{"id":7275,"date":"2015-11-03T12:32:22","date_gmt":"2015-11-03T11:32:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=7275"},"modified":"2015-11-03T12:32:22","modified_gmt":"2015-11-03T11:32:22","slug":"voi-september-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/voi-september-2015\/","title":{"rendered":"Voi September 2015"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 1. September 2015<\/strong><br \/>\nDer Tag begann sch\u00f6n mit den \u00fcblichen Aktivit\u00e4ten der Elefanten. Sie leerten die Milchflaschen, bevor sie zum Fr\u00fchst\u00fcck mit dem Zusatzfutter gingen und auf dem Gel\u00e4nde miteinander spielten. Danach machten sie sich in den Busch auf, um den Tag \u00fcber zu grasen. Das Waisenzebra Ngulia stand Wache, um den Pavianen, die in den Morgenstunden herunterkamen, den Weg zu versperren. So konnten die Elefanten in Ruhe ihr Kopra genie\u00dfen.<br \/>\nBeim Grasen verlief alles planm\u00e4\u00dfig. Lentili suchte unter einem gro\u00dfen Baum Schutz vor der brennenden Sonne. Sie bemerkte nicht, als ihre Freunde zur Mittagsf\u00fctterung aufbrachen, aber dann h\u00f6rte sie den L\u00e4rm, den sie machten, als sie ihre Milch genossen. Sie war \u00fcberrascht, alleine zur\u00fcckgeblieben zu sein und rannte zu den \u00c4lteren in Lesanjus Herde, um die Milch zu trinken. Danach hatten sie ein gro\u00dfartiges Bad. Anschlie\u00dfend grasten sie den Rest des Tages gewissenhaft weiter. Es gab keine Zeit zu verlieren, da es mitten in der Trockenzeit ist und die ganze Gegend nun ziemlich ausgetrocknet ist.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/108201565446-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngulia bei den Stallungen<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 2. September 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein sch\u00f6ner sonniger Morgen, und die Waisen kamen voller Energie aus den Gehegen und freuten sich auf einen langen Tag des Grasens. Mbirikani und Mzima wollten die Waisen auf den Mazinga-Berg locken, doch die K\u00fche Lesanju, Lempaute und Sinya hatten etwas dagegen und brachen sie zum Grasen in ein Gebiet weit n\u00f6rdlich der Stallungen. Ndii und Kenia waren mit der Zeitplanung beauftragt und dank ihres guten Zeitgef\u00fchls brachten sie die milchabh\u00e4ngige Gruppe sehr p\u00fcnktlich zum mittleren Wasserloch. Dort soffen alle gen\u00fcsslich sauberes Wasser aus den Tonnen, und danach verlagerte sich das Geschehen in den Pool. Naipoki brachte Bada nach dem Schlammbad zu einem ausf\u00fchrlichen Staubbad. Bada gab sein Bestes und w\u00e4lzte sich auf der leicht absch\u00fcssigen Erde herum. Er rollte wie eine perfekte Tonne, was viele Zuschauer anlockte, Elefanten wie auch Keeper. Ndii merkte schnell, wie gut Bada sich herumrollte und verabschiedete sich still und leise aus dem Wettbewerb, um nicht selbst blamiert zu werden. Bada war sehr gl\u00fccklich und aufgeregt. Er jagte vergn\u00fcgt zu seinen Freunden, um dann den Rest des Tages zu grasen. Kihari genoss es, die milchabh\u00e4ngigen Waisen ab Abend zu den Stallungen zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/10820156490-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bada (links) und Naipoki stauben sich um die Wette ein<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 3. September 2015<\/strong><br \/>\nAm Morgen schlossen sich die Waisen zu Spielen zusammen, nachdem sie ihre Milch getrunken und Kopra und Zusatzfutter gefressen hatten. Tundani und Nelion forderten sich gegenseitig zu einem Kr\u00e4ftemessen heraus, das Layonis Aufmerksamkeit auf sich zog. Layoni dachte, die zwei w\u00e4ren in einen echten Kampf verwickelt, was ihn immer magisch anzieht. Als er bemerkte, dass Nelion zu gewinnen schien, mischte er sich ein und schob Tundani langsam von Nelion weg. Damit war das Spiel beendet. Tundani und Nelion hielten ihr Spiel aber f\u00fcr harmlos, und sobald Layoni sich wieder ein St\u00fcck entfernt hatte, machten sie weiter. Layoni beobachtete sie aber immer noch und ging erneut hin. Wieder beendete er das, was er f\u00fcr einen Kampf hielt. Die zwei fanden sich damit ab, dass sie keine andere Wahl hatten, als das Spiel endg\u00fcltig zu beenden und gingen mit den anderen Waisen zu den Weidegr\u00fcnden. Den Rest des Tages wurde vorbildlich gegrast.