{"id":7501,"date":"2016-02-01T13:25:52","date_gmt":"2016-02-01T12:25:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=7501"},"modified":"2016-02-01T13:25:52","modified_gmt":"2016-02-01T12:25:52","slug":"ithumba-dezember-2015","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/ithumba-dezember-2015\/","title":{"rendered":"Ithumba Dezember 2015"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 1. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nAm ersten Tag des neuen Monats waren wir mit reichlich Regen gesegnet. Die Waisen kamen sch\u00f6n langsam nacheinander heraus, da es sehr rutschig war. Sie fra\u00dfen Luzernenheu, und Kainuk, Orwa und Vuria f\u00fchlten sich von den Regenschauern zu ein paar spa\u00dfigen Spielen animiert. Sie schienen die Kraft ihrer Sto\u00dfz\u00e4hne zu messen. Barsilinga und Kanjoro kratzten sich ausgiebig und schuffelten ihre Hinterteile an den Granitfelsen, ehe sie alle in den Busch aufbrachen. Die Gegend ist jetzt gr\u00fcn und wundersch\u00f6n geworden, und die Wasserl\u00f6cher sind randvoll. Heute wollten die Waisen aber nicht baden, da es zu k\u00fchl war.<br \/>\nSp\u00e4ter, gegen Mittag, f\u00fchrte Barsilinga die Waisen zum Schlammloch. Dort war es \u00fcberall sehr matschig, und die Luft war noch immer sehr feucht. Nach der Milchf\u00fctterung f\u00fchrte Bongo daher die Waisen direkt zum Baden ins Wasserloch. Da es durch die Regenf\u00e4lle gut gef\u00fcllt ist, hat sich die Pf\u00fctze aus der Trockenzeit in einen See verwandelt, und die Waisen k\u00f6nnen darin richtig schwimmen und untertauchen. Die erste Gruppe ging furchtlos hinein, doch die Elefanten der zweiten Gruppe mit Kainuk hatten vor den tiefen Stellen etwas Angst. Bald hatten aber auch sie den Dreh raus, und sie spielten alle voller Freude. Vuria drehte sich auf den R\u00fccken und streckte die Beine in die H\u00f6he, w\u00e4hrend der Rest seines K\u00f6rpers vollst\u00e4ndig unter Wasser war. Auf der anderen Seite des Schlammlochs versuchte unsere Wasserratte Bongo, auf Teleki herumzuklettern, w\u00e4hrend dieser schwamm. Lediglich die besten Freunde Barsilinga und Kithaka spielten nicht, sondern k\u00fchlten sich einfach nur ab. Sp\u00e4ter kamen sie heraus und gingen direkt zum Grasen in den Busch.<br \/>\nSobald die Waisen wieder zum Grasen im Busch angekommen waren, wurden sie sehr aktiv. Sie rannten mit aufgestellten Ohren herum, trompeteten und warfen Erdh\u00e4ufchen in die H\u00f6he. Teleki und Laragai rollten sich in der roten Erde, die noch immer rutschig von den morgendlichen Regenf\u00e4llen war. Sp\u00e4ter am Abend gingen sie alle ersch\u00f6pft von diesem aktiven und unterhaltsamen Tag nach Hause.<br \/>\nWir haben heute 18mm Niederschlag gemessen. Keiner der unabh\u00e4ngigen oder halbunabh\u00e4ngigen Waisen hat sich heute sehen lassen, auch keine wilden Elefanten. Das ist ungew\u00f6hnlich und liegt wohl an den Regenf\u00e4llen; zu solchen Festtagen \u00e4ndert sich der \u00fcbliche Tagesablauf der Elefanten schon einmal.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1820162415-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Barsilinga kratzt sich ausgiebig<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 2. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nSehr fr\u00fch am Morgen waren wir \u00fcberrascht, Mutaras Gruppe vor ihrem Gehege vorzufinden, wo sie auf die Milchf\u00fctterung warteten. Die freche Mutara hat gelernt, das Tor trotz des Elektrozauns zu \u00f6ffnen. Die Gruppe war hinausgelaufen, nachdem Leitkuh Mutara das Tor geschickt aufgesto\u00dfen hatte. Das sind die ersten Anzeichen, dass die \u00e4lteren in der abh\u00e4ngigen Waisengruppe mehr Unabh\u00e4ngigkeit suchen. Wir beobachten, wie sie ihren eigenen Rhythmus finden. Das ist nicht das erste Mal, dass Mutara das getan hat. Es ist immer eine schwierige Entscheidung, denn gr\u00f6\u00dfere Unabh\u00e4ngigkeit bedeutet auch weniger Milchf\u00fctterungen! Die anderen Waisen wurden dann aus ihren l\u00f6wensicheren Gehegen gelassen und bekamen Milch und Luzernenheu. Sie lieben das Luzernenheu noch immer, obwohl es jetzt \u00fcberall in der Gegend leckeres und \u00fcppiges Gr\u00fcn gibt und keine Futterknappheit mehr herrscht. Bongo kratzte sich zusammen mit Sities, Shukuru und Suguta, w\u00e4hrend Kainuk versuchte, den ersten Bissen Luzernenheu abzubekommen. Bongo nahm sich etwas Luzernenheu mit und trug es auf dem Kopf zu einem Versteck, um es dort ungest\u00f6rt fressen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nSp\u00e4ter ging die ganze Gruppe zum Grasen in den Busch. Dort f\u00fcllten alle ihre M\u00e4gen mit frischem und n\u00e4hrstoffreichem Gr\u00fcn. Bongo fand wie \u00fcblich ein kleines Wasserloch und spielte darin. Vuria, Bomani und Garzi schlossen sich ihm dabei an. Nach einer Weile gingen sie zum Hauptschlammbad, in dem sehr viel Wasser ist. Nach der Milchf\u00fctterung spielten die meisten Waisen, allen voran Mutara, ausf\u00fchrlich im Wasserloch. Suguta versuchte, Mutara beim Spielen zu treten. Bongo f\u00fchrte sie danach zum Grasen zur\u00fcck. Heute kamen wieder keine Ex-Waisen oder wilde Elefanten vorbei, und es regnete auch nicht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/18201621126-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen fressen Luzernenheu<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 3. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nDie Waisen kamen in heiterer Stimmung aus den Gehegen, obwohl Bongo leicht humpelte, nachdem er am Abend zuvor von Mutara geschubst worden war. Die Waisen fra\u00dfen kurz Luzernenheu, bevor sie von Kanjoro fortgef\u00fchrt wurden. Kithaka und Barsilinga hingen etwas hinterher, da sie noch ein paar Kratzeinheiten an den Felsen genossen. Wegen der \u00fcppigen Vegetation nach den reichlichen Regenf\u00e4llen mussten die Waisen nicht weit laufen und konnten gleich ein paar Meter neben den Stallungen anfangen zu grasen. Im Laufe des Tages ging Laragai immer weiter in den Busch hinein, da sie dachte, das Gr\u00fcn dort sei noch besser.<br \/>\nZur Schlammbadzeit waren die Temperaturen ertr\u00e4glich, und die Waisen tranken nur ihre Milch, bevor sie weitergrasten. Am Nachmittag schloss sich Lemoyian mit Turkwel zum Grasen zusammen, wechselte aber sp\u00e4ter den Partner und ging zu Kainuk. Gegen Abend kamen die Waisen an etwas Wasser vorbei und genossen ein Bad. Mutara, Garzi, Bongo und Vuria blieben noch eine Weile drin, als die anderen schon am Ufer standen und sich trockneten. Nachdem Mutara fertig war, forderte sie kurz Suguta zu einem kleinen Kr\u00e4ftemessen heraus, bevor Kithaka die Waisen zu den Stallungen zur\u00fcckf\u00fchrte. Er h\u00f6rte wohl schon seine Milchflasche rufen und die frisch geschnittenen Grewia-Zweige.