{"id":7398,"date":"2016-01-02T11:14:47","date_gmt":"2016-01-02T10:14:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=7398"},"modified":"2016-01-02T11:14:47","modified_gmt":"2016-01-02T10:14:47","slug":"nairobi-nursery-november-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-november-2015\/","title":{"rendered":"Nairobi Nursery November 2015"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 1. November 2015<\/strong><br \/>\nUnser neues Kuhkalb Tafuta begleitete Wei Wei, Kawaida, Kwama, Tamiyoi und Loboito den Tag \u00fcber in den Wald hinaus. Gegen 6:30 Uhr kamen sie heraus, und es war bereits hell und warm. Tafuta war sehr froh, drau\u00dfen zu sein, aber sie spielte nicht so viel mit ihren neuen Freunden. Sie hielt sich gr\u00f6\u00dftenteils von den Anderen fern und graste allein. Kurz vor der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde kamen die \u00e4lteren M\u00e4dchen her\u00fcber, um nach Wei Weis kleinem Team zu sehen. Sie ahnten wahrscheinlich, dass ein neues Mitglied dazugekommen war und entschieden sich, hallo zu sagen und sich als neue Familienmitglieder vorzustellen. Suswa, Mashariki, Arruba, Oltaiyoni, Kamok, Siangiki und nat\u00fcrlich Mbegu schlichen sich klammheimlich zu den Babys. Sie waren sehr freundlich und liebevoll zu den Kleinen. Als sie ankamen, begr\u00fc\u00dften sie alle, verpassten aber Tafuta, die allein im Geb\u00fcsch graste. Arruba suchte sie, und nachdem sie sie gefunden hatte, kollerte sie fr\u00f6hlich, was auch die anderen Waisen anlockte. Sie kamen zu ihr und Tafuta und nahmen sich jede Menge Zeit, sich vorzustellen und den Neuank\u00f6mmling zu umsorgen. Schlie\u00dflich brachen sie zur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde auf, wo ihre Milchflaschen auf sie warteten und lie\u00dfen die Babys zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/127201583011-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Das neue Baby Tafuta auf dem Weg in den Busch<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 2. November 2015<\/strong><br \/>\nGestern schien Murit fast den ganzen Tag matt und kr\u00e4nkelnd zu sein. Heute sah er viel besser aus und war eines der ersten Babys, die zur Milch bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde kamen. Nachdem er seine Milch getrunken hatte, ging er direkt zum Schlammloch. Dort genoss er ganz allein ein l\u00e4ngeres Schlammbad, bevor Mwashoti sich ihm anschloss, und danach auch noch Alamaya. Mbegu saugte immer wieder Wasser aus dem Loch und bespritzte sich selbst mit Schlamm. Nach einer Weile ging sie schlie\u00dflich selbst ins Schlammloch, nachdem sie von Alamaya angeschoben wurde. Mbegu gab ihr bestes, denn sie liebt den Schlamm und am meisten, wenn sie darin schwimmen kann. Sie rollte und w\u00e4lzte sich im Schlamm, und rannte dann herum und trat gegen den Fu\u00dfball. Daraufhin ging Murit aus dem Pool, gefolgt von Mwashoti, sodass Mbegu das ganze Schlammbad f\u00fcr sich hatte. Es gab gro\u00dfen Spa\u00df, und die Zuschauer wurden bestens unterhalten und bekamen von ihr Matsch auf die F\u00fc\u00dfe gespritzt. Sie spielte noch weiter im Pool, bis die Besuchszeit vorbei war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/12720158355-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murit f\u00fchlte sich nicht besonders, sieht aber schon wieder besser aus<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 3. November 2015<\/strong><br \/>\nEs war gegen 6 Uhr, als die Waisen aus den Gehegen kamen. Die meisten der \u00e4lteren K\u00fche dr\u00e4ngelten sich am Tor des neuen Babys, um es zu begr\u00fc\u00dfen. Sie wurde Naseku genannt und ist noch sehr verwirrt. Das ist normal f\u00fcr Waisen, die schon etwas \u00e4lter sind, wenn sie ankommen. Sie versuchte, den anderen Waisen nicht zu nahe zu kommen. Arruba und Oltaiyoni waren dabei und blieben eine Weile am Tor stehen. Sie wollten nicht in den Busch aufbrechen, bevor Naseku nicht mit ihnen gesprochen hatte. Es gelang ihnen, in Tusujas und Rapas Gehege zu schleichen und ihre R\u00fcssel durch die Absperrung hindurch Naseku entgegen zu strecken. Sie machten sich dann schon weniger Sorgen um Naseku, als sie zu ihnen her\u00fcber kam und sie zu dritt ein wenig ihre R\u00fcssel umschlangen; das muss ein gro\u00dfer Trost f\u00fcr die kleine Naseku gewesen sein. Die Anderen am Tor machten sich langsam in den Busch auf. Als Naseku einen nach dem anderen aufbrechen sah, war sie auf einmal gar nicht mehr gl\u00fccklich dar\u00fcber, nachdem sie so nett mit Oltaiyoni und Arruba gespielt hatte. Sie wusste noch nicht, dass das der t\u00e4gliche Ablauf im Waisenhaus ist und dass sie sp\u00e4ter zur\u00fcckkommen w\u00fcrden. Sie versuchte, das Tor zu demolieren und rollte sich protestierend auf dem Boden herum, weil sie nicht hinausdurfte. Es dauerte eine Weile, bis sie sich wieder beruhigt hatte und sich dem Gr\u00fcn in ihrem Gehege widmete.<br \/>\nBalguda sieht man sehr selten seine Artgenossen \u00e4rgern. Er ist immer h\u00f6flich und nett zu seinen Freunden allen Alters. Irgendetwas muss aber zwischen ihm, Sokotei und Kauro geschehen sein. Tats\u00e4chlich rangelt er gelegentlich mit Sokotei, wenn ihm danach ist. Heute allerdings standen sie alle drei beieinander, und er nahm sich Kauro und Sokotei vor, indem er sie mit dem Kopf anstie\u00df und versuchte, sie aus der Gruppe zu vertreiben.<br \/>\nKiko wird immer unabh\u00e4ngiger, und heute war es sehr schwierig, ihn am Abend wieder nach Hause zu bringen. Nachdem er Maxwells Gehege erreicht hatte, kehrte er ins Geb\u00fcsch zur\u00fcck und weigerte sich, heim zu kommen. Erst nachdem die Keeper etwas Milch hinausgebracht hatten, lie\u00df er sich \u00fcberzeugen und folgte ihnen zur\u00fcck.<br \/>\nIn den Stallungen war Naseku am Abend sehr gl\u00fccklich und erleichtert, als sie Tusuja und Rapa in ihr Gehege kommen sah, und sie ging zum Tor zwischen den beiden Abteilen. Nachdem Tusuja seine Milch geleert hatte, kam er zu ihr her\u00fcber und sie ber\u00fcsselten sich und tauschten sich aus.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/127201585132-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Naseku in ihrem Gehege<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 4. November 2015<\/strong><br \/>\nAm Morgen waren alle Waisen drau\u00dfen im Busch, und die Babys waren in ihre zwei Gruppen aufgeteilt: Wei Wei und die anderen Kleinen in der einen Gruppe, die \u00e4lteren Waisen in der anderen Gruppe, und sie gingen zu verschiedenen Orten. Tamiyoi schlich sich allerdings davon und fand die \u00e4ltere Herde. Sie ist ein kleines gieriges M\u00e4dchen, und wenn es keine Milchflasche in der N\u00e4he gibt, sucht sie die Finger der Keeper, um daran zu nuckeln, bis die n\u00e4chste Milch kommt. Sie ist auch etwas seltsam, da sie eigentlich kein Interesse an den \u00e4lteren Elefanten hat. Heute schien das aber anders zu sein. Entweder war sie auf der Suche nach Zuneigung oder sie hatte gehofft, dass es bei den \u00e4lteren Waisen noch etwas Milch gibt! Sie ging zu Arruba, Mashariki, Kamok und Mbegu, die sie alle begeistert bemutterten.