{"id":7707,"date":"2016-05-03T19:28:19","date_gmt":"2016-05-03T18:28:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reaev.de\/wordpress\/?p=7707"},"modified":"2016-05-03T19:30:04","modified_gmt":"2016-05-03T18:30:04","slug":"nairobi-nursery-maerz-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-maerz-2016\/","title":{"rendered":"Nairobi Nursery M\u00e4rz 2016"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 1. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nHeute war es fr\u00fch am Morgen bereits sehr sonnig, und die Babys konnten sich ihren \u00e4lteren Artgenossen recht zeitig drau\u00dfen im Busch anschlie\u00dfen. Sie spielten alle sch\u00f6n miteinander. Nur Rapa hatte mit den \u00e4lteren M\u00e4dchen zu k\u00e4mpfen, weil diese ihn nicht zu den Kleinen lassen wollten. Immer wenn er sich einem von ihnen n\u00e4herte, wurde er von Roi, Kamok, Dupotto, Mbegu oder Oltaiyoni wieder weggeschickt. Oltaiyoni war von allen am strengsten mit ihm und nahm ihre Aufgabe, die kleinen Babys zu besch\u00fctzen, sehr ernst. Sie scheuchte ihn immer wieder zur Gruppe der \u00e4lteren Jungs Balguda, Sokotei, Enkikwe und Olsekki, die in einigem Abstand zu den \u00e4lteren K\u00fchen mit den Babys grasten. Die M\u00e4dels blieben bis zur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde bei den Babys, dann mussten sie zur F\u00fctterstelle aufbrechen, wo sie ihre Milch bekamen.<br \/>\nMurit ist wirklich ein sehr netter und h\u00f6flicher Junge, und manchmal wird er von den anderen ge\u00e4rgert. Sogar die j\u00fcngeren, wie Lasayen und Godoma, schubsen ihn manchmal herum, obwohl er \u00e4lter als sie ist! Heute bei der Besuchsstunde schob Godoma Murit von der Wassertonne weg, aus der er gerade soff. Sp\u00e4ter schubste Lasayen ihn von den Besuchern weg, mit denen er gerade spielte, sodass er beinahe hinfiel. Gl\u00fccklicherweise waren die Zuschauer und ein Keeper zur Stelle und verhinderten, dass er ganz umfiel.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/44201631736-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Rapa hat es nicht leicht mit den \u00e4lteren K\u00fchen<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 2. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nAm fr\u00fchen Morgen gegen 6:30 Uhr besuchte Solio die Stallungen. Sie n\u00e4herte sich Maxwells Gehege und versuchte, ihn mit den leichten Quietschger\u00e4uschen, die Nash\u00f6rner so von sich geben, auf sich aufmerksam zu machen. Maxwell schlief gerade, doch als er Solio h\u00f6rte, stand er eilig auf und ging dorthin, wo sie stand. Sie spielten durch die Absperrung hindurch miteinander, beschnupperten sich, sprangen im Kreis herum und rannten auf und ab. Das ging eine Weile so, bis Solio schlie\u00dflich zu ihrem alten Gehege ging. Maxwell ging in sein Schlafgehege, das an Solios altes Gehege angrenzt, sodass sie weiter kommunizieren konnten. Das dauerte aber nicht lange, denn Solio rief nach Luzernenheu, und sobald sie welches bekommen hatte, konzentrierte sie sich aufs Fressen. Nachdem sie ges\u00e4ttigt war, brach sie wieder in den Busch auf. Maxwell rannte noch ein wenig herum und rief nach ihr, doch sie war verschwunden.<br \/>\nNaseku hat sich in letzter Zeit sehr ver\u00e4ndert. Fr\u00fcher war sie still und wurde oft von den Jungs wie Lasayen und Rapa herumgeschubst, doch nun ist sie st\u00e4rker und selbstbewusster geworden. Sie ist jetzt richtig Teil ihrer neuen Waisenfamilie. Heute wehrte sie sich gegen Rapa und wies ihn in die Schranken, als er versuchte, sie zu \u00e4rgern.<br \/>\nAlle Babys sind anders, und jedes hat seinen eigenen Charakter. Siangiki hat auch ihren eigenen Kopf und k\u00fcmmert sich nie darum, die anderen Waisen anzuf\u00fchren. Trotz ihres Alters und Geschlechts ist sie auch nicht besonders f\u00fcrsorglich mit den j\u00fcngeren Waisen und bringt nie eine Gruppe zur Milchf\u00fctterung oder in den Busch hinaus. Sie l\u00e4uft immer hinten mit und bleibt manchmal sogar hinter den Keepern zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/44201632151-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Maxwell spielt durch die Gehegeabsperrung mit Solio<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 3. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nDie meisten der \u00e4lteren Jungs scheinen gelegentlich auf Kauro eifers\u00fcchtig zu sein, doch niemand wei\u00df so richtig, warum eigentlich. Kauro meidet h\u00e4ufig die \u00e4lteren Bullen, denn sie versuchen, ihn zu erwischen und zu schubsen. Drau\u00dfen im Busch spielte er heute nett mit Boromoko, als Enkikwe und Olsekki herankamen und versuchten, die beiden zu trennen. Sie liefen in verschiedene Richtungen auseinander, und die beiden St\u00f6renfriede jagten hinter Kauro her. Die Keeper griffen ein, damit sie damit aufh\u00f6rten. Von den Jungs k\u00f6nnen nur Balguda und Boromoko freundlich mit ihm spielen, manchmal auch Mwashoti.<br \/>\nAm Nachmittag gab es Aufregung, als Kiko mit den Babys sowie Pea und Pod die \u00e4lteren Waisen besuchten. Die Herde graste im Busch um das Schlammbad herum. Sirimon sah sie aus der Ferne n\u00e4herkommen, als er gerade Warzenschweine herumjagte. Kaum hatte er Kiko gesehen, der den anderen vorneweg lief, stand er still und stellte seine Ohren auf, um Kiko zu beeindrucken. Die kleine Giraffe lief direkt auf ihn zu, und kein Kollern und Trompeten von Sirimon hielt Kiko auf. Daraufhin floh Sirimon, um Hilfe schreiend, ins Geb\u00fcsch. W\u00e4hrend die Keeper noch herzlich lachten, kamen Ndotto und Mbegu hervor, um die kleinen Babys zu begr\u00fc\u00dfen. Ndotto brachte einige von ihnen zu Mwashoti, der auch gekommen war, um Hallo zu sagen, und Mbegu k\u00fcmmerte sich um Tamiyoi.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/44201632516-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kauro grast im Geb\u00fcsch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 4. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nVon allen Waisen liebt Mbegu vermutlich Ndotto am meisten. Sie erlaubt ihm sogar, ihr Futter aus dem Mund zu nehmen, was sonst niemand darf. Diese zwei verbrachten heute eine sch\u00f6ne Zeit zusammen im Wald. Mbegu streckte sich und pfl\u00fcckte die hohen Bl\u00e4tter, um auf ihnen herumzukauen, und Ndotto nahm sie ihr danach aus dem Mund. Als Godoma sich ihnen anschlie\u00dfen wollte, ging Mbegu zu einem anderen Baum. Sp\u00e4ter hatte auch Kauro viel Spa\u00df mit Lasayen und Ndotto. Die zwei guten Freunde spielten im lockeren Geb\u00fcsch Verstecken, als Kauro sich ihnen anschloss. Kauro wei\u00df, wie man mit den kleineren Bullen spielt und lud sie zu einer Rangelei ein. Er tat so, als h\u00e4tten die kleinen ihn besiegt, dann forderte er sie wieder heraus und rannte davon &#8211; und sie ihm ins Geb\u00fcsch hinterher. Ndotto und Lasayen waren begeistert von den Ringkampf-Lektionen, die ihnen Kauro heute beibrachte.