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/108201565257-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tundani (links) und Nelion beim Kr\u00e4ftemessen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 4. September 2015<\/strong><br \/>\nDer Tag begann gut, und die Waisen brachen fr\u00fch am Morgen in den Busch auf. Sie stellten sich in einer Reihe auf und grasten den ganzen Vormittag auf diese Weise. Panda \u00fcbernahm die F\u00fchrung der milchabh\u00e4ngigen Waisen zum mittleren Wasserloch. Dort genossen sie ihre Milchflaschen, bevor sie mit ihren \u00e4lteren Artgenossen spielten. Sie soffen auch wieder Wasser und hatten ein tolles Schlammbad. Nachdem die Waisen aus dem Wasser gekommen waren, kam eine wilde Elefantenherde herbeigeeilt und sprang mit ihren kleinen K\u00e4lbern hinein. Ndoria und Bada gingen den Waisen voran zu der wilden Herde. Sie begr\u00fc\u00dften sie und bewunderten die wilden K\u00e4lber, wie sie in dem gro\u00dfen Wasserloch spielten und herumrollten. Ein wilder Junge kam heraus, um hallo zu sagen, doch Bada rannte davon, weil er ihm nicht ganz geheuer war. Andere kamen dazu, und Mzima und Lempaute suchten sich ein paar wilde Freunde f\u00fcr herrliche Ringk\u00e4mpfe. Nach dem Bad trennten sich ihre Wege; Lesanju und Wasessa f\u00fchrten die Waisenherde von der wilden Gruppe weg, damit sie weitergrasen konnten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/108201565837-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Panda staubbadet<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 5. September 2015<\/strong><br \/>\nHeute wurde in den Vormittagsstunden wieder wunderbar gegrast, denn das Fressen genie\u00dft im Moment h\u00f6chste Priorit\u00e4t. Die Sonne kam heraus als der Himmel aufklarte, und die Waisen suchten Schutz unter den B\u00e4umen in den Weidegr\u00fcnden. Es gab eine riesige Schlammbad-Party, als die Waisen am mittleren Wasserloch ankamen und am Nachmittag stilvoll badeten. Naipoki und Mzima veranstalteten einen Bade-Wettbewerb, doch die gr\u00f6\u00dfte Aufmerksamkeit, von Elefanten wie Keepern, bekam Sinya, die normalerweise gar nicht gern badet, aber heute mitmachte. Kihari war so aufgeregt dar\u00fcber, dass Sinyas dabei war, dass sie begann, am Ufer herunterzurutschen. Dabei schaute sie nach hinten, um Sinya nicht aus den Augen zu lassen, sodass sie aus Versehen abrutschte, ins Wasser klatschte und sich dann umdrehte, um sich auf ihren Hintern zu setzen. Es war, als w\u00e4re ein Sandsack ins Wasser gefallen. Sie spritzte alle ihre Freunde voll und einige fl\u00fcchteten sogar aus dem Wasser. Nur Bada, der gerade unter Kenias Aufsicht staubbadete, kam herbeigelaufen und tr\u00f6stete Kihari. Kihari blieb nichts anderes als aus dem Wasser zu kommen, und sie schloss sich ihren Freunden an, um den Rest des Tages zu grasen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/10820157331-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Naipoki und Mzima beim Baden<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 6. September 2015<\/strong><br \/>\nDie Sonne schien am Morgen sch\u00f6n, erst im Laufe des Tages bildeten sich Wolken, sodass es am Nachmittag dicht bew\u00f6lkt war. Die Waisen kamen am mittleren Wasserloch an, um ihren Durst zu l\u00f6schen und Milch zu trinken, doch sie wollten kein Bad nehmen. Nelion, Tundani und Lentili staubbadeten um die Wette, und Bada machte ein paar Meter entfernt mit. Lentili stand auf und sammelte gro\u00dfe Erdhaufen mit ihrem R\u00fcssel zusammen, um sie in die Luft zu blasen. Dabei blies sie auch Staub in die Augen ihrer Freunde, die auf dem Boden spielten. Als sie das noch ein paarmal gemacht hatte, gaben Nelion und Tundani das Spiel auf, da es so keinen Spa\u00df mehr machte.<br \/>\nDen Rest des Tages grasten die Waisen in der N\u00e4he des Flugfelds, und am Abend wurden sie sehr umsichtig von Mbirikani zu den Stallungen zur\u00fcckgebracht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/10820157101-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tundani spielt mit dem Rand des Wasserlochs<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 7. September 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein fantastischer Morgen, und die Waisen tranken ihre Milchflaschen leer, ehe sie sich \u00fcber das Zusatzfutter hermachten. Sie verga\u00dfen aber auch nicht, noch ein wenig zu spielen, ehe sie in den Busch aufbrachen. Sie verteilten sich im Gel\u00e4nde und sammelten soviel Futter, wie sie in ihre hungrigen M\u00e4uler stopfen konnten. Am Nachmittag gingen sie zum Wasserloch. Wie es Tradition ist, gingen die milchabh\u00e4ngigen Waisen in zwei Gruppen, gefolgt von ihren \u00e4lteren Freunden. Mzima streckte seinen R\u00fcssel aus und wollte Milch von Kenia abhaben, die meistens sehr langsam trinkt. Die anderen Waisen dagegen leeren ihre zwei Liter in Sekunden. Sie soffen dann noch Wasser, doch nur Dabassa und Layoni gingen in das kalte Bad hinein und blieben auch nicht