{"id":7334,"date":"2015-12-06T12:43:42","date_gmt":"2015-12-06T11:43:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=7334"},"modified":"2015-12-06T12:43:42","modified_gmt":"2015-12-06T11:43:42","slug":"ithumba-oktober-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/ithumba-oktober-2015\/","title":{"rendered":"Ithumba Oktober 2015"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 1. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nDer Himmel war wolkenlos, als die Waisen heute l\u00e4ssig aus ihren Gehegen schlenderten. Angef\u00fchrt wurden sie von Narok, die als erste hinausging. Als sie sich zum Luzernenheufr\u00fchst\u00fcck begaben, bediente sich eine Gruppe wilder Elefanten an der Tr\u00e4nke. Heute taten die Waisen scheinbar alles paarweise. Nachdem sie das Luzernenheu gefressen hatten, gingen Shukuru und Barsilinga zusammen Wasser saufen. Sobald die Waisen im Busch waren, schloss sich Kanjoro mit Bongo zusammen, um weit weg von den Anderen zu fressen. Sities graste mit Garzi, w\u00e4hrend Turkwel sich mit Kainuk zusammentat.<br \/>\nAls der Tag fortschritt, kletterten die Temperaturen immer weiter. Lemoyian und Kithaka suchten Schutz unter einem Baum mit viel Schatten. Zur Schlammbadzeit schlossen sich drei wilde Bullen den Waisen an. Sie badeten gemeinsam und teilten sich sp\u00e4ter Wasser aus der Tr\u00e4nke. Shukuru und Orwa kratzten sich, nachdem sie gesoffen hatten, am gleichen Baum, w\u00e4hrend Suguta und Turkwel ihre Ohren an einem anderen Baum schuffelten. Unsere Wasserratte Bongo hatte noch nicht genug gebadet und ging noch einmal in das Schlammloch, als seine Freunde bereits Richtung Kalovoto aufbrachen. Suguta kam an einem Ast vorbei, den ein wilder Elefant fallengelassen hatte. Sie hob ihn auf und begann, ihn zu entrinden. Die Waisen verteilten sich weit, damit jeder das beste Gr\u00fcn finden konnte. Narok und Shukuru verbrachten den gesamten Nachmittag damit, zusammen zu fressen.<br \/>\nUm 17 Uhr an Nachmittag sammelten die Keeper die Waisen zusammen, doch zu ihrer \u00dcberraschung fehlten Kanjoro und Bongo. Sie suchten sie und riefen nach ihnen, doch es kam keine Antwort. Die Keeper entschieden, die restliche Gruppe zu den Stallungen zur\u00fcckzubringen und danach die zwei fehlenden Jungs zu suchen. Die Suche dauerte bis zum Einbruch der Dunkelheit, dann gaben die Keeper erst einmal auf, da sie nichts mehr sehen konnten. Sp\u00e4t in der Nacht brachte dann Rapsu Bongo und Kanjoro zur\u00fcck. Scheinbar hatten die beiden Jungs ihn am Nachmittag getroffen, ohne dass die Keeper es bemerkt hatten und waren auf eine kleine Spritztour mitgegangen.<br \/>\nAm Abend besuchte eine wilde Elefantenherde die Stallungen, um Wasser zu saufen. Eines der Mitglieder hatte eine Wunde auf dem R\u00fccken, die schon fast verheilt war und wahrscheinlich von einem Speer stammte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/119201531914-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kanjoro frisst Luzernenheu<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 2. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nKanjoro und Bongo, die erst mitten in der Nacht angekommen waren, standen zusammen mit Rapsu drau\u00dfen direkt vor dem Gehege. Am Morgen stellte sich Bongo dann aber wie gew\u00f6hnlich f\u00fcr seine Milch auf. Nachdem er sie getrunken hatte, schloss er sich zum Wassersaufen zw\u00f6lf wilden Bullen an, die schon die beiden Tr\u00e4nken bev\u00f6lkerten. Rapsu teilte sich das Luzernenheu mit den Waisen, nachdem diese herausgekommen waren.<br \/>\nAuf dem Weg zu den Weidegr\u00fcnden begr\u00fc\u00dfte Teleki Bongo, indem er seinen R\u00fcssel zu ihm ausstreckte. Bongo hatte schlie\u00dflich gestern den halben Tag gefehlt. Garzi begann den Tag damit, sich den Hals an einem Baum zu kratzen. Rapsu brach auf, nachdem er sicher war, dass er Bongo und Kanjoro ordnungsgem\u00e4\u00df ihrer Gruppe und den Keepern \u00fcbergeben hatte.<br \/>\nBeim Schlammbad war Laragai die Erste, die in den Matsch stieg, als ihre Freunde noch auf dem Weg zum Schlammloch waren, um sich ihr anzuschlie\u00dfen. Nur Orwa machte nicht mit und stand stattdessen unter einer Akazie. Nach dem Bad gingen die Waisen zum Einstauben. Sp\u00e4ter beendeten Shukuru und Teleki die Mittagsaktivit\u00e4ten damit, sich an einem Baum zu kratzen.<br \/>\nDen Nachmittag verbrachten die Waisen am unteren Kalovoto. Die Sonne war noch immer hei\u00df, doch das hinderte sie nicht daran, weiter zu grasen. Am Abend meldeten sich 16 wilde Bullen zum Saufen an den Stallungen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/119201532424-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Rapsu mit Kanjoro und Bongo<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 3. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein k\u00fchler Morgen, und der Himmel war teilweise mit Wolken bedeckt. Die Waisen fra\u00dfen wie \u00fcblich ihr Luzernenheu, und kurz darauf tauchten Yattas und Mulikas Herde auf. Die Ex-Waisen schlossen sich den Kleinen kurz an, ehe sie weitergingen. Kithaka begann sein Tagewerk damit, seinen Hals an einem nahegelegenen Felsen zu kratzen. Nachdem sie in den Busch aufgebrochen waren, forderte Orwa Sities zu einem Kr\u00e4ftemessen heraus, das einige Zeit andauerte.<br \/>\nAuf dem Weg zum Schlammbad bekamen die Waisen Gesellschaft von Makireti, Kilabasi und Kasigau. Es gab kurz Aufregung, als die Waisen Makiretis Gruppe begr\u00fc\u00dften, und als das erledigt war, ging Makireti voran zum Schlammbad. Nach dem Staubbad gingen die Waisen dann zum Grasen zum unteren Kalovoto. Eine Stunde sp\u00e4ter brachen Makireti und ihre Begleiter wieder in den Busch auf.<br \/>\nAm Nachmittag wechselte das Wetter, und es bildeten sich Regenwolken. Das deutet an, dass sich die Regenzeit n\u00e4hert. Die Weberv\u00f6gel best\u00e4tigten das am Abend; sie bev\u00f6lkerten die einzige Akazie auf dem Gel\u00e4nde der Stallungen. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit kam Rapsu in Begleitung zweier wilder Bullen seines Alters zum Saufen an den Stallungen vorbei.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11920153307-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Orwa spielt mit Sities<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 4. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nDrei wilde Bullen soffen an der Tr\u00e4nke Wasser, als die Waisen sich am Morgen \u00fcber das Luzernenheu hermachten. Lemoyian startete mit einem Kratzen an den nahegelegenen Felsen in den Tag, w\u00e4hrend Shukuru auf ihn aufpasste. Drau\u00dfen im Busch forderte Bomani Garzi zu einem lockeren Kr\u00e4ftemessen heraus, und Shukuru fra\u00df mit Lemoyian vom gleichen Baum. Als Bomani sp\u00e4ter auf der Suche nach leckerem Futter war, traf er auf Kithaka, der versuchte, ihm den Weg zu versperren. Bomani nahm das nicht hin und schubste Kithaka aus dem Weg. So zeigte er ihm, dass er sich auch ohne Sto\u00dfz\u00e4hne Respekt verschaffen kann. Kainuk \u00fcbernahm Lemoyian von Shukuru, und sie fra\u00dfen ein paar Meter entfernt von ihren Freunden.<br \/>\nBeim Schlammbad soffen vier wilde Bullen Wasser. Die Waisen schlossen sich ihnen an, sobald sie ihre Milch getrunken hatten. Als Teleki zum Schlammloch ging, erschreckte er sich vor den kreischenden Pavianen. Er rannte zur Tr\u00e4nke, wo der Rest der Gruppe mit den Bullen Wasser soff. Kurz darauf gingen die wilden Bullen zusammen mit den Waisen zum k\u00fchlenden Wasserloch hinunter. Nach dem Bad staubbadeten Bomani und Garzi, und Kanjoro brachte alle zu den Weidegr\u00fcnden zur\u00fcck.