<br \/>\nAls Loboito am fr\u00fchen Morgen mit seinen Freunden aus dem Stall kam, sah er gut aus. Sp\u00e4ter aber kr\u00e4nkelte er, zitterte und wurde sehr schwach. Wir haben einen Bluttest gemacht, der anzeigte, dass sein Blutzuckerspiegel etwas niedrig war. Er wurde an eine Infusion gelegt, wodurch er etwas Energie zur\u00fcckbekam.<br \/>\nDie Waisen genossen ihren Tag im Busch und gingen in kleineren Gruppen immer weiter ins Dickicht. Oltaiyoni tat sich mit Roi und Dupotto zusammen, und sie hielten etwas Abstand zu den Anderen. Als es Zeit f\u00fcr die \u00f6ffentliche Besuchsstunde wurde, gingen alle Gruppen zusammen zur Milchf\u00fctterung. Die drei M\u00e4dchen fehlten aber noch, obwohl sie normalerweise immer in der ersten 15-k\u00f6pfigen Gruppe zu ihrer Milch gehen. Ein paar Keeper machten sich auf die Suche nach ihnen, w\u00e4hrend die anderen Keeper die zw\u00f6lf \u00fcbrigen Babys zum Schlammbad brachten, wo die \u00f6ffentliche Besuchsstunde stattfindet. Als die erste Gruppe fast fertig war, kamen die drei Ausrei\u00dfer von allein herangeschlendert und verlangten nach ihrer Milch. Sie m\u00fcssen ihr Gef\u00fchl f\u00fcr die Zeit verloren haben, denn normalerweise wissen die Babys sehr gut, wann es die Milch gibt.<br \/>\nNdotto und Lasayen verlassen nie die \u00f6ffentliche Besuchsstunde, ohne die Besucher zum Lachen gebracht zu haben. Sie genossen ihr Schlammbad und ihre \u00fcblichen Spiele so sehr, dass die Leute gro\u00dfen Spa\u00df hatten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/127201585521-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kiko und die Babygruppe<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 5. November 2015<\/strong><br \/>\nRapa war heute wieder ganz sch\u00f6n ungezogen. Er beneidet Murit sehr und \u00e4rgert ihn immer wieder. Heute hatte er es sowohl auf Godoma als auch auf Murit abgesehen, im Busch wie auch w\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde am Schlammloch. Godoma stand neben einem Keeper und knabberte an den Zweigen, die f\u00fcr sie bereitgelegt worden waren. Rapa kam zu ihr her\u00fcber und schubste sie so sehr, dass sie hinfiel und dabei fast ins Schlammloch rollte. Vorher hatte er schon Murit ge\u00e4rgert, w\u00e4hrend dieser seine Milch trank, indem er versuchte hatte, ihm die Milchflasche zu stehlen. Als der Keeper, der Murit gerade f\u00fctterte, versuchte, Rapa aufzuhalten, schubste er sowohl den Keeper als auch Murit.<br \/>\nDie kleine Minileitkuh Mbegu war heute so frech wie sonst nur ihre Freundin Kamok. Sie machte es den Keepern bei der Besuchsstunde schwer, als sie versuchte, die Milch der anderen Babys direkt aus der Schubkarre zu schnappen. Sie ging auf die Keeper los, um sie von der Schubkarre fernzuhalten, von der sie Milch stehlen wollte. Dieses freche Verhalten wurde von Mwashoti unterbunden, der alles mitangesehen hatte; er kam zu ihr her\u00fcber und schob sie von der Schubkarre fort.<br \/>\nUm 11 Uhr war es ziemlich hei\u00df, und so spielten die meisten Babys im Schlammloch. Oltaiyoni schwamm aber nicht, sondern graste an dem bereitgestellten Gr\u00fcnfutter. Die Warzenschweine kamen ebenfalls zum Schlammloch, doch Oltaiyoni graste nicht nur, sondern besch\u00fctzte und bewachte auch die Herde wie eine ordentliche Leitkuh &#8211; sie w\u00fcrde ihre Herde nicht in ein Schlammloch schicken, ohne sich zuerst davon \u00fcberzeugt zu haben, dass die Luft rein ist. Sie wollte beweisen, dass sie der Aufgabe gewachsen war, und so verjagte sie die Warzenschweine und hielt weiter Ausschau, um sicherzugehen, dass sie nicht wieder zur\u00fcckkommen w\u00fcrden.<br \/>\nSeit letzter Nacht braucht der kleine Loboito immer wieder Infusionen. Er konnte heute nicht mit hinausgehen, da er nicht auf seinen Hinterbeinen stehen konnte. Er konnte aber immerhin sein Gewicht mit den Vorderbeinen abst\u00fctzen und trinken. Er genie\u00dft immer noch seine Milch und wir werden alles versuchen, ihn zu behandeln.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/12720159042-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Rapa benimmt sich wie ein Rabauke<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 6. November 2015<\/strong><br \/>\nLoboito geht es noch immer schlecht. Er vermisst die Gesellschaft seines Freundes Wei Wei und Wei Wei vermisst ihn auch. Als Wei Wei am Morgen in den Busch aufbrach, h\u00f6rte der kleine Kranke ihn und rief nach ihm. Er wollte aufstehen, schaffte es aber nicht. Schlie\u00dflich entschieden wir, Wei Wei noch etwas Zeit zu geben, um Loboito Gesellschaft zu leisten. Sobald er in Loboitos Stall kam, war Loboito froh, ihn zu sehen. Er streckte seinen R\u00fcssel nach ihm aus und hielt ihn fest. Er war sichtlich erleichtert und ein wenig gl\u00fccklich. Nach einiger Zeit mit Loboito brach Wei Wei dann auf, um die anderen Mitglieder der Babyherde zu treffen. Auch Loboito wurde nach drau\u00dfen gebracht und dabei gest\u00fctzt, damit auch er etwas Sonne und Vitamin D tanken konnte. Als Wei Wei zu seiner Gruppe in den Busch kam, untersuchte er alle mit seinem R\u00fcssel. Offenbar vermisste er Loboito sehr, denn er lie\u00df den Kopf h\u00e4ngen und stellte sich allein neben ein paar kleine B\u00fcsche. Er blieb den ganzen restlichen Tag f\u00fcr sich und besch\u00e4ftigte sich nicht weiter mit seiner Gruppe.<br \/>\nAm Abend ging Boromoko mit Simotua in sein Gehege. Boromoko ist sehr nett und \u00e4rgert die anderen kaum einmal. Simotua mochte ihn trotzdem nicht in seinem Gehege haben und dr\u00e4ngelte ihn hinaus, weil er das Gehege nicht teilen wollte. So \u00e4rgerte Simotua Boromoko eine ganze Weile. Boromoko ist zwar kr\u00e4ftig, doch Simotua hat l\u00e4ngere Sto\u00dfz\u00e4hne als er, und davon l\u00e4sst er sich schon etwas einsch\u00fcchtern. Sie beruhigten sich aber bald, als sie das bereitgestellte Gr\u00fcn zu fressen begannen.<br \/>\nKiko macht es den Keepern noch immer schwer, wenn es darum geht, abends nach Hause zur\u00fcckzukehren. Heute rannte er wieder ins Geb\u00fcsch zur\u00fcck, nachdem er Maxwells oberes Gehege erreicht hatte. Die Keeper mussten ihm hinterherrennen und es dauerte eine Weile, bis sie ihn zur\u00fcckgebracht hatten. Er war wieder nur mit der Milch zu \u00fcberzeugen.