{"id":7494,"date":"2016-01-30T12:14:58","date_gmt":"2016-01-30T11:14:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=7494"},"modified":"2016-01-30T12:14:58","modified_gmt":"2016-01-30T11:14:58","slug":"nairobi-nursery-dezember-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-dezember-2015\/","title":{"rendered":"Nairobi Nursery Dezember 2015"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 1. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nSp\u00e4ter als \u00fcblich gingen die Waisen heute in den Busch, da es regnete. Wir haben viel Regen bekommen hier in Nairobi, was vermutlich an El Nino liegt. Kiko blieb in seinem Stall, bis der Regen etwas nachgelassen hatte, doch die Strau\u00dfen Pea und Pod brachen zusammen mit den \u00e4lteren Waisen auf und sahen dabei sehr nass aus und tropften. Die \u00e4lteren M\u00e4dchen wie Rorogoi und Mashariki m\u00f6gen es nicht, wenn die Strau\u00dfen bei den kleinen Waisen sind und verjagen sie, manchmal zusammen mit Arruba, damit sie nicht die F\u00fctterungen st\u00f6ren.<br \/>\nKauro wird nicht so gern nass und blieb unter einem Baum, w\u00e4hrend die anderen grasten und im Nieselregen spielten. Ndotto und Ngilai waren bei Elkerama. Olsekki und Sirimon vertrieben sich die Zeit mit Rangeln, kletterten aufeinander und rollten sich im Schlamm herum. Mwashoti hatte auch seinen Spa\u00df dabei, mit Siangiki zu spielen. Siangiki spielt nur selten einmal, und es war sehr sch\u00f6n, diesen Stimmungswechsel zu sehen. Mwashoti verwickelte sie in einen Ringkampf, der recht lange dauerte, bis sie ihn schlie\u00dflich beendeten. Zu sehen, wie gut es Mwashoti geht, dessen Bein beinahe v\u00f6llig von einer Schlinge durchtrennt worden war und nun v\u00f6llig verheilt ist, und wie beweglich er jetzt ist, macht alle vom DSWT sehr gl\u00fccklich.<br \/>\nAls die zweite Gruppe zur Besuchsstunde herunterkam, machte es der gierige Olsekki den Keepern sehr schwer und war kaum im Zaum zu halten. Er war zusammen mit der ersten Gruppe mit Siangiki, Boromoko und Sokotei zur Milchf\u00fctterung gekommen, doch er raufte und schubste immer weiter. Er versuchte, jedem die Milchflasche zu stehlen, auch denen der letzten Gruppe, die zum Schlammloch herunterkam und in der die gro\u00dfen Waisen Suswa, Elkerama, Rorogoi und Arruba waren. Er versuchte auch, an Arrubas Flasche heranzukommen, aber vergeblich. Schlie\u00dflich schubste er den Keeper, der Arruba gerade f\u00fctterte, und als sie das sah, lie\u00df sie ihre Flasche stehen und verjagte ihn erst einmal. So erteilte sie ihm eine dringend ben\u00f6tigte Lektion und half den Keepern. Sie piekste ihn mit ihren Sto\u00dfz\u00e4hnen und kam dann zur\u00fcck, um ihre Flasche zu leeren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/113201643432-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kiko geht in den Wald hinaus<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 2. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nLetzte Nacht gab es heftige Niederschl\u00e4ge, und die meisten Waisen waren sehr unruhig und schliefen schlecht, als der Regen auf ihre Eisend\u00e4cher niederprasselte und es sehr donnerte. Es war eine turbulente Nacht f\u00fcr alle. Kauro, Arruba, Lasayen und Mbegu liefen die ganze Nacht auf und ab und schrien in ihren St\u00e4llen. Sie mussten von ihren Keepern beruhigt werden. Der ganze Stress hinterlie\u00df seine Spuren, und am n\u00e4chten Morgen kamen sie deutlich geschw\u00e4cht aus den Gehegen.<br \/>\nAls sie in den Busch gingen, teilten sie sich in Gruppen auf. Balguda f\u00fchrte die Gruppe mit Mbegu, unserem kleinen Neuling Naseku, Roi, Kauro und dem kleinen Jungen Murit an. Kamok nahm mit Boromoko, Tusuja, Rapa, Simotua, Suswa, Mashariki, Arruba und dem Rest eine andere Route und gingen tiefer in das Geb\u00fcsch hinein. Seit Beginn der Regenf\u00e4lle gibt es sehr abwechslungsreiche Vegetation f\u00fcr die Waisen. Die meisten bevorzugen das weiche, gr\u00fcne Gras, das ihnen in den trockenen Monaten gefehlt hat. Einige wollten nicht in das dichte Geb\u00fcsch, weil es so nass war, doch Suswa, Elkerama und seinen Freund Ngilai, Rorogoi und Embu st\u00f6rte das nicht, und sie gingen immer tiefer hinein. Am Ende des Tages hatten sie alle wieder volle, runde B\u00e4uche.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/113201643928-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kauro hatte eine schlaflose Nacht<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 3. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nKamok, die am Tag ihrer Geburt zu uns kam, entwickelt sich zu einer f\u00fcrsorglichen und liebevollen Minileitkuh. Zusammen mit ihrer besten Freundin Mbegu brachte sie die kleinen Babys Naseku, Godoma und Ngilai heute weiter in den Busch hinaus. Abseits von den anderen Waisen genoss sie das Gef\u00fchl, die Leitkuh zu sein und f\u00fchlte sich wie ein gro\u00dfes M\u00e4dchen mit ihrer eigenen Herde. Die zwei Kleinen, Godoma und Ngilai, schienen ihr zu vertrauen und sich sehr wohl bei ihr zu f\u00fchlen. Wenn Elkerama nicht in der N\u00e4he ist, ist Ngilai bei Kamok. Auch bei der Milchf\u00fctterung steht er bei ihr und nuckelt manchmal sogar an ihren Ohren. Unsere neue kleine Naseku, die aus Nordkenia stammt und in einen Brunnen gefallen war, ist ein sehr ruhiges M\u00e4dchen und k\u00fcmmert sich um sich selbst. Sie trauert immer noch um ihre verlorene wilde Herde und muss erst noch emotional heilen. Sie wird aber von den anderen mit Liebe und Zuneigung \u00fcbersch\u00fcttet.<br \/>\nAls die erste Gruppe Waisen zur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde und der Milchf\u00fctterung aufbrach, bemerkten wir, das diese vier Elefanten fehlten; sie hatten sich davongeschlichen, ohne dass es ein Keeper gemerkt hatte, was bei 35 Elefanten unter unserer Aufsicht nicht schwer ist. Die Keeper fingen an, nach ihnen zu suchen, dort wo sie um 9 Uhr ihre Milch bekommen hatten, und sie fanden sie im Geb\u00fcsch ganz in der N\u00e4he. Dort grasten sie einfach vor sich ihn und hatten die Zeit ganz vergessen &#8211; noch nicht einmal \u00fcber die Milch machten sie sich Gedanken! Das ist sehr un\u00fcblich, denn selbst die kleinsten Waisen wissen schon, wann es Zeit f\u00fcr die Milchf\u00fctterungen ist. Als sie die Keeper sahen, fiel es ihnen wieder ein, und sie rannten sofort zum Schlammloch. Als sie dort ankamen, hatten alle anderen ihre Milch schon geleert und spielten bereits im Schlamm.<br \/>\nEtwa zur Zeit der 9-Uhr-F\u00fctterung am Vormittag hatte es zu nieseln begonnen. Pea und Pod traten pl\u00f6tzlich einen Keeper &#8211; wir wussten nicht genau wieso, entdeckten aber dann, dass die Strau\u00dfen die Regenm\u00e4ntel der Keeper gar nicht leiden konnten, und er hatte einen \u00fcber seine gr\u00fcne Jacke gezogen. Pea und Pod begleiteten dann die Waisen zur Besuchsstunde, und auch dabei traten sie die Keeper, als diese versuchten, sie zu b\u00e4ndigen. Erst bei der F\u00fctterung um 15 Uhr, als ein Keeper an ihnen vorbeilief und wieder von ihnen getreten wurde, verstanden wir, was das Problem war &#8211; sie m\u00f6gen keine Regenm\u00e4ntel!