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 4. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nBisher kein Eintrag vorhanden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 5. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nKurz nachdem sie aus den Gehegen gekommen waren, fra\u00dfen die Waisen ein wenig Luzernenheu. Shukuru war nicht am Fressen interessiert und warf es lieber auf ihren R\u00fccken. Narok fand zwei geeignete Felsen, an denen sie sich kratzte, w\u00e4hrend Mutara ein paar leckere Bl\u00e4tter weit oben an einem Baum sah. Sie streckte ihren R\u00fcssel in die H\u00f6he, reichte aber nicht an sie heran; sie musste auf einen Felsen neben dem Baum klettern, und von dort konnte sie die Bl\u00e4tter erreichen.<br \/>\nKanjoro f\u00fchrte den Weg zu den Weidegr\u00fcnden an. Auf dem Weg dorthin versuchte Orwa, Mutara zu einem Kr\u00e4ftemessen zu \u00fcberreden. Eine Stunde nachdem die Waisen gegangen waren, kamen die Ex-Waisen, angef\u00fchrt von Yatta und Mulika, zu den Stallungen. Sie waren einige Zeit weggewesen und hatten das gr\u00fcne Paradies drau\u00dfen genossen. Wendi kam mit ihrem Baby Wiva, die gleich neben ihr lief, und die Kinderm\u00e4dchen Sunyei, Sidai, Lenana, Nasalot und Kinna waren wie immer dabei.<br \/>\nIn den Weidegr\u00fcnden rollten sich Mutara und Orwa einige Zeit auf dem Boden herum, w\u00e4hrend Turkwel nur danebenstand und ihnen zusah. Zur Schlammbadzeit standen Barsilinga, Kithaka, Lemoyian und Shukuru nur am Ufer und nahmen nicht am Bad teil. Kainuk kam, wie meistens, in Angriffsstimmung aus dem Schlammloch. Sie spritzte mit aufgestellten Ohren Wasser herum und trompetete, als sie herauskam und Libellen und Schmetterlinge jagte. Am Nachmittag kamen die Waisen noch einmal an einem Wasserloch vorbei und spielten eine ganze Weile darin. Der Rest des Tages verlief ruhig, und die Waisen konzentrierten sich aufs Grasen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/18201624150-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Narok kratzt sich ausgiebig<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 6. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nHeute Morgen war es ziemlich klamm, nachdem es die meiste Zeit in der Nacht geregnet hatte. Angef\u00fchrt von Kanjoro gingen die Waisen direkt zu den Weidegr\u00fcnden, ohne erst an den Stallungen herumzuspielen. Gegen 8 Uhr verhalf Turkwel der Gruppe zu einem nassen Matschbad, indem sie auf dem Boden herumrollte. Sp\u00e4ter kamen Kithaka und unser Wasserliebhaber Bongo an einer Pf\u00fctze vorbei und k\u00fchlten sich ab, indem sie sich Wasser hinter die Ohren spritzten.<br \/>\nZur Schlammbadzeit weigerten sich Kithaka, Barsilinga und Lemoyian, am Bad teilzunehmen und grasten stattdessen weiter. Vuria und Teleki kletterten im Wasser aufeinander herum. Mutara setzte sich im Wasser hin und hob ihren R\u00fcssel in die H\u00f6he. Nach dem W\u00e4lzen kratzten sich Suguta und Orwa an einem Baum in der N\u00e4he, um die Zecken loszuwerden. Zur\u00fcck beim Grasen schloss sich Lemoyian mit Bomani zusammen und versuchte gelegentlich, seinen R\u00fcssel in Bomanis Mund zu stecken.<br \/>\nHeute wurde es sehr hei\u00df, sodass Turkwel, Teleki, Sities, Barsilinga, Bomani, Laragai und Bongo das Fressen unterbrachen, um sich im Schatten vor der brennenden Sonne zu verstecken. Erst als die Temperaturen auf ein akzeptables Ma\u00df gefallen waren, grasten die Waisen weiter.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/182016568-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kanjoro geht voraus, gefolgt von Kithaka und Narok<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 7. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nAls die Waisen am Morgen aus den Gehegen gekommen waren, entspannten sie sich kurz au\u00dferhalb des Gel\u00e4ndes. Kainuk legte ihren R\u00fcssel auf Vurias R\u00fccken, w\u00e4hrend dieser sich an den Felsen kratzte. Kurz nachdem Vuria fertig war, kam Garzi dazu und forderte ihn zu einem leichten Ringkampf heraus. Garzi wurde besiegt, ging zu Kithaka, der sich auch gerade kratzte, und r\u00e4chte sich f\u00fcr seine Niederlage, indem er Kithaka wegschubste. Die ganze Kratzerei lockte Mutara, Bomani, Narok und Lemoyian an, die auch kamen, um ihre K\u00f6rper an den Felsen zu bearbeiten. In den Weidegr\u00fcnden fra\u00dfen Vuria und Teleki vom gleichen Baum, w\u00e4hrend Kithaka das Fressen unterbrach, um sich auf dem Boden herumzurollen und zu spielen. Kithakas Spiel lockte Lemoyian an, der sich ihm anschloss. Nachdem Kithaka genug vom Spielen hatte, stand er auf und graste weiter, w\u00e4hrend Lemoyian noch weiterspielte.<br \/>\nBeim Schlammbad kletterte Vuria auf Laragai, w\u00e4hrend sie im Wasser herumtollten. Kithaka, Garzi, Suguta, Lemoyian und Orwa boykottierten das Bad. Als Laragai fertig war, kam sie wie wild aus dem Wasser gerannt, rutschte prompt aus und fiel hin. Sobald sie wieder auf den Beinen war, machte sie genauso wild weiter und rannte ihren Freunden hinterher. Orwa und Kanjoro verwickelten sich in ein Kr\u00e4ftemessen, das unentschieden endete. Sp\u00e4ter rollten sich die Waisen noch eine Weile in der feuchten Erde, bevor sie zu den Stallungen zur\u00fcckkehrten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/182016623-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kainuk ruht ihren R\u00fcssel auf Vurias R\u00fccken aus<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 8. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nKithaka, Barsilinga und Kainuk begannen die Aktivit\u00e4ten des Tages damit, sich an den Felsen zu kratzen, wie sie es gern machen, um alle Stellen, die in der Nacht gejuckt hatten, zu bearbeiten.<br \/>\nZur Schlammbadzeit wollten nur Kithaka, Lemoyian und Barsilinga nicht mitmachen. Diese drei Waisen scheinen das Wasser nicht zu m\u00f6gen, besonders wenn es tief ist. Alle anderen nahmen begeistert am Bad teil. Vuria versuchte, Laragai zu besteigen, sodass Laragai sich zur\u00fcckzog, um weiteren Bel\u00e4stigungen von ihm aus dem Weg zu gehen. Orwa bet\u00e4tigte sich als Aufseher und beaufsichtigte die j\u00fcngeren Bullen, die noch nicht ordentlich untergetaucht waren. Er dr\u00fcckte vorsichtig auf ihre K\u00f6pfe und tauchte sie unter Wasser. Kanjoro weigerte sich aber, indem er Orwa seinen R\u00fcssel entgegenstreckte und ihm zu verstehen gab, er sollte es nicht einmal versuchen. Orwa schien die Warnung zu verstehen. Schlie\u00dflich beendeten die Waisen ihr Schlammbad, und Mutara und Orwa waren die letzten, die herauskamen.