<br \/>\nDas Vertrauen der Waisen in ihre Keeper ist wunderbar. Egal, was ihnen Sorge bereitet, sie vertrauen immer auf die Hilfe ihrer Keeper. Als die \u00e4lteren Waisen heute bei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde waren, begannen Affen, in den gro\u00dfen B\u00e4umen ringsum zu spielen. Das war mit viel Geschrei verbunden, sodass die Waisen und die Besucher unruhig wurden. Alle Babys rannten schutzsuchend zu den Keepern, und die Besucher f\u00fcrchteten, die Elefanten w\u00fcrden sie in ihrer Panik umrennen. Doch alles war gut, und die Keeper konnten die Elefanten beruhigen. Die einzigen, die sich nicht f\u00fcrchteten, waren Kamok und Simotua, die nicht zur\u00fcckwichen und die Herde verteidigten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/44201633448-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ndotto f\u00fchrt die Gruppe an<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 5. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nNicht alle Waisen verstehen den Funk; einige aber werden hellh\u00f6rig und verhalten sich dann so, als w\u00fcrden sie die Zeit genau kennen. Heute Morgen gegen 8 Uhr testete jemand das Funkger\u00e4t, und Simotua mit seinem geschwollenen Bein f\u00fchrte f\u00fcnf seiner Freunde an, um zur Milchf\u00fctterung zu gehen, als ob es F\u00fctterzeit w\u00e4re. Er hatte das falsch verstanden und brach auf &#8211; gefolgt nat\u00fcrlich von der gierigen Roi, und von Dupotto, Ndotto, Godoma und Mwashoti. Als sie zur F\u00fctterstelle im Wald kamen und dort niemand zu sehen war, gingen Dupotto und Godoma erst einmal zum Schlammloch. Als sie dort auch keine Milch vorfanden, begann Dupotto zu schreien. Mwashoti kam danach an und war auch nicht begeistert, sodass auch er lautstark nach Milch verlangte. Die Keeper versuchten, sie zu beruhigen, und Dupotto h\u00f6rte auch auf sie, doch Mwashoti wollte nicht wieder in den Wald zur\u00fcck. Er musste erst von den Keepern in die richtige Richtung geschoben werden. Inzwischen dauerte es nicht mehr lange, bis es tats\u00e4chlich Zeit f\u00fcr die Milch war und das richtige Funksignal zu h\u00f6ren war. Zwei Elefanten mit besserem Zeitgef\u00fchl, Sokotei und Kauro, fingen dann an, die anderen zur Milchf\u00fctterung im Wald zu bringen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/44201633937-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Simotua drau\u00dfen im Busch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 6. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nEs ist interessant zu sehen, wie selbst die j\u00fcngeren Waisen wie Tamiyoi bereits sehr viel wissen und sich an so einiges erinnern k\u00f6nnen. Zum Beispiel wissen sie, wo die Milch zubereitet wird und wo sie gef\u00fcttert werden. Als Tamiyoi heute Morgen aus dem Gehege kam, ging sie nicht in den Wald, sondern dorthin, wo die Milch gemischt wird. Ihr Keeper rief immer wieder nach ihr, doch sie beachtete ihn nicht und lie\u00df sich nicht von ihrem Vorhaben abbringen. Zuerst dachten wir, sie w\u00fcrde ihre Freunde bei den vorderen St\u00e4llen suchen, doch sie ging weiter bis zur Milchzubereitungs-Stelle. Dort angekommen streckte sie ihren R\u00fcssel aus und schnupperte \u00fcberall herum. Schlie\u00dflich stand sie ganz still und r\u00fchrte sich nicht vom Fleck. Wir verstanden, was sie wollte, und bereiteten ihr etwas Milch zu, die sie auf der Stelle bekam. Danach folgte sie brav ihrem Keeper in den Wald.<br \/>\nGegen 14:30 Uhr machte es Simotua ganz \u00e4hnlich wie Tamiyoi. Er kehrte fr\u00fcher nach Hause zur\u00fcck und suchte in seinem Gehege nach Milch. Als er in den Wald zur\u00fcckgeschickt wurde, weigerte er sich. Erst als um 15 Uhr die Milch fertig war, folgte er der Schubkarre in den Wald zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/44201634234-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die kleine Tamiyoi ist schon sehr schlau<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 7. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nBei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde gab es heute einiges Chaos, als ein Warzenschweinbaby seine Mutter aus den Augen verlor. Die Sonne stand hoch am Himmel, und die Warzenschweine hatten sich im Schlamm gew\u00e4lzt, bevor die Babys zu ihrer Milchf\u00fctterung kamen. Als die Waisen herunterkamen, trockneten sich die Warzenschweine gerade mit ihrer Mutter an den Felsen, mitten auf dem Weg, den die Waisen nahmen. Naseku und Godoma gingen vorneweg, und als sie die Warzenschweine vor sich sahen, nahmen sie einen anderen Weg. Murit kam als n\u00e4chstes; er versuchte, sie zu verjagen, doch sie beachteten ihn gar nicht. Alle anderen Babys ignorierten sie, bis Mwashoti ankam. Er wollte partout nicht zur Milchf\u00fctterung weitergehen, bevor er nicht die ungebetenen G\u00e4ste vertrieben hatte. Er scheuchte sie in alle Richtungen davon und die, die sich wehrten, bekamen eins mit dem R\u00fcssel verpasst. Er trompetete und stellte die Ohren auf, sodass die Warzenschweine um ihr Leben rannten! Einige der Zuschauer bekamen Angst vor den panischen Warzenschweinen, die ihnen nun zwischen den Beinen herumrannten. Die Situation eskalierte, als zwei Warzenschweinbabys ihre Mutter aus den Augen verloren und auf das Schlammbadgel\u00e4nde gerieten. Lasayen, Rapa und Tusuja jagten die Ferkel herum, und diese wussten nicht mehr wohin, denn es war sehr voll und die Besucher versperrten ihnen den Weg. Schlie\u00dflich flohen sie in das Schlammloch. Die Mutter fand irgendwann einen Weg zur\u00fcck, wurde dann aber von Roi und Mbegu aufgehalten. Die Keeper hatten alle H\u00e4nde voll zu tun, um die Situation wieder in den Griff zu bekommen! Schlie\u00dflich gelang es ihnen, die Ferkel zu retten und gleichzeitig die Waisen wieder zu beruhigen. Die Warzenschweine machten sich mit ihrer Mutter davon.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/44201634734-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Godoma auf dem Weg zur Milchf\u00fctterung<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 8. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nWie bei Menschenkindern auch, verhalten sich junge Elefantenbullen wie Jungs und die kleinen K\u00fche wie M\u00e4dchen. Alamaya war heute schlecht gelaunt und benahm sich wie die etwas r\u00fcpelhafteren Jungs. Den ganzen Tag \u00fcber forderte er Mwashoti zum Kr\u00e4ftemessen heraus. Immer, wenn er an einem anderen Baby vorbeikam, das gerade auf dem Boden spielte, kletterte auf dessen R\u00fccken. Einmal hatte er allerdings Pech, denn er erwischte Mbegu und Oltaiyoni, die sich in der Erde herumrollten. Er fing an, auf Oltaiyonis R\u00fccken zu klettern, was ihr gar nicht gefiel. Sie stand sofort auf und piekste ihm mit ihren kr\u00e4ftigen Sto\u00dfz\u00e4hnen in den Hintern, um ihn wegzuscheuchen. Der schwanzlose Junge rannte davon und schrie laut auf; ein Keeper kam ihm zu Hilfe, allerdings war Oltaiyoni nicht gleich zu stoppen.