{"id":7566,"date":"2016-02-27T12:36:11","date_gmt":"2016-02-27T11:36:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=7566"},"modified":"2016-02-27T12:36:11","modified_gmt":"2016-02-27T11:36:11","slug":"nairobi-nursery-januar-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-januar-2016\/","title":{"rendered":"Nairobi Nursery Januar 2016"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 1. Januar 2016<\/strong><br \/>\nEin neues Jahr beginnt, und die Waisen waren in froher Erwartung des neuen Jahres. Alle Babys sehen gesund und munter aus. Sie kamen aus ihren Gehegen und waren sehr verspielt. Angef\u00fchrt wurden sie von Mini-Leitkuh Oltaiyoni, gefolgt von Mbegu, Dupotto, Sokotei, Olsekki, Boromoko, Enkikwe, Sirimon und Roi. Diese Gruppe \u00e4lterer Waisen stapften zufrieden in den Wald hinaus und trampelten kleine B\u00fcsche nieder. Das erregte die Aufmerksamkeit der Babygruppe, und auch sie jagten trompetend mit in den Busch hinaus.<br \/>\nDie gute Stimmung war allerdings dahin, als die Rabauken Enkikwe und Olsekki versehentlich den kleinen Murit umstie\u00dfen, der daraufhin st\u00fcrzte und aufschrie. Oltaiyoni eilte sofort zu ihm, um zu sehen, was los war. Als sie ankam, fand sie Murit auf dem Boden vor, der versuchte, wieder auf die Beine zu kommen. Sie und Mbegu, die auch sofort herbei gerannt war, st\u00fctzten ihn mit ihren Hinterbeinen. Sobald er wieder stand, nahmen Oltaiyoni und Mbegu ihn in ihre Mitte und eskortierten ihn davon; sie lie\u00dfen die \u00e4lteren Jungs zur\u00fcck, die noch immer wild miteinander rauften und \u00fcberlegten, wen sie als n\u00e4chstes herausfordern sollten. Ihre Spiele endeten, als sie bemerkten, dass sie zur\u00fcckgelassen worden waren, denn Oltaiyoni hatte die Herde inzwischen in den Wald gef\u00fchrt. Sie hatte die beiden mit Absicht ignoriert und sie so f\u00fcr ihr wildes und r\u00fccksichtsloses Verhalten bestraft.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/2520167107-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Oltaiyoni, die Mini-Leitkuh der Herde<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 2. Januar 2016<\/strong><br \/>\nW\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde war es sehr hei\u00df, sodass die Waisen schnell ihre Milch hinunterschlangen und sofort zum Abk\u00fchlen ins Wasser rannten. Niemand lie\u00df dieses Schlammbad-Event aus; selbst die, die sonst nicht so gern baden, wie Balguda, Kamok und Sirimon, k\u00e4mpften um die freien Pl\u00e4tze im Schlammloch.<br \/>\nDie Babys blieben heute in Gesellschaft von Giraffe Kiko. Kiko geht seinem eigenen Tagesablauf nach und kann sich frei bewegen. Er mag aber die kleinen Elefanten und ist lieber bei den Babys als bei den wilden gr\u00f6\u00dferen Waisen. Ndotto und Lasayen sind beste Freunde, und sie sind immer zusammen und unzertrennlich. Sie sind beide sehr herzlich, und jeder mag sie. Auch der kleine Ngilai ist sehr beliebt, da er sehr liebevoll ist.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/25201671815-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mwashoti im Schlammloch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 3. Januar 2016<\/strong><br \/>\nAls die Waisen am Morgen in den Busch gingen, trafen sie auf ein paar Giraffen, die gerade grasten. Olsekki, Boromoko, Siangiki, Oltaiyoni und Sirimon bildeten die erste Gruppe und f\u00fchrten die anderen Waisen hinaus. Sie waren es auch, die die gro\u00dfen Tiere zuerst sahen, wie sie sich ihren Weg durchs Geb\u00fcsch bahnten, um von den hohen B\u00e4umen zu fressen. Olsekki, Siangiki und Oltaiyoni erschraken, kehrten um und rannten schreiend zur\u00fcck. Die ganze Herde wurde aufgescheucht, und sie rannten alle zu den Keepern zur\u00fcck, die gerade ihren morgendlichen Tee genossen. Dann hielten sie alle den Atem an, stellten die Ohren auf und schauten in die Richtung, in der die Giraffen waren. Oltaiyoni, Siangiki, Olsekki, Boromoko und Sirimon nahmen dann ihren Mut zusammen, rannten trompetend auf die Giraffen zu und versuchten, diese zu vertreiben. Die Giraffen starrten sie aber nur an und gingen bei all der Unruhe langsam davon. Danach jagten Oltaiyoni und Konsorten allein weiter herum. Die Aufregung legte sich, als die Keeper sie weiter in den Park hinein f\u00fchrten.<br \/>\nKurz vor 13 Uhr wurde eine Babygiraffe ins Waisenhaus gebracht. Sie war auf einer Farm vor den Toren Nairobis gefunden worden. Was ihrer Mutter widerfahren ist und wie sie getrennt wurden, wissen wir nicht &#8211; das Baby stand jedenfalls ganz allein an der Stra\u00dfe nach Magadi. Als es bei uns ankam, sah das Kalb sehr schwach aus. Es konnte den Kopf nicht oben halten, geschweige denn stehen. Die Keeper schafften es, ihn zu st\u00fctzen, doch es sah nicht gut f\u00fcr ihn aus. Wir wissen nicht, wie lange er schon ohne seine Mutter gewesen war. Er wurde in einen Stall gebracht und bekam Antibiotika, aber leider starb er gegen 16 Uhr friedlich.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/25201672248-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Siangiki war einer der ersten, die die Giraffen sahen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 4. Januar 2016<\/strong><br \/>\nTamiyoi sah heute Morgen etwas aktiver aus, obwohl sie ein wenig Durchfall hat. Sie trinkt ihre Milch gut, aber sie scheint noch nicht komplett in Ordnung zu sein.<br \/>\nW\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde, als die \u00e4lteren Waisen ihre Milchflaschen genossen, zeigten sich Siangiki und Sokotei von ihrer gierigen Seite. Sie schlangen ihre Milch hinunter und liefen dann von einem zum anderen und versuchten, die geleerten Flaschen aufzuheben und die letzten Tropfen herauszuholen. Damit zogen sie die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich, die begeistert Fotos von den zwei Waisen mit ihren gestohlenen Flaschen im Mund machten. Siangiki und Sokotei sind zusammen mit Olsekki, Enkikwe, Boromoko und Alamaya die besonders gierigen Waisen! Bei Alamaya sind wir sehr nachsichtig, denn er hat schon viel durchgemacht; unser kleiner Eunuch macht sich aber seit seiner Operation sehr gut.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/2520167286-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tamiyoi sah heute Morgen schon besser aus<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 5. Januar 2016<\/strong><br \/>\nGestern Vormittag sah Simotua eher matt aus und war nicht so aktiv wie sonst. Er wollte nicht mit den anderen spielen und stand auch im Busch ganz allein herum und fra\u00df nicht einmal die gr\u00fcne Vegetation. Da das f\u00fcr ihn sehr un\u00fcblich war, haben wir einen Bluttest gemacht und ihm entsprechende Medizin gegeben. Einmal fanden die Keeper ihn sogar, als er sich auf dem Boden ausruhte. Heute sahen seine Augen noch m\u00fcder aus. Seine Freunde Tusuja, Rapa, Alamaya und Mwashoti leisteten ihm Gesellschaft, obwohl er manchmal allein davonging und seine Ruhe haben wollte. Die anderen Waisen machten sich aber Sorgen um seine Gesundheit. Die Wunden auf seiner Stirn und an seinem Bein verheilen sehr gut, daher denken wir nicht, dass es etwas damit zu tun hat. Wir werden ihn zuerst gegen Parasiten behandeln.