{"id":7416,"date":"2016-01-06T14:36:41","date_gmt":"2016-01-06T13:36:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=7416"},"modified":"2016-01-06T14:36:41","modified_gmt":"2016-01-06T13:36:41","slug":"umani-springs-november-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/umani-springs-november-2015\/","title":{"rendered":"Umani Springs November 2015"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 1. November 2015<\/strong><br \/>\nNach einer langen Trockenzeit regnet es endlich wieder. Letzte Nacht begann es, und die Waisen waren am Morgen \u00fcbergl\u00fccklich, als sie aus ihren Gehegen kamen. Murera versuchte, im Geb\u00fcsch einige Zweige abzubrechen, die vom Sturm gel\u00f6st worden waren. Sie konnte sie recht leicht abrei\u00dfen und brauchte nicht viel Kraft daf\u00fcr. Die anderen Babys waren bei Sonje und Lima Lima und suchten frisches Gras. Sie wussten aber nicht, welchen Weg sie nehmen sollten, da die vielen Pfade der wilden Elefanten sie verwirrten. Lima Lima war aber schlau und suchte sich den k\u00fcrzesten Weg zu Sonje heraus. Die Wege waren nach den Regenf\u00e4llen sehr rutschig, und die Waisen konnten nicht so schnell gehen, wie sie es bei Trockenheit k\u00f6nnen. Einige von ihnen rutschten manchmal aus oder fielen sogar hin.<br \/>\nAls es Zeit f\u00fcr das Schlammbad war, waren Ziwa und Jasiri ganz vorn dabei und warteten sehns\u00fcchtig auf ihre Flaschen. Die Jungs versuchten ein paar Minuten, den M\u00e4dchen voranzugehen, doch Lima Lima \u00fcberholte sie und f\u00fchrte sie zur Milchf\u00fctterung.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1214201561511-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera holt sich einen Zweig und frisst die Rinde<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 2. November 2015<\/strong><br \/>\nDie Babys kamen heraus, und Ziwa sprach mit seinen liebevollen M\u00fcttern Sonje und Murera, bevor sie in den Busch wanderten. Die anderen Babys liefen so schnell, dass Murera und Sonje nicht mit ihnen Schritt halten konnten. Die Keeper bremsten die anderen etwas, damit die humpelnden M\u00e4dchen sie einholen konnten und sie als eine Gruppe weiterlaufen konnten. Sonje fand auf dem Weg ein paar tolle Felsen, auf die sie steigen und alle anderen beobachten konnte. Hoch oben auf den Felsen graste sie weiter von dem frischen Gr\u00fcn, das nun langsam wieder treibt und den Waisen und den wilden Tieren des Kibwezi-Waldes wieder viele neue Leckerbissen bietet. Zwei Kronenkraniche kamen geflogen und kreischten hoch oben in den B\u00e4umen. Die Waisen erkannten ihre Schreie nicht und gerieten in Panik; Murera rannte davon und schloss sich den anderen Babys an, die bereits im Wald verschwunden waren, weil sie sich vor dem Geschrei der Kraniche f\u00fcrchteten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1214201562639-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje klettert auf die Felsen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 3. November 2015<\/strong><br \/>\nAm fr\u00fchen Morgen, noch bevor die Babys in den Busch aufbrachen, sah Sonje Ziwa auf sich zukommen und wusste genau, dass er ihr etwas zu berichten hatte. Ziwa begr\u00fc\u00dfte sie mit lautem Kollern und aufgestelltem Schwanz. Vielleicht erz\u00e4hlte er ihr, dass Jasiri und Ngasha ihn gerade mit ihren Sto\u00dfz\u00e4hnen angesto\u00dfen hatten. Jasiri l\u00f6schte seinen Durst am Wasserloch, und die anderen Babys kratzten sich die Hintern an den Felsen bei den Stallungen. Dann drehte sich Jasiri um und versuchte, auf Sonje zu klettern, die auf dem Boden spielte. Es entwickelte sich ein Ringkampf, doch er musste feststellen, dass Sonje sehr schwer und zu kr\u00e4ftig ist, um sich von ihm schieben zu lassen. Weil er keine Chance gegen Sonje hatte, war das Spiel schnell beendet.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/121420156423-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ziwa mit Sonje<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 4. November 2015<\/strong><br \/>\nNachdem alle Waisen ihre Milchflaschen beim Schlammbad geleert hatten, wanderten die Jungs davon, um die anderen Waisen zu den Kratzb\u00e4umen in der N\u00e4he zu f\u00fchren. Ein paar der anderen Babys gingen mit Sonje und Murera davon, um im Staubbad zu spielen und herumzurollen. Nachdem sie alle viel Spa\u00df gehabt hatten, kamen sie vom Wasserloch, vom Staubbad und vom Kratzen zusammen und grasten in einer Reihe weiter, w\u00e4hrend sie sich auf den Heimweg machten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1214201564528-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje kratzt sich und grast<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 5. November 2015<\/strong><br \/>\nSonje ging in den Wald los und versuchte, ihren Liebling Ziwa zu finden, der zu den frechen und ruppigen Jungs gegangen war. Sonje mochte das nicht und bef\u00fcrchtete, dass Ziwa von ihnen b\u00f6se geschubst werden k\u00f6nnte. Die Waisen waren sehr verspielt und jagten alle wilde Tiere, die ihnen \u00fcber den Weg liefen. Ziwa verscheuchte mit lautem Trompeten ein paar Buschb\u00f6cke, die zum Wasserloch laufen wollten, und wurde dabei von den anderen Babys unterst\u00fctzt. Sie rannten schnell und versuchten, die Buschb\u00f6cke um sie herum einzuholen. Das laute Tr\u00f6ten im Wald erschreckte die Wildh\u00fcter, die auf Patrouille waren, und sie rannten los, weil sie dachten, es w\u00e4ren wilde Elefanten in der N\u00e4he! Es war so laut und kr\u00e4ftig, dass sie nicht ahnen konnten, dass unsere Babys zu solchen Ger\u00e4uschen f\u00e4hig sind. Am lautesten trompeteten die gr\u00f6\u00dferen K\u00fche Lima Lima, Sonje und Murera.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1214201565236-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngasha und Quanza spielen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 6. November 2015<\/strong><br \/>\nJasiri fand sich allein im Busch wieder, ohne seine Freunde in der N\u00e4he. Nachdem er bemerkt hatte, dass er zur\u00fcckgeblieben war, kam er aus dem dichten Geb\u00fcsch, um seine Artgenossen zu suchen. Er hatte Gl\u00fcck und kam an der spielenden Sonje vorbei, die auf dem Boden herumrollte und ihren Bauch rieb. Als Jasiri sie dort liegen sah, kletterte er sofort auf ihren R\u00fccken. Sonje gefiel dieses ungest\u00fcme Verhalten gar nicht, w\u00e4hrend sie spielte. Sie stand auf und wollte ihn wegscheuchen. Als sie ihn erwischte, entwickelte sich ein Ringkampf, bei dem Jasiri all seine Kr\u00e4fte aufbieten musste. Wie \u00fcblich machte aber Sonje den viel kr\u00e4ftigeren Eindruck. Sie drehte sich dann um und signalisierte Jasiri, dass er weitergehen und jemand anderes \u00e4rgern sollte, damit sie mit Zongoloni spielen konnte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/121420157513-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Jasiri allein auf weiter Flur<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 7. November 2015<\/strong><br \/>\nMurera besch\u00e4ftigte sich sehr ausf\u00fchrlich mit einem Kratzbaum, bevor sie den anderen Waisen in den Wald folgte. Lima Lima ging ihren eigenen Weg und versuchte, von den Keepern etwas frisch gepfl\u00fccktes Gras zu bekommen, und sie halfen ihr tats\u00e4chlich. Dann ging sie zu Zongoloni, die sich auch etwas von dem leckeren Gras g\u00f6nnte, das die Elefanten in Umani gerade so sehr genie\u00dfen. Quanza fand ein paar weiche Akazienbl\u00e4tter, die sie vorsichtig pfl\u00fcckte, um die Dornen zu meiden. Die Babys gingen dann zu den Weidegr\u00fcnden zur\u00fcck, wo ihnen ein wilder Elefant entgegenkam, als sie zum Wasserloch gingen. Der wilde Bulle hielt in einigem Abstand zu den Babys an und versuchte, mit ihnen zu kommunizieren und sich anzufreunden. Er hielt aber an, als er bemerkte, dass die Babys nicht allein unterwegs waren, sondern Menschen bei ihnen waren. Die wilden Elefanten haben sich noch immer nicht ganz an die Keeper gew\u00f6hnt. Die Waisen gingen weiter zum Schlammbad, und der wilde Bulle verschwand im dichten Wald.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/121420157304-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera kratzt sich<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 8. November 2015<\/strong><br \/>\nAls die Babys auf ihrer langen Tageswanderung waren und nach Futter suchten, bemerkten sie nicht das Krokodil, dass sich sonnte. Es hatte aber die Ankunft der Elefanten und der Keeper schon mitbekommen und sprang schnell ins Wasser, bevor es zertrampelt werden konnte. Die Elefanten h\u00f6rten nur ein Platschen und wussten nicht, was es war. Jasiri und Ngasha erschraken am meisten bei dem seltsamen Ger\u00e4usch aus dem Wasser und rannten davon. Sie hielten aber an, um sich zu kratzen, als sie an ein paar geeigneten B\u00e4umen auf dem Boden vorbeikamen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1214201574945-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ein Krokodil sonnt sich<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 9. November 2015<\/strong><br \/>\nNgasha war sehr froh, einiges von dem frischen neuen Gras fressen zu k\u00f6nnen, das es w\u00e4hrend der langen Trockenzeit nicht gegeben hat. Er ging