{"id":7558,"date":"2016-02-25T17:27:47","date_gmt":"2016-02-25T16:27:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=7558"},"modified":"2016-04-28T17:29:23","modified_gmt":"2016-04-28T16:29:23","slug":"petition-frau-dr-hendricks-stoppen-sie-den-import-von-jagdtrophaeen-geschuetzter-tierarten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/petition-frau-dr-hendricks-stoppen-sie-den-import-von-jagdtrophaeen-geschuetzter-tierarten\/","title":{"rendered":"Petition: Frau Dr. Hendricks, stoppen Sie den Import von Jagdtroph\u00e4en gesch\u00fctzter Tierarten!"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.change.org\/grosswildjagd\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-7559 aligncenter\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2016\/02\/Petition_Christian.jpg\" alt=\"Petition_Christian\" width=\"600\" height=\"324\" srcset=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2016\/02\/Petition_Christian.jpg 760w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2016\/02\/Petition_Christian-300x162.jpg 300w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2016\/02\/Petition_Christian-200x108.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Der Jagdtourismus tr\u00e4gt ma\u00dfgeblich zur Ausrottung selten gewordener Tierarten in Afrika bei. Wir k\u00f6nnen etwas dagegen tun. Unterschreiben Sie diese Petition, damit Deutschland k\u00fcnftig die Einfuhr von Troph\u00e4en bedrohter Arten verweigert.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.change.org\/grosswildjagd\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-7560\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2016\/02\/Button.jpg\" alt=\"Button\" width=\"306\" height=\"48\" srcset=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2016\/02\/Button.jpg 306w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2016\/02\/Button-300x47.jpg 300w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2016\/02\/Button-200x31.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 306px) 100vw, 306px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><em><strong>Hintergrund<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Jagdskandale wie die grausame Pfeil-Jagd eines amerikanischen Zahnarztes auf den L\u00f6wen Cecil oder der Abschuss von Ncombo, Afrikas gr\u00f6\u00dftem Elefantenbullen, durch einen Berliner Immobilienmakler sind keine Einzelf\u00e4lle. <strong>Jahr f\u00fcr Jahr fallen rund 600 L\u00f6wen, 800 Leoparden und 900 Elefanten Hobbyj\u00e4gern zum Opfer.<\/strong> Dabei sind die sch\u00f6nsten und st\u00e4rksten Tiere als Troph\u00e4e besonders beliebt, was die Jagd auf die von Wilderei bereits bedrohten Arten noch m\u00f6rderischer macht. Denn gerade diese Tiere sind f\u00fcr die Arterhaltung am wichtigsten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wer einen Elefanten mit langen Sto\u00dfz\u00e4hnen erschie\u00dft, raubt einer ganzen Herde das Wissen, das sie zum \u00dcberleben braucht, denn nur die alten, erfahrenen Elefanten kennen die Migrationsrouten und Wasserstellen in D\u00fcrrezeiten und wissen um die Wirkung heilender Pflanzen. Wer ein stattliches L\u00f6wenm\u00e4nnchen erlegt, bringt Stress und Rivalit\u00e4tsk\u00e4mpfe in das Rudel, ist f\u00fcr den Tod der Nachkommen verantwortlich und sorgt f\u00fcr eine genetische Verarmung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Je seltener ein Tier desto begehrter und teurer die Jagd.