<br \/>\nAm fr\u00fchen Abend kam Solio zu Hause vorbei und Max war froh, sie zu sehen. Sie spielten lange miteinander und Solio rangelte mit Max durch die Absperrung hindurch. Er wurde sehr aufgeregt und rannte in seinem Gehege auf und ab.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/128201504454-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Wei Wei vermisst seinen Freund Loboito<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 7. November 2015<\/strong><br \/>\nEndlich konnte sich Naseku den anderen Babys drau\u00dfen im Busch anschlie\u00dfen. Gegen 9 Uhr wurden die \u00c4lteren zu den Stallungen zur\u00fcckgebracht, um sie abzuholen. Mbegu war wie \u00fcblich die Erste, die bei ihr war, als das Tor ge\u00f6ffnet wurde. Sie unterhielten sich gut, und Arruba und Suswa folgten ihr. Naseku bekam eine nette und freundliche Begr\u00fc\u00dfung von fast jedem Familienmitglied, sogar die sonst frecheren Elefanten \u00e4rgerten sie nicht. Mashariki wollte auch nicht zur\u00fcckstehen, sie zu beruhigen und stellte sie der restlichen Familie vor. Auch Siangiki und Embu, die sonst nicht sehr viel Interesse an Neulingen zeigen, begr\u00fc\u00dften sie fr\u00f6hlich.<br \/>\nDrau\u00dfen im Busch gibt es einen Bach, und Godoma f\u00fchrte sie dorthin. Siangiki, Suswa und Sokotei schlossen sich ihnen beim Wasser an. Rorogoi kam vorbei, um hallo zu sagen und ging dann weiter. Sokotei f\u00fchrte Naseku dann zu Lasayen und die anderen kleinen Jungs. Ndotto war sehr interessiert daran, sie besser kennenzulernen und leistete ihr eine Weile Gesellschaft. Balguda verbrachte auch etwas Zeit mit ihr, und sie umschlangen eine Weile ihre R\u00fcssel. Naseku kam dann sogar mit zur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde und genoss ein ausf\u00fchrliches Schlammbad. Sie benahm sich die ganze Zeit hervorragend; das haben wir ihrer neuen Familie zu verdanken, die sie so wunderbar aufgenommen hat.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/128201504844-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Naseku kann die Anderen in den Busch begleiten<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 8. November 2015<\/strong><br \/>\nAls heute alle Waisen in den Wald gingen, musste Loboito wieder zu Hause bleiben. Der kleine Junge k\u00e4mpft um sein Leben, aber er wird immer schw\u00e4cher. Es trinkt noch immer seine Milch, wenn ihm ein Keeper den Kopf st\u00fctzt. Als Wei Wei aus seinem Stall kam, wollte er nicht aufbrechen, doch es gibt nichts, was er tun k\u00f6nnte. Tafuta ist auch noch sehr schwach und wurde am Morgen an eine Infusion gelegt, nachdem sie wieder zusammengebrochen war. Schlie\u00dflich schloss sie sich nach 7 Uhr ihren Freunden drau\u00dfen an. Sie freundet sich mit Kawaida an, die auch den Stall neben ihr bewohnt.<br \/>\nRapa bekam heute eine Lektion von Dupotto erteilt, nachdem sie gesehen hatte, wie er sowohl Ngilai als auch den Keeper, der ihn gerade f\u00fctterte, mit dem Kopf anstie\u00df. Dupotto schubste ihn von der Gruppe fort, wie es auch eine Leitkuh in der Wildnis tun w\u00fcrde, die solch ein Verhalten nicht toleriert. Rapa wird langsam ein frecher, junger Bulle, der von den \u00e4lteren K\u00fchen etwas im Zaum gehalten werden muss. Sein bester Freund Tusuja versucht auch manchmal, ihn zur Vernunft zu bringen, doch meistens h\u00f6rt er nicht auf ihn.<br \/>\nNasekus zweiter Tag drau\u00dfen verlief reibungslos, und sie machte ihren Artgenossen und den Keepern keine Probleme. Murit hatte nach der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde viel Spa\u00df beim Spielen mit Kiko, den er drau\u00dfen im Busch getroffen hatte. Sie spielten Fangen, in ihrer ganz eigenen Variante.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/128201505412-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Loboito geht es immer noch nicht besser, und er ist sehr schwach<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 9. November 2015<\/strong><br \/>\nMurit zeigte heute, dass es ihm schon wieder besser geht, als er sich gegen die anderen Kleinen wehrte, die ihn sonst nerven. Godoma war von Lasayen geschubst wurden, der sie auch immerzu \u00e4rgert, und ihre Wut wollte sie nun an Murit auslassen. Murit stand am Ufer des Schlammbads und spielte mit dem Wasser, und als Godoma hin\u00fcberging, um ihn zu schubsen, wurde er \u00e4rgerlich und schubste zur\u00fcck. Er erteilte gleich Godoma und Lasayen zusammen eine Lektion!<br \/>\nEs ist eine Weile her, seit Pea und Pod zur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde gekommen waren. Normalerweise versuchen sie, sie zu meiden und bleiben lieber bei Wei Weis kleiner Herde, die noch nicht zur Besuchsstunde geht. Auch wenn sie den Morgen bei der \u00e4lteren Gruppe verbringen, schleichen sie sich irgendwann zur Babygruppe davon. Heute entschieden sie sich aber, die Waisen zur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde zu begleiten. Sie kamen mit der ersten Gruppe mit Kamok und Oltaiyoni an. Als deren Zeit um war, wollten sie nicht einmal aufbrechen und warteten stattdessen auf die zweite Gruppe mit Suswa und Arruba, um bis zum Ende der Stunde zu bleiben.<br \/>\nWir haben wieder das Training f\u00fcr die \u00e4lteren Elefanten begonnen, die bald das Waisenhaus verlassen werden. Wenn sie bereit sind umzuziehen, m\u00fcssen sie sich an den LKW gew\u00f6hnen, der sie zu den Auswilderungsstationen bringen wird, damit sie am Umzugstag nicht zu gestresst sind. Bis auf Elkerama hatten alle anderen Trainierenden &#8211; Mashariki, Rorogoi, Arruba, Suswa, Balguda, Embu, Sokotei und Olsekki &#8211; keine Probleme damit, in den LKW zu gehen, der mit Zweigen und Gr\u00fcnfutter aufgeh\u00fcbscht ist. Sie machten es alle toll, und einige von ihnen wollten sogar l\u00e4nger im LKW bleiben, weil sie wussten, dass dort eine Extra-Flasche Milch auf sie wartet. So werden sie sich auf der Reise, die ihnen irgendwann bevorsteht, wohler f\u00fchlen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/12820151538-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murit f\u00fchlt sich schon viel besser<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 10. November 2015<\/strong><br \/>\nLoboito k\u00e4mpft noch immer um sein Leben und hat noch nicht aufgegeben. Er kann immer noch nicht stehen und sich nicht einmal umdrehen oder viel bewegen. Er trinkt aber noch seine Milch mit der Unterst\u00fctzung der Keeper. Er bekommt auch immer noch mit, wenn sein Freund Wei Wei in der N\u00e4he ist und antwortet auf dessen Kollern. Zu den F\u00fctterzeiten sowohl tags als auch nachts ruft er auch im Liegen nach seiner Milch.