allzu langer Zeit zur\u00fcckgezogen hatte. Murit ist ein ruhiger und h\u00f6flicher Junge und genie\u00dft diese Gesellschaft sehr. W\u00e4hrend alle Babys im Geb\u00fcsch versammelt waren, bemerkte niemand, dass die drei Jungs fehlten, bis es kurz vor der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde war. Alle machten sich auf die Suche und fanden die Jungs, die nur wenige Meter von den Anderen entfernt grasten.<br \/>\nNach der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde widmeten sich die Keeper ihrem Mittagessen. Elkerama nutzte die Gelegenheit, um mit seinem kleinen Freund Ngilai zu verschwinden. Er brachte den kleinen Jungen zu einem 800 Meter entfernten Schlammloch im Busch. Nachdem die Keeper sie eine Weile gesucht hatten, fanden sie sie bei einem herrlichen Schlammbad.<br \/>\nGegen 13 Uhr erhielten wir einen Anruf der Tierarzteinheit Meru, die eine waise Giraffe gefunden hatte. Ein Rettungsteam machte sich sofort auf den Weg und war um 17 Uhr mit einer kleinen m\u00e4nnlichen Giraffe wieder da. Wir haben ihn Kiko genannt, nach einer Gegend im Meru Nationalpark.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/10220159627-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Rapa, und auf der rechten Seite Tusuja<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 20. September 2015<\/strong><br \/>\nAls sich die Tore f\u00fcr die Waisen \u00f6ffneten, damit sie in den Park gehen konnten, kam Solio erneut vorbei. Sie blieb heute nicht lange und verlangte nicht einmal Luzernenheu. Sie ging nur in ihr Gehege, schaute nach dem rechten und ging sofort wieder in den Busch zur\u00fcck. Max schlief gerade, doch als er sie h\u00f6rte, wachte er auf und rannte in seinem Gehege herum. Bis dahin war Solio aber l\u00e4ngst wieder weg und stand im Geb\u00fcsch neben Maxwells Gehege. Solio schien nerv\u00f6s zu sein; sie hob immer wieder ihren Kopf und lief im Kreis herum. Schlie\u00dflich ging sie aber wieder davon und zur\u00fcck in den Wald.<br \/>\nKauro, Lasayen, Kamok und Mashariki zeigten heute, wie gut sie Fu\u00dfball spielen k\u00f6nnen. Die Keeper hatten den Ball mit in den Busch genommen, und Ndotto nahm ihn ihnen ab. Er spielte ein wenig damit und rollte ihn mit seinem Kopf. Lasayen stibitzte den Ball von Ndotto und schoss ihn zu Kamok, die ihn mit ihrem R\u00fcssel zu Kauro spielte. W\u00e4hrend die drei weiter um den Ball k\u00e4mpften, kam Mashariki her\u00fcber und \u00fcbernahm den Ball. Sie wollte ihnen zeigen, was sie kann und hob den Ball mit ihren R\u00fcssel auf. Sie hob ihn hoch und warf ihn zu den Kleinen. Die rannten alle hinter dem Ball her und versuchten, ihn zu greifen, schafften es aber nicht. Stattdessen trat einer von ihnen versehentlich gegen den Ball und er rollte tief ins Geb\u00fcsch hinein. Mashariki hielt dann Abstand und beobachtete das Spiel.