{"id":7272,"date":"2015-11-02T21:01:56","date_gmt":"2015-11-02T20:01:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=7272"},"modified":"2015-11-02T21:01:56","modified_gmt":"2015-11-02T20:01:56","slug":"umani-springs-september-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/umani-springs-september-2015\/","title":{"rendered":"Umani Springs September 2015"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 1. September 2015<\/strong><br \/>\nAm fr\u00fchen Morgen f\u00fchrten Murera und Sonje die Kleinen Richtung Umani-H\u00fcgel, und die anderen Waisen gingen ihnen brav hinterher. Auf ihren Wanderungen kamen sie heute an einem gro\u00dfen Baum vorbei, den wilde Elefanten in der Nacht umgesto\u00dfen hatten. Die Babys hatten deshalb viel zu futtern, und sie genossen es. Der Baum lag auf dem Kopf, und seine Wurzeln lagen frei. Die Waisen gingen einmal um den Baum herum, und Lima Lima und Ngasha begannen, um die Wurzeln zu streiten. Sp\u00e4ter am Tag n\u00e4herten sich drei wilde Bullen den Babys und versuchten, Murera und Sonje zu folgen, die etwas weiter weg waren. Die Bullen wollten sich unter die Waisen mischen, doch als Lima Lima sie witterte, kollerte sie den anderen Babys zu und machte sie auf die Bullen aufmerksam. Quanza, Ziwa und Faraja schreckten auf, nachdem sie die Bullen bemerkt hatten, und rannten zu ihren Keepern. Die wilden Elefanten kommen immer h\u00e4ufiger und dichter an uns heran. Sie versuchen sogar am Tag, sich unter die Babys zu mischen und das zeigt uns, dass sie sich langsam an uns gew\u00f6hnen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1012201524110-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Wilde Bullen besuchen die Babys<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 2. September 2015<\/strong><br \/>\nIn den fr\u00fchen Morgenstunden war es schon unglaublich hei\u00df, und die Babys hielten Ausschau nach ein paar gro\u00dfen, schattigen B\u00e4umen. Besonders Jasiri und Faraja sind durch ihre helle Albino-Haut gef\u00e4hrdet. Au\u00dferdem suchten sie nat\u00fcrlich auch nach Futter, mit dem sie ihre M\u00e4gen nach der Morgenmilch weiter f\u00fcllen konnten. Jasiri und sein Freund Faraja wedelten mit ihren gro\u00dfen Ohren und k\u00fchlten sich so ab, w\u00e4hrend sie trockenes Gras und die Bl\u00e4tter der Akazien fra\u00dfen. Faraja versuchte, sich unter Zongolonis gro\u00dfen Ohren zu versteckten, um sich so vor der direkten Sonne zu sch\u00fctzen. Da auch er gr\u00f6\u00dfer wird, passt er nicht unter Zongolonis Bauch; sie sind inzwischen fast gleich gro\u00df. Wenn sie k\u00f6nnten, w\u00fcrden sie sich aber gegenseitig helfen, wie es wilde Elefanten tun.<br \/>\nAls die Babys den Marsch zu ihren Mittagsflaschen antraten, begann Lima Lima, der ganzen Herde vorauszugehen. Die Keeper hielten sie aber auf und schickten sie nach hinten, da sie sonst die anderen Babys bei der F\u00fctterung st\u00f6ren w\u00fcrde. Sie greift sich immer weitere Milchflaschen, wenn sie mit ihren zwei Flaschen fertig ist.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1012201525413-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Jasiri wedelt mit seinen gro\u00dfen Ohren, um sich abzuk\u00fchlen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 3. September 2015<\/strong><br \/>\nLima Lima und Zongoloni gingen in den Wald und schlugen den Weg zu den Umani-H\u00fcgeln ein. Sie folgten den Pavianen, die auf den gro\u00dfen Akazien herumsprangen und immer wieder Fr\u00fcchte fallenlie\u00dfen. Auch die Buschb\u00f6cke genossen diese Geschenke der Paviane; sie warten immer unter den B\u00e4umen, bis durch die Bewegungen der Paviane neue Fr\u00fcchte herunterfallen. Diese beiden Tierarten bieten sich auch gegenseitig Schutz: die Paviane mit ihrer guten Aussicht von oben und die Buschb\u00f6cke mit ihren scharfen Augen am Boden. Zongoloni und einige ihrer Freunde wussten, dass sie ein paar Leckereien bekommen w\u00fcrden, wenn sie den Pavianen folgten, daher war dies das heutige Ziel. Lima Lima probierte verschiedene Techniken aus, um an die hohen B\u00e4ume heranzureichen. Sie trat sogar auf ein paar Felsen, damit sie h\u00f6her \u00fcber dem Boden sein konnte. Sie wollte nicht darauf warten, dass die Paviane ihr etwas herunterwarfen. Sie wollte die Leckereien lieber selbst pfl\u00fccken und so vermeiden, sie mit den Buschb\u00f6cken und den ruppigen Elefanten Murera und Sonje teilen zu m\u00fcssen. Sonje und Murera sind bekannt daf\u00fcr, dass sie die anderen Babys von den schmackhaften Fr\u00fcchten wegscheuchen. Nur ihrem Liebling Ziwa gegen\u00fcber sind sie etwas toleranter. Nachdem sie die heruntergefallenen Fr\u00fcchte gefressen hatten, gingen die Waisen zum Schlammloch, wo sie sich alle anstellten, um sich im Matsch herumzurollen. Nach dem Bade-Wettbewerb ging Murera zum Staubbad, um sich mit der warmen Erde abzutrocknen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/101220153119-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lima Lima klettert auf Felsen herum<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 4. September 2015<\/strong><br \/>\nMurera beschloss, zu den trockenen Palmen zu gehen und sich zu entspannen, nachdem sie Wasser auf ihren K\u00f6rper gespritzt hatte. Sie lie\u00df die anderen Babys beim W\u00e4lzen im Schlammloch. Kurze Zeit sp\u00e4ter schrie Ziwa laut auf, was Murera und Sonje aufhorchen lie\u00df. Sie dachten, einige der ruppigen