<br \/>\nAm Nachmittag versammelten sich alle Waisen unter einem Baum und ruhten sich eine Weile aus, ehe sie weitergrasten. Der Rest des Tages war ruhig, und die abh\u00e4ngigen Waisen grasten eifrig. Am Abend in den Gehegen wollte Shukuru nicht bei ihrer Gruppe mit den jungen Bullen Kithaka, Lemoyian und Barsilinga bleiben. Sie schien unruhig bei ihnen zu sein und versuchte mehrfach, das Tor zu \u00f6ffnen. Wir verstanden die Bitte und \u00f6ffneten es ihr schlie\u00dflich, woraufhin sie eilig herauskam, vor Mutaras Gehege stehenblieb und dort kollernd um Einlass bat. Auch dieses Tor \u00f6ffneten wir ihr, und Shukuru ging unter dem Jubel ihrer Altersgenossen hinein. Sie machte es sich in ihrem neuen Nachtgehege bequem und begann gleich, zufrieden das bereitliegende Gr\u00fcn zu fressen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/18201661949-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kithaka beginnt den Tag mit einer Kratzeinheit<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 9. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nDer Ithumba-Berg war teilweise in Nebel geh\u00fcllt, als die Waisen heute Morgen aus ihren Gehegen kamen. Sie fra\u00dfen kurz Luzernenheu, bevor Narok und Shukuru sie zu den Weidegr\u00fcnden f\u00fchrten. Barsilinga hing etwas hinterher, weil er sich den Bauch an jedem Felsen, an dem er unterwegs vorbei kam, kratzte. Die Waisen hatten einen ruhigen Morgen und konzentrierten sich aufs Grasen.<br \/>\nUm 11 Uhr brachte Kithaka die erste Gruppe zum Schlammbad. Wieder wollten Kithaka, Barsilinga und Lemoyian nicht baden und warteten unter einem Baum auf ihre Freunde. Vuria sa\u00df rittlings auf Teleki und hatte sp\u00e4ter einen Ringkampf mit Bongo, w\u00e4hrend sie beide unter Wasser waren.<br \/>\nAm Nachmittag kam Kithaka am einem Baum vorbei, an den er sich wunderbar beim Fressen lehnen konnte. Kanjoro, der in der N\u00e4he von Suguta fra\u00df, versuchte ein paar Bl\u00e4tter zu pfl\u00fccken, auf die auch Suguta ein Auge geworfen hatte. Suguta streckte ihm den R\u00fcssel entgegen und warnte ihn, das nicht noch einmal zu versuchen und stattdessen Respekt vor den \u00e4lteren Elefanten zu haben! Kanjoro ging davon, weil er nicht so recht wusste, was die \u00e4ltere Suguta nun als n\u00e4chstes vorhatte.<br \/>\nAm Abend auf dem Heimweg kamen die Waisen an einem Wasserloch vorbei; sie k\u00fchlten sich ab und badeten, ehe sie weitergingen. Sie kamen alle mit rotem Schlamm bedeckt heraus und sahen halb getrocknet aus wie Termitenh\u00fcgel. Shukuru und Mutara unterhielten sich ausf\u00fchrlich, bevor sie heute Nacht zu Bett gingen; wom\u00f6glich planten sie einen n\u00e4chtlichen Ausbruch!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/18201662720-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Narok gibt den Weg vor<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 10. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nFr\u00fch vor Sonnenaufgang erwachten die Nachtkeeper wegen seltsamer Ger\u00e4usche. Zu ihrer \u00dcberraschung waren es Shukuru und Mutara, die den Zaun der Gehege auseinandernahmen, um herauszukommen. Als die Keeper die Stelle besichtigten, hatten Shukuru und Mutara bereits drei Dr\u00e4hte gekappt. Wie es ihnen gelungen war, die Dr\u00e4hte kurzzuschlie\u00dfen und dann kaputt zu machen, ist uns ein R\u00e4tsel, denn das ist ein Elektrozaun. Die Keeper \u00f6ffneten das Tor f\u00fcr sie, um weiteren Schaden zu verhindern.<br \/>\nUm 6 Uhr kamen die \u00fcbrigen Waisen heraus und gingen zum Luzernenheu. Kainuk und Orwa begr\u00fc\u00dften sich, indem sie ihre R\u00fcssel in den Mund des Gegen\u00fcbers steckten. Mutaras Gruppe blieb in der N\u00e4he. Bongo, Barsilinga, Turkwel und Garzi kratzten sich die B\u00e4uche an den nahegelegenen Felsen. Nach einer Weile verwickelte Orwa Suguta in einen lockeren Ringkampf, w\u00e4hrend Kanjoro mit Mutara spielte. Am Nachmittag kamen Orwa und Laragai an etwas Matsch vorbei und rollten sich darin herum, wodurch ihre K\u00f6rperfarbe von grau zu rot wechselte.<br \/>\nAm Abend kamen Yattas und Mulikas unabh\u00e4ngige Ex-Waisen kurz an den Stallungen vorbei. Wiva nuckelte an ihrer Mutter.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/18201664133-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Der von Shukuru und Mutara besch\u00e4digte Zaun<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 11. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nNebel verdeckte wieder vollst\u00e4ndig den Ithumba-Berg, als die Waisen ihren Tag begannen. Kurz nachdem sie aus ihren Gehegen gelassen wurden, begann Kithaka, sich an den Felsen zu kratzen. Orwa hob Luzernenheu auf und warf es auf seinen Kopf. Unterdessen hatten Garzi und Barsilinga eine kleine Meinungsverschiedenheit, nachdem Barsilinga versucht hatte, das Heu aus Garzis Mund zu stehlen. Kurz darauf gab Mutara den Weg zu den Weidegr\u00fcnden vor, wo Lemoyian zusammen mit Suguta graste.<br \/>\nNach der Mittagsf\u00fctterung kaute Shukuru eine ganze Weile auf ihrem R\u00fcssel herum, und als sie fertig war, schloss sie sich ihren Freunden beim Schlammbad an. Orwa und Narok schienen das Bad sehr zu genie\u00dfen, denn sie spritzten mit ihren R\u00fcsseln Wasser herum. Als es Zeit f\u00fcr den Aufbruch wurde, waren sie sehr aufgeregt &#8211; sie jagten mit aufgestellten Ohren herum und wateten im H\u00f6chsttempo durch das Wasser.<br \/>\nNach dem mitt\u00e4glichen Schlammbad spielte Mutara eine Weile auf dem Boden. Sities schloss sich mit Turkwel beim Grasen zusammen, w\u00e4hrend Barsilinga es sich vor der brennenden Sonne gesch\u00fctzt unter einem Baum bequem machte. Mutara juckte es an ihrem Hinterteil, und sie kratzte sich an einem der B\u00e4ume. Narok fra\u00df nahe bei Orwa und zog etwas Gras aus seinem Mund. Das nervte Orwa sehr, und er ging ein St\u00fcck weg, um nicht weiter von Narok gest\u00f6rt zu werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1820166459-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kithaka bei seiner morgendlichen Kratz\u00fcbung<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 12. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nFr\u00fch am Morgen, nachdem die Waisen ihre Milch getrunken hatten, schaute Kithaka wie hypnotisiert einem Dungk\u00e4fer zu, der seinen Dungball hinaufrollte. Zuerst schien er etwas unsicher zu sein und Angst vor ihm zu haben, doch dann sammelte er seinen Mut zusammen und trat mit seinem Vorderbein gegen den K\u00e4fer, sodass K\u00e4fer und Ball wegrollten. Er folgte ihm und versuchte es ein zweites Mal, verpasste ihn aber gl\u00fccklicherweise. Dann benutzte er seinen R\u00fcssel, um den K\u00e4fer zu \u00e4rgern und zerlegte dabei den Dungball. Schlie\u00dflich ging er zufrieden nach drau\u00dfen zu seinen Freunden. Vor den Gehegen teilte sich Kanjoro das Heu mit Kainuk, w\u00e4hrend Narok sich eine Weile auf dem Boden herumrollte.