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/25201673148-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Der arme kleine Simotua f\u00fchlt sich nicht wohl<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 6. Januar 2016<\/strong><br \/>\nTamiyoi sah heute sehr kr\u00e4ftig und viel besser aus als gestern. Auch Simotua machte heute einen etwas besseren Eindruck, aber wir m\u00fcssen seiner Behandlung noch etwas Zeit geben.<br \/>\nKurz nachdem die Waisen ihre 9-Uhr-F\u00fctterung beendet hatten und wieder in den Busch gegangen waren, forderten sich Boromoko und Kauro zu einem Kr\u00e4ftemessen heraus, um zu sehen, wer der St\u00e4rkere von beiden ist. Sie konnten das aber nicht endg\u00fcltig kl\u00e4ren, denn bevor sie fertig waren, kam Sokotei hinzu und wollte mitmachen. Sie wollten aber nicht mit ihm zusammen spielen. Als die beiden einfach weiterspielten, ging Sokotei mit erhobenem R\u00fcssel neben ihnen her und gab keine Ruhe. Sie beachteten ihn jedoch gar nicht, sondern drehten sich weg und ignorierten ihn! Da verlor Sokotei die Nerven &#8211; er stie\u00df Kauro hart von hinten an und piekste ihm dabei mit seinen Sto\u00dfz\u00e4hnen in den R\u00fccken. Kauro schrie vor Schmerzen auf und beendete sein Spiel mit Boromoko. Sie gingen von Sokotei weg und schlossen sich Oltaiyoni, Dupotto, Mbegu, Kamok und den kleinen Jungs an, die friedlich im Wald grasten.<br \/>\nW\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde um 11 Uhr war es recht bew\u00f6lkt, sodass die Waisen nicht baden wollten. Sie fra\u00dfen nur das im Schlammbadbereich f\u00fcr sie bereitgelegte Gr\u00fcn.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/25201673546-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tamiyoi sah heute Morgen schon besser aus<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 7. Januar 2016<\/strong><br \/>\nAls die Waisen am fr\u00fchen Morgen aus den Gehegen kamen, durfte die kleine Naseku die ganze Herde auf dem Weg in den Busch anf\u00fchren. Unterst\u00fctzt wurde sie dabei von Oltaiyoni, Siangiki und Roi, gefolgt von Boromoko, Olsekki, Enkikwe, Sirimon und Kauro. Boromoko und Kauro begannen mit einer Rauferei, bei der sie quer durch die B\u00fcsche tobten. Kauro versuchte danach, Roi zu besteigen, die schutzsuchend zu Oltaiyoni rannte. Kauro verfolgte sie nicht weiter und machte kehrt, um weiter mit Boromoko zu spielen, der noch auf ihn wartete. Er rannte zu Boromoko hin, legte ihm den R\u00fcssel auf den R\u00fccken und schob ihn durch das Geb\u00fcsch. Dabei schubste er Boromoko gegen Naseku, die ganz friedlich daneben graste. Der aufgedrehte Kauro jagte dann Naseku hinterher und hielt ihren Schwanz fest, w\u00e4hrend sie schreiend zu Oltaiyoni, Roi und Siangiki rannte. Oltaiyoni lief ihr entgegen, um sie vor dem wilden Kauro zu retten, der auf dem Absatz kehrt machte, als er Oltaiyoni sah. Er ging dorthin zur\u00fcck, wo die Jungs Boromoko, Enkikwe, Olsekki und Sirimon grasten. Kauro versuchte, sein ganzes Gewicht gegen Sirimon zu werfen, doch der stie\u00df heftig zur\u00fcck, sodass Kauro sein Spiel auch beendete und endlich zu grasen begann.<br \/>\nKurz vor 14 Uhr wurde der kleine Kiko von einer wilden Giraffenkuh besucht. Kiko war sehr sch\u00fcchtern. Als die Giraffe versuchte, sich ihm zu n\u00e4hern, rannte er zu den Keepern, blieb stehen, und die beiden starrten sich nur gegenseitig an. Die wilde Giraffe schaffte es bis auf 5 Meter an Kiko und seinen Keeper heran, doch der kleine Kiko starrte sie nur an. Sie wartete darauf, dass er ein wenig n\u00e4her kam, doch er r\u00fcherte sich nicht. Nach einer halben Stunde ging die Giraffe schlie\u00dflich wieder in den Wald zur\u00fcck und lie\u00df Kiko beim Grasen bei den Keepern zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/25201674249-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Naseku f\u00fchrt die Waisen an<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 8. Januar 2016<\/strong><br \/>\nW\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde hatten die \u00e4lteren Waisen gerade ihre Milchflaschen geleert und machten sich bereit f\u00fcr das Schlammbad. Die kleinen Lasayen und Ngilai waren sich nicht einig, wer zuerst aus der Wassertonne saufen durfte. Lasayen hielt Ngilai davon ab, aus der gleichen Tonne wie er Wasser zu saufen und schubste ihn davon. Ngilai schrie laut auf, und die Keeper mussten eingreifen; sie brachten Lasayen zu einer anderen Tonne, sodass Ngilai endlich sein Wasser bekam.<br \/>\nEin paar Minuten nach dieser Szene zogen Mbegu, Dupotto, Mwashoti, Tusuja und Rapa die Aufmerksamkeit der Besucherschaft auf sich. Sie gingen gemeinsam ins Schlammloch und hatten ein tolles Spiel, bei dem sie sich herumrollten, gegeneinanderstie\u00dfen und sich im Schlamm schubsten. Rapa war sehr aktiv und kratzte sich mit dem Hinterteil an Mwashoti, w\u00e4hrend er seinen Kopf in den Schlamm und seinen Hintern in die Luft streckte! Die kleine Naseku versuchte auch, sich an Mwashoti zu kratzen, doch Rabauke Rapa lie\u00df das nicht zu und schubste sie weg. Naseku, die noch relativ neu ist und aus dem Norden, wo sie in einen Brunnen gefallen war, macht sich gut und wird immer kr\u00e4ftiger. Ihre kleinen B\u00e4ckchen f\u00fcllen sich langsam, da sie nun wieder zunimmt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/25201674845-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lasayen und Ngilai mit ihrem Keeper<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 9. Januar 2016<\/strong><br \/>\nNaseku wird selbstbewusster und m\u00f6chte die Waisen immer in den Wald f\u00fchren. Sie gew\u00f6hnt sich daran, weiter drau\u00dfen im Park zu grasen und wird dabei f\u00fcr gew\u00f6hnlich von dem netten Balguda und von Sirimon, Oltaiyoni und Olsekki begleitet. Heute f\u00fchrte sie diese vier in eine Richtung zum Grasen, die nur sie kannte. Es ist gut, dass sie sich mit den gr\u00f6\u00dferen Bullen anfreundet und dass diese auch noch auf sie h\u00f6ren! Mwashoti und Boromoko nahmen heute eine kleine Auszeit, um Ndotto zu zeigen, wie man ordentlich rangelt. Beide \u00e4lteren Waisen waren sehr nett und nicht zu ruppig mit Ndotto, der gerne auf allem herumklettert. Die zwei Bullen spielten miteinander und gaben dann Ndotto die Gelegenheit mitzumachen. Sie rangelten einer nach dem anderen mit ihm, und es war sehr lustig anzusehen, wie der kleine Junge versuchte, auf die K\u00f6pfe der gr\u00f6\u00dferen zu klettern, w\u00e4hrend diese noch standen. Boromoko kniete sich dann auf seine Vorderbeine, damit der kleine Ndotto das tun konnte, was er am liebsten tut: klettern! Dieser freundliche Umgang und die Geduld, die die \u00e4lteren Waisen mit den kleinen haben, ist etwas, von dem wir viel lernen k\u00f6nnen. Das ist sowohl bei den Bullen, als auch bei den K\u00fchen zu beobachten. Der freche kleine Rapa wurde heute von Tusuja ermahnt. Tusuja versuchte, sich im Schlammloch abzuk\u00fchlen, und Rapa zog immer wieder an seinen Ohren, um daran zu nuckeln. Tusuja ging immer wieder weg, wor\u00fcber Rapa sich lautstark beschwerte. Da schubste Tusuja ihn in den Schlamm, damit er Ruhe gab.