{"id":7498,"date":"2016-01-31T12:06:24","date_gmt":"2016-01-31T11:06:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=7498"},"modified":"2016-01-31T12:06:24","modified_gmt":"2016-01-31T11:06:24","slug":"voi-dezember-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/voi-dezember-2015\/","title":{"rendered":"Voi Dezember 2015"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 1. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein sch\u00f6ner Start in den Tag, als die \u00e4lteren Waisen in Lesanjus Herde gegen 6:45 Uhr aus ihren Gehegen kamen und ihren \u00fcblichen Aktivit\u00e4ten nachgingen. Sie fr\u00fchst\u00fcckten, ehe sie aufbrachen und die Kleinen in Kenias und Pandas Herde zur\u00fccklie\u00dfen. Bald kamen auch die j\u00fcngeren Waisen aus ihrem Bereich und tranken ihre Milch. Dann gingen sie zu Araba, die heute den zweiten Tag mit ihnen drau\u00dfen war. Bada und Mudanda vermissten Wasessa heute nicht so sehr, da sie sich ausgiebig mit Araba besch\u00e4ftigten, die im Moment die Hauptattraktion an den Stallungen ist. Die Waisen fra\u00dfen dann Kopra, und Mudanda und Bada hielten Araba davon ab, zu dem Zusatzfutter zu gelangen. Die Keeper griffen ein, damit auch Araba etwas davon fressen konnte, bevor die Waisen zum Grasen in Richtung S\u00fcden aufbrachen. Araba fand in Ndoria die perfekte Gef\u00e4hrtin zum Grasen, und Ndii behielt sie gut im Auge.<br \/>\nLesanjus Herde, die aus den deutlich \u00e4lteren Waisen Wasessa, Rombo, Taveta, Mzima, Sinya, Lempaute, Layoni und Dabassa besteht, wird nun langsam unabh\u00e4ngiger und erkundete beim Grasen die n\u00f6rdliche Seite des Parks ohne die Keeper. Sie kamen um 14 Uhr auf ein Bad beim gro\u00dfen Wasserloch vorbei. Gegen 19 Uhr waren sie wieder an den Stallungen zur\u00fcck, und die Tore blieben f\u00fcr sie ge\u00f6ffnet. Sp\u00e4ter gingen sie noch einmal zum Grasen den Mazinga-Berg hinauf. Sie werden unabh\u00e4ngiger und wollen nicht mehr so lange am St\u00fcck in ihrem Gehege bleiben.<br \/>\nKenia und Ndii grasten mit ihrer Gruppe den ganzen Tag s\u00fcdlich der Stallungen und kamen zur Milchf\u00fctterung zu den Stallungen zur\u00fcck. Ndii legte sich zu einem wunderbaren Bad in das Wasserloch an den Stallungen. Sie schaffte es, Araba zu begeistern, die sich ihr beim Baden anschloss. Gegen 17 Uhr kehrten sie in ihre Gehege zur\u00fcck, wo sie vor den Gefahren drau\u00dfen im Busch in Sicherheit sind.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/19201604622-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Araba genie\u00dft ihre Milch<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 2. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein ruhiger Morgen, und Lesanjus Herde kam schon um 5 Uhr aus ihren Gehegen. Sie fra\u00dfen etwas Kopra, w\u00e4hrend die Keeper die Milchflaschen f\u00fcr die Kleinen vorbereiteten. Nach f\u00fcnf Minuten kamen die Ex-Waisen Mweya und Laikipia ohne die anderen Mitglieder aus Emilys Herde vorbei. Mweya ist ein besonderer, kleiner Elefant, der als Baby aus Uganda zu uns kam, und Laikipia, der aus Nordkenia stammt, ist ein ansehnlicher junger Bulle geworden. Beide sahen gut aus, und wir vermuten, dass Mweya bald ihr eigenes wildes Baby zur Welt bringen wird. Nachdem sie Kopra gefressen hatten, spielte Mweya an den Felsen bei der Tr\u00e4nke. Dabei stellte sie Mzima eine Falle und forderte ihn zu einem Kr\u00e4ftemessen heraus. Taveta, Rombo und Lesanju kamen hinzu und unterst\u00fctzten Mzima beim Kampf gegen Mweya. Die zwei Ex-Waisen nahmen dann alle zehn Waisen aus Lesanjus Herde mit sich und gingen mit ihnen zum Grasen zur Nordseite des Bergs. Das geschah alles, noch bevor Kenia, Ndii, Panda und ihre Gruppe \u00fcberhaupt aus ihren Gehegen gekommen waren.<br \/>\nDie zwei Herden trafen sich heute gar nicht. Lesanju und ihre Gef\u00e4hrten kamen gegen 19 Uhr zu den Stallungen zur\u00fcck, nachdem sie sich wieder von Mweya und Laikipia verabschiedet hatten. Lesanjus Herde besteht im Moment aus den halbunabh\u00e4ngigen Elefanten Lesanju, Lempaute, Sinya, Wasessa, Kivuko, Mzima, Taveta, Rombo, Dabassa und Layoni.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/19201614529-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mweya an den Stallungen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 3. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nLesanjus Herde lie\u00df sich heute Zeit mit ihrem Aufbruch von den Stallungen und wartete, bis die milchabh\u00e4ngigen Waisen aus ihren l\u00f6wensicheren Gehegen gekommen waren. Wasessa erneuerte ihre Freundschaft mit Mudanda und Bada, nachdem sie die letzten Tage kaum bei ihnen gewesen war. Alle Babys gingen im G\u00e4nsemarsch zum s\u00fcdlichen Fu\u00df des Mazinga-Bergs zum Grasen. Nelion, der vom Mount Kenya stammt, brachte Bada den halben Weg den Berg hinauf; ihn schien der steile Anstieg nicht zu st\u00f6ren. Die anderen Waisen blieben lieber weiter unten.<br \/>\nDie wunderbaren Ex-Waisen um Emily kamen in Begleitung zweier wilder Bullen zu Besuch. Sie sagten den Keepern hallo und soffen frisches Wasser aus der Tr\u00e4nke an den Stallungen. Die Babys Emma, Eden und Safi waren schwer besch\u00e4ftigt damit, leckeres Kopra vom Boden zu fressen, wurden aber von einem Streit zwischen einem wilden Bullen und Seraa gest\u00f6rt. Sweet Sallys Neugeborenes Safi h\u00f6rte auf zu fressen und suchte Schutz bei Kinderm\u00e4dchen Mweya. Emilys Herde brach dann wieder zu den Weidegr\u00fcnden auf, wo sie auch auf Lesanjus und Kenias Herde trafen. Eine ganze Weile waren die H\u00fcgel um uns herum voller Elefanten, und alle sind sie einmal von uns aufgezogen worden &#8211; diese Momente machen uns sehr stolz. Kenia und Lentili ber\u00fchrten sich gegenseitig zur Begr\u00fc\u00dfung mit den R\u00fcsseln und gingen dann zu dem wilden Bullen, um mit ihm zu spielen. Die Ex-Waisen gingen dann tiefer in den Park hinein und lie\u00dfen die abh\u00e4ngigen Waisen zur\u00fcck. Lesanjus und Kenias Herden trafen sp\u00e4ter am Abend an den Stallungen wieder zusammen und traten dort ihre Nachtruhe an.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/19201615621-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Nelion genie\u00dft das Grasen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 4. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nDer Morgen war wunderbar, und f\u00fcr heute war die Ankunft neuer Waisen aus dem Waisenhaus in Nairobi geplant. Es klappte alles wie am Schn\u00fcrchen. Arruba, Mashariki und Rorogoi waren in dem Umzugs-LKW aus Nairobi. So kehrten die drei nach Hause zur\u00fcck, denn sie alle wurden als Waisen im s\u00fcdlichen Bereich des Tsavo East Nationalparks gefunden. Kenias und Lesanjus Herde grasten in der N\u00e4he, um die Neulinge gleich in der wunderbaren Voi-Herde begr\u00fc\u00dfen zu k\u00f6nnen. Sie konnten die Gedanken der Keeper lesen und ahnten schon, dass neue Babys auf dem Weg zu ihnen waren. Sie kamen etwas fr\u00fcher zu den Stallungen, um Milch zu trinken und Wasser zu saufen, und nahmen dann ein Bad, um sich auf das gro\u00dfe Ereignis vorzubereiten. Sie wollten nicht wieder weggehen, sondern waren entschlossen, auf die Neulinge zu warten. Das Schlammbad war toll; Ndii stellte zusammen mit Kenia all ihre Erfahrung beim W\u00e4lzen zur Schau. Bada rollte sich spektakul\u00e4r im Staub herum, und Panda schloss sich ihm an. Mzima und Dabassa rangelten mitten im Wasser miteinander. Bada lud sp\u00e4ter Araba zum Kratzen an einem Felsen ein, doch sie wurden von Tundani verscheucht, der den Kratzfelsen selbst benutzen wollte.<br \/>\nSchlie\u00dflich kamen die Neulinge an, und Wasessa, Lesanju und Lempaute rannten Mbirikani entgegen, die sehr erschrocken war und gleich fl\u00fcchtete. Die Keeper rannten ihr hinterher, um sie zu beruhigen. Danach kamen Arruba und als letzte Rorogoi heraus. Taveta wurde etwas frech und versuchte, die Neulinge zu besteigen. Er begann mit Arruba, nachdem sie aus dem LKW ausgestiegen war, und versuchte es sp\u00e4ter an der Tr\u00e4nke mit Mashariki. Mashariki sp\u00fcrte den Temperaturanstieg im Vergleich zu Nairobi und sprang in die Tr\u00e4nke an den Stallungen, um gleich dort zu baden. Mbirikani und Kihari brachten Rorogoi zu den anderen, die langsam aufbrachen. Sie gew\u00f6hnten sich alle sehr gut ein; Arruba mischte sich gleich unter die Voi-Waisen, w\u00e4hrend Mashariki und Rorogoi erst einmal noch zusammenblieben. Schon am Abend war es schwer herauszufinden, wer von ihnen neu in Voi war, da sie alle sehr zufrieden, gl\u00fccklich und verspielt waren und auch erfreut, ihre alten Freunde Tundani, Nelion und Lentili wiederzusehen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/19201624356-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mashariki bekommt Milch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 5. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nF\u00fcr die Neulinge war es der zweite Tag in Voi. Lesanju, Lempaute und alle ihre Herdenmitglieder kamen und begr\u00fc\u00dften sie. Lesanju zeigte dann, wer das Sagen hat, und alle folgten ihr zu den Weidegr\u00fcnden. Dort angekommen k\u00fcmmerte sich Wasessa heute um Araba, graste mit ihr und freundete sich mit ihr an, w\u00e4hrend sie ihre Lieblingsbabys Bada und Mudanda ignorierte. Bada schien sehr traurig, dass Wasessa nicht bei ihm war, doch Lempaute nahm dann ihn und Mudanda zum spielen mit und lenkte die beiden gut ab.<br \/>\nLesanju war zur\u00fcckhaltender und erlaubte ihren j\u00fcngeren Freunden, mit den Neuank\u00f6mmlingen zu spielen. Naipoki verguckte sich gleich in Mashariki und folgte ihr und Rorogoi den ganzen Tag beim Grasen. Die Waisen hielten sich wieder s\u00fcdlich der Stallungen auf und gingen zur Mittagsf\u00fctterung und dem Bad zu den Stallungen zur\u00fcck. Es gab viele wilde Elefantenherden an den Wasserl\u00f6chern, die auch die Neulinge treffen wollten, die sich aber erst einmal einleben sollen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/19201652825-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Rorogoi (links) mit Arruba und Lentili<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 6. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein wunderbarer Morgen, und Emilys Herde kam an den Stallungen an, kurz nachdem die milchabh\u00e4ngigen Waisen ihre Flaschen geleert hatten und gerade das Kopra genossen. Es war ein fantastischer Augenblick, als Arruba, Mashariki und Rorogoi mit Emilys gro\u00dfer Herde zu spielen begannen, in der auch wilde Bullen waren. Die drei Neulinge waren aber etwas scheu gegen\u00fcber den wilden Jungs. Sie genossen aber die ganze Aufmerksamkeit von Emilys Herde, die sie ausgiebig begr\u00fc\u00dften.<br \/>\nNdii und Mbirikani nutzten die einmalige Gelegenheit, mit Emma zu spielen, als die Ex-Waisen von den Neulingen und dem Kopra abgelenkt waren. Ndii wollte Emma \u00fcberreden, mit ihnen zu kommen, doch Seraa entdeckte sie und holte sie zur Ex-Waisenherde zur\u00fcck. Kenias und Lesanjus Gruppen brachen dann zusammen zum Grasen auf, w\u00e4hrend Emilys Herde in eine andere Richtung losmarschierte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/19201665831-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Arruba und Rorogoi mit Seraa<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 7. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nHeute war wieder ein herrlicher Morgen, und die 17 milchabh\u00e4ngigen Waisen kamen aus ihren Gehegen und tranken ihre Milch, bevor sie zum Kopra \u00fcbergingen. Zehn Minuten sp\u00e4ter kam der gro\u00dfe Ex-Waisenbulle Laikipia zusammen mit den unabh\u00e4ngigen K\u00fchen Seraa und Thoma an, allerdings ohne die anderen Mitglieder aus Emilys Herde. Lesanjus Gruppe war schon fr\u00fch am Morgen aufgebrochen und daher schon weg, als die drei auftauchten. Arruba und Rorogoi verliebten sich in Seraa und schlossen sich ihr beim Koprafr\u00fchst\u00fcck an. Seraa hatte auch einiges f\u00fcr Arruba \u00fcbrig; sie legte ihr z\u00e4rtlich den R\u00fcssel auf den R\u00fccken und begleitete sie die meiste Zeit an den Stallungen. Ndii behielt Seraa und Arruba gut im Auge, ebenso wie Panda, denn sie wollten ihr wertvolles neues Baby nicht hergeben.<br \/>\nF\u00fcr Laikipia war es ein gro\u00dfer Tag, denn er wurde von den meisten kleineren Waisen verg\u00f6ttert. Seraa war ganz mit Arruba besch\u00e4ftigt, bis Laikipia dazukam und ihr einen leichten Schubser verpasste, um ihr mitzuteilen, dass es Zeit war, zum Grasen aufzubrechen. Die Waisen folgten ihnen eine Weile, lie\u00dfen sie dann aber allein zum Voi-Fluss gehen, nachdem sie in den Weidegr\u00fcnden angekommen waren.<br \/>\nDen Rest des Tages grasten die Waisen erfolgreich, und Lesanjus Herde kam um 18:40 Uhr zu den Stallungen zur\u00fcck und brach am n\u00e4chsten Morgen schon sehr fr\u00fch wieder auf.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/19201671416-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Thoma freut sich \u00fcber das Kopra<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 8. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nEmilys Herde kam heute gegen 6 Uhr an den Stallungen an und traf auf die milchabh\u00e4ngigen Waisen nachdem diese ihre Milch getrunken hatten. Lesanju und ihre Kollegen, die gestern Abend heimgekommen waren, fehlten, da sie schon sehr fr\u00fch am Morgen wieder aufgebrochen waren. Arruba, Mashariki und Rorogoi schlossen sich zusammen, um Emma ausf\u00fchrlich zu begr\u00fc\u00dfen, und auch Mbirikani, Araba und Nelion kamen sp\u00e4ter bei Emma vorbei. Emma war der VIP des Tages. Eden wurde eifers\u00fcchtig und dr\u00e4ngelte sich dazwischen, um sie zu einem Ringkampf herauszufordern. Der neueste wildgeborene Anhang Safi spielte seine eigenen Spiele im Staub, ohne all die anderen. Mweya wollte Mudanda hallo sagen, die aber immer wieder vor ihr floh. Die zwei Herden brachen dann zusammen auf und gingen erst im Busch ihrer eigenen Wege. Laikipia fehlte heute Morgen in Emilys Herde, wurde aber sp\u00e4ter am gro\u00dfen Wasserloch gesehen, wo er allein badete.<br \/>\nLesanju, Lempaute, Sinya, Wasessa, Kivuko, Mzima, Taveta, Rombo, Dabassa und Layoni kamen gegen 18:45 Uhr zu den Stallungen zur\u00fcck, als die Kleinen bereits in ihren Gehegen waren. In der Nacht brachen die gr\u00f6\u00dferen Waisen dann wieder auf.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/19201672121-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Emma<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 9. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nAm Morgen war es k\u00fchl. Emilys Herde verpasse Kenia, Ndii, Pandas und ihre Gruppe nur knapp, da diese bereits um 6:30 Uhr in den Busch aufgebrochen waren &#8211; wenige Minuten vor Ankunft der Ex-Waisen. Diese machten es sich an den Stallungen gem\u00fctlich, mit sauberem Wasser aus der Tr\u00e4nke und den Kopra-Resten. Lesanjus Herde traf heute nicht auf Emily, da sie ihrer eigenen Wege gegangen waren. Thoma hatte lange nicht mit Sweet Sally gespielt, seit diese ihren Nachwuchs zur Welt gebracht hatte, doch heute konnte sie sie zu einer Rauferei \u00fcberreden. Safi war sehr \u00fcberrascht von der ganzen Aktion und hob vorsichtig den Kopf, um Thoma zu bitten, seine Mama in Ruhe zu lassen. Thoma bemerkte, dass Safi das offenbar alles nicht gefiel und beendete das Spiel. Daraufhin ging Safi sofort zum S\u00e4ugen \u00fcber. Er war offenbar sehr zufrieden, denn er schloss seine Augen gen\u00fcsslich, w\u00e4hrend er trank.<br \/>\nEmilys Herde verlie\u00df dann die Stallungen in Begleitung von zwei wilden Bullen. Laikipia rundete die Aktivit\u00e4ten ab, indem er einen dritten wilden Bullen von den Stallungen verjagte. Der wilde Elefant rannte an den Stallungen vorbei, um sich auch Emilys Herde anzuschlie\u00dfen. So verteidigte Laikipia seine rechtm\u00e4\u00dfige Position als der Herrscher der Stallungen und folgte den anderen erst eine halbe Stunde sp\u00e4ter.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/19201673417-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Safi nuckelt bei Mama<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 10. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nDer Morgen war gut, und die Waisenelefanten in der Herde von Ndii, Kenia und Panda brachen schon fr\u00fch auf, um mit den ersten Sonnenstrahlen im Busch zu sein. Es war recht kalt, nachdem es am Morgen 4mm Niederschlag gegeben hatte. Nachdem die Waisen drei Stunden lang gewissenhaft gegrast hatten, schlossen sie sich einer gro\u00dfen wilden Herde an. Die Neulinge Arruba, Mashariki und Rorogoi waren erst sehr scheu, doch die anderen Waisen \u00fcberzeugten sie, und einige Minuten sp\u00e4ter spielten sie auch schon mit den wilden Elefanten.<br \/>\nEmilys und Lesanjus Herden grasten zusammen und kamen sp\u00e4ter auf der Suche nach den Kleinen zum mittleren Wasserloch. Hier gab es nur ein wenig Wasser, da das Bad und damit das Auff\u00fcllen sich seit einer Woche am gro\u00dfen Wasserloch abspielt. Beide Herden gingen zusammen zum Voi-Fluss weiter, nachdem sie die Kleineren nicht angetroffen hatten.<br \/>\nMittags riefen die Keeper die Waisen beim gro\u00dfen Wasserloch zusammen, damit sie dort ihre Milch trinken, Wasser saufen und baden konnten. Leider rannten Arruba, Mashariki, Rorogoi und Araba mit der wilden Herde davon, als diese sich davonmachte, nachdem sie die Keeper hatten rufen h\u00f6ren. Es war recht schwierig, sie zur\u00fcckzulotsen, da sie immer wieder mit der Herde wegrannten, wenn die Keeper ihre Namen riefen. Wir mussten einen Pickup von den Stallungen holen und tief in den Busch im Norden fahren, um sie wieder zur\u00fcckzuholen, was eine ganze Stunde dauerte. Dann schlossen sie sich endlich ihren Freunden bei der Milchf\u00fctterung am mittleren Wasserloch an und grasten den Rest des Tages alle zusammen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/192016874-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Emilys und Lesanjus Herden grasen zusammen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 11. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein wunderbarer Morgen, und die 17 abh\u00e4ngigen Waisen gingen bei Tagesanbruch sofort zu den Weidegr\u00fcnden los. Lesanjus Herde kam um 6:20 Uhr an den Stallungen an, etwa zehn Minuten nachdem die kleineren Waisen aufgebrochen waren. Nachdem sie sauberes Wasser aus der Tr\u00e4nke gesoffen hatten, kam auch Emilys Herde mit zwei wilden Bullen an, und wir hatten eine gro\u00dfe Ansammlung von Waisen, Ex-Waisen und zwei wilden Elefanten an den Stallungen.<br \/>\nEmma, die den kleinen Safi sehr lieb hat, spielte herrlich mit ihm und legte sich dabei hin. Eden ist sehr ruhig, seit ihre Freundin Emma sich mehr mit dem kleinen Safi besch\u00e4ftigt. Sie wollte auch mitspielen und machte mit Emma weiter, nachdem Safi genug hatte. Emma machte mit, und sie wurden von dem wilden Bullen beaufsichtigt, der wohl als ihr Bewacher und Schiedsrichter angestellt war. Der andere wilde Bulle mit dem gek\u00fcrzten R\u00fcssel startete ein Kr\u00e4ftemessen mit Mzima. Sp\u00e4ter brachen die zwei Herden zusammen auf.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/111201663640-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lesanju kommt an den Stallungen an<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 12. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein gro\u00dfartiger Tag f\u00fcr die milchabh\u00e4ngigen Waisen in Kenias, Ndiis und Pandas Herde. Nachdem sie die Spiele und das Fr\u00fchst\u00fcck an den Stallungen beendet hatten, brachen sie zu den Weidegr\u00fcnden auf. Eine Stunde sp\u00e4ter, um 7 Uhr, kamen Emilys und Lesanjus Herden zu den Stallungen. Sie schienen die letzte Nacht zusammen verbracht zu haben und soffen etwas Wasser und entspannten sich an den Stallungen. Emma legte sich zum Spielen hin und erlaubte dem kleinen Safi, auf ihr herumzuklettern. Es war ein sch\u00f6nes Spiel, das Wasessa, Sinya und Lesanju staunend beobachteten. Sie versuchten, zu ihnen zu gelangen, wurden aber von dem wilden Bewacher sowie Sweet Sally und Emily daran gehindert. Mweya kratzte sich den Hintern, und Lempaute sah zu, um zu sehen, ob sie noch etwas lernen konnte. Mweya bemerkte das und zeigte was sie kann; sie kletterte auf den Felsen und hielt sich mit einem Hinterbein fest. Lempaute sah ihr mit wachsendem Interesse und Erstaunen zu.<br \/>\nDie zwei Herden, bestehend aus Lesanju, Lempaute, Sinya, Wasessa, Kivuko, Mzima, Taveta, Rombo, Dabassa und Layoni einerseits, sowie Emily, Edie, Emma, Eden und Ella, Mweya, Seraa, Thoma, Ndara, Sweet Sally, Safi, Irima, Moran, Icholta, Laikipia und Lolokwe in Emilys Gruppe, brachen eine Stunde sp\u00e4ter zusammen wieder auf. Sie trafen aber heute nicht auf die Kleinen in Ndiis Gruppe.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/111201664231-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Emilys und Lesanjus Herden in der N\u00e4he der Stallungen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 13. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nDer Morgen war recht k\u00fchl, als die Waisen aus ihren n\u00e4chtlichen Gehegen kamen und ihre Milchflaschen leerten, ehe sie zum Grasen zur Ostseite der Stallungen gingen. Nachdem sie gut vier Stunden gegrast hatten, kam Lesanjus Herde vorbei, die, bestehend aus Wasessa, Lempaute, Sinya, Mzima, Taveta, Kivuko, Rombo, Taveta und Dabassa, in der letzten Nacht das Gehege verlassen hatte. Es gab eine intensive Begr\u00fc\u00dfungszeremonie mit lautem und fr\u00f6hlichem Trompeten. Wasessa \u00fcbernahm gleich ihre zwei Babys Bada und Mudanda, die sie offenbar sehr vermisst hatten. Lesanju k\u00fcmmerte sich um Araba, die sonst Ndiis Liebling ist. Araba war sehr froh, bei Lesanju zu sein, und sie kratzte sich ihren Kopf an Lesanjus Hintern. Ndii und Lentili, die die Rolle der Leitk\u00fche der milchabh\u00e4ngigen Gruppe \u00fcbernommen haben, wurden erst einmal wieder entmachtet. Sie steckten die K\u00f6pfe zusammen, um zu diskutieren, was sie gegen die St\u00f6rung durch Lesanjus Herde unternehmen sollten und wie sie den Einfluss der \u00e4lteren Waisen auf ihre Kleinen einschr\u00e4nken k\u00f6nnten. Tundani durfte auch mitdiskutieren.<br \/>\nDie Milch wurde heute zu den Waisen in den Busch gebracht, da sie nicht zum Wasserloch gingen. Es regnete den ganzen Tag \u00fcber immer wieder leicht. Lesanjus Herde blieb den ganzen Tag bei ihnen und kehrte am Abend mit ihnen zu den Stallungen zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11120166487-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lesanju grast zusammen mit Araba<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 14. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein sch\u00f6ner Morgen f\u00fcr die Waisen, und sie bereiteten sich darauf vor, drei neue Waisen aus Nairobi willkommen zu hei\u00dfen. In der Nacht hatte es allerdings viel geregnet, und das war eine Herausforderung f\u00fcr den LKW, der Embu, Suswa und Elkerama zu den Voi-Stallungen brachte. Wir hatten 80mm Niederschlag, der gr\u00f6\u00dfte Wert, den wir seit langer Zeit gemessen haben, und der Regen hinterlie\u00df viele kleine Wasserl\u00e4ufe und ausgewaschene Erde auf den Stra\u00dfen. Die Regenf\u00e4lle hatten auch Lesanjus Gruppe vertrieben, sodass sie nicht da waren, als die Neulinge am Vormittag ankamen. Kurz nachdem der LKW die asphaltierte Stra\u00dfe im Ort in Voi verlassen hatte, blieb er im losen Schlamm stecken, noch mit den Elefanten darin. Die Stallungen wurden angerufen, und es machte sich sofort ein Team mit dem Antiwilderei-Truck und dem Traktor auf den Weg. Der LKW sollte schnell wieder flottgemacht werden und zu den Stallungen weiterfahren, damit die Waisen bald ausgeladen werden konnten.<br \/>\nElkerama kam zuerst heraus und wurde herzlich von Kenia, Panda und Ndii begr\u00fc\u00dft. Arruba und Lentili n\u00e4herten sich dann Elkerama, aber nicht etwa, um ihn zu begr\u00fc\u00dfen, sondern um seine Milchflaschen zu stehlen. Dann kam Suswa heraus, und Nelion hatte bei ihr das gleiche Ziel: ihre Milchflasche. Schlie\u00dflich kam noch Embu heraus und trank ihre Milch, bevor sie zur Tr\u00e4nke gingen und danach alle zu den Weidegr\u00fcnden aufbrachen. Arruba, Rorogoi und Mashariki benahmen sich und \u00fcberlie\u00dfen es den \u00e4lteren Waisen, die Neulinge standesgem\u00e4\u00df zu begr\u00fc\u00dfen. Ndii staunte, wie gro\u00df Suswa schon war und begann, sie ein bisschen herumzuschubsen. Sie wollte ihr gleich zeigen, wer der Chef dieser kleinen Herde ist. Sie freundeten sich sehr sch\u00f6n an, doch es wurde heute nicht geschlammbadet anl\u00e4sslich ihrer Ankunft. Arruba war \u00fcbergl\u00fccklich, ihre beste Freundin Suswa wiederzuhaben, und sie grasten den ganzen Tag lang zusammen. Arruba, Mashariki und Rorogoi hatten noch Gelegenheit, die drei Neulinge zu begr\u00fc\u00dfen, nachdem die Willkommensparty der \u00e4lteren Waisen vorbei war. Embu war von der langen Reise m\u00fcde und schl\u00e4frig, wurde aber sp\u00e4ter wieder munter.<br \/>\nDie meisten Waisen k\u00fchlten sich in der feuchten Erde ab, von der es nach all dem Regen auf der S\u00fcdseite des Mazinga-Bergs genug gab. Bada, Ndii und Tundani staubbadeten spektakul\u00e4r in den Furchen, bevor sie mit den anderen zusammen den Rest des Tages grasten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/111201665656-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Elkerama kommt nach der Ankunft aus dem LKW<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 15. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen und die Neulinge freuten sich \u00fcber die morgendlichen Regenschauer. Lesanjus und Emilys Herden tauchten heute nicht an den Stallungen auf. Es regnete die meiste Zeit des Tages weiter, und wir konnten 10mm Niederschlag verzeichnen. Es war eine gro\u00dfe Ansammlung an den Stallungen, als alle 20 Waisen ihre Milchflaschen bekamen. Ndii und Kenia waren sehr froh und f\u00fchlten sich geehrt, so eine gro\u00dfe Waisengruppe anf\u00fchren zu d\u00fcrfen.