{"id":7330,"date":"2015-12-05T14:42:24","date_gmt":"2015-12-05T13:42:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=7330"},"modified":"2015-12-05T14:42:24","modified_gmt":"2015-12-05T13:42:24","slug":"nairobi-nursery-oktober-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-oktober-2015\/","title":{"rendered":"Nairobi Nursery Oktober 2015"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 1. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nKauro vergn\u00fcgte sich mit Mbegu, w\u00e4hrend der Rest der Gruppe fr\u00fch am Morgen graste. Sie waren die einzigen, die herumspielten, trompeteten und mit aufgestellten Ohren Fangen spielten. Pl\u00f6tzlich kamen sie an einer Gruppe Paviane vorbei und begannen, diese zu verjagen. Pea und Pod wurden auch eingeladen mitzuspielen, waren aber nicht besonders interessiert und rannten vor ihnen weg. Mbegu und Kauro taten so, als h\u00e4tten sie aufgegeben, und als die Strau\u00dfen wieder frisches Gras vom Boden pfl\u00fcckten, n\u00e4herten sich die Elefanten ihnen gleichzeitig aus zwei verschiedenen Richtungen und klatschten ihre R\u00fcssel gegen sie. Die Strau\u00dfen rannten davon, stellten ihre Federn auf und breiteten die Fl\u00fcgel aus. Nach ein paar Metern liefen sie im Kreis und legten sich dann auf den Boden.<br \/>\nWei Wei kam heute etwas fr\u00fcher heraus, damit er mehr Zeit mit seinen neuen Freunden verbringen konnte. Er ging aber nicht mit zur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde, da das noch immer zu fr\u00fch f\u00fcr ihn ist. Nach der F\u00fctterung der Babys, irgendwann nach 9 Uhr, war Kiko mit seinem Keeper drau\u00dfen im Park. Als er mitbekam, wie ein paar Impalas k\u00e4mpften, erschrak er und rannte davon! Sieben Keeper rannten ihm nach, da er sehr verwirrt war. Es dauerte ein paar Minuten, bis sie ihn eingeholt hatten und ein paar Stunden, bis er sich wieder beruhigt hatte.<br \/>\nSp\u00e4ter am Morgen, gegen 10 Uhr, erhielten wir einen Anruf aus dem &#8222;Save the Elephants&#8220;-Camp in Samburu, dass sie dort ein einzelnes Elefantenkalb hatten. Sofort wurde ein Rettungsteam zusammengestellt, das nach ein paar Minuten zum Wilson-Flughafen aufbrach. Gegen Mittag waren sie gestartet und auf dem Weg zum Buffalo Springs Flugfeld, das sie nach einer Stunde erreichten. Bei der Ankunft erwartete sie ein winziges Baby, das bereit f\u00fcr den Flug nach Nairobi war. Der Baby-Bulle war von Samburu-Viehz\u00fcchtern am Morgen gefunden worden. Er bekam etwas Milch, die er gut trank; das best\u00e4tigte uns, dass er l\u00e4ngere Zeit, mindestens zw\u00f6lf Stunden, keine Milch mehr von seiner Mutter bekommen haben musste. Das Kalb war wenige Tage alt, und keiner wusste, wieso er zur\u00fcckgelassen worden war. Sein Zustand war nicht allzu schlecht, er schien nur etwas verwirrt zu sein. Der kleine Junge wurde zum Wilson-Flughafen geflogen, und gegen 15 Uhr kam er im Waisenhaus an. Er wurde ausgeladen und direkt in seinen Stall neben dem von Lasayen gebracht. Nachdem er sich eine Weile ausgeruht hatte, trank er noch mehr Milch und durfte sich dann die Beine auf dem Gel\u00e4nde vertreten. Dann kehrte er in das Gehege zur\u00fcck und wartete darauf, dass seine neuen Freunde ankamen. Als Lasayen gegen 17 Uhr zur\u00fcckkam, bemerkte er sofort, dass nebenan ein neues Baby wohnte. Er versuchte, ihn durch die Absperrung hindurch zu erreichen, doch das Baby war zu sch\u00fcchtern und interessierte sich mehr f\u00fcr seinen Keeper.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/116201515250-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kauro hat Paviane verscheucht<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 2. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nDas neue Baby aus Samburu wurde Loboito genannt, was in Samburu &#8222;zur\u00fcckgelassen&#8220; hei\u00dft. Er scheint sich gut an sein neues Zuhause gew\u00f6hnt zu haben; er trank in der Nacht seine Milch gut und schlief zwischendurch ordentlich. Nur am Anfang der Nacht hatte Lasayen versucht, mit ihm Kontakt aufzunehmen, da er sehr an dem neuen Baby interessiert war. Er steckte immer wieder seinen R\u00fcssel zwischen der Absperrung hindurch und zog an Loboitos Decke, was ihn immer wieder weckte. Loboito suchte sich unter dem Bett des Keepers ein ruhigeres Pl\u00e4tzchen und konnte dann in Ruhe schlafen. Am Morgen kam er nicht mit den Anderen zusammen heraus. Er und Wei Wei blieben zur\u00fcck, bis es etwas w\u00e4rmer geworden war, und machten sich dann zusammen auf den Weg, um ihre neuen Freunde zu treffen. Es war Loboitos erstes Mal. Noch bevor sie dort angekommen waren, wo die Anderen sich aufhielten, entdeckte Mbegu sie aus der Ferne und rannte ihnen entgegen, um sie zu begr\u00fc\u00dfen. Sie kollerte ihnen vor Freunde zu und untersuchte den Neuank\u00f6mmling mit ihrem R\u00fcssel. Sie ist unglaublich liebevoll und umarmte sie, als sie sie zu den Anderen f\u00fchrte. Kamok war auch froh, Loboito kennenzulernen und zog ihn unter sich. Als die \u00e4lteren Waisen das fr\u00f6hliche Kollern von Kamok und den anderen h\u00f6rten, kamen sie auch hinzu, um das neue Baby in der Familie willkommen zu hei\u00dfen. Arruba und Oltaiyoni \u00fcbernahmen Loboito von den Anderen, w\u00e4hrend Mashariki sich mit Wei Wei anfreundete. Ihr Zusammentreffen dauerte aber nicht lange, da die \u00e4lteren Waisen weiter in den Busch hinaus mussten, aber die Neulinge in der N\u00e4he der Gehege bleiben sollten.<br \/>\nSp\u00e4ter am Nachmittag schlichen sich Pea und Pod von der \u00e4lteren Gruppe davon und schlossen sich Loboito und Wei Wei an. Giraffe Kiko kam auch zu den Kleinen her\u00fcber. Loboito war sehr an den Strau\u00dfen interessiert und lief ihnen hinterher. Die Strau\u00dfen rannten aber vor ihm weg, w\u00e4hrend er ihnen immerzu folgte. Kiko fand das Herumgerenne auch interessant und lief nun Loboito hinterher. Am Ende hatten wir also einen G\u00e4nsemarsch von zwei Strau\u00dfen, einem Babyelefanten und einer kleinen Giraffe! Schlie\u00dflich wurde aber Loboito m\u00fcde und lie\u00df Pea und Pod in Ruhe. Er spielte stattdessen mit der Decke, die an ihm hing, ehe er entschied, ein Nickerchen zu machen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/116201515917-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Loboito hat gut geschlafen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 3. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nGegen 8:30 Uhr kamen die Babys in kleinen Gruppen zu ihrer Milchf\u00fctterung. Die erste Gruppe bestand aus Lasayen, Ndotto, Mbegu, Alamaya, Kamok und Roi und entwickelte sich ein Laufwettbewerb. Zu Beginn f\u00fchrten Ndotto und Roi das Rennen an, doch 50 Meter vor dem Ziel kam Lasayen von hinten und \u00fcberholte alle wie Usain Bolt, um seine Milch zu bekommen. Er war auch der Erste, der seine Milch geleert hatte. Danach entschied er, zu den ganz Kleinen hin\u00fcberzugehen, um nach ihnen zu sehen. Die anderen Waisen gingen nach der Milch in eine andere Richtung davon. Als alle fertig waren, verbrachte der Rest der Babys etwas Zeit bei Wei Wei und Loboito. Das sch\u00f6ne Beisammensein hatte allerdings ein Ende, als Lasayen anfing, die beiden Kleinen zu \u00e4rgern. Lasayen gefiel gar nicht, dass die Keeper Wei Wei und Loboito die meiste Aufmerksamkeit schenkten, und er machte gro\u00dfes Theater darum. Als die Waisen wieder in ihre Gruppen aufgeteilt wurden, weigerte sich Murit und wollte bei den ganz Kleinen bleiben. Sie spielten mit dem Staub und Wei Wei trat versehentlich auf Loboitos R\u00fcssel, sodass er vor Schmerzen aufschrie. Als Mbegu das h\u00f6rte, kam sie sofort aufgeregt zur\u00fcckgerannt, um zu sehen, was los war. Sie untersuchte Loboito ausf\u00fchrlich und ging dann zu Murit, um etwas Zeit bei ihm zu verbringen. Dann brach sie wieder auf, um den Anderen zu folgen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11620152721-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kamok und Mbegu (hinten), Lasayen und Ndotto<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 4. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nSolio ist in letzter Zeit h\u00e4ufig vorbeigekommen, ganz anders als vorher, wo sie manchmal monatelang weg war. Heute kam sie sehr fr\u00fch am Morgen durch Daphnes Garten. Sie zertrampelte eine Menge Pflanzen, ehe sie zur roten Erde hinter Maxwells Gehege kam. Dort spielte sie und rollte sich in der Erde herum, ehe Max bemerkte, dass sie da war. Als er dicht an die Gehegewand herankam, spritzte sie ihm Urin ins Gesicht. Er spielte verr\u00fcckt, jagte herum und stie\u00df gegen den Zaun; er versuchte, zu ihr zu gelangen, aber vergeblich. Er blieb nerv\u00f6s solange sie in der N\u00e4he war und rannte immer wieder zwischen seinen beiden Gehegeh\u00e4lften hin und her. Es wurde noch schlimmer, als Solio in ihr altes Gehege lief und Luzernenheu verlangte. Nachdem sie genug davon gefressen hatte, brach sie wieder auf. Auf dem R\u00fcckweg traf sie Olsekki, der bei Maxwells Gehege graste. Die zwei spielten eine Weile miteinander: Einer rannte ein paar Schritte auf den Anderen zu und sobald er oder sie sich wieder umdrehte, folgte ihm der jeweils Andere. Nachdem Solio genug davon hatte, jagte sie ins Geb\u00fcsch, wo die anderen Babys grasten. Sie rannten alle erschrocken davon, um sich bei ihren Keepern in Sicherheit zu bringen. Suswa vergewisserte sich, dass niemand fehlte und es allen gut ging, bevor sie ins Dickicht zur\u00fcckkehrte und versuchte, der Sache auf den Grund zu gehen. Inzwischen war Solio aber l\u00e4ngst \u00fcber alle Berge, und Suswa konnte nichts finden. Arruba und Mashariki schlossen sich ihr an, um sicherzugehen, dass alles in Ordnung war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/116201521737-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Max jagt in seinem Gehege auf und ab<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 5. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nRoi scheint eine Teilzeitbabysitterin zu sein. Manchmal k\u00fcmmert sie sich gut um die Kleinen und manchmal nicht. Heute war sie wirklich b\u00f6se zu Ndotto und seinem Freund Lasayen. Ndotto, der manchmal gern allein ist, graste ein paar Meter von den Keepern entfernt. Roi tauchte aus dem Nichts auf und niemand wusste, wieso sie Ndotto zu Boden stie\u00df und dann wieder im Geb\u00fcsch verschwand. Die Keeper fanden, der arme kleine Junge hatte nichts falsch gemacht. W\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde kam Lasayen mit der ersten Gruppe an, um seine Milch zu trinken. Er trank seinen Anteil und spielte dann an der Wassertr\u00e4nke. Er sog Wasser in seinen R\u00fcssel und spritzte es herum. Roi trank ihre Milch und ging dann direkt zu Lasayen hin\u00fcber. Ohne Vorwarnung schubste sie ihn ins Wasserloch. Er rollte in den Schlamm hinein und schrie, w\u00e4hrend die Keeper ihm zu Hilfe kamen. Roi rannte zur anderen Ecke des Bereichs, als ob sie wusste, dass sie etwas falsch gemacht hatte. Sie hatte Gl\u00fcck, dass weder Oltaiyoni noch Mbegu gerade dabei waren, denn sonst w\u00e4re sie von beiden ordentlich bestraft worden!<br \/>\nBoromoko zeigte eine tolle Show. Als alle Babys zur Besuchsstunde gekommen waren, war es ein wenig windig und niemand wollte ins Schlammloch, weil es ihnen zu kalt war. Nachdem die \u00e4lteren Babys ihre Milch bekommen hatten, ging Boromoko zum Schlammbad und bespritzte sich mit Schlamm. Enkikwe versuchte, es ihm nachzumachen, doch ihm war das Wasser zu kalt. Es schien, als h\u00e4tte Boromoko das Schlammbad f\u00fcr sich allein, und er w\u00e4lzte sich ausgiebig. Unterdessen grasten die meisten seiner Artgenossen in der N\u00e4he, und einige, wie Mashariki und Olsekki, spielten Fu\u00dfball. Die zwei hielten den Ball mit ihren R\u00fcsseln fest und kickten ihn sich gegenseitig zu. Olsekki schoss ihn zu Mashariki, die danebentrat, wodurch der Ball in das Schlammloch mit Boromoko rollte. Damit begann die Show erst richtig. Boromoko trat gegen den Ball und jagte ihm im Pool ganz alleine hinterher. Seine Ohren waren weit aufgestellt, und er rannte trompetend im Kreis. Die Aufmerksamkeit der Besucher war ihm bis zum Ende der Besuchsstunde sicher. Als es Zeit f\u00fcr den Aufbruch war, wurde er zur\u00fcckgelassen, weil er nicht aufh\u00f6ren wollte, noch nicht einmal, als die Keeper versuchten, ihn zu anschieben und mitzunehmen. Suswa sah aus der Ferne, dass die Keeper Probleme mit ihm hatten und rannte zum Schlammbad zur\u00fcck. Sie musste nur einmal kollern, und er kam aus dem Pool und schloss sich den Anderen an.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11620152396-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Roi (links), Lasayen und Balguda<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 6. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nEs war Schlammbadzeit und keines der Babys wollte ausgeschlossen werden. Alle nahmen sie heute ein Bad. Murit wei\u00df, wo er steht und ist nicht so aggressiv wie manche Andere. Er schloss sich Lasayen, Ngilai und Ndotto an, die am Rand des Schlammbads ihren Spa\u00df hatten. Sie rollten sich im Schlamm herum, nahmen ein Staubbad und kletterten aufeinander herum. Nach einem l\u00e4ngeren Schlammbad kam Kamok aus dem Pool und machte Ernst. Sie beschmierte die Besucher, die an der Absperrung standen, mit ihrem matschigen R\u00fcssel. Einige der Schulkinder bekamen es mit der Angst zu tun und begannen davonzulaufen. Je mehr sie schrien, desto mehr Spa\u00df hatte Kamok und desto mehr \u00e4rgerte sie sie. Die Keeper mussten her\u00fcberkommen und sie von der Absperrung wegf\u00fchren, und das war nicht einfach. Als die \u00e4ltere Gruppe dazu kam, genossen auch sie ein langes Schlammbad. Nur Kauro, der nur selten schlammbadet, wollte auch heute nicht mitmachen. Er ging an der Kordel auf und ab und spielte mit den Besuchern.<br \/>\nDie schlaue Mbegu tat, was sie am besten kann, n\u00e4mlich die Kleinen besch\u00fctzen. Es war Mittagszeit, und die Keeper a\u00dfen zusammen. Wei Wei und Loboito waren dabei, w\u00e4hrend die anderen Waisen in der N\u00e4he grasten. Kiko war auch da und beobachtete die kleinen Babys. Wei Wei begann zu schreien, weil ihm die Keeper w\u00e4hrend sie essen keinen Finger anbieten, an dem er nuckeln kann. Mbegu h\u00f6rte, wie er sich beschwerte und kam sofort herbeigerannt, um sich um den Kleinen zu k\u00fcmmern. Als sie ankam, fand sie eine seltsame Gestalt bei den Waisen vor, Kiko. Mbegu dachte, er w\u00e4re der Grund f\u00fcr die Probleme der Babys, und sie stellte ihre Ohren auf, um ihn zu verjagen. Als Kiko ihre gro\u00dfen Ohren sah, rannte er davon und verlief sich im Dickicht. Mbegu war aber noch nicht fertig, sondern trompetete und jagte herum. Auch Oltaiyoni und Arruba wurden davon angelockt und wollten herausfinden, was los war. Die Keeper lie\u00dfen ihr Mittagessen stehen, um dem armen Kiko zu helfen. Sie teilten sich in zwei Gruppen auf; die einen rannten dem kleinen Kiko nach, w\u00e4hrend die anderen versuchten, die wildgewordenen Waisen zu beruhigen. Es funktionierte, und Kiko konnte zur\u00fcckgebracht werden. Er war aber von da an unruhig in der N\u00e4he der Elefanten, und so brachten wir ihn zu den Gehegen zur\u00fcck, wo er sich beruhigen konnte.<br \/>\nDie nachts unruhige Dupotto hat sich auch endlich beruhigt, nachdem wir sie in ein Gehege neben ihrer besten Freundin Embu gebracht haben. Heute abend kam sie gutgelaunt nach Hause, nachdem sie ihre Milch bekommen hatte. Embu war bereits da und legte ihren R\u00fcssel durch die Absperrung. Die zwei spielten und teilten sich das Gr\u00fcnfutter in ihren beiden Gehegen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/116201524436-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murit ist ein stiller und freundlicher Elefant<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 7. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nW\u00e4hrend der Milchf\u00fctterung kann es sogar zwischen besten Freunden zu Streitigkeiten kommen. Sokotei und Sirimon sind gute Spielfreunde und respektieren einander. Sie teilen sich sogar in der Nacht ein Gehege. Wenn sie abends nach der Milchf\u00fctterung in ihr Gehege kommen, rangeln sie immer noch ein wenig, ehe sie sich schlafen legen. Letzte Nacht verhielten sich die beiden sehr ungew\u00f6hnlich; zwischen den F\u00fctterzeiten entwickelte sich Geschrei und Kampf zwischen ihnen. Die Keeper blieben am Tor, um sie vom Streiten abzubringen, doch es n\u00fctzte nichts. Sie mussten erst ihre Meinungsverschiedenheit kl\u00e4ren, ehe sie zum Tor zur\u00fcckkamen, um den Rest ihrer Milch zu trinken. Am Tag war alles anders, und sie spielten die ganze Zeit miteinander. Mwashoti und Boromoko sind auch zwei junge Bullen, die gern zusammen sind. Sie hatten heute viel Spa\u00df bei Rangeleien und dabei, aufeinander herumzuklettern. Sie verbrachten ein paar Minuten mit Grasen, doch den Rest der Zeit spielten sie.