Jungs w\u00fcrden ihn schubsen, w\u00e4hrend er auf dem Boden war. Sie rannten zum Schlammloch zur\u00fcck und sahen, dass er steckengeblieben war und um Hilfe der Keeper schrie. Es war erstaunlich zu sehen, wie sie sofort reagierten und besorgt waren. Murera und Sonje nutzten ihre Sto\u00dfz\u00e4hne und halfen zusammen mit den Keepern so gut sie konnten. Schlie\u00dflich kam Ziwa frei und rannte zu Sonje, um sich tr\u00f6sten zu lassen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/101220153228-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera ruht sich bei den ausgetrockneten Palmen aus<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 5. September 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen verteilten sich im Wald, und jeder hatte seine oder ihre eigene Ecke, um dort nach dem leckersten Gr\u00fcn zu suchen und damit den leeren Magen zu f\u00fcllen. Danach gingen sie zum Wasserloch, um Wasser zu saufen und sich im Schlamm zu w\u00e4lzen. So k\u00fchlten sie ihre \u00fcberhitzten K\u00f6rper ab. Jasiri und Faraja f\u00fchlten die Hitze am meisten, da sie eine hellere und empfindlichere Haut haben. Murera ging, nachdem sie frisches Wasser gesoffen hatte, zur anderen Seite des Wasserlochs; dort streckte sie ihren langen R\u00fcssel aus, um die Temperatur des Wassers zu testen, ehe sie sich entschied, ob sie hineingehen sollte. Sie fand es warm genug, doch der Traktor lie\u00df noch Wasser in das Loch flie\u00dfen, um es aufzuf\u00fcllen. So wartete sie, bis der Traktor fertig war, ehe sie hineinsprang, und ein paar von den Anderen, wie Zongoloni und Ziwa, folgten ihr. Es war richtig spa\u00dfig, und jedes der Babys zeigte seinen eigenen Schwimmstil. Sonje war insgesamt der Star des Tages.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1012201533327-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera testet die Wassertemperatur<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 6. September 2015<\/strong><br \/>\nWegen der Trockenzeit laufen die Keeper und die Babys nun viele Kilometer in den Wald hinein, um noch gr\u00fcne Zweige und Fr\u00fcchte zu finden. Murera, Sonje und Mini-Leitkuh Lima Lima gingen heute mit den Keepern zum Chyulu Hills Nationalpark, um mehr zum Fressen zu finden. Die Chyulu-Berge grenzen an den Kibwezi-Wald und die Umani-H\u00fcgel an, wo in der N\u00e4he der Quellen das Zuhause von Murera und den anderen Babys ist. Faraja nahm einen anderen Weg als seine Freunde und ging zu einer sehr felsigen Stelle in den Chyulu-Bergen. Lima Lima dr\u00e4ngte die Waisen weiter, denn sie dachte an die Milch und das Wasserloch, das sich nach einer so langen Wanderung an einem hei\u00dfen Tag richtig toll anf\u00fchlen w\u00fcrde. Murera und Sonje gingen so schnell \u00fcber die spitzen Steine, dass man nie gedacht h\u00e4tte, dass es die beiden sind. Sie hatten nur das gr\u00fcne Futter im Sinn, das sie am Ende finden w\u00fcrden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/101220153372-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen genie\u00dfen trockene Zweige<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 7. September 2015<\/strong><br \/>\nLima Lima brachte die Waisen zu einen neuen Ort, an dem es noch viele gr\u00fcne Zweige gibt. Ihre Gehegegenossin Quanza folgte ihr dicht auf den Fersen und lief in Lima Limas Geschwindigkeit mit, die immer sehr schnell geht. Nach einer Weile verlie\u00df Lima Lima Quanzas Seite und ging zu Jasiri, der von Zongoloni weggeschubst wurde, weil sie nicht wollte, das er nach ihrem Schwanz griff. Als Jasiri von Zongoloni verscheucht worden war, ging Lima Lima zu ihm und f\u00fchrte mit ihm zusammen die anderen Babys zum Wasserloch. Sie war kurz verwirrt von den vielen Felsen in der Gegend, fand dann aber doch den Weg, der die Babys zum Wasserloch brachte. Dort bekamen sie ihre Milchflaschen und w\u00e4lzten sich im schlammigen Wasserloch.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1012201534025-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lima Lima geht voran<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 8. September 2015<\/strong><br \/>\nDie wilden Elefantenk\u00fche und ein paar Bullen wandern jetzt auf die H\u00fcgel hinauf, um mehr Futter zu suchen, und kommen regelm\u00e4\u00dfig zum frischen Wasser an den Quellen herunter. W\u00e4hrend Zongoloni und Ziwa an den H\u00e4ngen der Chyulu-Berge waren, drehten und erhoben sie ihre R\u00fcssel, weil sie wilde Elefanten im Wald um sich herum gewittert hatten. Ihre wilden Artgenossen brachen Zweige ab, was Ziwa h\u00f6rte, der sofort die Keeper informierte. Sonje begann loszumarschieren. Sie ging den H\u00fcgel hinunter und forderte die ganze Herde auf, mit ihr zu gehen, weil es dort unten frisches Wasser gab. Lima Lima bekam Sonjes Signal mit und machte sich auf den Weg. Die Jungs Ngasha, Jasiri und Faraja waren hinter ihr und wurden von Zongoloni kr\u00e4ftig vorw\u00e4rts geschoben. Sie gingen alle zur Milchf\u00fctterung und w\u00e4lzten sich auch eine Weile mit viel Spa\u00df. Lima Lima ging dann zum Staubbad und blies jede Menge Staub in ihr Gesicht; ihr ganzer Kopf war damit bedeckt. Man konnte ihr Gesicht gar nicht mehr sehen und kaum erkennen, dass es Lima Lima war!