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/102201593940-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Maxwell schl\u00e4ft<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 21. September 2015<\/strong><br \/>\nEin wunderbarer Morgen f\u00fcr die Babys! Sie warteten, bis alle aus ihren Gehegen waren und versammelten sich auf dem Gel\u00e4nde. Dann begannen Suswa, Rorogoi, Arruba und Mashariki: Sie trompeteten, rannten die kleinen B\u00fcsche um und liefen wie wild durch den Wald. Sirimon, Enkikwe, Olsekki und Sokotei sahen zuerst nur ungl\u00e4ubig zu, schlossen sich ihnen dann aber tr\u00f6tend an, ehe sie anfingen, sich gegenseitig zu schubsen. Die Keeper behielten die Kleinen, Ndotto, Lasayen, Godoma, Murit und Ngilai im Auge, die auch mitspielten. Sie rannten auch herum und dr\u00e4ngelten sich zwischen ihren \u00e4lteren Artgenossen hindurch. Das Spiel dauerte eine ganze Weile, bevor die Keeper es unterbrachen, bevor es zu ruppig wurde. Embu hatte angefangen, die Kleineren mit ihren Sto\u00dfz\u00e4hnen zu pieksen. Sie hatte es auf Siangiki, Kauro, Sirimon und Roi abgesehen und schubste sogar Balguda. Sie schien einige Babys nicht beim Spielen dabei haben zu wollen.<br \/>\nDer neue Giraffenjunge Kiko ging am Nachmittag mit in den Park. Er benahm sich tadellos und folgte die ganze Zeit brav seinem Keeper. Er trinkt auch seine Milch gut und wir hoffen, dass er so weitermacht. Er kam fr\u00fcher als die Babyelefanten um 17 Uhr zur\u00fcck nach Hause.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/102201594757-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Olsekki macht beim wilden Herumjagen mit<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 22. September 2015<\/strong><br \/>\nAlamaya zeigte heute, dass er ein richtiger Junge ist, obwohl er von Hy\u00e4nen seiner Geschlechtsteile beraubt wurde. Er war so lange ein liebevoller und f\u00fcrsorglicher Junge gewesen. Heute benahm er sich ganz anders, aber vielleicht war er auch nur schlecht gelaunt. Er schubste Rapa, Simotua und Godoma. Einmal hielt ihn Mwashoti davon ab und forderte ihn heraus, als er gerade Godoma vor sich her schubste. Als die kleinen M\u00e4dchen Dupotto, Roi und Mbegu im Staub herumrollten, kletterte er ihnen auf den R\u00fccken, was er noch nie zuvor getan hatte.<br \/>\nAbends kurz vor dem Heimweg ist es immer wie ein Katz und Maus Spiel f\u00fcr die Keeper. Die meisten Babys wollen die Ersten sein, die zur\u00fcck d\u00fcrfen, egal ob sie j\u00fcnger oder \u00e4lter sind. Sokotei, Rorogoi und Roi rennen einen dann sogar um. W\u00e4hrend die Keeper versuchten, einige Elefanten zur\u00fcckzuhalten, damit sie in kleinen Gruppen an den Stallungen ankommen konnten, entkamen ihnen Lasayen und Ngilai und rannten vorneweg. Die zwei liefen um die Wette und Lasayen gewann. Sie waren mit gro\u00dfem Abstand die Ersten an den Stallungen. Sie hatten auch gro\u00dfen Vorsprung vor ihren Keepern und gingen direkt zur Milch in ihren St\u00e4llen. F\u00fcr Ngilai ist das normal, und er legt sich direkt nach der F\u00fctterung schlafen, ohne Zeit zu verlieren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/102201594248-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Alamaya benahm sich heute etwas r\u00fcpelhaft<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 23. September 2015<\/strong><br \/>\nMbegu und ihr kleiner Freund Ndotto unterhielten heute die Besucher bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde. Die beiden himmeln sich ohnehin gegenseitig an und keiner von beiden m\u00f6chte den Anderen aus den Augen lassen. Nachdem sie ihre Milch getrunken hatten, ging Ndotto zum Staubbad und staubte sich ein. Mbegu schloss sich ihm kurz darauf an und rollte vor ihm im Staub herum. Ndotto beachtete sie aber nicht, ignorierte