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/113201644313-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kamok (links), Dupotto und Mbegu<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 4. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nUm 3 Uhr morgens waren einige der Keeper bereits wach, um die Waisen vorzubereiten, die heute nach Tsavo umziehen sollen: Arruba, Mashariki und Rorogoi brachen am fr\u00fchen Morgen nach Voi auf. Bevor sie einstiegen, sollte aber ausreichend Milch im LKW sein, die sie auf der Fahrt brauchen w\u00fcrden. Nachdem alles vorbereitet war, wurden Arruba und Rorogoi zuerst eingeladen. Als ihre Tore ge\u00f6ffnet wurden, ging Rorogoi hinein, doch Arruba wehrte sich. Zehn Minuten lang passierte nichts, und Mashariki wurde dazugeholt, um zu sehen, ob sie Arruba hineinlocken k\u00f6nnte. Sobald Mashariki aber Arruba am LKW stehen sah, ging sie zu ihr und stellte sich daneben. Die Keeper versuchten es mit allen m\u00f6glichen Tricks, doch nichts half. Nach einer halben Stunde musste doch zum Seil gegriffen und Mashariki hineingezogen werden. Arruba stand nur da, wartete darauf, dass sie an der Reihe war und trank ihre Milch. Sie wurde schlie\u00dflich auch hineinbugsiert, und als alle drei drin waren, ging die Reise um 4:05 Uhr los. Obwohl sie bei den F\u00fctterungen immer hineingegangen waren, str\u00e4ubten sie sich heute. Sie konnten sich mit ihrem Elefantenged\u00e4chtnis vermutlich daran erinnern, was das letzte Mal passiert war, als sie um diese Zeit in den Anh\u00e4nger gef\u00fchrt wurden: sie fuhren ein paar Stunden herum, doch der LKW musste wegen des Staus wieder umkehren.<br \/>\nAls Suswa heute Morgen erwachte, musste sie mit Erstaunen feststellen, dass Arrubas Gehege leer und Arruba nicht mehr da war. Sie schien recht traurig zu sein und verbrachte den Gro\u00dfteil des Tages allein und war kaum mit den Anderen zusammen. Wir wussten nat\u00fcrlich schon, dass sie sich in ein paar Tagen ihrer Freundin in Voi anschlie\u00dfen w\u00fcrde.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/113201644554-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Arruba genie\u00dft am Vortag ihrer Reise etwas Gr\u00fcn<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 5. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nSuswa hat die Suche nach ihrer Freundin Arruba noch nicht aufgegeben. Als sie heute Morgen aus dem Gehege kam, ging sie wieder zu Arrubas Gehege und suchte nach ihr. Als sie dorthin kam, war aber Sirimon darin! Nachdem die M\u00e4dchen gestern abgereist waren, sind einige Waisen umgezogen, damit sie mehr Platz haben und die Gehege nicht mehr teilen m\u00fcssen. Das ist besser, weil es dann in der Nacht keinen Streit mehr um Gr\u00fcnfutter und Milch gibt. Boromoko wurde in Masharikis ehemaliges Gehege verlegt und Kauro ging in Rorogois. Sirimon schlie\u00dflich wohnt jetzt in dem Gehege von Arruba, sodass Tusuja und Rapa nun wieder eigene Gehege haben k\u00f6nnen. Es gab keine Beschwerden von den Elefanten \u00fcber die Umzugsaktion, was eine Erleichterung war. Als jedoch Suswa ihre Freundin nicht finden konnte, ging sie in den Wald und hielt sich den Rest des Tages von den anderen fern. Sie schloss sich ihren Artgenossen nur zur Milchf\u00fctterung an. Sie und Elkerama wohnen in den etwas abgelegenen Gehegen an der Ecke von Maxwells Bereich, und sie kommt normalerweise etwas fr\u00fcher nach Hause als der Rest der Familie.<br \/>\nVor der 15-Uhr-F\u00fctterung schlichen sich Balguda und Naseku von der Herde davon und gingen schon einmal zum Schlammloch, um nach der Milch zu suchen! Balguda ist sehr verspielt geworden seit er die Phase hinter sich hat, in der es ihm schlecht ging. Es ist sch\u00f6n zu sehen, wie sich sein Gesundheitszustand gebessert hat, auch wenn er noch nicht ganz perfekt ist.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/113201644813-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sirimon bei den Stallungen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 6. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nDas Wetter war heute sehr gut f\u00fcr die Babys. Sie waren alle sehr verspielt und fingen an, zu planschen wann immer sie an einer Pf\u00fctze vorbeikamen &#8211; und davon gibt es viele, da es in den letzten Tagen viel geregnet hat! Jedes Mal h\u00f6rten sie auf zu grasen und badeten, bevor sie weiterfra\u00dfen.<br \/>\nBei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde veranstaltete die erste Gruppe auch ein tolles Bad, nachdem sie ihre Milch geleert hatten. Naseku war die erste, die in den Schlamm ging, gefolgt von Lasayen und dann allen anderen. Es ist \u00fcberraschend, dass Lasayen und Naseku das Wasser so lieben, da sie beide als Babys in einen Brunnen gefallen waren. Wir haben \u00fcber die Jahre erlebt, dass Brunnenopfer h\u00e4ufiger als andere Waisen eine Abneigung gegen das Schlammbaden und Wasser entwickeln. Ndotto, Lasayen und Kamok blieben nicht lange im Wasser und kamen schlammbedeckt wieder heraus. Kamok rollte in der losen weichen Erde herum. Ndotto freute sich, sie auf dem Boden herumrollen zu sehen, rannte zu ihr und kletterte auf ihren R\u00fccken. Kamok genoss das Spiel auch sehr. Tusuja versuchte, es Ndotto nachzumachen, doch Kamok stand schnell auf und sch\u00fcttelte ihn ab, denn Tusuja, der sich von seinen Parasiten erholt hat, ist sehr dick geworden. Wir sind sehr erleichtert, dass er nun so wohlgen\u00e4hrt ist, nachdem er lange Zeit sehr abgemagert war, wegen der Parasiten, mit denen er bei uns ankam. Der lustige Ngilai ist ein Herzensbrecher geworden und wickelt jeden, den er trifft, um den Finger. Er kam aus dem Schlammloch und ging an der Absperrung entlang, um alle Besucher mit Matsch zu bespritzen. Es gab eine Menge Aufregung und Geschrei, sodass Ngilai sich erst recht angefeuert f\u00fchlte!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/113201645330-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Alamaya genie\u00dft das Schlammbad<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 7. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nKiko, Pea und Pod beginnen ihre eigenen Wanderungen in den Busch und entfernen sich etwas von den Keepern und den anderen Babys. Die drei laufen \u00f6fter einmal zusammen ohne die Keeper durch den Wald. Kiko hat seinen Lieblingsplatz im Wald, an dem er sich gerne versteckt. Einmal sah er ein paar andere Giraffen im Park, und wir dachten, dass er zu ihnen rennen w\u00fcrde. Stattdessen beobachtete er sie aber nur eine ganze Weile und folgte dann seinen Strau\u00dfen-Freunden. Die drei verstehen sich sehr gut und lassen sich nie f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit aus den Augen. Kiko hat auch begonnen, Gr\u00fcnfutter zu fressen, was sehr gut ist, da er nun \u00e4lter wird und diese frische Nahrung braucht, um kr\u00e4ftiger zu werden.