<br \/>\nAm Nachmittag brannte die Sonne hei\u00df, und die Waisen sammelten sich unter einem Baum und wedelten ununterbrochen mit ihren Ohren. Sie grasten sp\u00e4ter weiter, als es sich wieder etwas abgek\u00fchlt hatte. Am Abend meldeten sich sechs wilde Bullen an den Stallungen und brachen wieder auf, nachdem sie genug gesoffen hatten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/119201533351-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Drei wilde Bullen am Morgen an den Stallungen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 5. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nAm Morgen soffen 16 wilde Bullen Wasser an der Tr\u00e4nke der Stallungen, als die Waisen herausgelassen wurden. Buchuma und Tomboi, die sich schon f\u00fcr erwachsen halten, waren dabei. Die zwei Ex-Waisen schlossen sich den Waisen beim Luzernenheu an. Kithaka begr\u00fc\u00dfte Tomboi, indem er seinen R\u00fcssel zu ihm ausstreckte. Barsilinga, Shukuru, Turkwel und Narok begannen ihren Tag damit, sich an den nahegelegenen Felsen zu kratzen. Bomani schubste Kithaka aus dem Weg, als dieser keinen Platz machen wollte; Bomani wollte n\u00e4mlich etwas Luzernenheu aufheben, das er neben Kithaka entdeckt hatte, und Kithaka versuchte, ihm den Weg zu blockieren. Nachdem die wilden Bullen die Tr\u00e4nke freigegeben hatten, folgte Teleki Buchuma dorthin, und sie teilten sich das Wasser. Unterdessen hatten Kainuk und Orwa einen kleinen Ringkampf.<br \/>\nZur Schlammbadzeit kamen ein paar Ex-Waisen und sechs wilde Bullen vorbei. Lenana und Chyulu, die Lemoyian nun schon eine Weile nicht gesehen hatten, begr\u00fc\u00dften ihn und entschuldigten sich f\u00fcr ihre lange Abwesenheit. Lemoyian schien die Entschuldigung anzunehmen, da er zwischen ihnen lief, als sie alle zum Schlammbad gingen. Dort stahlen zwei wilde Bullen, die im Wasser einen Ringkampf veranstalteten, den Waisen die Show. Der Kampf lockte die Waisen und einige der Ex-Waisen an, die am Ufer standen und zusahen. Sp\u00e4ter gingen die Ex-Waisen zum Staubbad, w\u00e4hrend Teleki sich ein paar Kampftechniken von Meibai erkl\u00e4ren lie\u00df. Schlie\u00dflich trennten sich ihre Wege wieder, und die Waisen gingen zum Kanziku-Gebiet. Shukuru schloss sich Sities beim Grasen an, w\u00e4hrend Bomani und Barsilinga unter einem Baum im Schatten standen, um sich abzuk\u00fchlen.<br \/>\nLualeni, die immer voller \u00dcberraschungen ist, tauchte mit ihrem neuen Team an den Stallungen auf. Bei ihr waren ihr langgedienter und loyaler Begleiter Ololoo, aber auch Madiba, Kenze und Loijuk. Wir werden sehen, ob sich das bald wieder \u00e4ndert oder ob diese Gruppe l\u00e4nger zusammenh\u00e4lt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11920154915-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Buchuma mit den Waisen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 6. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nHeute entspannten sich sieben wilde Bullen vor den Stallungen, als die Waisen herauskamen. Garzi hatte einen Zweig im Mund, auf dem er herumkaute, w\u00e4hrend er geduldig auf das Luzernenheu wartete. Barsilinga besch\u00e4ftigte sich damit, sich an den Felsen zu kratzen, w\u00e4hrend Kanjoro einen kurzen Ringkampf mit Teleki hatte. Turkwel und Orwa standen in V-Form nebeneinander, w\u00e4hrend sie auf das Heu warteten. Als die Waisen sich schlie\u00dflich an das Heu machten, kamen Makireti, Kilabasi und Kasigau herbei und schlossen sich ihnen an. Als die Waisen fertig waren, meldete sich Lualeni mit ihrer neuen Gruppe und machte sich sofort \u00fcber die Reste her. Die Kleinen gingen noch an der Tr\u00e4nke vorbei, um sich mit gen\u00fcgend Wasser f\u00fcr den Vormittag auszustatten.<br \/>\nIn den Weidegr\u00fcnden legte Bongo beim Fressen eine Pause ein, um sich einzustauben, und graste danach weiter. Gegen 10 Uhr tauchten Kilaguni, Chaimu und Ishanga an den Stallungen auf, die ein paar Tage untergetaucht waren. Sie soffen Wasser an der Tr\u00e4nke und gingen direkt danach wieder. Auf dem Weg zum Schlammbad schloss sich Olares Herde den Waisen an, bestehend aus Olare selbst sowie Murka, Kibo, Kitirua, Melia, Tumaren, Chemi Chemi, Kalama und Naisula. Beim Schlammbad kamen noch sechs wilde Bullen dazu. Das Bad war heute nur kurz, und die Gruppen trennten sich gleich danach wieder. Es blieb hei\u00df, und Suguta und Laragai beschlossen, unter dem selben Baum zu grasen. Kanjoro und Bongo fra\u00dfen in einigem Abstand zu den Anderen; wom\u00f6glich schmiedeten sie wieder Pl\u00e4ne, den Keepern zu entkommen. Sie schienen sich aber nicht einigen zu k\u00f6nnen und kehrten sp\u00e4ter zu ihren Freunden zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/119201542121-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kanjoro beim Ringkampf mit Teleki<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 7. Oktober 2015<\/strong><br \/>\n25 wilde Elefanten waren am Morgen an den Stallungen. Sobald das Wasser aufgedreht wurde, eilten die wilden Elefanten zu den Tr\u00e4nken und l\u00f6schten ihren Durst. Die Waisen fra\u00dfen ihr Luzernenheufr\u00fchst\u00fcck vor den Gehegen, und Shukuru und Barsilinga kratzten eine Weile ihre Hintern an den Felsen. Kurze Zeit sp\u00e4ter schloss sich den Waisen beim Luzernenheu eine wilde Mutter mit ihrem Baby an. Teleki versuchte zuerst, dem Baby den Zugang zum Heu zu versperren, doch ein Blick der Mutter gen\u00fcgte und er machte Platz. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck f\u00fchrte Kanjoro die Waisen zu den Weidegr\u00fcnden. Vuria kratzte sich ein Weile an einem Felsen, an dem er auf der Suche nach besserem Futter vorbeigekommen war. Es ist im Moment noch immer sehr trocken, und die Waisen konzentrieren sich aufs Grasen, ohne viel Zeit zu verlieren.<br \/>\nBeim Schlammbad bekamen die Waisen Gesellschaft von einer Gruppe wilder Elefanten, deren Anf\u00fchrer nur einen Sto\u00dfzahn hatte. Die Waisen soffen mit den Bullen zusammen Wasser, und danach gingen Vuria, Laragai, Bongo, Bomani und Kanjoro zum W\u00e4lzen. Mutara und Orwa standen unter einem Baum, wo sie sich in ein leichtes Kr\u00e4ftemessen verwickelten. W\u00e4hrend Vuria das k\u00fchlende Nass genoss, tauchte in einiger Entfernung ein Warzenschwein auf. Vuria kann Warzenschweine \u00fcberhaupt nicht leiden und konnte nicht weiterbaden, ehe er dem Tier eine Lektion erteilt hatte. Er jagte los und rannte auf das Warzenschwein zu. Das wartete nicht darauf, bis es von Vuria zertrampelt wurde, sondern rannte so schnell es seine Beine tragen konnten. Als es au\u00dfer Sichtweite war, kehrte Vuria zu seinen Freunden zur\u00fcck.<br \/>\nAls die Waisen wieder in den Weidegr\u00fcnden waren, kam der einsame Wanderer Rapsu zum Schlammbad und schloss sich den wilden Bullen beim Saufen und Baden an. Am Nachmittag grasten die Waisen an der Westseite des Ithumba-Bergs. Es war ruhig, und die Waisen stellten sicher, dass sie genug gefressen hatten, bevor sie am Abend zu den Stallungen zur\u00fcckkehrten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/119201544027-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Wilde Elefanten warten auf Wasser<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 8. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nAm Morgen gab es etwas Regen, als die Waisen aus den Gehegen kamen. Kithaka ging direkt zu einem Kratzfelsen, den er sehr liebt. Lemoyian schloss sich Kainuk beim Luzernenheufr\u00fchst\u00fcck an, w\u00e4hrend Kanjoro ganz entspannt auf drei Beinen stand und fra\u00df. Die Waisen gingen an der Tr\u00e4nke vorbei und soffen genug Wasser, bevor sie zu den Weidegr\u00fcnden aufbrachen. Dort angekommen, staubbadeten Kainuk, Vuria und Turkwel ein wenig. Bomani kratzte seine Ohren an einem Baum und Garzi seinen Bauch an einem verbogenen Baum.