<br \/>\nHeute verbrachte die Gruppe den Tag in den Ebenen des Nairobi-Nationalparks, wo es viel leckeres Gras gibt und jede Menge wilde Strau\u00dfen zu sehen waren. Die gesamte Gruppe nahm an der Safari teil, zusammen mit Pea und Pod, die ein paar gefiederte Freunde finden sollten. Die Waisen lieben es, das frische Gras der Ebenen zu fressen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/2520167533-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Naseku will immer vorausgehen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 10. Januar 2016<\/strong><br \/>\nSokotei und Kauro versuchten verbissen, zur Milchf\u00fctterung zu gelangen, doch es war sinnlos; die Keeper entschieden heute, dass die j\u00fcngeren Waisen zuerst gehen sollten. Ngilai, Godoma, Ndotto und Lasayen durften vorausgehen und zuerst trinken, bevor die \u00e4lteren ihre Flaschen bekamen. Kauro und Sokotei versuchten immer wieder, ihre Keeper aus dem Weg zu schieben, aber die beschlossen, dass die beiden etwas Geduld lernen und zuletzt zur F\u00fctterung gelassen werden sollten. Sie h\u00f6rten auf sie und benahmen sich schlie\u00dflich &#8211; es war eine gute \u00dcbung, die vielleicht h\u00e4ufiger wiederholt werden sollte.<br \/>\nOltaiyoni hatte heute viel Spa\u00df mit Sirimon. Es war verbl\u00fcffend, dass die beiden so sch\u00f6n miteinander spielten, denn normalerweise vertragen sie sich nicht so gut. Es ist wie bei Menschenkindern &#8211; sie streiten sich viel, aber eines Tages werden sie doch Freunde. Sie hatten ein faires Kr\u00e4ftemessen und zogen sich gegenseitig an den R\u00fcsseln. Insgesamt verbrachten sie viel Zeit zusammen, grasten nebeneinander und unterhielten sich. Mbegu und Dupotto hatten heute einige Streitigkeiten und l\u00f6sten diese durch einen Ringkampf, den Mbegu zu gewinnen schien.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/25201681322-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ndotto, Ngilai und Godoma<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 11. Januar 2016<\/strong><br \/>\nKamok wurde vor einiger Zeit in die \u00e4ltere Gruppe transferiert, da sie zu frech zu den j\u00fcngeren Waisen wurde und etwas mehr Erziehung von den \u00e4lteren vertragen konnte. Die zwei Gruppen treffen sich allerdings vormittags und nachmittags h\u00e4ufig. In der j\u00fcngeren Gruppe war Kamok eine der Anf\u00fchrerinnen, und Ngilai hatte sie sich als Ersatz-Mama ausgesucht. Als sie weg war, musste er also eine andere finden, und seine Wahl fiel auf Dupotto, die sich seitdem als sehr besch\u00fctzend erwiesen hat. Sie l\u00e4sst ihn aber nicht an ihren Ohren nuckeln, was Kamok und Elkerama ihm erlaubt hatten. Dupotto mag es nicht, wenn Fremde ihr Baby anfassen und m\u00f6chte sich immer am meisten mit ihm befassen. W\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde erlaubte sie es den Besuchern heute nicht, Ngilai zu ber\u00fchren. Wenn er an die Absperrung ging, schubste sie die Zuschauer weg, die es versuchten. Also mussten die Keeper Ngilai von der Absperrung wegman\u00f6vrieren, damit die Besucher vor Dupotto in Sicherheit waren! Die Verwandlung, die Dupotto durchgemacht hat, ist erstaunlich; sie war immer sehr hilfsbed\u00fcrftig und hing an Embu, doch nun \u00fcbernimmt sie Verantwortung und gibt die selbe Liebe und Zuneigung an Ngilai weiter, wenn die Babygruppe nicht bei den \u00e4lteren Waisen ist. Kamoks Benehmen hat sich auch gebessert, seit sie zu den \u00e4lteren Waisen versetzt worden ist.<br \/>\nBalguda war heute den ganzen Tag sehr verspielt. Im Busch spielte er mit Olsekki, und sie rangelten und kletterten aufeinander herum. Als die Waisen um 15 Uhr zur privaten Besuchsstunde kamen, brachte er sie alle zu einem ausgiebigen Schlammbad. Im Matsch spielte er mit Sokotei Fu\u00dfball. Das ist eine wunderbare Entwicklung, nachdem er so krank gewesen war, dass wir ihn aus Umani zur\u00fcckholen mussten, um ihn besser behandeln zu k\u00f6nnen. Wir sehen eine gro\u00dfe Verbesserung seines Gesundheitszustands, und er ist sehr aktiv.<br \/>\nAm Abend waren an den Stallungen ein paar lustige Spiele von Ndotto, Ngilai, Pea und Pod zu sehen. Jedes Baby denkt, dass das Gras auf der anderen Seite gr\u00fcner und das Futter der Nachbarn besser ist als das eigene. Ngilais Stall ist zwischen den anderen beiden, und sein Gr\u00fcnfutter lag neben der Wand zu Ndotto. Also stibizte Ndotto etwas durch die h\u00f6lzerne Abtrennung hindurch. Ngilai brachte das Futter auf die andere Seite, doch dort kamen sofort die Strau\u00dfen angerannt und pickten durch das Fenster daran. Ngilai drohte ihnen, um sie von seinem Gr\u00fcnfutter zu verjagen, doch sie hatten keine Angst vor dem kleinen Jungen und fra\u00dfen einfach weiter alles, was sie erreichen konnten. Ngilai gab auf und musste seinen Keeper zu Hilfe rufen, der ihm einige Zweige rettete und in die Mitte legte, damit keine Diebe herankamen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/25201682638-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die freche Kamok<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 12. Januar 2016<\/strong><br \/>\nDie Babys waren sehr fr\u00f6hlich, als sie heute aus den Gehegen kamen. Roi, Sokotei und Oltaiyoni f\u00fchrten die Herde mit viel Spa\u00df an. Das ganze Gebiet rund um die B\u00fcsche an den Stallungen erschallte von Trompeten und Herumstampfen. Die Warzenschweine, die sich zwischen die Waisen verirrt hatten, wussten nicht, wohin sie gehen sollten. Murit k\u00fcmmerte sich um sie und versuchte, sie zu verjagen, doch es gab keine L\u00fccke zwischen den Elefanten, durch die sie h\u00e4tten fl\u00fcchten k\u00f6nnen. Kamok schloss sich mit Mbegu zusammen, was es f\u00fcr die Warzenschweine noch schlimmer machte. Kamok versuchte, die kleinen Ferkelchen mit ihrem R\u00fcssel zu erwischen, und die Keeper mussten herbeieilen, um Platz f\u00fcr die Warzenschweine zu machen und sie zu befreien.<br \/>\nNach der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde war es so hei\u00df, dass keines der Babys tiefer ins Geb\u00fcsch gehen wollte. Nur Balguda konnte die Hitze nicht zur\u00fcckhalten, und er ging tief in den Wald hinein, ganz ohne Begleitung der anderen. Zur privaten Besuchsstunde um 15 Uhr war er noch immer nicht zur\u00fcckgekehrt. Als danach alle dorthin zur\u00fcckkehrten, wo sie zuvor gegrast hatten, war er dort und graste zufrieden, ohne sich irgendwelche Sorgen zu machen. Er wusste sehr genau, dass die anderen nur zur Besuchsstunde gegangen waren und bald zur\u00fcckkommen w\u00fcrden. Er zeigte nicht einmal besonderes Interesse an seiner Milch, sondern gesellte sich nur zur Herde und graste mit ihnen weiter. Die anderen Babys hatten bei der privaten Besuchsstunde von Anfang bis Ende ein tolles Schlammbad. Die Matschliebhaber Mbegu und Mwashoti waren die ersten, die ins Wasser gingen, und das lockte die anderen Waisen an. Schlussendlich scheuchte Oltaiyoni alle aus dem Bad, damit sie allein drinbleiben konnte. Sie genoss es, ganz allein im Pool Fu\u00dfball zu spielen und \u00fcbte, den Ball zwischen ihren kurzen Sto\u00dfz\u00e4hnen und ihrem R\u00fcssel zu halten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/25201683722-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Roi ist sehr fr\u00f6hlich<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 13. Januar 2016<\/strong><br \/>\nDer schlaue, aber freche kleine Bulle Sirimon hat eine neue schlechte Angewohnheit entwickelt; er ist nicht der einzige in der Waisenfamilie, der das tut, doch auf nettere Weise als die anderen. Wenn er seine Flasche geleert hat, sucht er sich mehr Milch, indem er so tut, als h\u00e4tte er noch nichts bekommen. Bei der heutigen \u00f6ffentlichen Besuchsstunde versuchte er es mit seinem Trick und erschlich sich eine Flasche, die f\u00fcr einen anderen Waisen gedacht war. Er schaffte es, den