<\/strong> F\u00fcr das T\u00f6ten eines Elefanten zahlt der Hobbyj\u00e4ger 17.000 bis 65.000 Euro. Selbst die wenigen Bullen der 200 noch lebenden W\u00fcstenelefanten in Namibia werden f\u00fcr entsprechende Entgelte legal ins Visier genommen. F\u00fcr 280.000 Euro d\u00fcrfen auch die letzten Vertreter der Spitzmaulnash\u00f6rner erschossen werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Jagdanbieter werben gerne mit dem Argument der angeblichen Nachhaltigkeit der Troph\u00e4enjagd; die Geldeinnahmen f\u00fcr die Vergabe der Abschusslizenzen k\u00e4men dem Artenschutz und der lokalen Bev\u00f6lkerung zugute. Zahlreiche wissenschaftliche Studien der letzten Jahre widerlegen genau dies. Die Bev\u00f6lkerung bekommt von den Jagdeinnahmen praktisch nichts ab, in den Jagdl\u00e4ndern Tansania, Namibia, Sambia, Zentralafrikanische Republik, Burkina Faso und Benin sind es gemittelt 30 Cent pro Kopf und Jahr. Noch weniger profitiert der Artenschutz in den gerade in Jagd- und Naturschutz-Angelegenheiten von Korruption geplagten L\u00e4ndern. <strong>In den meisten Jagdgebieten geht nicht nur der Wildtierbestand rapide zur\u00fcck, auch die dort lebende Bev\u00f6lkerung verarmt immer mehr. Weil es an alternativen Erwerbsm\u00f6glichkeiten mangelt, wird sie zur Wilderei gezwungen, um ihre Existenz zu sichern.<\/strong> Den gr\u00f6\u00dften Profit beim Verkauf der Abschusslizenzen streichen indes die ausl\u00e4ndischen Anbieter der Jagdsafaris ein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>L\u00e4nder wie Namibia und Tansania locken Jagdtouristen in der Hoffnung auf Devisen. Doch gerade in Tansania hat die Strategie der nachhaltigen Jagd komplett versagt. Im gr\u00f6\u00dften Jagdgebiet Afrikas, dem Wildreservat Selous und Umgebung, schlachteten Wilderer in den letzten f\u00fcnf Jahren 57.000 Elefanten ab. F\u00fcr die Hobbyj\u00e4ger gibt es jetzt dort nichts mehr zu schie\u00dfen. Kenia dagegen hat bereits 1977 die Jagd verboten, Botswana 2014. Aus gutem Grund. <strong>Wirtschaftlichen Studien zufolge schafft der Fototourismus wesentlich mehr dauerhafte Jobs als der Jagdtourismus und ist um ein Vielfaches lukrativer.<\/strong>Ein Elefant beispielsweise tr\u00e4gt zum BIP umgerechnet 1,5 Mio. Euro bei, bezogen auf seine gesamte Lebensspanne von 70 Jahren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die EU hat inzwischen den Import von Troph\u00e4en get\u00f6teter Elefanten aus Tansania, Mosambik und Kamerun verboten. L\u00f6wentroph\u00e4en d\u00fcrfen J\u00e4ger aus \u00c4thiopien, Benin, Burkina Faso und Kamerun nicht mehr mitbringen. Dadurch verliert die Jagd ihren Reiz. Doch aus anderen L\u00e4ndern, in denen die Wildtierbest\u00e4nde teilweise dramatisch eingebrochen sind, ist die Einfuhr von Jagdtroph\u00e4en gef\u00e4hrdeter Arten weiterhin m\u00f6glich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Deutschland verhindert das bisher nicht, obwohl gerade deutsche J\u00e4ger einen hohen Anteil an der Jagd auf streng gesch\u00fctzte afrikanische Tierarten haben. <strong>In den letzten zehn Jahren wurden die Troph\u00e4en von 323 Elefanten, 417 Leoparden, 195 L\u00f6wen, 24 Breitmaulnash\u00f6rnern und 2 Spitzmaulnash\u00f6rnern nach Deutschland eingef\u00fchrt.<\/strong> Das dem Ministerium f\u00fcr Umwelt und Naturschutz unterstellte Bundesamt f\u00fcr Naturschutz hat damit 99,7 % aller Import-Antr\u00e4ge f\u00fcr die Troph\u00e4en besonders sch\u00fctzenswerter Tierarten genehmigt (aufgelistet in Anhang I des Washingtoner Artenschutz\u00fcbereinkommens CITES).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dabei w\u00e4re das Amt nach der EU-Artenschutzverordnung 338\/97 verpflichtet, jeden Importantrag hinsichtlich der Mindestanforderungen f\u00fcr die Einfuhr von Exemplaren gef\u00e4hrdeter Tierarten zu pr\u00fcfen. Danach darf die Erteilung einer Einfuhrgenehmigung das Verbreitungsgebiet der Population nicht beeintr\u00e4chtigen oder sonstigen Belangen des Artenschutzes entgegenstehen und muss dem Schutz der betreffenden Art dienen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Gro\u00dfwildjagd ist ein Relikt aus der Kolonialzeit, sie ist ethisch nicht vertretbar, l\u00e4sst die lokale Bev\u00f6lkerung verarmen und heizt die Wilderei an, sie dient weder der Arterhaltung noch d\u00fcrfte sie im Interesse des einzelnen Tieres stehen. Es wird h\u00f6chste Zeit, dass Deutschland seiner rechtlichen Verpflichtung nachkommt.