<br \/>\nUnserem Eunuchen Alamaya, dessen Genitalien von Hy\u00e4nen abgebissen worden waren und der nach seiner Rettung eine gro\u00dfe Operation durchmachen musste, geht es gut, und er hat sich vollst\u00e4ndig davon erholt. Er ist in letzter Zeit sehr ruppig gegen\u00fcber Dupotto und Tusuja geworden und geht immerzu auf sie los. Rapa war heute w\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde auch sehr frech zu Murit. Allerdings waren sie beide ziemlich ruppig, und das auch noch vor den Augen unserer wunderbaren Nachwuchs-F\u00fchrungskraft Oltaiyoni, sodass sie von ihr bestraft wurden. Murit war ins Schlammloch geklettert und hatte dort seinen Spa\u00df, als Rapa sich ihm anschloss. Kurz darauf kam auch Oltaiyoni ins Schlammloch, um sich abzuk\u00fchlen. Als Rapa Murit immer wieder schubste, beobachtete Oltaiyoni das und scheuchte Rapa schlie\u00dflich aus dem Pool. Sie verpasste ihm noch ein paar Klatscher mit ihrem R\u00fcssel, bevor sie ihn gehen lie\u00df.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/113201645649-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kiko, Pea und Pod im Wald<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 8. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nDie zwei kleinen Elefanten und gro\u00dfen Freunde Lasayen und Ndotto werden inzwischen etwas frech gegen\u00fcber dem h\u00f6flichen M\u00e4dchen Naseku. In den letzten Tagen war es immer nur Lasayen, der die Kleine \u00e4rgerte, wann immer er sie traf, doch heute waren sie beide gemein zu ihr. Sie ist ein sehr ruhiges M\u00e4dchen und h\u00e4lt gerne Abstand zu den anderen. Als die Waisen heute Morgen drau\u00dfen im Busch waren, schubste Lasayen sie immer wieder herum, und schlie\u00dflich suchte er sogar nach ihr, um ihre Geduld auf die Probe zu stellen. Nat\u00fcrlich erlauben die Keeper so ein Verhalten nicht und setzten dem ein Ende. Als sie auf dem Weg zur Milchf\u00fctterung waren, f\u00fchrte Ndotto die Waisen an, doch unterwegs \u00fcberholte Naseku ihn. Ndotto gefiel das gar nicht; er versuchte, sie wieder zu \u00fcberholen, doch sie war schneller als er. Sie war dann die erste, die ihre Milch bekam, doch da Ndotto viel schneller trinkt, war er zuerst fertig und fing sofort an, sie zu schubsen. Nachdem Lasayen angekommen war und seine Milch bekommen hatte, steckten die beiden ihre R\u00fcssel zusammen, als ob sie etwas aushecken w\u00fcrden. Danach gingen sie in verschiedene Richtungen davon und n\u00e4herten sich Naseku von zwei Seiten. Wir konnten uns denken, was sie im Schilde f\u00fchrten und hielten sie sofort davon ab, sie weiter zu bel\u00e4stigen. Naseku ging zur kleinen Mbegu, die sie mit Liebe und Aufmerksamkeit \u00fcbersch\u00fcttete.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11320165310-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die zwei kleinen frechen Jungs Lasayen (links) und Ndotto<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 9. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nSuswa \u00fcbernahm heute w\u00e4hrend der 9-Uhr-F\u00fctterung die F\u00fchrung \u00fcber die Waisen. Der gierige Olsekki und Frechdachs Enkikwe machten Probleme, da sie sich sehr in ihre Milchf\u00fctterung hineinsteigerten. Sie schubsten und rangelten mit allen, bis Suswa einschritt und N\u00e4gel mit K\u00f6pfen machte; sie erteilte Enkikwe eine Standpauke und verscheuchte Olsekki.<br \/>\nSp\u00e4ter, als die Babys zum Schlammbad kamen, ging Murit hinter ein paar anderen Waisen her und erschreckte sich pl\u00f6tzlich sehr, als er auf einen Bienenschwarm im einem der B\u00fcsche traf. Er kehrte auf der Stelle um und rannte davon. Er nahm einen sehr langen Umweg, um zu den Keepern und seiner Milch zu gelangen und stellte sicher, dass er einen gro\u00dfen Bogen um die Bienen machte. Gl\u00fccklicherweise lie\u00dfen sich die Bienen nicht st\u00f6ren; das zeigt aber den gro\u00dfen Respekt, den Elefanten gegen\u00fcber Bienen haben und warum die Bienenz\u00e4une des DSWT so gut helfen, die Farmen der lokalen Ortschaften zu sch\u00fctzen.<br \/>\nSuswa wird Balgudas beste Freundin, nachdem Arruba nun nach Tsavo umgezogen ist. Balguda genie\u00dft die zus\u00e4tzliche Aufmerksamkeit und Gesellschaft sehr. Er ist sehr zufrieden und kommt mit allen gut aus.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1132016593-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Suswa, unsere Leitkuh<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 10. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nW\u00e4hrend des Tages drau\u00dfen im Park vergn\u00fcgte sich Lasayen wunderbar allein, da Ndotto am fr\u00fchen Morgen nicht gen\u00fcgend Energie aufzubringen schien und auf jeden Fall nicht in der richtigen Stimmung war. Lasayen verbrachte den Vormittag damit, die kleinen Warzenschweine zu jagen und trompetete und quietschte dabei voller Freude. Die Warzenschweine waren nicht so begeistert und genossen die dauernde Quengelei nicht gerade; also machten sie sich davon. Sp\u00e4ter beim 11-Uhr-Schlammbad war Ndotto deutlich besser gelaunt und unterhielt die Besucher, indem er sich im Schlamm herumrollte, an der Absperrung entlang lief und alle mit Schlamm bespritzte. Er machte auch noch ein paar Kunstst\u00fcckchen und setzte sich auf seinen Hintern, den R\u00fcssel in die H\u00f6he gestreckt. Je mehr Gel\u00e4chter er von den Zuschauern h\u00f6rte, desto mehr M\u00fche gab er sich. Die Besucher waren begeistert von seinen Albernheiten.<br \/>\nNaseku humpelte heute Morgen mit dem Vorderbein und wurde zu den Stallungen zur\u00fcckgebracht, damit wir ihre Verletzung untersuchen und sichergehen konnten, dass es nichts ernstes ist. Es war nur ein wenig verstaucht, vermutlich durch die unebenen Felsen, \u00fcber die sie gerannt war. Tusuja und Rapa leisteten ihr Gesellschaft. Nach ihrer Untersuchung durfte sie wieder zu den anderen zur\u00fcck, rannte aber bald in den Wald und gleich ein paar Kilometer davon. Die Keeper lockten sie mit Hilfe der anderen Babys zur\u00fcck. Die Untersuchung hatte scheinbar unangenehme Erinnerungen zur\u00fcckgebracht und sie sehr durcheinandergebracht. Nach etwas Milch beruhigte sie sich aber, und bald war alles wieder vergessen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/113201651335-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lasayen hat seinen Spa\u00df beim Spielen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 11. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nHeute trainierten Suswa, Embu und Elkerama weiter f\u00fcr ihren Umzug nach Tsavo. Sie haben das fr\u00fcher schon einmal getan, w\u00e4hrend die anderen drei, die bereits in Tsavo sind, auch trainiert hatten. Sie wussten also schon wo es langgeht, und so gingen sie alle ohne Probleme in den LKW und tranken dort vertrauensvoll ihre Flaschen.