<br \/>\nLetzte Nacht hat es heftig geregnet, und keines der Babys schlief besonders gut. Rapa, Mbegu, Kamok, Kauro und Naseku hatten alle eine lange Nacht und einige versuchten, ihre Tore aufzuschieben, um Schutz und Trost bei ihren Freunden suchen zu k\u00f6nnen. Naseku rannte zwischen Tor und ihrem Keeper hin und her und zog schutzsuchend an seiner Decke. So heftig hat es schon lange nicht mehr geregnet. Alle waren erleichtert als es endlich d\u00e4mmerte, und sie rannten aus ihren Gehegen hinaus in den Busch.<br \/>\nMbegu schob Rapa in den Matsch und bewachte ihn, damit er nicht herauskam, bis die \u00f6ffentliche Besuchsstunde vorbei war. Auf diese Weise stellte sie sicher, dass er niemanden \u00e4rgern w\u00fcrde. Das war ihre Art der Strafe, denn sie hatte gesehen, wie Rapa ihren Freund Ndotto mit dem Kopf geschubst hatte, als dieser gerade aus einer Tr\u00e4nke Wasser soff. Das gefiel Mbegu gar nicht, und sie verfrachtete ihn daraufhin in den Pool, damit sie auf ihn aufpassen konnte. Mwashoti muss ihn bedauert haben; er dachte wohl, Rapa w\u00e4re sehr alleine und leistete ihm Gesellschaft. Simotua \u00e4rgerte Naseku, und Oltaiyoni kam ihr zu Hilfe. Simotua ist in letzter Zeit nicht sehr nett zu den j\u00fcngeren Waisen und wird langsam einer der frecheren Jungs.<br \/>\nDas Training f\u00fcr die \u00e4lteren Waisen geht weiter, und es lief heute genauso gut wie gestern. Elkerama weigert sich immer noch, in den LKW zu gehen, doch das ist nur eine Frage der Zeit. Ndotto tut immer noch das, was er am meisten mag und klettert auf alles und jeden. Es ist sehr lustig zu sehen, wie Kamok und Arruba auf dem Boden herumrollen und der kleine Junge hin\u00fcbergeht und auf den gro\u00dfen M\u00e4dchen herumklettert.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/12820151111-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Der arme kleine Loboito k\u00e4mpft um sein Leben<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 11. November 2015<\/strong><br \/>\nAm fr\u00fchen Morgen, als die Waisen herauskamen, gingen sie in ihren einzelnen Gruppen in verschiedene Richtungen. Balguda und Arruba hatten sich eine besondere Route \u00fcberlegt und nahmen Naseku mit sich. Vielleicht wollten sie ihr ein wenig mehr von der Gegend zeigen &#8211; ein paar Verstecke oder wo es das leckerste Gr\u00fcn gibt. Ngilai war mit seinem \u00e4lteren besten Freund Elkerama unterwegs, und zusammen nahmen sie auch einen anderen Weg als die Anderen. Naseku ist fast von der ganzen Familie liebevoll empfangen worden. Sie verbrachte den ganzen Tag zusammen mit Arruba und Balguda, und Arruba hat deshalb heute auch nicht viel von Suswa gesehen.<br \/>\nGegen 10 Uhr kam ein Anruf von den Voi-Stallungen, dass sie ein ungef\u00e4hr zwei Wochen altes Elefantenkalb gerettet hatten, das in einem Wasserloch gefangen war, ganz in der N\u00e4he von dort, wo Kwama und Kawaida gerettet worden waren. Sie hatten eine Meldung vom KWS erhalten, der die Information vom Reiseleiter einer Safari bekommen hatte. Das Kalb hatte die Nacht in dem Loch verbracht und war ver\u00e4ngstigt, aber sehr gl\u00fccklich, gerettet worden zu sein. Das Rettungsteam brach sofort aus Nairobi auf und informierte die Station in Voi, sodass sie sich mit dem Baby am Voi-Flugfeld treffen konnten, um es so schnell wie m\u00f6glich zum Waisenhaus zu bringen. Das Kalb wurde sofort in das Flugzeug geladen, und es ging wieder los Richtung Nairobi. Sie kamen kurz nach 15 Uhr im Waisenhaus an. Der kleine Bulle sah sehr m\u00fcde und verwirrt aus, doch nachdem er etwas Milch bekommen hatte, machte er schon wieder einen kr\u00e4ftigeren Eindruck. Er konnte sich noch nicht den Anderen anschlie\u00dfen, und es begann auch noch, sehr heftig zu regnen. Wir haben ihn Korongo genannt, nach dem Wasserloch, in das er gefallen war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/128201511614-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Balguda auf Achse mit Arruba<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 12. November 2015<\/strong><br \/>\nLetzte Nacht schien Korongo sein Ged\u00e4chtnis zur\u00fcckerlangt zu haben und schrie nach seiner Mutter. Die Anwesenheit des Keepers mit der Milchflasche beruhigte ihn aber sehr.<br \/>\nWir f\u00fcrchten, wir m\u00fcssen Loboito langsam aufgeben. Als Wei Wei mit seiner Babyherde und seinem neuen Freund Korongo aufbrach, kam er an Loboitos Stall vorbei und sagte ihm guten Tag. Er streckte ihm den R\u00fcssel entgegen, doch heute reagierte Loboito nicht wie an den vorherigen Tagen, an denen er mit einem Kollern geantwortet hatte. Der arme kleine Wei Wei ging mit einem traurigen Gesicht vom Stall weg. Loboito atmet noch, doch wir sehen keine Hoffnung mehr, dass er \u00fcberlebt. Er wollte es wirklich schaffen und hat so gut er konnte gek\u00e4mpft, doch nun scheint es so, als h\u00e4tte er aufgegeben.<br \/>\nKorongo war froh, seine neuen Freunde Tafuta, Kawaida, Tamiyoi, Kwama und Wei Wei zu sehen. Bei ihnen schienen nur Wei Wei und Tafuta zu merken, dass Korongo neu ist. F\u00fcr die Anderen war alles normal. Tafuta und Wei Wei waren aber neugieriger und spielten mit ihm, um ihn besser kennenzulernen. Sie ber\u00fcsselten und umarmten sich gegenseitig viel. Korongo wird sich wohl mit Kawaida anlegen m\u00fcssen, wer mehr Zeit mit Tafuta verbringen darf; Kawaida versucht immer, an Tafutas Ohren zu nuckeln.<br \/>\nDie traurige Nachricht ist, dass Loboito um 9 Uhr starb. Er hat lange und mit aller Kraft um sein Leben gek\u00e4mpft, aber am Ende musste er sich geschlagen geben.<br \/>\nNach der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde gab es noch einen Besuch der \u00e4lteren Waisen bei den Babys. Mbegu mit ihrem guten Mutterinstinkt wusste bereits, dass es einen Neuling gab, den sie noch treffen musste. Das war ihre Chance, und sie kam her\u00fcber und rief nach allen Babys, um den Neuank\u00f6mmling zu finden. Korongo war allerdings gerade mit Tafuta im Wald. Mbegu konnte die zwei aber finden; sie brachte ihn von Tafuta weg und f\u00fchrte ihn zu Kamok und Roi, die noch bei den anderen Babys waren. Als die anderen M\u00e4dchen Korongo entdeckt hatten, war lautes Kollern zu h\u00f6ren und man konnte ihnen die Freude bei der Begr\u00fc\u00dfung des neuen Babys ansehen. Es wurde dann ein wenig gedr\u00e4ngelt, um zu entscheiden, wer mit Korongo mitgehen durfte. Das dauerte aber nicht lange, denn bald kamen Mashariki, Arruba, Oltaiyoni und Siangiki an und \u00fcbernahmen als \u00c4lteste die F\u00fchrung. Sie nahmen das Baby mit sich und lie\u00dfen die anderen drei M\u00e4dchen zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/12820156357-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Loboito geht es gar nicht gut<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 13. November 2015<\/strong><br \/>\nFr\u00fch am Morgen waren die meisten Waisen bereits im Busch und grasten frisches Gr\u00fcn. Sirimon, Olsekki und Enkikwe rangelten miteinander und testeten, wer von ihnen der St\u00e4rkste ist. Bevor sie das aber gekl\u00e4rt hatten, zeigte Elkerama Interesse f\u00fcr ihr Spiel und wollte sich ihnen anschlie\u00dfen. Die drei Jungs wollten aber nicht mit ihm rangeln, da er \u00e4lter ist als sie und au\u00dferdem auch kr\u00e4ftiger und l\u00e4ngere Sto\u00dfz\u00e4hne hat! Die drei Jungs beendeten also ihr Spiel und gingen davon, sodass auch Elkerama nichts anderes \u00fcbrig blieb als weiterzugrasen.