die Einladung zum Spielen und ging stattdessen weg. Nach einer Weile kam er aber doch zur\u00fcck. Mbegu hatte ihren R\u00fcssel in der Luft und wedelte mit ihm herum. Ndotto griff nach ihrem R\u00fcssel und hielt ihn fest. Schlie\u00dflich ging sie auf die Knie, damit sie in etwa mit ihm auf einer H\u00f6he war. Ndotto ging mit aufgestellten Ohren ein St\u00fcck zur\u00fcck und machte sich bereit, sie zu schubsen. Mbegu tat so, als h\u00e4tte er sie umgesto\u00dfen und Ndotto nutzte die Gelegenheit, um auf ihren R\u00fccken zu klettern und wieder herunterzurollen. Dabei landete er au\u00dferhalb der Absperrung, wo er wieder auf die Beine kam und begann, die Schulkinder zu jagen. Er genoss es, wie sie schrien! Bevor die Keeper bei ihm waren, war er wieder in den abgesperrten Bereich zur\u00fcckgekehrt und schubste Mbegu wieder. Ihr Spiel wurde aber von den Warzenschweinen unterbrochen, die zum W\u00e4lzen vorbeikamen. Als Ndotto sah, wie sie in einer Reihe angelaufen kamen, rannte er mit aufgestellten Ohren auf sie zu und verjagte sie. Mbegu schloss sich ihm mit lautem Trompeten an und Kamok kam nicht weit dahinter. Die Besucher feuerten sie an, bis sie schlie\u00dflich die Warzenschweine endg\u00fcltig verscheucht hatten. Die werden es sich beim n\u00e4chsten Mal genauer \u00fcberlegen, um welche Zeit sie zum Schlammbad kommen!<br \/>\nKiko ging heute etwas weiter hinaus. Er kam von den Gehegen zum Schlammbad herunter und ging auch an Angelas Garten entlang. Er genie\u00dft die Ausfl\u00fcge sehr und bleibt immer in der N\u00e4he seines Keepers.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/105201533528-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mbegu, mit Ndotto hinter ihr<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 24. September 2015<\/strong><br \/>\nFr\u00fch am Morgen gegen 3 Uhr kam Solio wieder einmal vorbei. Dieses Mal war sie schlecht gelaunt. Sie zerst\u00f6rte ein paar Blument\u00f6pfe und fra\u00df die Blumen darin. Dann lief sie \u00fcber eine Stunde lang auf dem Gel\u00e4nde herum und als sie genug hatte, ging sie bis 6 Uhr in ihr Gehege, bevor sie in den Wald zur\u00fcckkehrte.<br \/>\nDie \u00e4lteren K\u00fche mussten heute ein besonderes Auge auf Enkikwe haben. Er ist ein ziemlich frecher R\u00fcpel geworden, sodass sie ihn immerzu im Zaum halten m\u00fcssen. Es ist leicht f\u00fcr ihn, auf andere loszugehen und sie herumzuschubsen, egal ob Keeper, Fremde oder die j\u00fcngeren Babys. Um 15 Uhr machte er den Keepern und seinen Artgenossen gro\u00dfe Probleme. Rorogoi beobachtete ihn dabei, doch wir bemerkten es erst, als er ein paar Schritte von den Keepern weggegangen war und sie ihn bestrafte und von der Gruppe wegschickte. Er rief um Hilfe, doch keiner der \u00e4lteren Waisen unterst\u00fctzte ihn. Er blieb bis zum Ende des Grasens allein im Geb\u00fcsch. Als sp\u00e4ter am Abend alle nach Hause zur\u00fcckkehrten, waren Siangiki, Boromoko, Mwashoti, Simotua, Kamok, Rapa und Tusuja bei ihm. Mashariki sah sie losgehen und schlich sich dazu. Sie hatte allen Grund dazu, den Enkikwe rannte vorneweg und versuchte, den anderen den Weg zu den Stallungen zu versperren. Mashariki preschte nach vorn und scheuchte Enkikwe zu der Gruppe zur\u00fcck, die noch bei den Keepern wartete, w\u00e4hrend die andere Gruppe zu den Stallungen