<br \/>\nDie Waisen bildeten heute wieder interessante, neue Gr\u00fcppchen. Kamok kommt normalerweise nicht so gut mit Olsekki und Enkikwe aus, doch heute gegen 14 Uhr zog sie mit den beiden Jungs und ihrem Liebling Ngilai los in den Busch. Die vier waren dann f\u00fcr fast drei Stunden verschwunden. Die Keeper suchten \u00fcberall nach ihnen, bis es beinahe Zeit war, nach Hause zur\u00fcckzukehren. Da kam die kleine Gruppe unvermittelt aus dem Geb\u00fcsch, bereit, nach Hause zu gehen!<br \/>\nW\u00e4hrend des Tages kehrte Kiko dreimal zu den Stallungen zur\u00fcck. Jedes Mal suchte er entweder nach Milch oder fra\u00df von der Akazie neben Edwins B\u00fcro. Nur einmal versuchte er, in seinen Stall zur\u00fcckzukehren, doch die T\u00fcr war geschlossen, sodass er nicht hineingehen konnte. Als es dann aber am Abend Zeit war, nach Hause zu kommen, weigerte er sich, bis er eine Milchflasche gebracht bekam und sein Keeper ihn damit hineinlocken konnte. Diese Giraffe hat ihren eigenen Kopf!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/44201635211-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Alamaya war heute schlecht gelaunt<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 9. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nDie Babys lieben ihre h\u00e4ngende Decke und lassen nichts und niemanden an sie heran, weder Warzenschweine noch die anderen Waisen. Murit mag die Decke auch noch immer, und er ging von seiner Gruppe zu den Babys hin\u00fcber, aber auf der anderen Seite der Decke. Eines der Babys merkte es und verpasste ihm durch die Decke eine Kopfnuss! Murit zog sich zur\u00fcck und lie\u00df die Babys mit ihrer Decke allein. Ngilai kam auch zur Decke, als er den L\u00e4rm der Warzenschweinbabys h\u00f6rte. Er vertrieb die Warzenschweine schlie\u00dflich von der Babygruppe und der Decke, und sie verschwanden im Busch. Er wollte dann aber nicht zur\u00fcckgehen, ohne selbst noch ein wenig an einer Ecke der Decke genuckelt zu haben, als w\u00e4re er noch ein kleiner Junge. Die kleinen Babys wollten ihn aber nicht dabei haben und versuchten, ihn zu verjagen. Ngilai kann auch ruppig werden und wollte schon zur\u00fcckschubsen, doch die Keeper ermahnten ihn, bevor er dazu ansetzen konnte. Er rannte dann in den Wald zu seinen grasenden Freunden zur\u00fcck, und die Babys hatten endlich Ruhe mit ihrer Decke.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/44201635927-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Babys und ihre Decke<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 10. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nHeute gab es viel Aufregung in der Gruppe der \u00e4lteren Waisen nach der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde. Als sie vom Schlammbad aufbrachen, wurde Oltaiyoni zur\u00fcckgelassen. Sie rannte ihnen dann nach, um sie einzuholen, und trompetete mit aufgestellten Ohren. Kauro und Siangiki folgten ihr sofort in gleicher Art und Weise. Alle waren aufgeregt und rannten tr\u00f6tend herum, wie es ihre Anf\u00fchrerin vormachte. Nur Boromoko blieb ruhig, da er es niemals eilig hat. Pea und Pod fra\u00dfen gerade in der N\u00e4he Gras, und Olsekki erwischte einen von ihnen mit seinem R\u00fcssel. Die zwei Strau\u00dfen flohen zur Babygruppe, und Olsekki rannte ihnen hinterher. Er schaffte es aber nat\u00fcrlich nicht, sie einzuholen, da sie sehr schnell rennen k\u00f6nnen. Als dann pl\u00f6tzlich alle \u00e4lteren Waisen zu den j\u00fcngeren Babys rannten, erschreckten sich diese und flohen schreiend zu ihren Keepern. Die Babys mussten vor der ganzen Aufregung in Sicherheit gebracht werden, da Olsekki, Enkikwe und Sokotei etwas zu ruppig mit ihnen waren. Balguda besch\u00fctzte einige von ihnen; er zog sie an sich heran, damit sie nicht einen R\u00fcssel von den wilderen Jungs abbekamen. Auch Kiko blieb nicht verschont; Enkikwe jagte ihm hinterher und versuchte, ihn von der Elefantengruppe zu trennen. Kiko wei\u00df sich aber zu verteidigen und trat nach jedem aus, der ihn bedrohte. Schlie\u00dflich mussten die Keeper die Babys von den \u00e4lteren Waisen wegbringen, da diese heute einfach zu st\u00fcrmisch waren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/44201641537-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Oltaiyoni kommt aus dem Schlammbad gerannt<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 11. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nAls sich die Waisen heute Morgen dem Wald n\u00e4herten, rannten Kauro und Boromoko im Geb\u00fcsch herum, rangelten und trampelten die B\u00fcsche um. Ihr Spiel lockte auch Sokotei und Enkikwe an, die fr\u00f6hlich mitmachten. Sie jagten trompetend herum, ehe sie ebenfalls zum Kr\u00e4ftemessen \u00fcbergingen. Das Spiel nahm aber eine unverhoffte Wendung, als sich Sokotei und Enkikwe Kauro und Boromoko zuwandten und die beiden besteigen wollten! Kauro und Boromoko versuchten, sie absch\u00fctteln, und rannten dann, um Hilfe schreiend, davon. Ihr Geschrei rief dann Leitkuh Oltaiyoni auf den Plan, die angerannt kam, um herauszufinden, was los war. Sie sah, wie Kauro von Sokotei und dahinter Boromoko von Enkikwe gejagt wurde. Als Sokotei und Enkikwe Oltaiyoni n\u00e4herkommen sahen, \u00e4nderten sie schnell die Richtung und verkr\u00fcmelten sich in die B\u00fcsche. Ihnen war klar, dass sie f\u00fcr ihren Unsinn bestraft werden w\u00fcrden. Oltaiyoni ermahnte sie, indem sie ihnen die Sto\u00dfz\u00e4hne zeigte, die Ohren aufstellte und dazu trompetete. Das veranlasste Sokotei und Enkikwe, sich noch weiter in die B\u00fcsche hinein zur\u00fcckzuziehen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/44201642724-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Boromoko spielte heute ein lustiges Spiel<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 12. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nMurit und Simotua verbrachten heute den Tag bei der Babygruppe. Murit ist sehr h\u00f6flich und nett zu den Babys, wenn er bei ihnen ist. Nachdem die Babys heute ihre 9-Uhr-Milch bekommen hatten, legte sich Murit auf den Boden und rollte sich herum, damit die Kleinen mit ihm spielen konnten. Sie machten alle mit und kletterten fr\u00f6hlich auf ihm herum. Sie rutschten an ihm herunter, w\u00e4hrend die Keeper Erde auf sie warfen, um ihre Haut einzustauben. Kerio stand an der Seite und staubbadete f\u00fcr sich. Simotua ist immer vorsichtig mit seinem verletzten Bein und graste neben ihnen. Er wollte nicht so weit laufen wie die \u00e4lteren und draufg\u00e4ngerischen Jungs es tun w\u00fcrden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/44201643231-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murit verbrachte den Tag bei den Babys<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 13. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nAls heute die erste Gruppe zu ihrer Mittagsmilch rannte, waren Lasayen, Ndotto, Godoma, Murit und Ngilai ganz vorne mit dabei. Lasayen rannte wie \u00fcblich vorneweg und wollte sich partout nicht \u00fcberholen lassen. Als sie sich der F\u00fctterstelle n\u00e4herten, versuchten Godoma und Ngilai, vorbei zu kommen, doch Lasayen schubste Godoma, die auf Ngilai fiel, der wiederum mit dem Gesicht vorneweg umfiel und lauf aufschrie. Lasayen blockierte weiterhin den Weg zum Schlammbad, was nun auch die Besucher sahen. Sie staunten \u00fcber diesen dickk\u00f6pfigen kleinen Elefanten! Selbst Lasayens bester Freund Ndotto kam nicht an ihm vorbei; Lasayen stellte sogar zur Warnung seine Ohren auf, sodass Ndotto lieber vorsichtig war. Die Keeper gingen hin\u00fcber und ermahnten Lasayen, dass er den anderen Platz machen sollte, und so kamen dann endlich alle Waisen zu ihren Flaschen.<br \/>\nNaseku wird auch langsam gierig und macht Probleme, wenn es Milch gibt, besonders wenn sie ihre Flasche vor den anderen bekommt. Wenn sie fertig getrunken hat, dann \u00e4rgert sie alle, die noch immer trinken. Die Keeper ermahnen sie, doch sie kommt immer wieder zur\u00fcck und versucht in der N\u00e4he der Schubkarre mit der Milch ihr Gl\u00fcck. Heute tat sie das auch wieder und kniete sich sogar hin, damit die Keeper sie nicht sehen konnten, als sie mit ihrem R\u00fcssel an einer der Flaschen nuckelte! Als sie einen Keeper n\u00e4herkommen sah, schrie sie laut auf, weil sie nicht weggeschickt werden wollte. Sie entwickelt sich zu einem ganz speziellen Fr\u00fcchtchen!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/4420164460-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lasayen ist ganz vorne mit dabei, wenn es zur Milchf\u00fctterung geht<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 14. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nDer Tag begann bei sehr blauem Himmel, was hei\u00dfes Wetter ank\u00fcndigte. Wie \u00fcblich kamen die Elefanten aus ihren Gehegen und konnten es kaum erwarten, den neuen Tag zu beginnen. Gegen 8:30 Uhr brach die arme Kerio drau\u00dfen zusammen. Obwohl sie seit ihrer Ankunft gut frisst, ist sie doch noch immer sehr d\u00fcnn und schwach. Wir nahmen sofort Blut zum testen und sahen, dass sie recht niedrige Blutzuckerwerte hatte, sodass sie an eine Infusion gelegt wurde. Nach kurzer Zeit war sie wieder auf den Beinen und schaute sich nach ihrer Milchflasche um, die sie dann gl\u00fccklich trank. Den Rest des Tages machte sie wieder einen kr\u00e4ftigeren Eindruck, und sie graste mit ihren neuen Freunden.<br \/>\nAuch die Gesundheit von Simotua macht uns gro\u00dfe Sorgen. Er legt sich \u00f6fter hin, und sein Bauch bereitet ihm wohl gro\u00dfe Schmerzen. Wir entdeckten gegen 11 Uhr, dass er nicht mehr bei der Babygruppe war, sondern unter einem Busch lag und nicht wieder aufstehen konnte. Die Keeper halfen ihm hoch, und er lief herum und trank sogar seine Milch. Gegen 14 Uhr wurde er aber wieder schw\u00e4cher und st\u00fcrzte. Die Keeper halfen ihm erneut auf die Beine, doch nun konnte er nicht mehr alleine stehen. Seit seiner Ankunft im Waisenhaus litt der arme Simotua sehr an seinen Verletzungen. Vor kurzem ist sein Bein deutlich angeschwollen und sein Magen macht auch Probleme. Gegen 16 Uhr holten wir einen Pickup, der Simotua zu den Stallungen zur\u00fcckbrachte, da die Keeper nicht stark genug waren, um ihn zu tragen. Er wurde die ganze Nacht an eine Infusion mit Hartmann-L\u00f6sung gelegt, um seinen Fl\u00fcssigkeitshaushalt zu stabilisieren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/4420164490-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Die Waisen an einem hei\u00dfen Tag im Busch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 15. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nDem armen Simotua ging es heute Morgen nicht viel besser. Er war die ganze Nacht an einer Infusion, und sein Blutbild zeigte keine besonderen Auff\u00e4lligkeiten. Er lag noch immer und konnte nicht aufstehen, und sein Magen macht ihm offenbar weiter gro\u00dfe Probleme, gerade so als h\u00e4tte er eine Elefanten-Kolik. Er verlangt aber auch im Liegen nach seiner Milch und Gr\u00fcnfutter, daher hoffen wir, dass er sich wieder erholt. Da es f\u00fcr gro\u00dfe S\u00e4ugetiere nicht gut ist, wenn sie l\u00e4ngere Zeit liegen, legten wir ihm eine Schlinge um den Bauch, um ihn so auf den Beinen zu halten. Mit einem kleinen Gabelstapler hoben wir ihn hoch, so dass er stand. So konnte er stehen und nach ein paar Minuten sogar etwas herumlaufen! Nach einer Stunde schien er kr\u00e4ftig genug zu sein, um aus seinem Gehege zu kommen und vom Geb\u00fcsch daneben zu fressen.<br \/>\nBei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde w\u00e4lzten sich die Waisen ausgiebig, da es sehr hei\u00df war. Mwashoti, Tusuja, Godoma, Mbegu und Rapa hatten viel Spa\u00df, und Godoma tauchte tief in den Schlamm ein und streckte ihren kleinen R\u00fcssel in die H\u00f6he, w\u00e4hrend sie spielte. Tusuja und Mwashoti vergn\u00fcgten sich auch, und Mwashoti kratzte sich die Hinterbeine an Tusujas Kopf, als dieser sich ans Ufer gelegt hatte. Alle Besucher und Schulkinder waren begeistert, die lustigen Eigenheiten der Elefanten zu sehen und wie sehr sie sich doch unterscheiden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/44201692040-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ndotto ist ein lustiger Elefant<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 16. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nLasayen sah heute etwas matt aus und spielte nicht so viel mit seinem Freund Ndotto. Er hielt sich viel bei seinen Keepern auf und fra\u00df nicht so gut, aber seine Milchflasche mochte er noch immer sehr. Ndotto leistete ihm etwas Gesellschaft und versuchte, mit ihm zu spielen, doch Lasayen war nicht so recht danach. Als Ndotto sich damit abgefunden hatte, dass sein bester Freund nicht so in Spiel-Stimmung ist, forderte er stattdessen Ngilai zum Ringkampf heraus und freundete sich mit diesem kleinen Jungen an. Sie spielten eine ganze Weile zusammen, und Ndotto verhielt sich sehr fair gegen\u00fcber seinem neuen Sparringpartner. Lasayens Blut wurde untersucht, aber wir fanden keine Anzeichen von Infektionen oder anderen Problemen. Er wurde aber trotzdem etwas behandelt, damit es ihm schnell besser geht.