<br \/>\nNaseku kam mit einer gro\u00dfen Beule an ihrer Stirn zu uns, die sie sich zugezogen hatte, als sie in ein Wasserloch gefallen war. Sie hatte auch einige Verletzungen an der Wirbels\u00e4ule. Wegen dieser Wunden und Schmerzen hielt sie sich immer von den Anderen fern, da sie nicht in Rangeleien geraten und sich noch mehr verletzen m\u00f6chte. Sie hat daher viel Zeit allein verbracht. Die Keeper geben ihr viel Aufmerksamkeit und versorgen ihre Wunden, die sich langsam verbessern.<br \/>\nSokotei ist ein dicker und gesunder kleiner Bulle geworden und h\u00e4lt sich meistens bei Sirimon, Boromoko, Enkikwe und Olsekki auf. Ihre Lieblingsbesch\u00e4ftigung ist es, miteinander zu rangeln und ihre Kr\u00e4fte zu messen, B\u00fcsche umzutrampeln oder sonst irgendwie frech zu sein. All diese Bullen k\u00f6nnen sich bei der Milchf\u00fctterung einfach nicht benehmen und sind extrem gierig nach ihrer Milch wie auch die der anderen, wenn sich eine Chance bietet.<br \/>\nDupotto liebt Embu sehr, doch in der letzten Zeit haben wir gesehen, dass sie selbstbewusster wird und mehr Zeit mit Mbegu und Kamok verbringt. Wir hoffen, dass sie Embu, wenn diese nach Voi umzieht, nicht allzu sehr vermissen wird, denn Dupotto ist noch viel zu jung, um sich ihnen anzuschlie\u00dfen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/113201652013-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Elkerama \u00fcbt f\u00fcr seinen Umzug<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 12. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nObwohl sie ein junge Kuh ist, hat Siangiki noch keine besonderen Mutterinstinkte oder Interesse f\u00fcr die Babys gezeigt, wie Mbegu und Oltaiyoni, die sich immer um die kleinen Babys k\u00fcmmern. Wenn die kleinen Waisen wie Ngilai versuchen, an den Ohren der \u00e4lteren K\u00fche zu nuckeln, d\u00fcrfen sie das meistens tun, doch wenn Siangiki einen der kleinen n\u00e4herkommen sieht, schubst sie ihn weg. Das ist sehr ungew\u00f6hnlich f\u00fcr junge Elefantenm\u00e4dchen!<br \/>\nRoi dagegen ist ein M\u00e4dchen, das es sehr liebt, mit den kleinen wie Ndotto, Lasayen, Godoma, Rapa und Tamiyoi zusammenzusein. Drau\u00dfen im Busch spielt sie manchmal mit ihnen, indem sie sich auf den Boden legt, damit die Winzlinge auf ihr herumklettern und mit ihr im Staub herumrollen k\u00f6nnen. Die kleinen Jungs wie Ndotto und Lasayen lieben sie so sehr, weil sie soviel Spa\u00df versteht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/113201664231-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Siangiki ist nicht so m\u00fctterlich wie die anderen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 13. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nEs gab wieder jede Menge Regen die ganze Nacht \u00fcber und am fr\u00fchen Morgen, sodass der Umzug von Embu, Elkerama und Suswa, der f\u00fcr heute geplant war, verschoben werden musste. Wenn es das Wetter zul\u00e4sst, versuchen wir es morgen noch einmal.<br \/>\nEnkikwe, der schon immer etwas ruppig mit seinen Artgenossen umgegangen war, wird nun auch ungezogen den Keepern gegen\u00fcber. Im Busch versucht er manchmal, seine Keeper zu verjagen, ebenso wie bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde, nachdem er seine Milch geleert hat. Er rennt mit aufgestellten Ohren auf den Keeper zu, selbst wenn dieser mit ihm schimpft. Er k\u00f6nnte einmal ein sehr frecher Bulle werden, doch wir haben das schon erlebt, und bisher haben die \u00e4lteren Waisen normalerweise f\u00fcr mehr Disziplin gesorgt und so dieses Problem gel\u00f6st.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/113201652210-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Enkikwe wird langsam etwas ungezogen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 14. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nSehr fr\u00fch am Morgen, gegen 3 Uhr, waren die meisten Keeper der Nachtschicht schon auf den Beinen, um Elkerama, Suswa und Embu auf ihre lange Reise nach Voi vorzubereiten. Es wurden zus\u00e4tzliche Milchflaschen in den LKW geladen, zusammen mit gen\u00fcgend Futter f\u00fcr die drei Elefanten. Als alles bereit war, mussten nur noch die Elefanten einsteigen. Suswa und Elkerama kamen zusammen aus ihren Gehegen, und Suswa ging vorneweg, um Elkerama den Weg zu zeigen. Sie folgten beide dem Keeper mit der Milchflasche, die sie so sehr lieben und wurden so in den Anh\u00e4nger gelockt. Es war sehr leicht, selbst bei Elkerama, der sonst immer eher z\u00f6gerlich war! Beide waren sehr kooperativ, und obwohl sie ein wenig z\u00f6gerten, gingen sie prima hinein, und die inneren Tore wurden hinter ihnen geschlossen. Bei Embu war es noch leichter, da sie so gierig ihrer Milch folgte. Sie rannte eilig aus ihrem Gehege, dem Keeper mit der Milch hinterher und direkt in den Anh\u00e4nger hinein. Auch ihre T\u00fcr wurde geschlossen, die Anh\u00e4ngertore verriegelt und schon waren sie abfahrtsbereit! Kurz vor 4 Uhr begann ihre Reise in Richtung Auswilderung.<br \/>\nObwohl Dupotto zun\u00e4chst traurig war, Embu verloren zu haben und sie den ganzen Tag suchte und etwas verloren und allein herumstand, gew\u00f6hnte sie sich schlie\u00dflich daran und tr\u00f6stete sich bei Mbegu und Kamok. Ngilai schien es nicht weiter zu st\u00f6ren, dass sein bester Freund Elkerama weg war. Er ist ein netter kleiner Geselle, der viele Freunde hat und von allen Seiten Aufmerksamkeit bekommt. Nachdem er eine Weile nach Elkerama gesucht und ihn nicht gefunden hatte, ging er zu Kamok, und alles war wieder gut. Olsekki, Enkikwe, Roi und Oltaiyoni, die immer mit den gro\u00dfen K\u00fchen gegrast hatten, sammelten sich und fra\u00dfen gemeinsam, ohne viel Aufhebens zu machen. Vermutlich wunderten sie sich, was mit ihren \u00e4lteren Freunden passiert war, doch bald werden auch sie in den Genuss eines Umzugs kommen und verstehen &#8211; und endlich wieder frei sein.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/113201652736-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die drei Elefanten im Anh\u00e4nger<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 15. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nSimotuas Wunden heilen gut, und das Loch in seinem Kopf, das von einem Speer verursacht wurde, schlie\u00dft sich langsam wieder, genauso wie vor vielen Jahren bei Murka. Die erstaunlichen F\u00e4higkeiten zur Heilung beeindrucken uns immer wieder. Hier im Waisenhaus haben wir Mwashoti mit seiner Schlingenwunde am Fu\u00df, Simotua, auch mit einer Schlingenwunde am Bein und einer Speerwunde am Kopf, und Alamaya, dessen gesamtes Hinterteil furchtbar von Hy\u00e4nen angefressen war. Alle drei sind inzwischen gut geheilt. Auch der kleine Kauro, dessen R\u00fcssel von Raubtieren angefressen worden war, hat jetzt nur noch eine kleine Narbe an dieser Stelle. Ngilai kam mit schrecklichen Verletzungen am R\u00fccken zu uns, die nun auch gut verheilt sind; auch bei ihm ist nur noch eine Narbe zu sehen.