immer dem Gras nach und kam zu saftigen Weiden, sein Gehegegenosse Faraja hinterher, und Jasiri und Murera folgten langsam. Als die Waisen beim Schlammbad zu den Mittagsaktivit\u00e4ten und der Milch ankamen, waren sie so schnell, dass sie vor den Keepern da waren. Sie mussten warten, bis die Keeper sie wieder eingeholt hatten. Jasiri und Zongoloni wollten nicht warten, da sie wussten, dass ihre Flaschen auf dem Boden f\u00fcr sie bereit stehen w\u00fcrden. Sie gingen weiter und bedienten sich, w\u00e4hrend die fauleren Babys, die ihre Flaschen nicht selbst aufheben k\u00f6nnen, auf die Keeper warten mussten. Nach dem Mittag gingen alle Waisen in den Wald, um bis zum Einbruch der Dunkelheit zu grasen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/121420157543-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngasha grast<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 10. November 2015<\/strong><br \/>\nMurera kam an ihrem Lieblingsast vorbei und versuchte, ein paar frische, weiche Bl\u00e4tter in ihren Mund zu stopfen. Der Baum war aber sehr hoch und Murera musste ihren R\u00fcssel ausstrecken so weit es ging, damit sie an den Ast heranreichen konnte. Zongoloni und Sonje waren mit Ziwa hinter Murera und versuchten auch, ein paar der \u00c4ste mit den leckeren Bl\u00e4ttern abzubrechen. Es war ein wunderbarer Moment f\u00fcr die Waisen, als sie von den weichen \u00c4sten naschen konnten.<br \/>\nSp\u00e4ter am Tag hatten die Babys wieder Gl\u00fcck: sie trafen zwei wilde Bullen, die sie schon letzte Woche gesehen hatten. Es war lustig zu sehen, wie die Babys vor ihren wilden Artgenossen davonhuschten. Sie waren von der puren Gr\u00f6\u00dfe der Elefanten beeindruckt und eilten zu ihrer menschlichen Familie zur\u00fcck, die aus der Ferne zusah, um den Elefanten ihren Platz zu lassen. Vielleicht wissen Jasiri, Ngasha und Faraja noch nicht, dass sie auch einmal so gro\u00df sein werden!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/121420158288-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera versucht, an frische Bl\u00e4tter heranzukommen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 11. November 2015<\/strong><br \/>\nJasiri und Murera suchten im Wald gesch\u00e4ftig nach Spuren von wilden Elefanten, die fr\u00fcher am Tag dort vorbeigekommen waren. Jasiri wollte weiter nach den wilden Bullen suchen, doch Murera gab ihm zu verstehen, dass er noch zu jung ist, um mit den wilden Artgenossen durchzubrennen und er lieber wieder mit nach Hause kommen sollte. Als sie zum Wasserloch zur Milchf\u00fctterung gingen, fanden sie eine Schildkr\u00f6te im Wasser, die ihren Kopf heraussteckte. Sonje entdeckte sie und trat gegen das Wasser, damit die Schildkr\u00f6ten herauskommen w\u00fcrden. Die waren aber schlau und wussten, dass es ihr Ende sein k\u00f6nnte, wenn sie aus dem Wasser k\u00e4men und dass sie im Wasser vor den m\u00e4chtigen F\u00fc\u00dfen besser gesch\u00fctzt sind. Sonje ging schlie\u00dflich zum Staubbad und die Schildkr\u00f6ten hatten wieder ihre Ruhe. Die anderen Babys folgten ihr und gingen auch vom Wasserloch zum Staubbad. Sie staubten sich alle sch\u00f6n ein und gingen dann nach Lust und Laune zur\u00fcck in den Wald. Sie grasten, w\u00e4hrend die Keeper unter den B\u00e4umen zu Mittag a\u00dfen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1214201583215-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen saufen am Wasserloch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 12. November 2015<\/strong><br \/>\nJasiri war sehr gl\u00fccklich, am fr\u00fchen Morgen wieder drau\u00dfen im Busch zu sein. Er fand sch\u00f6nes gr\u00fcnes Futter, w\u00e4hrend Zongoloni auch sehr zufrieden zu sein schien. Sie warf sich etwas Erde auf den R\u00fccken, um die Tsetse-Fliegen fernzuhalten, die es seit Beginn der Regenzeit wieder h\u00e4ufiger gibt. Sonje und die anderen Babys hatten viel Spa\u00df; alle spielten und kletterten auf Sonjes R\u00fccken, und Sonje war \u00fcbergl\u00fccklich, dass die Babys so sch\u00f6n mit ihr spielten. Murera ging lieber weiter weg, und die Keeper behielten sie im Auge. Sonje ist immer eine gute Mutter f\u00fcr alle Babys; sie wei\u00df, dass sie sehr gro\u00df ist und die kleinen Waisen Schwierigkeiten haben, auf sie zu klettern. Also legte sie sich auf den Boden, damit die Kleinen es leichter hatten und das Spiel genie\u00dfen konnten.