<br \/>\nBeim Schlammbad schlossen sich Lualeni, Loijuk, Ololoo, Buchuma und ein junger wilder Bulle den Waisen an. Lualeni hatte schon wieder eine \u00dcberraschung auf Lager; sie hat schon zwei Mitglieder ihrer neuen Gruppe durch Buchuma und den wilden Jungen ersetzt. Vielleicht haben sich Madiba und Kenze auch einer anderen Herde angeschlossen. Nach dem Wassersaufen eskortierte Loijuk Garzi und Narok zum W\u00e4lzen. Alle Waisen nahmen heute am Schlammbad teil, und Bongo war der letzte, der herauskam. Er genoss das Bad solange es ging. Lemoyian verbrachte die meiste Zeit des Nachmittags fressend bei Kainuk. Laragai und Teleki entspannten sich unter einem Baum, bis die Temperaturen wieder ertr\u00e4glich wurden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/119201544630-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lemoyian mit Kainuk<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 9. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nDie Ex-Waisen waren fr\u00fch am Morgen an den Stallungen. Sobald die Tore ge\u00f6ffnet wurden, ging Naserian in die Gehege, um die Waisen zu begr\u00fc\u00dfen. Mutara und Turkwel wussten sehr gut, dass es bei der Anwesenheit der Ex-Waisen sehr schwierig werden w\u00fcrde, Luzernenheu abzubekommen. Daher kamen sie mit Zweigen im Mund aus den Gehegen, mit denen sie sich besch\u00e4ftigten, w\u00e4hrend sie \u00fcberlegten, in welche Richtung sie heute aufbrechen sollten. Vuria forderte Barsilinga zu einem Kr\u00e4ftemessen heraus, w\u00e4hrend Turkwel ihren Zweig fallen lie\u00df und mit Orwa spielte. Lemoyian kratzte seine Vorderbeine an einer Akazie, w\u00e4hrend Laragai alleine spielte und sitzend ihren R\u00fcssel in die H\u00f6he streckte.<br \/>\nAls die Waisen die Weidegr\u00fcnde erreichten, hatten Orwa und Turkwel eine Meinungsverschiedenheit, die sie durch Schubsen kl\u00e4ren wollten. Die anderen Waisen grasten gewissenhaft, bis es 11 Uhr war und somit Zeit f\u00fcr das Schlammbad. Barsilinga f\u00fchrte die erste Gruppe an, der schnellste L\u00e4ufer Vuria die zweite Gruppe, w\u00e4hrend Sities die dritte Gruppe zur F\u00fctterung brachte. Lemoyian war der Erste, der in den Schlamm ging, gefolgt von Laragai. Die anderen Waisen kamen erst sp\u00e4ter hinzu. Orwa und Barsilinga hatten ein kurzes Kr\u00e4ftemessen, das schnell vorbei war, als Barsilinga sich ergab. Kurz nach dem Bad ging Lemoyian zu einem Baum in der N\u00e4he und kratzte seinen Bauch. Barsilinga wollte den gleichen Baum benutzen und schubste Lemoyian aus dem Weg. Kainuk wollte den Baum ebenfalls f\u00fcr sich und schubste Barsilinga weg, genauso wie er Lemoyian weggeschubst hatte! Kithaka, der alles ein wenig anders macht als die anderen, ging in den Busch zur\u00fcck und rollte sich dort zum Spielen auf dem Boden herum.<br \/>\nAm Nachmittag grasten die Waisen im Kanziku-Gebiet, wo Garzi und Lemoyian sich wegen der Hitze lange Zeit unter einem Baum entspannten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/119201545347-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ihre Majest\u00e4t Mutara<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 10. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nLemoyian war der Erste, der heute Morgen aus den Gehegen kam, nachdem er seine Milch getrunken hatte. Die Waisen fra\u00dfen vor den Gehegen ihr Luzernenheu. Barsilinga teilte sich das Heu mit Kanjoro, w\u00e4hrend Lemoyian in der N\u00e4he von Narok fra\u00df. Laragai nahm sich ein H\u00e4ufchen und ging ein paar Meter weg, wo sie das Heu in Ruhe genie\u00dfen konnte. Sities und Shukuru verbrachten einige Zeit damit, sich an den umliegenden Felsen zu kratzen. Kurz darauf gingen Laragai und Barsilinga zur Tr\u00e4nke und l\u00f6schten ihren Durst. Kainuk und Orwa hatten ein kurzes Kr\u00e4ftemessen, bevor sie ihren Freuden zum Saufen folgten. Mutara gab dann den Weg in den Busch vor. Als sie zu grasen begannen, forderte Teleki Suguta zu einem Ringkampf heraus. Sities und ihr Freund Garzi kamen an einem umgefallenen Baum vorbei, an dem sie ihre Hintern kratzen konnten. Nachdem Teleki von Suguta besiegt worden war, versuchte er sich an Sities, doch auch sie lie\u00df ihm keine Chance und schob ihn weg.<br \/>\nGegen 9 Uhr kamen 14 wilde Elefanten zum Saufen zu den Stallungen. Barsilinga graste in der N\u00e4he von Garzi und versuchte, die Rinde von einem Baobab zu fressen, kam aber nicht an sie heran. Zur Schlammbadzeit leisteten Mulikas und Yattas Herden den Waisen Gesellschaft. Zurura nahm den falschen Weg in den Schlamm; er blieb stecken, und es dauerte zehn Minuten, bis er sich wieder befreit hatte. Danach wollte er nicht noch einmal hinein, sondern ging lieber Wasser saufen. Orwa verbrachte einige Zeit damit, am Ufer zu stehen und einen wilden Bullen beim Baden zu beobachten. Nachdem der wilde Bulle sein Schlammbad beendet hatte, war auch Orwa fertig mit zuschauen und schloss sich wieder seinen Freunden an. Beim Grasen kam Laragai an einem ausgetrockneten, umgefallenen Baum vorbei. Sie versuchte, den Weg frei zu machen so gut es ging, indem sie versuchte, den Baumstamm aus dem Weg zu schieben. Es gelang ihr aber nicht, und so musste sie dar\u00fcber klettern.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/119201551635-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Barsilinga teilt sich Luzernenheu mit Kanjoro<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 11. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nFr\u00fch am Morgen kamen Makiretis und Chaimus Gruppen zusammen, die aus Elefanten bestehen, die alle aus Tsavo gerettet wurden. Sie bildeten eine gro\u00dfe Gruppe, die vor den Stallungen stand und darauf wartete, dass die Waisen die Gehege verlassen w\u00fcrden. Lemoyian kam als Erster heraus, gefolgt von Narok, und Narok umschlang zu einer morgendlichen Begr\u00fc\u00dfung ihren R\u00fcssel mit dem von Kasigau. Kurz darauf ber\u00fcsselten sich auch Mutara und Kasigau auf diese Waise. Die Waisen und die halbunabh\u00e4ngigen Waisen gingen zum Luzernenheufr\u00fchst\u00fcck und trennten sich eine Stunde sp\u00e4ter wieder. Auf dem Weg zu den Weidegr\u00fcnden kam Narok an etwas lockerer Erde vorbei, mit der sie sich einstaubte. Im Busch angekommen konzentrierten sich die Waisen ganz aufs Grasen. Nur Shukuru staubte sich zwischendurch gelegentlich ein.<br \/>\nZur Schlammbadzeit schlossen sich f\u00fcnf wilde Bullen den Waisen an. Das Bad war nur kurz, und Mutara f\u00fchrte die Waisen zum Grasen zur\u00fcck. Es war ein ruhiger Nachmittag und die Waisen grasten friedlich ohne weitere Vorkommnisse.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/119201554220-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lemoyian kommt als Erster aus den Gehegen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 12. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nGarzi, Barsilinga, Kithaka und Orwa begannen den Morgen damit, sich an den Felsen rund um die Stallungen zu kratzen. Als das Luzernenheu f\u00fcr die Waisen verteilt wurde, gingen sie schnell zur F\u00fctterstelle. Nur Kithaka kratzte weiter seinen Hintern an den Felsen. Nachdem die Waisen in den Weidegr\u00fcnden angekommen waren, kam Bomani an einem umgest\u00fcrzten Baum vorbei, an dem er seinen Bauch kratzte. Orwa forderte Sities zu einem Kr\u00e4ftemessen heraus, w\u00e4hrend Vuria mit Kanjoro spielte und Garzi sich mit Barsilinga duellierte. Sp\u00e4ter beendete Barsilinga sein Spiel mit Garzi und ging stattdessen zu Bomani. Bongo, der ein paar Meter daneben stand, trat hervor und schob Barsilinga weg, damit er selbst mit Bomani spielen konnte. Shukuru hatte ein kurzes Staubbad, ehe sie weitergraste. Gegen 9 Uhr \u00e4nderte sich das Wetter, und es begann zu regnen. Die Waisen unterbrachen das Grasen, um mit der k\u00fchlen Erde zu spielen. Als der Nieselregen aufh\u00f6rte, grasten sie weiter.