ahnungslosen Keeper auszutricksen, der nicht bemerkt hatte, dass er seine Flasche bereits in wenigen schnellen Schlucken hinuntergeschlungen hatte. Er war in Begleitung von Kauro, Sokotei, Kamok und Boromoko angekommen, und als sie alle ihre Milch geleert hatten, gingen sie zu den Wassertonnen. Sirimon ging auch mit, blieb aber etwas weiter abseits stehen, dort, wo die anderen Babys gleich zum Schlammbad kommen w\u00fcrden. Er wollte kein Wasser trinken, sondern wartete auf die n\u00e4chste Gruppe, um sich mit ihnen noch einmal bei der Milch anzustellen, als sei es das erste Mal f\u00fcr ihn. Seine Vorstellungskraft und die Ausdauer, mit der er seine Tricks plant, sind au\u00dfergew\u00f6hnlich. Als die n\u00e4chste Gruppe ankam, folgte er ihnen und tat so, als w\u00e4re er auch gerade erst angekommen. Und er bekam tats\u00e4chlich eine weitere Milchflasche von einem Keeper, der ihn beim ersten Mal nicht gesehen hatte! Die Keeper bemerkten es, als er die Zusatzflasche bereits zur H\u00e4lfte geleert hatte. Er durfte sie austrinken, denn man k\u00f6nnte ihm die Flasche sowieso niemals wegnehmen, wenn er sie einmal am Wickel hat. Nachdem er mit dieser Flasche fertig war, wurde er weggeschickt, und er tat genau das gleiche noch einmal: Er ging am Schlammloch vorbei und wartete darauf, dass die letzte Gruppe ankam. Dieses Mal passten die Keeper aber genau auf und schickten ihn zu den anderen Waisen, die sich schon im Schlammloch am\u00fcsierten.<br \/>\nDrau\u00dfen im Busch bekam Alamaya, der manchmal die kleineren \u00e4rgert, Probleme mit Mbegu, nachdem er Ngilai geschubst hatte. Ngilai nuckelte gerade an Kamoks Ohr, als die Gruppen zusammen drau\u00dfen waren. Alamaya kam her\u00fcber und schubste ihn, sodass Ngilai aufschrie. Mbegu wurde sehr w\u00fctend. Als sie ankam, um zu sehen, was los war, drehte sich Alamaya um und schubste auch sie. Sie wehrte sich allerdings, und es entwickelte sich ein langer Kampf. Mbegu gelang es schlie\u00dflich, ihn niederzuringen, indem sie ihn gegen einen Baum dr\u00fcckte. Oltaiyoni kam dann dazu und rettete Alamaya vor der arg w\u00fctenden Mbegu, weil sie fand, dass Alamaya nun genug bestraft worden war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/25201684331-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sirimon ist ein sehr frecher kleiner Junge<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 14. Januar 2016<\/strong><br \/>\nTamiyoi sah heute sehr gut und gesund aus. Seit ein paar Tagen war sie immer etwas sp\u00e4ter herausgekommen und hatte ein wenig matt ausgesehen. Heute aber stie\u00df sie schon zeitig gegen ihre T\u00fcr und wollte heraus und zu den anderen. Sobald sie drau\u00dfen war, sah sie Lasayen und rannte zu ihm. Sie musste eine zus\u00e4tzliche Decke bekommen, da es noch sehr fr\u00fch und recht kalt war. Sie tauschte Begr\u00fc\u00dfungen mit Lasayen aus, bevor sie in den Wald hinaus ging. Dort angekommen sammelte sie Fr\u00fcchte, die von den B\u00e4umen gefallen waren und fra\u00df sie. Danach fand sie etwas lockere Erde und begann ein Staubbad, indem sie dich darin herumrollte. Schlie\u00dflich kam Murit her\u00fcber, um sich ihr anzuschlie\u00dfen, und sie hatten viel Spa\u00df zusammen.<br \/>\nDer freche kleine Rapa verursacht viel Unruhe in der Familie. Heute wurde er bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde wieder von Mini-Leitkuh Mbegu bestraft, nachdem sie gesehen hatte, wie er einen Keeper geschubst hatte. Dieser wollte ihn davon abhalten, Godoma zu \u00fcberfallen. Dann versuchte er, Ndotto zu schubsen, w\u00e4hrend dieser seine Milch trank und auch noch, einen Keeper zu attackieren, um mehr Milch aus der Schubkarre zu bekommen. Als er schlie\u00dflich auch noch Naseku schubste, w\u00e4hrend sie Wasser aus der Tonne soff, w\u00fcrde Mbegu w\u00fctend. Sie jagte ihn weit von der Gruppe weg, bis auf die andere Seite der Absperrung! Sie h\u00f6rte nicht einmal auf die Rufe der Keeper, bis sie zufrieden war und ihn vom Schlammbad vertrieben hatte. Rapa versuchte, zum Rest der Herde zur\u00fcckzukehren, doch immer wenn er durch die Absperrung zur\u00fcckkommen wollte, war Mbegu wieder zur Stelle. Sie wollte sichergehen, dass er seine wohlverdiente Strafzeit abseits der Gruppe einhielt, eine harte Strafe f\u00fcr einen Babyelefanten. Schlie\u00dflich konnten die Keeper Mbegu \u00fcberzeugen, ihn wieder zur Herde zu lassen.<br \/>\nSimotua schien sich heute wieder nicht so gut zu f\u00fchlen. Er war sehr ruhig und fra\u00df nicht so viel wie sonst. Er begleitete deshalb die anderen Waisen nicht, als sie weiter in den Wald hinein gingen. Murit und Tamiyoi blieben zur\u00fcck und leisteten ihm Gesellschaft. Sp\u00e4ter am Nachmittag nahmen wir eine Blutprobe von ihm. Sein Zustand hat sich verschlechtert, und es ist uns weiterhin ein R\u00e4tsel, womit er zu k\u00e4mpfen hat. Er bekommt zus\u00e4tzliche N\u00e4hrstoffe, andere als die \u00fcbrigen Waisen, um ihn wieder fit zu machen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/27201671632-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tamiyoi beim Staubbad<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 15. Januar 2016<\/strong><br \/>\nSeit zwei Tagen schon schl\u00e4ft Lasayen schlecht. Letzte Nacht schlief er tief, als er pl\u00f6tzlich aufwachte, sich eilig aufrappelte und anfing zu schreien. Erst am Morgen schlief er wieder ein. Daher verschlief er und kam etwas sp\u00e4ter als die anderen Waisen heraus. Es sieht fast so aus, als h\u00e4tte er Albtr\u00e4ume, die ihn erschrocken aufwachen lassen. Als er am Morgen aus seinem Stall kam, war auch Tamiyoi zum Aufbruch in den Busch bereit. Er unterhielt sich eine Weile mit dem jungen M\u00e4dchen, bevor sie in den Wald gingen, um die anderen Waisen zu treffen. Aus der Entfernung sah Ndotto seinen Freund und flitzte ihm von der Herde aus entgegen, um ihn zu begr\u00fc\u00dfen. Als sie sich trafen, sagten sie sich hallo und spielten dann ausgiebig miteinander, indem sie ihre R\u00fcssel umschlangen, an ihnen herumzogen und aufeinander herumkletterten. Damit vertreiben sie sich am liebsten die Zeit. Sp\u00e4ter spielten sie Verstecken, ehe sie zu ihrer Milch gingen.<br \/>\nKauro und Kamok sind zusammen aufgewachsen, und es scheint, dass sie sich hervorragend verstehen. Sie scheinen sich auch gegenseitig zu respektieren; daher war es heute sehr ungew\u00f6hnlich, als Kauro Kamok \u00fcbel mitspielte. Bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde teilten sie sich gerade Wasser aus einer Wassertonne nahe der Absperrung, als sich Kauro pl\u00f6tzlich zu Kamok umdrehte und sie ziemlich heftig schubste. Kamok schrie laut auf, und die Keeper mussten schnell hin\u00fcberrennen, um ihr zu helfen.<br \/>\nBei der privaten Besuchsstunde um 15 Uhr waren es Rapa und Boromoko, die eine gro\u00dfe Show veranstalteten. Sie waren sie einzigen, die ins Wasser gingen, und badeten die ganze Zeit. Sie hatten gro\u00dfen Spa\u00df, rannten dem Ball hinterher und k\u00e4mpften darum, zuerst dagegen zu treten. Ab und zu schoben sie auch eine kleine Rangelei mitten im Wasser ein.