<br \/>\nW\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde gab es nicht viel Aktivit\u00e4t. Nur Kamok spielte &#8211; wie \u00fcblich &#8211; mit den Besuchern, die es sehr genossen, sie so dicht bei sich zu haben. Ndotto und Lasayen zeigten auch, was sie konnten. Sie f\u00fchrten dramatische Szenen auf, bei denen sie auf dem Boden herumrollten oder Ndotto immer wieder gegen Lasayen stie\u00df und rutschte. Diese Show zog die Aufmerksamkeit aller Besucher auf sich!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/12820151204-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sirimon genie\u00dft ab und zu Ringk\u00e4mpfe<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 14. November 2015<\/strong><br \/>\nDie arme Tafuta, die von der kleinen Kawaida so sehr geliebt wird, brach in der Nacht und am fr\u00fchen Morgen immer wieder zusammen. Daher wurde sie an eine Infusion gelegt, um sie wieder auf die Beine zu bringen. Sie graste heute nicht sehr aktiv, sondern blieb nur ruhig und ruhte sich h\u00e4ufig in Kawaidas Gesellschaft aus. Die Winzlinge Korongo, Tamiyoi und Kwama dagegen sehen kr\u00e4ftig aus; sie rannten heute im Busch hinter ein paar Warzenschweinen her.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/128201512456-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tafuta bricht ab und zu zusammen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 15. November 2015<\/strong><br \/>\nAls Kiko heute hinaus in den Busch ging, um sich den jungen Babys anzuschlie\u00dfen, kam er an ein paar Warzenschweinen vorbei, die gerade grasten. Er starrte sie erst an, bevor er auf sie zulief und versuchte, mit den Vorderbeinen nach ihnen zu treten. Die Warzenschweine forderten ihn heraus, rannten aber immer wieder weg. Pl\u00f6tzlich erwischte er eines von ihnen mit seinem Hinterbein. Das veranlasste die Warzenschweine endg\u00fcltig zur Flucht, und sie verschwanden tief im Geb\u00fcsch.<br \/>\nInzwischen sind Alamaya und Mwashoti sehr begierig auf ihre Milch. Als die erste Gruppe Babys ihre Flaschen trank und Alamaya und Mwashoti fertig waren, rannten sie von Einem zum Anderen, um sie von ihren Flaschen wegzuschubsen. Sie h\u00f6rten nicht einmal auf ihre Keeper. Alamaya stie\u00df den armen Tusuja mit dem Kopf an, als dieser gerade zufrieden an seiner Flasche nuckelte. Daraufhin schickten ihn die Keeper von der Gruppe weg, damit er lernen sollte, dass er etwas falsch gemacht hatte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/128201512815-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kiko hat Spa\u00df mit den Warzenschweinen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 16. November 2015<\/strong><br \/>\nDie arme kleine Tafuta erwachte heute extrem schwach. Sie war die ganze Nacht an einer Infusion und bekommt weiterhin Medizin. Trotz dieser Behandlung geht es ihr nicht besser, und so bangt ihre ganze menschliche Familie und dr\u00fcckt ihr die Daumen. Sie trank auch ihre Milch nicht sehr gut, was auch nicht zu einer Verbesserung beitr\u00e4gt.<br \/>\nGegen 9 Uhr erhielten wir einen Anruf von Enasoit in Laikipia, wo ein Elefantenkalb in einem Brunnen gefunden worden war. Wir schickten sofort ein Rettungsteam los, um den Waisen zum Waisenhaus zu bringen, und es kam kurz vor 15 Uhr mit dem kleinen Bullen wieder hier an. Er war v\u00f6llig ersch\u00f6pft und schien schlecht atmen zu k\u00f6nnen; er hatte vermutlich viel Wasser eingeatmet, als er im Brunnen feststeckte. Er bekam die notwendige Medizin, und weil er noch sehr klein war, erhielt er auch etwas Blutplasma. In seinem Zustand konnte das winzige Kalb aber kaum Milch trinken, und das machte die Dinge noch schlimmer. Es ist sehr jung, erst ein oder zwei Tage alt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/12820156360-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tafuta f\u00fchlte sich heute morgen gar nicht gut<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 17. November 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein sehr trauriger Morgen, der uns und die Waisen doppelt traf, denn wir haben in einer Nacht gleich zwei Babys verloren! Gegen 23:45 Uhr tat die arme Tafuta ihren letzten Atemzug und starb ruhig inmitten ihrer Keeper, die alles versucht hatten, um ihr Leben zu erhalten, aber keinen Erfolg hatten. In \u00e4hnlicher Weise starb auch der kleine Junge aus Enasoit um 5:45 Uhr, nachdem er mit gro\u00dfen Atemproblemen zu k\u00e4mpfen hatte. Es war extrem traurig, diese Babys zu verlieren, noch dazu beide in einer Nacht. Wir haben sie sehr geliebt und werden sie nun vermissen.<br \/>\nGegen 14:45 Uhr gab es so starken Regen, dass die f\u00fcnf kleinen Babys wieder hereinkommen mussten, w\u00e4hrend die \u00c4lteren das nasse Wetter genossen und im Matsch herumrollten und -rutschten. Wie \u00fcblich zu solchen Gelegenheiten kletterten die Jungs Kauro, Enkikwe, Olsekki und Sokotei flei\u00dfig auf einigen M\u00e4dchen, wie Suswa, Mashariki, Embu, Arruba und Oltaiyoni herum, die versuchten zu spielen. Spiel und Spa\u00df endeten, als die Zeit f\u00fcr die Milchf\u00fctterung gekommen war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/128201513351-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Viel Wasser, in dem die \u00e4lteren Waisen spielen k\u00f6nnen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 18. November 2015<\/strong><br \/>\nDer kleine Wei Wei wachte heute Morgen ziemlich matt auf. Er war nicht so aktiv oder verspielt wie an den anderen Tagen. Daher untersuchten wir seine Blutzuckerwerte, und es stellte sich heraus, das diese sehr niedrig waren, wogegen wir sofort etwas unternahmen. Die wunderbare Naseku hat sich komplett eingelebt und wird schon genauso gierig nach Milch wie die Anderen. W\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde, als die erste Gruppe zur\u00fcck in den Busch ging, schlich sich Naseku mit der n\u00e4chsten Gruppe zum Schlammbad zur\u00fcck, nur um eine weitere Milchflasche zu bekommen!