lange drin. Die zwei gingen dann zu ihren Freunden und grasten den Rest des Tages mit ihnen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/108201571649-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Dabassa und Layoni testen das kalte Wasser<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 8. September 2015<\/strong><br \/>\nDer Tag begann wieder damit, dass die milchabh\u00e4ngigen Waisen ihre Flaschen bekamen, ehe sie sich ihren Freunden beim Koprafr\u00fchst\u00fcck anschlossen. Beim Fressen hielt Dabassa inne und ging zu einem Felsen nahe der Tr\u00e4nke, um sich am juckenden unteren Teil seines Halses zu kratzen. Sp\u00e4ter kehrte er zu den Anderen zur\u00fcck, musste aber feststellen, dass das Kopra schon alle war. Die Keeper holten ihm noch etwas heraus, damit er auch etwas abbekommen konnte. In der Trockenzeit ist es wichtig, dass ihre Nahrung durch Zusatzfutter erg\u00e4nzt wird. Das teure Luzernenheu ist seit Monaten schon eine finanzielle Herausforderung f\u00fcr den Trust, doch es tr\u00e4gt viel dazu bei, dass die Waisen w\u00e4hrend dieser trockenen und kargen Zeit bei guter Gesundheit bleiben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/108201571932-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen genie\u00dfen das Kopra<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 9. September 2015<\/strong><br \/>\nAm Morgen gab es gro\u00dfe Aufregung an den Stallungen: Mudanda und Bada, die jeder Wasessas Liebling sein wollen, lieferten sich einen unerbittlichen Kampf, als sie sich um ein St\u00fcck Kopra stritten. Sie gingen von Wasessa weg und hatten einen langen Ringkampf. Lempaute bemerkte das und ging zu ihnen, um die Streiterei zu beenden. Wasessa dagegen war so sehr damit besch\u00e4ftigt, ihr Kopra zu fressen, dass sie nichts davon mitbekam. Lempaute f\u00fchlte sich sehr als Respektsperson anerkannt, als es ihr gelang, den Kampf zwischen den beiden zu beenden. Sie feierte ihren Erfolg, indem sie sich den Hintern am einem Felsen in der N\u00e4he der Tr\u00e4nke kratzte. Die zwei Babys hielten sich f\u00fcr den Rest des Tages an den von Lempaute ausgesprochenen Frieden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/108201572253-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mudanda (links) und Bada k\u00e4mpfen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 10. September 2015<\/strong><br \/>\nDer Tag begann gut, und die Waisen widmeten sich ein paar kurzen Spielen an den Stallungen, bevor sie zur Ostseite des Parks gingen. Sp\u00e4ter kehrten sie um und kamen langsam zum mittleren Wasserloch. Als sie dort ankamen, hie\u00dfen sie einen Teenager-Elefantenbullen willkommen, der sauberes Wasser aus den Wassertonnen soff. Nachdem er genug gesoffen hatte, n\u00e4herte sich eine wilde Elefantenfamilie, die wohl mit dem Bullen verwandt war. Sie hatten aber nicht so viel Gl\u00fcck, da inzwischen kaum noch Wasser in den Tonnen war. So musste die Herde aus dem Wasserloch saufen, das auch noch jede Menge sauberes Wasser enthielt. Die Waisen und die wilde Herde spielten sehr sch\u00f6n im Schlammloch miteinander. Die Herde folgte ihnen dann eine Weile in Richtung des Voi-Flusses, ehe die Waisen am Abend zu den Stallungen zur\u00fcckkehrten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/108201572619-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen begr\u00fc\u00dfen einen jungen wilden Bullen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 11. September 2015<\/strong><br \/>\nAm Morgen trompetete Lesanju zum Aufbruch, als sie das Gef\u00fchl hatte, dass die Waisen heute l\u00e4nger an den Stallungen Fangen spielten als sie geplant hatte. Heute wurde die meiste Zeit geruhsam gegrast. Am Nachmittag schloss sich eine wilde Herde den Waisen an Wasserloch an. Sie kamen zielstrebig heran, versammelten sich um die Wassertonnen und soffen das wenige Wasser, das die Waisen \u00fcbriggelassen hatten. Danach gingen sie zum Wasserloch, und Mzima nutzte die Gelegenheit, um einen wilden Artgenossen zu einem Ringkampf herauszufordern. Nach einem wunderbaren Bad folgte Mzima der wilden Herde zum Flugfeld. Er verbrachte eine Stunde bei ihnen, ehe er zu seinen Freunden zur\u00fcckkehrte. Sie grasten dann alle zusammen, bis es Zeit war, am Abend in die sicheren Stallungen zur\u00fcckzukehren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/10820157294-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Eine wilde Herde schlie\u00dft sich den Waisen beim Saufen an<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 12. September 2015<\/strong><br \/>\nDas Grasen verlief gut, und die Waisen nahmen dazu die