<br \/>\nKamok hat eine neue schlechte Angewohnheit entwickelt; in letzter Zeit kommt sie immer kurz nach dem Aufbruch wieder zu den Stallungen zur\u00fcck. Immer wenn sie kommt, verursacht sie Chaos. Sie bricht kleine B\u00e4ume ab, wirft die Eimer an den Stallt\u00fcren um und verspritzt das Wasser aus den Tr\u00e4nken. Wenn sie zur\u00fcckgeschickt wird, versteckt sie sich manchmal in den B\u00fcschen und kehrt zur\u00fcck, wenn die Keeper weg sind. Sie kommt dann wieder und macht mit den Dummheiten weiter. Sie ist auch sehr schlau und passt gut auf und h\u00f6rt nicht auf die sehr neuen Keeper und ihre Befehle, sondern geht noch auf sie los. Heute Morgen war sie noch frecher als sonst: Sie sah ein Auto vorbeifahren und jagte ihm nach! Sie trickste die Keeper mehrmals aus, bevor es endlich f\u00fcnf Keepern gemeinsam gelang, sie zur\u00fcck in den Busch zu bringen.<br \/>\nDupotto macht sich inzwischen gut und hat sich offenbar daran gew\u00f6hnt, dass ihre Freundin Embu nicht mehr da ist, nachdem diese nach Tsavo umgezogen ist. Sie genoss es, sich mit Roi im Schlamm herumzurollen und hatte auch viel Spa\u00df bei einem Ringkampf mit Mbegu. Am Abend steckte sie ihren R\u00fcssel zu ihrer neuen Nachbarin Siangiki hin\u00fcber. Sie stellte fest, dass es nicht Embu war, ging dann aber einfach schlafen, ohne wie vorher herumzuschreien.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/113201653113-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Simotuas Wunden heilen gut<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 16. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nLetzte Nacht gab es viel Regen, und das war aufregend f\u00fcr Maxwell, der am Morgen in seinem Gehege auf und ab lief. Bei diesem Wetter m\u00f6chte er immer seine Kr\u00e4fte messen und st\u00f6\u00dft mit seinem Horn gegen alles, was ihm im Weg steht. Am Morgen stellten wir fest, dass er Teile der Absperrung zwischen seinem oberen und unteren Gehege umgesto\u00dfen hatte. Gl\u00fccklicherweise war es nicht die \u00e4u\u00dfere Absperrung, sonst h\u00e4tten wir ihn am Morgen au\u00dferhalb seines Geheges angetroffen!<br \/>\nKiko hat noch immer keine Lust, sich bei den \u00e4lteren Waisen aufzuhalten. Roi, Sokotei und Enkikwe lassen ihn nie in Frieden, sondern jagen ihn immer herum. Heute f\u00fcrchtete sich Siangiki vor ihm und rannte immer mit aufgestellten Ohren davon, wenn er sich ihr n\u00e4herte. Pea und Pod haben keine Probleme mit ihm und entscheiden selbst, wem sie Gesellschaft leisten. Manchmal wollen sie ganz unter sich bleiben und verzichten auch auf die Gesellschaft der Keeper. Heute schlossen sie sich aber den Elefanten bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde an.<br \/>\nEnkikwe, Sokotei und Olsekki lie\u00dfen es sich heute gutgehen. Die drei Jungs w\u00e4lzten sich im Schlamm, kletterten aufeinander herum, rangelten miteinander und fra\u00dfen die meiste Zeit des Tages zusammen. Rapa, der jetzt manchmal etwas schwierig ist, wurde w\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde heftig von Mbegu bestraft. Der freche Junge hatte Godoma angegriffen, die gerade Wasser aus derselben Tonne wie Mbegu soff. Mbegu hatte alles gesehen und handelte sofort, indem sie Rapa schubste und ihn von den anderen wegschob.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/113201665019-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Maxwell rennt in seinem Gehege herum<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 17. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nEs ist \u00fcberall sch\u00f6n gr\u00fcn und buschig, nachdem es in letzter Zeit soviel geregnet hat. Balguda ist jetzt der \u00e4lteste Waise im Waisenhaus, seit die anderen nach Tsavo umgezogen sind, und er ist es gew\u00f6hnt, tiefer im Wald zu grasen. Nach der 9-Uhr-F\u00fctterung teilten sich alle \u00e4lteren in kleine Gruppen auf und grasten an verschiedenen Stellen. Sie suchten nach frischen, leckeren Pflanzen und gingen dabei immer weiter von den Keepern weg. Balguda war mit Naseku zusammen. Es ist toll anzuschauen, wie sich diese neue Freundschaft entwickelt und unser ruhiges M\u00e4dchen nun von unserem \u00e4ltesten Bullen Liebe und Zuneigung erh\u00e4lt. Normalerweise wissen die Waisen, wann es Zeit f\u00fcr die Milchf\u00fctterung ist und finden sich dann von ganz allein bei den Keepern wieder ein. Heute fehlten dabei aber Balguda und Naseku, und die Keeper begannen, nach ihnen zu suchen. Als die erste Gruppe bereits zur Besuchsstunde ging, fehlten die zwei noch immer. Schlie\u00dflich war die Besuchsstunde vorbei und die beiden waren noch immer nicht aufgetaucht und hatten nun sogar ihre Milch verpasst. Erst nach drei Stunden fanden wir sie an einem kleinen Rinnsal tief im dichten Geb\u00fcsch. Sie waren vollauf damit besch\u00e4ftigt, von dem langen Gras zu fressen und k\u00fcmmerten sich gar nicht um die Keeper. Als Naseku allerdings die Keeper sah, rannte sie zu ihnen und verlangte nach ihrer Milch. Inzwischen war es aber kurz vor 15 Uhr, und so warteten sie, bis die Zeit f\u00fcr die Nachmittagsf\u00fctterung gekommen war.<br \/>\nUnser Gierschlund Olsekki schubste beinahe einen Keeper zu Boden, als er nach mehr Milch verlangte. Er hatte seine Milch bereits bekommen, als er sich Siangiki n\u00e4herte und versuchte, ihre Flasche zu stehlen. Ein Keeper hinderte ihn aber daran, woraufhin er seinen Kopf hob und den R\u00fcssel nach unten hielt. Das ist ein deutliches Zeichen eines bevorstehenden Angriffs. Vier weitere Keeper griffen ein, um ihn zur\u00fcckzuhalten, und schickten ihn von den milchtrinkenden Waisen weg &#8211; alles nur, weil er ein so gieriger junger Bulle ist!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/113201665329-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Balguda ist nun der \u00e4lteste Waise in Nairobi<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 18. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nGenau wie bei Menschenkindern ist es bei Elefanten so, dass zwei M\u00e4dchen der gleichen Gr\u00f6\u00dfe, gleichen Alters und auch noch gleich stark, manchmal beste Freundinnen sein k\u00f6nnen und bei anderer Gelegenheit wieder gar nicht miteinander zurechtkommen. Mbegu war immer ein h\u00f6fliches, liebes und f\u00fcrsorgliches Baby seit sie zu uns gekommen ist, doch in letzter Zeit hat sich ihr Verhalten gegen\u00fcber Dupotto ge\u00e4ndert. Dupotto ist ein komplizierter Elefant und schwer zu verstehen. Manchmal schubst sie ihre Freunde, selbst Mbegu. Heute trank Dupotto ihre Milch am Ufer des Schlammlochs und spielte danach im Matsch und spritzte damit herum. Mbegu wurde daneben gef\u00fcttert, und sobald sie ausgetrunken hatte, sprang sie hin\u00fcber und stie\u00df Dupotto in das Schlammbad. Dupotto erschrak und schrie, als sie versuchte, im Matsch wieder aufzustehen. Mbegu wusste sofort, dass sie etwas falsch gemacht hatte und rannte davon, weil sie nicht von den Keepern bestraft werden wollte.