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/101220153477-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Babys an der Salzlecke<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 9. September 2015<\/strong><br \/>\nAls Murera am Morgen aus ihrem Gehege kam, folgten ihr die anderen jungen Elefanten zu den Akazien, wo die Paviane am Abend noch viele Fr\u00fcchte fallengelassen hatten. Die Buschb\u00f6cke hatten die Fr\u00fcchte noch nicht entdeckt, sodass Murera sehr gl\u00fccklich war, die Leckereien mit ihrer Herde teilen zu k\u00f6nnen. Nachdem die Fr\u00fcchte aufgefressen waren, ging Murera zum Staubbad und legte sich hin, um ihre juckende Brust in der Erde zu schuffeln. Sie machte ein paar \u00dcbungen, streckte ihre Beine und r\u00e4kelte sich, um ihren K\u00f6rper zu entspannen. Dann ging sie auf Wanderschaft und suchte nach Zweigen und Bl\u00e4ttern, bevor sich alle zur Milchf\u00fctterung aufmachten. Als Lima Lima bemerkte, dass es schon Zeit f\u00fcr die F\u00fctterung war, nahm sie einen anderen als den \u00fcblichen Weg, sodass sie sich vor den Anderen zu den Flaschen schleichen konnte. Die Keeper sahen sie wie einen verr\u00fcckten Elefanten rennen und hielten sie an, damit sie auf Murera und Sonje warten und sich an ihre Manieren erinnern sollte. Die Jungs und Zongoloni, die die anderen Waisen nicht st\u00f6ren, sondern brav ihre Flaschen trinken, sie fallenlassen und dann friedlich davongehen, durften zuerst gehen. Wenn Lima Lima zuerst da w\u00e4re, w\u00fcrde sie nur die F\u00fctterung st\u00f6ren, indem sie den anderen Babys die Flaschen wegnimmt, nur weil diese langsamer trinken.<br \/>\nBeim Schlammbad blieb Murera im rutschigen Matsch stecken und kam nicht wieder heraus. Sie schrie auf, und die Keeper rannten zu ihr, um zu sehen, was los war. Sie fanden sie, als sie verzweifelt versuchte aufzustehen und Hilfe von den anderen Waisen brauchte. Sonje kam mit Jasiri, unserem einzigen gro\u00dfen Jungen, um ihr und den Keepern zu helfen. Wir schoben und schoben, und schlie\u00dflich war sie wieder frei und sehr erleichtert!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1012201554757-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera m\u00fcht sich aus dem Schlammbad heraus<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 10. September 2015<\/strong><br \/>\nJasiri konzentrierte sich heute sehr aufs Grasen und versuchte, die heruntergefallenen Akazienfr\u00fcchte zu erschnuppern, die sich unter dem Gras versteckten. Sie sind sehr schwer zu sehen, doch er konnte sie durch das dichteste Gras riechen. Die anderen Babys grasten zusammen an den H\u00e4ngen der Chyulu-Berge. Murera und Ziwa hielten sich von Zongoloni und Lima Lima fern. Sie sind die gierigsten M\u00e4dchen, wollen immer mehr als ihren eigenen Anteil und stehlen schonmal das Futter der anderen Waisen. Lima Lima und Zongoloni fra\u00dfen so schnell, dass Murera und Sonje sie von den anderen, die geruhsamer grasten, wegschoben.<br \/>\nSp\u00e4ter entrindete Ziwa ganz allein ein paar Zweige und ging dabei ein wenig weiter den Hang hinab. Murera war nicht mehr in seiner N\u00e4he. Pl\u00f6tzlich stand er inmitten dreier wilder Bullen, die ihre gro\u00dfen Ohren aufstellten und ihn neugierig betrachteten. Das machte ihm Angst, und er rannte davon und suchte die Keeper zur Unterst\u00fctzung. Den Keepern war aber auch nicht wohl bei der Sache, und sie sammelten die Herde zusammen und brachten alle zum Wasserloch, wo es die Milch gab. Quanza stellte ihre Ohren auf, und die Keeper riefen ihr und Murera laut zu, dass sie kommen sollten. Quanza rannte dann laut trompetend und Zongoloni hinter ihr. Es hallte durch den ganzen Wald, und die Gruppe rannte bis zur Milchf\u00fctterung. Nachdem sie ihre Flaschen geleert hatten, gingen sie zum Schlammbad und hatten sie ihre vorherige Angst schon vergessen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1012201555145-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Jasiri sucht konzentriert nach Akazienfr\u00fcchten<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 11. September 2015<\/strong><br \/>\nDie Quellen in Umani sind ein Paradies f\u00fcr die wilden Elefanten. Die wilden K\u00fche und ihre K\u00e4lber kommen regelm\u00e4\u00dfig zum Saufen dorthin und um weiches Gras und Seerosen zu fressen. Die Babys begannen ihre lange Wanderung zur Quelle. Zongoloni und Quanza streckten ihre langen R\u00fcssel in die H\u00f6he, um ihre wilden Freunde herauszuwittern. Alle Babys hatten die R\u00fcssel gehoben, und die Keeper wunderten sich, was mit ihnen los war. Dann aber h\u00f6rten sie einen Babyelefanten schreien, und sie verstanden, warum Zongoloni und Quanza mit ihren R\u00fcsseln in der Luft schnupperten. Lima Lima versuchte, zu der wilden Herde und dem Baby hin\u00fcberzugehen. Sie liebt Babys und sie wollte das Kalb bemuttern, doch sie wurde entdeckt, ehe sie eine Chance dazu bekam. Der Versuch scheiterte, als die Kuh bemerkte, dass Lima Lima immer dichter an ihr Baby herankam und dass sie ein wenig nach Menschen roch. Lima Lima wurde zu ihrer eigenen Familie zur\u00fcckgeschickt.<br \/>\nDanach gingen die Waisen zum Wasserloch, w\u00e4lzten sich und soffen sauberes Wasser, bevor sie den Rest des Tages auf ihren langen Wanderungen grasten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/101220156548-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera beim Staubbad<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 12. September 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen verbringen jetzt viel Zeit damit, herumzuwandern und nach Akazienfr\u00fcchten zu suchen. Sie wundern sich, dass die Fr\u00fcchte \u00fcberall sind, weil sie nicht wissen, dass es sie nur einmal im Jahr gibt, w\u00e4hrend der Trockenzeit. Paviane, Buschb\u00f6cke und Babyelefanten &#8211; alle lieben Akazienfr\u00fcchte.