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>REA-Mitglied Dr. Christian Felix hat diese Petition gestartet<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.change.org\/grosswildjagd\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-7560\" src=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2016\/02\/Button.jpg\" alt=\"Button\" width=\"306\" height=\"48\" srcset=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2016\/02\/Button.jpg 306w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2016\/02\/Button-300x47.jpg 300w, https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2016\/02\/Button-200x31.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 306px) 100vw, 306px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em><strong>&#8211;\u00a0Quellen<\/strong><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>IUCN\/PACO: <em>Big Game Hunting in West Africa. What is its contribution to conservation?<\/em> IUCN, Cambridge, 2009, ISBN: 978-2-8317-1204-8<\/li>\n<li>Sara Wehrli: <em>Jagdtourismus: Die Schattenseite unserer \u201eHeger und Pfleger\u201c<\/em>, Fachstelle Wildtiere STS, Basel, 2014, <a href=\"http:\/\/www.tierschutz.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">www.tierschutz.com<\/a><\/li>\n<li>\u201eDuties of the CITES Scientific Authorities and Scientific Review Group under Regulations (EC) No 338\/97 and (EC) No 865\/2006\u201c,<a href=\"http:\/\/ec.europa.eu\/environment\/cites\/pdf\/srg\/guidelines.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">http:\/\/ec.europa.eu\/environment\/cites\/pdf\/srg\/guidelines.pdf<\/a><\/li>\n<li>\u201eVerordnung (EG) Nr. 338\/97 des Rates vom 9. Dezember 1996 \u00fcber den Schutz von Exemplaren wildlebender Tier- und Pflanzenarten durch \u00dcberwachung des Handels\u201c, <a href=\"http:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/HTML\/?uri=CELEX:31997R0338&amp;from=EN\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">http:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/HTML\/?uri=CELEX:31997R0338&amp;from=EN<\/a><\/li>\n<li>\u201eEinfuhr von Jagdtroph\u00e4en, Antwort der Bundesregierung, 13.10.2015\u201c,<a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/18\/063\/1806317.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/18\/063\/1806317.pdf<\/a><\/li>\n<li>\u201eGro\u00dfwildjagd: Der ganz legale Ausverkauf bedrohter Arten\u201c,<a href=\"http:\/\/www.prowildlife.de\/presseinformation_trophaenjagd_KleineAnfrage_2015\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">www.prowildlife.de\/presseinformation_trophaenjagd_KleineAnfrage_2015<\/a><\/li>\n<li>\u201eElefantenmassaker in Tansania\u201c, <a href=\"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2015\/05\/pm5_apr2015_rea3.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">www.reaev.de\/wordpress\/wp-content\/2015\/05\/pm5_apr2015_rea3.pdf<\/a><\/li>\n<li>The David Sheldrick Wildlife Trust: \u201eDead or Alive? Valuing an Elephant\u201c, <a href=\"http:\/\/www.iworry.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">www.iworry.org<\/a><\/li>\n<li>Economists at Large: <em>The $200 million question: How much does trophy hunting really contribute to African communities?<\/em>, A report for the African Lion Coalition, prepared by Economists at Large, Melbourne, Australia, 2013<\/li>\n<\/ul>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/petition-frau-dr-hendricks-stoppen-sie-den-import-von-jagdtrophaeen-geschuetzter-tierarten\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Jagdtourismus tr\u00e4gt ma\u00dfgeblich zur Ausrottung selten gewordener Tierarten in Afrika bei. Wir k\u00f6nnen etwas dagegen tun. 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