<br \/>\nZur Schlammbadzeit war es noch immer k\u00fchl, und die Waisen soffen nur etwas Wasser und staubbadeten, ehe sie weitergrasten. Kanjoro spielte eine Weile mit Orwa. Die Waisen hatten einen ruhigen Nachmittag. Sities graste bei Garzi, Turkwel bei Kainuk, und die anderen Waisen verteilten sich in der Gegend. Am Abend, kurz vor Einbruch der Dunkelheit, kam ein Elefant mit nur einem Sto\u00dfzahn mit sechs wilden Freunden zum Saufen zu den Stallungen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11920155471-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kithaka kratzt sich und die Anderen fr\u00fchst\u00fccken<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 13. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nDer Himmen war blau, als die Waisen l\u00e4ssig aus den Gehegen kamen. Nachdem sie zum Luzernenheu gegangen waren, bekamen sie Gesellschaft von Challa, Madiba, Lualeni, Orok, Tomboi und Ololoo. Lualeni und ihre Gruppe brachen wieder auf, nachdem das Luzernenheu aufgefressen war. Drau\u00dfen im Busch konzentrierten sich die Waisen aufs Grasen. Nur Kithaka kratzte sich von Zeit zu Zeit an den umliegenden Felsen.<br \/>\nBeim Schlammbad sorgte Wendi f\u00fcr die \u00dcberraschung des Jahres: sie tauchte mit ihrem winzigen neugeborenen Baby auf! Es war erst wenige Stunden alt und noch sehr wackelig auf den Beinen, als es versuchte, Wendi zu folgen. Wendi wurde gut bewacht; 25 wilde Bullen beobachteten sie aus der Ferne, und 38 Ex-Waisen waren um sie herum. Ganz nah dran waren Kinna, Nasalot und Sidai, die offenbar um die Aufmerksamkeit des Babys rangen. Die drei M\u00e4dchen lie\u00dfen der frischgebackenen Mama nicht einmal Zeit, ihr Kind zu s\u00e4ugen. Lenana und Chyulu k\u00fcmmerten sich unterdessen um ihren Liebling Lemoyian. Da es k\u00fchl war, wollten die Waisen nicht in den Schlamm, sondern staubbadeten nur. Kanjoro spielte mit Sities, w\u00e4hrend Garzi mit Barsilinga und Turkwel mit Teleki spielte.<br \/>\nAls die Zeit fortschritt, schnappten Chyulu und Lenana sich Lemoyian, Kithaka und Barsilinga und verschwanden im Busch, ohne dass die Keeper es bemerkt hatten. Offenbar gab es kurz darauf eine Meinungsverschiedenheit zwischen den Ex-Waisen und den drei Waisen, denn die drei Kleinen kamen aus dem Geb\u00fcsch gerannt, und Lenana und Chyulu waren ihnen dicht auf den Fersen. Die drei Waisen blieben nahe bei den Keepern stehen, als ob sie ihnen berichten wollten, wie sie entf\u00fchrt worden waren. Lenana und Chyulu lie\u00dfen sie in Ruhe, als sie merkten, dass ihre Aktion fehlgeschlagen war. Sities und Garzi entspannten sich den Rest des Nachmittags unter einem Baum. Sp\u00e4ter lud Garzi Barsilinga zu einem Ringkampf ein, der unentschieden endete.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/119201555249-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Challa mit den Waisen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 14. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nDie Ex-Waisen und die wilden Elefanten, die Wendi und ihr Baby begleiteten, waren fr\u00fch am Morgen an den Stallungen. Wendi zeigte ihrem T\u00f6chterchen, wo sie einmal zuhause gewesen war, doch das Baby ist noch zu klein, um das zu verstehen. Sie kam mit dem Baby, das wir Wiva genannt haben, zum Luzernenheulager, wo sie nach Heu verlangte. Als die Waisen herausgelassen wurden, bekamen Kithaka und Sities die Gelegenheit, mit Wiva zu spielen. Sie trompeteten und stellten ihre Ohren auf, als sie versuchten, das Baby zu ber\u00fchren. Die Kleine konnte allerdings die ganze Aufregung nicht verstehen und schrie nach ihrer Mutter. Wendi reagierte schnell und brachte ihr Baby weg. Mutara, die etwas entfernt stand, reagierte auch auf den Hilfeschrei, doch als sie ankam, war Wiva bereits bei ihrer Mutter. Mutara schnupperte an dem Baby, als es seiner Mutter folgte, und auch Kainuk kam hinzu, um sich mit dem Baby bekannt zu machen. Kainuk bot ihr sogar ihre Br\u00fcste an, indem sie ein Vorderbein nach vorn setzte, damit das Baby herankommen konnte. Es ber\u00fchrte nur kurz Kainuks Brustwarzen und ging dann zu seiner Mutter zur\u00fcck. Kainuk wird einmal eine gute Mutter und gl\u00fccklich mit ihrem eigenen Baby werden. Das wird aber noch mindestens f\u00fcnf Jahre dauern. Inzwischen kann sie sich um die Neulinge aus Nairobi k\u00fcmmern, die auch Liebe und Zuneigung brauchen. So wird sie noch erfahrener werden.<br \/>\nKurz darauf f\u00fchrte Mutara ihre Gruppe zu den Weidegr\u00fcnden, wo die Waisen einen ruhigen Vormittag hatten. Beim Schlammbad war es k\u00fchl. Narok und Barsilinga teilten sich einen Kratzbaum, w\u00e4hrend Kithaka einen anderen benutzte. Am Nachmittag klarte es auf, und die Sonne kam heraus. Vuria und Bomani entspannten sich unter einem Baum, als zwei Dikdiks vorbeiliefen. Vuria drohte und rannte den Dikdiks hinterher. Bomani folgte ihm, um ihn zu unterst\u00fctzen. Die Dikdiks warteten nicht darauf, von diesen schweren Kreaturen zertrampelt zu werden, sondern rannten so schnell ihre Beine sie trugen. Vuria und Bomani blieben zur\u00fcck und streckten ihre R\u00fcssel in die H\u00f6he, um herauszufinden, wo die Dikdiks geblieben waren. Schlie\u00dflich gaben sie auf und grasten weiter.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/119201555733-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Wendi und Wiva an den Stallungen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 15. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nFr\u00fch am Morgen kamen zwei B\u00fcffel zum Saufen zu den Tr\u00e4nken an den Stallungen. Es gab gro\u00dfe Aufregung, als ein wilder Bulle, der auch gerade Wasser soff, den B\u00fcffeln den Weg versperrte. Die B\u00fcffel waren durstig und daher nicht bereit umzukehren. Sie ignorierten alle Drohungen des Elefanten. Die Waisen gingen zum Luzernenheufr\u00fchst\u00fcck, nachdem sie herausgekommen waren. Laragai nahm ein H\u00e4ufchen Luzernenheu und ging damit zu einem Felsen, wo sie gleichzeitig fressen und sich kratzen konnte. Kurze Zeit sp\u00e4ter schlossen sich Madiba und Zurura den Waisen an. Als die Waisen ihr Luzernenheu fertig gefressen hatten, kollerte Mutara und gab das Zeichen zum Aufbruch. Die Waisen machten sich zum Grasen im Kone-Gebiet breit, wo Suguta zusammen mit Turkwel und Kanjoro mit Mutara graste. Orwa kratzte sein Ohr an einem Baum. Um 8 Uhr brachte Wendi ihr Baby zu den Stallungen, und ihre Leibwache war auch dabei.<br \/>\nZur Schlammbadzeit schlossen sich den Waisen 40 wilde Bullen und 30 Ex-Waisen an. Bei so vielen Elefanten f\u00fchlten sich die Waisen unwohl und gingen stattdessen zum Staubbad. Nur Sities und Mutara hingen hinterher, weil sie noch Wendis Baby hallo sagen wollten. Sie gaben sich alle M\u00fche, an das Baby heranzukommen, doch die Leibw\u00e4chter standen zu dicht und so hatten sie keine Chance. Sie brachen unverrichteter Dinge auf und hofften, dass sie an einem anderen Tag Gelegenheit bekommen w\u00fcrden, Zeit mit Wiva zu verbringen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11920156220-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ein wilder Elefant versucht, den B\u00fcffeln den Weg zu versperren<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 16. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nMakiretis und Chaimus Gruppen, die sich vereint haben, meldeten sich fr\u00fch am Morgen an den Stallungen, noch bevor die Waisen herauskamen. W\u00e4hrend sie auf die Kleinen warteten, vertrieben sich Ishanga und Chaimu die Zeit damit, sich an den Felsen zu kratzen. Als sich die Tore \u00f6ffneten, eilte Kilabasi hinein, um die Waisen zu begr\u00fc\u00dfen. Orwa spielte dann mit Kilabasi und forderte sp\u00e4ter Kasigau zu einem Kr\u00e4ftemessen heraus. Sities, Lemoyian und Kithaka kratzten sich eine Weile an den Felsen, w\u00e4hrend ihre Freunde Luzernenheu fra\u00dfen. Eine Stunde sp\u00e4ter brachen die halbunabh\u00e4ngigen Waisen auf, w\u00e4hrend die J\u00fcngeren zum Grasen zum Kalovoto-Gebiet gingen. Sobald die Waisen aufgebrochen waren, tauchten die Ex-Waisen mit Wendi und Baby Wiva zum Saufen an den Stallungen auf. Bei ihnen waren noch 20 wilde Bullen. Seit Wendi ihr Kind geboren hat, zeigen die Ex-Waisen ihren Zusammenhalt, indem sie alle gemeinsam vorbeikommen. Nur die halbunabh\u00e4ngigen Waisen haben das Baby noch nicht getroffen. Es wird interessant zu sehen, wie sie reagieren, wenn sie Wiva schlie\u00dflich kennenlernen.<br \/>\nDrau\u00dfen im Busch forderte Kithaka Vuria zu einem Ringkampf heraus. Kithaka verlor und versuchte sein Gl\u00fcck danach mit dem sto\u00dfzahnlosen Bomani. Zu seiner \u00dcberraschung besiegte auch Bomani ihn ohne Probleme.<br \/>\nZur Schlammbadzeit hatten die Waisen das ganze Gel\u00e4nde f\u00fcr sich. Kithaka ging als erster ins Wasserloch, gefolgt von Teleki und Vuria. Shukuru schuffelte sich eine Weile an Kainuk, doch das schien ihr nicht zu gen\u00fcgen, denn sie ging dann auch noch zu einem Baum, an dem sie ihr Ohr kratzte. Sities und ihr Freund Garzi rollten sich zu zweit auf dem Boden herum, w\u00e4hrend Teleki versuchte, Vuria den Weg aus dem Schlammbad zu versperren. Es war am Nachmittag sehr hei\u00df, sodass sich Shukuru und Kainuk unter einem Baum entspannten, w\u00e4hrend Barsilinga und Lemoyian sich unter einem anderen Baum vor der Sonne versteckten.<br \/>\nAm Abend meldete sich Wendi mit dem gesamten Anhang wieder an den Stallungen. Sie brachen kurz vor Einbruch der Dunkelheit wieder auf.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/111020154343-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kilabasi und Kasigau am fr\u00fchen Morgen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 17. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nMadiba und Tomboi waren an den Stallungen, bevor die Waisen herausgelassen wurden. Narok und Kithaka kratzten sich eine Weile an den Felsen, und kurz darauf meldeten sich die Ex-Waisen an. Die Waisen begannen aufzubrechen, um dem Wettbewerb um das Luzernenheu mit den \u00e4lteren Elefanten aus dem Weg zu gehen. Bevor sie gingen, lernte Teleki noch ein paar Techniken von Buchuma, als er ihn in ein Kr\u00e4ftemessen verwickelte. Auf dem Weg zu den Weidegr\u00fcnden forderte Orwa Kainuk heraus, verlor aber. Vuria schnupperte aus der Entfernung an Wiva, wollte aber nicht zu nahe herangehen, weil er Angst hatte, von ihrer Mutter bestraft zu werden. Barsilinga kam an einem umgest\u00fcrzten Baum vorbei, an dem er seinen Bauch kratzte. Es war bew\u00f6lkt, und die Waisen besch\u00e4ftigten sich ausschlie\u00dflich mit Grasen.<br \/>\nZur Schlammbadzeit w\u00e4lzten sich drei Warzenschweine im Matsch, und kaum hatten sie Vuria mit seinen aufgestellten Ohren gesehen, rannten sie davon, um nicht verjagt zu werden. Nachdem Orwa und Kanjoro Wasser gesoffen hatten, forderten sie sich gegenseitig zu einem Ringkampf heraus. Ihr Spiel dauerte eine Weile, bis Orwa sich ergab. Bevor sie zu den Weidegr\u00fcnden zur\u00fcckkehrten, staubbadeten die Waisen noch eine Weile. Teleki nutzte aus, dass Kainuk sich herumrollte; er kratzte seinen Hintern an ihr, h\u00f6rte aber auf, als Kainuk sich laut br\u00fcllend beschwerte. Barsilinga rangelte mit Garzi, ergab sich aber, als Garzi sich als viel st\u00e4rker erwies, obwohl er kleiner ist. Die Waisen lie\u00dfen sich im Kanziku-Gebiet zum Grasen nieder. Nachmittag und Abend verliefen ruhig, und keine wilden Elefanten oder Ex-Waisen tauchten an den Stallungen auf.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/111020154954-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tomboi und Madiba fr\u00fch am Morgen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 18. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nZwei wilde Bullen soffen Wasser an den Stallungen, als die Waisen das Luzernenheu fra\u00dfen. Suguta, Laragai, Shukuru und Mutara gingen zur Tr\u00e4nke und schlossen sich den Bullen an. Kithaka, Narok und Bongo kratzten sich an den Felsen, w\u00e4hrend Kainuk sich lieber auf dem Boden herumrollte. Nachdem sie genug gesoffen hatten, gab Kanjoro den Weg zu den Weidegr\u00fcnden vor. Teleki forderte Suguta zu einem Kr\u00e4ftemessen auf, doch er wurde besiegt, als Suguta ihn heftig schubste. Sities wollte auch mit Suguta spielen, doch sie z\u00f6gerte, aus Angst, genauso geschubst zu werden wie Teleki. Sie drohte trompetend und rannte um Suguta herum. Suguta stellte ihre Ohren auf und warnte Sities vor den Konsequenzen, sollte sie ihr zu nahe kommen.<br \/>\nBeim Schlammbad soffen vier wilde Bullen aus der Tr\u00e4nke. Die meisten Waisen waren z\u00f6gerlich, doch Kanjoro ging direkt zu den Bullen hin\u00fcber und soff Wasser mit ihnen. Die Bullen zogen sich ein paar Schritte zur\u00fcck, als sie sahen, wie selbstbewusst Kanjoro auf sie zulief, als w\u00e4re er der dominante Bulle in der Gegend. Sie erwarteten von diesem kleinen Elefanten etwas Zur\u00fcckhaltung und dass er um Erlaubnis fragen w\u00fcrde, bevor er zu ihnen sto\u00dfen d\u00fcrfte. Kanjoro lie\u00df sich aber von ihrer Gr\u00f6\u00dfe nicht beeindrucken und ging zum Wasser. Es war, als wollte er ihnen zeigen, dass das ihr Wasser ist, weil sie die Waisen sind. Die Anderen schlossen sich dann Kanjoro beim Saufen an. Danach brachte Mutara die Waisen bei einem kurzen Staubbad vorbei. Am Nachmittag grasten sie an der Westseite des Ithumba-Bergs. Es war noch immer hei\u00df, und vereinzelte Regenwolken hingen am Himmel, doch es kam kein Regen. Am Abend f\u00fchrte Kithaka die Waisen zu den Stallungen zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1110201541316-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen schlie\u00dfen sich zwei wilden Bullen beim Saufen an<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 19. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nDie Ex-Waisen kamen in Begleitung von ein paar wilden Elefanten zu den Stallungen, bevor die Waisen herausgelassen wurden. Wiva kann jetzt ordentlich laufen und mit ihrer Mutter Schritt halten. Als sich die Tore f\u00fcr die Waisen \u00f6ffneten, gingen Ishanga, Chyulu und Napasha hinein, um herauszufinden, ob es noch Reste zum Fressen gab. Als die Waisen drau\u00dfen waren, gingen Sities, Narok und Laragai dichter an Wiva heran und begannen, an ihr zu schnuppern. Wiva stand direkt zwischen Wendi und Kinna, und so kamen sie nicht direkt an sie heran. Vier Wildhunde kamen auf der Suche nach Wasser aus \u00f6stlicher Richtung heran, doch Rapsu und Buchuma verjagten sie.<br \/>\nAls sie im Busch waren, begann Barsilinga die Tagesaktivit\u00e4ten damit, Vuria zu einem Kr\u00e4ftemessen herauszufordern. Barsilinga ergab sich aber kurz darauf. Narok spielte kurz mit Orwa, bevor sie grasten. Chyulu, die Lemoyian zu den Weidegr\u00fcnden eskortiert hatte, beobachtete ihn eine Weile dabei, wie er sein Ohr an einem Felsen kratzte. Danach kehrte sie zu ihren Freunden zur\u00fcck. Bomani hatte einen Streit mit Kithaka, den sie durch eine Rangelei l\u00f6sten. Lemoyian kam an ein paar leckeren Pflanzen vorbei, die er mit seinem R\u00fcssel nicht pfl\u00fccken konnte; also ging er auf die Knie und rupfte sie mit seinem Mund ab.