<br \/>\nEinige der \u00e4lteren Waisen bekamen ihre Milch wieder direkt am LKW, denn der Umzug von Arruba, Mashariki und Rorogoi in den Tsavo East Nationalpark steht bevor. Die drei M\u00e4dchen gehen sehr gut hinein und sollten keine Probleme bereiten, wenn sie umziehen. Wir wissen aber, dass die Elefanten manchmal in letzter Sekunde ihre Meinung \u00e4ndern und dann doch nicht so gut mitmachen. Wir dr\u00fccken die Daumen und w\u00fcnschen ihnen alles Gute auf dem Weg zur\u00fcck in die Wildnis, wo sie hingeh\u00f6ren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/128201513553-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Wei Wei sah heute etwas matt aus<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 19. November 2015<\/strong><br \/>\nFr\u00fch am Morgen gegen 4 Uhr begann der Umzug der drei M\u00e4dchen Arruba, Rorogoi und Mashariki, und der Konvoi zur Auswilderungsstation fuhr mit den drei M\u00e4dchen im Laderaum ab. Bis dahin verlief alles erfolgreich, aber gegen 5 Uhr gab es unerwartete Probleme: als der LKW die Gegend um den Athi-Fluss erreichte, kam er in einen riesigen Stau, der bis zum Abzweig nach Machakos reichte, wo zwei gro\u00dfe LKW in einen Unfall verwickelt waren und die Stra\u00dfe blockierten. Somit musste der Umzugs-LKW umkehren, und um 6 Uhr waren die drei M\u00e4dchen wieder zur\u00fcck im Waisenhaus. Bei ihrer Ankunft waren Mashariki, Arruba und Rorogoi noch immer ruhig und zeigten keine negativen Begleiterscheinungen von ihrem kurzen Ausfug. Als die Tore ge\u00f6ffnet wurden, wanderten sie einfach heraus und wurden freudig von Embu, Suswa, Balguda, Kauro, Sokotei, Olsekki und Oltaiyoni begr\u00fc\u00dft, die geduldig auf sie gewartet hatten. Als sie alle in den Busch aufbrachen, ber\u00fchrten Embu und Oltaiyoni immer wieder Rorogoi und Arruba, als ob sie fragen w\u00fcrden, wo sie denn gewesen waren. Drau\u00dfen im Busch verhielten sich die drei M\u00e4dchen ganz normal, und auch bei der 9-Uhr-F\u00fctterung am LKW gingen sie direkt wieder hinein. Sie tranken die Milch wie an jedem anderen Tag im LKW und f\u00fcrchteten sich gar nicht vor ihm.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/12820152122-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Elefanten werden f\u00fcr den Umzug eingeladen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 20. November 2015<\/strong><br \/>\nAls die Waisen in den Busch gingen, trafen Sokotei, Enkikwe, Balguda, Kauro und Siangiki eine Gruppe Impalas. Sie beschlossen, ihnen nachzujagen und trompeteten dabei laut, sodass die Antilopen in den Wald davonsprinteten. Nachdem die Impalas so pl\u00f6tzlich verschwunden waren, blieben die f\u00fcnf Waisen zur\u00fcck und gingen stattdessen auf die B\u00fcsche los. Da die Impalas nicht wiederzufinden waren, forderten sich Enkikwe und Kauro zu einem Kr\u00e4ftemessen heraus, das auch Balguda interessant fand. W\u00e4hrenddessen ging Siangiki zu den Anderen zur\u00fcck, die bereits mit grasen besch\u00e4ftigt waren. Naseku zeigt nun mehr Interesse an den \u00e4lteren K\u00fchen wie Embu, Suswa, Mashariki und Arruba. Als die mittlere Gruppe heute, angef\u00fchrt von Oltaiyoni, zur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde ging, rannte Naseku davon und schloss sich stattdessen den \u00c4lteren an. Sie stellte sich mitten zwischen die \u00e4lteren M\u00e4dchen. Die Keeper versuchten sie wegzuf\u00fchren, doch erfolglos, und so durfte sie f\u00fcr den Rest des Tages bei ihnen bleiben.<br \/>\nDas Umzugstraining f\u00fcr die \u00e4lteren Waisen geht weiter. Elkerama ist noch immer etwas scheu, doch alle andere genie\u00dfen das Training und die Abwechslung bei der Milchf\u00fctterung. Mit der Zeit und etwas mehr \u00dcbung wird auch Elkerama von den Anderen lernen und bereit sein, ohne Probleme in den Anh\u00e4nger zu gehen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/12820152146-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kauro nach einer tollen Impalajagd<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 21. November 2015<\/strong><br \/>\nW\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde hatten Ndotto, Lasayen und Rapa viel Spa\u00df beim Spielen: Ndotto und Lasayen legten sich an der Absperrung hin und genossen die Streicheleinheiten der Besucher, w\u00e4hrend sie sich herumrollten und gegen die F\u00fc\u00dfe der Zuschauer stie\u00dfen. Daf\u00fcr gab es einigen Applaus! W\u00e4hrenddessen lief der s\u00fc\u00dfe Rapa an der Absperrung auf und ab, lehnte sich dagegen und stie\u00df gegen die Besucher dahinter. Dann kehrte er um und versuchte, die Absperrung wegzuschieben und sich zwischen die Besucher zu dr\u00e4ngeln. So lief er immer wieder zwischen beiden Seiten der Absperrung hin und her. Rapa wird ein sehr verspielter Elefant!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/128201522843-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lasayen und Boromoko<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 22. November 2015<\/strong><br \/>\nHeute sah Wei Wei nicht gesund aus, und er konnte kaum stehen. Er konnte seinen Stall nicht mit den anderen Waisen verlassen, die in den Busch gingen und den armen Wei Wei zur\u00fccklassen mussten. Er kam an eine Infusion, damit er seine Energie zur\u00fcckerlangen und sich sein Blutzucker wieder normalisieren konnte, der in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden absackt. Er hatte auch Durchfall, was ihm Kr\u00e4fte raubt und alles noch schlimmer macht. So musste der arme Wei Wei den ganzen Tag bei seinen Keepern im Stall bleiben, um die Kr\u00e4fte zu schonen, die er noch hatte. Sein Zustand ist auch nach der Behandlung mit Medikamenten noch nicht wieder normal und er wird langsam d\u00fcnner. Sein Appetit auf Milch ist aber wieder besser geworden, und wir hoffen, dass er es noch schafft.<br \/>\nW\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde um 11 Uhr waren die Waisen heute nicht sehr aktiv und tranken nur ihre Milch. Embu und Enkikwe zeigten wieder ihre gierige Seite, indem sie Siangiki und Kauro piesackten, die in Ruhe ihre Flaschen trinken wollten.