<br \/>\nAuf dem Weg zu den Weidegr\u00fcnden ging Orwa auf die Knie und begann zu spielen. Narok war hinter ihm und wollte ihn durch Schieben zum Aufstehen bewegen. Kanjoro versuchte inzwischen, ihn zu besteigen. Als Kanjoro und Narok sahen, wieviel Spa\u00df Orwa dabei hatte, auf dem Boden herumzurollen, lie\u00dfen sie ihn in Ruhe spielen. Die Waisen grasten im Kone-Gebiet, wo Kainuk sich mit Bomani zusammentat, w\u00e4hrend Kanjoro, Bongo, Shukuru und Narok den Kone-Stausee aufsuchten. Am Nachmittag gingen die Waisen dann zu den westlichen H\u00e4ngen des Ithumba-Bergs, und am Abend f\u00fchrte Kithaka die erste Gruppe zu den Stallungen zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1820166583-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Narok rollt sich herum, w\u00e4hrend die anderen Luzernenheu fressen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 13. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nDer Himmel war klar, und die Waisen kamen aus ihren Gehegen geschlendert. Angef\u00fchrt von Kanjoro, gingen sie direkt zu den Weidegr\u00fcnden, wo Kithaka sich sofort an umgest\u00fcrzten B\u00e4umen zu kratzen begann. Laragai schloss sich mit Sities zusammen, w\u00e4hrend Narok, Kanjoro, Bongo und Teleki als Gruppe zusammen grasten, bis es Zeit f\u00fcr das Schlammbad war. Ansonsten war nicht viel los, und die Waisen konnten sich aufs Grasen konzentrieren.<br \/>\nBeim Schlammbad war es warm genug, dass die Waisen Vollbad nehmen konnten. Sie spielten auch noch weiter, als schon Schwalben und Mauersegler tief um sie herumflogen, was ein Anzeichen f\u00fcr kommenden Regen ist. Kanjoro und Orwa waren die letzten, die ihr Bad beendeten, doch bevor sie herauskamen, mussten die Jungs erst noch rangeln. Ihre Meinungsverschiedenheit wurde zu einem Kr\u00e4ftemessen, das unentschieden endete. Nach dem Schlammbad staubten sich Bomani, Shukuru, Garzi, Bongo und Kainuk kurz ein, ehe sie zur\u00fcck in den Busch gingen. Die Waisen grasten dann den Rest des Tages im Kanziku-Gebiet, und um 17 Uhr f\u00fchrte Kithaka die erste Gruppe zu den Stallungen zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1820167326-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kithaka hat einen guten Baum gefunden<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 14. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein sehr nasser Morgen, nach einem heftigen Regen, der 80mm Niederschlag brachte. Die Waisen mussten vorsichtig aus ihren Gehegen gehen, damit sie nicht ausrutschten und st\u00fcrzten, denn der Boden war sehr glitschig. Barsilinga schaffte es nicht, richtig zu gehen, und so fiel er auf den Boden und rutschte aus dem Gehege heraus. Drau\u00dfen verbrachten Kithaka und Barsilinga einige Zeit beim Kratzen an den umliegenden Felsen, w\u00e4hrend sie \u00fcber den bevorstehenden nassen Tag nachdachten. Kurz darauf schloss sich Bongo den beiden an, dessen rechter Sto\u00dfzahn offenbar angeknackst und lose ist.<br \/>\nDrau\u00dfen beim Grasen war es ebenfalls sehr nass, und die Waisen waren begeistert, dass sie \u00fcberall herumrutschen, -gleiten und -rollen konnten. Sie nutzten die N\u00e4sse und die vielen Pf\u00fctzen ausf\u00fchrlich. Als sie am Wasserloch ankamen, genossen sie es, in dem vielen Wasser zu schwimmen, das sich in dem Loch gesammelt hatte. Mutara war ganz in ihrem Element; sie rollte r\u00fcckw\u00e4rts und spritzte mit dem Wasser, indem sie mit ihrem R\u00fcssel darauf schlug. Vuria ritt unterdessen auf Teleki. Bongo war auch drin, doch sein lockerer Sto\u00dfzahn st\u00f6rte ihn etwas beim Spielen. Barsilinga ging einen Schritt ins Wasser hinein, machte dann aber sofort wieder kehrt, damit ihn niemand zwingen konnte, sich wie seine Freunde darin herumzuw\u00e4lzen.<br \/>\nNach dem Schlammbad f\u00fchrte Kanjoro den Weg zur\u00fcck zu den Weidegr\u00fcnden an. Alles war ruhig, und die Waisen fra\u00dfen dicht beieinander bis zum Abend. Dann machten sie noch einmal eine Pause und rollten sich auf dem noch immer nassen Boden herum.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/18201671221-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Barsilinga schliddert aus dem Gehege<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 15. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nDer Himmel war klar, als die Waisen am Morgen die Gehege verlie\u00dfen. Sobald sie drau\u00dfen waren, bekamen sich Vuria und Barsilinga in die Haare. Da Vuria \u00e4lter und erfahrener ist, gewann er das Kr\u00e4ftemessen, indem der Barsilinga heftig schubste. Danach ging Barsilinga zu Garzi, an dem er seine Wut auslassen wollte, denn Garzi ist etwas kleiner als er. Doch Garzi zeigte ihm, dass es nicht nur auf die Gr\u00f6\u00dfe ankommt und gewann den Ringkampf.<br \/>\nDie Waisen grasten heute im Kone-Gebiet, nicht weit von einem Wasserloch. Wasserratte Bongo l\u00e4sst kaum eine Gelegenheit zum Baden aus; er sprang in das Wasser und w\u00e4lzte sich ein paar Minuten. Mutara schloss sich ihm kurz an.<br \/>\nGegen Abend \u00e4nderte sich das Wetter. Es bildeten sich Wolken, und bald begann es zu regnen. Die Waisen h\u00f6rten auf zu fressen und begannen einen Freudentanz. Sie rollten sich auf dem Boden herum und feierten den Regen. Sie spielten, bis die Keeper um 17 Uhr pfiffen, um ihnen mitzuteilen, dass es Zeit f\u00fcr den Heimweg war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/18201671552-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Barsilinga spielt mit Garzi<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 16. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nDer Himmel war heute Morgen wieder klar, als die Waisen aus den Gehegen kamen und das Luzernenheu fra\u00dfen. Barsilinga, Orwa und Narok begannen den Tag damit, sich an den B\u00e4umen zu kratzen. Mutara ging ein paar Meter davon und erschreckte die Keeper: sie machte sich gr\u00f6\u00dfer, indem sie sich mit den Vorderbeinen an einem Baum abst\u00fctzte. Sie schien am liebsten hinaufklettern zu wollen, weil dort oben so leckere Bl\u00e4tter waren. Nachdem sie nicht genug davon bekommen hatte, kam sie wieder herunter und begann stattdessen, Gras zu fressen.<br \/>\nIn den Weidegr\u00fcnden war es noch immer feucht, und Bomani unterbrach das Fressen, um sich in der nassen Erde herumzurollen. Zum Schlammbad f\u00fchrte Lemoyian die erste Gruppe an, w\u00e4hrend Vuria der zweiten und Kanjoro der letzten Gruppe, bestehend aus den \u00e4lteren Waisen, voranging. Beim Baden genoss Vuria sein \u00fcbliches Spiel, bei dem er auf seinen Freunden ritt; dieses Mal traf es Bongo. Barsilinga weigerte sich wie \u00fcblich, am Bad teilzunehmen, und wartete in einigem Abstand, bis das Bad beendet war. Als die Waisen genug hatten, f\u00fchrte Mutara sie zu den Weidegr\u00fcnden zur\u00fcck. Auf dem Weg dorthin streckten pl\u00f6tzlich alle Waisen gleichzeitig die R\u00fcssel in die H\u00f6he und schnupperten. Die Keeper versuchten herauszufinden, was sie gewittert hatten, konnten aber nichts sehen. Nur die Waisen wussten, was vor ihnen lag oder wer mit ihnen Kontakt aufgenommen hatte. Vuria, Barsilinga und Shukuru kamen am Nachmittag an einem Termitenh\u00fcgel vorbei, auf dem sie abwechselnd spielten, w\u00e4hrend ihre Freunde mit Grasen besch\u00e4ftigt waren. Der Rest des Tages verlief ruhig.