l\u00e4ngste Route, um den ganzen Mazinga-Berg herum. Sie kamen erst 20 Minuten nach der \u00fcblichen Milchf\u00fctterungszeit um 11 Uhr am mittleren Wasserloch an. Nach der leckeren Milch l\u00f6schten sie ihren Durst und gingen zum Baden zum Wasserloch. W\u00e4hrend sie im Wasser waren, kam eine gro\u00dfe Elefantenherde n\u00e4her und schloss sich ihnen an. Die Waisen kamen aus dem Wasser und erlaubten es der wilden Herde, anzukommen und sauberes Wasser zu saufen. Danach aber wollten sie mit den vier winzigen K\u00e4lbern spielen, die die Herde dabei hatte. Ein Teenager-Bulle, der etwa drei Jahre \u00e4lter als Mzima war, marschierte nach vorn, um zu verhindern, dass Mzima, Lesanju und Lempaute sich den Babys n\u00e4herten. Der Bulle nahm sich Mzima vor und forderte ihn direkt heraus. Lesanju und Lempaute kamen von hinten und unterst\u00fctzten Mzima, als sie merkten, dass er alleine nicht dagegen ankommen w\u00fcrde. Die zwei Herden grasten eine Stunde lang friedlich zusammen, doch niemand schaffte es, mit den Babys zu spielen, bis sie sich wieder aufteilten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/10820158039-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mzima (links) rangelt mit einem wilden Bullen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 13. September 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen gingen unter der F\u00fchrung von Mudanda zum Wasserloch, nachdem sie gegrast hatten. Sie hatten eine angenehme Milchf\u00fctterung, bevor sie sich mit viel Spa\u00df den Schlammbadspielen widmeten. Eine kleine wilde Elefantenherde, die oft an den Stallungen zu sehen ist, kam auch heute um 16 Uhr vorbei. Sie ruhten sich \u00fcber eine halbe Stunde auf dem Gel\u00e4nde aus, ehe sie wieder zum Grasen in den Hauptteil des Parks zur\u00fcckkehrten. Die wilden Elefanten schlossen sich aber nicht den Waisen an, sondern gingen in eine andere Richtung.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/108201581932-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Panda genie\u00dft das Schlammbad<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 14. September 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen grasten den ganzen Vormittag sehr sch\u00f6n. Sie gingen am Nachmittag zum mittleren Wasserloch, die milchabh\u00e4ngigen Waisen vorneweg. Nachdem sie in Ruhe ihre Milch getrunken hatten, war es Ndoria, der Mudanda festhielt und sie mit dem Hintern schubste. Er schob sie mitten ins Geb\u00fcsch und lie\u00df ihr keine Gelegenheit, sich umzudrehen und sich zu wehren. Die Keeper lachten \u00fcber die Dummheiten der beiden, griffen aber ein, weil der Kampf zwischen den beiden Waisen mit der Zeit verbissener wurde. Es ist verwunderlich, dass sie sich den ganzen Tag vertragen, nur direkt nach der Milchf\u00fctterung suchen und beharken sie sich gegenseitig.<br \/>\nEine andere wilde Herde als gestern kam heute zu den Stallungen, um Wasser zu saufen. Die Waisen waren um diese Zeit, nach 17 Uhr, schon in ihren Gehegen. Es war aber auch eine bekannte Herde, die mit ihren zwei K\u00e4lbern schon \u00f6fter an den Stallungen gewesen war. Ishaq-B und Kihari kollerten ihnen zur Begr\u00fc\u00dfung aus dem Gehege zu. Nach zehn Minuten brach die wilde Herde wieder in den Park auf.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/108201582156-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ndoria grast<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 15. September 2015<\/strong><br \/>\nDer Morgen verlief gut; die milchabh\u00e4ngigen Waisen rannten zu ihren Milchflaschen, sobald ihre Tore ge\u00f6ffnet worden waren. Sp\u00e4ter gingen sie zu den Weidegr\u00fcnden, nachdem das Fr\u00fchst\u00fcck beendet war. Beim Grasen ging auch alles seinen geregelten Gang, und die j\u00fcngeren Waisen in Pandas Herde kamen zuerst zur Milchf\u00fctterung. Nach ihnen folgte Kenias Gruppe. Kenia genoss ihre Milch sehr und schlief sogar mit der Milchflasche im Mund ein! Mzima, der an ihr vorbei ging, merkte, dass sie eingeschlafen war und streckte den R\u00fcssel nach ihrer Milchflasche aus, um sie ihr wegzunehmen. Kenia wachte auf und bekam noch mit, dass sie um ihre Milch gebracht wurde, als auch noch Taveta dazukam, der das gleiche im Sinn hatte.<br \/>\nAls Lempaute am Wasserloch ankam, stellte sie fest, dass kurz vor ihrer Ankunft eine wilde Elefantenherde alle Wassertonnen geleert hatte. Sie protestierte, indem sie eine der Tonnen kr\u00e4ftig trat und herumrollte. Sie suchte nach der Herde und jagte dabei durch die nahegelegenen B\u00fcsche, fand aber niemanden, an dem sie sich r\u00e4chen konnte.