<br \/>\nAlamaya, der meistens ein sehr ruhiger Junge ist, genoss seine 9-Uhr-Milchflasche, als Roi zu ihm kam und versuchte, ihm die Milchflasche zu stehlen. Er schubste das gierige M\u00e4dchen weg, und nachdem er seine Flasche geleert hatte, jagte er ihr nach und erkl\u00e4rte ihr, dass sie Respekt vor ihm haben und das nicht noch einmal tun sollte. Rapa und Godoma vertrauen Tusuja immer noch mehr als jedem anderen Waisen. Tusuja schien ihnen heute aus dem Weg zu gehen, aber sie folgten ihm trotzdem, wohin auch immer er ging. Sie grasten zusammen im Wald, und um 15 Uhr kamen sie alle zusammen, um ihre Milchflaschen zu bekommen. Tusuja stahl sich davon, ohne dass die beiden es bemerkten. Als sie mitbekommen hatten, dass er weg war, rannten sie ins Geb\u00fcsch zur\u00fcck, wo sie vorher gegrast hatten. Sie wurden wieder zum Rest der Herde gebracht, blieben aber unruhig und nerv\u00f6s und suchten immer noch nach Tusuja. Sie beruhigten sich erst, als sie Tusuja bei der F\u00fctterung wiedergefunden hatten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/116201543056-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sirimon und dahinter Sokotei<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 8. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nKiko erlebte heute einen sehr fr\u00f6hlichen und aufregenden Tag. Er hatte im Busch einigen Spa\u00df mit den Warzenschweinen. Er war fr\u00f6hlich, rannte auf und ab und trat mit seinen Vorder- und Hinterbeinen aus. Normalerweise schlie\u00dfen sich die Warzenschweine den Babyelefanten an, sobald diese aus den Gehegen kommen. Kiko gew\u00f6hnt sich langsam an die Elefanten, da er viel Zeit mit Wei Wei und Loboito verbringt. Auch Pea und Pod sind h\u00e4ufiger wieder da, um mit den Kleinen zu spielen. Ein paar Tage vor der Ankunft der beiden Babys hatten die Strau\u00dfen begonnen, die \u00f6ffentliche Besuchsstunde auszulassen und kamen nur noch dazu, wenn sie Lust hatten. Jetzt haben sie noch mehr Gr\u00fcnde, die Besuchsstunde zu schw\u00e4nzen, da sie meistens bei Loboito, Wei Wei und Kiko bleiben. Die Warzenschweine grasen auf ihren Knien, um besser an das Gras heranzureichen, und f\u00fcr Kiko m\u00fcssen sie aussehen wie Spielzeugfiguren, soweit unten, wie sie sind. Heute bog er seinen langen Hals hinunter und beobachtete, was sie fra\u00dfen und sonst noch so taten. Als sie sich ihm n\u00e4herten, tat er so, als h\u00e4tte er Angst vor ihnen und ging ein paar Schritte zur\u00fcck. Dann rannte er los, sprang \u00fcber ein Warzenschwein nach dem anderen und rannte ungef\u00e4hr 100 Meter in den Busch. Dann kehrte er zur\u00fcck und trat in die Luft. Die Warzenschweine versteckten sich im Geb\u00fcsch und blieben ein paar Minuten darin, bevor sie zur\u00fcckkehrten und sofort weitergrasten. Kiko machte das Gleiche noch einmal, bis die Warzenschweine schlie\u00dflich aufgaben und sich zu den \u00e4lteren Waisen davon machten.<br \/>\nGegen 14 Uhr schlich sich Mbegu von ihrer Gruppe weg und suchte nach den kleinen Babys. Loboito und Wei Wei hielten gerade ein Nickerchen. Als sie ankam, lief sie um die beiden herum und schnupperte an ihnen. Nachdem sie zufrieden war, ging sie zu Loboito und versuchte, ihn zu wecken, indem sie gegen seine Vorderbeine stie\u00df. Als der Kleine aufgestanden war, schob sie ihn ein paar Schritte von den Keepern weg. Sie begann zu graben und machte ein wenig Erde zurecht, mit dem er spielen konnte. Schlie\u00dflich staubte sie aber das Baby doch selber ein &#8211; genauso wie es wilde M\u00fctter mit ihren Kindern tun. Nachdem sie sich genug mit Loboito vergn\u00fcgt hatte und sicher war, dass es allen gut ging, kehrte sie zu ihrer Herde zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/116201543715-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kiko sucht Warzenschweine zum Spielen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 9. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nGegen 6:30 Uhr waren alle Waisen drau\u00dfen im Wald, aber noch nicht weit von den Gehegen entfernt. Boromoko hatte viel Spa\u00df mit den Warzenschweinen und spielte Fangen mit ihnen. Man konnte von \u00fcberall das Trompeten Boromokos h\u00f6ren, der die Warzenschweine ins Geb\u00fcsch jagte, woraufhin diese mit erhobenen Schw\u00e4nzen wieder herauskamen. Sie schienen das Spiel auch sehr zu genie\u00dfen! Sie versuchten, Boromoko von verschiedenen Seiten anzusto\u00dfen, und er stellte die Ohren auf, trompetete und tat so, als w\u00fcrde er sie angreifen. Immer wenn sie den gro\u00dfen Elefanten auf sich zukommen sahen, rannten die Warzenschweine ins Geb\u00fcsch &#8211; nur um danach wieder heraus zu kommen, und das Spiel ging von vorne los. Nachdem er eine Weile mit ihnen gespielt hatte, beendete Boromoko das Ganze, indem er davonging. Er gesellte sich dann zu Lasayen, um dem kleinen Bullen ein paar Rangel-Techniken beizubringen, die dieser so gern lernen m\u00f6chte. Lasayen genoss das Spiel so sehr, dass er Boromoko gar nicht wieder gehen lassen wollte.<br \/>\nUnser freches M\u00e4dchen Kamok f\u00fchrte heute nach der Besuchsstunde wieder Unsinn im Schilde. Als alle den Besuchsbereich verlie\u00dfen, um in den Busch zur\u00fcckzukehren, h\u00f6rte Kamok einige M\u00e4nner auf dem Gel\u00e4nde arbeiten. Sie schlich sich davon, ohne dass jemand etwas mitbekam, ging direkt zum Parkplatz nahe Daphnes Haus, wo die M\u00e4nner arbeiteten und rannte auf sie zu! Die M\u00e4nner ergriffen die Flucht und schrien um Hilfe. Sie war so frech, dass sie nicht einmal auf die anderen Angestellten des Trusts h\u00f6rte, die sie davon abbringen wollten, die M\u00e4nner herumzujagen. Ein Keeper musste aus dem Busch geholt werden, um sie wieder einzusammeln. Sie ist aber auch clever und bemerkte den sich n\u00e4hernden Keeper; sie rannte sofort davon und nahm einen anderen Weg zur\u00fcck zu den \u00fcbrigen Waisen.<br \/>\nNgilai und sein Freund Elkerama verbrachten den Tag zusammen, ohne sich von der Herde wegzuschleichen. Die zwei sind ein tolles Paar. Elkerama stand mit erhobenem R\u00fcssel da und pfl\u00fcckte Bl\u00e4tter von den B\u00fcschen, w\u00e4hrend der kleine Junge unten an seinen Ohren nuckelte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/116201544356-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Boromoko spielt mit den Warzenschweinen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 10. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nRapa scheint eifers\u00fcchtig auf Murit zu sein, was die Keeper schon h\u00e4ufiger festgestellt haben. Wann immer Murit in Rapas Beisein gef\u00fcttert wird, macht Rapa Murit die Flasche streitig. Sowohl bei der 9-Uhr- als auch bei der 11-Uhr-F\u00fctterung versuchte der kleine Bulle heute, Murits Flasche zu stehlen. Normalerweise trinkt Murit sehr langsam, und Rapa spielt nicht lange mit seinem Futter herum. Selbst wenn Murit vor Rapa zur F\u00fctterung kommt, ist er immer noch mit Trinken besch\u00e4ftigt, wenn Rapa dazukommt. Zur 11-Uhr-F\u00fctterung schubste Rapa beinahe den Keeper um, der Murit f\u00fctterte, als er versuchte, die Flasche zu schnappen. Ein zweiter Keeper musste eingreifen, um das zu verhindern. Inzwischen war aber die Flasche bereits heruntergefallen und einige Milch ausgelaufen.<br \/>\nSimotuas Wunden verheilen sehr gut. Das sieht man auch an seiner guten Laune; er ist genauso fr\u00f6hlich und verspielt wie die Anderen. Heute Morgen schloss er sich mit Roi zusammen und jagte Dikdiks im Geb\u00fcsch. Wegen der Trockenzeit k\u00f6nnen sie die Dikdiks im ausged\u00f6rrten Geb\u00fcsch gut sehen. Sie scheuchten sie heraus, trompeteten und rannten ihnen nach.<br \/>\nSiangiki und Rorogoi, zwei M\u00e4dchen, die sich sehr \u00e4hnlich sind, verbrachten den Tag in einigem Abstand zu den Anderen. Sie scheinen immer ein wenig nerv\u00f6s zu sein, jederzeit bereit, ihre Ohren aufzustellen. Sie haben kaum Interesse daran, sich um die j\u00fcngeren Babys zu k\u00fcmmern.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11620154476-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Rapa ist eifers\u00fcchtig auf Murit<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 11. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nDie zwei kleinen Jungs Wei Wei und Loboito machen sich gut. Sie trinken gut und haben keine Magenprobleme. Heute gegen 9 Uhr, kurz nachdem sie ihre Flaschen geleert hatten, war Loboito zu sehen, wie er begeistert Pea und Pod durch die B\u00fcsche jagte. Er konnte sie aber nat\u00fcrlich nicht einholen. Er wurde bald m\u00fcde davon und kehrte auf ein Nickerchen zu seinem Freund Wei Wei zur\u00fcck. Der kleine Junge ruhte sich zufrieden an Wei Weis Bauch aus, und selbst das weckte den ersch\u00f6pften Wei Wei nicht auf. Inzwischen verbringen Pea und Pod die meiste Zeit mit den zwei kleinen Jungs und Kiko statt mit den jungen Wilden.<br \/>\nGegen 13 Uhr jagte Kiko hinter den Warzenschweinen her, die in der N\u00e4he herumhingen. Kiko rannte ihnen nach und versuchte, sie mit seinen Vorder- und Hinterbeinen zu erwischen. Die Warzenschweine entkamen ihm aber, indem sie durchs Geb\u00fcsch flitzten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/116201545946-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Wei Wei und Loboito<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 12. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nAls die Waisen am Morgen aus ihren Gehegen kamen, waren Mbegu und Kamok sehr z\u00f6gerlich, da sie sehr an den zwei Jungs Wei Wei und Loboito h\u00e4ngen. Mbegu stand neben Wei Weis T\u00fcr und klopfte an, damit er herauskam. Es war aber noch zu fr\u00fch und zu kalt f\u00fcr die kleinen Babys. Sie kollerte tief, was ihr Wei Weis Aufmerksamkeit einbrachte. Er ging dicht an seine T\u00fcr heran und kollerte laut zur\u00fcck. Die arme Mbegu wartete einige Zeit geduldig, bevor sie sich Kamok anschloss, die ebenso geduldig vor Loboitos Stall wartete. Nachdem sie verstanden hatten, dass die zwei Jungs um diese Zeit noch nicht herauskommen w\u00fcrden, rannten sie trompetend in den Busch. Es h\u00f6rte sich an, als w\u00fcrden sie dagegen protestieren, dass ihr Unterfangen misslungen war.<br \/>\nGegen 7 Uhr kamen Wei Wei und Loboito aus ihren St\u00e4llen und gingen in den Busch. Als Kamok und Mbegu bemerkten, dass sie da waren, rannten sie zu ihnen, um sie abzuholen. Sie schlossen sich den zwei winzigen Bullen an, und Mbegu umarmete Loboito gl\u00fccklich. Loboito steckte sein R\u00fcsselchen in Mbegus Mund, w\u00e4hrend Kamok sich auf dem Boden herumrollte und Wei Wei die Gelegenheit gab, auf ihren Kopf zu klettern. Die beiden jungen M\u00e4dchen haben sehr intensive Mutterinstinkte f\u00fcr ihr Alter. Sie werden in Zukunft bestimmt einmal hervorragende Leitk\u00fche werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11620156177-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mbegu freut sich, wenn sie die Babys wittert<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 13. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nGegen 7 Uhr, nachdem die Waisen in den Weidegr\u00fcnden angekommen waren, erschraken pl\u00f6tzlich Suswa und Rorogoi vor einem einzelnen m\u00e4nnlichen B\u00fcffel, der auf sie zu kam. Die zwei M\u00e4dchen drehten schnell um und trompeteten, als sie zu den Keepern zur\u00fcckrannten. Ihre pl\u00f6tzliche Reaktion ver\u00e4ngstigte die gesamte Herde, und alle begannen zu trompeten. Die Kleinen schrien, als sie versuchten, ihre Keeper zu finden. Als Suswa und Rorogoi die \u00e4ltere Gruppe zu den Keepern brachten, f\u00fchrten Kamok, Mbegu und Dupotto die J\u00fcngeren &#8211; Lasayen, Ndotto, Ngilai, Murit, Godoma und Rapa &#8211; zu den Stallungen, obwohl einige Keeper hinter ihnen her rannten und versuchten, sie zur\u00fcckzubringen. Alle Waisen standen dann still neben ihren Keepern, und Lasayen, Ndotto und Ngilai gingen so dicht an sie heran wie m\u00f6glich. Die gro\u00dfen M\u00e4dchen Mashariki, Suswa, Arruba, Embu und Rorogoi blieben sehr unruhig, hielten ihre Ohren aufgestellt und versuchten, eine neuerliche Begegnung mit dem Bullen zu vermeiden. Nach einer Weile beruhigten sie sich aber alle wieder und grasten weiter.<br \/>\nW\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde gab es keine besonderen Aktivit\u00e4ten. Nur die freche Kamok hatte ihren Spa\u00df dabei, die Schulkinder zu \u00e4rgern, die sie begeistert anfassen wollten, als sie an der Absperrung stand. Die anderen Babys nahmen nur ein Staubbad.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/116201563910-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen im Park<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 14. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nWei Wei wird langsam wieder kr\u00e4ftiger und ist froh, dass er mit seinem Freund Loboito spielen kann. Wenn man ihn heute anschaut, sieht man, dass er nicht mehr das gleiche Baby wie noch vor ein paar Tagen ist. Heute Morgen im Busch spielte er sehr sch\u00f6n mit seinem Kumpel Loboito. Sie genossen beide ein Staubbad, das von den Keepern f\u00fcr sie vorbereitet worden war. Weil er noch zu schwach ist, sich selbst mit dem R\u00fcssel einzustauben, halfen ihm die Keeper, wie es auch seine Mutter in der Wildnis getan h\u00e4tte. Er rollte sich in der Erde hin und her und rutschte auf seinen Knien herum. Er genoss das Einstauben sehr. Das zog auch das Interesse von Loboito auf sich, der hinzukam und versuchte, auf seinem Kopf herumzuklettern. So hatten sie ein tolles und ausf\u00fchrliches Staubbad.<br \/>\nDie drei Waisen, die bei der Milchf\u00fctterung immer ganz vorne stehen, sind Mashariki, Sokotei und Roi. Sie m\u00fcssen immer die Ersten sein! Sokotei scheint auch f\u00fcr alle Anderen auf die Uhr zu schauen. Er versteht, dass die Funkger\u00e4te der Keeper etwas damit zu tun haben, und wenn er sie h\u00f6rt, kommt er sofort aus dem Geb\u00fcsch und k\u00e4mpft darum, einer der Ersten zu sein. Heute hatten wir keine private Besuchsstunde, und so konnte die ganze Familie (au\u00dfer Wei Wei und Loboito) den Nachmittag miteinander verbringen. Das bedeutete, dass jeder bei der Milchf\u00fctterung der Erste h\u00e4tte sein k\u00f6nnen, und diese drei wollten es ganz sicher sein! Roi ist auch ein freches M\u00e4dchen, und wann immer ihr der Weg zur Milch versperrt wird, bekommen die J\u00fcngeren ihren Frust zu sp\u00fcren, und sie schubst sie herum. Einmal versuchte sie, ihren \u00c4rger an Alamaya auszulassen, doch er verteidigte sich und wies sie in ihre Schranken.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11620157316-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Wei Wei wird langsam kr\u00e4ftiger und spielt wieder<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 15. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nLasayen, Ndotto und Murit hatten heute viel Spa\u00df am Rand des Schlammlochs. Sie spielten, rollten sich im Schlamm und kletterten sich gegenseitig auf den R\u00fccken. In der N\u00e4he spielte sich ein Kampf zwischen Ngilai und den Warzenschweinen ab. Bei der brennenden Sonne zur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde genossen die meisten Waisen ein Schlammbad. Ngilai rannte \u00fcber den ganzen Platz, als sich die Warzenschweine n\u00e4herten, um sich auch im Wasserloch abzuk\u00fchlen. Ngilai sah sie schon von weitem und behielt sie im Auge. Als sie n\u00e4her ans Schlammloch herangekommen waren, stellte er seine Ohren auf und ging auf sie los. Sie taten so, als h\u00e4tten sie sich ins Geb\u00fcsch zur\u00fcckgezogen, beobachteten aber genau, ob Ngilai den Weg wieder frei machte. Dann kamen sie mit Verst\u00e4rkung zur\u00fcck. Ngilai schien aber zu wissen, was sie vorhatten, denn ohne Verz\u00f6gerung jagte er ihnen wieder nach. Einige fl\u00fcchteten schreiend durch die Zuschauer, die die Babys beobachteten, andere rannten \u00fcber die Felsen davon. Das Geschrei der Zuschauer lockte die anderen Babys Roi, Kamok, Mbegu und Mwashoti an, die alle dem kleinen Ngilai dabei halfen, die Warzenschweine zu verjagen. W\u00e4hrend Ngilai unter der Absperrung hindurchlief, um sich die Warzenschweine hinter den Zuschauern vorzunehmen, k\u00fcmmerten sich seine Freunde um die, die bei den Felsen standen. Schlie\u00dflich rannten alle Warzenschweine in den Wald zur\u00fcck, und es kehrte wieder Ruhe ein.<br \/>\nW\u00e4hrend die Keeper zu Mittag a\u00dfen schlossen sich Mbegu und Kamok zusammen, um die arme Giraffe Kiko herumzujagen. Kiko scheint aber verstanden zu haben, wer sie sind und f\u00fchlt sich nicht mehr ernsthaft bedroht von ihnen, wie noch vorher. Sie machten sich bereit und stellten ihre Ohren auf, doch Kiko sah sie nur an. Sie versuchten weiter, ihm Schrecken einzujagen, doch er bewegte sich nicht, bis sie sehr nahe waren. Dann machte er einen Sprung und trat nach hinten aus. Als sie sahen, wie er mit voller Kraft reagierte, rannten Kamok und Mbegu zu ihren Keepern zur\u00fcck und hatten nun selbst Angst vor Kiko! Sie werden es sich wohl das n\u00e4chste Mal genauer \u00fcberlegen, ob sie die Babygiraffe noch einmal einzusch\u00fcchtern versuchen!