<br \/>\nNach der Milchf\u00fctterung gingen Jasiri und Quanza direkt zum Staubbad, wo sie jede Menge Spa\u00df beim Spielen im weichen Staub hatten. Gro\u00dfe Staubwolken hingen in der Luft. Murera ging zu ihrem eigenen Platz, der nicht so mit Babys \u00fcberf\u00fcllt war und staubte sich gen\u00fcsslich allein ein. Dann gingen die anderen Waisen zum gro\u00dfen Wasserloch, um sich mit den Babykrokodilen und Schildkr\u00f6ten zusammen zu w\u00e4lzen. Die Wasserbewohner hatten es schwer, ihre K\u00f6pfe \u00fcber Wasser zu halten, denn die spielenden Babys machten reichlich Wellen. Lima Lima trat immer mit ihrem Fu\u00df ins Wasser, sodass die Schildkr\u00f6ten weglaufen mussten und die Krokodilbabys auf die R\u00fccken der Elefanten sprangen. Als Zongoloni sich abgek\u00fchlt hatte, kam sie schnell aus dem Wasserloch, und die Krokodile, die sich im Gras aufhielten, brachten sich vor ihr in Sicherheit.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/101220156735-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Babys staubbaden<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 13. September 2015<\/strong><br \/>\nDie Trockenzeit h\u00e4lt an, doch die Babys haben sich daran gew\u00f6hnt und wandern flei\u00dfig durch die W\u00e4lder. Zongoloni und ihre beste Freundin Sonje stellten sicher, dass sie keine gr\u00fcnen Bl\u00e4tter auf dem Boden zur\u00fccklie\u00dfen. Ngasha ging sehr schnell zum Wasserloch, da er eine ziemlich trockene Kehle hatte. Ziwa ging ihm hinterher, zusammen mit Sonje, um auch frisches Wasser zu saufen. Direkt danach begann das Baden. Murera kam mit den restlichen Babys im Schlepptau am Wasserloch an, und sie wedelten mit ihren gro\u00dfen Ohren. Murera gab ein gutes Vorbild ab und ging zuerst ins Wasserloch, um den Babys zu zeigen, wie man schwimmt.<br \/>\nDie Keeper sammelten ein paar Akazienfr\u00fcchte auf und verteilten sie an der F\u00fctterstelle auf dem Boden, damit die Waisen sie mit ihren R\u00fcsseln aufheben konnten. Lima Lima kam mit Quanza aus dem Pool, sobald sie die Fr\u00fcchte gerochen hatte. Danach dr\u00e4ngelten sich Jasiri und Ngasha hin, doch Sonje schnitt ihnen den Weg ab und stellte ein paar der Fr\u00fcchte f\u00fcr ihren Liebling Ziwa sicher. Lima Lima fra\u00df die Fr\u00fcchte wie \u00fcblich sehr hastig und ging sehr schnell umher. Sie schnupperte an allen Ecken, um soviele Leckereien wie m\u00f6glich zu erhaschen, bevor ihre Freunde sie finden w\u00fcrden. Einige Fr\u00fcchte waren tief im Gras versteckt. Sie konnten sie riechen, aber nur schwer greifen.<br \/>\nDanach \u00fcbernahmen Zongoloni und Quanza das Kommando und brachten die Babys zu einer zweiten Runde ins Schlammbad, da die erste von den Fr\u00fcchten unterbrochen worden war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1012201562313-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lima Lima schl\u00e4gt sich den Magen mit Fr\u00fcchten voll<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 14. September 2015<\/strong><br \/>\nZwischen unseren beiden Albinos Jasiri und Faraja brach heute ein Kampf aus, weil sie sich \u00fcber irgendetwas stritten, das wohl beim Spielen passiert war. Jasiri wollte auf Farajas R\u00fccken steigen, doch der wehrte sich und verteidigte sich nach Kr\u00e4ften. Faraja schubste Jasiri weg und wollte verhindern, dass dieser noch einmal versucht, ihn zu besteigen. Murera st\u00f6rten die raufenden Jungs nicht, sie k\u00fcmmerte sich mehr darum, was es zu fressen gab und dass sie wenig Zeit hatten, um genug weiche Zweige zu finden. Sie ging direkt in Geb\u00fcsch und folgte Sonje und Ziwa, die bereits auf dem Weg zum Wasserloch waren, um ihre R\u00fccken abzuk\u00fchlen. Sobald Sonje und Ziwa sich fertig gew\u00e4lzt hatten, ging die ganze Herde zum Staubbad. Sie bliesen gro\u00dfe Staubwolken in die Luft und streckten dabei ihre langen R\u00fcssel weit ihn die H\u00f6he. Einige der Babys trompeteten laut und verjagten herankommende Paviane.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1012201562717-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Jasiri und Faraja beim Kr\u00e4ftemessen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 15. September 2015<\/strong><br \/>\nDie Babys hatten eine friedliche Nacht und kamen fr\u00f6hlich heraus. Sie waren bereit, den neuen Tag zu beginnen und ihre leeren M\u00e4gen zu f\u00fcllen. Einige der Waisen begannen damit, ihre Hintern an den Felsen vor den Stallungen zu kratzen. Murera schuffelte ihren gro\u00dfen Hintern an einem kleinen Baum, der sich unter ihrem betr\u00e4chtlichen Gewicht gef\u00e4hrlich neigte. Als die Waisen ihre Milchflaschen geleert hatten, drehte Lima Lima sich um und suchte in den Tr\u00e4nken nach sauberem Wasser zum trinken. Nachdem sie ihren Durst gel\u00f6scht hatte, testete sie die Wassertemperatur mit ihren F\u00fc\u00dfen und ihrem R\u00fcssel und \u00fcberlegte, ob sie kurz baden gehen sollte.