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/18201672038-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mutara klettert zum Fressen auf einen Baum<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 17. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nKithaka begann seinen Tag mit dem \u00fcblichen Kratzen an den nahegelegenen Felsen. Unterdessen hatten Orwa und Suguta ein Kr\u00e4ftemessen. Das Spiel war aber schnell vorbei, als Orwa sich ergab und zum Fressen zu den B\u00fcschen ging. Im Busch grasten die Waisen zusammen als Gruppe, anstatt sich weit zu verteilen. Es gibt jetzt genug Futter f\u00fcr alle, und die Waisen waren froh, dass sie nicht so weit laufen mussten.<br \/>\nGegen 11 Uhr waren die Temperaturen angenehm, doch das hielt die Waisen nicht von ihrem Schlammbad ab. Bongo war der erste im Wasser, und kurz darauf schloss sich ihm die gesamte Herde an. Sie hatten ein spektakul\u00e4res Schlammbad. Am Ende verlor Bongo seinen losen Sto\u00dfzahn, w\u00e4hrend er sich herumrollte und untertauchte. Der Sto\u00dfzahn wurde im Wasser gesucht, und als er gefunden war, holte ihn der KWS ab. Bongo schien keine Probleme damit zu haben. Ihm war aber klar, dass er einen Sto\u00dfzahn verloren hatte, denn er ber\u00fchrte immer wieder die Stelle, an der er vorher herausgekommen war; offenbar wunderte er sich, wo er geblieben war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/18201672344-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Orwa spielt mit Suguta<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 18. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nEs war ein feuchter Morgen, nachdem wir in der Nacht 12mm Niederschlag gemessen hatten. Als die Waisen aus den Gehegen kamen, nieselte es noch immer. Shukuru f\u00fchrte die Waisen direkt zu den Weidegr\u00fcnden. Sities nahm sich etwas Zeit, auf dem Boden zu spielen. Zuerst benutzte sie ihren einen Sto\u00dfzahn, um die Erde aufzulockern, bevor sie sich anschlie\u00dfend darin herumrollte. Ihr Spiel lockte Mutara an, die her\u00fcberkam und sich neben ihr rollte. Nachdem Sities genug gespielt hatte, machte Mutara noch ein wenig weiter.<br \/>\nDas Wetter zeigte sich heute wolkig und es regnete gelegentlich. Barsilinga, Suguta und Kithaka fra\u00dfen eine Weile zusammen, und Kithaka und Barsilinga nutzten die Gelegenheit f\u00fcr ein informatives Gespr\u00e4ch mit ihrer \u00e4lteren Artgenossin. Teleki forderte Kainuk zu einem Kr\u00e4ftemessen heraus, das er am Ende verlor. Kanjoro rangelte mit Orwa, doch hier konnte kein Sieger ermittelt werden. Kurz vor der Schlammbadzeit begann es, richtig zu regnen. Die Waisen waren sofort in Spielstimmung und tanzten, rutschten und rollten auf dem nassen Boden herum.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/18201672728-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sities gr\u00e4bt in der Erde<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 19. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nKurz nachdem die Waisen heute aus den Gehegen gekommen waren, begannen sie ihr Fr\u00fchst\u00fcck auf dem Gel\u00e4nde. Narok, Kithaka, Barsilinga, Bongo und Sities nahmen sich Zeit f\u00fcr eine morgendliche Kratz\u00fcbung an den umliegenden Felsen. Teleki und Kainuk hatten eine Meinungsverschiedenheit, als Teleki nahe bei Kainuk fra\u00df. Teleki versuchte, etwas Gras zu entwurzeln, auf das Kainuk ein Auge geworfen hatte. Kainuk ermahnte Teleki, indem sie mit dem R\u00fcssel auf ihn zeigte. Suguta und Shukuru grasten einige Zeit zusammen, bevor Shukuru zu Sities wechselte.<br \/>\nZur Mittagszeit wollten die Waisen heute nicht baden. Gegen Abend wurde es aber sehr hei\u00df, sodass sie doch noch in das Schlammloch, das man jetzt eher See nennen sollte, sprangen, um sich abzuk\u00fchlen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/18201673658-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kainuk ermahnt Teleki<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 20. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nFr\u00fch am Morgen versammelten sich die Waisen auf dem Gel\u00e4nde der Stallungen. Als das Luzernenheu verteilt wurde, landete ein H\u00e4ufchen auf Bongos R\u00fccken. Suguta, die neben ihm stand, konnte so gleich Bongos R\u00fccken als Esstisch benutzen. Kurz darauf gab Kanjoro den Weg zu den Weidegr\u00fcnden vor, und Kithaka und Narok gingen direkt hinter ihm. Teleki und Vuria spielten, und ihr Ringkampf endete unentschieden.<br \/>\nZur Schlammbadzeit war es k\u00fchl, und die Waisen nahmen kein Bad. Am Nachmittag grasten sie im Kanziku-Gebiet, wo Bongo eine Weile im Matsch spielte. Am Abend kamen sie dann an etwas stehendem Wasser vorbei, in dem sie sich noch ein wenig w\u00e4lzten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/18201674022-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Suguta frisst Luzernenheu von Bongos R\u00fccken<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 21. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nDie unabh\u00e4ngigen Waisen Yatta, ihr Baby Yetu, Loijuk, Lualeni, Nasalot, Sidai, Zurura, Taita, Wendi und ihr Baby Wiva meldeten sich an den Stallungen, als die Waisen gerade ihre Milch tranken. Die Gruppe blieb aber nicht lange &#8211; als die Tore f\u00fcr die Waisen ge\u00f6ffnet wurden, waren sie schon wieder weg. Wir haben sie in letzter Zeit nicht viel gesehen, da es nach all dem Regen genug Futter gibt, und sie so weiter wandern k\u00f6nnen. Orwa und Turkwel w\u00e4rmten sich mit einem Ringkampf f\u00fcr den Tag auf. Barsilinga und Shukuru kratzten sich ihre Hintern an den Felsen, w\u00e4hrend Kanjoro und Teleki ihre Kr\u00e4fte ma\u00dfen. Es war aber schnell entschieden, und Teleki hatte verloren. Danach ging Teleki zu Barsilinga und versuchte sich an dem j\u00fcngeren Waisen. Barsilinga hatte Teleki nichts entgegenzusetzen und gab auf, um sich aufs Fressen konzentrieren zu k\u00f6nnen.<br \/>\nBeim Schlammbad versuchte Garzi, Barsilinga zum Mitmachen zu \u00fcberreden. Barsilinga wollte aber nichts davon h\u00f6ren und versteckte sich in den B\u00fcschen. W\u00e4hrend die anderen Waisen sich w\u00e4lzten, schubsten sich Suguta und Orwa gegenseitig. Am Ende des Kampfes sch\u00fcttelten sie sich dann die R\u00fcssel. Am Nachmittag waren die Waisen im Kanziku-Gebiet und grasten ohne weitere Vorkommnisse des Rest des Tages.