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1162015788-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ndotto in verspielter Laune<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 16. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nFr\u00fch am Morgen kamen die Waisen verspielt aus ihren Gehegen. Ob klein oder gro\u00df, sie alle rannten herum und trompeteten. Mashariki, Arruba, Suswa und Embu n\u00e4herten sich den B\u00fcschen und trampelten sie nieder. So begr\u00fc\u00dften sie den neuen Tag und demonstrierten, wie kr\u00e4ftig sie sind. Meistens wenn sie in solcher Stimmung sind, steht uns eine neue Rettung bevor, und so war es auch heute. Um 13:30 Uhr erhielten wir eine Nachricht, dass eine Rettung in Maralal in Samburu notwendig war. Die KWS-Station dort meldete, dass ein Elefantenkalb von den Wildh\u00fctern des Ngoteiya-Schutzgebiets in einem Brunnen gesehen wurde, als sie um 6 Uhr auf Patrouille waren. Um 10:30 Uhr wurde das Kalb vom KWS-Personal mit Unterst\u00fctzung der Wildh\u00fcter gerettet, und gegen 16 Uhr wurde es nach Nairobi geflogen und zum Waisenhaus gefahren. Es kam sicher und in recht gutem Zustand an, da es keine Verletzungen hatte. Es reagierte positiv auf seine neue menschliche Familie und trank auch seine Milch gut. Das Kalb ist ein junges M\u00e4dchen, ungef\u00e4hr 2-3 Monate alt, und wir haben sie Tamiyoi genannt, nach der Gegend, aus der sie gerettet worden war. Als sie im Waisenhaus ankam, war es unsere Babyliebhaberin Mbegu, die sich zuerst bemerkbar machte und darum schrie, das Baby besuchen zu d\u00fcrfen. Es war aber schon zu sp\u00e4t daf\u00fcr, und so blieb sie einige Zeit unruhig und war genervt, die Gelegenheit verpasst zu haben. Bald beruhigte sie sich aber und ging zu ihrem Gehege. Sie konnte den n\u00e4chsten Tag schon kaum erwarten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/116201571138-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mashariki beim Spielen im Wald<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 17. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nDas neue Baby Tamiyoi hatte eine friedliche Nacht unter den wachsamen Augen ihres Keepers. Als die Waisen am fr\u00fchen Morgen aus ihren Gehegen kamen, sahen wir, wie Mbegu und Kamok neben Tamiyois Stallt\u00fcr standen und zu klopfen versuchten, um die Aufmerksamkeit des neuen Babys auf sich zu lenken. W\u00e4hrend die beiden jungen K\u00fche geduldig warteten, witterte Tamiyoi ihre Anwesenheit und schrie pl\u00f6tzlich laut auf. Die beiden M\u00e4dchen drau\u00dfen schrien daraufhin noch lauter und protestierten dagegen, wieder keine Chance zu bekommen, das neue Baby zu treffen. Sie hatten aber Pech, denn es war noch zu fr\u00fch, um das Baby aus seinem Stall heraus zu lassen. Um 8 Uhr durfte Tamiyoi dann aber Wei Wei und Loboito treffen. Sie hing allerdings ganz sch\u00f6n an ihren Keepern, die sie schon sehr mag und an deren Fingern sie gern nuckelt. Um 9 Uhr ging dann endlich Mbegus Traum in Erf\u00fcllung, und sie durfte die kleine Tamiyoi treffen, die sie gl\u00fccklich umarmte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/116201571419-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Das neue Waisenbaby Tamiyoi mit ihrem Keeper<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 18. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein k\u00fchler Morgen mit viel Regen, sodass die Kleinen Wei Wei, Loboito und Tamiyoi in ihren St\u00e4llen bleiben und ihre Decken anbehalten mussten. Die anderen Waisen aber waren drau\u00dfen und spielten in dem Schlamm, der bei dem vielen Regen entstanden war. Die jungen Bullen Ndotto, Lasayen und Ngilai spielten und kletterten gl\u00fccklich aufeinander herum, stie\u00dfen gegeneinander und rutschten auf Alamaya, Mwashoti, Tusuja, Mbegu und Dupotto herum. Sie waren allesamt sehr besch\u00e4ftigt damit, sich in dem matschigen Boden herumzurollen! Die fr\u00f6hlichen Spiele der Jungs weckten das Interesse von Rapa und Godoma, die dann auch mitmachten. Rapa forderte Tusuja heraus, indem er seinen Hintern an Tusujas Stirn kratzte, w\u00e4hrend Godoma auf seinem Bauch herumrutschte. Das Spiel endete aber j\u00e4h, als Rapa versehentlich auf Tusujas R\u00fcssel trat. Dieser schrie vor Schmerzen laut auf und protestierte. Er r\u00e4chte sich aber nicht oder lie\u00df es an seinen Lieblingsbabys aus, sondern umarmte Rapa als Zeichen der Verzeihung. Tusuja ist ein ruhiger und netter Junge und wird daher von Rapa, Godoma und auch Murit sehr gesch\u00e4tzt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1110201561355-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Wei Wei, Tamiyoi, Kiko und Loboito mit w\u00e4rmenden Decken<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 19. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nAls die Waisen am fr\u00fchen Morgen in den Busch gingen, kamen sie an einer Impalaherde vorbei, die gerade graste. Damit war es aber vorbei, als Olsekki, Enkikwe, Sirimon und Sokotei beschlossen, sie ein wenig herumzujagen. Die Elefanten zertrampelten die B\u00fcsche und trompeteten, sodass die Impalas sich tief in den Wald davonmachten. Nach dem pl\u00f6tzlichen Verschwinden der Antilopen blieben die Jungs aber energiegeladen, jagten weiter durch die Gegend und trampelten B\u00fcsche nieder, obwohl die Impalas l\u00e4ngst weg waren. Ohne neue Ziele begannen sie, sie gegenseitig herauszufordern. Olsekki trat gegen Sirimon an, w\u00e4hrend Enkikwe Sirimon von hinten unterst\u00fctzte, um Olsekki zu besiegen. Aber selbst zu zweit konnten sie der Kraft und den langen Sto\u00dfz\u00e4hnen Olsekkis nichts entgegensetzen, und so gaben sie bald auf.<br \/>\nDer kleine Ngilai wird sehr verspielt und fordert auch gelegentlich die Keeper heraus, wenn ihm nach Kr\u00e4ftemessen ist. W\u00e4hrend der heutigen \u00f6ffentlichen Besuchsstunde folgte er Kamok, nachdem er seine Milch geleert hatte. Beide begannen, die Schulkinder zu \u00e4rgern, die in der N\u00e4he waren und zusahen. Ngilai rannte an der Absperrung entlang und verwickelte die Sch\u00fcler, die es sehr genossen, ihn anzufassen, immer wieder in kleine Schubsereien. Einige schrien, denn f\u00fcr viele war es ihr erstes Treffen mit einem Elefanten! Ngilai hatte jede Menge Spa\u00df und nahm sich besonders die vor, die am lautesten schrien. Die Keeper passten gut auf, dass Kamok nicht zu ruppig zu den Sch\u00fclern wurde, und so konnte Ngilai ganz allein mit ihnen herumalbern.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/116201572154-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Olsekki will mit den Impalas spielen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 20. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nW\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde tranken die Babys gerade ihre Milch, als der freche Olsekki die Flasche des armen Sirimon klaute, w\u00e4hrend dieser gerade trank. Er schnappte die Flasche sehr waghalsig aus Sirimons R\u00fcssel und machte sich mit dem Rest der Milch davon. Er war ziemlich ungezogen und wollte nicht auf die Keeper h\u00f6ren, sondern rannte schnell von einer Ecke in die andere, w\u00e4hrend er schnell die Flasche austrank. Als sie leer war, lief er weiter mit der Flasche herum und brachte sie dorthin, wo Sirimon stand. Sirimon war missmutig, dass er seine Milch nicht mehr hatte, und als Olsekki fast bei ihm angekommen war, machte er einen Satz auf ihn zu und schnappte sich die Flasche zur\u00fcck. Er hatte noch nicht mitbekommen, dass sie nun quasi leer war. Obwohl Sirimon sehr ver\u00e4rgert war, genossen die Zuschauer das Spektakel sehr und lernten dabei, wie schlau und intelligent Elefanten sind.<br \/>\nDen drei kleinen Babys Wei Wei, Loboito und Tamiyoi geht es gut, aber wir warten noch immer darauf, dass sich Wei Weis Gesundheitszustand verbessert. Er ist noch recht d\u00fcnn, obwohl er gut frisst. Der winzige Loboito h\u00e4ngt mehr an Wei Wei als Tamiyoi, die lieber bei den Keepern ist. Tamiyois Z\u00e4hne sind schon herausgekommen, sowohl im Ober- wie auch im Unterkiefer, und sie sollte damit die gef\u00e4hrliche Zeit des Zahnens schon \u00fcberstanden haben. Sie ist kr\u00e4ftig und immer noch bei guter Gesundheit.