<br \/>\nW\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde k\u00fchlten die Waisen sich im Schlamm ab und zeigten dabei ein paar tolle Spiele. Enkikwe, Sokotei, Boromoko, Sirimon und Kauro stapelten sich alle bei dem gierigen Olsekki, der mitten im Schlammloch lag. Sie spielten ein Rugby-artiges Spiel, das die Besucher sehr lustig fanden. Alamaya bespritzte die Zuschauer mit Schlamm, w\u00e4hrend diese die Spiele von Olsekki und seinen Kumpanen fotografieren wollten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/4420165758-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Lasayen f\u00fchlt sich nicht besonders<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 17. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nAls die Waisen fr\u00fch am Morgen aus ihren Gehegen kamen, standen Oltaiyoni, Mbegu, Naseku, Sokotei, Roi und Siangiki eine Weile vor Simotuas Gehege. Der arme Simotua begr\u00fc\u00dfte sie mit tiefem Kollern, als er sie h\u00f6rte. Oltaiyoni antwortete ihm kollernd, doch er war zu m\u00fcde, um noch einmal zu antworten, da er eine sehr unruhige Nacht hinter sich hatte. Oltaiyoni und ihre Freunde brachen auf, nachdem sie sich damit abgefunden hatten, dass Simotua sich ihnen heute wohl nicht anschlie\u00dfen w\u00fcrde.<br \/>\nAls die \u00e4lteren Waisen im Busch zur Milchf\u00fctterung hinunter rennen durften, waren Balguda, Boromoko, Siangiki, Kauro und Alamaya die ersten. Bevor sie das offene Gel\u00e4nde erreicht hatten, wo die Milchflaschen auf sie warteten, versperrten Balguda und Boromoko, die es sonst eigentlich nicht so eilig mit ihrer Milch haben, dem Rest der Gruppe den Weg. Alamaya, Kauro und Siangiki protestierten laut, sodass die Keeper zu ihnen laufen und die beiden \u00e4lteren Jungs ermahnen mussten. Kauro, Alamaya und Siangiki rannten dann mit H\u00f6chstgeschwindigkeit an ihnen vorbei und kollerten dabei; keiner von ihnen wollte zuletzt bei den Milchflaschen ankommen. Die Schulkinder schrien auf, als sie die gro\u00dfen Elefanten so schnell auf sich zurennen sahen. Die Keeper konnten die Kinder davon \u00fcberzeugen, dass sie nicht in Gefahr waren, denn die Waisen sind sehr nett zu Menschen. Die Kinder beruhigten sich und genossen es dann zuzusehen, wie Kauro und Siangiki ihre Flaschen selbst halten k\u00f6nnen.<br \/>\nEs war ein trauriger Nachmittag, denn wir verloren den armen, leidenden Simotua. Sein Zustand wurde gegen 16 Uhr noch einmal deutlich schlechter, und obwohl wir alles versuchten, um sein Leben zu retten, hatten wir keinen Erfolg. Schlie\u00dflich mussten wir uns geschlagen geben und der Natur ihren Lauf lassen. Er wird von seiner menschlichen Familie und den anderen Waisen schmerzlich vermisst werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/4420165149-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Balguda in der ersten Gruppe auf dem Weg zur F\u00fctterung<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 18. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nAls Kiko, Pea und Pod heute aus ihrem Stall kamen, folgten sie ihrem Keeper in den Busch. Pea und Pod breiteten ihre Fl\u00fcgel aus und rasten pl\u00f6tzlich an Kiko und dem Keeper vorbei. Kiko folgte ihnen und rannte mit ihnen weit in den Busch hinein. Schlie\u00dflich hielten Pea und Pod an und drehten sich lustig im Kreis, w\u00e4hrend Kiko sich neben ihnen aufbaute und von oben herab zusah. Einer der Strau\u00dfen drehte sich aber zu schnell und fiel um, was Kiko Angst machte, sodass er zu seinem Keeper zur\u00fccktrabte, der sie aus der N\u00e4he beobachtete. Als er bei den Keepern ankam, die mit den Babyelefanten drau\u00dfen waren, machte er auf dem Absatz kehrt und ging zu den Strau\u00dfen zur\u00fcck, die noch immer ihren Spa\u00df hatten. Unterwegs kam er an ein paar Warzenschweinen vorbei, die tags\u00fcber immer in der N\u00e4he der Waisen grasen. Er flitzte durch das Gr\u00fcppchen hindurch und scheuchte sie auf, indem er mit Vorder- und Hinterbeinen austrat.<br \/>\nDer kleine Lasayen hatte in den letzten paar Tagen eher matt und nicht so verspielt ausgesehen, doch heute w\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde war er wieder ganz der Alte. Er spielte mit Dupotto; als sie sich zum Staubbad hinlegte, kletterte auf ihr herum und rutschte ihr den R\u00fccken herunter. Dann machte auch noch sein bester Freund Ndotto mit. Er legte seine Vorderbeine auf Lasayens Kopf, wor\u00fcber die Besucher und die Schulkinder herzlich lachten. Die zwei Jungs sind wieder ganz in ihrem Element mit ihren ausgelassenen Spielen, die die Zuschauer sehr lieben und mit viel Applaus bedacht werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/44201652146-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kiko mit Pea und Pod<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 19. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nBei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde hatten Godoma und Murit heute ihren Spa\u00df im Schlamm. Godoma spielte und zog an Murits Hinterbeinen, als dieser aus dem Schlammbad gehen wollte. Dadurch rutschte er in den Matsch zur\u00fcck und Godoma konnte sich an ihm kratzen! Als die Keeper sie ermahnen wollten, nicht zu ruppig mit Murit umzugehen, tat sie so, als wollte sie sie verjagen und bespritzte sie mit Schlamm. Ngilai machte sich unterdessen den Spa\u00df und rannte an der Absperrung herum, wobei er immer wieder gegen die Besucher stie\u00df und sie mit Schlamm beschmierte. Viele wichen zur\u00fcck, um nicht matschig zu werden, doch andere genossen es, so nahe bei einem Elefanten zu sein. Ngilai ist inzwischen richtig verspielt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/44201694755-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Godoma hat viel Spa\u00df<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 20. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nDrau\u00dfen im Busch bereiteten sich die Waisen auf ihre 9-Uhr-F\u00fctterung vor. Enkikwe und Sokotei forderten sich gegenseitig heraus, weil jeder beweisen wollte, dass er der st\u00e4rkste Bulle in der Waisenherde ist. Das ist typisch f\u00fcr die jungen Bullen. Ihre Rangelei dauerte so lange, dass ihre Freunde schon l\u00e4ngst die Milchflaschen genossen und die Keeper erst kommen und sie zum Aufh\u00f6ren \u00fcberreden mussten. Sogar als sie endlich zu ihrer Milch rannten, war es noch nicht vorbei &#8211; sie blieben auf halbem Wege stehen und begannen erneut zu rangeln. Als sie schlie\u00dflich ihre Milchflaschen tranken, war das Kr\u00e4ftemessen wohl beendet, und nach der Milch kehrten sie ohne weiteren Kampf zu den anderen Waisen zur\u00fcck.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/4420165354-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Enkikwe spielte heute lange mit Sokotei<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 21. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nHeute war ein \u00e4u\u00dferst stressiger Tag, denn wir mussten zu zwei Rettungen ausr\u00fccken. Zuerst wurden wir gegen 9 Uhr morgens von Samburu im Namunyak-Schutzgebiet informiert, dass das dortige Personal einen Babyelefanten aus einem Wasserloch gerettet hatte, in dem er stecken geblieben war. Sie hatten uns nun am darauffolgenden Tag kontaktiert, damit wir das Baby abholen und in die Sicherheit des Waisenhauses bringen konnten. Es kam gegen 14 Uhr bei uns an und ist ein junger Bulle, der wir Joto genannt haben, da es bei seiner Rettung in Nord-Kenia sehr hei\u00df war. Sein Gesundheitszustand schien in Ordnung zu sein, und er hatte keine \u00e4u\u00dferen Verletzungen.<br \/>\nGegen Mittag erhielten wir einen weiteren Rettungsnotruf aus Tsavo. Ein Team aus drei Keepern brach auf, um das Kalb abzuholen, das bereits in den fr\u00fchen Morgenstunden von KWS-Wildh\u00fctern gesichtet worden war. Das Kalb war ohne seine Mutter oder andere Familienmitglieder in der Sobo-Gegend gefunden wurden. Wir wissen nicht, wie es verwaist ist, vermuten aber, dass der Mensch-Wildtier-Konflikt die Ursache ist. Gegen 15 Uhr wurde dieser kleine Bulle zum Waisenhaus geflogen, wo er gegen 17 Uhr ankam. Er ist etwas \u00e4lter als der Waise, der am Vormittag gerettet wurde, und auch ihm ging es einigerma\u00dfen gut. Er ist noch etwas aggressiv, was normal ist f\u00fcr sein Alter und daf\u00fcr, dass er von seiner Familie getrennt wurde. Wir haben ihn Galla genannt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 22. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nSowohl Joto als auch Galla hatten eine friedliche erste Nacht im Waisenhaus. Sie genossen die liebevolle F\u00fcrsorge und Aufmerksamkeit ihrer menschlichen Familie wie auch ihrer neuen Waisenfamilie. Galla konnte die ganze Nacht mit seinen Nachbarn Olsekki und Enkikwe kommunizieren und sie ber\u00fchren. Sie beruhigten ihn und gaben ihm das Vertrauen, das er braucht, um sich an sein neues Leben zu gew\u00f6hnen. Galla blieb heute noch in seinem Gehege, da er noch nicht bereit ist, mit den anderen Waisen hinauszugehen. Weil er etwas \u00e4lter ist, braucht er noch ein wenig Zeit, um sich einzugew\u00f6hnen und die Keeper und seine neue Umgebung kennenzulernen. Die \u00e4lteren Waisen, insbesondere Mbegu und Oltaiyoni, begr\u00fc\u00dften das neue Baby aber sehr erfreut. Sie nahmen ihn zwischen sich, und es war sch\u00f6n zu sehen, dass selbst der sonst so ruppige Enkikwe den neuen Waisen liebevoll in Empfang nahm. Er legte sich sogar hin, und der Neuling konnte ihn ber\u00fchren und seinen kleinen R\u00fcssel auf Enkikwes Kopf legen. Die Keeper behielten den sonst st\u00fcrmischen Enkikwe aber die ganze Zeit gut im Auge.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/44201695245-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Neuling Joto<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 23. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nKaum waren die Waisen heute Morgen im Busch angekommen, begannen die Bullen wieder mit ihren \u00fcblichen Rangeleien. Mwashoti spielte mit Tusuja. Rapa h\u00e4ngt immer noch sehr an Tusuja, und als er sah, wie dieser mit Mwashoti k\u00e4mpfte, kam der kleine Junge trompetend angerannt und zertrampelte die B\u00fcsche neben den beiden Jungs. Das spornte Tusuja noch mehr an, aber Mwashoti wehrte sich nach Kr\u00e4ften und wollte sich nicht so leicht geschlagen geben. Rapa machte weiter und lief mit aufgestellten Ohren zu den beiden Jungs. Er versuchte, Mwashoti mit seinem R\u00fcssel zu erwischen und ihn mit Staub zu bewerfen, um ihn abzulenken, aber beide Jungs konzentrierten sich vollkommen auf ihr Spiel. Es nahm eine unerwartete Wendung, als zwei Warzenschweine auftauchten und bei ihrer Jagd mitten durch die Elefanten hindurchliefen. Rapa, Mwashoti und Tusuja erschreckten sich so, dass sie kollernd und schreiend ins Geb\u00fcsch liefen, dorthin, wo ihre Freunde grasten. Die anderen Waisen lie\u00dfen sich aber von ihnen nicht st\u00f6ren. Danach rannten die drei Jungs wieder zur\u00fcck zu der Stelle, an der sie auf die Warzenschweine gesto\u00dfen waren, und jagten aufgeregt und die B\u00fcsche zertrampelnd herum. Das taten sie ein paar Minuten, ehe sie sich beruhigten und sich wieder den anderen Waisen anschlossen.<br \/>\nBei der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde waren alle Waisen damit besch\u00e4ftigt, sich abzuk\u00fchlen, da es sehr hei\u00df war &#8211; jenseits der \u00fcblichen Temperaturen. Selbst die Waisen, die sonst nicht so gern baden, wie Kauro, Kamok, Balguda und Murit, waren heute bei den ersten, die in den Pool liefen! Pea und Pod genie\u00dfen die B\u00e4der auch h\u00e4ufiger als fr\u00fcher, da auch ihnen die Hitze zu schaffen macht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/4420166824-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Enkikwe und Sirimon bei einer Rangelei<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 24. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nMurit hat eine neue Angewohnheit entwickelt. Wenn die Waisen am Morgen aus ihren Gehegen kommen, versteckt er sich entweder in Mbegus oder in Kamoks Gehege, bis die Babygruppe auch herauskommt, damit er sich ihnen anschlie\u00dfen und mit ihnen in den Busch gehen kann. Erst danach rei\u00dft er sich von den Babys los und geht zur \u00e4lteren Gruppe zur\u00fcck. Als er heute aus seinem Gehege gelassen wurde, ging er schnell hinaus, als w\u00fcrde er sich den anderen anschlie\u00dfen. In Wirklichkeit kehrte er aber schnell um, lief in Kamoks Gehege und lie\u00df sich dort nieder. Als sp\u00e4ter die Babys herauskamen und in den Busch gingen, kam Murit fr\u00f6hlich aus Kamoks Gehege gelaufen und ging mit ihnen mit &#8211; sehr zur \u00dcberraschung ihres Keepers, der sich wunderte, wo er denn pl\u00f6tzlich hergekommen war. Murit ist sehr gern bei den kleinen Babys, da sie sehr ruhig sind und nicht soviel rangeln wie die Jungs in seiner Gruppe. Rapa, Lasayen und Ndotto schubsen ihn manchmal herum, und weil er nicht so kr\u00e4ftig ist wie sie, kann er sich nicht so gut wehren. Darum genie\u00dft er lieber die Gesellschaft der ganz Kleinen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/44201675053-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Murit ist gern bei den Babys<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Freitag, 25. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nKurz nachdem die Waisen heute Morgen im Wald angekommen waren, rannten Siangiki, Naseku, Kamok, Alamaya, Roi und Kauro wild herum und jagten zwei weibliche Warzenschweine mit ihren Ferkeln. Die Warzenschweine wollten in der N\u00e4he der Waisen grasen, da sie sich bei den Elefanten sicherer f\u00fchlten. Sie waren in der Nacht zuvor von L\u00f6wen angegriffen worden und konnten ihre Anwesenheit noch immer wittern! Sie waren daher sehr vorsichtig geworden, doch Siangiki und die anderen machten es ihnen schwer und verscheuchten sie. Siangiki, Kamok, Alamaya und Kauro gaben aber schlie\u00dflich auf, sodass nur noch Naseku und Roi weiterspielten. Auch die beiden lie\u00dfen es irgendwann bleiben, nachdem sie sich damit abgefunden hatten, dass die Warzenschweine sie heute nicht allein lassen w\u00fcrden. Die Warzenschweine folgten den Waisen sogar zur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde, blieben w\u00e4hrend der Besuchszeit bei ihnen und gingen dann wieder mit ihnen in den Busch zur\u00fcck.<br \/>\nAuch Kiko ging heute vorsichtshalber nicht in den Busch, da die L\u00f6wen noch in der N\u00e4he waren und er ein bevorzugtes Opfer f\u00fcr sie w\u00e4re. Er verbrachte den Tag auf dem Gel\u00e4nde der Stallungen, und sein Keeper besorgte ihm alles, was er den Tag \u00fcber brauchte, auch seine geliebten Akazienbl\u00e4tter. Pea und Pod waren zusammen mit den Babys unter strenger Bewachung drau\u00dfen. Es war ein ziemlich anstrengender Tag f\u00fcr alle, die Warzenschweine, die Strau\u00dfen Pea und Pod und unsere Giraffe Kiko.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/44201681034-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Roi jagt Warzenschweine<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Samstag, 26. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nAls die erste Gruppe zur \u00f6ffentlichen Besuchsstunde rannte, um ihre Milchflaschen zu genie\u00dfen, jagte die gierige Naseku hinter Pea und Pod her. Sie wollte von ihnen vorgelassen werden, aber die Strau\u00dfen forderten sie mit ihren langen Beinen und schnellen Sprints heraus. Sie versuchte, ihre weichen Schwanzfedern zu erwischen, hatte aber keinen Erfolg; also trompetete sie, um sie zu vertreiben. Nachdem sie ihre Milchflasche geleert hatte, machte sie sich wieder auf die Jagd nach Pea und Pod. Ngilai wurde auf das Spiel aufmerksam und machte auch mit. Die V\u00f6gel machten es ihnen aber nicht leicht, und bei mehreren Versuchen, sie mit dem Kopf anzusto\u00dfen, fiel Ngilai um, da sie viel zu gro\u00df sind. Auch die Zuschauer fanden das Spiel interessant und applaudierten. Ngilai drehte sich prompt um, rannte an der Absperrung entlang und stie\u00df gegen ein paar Besucher, bevor er wieder Pea und Pod hinterherrannte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/44201682253-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Ngilai, Naseku und Godoma<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Sonntag, 27. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nNachdem die Waisen sich drau\u00dfen im Wald breit gemacht hatten, jagten die gr\u00f6\u00dferen Bullen wie Sokotei, Olsekki, Enkikwe, Sirimon, Boromoko und Kauro wild herum, zertrampelten kleine B\u00fcsche und forderten sich gegenseitig heraus. Kamok gefiel das nicht, denn auch sie geriet ins Visier von Sirimon, als sie an ihnen vorbeilief. Er griff nach ihrem Schwanz und wollte sie besteigen, woraufhin Kamok laut aufschrie und Hilfe suchte. Oltaiyoni, Siangiki und Roi reagierten sofort und kamen zu ihrer Rettung geeilt. Als Sirimon, Sokotei und Olsekki die gro\u00dfen M\u00e4dchen n\u00e4herkommen sahen, wussten sie sofort, was sie falsch gemacht hatten. Sie drehten sich von Kamok weg und setzten ihre eigenen Ringk\u00e4mpfe etwas weiter entfernt fort.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/4420168271-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Boromoko jagt im Geb\u00fcsch herum<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Montag, 28. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nAls die Waisen aus ihren Gehegen kamen und einige sich f\u00fcr ihre Wanderung in den Busch bereit machten, liefen Mwashoti, Kamok und Alamaya zu Maxwells Gehege und blieben bei der Tr\u00e4nke stehen, wo Maxwell gerade das frische Luzernenheu genoss. Die drei versuchten, ihm das leckere Gras zu stehlen; der arme Maxwell wollte sie von seinem Futter vertreiben, indem er mit dem Horn gegen das Tor schlug, doch sie ignorierten ihn. W\u00e4hrend Maxwell versuchte herauszufinden, wo die Elefanten waren, um sie verscheuchen zu k\u00f6nnen, kam Mwashoti versehentlich mit dem R\u00fcssel in Maxwells Ohr. Dieser erschrak sehr und rannte von seinem Luzernenheu davon. Dann kam er zur\u00fcck, stellte sich aber diesmal mit dem R\u00fccken zu den Waisen. Dieses Mal war es die freche Kamok, die seinen R\u00fccken mit ihrem R\u00fcssel ber\u00fchrte. Daraufhin spritzte Maxwell pl\u00f6tzlich Urin in Kamoks Gesicht, sodass sie schreiend und trompetend davon rannte, mit Mwashoti und Alamaya im Schlepptau! Ihr pl\u00f6tzlicher R\u00fcckzug lie\u00df Maxwell in seinem Gehege vor Siegesfreude herumjagen, da es ihm gelungen war, die St\u00f6renfriede von seinem leckeren Heu zu vertreiben. Solio war in letzter Zeit nicht an den Stallungen zu Besuch, doch wir sind sicher, dass es ihr bei den wilden Nash\u00f6rnern im Nairobi Nationalpark gut geht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/44201683038-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Mwashoti, Alamaya und Godoma<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Dienstag, 29. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nHeute Morgen verlie\u00dfen die Waisen sehr ruhig und gesittet ihre Gehege. Selbst die gro\u00dfen Jungs, die den Tag normalerweise mit Rangeleien beginnen, zeigten daran heute kein Interesse. Sie gingen alle brav in den Wald und widmeten sich dem Grasen. Die etwas vorlauteren Waisen wie Olsekki, Naseku, Roi, Sokotei und Enkikwe stritten sich darum, wer die anderen anf\u00fchren durfte, und Naseku und Olsekki gewannen. In letzter Zeit f\u00fchren diese beiden die Gruppe h\u00e4ufig sehr weit hinaus &#8211; manchmal auch kleinere Gruppen, wenn nicht alle mitkommen. Sie werden eines Tages sehr gute Anf\u00fchrer werden.<br \/>\nW\u00e4hrend der \u00f6ffentlichen Besuchsstunde war es heute wieder hei\u00df, sodass alle Waisen schnell ihre Milchflaschen hinuntersch\u00fctteten und dann in den Schlamm sprangen. Alle Waisen rollten sich heute herum, und es gab gro\u00dfes Gedr\u00e4ngel, weil jeder richtig untertauchen wollte. W\u00e4hrend dieses Schauspiels kam Oltaiyoni nicht dazu, sich im Schlamm zu w\u00e4lzen, weil sie als Mini-Leitkuh zuerst die Kleinen hineinlie\u00df und selbst zur\u00fccktrat. Erst als einige Waisen herausgekommen waren, nutzte auch sie die Gelegenheit, doch Enkikwe stand auf und rempelte sie an. Das \u00e4rgerte sie, sodass sie Enkikwe zum Ufer schubste. Er schrie auf, sodass auch Olsekki, Sokotei, Boromoko und Siangiki einen Schreck bekamen und sich verkr\u00fcmelten. So konnte sich Oltaiyoni dann ganz allein im Schlamm umherw\u00e4lzen. Enkikwe ging zur gegen\u00fcberliegenden Ecke des Schlammlochs zum Staubbad, und die anderen Waisen, die gerade aus dem Pool gekommen waren, schlossen sich ihm an.