<br \/>\nSonje, Zongoloni und Lima Lima marschierten dann zum Wasserloch, um die Schildkr\u00f6ten von gestern zu vertreiben. Sie wollten sichergehen, dass diese den Pool verlassen hatten. Sie traten energisch im Wasser herum, um den Schildkr\u00f6ten Angst einzujagen und sie zu verscheuchen. Nach ein paar Minuten war der Erfolg zu sehen, denn die Schildkr\u00f6ten wuselten aus Angst, von den gro\u00dfen Elefantenf\u00fc\u00dfen zerquetscht zu werden, aus dem Pool heraus. Nachdem die Waisen sicher waren, dass alle Schildkr\u00f6ten verschwunden waren, begannen sie, ausf\u00fchrlich zu baden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1012201563413-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera kratzt ihren gro\u00dfen Hintern an einem kleinen Baum<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 16. September 2015<\/strong><br \/>\nDie Babys bekommen nun immer Luzernenheu, wenn sie aus ihren Gehegen kommen. Als sie heute kein Heu vor dem Zaun liegen sahen, wurden sie grummelig und kollerten. Sie beschwerten sich solange, bis sie welches bekamen. Nachdem es gebracht worden war, steckten sie die K\u00f6pfe zusammen und fra\u00dfen. Ngasha und Zongoloni suchten dann nach gr\u00fcneren Zweigen, konnten aber kaum welche finden. Als sie weiterliefen und -suchten, kollerte Murera ihnen zu, dass sie die H\u00e4nge herunterkommen sollten, weil sie ein paar gr\u00fcne Zweige gefunden hatte.<br \/>\nDer Tag wurde wieder sehr hei\u00df, und alle Babys gingen direkt zum Wasserloch, um noch einmal zu baden. Danach g\u00f6nnten sie sich ein Staubbad, an dem Lima Lima mit gro\u00dfer Begeisterung teilnahm. Sie hatte ein breites Grinsen im Gesicht, w\u00e4hrend sie auf dem Boden herumrollte und verschiedene Einstaubtechniken ausprobierte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1012201564731-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera (links) mit Ziwa am Wasserloch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 17. September 2015<\/strong><br \/>\nAlle Babys eilten aus ihren Gehegen, nachdem die Tore f\u00fcr sie ge\u00f6ffnet worden waren. Als Murera herauskam, schaute sie sich um und suchte ihr Lieblingsbaby Ziwa, doch Ziwa war bereits mit Sonje zur Tr\u00e4nke an den Stallungen gegangen. Vor dem Tor fanden Sonje, Ziwa und die anderen Waisen allerdings kein Wasser, da die wilden Elefanten in der Nacht zahlreich erschienen waren und alles ausgesoffen hatten. Die Keeper behoben das Problem schnell und f\u00fcllten frisches Wasser aus der Pipeline f\u00fcr sie ein. Die wilden Herden waren in der Nacht mit ihren Babys vorbeigekommen, und eines der K\u00e4lber war an den Elektrozaun gekommen, weil es zu unseren Waisen gelangen wollte. Es muss einen Schlag bekommen haben, denn es schrie auf und die Herde brach danach ziemlich schnell wieder auf.<br \/>\nDie t\u00e4gliche Wanderung f\u00fchrte die Waisen und ihre Keeper wieder in den Wald hinein, in Richtung des Chyulu Hills Nationalparks, wo es noch ein paar frischere Zweige gibt. W\u00e4hrend sie wanderten, stolperten die Waisen in eine B\u00fcffelherde und standen pl\u00f6tzlich mittendrin. Die Keeper blieben zur\u00fcck und riefen nach ihnen. Die B\u00fcffel begannen auch wegzurennen, als sie die Menschen h\u00f6rten. Die Keeper brachten die Waisen zur Milchf\u00fctterung, wo sie ihre Flaschen leerten und dann direkt in den Pool gingen. Sonje, Lima Lima und Zongoloni hatten ein tolles Bad und zeigten eine gro\u00dfe Show.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1012201564942-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Jasiri klettert auf Sonje<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 18. September 2015<\/strong><br \/>\nDer freche Ngasha machte sich heute abseits von seinem Gehegegenossen Faraja auf den Weg, weil Faraja ununterbrochen rangeln will und daraus manchmal K\u00e4mpfe entstehen. Ngasha wollte nicht die ganze Zeit ringk\u00e4mpfen und lie\u00df Faraja bei Jasiri, der im Moment unser dominanter Bulle ist. Sie begannen gleich einen Ringkampf, w\u00e4hrend Ngasha aufbrach und in den Wald ging. Er suchte nach weichen, gr\u00fcnen Zweige, um seinen Magen zu f\u00fcllen. Murera st\u00f6rte sich auch nicht an den rangelnden Bullen, sondern graste ruhig im Wald weiter. Sie suchte sich einige weiche Zweige aus und kaute darauf herum. Als Jasiri Faraja besiegt hatte und der Kampf zu Ende war, ging er den Weg entlang und folgte Murera, die ihrerseits den j\u00fcngeren Babys zur Milchf\u00fctterung hinterherging. Unser Gierschlund Lima Lima musste wieder warten, damit sie nicht vor den anderen Babys ankam. Als Murera da war, tranken sie ihre Milch und gingen dann zum Saufen zur Tr\u00e4nke. Danach lief Lima Lima zum Schlammloch, testete die Temperatur und schaute nach, ob die Schildkr\u00f6ten zur\u00fcckgekommen waren, nachdem Sonje und die Anderen sie gestern verjagt hatten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/101220156521-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngasha sucht einen Zweig aus<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 19. September 2015<\/strong><br \/>\nDie Babys waren am fr\u00fchen Morgen sehr durstig, sodass sie alle zur Wassertr\u00e4nke gingen. Sonje ging, nachdem sie gesoffen hatte, auf die Suche nach ein paar Akazienfr\u00fcchten, die von den Pavianen, die auf den gro\u00dfen Akazien spielen, heruntergeworfen worden waren. W\u00e4hrend sie einige vom Boden aufhob, f\u00fchrte Murera die anderen Waisen von der hei\u00dfen Sonne weg und suchte nach einer Gelegenheit, ihre \u00fcberhitzten K\u00f6rper mit etwas Wasser zu bespritzen und abzuk\u00fchlen. Sobald Sonje, Zongoloni und Lima Lima ihre Flaschen