weiterging. Enkikwe musste zuletzt und zusammen mit den Keepern nach Hause zur\u00fcckkehren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/105201535155-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Enkikwe war heute frech<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 25. September 2015<\/strong><br \/>\nSuswa und Arruba verhalten sich, als w\u00e4ren sie gro\u00dfe und kleine Schwestern, obwohl sie ungef\u00e4hr gleichalt sind. Suswa erlaubt Arruba noch immer, wie ein Baby an ihren Ohren zu nuckeln. Heute nutzte dabei Ngilai die Situation aus, um seinerseits an Arrubas Ohr zu nuckeln. Au\u00dfer Elkerama und Kamok erlaubt ihm das sonst niemand &#8211; dabei mag er das so sehr! Es war toll, diese Zuneigung zwischen den drei Elefanten zu sehen.<br \/>\nBalguda, Rapa, Tusuja und Simotua spielten mit den Keepern Katz und Maus, denn heute war wieder Ein\u00f6l-Tag. Wie immer freitags bekamen die Babys Kokosnuss\u00f6l, doch nicht alle m\u00f6gen das. Einige m\u00fcssen l\u00e4nger \u00fcberzeugt werden, bis sie mitmachen. Heute waren es Balguda und die anderen drei, die sich str\u00e4ubten. Doch wie \u00fcblich hatten die Keeper irgendwann Erfolg, und dann genossen sie es genauso wie die anderen Waisen. Wegen des \u00c3\u2013ls und weil es ein sehr hei\u00dfer Tag wurde, genossen alle das Schlammbad. Nur Kauro machte nicht mit, weil er das Schlammbad nicht mag.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/105201535739-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Arruba (vorn) und Suswa<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 26. September 2015<\/strong><br \/>\nKamok ist ein Elefant mit vielen unterschiedlichen Charakterz\u00fcgen. Sie kann lieb und nett, aber auch frech und vorlaut sein. Sie ist verspielt und aktiv, wenn sie in der Stimmung dazu ist, doch manchmal mag sie es nicht, wenn sie jemand ber\u00fchrt und dann kann sie sich auch ordentlich beschweren. Heute w\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde soff sie aus einer der Tonnen an der Absperrung. Ab und zu sog sie etwas Wasser in ihren R\u00fcssel und spritzte es auf die Besucher. Die Besucher freuten sich \u00fcber den Spa\u00df, den sie mit ihr hatten. Mwashoti kam vorbei und begann einen kleinen Ringkampf mit ihr. Dann kam Oltaiyoni von hinten und begann auch, an ihr herumzuschieben. Kamok dachte, es w\u00e4re nur einer der Kleinen, doch die Rangelei wurde schnell ernster als sie erwartet hatte. Oltaiyonis kurze Sto\u00dfz\u00e4hne pieksten ihr in den R\u00fccken und Mwashoti schob noch kr\u00e4ftiger von vorn, weil er dachte, Kamok wollte mit ihm ringen. Kamok stand zwischendrin und schrie um Hilfe. Ihr Schrei lockte alle anderen Babys an, die ihre Spiele unterbrachen, um nachzusehen, was los war. Von da an rannte Kamok immer \u00e4ngstlich weg, wenn Mwashoti sich ihr n\u00e4herte. Sp\u00e4ter musste sich auch Murit verteidigen, als Mwashoti versuchte, einen Zweig zu stehlen, den Murit gerade fra\u00df. Mithilfe eines Keepers konnte er aber seinen Zweig zur\u00fcckbekommen und weiterfressen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/105201541741-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kamok ist verspielt und macht Faxen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 27. September 2015<\/strong><br \/>\nKauro mag noch