<br \/>\nElkerama genoss es mitten in der Waisenherde und gew\u00f6hnte sich sehr schnell ein. Suswa und ihre Freundin Arruba waren noch immer begeistert, wiedervereint zu sein und grasten den ganzen Tag zusammen. Ndii spielte auf einem umgest\u00fcrzten Baum, um die Neulinge zu beeindrucken. Die 20 Waisen kamen zur Milchf\u00fctterung zu den Stallungen zur\u00fcck, da sie ganz in der N\u00e4he grasten. Mashariki schnappte sich ihre zweite Milchflasche von einem Keeper und ging damit davon, um abseits von den anderen zu trinken. Sie stellte sie vorsichtig auf dem Boden ab, nachdem sie sie gr\u00fcndlich geleert hatte; sie wusste, dass sie die Flasche f\u00fcr die n\u00e4chste F\u00fctterung brauchen w\u00fcrde. Auch Arruba genoss ihre leckere Milch und hob dabei ein Vorderbein.<br \/>\nDanach kehrten sie wieder in die gleiche Gegend zum Grasen zur\u00fcck. Die drei Neulinge f\u00fchlen sich bei den anderen Voi-Waisen sehr wohl. Mbirikani schlich sich davon und kehrte zwei Stunden zu fr\u00fch zu den Stallungen zur\u00fcck. Die Keeper mussten sie zu ihren Freunden zum Grasen zur\u00fcckbringen. Lesanjus Herde kam um 20 Uhr wieder an den Stallungen an; sie kollerten vor Freude \u00fcber die neuen Waisen, die bereits in ihren Nachtgehegen waren. Nachdem sie Wasser gesoffen hatten, kehrten sie in den Busch zur\u00fcck und lie\u00dfen sich etwas oberhalb des kleinen Gehegebereichs nieder, in dem unsere \u00fcbrigen Waisen, Antilope und Zebra, wohnen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11120167554-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen nehmen ein Staubbad im Regen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 16. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nEmily und ihre Herde waren die ersten Besucher an den Stallungen heute Morgen. Sie tauchten um 5 Uhr auf, und Lesanjus Herde kam den Berg herunter, um sich ihnen anzuschlie\u00dfen. Die Ex-Waisen wussten wie immer, dass neue Elefanten aus Nairobi angekommen waren und wollten sie begr\u00fc\u00dfen. Die Keeper erwachten und bereiteten 40 Milchflaschen vor. Der Besuch der Ex-Waisen war nur kurz. Sie nahmen Lesanjus Herde mit und verlie\u00dfen alle zusammen das Gel\u00e4nde, noch bevor die j\u00fcngeren Waisen aus ihren Gehegen kamen. Mashariki, Arruba, Rorogoi, Embu, Suswa und Elkerama kollerten in ihren Gehegen und sagten ihnen hallo, als sie auf dem Weg zu den Weidegr\u00fcnden an ihnen vorbeigingen.<br \/>\nHeute war es haupts\u00e4chlich Lentili, die die F\u00fchrung \u00fcbernahm, w\u00e4hrend Kenia und Ndii sich um die neuen Waisen k\u00fcmmerten. Embu folgte beim Grasen Arruba und Suswa, w\u00e4hrend Elkerama forscher war und sich unter die Voi-Waisen mischte, als w\u00e4re er schon jahrelang hier. Nelion, der ein Vielfra\u00df ist, nahm Elkerama mit den Berg hinauf, um dort nach noch unangetasteter Vegetation zu suchen. Die beiden scheinen gute Freunde zu werden. Der Rest des Tages verlief gut, und Lesanjus Herde kam um 17:30 Uhr zu den Stallungen zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/111201673615-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Emily und Emma<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 17. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein wunderbarer Morgen. Lesanjus Herde hatte wieder die Nacht am Berg verbracht und kam um 6 Uhr herunter, um den Kleinen guten Morgen zu w\u00fcnschen, die gerade ihre Gehege verlie\u00dfen. Sie waren besonders an den Neulingen interessiert, da sie am Ankunftstag von Suswa, Embu und Elkerama nicht da gewesen waren. Auch Emilys Herde kam bald darauf an und begr\u00fc\u00dfte die neuen Waisen ausgiebig. Die abh\u00e4ngigen Waisen sind nun 20 an der Zahl, w\u00e4hrend Lesanjus halbunabh\u00e4ngige Gruppe aus zehn Elefanten besteht und Emilys Herde aus 17 Ex-Waisen, die aber oft wilde Begleitung haben. Das bedeutet, dass jetzt manchmal um die 50 Elefanten an den Stallungen sind &#8211; ein gro\u00dfartiger Anblick! Suswa, Embu, Elkerama, Arruba, Rorogoi und Mashariki waren etwas scheu bei so vielen Elefanten, die sie mit Aufmerksamkeit \u00fcbersch\u00fctteten. Sie brachen bald auf, und die ganze Herde um Kenia und Ndii folgte ihnen und ging von den Stallungen weg. Nur Naipoki blieb zur\u00fcck. Mzima und Naipoki schafften es, den kleinen Safi zwischen sich zu verstecken, w\u00e4hrend sie Kopra fra\u00dfen, und sie genossen ihre Babysitter-Zeit.<br \/>\nNachdem die Waisen und die Ex-Waisen ihr Kopra gefressen hatten, gab es gro\u00dfe Freude, als pl\u00f6tzlich Siria beschwingten Schrittes auftauchte, zusammen mit Layoni. Er war vor \u00fcber zwei Jahren mit den Ex-Waisenbullen Bura und Solango ausgewildert.<br \/>\nEmilys Herde brach dann in den Busch auf und entf\u00fchrte dabei Araba. Alle Versuche, Araba zur\u00fcckzurufen blieben erfolglos, denn Mweya hinderte sie daran zur\u00fcckzukehren. Lesanju meldete sich freiwillig f\u00fcr eine Rettungsaktion, und sie folgte Emilys Herde, um Araba zu holen, die noch auf ihre Milch angewiesen ist. Lesanju blieb geduldig in der N\u00e4he von Araba und nahm sie schlie\u00dflich ohne Probleme um 11 Uhr wieder mit, rechtzeitig f\u00fcr ihre n\u00e4chste Milchflasche. Zusammen mit ihrer Herde brachte sie Araba am Mittag zu den Stallungen und machte sich dann wieder auf den Weg.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/111201674330-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ein wilder Bulle (Mitte) bewacht Emma und Eden<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 18. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nHeute Morgen gab es viele dunkle Wolken, die Regen ank\u00fcndigten. Es fanden ein paar Spiele an den Stallungen statt, bevor Lentili die F\u00fchrung \u00fcbernahm und die Waisen zu den Weidegr\u00fcnden brachte. Heute war das erste Mal, dass Embu, Suswa und Elkerama n\u00f6rdlich der Stallungen grasten. Arruba und Suswa blieben noch immer dicht beieinander, w\u00e4hrend Elkerama viel Zeit mit den anderen Waisen verbrachte. Araba und Ndoria grasten auch zusammen. Ndii hat Araba sehr gern, da sie j\u00fcnger aussieht als die Neuank\u00f6mmlinge.<br \/>\nEs wurde schnell Nachmittag, und die Waisen gingen zum gro\u00dfen Wasserloch, wo es Milch und ein Bad gab. Angef\u00fchrt von Naipoki, Ishaq-B, Suswa, Arruba und Bada kamen sie dort an. In der n\u00e4chsten Gruppe war Ndoria, die ihre Flasche leerte und dann Nelion auflauerte; sie stie\u00df ihn mit einem kr\u00e4ftigen Kopfsto\u00df zu Boden. Die Keeper halfen Nelion beim Aufstehen, damit er weitertrinken konnte, und Ndoria rannte zum Wasserloch, als w\u00e4re nichts geschehen. Nelion war verduzt, als er wieder auf die Beine kam, weil \u00fcberhaupt kein Elefant in seiner N\u00e4he war. Am Wasserloch gab es eine gro\u00dfe Plansch-Party, als Embu, Suswa, Elkerama, Tundani, Lentili und Nelion sich zu einem Bad zusammenschlossen. Bada spielte mit seinem R\u00fcssel im Wasser, und sp\u00e4ter legte er sich ganz hinein und warf den R\u00fcssel in die Luft.