<br \/>\nKiko m\u00f6chte in letzter Zeit nicht l\u00e4nger als bis 16 Uhr im Park bleiben. Zuvor mussten die Keeper ihm immer erst sagen, wenn es nach Hause ging, doch nun dr\u00e4ngelt er seine Keeper und h\u00f6rt nicht auf damit, bis sie ihm erlauben, nach Hause in seinen Stall zur\u00fcckzukehren. Sein Stall ist etwas besonderes, h\u00f6her als alle anderen, und er scheint ihn sehr zu lieben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/27201671957-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Der arme kleine Lasayen hat schlecht geschlafen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 16. Januar 2016<\/strong><br \/>\nWenn Kauro drau\u00dfen im Busch ist, m\u00f6chte er manchmal zeigen, dass er schon ein gro\u00dfer Junge ist. Heute war er den ganzen Tag allein und abseits der Herde; nur zu den Milchf\u00fctterzeiten schloss er sich den anderen Waisen an. Mit ihrem perfekten Ged\u00e4chtnis wissen die Babys genau, wo und wann es die Milch gibt, wann es Zeit ist aufzubrechen und wann es ins Bett geht.<br \/>\nHeute waren die Besucher der privaten Besuchsstunde etwas versp\u00e4tet, und bevor sie ankamen, machten Naseku, Ndotto und Godoma einen wahren Aufstand, weil sie ihre Milch p\u00fcnktlich haben wollten. Naseku schrie laut nach ihrer Milch, da sie wusste, dass sie schon an den Stallungen bereitstehen w\u00fcrde. Die Keeper lie\u00dfen die drei zur F\u00fctterstelle vorausgehen, damit sie sahen, dass dort noch keine Milch war. Als sie sich davon \u00fcberzeugt hatten, gingen sie zum Schlammloch, wo auch nichts zu finden war &#8211; weder Keeper noch Schubkarre mit Milchflaschen. Sie gingen in den Wald zum Rest der Herde zur\u00fcck, w\u00e4hrend Godoma und Naseku noch immer nach ihrer Milch riefen. Ndotto rannte zu seinen Keepern zur\u00fcck und tr\u00f6stete sich damit, an einem Finger zu nuckeln. Da war es aber dann fast soweit, dass die Besucher ankamen. Alle Babys waren gl\u00fccklich, dass sie endlich hinuntergehen und ihre leckere Milch bekommen konnten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/27201672450-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kauro hat sich heute schon wie ein gro\u00dfer Junge verhalten<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 17. Januar 2016<\/strong><br \/>\nDie au\u00dferordentlich liebevolle und f\u00fcrsorgliche Mbegu k\u00fcmmerte sich heute sehr sch\u00f6n um Murit. Murit kam am Morgen aus seinem Stall und ging direkt zu Alamaya, um ihn zu begr\u00fc\u00dfen. Sie gaben sich die R\u00fcssel und unterhielten sich dabei. Danach ging er zu Mbegus Tor und begr\u00fc\u00dfte sie ebenfalls, w\u00e4hrend sie darauf wartete, herauskommen zu k\u00f6nnen. Sie hatte ihm offenbar gesagt, dass er auf sie warten sollte, denn sobald sie herausgekommen war, gingen sie beide zusammen zu Maxwells Tor. Max schlief dort, und die beiden Elefanten begannen, zusammen Maxwells Luzernenheu zu fressen. Das h\u00f6rte Max; er stand auf, um mit ihnen zu spielen, doch sie ignorierten seine Einladung und fra\u00dfen einfach weiter. Ab und zu nahm Murit etwas Heu aus Mbegus Mund, und sie lie\u00df ihn liebevoll gew\u00e4hren. Schlie\u00dflich brachen sie auf und schlossen sich den anderen Waisen im Wald an, wo sie weiter als P\u00e4rchen zusammen grasten. Mbegu bereitete dann etwas lockere Erde vor, in der sie sich herumrollte und sich einstaubte. Nach kurzer Zeit schloss sich Murit ihr an und kletterte auf ihren R\u00fccken. Sie lie\u00df ihn alles machen, was er wollte. Als es zur Milchf\u00fctterung ging, lief Mbegu hinter Murit her, und er genoss ihre Gesellschaft und jede Minute ihrer Aufmerksamkeit sehr.<br \/>\nMwashoti bekam heute \u00c4rger, nachdem er gemein zu Ngilai gewesen war. Die K\u00fche Dupotto und Roi schubsten ihn weg, um den kleinen Ngilai zu besch\u00fctzen und Mwashoti Manieren beizubringen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/27201672844-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murit (links) und Mbegu<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 18. Januar 2016<\/strong><br \/>\nKamok weist viele verschiedene Charakterz\u00fcge auf; sie kann nett sein und freundlich und f\u00fcrsorglich mit den anderen Babys umgehen, sie kann aber auch sehr frech und sogar ruppig werden. Sie hat sich angew\u00f6hnt, am Morgen aus ihrem Gehege zu kommen und sich vor allen zu verstecken, sowohl vor den Keepern als auch vor ihren Artgenossen. Wenn sie denkt, dass sie keiner sehen kann, schleicht sie sich um das Gel\u00e4nde dorthin, wo der Kompost verbrannt wird. Dann verjagt sie die Warzenschweine und frisst das von den Keeper \u00fcbriggelassene Ugali, das dort entsorgt wird. Einer der Keeper verscheuchte sie von dort, doch weil der Keeper noch recht neu war, dachte Kamok gar nicht daran, auf ihn zu h\u00f6ren und drohte ihm stattdessen! Es musste erst ein erfahrener Keeper kommen, und als sie an seinem Tonfall h\u00f6rte, dass er es ernst meinte, verschwand sie im Geb\u00fcsch und schloss sich den anderen Babys an. Man braucht Augen vorne und hinten, um Kamok zu beaufsichtigen, wenn sie sich solchen Unsinn ausdenkt.<br \/>\nW\u00e4hrend alle Waisen ihren Spa\u00df im Schlammbad hatten, rannten zwei Warzenschweinferkel auf das Gel\u00e4nde. Sie hatten scheinbar ihre Mutter aus den Augen verloren. Ngilai und Godoma entdeckten sie, doch die anderen Waisen, Ndotto, Lasayen, Murit, Naseku und Mwashoti bemerkten sie nicht. Ngilai und Godoma begannen, sie zu jagen; Ngilai stellte seine Ohren auf und rannte auf sie zu, und Godoma kam hinterher. Ngilai jagte sie hinter die Absperrung in das umliegende Geb\u00fcsch. Godoma und Roi standen dann Wache, um sicherzugehen, dass sie nicht zur\u00fcckkommen w\u00fcrden. Die anderen Waisen spielten inzwischen weiter. Lasayen war auf den Knien und Ndotto kletterte auf seinem R\u00fccken herum, w\u00e4hrend Murit noch hinter Ndotto krabbelte! Naseku und Mwashoti staubten sich ein.<br \/>\nGegen 15 Uhr kam etwas Regen auf &#8211; ungew\u00f6hnlich f\u00fcr die Jahreszeit. Kamok spielte im Regen und bereitete etwas Erde vor, um sich darin herumzurollen. Ngilai und Ndotto tummelten sich begeistert auf ihrem R\u00fccken. Sie hatten viel Spa\u00df bei dem Spiel, das zu Ende war, als Boromoko begann, auf Kamok herumzuklettern. Sie stand mit den beiden Jungs auf, und sie \u00fcberlie\u00dfen Enkikwe, Sokotei und Sirimon die vorbereitete Erde. Die vier Jungs genossen es dann auch, sich darin herumzurollen und im Regen zu spielen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/27201673341-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kamok hat einen sehr wandlungsf\u00e4higen Charakter<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 19. Januar 2016<\/strong><br \/>\nMax war letzte Nacht in seinem Gehege sehr aktiv. Das k\u00f6nnte mit dem Regen zusammenh\u00e4ngen, der gestern Abend anfing und bis in die Morgenstunden anhielt. Er rannte vom oberen Ende seines Geheges bis zu seinem \u00fcberdachten Schlafzimmer, und auch w\u00e4hrend der Morgenstunden trampelte er im Schlamm umher und rollte sich darin. Max liebt den Regen sehr! Die ganze Rennerei machte ihn m\u00fcde, sodass er um 8 Uhr einschlief und erst 13 Uhr wieder aufwachte. Dann ging er in sein Schlafzimmer und verlangte nach Luzernenheu.