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/116201572534-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Olsekki ist ungezogen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 21. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nAls die Waisen an diesem Mittwochmorgen um 6 Uhr herauskamen, war es schon recht warm. Bei solchem Wetter bleiben die meisten Babys unter den B\u00e4umen und grasen in aller Ruhe. Als sie zur 11-Uhr-Besuchsstunde kamen, gab es einiges Chaos. Alamaya und Mwashoti, der auch langsam zu einem gierigen Jungen wird, gerieten aneinander. Alamaya wurde gerade von einem Keeper gef\u00fcttert, als Mwashoti ankam und versuchte, Alamayas Flasche mit Gewalt zu nehmen. Alamaya k\u00e4mpfte um seine Milch, und das Gerangel geriet etwas au\u00dfer Kontrolle, als der Keeper versuchte, beiden etwas zu geben. Keiner der beiden wollte die Milch von dem anderen Keeper haben, der eigentlich Mwashoti f\u00fcttern sollte, sondern sie k\u00e4mpften beide um den gleichen Keeper. Es wurde noch schlimmer, als sie auch noch den Keeper herumschubsten und dann miteinander k\u00e4mpften. Ein weiterer Keeper musste eingreifen und die beiden trennen.<br \/>\nNdotto entwickelt als kleiner Bulle auch eine Vorliebe daf\u00fcr, die anderen Waisen zu besteigen, genau wie Kauro. Der kleine Racker sucht immer nach jemandem, auf den er klettern kann, und Alter und Gr\u00f6\u00dfe spielen dabei keine Rolle. Meistens trifft es Lasayen oder Mbegu. Wer immer sich in seiner N\u00e4he hinlegt, wird von ihm beklettert. Oltaiyoni und Mbegu sind noch immer gute Freunde und rollten sich heute um 11 Uhr im Staub herum. Winzling Ndotto n\u00e4herte sich und entschied sich dieses Mal f\u00fcr Oltaiyoni. Als er der armen Oltaiyoni auf den Kopf stieg, versuchte sie aufzustehen, aber er klammerte sich fest, und so hob sie ihn mit hoch, sodass seine Hinterbeine in der Luft hingen! Gl\u00fccklicherweise h\u00f6rte Mbegu Ndottos Geschrei und kam her\u00fcber. Als Ndotto herunterfiel, landete er weich auf Mbegu anstatt schmerzvoll auf dem Boden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/116201573248-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Alamaya, Suswa, Arruba und Dupotto<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 22. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nLasayen ist ein gro\u00dfer Unterhalter w\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde geworden. Der kleine Bulle sorgt immer f\u00fcr ein L\u00e4cheln bei den Besuchern, und sie feuern ihn an, wenn er seine spektakul\u00e4ren Spiele zeigt. Am Ende der Besuchsstunde fragen die Zuschauer h\u00e4ufig, wer denn das kleine Baby war, das da so eine Show abgezogen hat. Nachdem er seine Flasche geleert hatte, begann er mit ein paar Fu\u00dfballkicks, bevor er zu Absperrung ging, wo er meistens spielt. Viele Besucher versammelten sich um ihn, und die Schulkinder genossen es, ihn zu ber\u00fchren. Er hob seinen Kopf und schwang den R\u00fcssel umher, w\u00e4hrend er sich setzte. Dann kam aber Kamok mit ihrem unschuldigen, l\u00e4chelnden Gesicht dazu und stahl ihm die Show. Es ist sehr schwer vorherzusagen, wann Kamok frech wird. Sie n\u00e4hert sich, und wenn man \u00fcberzeugt davon ist, dass sie nichts im Schilde f\u00fchrt, bekommt man einen Sto\u00df versetzt oder einen Schlag mit ihrem kr\u00e4ftigen R\u00fcssel. Heute lockten sie die vielen Menschen an der Absperrung an, wo Lasayen war. Die Keeper sahen sie und versuchten noch, sie vom Absperrband fernzuhalten, doch sie h\u00f6rte nicht auf die Keeper, bis sie ihren Willen bekommen hatte.<br \/>\nArruba erteilte heute den gierigen Waisen eine Lektion. Zur 9-Uhr-F\u00fctterung nahm sie sich Olsekki und Enkikwe vor, die \u00c4rger machten, nachdem sie ihre Milch geleert hatten. Sp\u00e4ter, um 15 Uhr, benahmen sich Rorogoi, Embu und wieder Olsekki daneben; sie schubsten alle herum und schnappten den Keepern und ihren Artgenossen die Flaschen weg. Arruba kam mit ihrer besten Freundin Suswa an, und anstatt zu ihrer Flasche zu gehen, verjagte sie erst einmal alle, die ihre Milch schon geleert hatten, damit die Anderen in Ruhe trinken konnten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1110201561714-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lasayen ist ein gro\u00dfer Entertainer<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 23. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nLetzte Nacht besuchte Solio die Stallungen und lie\u00df Max am Morgen unruhig zur\u00fcck. Sie kam gegen 3 Uhr an und brach kurz nach 5 Uhr wieder auf. Der arme Junge wanderte in seinem ganzen Gehege auf und ab. Da es \u00fcber Nacht geregnet hatte, war Max noch aufgeregter. Es hatte um 21 Uhr angefangen und morgens um 10 Uhr nieselte es noch immer. \u00dcber solches Wetter freut sich Maxwell immer, denn er liebt den Schlamm. Sp\u00e4ter gegen 11 Uhr beruhigte er sich aber und legte sich schlafen. Das kalte Wetter sorgte nat\u00fcrlich daf\u00fcr, dass Wei Wei, Loboito und Tamiyoi erst einmal drin bleiben mussten. Sie durften erst kurz nach 12 Uhr nach der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde hinausgehen. Die Kleinsten m\u00fcssen vor der K\u00e4lte gesch\u00fctzt werden, da sie in dem Alter noch sehr anf\u00e4llig f\u00fcr Lungenentz\u00fcndungen sind.<br \/>\nAm Nachmittag grasten die Waisen und gingen weiter in den Busch hinaus. Balguda trat versehentlich auf ein Hy\u00e4nenloch, in dem Hy\u00e4nen mit ihren Babys schliefen. Beide Seiten erschraken gleicherma\u00dfen und bekamen es mit der Angst zu tun. Die Hy\u00e4nen flohen und verschwanden in alle Richtungen, w\u00e4hrend die Waisen zu ihren Keepern liefen, Balguda am schnellsten, gefolgt von Oltaiyoni, Sokotei, Arruba, Suswa, Rorogoi, Mashariki und Roi. Sie alle trompeteten noch weiter und zertrampelten Geb\u00fcsch, um stark und furchteinfl\u00f6\u00dfend zu wirken. Die \u00e4lteren K\u00fche wurden noch unruhiger, als sie die kleinen Babys und Ndotto, Lasayen, Godoma und Rapa nicht mehr finden konnten. Die waren aber mit Kamok, Tusuja, Simotua und Mwashoti mitgegangen. Die Keeper mussten alle neu sortieren, damit sie sich wieder beruhigten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/116201573926-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Max rennt in seinem matschigen Gehege umher<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 24. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein sehr lustiger Tag f\u00fcr Mwashoti und seinen besten Spielfreund Boromoko. Es bereitet der Waisenfamilie viel Freude, wenn sie sich in solche freundschaftlichen Spiele verwickeln. Die zwei Jungs versuchten, Kamok zu ihrem Rangel-Versteckspiel einzuladen, doch sie war trotz l\u00e4ngerer \u00dcberzeugungsversuche nicht besonders interessiert. Sie machte ein paar Minuten mit, dann rannte sie davon, als sie merkte, dass es ein richtiges Jungs-Spiel wurde. Auch Sokotei und Sirimon beenden den Tag gew\u00f6hnlich nicht ohne eine Rauferei, die heute den ganzen Tag anhielt. Embu schien das Spiel nicht so sehr zu gefallen, denn sie schubste sie, damit sie ihr Spiel beendeten. Das hielt sie aber nicht von ihrer Lieblingsbesch\u00e4ftigung ab und sie spielten weiter. Sie suchten einander, wann immer sie das Grasen unterbrachen.<br \/>\nAuch Wei Wei und Loboito sind gute Freunde, obwohl Loboito manchmal Wei Wei schubst, der noch deutlich schw\u00e4cher ist als er selbst. Wei Wei mag ihn trotzdem und versucht, ihre Freundschaft zu erhalten. Tamiyoi ist noch immer etwas ruppig und wild, verglichen mit den beiden anderen, und will immer noch alles mit Gewalt bekommen. Sie l\u00e4uft immer auf und ab, w\u00e4hrend Loboito und Wei Wei viel ruhiger sind. Deshalb folgt sie immer den Keepern, wenn sie woanders hin gehen. Sie liebt es, an ihren Fingern zu nuckeln, doch wenn sie nicht bekommt, was sie will, geht sie schnell zum Angriff \u00fcber!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/116201574654-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mwashoti kratzt sich und genie\u00dft den Tag<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 25. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nIn der Nacht nieselte es etwas, und am Morgen war es noch immer nass &#8211; zu nass f\u00fcr Loboito, Wei Wei und Tamiyoi. Die \u00e4lteren Waisen grasten auch nicht weit von den Stallungen entfernt, bis es etwas w\u00e4rmer wurde. Gegen 7 Uhr f\u00fchrte Tamiyoi die beiden anderen Kleinen in den Busch. Aus einiger Entfernung sahen Arruba und Mbegu die Babys in den Busch laufen. Sie lie\u00dfen alles stehen und liegen und rannten zu den Babys, um sie zu begr\u00fc\u00dfen. Als sie heran gekommen waren, umarmten sie sie zur Begr\u00fc\u00dfung und drehten sich dann um, um sie zu den Anderen zu bringen. Eine Decke wurde \u00fcber einen Ast geh\u00e4ngt, damit die Babys damit spielen konnten. Seite an Seite eskortierten Arruba und Mbegu die Kleinen dorthin, und beide hatten ihre R\u00fcssel auf Wei Wei und Loboito liegen. Tamiyoi lief in der Mitte und etwas vor den Anderen. Als sie zur Decke kamen, begannen Arruba, Mbegu, Loboito und Wei Wei daran zu nuckeln, doch Tamiyoi, die das noch nicht kennt, ging zu den Keepern. Die zwei \u00e4lteren M\u00e4dchen verbrachten ein paar Stunden bei den Kleinen, bevor sie zur Hauptherde zur\u00fcckkehrten.<br \/>\nBei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde war in der ersten Gruppe der j\u00fcngeren Waisen Rapa der Einzige, der ins Schlammloch ging, und er genoss es sehr, allein drin zu sein. In der zweiten Gruppe entschied sich nur Boromoko f\u00fcr ein ausgiebiges Bad und hatte im Wasser viel Spa\u00df mit dem Fu\u00dfball. Er w\u00e4lzte sich, trat gegen den Ball und bespritzte die Zuschauer mit Schlamm. Er spielte von Beginn an bis zum Ende durchgehend und wurde schlie\u00dflich von Suswa herausgeschoben, als die Zeit um war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/117201585521-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tamiyoi und Loboito mit ihren Decken<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 26. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nElefanten sind ausgesprochen intelligente Tiere, auch im jungen Alter. Tamiyoi ist erst ein paar Tage im Waisenhaus, und sie versteht bereits die Keeper und einige ihrer Anweisungen. Sie wei\u00df auch schon, wenn sie etwas falsch gemacht hat. Sie ist als kleines, grummeliges M\u00e4dchen bekannt, weil sie immer Loboito, Wei Wei und die Keeper herumschubst. Am Vormittag tranken die Keeper im Busch ihren Tee, und Wei Wei und Loboito waren ruhig und spielten freundlich miteinander. Tamiyoi dagegen ist st\u00e4ndig in Bewegung und wandert immer herum. Sie ging um die Keeper herum, und ganz pl\u00f6tzlich sie\u00df sie Wei Wei zu Boden, der einem Keeper auf die Beine fiel. Tamiyoi wusste genau, dass sie etwas falsch gemacht hatte und rannte weg, w\u00e4hrend die Keeper Wei Wei wieder auf die Beine halfen.<br \/>\nGegen 8:30 Uhr erhielten wir einen Anruf von den Voi-Keepern, die einen Babyelefanten gerettet hatten, der in ein Loch an der Mzima-Mombasa-Pipeline bei der Voi-Safari-Lodge gefallen war. Das Baby war von G\u00e4sten der Lodge gesehen worden, die das Management informierten, das dann die Voi-Stallungen anrief. Es schien, dass das Kalb bereits eine Nacht in dem Loch verbracht hatte. Das Rettungsteam aus Nairobi wurde sofort losgeschickt, um das Baby am Voi-Flugfeld abzuholen. Das Kalb kam gegen 16 Uhr im Waisenhaus an und sah sehr m\u00fcde und verst\u00f6rt aus. Wei Wei, Loboito und Tamiyoi wurden zu den Stallungen zur\u00fcckgerufen, um dabei zu helfen, den Neuling zu beruhigen. Es funktionierte sofort. Sobald er sie sah, stellte er seine Ohren aufmerksam auf, als ob er sich zum Angriff bereitmachen wollte. Doch niemand der anderen Babys wollte auf ihn losst\u00fcrmen, sodass er stattdessen einfach zu ihnen ging und sie begr\u00fc\u00dfte. Schlie\u00dflich bekam er zusammen mit den anderen Babys seine erste Milchflasche. Nach einer kurzen Weile gingen sie alle in ihre eigenen St\u00e4lle. Das sorgte noch einmal f\u00fcr Unruhe, bis Mbegu kam und den neuen Jungen wieder beruhigte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/117201573815-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die s\u00fc\u00dfe kleine Tamiyoi<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 27. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein freundlicher Morgen, als die Waisen hinaus in den Wald gingen. Der neue Junge hei\u00dft Kwama, und bevor seine Stallnachbarn Mbegu und Kamok herauskamen, war er ruhig. Sobald sie aber drau\u00dfen waren und an seiner T\u00fcr vorbeiliefen, fing er an zu kollern und zu schreien und versuchte mit aller Kraft, die T\u00fcr zu \u00f6ffnen, um ihnen zu folgen. Es war aber noch zu fr\u00fch f\u00fcr ihn, und er musste warten, bis die Babygruppe aus den St\u00e4llen kam. Schlie\u00dflich wurden Wei Wei, Loboito und Tamiyoi herausgelassen, um ihn in den Wald zu begleiten. Er schien froh zu sein, dass er endlich wieder in der Wildnis war, zusammen mit seiner neuen Familie. Er nahm ohne Probleme seine Milchflasche an, sodass man nicht geglaubt h\u00e4tte, dass er erst seit einem Tag im Waisenhaus war.<br \/>\nGegen 7:30 Uhr erhielten wir aber einen weiteren Anruf von den Voi-Stallungen; sie hatten ein weiteres kleines Kalb aus dem gleichen Loch gerettet, in dem vorher schon Kwama gefangen war! Dieses Mal ein M\u00e4dchen. Ein Team von Keepern brach sofort zur Rettung nach Voi auf. Sie landeten am Voi-Flugfeld, und das Baby wartete schon darauf, nach Nairobi geflogen zu werden. Kurz vor 14 Uhr kam das Team mit der wertvollen Fracht im Waisenhaus an. Abgesehen von einer Schwellung unter ihrem Kinn, die von den Versuchen stammte, das Loch zu verlassen, war sie in recht gutem Zustand. Als sie in ihren Stall gebracht wurde, rannte sie sofort wieder hinaus, und versuchte, in den Wald zu gelangen. Die Gruppe der kleinen Babys wurde gerufen, um sie zu treffen, in der Hoffnung, dass sie sie beruhigen k\u00f6nnten. Tamiyoi sah sie aus der Entfernung und rannte ihr entgegen, um sie als erste zu treffen. Wir haben beschlossen, das M\u00e4dchen Kawaida zu nennen, was &#8222;das Gleiche&#8220; in Suaheli hei\u00dft, da sie vom gleichen Ort wie Kwama kommt. Als Tamiyoi Kawaida traf, versuchte die neue Waise, sie anzugreifen, doch Tamiyoi wich etwas zur\u00fcck und begr\u00fc\u00dfte sie, ehe sie zu dem Keeper in der N\u00e4he ging, um zu schauen, ob es Milch gab. Als die anderen Babys ankamen, beruhigte sich Kawaida und alles sah gut aus. Sie gingen alle zusammen etwas von den Stallungen weg. Auch Giraffe Kiko kam vorbei, um hallo zu sagen, rannte aber dann weg, als es anfing zu regnen. Er wollte drau\u00dfen bleiben und nicht die Babys in die St\u00e4lle zur\u00fcck begleiten. Die Babys mussten wieder hinein, um dem Regen aus dem Weg zu gehen. Wir mussten Milch f\u00fcr Kiko vorbereiten, um ihn zu \u00fcberzeugen, nach Hause zu kommen. Das funktionierte f\u00fcr die kleine Giraffe, die ihre Milch sehr liebt. Kawaida blieb bis 16:30 Uhr bei den anderen vier Babys, bevor sie zum Schlafen in ihren eigenen Stall ging.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/117201573132-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Der kleine Kwama<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 28. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nMbegu hatte eine lange Nacht. Sie ist sehr besorgt um die kleinen Babys, besonders wenn sie ein Problem haben. Sie war sehr verst\u00f6rt, als die kleine Kawaida nicht schlafen konnte. Das neue kleine M\u00e4dchen kletterte an der Absperrung herum und versuchte, in Mbegus Stall zu gelangen. Dabei schrie sie die ganze Zeit. Sie war wie eine Kleine, die ihre Mama suchte. Mbegu antwortete und versuchte ihrerseits, \u00fcber die Absperrung zu klettern, um zu Kawaida zu gelangen. Es gelang ihr tats\u00e4chlich, eines der Holzbretter zu zerbrechen, die ihre St\u00e4lle trennen. Die L\u00fccke war aber nicht gro\u00df genug, dass sie durch gepasst h\u00e4tten. Sie wandte sich an Kamok, als ob sie um Hilfe bitten wollte. Es lief darauf hinaus, dass sie auch noch ein Brett aus der Absperrung auf Kamoks Seite zerbrach und in ihren Stall hin\u00fcberkletterte, wo sie den Rest der Nacht verbrachte. In Kamoks Stall beruhigte sich Mbegu dann langsam. Sobald die beiden aber am fr\u00fchen Morgen aus dem Stall waren, gingen sie zu Kawaidas T\u00fcr und versuchten, daran zu klopfen, damit die Kleine herauskommen w\u00fcrde. Sie wurden aber von den Keepern weggeschickt, damit das Baby noch etwas schlafen konnte, ehe sie sp\u00e4ter am Vormittag herauskomen w\u00fcrde.<br \/>\nEs regnete dann aber am Morgen die meiste Zeit, und die kleinen Babys Wei Wei, Tamiyoi, Kwama, Loboito und Kawaida mussten bis zum sp\u00e4ten Vormittag drin bleiben. Bei diesem Wetter war auch bei den anderen Waisen nicht viel Aktivit\u00e4t zu sp\u00fcren. Nur manche unternahmen ein paar Rangeleien, wie Enkikwe und Olsekki, w\u00e4hrend die anderen langsam grasten.