<br \/>\nAls die Waisen zum Schlammbaden zum Wasserloch gingen, spielten alle fr\u00f6hlich. Lima Lima versuchte, allen zu zeigen, wie toll sie sich im Schlamm herumrollen konnte, bis sie stecken blieb. Sie schrie um Hilfe, und die Keeper zogen sie aus dem dicken Schlamm, in dem sie feststeckte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1214201583654-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sonje sitzt auf dem Boden, damit die anderen auf ihr spielen k\u00f6nnen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 13. November 2015<\/strong><br \/>\nEs sprie\u00dft nun wieder frische Vegetation, nachdem die Waisen lange Zeit trockene Zweige fressen mussten. Die Pflanzen sind nun wieder so gr\u00fcn, dass die Babys begeistert sind, und wann immer sie frisches Gras sehen, gehen sie hin und fressen es ratzekahl.<br \/>\nSonje und die anderen Babys sahen heute ein paar Paviane im Wald. Ngasha stellte seine gro\u00dfen Ohren auf und versuchte, sie zu verjagen, denn sie machten Krach und st\u00f6rten die Waisen. Sonje \u00e4nderte die Richtung, damit die Waisen einen anderen Weg nehmen konnten. Sie gingen langsam und warteten auf Murera. Dabei kamen sie an zwei Eichh\u00f6rnchen vorbei, die vor einem Stachelschwein flohen. Die Waisen hatten noch nie ein Stachelschwein gesehen seitdem sie in Umani sind, und so rannten sie in Panik umher, jeder in eine andere Richtung, sodass nur Ngasha bei den Keepern \u00fcbrig blieb.<br \/>\nMittags beim Wasserloch war Sonje der Star und zeigte den j\u00fcngeren Elefanten, wie man am besten im Schlamm herumrollt. Auch Ngasha zeigte, was er konnte, als er sich hinsetzte und seinen Hintern auf dem Boden kratzte, um eventuelle Zecken loszuwerden. Er schien das sehr zu genie\u00dfen!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1214201584523-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngasha versucht, Paviane zu verscheuchen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 14. November 2015<\/strong><br \/>\nSonje lie\u00df einige der Elefanten zusammen mit ihrem Baby Ziwa in Gesellschaft von Murera zur\u00fcck. Sie hatte Ger\u00fcche von wilden Tieren im Wald gewittert, in entgegengesetzter Richtung von dort, wo die Waisen und ihre Keeper sich ausruhten. Diese wussten nicht, warum Sonje pl\u00f6tzlich laut herumtr\u00f6tete und -jagte. Sonje hatte aber Recht; sie wollte den Keepern mitteilen, dass sie aufmerksam sein sollten, weil B\u00fcffel in der N\u00e4he waren, die sie noch nicht bemerkt hatten! Sonje sorgte sich haupts\u00e4chlich um die Keeper, denn den Elefanten w\u00fcrden die B\u00fcffel nichts tun. Sie ist eine sehr f\u00e4hige Leitkuh &#8211; Lima Lima und Ngasha w\u00fcrden bei Gefahr immer schnell zu den Keepern rennen, anstatt etwas dagegen zu unternehmen.<br \/>\nBeim Wasserloch waren alle Babys verspielt und gl\u00fccklich, sich im Schlamm w\u00e4lzen zu k\u00f6nnen. Einige hatten viel Spa\u00df im Wasserloch, so wie Ngasha; er legte sich mit Bauch und Brust auf den matschigen Boden und nahm die W\u00e4rme auf.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1214201585021-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngasha genie\u00dft das Schlammbad<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 15. November 2015<\/strong><br \/>\nDer Kibwezi-Wald wird nun sehr gr\u00fcn, und die Umani-Elefanten sind sehr froh, hier zu sein, seit der Regen vor ein paar Wochen begonnen hat. Alle versuchen jetzt, vor den anderen an das gr\u00fcne Gras zu kommen. Die kleine Lima Lima ist gieriger denn je, und sie will das Gras auffressen, ehe es wieder trocknet und so ausd\u00f6rrt wie in der Trockenzeit, als es schwer war, etwas weiches zu finden. Lima Lima schnappte sich das Gras so schnell und lief vor den anderen her, dass die langsameren Elefanten wie Sonje und Murera sich mit dem abfinden mussten, was Lima Lima \u00fcbriggelassen hatte. Faraja erwischte mehr Gras, um es in seinen Mund zu stecken, sobald er von Lima Lima die Chance dazu bekam.<br \/>\nDie Tageswanderung begann, doch es war recht schwer, gut zu laufen, bei den schlammigen Bedingungen nach den heftigen St\u00fcrmen der letzten Tage. Der nasse Boden machte es den Babys nicht leicht, und es war sehr rutschig.