<br \/>\nSie grasten danach leckeres gr\u00fcnes Gras in der N\u00e4he des Wasserlochs. Auf Lesanjus Gruppe trafen sie heute gar nicht mehr, und die halbunabh\u00e4ngigen Waisen lie\u00dfen sich den ganzen Tag und auch in der Nacht nicht blicken.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/111201675254-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lentili geht voraus<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 19. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein Morgen voller Spiele f\u00fcr die Waisen; nachdem sie ihre Milch getrunken und Kopra gefressen hatten, spielten sie Verstecken. Sp\u00e4ter brachen sie, angef\u00fchrt von Lentili und Ndii, von den Stallungen auf. Nachdem sie viereinhalb Stunden lang gegrast hatten, kam Lesanjus Herde vorbei, und Lesanju, verantwortungsbewusst wie sie ist, brachte die Waisen zur Milchf\u00fctterung zu den Stallungen zur\u00fcck. Araba wurde versehentlich zur\u00fcckgelassen, und Mzima holte sie ab und brachte sie direkt zur Milchf\u00fctterung. Mzima probierte, ob er zur Belohnung an Arabas Milch herankommen k\u00f6nnte, doch die Keeper wehrten den Versuch erfolgreich ab. Embu fand die Nachmittagssonne in Tsavo sehr hei\u00df und sprang in die Tr\u00e4nke, damit sie ihre Milchflasche im Wasser genie\u00dfen konnte. Mzima fragte sich, wie Embu wohl die Keeper bestochen haben k\u00f6nnte, dass sie so einen Luxus zulie\u00dfen. Elkerama schnappte sich seine Milchflasche und f\u00fctterte sich selbst. Tundani zeigte Ishaq-B, wie gut er rangeln kann, doch Mzima griff ein und erteilte beiden eine Lektion, ehe er zum Schlammbad \u00fcberging.<br \/>\nDer Rest des Tages verlief ruhig, und Kenias und Ndiis Herde kam am Abend zur\u00fcck, gefolgt von Lesanjus Herde eine halbe Stunde sp\u00e4ter. Die \u00e4lteren Waisen verbrachten die Nacht nahe bei den Stallungen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/111201675841-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ndii grast am H\u00fcgel<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 20. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein wunderbarer Morgen, und Lesanjus Herde lie\u00df Mzima zur\u00fcck, als sie zu den Weidegr\u00fcnden aufbrach. Mzima spielte mit den abh\u00e4ngigen Waisen an den Stallungen und hatte dabei viel Spa\u00df. Bald darauf kam Emilys Herde mit dem schmucken Laikipia an. Laikipia legte seinen R\u00fcssel vorsichtig auf Safis R\u00fccken, und Safi genoss die Aufmerksamkeit dieses beeindruckenden Bullen sehr. Sweet Sally war heute sehr gut gelaunt und forderte Mzima zu einem Kr\u00e4ftemessen heraus. Safi fand das sehr interessant und sorgte sich ein wenig um die Sicherheit seiner Mutter. Dann wurde es noch aufregender, als Sweet Sally sich zum herumrollen auf den Boden legte und Moran auf ihren R\u00fccken kletterte. Safi und Emma rannten davon und suchten bei den anderen Ex-Waisen Schutz, wobei sie schreiend ihre Sorge kundtaten. Als Sweet Sally bemerkte, dass sie die Kleinen erschreckt hatte, h\u00f6rte sie auf zu spielen, stand auf und ging zu ihnen, um sie mit ihrem R\u00fcssel zu tr\u00f6sten.<br \/>\nEmilys Herde verlie\u00df dann die Stallungen wieder, und Kenia und ihre Waisen gingen in eine andere Richtung zum Grasen. Sie besuchten heute das mittlere Wasserloch, wo die Waisen Milch tranken, Wasser soffen und badeten. Mzima marschierte davon, um Lesanjus Herde zu suchen, die gegen 14 Uhr zu den Stallungen kam.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11120168650-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mzima spielt mit den j\u00fcngeren Waisen an den Stallungen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 21. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nDer Morgen war gut, und die Waisen in Kenias und Pandas Gruppe kamen um 6 Uhr heraus. Sie schlossen sich ihren \u00e4lteren Freunden in Lesanjus Herde an, die vor den Stallungen auf sie warteten. Wasessa k\u00fcmmerte sich um ihre Babys Bada und Mudanda, w\u00e4hrend Lesanju und Lempaute Araba umarmten. Ndoria wurde sehr eifers\u00fcchtig auf Araba und schlich den ganzen Tag um sie herum, um mit ihr zu ringk\u00e4mpfen. Mudanda und Bada waren sehr aufgeregt und hingen den ganzen Tag an ihrer Adoptivmama Wasessa. Arruba, Rorogoi, Mashariki, Embu, Suswa und Elkerama schlossen sich beim Grasen mit Ishaq-B zusammen.<br \/>\nEs wurde schnell Nachmittag, und die milchabh\u00e4ngigen Waisen gingen zum Wasserloch, um ihre Milch zu trinken. Die \u00e4lteren Waisen in Lesanjus Gruppe folgten ihnen und gingen zum Baden zum Hauptwasserloch. Ndoria scheint eine dauerhafte Abneigung gegen\u00fcber Araba entwickelt zu haben; vermutlich ist sie eifers\u00fcchtig. Sie jagte sie nach der Abendf\u00fctterung im Gehege herum. Araba rannte in eines der Z\u00e4hmungsgehege, um Schutz zu suchen, und Bada leistete ihr dort etwas Gesellschaft. Sie bekamen ein paar Grewia-Zweige hineingereicht, und die beiden verbrachten eine friedliche Nacht abseits von den anderen Waisen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/111201683412-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lesanjus und Kenias Gruppen grasen zusammen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 22. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nLesanjus Herde brach fr\u00fch am Morgen auf, noch bevor die Kleinen aus ihren Gehegen kamen. Es gab nur wenige kurze Spiele an den Stallungen, bevor sie zu den Weidegr\u00fcnden aufbrachen. Sie grasten vier Stunden lang konzentriert, bevor einige Waisen wieder zu spielen begannen. Ndoria kratzte ihren Kopf und rieb ihn am Stamm eines umgefallenen trockenen Baums. Bada w\u00e4lzte sich in ein paar Furchen, die durch den Regen entstanden waren. Er hatte ein tolles Staubbad und machte alle m\u00f6glichen Verrenkungen, um sich in den L\u00f6chern herumzurollen. Naipoki war beeindruckt von seiner Vorstellung und stellte sich neben ihn, um ihn zu bewundern.<br \/>\nDie Waisen gingen zur Milchf\u00fctterung und zum Saufen zum gro\u00dfen Wasserloch, badeten aber heute nicht, da es recht kalt war. Sie grasten den Rest des Tages in der N\u00e4he, und Suswa f\u00fchrte sie am Abend zu den Stallungen zur\u00fcck. Lesanjus Herde kam um 18:45 Uhr zu den Stallungen und verbrachte die Nacht dort.