geleert hatten, sprangen sie direkt in den Pool und waren die Schwimm-Meister der Umani-Waisen. Die Jungs waren eher faul und wollten nicht baden gehen, sondern spritzten sich nur halbherzig Wasser auf die Brust. Es war interessant zu sehen, wie Sonje ihren Vorderfu\u00df benutzte, um mit dem Wasser herumzuspritzen. Sie hatte bemerkt, dass die Schildkr\u00f6ten in den Pool zur\u00fcckgekehrt waren und wollte sie nat\u00fcrlich wieder hinausscheuchen. Die Waisen spielten Verstecken mit den Schildkr\u00f6ten, die damit in einem echten Dilemma steckten; w\u00e4ren sie herausgekommen, h\u00e4tten die Waisen sie viel besser gesehen, w\u00e4ren sie im Wasser geblieben, h\u00e4tten sie zertrampelt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/101220157915-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen auf dem Weg zum Schlammbad<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 20. September 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen hatten eine unruhige Nacht, weil zwei Leoparden auf den B\u00e4umen in der N\u00e4he der Stallungen sehr viel Krach machten. Sie waren in der N\u00e4he von dort, wo die Keeper den Babys morgens das Luzernenheu geben. Die Leoparden wussten, dass sie dort die eine oder andere Antilope antreffen k\u00f6nnten, die die Luzernenheureste fressen w\u00fcrde. Die Waisen wussten nicht, was es mit dem ganzen L\u00e4rm auf sich hatte. Als Ngasha und Jasiri dann am Tag im Wald grasten und einen Buschbock schreien h\u00f6rten, erinnerten sie sich an den Krach der letzten Nacht und liefen schnell zu den Keepern. Die Keeper trommelten alle Elefanten, auch Murera und Sonje, zusammen und brachten sie zum Schlammbad. Als sie alle dort angekommen waren, gingen Lima Lima, Zongoloni und Sonje direkt zum Schlammloch und badeten. Es war sehr hei\u00df geworden, und die Babys wollten nicht mehr l\u00e4nger warten, um sich abzuk\u00fchlen. Als Faraja zur\u00fcck ging, kam er an zwei gro\u00dfen B\u00e4umen vorbei und ging zu ihnen, um zwischen ihnen ein kleines Nickerchen zu machen. Er lie\u00df seinen Kopf h\u00e4ngen und sah m\u00fcde und verschlafen aus. Dann legte er seinen Kopf sogar noch ein paar Minuten auf einem der B\u00e4ume ab.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/101220157111-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Faraja ruht sich aus<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 21. September 2015<\/strong><br \/>\nBevor es morgens in den Wald geht, gibt es Luzernenheu. Die Babys m\u00fcssen zuerst zur F\u00fctterstelle gehen, bevor sie ihre langen Wanderungen durch den Wald antreten. Einige Buschb\u00f6cke kamen auch zur Luzernenheu-Ecke her\u00fcber, was allerdings nicht auf Begeisterung seitens der Elefanten stie\u00df. Als Zongoloni und Ziwa einen Buschbock entdeckten, der sich ihnen anschlie\u00dfen wollte, trompetete Zongoloni laut. Ziwa stimmte dann sogar noch lauter mit ein und kam von hinten angejagt. Die armen Buschb\u00f6cke waren verschreckt und flohen \u00fcber alle Berge.<br \/>\nEine gro\u00dfe B\u00fcffelherde n\u00e4herte sich heute der Stelle, an der die Waisen einige Zweige von den B\u00fcschen fra\u00dfen. Ngasha sah sie als Erster und machte, zusammen mit ein paar Freunden, kehrt. Sie gingen zu Quanza, die auf der anderen Seite nicht weit entfernt war. Nachdem sie mit Quanza kommuniziert hatten, kamen alle Babys zusammen, um nach den Keepern zu suchen. Sonje f\u00fchrte sie zum Wasserloch, und Murera kam mit einigen Keepern langsamer hinterher. Als Sonje fertig gebadet hatte, ging sie zum Staubbad, wo sie gro\u00dfe Staubwolken mit ihrem R\u00fcssel in die Luft blies.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1012201572228-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngasha f\u00fchrt die Waisen an<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 22. September 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen h\u00f6rten heute Morgen den Traktor kommen, der die Reste der Zweige wegbringt, an denen die Waisen in der Nacht gefressen hatten. Als Ziwa den Traktor sah und den Krach h\u00f6rte, lief er zur Luzernenheu-Ecke, wo seine Adoptivmamas Sonje und Murera noch das letzte Heu verspeisten. Quanza und Faraja gingen zur anderen Seite in den Wald und suchten die Keeper, die im Schatten sa\u00dfen. Die Keeper sahen den Waisen fr\u00f6hlich zu, wie sie gen\u00fcsslich grasten, zusammen mit ein paar zutraulichen Buschb\u00f6cken, die versuchten, sich mit ihnen anzufreunden. Jasiri kam her\u00fcber, um mit Sonje zu rangeln, doch es war schwer f\u00fcr ihn, da Sonje viel gr\u00f6\u00dfer ist und l\u00e4ngere Sto\u00dfz\u00e4hne hat. Es war nicht leicht, den Kampf durchzuhalten. Er ergab sich und rannte zu Zongoloni und Lima Lima, die, wie er wusste, leichter zu besiegen waren.