<br \/>\nDer Rest des Tages verlief ohne besondere Vorkommnisse, und die Waisen kehrten sp\u00e4ter, angef\u00fchrt von Tundani und Lentili, zu den Stallungen zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/108201582825-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen kommen am Wasserloch an<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 16. September 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen kamen gutgelaunt vom Gel\u00e4nde der Stallungen, nachdem sie ihre Milch und das Zusatzfutter gefressen hatten. Sie grasten im Schneckentempo, und kamen am Nachmittag am mittleren Wasserloch an. Nach einem sch\u00f6nen Schlammbad verwickelte Nelion Bada in ein Kr\u00e4ftemessen. Ishaq-B, die eine Schw\u00e4che f\u00fcr Bada hat, versuchte sich dazwischenzudr\u00e4ngeln, um selbst mit Bada zu rangeln. Wasessa blieb bei ihrem Adoptivkind Mudanda und drohte sogar Lesanju, die sich auch ein wenig mit Mudanda besch\u00e4ftigen wollte. Nelion ging hin\u00fcber zu Rombo, um mit ihm zu staubbaden. Er musste aber dann darunter leiden, dass Rombo seinen gro\u00dfen Kopf gem\u00fctlich auf Nelions R\u00fccken ausruhte. Als Nelion sich endlich von dem Gewicht befreit hatte, zog er sich lieber wieder zur\u00fcck.<br \/>\nVor der Ankunft der Waisen waren heute vier wilde Elefantenherden zum Saufen da. Einige hatten s\u00fc\u00dfe, kleine K\u00e4lber dabei, die gleich ins Wasser h\u00fcpften. Alles in Allem waren es \u00fcber 60 Elefanten, die ihren Durst l\u00f6schen wollten. Die Waisen, allen voran Mzima und Ndii hatten tolle Ringk\u00e4mpfe mit ihren wilden Lieblingsfreunden. Nach einer Stunde des Spielens trennten sich ihre Wege wieder.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/108201583234-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen genie\u00dfen das Kopra<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 17. September 2015<\/strong><br \/>\nEs gab tolle Plansch-Spiele, als die Waisen mittags am Wasserloch ankamen. Sie waren begeistert, als sie eine weitere wilde Herde trafen, die sich zu einem wunderbaren Schlammbad unter die Waisen mischte. Die Freude wurde allerdings getr\u00fcbt, als einer der wilden Jungs ein Auge auf Bada geworfen hatte und versuchte, ihn zu entf\u00fchren. Wasessa, Lesanju, Naipoki und Ndii gingen hin\u00fcber, um den wilden Bullen wegzuschubsen und ihr geliebtes Baby zur\u00fcckzuholen. Die Damen waren aber etwas sch\u00fcchtern und brauchten noch den starken Mzima. Der wilde Bulle schob Bada schon in der Herde nach vorne, um ihn mitzunehmen. Mzima erhielt von den K\u00fchen ein paar St\u00f6\u00dfe in den Hintern und wurde so auf die Rettungsmission geschickt. Er stand vor der gro\u00dfen Herausforderung, sich gegen den \u00e4lteren wilden Bullen zu beweisen, doch schlie\u00dflich gelang es ihm, den noch milchabh\u00e4ngigen Bada zur Waisenherde zur\u00fcckzubringen. Die Leitk\u00fche f\u00fchrten nach dieser erfolgreichen Aktion die Waisen von der wilden Herde weg, da sie nicht noch einmal einen solchen Fehler machen wollten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/108201585221-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Wasessa und Lesanju planen Badas R\u00fcckholaktion<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 18. September 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein sch\u00f6ner Morgen, und die Waisen kamen aus ihren Gehegen und spielten fr\u00f6hlich, ehe sie aufbrachen und sich daran machten, gesch\u00e4ftig zu grasen. Sie wurden den ganzen Tag von nichts und niemandem gest\u00f6rt und hatten am Nachmittag ein wunderbares Schlammbad im mittleren Wasserloch. Als die Waisen am Abend wieder an den Stallungen waren, erhielten wir eine Meldung von einem Wildh\u00fcter, dass wieder ein Elefantenbaby an der Mzima-Mombasa-Wasserpipeline gefangen war und schnelle Hilfe brauchte. Ein Rettungsteam machte sich auf den Weg. Die noch anwesende Elefantenmutter war etwas aggressiv bei dem Versuch, ihr Kalb zu besch\u00fctzen. Die Rettung wurde dann mit Hilfe zweier weiterer Trust-Fahrzeuge m\u00f6glich, denen das verwirrte Kalb folgte und die es schlie\u00dflich mit Mutter und Herde wiedervereinen konnten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/108201585636-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Das Kalb wird aus dem Wasser befreit<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 19. September 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen genossen ihre leckere Milch und ihr Fr\u00fchst\u00fcck, bevor sie ein wenig spielten. Danach brachen sie zu den Weidegr\u00fcnden auf. Sie grasten friedlich, und die Herde blieb den Gro\u00dfteil des Tages beieinander. Die Waisen bewegten