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1214201585155-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Faraja stopft sich Gras in den Mund<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 16. November 2015<\/strong><br \/>\nNgasha folgte seinen Freunden dorthin, wo sie friedlich grasten, zusammen mit einigen freundlichen Antilopen in der N\u00e4he. Sie wurden unterbrochen, als Quanza schnell angerannt kam und ihre Ohren aufgestellt hatte. Sie sah sehr \u00e4ngstlich aus, und die ganze Herde rannte schutzsuchend zu ihren Keepern. Sogar Murera und Sonje, die sonst immer langsam gehen, hielten mit den j\u00fcngeren Babys mit, die schreiend durch den Wald zu ihren Keepern liefen. Auch die Keeper machten sich Sorgen, weil sie nicht wussten, was los war. Sie riefen die Namen der Babys, damit sie zu ihnen kommen und sich beruhigen w\u00fcrden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1214201585352-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngasha und Faraja schlammbaden<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 17. November 2015<\/strong><br \/>\nZongoloni verlor heute die Orientierung, als sie das frische Gras genoss. Als sie bemerkte, dass die anderen Babys nicht mehr in Sichtweite waren, l\u00f6ste sie den Alarm aus, indem sie im Geb\u00fcsch laut trompetete. Als die Keeper sie h\u00f6rten, war ihnen klar, dass sie sich verlaufen hatte und Hilfe brauchte, ihre Freunde wiederzufinden. Die Keeper riefen ihren Namen und &#8222;kwata kwata kwata&#8220;; das verstehen die Waisen, und kurz darauf kam sie heraus und fand ihre Freunde friedlich bei ihnen grasend.<br \/>\nNach der Mittagsf\u00fctterung ging Quanza fr\u00f6hlich zu Lima Lima, die die frischen, weichen Zweige fra\u00df, die seit Beginn der Regenzeit neu gesprossen sind. Es gibt nun viele Schmetterlinge und die V\u00f6gel sind auch zufrieden; sie kommen zum Wasserloch und suchen nach Insekten, die w\u00e4hrend des Regens herauskommen. Als Lima Lima ein paar Schmetterlinge sah, spielte sie mit ihnen, indem sie sie jagte. Der Boden war aber sehr rutschig, und so konnte sie nicht sehr schnell laufen, da sie immer wieder hinfiel. Die Schmetterlinge konnten daher frei um ihren Kopf herumfliegen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/121420158596-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Zongoloni sucht die anderen Waisen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 18. November 2015<\/strong><br \/>\nDie zwei Leitk\u00fche Murera und Sonje genossen es heute, das frische Gras zu pfl\u00fccken, das so lange verschwunden war. Jetzt finden die Waisen sehr einfach frisches Futter und m\u00fcssen nicht so lange suchen. Sie erinnern sich daran, dass sie noch vor nicht allzu langer Zeit mit ihren F\u00fc\u00dfen gegen das Gras treten mussten, weil es so hart und fest war. Heute entspannten sich die Waisen bald, nachdem sich ihre M\u00e4gen langsam voll anf\u00fchlten. Ziwa und Faraja spielten auf der rutschigen, nassen Erde und rollten sich herum. Sonje h\u00f6rte ihr Lieblingsbaby Ziwa kollern, w\u00e4hrend er herumrollte und dachte, er brauchte Hilfe. Sie beschloss, dorthin zu gehen, wo er zusammen mit den anderen frechen Jungs, Faraja und Ngasha, war, und als sie dort ankam, war Ziwa sehr froh, sie zu sehen. Sonje brachte sie dann alle zur Milchf\u00fctterung, von wo aus sie weiter zum Wasserloch gingen. Als sie dort ankamen, wollten einige der Babys nicht baden, da es recht k\u00fchl war und manche von ihnen bereits in kleineren nat\u00fcrlichen Pf\u00fctzen entlang des Weges gespielt hatten. Stattdessen gingen sie in den Wald zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/121520151456-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera genie\u00dft das gr\u00fcne Gras<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 19. November 2015<\/strong><br \/>\nDie wilden Elefanten sind nicht mehr so sesshaft, seit es nicht mehr so trocken ist. Sie k\u00f6nnen nun weiter wandern und tun das auch. Die Waisen k\u00f6nnen frei herumgehen und m\u00fcssen sich nicht f\u00fcrchten, wilde Elefanten zu treffen. Sie haben das neue weiche Gras ganz f\u00fcr sich allein. Im Kibwezi-Wald gewinnen die Umani-Quellen langsam ihre ganze Sch\u00f6nheit wieder. Die B\u00e4ume haben genug Feuchtigkeit, die Seen sind bis zum Rand voll und die jede Menge Reptilien genie\u00dfen das viele Wasser und die sonnigen Felsen. Die V\u00f6gel bauen Nester und feiern den Regen. Am Wasserloch kommen sie und mischen sich unter die Waisen, w\u00e4hrend diese ihre Milch trinken. Es gibt mehr Schmetterlinge als man sich vorstellen kann. Die Waisen genie\u00dfen das nat\u00fcrliche Wasserloch, das nun mit Regenwasser gef\u00fcllt ist. Wenn sie sich w\u00e4lzen, werden sie ganz rot, und es ist sehr schwer, sie alle auseinander zu halten, solange sie nicht n\u00e4her kommen. Wir konnten Murera heute nur aufgrund ihrer Art zu laufen von Sonje unterscheiden. Sonje war wieder der Star des Schlammbads und spritzte mit ihren F\u00fc\u00dfen herum. Ihr ganzer K\u00f6rper war unter Wasser. Ziwa \u00fcbte auch, sich sch\u00f6n zu w\u00e4lzen, nachdem er Sonje dabei zugeschaut hatte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/121520151205-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen gehen auf dem Heimweg \u00fcber gr\u00fcne Wiesen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 20. November 2015<\/strong><br \/>\nAls die Babys aus ihren Gehegen kamen, sahen sie fr\u00f6hlich aus. Lima Lima trompetete hinter ihrem Keeper und tat so, als ob sie ihn jagen wollte. Sie hat sich aber noch nie schlecht benommen und ist der Liebling aller Keeper. Sie scherzte nur, weil sie gut gelaunt und lustig war. Sie kratzte sich ihren juckenden Hintern an einem Baum, um all die kleinen, nervigen Zecken loszuwerden.