jung sein, doch er ist schon ganz sch\u00f6n gro\u00df und bewies heute Sirimon, dass ihm nur noch solche kleinen Sto\u00dfz\u00e4hnchen fehlen, um es mit ihm aufnehmen zu k\u00f6nnen. Er kann sich gegen Sirimons Attacken schon gut zur Wehr setzen. Kauro soff heute Wasser aus einer Tr\u00e4nke, als Sirimon zu ihm hin\u00fcber ging. Statt sich das Wasser mit ihm zu teilen, versuchte er, Kauro von der Tr\u00e4nke wegzuschubsen, um alleine saufen zu k\u00f6nnen. Kauro wollte aber keinen Platz machen; er hielt die Stellung und verteidigte sein Recht auf Wasser. Er forderte seinerseits Sirimon heraus, doch dieser war durch seine Sto\u00dfz\u00e4hne nat\u00fcrlich im Vorteil und er stach Kauro damit. Kauro blieb aber hartn\u00e4ckig und ging zum Saufen zur Tr\u00e4nke zur\u00fcck. Die Tr\u00e4nke war zwischen ihnen, als die Auseinandersetzung weiterging. Die gro\u00dfe Kuh Suswa kam dann dazwischen und trennte die Streith\u00e4hne. Nach einer Weile gingen sie alle zusammen zum Saufen.<br \/>\nTusuja kommt gut mit seinen Artgenossen zurecht und spielt auch mit ihnen im Schlammloch. Noch vor wenigen Monaten brauchte er f\u00fcr alles die Hilfe der Keeper, doch jetzt ist er ein Teil der Familie geworden und ist nicht mehr einsam.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/105201554517-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kauro (links) und Sirimon<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 28. September 2015<\/strong><br \/>\nEs ist sch\u00f6n zu sehen, wenn zwei der Babys sich sehr m\u00f6gen, doch es ist eine Herausforderung, wenn einer deutlich \u00e4lter ist als der Andere. Beispielsweise sind Ngilai und Elkerama gro\u00dfe Freunde, doch der Altersunterschied ist so gro\u00df, dass sie nicht den Tag zusammen verbringen k\u00f6nnen. Der gro\u00dfe Elkerama scheint Ngilai zu lieben wie einen kleinen Bruder. Er kam im Vergleich zu den anderen Waisen deutlich \u00e4lter im Waisenhaus an und wandert immer weit in den Busch hinein. Die anderen Babys seines Alters, wie Mashariki, Suswa und Arruba, f\u00fchlen sich noch immer in der N\u00e4he der Keeper am wohlsten. Obwohl die Waisen noch jung sind, sind sie schon schlau genug, um ihre Keeper auszutricksen, wenn sie das wollen. Normalerweise sind die Waisen tags\u00fcber in zwei Gruppen aufgeteilt, die sich aber auch einmal treffen, damit die J\u00fcngeren von den \u00c4lteren lernen k\u00f6nnen. Gegen 15 Uhr waren alle zusammen, um die Milch zu trinken. Nach kurzer Zeit war Elkerama nicht mehr zu sehen und genauso sein Freund Ngilai! Die Keeper brauchten eine halbe Ewigkeit, um sie wiederzufinden, und sie schafften es auch nur, weil Ngilai seinen Namen kennt. Wenn man ihn ruft und er es h\u00f6rt, dann kollert er. Er kollert auch, wenn er zu den Keepern gerannt kommt. Wenn Elkerama allein ist, versteckt er sich noch weiter im Geb\u00fcsch, damit er nicht gefunden wird, so sehr liebt er es, drau\u00dfen zu sein. Als Ngilai also die Keeper h\u00f6rte, kam er hervor und rannte zu ihnen, doch Elkerama mussten sie suchen, indem sie seine Fu\u00dfabdr\u00fccke und seinen Dung verfolgten. Schlie\u00dflich kam auch er heraus und begr\u00fc\u00dfte sie, und sie gingen alle zusammen zur\u00fcck.<br \/>\nBoromoko und Mwashoti sind beste Spielfreunde und hatten heute viel Spa\u00df zusammen. Sie ma\u00dfen ihre Kr\u00e4fte, bestiegen einander und spielten den ganzen Tag wunderbar miteinander.