<br \/>\nNach dem vielen Regen ist Nairobi nun sehr gr\u00fcn und sehr dicht bewachsen. Daher wird es schwerer, die Waisen zu sehen, wenn sie zum Grasen in das dichte Geb\u00fcsch laufen, und um an ihnen dranzubleiben, m\u00fcssen wir auf ihre Fu\u00dfabdr\u00fccke achten. Naseku f\u00fchrte heute ihre Gruppe an, in der noch Balguda, Enkikwe und Sirimon waren. Sie brachen gleich nach der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde in den Wald auf. Irgendwann begannen die Keeper, sie zu suchen, doch es reagierte keiner, als sie ihre Namen riefen. Kurz nach 15 Uhr tauchte Naseku mit den Jungs Sirimon und Enkikwe aus dem Geb\u00fcsch auf, doch Balguda war nirgends zu sehen; also suchten die Keeper weiter nach ihm. Dass Naseku gerade dann wieder auftauchte, zeigt das gute Ged\u00e4chtnis und Zeitgef\u00fchl, das die Elefanten haben &#8211; sie wussten, dass es Zeit f\u00fcr die n\u00e4chste Milchf\u00fctterung war. Die drei Waisen rannten zum Schlammloch und zu ihrer Milch. Als sie dort ankamen, waren die anderen Waisen allerdings bereits fertig mit der F\u00fctterung. Einige von ihnen genossen das Schlammbad, w\u00e4hrend andere in der Umgebung fra\u00dfen.<br \/>\nAm Ende der privaten Besuchsstunde war Balguda noch immer nicht aufgetaucht, und so machten sich noch mehr Keeper auf die Suche. Sie fanden ihn schlie\u00dflich in Gesellschaft von ein paar B\u00fcffeln friedlich grasend. Drei B\u00fcffelbullen grasten bei ihm, und keinen schien die Anwesenheit des Babyelefanten zu st\u00f6ren. Balguda entdeckte seine Keeper, und ihm wurde klar, dass es f\u00fcr sie nicht sicher w\u00e4re, so dicht an die B\u00fcffel heranzugehen. Also ging er zu ihnen und begleitete sie zur Waisenherde zur\u00fcck. Inzwischen war es 17 Uhr und Zeit, zu Bett zu gehen. F\u00fcr Balguda war es ein sch\u00f6ner Tag drau\u00dfen, aber er war auch sehr verst\u00e4ndnisvoll und auf die Sicherheit der Keeper bedacht! Elefanten sind wirklich die erstaunlichsten Tiere auf diesem Planeten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/27201673840-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Maxwell genie\u00dft sein Gehege<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 20. Januar 2016<\/strong><br \/>\nEs war wieder ein wunderbarer Tag f\u00fcr die Waisen. Wie \u00fcblich kamen sie aus ihren Gehegen, und die meisten waren sehr aktiv und verspielt. Sie beruhigten sich schlie\u00dflich und begannen zu grasen. Sie blieben aber in der N\u00e4he der Stallungen, da es etwas nebelig war. Kiko, Pea und Pod, sowie die kleinen Babys kommen normalerweise etwas sp\u00e4ter hinzu. Als heute die Milchf\u00fctterung n\u00e4herr\u00fcckte und alle Waisen sich versammelten, war Sokotei gar nicht gl\u00fccklich \u00fcber die Anwesenheit von Kiko in ihrer Gruppe. Kiko hatte Sokoteis Gesichtsausdruck und K\u00f6rpersprache richtig interpretiert und war bereit, als Sokotei die Ohren aufstellte und zum Angriff \u00fcberging. Als er auf ihn losjagte, eilte Kiko davon und Sokotei ihm nach. Kiko war aber viel schneller, und nachdem er eine Weile gelaufen war, drehte er sich um, um zu sehen, was Sokotei nun tat. Der drohte ihm weiter, doch Kiko dachte, er wollte mit ihm spielen. Sobald Sokotei damit aufh\u00f6rte, kehrte Kiko wieder zur Herde zur\u00fcck. Er galoppierte direkt auf Sokotei zu, um ihn zum weiterspielen zu \u00fcberreden. Sokotei rannte schreiend zu den Keepern zur\u00fcck, die ihm gegen das langhalsige Tier beistehen sollten. Das Spiel endete, als die Milchflaschen ankamen.<br \/>\nNach der Milchf\u00fctterung begannen Enkikwe und Olsekki ein Kr\u00e4ftemessen, in das nach einer Weile Sokotei eingriff, um dann bis zur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde selbst mit Enkikwe zu rangeln. Bei der Besuchsstunde machten sie mit ihren Ringk\u00e4mpfen weiter, nachdem sie die Milchflaschen geleert hatten. Als die Waisen wieder im Wald waren, forderte Alamaya Mbegu zu einer Rangelei heraus. Kauro ging dazwischen und hinderte Alamaya daran, mit Mbegu zu spielen. Sp\u00e4ter spielte er aber mit Boromoko.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/27201674830-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Alamaya, Ngilai und Kamok grasen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 21. Januar 2016<\/strong><br \/>\nEs scheint, als wollte Enkikwe in den letzten zwei Tagen mit allen ringk\u00e4mpfen. Gestern spielte er mit Sokotei und seit heute Vormittag ist Oltaiyoni dran. W\u00e4hrend die Waisenfamilie drau\u00dfen im Busch war, rannte er um alle herum und versuchte, jemanden zum Spielen zu finden. Schlussendlich \u00fcberzeugte er Oltaiyoni, die die Herausforderung annahm. W\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde zogen die beiden auch die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich, als sie ihr Spiel dort fortsetzten, sich an den R\u00fcsseln zogen, sich gegenseitig schubsten und Oltaiyoni auf Enkikwes R\u00fccken kletterte. Es war f\u00fcr die Zuschauer sehr lustig zu sehen, wie Oltaiyoni sich immer unwirsch umdrehte, wenn Enkikwe versuchte, auf ihren R\u00fccken zu klettern. Sie hinderte ihn daran, kletterte aber dann selbst auf Enkikwes R\u00fccken herum, wenn dieser auf die Knie ging. Dieses Spiel dauerte die ganze Besuchszeit \u00fcber an. Als sie aufbrachen, rannte Enkikwe vorneweg und Oltaiyoni ihm hinterher. Sie hatte ihren Kopf auf Enkikwes R\u00fccken und schob ihn von hinten.<br \/>\nW\u00e4hrend diese zwei ihre Show zeigten, spielten Kamok und Kauro mit den Besuchern an der Absperrung. Kamok war heute brav und benahm sich gut, und sie war sogar freundlich zu den Besuchern. Die anderen Waisen grasten an den f\u00fcr sie bereitgelegten gr\u00fcnen Zweigen. Roi hatte ein tolles Schlammbad, bei dem sie ihren Kopf in den Matsch steckte, w\u00e4hrend ihr Hintern in die H\u00f6he zeigte. Alamaya startete ein Forschungsprojekt: er wollte herausfinden, wieso ein kleiner, schwarzer Gegenstand wie ein Keeper sprechen konnte. Er lief um die B\u00fcsche herum, in denen die Lautsprecher versteckt waren, die f\u00fcr die \u00f6ffentliche Besuchsstunde aufgebaut werden. Alle wunderten sich, was er in diesem Busch suchte. Er streckte seinen R\u00fcssel in den Busch hinein und suchte den Keeper, der sich darin versteckt haben k\u00f6nnte. Er versuchte, ihn zu erschnuppern und ging dann einmal um den Busch herum, um besser hineinsehen zu k\u00f6nnen. Schlie\u00dflich hob er den schwarzen Kasten hoch, der wie ein Keeper sprach, um zu verstehen, was dort los war. Ein Keeper sah ihn dabei und rannte hin, um den Lautsprecher vor dem wissbegierigen Alamaya zu retten!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/27201675253-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Enkikwe, Tusuja und Lasayen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 22. Januar 2016<\/strong><br \/>\nManchmal haben sebst die h\u00f6flichsten und besterzogenen Babys schlechte Laune. Boromoko schien es heute so zu gehen und er war dabei etwas selbsts\u00fcchtig. Heute bekam jeder, der an ihm vorbei lief, egal ob kleiner oder genauso gro\u00df wie er, einen R\u00fcffel und eine Kopfnuss. Er soff gerade aus der Tr\u00e4nke, als Alamaya zu ihm kam, um ihm beim Wassersaufen Gesellschaft zu leisten. Boromoko wollte aber nicht teilen und haute ihm den R\u00fcssel an den Kopf, bevor er nach Alamayas Ohr schnappte. Alamaya schrie vor Schmerzen auf, doch Boromoko lie\u00df nicht los und so rannten sie im Kreis, bis ein Keeper Alamaya zu Hilfe kam.<br \/>\nNdotto stand allein herum und drehte sich um, um mit seinem Freund Lasayen zu spielen. Stattdessen stand aber der freche Rapa hinter ihm, und stie\u00df ihn gleich zu Boden. Rapa spielt nicht oft mit den j\u00fcngeren Waisen, aber wenn er es tut, dann spielt er nicht ganz fair. Er bevorzugt eher das Herumw\u00e4lzen im Matsch oder rollt sich auf der Erde herum, aber eher mit den \u00e4lteren und nicht mit den j\u00fcngeren Babys.