<br \/>\nDie anderen Babys wurden von den frechen Jungs Ngasha und Faraja kommandiert und spielten ihre \u00fcblichen Spiele, bei denen sie aufeinander herumkletterten. Ngasha ging taktisch klug vor und wusste, dass Faraja mit ihm rangeln w\u00fcrde, wie sie es auch nachts in ihrem Gehege tun. Zongoloni kam mit Lima Lima und Quanza vorbei, und zusammen schoben sie die Jungs auseinander und beendeten das Spiel. Dann gingen sie mit ihnen zum Grasen in den Busch. Als sie sahen, wie Lima Lima und Zongoloni ins Geb\u00fcsch rannten, folgten sie ihnen alle.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1215201515626-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lima Lima kratzt sich<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 21. November 2015<\/strong><br \/>\nQuanza seilte sich von den anderen ab und ging zu ihrer eigenen Futterstelle, wo sie abseits von den vielen gierigen Babys, die ihr alles wegnehmen w\u00fcrden, nach Gr\u00fcnfutter suchen konnte. Als Ziwa sah, wie Quanza davonging, beschloss er, ihr zu folgen, um auch den ruppigen Jungs zu entfliehen. Sie folgten ihm zwar, aber mit Quanza in der N\u00e4he w\u00fcrden sie ihn nicht \u00e4rgern. Murera sah, wie Ziwa Quanza folgte und ging nun ihm hinterher; sie wollte wissen, was er vorhatte. Murera sah, dass er zu Quanza ging und wusste ihn in guten H\u00e4nden, da ihr klar war, dass Quanza freundlich zu ihm sein w\u00fcrde. So konnte sie beruhigt weitergrasen. Auch die Keeper machten sich keine Sorgen und lie\u00dfen Ziwa und Quanza gemeinsam das frische Gr\u00fcn genie\u00dfen. Auf der anderen Seite des Waldes machten ein paar wilde Tiere viel Krach, und Jasiri war sehr \u00fcberrascht von den seltsamen Ger\u00e4uschen. Er kam zur Herde zur\u00fcck, wo Murera mit Sonje graste.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1215201521524-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Jasiri grast<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 22. November 2015<\/strong><br \/>\nNgasha f\u00fchlt sich offenbar besonders fit, seit frisches Gras gewachsen ist, und heute legte er sich mit dem gro\u00dfen Jasiri an. Jasiri sch\u00e4rfte gerade seine Sto\u00dfz\u00e4hne in der Erde, und w\u00e4hrend er so herumstocherte, kam Ngasha von hinten und schubste ihn noch weiter zu Boden. Das nervte Jasiri, und er drehte sich um und stand nun Ngasha gegen\u00fcber. Der rannte davon, als er seinen Fehler bemerkt hatte. Nachdem er Ngasha verscheucht hatte, widmete sich Jasiri weiter seinen Sto\u00dfz\u00e4hnen, die nun frisch geschniegelt und gesch\u00e4rft sind.<br \/>\nAm Vormittag grasten die Waisen zufrieden und unterbrachen dann das Fressen, um in der rutschigen Erde herumzurollen. Lima Lima begann das Spiel, und Zongoloni und Sonje machten mit. Murera wollte auch mitspielen, doch nachdem sie ein paar Minuten mitgemacht hatte, blieb sie im dicken Matsch stecken. Sie schrie auf, und Sonje und die Keeper eilten herbei, um ihr helfen, in der rutschigen Erde wieder aufzustehen. Es war ziemlich schwierig f\u00fcr sie wegen ihre steifen Beins. Als die Keeper zu Murera rannten, stellten sie fest, dass ihr nichts fehlte und sie nur mit dem Aufstehen zu k\u00e4mpfen hatte. Nach einer Weile kam sie aber sogar ohne Hilfe wieder auf die Beine.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1215201522130-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngasha und Jasiri<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 23. November 2015<\/strong><br \/>\nDie letzte Nacht war sehr unruhig, und die Babys konnten nicht in Ruhe schlafen. Ein heftiges Gewitter tobte laut \u00fcber ihren D\u00e4chern, und B\u00e4ume st\u00fcrzten im Wald um. Es war sehr windig, und die Elefanten waren sehr \u00e4ngstlich und wussten nicht, was in diesem Sturm alles passieren w\u00fcrde. Murera und Sonje waren die ersten, die sich in ihrem Gehege beschwerten, und die Keeper mussten herauskommen und nach ihnen sehen. Sie kollerten und stie\u00dfen gegen ihre Gehegew\u00e4nde. Als die Keeper nach ihnen