<br \/>\nDrau\u00dfen im Busch hatte die ganze Herde gegen 13 Uhr ein tolles Bad in einem Schlammloch im Wald. Der Spa\u00df endete, als zwei m\u00e4nnliche Warzenschweine, die sich gegenseitig jagten, am Wasserloch vorbeirannten. Das erschreckte die Babys derma\u00dfen, dass sie alle herausrannten und Schutz bei ihren Keepern suchten. Als sie bei den Keepern ankamen, blieben sie stehen und hielten den Atem an, w\u00e4hrend Arruba, Suswa und Mashariki zur\u00fcckmarschierten und mit weit aufgestellten Ohren trompeteten, um sicherzugehen, dass die Luft wieder rein war. Sie beruhigten sich wieder, nachdem die Keeper sie weiter in den Wald hinein, weg vom Schlammloch gef\u00fchrt hatten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/128201523437-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lasayen und ein paar andere Babys im Busch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 23. November 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein d\u00fcsterer Morgen, nachdem wir den kleinen Wei Wei in der Nacht verloren haben. Er kam in schlechtem Gesundheitszustand bei uns an, aber wir alle dachten, dass er auf dem Weg der Besserung w\u00e4re und alles gut laufen k\u00f6nnte. Doch das Zahnen und die \u00fcblichen Probleme, die in dieser Zeit auftreten, sind gef\u00e4hrlich und bereiten bei den kleinen Waisen immer wieder Sorgen. Im Laufe der letzten Tage schien es ihm dann immer schlechter zu gehen. Die regelm\u00e4\u00dfigen Bluttests zeigten keine Infektion, doch er schien trotzdem immer schw\u00e4cher zu werden und all seine Energie zu verlieren. Obwohl wir alles getan haben, was wir konnten, starb er inmitten seiner geliebten Keeper. Er wird sehr von seiner Babygruppe, Tamiyoi, Kwama, Kawaida und dem winzigen Korongo vermisst werden, die ihre ganze Zeit mit ihm verbracht haben. Auch seine menschliche Familie wird ihn vermissen, die es nun erst einmal verdauen muss, noch ein Baby verloren zu haben.<br \/>\nDen anderen vier Winzlingen scheint es recht gut zu gehen. Tamiyoi wird wohl nun die Anf\u00fchrerin dieser kleinen Gruppe sein; im Busch ist sie immer abenteuerlustig, und wenn es Zeit f\u00fcr die Milchf\u00fctterung ist, versucht sie, die Babygruppe zu den Stallungen zur\u00fcckzubringen. Nach der F\u00fctterung f\u00fchrt sie sie dann dorthin zur\u00fcck, wo Kiko ist. Vielleicht wird Tamiyoi in ferner Zukunft einmal eine gute Leitkuh werden &#8211; jedenfalls zeigt sie schon in ihrem sehr zarten Alter gute Ans\u00e4tze.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/12820152380-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tamiyoi und die anderen Babys werden Wei Wei vermissen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 24. November 2015<\/strong><br \/>\nDer kleine Murit und auch Balguda, denen es eine Weile nicht so gut ging, sind inzwischen wieder sehr aktiv und fit, dank der hilfreichen Medizin. Sie sind gl\u00fccklich, spielen viel mit den Anderen und zeigen sehr gute Fortschritte. W\u00e4hrend der F\u00fctterzeiten, drau\u00dfen im Busch wie auch bei der Besuchsstunde, kommen die beiden mit den Anderen angerannt, was sie in der Vergangenheit nicht tun konnten. Als sie heute auf ihre 9-Uhr-Flaschen warteten, konnte man Balguda beim Ringkampf mit Olsekki und Sokotei sehen. Ihr Spiel war aber schnell wieder vorbei, nachdem sie begriffen hatten, dass die Milchflaschen auf dem Weg waren. Balguda und Murit sehen so viel besser aus als fr\u00fcher, und wir sind sehr froh und guter Hoffnung, dass sie ein langes und gl\u00fcckliches Leben vor sich haben werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/128201524716-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Balguda sieht wieder gut aus<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 25. November 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein sehr hei\u00dfer Tag, und bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde genossen alle Elefanten ein langes Schlammbad, um sich abzuk\u00fchlen. Mbegu, Dupotto, Alamaya und Mwashoti er\u00f6ffneten das Bad, und sie rollten sich alle fr\u00f6hlich im Schlamm herum. Alamaya kratzte seine Hinterbeine an Mbegu, die komplett im Schlamm untergetaucht war. Er konnte es aber nicht lange genie\u00dfen, da Mwashoti eifers\u00fcchtig wurde und ihn von Mbegu wegschubste, damit er mit ihr spielen konnte. Er versuchte, auf sie zu klettern, sodass Mbegu um Hilfe schrie. Oltaiyoni, die Anf\u00fchrerin der ersten Gruppe, ging direkt ins Schlammloch, um Mbegu vor Mwashoti in Schutz zu nehmen. Allein die Anwesenheit von Oltaiyoni veranlasste Mwashoti davonzulaufen. Er ging aus dem Schlammloch und lie\u00df Mbegu und Dupotto in Frieden. Daraufhin konnten auch Godoma und Rapa am Schlammbad teilnehmen. Unterdessen hatten die putzigen Jungs Ndotto und Lasayen ihren Spa\u00df dabei, in der feuchten Erde herumzurollen und aufeinander herumzuklettern. Ndotto wartete schlauerweise darauf, dass Lasayen sich hinlegte, damit er dann auf dessen R\u00fccken klettern konnte. Er ist so winzig, aber er hat eine gro\u00dfe Pers\u00f6nlichkeit und trifft immer rasch Entscheidungen. Er ist immer vorne mit dabei, wenn es darum geht, auf die Anderen zu klettern, was Lasayen noch nicht gelernt hat.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/128201525013-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen kurz vor dem Schlammbad bei der Besuchsstunde<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 26. November 2015<\/strong><br \/>\nDer Tag begann sehr k\u00fchl und feucht, und es regnete dauernd. Die vier kleinen Babys mussten in ihren St\u00e4llen und unter ihren dicken Decken bleiben, damit ihnen das schlechte Wetter nichts anhaben konnte. Die j\u00fcngeren Babys bekommen sehr schnell eine Lungenentz\u00fcndung; normalerweise w\u00fcrden sie unter ihren M\u00fcttern und Kinderm\u00e4dchen stehen und von ihnen gew\u00e4rmt werden. Den \u00e4lteren Waisen machte das schlechte Wetter nichts aus, und sie alle genossen den Regen. Drau\u00dfen im Busch hatten die meisten Waisen ein vorgezogenes Schlammbad. Arruba, Suswa, Mashariki, Balguda, Elkerama, Embu und Rorogoi matschten sich ein, w\u00e4hrend es weiterregnete. Kamok, Mbegu, Ndotto, Lasayen, Ngilai und Dupotto dagegen rannten, angef\u00fchrt von Mbegu, wild herum und spielten mit dem flie\u00dfenden Wasser, das als kleiner Bach aus dem Wald floss. Sie rannten, spritzten und trompeteten laut, w\u00e4hrend sie aneinander stie\u00dfen. Der ganze Spa\u00df endete, als Kamok und Mbegu mit den K\u00f6pfen zusammenstie\u00dfen und Mbegu daraufhin davonging; die Anderen folgten ihr. Ihre Spielereien sahen genauso aus, als w\u00fcrden Menschenkinder in einem kleinen Bach spielen. Und genauso h\u00e4tten auch Menschenkinder reagiert, wenn sie versehentlich mit ihren K\u00f6pfen aneinander gesto\u00dfen w\u00e4ren. Es war ein gro\u00dfer