<br \/>\nHeute begleitete nur einer der beiden Strau\u00dfen die Babys zur Besuchsstunde &#8211; Pea oder Pod, wir wissen es nie so recht, weil sie genau gleich aussehen. Es war das erste Mal, dass nur einer von ihnen mitkam, w\u00e4hrend der andere zur\u00fcckblieb; sonst sind sie immer zusammen unterwegs. Fr\u00fch am Morgen hatten Pea und Pod die \u00e4lteren Waisen hinausgebracht und Tamiyoi und Kiko zur\u00fcckgelassen. Als es auch f\u00fcr die beiden an der Zeit war aufzubrechen, waren die anderen Babys bereits weit in den Wald gelaufen. Kiko, der die Gesellschaft der Strau\u00dfen mag, f\u00fchlte sich einsam, weil Pea und Pod nicht da waren, und so rannte er zu den Stallungen zur\u00fcck. Die Keeper lockten ihn mit einer Flasche Milch in den Busch. Das funktionierte eine Weile, und er schloss sich Tamiyoi an. Nach nur 20 Minuten rannte er aber wieder zu den Stallungen zur\u00fcck und weigerte sich dieses Mal v\u00f6llig, wieder in den Wald hinauszugehen. Er blieb dort bis zum Abend, als er wieder in seinen Stall durfte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/27201675650-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Boromoko ist auch einmal schlecht gelaunt<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 23. Januar 2016<\/strong><br \/>\nSeit wir Kamoks Versteck bei der M\u00fcllverbrennung entdeckt haben, treibt sie nun ihr Unwesen auf dem Parkplatz. Dieses M\u00e4dchen steckt voller \u00dcberraschungen, und sie trickst immer wieder ihre Keeper aus. Sie tut so, als w\u00fcrde sie die anderen in den Wald begleiten, doch zwischendrin schleicht sie sich davon und geht zum Parkplatz. Wenn sie dort ist, spielt sie mit allem, was es dort gibt. Sie jagt Warzenschweine oder untersucht die Autos, die dort parken. Manchmal grast sie auch nur, und wenn sie h\u00f6rt, wie sich jemand n\u00e4hert, versteckt sie sich im Geb\u00fcsch und regt sich nicht, bis die Person wieder weg ist. Damit war sie heute Morgen besch\u00e4ftigt.<br \/>\nSimotua kam heute wieder etwas matt heraus. Er mied seine Freunde, und wenn sie sich ihm n\u00e4herten, ging er davon. Oltaiyoni und Mbegu versuchten ein paar Mal, ihn aufzumuntern, doch er ging immer nur von ihnen weg.<br \/>\nDupotto machte sich einen sch\u00f6nen Tag mit ihrem neuen Adoptivbaby Ngilai. Sie bereitete etwas lockere Erde f\u00fcr sich und Ngilai vor. W\u00e4hrend sie beide darin spielten und sich herumrollten, wurde Roi eifers\u00fcchtig und vertrieb sie von dem vorbereiteten Staubbad. Dupotto ging davon und nahm Ngilai mit. Sie bereitete an einem anderen Ort erneut ein Staubbad f\u00fcr sich und Ngilai vor, sodass sie weiter ihren Spa\u00df haben konnten. Sie ist eine sehr liebevolle Mini-Mama f\u00fcr den kleinen Ngilai, und er scheint in ihrer Gesellschaft absolut gl\u00fccklich zu sein.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/272016822-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die lustige, aber freche Kamok<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 24. Januar 2016<\/strong><br \/>\nHeute Vormittag beschloss Kiko, die \u00e4lteren Waisen zu besuchen, die etwas weiter drau\u00dfen im Park waren. Er lie\u00df Pea, Pod und Tamiyoi zur\u00fcck, um sie zu finden. Siangiki war nicht begeistert von seiner Anwesenheit. Sie sah ihn aus der Entfernung und behielt ihn im Auge. Als er n\u00e4her kam, wollte sie ihn verjagen. Kiko interpretierte das aber wie \u00fcblich als Spiel. Er rannte davon, versteckte sich im Geb\u00fcsch und tauchte ein paar Minuten sp\u00e4ter wieder auf. Nach ein paar Kopfsto\u00df-Versuchen, die ihn nur um wenige Zentimeter verfehlten, verstand er, dass sie nicht spielen wollte und galoppierte lieber zu seinen Freunden Pea und Pod zur\u00fcck.<br \/>\nHeute hatte Roi ein Baby ganz f\u00fcr sich allein, um das sie sich k\u00fcmmern konnte. Sie babysittete Godoma, mit der sie den ganzen Vormittag graste und spielte. Tusuja musste seinen Freund Rapa heute an Balguda und Naseku abgeben, und die drei grasten ab dem fr\u00fchen Morgen tiefer im Wald. Tusuja begleitete stattdessen Kauro, der seine Zeit normalerweise allein und abseits von den anderen verbringt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/2720168520-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kiko drau\u00dfen im Busch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 25. Januar 2016<\/strong><br \/>\nHeute entdeckten wir etwas Neues \u00fcber Tamiyoi und den kleinen Murit. Jeden Morgen, wenn alle anderen Waisen aus ihren St\u00e4llen kommen und in den Wald gehen, um ihren Tag zu beginnen, gehen diese beiden zu einem bestimmten Baum neben Maxwells Gehege und fressen die Beeren, die gerade daran wachsen. Als Tamiyoi auf dem Boden nicht genug von diesen Beeren finden konnte, streckte sie den R\u00fcssel zu den \u00c4sten hoch und versuchte, sie dort oben zu erreichen. Sie hingen aber zu hoch f\u00fcr sie. Das M\u00e4dchen zeigte dann auf ihren Keeper und zu den Zweigen hinauf. Sie schob ihn hin, und er verstand, was sie wollte &#8211; er sollte den Baum sch\u00fctteln, damit mehr Beeren f\u00fcr sie und Murit auf den Boden fallen w\u00fcrden. Die zwei kleinen Babys lieben diese Beeren sehr, und sie spenden ihnen viel Vitamin C.<br \/>\nW\u00e4hrend der 9-Uhr-F\u00fctterung drau\u00dfen im Busch machten es Roi und Siangiki den Keepern nicht leicht. Als die anderen gef\u00fcttert wurden, rannten diese beiden immer wieder zur\u00fcck und schnappten sich Flaschen von der Schubkarre. Sie rannten mit den Flaschen davon und tranken w\u00e4hrenddessen daraus. Die zwei M\u00e4dchen sind sehr gierig und dickk\u00f6pfig geworden. So etwas sehen wir sonst eher nur bei jungen Bullen!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/2720168105-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murit liebt die Beeren an Maxwells Gehege<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 26. Januar 2016<\/strong><br \/>\nAls die Waisen am fr\u00fchen Morgen aus ihren Gehegen kamen und sich gegenseitig begr\u00fc\u00dften, kam die wunderbare Solio, die jetzt als wildes Nashorn durch den Nairobi-Nationalpark streift, bei ihrem alten Zuhause vorbei. Sie machte als erstes an einem von Maxwells Toren Halt, wo er bereits auf sie wartete, um sie zu begr\u00fc\u00dfen und sich all die Neuigkeiten aus der Wildnis erz\u00e4hlen zu lassen. Sie beschnupperten sich gegenseitig, bevor sie mit den H\u00f6rnern aneinanderstie\u00dfen und fr\u00f6hlich miteinander rangelten. Sie spielten eine Weile, bis Solio schlie\u00dflich wieder im Busch verschwand. Der arme Maxwell blieb ganz aufgeregt zur\u00fcck und wollte noch weiterspielen.<br \/>\nGegen 10 Uhr wurden Pea und Pod zusammen mit den anderen Babyelefanten weiter hinaus in den Park gebracht, um dort wilde Strau\u00dfen zu treffen. Als sie an ein paar von ihnen vorbeikamen, wurden sie etwas \u00e4ngstlich und rannten zu den Keepern zur\u00fcck. Die wilden Strau\u00dfen versuchten erneut, Kontakt mit ihnen aufzunehmen, und die Keeper gingen langsam davon, damit Pea und Pod mit ihren wilden Artgenossen allein waren. Als die beiden aber bemerkten, dass die Waisen und die Keeper sich davonschlichen und sie zur\u00fccklie\u00dfen, gingen auch sie in die weiten Ebenen hinunter. P\u00fcnktlich um 12 Uhr waren sie zur\u00fcck, um die Waisen zur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde zu begleiten.