{"id":7337,"date":"2015-12-07T13:13:22","date_gmt":"2015-12-07T12:13:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=7337"},"modified":"2015-12-07T13:13:22","modified_gmt":"2015-12-07T12:13:22","slug":"umani-springs-oktober-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/umani-springs-oktober-2015\/","title":{"rendered":"Umani Springs Oktober 2015"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 1. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nEin guter Tag begann damit, dass alle Waisen am Morgen fr\u00f6hlich aussahen. Sonje ging zu dem gro\u00dfen Lavafelsen, der inzwischen glattgeschliffen ist und den sie als Kratzfelsen benutzen und versuchte, einige der an ihrem K\u00f6rper h\u00e4ngenden Zecken zu entfernen. Wir bespr\u00fchen die Waisen regelm\u00e4\u00dfig, doch sie wissen sich auch selbst zu helfen.<br \/>\nEgal wo die Waisen heute hinliefen, Lima Lima ging immer wieder mal hier- und mal dorthin, erkundete den Wald, orientierte sich und fand die Ger\u00fcche von all denen heraus, die bereits vor ihr da gewesen waren. Sie ist ein sehr aufmerksames und cleveres M\u00e4dchen. Das hei\u00dfe Wetter \u00e4nderte sich bald, und es kam langersehnter Regen. Es war nicht viel, aber genug, um den Staub von den Bl\u00e4ttern zu waschen und den Tag ertr\u00e4glich zu machen. W\u00e4hrend wir Keeper die Abk\u00fchlung genossen, wollten die Babys bei dem kalten Wetter nicht baden, sondern gingen nach ihrer Milchf\u00fctterung nur zum Haufen roter Erde und staubten sich ein.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1112201521157-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje kratzt sich am Felsen<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 2. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nNachdem alle Babys aus ihren Gehegen gekommen waren, genossen sie das \u00fcbliche Fr\u00fchst\u00fcck in Form von Luzernenheu, das sie in den trockensten Monaten zus\u00e4tzlich bekommen. Jasiri fand Sonje auf dem bereitgelegten Heu liegend vor und versuchte, sie herunterzuschubsen, doch Sonje war zu schwer. Also \u00fcberlegte er sich eine andere Taktik und versuchte, sie zu besteigen. Sein Plan ging aber nicht auf, denn Sonje schien das neue Spiel zu genie\u00dfen und lie\u00df sich davon nicht st\u00f6ren. Jasiri schnappte sich dann soviel Heu er konnte von unter ihrem dicken K\u00f6rper.<br \/>\nDie Waisen brachen dann auf und gingen sehr schnell in Richtung des Chyulu-Hills Nationalparks. Sie suchten auf den H\u00fcgeln nach etwas frischerer Vegetation. Die Keeper folgten ihnen und versuchten zu beobachten, wohin sie gingen und auch herauszufinden, welche Zweige sie in diesen neuen Gebieten am liebsten m\u00f6gen. Ngasha und Faraja kollerten den anderen Babys tief zu und unterhielten sich mit diesen sehr tiefen T\u00f6nen \u00fcber den Boden. Pl\u00f6tzlich blieben alle Babys stehen und warteten auf Murera und Sonje, die zusammen mit ihrem Ziwa hinterhertr\u00f6delten. Ngasha und Faraja hatten bemerkt, dass sie zu schnell unterwegs waren und Murera und Sonje nicht mithalten und sie einholen konnten. Sie warteten also auf die humpelnden M\u00e4dchen und den jungen Bullen Ziwa, ehe sie weitergingen. Sie genossen die Futterzeit, entspannten sich im Schatten und erkundeten neue Gebiete. Sie wussten, dass ihre Keeper zur Sicherheit immer bei ihnen sind.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1112201522144-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Jasiri klettert auf Sonje<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 3. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nJeder der Elefanten war am Vormittag darauf bedacht, sich genug in den Mund zu stopfen, obwohl ihnen in der Nacht jede Menge Gr\u00fcnfutter zur Verf\u00fcgung steht. Quanza kam an einer netten Futtergegend vorbei und alle anderen Waisen folgten ihr zu dieser besonders gr\u00fcnen Ecke. Quanza hatte sie zuerst entdeckt, doch Jasiri brachte alle anderen Babys dorthin, um mit ihr zu grasen. Sie hatte gedacht, sie k\u00f6nnte alles f\u00fcr sich allein haben und war nicht gl\u00fccklich, als die ganze Herde in ihr gr\u00fcnes Paradies eindrang. Ziwa hatte schnell genug und ging zu Murera und Sonje, die bereits zum Wasserloch aufgebrochen waren, um sauberes Trinkwasser zu saufen. Dank des Regens sprie\u00dfen ein paar frische Seerosen rund um das Wasserloch, und Lima Lima und Zongoloni genossen diese ersten Leckereien der Regenzeit sehr. Sie pfl\u00fcckten die K\u00f6pfe von den wundersch\u00f6nen Blumen und verschlangen sie. Danach griffen sie nach den Stielen und fra\u00dfen die auch noch.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1112201523253-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Quanza und Sonje suchen Futter<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 4. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nHeute war es bew\u00f6lkt und sehr feucht, und die Elefanten wollten nicht weit laufen. Es hatte in den fr\u00fchen Morgenstunden geregnet, und einige der Babys wollten zu den Gehegen zur\u00fcckkehren, doch Murera blockierte ihnen am Tor den Weg. Sie suchten den Schutz der Gehege, um nicht so viel Regen abzubekommen. Murera und Sonje waren dagegen und schoben alle zu den Toren zur\u00fcck; sie sollten losgehen und sich unter die gro\u00dfen Newtonia-B\u00e4ume stellen. Jasiri bekam einiges zu sp\u00fcren, als er dachte, er w\u00e4re der gro\u00dfe Junge unter all den Frauen. Er versuchte, mit Gewalt hineinzukommen, doch Murera und Sonje stellten sich zusammen gegen ihn. Murera benutzte ihre kr\u00e4ftigen Sto\u00dfz\u00e4hne und piekste ihn damit in den R\u00fccken, damit er in die richtige Richtung ging und sich an die Anweisungen hielt. Er f\u00fcgte sich, und sie alle taten, was die gro\u00dfen K\u00fche sagten. Sie verbrachten den Tag trotzdem in der N\u00e4he der Stallungen und grasten. Langsam sprie\u00dft \u00fcberall im Wald frisches Futter f\u00fcr sie und es wird gr\u00fcn. Das Schlammad war heute ruhig, obwohl es so warm war. Es gab wohl unterwegs schon \u00fcberall genug Schlamm, der ihren Anspr\u00fcchen gen\u00fcgte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1112201524052-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Jasiri grast<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 5. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nNachdem die Babys heute Morgen wie \u00fcblich ihr Fr\u00fchst\u00fcck gefressen hatten, schloss sich Zongoloni mit Quanza zusammen. Die freche Lima Lima blieb zur\u00fcck und wartete darauf, dass die Keeper ihnen folgten. Als Lima Lima zu den anderen Babys gehen wollte, war sie verwirrt, wo denn alle hingegangen waren, und sie rannte auf und ab, um sie zu suchen. Dabei trompetete und kollerte sie. Die anderen Elefanten h\u00f6rten sie rufen, und die Herde teilte sich in kleinere Gruppen, die im Wald herumliefen und einander suchten, da sie sich schon weit verteilt und verlaufen hatten. Die Keeper riefen sie alle beim Namen, und es dauerte eine Weile, bis sie wieder in einer Gruppe vereint waren.<br \/>\nZongoloni f\u00fchrte die Jungs zum Wasserloch, damit sie ihre Mittagsmilch bekommen konnten. Dabei trafen sie auf viele kleine Tiere wie Buschb\u00f6cke, Dikdiks und Klippspringer, die sich aus dem Staub machten, als sie das laute Trompeten der Elefanten h\u00f6rten. Faraja folgte Ziwa, der schon auf die Knie gegangen war, bereit, sich im dicken Schlamm zu w\u00e4lzen. Die zwei sprangen mit einem gen\u00fcsslichen Blick hinein in den Matsch.<br \/>\nDie verspielte Lima Lima probierte etwas anderes aus: sie stand tief im Schlammloch und wollte gerade anfangen zu baden. Sie steckte zuerst ihren R\u00fcssel tief in den Schlamm bis auf den Boden, weil sie wusste, dass dort ein paar Schildkr\u00f6ten sein mussten. Sie hatte sie gewittert und verjagte sie aus dem Wasser. Die Schildkr\u00f6ten haben aber auch dazugelernt, und sie waren nicht bereit, aus dem Wasser zu gehen. Sie gingen ihr geschickt genug aus dem Weg, um drin bleiben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1112201524647-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lima Lima im Wasser<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 6. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein sehr langer Tag des Wanderns f\u00fcr unsere Babys. Als sie am Morgen aus ihren Gehegen kamen, \u00fcbernahmen Murera und Sonje zusammen mit der forschen Lima Lima die F\u00fchrung der Babyelefanten und gingen zu den Umani-H\u00fcgeln. Dort findet man einige der gr\u00f6\u00dften H\u00fcgel des Kibwezi-Waldes, und sie kletterten hinauf und genossen das \u00fcppige Futter. Doch als sie noch h\u00f6her wollten, trafen sie auf eine B\u00fcffelherde, die ihnen den Weg blockierte, sodass niemand zwischen ihnen hindurchpasste. Als die Keeper die B\u00fcffel sahen, riefen sie sofort Sonje zur\u00fcck, die auch auf sie h\u00f6rte; sie pfiff die Babys zur\u00fcck und brachte sie stattdessen zum Schlammbad. Einige der Waisen sahen sehr m\u00fcde aus und hatten sehr verschlafene Augen, besonders Lima Lima, die nach der langen Wanderung durch die H\u00fcgel sehr ersch\u00f6pft war.<br \/>\nAls Sonje und Ziwa zum Grasland heruntergekommen waren und dort ihre Flaschen geleert hatten, drehten sie sich um und suchten nach weichem Gras zum Fressen. Sie nutzten ihre F\u00fc\u00dfe, um das Gras locker zu treten und von den Wurzeln abzutrennen. Lima Lima ging dann auf die Wiese und nahm sich die Zeit, sich auf das weiche Gras zu legen und einen Mittagsschlaf zu halten. Sie entspannte sich solange, bis Faraja kam und anfing, auf ihr herumzuklettern.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1112201525352-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje zusammen mit Ziwa im Grasland<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 7. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nSonje besch\u00e4ftigte sich heute damit, am Fu\u00df der Umani-H\u00fcgel entlangzuwandern und Murera zu folgen, die langsam ging. Murera hielt an, nachdem sie unten am Weg eine Gruppe Paviane gesehen hatte. Sie hatte viel Spa\u00df dabei, sie in alle Richtungen zu verjagen, indem sie ihre Ohren weit aufstellte und trompetete. Ihr lautes Tr\u00f6ten veranlasste die anderen Waisen, sich ihr anzuschlie\u00dfen, und daraufhin widmeten sie sich einem ihrer Lieblingsspiele, dem Pavianverscheuchen. Einige kletterten auf die B\u00e4ume und ein paar j\u00fcngere Paviane rannten schreiend davon.<br \/>\nDie Keeper versuchten, Murera in die Richtung zu schieben, in die sie gehen sollte, doch sie drehte sich um und beschwerte sich heftig. Sie h\u00f6rte nicht, und so mussten die Keeper sie in Ruhe lassen und warten, bis sie in ihrem eigenen Tempo nachgekommen war. Manchmal ist sie nicht in der richtigen Stimmung und ist dann sehr streng zu ihren menschlichen Eltern und der Herde. Von allen Waisen scheint Ziwa sie am besten zu verstehen.<br \/>\nHeute leerten die Babys ihre Flaschen schnell und leckten dann eine Weile an dem Salz, das dort speziell f\u00fcr die wilden Elefanten ausgelegt wurde. Murera steckte sich sehr gro\u00dfe St\u00fccken in den Mund ist zermalmte sie mit ihren Z\u00e4hnen. Sonje legte sich hin und gab den jungen Bullen Faraja, Jasiri und Ngasha die Gelegenheit, auf ihr herumzuklettern. Sie genoss es sehr und wollte nicht aufstehen und sie wegschubsen, da es ihr auch Spa\u00df machte. So konnte sie die Jungs lange unterhalten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1112201525621-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera verjagt die Paviane<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 8. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nZiwa wird ein sehr h\u00f6flicher, netter und freundlicher Junge. Er ist nicht wie die anderen schubsenden Jungs, die immer die ganze Nacht ihre Kr\u00e4fte in den Gehegen messen und dann morgens dreckig und vollgekleckert mit Zweigen, Rinde, Bl\u00e4ttern und Dung herauskommen. Heute ging Ziwa mit seinen Adoptivmamas Sonje und Murera zusammen zum Chyulu-Hills-Nationalpark, um Gr\u00fcnfutter zu fressen und ein paar wilde Freunde zu finden, die in der Gegend grasten. Quanza fand einen gro\u00dfen umgest\u00fcrzten Baum und kratzte ihren Kopf an der rauhen Rinde, bevor sie den Berg hinunter zum Schlammloch ging.<br \/>\nAls die Waisen sich am Schlammloch versammelt hatten und bereit waren zu saufen, stand Lima Lima am Ufer und streckte ihren R\u00fcssel in die entgegengesetzte Richtung. Sie witterte einige wilde Elefanten hinter sich, die im dichten Wald darauf warteten, dass die Waisen saufen und verschwinden w\u00fcrden, damit sie selbst saufen konnten. Sie haben sich noch immer nicht an diese seltsame Babyfamilie und ihre Keeper gew\u00f6hnt. Die wilden Elefanten warteten lange und versteckten sich, damit sie nicht gesehen werden konnten. Sie verstehen noch nicht, was f\u00fcr ein Verh\u00e4ltnis die Keeper zu den Waisen haben und wieso die Elefanten den ganzen Tag mit den Menschen herumlaufen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/111220153127-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lima Lima wittert wilde Elefanten am Pool<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 9. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nEs war einer der gesch\u00e4ftigeren Tage f\u00fcr die Waisen, als sie bis zum Kenze-H\u00fcgel gingen. Es war eine sehr lange Wanderung, verglichen mit denen an anderen Tagen, an denen sie nicht so weit laufen. Der Tag wurde sehr hei\u00df, und Ngasha verlor den Anschluss, als die Babys durch den dichtesten Busch gingen. Er konnte die anderen Waisen nur noch riechen und ihr Kollern h\u00f6ren. Als Ngasha bemerkte, dass er sich verlaufen hatte, tat er das, was er immer tut: er schrie, damit die Keeper ihn h\u00f6ren konnten. Als er die Keeper &#8222;Ngasha, Ngasha, kwata, kwata&#8220; rufen h\u00f6rte, drehte er sich um und rannte laut trompetend zu ihnen. Ein Keeper rief immer weiter, und als Ngasha bei ihnen ankam, schien er sehr m\u00fcde zu sein. Die anderen Babys kamen hinterher, und alle gingen nach der langen Wanderung zum Wasserloch, um sich von der Hitze zu erholen. Sie wedelten mit ihren Ohren, gingen zum Wasserloch, um sich zu w\u00e4lzen und hatten eine lange Mittagspause im Schlammbad. Heute waren sie alle zu m\u00fcde, um die Schildkr\u00f6ten zu jagen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11122015374-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Faraja lockert Gras<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 10. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nQuanza und Ziwa verbrachten heute etwas Zeit zusammen und grasten sch\u00f6n miteinander. Das ist nicht \u00fcblich, denn normalerweise grast Ziwa lieber mit Sonje. Faraja und Jasiri schubsten dann Ziwa immer wieder und vertrieben ihn so zu seinen beiden M\u00fcttern. Murera und Sonje gruben im Boden herum, um ein paar Akazienwurzeln zum Fressen zu finden, denn es ist noch immer sehr trocken und diese Wurzeln sind gut f\u00fcr ihren N\u00e4hrstoffhaushalt.<br \/>\nLima Lima f\u00fchrte dann alle Babys zum Wasserloch, und als sie dort war, r\u00fchrte sie mit ihren Beinen darin herum, damit es sch\u00f6n durchmischt und weich wurde. Dann rollte sie sich im Schlamm herum, sodass ihre Farbe von dem \u00fcblichen Grau in ein sehr dunkles Grau wechselte. Faraja war lustig: Als er zur Tr\u00e4nke ging, wusch er sich mit seinem R\u00fcssel die F\u00fc\u00dfe, anstatt das Wasser zu saufen. Zongoloni und Murera gingen direkt zum Wasserloch, da die Sonne auf ihren R\u00fccken brannte, und sie zur Abk\u00fchlung in den Schlamm wollten. Murera blieb beinahe stecken, da das Ufer rutschig war, und sie hatte etwas zu k\u00e4mpfen, um wieder herauszukommen. Als alle Waisen nach einem tollen Schlammbad wieder drau\u00dfen waren, gingen sie in den Schatten. Sie versammelten sich alle unter dem einen Baum, der gro\u00df genug war, dass sie alle darunterpassten, ein gro\u00dfer Newtonia-Baum. Doch in der Baumkrone ruhte sich eine gro\u00dfe Leopardenmutter mit ihren Babys aus. Keiner der Waisen bemerkte sie, bis Lima Lima sie witterte. Als die Keeper von Lima Lima dar\u00fcber informiert wurden, gingen sie langsam davon, um der Leopardendame die Gelegenheit zur Flucht zu geben, falls sie sich dazu entschlie\u00dfen sollte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/111220153936-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Quanza (links) mit Ziwa (rechts)<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 11. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nMurera kam sehr langsam zur Milchf\u00fctterung gelaufen und sah ziemlich m\u00fcde aus. Die Waisen waren auf der Suche nach frischem Futter recht weit gewandert. Als Murera am Wasserloch ankam, legte sie ihren R\u00fcssel auf den Kopf und kratzte sich dann damit die juckenden Zecken weg. Danach war sie bereit zu saufen und genoss das saubere Wasser aus der Tr\u00e4nke. W\u00e4hrend sie sich noch kratzte, sprangen Ziwa und die anderen Babys bereits ins Schlammloch. Sie rollten ihren ganzen K\u00f6rper darin herum, um sich von der hei\u00dfen Sonne abzuk\u00fchlen. Sp\u00e4ter gingen sie alle wieder in den Wald zur\u00fcck. Dort fanden sie ein weiteres Wasserloch, das die wilden Elefanten gegraben hatten. Sie w\u00e4lzten sich also erneut, bevor sie, angef\u00fchrt von Quanza und Lima Lima, zu den Stallungen zur\u00fcckgingen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1112201531924-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera kratzt ihre Ohren<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 12. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nFaraja und Zongoloni hatten es heute schwer, durch das Geb\u00fcsch zu kommen. Sie versuchten, ihren Freunden zu folgen, die trompetend in den Wald gejagt waren. Als Faraja und Zongoloni hinter ihnen herrannten und versuchten, sie einzuholen, kamen sie an einigen Hindernissen vorbei, die ihnen den Weg versperrten, wie Baumst\u00e4mmen. Sie versuchten hin\u00fcberzuklettern, doch es war nicht leicht f\u00fcr sie. Die einzige L\u00f6sung war umzukehren und einen anderen Weg zu suchen, einen, den wilde Elefanten schon vorgetrampelt hatten, dort wo die Keeper sa\u00dfen und sie beobachteten. Zongoloni wurde sehr verspielt, als sie bemerkte, dass die Keeper ihr zuschauten.<br \/>\nNach einem langen gesch\u00e4ftigen Morgen gingen sie zur Milchf\u00fctterung. Sonje wollte nicht ohne Murera und Ziwa gehen, also wartete sie, bis die beiden sie eingeholt hatten, bevor sie zum Wasserloch gingen. Dort waren ein paar Kraniche und Buschb\u00f6cke, die Wasser soffen. Die Kraniche suchten nach Grash\u00fcpfern am Wasserloch. Ngasha und Jasiri waren frech und scheuchten sie hoch, sodass sie wegflogen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1112201532723-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Faraja wandert im Geb\u00fcsch herum<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 13. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nHeute Morgen hatte Lima Lima einen ihrer vielen Tricks auf Lager, als sie merkte, dass die Waisen alle zu den H\u00fcgeln liefen. Sie wusste, dass sie nicht alle genug zu Fressen finden w\u00fcrden, wenn sie sich alle in einem Gebiet versammelten. So beschloss sie, ihren eigenen Weg zum Grasland zu gehen, wo es genug Futter zu fressen gab. Die anderen Waisen waren auf den H\u00fcgeln sehr besch\u00e4ftigt und f\u00fcllten ihre leeren M\u00e4gen. Ziwa schnappte sich ein paar kr\u00e4ftigere Zweige und versuchte, sie zu zerbrechen, um schnell noch ein wenig auf ihnen herumzukauen, denn die Zeit f\u00fcr das Schlammbad kam immer n\u00e4her, und bald w\u00fcrden sie zur F\u00fctterung aufbrechen. Lima Lima ging ihren eigenen Weg, und ihr Keeper folgte ihr, um sicherzugehen, dass ihr nichts zustie\u00df. Sie ist ein sehr unabh\u00e4ngiges M\u00e4dchen.<br \/>\nNach dem Schlammbad machte sich Quanza langsam auf und lie\u00df Zongoloni und Lima Lima im Schlammloch zur\u00fcck. Sie sahen dunkel aus und nicht mehr so hellgrau wie sonst. Ngasha hatte viel Spa\u00df im Schlammloch, als er seinen Bauch am Matsch rieb, w\u00e4hrend die Waisen, die sich auf der anderen Seite im Schlamm gew\u00e4lzt hatten und nun komplett nass waren, sich auf dem Gras herumrollten und abtrockneten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1112201533421-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lima Lima frisst weiches Gras auf dem Umani-H\u00fcgel<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 14. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nDie Saison f\u00fcr die liebste aller Lieblingsvorspeisen der Waisen, die leckeren Akazienfr\u00fcchte, geht langsam zu Ende. Diese Leckereien gibt es nur in der Trockenzeit, und mitten im Kibwezi-Wald haben wir das Gl\u00fcck, viele Akazien mit reichlich Fr\u00fcchten zu haben. Von jetzt an bis zur n\u00e4chsten Trockenzeit, werden dieser aber wieder schwer zu finden sein. Lima Lima konnte es noch nicht glauben und suchte lange nach den wenigen verbliebenen Fr\u00fcchten. Auch ihre Freunde Zongoloni und Ngasha waren dabei und hatten das gleiche im Kopf.<br \/>\nEs wurde hei\u00df, und alle Waisen wedelten mit den Ohren, um sich abzuk\u00fchlen. Das reichte aber nicht aus, und so sahen sie sich um, wo es ein Wasserloch zum W\u00e4lzen f\u00fcr sie geben k\u00f6nnte. Ngasha und Sonje entschieden, zum Wasserloch zu gehen, aber als sie dort ankamen, nahmen sie doch zuerst ihre Milchflaschen, bevor sie zum Pool rannten, um sauberes Wasser zu saufen. Dann w\u00e4lzten sie sich im dicken, schlammigen Wasser, das von den wilden Elefanten, die in der Nacht dort gewesen waren, schon vorbereitet worden war. Ngasha und Sonje sahen, wie Murera das Schlammloch bereits gut durchmischte, bevor sie einigen Schlamm auf ihren R\u00fccken warf. Es wurde noch spa\u00dfiger, als die Babys sich zusammenschlossen und alle auf und um Sonjes R\u00fccken herumrollten. Sonje spielte freudig mit. Darum lieben alle Babys Sonje, denn sie ist sehr nett zu allen Waisen &#8211; anders als Murera, die sehr w\u00e4hlerisch ist und schnell ungeduldig wird.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1112201533732-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje eilt zum Wasserloch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 15. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nZongoloni war \u00fcberrascht, als sie heute Morgen, w\u00e4hrend sie alleine recht weit weg von den anderen Waisen graste, an einem wilden Babyelefanten vorbeikam, der neben seiner Mutter stand und versuchte zu s\u00e4ugen. Sie standen im Schatten eines gro\u00dfen Baumes. Das Baby war offenbar im Kibwezi-Wald geboren worden. Die anderen Waisen schlossen sich mit Sonje und Murera zusammen und suchten im dichten Geb\u00fcsch, nicht weit von den wilden Elefanten entfernt, nach weichen Zweigen. Selbst wenn die Mutter und das Baby die Waisen nicht direkt sehen konnten, haben sie sicherlich kommuniziert, denn sie nutzen Infraschall, den die Keeper nicht h\u00f6ren k\u00f6nnen.