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/44201685310-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Alle Waisen gehen brav hinaus in den Busch<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Mittwoch, 30. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nKamok schleicht sich h\u00e4ufig am Morgen, wenn alle Waisen aus den Gehegen kommen, davon, um von den B\u00fcschen zwischen dem Parkplatz und den Gehegen von Naseku, Rapa und Sokotei zu fressen. Sie hat es sich so angew\u00f6hnt, jeden Morgen diese ungew\u00f6hnlichen Stellen auszukundschaften.<br \/>\nDrau\u00dfen im Busch kam Kiko, nachdem er seine 9-Uhr-Milch genossen hatte und gerade von seinen Lieblingsakazienbl\u00e4ttern fressen wollte, an einer gro\u00dfen Schildkr\u00f6te vorbei, die langsam den Weg entlang krabbelte. Kiko ging langsam von hinten an sie heran und senkte seinen langen Hals, sodass sein Kopf bis zum Panzer der Schildkr\u00f6te hinab reichte. Als die Schildkr\u00f6te ihn bemerkte, zog sie schnell ihren Kopf ein. Das erschreckte Kiko so sehr, dass er auf dem Absatz kehrt machte, zur\u00fcck zu den Keepern, Pea und Pod rannte und dabei mit allen vieren austrat. Nach ein paar Minuten ging er zur Schildkr\u00f6te zur\u00fcck, doch diese hatte sich inzwischen im Geb\u00fcsch versteckt.<br \/>\nAls die Waisen am Mittag die \u00f6ffentliche Besuchsstunde verlie\u00dfen, trafen die beiden Anf\u00fchrer der Gruppe, Roi und Siangiki, auf ein paar Warzenschweine, die auf dem Weg zum Schlammloch waren, um nach den Waisen dort zu baden. Die beiden beschlossen, die Warzenschweine zu jagen und trompeteten laut, als sie versuchten, sie ins Geb\u00fcsch zu scheuchen. Die Aufregung brachte Stimmung in die ganze Herde, und alle rannten herum, trompeteten und zertrampelten die B\u00fcsche. Die Warzenschweine machten, dass sie wegkamen, da sie nicht zwischen die trampelnden Elefanten geraten wollten. Die Besucher l\u00e4chelten \u00fcber die Albernheiten der Waisen, da sie sahen, wie gl\u00fccklich diese Herde von zufriedenen Baby-Elefanten ist.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/44201692614-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Kamok schleicht sich gern davon<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Donnerstag, 31. M\u00e4rz 2016<\/strong><br \/>\nGegen 21:15 Uhr gestern Abend kam Solio zu den Stallungen zur\u00fcck und besuchte Maxwell an einem seiner Tore bei der Tr\u00e4nke. Sie unterhielten sich eine Weile an der Absperrung und spielten dann miteinander, indem sie mit ihren H\u00f6rnern rangelten. Nach einer Weile ging sie in ihr altes Gehege, wo sie von den Keepern etwas Luzernenheu bekam. Sie blieb die Nacht \u00fcber in der N\u00e4he, sodass sie um 6:15 Uhr die Waisen traf, die in den Busch aufbrachen. Olsekki, Sokotei, Sirimon, Oltaiyoni und Siangiki hatten ihren Spa\u00df dabei, spielerisch Solio zu drohen und ihr hinterherzutrompeten, sodass sie im Eiltempo im Busch verschwand. Die Waisen blieben in sehr ausgelassener Stimmung zur\u00fcck, und die kleinen Jungs Ndotto, Lasayen, Ngilai und Murit hatten viel Spa\u00df dabei, wild herumzurennen und zu posaunen. Dann fanden sie sich zu Paaren zusammen und rangelten miteinander, bevor sie wieder in die B\u00fcsche gingen, um weiter wild herumzutrampeln. Ndotto, der begeisterte Kletterer, versuchte, seinen Freund Lasayen zu besteigen, doch Godoma und Ngilai rannten ihm nach und schubsten ihn von Lasayen herunter. Der drehte sich schnell um und jagte seinem Freund nach, um das gleiche mit ihm zu versuchen. Ndotto war aber flink genug, um Lasayen auszutricksen; er legte sich auf den Boden, damit Lasayen stolperte, und als dieser umgefallen war, kletterte er wieder auf ihn! Insgesamt hatten die jungen Babys jede Menge Spa\u00df und damit einen tollen Start in den Tag.<br \/>\nGegen Ende des Tages mussten wir noch eine Rettungsmission nach Tsavo starten. Ein junges Kalb hatte schlimme Wunden an den Beinen, die der Tierarzt in den letzten Tagen mehrfach zu behandeln versucht hatte. Sie scheinen von Schusswaffen zu stammen. Da der Zustand des Kalbs sich verschlechterte, wurde entschieden, dass er ins Waisenhaus gebracht werden sollte, um sein Leben zu retten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/legacy.sheldrickwildlifetrust.org\/keepers_diary\/44201693534-pic1.jpg\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Max l\u00e4uft in seinem Gehege herum<\/p>\n<p><em>(\u00fcbersetzt aus dem <a href=\"http:\/\/www.sheldrickwildlifetrust.org\/asp\/keepers_diary.asp\">englischen Original<\/a>)<\/em><\/p>\n\n<!-- Facebook Like Button v1.9.6 BEGIN [http:\/\/blog.bottomlessinc.com] -->\n<fb:like href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-maerz-2016\/\" layout=\"standard\" show_faces=\"false\" width=\"450\" action=\"like\" colorscheme=\"light\" font=\"tahoma\"><\/fb:like>\n<!-- Facebook Like Button END -->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dienstag, 1. M\u00e4rz 2016 Heute war es fr\u00fch am Morgen bereits sehr sonnig, und die Babys konnten sich ihren \u00e4lteren Artgenossen recht zeitig drau\u00dfen im Busch anschlie\u00dfen. Sie spielten alle sch\u00f6n miteinander. Nur Rapa hatte mit den \u00e4lteren M\u00e4dchen zu k\u00e4mpfen, weil diese ihn nicht zu den Kleinen lassen wollten. Immer wenn er sich einem &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/nairobi-nursery-maerz-2016\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eNairobi Nursery M\u00e4rz 2016\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":7708,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[41,40,1],"tags":[],"class_list":["post-7707","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nairobi_nursery","category-tagebuch-der-keeper","category-news"],"pp_statuses_selecting_workflow":false,"pp_workflow_action":"current","pp_status_selection":"publish","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7707","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7707"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7707\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7710,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7707\/revisions\/7710"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7708"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7707"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7707"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/reaev.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7707"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}