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11320163390-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tundani grast<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 23. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein sch\u00f6ner Morgen, doch Araba versucht immer noch, Ndoria aus dem Weg zu gehen, deren Eifersucht sich noch nicht gelegt hat. Kurz nachdem Lesanjus und Kenias Herden um 6:30 Uhr die Stallungen verlassen hatten, kam Emilys Herde an, sodass sie sich knapp verpassten. Mweya stand geduldig hinter Eden, die an ihrer Mutter Edie nuckelte, und \u00fcbernahm die Aufsicht, sobald sie fertig getrunken hatte. Nachdem Mweya Eden von Edie mitgenommen hatte, ging Laikipia zu ihr, um zu sehen, ob er sich an Edie heranschmeicheln k\u00f6nnte. Edie drehte sich aber um und wollte ihn verscheuchen, was Laikipia \u00e4rgerte, und das Ganze entwickelte sich zu einem Kr\u00e4ftemessen.<br \/>\nDie Ex-Waisen verlie\u00dfen die Stallungen und gingen am mittleren und gro\u00dfen Wasserloch vorbei, w\u00e4hrend sie die Waisen suchten. Danach gingen sie zum Voi-Fluss. Lesanjus Herde schloss sich vermutlich Emilys Gruppe sp\u00e4ter am Tag an und tauchte am Abend nicht an den Stallungen auf.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11320163430-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Araba versucht, Ndoria aus dem Weg zu gehen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 24. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nDer Morgen war ruhig, und die milchabh\u00e4ngigen Waisen begr\u00fc\u00dften Heiligabend mit ein paar Versteckspielen an den Stallungen, bevor sie zu den Weidegr\u00fcnden aufbrachen. Nachdem sie \u00fcber drei Stunden lang gewissenhaft gegrast hatten, kam Ex-Waise Moran hinzu, der heute ihr Gast war. Der Rest von Emilys Herde war nicht dabei, und er war gekommen, um Frohe Weihnachten zu w\u00fcnschen. Moran graste eine halbe Stunde mit ihnen, und Araba blieb die ganze Zeit an seiner Seite. Moran war die perfekte Begleitung f\u00fcr sie, und sie machte sich mit ihm auf den Weg, als er zur Wasserpipeline ging. Sie wurde sp\u00e4ter von den Keepern zur Mittagsmilch abgeholt, und Moran brachte sie bereitwillig zu den anderen abh\u00e4ngigen Waisen zur\u00fcck. Kurz darauf brach er wieder auf. Der n\u00e4chste Gast war Laikipia, der an den Stallungen auftauchte und den Waisen Weihnachtsgr\u00fc\u00dfe ausrichtete.<br \/>\nLesanjus Herde kam gegen 18 Uhr zu den Stallungen zur\u00fcck und verbrachte die Nacht in Gesellschaft ihrer kleineren Freunde.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/113201634641-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Moran kommt an den Stallungen vorbei und sieht nach den Kleinen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 25. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein wunderbarer Weihnachtsmorgen. Die Waisen in Lesanjus Herde verlie\u00dfen die Stallungen schon um 3:40 Uhr. Die \u00fcbrigen Waisen machten sich nach ihrer Milchf\u00fctterung und dem Fr\u00fchst\u00fcck auf den Weg. Als sie in den Weidegr\u00fcnden ankamen, ging Arruba zu einem der ausgewaschenen Graben und hatte ein tolles Staubbad darin. Mudanda lie\u00df sich davon anlocken und nahm selbst auch ein Staubbad. Arruba war sehr gl\u00fccklich, dass sich Mudanda ihr anschloss. Sie begann zu d\u00f6sen und lie\u00df sich gar nicht von den anderen st\u00f6ren, die um sie herum nach Leckereien suchten.<br \/>\nEmilys Herde besuchte am heutigen Weihnachtstag auch die Stallungen, und wir erinnerten uns alle zusammen an das vorige Jahr, als sie mit uns die Geburt der kleinen Emma gefeiert hatten. Seraa kam mit einem sehr gro\u00dfen Bullen vorbei, der nur einem Sto\u00dfzahn hatte &#8211; der zweite war abgebrochen. Dieser gro\u00dfe Bulle vertrieb die zwei jungen wilden Bullen, die bei Emilys Herde waren. Er jagte den ganzen Tag \u00fcber weiter hinter Seraa her und war offensichtlich an ihr interessiert. Er war auch erstaunlich zutraulich.<br \/>\nLesanjus Gruppe kam gegen 19 Uhr an den Stallungen an, nachdem sie Weihnachten in der Wildnis gefeiert hatten. Insgesamt wurden die Keeper und die 20 abh\u00e4ngigen Waisen damit am Weihnachtstag von ein paar wilden Freunden, den schon etwas unabh\u00e4ngigeren Waisen Lesanju, Lempaute, Sinya, Wasessa, Kivuko, Mzima, Taveta, Rombo, Dabassa und Layoni, und von Emilys Herde, bestehend aus Emily, Edie, Emma, Eden, Ella, Mweya, Seraa, Thoma, Ndara, Sweet Sally, Safi, Irima, Moran, Icholta, sowie Laikipia, Lolokwe und Siria, besucht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/113201635650-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Arruba genie\u00dft ein Staubbad<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 26. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nDer Morgen war wieder herrlich, und Lesanjus Herde verlie\u00df die Stallungen eine halbe Stunde bevor die milchabh\u00e4ngigen Waisen aus den Nachtgehegen kamen. Sie grasten heute sehr sch\u00f6n s\u00fcdlich der Stallungen, und Arruba und Suswa blieben wieder dicht beieinander. Tundani und Nelion grasten auf dem Berg und kamen wieder herunter, als die anderen auf dem Weg zu den Stallungen waren, der n\u00e4heste Ort, an dem sie Wasser und ihre Milchflaschen bekommen konnten. Sie kratzten sich ausf\u00fchrlich an den Felsen, und Panda suchte sich einen sehr gro\u00dfen aus, sodass f\u00fcr Nelion nur noch ein kleiner Felsen \u00fcbrigblieb. Bada \u00fcberfiel Lentili im Wasser und nahm sie ein paar Minuten als Geisel, indem er sie immer wieder zur\u00fcckschob, wenn sie herauskommen wollte. Die Spiele endeten als die Waisen zu den Weidegr\u00fcnden gingen und den Rest des Tages grasten.<br \/>\nNachdem sie erst im S\u00fcden weitergegrast hatten, gingen sie ein St\u00fcck den Berg hinauf. Nelion, Tundani und Elkerama beschlossen, sich von den anderen abzusetzen und weiter hinauf zu klettern. Die Keeper bemerkten ihre Abwesenheit erst um 17 Uhr. Es begann eine intensive Suche nach ihnen, und sie wurden schlie\u00dflich auf der Spitze des Berges gefunden, von wo sie zur\u00fcck zu den sicheren Stallungen gebracht wurden. Lesanjus Herde kam um 18:30 Uhr an und verbrachte die Nacht an den Stallungen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11320164059-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Nelion grast auf dem Berg<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 27. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nHeute bereiteten wir uns auf die Suche nach einem einsamen Kalb vor, das von den G\u00e4sten einer Pirschfahrt entdeckt worden war. Es wurde am Mbololo-Fluss ungef\u00e4hr 6km vom Flugfeld bei den Lugard-Wasserf\u00e4llen entfernt gesehen und vermutet, dass es ein Waise ist. Wir erhielten die Meldung gestern Abend, doch die Gegend kann nach 18 Uhr nicht mehr befahren werden, da sie streng gesch\u00fctztes Rhino-Schutzgebiet ist. Sowohl die Keeper als auch das Antiwilderei-Team war am fr\u00fchen Morgen in die Suche involviert, und durch den Einsatz des DSWT-Hubschraubers versuchten wir, die Chancen noch zu erh\u00f6hen. Eine riesige Fl\u00e4che wurde abgesucht, doch auch nach \u00fcber drei Stunden hatten wir keinen Erfolg. Das Kalb k\u00f6nnte mit seiner Familie wiedervereint worden sein, denn es gab viele wilde Herden am Mbololo-Fluss. Die intensive Suche wurde schlie\u00dflich abgebrochen, als wir zuversichtlich waren, dass das Kalb seine Familie bereits wiedergefunden hatte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11320164446-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Arruba genie\u00dft das Futter<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 28. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nDer Morgen begann gut, und die milchabh\u00e4ngigen Waisen kamen f\u00fcr ihre Milchflaschen aus den Gehegen, bevor sie das Kopra fra\u00dfen. Lesanjus Herde war bereits eine Stunde zuvor aufgebrochen und war im Busch, um ihrem \u00fcblichen Tagesablauf nachzugehen.<br \/>\nNachdem die Kleinen in Kenias und Pandas Herde unter der F\u00fchrung von Lentili und Ndii zum Grasen aufgebrochen waren, kam Ex-Waise Moran an. Er hatte die Waisen gesucht und wollte sich ihnen anschlie\u00dfen. Er hatte sie allerdings knapp verpasst, und so verschwendete er keine Zeit an den Stallungen, sondern ging direkt zu den Weidegr\u00fcnden, um weiterzusuchen. Er hatte aber kein Gl\u00fcck und traf nicht auf die Waisen, die weit n\u00f6rdlich der Stallungen grasten, dann langsam umkehrten und mittags zum mittleren Wasserloch gingen. Nach der Milchf\u00fctterung f\u00fchrten Kihari und Naipoki die anderen zum Baden. Bada und Mbirikani lieferten sich einen harten Bade-Wettkampf, doch Bada war irgendwann ersch\u00f6pft und ging davon, sodass Mbirikani eindeutig gewann. Kenia nahm auch am Bad teil und kniete einzigartig auf ihren Vorderbeinen. Den Rest des Tages grasten die Waisen in der N\u00e4he des Wasserlochs, und Lesanjus Herde kam um 6:20 Uhr an den Stallungen an.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/11320164635-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Bada (vorn), Araba und Ndii (hinten) fressen Kopra<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 29. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein sch\u00f6ner Start in den Tag, als Thoma, Mweya und Siria die ersten waren, die an den Stallungen auftauchten. Lesanjus Herde hatte die Stallungen schon eine Stunde zuvor verlassen. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck mit Zusatzfutter brachen alle zusammen auf. Arruba, Mashariki, Rorogoi, Embu, Elkerama und Suswa grasten zusammen abseits von den anderen, schlossen sich ihnen aber wieder an, nachdem die Ex-Waisen eine Stunde sp\u00e4ter wieder aufgebrochen waren. Emilys Herde wurde aus der Ferne gesehen, wie sie an der Ostseite des Mazinga-Bergs graste.<br \/>\nSp\u00e4ter am Tag unterbrach Tundani die Ruhe, als er sich in einen Graben legte und ein wunderbares Staubbad genoss. Embu war sehr neugierig und wollte sich ihm anschlie\u00dfen, \u00fcberlegte es sich aber anders. Lesanjus Herde kam heute nicht zu den Stallungen, sondern genoss die ganze Nacht das leckere Gr\u00fcn der Wildnis.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/113201641548-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Thoma schlie\u00dft sich den Waisen beim Grasen an<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 30. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen in Kenias und Pandas Gruppe kamen heute aus den Stallungen, ohne dass Lesanjus Herde vorbeigekommen w\u00e4re. Sp\u00e4ter am Tag erkundeten die Waisen die Nordseite der Stallungen und fra\u00dfen dort das gro\u00dfe, \u00fcppige Gras. Dabei suchten sie immer wieder nach Lesanjus Gruppe. Mudanda und Bada kratzten sich an einem Baumstumpf, und bekamen sp\u00e4ter auch noch Gesellschaft von Panda.<br \/>\nDie Waisen gingen zur Milchf\u00fctterung und zum Wassersaufen zum gro\u00dfen Wasserloch und hatten Lesanju und ihre Elefanten immer noch nicht gefunden. Um 18 Uhr, nachdem die Waisen bereits in ihren Gehegen waren und an Grewia-Zweigen knabberten, kam Lesanjus Gruppe zusammen mit Emilys Herde vorbei. Seraas wilder Freund war heute nicht dabei. Sie f\u00fchrte Lesanjus Herde an, und Siria bildete die Nachhut. Sie hatten viel Spa\u00df beim Saufen an den Stallungen, und Suswa, Embu, Elkerama, Mudanda, Kenia und Ndii gr\u00fc\u00dften sie mit einem Kollern, als sie an ihren Gehegen vorbeigingen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/113201642127-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mudanda grast<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 31. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nKenias und Pandas Gruppen brachen fr\u00fch am Morgen auf und waren beim ersten Tageslicht im Busch. Lesanjus Herde war letzte Nacht mit Emilys Gruppe wieder aufgebrochen und war heute Morgen auch nicht aufgetaucht. Die Waisen grasten sich zur Westseite der Stallungen durch, und Nelion und Elkerama brachten sie den halben Weg den Berg hinauf. Nach drei Stunden ruhigen und friedlichen Grasens wurde Emilys Herde mit Lesanjus Gruppe beim Grasen am Fu\u00df des Bergs entdeckt. Sie mischten sich unter die Waisen, die zufrieden mit ihnen zusammen grasten.<br \/>\nMoran versuchte, Edie seine Zuneigung zu zeigen, wurde aber von einem wilden Bullen mit halbem R\u00fcssel verjagt, der auch in Edie verliebt ist. Der Kampf machte Layoni Angst, der fl\u00fcchtete; Edie sah ihnen neugierig zu. Ndii graste dicht bei Mudanda, und Mudanda genoss das sehr, da Wasessa nun die meiste Zeit mit Lesanju in der Wildnis ist. Sie genie\u00dft Ndiis Gesellschaft sehr. Die Waisen besuchten dann das mittlere Wasserloch, wo Bada den sechs Neulingen zeigte, wie gut er planschen kann. Schlie\u00dflich gingen sie unter der F\u00fchrung von Lentili und Suswa zu den Stallungen zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/113201642248-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Nelion (rechts) grast mit Elkerama<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/voi-dezember-2015\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dienstag, 1. 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