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/18201674426-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Yattas Baby Yetu<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 22. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nNebel bedeckte den Ithumba-Berg und das ganze Gebiet. Die Waisen verlie\u00dfen die Gehege und waren bald nur noch schemenhaft zu erkennen. Teleki und Kithaka begr\u00fc\u00dften sich mit gegenseitigem Schubsen, doch Orwa unterbrach ihr Spiel und trennte die beiden. Sities und Kainuk umschlangen ihre R\u00fcssel, w\u00e4hrend Shukuru, Kithaka, Bongo, Barsilinga und Vuria sich an den Felsen kratzten. Drau\u00dfen im Busch drohte Kanjoro, Barsilinga zu schubsen, als dieser in seiner N\u00e4he grasen wollte. Barsilinga wartete nicht darauf, dass Kanjoro seine Warnung in die Tat umsetzte, sondern ging davon und lie\u00df ihm seinen Platz.<br \/>\nAls der Tag fortschritt, wurde es immer w\u00e4rmer, und der Nebel l\u00f6ste sich auf. Orwa traf auf Kanjoro, und die beiden rangelten l\u00e4ngere Zeit miteinander. Beim Schlammbad war es noch eher k\u00fchl, sodass nur Mutara, Bongo, Vuria und Narok am Bad teilnahmen. Teleki ging ins Wasser und wollte Kanjoro zu einem Kr\u00e4ftemessen herausfordern. Mutara und Vuria waren die letzten, die aus dem Wasser kamen; sie beide lieben dieses feuchte Wetter.<br \/>\nAm Nachmittag grasten die Waisen an der Westseite des Ithumba-Bergs. Unsere Waisen bekamen heute keinen Besuch von Ex-Waisen oder wilden Elefanten. Wir konnten aber ihr Trompeten in der Ferne h\u00f6ren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/18201675041-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Orwa mischt sich im Ringkampf von Kanjoro und Teleki ein<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 23. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nEs nieselte ein wenig kurz bevor die Waisen am Morgen aus den Gehegen kamen. Sie fra\u00dfen kurz Luzernenheu, ehe sie zu den Weidegr\u00fcnden aufbrachen. Orwa schnappte sich einen Haufen Heu und ging davon, um es in Ruhe fressen zu k\u00f6nnen. Sobald Kanjoro mit seinem Anteil fertig war, ging er zu Orwa, um noch etwas von seiner Beute zu bekommen. Orwa hob sein H\u00e4ufchen wieder auf, als er Kanjoro n\u00e4herkommen sah. Kanjoro streckte seinen R\u00fcssel aus, in der Hoffnung, etwas greifen zu k\u00f6nnen, doch Orwa drehte sich weg und ging davon. Das \u00e4rgerte Kanjoro, der daraufhin Orwa zum Kampf herausforderte und sich das Heu mit Gewalt nehmen wollte. Orwa wehrte sich, doch schlie\u00dflich gelang es Kanjoro, etwas Heu aus Orwas Mund zu stehlen. Der Ringkampf dauerte noch eine Weile an, bis Orwa sich ergab, um sich wieder sinnvolleren Dingen zu widmen.<br \/>\nKurz nachdem die Waisen zum Grasen aufgebrochen waren, kamen viele Ex-Waisen zusammen mit zwei wilden Bullen auf dem Weg nach Kalovoto an den Stallungen vorbei. Beim Grasen hielt sich Lemoyian nahe bei Turkwel auf, w\u00e4hrend Bomani einige Zeit staubbadete. Sein Spiel lockte Orwa an, der mitmachte, und so rollten sie sich zusammen auf dem Boden herum. Teleki stritt sich mit Kainuk, als er versuchte, etwas Gras aus ihrem Mund zu stehlen. Kainuk streckte ihren R\u00fcssel zu Teleki aus und gab ihm so zu verstehen, dass er sich solche schlechten Manieren gar nicht erst angew\u00f6hnen sollte. Sp\u00e4ter lie\u00df Lemoyian Turkwel stehen und rollte sich allein auf dem Boden herum.<br \/>\nZur Schlammbadzeit war das Wetter nicht gerade einladend, und daher w\u00e4lzten sich nur Mutara, Kanjoro und Vuria. Am Nachmittag grasten die Waisen \u00f6stlich des Schlammlochs. Teleki und Lemoyian bildeten beim Grasen ein Paar, genauso wie Narok und Barsilinga, Bomani und Kithaka, Suguta und Kanjoro und Orwa und Mutara. Sp\u00e4ter am Abend versammelten sich die Waisen zum Entspannen unter einem Baum, ehe sie zur\u00fcck zu den Stallungen gingen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1820167567-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kanjoro verlangt Futter von Orwa<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 24. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nDer Himmel war am Morgen klar, als die Waisen aus den Gehegen kamen und zum Luzernenheu gingen. Heute war es Kanjoro, der Opfer von Heur\u00e4uberei wurde. Gestern hatte er selbst Orwa wegen seines Heus genervt, und heute entdeckte Sities, nachdem sie selbst aufgefressen hatte, dass Kanjoro noch einen gro\u00dfen Haufen vor sich hatte. Sities ging direkt zu ihm und lie\u00df ihm keine Zeit, etwas aufzuheben. Sie verstand keinen Spa\u00df und schubste Kanjoro weg, um den Haufen zu \u00fcbernehmen. Kanjoro dachte nicht einmal daran, sich zu wehren; er wusste, dass es Energieverschwendung w\u00e4re, da er keine Chance gegen Sities h\u00e4tte.<br \/>\nGegen 11 Uhr bekamen die Waisen ihre Milch, und da sie im Busch viel geplanscht hatten, soffen sie nur Wasser, bevor sie zu den Weidegr\u00fcnden zur\u00fcckkehrten. Sie machten es sich dann im Kanziku-Gebiet zum Grasen gem\u00fctlich. Narok spielte eine Weile mit Orwa, und Lemoyian entspannte sich unter einem Baum, wobei er seine Hinterbeine kreuzte, wie es die Massai tun. Laragai fischte etwas Gras aus Bongos Mund. Ex-Waisen kamen heute nicht zu Besuch.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/182016845-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sities frisst Luzernenheu<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 25. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nBarsilinga begann den Tag, indem er Orwa zu einem Kr\u00e4ftemessen herausforderte. Obwohl Barsilinga verlor, hatte er Orwa klar gemacht, dass er als schnell heranwachsender Bulle bald nicht mehr so einfach zu besiegen sein wird.<br \/>\nShukuru, die immer sehr w\u00e4hlerisch ist bei dem, was sie frisst und daher nie wirklich dick wird, pfl\u00fcckte sich heute ein paar Bl\u00e4tter von einem Terminalia-Baum. Sie hing hinterher, weil sie noch mit den Bl\u00e4ttern besch\u00e4ftigt war, als alle anderen schon zu den Weidegr\u00fcnden gingen und schloss sich ihnen sp\u00e4ter an, nachdem sie genug von den Bl\u00e4ttern hatte. Wir machen uns wieder ein wenig Sorgen um Shukuru, da sie nicht so gesund aussieht. Wir haben Angela Bericht erstattet, und eine entsprechende Behandlung mit Medikamenten ist geplant.<br \/>\nBarsilinga sah heute ein paar Bl\u00e4tter an einem hohen Baum, die ihm sehr verlockend erschienen. Da er aber nicht gro\u00df genug war, um an die weichen oberen Bl\u00e4tter heranzureichen, kletterte er auf die Felsen. Lemoyian graste mit Suguta und Kanjoro, Teleki mit Bongo und Sities mit Turkwel. Sp\u00e4ter hatte Kanjoro ein Kr\u00e4ftemessen mit Teleki; die beiden Jungs schoben und schubsten sich eine ganze Weile.