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/105201555148-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngilai mit Elkerama<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 29. September 2015<\/strong><br \/>\nHeute Morgen lag gro\u00dfe Spannung in der Luft, denn ein kleiner neuer Waise sollte von Turkana in Nordkenia zu uns kommen. Alle Waisen kamen ganz aufgeregt aus ihren Gehegen, als ob sie w\u00fcssten, dass es kein normaler Morgen ist. Oltaiyoni kam heraus und traf Lasayen, Kamok und Mbegu, die drau\u00dfen auf sie warteten. Sie ber\u00fchrten sich und ber\u00fcsselten sich zur Begr\u00fc\u00dfung. Zusammen gingen sie zu Dupotto, die auf ihre Freundin Embu wartete. Als Embu herauskam, wurden alle wild, sogar die, die noch in ihren Gehegen waren. Sie begannen zu trompeten und zu kollern wie ein Blechblasorchester. Einige der \u00e4lteren K\u00fche, Arruba, Suswa, Rorogoi und Mashariki, stampften in den B\u00fcschen an den Gehegen herum. Die Kleinen jagten Warzenschweine umher, und die Jungs fanden sich in Ringkampfpaaren zusammen: Sokotei mit Sirimon und Enkikwe mit Olsekki. Keiner war alleine, und alle spielten in Paaren oder Gruppen. Die Spiele endeten, als es Zeit f\u00fcr die Milchf\u00fctterung war, und bis dahin waren alle ersch\u00f6pft. Es gab noch nicht einmal K\u00e4mpfe darum, wer seine Milch zuerst bekommen sollte!<br \/>\nKurz vor 7 Uhr brachen einige Keeper zum Wilson-Flugplatz auf. Gestern abend hatten wir einen Anruf vom KWS an der Lobokat-Station am Wei-Wei-Fluss im s\u00fcdlichen Turkana Nationalpark bekommen. Sie hatten ein einsames m\u00e4nnliches Kalb gefunden, das von seiner Familie zur\u00fcckgelassen worden war, nachdem diese von Bauern von ihrem Land vertrieben worden waren. Wildh\u00fcter, die im Orwa-Gebiet patrouillierten, hatten das Kalb gefunden und versucht, es mit seiner Familie wiederzuvereinen, doch die war aus Angst vor den Menschen wohl sehr weit weg gelaufen. Sie nahmen das Kalb mit zu ihrem Camp, wo es die Nacht verbrachte, ehe unser Team am Turkwel-Flugfeld ankam, um es zum Waisenhaus zu bringen. Nach der Ankunft der Keeper bekam er Milch, die er gut trank, da er zuvor mindestens ein bis zwei Tage lang nichts bekommen hatte.<br \/>\nKurz vor 14 Uhr war das Rettungsteam mit dem Babybullen zur\u00fcck im Waisenhaus. Er sah sehr ersch\u00f6pft und d\u00fcnn aus, und nach der abendlichen Milchf\u00fctterung schlief er sofort ein. Er erwachte, als Mbegu vom Busch nach Hause kam und ging zur Absperrung zwischen ihren Gehegen. Er schlief dann direkt neben ihrem Stall wieder ein. Mbegu steckte ihren R\u00fcssel durch die Latten. Davon erwachte er wieder und er war froh, sie zu sehen. Sie kommunizierten in der Nacht noch h\u00e4ufiger miteinander.