<br \/>\nZur Schlammbadzeit schlossen sich den Waisen die Ex-Waisen und 15 wilde Bullen an. Vuria und Shukuru entspannten sich unter einem Baum mit viel Schatten, statt zu baden. Nach dem Schlammbad hob Teleki einen gro\u00dfen Stock auf, mit dem er seine Brust kratzte. Sp\u00e4ter forderte er Ololoo zu einem Kr\u00e4ftemessen heraus, w\u00e4hrend Barsilinga mit Bomani und Narok mit Zurura spielte. Am Nachmittag grasten die Waisen dann im Kanziku-Gebiet, und am Abend forderte Teleki Vuria zum letzten Ringkampf des Tages heraus.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1110201541813-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Wendi und Wiva<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 20. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nMakireti, Kasigau und Kilabasi waren fr\u00fch am Morgen an den Stallungen. Nachdem die Waisen herausgelassen wurden, schlossen sie sich ihnen an. Die Ex-Waisen kamen von Osten heran, und als Sities sie sah, rannte sie trompetend zu ihnen, um Wiva zu treffen. Sities begleitete Wiva dann nach oben, wo Kilabasi dazukam. Wendi war einverstanden und erlaubte ihnen, ihr Baby zu eskortieren. Als die Waisen zum Grasen aufbrachen, hingen Sities und Mutara hinterher, da sie noch mehr Zeit mit Wiva verbringen wollten. Die Keeper riefen immer wieder nach ihnen und schlie\u00dflich h\u00f6rten sie auf sie und folgten ihren Freunden.<br \/>\nDrau\u00dfen im Busch forderte Orwa Suguta zu einem Kr\u00e4ftemessen heraus, w\u00e4hrend Barsilinga sich an Bomani versuchte. Sp\u00e4ter graste Barsilinga mit Bongo, und Bongo streckte immer wieder seinen R\u00fcssel zu Barsilinga aus, um ein paar Bl\u00e4tter aus dessen Mund zu stibitzen. Als es Barsilinga zuviel wurde, ging er fort und graste weiter weg von Bongo.<br \/>\nDie Ex-Waisen und 14 wilde Elefanten tauchten noch vor den Waisen am Schlammloch auf. Eine wilde Kuh k\u00fcmmerte sich um Wiva. Die wilde Familie schien gro\u00dfen Respekt bei den Ex-Waisen zu genie\u00dfen, denn sie war die Einzige, die Wendi begleitete, w\u00e4hrend die Anderen in einigem Abstand folgten. Kanjoro umschlang zur Begr\u00fc\u00dfung seinen R\u00fcssel mit dem von Makena, w\u00e4hrend Ololoo versuchte, auf Barsilinga zu klettern. Kithaka, der kein Gedr\u00e4ngel mag, ging ein St\u00fcck weg und kratzte sich an ein paar B\u00e4umen, w\u00e4hrend er darauf wartete, dass es zur\u00fcck zum Grasen ging. Suguta spielte eine Weile mit Ithumbah. Eine Stunde sp\u00e4ter trennten sich die Wege der beiden Gruppen wieder. Die Waisen grasten im Kanziku-Gebiet, w\u00e4hrend die Ex-Waisen in Richtung der Stallungen aufbrachen. Sie kamen am Abend zum Saufen dort vorbei und gingen dann in unbekannte Richtung weiter.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1110201542653-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sities, Wiva und Wendi<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 21. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nHeute Morgen waren 16 wilde Bullen an den Stallungen, und kurz darauf kamen Mulikas, Yattas und Lualenis Gruppen an. Chyulu und Lenana gingen schnurstracks ins Gehege und holten Lemoyian ab. Die Waisen blieben nicht lang an den Stallungen, da die \u00e4lteren Elefanten sie beim Fr\u00fchst\u00fcck st\u00f6rten. Chyulu eskortierte die Waisen bis ungef\u00e4hr 700 Meter hinter die Stallungen und kehrte dann zu ihren Freunden zur\u00fcck. Im Busch spielte Suguta eine Weile mit Orwa. Kainuk kam an einem trockenen, umgest\u00fcrzten Baum vorbei und kratzte ihren Bauch daran, w\u00e4hrend Shukuru sich einstaubte.<br \/>\nUm 11 Uhr war es sehr hei\u00df, und Kithaka f\u00fchrte die erste Gruppe auf dem Weg zum Schlammbad an. Obwohl die Sonne brannte, nahmen nur Bongo, Kithaka, Laragai und Teleki am Bad teil, der Rest staubte sich stattdessen ein. Der Nachmittag war ruhig, und die Waisen wechselten von einem schattigen Baum zum n\u00e4chsten, w\u00e4hrend sie grasten. Am Abend meldeten sich 14 wilde Elefanten zum Saufen an den Stallungen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/111020154321-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Chyulu und Lemoyian<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 22. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nDer Himmel war wolkenlos, als die Waisen die Gehege verlie\u00dfen. Lemoyian war der Erste, der herauskam, gefolgt von Narok. Als die Waisen auf das Luzernenheu warteten, kratzten Narok und Lemoyian ihre Hintern an den Felsen, w\u00e4hrend Kanjoro und Teleki ihre R\u00fcssel zur Begr\u00fc\u00dfung umschlagen. Zw\u00f6lf wilde Bullen meldeten sich zum Saufen und brachen direkt danach wieder auf. Beim Grasen schloss sich Kainuk mit Garzi und Lemoyian zusammen. Es war wieder ein hei\u00dfer Tag, und die Waisen grasten ruhig bis zur Schlammbadzeit. Barsilinga brachte die erste Gruppe zum Schlammbad. Zwei wilde Bullen schlossen sich den Waisen beim Baden an und brachen danach wieder auf. Shukuru und Orwa kratzten sich am selben Baum, w\u00e4hrend Suguta und Laragai staubbadeten. Am Nachmittag war es noch immer hei\u00df, und die Waisen versammelten sich unter einem Baum, um auf Abk\u00fchlung zu warten. Garzi und Bomani rangelten einige Zeit, doch es konnte kein Sieger ermittelt werden.<br \/>\nAm Abend kamen die Ex-Waisen zusammen mit drei wilden Bullen an der Wassertr\u00e4nke bei den Stallungen vorbei und brachen wieder auf, nachdem sie genug gesoffen hatten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/111020154365-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Narok und Lemoyian<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 23. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nChaimu, Kilaguni, Rapsu und Ishanga waren in Begleitung von 15 wilden Elefanten fr\u00fch am Morgen an den Stallungen. Sobald die Waisen drau\u00dfen waren, schlossen sich die Ex-Waisen ihnen an. Als es Zeit war aufzubrechen, kollerte Mutara und gab den Waisen so das Signal zum Abmarsch.<br \/>\nIn den Weidegr\u00fcnden forderte Garzi Bongo zum Kr\u00e4ftemessen heraus, verlor aber nach wenigen Minuten. Garzi versuchte sich dann an Barsilinga, der sein Spielkamerad geworden ist. Die zwei rauften eine ganze Weile und brachten auch die anderen Waisen in Spielstimmung. Suguta forderte Mutara heraus, w\u00e4hrend Teleki sich mit Sities anlegte. Sp\u00e4ter spielte Barsilinga mit Bomani. Im weiteren Verlauf des Tages hatten Kainuk und Orwa, die dicht beieinander grasten, eine Meinungsverschiedenheit. Nachdem sie sich nicht einigen konnten, begannen sie einen Kampf.<br \/>\nZur Schlammbadzeit schaute Rapsu bei den Waisen vorbei. Er \u00fcberwachte das Schlammbad und geleitete die Waisen danach zum Staubbad. Kurz darauf verschwand er in unbekannte Richtung, w\u00e4hrend Kanjoro die Waisen zum Kanziku-Gebiet f\u00fchrte, wo sie sich zum Grasen niederlie\u00dfen. Sie hatten einen ruhigen Nachmittag und grasten ohne besondere Vorkommnisse.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/111020155326-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kilaguni mit einem wilden Elefanten<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 24. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nHeute Morgen waren die halbunabh\u00e4ngigen Waisen und 17 wilde Elefanten an den Stallungen. Als die Waisen aus den Gehegen kamen, verwickelte Kibo Orwa in ein Kr\u00e4ftemessen, w\u00e4hrend Suguta mit Olare spielte. Danach brachen beide Gruppen, die Waisen und die halbunabh\u00e4ngigen Waisen, zusammen zum Grasen auf und gingen daf\u00fcr zum Kalovoto-Gebiet. Bomani verbrachte einige Zeit damit, mit Barsilinga zu spielen, doch Kandecha beendete das Spiel, indem er beide wegschubste. Chemi Chemi lud Bongo zu einem Ringkampf ein, indem er seinen R\u00fcssel auf Bongos Kopf legte, doch Bongo war z\u00f6gerlich.