<br \/>\nGegen 10 Uhr brachten die Ex-Waisen die kleine Wiva zu einem Weihnachtsbesuch vorbei. Es war wirklich ein Grund zum Feiern; sie sahen alle gesund und munter aus und sind gl\u00fccklich mit all dem Futter und Wasser, das es zur Zeit gibt. Sie blieben etwa eine Stunde und brachen dann in unbekannte Richtung auf.<br \/>\nZur Schlammbadzeit wollte Shukuru nichts von ihrer Milch trinken und soff nur Wasser. Nur Bongo, Mutara, Kanjoro und Narok nahmen am Bad teil. Kanjoro und Mutara hatten eine tolle Rangelei im Schlammbad. Am Nachmittag grasten die Waisen an den H\u00e4ngen des Ithumba-Bergs, wo Kithaka sich mit Barsilinga zusammentat und Mutara mit Suguta spielte. Am Abend kamen sie an einem Schlammloch vorbei, wo sie noch ein Bad nahmen. Zur\u00fcck an den Stallungen trank Shukuru dann ihre beiden Milchflaschen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1820168740-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Shukuru genie\u00dft ihr Futter<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 26. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nMadiba, Orok und Taita meldeten sich heute Morgen an den Stallungen, als die Waisen auf dem Weg in den Busch waren. Madiba streckte seinen R\u00fcssel aus, um an Bomani zu schnuppern. Bomani trat beiseite, um den \u00e4lteren Bullen Platz zu machen. Die drei Ex-Waisen schlossen sich Orwa an, der noch auf dem Gel\u00e4nde herumlungerte. Madiba nahm ungehobelterweise Orwa das Luzernenheu aus dem Mund, doch Orwa nahm es hin und weigerte sich nicht, da es noch mehr \u00c4rger gegeben h\u00e4tte, wenn er sich beschwert h\u00e4tte. Orok und Madiba hatten einen Ringkampf, und Orwa sah den beiden zu.<br \/>\nDie Waisen hatten einen ruhigen Vormittag. Lemoyian fra\u00df in der N\u00e4he von Laragai und ging sp\u00e4ter zu Turkwel. Shukuru schien keinen richtigen Appetit zu haben und sah etwas matt aus; gelegentlich staubte sie sich etwas ein. Vuria und Teleki hatten ein kurzes Kr\u00e4ftemessen, bevor die Waisen zum Schlammbad aufbrachen. Dort wollten sich nur Kanjoro, Mutara und Bongo w\u00e4lzen.<br \/>\nAm Nachmittag gingen die Waisen zur Westseite des Ithumba-Bergs, wo sie grasten. Gegen Abend war es noch recht warm, und die Waisen gingen noch einmal am Schlammloch vorbei, um sich wieder abzuk\u00fchlen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/1820168113-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Madiba kommt vorbei<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 27. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nSofort nachdem sie aus den Gehegen gekommen waren, begr\u00fc\u00dften sich Narok und Orwa mit einem kleinen Ringkampf. Kithaka und Kanjoro blieben gar nicht an den Stallungen stehen, sondern machten sich direkt auf den Weg zu den Weidegr\u00fcnden. Lemoyian graste mit Suguta und forderte sp\u00e4ter Bomani heraus, dessen Sto\u00dfz\u00e4hne noch nicht herausgekommen sind. Orwa, der in der N\u00e4he fra\u00df, griff ein und trennte die beiden Jungs. Eine Stunde, nachdem die Waisen an den Stallungen aufgebrochen waren, schlossen sich ihnen die Ex-Waisen an. Orwa spielte mit Challa und Madiba und hatte sp\u00e4ter noch eine Rangelei mit Madiba, w\u00e4hrend Narok mit Challa spielte. Nach einer Weile verabschiedeten sich die Ex-Waisen wieder und brachen in unbekannte Richtung auf.<br \/>\nBeim Schlammloch nahmen nur Mutara, Kanjoro, Bongo, Vuria und Teleki am Bad teil. Bongo lie\u00df seiner guten Laune freien Lauf, indem er mit seinem R\u00fcssel Wasser herumspritzte. Teleki kletterte auf Vuria herum, als dieser untergetaucht war, um sich abzuk\u00fchlen. Am Nachmittag grasten die Waisen n\u00f6rdlich des Schlammlochs, und Teleki und Mutara kratzten sich an den B\u00e4umen. Sp\u00e4ter sp\u00fcrten Bongo und Orwa die Hitze und suchten den Schatten eines Baums auf. Vuria forderte Barsilinga zu einem Kr\u00e4ftemessen heraus, das endete, als Bomani auftauchte und versuchte, auf Barsilinga zu klettern. Am Abend kamen die Waisen wieder am Wasserloch vorbei und nahmen ein abendliches Bad. Danach rollten sich Sities, Kanjoro, Vuria, Bomani, Shukuru und Kainuk eine Weile auf dem Boden herum.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/18201681637-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lemoyian rangelt mit Bomani<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 28. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nDer Himmel war bew\u00f6lkt, als die Waisen sich am Morgen auf den Aufbruch vorbereiteten. Angef\u00fchrt von Mutara gingen sie zum Kone-Gebiet, wo sie sich zum Grasen niederlie\u00dfen. Barsilinga staubbadete eine Weile in der feuchten Erde. Sein Spiel lockte Bomani an, der mitmachte, und bald rollten die beiden sich zusammen auf dem Boden herum. Gegen 10 Uhr kamen die Ex-Waisen an den Stallungen vorbei. Kurz darauf begann es zu regnen, und das versetzte die Waisen in Spielstimmung. Sie rollten alle auf dem Boden herum, und einige kratzten sich an denen, die bereits auf dem Boden lagen und rollten \u00fcber sie hinweg. Vuria schuffelte sich an Suguta, w\u00e4hrend Sities \u00fcber Mutara hinweg rollte. Als es aufh\u00f6rte zu regnen, grasten die Waisen weiter und gingen dabei zum Schlammloch.<br \/>\nDort angekommen nahmen alle Waisen am Bad teil, au\u00dfer Kithaka, Barsilinga und Lemoyian, die sofort nach der Milchf\u00fctterung wieder im Busch verschwanden. Die Badenden hatten viel Spa\u00df im Wasser; Vuria ritt auf Bongo, Garzi spielte mit Bomani, Kainuk spritzte mit ihrem R\u00fcssel Wasser herum, und Laragai spielte mit Orwa. Schlie\u00dflich beendeten sie ihr Bad ebenso aufgeregt, und einige kamen trompetend aus dem Wasser gejagt. Kurz darauf tauchten Madiba und Orok aus nord\u00f6stlicher Richtung auf. Die zwei Ex-Waisen-Bullen gingen direkt ins Wasser und begannen zu spielen. Mutara, die bereits wieder im Busch war, kehrte zur\u00fcck, um herauszufinden, wer die beiden Neulinge waren, die im Bad so viel Spa\u00df hatten. Nachdem sie sie erkannt hatte, kehrte sie zu ihren Freunden zur\u00fcck.<br \/>\nAm Abend kam Bongo an einer Pf\u00fctze vorbei und nutzte sie f\u00fcr ein weiteres Bad. Die Ex-Waisen, angef\u00fchrt von Yatta, zeigten sich am Abend in Begleitung von sechs wilden Bullen an den Stallungen. Die Bullen rangelten viel miteinander. Madiba spielte mit Orok, Taita mit Zurura, Meibai mit Ololoo, w\u00e4hrend zwei wilde Bullen ein Kr\u00e4ftemessen hatten, bei dem das Ger\u00e4usch der aneinanderschlagenden Sto\u00dfz\u00e4hne von den Bergen hinter den Stallungen zur\u00fcckschallte. Es schien so, als ob die wilden Bullen an Nasalot interessiert waren, da sie ihr folgten. Darum gaben sie sich auch soviel M\u00fche, ihre Kr\u00e4fte zu demonstrieren. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit verschwanden die Ex-Waisen wieder im Busch.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/18201681951-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mutara f\u00fchrt die Waisen an<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 29. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nNarok war die erste, die heute aus dem Gehege kam. Sie lief hinunter und lehnte sich gegen die einzige Akazie auf dem Gel\u00e4nde der Stallungen. Als Kanjoro und Barsilinga herauskamen, begr\u00fc\u00dften sie sich mit einer Rangelei. Turkwel f\u00fchrte dann den Weg zu den Weidegr\u00fcnden an. Dort hatte sie ein kurzes Kr\u00e4ftemessen mit Teleki, das damit endete, dass Teleki sich ergab. Barsilinga forderte Orwa heraus, verlor aber. Sities versuchte sich auch an Orwa, nachdem er mit Barsilinga fertig war, und dieser Kampf ging unentschieden aus. Kurz vor der eigentlichen Schlammbadzeit kamen Kithaka und Barsilinga an ihrer Lieblingspf\u00fctze vorbei und hatten darin schon einmal ein kleines Schlammbad.<br \/>\nAm richtigen Schlammloch war es k\u00fchl, und die Waisen wollten sich nicht so richtig w\u00e4lzen. Vuria hatte ein kurzes Kr\u00e4ftemessen mit Bongo, bevor Bongo schlie\u00dflich doch ins Wasser ging. Ihm folgten Vuria, Mutara, Narok, Kainuk, Sities, Suguta und Kanjoro. Im Wasser hatten die Jungs viel Spa\u00df; Vuria ritt auf Bongo, Teleki auf Kanjoro. Orwa und Kithaka veranstalteten ihren Ringkampf au\u00dferhalb des Wassers. Den Nachmittag verbrachten die Waisen im Kanziku-Gebiet. Es ging ruhig zu, und sie grasten ohne besondere Vorkommnisse.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/18201682221-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Narok lehnt an unserer Akazie<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 30. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nTurkwel und Teleki sagten sich guten Morgen und umschlangen ihre R\u00fcssel, nachdem sie das Gehege verlassen hatten. Auf dem Weg zu den Weidegr\u00fcnden versuchte Orwa, Kainuk den Weg zu versperren und sie so zu einer Rangelei zu bewegen. Kainuk war aber nicht interessiert und schob Orwa nur beiseite. Orwa gab die Hoffnung nicht auf und wartete auf Shukuru, die als letzte von den Stallungen losging. Shukuru antwortete aber nicht einmal, sondern ging nur wortlos an Orwa vorbei. Orwa blieb keine andere Wahl als seinen Freunden zum Grasen zu folgen. Yattas Ex-Waisen-Herde aus 32 Elefanten kam kurz vor 11 Uhr an den Stallungen vorbei. Sie waren auf dem Weg zum Kalovoto, und es waren immer noch wilde Bullen bei ihnen.<br \/>\nBeim Schlammbad war Bongo der erste, der ins Wasser ging, da seine Freunde wegen der niedrigen Temperaturen z\u00f6gerten. Nachdem Bongo hineingegangen war, folgten ihm ein paar seiner Freunde, doch andere, wie Kithaka, Lemoyian, Barsilinga, Orwa und Shukuru, verkr\u00fcmelten sich und gingen vom Wasserloch weg, um auf ihre Freunde zu warten. Kurz darauf hatten auch die Wasserliebhaber genug und kamen heraus. Am Nachmittag grasten die Waisen s\u00fcdwestlich des Schlammlochs. Garzi kam an einem umgest\u00fcrzten Baum vorbei, an dem er sich den Bauch kratzte. Bomani forderte unterdessen Barsilinga zum Kr\u00e4ftemessen heraus. Shukuru, Mutara und Turkwel kamen an etwas stehendem Wasser vorbei und w\u00e4lzten sich darin. Am Abend gingen die Waisen noch einmal am Schlammloch vorbei, und dieses Mal nahmen sie alle am Bad teil.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/110201634544-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Turkwel rangelt mit Teleki<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 31. Dezember 2015<\/strong><br \/>\nKurz nachdem sie am Morgen aus den Gehegen gekommen waren, f\u00fchrten Kanjoro und Kithaka die Waisen direkt zu den Weidegr\u00fcnden. Mutara und Bomani teiten sich das Futter vom selben Baum. Danach ging Bomani zu Barsilinga, der in letzter Zeit sein Spielkamerad geworden ist. Lemoyian schloss sich dann Mutara beim Fressen an, w\u00e4hrend Turkwel zusammen mit Laragai graste. Als der Tag fortschritt, forderte Kanjoro Teleki zu einem Ringkampf heraus; er endete, als Orwa sich dazwischendr\u00e4ngelte und Teleki wegschob, damit er selbst mit Kanjoro spielen konnte. Um 11 Uhr gab Teleki den Weg zum Schlammloch vor.<br \/>\nNachdem sie ihre Milch getrunken hatten, kehrten Kithaka, Barsilinga und Lemoyian wieder zum Grasen zur\u00fcck. Das ist ihr Trick, mit dem sie vermeiden, dass sie zum W\u00e4lzen ins Wasser gehen m\u00fcssen. Bongo kommandierte die anderen Waisen ins Schlammloch, wo sie alle zusammen etwa 20 Minuten spielten. Am Nachmittag beschlossen die Waisen, auf der Westseite des Ithumba-Bergs zu grasen. Sie fra\u00dfen in aller Ruhe, bis sie gegen Abend noch einmal zum Abk\u00fchlen am Schlammloch vorbeigingen. Danach brachte Barsilinga alle zu den Stallungen zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/110201634922-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kanjoro grast<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/ithumba-dezember-2015\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dienstag, 1. Dezember 2015 Am ersten Tag des neuen Monats waren wir mit reichlich Regen gesegnet. Die Waisen kamen sch\u00f6n langsam nacheinander heraus, da es sehr rutschig war. Sie fra\u00dfen Luzernenheu, und Kainuk, Orwa und Vuria f\u00fchlten sich von den Regenschauern zu ein paar spa\u00dfigen Spielen animiert. Sie schienen die Kraft ihrer Sto\u00dfz\u00e4hne zu messen. &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/ithumba-dezember-2015\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eIthumba Dezember 2015\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":7502,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[42,40,1],"tags":[],"class_list":["post-7501","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-ithumb","category-tagebuch-der-keeper","category-news"],"pp_statuses_selecting_workflow":false,"pp_workflow_action":"current","pp_status_selection":"publish","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7501","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7501"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7501\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7504,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7501\/revisions\/7504"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7502"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7501"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7501"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7501"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}