sich beim Grasen langsam vorw\u00e4rts und kamen schlie\u00dflich am Nachmittag bei leichtem Nieselregen am mittleren Wasserloch an. Sie versammelten sich am Pool, wollten aber bei dem k\u00fchlen Wetter kein richtiges Bad nehmen; sie waren durch den Regen auch schon nass. Lentili brachte Bewegung in die Sache, indem sie mitten ins Wasserloch sprang. Sie blieb aber nicht lange darin, weil sie das kalte Wasser auch nicht lange aushielt. Sie blieben nur kurz am Wasserloch und gingen dann wieder zum Grasen zur\u00fcck. Ndoria genoss es, die Waisen am Abend zu den Stallungen zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/10820159333-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen fressen Kopra<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 20. September 2015<\/strong><br \/>\nDer Tag begann wieder gut; die Waisen gingen wie an einer Perlenschnur aufgereiht und konzentrierten sich aufs Grasen, der Hauptbesch\u00e4ftigung des Vormittags. Die milchabh\u00e4ngigen Waisen waren vorn, als es zum mittleren Wasserloch ging, wo sie ihre Milch bekamen. Die \u00e4lteren Waisen folgten dicht dahinter. Mzima sprang in seinem ganz speziellen Stil ins Wasser und badete lange darin. Naipoki n\u00e4herte sich ihm und holte sich ein paar Bade-Tricks von ihm ab. Ndii war auch interessiert und schloss sich ihr an, sodass Mzima ein gro\u00dfes Publikum hatte. Lentili sah das und ging auch ins Wasser, um Mzima die Show zu stehlen. Sie zerbr\u00f6ckelte die W\u00e4nde des Pools mit ihren kleinen, aber stetig wachsenden Sto\u00dfz\u00e4hnen. Dann wurde noch Ishaq-B neidisch; sie ging auch hinein und setzte Lentilis Spielchen fort. Ndoria sah die ganze Aufregung im Wasser und beschloss, in Ruhe au\u00dferhalb ein paar wunderbaren Spielen nachzugehen und sich nicht um ihre wetteifernden Freunde zu k\u00fcmmern. Sp\u00e4ter kamen sie alle aus dem Wasser, um den Rest des Tages zu grasen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/10820159928-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mzima schlammbadet und Naipoki schaut zu<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 21. September 2015<\/strong><br \/>\nKenia behielt heute die Uhr im Auge und \u00fcbernahm die F\u00fchrung der milchabh\u00e4ngigen Waisen zum Wasserloch, als ob sie schon den ganzen Tag von der leckeren Nachmittagsmilch getr\u00e4umt hatte. Nachdem alle Flaschen ausgetrunken waren, sprangen beinahe alle Waisen ins Wasser und badeten. Kihari und Ndii zeigten die beste Bade-Show, indem sie in dem vielen Wasser herumschwammen. Mzima kam herein und verpasste Ndii im Liegen einige Tritte in den Hintern. Er wollte wohl seinen Titel als K\u00f6nig des Schlammbads verteidigen, den er noch immer h\u00e4lt. Er war sehr ruppig, sodass Polizeielefant Panda dazukam und sicherstellte, dass der kleine Bada, der auch im Wasser war, nicht als unschuldiger Dritter verletzt werden w\u00fcrde. Ishaq-B und einige andere lie\u00dfen den drei Protagonisten ihren Platz in der Mitte des Pools und spielten selbst am Ufer. Nach diesem wunderbaren Bad verbrachten die Babys den Rest des Tages erfolgreich mit Grasen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/108201591343-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bada liegt im Wasser<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 22. September 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen verlie\u00dfen die Stallungen fr\u00fch am Morgen und wollten mit dem ersten Tageslicht in den Weidegr\u00fcnden sein. Sie liefen den halben Weg zur Westseite des Mazinga-Bergs, bevor sie am Nachmittag zum mittleren Wasserloch gingen. Bada kratzte spektakul\u00e4r seinen Hintern an den Ufern des Pools, und Ndoria sah zu. Sie schien ihm eine sehr gute Note gegeben zu haben, denn Bada war danach gl\u00fccklicher denn je. Tundani versuchte sein Gl\u00fcck auch am Ufer und kratzte seinen Bauch kunstvoll an der rauhen Wand. Er war aber nicht so erfolgreich im Anlocken von Zuschauern, denn die Anderen hatten ihre Bade-Spiele schon beendet und begannen, in den Busch zur\u00fcck zu gehen, um dort f\u00fcr den Rest des Tages zu grasen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/108201591744-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bada kratzt sich<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 23. September 2015<\/strong><br \/>\nDen gr\u00f6\u00dften Teil des Tages grasten die Waisen friedlich im unteren, flacheren Bereich des Mazinga-Bergs. Beim Mittagsschlammbad wurde es dramatisch, als Ndii und Lempaute um den kleinen Bada herum standen und seine Spiele bewunderten. Sie versuchten, mit ihm mitzuspielen so gut es ging, sodass er w\u00e4hrenddessen keine Gelegenheit hatte, sich beim Baden mit den anderen Waisen zu besch\u00e4ftigen. Als Wasessa das bemerkte, zog sie Mudanda mit ihrem R\u00fcssel dicht an sich heran, weil sie vermutete, dass diese das n\u00e4chste Ziel der beiden K\u00fche sein k\u00f6nnte. Sp\u00e4ter gingen sie alle f\u00fcr den Rest des Tages zum Grasen, blieben aber in der N\u00e4he des Wasserlochs.