sahen, dachte Zongoloni, dass sie sie herauslassen w\u00fcrden und kam auch zu ihrem Tor gelaufen. Als die Keeper festgestellt hatten, dass den Waisen nichts fehlte und sie nur Angst vor dem Gewitter hatten, gingen sie wieder davon, woraufhin sich Zongoloni, Lima Lima und Jasiri lautstark beschwerten. Als die Keeper am Morgen die Gehege \u00f6ffneten, fanden sie ein gro\u00dfes Durcheinander vor; die W\u00e4nde waren dreckig, weil die Waisen versucht hatten, dagegenzuschieben und an ihnen hochzuklettern. Selbst am Morgen, als der Sturm vorbei war, blieben Ngasha, Faraja und Ziwa zusammen mit Zongoloni dicht bei ihren Keepern. Sie folgten ihnen hinaus in den Busch und erst als sie friedlich grasten, konnten sie die Nacht vergessen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/121520152310-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera gr\u00e4bt Erde f\u00fcr ein Staubbad aus<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 24. November 2015<\/strong><br \/>\nZongoloni trennte sich von ihren besten Freunden und suchte nach frischem, gr\u00fcnen Gras. Sie folgte ihrem Keeper, der ihr ein paar leckere, weiche Zweige zeigte. Sonje sah sie davongehen und folgte ihr, zusammen mit Ziwa, dorthin wo Zongoloni bereits das tolle Gr\u00fcn genoss. Ziwa ging erst mit seiner Adoptivmama Sonje mit, nachdem er von den frechen Jungs Faraja und Ngasha weggeschickt worden war.<br \/>\nEs regnete heftig auf die Waisen herunter, doch als es aufgeh\u00f6rt hatte, begannen die Babys, in der nassen Erde herumzutollen. Lima Lima jagte die Schmetterlinge, die um sie herumflogen. Sie kam wieder nicht sehr weit, weil der Boden sehr rutschig war. Jasiri versuchte es auch, aber auch er fand es zu rutschig und stand stattdessen nur still da und stellte die Ohren auf, bereit, die Keeper zu Hilfe zu rufen. Zongoloni kam mit Quanza zur\u00fcck, und sie w\u00e4lzten sich im matschigen Wasser. Sonje und ihr Sch\u00fctzling Ziwa waren die Stars beim Baden in den nat\u00fcrlichen Wasserl\u00f6chern, die vom Regen gut gef\u00fcllt waren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/121520152365-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Zongoloni genie\u00dft die gr\u00fcnen Wiesen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 25. November 2015<\/strong><br \/>\nMurera nahm sich heute etwas Zeit, um auf dem Boden zu entspannen, w\u00e4hrend Ziwa neben ihr stand. W\u00e4hrend sie sich ausruhte, schrien ein paar laute Affen auf den B\u00e4umen \u00fcber ihr herum. Sie hob ihren Kopf und versuchte, sie zu sehen, doch sie konnte sie nur in den B\u00e4umen wittern. Sie schrien weiterhin sehr laut, und ihre Babys sprangen auf die \u00c4ste neben die Stelle, an der Murera dann graste. Sie vermutete, dass die Affen auf ihren R\u00fccken springen wollten, und so ging sie mit Ziwa davon. Wilde Elefanten waren zu h\u00f6ren, die trompeteten und in tiefen T\u00f6nen kollerten, mit denen sie sich \u00fcblicherweise \u00fcber weite Strecken hinweg unterhalten. Die Waisen marschierten ins Geb\u00fcsch, um ihre wilden Artgenossen zu suchen. Quanza und Sonje f\u00fchrten die Babys schnell in den Wald. Die Keeper gingen hinterher und wollten sehen, wie sie auf die wilde Elefanten reagieren w\u00fcrden. Sonje und die Keeper stellten dann fest, dass die wilden Elefanten bereits wieder weg waren, als sie dort ankamen, da sie schon den Geruch der Menschen, die sich ihnen n\u00e4herten, bemerkt hatten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/121520152472-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murera entspannt sich<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 26. November 2015<\/strong><br \/>\nEs hatte in der Nacht bis zum Morgen heftig geregnet, und als die Waisen aus ihren Gehegen kamen, war es sehr nass drau\u00dfen und niemand wollte auf dem nassen Gras laufen. Es regnete weiter, und Zongoloni und die anderen Waisen spielten auf dem feuchten Boden und rollten sich in der matschigen Erde herum. Murera kratzte sich den R\u00fcssel an einem umgest\u00fcrzten Baum, um die Zecken loszuwerden. Wir haben sie gestern bespr\u00fcht, um die Zecken zu bek\u00e4mpfen, doch wenn sie in den Wald gehen, sammeln sie neue auf. Wir versuchen, die Zecken an ihren K\u00f6rpern unter Kontrolle zu halten, und sie kratzen sie sich auch an Felsen und B\u00e4umen ab. Als die Waisen heute im Regen standen und auf ihre Mittagsmilch warteten, rollte sich Lima Lima in einem nat\u00fcrlichen Rinnsal herum. Der Rest der Herde machte es ihr nach, und sie spielten zusammen im flie\u00dfenden Wasser.