Spa\u00df f\u00fcr die Waisen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/12820152547-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mbegu, Godoma, Suswa und Siangiki an einem nassen Tag<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 27. November 2015<\/strong><br \/>\nGegen 10 Uhr waren die Waisen drau\u00dfen im Busch mit Grasen besch\u00e4ftigt, als sie pl\u00f6tzlich von zwei m\u00e4nnlichen B\u00fcffeln erschreckt wurden, die quer durch die Gruppe der Waisen zu den Weidegr\u00fcnden rannten. Die gesamte Waisenherde blieb etwas verunsichert zur\u00fcck, und die j\u00fcngeren wie Murit, Rapa, Godoma, Mbegu, Kamok, Roi, Ndotto und Lasayen schrien und rannten zu ihren Keepern. Die \u00e4lteren wie Arruba, Suswa, Mashariki, Rorogoi, Embu und Elkerama trompeteten und trampelten zur Sicherheit ein paar B\u00fcsche nieder. W\u00e4hrend die j\u00fcngeren Waisen bei ihren Keepern standen, machten sich die \u00e4lteren M\u00e4dchen am Geb\u00fcsch zu schaffen und wunderten sich, wo die B\u00fcffel geblieben waren. Diese waren aber schon wieder tief im Wald verschwunden. Die Herde beruhigte sich, nachdem die Keeper sie zusammengerufen hatten, und sie gingen zusammen zu einem ruhigeren Ort. Dabei hingen Arruba, Suswa und Mashariki hinterher, trompeteten immer noch und zertrampelten weiter B\u00fcsche, um die Herde und ihre menschliche Familie zu besch\u00fctzen.<br \/>\nW\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde gab es keine au\u00dfergew\u00f6hnlichen Aktivit\u00e4ten. Die Waisen fra\u00dfen nur das bereitgelegte Gr\u00fcnfutter, und die freche Kamok sch\u00e4kerte wie \u00fcblich mit den Besuchern, denen das sehr gefiel. Sie ging an der Absperrung entlang und stie\u00df die Zuschauer an; sie war auf \u00c4rger aus und hatte es auf die Schulkinder abgesehen, denen sie eine Kopfnuss geben wollte. Ihr Keeper passte aber gut auf und konnte sie im Zaum halten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/12820155371-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Alamaya grast im Wald<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 28. November 2015<\/strong><br \/>\nW\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde zeigte Roi wieder ihre gierige Seite; sie schlich umher und machte den anderen Babys \u00c4rger, die gerade ihre Milchflaschen genossen. Die Keeper versuchten, sie zu ermahnen, doch sie ging von einem zum n\u00e4chsten. Schlie\u00dflich \u00e4rgerte sie den armen Rapa und schaffte es, seine Flasche zu stehlen. Dadurch lie\u00df der Keeper, der Rapa gerade f\u00fctterte, auch die andere Flasche fallen, in der noch ein guter Liter Milch war. Bevor er sie wieder aufheben konnte, hatte Roi die Flasche schon geschnappt und war damit davongerannt. Sie lie\u00df sich die Milchreste darin schmecken, und die Besucher lachten dar\u00fcber und erlebten, wie schlau diese Babys sind. W\u00e4hrenddessen leerte Naseku ihre Flasche und wollte dann vom Besucherbereich zu den \u00e4lteren Waisen zu gehen; sie wurde aber zur\u00fcckgehalten. Die arme Naseku ist lieber bei den gro\u00dfen M\u00e4dchen als bei der j\u00fcngeren Gruppe um Kamok und Mbegu.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/12820156758-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Roi ist wieder einmal frech<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 29. November 2015<\/strong><br \/>\nEs war heute sehr k\u00fchl, und es regnete den ganzen Tag \u00fcber immer wieder einmal. Die armen kleinen Waisen mussten also wieder den ganzen Tag in ihren St\u00e4llen bleiben. Die gr\u00f6\u00dferen Waisen rollten sich drau\u00dfen im Busch viel im nassen Schlamm herum und hatten gro\u00dfen Spa\u00df.<br \/>\nW\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde sch\u00fcttete es auch gerade wieder, doch die Waisen rollten und rutschten in das Schlammloch hinein und wieder hinaus. Die Jungs Ndotto, Lasayen, Alamaya, Ngilai, Mwashoti und Rapa kletterten fr\u00f6hlich auf Oltaiyoni, Roi, Dupotto und Mbegu herum, w\u00e4hrend sie ihr Schlammbad genossen. Ndotto und Lasayen spielten mit Mbegu, und Alamaya und Mwashoti mit Oltaiyoni. Einmal hielten sie inne und versuchten alle zusammen, auf Oltaiyoni zu klettern. Sie lagen aufeinander wie die Spieler beim Rugby. Die Besucher hatten trotz des Regens viel Spa\u00df dabei, den Waisen bei ihrem Bad zuzuschauen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/128201561334-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tamiyoi und Kawaida m\u00fcssen ihre Decken anbehalten<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 30. November 2015<\/strong><br \/>\nGestern fr\u00fch sahen Kwama und Kawaida matt aus und waren nicht so aktiv wie in den letzten Wochen. Sie hatten auch missmutige Gesichter und hatten mit Durchfall und ihren Z\u00e4hnen zu k\u00e4mpfen, was den Babys immer sehr zusetzt. Sie sind d\u00fcnn im Gesicht, obwohl sie weiterhin gut fressen. Als sie heute aufwachten, machten sie beide einen viel besseren Eindruck und sahen kr\u00e4ftiger aus als gestern, obwohl sie noch immer etwas d\u00fcnn sind. Korongo und Tamiyoi sehen auch gut aus, allerdings hat der kleine Korongo das Zahnen erst noch vor sich.<br \/>\nDrau\u00dfen im Busch schlich sich Naseku wieder einmal von ihrer Gruppe weg. Sie wollte zu den Stallungen zur\u00fcck, doch wir konnten sie davon abhalten, bevor sie dort ankam. Sie wird inzwischen auch schon gierig nach ihrer Milch.<br \/>\nW\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde waren die Babys nicht besonders aktiv, da sie vorher schon ordentlich schlammbaden konnten. W\u00e4hrend der Stunde begann es pl\u00f6tzlich wieder, heftig zu regnen. Kamok, Ndotto, Lasayen und Ngilai rannten an der Absperrung entlang, um unter den Schirmen der Besucher Schutz zu suchen. Sie kannten diese Dinger schon, da die Keeper so etwas auch haben. Die freche Kamok versuchte, an den Regenschirmen zu ziehen, w\u00e4hrend die Keeper ihr bestes taten, sie im Zaum zu halten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/128201562151-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kwama und Kawaida im Schutz ihrer Decke<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-november-2015\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sonntag, 1. November 2015 Unser neues Kuhkalb Tafuta begleitete Wei Wei, Kawaida, Kwama, Tamiyoi und Loboito den Tag \u00fcber in den Wald hinaus. Gegen 6:30 Uhr kamen sie heraus, und es war bereits hell und warm. Tafuta war sehr froh, drau\u00dfen zu sein, aber sie spielte nicht so viel mit ihren neuen Freunden. 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