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/108201592026-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lempaute und Ndii versuchen, sich Bada zu schnappen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 24. September 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein recht k\u00fchler Morgen gewesen, als die Waisen am mittleren Wasserloch ankamen, um mittags ihren Durst zu l\u00f6schen. Kenia wollte ins Wasser gehen, um ein k\u00fchles Bad zu nehmen, doch sie \u00fcberlegte es sich anders, nachdem sie das Wasser getestet und festgestellt hatte, wie kalt es war. Dann kam Rombo und nahm ein Bad, als w\u00e4re das Wasser extra f\u00fcr ihn aufgew\u00e4rmt worden. Sein Geplansche lockte Bada an, der auch der Wassertemperatur trotzte und zusammen mit Rombo der einzige Badewettstreiter des Nachmittags blieb. Die zwei kamen sp\u00e4ter wieder aus dem Wasser, um sich ihren Freunden beim Grasen anzuschlie\u00dfen.<br \/>\nEine wilde Herde, die uns schon vor ein paar Tagen mit ihren drei K\u00e4lbern besucht hatte, kam zum Saufen zur Tr\u00e4nke an den Stallungen, nachdem die Waisen zur\u00fcckgekehrt waren. Sie blieben \u00fcber eine halbe Stunde und l\u00f6schten ihren Durst mit Trinkwasser. Danach marschierten sie in den Busch zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/108201592525-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Rombo (links) schlammbadet mit Bada<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 25. September 2015<\/strong><br \/>\nDer Morgen war sch\u00f6n, und die Waisen rannten zu ihren Milchflaschen und leerten sie, ehe sie sich zum Fr\u00fchst\u00fcck aus Luzernenheu und Kopra begaben. Sp\u00e4ter marschierten sie zu den Weidegr\u00fcnden und kamen am Nachmittag am mittleren Wasserloch an. Dort gab es eine tolle Milchf\u00fctterung, und danach betrat Mbirikani die B\u00fchne in der Mitte des Pools und rollte sich gro\u00dfartig im Wasser umher. Naipoki wurde neidisch, ging dichter heran und legte sich auf ihren R\u00fccken, sodass sich Mbirikani nicht mehr bewegen konnte. Mbirikani blieb aber ganz cool und tat so, als w\u00e4re sie nicht l\u00e4nger am Spielen interessiert. Als Naipoki dann das Wasserloch verlassen hatte, um sich dem Staubbad zu widmen, nahm Mbirikani wieder Fahrt auf und spielte weiter. Mudanda war an Mbirikanis Spielen interessiert und legte sich neben sie, um mitzumachen. Taveta n\u00e4herte sich Mudanda und wollte ausnutzen, dass sie lag, und sie besteigen, aber Ishaq-B eilte sofort heran, um Mudanda den n\u00f6tigen Schutz zu bieten. Taveta hatte keine andere Wahl, als aus dem Wasser zu gehen. Sp\u00e4ter kamen alle aus dem Wasser und grasten den Rest des Tages friedlich.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/108201593334-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mbirikani &#8211; der Star des Schlammbads<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 26. September 2015<\/strong><br \/>\nAm Morgen war es k\u00fchl, und die Waisen kamen fr\u00f6hlich aus ihren Gehegen. Sie tranken ihre morgendliche Milchflasche und gingen dann zu den Weidegr\u00fcnden. Sie waren guter Dinge f\u00fcr einen erfolgreichen Tag des Grasens. Da die Sonne sich hinter den Wolken versteckte, war es tats\u00e4chlich perfektes Wetter zum Grasen. Es hielt bis mittags an, als die Waisen ihrem Durst folgten und zum mittleren Wasserloch gingen.<br \/>\nMbirikani nutzte es erneut aus, dass ihre Artgenossen nicht in das kalte Wasser wollten und gl\u00e4nzte mit ihrer Vorstellung beim Baden. Ihr Spiel machte gro\u00dfen Eindruck und lockte sogar Sinya an, die nur halb mitmachte. Dann kam allerdings Kihari dazu und schubste Mbirikani aus dem Wasser. Ihr war wohl nicht recht, dass Mbirikani immer mehr die Hauptperson im Schlammloch wurde. Dann hatte Mbirikani auch noch Pech beim Staubbad, denn Taveta kam dazu und schob sie von ihrer Position weg, um die Stelle selbst zu \u00fcbernehmen.<br \/>\nBis zum Abend grasten die Waisen dann gut, und Kivuko f\u00fchrte die milchabh\u00e4ngigen Kleinen zu den Stallungen. Dort fra\u00dfen sie noch sch\u00f6nes gr\u00fcnes Luzernenheu und Grewia-Zweige.