<br \/>\nW\u00e4hrend des Schlammbads gab es Aufregung, als eine Schildkr\u00f6te auf der Wasseroberfl\u00e4che entlang schwamm und versuchte, die w\u00e4lzenden Babys zu meiden. Sie k\u00e4mpfte gegen die Wellen an, die die Babys machten. Die Wellen wurden immer gr\u00f6\u00dfer und kr\u00e4ftiger, und noch mehr Schildkr\u00f6ten mussten an die Oberfl\u00e4che kommen. Als Lima Lima die vielen wackelnden K\u00f6pfe sah, ging es erst richtig los; sie planschte mit ihrem R\u00fcssel im Wasser herum und machte noch mehr Wellen. Einige mussten aus dem Wasser fliehen; sie sprangen heraus und brachten sich im Gras in Sicherheit.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1112201534044-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Zongoloni sucht Gr\u00fcnes<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 16. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nNgasha und Jasiri entschieden sich heute, ihren eigenen Weg zu gehen und nicht den anderen Babys zu folgen. Sonje, Murera und ihr Lieblingsbulle Ziwa waren aber unzertrennlich und blieben zusammen. Quanza mochte die Gesellschaft der zwei frechen Jungs und deren Plan nicht und mied sie, als Jasiri, der daf\u00fcr bekannt ist, anderen in den Schwanz zu bei\u00dfen, dies bei ihr versuchte.<br \/>\nJeder der Waisen genoss bei der Mittagsf\u00fctterung seine zwei Milchflaschen, und danach gingen sie zum Schlambad. Dort hatten sie viel Spa\u00df und w\u00e4lzten sich ausf\u00fchrlich.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1112201534339-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Jasiri und Ngasha<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 17. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nQuanza war heute nicht zufrieden mit dem, was sie zu fressen fand, w\u00e4hrend die Anderen sich bereits um ihre Keeper versammelten. Sie wollten zur Milchf\u00fctterung aufbrechen, weil sie sp\u00fcrten, dass es Zeit daf\u00fcr war. Als alle losgingen, hing Quanza noch immer hinterher und suchte nach Leckereien. Zongoloni folgte Quanza, kam aber nicht mehr weiter, als ihr ein paar Baumst\u00e4mme im Weg waren. Sie machte das Beste daraus und benutzte das Holz gleich als Kratzwerkzeug. Dann eilte sie der Herde hinterher, die bereits am Wasserloch zum Baden bereit war.<br \/>\nSonje f\u00fchrte ihr ganzes K\u00f6nnen vor, w\u00e4hrend sie im Wasser sa\u00df. Die Jungs entschieden, direkt zum Staubbad zu gehen und mit ihren R\u00fcsseln Staub auf den R\u00fccken zu blasen. Einige der Babys waren gut gelaunt und begannen, trompetend herumzujagen. Sie verscheuchten die anderen Tiere, wie die Buschb\u00f6cke und ein paar Wasserb\u00f6cke, die gekommen waren, um zu sehen, was die Waisen dort machen w\u00fcrden. Sp\u00e4ter verlie\u00dfen die Babys das Gebiet um das Wasserloch und gingen in den Schatten des Waldes. Dort grasten sie den Rest des Nachmittags zufrieden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1112201535117-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Quanza sucht leckere Zweige<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 18. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nIn den Morgenstunden, nachdem alle ihre Fr\u00fchst\u00fccksmilch erhalten hatten, bem\u00fchten sie sich, genug zu finden, um ihre leeren M\u00e4gen zu f\u00fcllen, bevor es zu hei\u00df wurde. Jasiri und Quanza bildeten die Vorhut und f\u00fchrten die \u00e4lteren K\u00fche zu den H\u00fcgeln des Kibwezi-Waldes hinauf. Murera kam nicht bis ganz oben und blieb stattdessen an den H\u00e4ngen, um dort zu grasen. Quanza ist einer der \u00e4ngstlicheren Waisenelefanten; sobald irgendwo ein Zweig vom Baum f\u00e4llt, flieht sie. Heute rannte ein Dikdik an ihren F\u00fc\u00dfen vorbei, und weil sie nicht wusste, was es war, rannte sie tief ins Geb\u00fcsch hinein. Jasiri und Sonje blieben zur\u00fcck und wunderten sich nur, wohin sie gerannt war und warum sie sie alleine lie\u00df.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1112201535414-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Jasiri geht durch den Wald<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 19. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein sehr sch\u00f6ner Morgen, und die Waisen machten sich schwungvoll auf den Weg. Sie folgten ihren Keepern und der Schubkarre voll Milch, als sie zur F\u00fctterecke gingen. Lima Lima war so schnell und hielt nicht genug Abstand zu den Keepern mit der Schubkarre, sodass sie beinahe auf die Schubkarren gefallen w\u00e4re. Als die Babys Luzernenheu fra\u00dfen, war Sonje schnell satt und legte sich auf den Boden. Sie wartete, dass einer der Jungs zu ihr kam, um mit ihr zu spielen, doch das freche Baby, das sich schlie\u00dflich auf ihrem R\u00fccken niederlie\u00df, war Murera! Sonje drehte sich gleich um, als sie das gro\u00dfe Gewicht sp\u00fcrte. Nach ein paar Beschwerden von Sonje, die unter dem gro\u00dfen Gewicht \u00e4chzte, lie\u00df Murera sie in Ruhe. Quanza ging zu Sonje hin\u00fcber, weil sie dachte, sie h\u00e4tte ein Problem. Sie t\u00e4tschelte sie mit ihrem R\u00fcssel, um herauszufinden, was nicht stimmte, stellte aber fest, dass es Sonje gut ging.<br \/>\nNachdem die Waisen zum Wasserloch gegangen waren, hatten sie ein wildes Schlammbad zusammen. Die Keeper konnten Ngasha kaum noch ansehen, dass er ein Elefant ist, so sehr war er mit Matsch beschmiert.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1112201535735-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Luzernenheufr\u00fchst\u00fcck<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 20. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nDie zweite Leitkuh Sonje und ihr Lieblingsbaby Ziwa verbrachten in den fr\u00fchen Morgenstunden eine wunderbare Zeit beim Spielen. Vor ein paar Tagen spielte sie mit ihrem Ohr, sodass es nach vorn geklappt war; sie knickte und drehte es herum, doch am Ende ging es immer wieder in den Normalzustand zur\u00fcck. Heute schien sie es aber umgeklappt zu haben, und es blieb so! Wir versuchten, es wieder zu gl\u00e4tten, doch es lie\u00df sich nicht wieder auf ihre Schulter legen. Es sieht sehr lustig aus, im Vergleich zu den anderen Babys. Sie kann immer noch problemlos damit wedeln und es auch in die Normalstellung zur\u00fccklegen, doch sie tut es nicht. Wir sehen manchmal Elefanten im Wald, die mit solchen Ohren herumlaufen, darum machen wir uns keine gr\u00f6\u00dferen Sorgen um sie.<br \/>\nNach dem Schlammbad schuffelten und dr\u00e4ngelten sich alle Babys mit ihren Hintern und B\u00e4uchen an Sonje, der liebevollsten Ersatz-Mama der Waisen. Sie hatten alle Sonje im Wasserloch herumrollen sehen und waren zu ihr gegangen. Auch Murera ging hin, doch sie lehnte sich nicht auf sie, denn sie ist schwerer als die anderen Babys und k\u00f6nnte Sonje auf dem Boden verletzen. Es ist auch nicht so leicht f\u00fcr sie, wieder aufzustehen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11122015419-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 21. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nAls Murera das Luzernenheufr\u00fchst\u00fcck zu ihrer Zufriedenheit beendet hatte, stellte sie fest, dass sie von den anderen Babys zur\u00fcckgelassen worden war, die bereits aufgebrochen waren. Sie beschloss, einen anderen Weg zu gehen als die j\u00fcngeren Waisen, die mit Sonje, Lima Lima und ihren geliebten Keepern losgegangen waren. Murera wusste, dass sie alt genug ist, und keine Angst allein im Wald zu haben braucht. Sie ging weiter, bis die Keeper ihr folgten, weil sie wissen wollten, wohin sie ging. Als die Keeper immer wieder ihren Namen riefen, antwortete sie mit lautem Kollern und machte klar, dass sie nicht begeistert war, dort entlang zu gehen, wo die Keeper es wollten.<br \/>\nIn der N\u00e4he von Murera war Ngasha, der sehr gesch\u00e4ftig Gr\u00fcnes fra\u00df. Er stopfte sich den Mund voll und kaute eilig, damit er noch mehr von dort fressen konnte, wo sie hingingen. Pl\u00f6tzlich stellte er fest, dass sie schon am Wasserloch waren und es Zeit f\u00fcr die Milchf\u00fctterung war. Alle Elefanten gingen gleich nach der F\u00fctterung zum Schlammloch und w\u00e4lzten sich darin, denn es wurde sehr hei\u00df. Danach kehrten die Waisen zu den Keepern zur\u00fcck, nur Jasiri und Quanza versuchten, der Spur der wilden Elefanten zu folgen. Sie schnupperten auf dem Weg nach ihnen und rochen an dem Dung, welche Pflanzen sie gefressen hatten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/111220154163-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera im dichten Geb\u00fcsch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 22. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nLima Lima f\u00fchrte die Waisen hinaus in den Busch. Es war ein sehr ruhiger und k\u00fchler Tag, und selbst das Vogelgezwitscher war nur wie Fl\u00fcstern in der Luft. Quanza folgte Lima Lima, weil sie wusste, wie taktisch klug Lima Lima auf der Suche nach frischem Gr\u00fcnfutter vorgeht. Das funktionierte besser, als nur der gro\u00dfen Gruppe zu folgen, und die meisten Babys gingen mit Lima Lima und Quanza mit. Zongoloni ging ihnen sehr langsam hinterher und wollte herausfinden, wo sie hingehen w\u00fcrden und ob sie besseres Futter finden w\u00fcrden als die anderen Waisen, die f\u00fcr sich unterwegs waren. Lima Lima und Quanza freuten sich \u00fcber das weiche Gr\u00fcn, das sie an den B\u00e4umen fanden, und streckten ihre R\u00fcssel danach aus.<br \/>\nAls die Waisen am Wasserloch ankamen, w\u00e4lzte sich Murera eine ganze Weile gekonnt im Matsch herum. Sonje war mit Ziwa bereits wieder aufgebrochen. Alle Elefanten gingen zum Staubbad und staubten sich ein, um sich vor der kr\u00e4ftigen Sonne zu sch\u00fctzen und sich wieder abzutrocknen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1112201543724-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lima Lima bricht ein paar \u00c4ste ab<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 23. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nVon den Wasserquellen kam lautes Tr\u00f6ten wilder Elefanten. Die Waisen lauschten neugierig und wollten gern mitmachen, sodass sie dorthin gingen, wo die Elefanten waren. Murera wollte nicht hingehen, weil sie sich Sorgen machte, dass die gro\u00dfen Elefanten ihrem Bein etwas antun k\u00f6nnten. Die Waisen hatten kein Gl\u00fcck, denn sie wurden von den wilden Bullen verscheucht und mussten wieder umkehren. Selbst die Keeper flohen rennend, weil die Elefanten so unleidlich waren. Die Keeper riefen die Babys zusammen und brachten sie zu einem sichereren Ort, wo sie entspannen und grasen konnten, abseits von ihren wilden Artgenossen, die zum Chyulu-Hills-Nationalpark aufbrachen. Die meisten der Babys blieben in der N\u00e4he der Umani-Quellen. Sie fra\u00dfen die gr\u00fcnen Zweige der Palmen, die sehr lecker und s\u00fc\u00df aussahen. Zongoloni stopfte sich mehr in den Mund als sie kauen konnte; sie benahm sich wie die gierige Lima Lima!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1112201544211-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Zongoloni stopft sich den Mund voll<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 24. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nDie Zeit f\u00fcr das Schlammbad n\u00e4herte sich schnell. Zongoloni, Quanza und Lima Lima schlossen sich zusammen und machten sich zum Wasserloch und der F\u00fctterstelle auf. Murera blieb zur\u00fcck und brach Zweige ab. Sie \u00fcbte, was sie bei den wilden Bullen am Tag zuvor gesehen hatte. Dann bemerkte sie, dass sie allein zur\u00fcckgelassen worden war und die anderen Babys bereits ihre Milch tranken. Ein paar von ihnen waren sogar schon fertig und zum Wasserloch gegangen, als Murera versp\u00e4tet dazukam. Nach dem Bad plagte Sonje ihr juckendes Hinterteil. Sie sah sich nach etwas um, was ihren schweren K\u00f6rper aushalten w\u00fcrde, damit sie sich daran kratzen konnte. Der Baum, den sie gefunden hatte, fiel um, denn Sonje war zu schwer, und so konnte sie sich nicht ordentlich daran kratzen. Sie suchte weiter und konnte schlie\u00dflich ihren Juckreiz noch stillen. Dann ging sie zu den anderen Waisen in den Wald, w\u00e4hrend die Keeper im Schatten ihr Mittagessen einnahmen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1112201545543-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje kratzt sich<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 25. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nHeute war der hei\u00dfeste Tag, den wir bisher im Kibwezi-Wald erlebt haben. Alle suchten den Schatten der gro\u00dfen B\u00e4ume rund um die Umani-H\u00fcgel auf und wanderten um die Wasserquellen herum, wo es etwas k\u00fchler war. Der Schatten half insbesondere den hellh\u00e4utigeren Albinos Jasiri und Faraja. Der Kibwezi-Wald bietet ihnen gute Bedingungen und die gro\u00dfen B\u00e4ume machen genug Schatten f\u00fcr sie. Alle unsere Waisen sehen hier im Kibwezi-Wald sehr gesund und gl\u00fccklich aus.<br \/>\nQuanza brachte Jasiri und Faraja zum Wasserpool bei den Quellen, damit sie dort schwimmen, ihren K\u00f6rper abk\u00fchlen und ihren Durst l\u00f6schen konnten. Alle Waisen genossen das Bad wie Hippos, und nur ihre K\u00f6pfe schauten noch aus dem Wasser. Die Keeper zerflossen bei der Hitze ebenfalls und h\u00e4tten sich nur zu gerne den Waisen im Pool angeschlossen. Die anwesenden Krokodile hielten sie aber davon ab.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1112201545836-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen saufen am Wasserloch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 26. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nIn der Nacht machten die Leoparden sehr viel Krach. Es br\u00fcllten einige, und die Paviane bekamen es mit der Angst zu tun und schrien ihrerseits in die Nacht hinaus. Der Wald war voller Ger\u00e4usche, und die Babys wurden sehr \u00e4ngstlich. Lima Lima war die erste, die kollerte und aufschrie, um den Keepern und den anderen Babys mitzuteilen, dass es im Busch Probleme gab. Die Keeper kamen aus ihrem Zelt, um die Waisen zu beruhigen. Sie riefen ihre Namen, und durch ihre Anwesenheit f\u00fchlten sich die Waisen schon wieder besser. Ihre menschliche Familie wachte bis Mitternacht \u00fcber die Waisen, und das beruhigte sie wieder. Dann brachen die Leoparden auf, und es kehrte wieder Normalit\u00e4t ein. Die Waisen vertrauen ihren Keepern vollst\u00e4ndig. Lima Lima, Faraja und Ziwa schliefen sehr gut. Die frechen Jungs Jasiri und Ngasha dagegen schliefen nicht so gut; sie schoben immer wieder gegen ihre Tore und rannten in ihren Gehegen auf und ab, wie sie es h\u00e4ufig tun.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/111220155112-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ziwa folgt Murera<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 27. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nVor kurzem hat Sonje damit begonnen, ihr linkes Ohr etwas eigenwillig zu halten. Manchmal faltet es sich nach vorn und manchmal legt es sich auf ihre Schulter, wie es sein sollte. Das passiert gelegentlich bei Elefanten und nicht nur bei Sonje, sodass wir uns keine Sorgen machen. Trotzdem hoffen wir, dass ihr Ohr eines Tages wieder die normale Haltung einnimmt.<br \/>\nIm Wald waren Murera und Jasiri zusammen. Das sehen die Keeper nicht oft, denn Murera ist meistens mit ihrem kleinen Jungen Ziwa unterwegs. Jasiri schloss sich Murera an, nachdem er gesehen hatte, dass Jasiri bei Sonje zufrieden war, die ihm ein paar \u00c4ste besorgt hatte. Heute rannten die Babys nach dem Schlammbad wieder zu Sonje, um sich an ihr zu schuffeln. Ihre K\u00f6rper juckten und am meisten die F\u00fc\u00dfe. Die B\u00e4ume in der N\u00e4he k\u00f6nnen alle das gro\u00dfe Gewicht der Waisen nicht aushalten, und einige wurden schon zu Boden gedr\u00fcckt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/111220155333-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje mit ihrem gefalteten Ohr<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 28. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nWegen des aktuell sehr trockenen Wetters im Kibwezi-Wald hat unser Gierschlund Lima Lima das Gef\u00fchl, dass sie nicht genug Gr\u00fcnfutter bekommt, um ihren leeren Magen zu f\u00fcllen. Wenn sie abends nach Hause kommt, ist sie noch gefr\u00e4\u00dfiger als sonst. Quanza ist inzwischen auch sehr streng zu ihr, wenn die Babys nach einem langen Tag zu den Gehegen zur\u00fcckkehren. Sie neigt dazu, Lima Lima zu schubsen, wenn sie die Milchf\u00fctterung beendet haben und es Zusatzfutter und noch etwas Luzernenheu gibt. Manchmal schiebt Quanza sich die Leckereien auf ihre Seite, wenn Lima Lima auf der anderen Seite die Pellets und Fr\u00fcchte, die wir manchmal f\u00fcr sie sammeln, frisst.<br \/>\nNach den spa\u00dfigen Wasserloch-Spielen juckte es Jasiri, und er schaute sich um, ob er etwas finden w\u00fcrde, woran er sich kratzen k\u00f6nnte. Er fand aber nichts. Die kleineren B\u00e4ume konnten sein Gewicht nicht halten &#8211; er versuchte es an einem nach dem anderen, aber alle B\u00e4ume bogen sich nur unter seinem Gewicht zu Boden. Als er sich umschaute, sah er keine B\u00e4ume mehr, unter denen sich nicht gerade andere Elefanten entspannten oder sich an ihnen kratzten!