<br \/>\nUm 11 Uhr ging Kithaka voran zum Schlammbad, doch die halbunabh\u00e4ngige Gruppe hing hinterher und meldete sich erst am Schlammbad, als die Waisen schon wieder aufbrachen. Am Nachmittag grasten die Waisen dann im Kanziku-Gebiet. Kainuk schloss sich mit Lemoyian, Barsilinga und Kithaka zusammen. Bongo und Kanjoro grasten weit entfernt von ihren Freunden. Kurz vor 17 Uhr forderte Teleki Turkwel zu einem Ringkampf auf. Das Spiel dauerte allerdings nicht lange, weil Teleki aufgab und sich zu den Stallungen aufmachte. Der Rest der Herde folgte ihm.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1110201551250-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Orwa und Kandecha<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 25. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein heller Morgen, und als wir erwachten, fanden wir eine gro\u00dfe Gruppe wilder Elefanten vor, die auf das Wasser wartete. Der Zufluss wurde ge\u00f6ffnet, und das Wasser str\u00f6mte in die Tr\u00e4nken, sodass sie saufen konnten. Die Waisen kamen langsam aus ihren Gehegen, um die wilden Elefanten nicht zu st\u00f6ren. Sie fra\u00dfen ihr Luzernenheu und soffen erst, als die wilde Gruppe fertig war. Danach gingen sie mit ihren Keepern in den Busch. Sities und Narok spielten miteinander, w\u00e4hrend Orwa versuchte, Kithaka zu besteigen. Suguta war auch sehr aktiv und rannte hin und her. Die Waisen erschraken, als sie vier Wildhunde sahen und begannen, trompetend herumzurennen. Nachdem sie sich wieder beruhigt und ein wenig gegrast hatten, ging es zum Schlammbad.<br \/>\nDie Keeper und die Waisen kamen am Schlammbad an, als ein LKW gerade Wasser zum Auff\u00fcllen brachte. Bei unserer Ankunft sahen wir etwas schreckliches: ein totes Elefantenbullkalb war bis auf den R\u00fccken komplett im Schlamm versunken. Wir rannten hin, um zu helfen, doch es war bereits tot. Scheinbar war es gestern abend dort stecken geblieben, und ein anderer Elefant war auf ihn gefallen, sodass er v\u00f6llig feststeckte. Es war sehr traurig, und die Waisen mieden die Stelle. Wir hievten ihn heraus, aber es war nichts mehr zu machen.<br \/>\nBongo, Kithaka, Vuria, Laragai, Bomani, Sities und Barsilinga spielten im Schlammloch, doch die anderen Waisen blieben drau\u00dfen. Sp\u00e4ter hatten sie ein Staubbad und kehrten dann zum Grasen in den Busch zur\u00fcck. Auf dem R\u00fcckweg zu den Stallungen trafen sie auf Wendis Herde mit Baby Wiva. Bei ihnen waren noch Mulika und Yatta mit ihren Babys Mwende und Yetu. Sie soffen Wasser und brachen dann wieder auf. Sp\u00e4ter am Abend kamen auch noch zehn wilde Bullen zum Saufen vorbei. Mutara f\u00fchrte die Waisen am Abend nach Hause zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1110201551645-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Wilde Elefanten an den Stallungen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 26. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nDer Himmel war blau und es war kein Regen in Sicht. Zehn wilde Bullen soffen am Morgen an der Tr\u00e4nke. Die Waisen fra\u00dfen Luzernenheu, nachdem sie aus den Gehegen gekommen waren, und kurz darauf kam der einsame Wanderer Rapsu und schloss sich den Waisen beim Fr\u00fchst\u00fcck an. Mutara kratzte sich eine Weile den Hintern an den Felsen, w\u00e4hrend sie darauf wartete, dass ihre Freunde mit dem Fr\u00fchst\u00fcck fertig wurden. Als die Waisen sich zum Aufbruch bereit machten, kamen Makireti, Kasigau und Kilabasi an. Makireti sch\u00fcttelte zur Begr\u00fc\u00dfung Shukuru den R\u00fcssel. Mutara f\u00fchrte die Waisen dann zu den Weidegr\u00fcnden und die Anderen folgten ihr. Garzi war stolz, dass er mit Kasigau zusammen laufen konnte, w\u00e4hrend Shukuru unterwegs anhielt, um ein Staubbad zu nehmen. Kurz nachdem die Waisen in den Weidegr\u00fcnden angekommen waren, forderte Orwa Sities zu einem Kr\u00e4ftemessen heraus, das ein paar Minuten dauerte. Sp\u00e4ter verwickelte Orwa Kasigau in einen Ringkampf, den er aber verlor. Sities graste die meiste Zeit mit Kilabasi.<br \/>\nZur Schlammbadzeit w\u00e4lzten sich die Waisen, mit Ausnahme von Bomani, der unter einem Baum stand und mit einem Felsen spielte, indem er mit seinen Hinterbeinen dagegen trat. Am Nachmittag grasten die Waisen dann im Kanziku-Gebiet. Es war wieder sehr hei\u00df, und das machte es schwer f\u00fcr die Waisen, sich aufs Grasen zu konzentrieren. Sie sammelten sich unter B\u00e4umen, die guten Schatten boten und hielten Siesta, bis es wieder k\u00fchler wurde. Am Abend meldeten sich die beiden Ex-Waisen-Gruppen, deren Mitglieder alle aus Tsavo West gerettet wurden, zum Saufen an den Stallungen. Dabei waren Chaimu, Kilaguni, Ishanga, Makireti, Kasigau und Kilabasi. Chaimu spielte eine Weile mit Kasigau, ehe sie alle wieder im Busch verschwanden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1110201551958-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Rapsu frisst mit den Waisen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 27. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nDie Ex-Waisen und einige wilde Bullen kamen gegen Mitternacht bei den Stallungen an und legten sich zum Schlafen hin. Die Herde erwachte kurz vor 6 Uhr und war durstig. Die Waisen schlossen sich ihnen an, sobald sie drau\u00dfen waren. Kitirua spielte eine Weile mit Lenana. Wiva versuchte, von Kinna zu s\u00e4ugen, als Wendi in der N\u00e4he stand. Wendi gefiel das gar nicht, und sie versuchte, ihren R\u00fcssel auszustrecken und Wiva zu sich zu ziehen. Kinna weigerte sich aber, das Baby gehen zu lassen. Als Wiva aber von Kinna keine Milch bekam, ging sie von allein zu ihrer Mutter. Orwa forderte Kibo zu einem Kr\u00e4ftemessen heraus, das endete, als Kandecha hinter Orwa entlang lief und versuchte, ihn zu besteigen. Nachdem dieses Duell beendet worden war, spielte Orwa mit Kainuk. Suguta vergn\u00fcgte sich eine Weile mit ihrer halbunabh\u00e4ngigen Gruppe. Sie standen eine Weile um sie herum, als ob sie sie fragten, wie lange sie denn noch in den Gehegen schlafen will. Suguta versprach ihnen, dass sie sich ihnen bald wieder anschlie\u00dfen w\u00fcrde. Nachdem sie mit der Antwort zufrieden war, f\u00fchrte Olare die halbunabh\u00e4ngigen Waisen davon. Sities half Sidai dabei, Wiva zu bewachen, w\u00e4hrend Chyulu nahe bei Lemoyian blieb. Als es Zeit f\u00fcr den Aufbruch war, ging Chyulu noch 200 Meter mit Lemoyian mit, ehe sie zu ihren Freunden zur\u00fcckkehrte. Es wurde kurz dramatisch, als die Ex-Waisen sich bei einem wilden Bullen beschwerten, der versucht hatte, Wiva zu treten. Wiva schrie auf, und alle Ex-Waisen rannten zu ihr, um ihr beizustehen. Der wilde Bulle ging unbeeindruckt davon.<br \/>\nGegen 9 Uhr wurde es hei\u00df, und Kainuk und Mutara ruhten sich unter einem Baum aus. Zur Schlammbadzeit steckten Laragai und Teleki ihre R\u00fcssel in den Mund, nachdem sie ihre Milch getrunken hatten. Barsilinga und Garzi hatten einen Streit, den sie wie \u00fcblich mit einer Rauferei kl\u00e4rten. Vuria nutzte aus, dass Teleki sich im Schlamm herumrollte, um auf ihm herumzuklettern. Lemoyian und Kainuk standen gem\u00fctlich unter einer Akazie und sahen zu, wie ihre Freunde sich im Matsch w\u00e4lzten. Kurz nachdem die Waisen zu den Weidegr\u00fcnden zur\u00fcckgekehrt waren, kamen zwei wilde Bullen zum Saufen vorbei. Am Nachmittag grasten die Waisen im Gebiet des oberen Kalovoto, und obwohl es hei\u00df war, verlief alles ruhig und ohne gr\u00f6\u00dfere St\u00f6rungen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1110201552818-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Wiva versucht, an Kinna zu nuckeln<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 28. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nVier wilde Bullen soffen an den Stallungen Wasser, als Lemoyian die Waisen aus den Gehegen f\u00fchrte. Kithaka und Barsilinga kratzten sich eine Weile an den Felsen, ehe Mutara den Weg hinaus in den Busch vorgab. Suguta fand einen abgestorbenen Baum auf dem Weg und versuchte, ihn wegzuschieben. Er war aber so riesig, dass sie ihn nicht bewegen konnte. Als sie in den Weidegr\u00fcnden ankamen, spielte Garzi mit Barsilinga, doch das Spiel endete, als Garzi auf Barsilinga klettern wollte. Orwa forderte Sities zu einem Kr\u00e4ftemessen heraus, das unentschieden endete.<br \/>\nBeim Schlammbad nuckelte Shukuru an ihrem R\u00fcssel, nachdem sie ihre Milch getrunken hatte. Kanjoro und Orwa hatten ein kurzes Kr\u00e4ftemessen, bevor sie in den Schlamm gingen. Vier wilde Bullen tauchten auf und wollten Wasser saufen. Garzi, der sich gerade unter einer Akazie entspannte, ging zur Tr\u00e4nke hin\u00fcber und streckte ihnen seinen R\u00fcssel entgegen, um sich mit ihnen zu unterhalten. Dann drehte er sich um und ging davon.<br \/>\nZur\u00fcck beim Grasen mussten sich die Waisen mit der noch immer trockenen Vegetation zufrieden geben, da es nichts anderes gab. Alle hoffen, dass es bald regnen wird, da es jetzt durchgehend sehr hei\u00df und trocken ist. Da sich schon gelegentlich Regenwolken gezeigt haben, ist die Regenzeit hoffentlich nicht mehr sehr weit weg. Dann m\u00fcssten die Waisen nicht mehr ganz so weit laufen, um genug Futter zu finden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1110201553113-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Vier wilde Bullen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 29. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nDie halbunabh\u00e4ngigen Waisen, begleitet von zwei wilden Bullen, tummelten sich am Morgen an den Stallungen. Orwa war gut besch\u00e4ftigt; sobald er aus dem Gehege kam, versuchte er, die meisten der \u00e4lteren Elefanten herauszufordern. Er begann mit Kibo, und nachdem er gegen ihn verloren hatte, spielte er mit Naisula, dann mit Murka. Auf dem Weg zu den Weidegr\u00fcnden kamen Sities, Kainuk und Kithaka an einem umgest\u00fcrzten Baumstamm vorbei, an dem sie ihre B\u00e4uche kratzten. Der Himmel war teilweise bew\u00f6lkt, doch es war hei\u00df. Die Waisen besch\u00e4ftigten sich ausschlie\u00dflich mit Grasen, bis es 11 Uhr war und Kithaka die erste Gruppe zum Schlammloch f\u00fchrte. Nach dem Schlammbad stand Vuria am Ufer und wartete auf Bongo, der besonders lange brauchte, um wieder aus dem Wasser zu kommen. Einmal versuchte Vuria sogar, auf Bongo zu klettern, w\u00e4hrend dieser noch im Wasser war. Damit wollte er ihn heraus locken, doch stattdessen ging Bongo nur weiter hinein. Vuria war w\u00fctend, sch\u00fcttelte nur den Kopf und ging davon. Laragai und Garzi staubbadeten eine Weile, ehe sie ihren Kollegen zur\u00fcck zum Grasen folgten. Die Waisen hatten einen ruhigen Nachmittag. Sie wanderten weit umher, um besseres Futter zu finden. Wenn sie das nicht tun w\u00fcrden, m\u00fcssten sie am Abend zu den Stallungen zur\u00fcckkehren, ohne genug gefressen zu haben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/111020155442-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Orwa spielt mit Murka<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 30. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nDas Gel\u00e4nde an den Stallungen war am fr\u00fchen Morgen mit Elefanten \u00fcberflutet. Sowohl wilde Elefanten als auch die Ex-Waisen mit Wendi und Wiva waren dabei. Als die Waisen drau\u00dfen waren, begr\u00fc\u00dften Sities und Mutara die kleine Wiva. Als es Zeit f\u00fcr den Aufbruch war, entkam Mutara den Keepern und machte kehrt, um noch etwas Zeit mit Wiva zu verbringen. Einmal versuchte sie sogar, Wiva ihre Br\u00fcste anzubieten, doch Wiva nuckelte da schon an ihrer Mutter. Sp\u00e4ter entdeckten die Keeper, dass Mutara fehlte und kamen zu den Stallungen zur\u00fcck, um sie abzuholen. Teleki, Kithaka und Barsilinga ruhten sich unter einem Baum aus, als es ihnen zu hei\u00df wurde. Ab und zu steckte Teleki seinen R\u00fcssel in Barsilingas Mund.<br \/>\nZur Schlammbadzeit war es noch immer hei\u00df, und alle Waisen nahmen am Bad teil. Kurz darauf schlossen sich der wilde Bulle Half Trunk und Zurura den Waisen an. Nach dem W\u00e4lzen nutzten Kithaka, Lemoyian, Narok, Zurura und Vuria verschiedene B\u00e4ume, um sich zu kratzen, w\u00e4hrend Orwa, Laragai und Turkwel staubbadeten. Am Nachmittag grasten die Waisen im Kanziku-Gebiet. Kanjoro schloss sich beim Grasen mit Bongo zusammen, w\u00e4hrend Sities dicht bei ihrem Freund Garzi blieb. Kithaka graste mit Barsilinga und Lemoyian, w\u00e4hrend alle anderen sich weitr\u00e4umig verteilten. Am Abend waren Regenwolken zu sehen, doch wir warten noch immer auf den Regen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1110201554729-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mwende, Mulikas Baby, und Wiva<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 31. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nDie halbunabh\u00e4ngigen Waisen, die gerade von Olare angef\u00fchrt werden, waren am Morgen an den Stallungen. Sobald die Tore f\u00fcr die Kleinen offen waren, gingen Kalama und Tumaren hinein, um zu sehen, ob es noch Futterreste gab. Die anderen aus ihrer Gruppe schlossen sich den Waisen beim Luzernenheufr\u00fchst\u00fcck an. Danach f\u00fchrte Mutara ihre Herde fort und lie\u00df die halbunabh\u00e4ngigen Waisen an den Stallungen zur\u00fcck. Im Busch angekommen konzentrierten sich die Waisen nur aufs Grasen. Gegen 9 Uhr wurde es sehr hei\u00df, was die Waisen dazu veranlasste, unter einem schattigen Baum Schutz zu suchen. Einmal sogen Kanjoro, Barsilinga, Bomani und Lemoyian Wasser aus ihren B\u00e4uchen und spitzten es sich hinter die Ohren.<br \/>\nMittags nahmen alle Waisen am Schlammbad teil. Als die Waisen das Bad langsam beendeten, entdeckte Kainuk drei Warzenschweine, die sich dem Schlammloch n\u00e4herten. Die Warzenschweine sahen so aus als w\u00fcssten sie, dass es sehr schwer werden w\u00fcrde, in den Schlamm zu kommen, solange die Waisen dort sind. Sie hielten an, um die Situation zu analysieren. Kainuk lie\u00df ihnen aber keine Gelegenheit, sondern rannte trompetend auf sie zu und jagte sie in den Busch zur\u00fcck. Die Warzenschweine rannten so schnell sie konnten, und als sie au\u00dfer Sichtweite waren, kehrte Kainuk zufrieden zu ihren Kollegen zur\u00fcck und freute sich, dass sie die Warzenschweine ganz allein verscheucht hatte. Am Nachmittag kratzte sich Orwa an einem umgest\u00fcrzten Baum, w\u00e4hrend Vuria mit Kithaka zusammen graste. Gegen Abend entkamen Mutara, Kanjoro, Kithaka, Lemoyian, Turkwel, Bongo und Barsilinga den Keepern und kehrten schon vor der \u00fcblichen Zeit zu den Stallungen zur\u00fcck. Die Tore waren aber noch geschlossen, und so entspannten sie sich an den Tr\u00e4nken und spritzten sich Wasser hinter die Ohren, bevor sie zur\u00fcck zu ihren Freunden gingen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1110201555415-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Naisula frisst Luzernenheu<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/ithumba-oktober-2015\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Donnerstag, 1. Oktober 2015 Der Himmel war wolkenlos, als die Waisen heute l\u00e4ssig aus ihren Gehegen schlenderten. Angef\u00fchrt wurden sie von Narok, die als erste hinausging. Als sie sich zum Luzernenheufr\u00fchst\u00fcck begaben, bediente sich eine Gruppe wilder Elefanten an der Tr\u00e4nke. Heute taten die Waisen scheinbar alles paarweise. 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