<br \/>\nDer arme Lasayen musste seit der Ankunft von Kwama zweimal den Stall wechseln, und heute weigerte er sich, seine neue Herberge zu betreten. Die Keeper brauchten viel Milch, um ihn zu \u00fcberzeugen, weil er immer wieder in seinen alten Raum zur\u00fcckgehen wollte.<br \/>\nEs ist lange her, seit Solio zur Besuchsstunde der Pateneltern am sp\u00e4ten Nachmittag vorbeigekommen ist. Heute Abend aber kam sie; sie wurde in ihr Gehege geleitet und bekam etwas Luzernenheu. Alle waren froh, sie zu sehen, und sie blieb \u00fcber Nacht da.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11620158132-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die arme Mbegu hat nicht gut geschlafen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 29. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nRoi war heute in Raufstimmung. Sie schien seit dem Morgen schlechte Laune gehabt zu haben, denn sie schubste und dr\u00e4ngelte alle j\u00fcngeren Waisen aus dem Weg. Oltaiyoni beobachtete sie eine Weile. Im Busch spielten Murit, Lasayen und Ndotto. Roi kam her\u00fcber und trennte sie. Sie ging auf Murit los und schubste ihn um. Als Oltaiyoni und Mbegu ihn schreien h\u00f6rten, rannten sie zu Murit, um herauszufinden, was mit ihm los war. Roi stand noch immer da, doch als sie die \u00e4lteren M\u00e4dchen kommen sah, machte sie sich in die B\u00fcsche davon. W\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde um 11 Uhr hatte Godoma, die sonst eher unscheinbar ist, ein tolles Spiel mit Rapa, bei dem sie sich gegenseitig am R\u00fcssel festhielten und daran zogen. Roi n\u00e4herte sich ihnen und stie\u00df sie, einen nach dem Anderen, mit dem Kopf an. Oltaiyoni war ein paar Meter weg und beobachtete die Sache. Dieses Mal konnte Roi nicht entkommen und wurde auf frischer Tat ertappt und von Oltaiyoni bestraft, die sie bis zum Ende der Besuchsstunde aus der Gruppe verbannte.<br \/>\nSirimon schlich sich um 11 Uhr von seiner Gruppe weg, um bei den mittleren Waisen zu sein und so fr\u00fcher an seine Milch zu kommen! Er durfte bleiben und ging mit Kamoks Gruppe zur F\u00fctterung. Es war wieder ein regnerischer Tag f\u00fcr die Babys, die bis zum Nachmittag in den St\u00e4llen bleiben mussten. Danach kamen sie heraus, gingen aber nicht sehr weit von den Stallungen weg. Die Warzenschweine beim Waisenhaus sind an die vielen kleinen Elefanten gew\u00f6hnt und laufen ihnen immer hinterher. Baby Kawaida war aber noch nie so dicht bei ihnen seit sie im Waisenhaus ist. W\u00e4hrend sie sich mit ihren neuen Freunden vergn\u00fcgte, kam ein m\u00e4nnliches Warzenschwein her\u00fcber, um mitzumachen. Kawaida gefiel das gar nicht, und sie verjagte das Warzenschwein. Es war \u00fcberrascht, denn es hatte wohl damit gerechnet, dass die kleinen Elefanten mit ihm spielen oder grasen w\u00fcrden. Es hielt aber die Stellung und wollte nicht weggehen. Kawaida meinte es aber ernst, und sie stellte ihre Ohren auf und jagte ihm entgegen. Als das Warzenschwein das sah, machte es, dass es davon kam. Sie folgte ihm, bis es im Busch verschwunden war, bevor sie zum Spielen zu ihren Freunden zur\u00fcckkehrte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/117201572217-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Roi ist in Rauflaune<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 30. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nNgilai und Elkerama sind gute Freunde. Heute kam Ngilai fr\u00fcher als Elkerama aus dem Gehege und machte sich in den Busch auf. Dann erinnerte er sich an seinen Freund und kam zur\u00fcck, um sich neben Elkeramas Tor zu stellen. Er r\u00fcttelte daran herum, damit Elkerama herauskam, und der lief zu ihm hin\u00fcber, um ihn zu begr\u00fc\u00dfen. Elkerama zog dann an dem Tor, w\u00e4hrend der kleine Ngilai von au\u00dfen schob. Als endlich ein Keeper Elkerama herauslie\u00df, schloss er sich seinem jungen Freund an und die zwei verschwanden im Geb\u00fcsch, bis sie zur Milchf\u00fctterung zu den Anderen zur\u00fcckkehrten. Balguda war heute sehr gut gelaunt und kletterte auf Arruba und Suswa herum, die auch fr\u00f6hlich mitmachten.<br \/>\nGegen 14 Uhr erhielten wir einen Anruf von unserem Piloten Nick, der in Tsavo-West ein Kalb ganz allein gesehen hatte. Er hatte die Gegend mehrfach \u00fcberflogen, konnte aber nirgends die Mutter oder eine andere Elefantenherde entdecken. Ein Rettungsteam brach sofort vom Waisenhaus zum Wilson-Flughafen auf. Das Team landete kurz nach 17 Uhr am Kamboyo-Flugfeld. Bis dorthin, wo das Baby sich befand, waren es noch 10 Minuten Autofahrt. Das Kuhkalb stand unter einem Baum und sah sehr schwach aus. Die Keeper n\u00e4herten sich ihr, und sie versuchte, sie anzugreifen, war aber zu schwach, um wirklich etwas ausrichten zu k\u00f6nnen. So konnten die Keeper sie sicher einfangen. Aus der Entfernung kam ein Bulle n\u00e4her, der alles beobachtet hatte und das Kalb offenbar vor Raubtieren besch\u00fctzt hatte. Er lie\u00df das Wasser stehen, das er gesoffen hatte und folgte dem Kalb, das in den Landcruiser geladen und zum Flugfeld gefahren wurde. Schlie\u00dflich gab er aber auf, da das Auto schnell zum Flugzeug fuhr, damit das Kalb schnell die n\u00f6tige Behandlung bekommen konnte. Als sie am Flugzeug war, wurde sie freigelassen und bekam etwas Milch und erste medizinische Betreuung, ehe sie ins Flugzeug geladen wurde. Als das Kalb schlie\u00dflich im Waisenhaus ankam, war sie dank der Infusion schon wieder etwas kr\u00e4ftiger und versuchte erneut, auf die Keeper loszugehen. Sie trank noch etwas mehr Milch und freundete sich mit Kawaida an, die im Nachbarstall wohnte. Das sorgte daf\u00fcr, dass sie sich weiter beruhigte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11720157267-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngilai und Elkerama<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 31. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nWegen der Ankunft des neuen Kalbs gestern mussten viele Babys umziehen; bei den vielen Neulingen im Waisenhaus ist es schwer genug Platz zu schaffen. Kamok und Mbegu sind endlich von ihren St\u00e4llen in ein Gehege umgezogen, n\u00e4mlich in die von Kauro und Olsekki. Die beiden wiederum wohnen jetzt in den hinteren Gehegen, die zuvor von Rorogoi und Suswa benutzt worden waren. Rorogoi und Suswa sind nun in zwei weiteren Gehegen in der N\u00e4he von Daphnes Parkplatz und Solios ehemaligem Gehege. Arruba und Kauro scheint das Umziehen am wenigsten zu gefallen, w\u00e4hrend Kamok, Mbegu und Suswa es nicht weiter zu st\u00f6ren schien. Wir haben dabei allerdings nicht bedacht, dass Arruba jetzt ihre Freundin Suswa vermisst, die zuvor neben ihr gewohnt hatte. Sie wusste nicht, wo ihre Freundin hingekommen war, und als sie um 6 Uhr alle herausgelassen wurden, machte sie sich sofort auf die Suche nach ihr. Bevor die Keeper mitbekommen hatten, wohin sie gegangen war, h\u00f6rten sie ihr gr\u00fc\u00dfendes Kollern an Suswas Gehege. Sie blieb dort stehen, bis auch Suswa herausgelassen wurde. Nachdem sie sich guten Morgen gew\u00fcnscht hatten, nuckelte sie an Suswas Ohr, bevor sie beide in den Wald aufbrachen. Kauro war einfach nur genervt von der Ver\u00e4nderung und schlief schlecht. Er versuchte, die W\u00e4nde hochzuklettern und beschwerte sich lautstark bis zum Morgen; er wird sich aber schon bald an seinen neuen Raum gew\u00f6hnt haben.<br \/>\nDas neue Baby hatte eine ruhige und entspannte Nacht und trank ihre Milch in der Nacht gut. Am Morgen sah sie besser aus und schien sich wohler zu f\u00fchlen. Ihre Freundin Kawaida ging fr\u00fch am Morgen mit den anderen Babys hinaus, doch dieses M\u00e4dchen, das wir Tafuta genannt haben, was in Suaheli &#8222;suchen&#8220; bedeutet, muss noch eine Weile drin bleiben, um kr\u00e4ftiger zu werden. Sie ist ungef\u00e4hr sechs Monate alt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/111020156224-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kauro und Kamok<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-oktober-2015\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Donnerstag, 1. Oktober 2015 Kauro vergn\u00fcgte sich mit Mbegu, w\u00e4hrend der Rest der Gruppe fr\u00fch am Morgen graste. Sie waren die einzigen, die herumspielten, trompeteten und mit aufgestellten Ohren Fangen spielten. 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