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/111220155714-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Jasiri versucht, an gr\u00fcne \u00c4ste zu kommen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 29. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nLima Lima spielte heute Aufpasser f\u00fcr die ganze Herde. Diese verantwortungsvolle Aufgabe wurde ihr von den Leitk\u00fchen Murera und Sonje \u00fcbertragen. Lima Lima machte ihre Arbeit vorbildlich und war begeistert, die Babys zusammen mit Murera anf\u00fchren zu d\u00fcrfen. Sie brachte die Waisen zum felsigen Gebiet. Murera, die nicht gern auf den scharfkantigen Lavasteinen geht, fand das in Ordnung. Sie hielt sich davon fern, w\u00e4hrend die Jungen mit Leichtigkeit \u00fcber die Felsen sprangen. Murera, Sonje und ihr Lieblingsjunge Ziwa grasten zusammen etwas abseits.<br \/>\nDie Keeper sind immer noch gelegentlich von Sonjes Ohr \u00fcberrascht. Es l\u00e4sst sich nach hinten legen und wedelt wie es soll, doch manchmal sieht es lustig aus, wenn sie es ganz herum faltet und dann wieder gerade streckt, wie es geh\u00f6rt.<br \/>\nDer Schwanzbei\u00dfer Jasiri widmete sich heute wieder seiner schlechten Angewohnheit, die Schw\u00e4nze seiner Freunde zu greifen. Diesmal erwischte er Zongoloni in einer Ecke, als sie sich gerade am Hintern kratzte. Jasiri griff nach ihrem Schwanz, und das mochte sie gar nicht. Sie drehte sich schnell um und wollte sich r\u00e4chen, doch Jasiri konnte ihrem R\u00fcsselschlag ausweichen, zu dem sie mit voller Kraft angesetzt hatte. Sie stie\u00df ihn dann zu Boden, in der Hoffnung, dass er eine Lektion lernen und sich das Schwanzfesthalten abgew\u00f6hnen w\u00fcrde.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/111220155116-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lima Lima geht auf den Felsen entlang<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 30. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nEs war wieder Lima Lima, die die F\u00fchrung \u00fcber die Waisen zu den felsigen Gebieten \u00fcbernahm. Sie versuchte, genug Futter zu finden, mit dem sie am Vormittag ihre leeren M\u00e4gen f\u00fcllen konnten, und sie fanden tats\u00e4chlich etwas frisches Gr\u00fcn.<br \/>\nAls Murera dazukam, h\u00f6rte sie ein wilde Elefanten ein paar Kilometer von ihnen entfernt kollern und trompeten. Sie lie\u00df sich ein wenig einsch\u00fcchtern, stellte ihre gro\u00dfen Ohren auf und versuchte herauszufinden, ob Gefahr lauerte. Auch die Keeper wurden nerv\u00f6s, doch Murera war mutig und rannte nicht davon, denn sie wusste, dass sie der gr\u00f6\u00dfte Elefant der Herde ist. Sie antwortete mit lautem Kollern, um die wilde Herde davon abzuhalten, in ihre Richtung zu kommen. Die Keeper versammelten die Waisen, damit sie sich nicht zu weit verteilen w\u00fcrden, falls sie pl\u00f6tzlich die Flucht antreten sollten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1112201551417-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera wedelt mit ihren Ohren<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 31. Oktober 2015<\/strong><br \/>\nSonje und ihr neugestaltetes Ohr, das sich nach vorn faltet, sieht immer noch gesund aus, und so machen wir uns keine Sorgen. Sie kam heute sehr schnell angerannt, als Ziwa im Geb\u00fcsch schrie, nachdem er von Ngasha geschubst worden war. Nachdem sie Ziwa und Zongoloni eingesammelt hatte, schlossen sich die vier den anderen an, die am Morgen schon mit grasen besch\u00e4ftigt waren. Sie gingen zu den H\u00e4ngen der Chyulu-H\u00fcgel, wo sie auf ein paar wilde B\u00fcffel trafen, die in der N\u00e4he grasten.<br \/>\nEs gab viel frisches Futter und eine Handvoll Fr\u00fcchte, die die Paviane fallengelassen hatten. Ein paar Antilopen warteten auch begierig darauf, dass die Fr\u00fcchte zu Boden fallen w\u00fcrden, ebenso wie die Elefanten, die diese Leckerei lieben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1112201551733-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje auf dem Weg zu Ziwa<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/umani-springs-oktober-2015\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Donnerstag, 1. Oktober 2015 Ein guter Tag begann damit, dass alle Waisen am Morgen fr\u00f6hlich aussahen. Sonje ging zu dem gro\u00dfen Lavafelsen, der inzwischen glattgeschliffen ist und den sie als Kratzfelsen benutzen und versuchte, einige der an ihrem K\u00f6rper h\u00e4ngenden Zecken zu entfernen. Wir bespr\u00fchen die Waisen regelm\u00e4\u00dfig, doch sie wissen sich auch selbst zu &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/umani-springs-oktober-2015\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eUmani Springs Oktober 2015\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":7338,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[40,61,1],"tags":[],"class_list":["post-7337","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-tagebuch-der-keeper","category-umani","category-news"],"pp_statuses_selecting_workflow":false,"pp_workflow_action":"current","pp_status_selection":"publish","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7337","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7337"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7337\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7339,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7337\/revisions\/7339"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7338"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7337"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7337"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7337"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}