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/108201593559-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mbirikani zeigt eine tolle Show<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 27. September 2015<\/strong><br \/>\nDer Tag begann gut, und am Morgen wanderten die Waisen hinter Lesanju und Sinya her hinaus in den Busch. Sie grasten heute absichtlich langsam und teilten sich in kleine Gruppen auf. Sie wollten die Zeit so gut es ging nutzen, um soviel Vegetation zu fressen wie sie finden konnten.<br \/>\nBeim Schlammbad waren sie aktiver; Kenia und Naipoki sa\u00dfen nebeneinander im Wasser und steigerten sich in einen tollen Plansch-Wettbewerb hinein. Ishaq-B sa\u00df auf dem Ufer, kratzte ihren Hintern gen\u00fcsslich und streckte dabei vor lauter Begeisterung ihren R\u00fcssel senkrecht in die H\u00f6he. Die Waisen genossen das Bad sehr, ehe sie aufbrachen und wieder zum Grasen \u00fcbergingen. Sie blieben den ganzen Tag in der N\u00e4he des Wasserlochs. Tundani und Ndoria freuten sich, die milchabh\u00e4ngigen Waisen am Abend zu den Stallungen zur\u00fcckbringen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/108201594252-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lesanju grast<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 28. September 2015<\/strong><br \/>\nHeute Morgen war es wieder sehr bew\u00f6lkt als die Waisen zu den Weidegr\u00fcnden aufbrachen. Das Wetter \u00e4nderte sich bald, und es begann zu regnen, sodass die trockene Erde Tsavos und die R\u00fccken der Waisen nass wurden. Die Waisen genossen es sehr, auf den feuchten Wiesen zu grasen und niemand war in besonderer Eile, mittags zum Wasserloch zu gelangen. Die Milch und das Mittagessen der Keeper wurde also dorthin geliefert, wo die Waisen gerade waren.<br \/>\nSp\u00e4ter am Tag l\u00f6sten sich die Wolken auf und machten hellem Sonnenschein Platz. Lesanju kam ihrer Rolle als Leitkuh nach und f\u00fchrte sie alle zum Saufen zum Wasserloch, wo sie gegen 15:30 Uhr ankamen. Danach grasten sie langsam auf dem Weg zur\u00fcck zu den Stallungen bis es Abend wurde.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/108201594728-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Dabassa grast<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 29. September 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein wundersch\u00f6ner Tag f\u00fcr die Waisen, an dem sie dem \u00fcblichen Tagesablauf folgten. Sie waren gegen Mittag an den Stallungen zur\u00fcck. Eine Herde durstiger wilder Elefanten, die h\u00e4ufig an den Stallungen ist, war da, um Wasser aus den Tr\u00e4nken zu saufen. Sie kamen vom Mazinga-Berg herunter und spazierten majest\u00e4tisch Einer nach dem Anderen herein, bis alle Mitglieder dieser gro\u00dfartigen wilden Herde angekommen waren. Sie lie\u00dfen sich Zeit, soffen und spritzten Wasser auf ihren K\u00f6rper, und die K\u00e4lber spielten umbek\u00fcmmert auf dem Gel\u00e4nde, bevor sie schlie\u00dflich alle wieder in den Hauptteil des Parks zur\u00fcckkehrten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/108201595053-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Eine wilde Herde s\u00e4uft an der Tr\u00e4nke bei den Stallungen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 30. September 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen hatten einen herrlichen Morgen. Sie rannten zu ihren Milchflaschen, leerten sie und fra\u00dfen dann das Zusatzfutter. Danach gingen sie zum Grasen. Am mittleren Wasserloch trafen sie am Nachmittag auf eine wilde Elefantenherde, die wenige Minuten vor ihnen dort angekommen war. Die Waisen waren zuerst besorgt, fanden aber gl\u00fccklicherweise noch genug frisches Wasser in den Tonnen vor. Sie schlossen sich der wilden Herde beim Baden an, nachdem sie ihren Durst gel\u00f6scht hatten. Ein paar Minuten sp\u00e4ter kam eine weitere gro\u00dfe und sehr durstige Elefantenherde angerannt und verjagte die Waisen und ihre wilden Freunde aus dem Pool. Eine wilde Kuh stand mitten im Matschloch und benahm sich, als w\u00fcrde der Pool nur ihrer Herde allein geh\u00f6ren. Die Waisen waren vom Verhalten dieser Kuh \u00fcberrascht, die sogar ein paar Impalas verjagte, die saufen wollten. Die Waisen brachen widerwillig auf und mussten sich damit abfinden, dass ihnen ihr Recht auf das Wasser und das Schlammbad f\u00fcr heute verweigert worden war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/108201595342-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen schlie\u00dfen sich einer wilden Herde beim Saufen an<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/voi-september-2015\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dienstag, 1. 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