<br \/>\nEinige der Babys gingen zu einem Grash\u00fcgel und legten sich dort hin, um ihre B\u00e4uche zu reiben, was sich bestimmt gut anf\u00fchlte. Murera fra\u00df gen\u00fcsslich von dem Gras, hatte danach aber Probleme, wieder aufzustehen. Sie lag auf ihrem ehemals verletzten Bein, das ihr Gewicht nicht so einfach hochstemmen kann. Sie schrie nach den Keepern, und auch Sonje und Ziwa kamen zu Hilfe geeilt und halfen ihr, wieder vom Boden hochzukommen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1012201572459-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lima Lima liegt im Gras<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 23. September 2015<\/strong><br \/>\nNgasha und Sonje lie\u00dfen sich von den wilden und lauten Pavianen ins Bockshorn jagen, die ihren Weg kreuzten und sehr viel Krach machten, als sie in die B\u00fcsche verschwanden. Ngasha und Sonje wurden sehr unruhig und entschieden, diesen lauten Ort mit den vielen Pavianen zu verlassen. Nachdem sie weggerannt waren, machte Murera kehrt, um zum Schlammloch zu gehen und sich mit dem k\u00fchlenden Nass zu bespritzen, da ihr R\u00fccken in der Sonne geradezu brannte. Die \u00fcbrigen Waisen nahmen einen anderen Weg und gingen zum anderen gro\u00dfen Wasserloch, bevor sie sich auf den Heimweg machen w\u00fcrden; in dieses passen sie alle zusammen hinein. Als Quanza aus dem Wasser kam, sah sie sehr m\u00fcde und verschlafen aus. In ihrer N\u00e4he jagte Sonje ein paar Paviane fort, die direkt auf das Wasserloch zuliefen, weil sie auch etwas saufen wollten. Ziwa landete irgendwie ganz allein und hilflos mitten unter den Pavianen im Busch. Er rief laut und kollerte tief, was sofort Murera und Sonje alarmierte, sodass sie kamen, um nach ihm zu sehen. Sie halfen ihm, einen Weg durch die Paviangruppe zu finden, und dann gingen sie alle davon.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1012201574255-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngasha rennt vor den schreienden Pavianen davon<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 24. September 2015<\/strong><br \/>\nEine gro\u00dfe B\u00fcffelherde tauchte im Geb\u00fcsch auf und es waren viel mehr als die Waisen, die ebenfalls dort entlang liefen. Ngasha und Jasiri gingen n\u00e4her an die B\u00fcffel heran. Sie dachten wohl, da sie die gr\u00f6\u00dften Jungs der Herde sind, m\u00fcssten sie Mureras Familie besch\u00fctzen, doch sie verloren den Mut, als einige B\u00fcffel Scheinangriffe starteten. Ngasha und Jasiri flohen und wagten sich nicht wieder an die ruppigen B\u00fcffel heran. Das \u00fcberraschte die Keeper, die nicht gedacht h\u00e4tten, dass Elefanten ihrer Gr\u00f6\u00dfe vor ein paar B\u00fcffeln Angst haben.<br \/>\nQuanza ging weiter und hatte eine Idee: Wenn sie nun alle zusammen zur Milchf\u00fctterung gingen, hielten sie sich von dem Territorium der B\u00fcffel fern und m\u00fcssten dann keine Angst mehr haben. Nachdem sie zwei Flaschen leckere Milch bekommen hatten, gingen alle Babys zum Schlammloch. Dort schlossen sich Sonje, Zongoloni und Lima Lima den Anderen beim Baden an und zeigten ihnen ihre Schwimmtechniken.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1012201574611-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Jasiri geht zur Milchf\u00fctterung<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 25. September 2015<\/strong><br \/>\nZiwa kam am Morgen hinter Ngasha aus den Gehegen und ging zur Tr\u00e4nke, um frisches Wasser zu saufen. Die Babys waren sehr durstig, nachdem sie Luzernenheu und Fr\u00fcchte gefressen hatten. Das bekommen sie in der Trockenzeit und es macht einen etwas trockenen Mund.<br \/>\nBei der Milchf\u00fctterung am Nachmittag flogen einige Kraniche um das Wasserloch herum, w\u00e4hrend ein paar der Waisen dort herumhingen. Die Kraniche flogen hoch \u00fcber den Elefanten, wollten aber auch etwas Wasser haben und den einen oder anderen Grash\u00fcpfer jagen. Ziwa und Lima Lima erschraken sich vor den schlagenden Fl\u00fcgeln in der Luft. Als sie herunterkamen, begann Lima Lima laut trompetend herumzujagen, sodass die ganze Herde unruhig wurde und zu ihren Keepern rannte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/101220158310-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngasha und Ziwa saufen Wasser an der Tr\u00e4nke<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 26. September 2015<\/strong><br \/>\nZongoloni ging allein davon und suchte nach ein paar s\u00fc\u00dfen, trockenen Zweigen, auf denen sie im Wald herumkauen konnte. Als die anderen Babys die Hitze der Sonne auf ihren K\u00f6rpern sp\u00fcrten, gingen sie zum Baden zum Wasserloch, gleich nachdem sie die Milch geleert hatten. Sonje lockerte mit ihrem R\u00fcssel genug Staub auf, um ihn auf ihren R\u00fccken zu werfen und die stechenden Tsetse-Fliegen zu vertreiben. Murera schloss sich Sonje von der anderen Seite des Wasserlochs aus an.<br \/>\nAls die Babys zu ihren Keepern zur\u00fcckkamen, war Faraja zu fr\u00fch dran, denn die Keeper a\u00dfen noch ihr Mittagessen unter den B\u00e4umen und erz\u00e4hlten sich Geschichten. Ngasha dachte, sie k\u00f6nnten schonmal losgehen, und so gingen sie zur Wasserpipeline, um zu sehen, ob noch frisches Wasser heraustropfte. Jasiri und Ngasha gingen vorneweg und f\u00fchrten die gro\u00dfe Waisengruppe an, als ob sie die Leitk\u00fche w\u00e4ren statt Murera, Sonje oder Lima Lima.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/101220158532-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera spielt im Staubbad<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 27. September 2015<\/strong><br \/>\nDie Babys waren alle sehr froh, als sie am fr\u00fchen Morgen aus ihren Gehegen kamen. Sie gingen den Weg in den Wald hinein und suchten nach etwas Gr\u00fcn zum fressen. Am Anfang dieses neuen Tages trafen sie alle m\u00f6glichen wilden Tiere im Wald. Als sie weitergingen und nach Futter suchten, kam eine Antilope sehr schnell auf sie zugerannt und sprang \u00fcber ihre K\u00f6pfe. Sie war auf der Flucht vor einem Leoparden, der im Wald br\u00fcllte. Die Keeper h\u00f6rten den Leoparden auch und machten sich Sorgen um die Waisen. So riefen sie sie zusammen und wanderten mit ihnen weiter.