<br \/>\nMwashoti half heute den Keepern dabei, die freche Kamok zu beaufsichtigen, als sie begann, die Besucher an der Absperrung zu schubsen. W\u00e4hrend der Besuchsstunde blockierten ihr die Keeper immer wieder den Weg, wenn sie versuchte, sich der Absperrung zu n\u00e4hern. Mwashoti schob Kamok auf der anderen Seite vom Absperrband weg. Ndotto und Lasayen zeigten eine gro\u00dfe Show f\u00fcr die Zuschauer. Die beiden verwickelten sich gegenseitig in einen Ringkampf mit dem Kopf und hielten und zogen einander an den R\u00fcsseln. Dabei rollten sie sich die ganze Zeit auf dem Boden herum. Von Anfang bis Ende hatte jeder, der diese beiden spielen sah, ein L\u00e4cheln im Gesicht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/113201653753-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mbegu war heute etwas gemein zu Dupotto<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 19. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nDrau\u00dfen im Busch hatten Ndotto und Mbegu viel Spa\u00df zusammen, als sie Verstecken spielten. Ndotto rannte vor Mbegu weg und versteckte sich hinter ein paar B\u00fcschen. Mbegu rannte um jeden Busch herum, trompetete laut und versuchte, Ndotto zu finden. Als sie sich ihm n\u00e4herte, stellte Ndotto die Ohren auf und kollerte. Mbegu lief dann ein paar Schritte r\u00fcckw\u00e4rts und tat so, als h\u00e4tte sie Angst vor ihm.<br \/>\nBoromoko ist ein Junge, der seine Kr\u00e4fte immer gerne mit den \u00e4lteren Jungs wie Olsekki und Sirimon misst. Er ist immer f\u00fcr ein Spielchen mit diesen zu haben, obwohl er meistens verliert. Dann holt er sich sein Selbstbewusstsein in einem Kampf gegen jemand kleineres wie Kauro zur\u00fcck, der ihm noch nicht soviel entgegensetzen kann. Manchmal rennt er hinter Roi her, die er mag und gerne herumjagt. Das kann er allerdings nicht so sehr genie\u00dfen, da Oltaiyoni ihn verscheucht, wenn sie ihn dabei erwischt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/113201653951-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mbegu (links) spielt mit Ndotto<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 20. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nOlsekki ist im Moment ein ganz sch\u00f6n verfressener junger Bulle; von allen Jungs ist er der gierigste. Er fordert die anderen Jungs zum Kr\u00e4ftemessen heraus und will seine Dominanz sicherstellen. Der kleine Rabauke Enkikwe wehrt sich gegen ihn, doch er ist noch keine echte Herausforderung gegen Olsekki. Olsekki genie\u00dft seine herausragende Position unter den anderen Jungs, obwohl Sokotei, Enkikwe und Sirimon ihn immer noch ab und zu herausfordern. Balguda ist nat\u00fcrlich \u00e4lter, aber er ist ein viel zu freundlicher Elefant, um sich von Olsekkis Verhalten anstecken zu lassen, und meidet ihn lieber.<br \/>\nMwashoti dagegen ist ein sehr netter Junge, der es liebt, mit dem ruhigen Alamaya zu spielen und Zeit mit ihm zu verbringen. Auch Alamaya ist nett und freundlich zu allen Waisen. Manchmal kann man die beiden drau\u00dfen im Busch sehen, wie sie einen fairen Ringkampf haben, der nie zu ruppig wird. Mwashoti zeigt auch gerne dem kleinen Lasayen, wie man sich ordentlich rangelt, wenn sie alle drau\u00dfen im Busch sind.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11320166574-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Olsekki ist ein gieriger junger Bulle<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 21. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nNachdem die Waisen am fr\u00fchen Morgen aus ihren Gehegen gekommen waren, waren Enkikwe, Sirimon und Olsekki wieder mit gegenseitigem Gerangel besch\u00e4ftigt. Ihre spa\u00dfigen Spiele lockten Sokotei und Kauro an, die auch mitmachten. Enkikwe nahm sich Sokotei vor, w\u00e4hrend Sirimon mit Kauro rangelte. Kauro konnte aber nicht mit Sirimon mithalten und gab den Ringkampf vorzeitig auf. Die drei anderen Jungs spielten weiter gegeneinander. Das dauerte aber auch nicht mehr lange, da Olsekki zu ruppig wurde, was die Rangeleien komplett beendete.<br \/>\nW\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde um 11 Uhr hatte die erste Waisengruppe ein sehr langes Schlammbad, da es sehr hei\u00df war. Als es Zeit war, das Bad zu beenden, um Platz f\u00fcr die zweite Waisengruppe zu machen, h\u00f6rte Mwashoti nicht auf die Keeper; er wollte nicht herauskommen, sondern ging noch tiefer in den Schlamm, um sie zu \u00e4rgern. Damit zog er die Aufmerksamkeit aller Besucher auf sich, die seinen Charakter und seine Dickk\u00f6pfigkeit mochten. Als dann allerdings die zweite Gruppe herunterkam, kam er langsam heraus und folgte seiner Gruppe, die bereits im Wald verschwunden war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11320167311-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Enkikwe und Sokotei<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 22. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nInzwischen ist die vorlaute Kamok bei der Gruppe \u00e4lterer Waisen, damit diese ein Auge auf sie haben k\u00f6nnen, wenn sie sich daneben benimmt. Die Jungs um Sokotei, Enkikwe, Kauro und Olsekki werden sie in Schach halten. Nachdem sie nun ein paar Tage bei der \u00e4lteren Gruppe ist, hat sie sich w\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde ruhig und vorbildlich verhalten und ist nicht frech herumgerannt oder gegen Zuschauer gesto\u00dfen, wie sie es fr\u00fcher getan hatte. Die Keeper mussten nicht mehr vor ihrem Verhalten warnen, was n\u00f6tig war, als sie noch bei den j\u00fcngeren Waisen war. Vielleicht ist ihre vorlaute Phase nun tats\u00e4chlich vorbei.<br \/>\nNun hat aber Alamaya es sich zur Angewohnheit gemacht, die Zuschauer bei der Besuchsstunde mit dem Inhalt seines R\u00fcssels zu bespritzen. Er stellt sich an das Ufer des Schlammlochs, doch dicht an die Absperrung, wo die Besucher Fotos von ihm machen. Bevor sie reagieren k\u00f6nnen, bespritzt er sie pl\u00f6tzlich mit Schlamm. Die Besucher quittieren dann seine Dummheiten mit Applaus!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/113201655319-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kamok wird von den \u00e4lteren in Schach gehalten<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 23. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nAls die Waisen heute Morgen in den Busch aufbrachen, spielten sie nicht viel herum, sondern gingen zielgerichtet in den Wald, um frische, gr\u00fcne Keime zu fressen. Simotua, Boromoko, Balguda, Siangiki, Enkikwe und Roi waren alle hinter dem frischem Gr\u00fcn her, bevor die anderen es erreichten. Diese Truppe ist beim Grasen immer ganz vorne mit dabei.