<br \/>\nUm 14 Uhr wurde Kiko von einer L\u00f6win aufgeschreckt. Die Keeper entdeckten und verjagten sie. Trotzdem wurden Kiko, Tamiyoi, Pea und Pod f\u00fcr den Rest des Tages sicherheitshalber zu den Stallungen zur\u00fcckgebracht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/27201681252-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Max war sehr froh, Solio wiederzusehen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 27. Januar 2016<\/strong><br \/>\nW\u00e4hrend der heutigen \u00f6ffentlichen Besuchsstunde war es sehr hei\u00df, und alle Waisen genossen ein ausgiebiges Schlammbad &#8211; selbst die, die normalerweise nicht so gern baden, wie Frechdachs Kamok, Murit, Kauro und Balguda. Alle gingen in den Matsch, um sich abzuk\u00fchlen. Mwashoti ist ein gro\u00dfer Fan des Schlammbads und hat sich einen neuen Trick ausgedacht. Er ging in den Schlamm zur\u00fcck, als die erste Gruppe gerade aufbrechen wollte, um Platz f\u00fcr die zweite Gruppe zu machen. Als die Keeper ihn \u00fcberzeugen wollten, dem Rest der Gruppe zu folgen, kollerte er nur laut und weigerte sich komplett, den anderen hinterher zu gehen. Er ging weiter in das Schlammloch hinein, weil er wusste, dass die Keeper ihm dort hinein nicht folgen w\u00fcrden. So konnte Mwashoti im Schlammloch bleiben und mit der zweiten Gruppe zusammen weiterbaden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/27201681810-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Allgemeines Schlammbaden<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 28. Januar 2016<\/strong><br \/>\nAls die Waisen am Morgen alle in den Busch gingen, begannen Sokotei und Boromoko einen ausgiebigen Ringkampf, sodass sie von den anderen zur\u00fcckgelassen wurden. Jeder der beiden versuchte, die Oberhand zu gewinnen und als Sieger hervorzugehen. Sokotei kniete sich dazu auf seine Vorderbeine und versuchte, Boromoko umzusto\u00dfen, doch es gelang ihm nicht. Dann stellte er sich auf die Hinterbeine und versuchte, Boromoko einzusch\u00fcchtern, doch auch das funktionierte nicht. Er rannte sogar im Geb\u00fcsch umher und trampelte die Pflanzen nieder, in der Hoffnung, Boromoko w\u00fcrde aufgeben. Sie umschlangen auch ihre R\u00fcssel, um herauszufinden, wer st\u00e4rker war. Als all das nicht half, versuchte er, Boromoko auszutricksen, indem er so tat, als w\u00fcrde er ihn attackieren und gleichzeitig trompeten. Sokotei bestieg ihn aber nur, und Boromoko erschrak so, dass er floh und bei Oltaiyoni Schutz suchte. Damit war das Spiel beendet!<br \/>\nSimotua sieht inzwischen wieder besser aus. Er ist nicht mehr so matt und muss sich auch nicht mehr so h\u00e4ufig ausruhen. Er grast wieder normal und frisst ordentlich Gr\u00fcnes. Ganz anders als noch vor ein paar Tagen kann er inzwischen wieder mit \u00fcbrigen Waisen mithalten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/27201682126-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Sokotei und Boromoko spielen lange miteinander<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 29. Januar 2016<\/strong><br \/>\nFr\u00fch am Morgen gingen die Waisen verspielt hinaus in den Busch. Angef\u00fchrt von Oltaiyoni und unterst\u00fctzt von Minileitkuh Mbegu, wuselten sie im Geb\u00fcsch herum. Roi, Dupotto, Olsekki, Sirimon, Enkikwe, Balguda und die kleinen Jungs Ngilai, Ndotto und Lasayen folgten. Sie jagten alle eine ganze Weile herum und beschwerten sich \u00fcber irgendetwas, von dem die Keeper keine Ahnung hatten. Ihre fr\u00f6hlichen Spiele kamen aber zu einem abrupten Ende, als Enkikwe absichtlich den kleinen Ngilai umschubste, der nichtsahnend mit den anderen spielte. Er schrie laut auf und rappelte sich wieder auf die Beine. Die M\u00e4dchen bemerkten das, und Oltaiyoni kam sofort her\u00fcbergerannt, gefolgt von Mbegu, Dupotto, Roi und Kamok. Sie standen alle um ihn herum und tr\u00f6steten ihn. Enkikwe war inzwischen schon lange im dichten Geb\u00fcsch verschwunden, aus Furcht, f\u00fcr seine Untat bestraft zu werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/27201683112-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen drau\u00dfen und in Spiellaune<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 30. Januar 2016<\/strong><br \/>\nDrau\u00dfen im Busch schloss sich Tamiyoi heute Mbegu, Oltaiyoni, Dupotto, Roi und Kamok an. Alle genossen einen herrlichen Tag und gingen tief in den Wald, wo sie von der \u00fcppigen Vegetation fra\u00dfen. Die Waisen teilten sich in Gr\u00fcppchen auf und zogen auf eigene Faust los, was es f\u00fcr die Keeper nicht leicht machte, die ganze Horde im Auge zu behalten. Das Schlammbad war sch\u00f6n, und Siangiki hatte viel Spa\u00df dabei, sich zu w\u00e4lzen und Kamok und Roi zum Mitmachen zu \u00fcberreden. Sirimon hatte wieder einmal ein Auge auf die Milchflaschen geworfen und hoffte, dass er noch einen Nachschlag bekommen k\u00f6nnte. Er wollte die Keeper wieder austricksen, doch heute passten sie genau auf, und seine Absichten wurden schnell entdeckt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/27201683422-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Tamiyoi schlie\u00dft sich den anderen Waisen an<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 31. Januar 2016<\/strong><br \/>\nAls die Waisen am Morgen aus ihren Gehegen kamen, um in den Busch aufzubrechen, war niemand an irgendetwas anderem interessiert als so schnell wie m\u00f6glich zum Grasen zu kommen. Nur Mbegu versuchte ein paar Mal, zu den Stallungen zur\u00fcckzukehren, um die kleinen Waisen abzuholen und sie hinauszubringen. Bei ihrem letzten Versuch hatte sie Gl\u00fcck und traf auf die Babys, die gerade herauskamen. Sie begr\u00fc\u00dfte sie liebevoll und streichelte sie mit ihrem R\u00fcssel. Sie blieb bis 9 Uhr bei den kleinen, dann ging sie wieder hinaus in den Busch, wo sie ihre Milchflaschen bekam.<br \/>\nW\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde um 11 Uhr spielten Ndotto, Lasayen, Ngilai, Mbegu und Naseku sch\u00f6n zusammen im Schlamm. Ndotto und Lasayen hatten ihren Spa\u00df dabei, in der lockeren Erde herumzurollen. Ndotto kletterte auf Lasayens Stirn, was ihm viel Applaus der Besucher einbrachte. Der kleine Ngilai fand es sehr lustig, immer wieder gegen die Besucher zu sto\u00dfen, die sich freuten, wenn sie ihn anfassen konnten und f\u00fcr Fotos neben ihm posierten. Er tat das eine Weile und rannte dann zu Mbegu und Naseku, die gerade staubbadeten. Er kletterte ein wenig auf ihnen herum und rutschte ihre R\u00fccken hinunter, bevor er zur\u00fcck zu den Zuschauern rannte, die direkt hinter der Absperrung standen. Die drei kleinen Jungs waren die Helden des Tages und wurden mit ihren fr\u00f6hlichen und lustigen Spielen von den Besuchern ins Herz geschlossen. Alle hatten nach ihrem Besuch ein breites Grinsen im Gesicht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/27201683857-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mbegu mit Leitkuh Oltaiyoni<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-januar-2016\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Freitag, 1. Januar 2016 Ein neues Jahr beginnt, und die Waisen waren in froher Erwartung des neuen Jahres. Alle Babys sehen gesund und munter aus. Sie kamen aus ihren Gehegen und waren sehr verspielt. 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