<br \/>\nQuanza kam mit Zongoloni zu einer Lichtung, wo sie sehr weit sehen konnten. Es war das offene Grasland; dort ist es leichter, neue Ger\u00fcche wahrzunehmen. Sonje und Ziwa gingen mit den anderen Babys direkt zum Wasserloch und badeten. Sie brauchten einigen Schlamm auf dem R\u00fccken, um sich vor der hei\u00dfen Sonne zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/101220158653-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Quanza ganz ins Grasen vertieft<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 28. September 2015<\/strong><br \/>\nDas hei\u00dfe Wetter begann schon fr\u00fch am Morgen, noch bevor die Waisen sehr weit gewandert waren. Sofort begannen die meisten Babys, mit ihren gro\u00dfen Ohren zu wedeln und zeigten damit, dass ihnen die Hitze bereits zu schaffen machte. Die wilden Elefanten waren heute in der N\u00e4he der Stallungen, nicht weit vom Zaun entfernt, und dort wo die Waisen ihr Luzernenheu bekommen. Hier fra\u00dfen die Waisen ein paar weiche Zweige, die in der Nacht von den wilden Herden abgeknickt worden waren. Quanza und ihre Freunde m\u00fchten sich auch ab, ein paar Zweige abzubrechen, ohne dass sie wussten, dass die wilden Elefanten mit ihren K\u00e4lbern in der N\u00e4he waren. Nur Lima Lima und Sonje entdeckten den Geruch der wilden Herde und gingen zu ihr hin\u00fcber. Als Lima Lima einen wilden Bullen erreichte, der unter einen gro\u00dfen Baum stand, ber\u00fchrte sie ihn mit ihrem R\u00fcssel. Mama Sonje hielt etwas Sicherheitsabstand. Der Bulle schob Lima Lima ein St\u00fcck weg, woraufhin Sonje den ganzen Weg zu den Keepern zur\u00fcckrannte. Die Keeper und die Babys gingen dann mit der Windrichtung davon, damit die wilden Elefanten sie nicht wittern und ihnen den Weg abschneiden konnten. Der gro\u00dfe Bulle wollte einen Scheinangriff starten, als er den Geruch der Menschen wahrgenommen hatte, doch als die Keeper nach den Waisen riefen, verschwand er im Wald. Die Waisen rannten voller Aufregung \u00fcber die Begegnung mit den wilden Elefanten bis zum Wasserloch. Ein bisschen waren sie allerdings auch in Eile, weil sie sich abk\u00fchlen wollten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/101220158947-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Jasiri bricht Zweige ab<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 29. September 2015<\/strong><br \/>\nAls Sonje aus den Gehegen kam, entdeckte sie ein paar weiche Akazienfr\u00fcchte und einige lecker aussehende Zweige zum fressen. Murera ging zur anderen Seite des Waldes in Richtung der Chyulu-Berge, doch ein Wasserbock stellte sich ihr in den Weg. Er rannte auf sie zu, nachdem er die Keeper geh\u00f6rt hatte; sie waren den Waisen dorthin gefolgt, wo er geschlafen hatte. Lima Lima, Ngasha und Zongoloni versperrten ihm den Weg, und der Wasserbock kam nicht mehr durch. Zongoloni begann laut zu trompeten, und Lima Lima versuchte, ihn anzugreifen, doch er drehte um und verschwand im Wald. Zongoloni wollte ihm weiter folgen und trompetete ihm hinterher, um sicherzustellen, dass sie nicht von weiteren Tieren gest\u00f6rt werden w\u00fcrden. Sonje, Ziwa und Murera blieben im Wald, jagten weiter herum und stampften dabei sogar recht gro\u00dfe B\u00e4ume um.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1012201581723-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lima Lima sucht weiche Zweige aus<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 30. September 2015<\/strong><br \/>\nGegen 8 Uhr kamen alle Waisen heraus und gingen direkt in den Wald, bereit, einen neuen Tag voller Grasen zu beginnen. Quanza und Lima Lima verbrachten viel Zeit im Geb\u00fcsch, um leckere, frische Vegetation und weiche Zweige zu finden, die ihre B\u00e4uche f\u00fcllten. W\u00e4hrenddessen wollte sich Ziwa nicht zu weit von seiner Adoptivmama Murera entfernen. Er entschied, dass es besser war, von der gierigen Lima Lima Abstand zu halten. Murera war nett und zeigte ihm einiges leckeres Gr\u00fcn, das er in der Trockenzeit suchen konnte.<br \/>\nAls die Babys zum Wasserloch kamen, um etwas frisches Wasser zu saufen, stand Lima Lima am Ufer des Pools und wartete auf ihre Freunde. Ein paar Schildkr\u00f6ten steckten die K\u00f6pfe aus dem Wasser. Lima Lima sah sie und schnupperte mit ihrem R\u00fcssel an ihnen. Sie beobachtete, wie die Schildkr\u00f6ten im Pool herumwuselten und versuchte, sie herauszuscheuchen. Die Schildkr\u00f6ten waren aber schlau genug, nicht herauszugehen, wenn ein Elefant in der N\u00e4he war, weil sie Angst hatten, drau\u00dfen zertrampelt zu werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1012201581955-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lima Lima ist bereit zum Baden<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/umani-springs-september-2015\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dienstag, 1. September 2015 Am fr\u00fchen Morgen f\u00fchrten Murera und Sonje die Kleinen Richtung Umani-H\u00fcgel, und die anderen Waisen gingen ihnen brav hinterher. Auf ihren Wanderungen kamen sie heute an einem gro\u00dfen Baum vorbei, den wilde Elefanten in der Nacht umgesto\u00dfen hatten. Die Babys hatten deshalb viel zu futtern, und sie genossen es. 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