<br \/>\nGegen 9 Uhr genossen die Waisen gerade ihre Milchflaschen, als wir h\u00f6rten, dass die L\u00f6wen direkt am Schlammloch der Waisen waren und dort ein Impala gerissen hatten. Es waren insgesamt 7 L\u00f6wen, und es dauerte nicht lange, bis sie ihr Mahl beendet hatten. Dadurch mussten Kiko, Pea und Pod zu ihren St\u00e4llen zur\u00fcckkehren. Die L\u00f6wen blieben noch eine Weile in der N\u00e4he und machten sich dann gegen 15 Uhr wieder auf, in die weiten Ebenen des Parks hinunter. Wir konnten sie br\u00fcllen h\u00f6ren, als sie weggingen. Nachdem sie weg waren, konnten Kiko, Pea und Pod wieder in den Wald hinaus zu den Elefanten; sie blieben aber dicht bei den Keepern, sodass diese sie bewachen konnten. Der Rest des Tages verlief dann friedlich.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/113201655736-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Simotua hat es eilig, zum Grasen zu kommen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 24. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nUm 11 Uhr kam die erste Waisengruppe zur Milchf\u00fctterung bei der Besuchsstunde gelaufen. Ngilai, Godoma und Rapa stritten sich darum, wer die anderen anf\u00fchren durfte. Der kleine Ngilai \u00fcberholte Rapa, doch Rapa rannte so schnell er konnte, und versuchte, das zu verhindern. Er griff mit seinem R\u00fcssel nach Ngilais Hinterteil, sodass Ngilai aufschrie. Er drehte sich um und forderte Rapa heraus, rannte dann aber wieder weiter. Die Zuschauer applaudierten schon, noch bevor sie ihre Milch bekommen hatten, nachdem sie bereits eine tolle Show gezeigt hatten. Als die \u00e4lteren Waisen ihre Milch tranken und einige ins Wasserloch gingen, wurde es aufregend, weil sich Olsekki Kauros Milchflasche schnappte, damit davonrannte und sie an der Absperrung komplett austrank. Kauro leerte dann seine zweite Flasche umso schneller, nachdem ihm die erste gestohlen worden war. Er war so w\u00fctend dar\u00fcber, dass er zur Tr\u00e4nke hin\u00fcberging und den unschuldigen Alamaya, der dort gerade soff, mit dem Kopf anstie\u00df. Der arme Alamaya ging von der Tr\u00e4nke weg und zur anderen Seite des Schlammlochs, um dort das bereitgelegte Gr\u00fcnfutter zu fressen. Die jungen heranwachsenden Bullen sind immer sehr ruppig und gierig und versuchen mit allen Mitteln, die anderen zu dominieren &#8211; das demonstrieren uns Sokotei, Olsekki, Kauro und Enkikwe immer wieder.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11320166946-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Godoma ist gut gelaunt<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 25. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nKiko feierte den heutigen Weihnachtstag damit, um 10 Uhr im Busch herumzurennen und sich fit zu halten, indem er ein paar Warzenschweine und ihre Ferkel jagte. Er tat so, als w\u00fcrde er nach ihnen treten, doch die Warzenschweine neckten ihn, indem sie enge Kurven liefen und ihm immer wieder auswichen. Kiko lief immer wieder zu den Keepern zur\u00fcck, ehe er wieder zu seinen Spielchen mit den Warzenschweinen rannte. Er genoss es, den ganzen Tag drau\u00dfen zu spielen, ebenso wie die Waisen, denn das ist der einzige Tag des Jahres, an dem es keine \u00f6ffentliche Besuchsstunde gibt. Sie hatten viel Spa\u00df drau\u00dfen im Busch, und es gab keinen Grund, mittags zum Schlammbad zur\u00fcckzukehren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11320166130-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kiko bleibt drau\u00dfen im Busch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 26. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nNachdem die anderen gro\u00dfen M\u00e4dchen ihr neues Leben im Tsavo-Nationalpark begonnen haben und es ihnen dort gutgeht, f\u00fchrt jetzt Oltaiyoni erfolgreich die anderen Waisen an und hat sich als Minileitkuh bew\u00e4hrt. Nach der heutigen 9-Uhr-Milchf\u00fctterung musste sie sich daran machen, Enkikwe zu bestrafen, der der armen Naseku einen Kopfsto\u00df verpasst hatte. Oltaiyoni hatte des beobachtet und schritt schnell zur Tat; sie piekste Enkikwe mit ihren spitzen Sto\u00dfz\u00e4hnen, sodass dieser aufschrie. Sie h\u00f6rte aber nicht auf, sondern machte weiter, um ihn aus der Gruppe zu vertreiben.<br \/>\nBei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde genossen einige Babys das Schlammbad. Alamaya ging in den tiefsten Teil des Schlamms, wo er dann Probleme hatte, wieder aufzustehen. Er schrie um Hilfe, und w\u00e4hrend die anderen Waisen nur hilflos am Ufer standen, ging Oltaiyoni hinein und st\u00fctzte ihn mit ihren Hinterbeinen, sodass er wieder aufstehen konnte. Die Besucher waren erstaunt und begeistert, zu sehen, wie die Elefanten sich auf diese Weise helfen k\u00f6nnen, und verstanden, wie intelligent und f\u00fcrsorglich Elefanten sind.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/113201661557-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Oltaiyoni f\u00fcttert sich selbst<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 27. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nAls die Waisen fr\u00fch am Morgen aus ihren Gehegen kamen, begr\u00fc\u00dften sie sich gegenseitig bei den B\u00fcschen nahe der Stallungen. Mbegu klopfte an die T\u00fcr von Tamiyois Stall, um sie zu begr\u00fc\u00dfen und hinaus in den Busch zu begleiten, wohin die anderen Waisen bereits unterwegs waren. Mbegu stie\u00df immer wieder gegen die T\u00fcr und kollerte, um Tamiyois Aufmerksamkeit zu erlangen, und diese antwortete laut schreiend, sodass auch Mbegu aufschrie und unruhig wurde. Da es noch sehr fr\u00fch und zu kalt f\u00fcr die kleine Tamiyoi war, konnte sie sich Mbegu noch nicht anschlie\u00dfen. Nach kurzer Zeit verstand Mbegu und rannte trompetend in den Busch, wobei sie protestierte, weil ihr Versuch, Tamiyoi abzuholen, fehlgeschlagen war. Sie schloss sich den anderen Waisen an, rannte aber gleich nach vorn und zog damit die Aufmerksamkeit von Godoma, Ndotto, Lasayen, Dupotto und Kamok auf sich, die mit ihr mitrannten und -tr\u00f6teten. Sie jagten alle herum und traten B\u00fcsche kaputt, und nach einer Weile brachte Mbegu sie alle zu Tamiyois Stall zur\u00fcck. Sie hielten den Atem an und beobachteten Mbegu dabei, wie sie noch einmal an der T\u00fcr schob. Da Tamiyoi wieder nicht herauskommen konnte, f\u00fchrte Mbegu den Konvoi nun in den Wald zur\u00fcck, immer noch trompetend. Nach einer Weile beruhigten sie sich und begannen zu grasen. Mbegu ist ein M\u00e4dchen, das die kleinen Babys sehr lieb hat!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/113201662013-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mbegu wollte Tamiyoi abholen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 28. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nRapa und Lasayen benahmen sich in den letzten Tagen wieder wie kleine Rabauken. Heute bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde tranken sie ihre Milch sehr schnell aus und gingen dann zur kleinen Naseku, die gerade ihre Milchflasche genoss. Sie stie\u00dfen sie beide von hinten mit dem Kopf an. Naseku ging von ihrer Flasche weg, w\u00e4hrend ihr Keeper versuchte, die beiden Jungs nachdr\u00fccklich zu ermahnen. Die zwei nutzen aus, dass die kleine Naseku noch immer neu ist und sich noch nicht komplett eingelebt hat.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11320166226-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Rapa war heute wieder frech<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 29. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nAlle Waisen wachten heute in heiterer Stimmung auf und spielten zusammen, bereit, den neuen Tag zu beginnen. Nachdem sie ihre 9-Uhr-Milchflasche genossen hatten, grasten die Waisen alle bis kurz nach 10 Uhr, als sie pl\u00f6tzlich von der Ankunft einer L\u00f6win aufgeschreckt wurden. Diese hatte es offenbar auf Kiko abgesehen, der gerade graste. Die Keeper standen direkt daneben, und mit ihrem Geschrei schafften sie es, die L\u00f6win zu verscheuchen. Die ganze Aufregung ver\u00e4ngstigte die Waisen, die sich sofort ins tiefe Geb\u00fcsch davonmachten. Die Keeper standen nun vor der schwierigen Aufgabe, alle wieder zusammenzusuchen. Einer der Strau\u00dfen rannte zu den Stallungen zur\u00fcck, und Kiko lief in die entgegengesetzte Richtung wie die L\u00f6win. Die Keeper eilten ihm hinterher, um ihn zu beruhigen. Er wurde dann zu den Stallungen zur\u00fcckgebracht, ebenso wie unser zweiter Strau\u00df, wo sie den Rest des Tages verbrachten. Hier gab es keine L\u00f6wen, und sie konnten sich beruhigen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/113201662712-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kiko lebt gef\u00e4hrlich<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 30. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nWeil gestern so viele L\u00f6wen in der N\u00e4he waren und wir Pea, Pod, Kiko und die anderen Waisen nicht in Gefahr bringen wollten, brachen wir heute nicht so fr\u00fch auf. Das Rudel k\u00f6nnte noch immer in der N\u00e4he sein, es war in der Nacht zu h\u00f6ren. Pea, Pod und Kiko mussten am Morgen recht lange in den Gehegen bleiben, bis die Jagdzeit der L\u00f6wen vorbei war. Nachdem sie herausgekommen waren, blieben sie im Geb\u00fcsch in der N\u00e4he der Stallungen, wo sie vor den gro\u00dfen Katzen sicherer sind.<br \/>\nW\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde wurde es sehr hei\u00df, sodass die Waisen ein langes Schlammbad genossen. Lasayen, Ndotto, Rapa und Ngilai zeigten eine dramatische Vorstellung, bei der sie sich in der Erde herumrollten, die die Keeper vorbereitet hatten. W\u00e4hrend Lasayen, Rapa und Ngilai in der nassen Erde spielten, versuchte Ndotto, auf Lasayens Kopf zu steigen. Als Lasayen dann seinen Kopf hob, wurde Ndotto mit hochgehoben &#8211; eine lustige Pose, die alle Besucher begeisterte, sodass sie applaudierten. Lasayen und Ndotto sind gute Freunde, und diese Freundschaft besteht, seit sie winzige Babys waren.<br \/>\nSeit Elkerama nach Tsavo umgezogen ist, h\u00e4ngt Ngilai an Kamok und nuckelt gern an ihren Ohren, allerdings nicht so h\u00e4ufig, wie es bei Elkerama der Fall war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/113201662953-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ndotto spielt am Schlammbad<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 31. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nEs war der letzte Tag des Jahres 2015, und die Waisen hatten einen friedlichen und gl\u00fccklichen Tag. Sie kamen in sehr verspielter Stimmung aus ihren Gehegen, und die kleinen Ngilai, Ndotto und Lasayen rangelten miteinander, um zu zeigen, wie fit sie sind.<br \/>\nW\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde war es wieder sehr hei\u00df, und alle Waisen genossen erneut ein langes Schlammbad. Viele zeigten mitrei\u00dfende Spiele, die die Besucher sehr genossen. Mbegu, Dupotto, Naseku und Mwashoti drehten sich im Pool herum und wurden dabei sehr matschig &#8211; eine perfekte Sonnencreme f\u00fcr ihre Haut. Als sie die Lust daran verloren, kamen Mbegu und Dupotto heraus, drehten sich um und legten sich mit ihrem Kopf in Richtung Schlamm und ihren Hinterbeinen drau\u00dfen hin, als wollten sie jeden Moment hineinrutschen. Die Besucher bekamen den Eindruck, als wollten sie das Jahr stilvoll beenden!<br \/>\nDie gro\u00dfartige Solio, die nun ein gl\u00fcckliches Leben bei den wilden Nash\u00f6rnern des Nairobi-Nationalparks f\u00fchrt, ist schon eine ganze Weile nicht mehr vorbeigekommen. Wir hoffen, dass es ihr trotzdem gut geht und sie gl\u00fccklich und zufrieden mit ihrem wilden Leben ist. Da nun das Jahr 2015 zu Ende ist, w\u00fcnschen wir ihr alles Gute und hoffen, dass sie uns 2016 bald wieder besuchen wird.<br \/>\nEin gl\u00fcckliches neues Jahr!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/113201663113-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lasayen ist gut gelaunt<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-dezember-2015\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dienstag, 1. Dezember 2015 Sp\u00e4ter als \u00fcblich gingen die Waisen heute in den Busch, da es regnete. Wir haben viel Regen bekommen hier in Nairobi, was vermutlich an El Nino liegt. Kiko blieb in seinem Stall, bis der Regen etwas nachgelassen hatte, doch die Strau\u00dfen Pea und Pod brachen zusammen mit den \u00e4lteren Waisen auf &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-dezember-2015\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eNairobi Nursery Dezember 2015\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":7495,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[41,40,1],"tags":[],"class_list":["post-7494","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nairobi_nursery","category-tagebuch-der-keeper","category-news"],"pp_statuses_selecting_workflow":false,"pp_workflow_action":"current","pp_status_selection":"publish","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7494","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7494"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7494\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7496,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7494\/revisions\/7496"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7495"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7494"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7494"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7494"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}