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/10520155590-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Embu ist Dupottos beste Freundin<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 30. September 2015<\/strong><br \/>\nDupotto, die in der Nacht immer sehr unruhig ist, beginnt nun auch am Tag dieses Verhalten zu zeigen. Siangiki tolerierte das nicht und ging sofort zu ihr hin\u00fcber, um sie davon abzuhalten. Normalerweise werden die Waisen in kleinen Gruppen losgeschickt, um an der F\u00fctterstelle ihre Milch zu bekommen. W\u00e4hrend sie zusammenstanden und warteten, begann Dupotto, mit ihrem Kopf gegen Siangiki zu sto\u00dfen, wie sie es mit der Wand in ihrem Stall tut. Siangiki war drauf und dran, sie zu bestrafen, wurde aber von Balguda aufgehalten, der daneben stand. Als sie endlich auf dem Weg zu ihrer Milch waren, liefen Siangiki und Dupotto in der gleichen Gruppe. Dupotto rannte vorneweg und l\u00e4rmte, wie sie es auch nachts tut. Siangiki rannte vor sie, blockierte ihr den Weg und trat mit den Hinterbeinen nach ihr. Als Dupotto die Richtung \u00e4nderte, folgte ihr Siangiki und piekste ihr in den R\u00fccken, damit sie aufh\u00f6rte, so grundlos zu schreien. Siangiki brachte die Kleine wieder zu Verstand und sorgte daf\u00fcr, dass sie erst weitergehen konnte, als sie mit dem Krach aufgeh\u00f6rt hatte.<br \/>\nDa es nun schon einige Zeit sehr hei\u00df ist, springen die meisten Waisen sofort ins Wasser, wenn sie zum Schlammloch kommen &#8211; insbesondere w\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde um 11 Uhr. Heute zauberten Mbegu, Lasayen und Ndotto ein L\u00e4cheln auf die Gesichter der Besucher, da sie so viel Spa\u00df dabei hatten, im Schlamm herumzurollen. Die zwei kleinen Jungs krabbelten auf Mbegu herum, die sich im Schlamm w\u00e4lzte. Einer kletterte auf ihren Kopf und der andere auf ihren R\u00fccken, und so vergn\u00fcgten sie sich eine ganze Weile. Dupotto ging in den Schlamm, sobald sie mit ihrer Milch fertig war. Auch sie w\u00e4lzte sich einige Zeit, bis sie im Schlammloch einschlief! Sie lag komplett im Matsch, nur ihren Kopf hatte sie am Ufer abgelegt. Dass sie wirklich schlief, sah man daran, dass zur Aufbruchzeit alle Babys schon losgegangen waren und sie erst etwas davon mitbekam, als ein Keeper sie weckte.<br \/>\nMbegu zeigte heute ihre tollen Mutterinstinkte gegen\u00fcber Wei Wei. So hei\u00dft der Neuling, der heute aus dem Stall durfte. Wei Wei kam um 15 Uhr heraus, um sich seinen Freunden im Park anzuschlie\u00dfen. Er blieb aber in einigem Abstand in Gesellschaft der Keeper, und Mbegu ging zu ihm hin\u00fcber, um ihn zu begr\u00fc\u00dfen. Sp\u00e4ter schlossen sich ihr Arruba und Suswa an. Sie waren ausgesprochen nett und liebevoll zu Wei Wei. Oltaiyoni, Mashariki, Kauro und Balguda kamen auch noch dazu und umgaben den Neuling. Er verbrachte aber nicht viel Zeit drau\u00dfen, weil er noch sehr m\u00fcde war. Er sollte nur seinen Artgenossen vorgestellt und mit seiner Umgebung vertraut gemacht werden. Mbegu eskortierte ihn zu den Stallungen zur\u00fcck und blieb bei ihm, bis die Anderen nach Hause zur\u00fcckkehrten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/10520156956-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Siangiki kann sich nicht mit Dupottos Verhalten abfinden<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-september-2015\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dienstag, 1. September 2015 W\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde war es hei\u00df, und die meisten Waisen nahmen ein ausgiebiges Schlammbad. Wie \u00fcblich waren Mbegu, Dupotto, Roi und Rapa die ersten Babys, die sich zu w\u00e4lzen begannen. Sie hatten alle viel Spa\u00df beim Herumrollen im Pool. 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