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/121520154497-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen haben ihren Spa\u00df im Wasser<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 27. November 2015<\/strong><br \/>\nMurera kam aus schnell aus ihrem Gehege gelaufen und ging zielstrebig in den Wald, um mit der t\u00e4glichen Wanderung zu beginnen und ihren leeren Magen mit frischen, weichen Zweigen zu f\u00fcllen. Diese gibt es seit Beginn der heftigen Regenf\u00e4lle zur Gen\u00fcge. Den Keepern gefiel die Richtung nicht, in der die Waisen aufbrachen, doch als sie die Elefanten zur\u00fcckrufen wollten, protestierten diese laut kollernd. Niemand kehrte um, und die Keeper mussten ihnen folgen, wohin sie wollten. Ngasha und die anderen Jungs wurden eifers\u00fcchtig und folgten den beiden Leitk\u00fchen. Die frechen Jungbullen benahmen sich dann ziemlich daneben. Als sie sahen, dass Lima Lima sich zu w\u00e4lzen begann, hielten sie es f\u00fcr eine gute Gelegenheit zum Spielen und sprangen auf ihren R\u00fccken. Quanza gefiel das gar nicht; sie drehte sich um und verjagte die Jungs, damit sie sie nicht weiter st\u00f6ren w\u00fcrden, w\u00e4hrend sie in der matschigen Erde ihren Spa\u00df hatten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/121520155435-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Eine sehr matschige Murera<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 28. November 2015<\/strong><br \/>\nMureras Wange juckte sehr, und als sie durch den Wald wanderte, suchte sie nach guten Gelegenheiten zum Kratzen. Als sie endlich einen sch\u00f6nen Platz im Geb\u00fcsch gefunden hatte, ging sie hin\u00fcber und kratzte sich im Gesicht.<br \/>\nNach der Mittagsf\u00fctterung wollte Lima Lima nicht, dass die Babys im Wasserloch an der Lodge baden, sondern sie lief an dem ablaufenden Regenwasser entlang dorthin, wo es ein gro\u00dfen nat\u00fcrliches Wasserloch gebildet hatte. Sie f\u00fchrte die ganze Herde dorthin, und alle hatten ein tolles Schlammbad. Zwei Schildkr\u00f6ten steckten in Schwierigkeiten, als Lima Lima und Sonje mit der ganzen Gruppe ankamen und alle anfingen, im Wasser herumzutrampeln. Das Wasser schwappte \u00fcber die R\u00e4nder, und eine Schildkr\u00f6te wurde mit hinausgetrieben. Sie wurde beinahe von einem der Babys zertrampelt, das sie im Gras nicht bemerkt hatte. Die Keeper retteten sie vor den F\u00fc\u00dfen der Elefanten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1215201551339-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen im gr\u00fcnen Wald<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 29. November 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen gingen langsam in den Wald zum Umani-H\u00fcgel. Dort trafen sie auf eine sehr gro\u00dfe B\u00fcffelherde, die aus den B\u00fcschen kam, wo sie die Nacht verbracht hatte. Sie hatten viele kleine Babys bei sich. Die Keeper w\u00e4ren beinahe mitten in sie hineingelaufen, hielten aber schnell die Babys davon ab, sich unter sie zu mischen. Nachdem die Keeper die Waisen gebremst hatten, l\u00f6ste sich die B\u00fcffelherde auf und verschwand in alle Richtungen. Nun hatten die Keeper und die Waisen wieder Platz, zum Umani-H\u00fcgel weiterzugehen. Nashornv\u00f6gel stie\u00dfen ihre seltsamen Rufe aus, und Murera, Ziwa und Sonje gingen in eine andere Richtung und verloren die \u00fcbrige Gruppe mit den Keepern. Als Lima Lima bemerkt hatte, dass die Waisen nicht mehr alle beisammen waren, kollerte und trompetete sie laut, damit Murera, Sonje und Ziwa es h\u00f6ren und ihnen folgen konnten. Die Keeper hatten sie auch schon ausgemacht und sahen, dass sie bereits zu Lima Lima und Zongoloni unterwegs waren, die im dichten Geb\u00fcsch tr\u00f6teten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1215201553754-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lima Lima im Matsch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 30. November 2015<\/strong><br \/>\nBisher kein Bericht verf\u00fcgbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\n<p style=\"text-align: left;\">\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/umani-springs-november-2015\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sonntag, 1. November 2015 Nach einer langen Trockenzeit regnet es endlich wieder. Letzte Nacht begann es, und die Waisen waren am Morgen \u00fcbergl\u00fccklich, als sie aus ihren Gehegen kamen. Murera versuchte, im Geb\u00fcsch einige Zweige abzubrechen, die vom Sturm gel\u00f6st worden waren. Sie konnte sie recht leicht abrei\u00dfen und brauchte nicht viel Kraft daf\u00fcr. 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